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suchte.“ Dasselbe Blatt berichtet unterm 2ten d. M.: „Gestern zeigten fich theilweise Kosaken unterhalb Praga und an den Ufern des Sächfischen Werders; ste wurden je- doch bei jeder Annäherung von dem Feuer der Unsrigen zu- rückgedrängt und einige davon gefangen genommen. Es heißt, daß. bei Pultusk ein Treffen stattgefunden habe; doch ist noch keine schere Kunde darüber eingegangen.“
DerWarschauer Zeitung zufolge zogen fichkdie Russ- fchen Truppen Znach der letzten Schlacht hinter die sogenannce Grochowsche Säule zurück und verhalten fich bis jelzt ganz ru,- hig. Ein Theil der Polnischen Armee ist wiederum in War- 'schau eingerückt, um fich von seinen Anstrengungen zu erholen.
In der hiesigen Staats-Zeitung heißt es: „Zen- seits Praga r'sk Alles ruhig; nur zuweilen hört man das Schießen der Flanqueurs und erblickt Kosaken, welche Reisg aus dem" Sächfischen Werder holen. Es heißt, daß den Ruy- sen 4 Geschütze untergesunken find, die fie über das Els eines Grabens nach dem Sächsschen Werder transportiren wollten. Seit «(nigen Tagen ist das- Wetter sehr ungestüm; Schneegestöber, Thauwetter und Sturmwind wechseln mit einander ab; ein Glück ist es, daß unsere Truppen_néchc_ un- ter freiem Himmel zu kampiren brauchen. Der Feldmakj-Hall Déebitsch hat seine Armee getheilt; man sah Kolonnen in verschiedener Richtung nach Norden und Süden zu abmar- schiren. Von dem Russischen Garde-Corps, welches im De- ?ember aus Warschau abgezogen ist, hat man am 25sien d. chon einzelne Regimenter mit uns im Kampf gesehen. Bei Bialolenka befanden fich die Kürassere, bei Grocbow die Uh- lauen , deren Befehlshaber, General Markoff, daselbst ver- wundet wurde. Die Gefangenen sagen aus, daß im dem letzten Kampf der A-rtillerie-General Suchozanet eän Bein verloren und der in Warschau bekannte Generaleieuce- nant Kiszkiy auf dem Schlachtfelde geblieben sey. Es heißt auch,daß General Rozniecké in dem Treffen bei Bialolenka unterlegen ist.“
Unter der Rubrik: „Amtliche Nachrichten“ giebt die Staatsteitung einenArmee-Bericht des 'Oberst-Lieute- nancs Lagowski, Befehlshabers des kleinen Krieges von .Ka- imierz bis Zawichost, vom 26. Febr., welcher Folgendes enc- Zälc: „Der Befehl des Generals Dwernécki, weiter vorzu- rücken, verdoppelte den Eifer der Unteroffiziere und Gemei- nen und wurde auf folgende Weise ausgeführt. Die Sei- tenmärsche meiner Kolonne erlaubten nicht ein so schnekles„ Zusammentreffen mit dem Feinde, als “es die Tapferkeit un- serer Krieger wünschte. Endlich als am 25. Februar der
Oberst Kozakowski mit den Sensenträgern in dem Dorfe La,»
gow auf der Straße* von Zwolen nach Pulawy angekommen und von dort am 26|en nach dem Dorfe Gora aquézebrochen war, nahm ich die 100 Freiwilligen unter Johann éelhorski und die 100 Jäger zu Fuß "unter Julian Malachowski und
pasfirte Wlostvwice gegenüber die Weichs el; die Kavallerie, untex '
