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d& Lage des Landes es im ge entyärxégenAugenblicl-e nicht ge- stattet, daß die_ Fundamental- nürtnteonen von den gegenwärti- gen Behörden m Vollzug gesetzt werden, so haben Wir emen Ge- neral-Gouvcrneur in d_er Person Sr. Hoheit desxxHeyzoÉs Bern,- bard von Sachsen-Wem_1ar-Etscngch ernannt, „dcr _met ollmach- ten versehen, an _dcr Sptve der erl- und Melitatr-Yexwaltung ehen wird. Dteser Eures_ gapzen Vertrauens wur_dtge ho„be eamte, der auch das Unfrtge tn ,pollem Maaße genteßt, wcrd sch mit aufgeklärten, in Eurer Mttte xrwählten Männern um_- geben. &“;er auf cme_ genaue Kenntneß des„ Landes und set- ner Bed“ rfntffe_ge ründete Erfahrung wird thn m den Stayd "setzen, die Mttte zu_ berathexx, um _für den, Augenbleck Ordnung und Ruhe wtedekherzmiellcn. Em auf folxden Grund- _la en ruhendes Fynyamentax-Geseß, dczs Euren örtlechén Inter- e en„ „,so wie denjexxcgrn, dre Euch mtt dem Deutschen Bnndx vexengen, angemessen um) nxik" _der Wohlfahrt des Landes, so wee met emer Zesqtzléchen 2Jrcrhctt m Einklang _beracht seyn wird, soll unverzugltch ms erk gesetzt Werden. m aus treuen Lu- Mmhuygern und d_en Truppen des Deutschen Bundes gebildetes „ iltta_er-Corps wtrd thn in allen Opcxcatt'onmhcschühen, die auf die Wiederherstexlung, der Ruhe und Der geseßltchen Ordnung Be- n? haben. Ntchtsdeüowenegcr hsgcn wir dre süße Hoffnung„ ae diese bewaeffncte Macht vtclmehr berufen seyn wrrd, verführte , Burger, die fur pen Augenblick d_urch trügertsche Fusinuatéonen zum Abfalle verlettxt wurden, zu thren Pflichtxn zurüc'k'zuführen, als von dxr nchxgen Stxcnge gegen déejemgen Gebrauch zu machen, dre bet der Empörung beharren würden. In diesem Vertraue): verschern Wex durch Gegenwärtiges denjenigen Vex- cthung thres chlers, _dte zu ihrer Pfltcht zurückkehrend, bewer- en werden, da se zu dxchtchrlqßung nur verführtworden seyen. an wird nur gegen Otejemgen dre Strenge der Gesetze- anwenden, die mit Verachxung decscs letzten Aufrufcs den Wtderüand verlan- gen werden. Dxe Trennung der Verwaltung des Großherzogthums
von derjenigen des Kdnégrcichs der Niederlande gcüattct-xs hinführo, -
sich in bffentlichen UnNelegenheiten ausschließlich der im Groß- erzogthume gebräuxhlchen Sprachen, des Deutschen und des ranzösfschcn zu bxdxtenen. Deese Trennung bestätigt Uns auch ;n der Absécht, bet der Ernennung zu Stellen und Aemtern den Ein ebornen den Vorz_ug zu geben. Die Garantie der freien Ausybung des Gottesdtenßes, so wie des Genusses Eurer bür- erltchen Rechte, macht uberdeécs emen Gegenstand Unserer be- ändtgen Soygfalt aus. Das fur das Bestehen eines jeden Staa- tes. unerläßlrchc Abgaben-Syftcm wcrd_ mit _de-n Oertléchkeéten und den Intereffen des Landes und ferner Emwobner in Ein- klang gebracht Werdeen. _Der Belauf der Abgaben wird sch mit den werklichen Beyurfmffen in gletchem Vcrhältniffe beßnden. Unsere angelegentltchsten Sorgen werden im A.!lgemeinen auf dre höchste bxfentléche und besondere Wyhlfahrt geriché-ct seyn; die von Uns engesxßtg Verwaltung _wtrd zur Erreéchng déces weckes thstig mctwcrken. Mögen dtejcnégen untcr E::ch, die (ck ur treulose Einflüüerungen haben verleiten lassen, „an dem Auf ande momentanen _Theel zu xxehmen, zur Pßécht ztxrückkeh- ren, mögen se nzit dementgen, dre, Uns treu, geblieben smd, her Stimme res Fursken folgen und_thm die setncm Herzen so pem- ljche Not wendé kxit ersparen, sts dazu durch die Gewalt zwin- gen zu lassen. test Nothwmdégkeit aber, so beklagenéwerth _sse auch seyn möge„wird es nicht verfehlen , Denjenigen thre Wer- kunxxsmét der ganzen Stxcnge des GcFetzcs empfinden zu lassen,- die eese le?“ Anzeige mcbt achten , src!) zur Empörung aufwer- fen oder mt den Waffen in der Hand den zu ihrer Aufxechthal- IM_Y_e_rufe_-ten Behörden und Bundes-Truppen sch wrderseßcn » "Gegeben é-m Hang, 19. Febr. 1831. _
_ _ „ . (_czez.) Wilhelm. _ Durch den K ang (gez.) C. E. Sttfft.“
*T u r kje i.
; Nachstehendes ist (den) Oesterreichischen Beobach- ter zufolge) der “_ vollständxge Inhalt des Berats oder „„Be- ßaxlungsxDiplyms, „welches die Octomanische Pforte dem neuen Bsséhof der» Armenisch-katholischen„Nation (wie bereits-ge- meldeZ am 21. Icmuar darzustellen lasen: * , “ ,
z , a* die katholéfchen Armenier- welche einen Theil der ins:- pßk tigen Unterthanen Meiner ho e'n Pforxe ausmachen, bisher: keknemaigenen bischd j?en Oberhaupte unterworfen waren, son- dern fi unter der uscht desxGréechéschen und Armenischen Patriar _ n undi rer Unter ebenen befanden; konnten drcsclbenaus Uéksaäw-der Vers_ “fedenheét hrer Next «tons-Meinung'en und dieje- nigen ,der, Griechtschen und Schisma“ (!)-Armenischen Natjon ihren Kultus nur - unvonkommen ' ausüben. Sie mußten» nämlich“ des. Gottesdienücs halber. nothg'edr-ungen Kdée Fränkischen Kir-
)en. bésUchem bei Trauungen "und" andermgeéülechen Ceremonten
* W? M zu Gkkechisckwn “und Schismaté'sch-Armenéschen récstern re- nßuchl Mbmen, wodurch fie aanbermeidlé-ch in «Yen Zu- and von Abhän é keit und Zurücksetzun gerathcn mußten. Da ndsscn Us kat ,o kfchen Axtanier, le ch allen andern *Najas
Meiner hoben PfWke/ Anspruche 'auf „ einc Großherrliche Gnade
und Gerechtigkeit haben, sqisi es cine" Meiner Herrschervfléchten
ZMD ck_n Erfyrdernéß der Zeche zu Meinen treuen Unterthancn,
thnen oje Mtttelan die Hand zu geben, damit sie fortan glück-
“Yedru-kt bex'A, W. Hayn.
