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Personen zu-Anführern, so daß ich es nicht wagen darf, nur
Einen zu nennen, um, nicht auf bloßen Verdacht hin histori--
sche Namen zu verunglimpfen. So viel ist gewiß, daß, ob- gleich in Rom sowohl, als an andern Orten, Komplstce und Vekschwörüngen exéstiren und gelingen können,- doch an keinen Aufstand zu denken ist, und da der erste Ueberrumpelungs-Ver- such mißlang, so ist vielleicht die Gefahr schon überstanden. Zum Trost aller derer, welch.» Angehörigew Rom [)aßen, sey es gesagt„ daß bei der Volksftimmung und bei der Zusammen,- z-iehung der Truppen, welche sich, eingerechnet die Bürger- garde, auf beinahe 6000 IJIax-m vermehrt haben, nichts für die Stadt überhaupt und noch weniger für ruhige Individuen: zu fürchten ist. _Von außen lauten die Nachrichten nicht be.- ruhigend. Perugia,. diese wichtige Stadt, nebst ihrem Kauen, ist dem Beispiele Bologna's gefoigt. Die Kardinäle Ben- venuti und Rivarola find in die Provßnzen gesandt. 'Die Bologneser haben ihren beliebten Erzbijchof, den Kardinal Oppizoni, mit großen Ehrenbezeugnngen eingeholt, aber thm auch “eine dreifarbige Kokarde entgegengesehtckc. Man gab ihm eine Ebrénwackx und Feste, erkennt seme Autorität in eistlichen Dingen, schließt ihn aber von aller Politik aus. “ er Arzt ist gut, wenn nur die Kwanklxic überhauyt heilbar ist! Es find T1'uppc11 von Bologna nach Ankona gezogen, um sch der dortigen Fksung zu veWächtigen. Gelangt Ihnen dies, so kann es die schlimmsten Folgen für die südlich Nea,- pel zunächst liegenden Dejegatiomm haben.“
Ankona vom 9. Febm „Montag:: (den 7ten) bei Tagksan- “bruch kam hier eine Staffem mit der Nachricht des Aufstan- des indevRomagna bis Rxmini an. Die Behördem mah- men alle TNaaßr-geln, um die Ruhe in Ancona ax-„ZÜr-xcht zu
halten, indem ste die Wachen an aUenPotien, unc) vorzügiict) * im Innern des S-Zehafens und bei den Gefängmffen, verstarkrcn. . ; 3T.-31:j.u111-dc]1. 7 Uhr-zeigte Koh ein Haufsn von etwa 70 '))?enschen der ge- , ]91'. 13.11343.Ü11|. 18 ' !).-„13--§1...xn1.22
Der gestrige Tag ging ganz ruhig vorüber; aber am Uvend gegen
meinsten-Klasse, worunter Schtffsle-ute, L.;stt-rager u. dgl., die von verschiedenen Romanesen und andxrcn Personen angeführt wnrden, auf dem Maße, mét-c=en1Gesch.ei: „Es lebe die “Frei- heit“!“ und anderen aufrührert'schen Reden. “„Am Tage harre seh das Gerücht- veröre-itct, daß die Grenadjete (sammcncl) Roknanessn) m'chc fechten würden; aber zur Freude“ der Guc- gefinnten gab die “Hauptwacve Feuer und hörte m'ctzc eher auf, als bis der Haufe gänzlich zerskchc war, kund .Und-Stunde
. na'cher_'war die Stadt ganz :ruy-tg. Es wurden nur zwei
"Menschen getödtet, und zwar -gera..-e diejenigen, weiche das Geschrei angefangen hatten. Es “wurde eine Verordnung des Delegaten kund gemacht, wekche zur Eryaxcung der guten Ordnung auffordert und vervt-etec, nach dem Aben'sgoläuce