der stch 10 Chasseurs befanden, führte ich durch dies Dorf nach Pulawy. Der Cßef Malachowski zog sich hinter Gesträu- chen- nach der Pulawer Meierei hin, , mit dem Befehl, nicht eher in. Pulawy einzudringen, bis die von mir auf der Wloskowicer Straße herange-führte Kavallerie und dieAbchei- lung dersexben , welche steh unter dem Kommando des Capi- tain Bosse auf der Straße von Lublin näherte, ihm durch ihr Feuer den Beginn des Kampfes anzeige. Der Haupt- Angriff, welcher arzf einen Stall der' Dragoner gerichtet war, wurde mit glückltchem __EJolg ausgeführt. Auf das erste Schießen zog fich auch die _ nfanterie Heran , aber der hart- näckige Widerstand _der Dragoner verlän erte den Kampfvon 5 Uhr bis 9 Uhr Abends. Ein dichtes euer aus dem Holz- und Dachwerk des„Stal1es"verwundete die Unsrigen. Zwei- nxal bot may uns Pardon an , aher ve-rgeblich. Endlich er- haelt der Chef Malachowski von mir den Befehl, auf den Feind einzudringén, und er griff selbst, an der“ Spiße von 8 S ätzen, das auptthor des Staller; an. Einer der Kühn- sten ank neben, hm zu*Boden; aber diese tapfere That zwang die Gegner ur Ergebung; 3 ,Ofßziere, 170 Drago- ner, 90„und einige ferde, ein» “Fourgon und ein Amma- nitions-Wagen fielen in unsere Hände. Das Stadt- MaÉgzin- wurde vor devZerstörung gestehert. Unser Verlust an odten und der des Feindes konnte der„Nacht wegen nicht SMM „gezählt werden.“ Hierauf folgt eine Belobung einzel- ner Krr„eger, das sich in dem Treffen besonders ausgezeichnet habxn, UU?» dann folgende durch Staffette übersandte Nach-* schrcfc: „ckck habe noch die Ehre, Ihnen nachträglich zu melden, daß; die Zahl der von dem Dragoner-Re imeut Her- zog von Würtemberg Yfangen Genommenen, erwundeten und Getödtecen 305 ann beträgt; .und war haben wir detx Capitain Sacken, 4 Offiziere, 250 Unteroffiziere und Ge- meme zu Gefangnen gemacht, 15 Mann verwundet und 35
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getödtet. Um 2 Uhr des Morgens vom 25sken auf den 26|en*. war der Capitasin„Horoch mit 40'Kavalleristen durch Jano- wiec nach Kaztmwrz detaschirr worden, in welcher letzteren
Stadt er ein weit zahlreicheres feindliches Corps angegriffen und, ohne Vexlyst von_ gnser-er Seite, einige Gemeine und dem Dragoner-Offtzter Woxejekoff gefangen genommen und 8 Pferde- erbeucer hat. Der Rest des Feindes zog fich zurück.“
„ In einem Z(rtikel der Staatszeitung wird darübek
Beschwerye _gefuhrt, daß außer den Kapuzinern keine andere Ordensgetstltche sich der Kranken und Verwandeten in dm Lazarethen annähmen; se äßen umsonst Polnisches Brod unk)e erbarmten sch nichc des Schicksals ihrer Polnischen „Bruder. Das Vaterland rufe die Bernhardiner, Reformir- cen , Karmeliter, Augustiner und Dominikaner auf, fich dev Nothjleidenden anzunehmen und ihnen wenigstens Wasser- herbetzuschaffen; wei; auf die Stimme desselben nicht-hörew werde, sey des Polmschen Namens nicht würdi .