[1 und in ungxßbrxer Zufriedenheit leben könnxn, indem ihnen ge attet wird, _tt_t etgenext für st'e bestimmten Ktrchen die Func- tionen ihres reltgtösen Rttus auszuüben, se hierdurch dcr Noth- wen-di keit etxthoben sind, die-Kirchen- der Franken znk-bestchen, und te folgltch aus 1ene_r bedrängten Lage ge ogen wcrden, nwel- cher ße sch durch langerxt bcfanßen; „,Demnch ift dasjAmt-eénes bi- schöflichen Oberhauptes uberalle m _dtescr Meiner Großherrlchn Ne- ffdenzßadt sowohl, a_ls ix: den Provenzen Mejnes Reichs, befindlichen katboxtschen Armcntey m Folge Meines dees aus erlassenen Groß- herrltchen Chattischertfs unter dem 21. Red (heb des In fes 1246 5. Jan. 1831) dem als ursprünglichem und wirklichen nterthatt
ctner hohen Pforte von besagter Nation selbst erwählteann-
haber gegenwärtigen Sultanischcn Diploms, ausgezeichnet unter
den Bckennern christlicher Lehre, Giacomo dena Baue. So :: Manuels mögen seine Tage _glücklich enden) ,allergnädéßß vehr- ltehcn wor en, unter der Bedmgung, daß derselbe im “voraus ein Ehrengeschenk yon funfzigtausend Asper (416?- Master) aks Miri an den Kaiserlxchetx Scha und drctmalhundert achtunddrcißég- ta_uscnd Axper (2816? Pia er) als fesigese te Co'ntributéotx an die Feskal-Kgx e entrtchtc/- :» „Indem „Ick esagtem Bischof dieses großherrltche Berat verletöe, isi Mom Wille, daß von 7nun an die gesammxe kathoxésch-Armenische Nation den obgenannten Bischof als tbr gctßlcchcs Oberbalzpt anerkenne und in- anen dete Kyltus betreffenden Angealegenhettxn seinen Weisungen Folge leestc,_und daß e_r i_n Ausubung scmer diesfäaigen Amts-Oblée- gcnhetten von Ntetxmnd eme Bckästigung erleidc; wenn ein ihm untergeordneter Prteßer_se1nes Amtes entsetzt zu Werden verdient, soll der mehrgedaxhtc B1_schof das Rccht haben, ihn nach den "geist- lichexx Gesehen semes Nttus abzusetzen und die erledé te Stelle a_n e_mc_n Andern“ zu ver cbenz ohne daß ir end Jemand :ck hierin eme _Eznmenguyg „erlau cn kömze; -- so Jonge nicht _von Seiten des Beschoss dre lgehörige Anzcxge ßattgcéundcn, soll kein rießer semes Amtes ver_uüég gemacht werden k nnen; -- ohne orwés- sen und Erlanbmß des Bischofs sollen die Untergciftlichcn in Fällen, wo reltgeösc Hmdcrmsse _eiütrctcn, keine Trauung vornehmen können ; “- wenn eme Armenisch - katholische
“Frau ihren Ehegatten verläßt, oder wenn ein katholischer
Armenier eine Frau nehmen oder die *seéni e “vcrßo en will
sol! m alle_n diesen “Fällen außer dxm Bischo? und seßncn AgeZttxtot Ntcnmnd ms Mitte treten oder,!“tch auf irgend. eine Art einmcn- gen kbnnxn; - er sol! Ehen schl cßen nnd scheiden können, und wenn zweschen znxci ihm unter ebenen Naias c'éne Streitigkeit cntßcht, soll er dtcselpe nach er olgtcr beiderseitiger Einwilligung schlechten, und soll betm Geschäfte _der Aussöhnung dcr üxeéti cn Parte'tcn sonxohl, als bei den etxva m der Kirche abzuleqenbcn f- den, “von SMM der Behörden kcme Belästigung, Einmeägung oder Anklage üattfindcn; -- wenn aus obgenannter Nation rießeo oxer Nontxßn erblos versterben, sol! der Bischof ihren achlaß fur den Fxskus einziehen können, ohne daß ihm von Seiten der
Fiskal- und Executtons-Bcamtcn und anderen Behörden ein Hin:-
Herma“ wédcrfahre; -- Aaes, was die eben erwä nten rie er und» onnen o_der sonßige katholjschc Armenier un? ArmZ_crs_i__- nen gas relégtösen Zwecken in :hrem Tcßamentc für die Armen des Kj-rchsprcngels upd-a_n den mehr edachten Bischof lc irt ha- den, kann nach gertchtltcher Erwengung von denselben n Em-
PJ-"anc; genommen werden; - den vom "Bischof zur Eintreibung.