ohne Latxrne auszugehen“, oder stet) in Hausen über drei Per- “
sonen zusammenzurotten. _ Es machten viele PatrouiUenudée Runde.“ » '
-Weitere Nacht-écbcen aus A ti kon a unterm 11. Febr. mol; *
sven,“ der- Wiener Zeituwg zufolge: „Die revolurionnaira Bewegung hat «ich von, Bologna b:.s nach Sinigaglia er- Weckt; DieS-tädte sehkm jeoe eine besondere Regierung ein, Lund"'*es--herrscht_* n-écht nur keine“U:»exb'eroinßimmung unter den- “»selbev, :sondexn es 4bo|kchon é-m Innern dieser klem-on Gemein- «Msen *skkösk fast überall “Keime Oer“ Uneinigkeit. Wir» sehen“ «Nis-“eziy-Gkück FÜé-«uns an„ daß «der Au-fkiand in „unfer-er Wbt, Mgeachret dor Axxßsengungsn, welche «von einigen FWW xdsv-Ordnung genmcht, aber auf der Stelle unter- dk-tkekc wurden, «icht; gelungen L|.“
- “'DasiöLakeiniséße-uxnd das :Deutsche-Vox oi Ur von. M**hiesjgen-1Ué»éverßkät in adam näehßm “GoInÉ-hxihßalbmjahoe
WZBW W.;Apitl;an-zu**-'-h-a'loende-n-7Vokbesnngen sind von
“ heute» ms «1 “dem“ Pedsk "Danelzer -im »MKiWßtäts-Gebäwdo, -
o_rßswssszss Fk-ng. u:»;nhtoves-fürW :S r. ;: be .“ “OWM! ,“1z-2MArx-EZZL. 9 ,*W ba n „ - “ Der ?RWr-der “Univerßtät.
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, ' “Königl-iche S*cha-uspt-ele- ' “„Frxixag, 4. _März. Zm-Oper-uhause. Zum orßenmale wiederholt: T-äuk-xhung, lymches Drama in 1 Akt, mit Tanz, ngkhdekaanzßnsMn: „l7lkkusion", des St.-Georges', bear- ck:th “vom“ Fkkthervn- v. Lichun|cin; :Mustk von Herold. Nrauf: Adagto- und Polonaixe für Fortepxano, von Herz,
/
* WWU. 11". ['Wl).
vorgetragen vom Königl. Kammermufékus Hrn. Fr. *Wörz/
ltßex._ Und, zum erstenmale :: Die jungen Penßona-érinnqn, komtjches Ballet in 1 Akt, von Ph. Tagléoni, Balletmeielör der großen Oper zu Paris. (Herr Fleury, erster Tänzer des K. K-Hof-Theacers am KMnthnerthore zu Wien, wird hierin dre Partie des Rustic, ausführen. ,
Sqnnab'end, 5. März. Jm Opernhause: Heénrich D'. Jugendjahre, .Lustspiqel in 3 Akoth-eilungen- Hierauf:' Der Nasenftübxr, chssenjpiel in Z Abtheilungen, von C'. Raupach.
ELF thrd ersucht, die zu diesem Tage bereits gekauften Schauyptelhaus-Billets, gegen Opernhaus-Bellets gefäWigst umtauschen- lassen zu wollen. '
. Jm Schauspielhause: [) 14811101ÄÜZ6 5111908851116, Wuse- 71116 611 2 LW'LZ. 2) [„a lU'SmiÖl'Q W[U'éWnt-“xtion (16: Ma- äamcz [.Maletie, ä-t'ämo-yamjasi'lla historique; 1101176311 611 “2 ÜLUJZ, pm) Mk [Zartbßlczmx '
Zu diejsr FrgnzdstsMn Votxstellung bleiben die bereits gekaxssxen. und mtr Freicab' bezeickxneren BiUets gülxig, auch werdsen die noch zu Verkaufcnkren B-Uexs, mit Freitag bezsich- nec eyn. -
b
' Königskädtisches-Theater. Frettag, 4. Mäxz. Stille Wasser sind tief, Lustspiel in 4 Akten, von Schröder. (Du». Lemke, vom Hof-Theacer zu
Sondershausen: Antoinette, als dritte und letzte Gastrolle.) Die Mailänder Zeitung vom 19. Febr. ba'richtct aus *
,L81'41j1181' ]361'89. " [)(-,x] Z. 01517. 1831. ' _ Ümk]. 170m15- um] (;thj-(J-ourZ-Zetts]. (Nxsw/Z. CDM.)