, Der General-Postmeiscer Morozewicz macht Yekannt, daß, emer Verordnum der National-Regéerung zufolge, das Por- to. auf Bücher, eicungen und periodische Blätter herabgeseßtx worden ist. Dieser Bekanntmachung istdeine Liste beigefügt,
ter Polens und des Auslandes verzeichnet ist, und zwar in; per ersten Rubrik,. was fie am Orte ihrer Redaction, und en der zweiten, was fie mit dem im Königreich Polen zu encrichtenden Postporto bei ihrer Versendung kosten. Es er- giebt fich daraus,“ daß in Polnischer Sprache jetzt überhaupt" 36 Journal; und Zeitschriften erscheinen; davon kommen 29- im“ Königretch Polen selbst, 3 in_Krakau, 2 in Petersburg, 1 tn Litchauen und 1 in Wilna heraus. Darunter befinden _stch folgende wissenschaftliche Blätter: Die olnische The- mis, Piast- (ein technologisches Journal), "enkschrift füt: Wiffenschaft und Literatur, Denkschrift für Wissenschaftetr- (welche ip Krakau erscheint),_Kolumbus (ein Reise-Iournal), Denkschrtfc für Berg; und Hüttenwerk, Gesundheitsle ren, Denkschrift für Moral und Literatur, Denkschrift für rze- nei-Wissenschaften, Denkschrist für Physik “und Mathematik, Auswahl von Romanzen Walter Scott's und Duchange's; Fe [MMM Blätter smd theils policischen,' theils vermischten n a tx.
Zn dek Polnischen Zeitung heißt es: „Ungeachtet der dringendxn Lage, in welcher das Land sich befindet, trifft man in .der „Hauptstadt noch junge, kräftige, kerngesund- Leuce, dre, 'otelleicht aus Antipathie gegen den Pulverdampf, bei Tage fich hinter dte Bureautische verbergen und des Abends in Adjutanten-Fracks und Osfizéer-Mänteln 'mit dem Schwerde an der Seite umherspazieren. Wir haben schon ein vollständiges Verzeichniß“dieser jungen Herren und, se- bqld de'.“ Schlußtermm für sie vorüber seyn wird, werden nur W Namen derer, welche fich dann nicht zur Armee be- gebenßabcn, durch den Druck bekannt machen. - Einer dev Warschazxer Dichter, und zwar von denen, welche mit jedem _Windstyß den Ton und Gegenstand ihrer Declamatéonen än- dern, 1a noch„dazu ein Offizier der National-Garde, gefällt sich in der Wtederholung und Verbreitung erschreckender Ge,- rüchte; wenn “er fich nicht getroffen fühlt, werden wir seinen NamSe-In nennZth.“sch s
as in or an einge eßte Kriegsgerkchr hat am 28 em v. M. mehrereHIndividuen, welche als Spione vor daffKbe. gekxßath wurden, freigesprochen, zwei aber zum Tode ver- ur et .
Die National-Regierung hat die Ausfuhr roher Häute: gänzlich verboten. *
Frankreioh.
Deputkrcen-„Kammer. Sitzung vom 26. Febr.“ Unter den Bittschrtfcen, worüber in dieser Sitzung berichtek' wurde, befanden sich zwei, worin ein Eigenthümer tn Marly auf verschiedene poltzetlsche Maaßregeln antrag, um die "„Kir- chen und die darin befindlichen Denkmäler vor Verwüstun- gen zu bewahren._ Der Graf A. v. Noailles benußte die“ Gele enhett, um auf die le ten, in der Ha-Uptstadt verübten *Exce e zurückzukommen. s sey endlich Zeit, äußerte er, diesem Unwesen ernstlich zu steuern; Tages uvor noch habe der Pöbel eines der schönsten Schlösser von rankreich (Ver- sailles) unter dem Borwande bedroht, daß er die in der dorti- gen Kapelle befindltchen herrlichen Ornamente und Sinnbilder zerstören» wolle; ,in der Hauptstadt sowohl als in den Pro- vinzen wurden mcht nur die Kreuze von allxn Kirchen fort- genommen, sondern auch die Heiligey-Statuen fortgeschafft. „Ick fordere die Minister auf “, so schloß der Redner, „uns B sagen, welche Befehle sie ertheilt haben, um die rekigtdsen