Mx zxcxßgesctzten Contribution und sein ' ' __ „ _ er er enen Renten un kxzxxfte vcsttmmxen Priestern soll, an den Irren, Welche se LKZ)? rxesen, yon, Ntemanche ein .Hmdcrnéß in den Weg ele t oder e_xne Beléßtgnng zug_efugt werdcn; - obcrwähntcr is of "oll teck) setnev ngbes bed_tcncn und zy Pferde erscheinen können, o ne dztß er sowphl als sem Gefoxge ehres Gewandes halber oder aus _emem sonütgen Grunde belasttgt we_rden, auch sollen die für seinen Gebr_auch bcüjmmten Produkte semer Gärten undGrundfiückac, so wce auch dre ihm als Zehnten zukommende Quantität an Wein, Honig, Butter und arzdercn Erzeugnissen, ohne alles Hinderné Ü: seine Wohxmng zugefnhrt werden können; - von den ehn en- ten_ des Btschofs,_ welche von dxmsclben an die obe forte ga:- schtckt und von thm zu verschtedencn anderen, uftr gen und Geschäften verwendet werden, soll weder die Kopfüeucr noch ir- gend eine qnpcre Abgabe gefordert werden; die streitigen Angelc- genhcitc_n emegcr Vyrnehmcren unter ihnen soüen vor keinem an- dern Trtbuyal, als jenem des Groß-Wesrs (81'2 0413531), awgebörk und geschlxchtet werden; die als fromme Stiftungen für den Be- ?FäxndßrenKLWYath cklZcüinzttnten ([JW? und (?Zrundbeskhunßett _ e e-r en'gu ern e. unm tte ?(?)surZZcsck)lofsb stehen, „ohnte dßß JÄYMY Re [baren Bet e 9 er an e; wenn an er en rmen-fch-kat oli en r fich cmige vorßnden sollten, welche ohne Bcfu nhéß vW'SYteitetüM Bi chofs in ver _chécdcnxn _Vterteln der StaZt häuf? e Besuche ab atten und tcl) hctmltche Umtriebe erlauben, ogollen dick: mit Vorwissen des mehrgedachten Bééchofs davon ab cha!- ten und bestrgft wcrden; -- schließ ich sollen die a'tho- li_schen Arnienter soxvohx in Httxücht- auf ihren religiösen Kuxtus, als auch m thrcn übxegen Angelegenheiten, vom Grecchtscbcn und schésmatésch-Armentschen Patriarchen vollkommen unabhän jg seyn, und es soll gegen se auf keine Weise eine LMX MtWteZZMrg oZer kr _:_nd Me“ Belästigung üntthabcnk. _- emge eneanntcn n - Namenszuge Glauben bcégcméffcn Werdenx/y u d dem Ka sers „Gegeben den 21. Nedscheb 1246.“
M
“Redacteur Fohn- Mitredactcnr Cottel.
Allgemeine
Preußische Staats-Zeitung.
Berlin, Donnerstag den _“17ten März
rin sch eéne Eénm *-*
Amtliche Nachrichten. Kronik desTages.
' Ve.r“zeich_ntß der“ Vorlesungen und prakttschen YebunZen bei der Königlichen Akademie der Kynstx tn dem Sommerhalbenjahre vom 1. Aprtl bas Ende September 1831.