*
.I.:Ükl.tt/'; (;(-Mk.] [„S/. Öm'cs/„j * MJ. "6777: BZ, ** “Skin". [*säljäi-rl- 54T- 973? . 90mm. ['T'mjäbl'i'. UHF “ 9.37“? . [Luan u Kozmu (10 11-2 89 d'ubwsiZcélxe (10. WIH BSZ (ikst. C.ä.](.-U.K. ** 56 86T“ Z.-d"c]1.e.l.l(.- u.Ä. 57 FZZ ' 88 “ 92
])a'. ]ijZi. [.“-1. 30 ](Ut'111.0k1.111.]- (.... Kemnlntöcbz], 8611. ZUM". " Ul). "ÜöuiZZbZ. “(Jo. k)]känZ-Zm' 210. “])ZnF. 110. in “U:.
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„KWL- ÜUJL- 4.411- zsn'.“ uLt. 85-7. Kuss. Kol. „Lamb. (Jar. M.
])cvlu. . yr. ' „1x. . 83.7. 03:1. 55;.
[i “b“ 3 Zt. 'koxrxrsbuyg, 22. kßbWr. ,
in “Zilsx JT 011. 977- Ilbsr-liube] 377 [(op.-* 5yroc. lnao. »?isn, 26 * 1764312137. .
5yroc- NEtaU- 85-3. '4ymo. 677.3. Wray. 4.2.7. [maso xn
„100 1-1. 16415... k.k...objjg. U04. ZankUXctäon 9344.
Zweite “Beilage
527 Zweike Beilage zu? Allgemeinen Preußischén Staats-Zeitung .F./_.?" 63.
F r a n k r e i ck. Pairs-Kammer. In der Sélzung vom 23. Febr. legke zuvdrdersc der Kriegs-Ménister den von der Depu- tirten-Kammer am Listen angenommenen Geseß-Entwurf we-
“ gen Errichcung einer Fremden-Legion vor. - Der See; ..
Minister brachte sodann zum zweiten Male den von der DepUtirten-Kammer veränderten Geyekz-Entwurf wegen Un- terdrückung des Sklavenhandels _ein. *- Hierauf berichtete der Graf Roy Über den Geseß-Entwurf wegen der künfti- gen Verwendung des *Tilgungs-Fonds und scimmce für die Annahme deffeiben mit einigen unwesentlichen Amendements. «- Ich bestieg der »))?inister des Innern Die Redner- bülme, um der Kammer den GeselZ-Encwurf vorzulegen, wo- durch die Stadt Paris zur Eröffnung einer Anleihe von 15 JJKillionen Fr. ermächtigc werden soll. -- Er ergriff hiernächsk zum zweiten Male das "Wort, um .der Versammlung von der, durch „den Minister der auswärtigen Angelsgenheiten der Deputircen-Kammer gemachten amtlichcn Mittheilung Kenntniß zu geben. (G. das Hauptblatc.) Der Marschall Jourdan fand sich dadurch zu folgender Bemerkung veran- laßt: „Die Mittheilung, die wir so eben vernommen haben, ist von großer Wichtigkeit; ohne Zweifel werden Sie, 111.4), wie ich, der Meinung seyn, daß sie die Aufmerkjamkeic die- ser Kammer ganz besonders fesseln muß. Ick habe daher die Ehre, Ihnen hiermicéden Vorschlag zu machen, eine Kom- misfion mir der. Entwerfung einer Adresse an den König zu beauftragen, um diesem dafür zu danken, daß er zu der Un- abhängigkeit Belgiens so mächtig beigetragen hat, xmd ihm zugleich zu erkennen zu geben, wie sehr es uns geruhrt hat, ihn der Erhaltung des Friedens ein so große]; Opfer als das der Verweigerung semesSohnes für den Belgixchen Thron bringen zu sehen.“ Der Vic'omte Lainé äußerte. wenn diquam- mer bisher über die neuesten Ereignisse gesthwiegen, 1o sey solches bloß deshalb geschehen, weil ihr Reglement ste gleichsam dazu gezwungen habs; jeß't aber, wo das JNénisterium der Kam-
mer eine Gelegenheit biete, ihr bisherigesSchtveigen zu brechen, __
hoffe er, daß, bei dex Vorlegung der vyn dem vorigen Redner in Antrag gebrachten Adresse, seine .Herren Kollegen es für angemessen halten würden, auf diejenigen Europätjeven Scaa- ten, die Frankreich in Bewegung setzen könnten, einen Blick zu werfen, zugleich aber auch die innere Lage des Landes in Erwägung zu ziehen. Es sey nicht seine Abßcht, auf die Unruhen, die zuletzt die Hauptstadt betrübt, zurückzukommen; ihm genüge, daß die ganze Sache jetzt vor den Gerichten schwebe, und er hoffe, daß die Einleitung deQProzesses das Dunkel enthüllen werde, das zum Theil noch die letzten Be- gebenheiten nicht bloß in Paris,__sondern auch in der Pro.