enkmäler vor der.Zerstörung zu bewahren, und wie die
von ihnen erlassenen Instructionen lauren, in derey Folge in
auf welcher der nunmehrige Preis für alle periodische Blät- '
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“ebenen rovinzen die Privat-Wohnungen verlekztpnd YSLYUchungeé vorgenommen wordxn find.“ Der Mani.- sker des öffentlichen Unterrichts begnügte steh mtc der Bemerkung, daß die letzten Unruhen. von den An- hängern der vorigen Dynastix selbst herbetgeführt woxden seyen, und, daß, wenn em Thetl des Vylkcs sch , allerdtngs auf eine höchst strafbare Weise, an den Ktrchen yergangxn.1)a- be, eine. Kirche es auch gewesen sey, dse fich dre Karltstnche Partei zu einex nicht minder |rafbaren Herausforderung aus- ersehen gehabt. Hr. v. Noailles erwxederte, an mehreren Orten der Provinz habe durchaus _keme Herausforyerung stattgefunden, und doch wären ähnleche Excesse ww m der Hauptstadt verübt worden. Hr. Salverce behauptete da- gegen, daß die unlängst in Avignon und Orange vyrgefalle- nen Unruhen ebenfalls vox] den Anhängern der „vortgen Re- gierung veranlaßt worden 1eyen, unp daß man dre Abfichyge- habt habe, .Heénrich ?. zu proklamxren. “Mehrere Deputtrce hielten das Gerücht für eine reine Erftnd'ung. Herr vo,n N oaille s bemerkte, daß er die Sache ledigltch aus dem rele- giösen GeschtIpunkte betrachte und die Polrtik dabei ganz aus dem Spiel laffe; er verlange bloß, die Regierxmg solle aus- drücklich erklären, daß se die Zerstörung der WWW und der darin befindlichen Denkmäler a]s ein Vergehen betrach_ce. Hr. Barths entgegnete, daß, eme solche_ Handlung m den Augen der Regierung nicht bloß en) Vergehen, son- dem ein Verbrechen sey , und daß dre Thäter niemals der Strenge des Gesehes entgehen würdxn. Der Mi,- niscer des Innern erklärte, daß, dte Angqbe des
rn. von Noailles'von einem beabfichttgten Ang'rtffe auf das Schloß von Versailles völlig aus der Luft gegrtffen sey; man streue dergleichen Gerüchte von Excessen m der Nälxe der Hauptstadt seßt einigen Tagen abfichtlcch aus, um pte National-Garde immer auf _den Beinen zu Halten ynd ahr den Dienst zu verleihen. _- Die obgedachten bewen Btottschrcf- ten wurden zuletzt durch die Tages-zOrdnunHbeseittgc. - Nachdem noch über einige anderePettcionen, dre keine erheb- liche Debakte herbeiführten, Bertcht erstattet worden , legte der Minister des Innern den yon der PajrssKammer veränderten Geseh-Entwurf über dee Orgamsatton der Na- tional-Garde vor. -- Sodann begann die Berathun Über das Assisen-Geseß. Die Herren Daunou un„d v. racy erklärten fich gegen das Amendemeqt der Paxrs-Kammer, wonach hinführo zur Verurtheilung eme Maxorttät von mlp- destens 8-4 Stimmen erforderlich seyn soll; Hy.“ Dubots und der Minister deS“öffentlichxt1 Unterrtchts yer- theidlgten dagegen dasselbe , indem eme größere Majortcäc allzu oft die Ungestraftheit zur Folge haben würde. Das An- nahme des Amendements , und demnäch| des ganzen Ge- seH-C'ntwurfes erfolgte zuletzt mit 267 gegen 20„Sttm- men. -- Ueber den Geseß-Entwurf wegqn Bewelxtgung eines Zuschuffes von 2 Mill. Fr. zu den Mtltcair-Penfionen,