„C,. Fächer der bildenden „Künste, 1) Zeichnxn und Modelliren nach dem lebenden Modell und Gewandzewhnen,
geleitet von den Mit liedern des akademischen Se;
nats; 2 eichnen na Gyps-Abgüssen, Professor Nied- lich; 3)" ?MZalen und, Zeichnen, nach Gemälden auf dem Kd- nlglichen Museum, Professor Krets chmar , Assistent: Ma- ker Lengerich; 4) Unterricht in der Comyofittyn und Ge- wandung, erssor Vegas; (1) dix Vorberettungs- un_d Prüfungs-Klafse, mät Uebungen tm Zetchnen nach regelmäßt- en mathematischen Köxpern und nach Gyps-Abgüssen, Pro- ?ossor Döbling; 6) Osteologie der Thtere und hes mensch,- échen Körpkrs , Professor 1)r. d'Alton; 7) Zetchnen nach anatomischen Vorbildern, Professor_Berger; 8)_Landschaft- Zeichnen , Profeffor Lücke; 9) Zenhnen der Thtcre , beson- ders der Pferde, Professor Bürde; 10) Kupferstechen, Pro- fessor Buchhorn; 11) Holz; und Formßechen,- Pro- fessor Gtabikz; 12) Schrift- und Karteztskechen , Profesch Mare; 13) Metall-Ciseléren, der akademrsche Lehrer Cone. . Z. Baufäeher. 14) Die Lehre von den Gebä_uden al,- ter und neuer Zeit , verbunden mit den_Ue_bungen rxn Pro,- jektiren, Professor Rabe; 15) die Pro1ectwnen , dre Lehre der Säulen-Ordnungen uach Vitruv, nebst ihren Construccso- nen im) Zeichnen und mittelst geometrischer Schatten-Co_n- struction, Professor Hummel; 16) Perspektive und Opcck_, Derselb ; 17) Zeichnen des menschltchen Kdrperß nach er- nem eigenen “Kanon, Direktor Schadow; 18) Zetchnen der ierratben nach Vorbildern und Gyps-Abgü-ssen , Professor éedlich. _ (5. Mus i k. 19) Höhere musikalische Compofitton, Pro- fes'or Zelter; 20) Unterricht im Gesange, Derselbe. _
, 1). Bei der mit der Akademie verbunyenen Zetel)- nen-Schule wird gelehrt: 21) Freies Handzetchnen, in drei Abtheilungen, unter Leitung der Professo_ren: Hampe, C_o ll- mann und dem Mitglieds der Akademce, Lehrer Herbtg.
B3. Beider mit der Akademie verbundenen Kuns- and GxKverk-Schule wird ge_lehrt: 22) Freies Handzerch- ven von' den Professoren Dähl-tng, Collman_n, Ber er und dem Mit liede,der*Akademie, Lehrer Herbtg;_23 . _ o- dellirm na *yps-Modellen, vom-Professox Ludwrg sch- man n; 24 Geometrisches „und architektpmsches Reißen, von den Brofefforen-Mei-necke und Zielke. _ _ *
““ er Unterricht nimmt den 1. April seinen Anfang.
* Für dk: Unterrichts-Gegenftände Nr. 1 „bis 18 hat _man M» zuvor zu melden bei dem Direktor Sch dow, [eden Mittwoch von 12; bis LZ- Uhr, im Akademie; ebäude; für Nr. 19 bis 20 bei dem Professor Zelter, in dem „Gebäude der Sin :Akademke; süerr. 21 bei dem rofessor Hampe, jeden M ttwoch von 12; bis 2 Uhr, im kademie-Gebäude; für Nr. 22 bis 24 bei Demselben, Sonntags früh von
7 bis 9 Uhr, ebendaselbst. * ““ (gez.) Schadow, Direktor.
Abgereist: Der Kaiserxléch Rusfische Geheime“ Rath, außerordentliche Gesandte uud bevollmächtigte Minister am Königl. Spanischen Hofe, vom Oubrilx-über Dresden
1831.
Durchgereist: Der Attaché bei der Königl. Franzö- sischen Gesandtschaft am Kaisers. Russschen Hofe, Baron von Vassimont, und _ der Königl. Französische Kabinets-Boce St. Romatu , als Couricxe von Paris kommend, nach St. Petersburg.
1 *-
Zeitungs-Rachrichten. A u s l a n d.
Frankreich.
