vségönnt," daß, so viele Leute ich auch heute gesprochen habe," Alle
mit dem “Plane im Allgemeinen zufrieden waren; Viele der-
größten Reformer zeigen fich befriedigt (Hört, ehört! rufc die Opposition) , und zwar wohlweislich , denn ste geben zu, es sey “besser, wenn die Regierung stufenweise zu _Werke geht, Katt dadurch einer großen Niederlage stch auszujekzen, dax; ste Ju vielaufaénmalvorsÖlägt.“ Der Redner bemühte fick) nun, de„n beiden Han'pc-Opponencen des vorigen Tages, dem Sir R. Ingles und Lord J. L. Gomer, zu antworten. Beide, sagte er, här- ten fich nicht etwa der Reform, wie fie vorgeschlagen wor- öen sey, sondern aller Reform Überhaupc widersetzt. Dies sey jedoch etr'vas mit den Forderungen und Bedürfnissen der jetzigen Zeit ganz Unvereinbares. Der edle Lord namentlich habe gesagt, Schottland befände sich _im allerblühendsten Zu- sande, umd wenn die ehemaligen SctM'rischen Rcsorm-Freunde aus dem Grabe auferständen, würden sie keine Aenderung der dermaligenVerfaffung wünschsn. „Als wenn“, fuhr Hr. H. fort, „die Blüche Schottlands Nm koxxrumpirten Zustande keiner Repräsentation “zu vérdanken wäre! Dscse Brüche schreibc [ich vielmebk der Vereinigung Schorclands mit England und „[ei- txer Theélnalmiß an dessen Handel zu; fie würde noch größer seyn, wenn Schottlans nichr Tm Parlamente so mangelhaft vertreten wäre. Weniger als 3000 waividuen haben bisher _aUe Schottische Mitglieder „erwählt; nach dem Vorschlage der Regierung wird diese Zahl auf 60,000 gebracht werden. Der ed-le Lord aber _scheinc “mir der Erste zu seyn, de': öffent- lich behauptet, das bisherige System habe den Schokten gute Music_geletßet.“ Hv. Shelley , Mitglied für den Flecken Garton, vertheidig'ce namentlich das Recht der "vx.“rfallenen -Burgfke'chen und meinte, daß diese die einzigen seyen, die ' wahrhaft unabhängige Mitglie'oer ins Unterhaus sendeten,
"welche Behauptung jedoch das laute Gelächter des Hauses,
erregxex. In ähnk er Weise sprach Herr Baring Hall. kb-réngtonseéne unbedingte Unrerstüß-ung._ Lord Stor; pont und Sir Z. Walsh" traten dann wieder als Gegner Ms,. wonächst Hm _ Maca-uley, Hr. Hunt und Lord “ Worpe'th “Für die Reform uch vernehmen li-sßen. Sir Cl). Wéét-hkrUl trat sodann„..chnoch mir einer langen Gegenrede auf, die "Horn General-Anwalt beantwortet wurde.