__welcher Gegenstand demnächst an der Tagesordnung war,
ließen sei) 10 Redner vernehmen; die von „ihnen herberge- führte Debatte biétet inzwischen durchaus kern Interesse für das Ausland dar. Nach der Annahme des Geselz-Entwurfes, die (wie bereits gemelYetYmit 211 egen „9 Stimmen er- folgte, verlangte noch „Hr. Cambis„( eputerter des Depart. der Vaucluse) das Wort, um die obtge Behauptung des Hrn. Salverte zu widerlegen, daß in Avignon em sehr gefährliches Komplott habe ausbrechen sollen; er könne verfichern , daß diese Angabe durchaus ungegründet sey; der Maire vqn Avignon melde ihm noch unterm 20|en, daß dre Ruhe m dieser Stadt keinen Augenblick gestört wordetx sey; auch sey ni'cht der méndesks Anschein vorhanden , daß eme solche Stö- rung eintreten könnte; eben so ßefriedigend sey der „Zustand des ganzen“- Departements. Dre Versammlung gmg um 6 Uhr auseinander. In der nächsten Setzung (vom 28sken) sollte die Berathung über das Wahl7esch fortgeseßt werden; Überdies erwartete man den Komm sfions-Bericht übxr die von der Pairs-Kammev zu dem Gefe e wegen Organisation der National-Garde vorgenommenen mendements.
Paris, 27. Febr. Vorgestern hatten Herr Casimir Périer,*der “General Lobau , der Marschall Gerard,- .Fr; Dupin d." Aen., Herr Karl Dupin und Herr Augustm o- rier die Ehre, zur Königl. Tafel gezogen zu werden. -- Der König ertheilce gestern dem Genera! Delort und dem Mars quis von “Praslin Privat-Aud“ienzen. .
Mittelst' „Köni [. Verordnung vom 12. Februtar' :| der Oberst-Lientenant urange zum Obersten und ,Milttatr-Kom- mandanten von (Guadeloupe und der Bataillons-Chef Carrel zum, ObErst-Lieutermnt und,.Kommandanten des Französschen Thetles der Insel Saint-Martin ernannt "worden._
Die vom“ General Clausel in Algier provisortsch vorge-
nommenen Ernennungw find durch eine Königl. Verordnung; genehmigt worden.
Däe vom Minister des Innern angeordneten Haussa,- chungen in den Provinzen dauern noch immer fort. In Fontenay wurden 22 Haussuchungen angestellt, unter "Andern; beim Btschofe von Lagon, Herrn Soyer, dem gewesenen k. räfekten Frottier de Bagneux, dem ehemaligen Maire von
Ugon, Herrn von Menars, ferner bei acht Geistlichen *.*1. s. f. Zn Fougéres wurde sowohl in dem Landhause als in der Stadtwohnung des Herrn Duplessis de Grénédan und in Poitiers auf dem Redactions-Bureau eines Journals Haus- suchung gehalten. -- Die Gazette. de France erklär-t diese Haussuchungen, so wie die Beschlagnahme der Papiere, aus bloßem Verdachc für ungeseßlich und meint, der Mini- sker des Innern übernehme durch diese Maaßregel eine große Verantwortlichkeit. „
In Nimes begab fich am 21|en d. M. ein aus ()und-wk Individuen befkehender Volkshaufe nach dem dortigen Justiz- palaste und forderte, daß man ihm die „Büsten Ludwigs KMU„ Karls )(. und einiger anderen Mitglieder dieser Fa- milie übergebe. Mit Erlaubniß des Königl. Prokuratorc wurden die Büsten auögelieferc und vom Volke zertrümmert. Dieses zog hierauf nach dem Seminar und warf dort alle Fenster ein; es kam zu Schlägereien, bei denen mehrere Per- sonen verwundet wurden. Patrouillen der National-Garde und der Linien-Truppen zerstreuten endlich die Volkshaufen, und die Nacht verfioß ruhig. Zn Macon und Chalons sind Freiheitsbäume errichtet worden , ohne daß jedoch dabei ua- ruhige Auftritte stattgefunden hätten. “
Gestern hieß es im Iustizpalaste, der vor einigen Tagen in Rheims zum Deputircen gewählte Herr Chaix-d'C'sk-Ange sey statt des Herrn Comte zum Königl. Prokurator am hie: ügen Trébunale erster Instanz ernannt worden.