Pairs-Kammer. Zn 13er Sißupg vom 8. März wurden zuvörderst zwei Komméyfions-Bertchte abge attet und darin auf die Annahme der beiden Geseß; Enrw_ rfe wegen der Peufionairs und Gläubiger der ehemalégxt) Ctvilliske und wegen des Zuschusses der 2 Mill. zu den Mtlttatr-Penßonen angetragen. -- Sodann wurde über verschiedene, bet der Kammer eingegangene Bittschrifcen Vortrag gehalten. In einer derselben verlangte der Graf von Saur_in_ Pariex die Wiederher ellun der Ehescheidung , als da_s emztge Mttteh. den zahlrechen erbrechen vorzubeugen, dre eine_ Folge an- glücklicher Ehen wären. Der Bittsteller behauptete, m dym Zelt- raum'e von 1816 -- 1829 s eyen zwischen Eheleuten ungletcl) mehr Verbrechen begangen worden, als in den 24 Jahren, wo dj_e The_- f'cheidung erlaubt gewesen. Die Eingabe wurde_ dem Justtz-M;: nister überwiesen. - Eine andere Bittschrtft, dre, nachdemse in der Sißung v. 4. zurückgelegt worden, an diesem “_Tage wiederzur Sprache kam, war die der Herren la Mennaes, Lacordaire, Dccaux und v. Montalembert , worin diese die Kammer er- suchten, für die Aufrechthaltung der in der Charte verspro- chenen Unterrichts-Freiheét Sorge zu tragen. Der Graf v, Tascher gab sein Bedauern zu erkennen, daß man in der Charte erklärt abe , es gebe keine Staats-Reli ton mehr, indem die bis )erigen Beziehungen zwischen taac und Religion dadurch wesentlich verändert würden; nachdem jenes Princip aber einmal aufgestellt worden) könne man weder der Univerfität, noch den von i_hr ressornrenden Unter- richts-Anskalten eine bestimmte Religton auflegen, was, leicht zur Folge baöen möchte, daß in mancher _Schule der Unter- richt gar nktcht mehr religiös seyn würde; “dt_e alte Univxrsltät, die älteste Tochter des ailerchriftlichsten Königs, habe das Re- ligionxzur Grundlage gehabt, und auch unter der Kaiserl. Regierung habe ein Dekret vom ahre 1807 ausdrücklich _er- klärt,; daß der Unterricht an der niverfität auf den UZ?" der katholischenReli _ion beruhen solle: als Grund habe a- poleon selbst =angefü rt, daß keine Gesellschaft ohne Moral bestehen könne, uyd daß es ohne Religion keine gute Moral gebe; daß mithin die ReliYion allein dem Land: eine feste und dauerhafte Stöße gew hren könne. “„I-ht“, fügtxder Redner hinzu, „möchte es dagegen der Regierung, eros aller “ihrer Bemühungen, sehr" schwer werden dem öffentlichen Un- terricht die Religion als Grundlage zu er alten, und ich fürchte sehr, daß“ sie zu diesem _Behufe immer nur tranßtorisOe- Maaßregeln wird er reifen können.“- _DerVieomteLsiné stellte einige Berra tungen über den Elementar-Unterrtcht
K
an, der, seiner, Behauptung xmch, xen dem Jahre 1817 wo der wechselseitige Unterricht emgefü rt worden; gro x ort- .sch*ritte im Lande gemacht habe. Der Minister es öf- fentlichen Unterrichts bemerkte, daß ungeachtet dieser Fortschv-itte Frankreich immer noch mehreren anderen Staa- ten, wie z. B. Holland, Deutschland und Nordamerika6 h_ti weit'em nachstehe, woge en die Franzosen es, .was _den dhe- ren Unterricht anbetre e , mit den clv-llisrte|e_n Nationen aufnehmen könnten; in Deutschland gebe es Länder, wo ohne Ausnahme aUe Kinder von einem gekyissen Alter lesen
nach Madrid.
und schreiben könnten, und wo ein Vater, der seine Kinder-