In „der Sitzung vom Zten März trat zuerst Herr S; Dankes als Gegner der Maaßre_ el auf und berief sich da- bei- an'die Autorität des Herrn yuskiffon: Hr. Hobhous e *gab den Ministern seinen uirbedingresrcn Beifall z'u erken- “nen. Herr „Baring gab in einew ausgeNhnren Vortrage „zwar die Fehler des bisherigen Systemes zu, erklärte 'jedock), - “ck der vorgeschlagenen 'Maaßregel widersetzen zu wollen. Nach- “kx'm diese von den Marquis v. TavijLock und Lord Palmer.- ßon v'ertlwi-digt worden war, nahm Sir R. Peel das Wort *“dagegen. Wir heben vorläufig aus dem Inhalte seiner Rede ,das“Nachstehende heraus: Nachdem Sir Robert den von Lord Palmerston eben angestellten Vsi'gleicb der vorigeaner-
waltung mir der jetzigen als mage-Lzöyig zurückgewiesen, hatte,
sagte er: „Keine Partei-Feindsch'afc soll mich hindern, da ,
Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, wo ich ein Verdienst wahrzunehmen glaube. Ich “bewundere die Verwaltung des “gegenwärtigen Departements- sür die inneren Auge- legenheiten; ich bewundere das Verfahren des edlen Marquis, (v. An-glesea), dxr fich jetzt an der Spitze . Der Zrländischen Regierung befindet. Seitdem diescr Lord -- sein "Amt“ wieder übexnomxnen hat", habe ich noch Alles, was er gethan , des Preides und der Bewunderung tvertl) gefun- den, und gern glaube „fck, daß die vorige Verwaltung dort nia); das ausgerichtet hätte , was * der jetzigen gelungen ist. *Häkte se aber auch dieselbe Unterstützung gefunden? Häcxte maxx-wohx eben» so,“w;enn die, Maaßrégeln de_sedeln- Marquis „Von ihr genommen wären;,„alle Paktei-Ans'ch'ten dem .öffimxr- ».;kchen Wohls?zum-Opfexpgebracht undschpereinigt, um der . NWSMUZ ,in perzBekämpfuug _von Indé-viduen beizustehen, *,die das Wohl „',-des Landes ynter rubeä ? “ Nachdem dxrz „edner “hierayf einx__„_a'itdere Ste e „„aus dem Vortrage ,d.“- ord Pakmerfton berüht h'a'tce, worin dieser den Wuüsck) :xn ekkenen gegeben, daß Hr.,Canniug noch lebte, sagte er: „„Ja , woxlte Gott, Canning wäre noch hier! Wollte Gott, daß sich [„er eine Stimme,- wie die seinige , erhebe, die', so wierer es gethan béttze, die“ Falschheicen und Sophiskerien, mit„denen' man das Volk zu täuschen sucht, wideblegce! 'Le'bre Canning noch "[ck-hätts seine Anstchcen über diese Frage verändert, so wurde.““ den Muchhaben, es einzugestehen. Aber xem einziger Ausdruck, keine SréUe in den glänzen- " den Reden des Hrn. Canning deutet auch um darauf hm, _, ,daß- eine solche Aenderun eingxcreten“ wäre.“ (Eine fernere
Mittheilung “aus dieser ede, jo “wie aus der angeregten De-
!ord, Newark ver prach der MQaßregel seine bedingte, Lord .
“ “Leute im “Lands-gkgm: “Uk
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batte überhaupt, müssen wir wegen Mangel an Raum uns vorbehalten.)
London, 4. März. Vorgestern fand abermals ein gro- ßes Lever bei Hofe statt, nach desen Beendigung“ Leine Gex“ hetme-Raths-Sißung gehalten wurde.
In Brighton werden in“ den Königlichen Gebäüdm große Verschönerungen vorgenommen, die auf efnen oft" 'n'-fe? derholcen und vériängerten Aufenthalt “Ihrer" Majeftäkm sßließen lassen.
Herr Bennet, deffen letzthin im Parlament von dem Zriändischen Sxaats-Secretair Erwähnung geschah, als Habe“ derselbe an den Unter'handlungen O'Connells mit der Regie“- rung Theil genommen, ist ein KönigLicher Advokat und hac eine zismlich ausgebreitete Pr-axi's; zugleich ist er seit länger als 20 Jahrén ein verrvauter Freund O'Con'nells.
Ju Bombay ist der dortige Ober-Richter Sir James Dewav mic Tode abgegangen; seit zwei Jahren ist dies dex:- vierte Ober-Réchter, der dort gcstorben ist.