Der Kriegs-Ménisker hat eine aus den Herzogen D!: cazes, Broglie, dem Grafen v. Ambrugeac und dem Vécomcx Dove de la Bruerie, Mitglieder der Pairs-Kammer, und den Deputirtm, General Brenier , Dupin d. Aelt., Mau- guin und Vicomte Decaux, bestehende Kommission niederge- sethf, wklclllx den Entwurf zu einem Militair-Strafgeseßbuch
r en o . -
p Das Journal des Débats widerspricht dem seit eini- gen Tagen verbreiteten Gerüchte, daß die Deputirten-Kammoe nicht aufgelöst werden würde; noch wenige Wochen, meint dasselbe , und das Schichsal Frankreichs werde in die ände der Wählex gelegt werden. Das gedachte „Blatt ver prichx sich übrigens von den neuen Wahlen eine mindestens, eben so gemäßigte Kammer, als die jeßige. „Aber das Wahlgeschäfc“, fügt dasselbe hinzu, „ist deshalb nicht minder diesmal von großer Wichtigkeit, denn wir werden danach erfahren, ob wir es bloß mit einer Oppofition, oder mit einer Faction zu thun haben. Was sollte man z. B. davon denken, wenn, nachdxm die Wahl-Kolkegien uns die jetzige Kammer oder eine ähnltche wieder zugeführt, eine gewisse Partei fie nichtsdeftoweniger auch ferner noch mit Beschim fungen verfolgen und dem Lande ihr Joch mit Gewalt aU legen wollte. Und wenn diese Par- tei nun den Sieg davontrüge, inwelchen Abgrund von Uebeln
und Revolutionen würde, Fvankreéch néchc dadurch aufs neue“
gerathen? Wir hoffen indessen, daß es Jedermann soAgut und aufrichtig, als wir, meinen wird. Man hat die uf- lösung der Kammer vertan t, damit das Land Schiedsrichter zwischen den verschiedenen artejen sey. 3th wird man sich auch in die Entscheidung fügen und sich hoffentlich, zur Ver- kündigung seiner Meinung, keiner anderen als der gesesli-
chen Mittel bedienen.“ -- Auch die Gazette de France
glaubt, daß die Wahl-Kollegien eine ähnliche Kammer wie
aus chung also; „Es bietet fich dem Lande eine doppelce-Aus: ficht dar: entweder wird die so enannte Partei der Bewe- gung, wenn se sieht, daß das. inisterium sich auf die Wi- derstand leistende Majorität der neuen Kammer |ck t, dadurcß je mehr und mehr gereizt werden, so daß die Re? erung _um die Volks; Gewalt im aum zu halten , fich gen thigt éeben wird , zu Ausnahme; eseßen und der Gewalt der Waffen ihre Zuflucht zu nehmen; oder die Partei der *Bewe uns wird die National-Garde und das Mmlsterium mic fich“ ort- reißen, dleKammer aufs neue auflösen, Primar-Versamm- lungen zusammeqberufen und das anze Werk des 7. An U| abermals in Frage stellen. , Das eneYvdn diesen beiden :- sultacen scheint aus bei einer Auflösung der Kammer unver- meidlich. Uebrigens verbreitet fich seit, wei Tagen aufs nme das Gerücht, daß“ Herv Cas. Péri'er errn Laffitte, ersetzen und dieser aus dem Ministerium ausschixden werde.“
. In einem vomAbbé de Pradc verkoßten Aufsatze det Temps; heißt es unter Anderm: „Or_ jzvung ist das Lo-
die Zelzige zusammenstellen nöerden und urtheilc in dieser Vor;
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