- vinz decke. Er danke dem Marjchall Zourdan, daß er auf eine Adresse an den König angetragen habe, worin die ganze Kammer ihre Wünsche und Hoffnungen niederlegen, und na- mentlich zu verstehen geben kötzne, daß, ngchdem der gesell- schaftliche Zustand eiuigen Gefahren ausgeyelzc gewesen, es in hohem Grade nothwendig sey, dem Königthume mehr Kraft, als bisher, zu verleihen. _ Der Vorschlag des Mar-schalls Iourdan wurde hieraufxxit-nnüthig angenymmen und die be- treffende Kommission in folgender Weije zusammengestellt: der Marschall Jourdan, die Herzöge von Broglée und von Choiseul, der Marquis von Morcemact, die Grafen Simeon, Belliard und von St. Priest, der Vicomte Laénéund der Admiral Dupert'é. -- Hierauf bestieg der Minister des öffentli- chen Unterrichts 'die Rednerbühne und theilte der Ver- sammlung die Königlich? Verordnung mit, wodurch der Ge- selz-C'nctvurf über den Elementar-Unterrichc ausdem Grunde zurückgenommen wird, weil steh' eine Steuer-Erhebung daran knüpft und das (_Heseß sonach zuerst der DeputirtenKammer vorgelegt werden wu. - An der Tages-Ordnung war jetzt die. Berarhuug über den Geselz-Entwurf wegen Organisation der National-Garde. Der Marschall Iourdan verlangte , daß man fich zunächst mit den Atmndements der Kommission be- schäftige, wogegen der Herzog“ von "Broglie fich vorweg allen diesen Amendements ohne Ausnahme widersetzte; er tl)u_e solches nicht, äußerte er, weil er die Avträge der Kom- misfion für verwerflieh halte; im Ge en-theile finde er meh- rere derselben ganz vortrefflich; so fe ler-baft ihm aber auch das Geseß, wie es aus dem Schoße der Deputirten-Kammer her- vorgegangen,erscheine, so müsse er doch aufdie unveränderte An- nahme desselben h_estehen, denn da dies e Kammer vielleicht nur noch wenige Tage betsammen seyn, „mithin keine Zeit mehr haben
“werde, fich mit den =von der Pat'rs-Kammer vorgemommenen
Amendemepks zu- beschästigen, „so wü_rde .das Land mehrere Monate hmdurch ganz ohne em Gejelz über die National-
Garde seyn; ein solcher Zustand sey aber, nammtlich bei den gegenwärtigen Zeitumständen, durchaus unzulässig. Der Her- zog von Choisenl_ schloß stch der At1fichc des Marschalls Zourdan an und beharrte dabei, daß man die Amondements der Kommission in Erwägung ziehe; es sey unmöglich, meinte er, daß die Pairs-Kammer ein Geselz annehmen könne, von dessen Unvollkommenheiten sie selbst überzeugt sey, und die Nothwendigkeit, das wahre Beste der Narional-Garde wahr- zunehmen, Überwiege den von dem vorigen Redner angeführ- ten Grund, Der Minister des Innern äußerte séch fol- gendermaßen: „Mir scheint, daß der edle Pair (Choéseul) die Beweggründe des vor ihm aufgetretenen Redners unrichtig verstanden habe; diessr hat, ohne steh im Uebrigen auf eine Erörterung des Gesetz- Entwurfes selbst einzulassen, nur in Rückfichc der obwaltenden Umstände Ihre Vaterlandsliebs in
Anspruch genommen. Es ist kéinesweges unsere Abstcht, Sie"
zur unveränderléchen Annahme des Ihnen vorliegenden Ge.- sekz;(§t1twurfs gleichsam zu zwingen. Aber Sie kennen die kürzlich in dieser Hauptstadt begangenen Excesse, die wir mekzr als irgend Einer beweinen. Je nun! meine Herren, bietex uns nicht die Nacional-Garde das erste Mittel, um solchem Unwesen zu steuern? ist sonach nicht ein Gesetz zur Organi- sirung der National-Garde für uns das dringendße Bedürf- niß? Allerdings ist der Ihnen vorgelegce Entwurf in einigen setner Bestimmungen fehlerhaft, allein er genügt für den An- genblick. Hürden Sie fick), meine Herren, «ein Gesetz zu ver- zögern, das Überal-l mit so großer Ungeduld „erwartet wird.“ Der Graf von Montalemberc fühlte fich durch diese Aeu- ßerung zu folgenden Bemerkungen veranlaßt: „Ich protestire zuvdrdersk gegen die Uebereilung, womit man bei der Erör-
terung -des uns .vorliegend'en Geseßes verfahren will; eine.