-- - Lo'mdon, 4. März. Der am 1|en d. in dae
Unterhaus gebrachte Entwurf eimr Parlaments-Reform ia: __
so umfassend _und verspricht den Mittelständen einen so be: deute_nden Zuwachs an Gewalk, daß selbst Hr. Hunt demsel- ben jeine Unterstützung giebt, obgleich nach diesem Pxojekc:
'der unteren Klasse verhäitnißmäßig fast eben so viel entzogen
Werden soll, als den Großen des Landes. Die Regierung; wünscht damit offenbar, die mfttleren Stände , die Städter vom seßhafcen Handwerker und kleinen Krämer, wekch'er 10 Pfund Hausxins zu erschwingxu vermag, bis zun) großen- Kaufmann und Fabrikanten hinauf, so wie alle "nur einiger- maßen bemittelte Pächter, an die Verfassung ju knüpfen und- denselben dgdnrch die Lust zur Umwälzung zu benehmen„ wclche fast tn'der ganzen “Welt “die Gemächer “ergriffen Hat, Sie wiki, daß ein größerer Theil des Unterhauses von diesen Klasssn erwählt würde, damit so desto mehr Zutrauen z» dennelben fassen und g-eneigter“ werden mögen, sich den uner- läßlichen Bürd'en zu unternoerfen, die se sonst nur ck
'gern abschütteln Möchten; kur; sie hofft, „“durch eine aus-
gedehutx€ dem„ Anschlus nrccb, “recht tles greifende “Re- form, emen Theil, der Vorrkchte der Großen aufopfernd, den übrigen größeren , zu "erhalten '- und wahrxscheinktÖ würde es ihr damit für viele Jahre gelingen.“ 'D'ennim Grunde'ist das Opfer nicht'so groß, als es schei*nt;*durch
'die-se Reform würde zwar Bestechung und der eigentliche
Handel mitParlaments-Silzen sehr'vermindsrk oder ganz aufgehoben werden, und einzelne "Ei enthümer würden an 'Eimfiuß oper Einkommen ve'rlie'r'en. 'AZer im Ganzen wür- den die Gutshéfißer nicht“ viel ménderen-Einfiuß haben, als jetzt; denn, ww der" Entwurf ergiebt, wü! man den großen Städten oder dem Haydels-Interesse nur 25 Mitglieder ge- ben, während die Grgfjchafren, oder der Länderbesikz mic'Etm schluß kleinerer "Städte, wo auch meistentheils der Einfluß des Laxxdbesifzers obwaltct, die Übrigen 81 haben soll -* und- der Einsxuß des 'Eigenthums'kann niemals zerstört Werden, so lange. Wan öffenr1ich stimmt. Dann ist die Beschränkung des Wahlreckxts auf die mittleren Klassen wieöer denRei- cberen und Vornehmen 'gü'tisig, wenn auch in Folge “der"Ver-
“minderung“ dcr Unkosten für den Kandidaten ,dieser' nicht
Mehr so reick) zu seyn braucht, als gewöhnlich'bisher “n“öchikg war; denn man hat in "England eine so große Achtm1g vor; Rang und Reichthum, “daß“ein“ Mann, dem beides fehlt, bloß; seiner Beredsamkeit wegenWohl selten viel Stimmen“ erhal- ten wird. Freilich kann_man nicht für alle Zeiten einer sol- chen Stimmung gewiß 1eyx1, Auch find die'Gegner des Mé- nisteriums' äußerst thäcig; jchon drei Nächte durch haben die Debatten *gedauext, und *vielleicht wird selbst heure Nacht" nochkeine Entscheidung stattßnden; Ernst und Spott, Gründe: und" “'Dectamäckönen smd 'der Reihe, nach . gebraucht“ worden, “um'nich'r nur die' Aristokka'tie , sokdetn aucb"alie*vekmdgende
_ „ „ , Maaße- e! zu,“ bestimmen: :mjm schildert "“so-[ck: "als“ "r*evoklrtko'tfnalr“, “& s" Mne- rohe uuausführ- bare Chimäre, ausgesonnen von ““einem Ministerium, das un- ter“ sich “selbst 4tsicht“e4i_trig “sey und nicht einmal seinB-udger zu“ "vercheidigen ' kwußc; ja,“ man“ beschuldigte“ dasselbe sogar, es1habe seine“ ckeidungchnie mit Vorbedqcht so sexy en, daß dem ' erzog von Bedford,“ Bruder *des Lord John" “us- sell, seéye“ 'oroughs nicht angerührt würden. Man'behaup- tat, das die “Nation eine“solche Reform weder verlanTZt noch- erwartet habe, und*obgleich7 man qu'ebt, daß die“ erwer- fung yes*' Vo“rs'chlags M'Gährungen" * nlaß geben“ würde; so- besckk-uldcgt'nm'v die Minister doch, daß six in “den Jahren,
'in welchen sté fich in der Oppostrion bkfanden, diese Gähruug,
:) ;Von diesen, so wkeéauch von den weiterhin» erwähnten vorzuglxchsten-Rcden“ von “minißericllcr Seite, wevden wir weitere Mitthctlung machen. * ' * “
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durch ihre immerwährenden Declamatfvnen vorbereitet und durch ihre jetzigen Vorschläge angefeuert hätten. Zu gieicher Zeit aber erklärt man sein Vertrauen auf den“" gesunden
erstand der Nation und glaubt, durch die Verwerfung einer solchen revoluti-onnairen Reform nichts zu wagen. Die
auptredner auf dieser Seite waren Sir H. Jnglis , Sir“
.. Wetherell, Lord Stormont, Hr. Bankes und A. Baring und Sir R. Peel. Besondere,Aufmerksamkeit verdienten die Reden der beiden Letzteren , worin Alles enthalten ist, was gegen eine allgemeine Reform des Unterhauses gesagt werden kann.--- Auf der ministeriellen Seite verdienen, nebsk der uneiüerhaften Rede des Sir Zaknes Graham, die der Lords Althorp und Palmerston und des Hrn. Hobhouse be-
- achtet zu werden. Man hat so oft die Fehler unserer VW
fassung in dieser Hinscht auseinandergeseßt und gerügt , daß kaum etwas Neues mehr darüber zu erwarten steht. -- Was nun das Volk betrifft, so scheint dasselbe Überrascht; und ob; gleich man, durch die Times und die meisten anderen Joux-
' nale aufgefordert, bereits atf-gefangen hat„ Versammlungen
zu halfen , um das Ministerium zu unterstützen , so ist doch offenbar zu sehen, daß weit mehr geboten wordeü, als man erwartet hatte; man kann sick) nicht bereden, daß das Parla- ment. so viel bewilligen werde, und seht-daher einer Auflö- sung desselben , wo nicht des Ministeriums , entgxgen , und zwar von Seiten der vermögenden Bürger mit Besorgniß. Wie die niedere Klasse seine“ Zurückseßung aufnehmen wird, ist auch noch zu erwarten.
Niederlande.
Brüs s el, 53. März. In der gestrigen Sißung des National-Kongreffes stattete Hr. Raikem den „Bericht der Central-Section über das vom Finanz-Minister eingereichte Anlejhe-Projekt „ab und äußerte steh in einer dem Antrag: beipflicht'enden Weise. Nachdem auf den Antrag des errn »“ Eihoagne“eine“aus 6LMügi-kedern-b'estehendeK-ommi1üon “ur Unterfuchung-«ntr-én Bezugauf-dio sogenannton-SInMats- oos-Renten zu nehmenden Maaßregel ernannt und ein . orschlag in Betreff der Brantweinbrennexeien angenommen worden war, schritt man zur alleMeinen Berarhung des Anleihe-Projekces. Hr. van Snick widersetzte sich demselben, weil er an einen all-
meinen „Krieg nicht glaube. Herr Osy meinte, ' es sey. zu Kfürchtem daß man unter den gegenwärtigen Umständen kei- nen Darleiher finden werde. „Bxlgéen,“ sagte er „i| we'- der konstituirt, noch anerkannt. Wer wird fich mit, ihm ein- lassen- wollen ? Und fände man auch einen Darleiher, zu wel- chen Bedingungen würde die Anleihe wohl gemacht werden können? Zu Exmangeluug derselben verlangt man die Ver- äußerung eines Theils der Domainen. Dem werde ich mich jedoch widersetzen, denn diese sind alle dem Synöikate hypothekarisxh einverleibt. Für die Loos-Mnten find die Belgier eben jo verbindlich, als die Holländer, und ich befürchte, man dürfte auch für die Domainen keine Käufer snden, weil die Loos- Renten darauf hypothecirt sind.