solche Uebereilung würde von den verderblichften Fol en seyn; se würde einerseits dem Lande ein unvollkommenes uanJsammem hängendes Gesetz zuziehen, andererseits aber der Pairs-Kammer eine erniedrigende Stellung geben, indem diese sich gleichsam zu einer bloßen Einregiskrirungs ; Kammer machte. Warum verlangen die Minister von uns, daß wir nach sechs- wöchentlicher Unthätigkejc die wichtigstcn Gesetze im Ge- schwindschricte annehmen sollen? Wir smd nicht-héer, um
dem Willen des Ministeriums zu gehorchen, sondern um die“
Rechte, und Interessen des Landes zu vertheidigen. Verges- sen Sie nicht," -m. H., daß Sie unter den gegenwärtigen Umständen eine wichtige Rolle zu spielen _haben, und daß- Sie dazu des Vertrauens des Landes bedürfen. Fahren Sie
-in Ihren Beratbungen mit der Mäßigung und heilsamen
Muße fort, die Ihnen den Beifall aller aufgeklärten Männer erworben haben. Von zweien Dingen eins: entweder ist dieseKammcr dem Lande nothwendig oder sie ist ihm über- flüssg. Jm ersteren Falle kann man nicht von uns verlan- gen, daß wir Gesetze votiren soUen, ohne fie vorher zu prü- fen; im zweiten Falle dagegen mag man diesen Saal schlae- ßcn. (Heftiges Murren) Wir haben des Ruhms genug er- langt; Frankreich wird dies nicht vergessen; aber niemals wer- den wir uns durch die Worte Aufruhr und Anarchie eindehücbtern lassen, niemals werden wir dem WiUen der Mi- nister nachgeben. Aus der JNaffe von Gesetzen, die der De- putikten-Kammer vorgelegt worden sind, . konnte kein gutes über die National-Garde hervorgehen. Dteses leßtere zeich- net stch daher auch ganz besonders durch seine Mängel aus; durch die große Masse der darin aufgenommenen-Beftimmun- gen hat man jenem schönen Institute der National-Garde nur geschadet. Frankreich heftet aber seine, Augen auf“ uns; suchen „wir uns-des Landes würdig zu zeigen, und wenn wir doch unsere Würde einbüßen sollen, so sorgep wir wenigstens dafür, daß man uns in ehrenwerthem Andenken behalte.“ Bei diesen Worten wurde der Redner von demK-Prä denten mit der Bemerkung unterbrochen , daß es unangeme en sey, im Schoße der Kammer die Aufhebung der Pairie “voraus-
zusetzen. „Ich bin auch -schon zu Ende!“ rief r. !*.-Mon-
talemberr, indem er fich einige Veybefferungsz orschläge in dem Ges'ekz-Entwurfe vorbehielt. Dre" allgememe Bsrathung wurde hierauf geschlossen und die Versammlun kam, auf den Andrag des Grafen von Belléard , dahin herein», den Am-endements der Kommisfion die“ Priorität einzuräumen. Nach einigen kurzen Bemerkungen des Generals von Am- brugeac, des Grafen von St. Aulaire, des Herzogs von Praslin und des erzogs Decazes wurden sodann die 49 ersten Artikel des eseß-C'ntwurfes mit den,.von der Deputirten-Kammer in Vorschlag gebrachten “Amendements angenommen. Am folgenden Tage sollte dre Berachung fort-
gesetzt werden.
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