“ Nächskdem tadelte es Herr Osy , daß man_ dem Kongresse seit dem Protokolle vom 20. Januar kein Akcenstück dieser Art mehr mitgetheilt haer, denn es stehe zu befürchten, daß auf diese Weise das Schichxal Bel- giens in London regulirt werde, ohne daß man von hier aus den geringsten Theil daran nehme. Nachdem auch noch Herr Jot-trand und Herr von Ansenburg gegen und “Graf von Aerschot für das Projekt gesxrochen, bestieg Herr Lebeau die Rednerbühne und ußerte: „Da die Anleihe 'zu den Gegenständen der höheren Polttik
gehört und es, um ihre Nothwendi keit richtig zu würdigen", __
erforderlich ist,. unsereVerhälmiss zu anderen Mächten zu kennen, so werde ich" an den, Ministep der auswärtigen An- gelegenheiten einige Fragen richten und um deren Beantwor-
-. tun?. ““biccen. * Zuerst- wünschte ich zu wissen, ob Frankreich n
alle die Notification von der Installirung des Heukn Sur- let de Chokéer als Regsnten erhalten; habe, und ob es nicht
' an 'der Zeit; sey„dm-«Vérwurf deKMaugels; an R«üchsichten :aufhören zu lassen, den unsEngland in seinen Zeitungen
macht? Ob man “gereMe'Gründe zueinem solchen Verfah- ren hat, weiß ich nicht, auch will-“ich nicht das Betra-
Zien eines vom Englischen'Kabinet bei uns akkreditérten
genten untersuchen, den man anklagt, daß er der
_neuen Ordnung- der“ Dinge ungünstige'Anschten Herbreite.
Sind die Vorwürfe, 'die man denz Agenten macht, eg'rün- det, so Hätte man um seine Zurückberufung bitten, ng-land aber nichx mit Kälte behandeln müssen. Sollte man fich im Segencheel nicht von dem Eindruck-zu Überzeu.gen„suchen,.-den dte Ernennung des Regenten auf jenes Kabinet gemacht? „Mak. seßt st? in England als -eine_ ganz Franzöfische Combi- nation an;-daß das ein Z'rrthum ist, weiß ich;' es liegt'aber
,
mx Interesse der Aufrechthalcung des Friedens und der guten
, Hi'er unterbrach H
*14. A' ril
Ue-bereinskimmung zwischen Frankreich und Engxand, daß die; ser Jrrehum'aufgeklä-rt werde. England muß wiß'en , dgß Belgiens Regierung und Volk entschlossen find, so lange Bel- gier zu bleiben, als man fie nicht in die Nothwendigkeit ver- seht, fich Frankreich in die Arme zu werfen; es muß wissen, daß wir keiner Einflüsterungeu von Paris aus bedürfen, um unsere Revolution zu befcsfigen. So lange, als wir England nicht beruhigt haben, ist zu befürchten, daß zwischen ihm und Frankreich eine Kälte eintritt, was, namentlich unter den der- malégen Verhältnissen, ein Unglück "seyn würde,“ Der Minister der auswärkigen"Angelegenheiten erhob fich jetzt und sach: „Auf die erste Frage des ehrenwerthen Redners antworte ich, daß die Justallirung des Regenten noch gar nicht, weder an Frankreich uoch an England, nocifizirt wurde. Wenn sch der ehrenwerthe Redner 1":er diese Verzögerung wund.:rt, so hat er ohne Zweifel an alle mit einer solchen Notification verbundene Schwierigkeiten nicht gedacht. Erstlich muß ein ONénisterium vorhanQen seyn; dieses muß einen Gedanken fassen und ihn zweckmäßig zur Ausführung hin leiten; dann müssen Agenten gefunden werden, die bei einer solchen „No- tißcation Belgiens Regierung und Volk würdig repräsenti- ren. Mein ehrenwerchsr Vorgänger möge |ck) indessen be- ruhigen; ehe zweimal 24 Stunden vergehen, wird die In- staüirung des Regenten England und Frankreich amtlich be- kannt gemacht seyn. *Im Betreff der anderen Mächte ist noch nichts beschlossen worden. Man will Belgien keiner Demüthigung in der Person seines Regenten aussehen; erst will man genaue Erkundigungen einziehen , bevor man Schritte thut, die, wenn se nicht zum erwünschten Zweck führten, Belgiens Würde kompromittiren könnten. Mein ehrenwerther Redner wrach von einem Londoner, bei unserer Regierung beglaubigten Agenten. Ueber dessen Bo-
'tragen mich in Explicatiotxen einzulassen, ist mir nicht mög-
lich. Nur das kann ich jagen , daß sch der diplomatische Ausschuß gegen ihn genommen hat, wie es sch gebübxt.«„-_Ob dieser Agent Ursache gehabt„ fich Über Mangel an Rückkeh- ten gegen das Englische Kabinet zu beklagen , ist mir unbe- kannt; ist es aber der Fall gewesen, so überrascht „es mich, daß er sch nicht geradezu an den diplomatischen Ausschuß gewendet. Sind übrigens die dem Agenten gemachten Vor- würfe bZZrüudet, so wird die Regierung der Würde der Bel- gischen ation angemessene Maaßregeln zu nehmen wissen.“ err Lebeau den Minister mkt den Fra- gen, wie es käme, daß der General Belliard bereits bei der Belgischen Regierung beglaubigt sey, wenn Frankreich keine Notification erhalten? -- ob geheime Ver-bindunqen mit Frankreich staccfänden, und ob , wie das Gerücht gehe, von der Belgischen Regierung gefordert würde, die südlichen Festungen mit Lebensmitteln zu versehen? Dann bezeiqce er sein Erstaunen Über des Ministers Besoxq- niß, durch Notificationen an andere Mächte Belgien vielleicht kompromittiren zu können, da doch alle, wenigstens die-fünf großen Mächte, Belgiens Unabhängigkeit anerkannt hätten. -- „Die Ankunft des GeneralBelléard,“ erwiederte hierauf der Minister, „is? nur eine Folge der Schritte, welche die Belgische Deputation in Paris gethan, und bereits vor Installi- rung“ der“- Regenten, war: der General zu Frankreichs Ge- sandten bei *der Belgi1chen Regierung bestimmt, Was die Versorgung der Festungen betrifft, so weiß weder ich etwas davon , noch der diplomatische Ausschuß. “ Herr Meeus hielt die Anleihe für um so nothwendiger, als die Bank während der letzten Hälfte des Februar genötbégt gewesen sey, der Regierung einen Vorschuß von 600-000 Gul- den zu machen. Die fernere Diskusfion über den Gegen- stand wurde sodann auf morgen verschoben; eben so -au_„ch dje über den Antrag von 30 Mitgliedern, den Kongreß bis zum
_ vertagen. _ _
“ er“ egenc hat die Abdankung des Herrn MMM nicht angenommen; Lrhterer bleibt mithin. Iy-Mz-Minißer und Erster“ Prä'ßdenr des Brüffelxr Gerichts „res. “
“Dem“ Vernehmen nach wird der Gxaf v. Mkk-UUPMK zurückberufen und durch Herrn Lehon erscht werden;
_Der neue“ Französische Gesandte fÜr Belgien, Gm ral Belliard, kam vorgestern hier an. Herr van deWever-fü rte ihn“ bei dem Regenten ein. Der General ist den hiesigen
' Bewoßnern sehr bekannt, weil ev xu Napoleons Zeiten hier
als Divlfions-Commandeur stand. Wie man sagt„ yerbeißc cFer neue Gesandte die Aufrechthalcung des, Kontmmtal- riedens.
Deutschland, *
annover 7. März. Home wurde von Sr. Königl. Jobe??? dem Vice-(Kdnig, Herzog “von-Cambridge, die Stände- ersammlung des Königreichs feierlm) «öffnet. (Dee Mic-