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durch den Frieden, als durch den Krieg g-Zlingcn. Der Krieg- m. H, , hat mir immer als das größte Trubsal gcschtenen, das unter den gegenwärtigxn Umständen Frankrctckg treffen konntx; rechtfertégcn ließe stch cen solcher nxtr, wenn wnJ-sclbst ang-xgrtf: en würden. Verhehlcn wer ans mcht, m. H. , m wxlchcr Noth :ck bei uns der Handel und „(Hewcrbfictß [»effndcn; bet etnem ql!- emeinen Kriege wäre der Rum unseres Seehandels unvermcxd- ich, «d .der Stoß, den dte KüßenZDcpqrtcmcnts dadurch er!:t- ten, würde sick) auch für dte Fahrtkcn „tm Innern Des Landes durch den Mangel alles Absatzes bcmerkltcl) machen. Ungeachtet dieser allgemeinen Nofh müßte man von dem Volke neue Con- tributionen an Mannschaft und haaren: chdc verlangen, und dies ist es, was dec kriegerésck) gcsttznte Partcx nur allzu oft Hex- ißt. Zu einem Kreegc würden dre gewöhnltchcn Steuern nrcht Zinrei en; wär méxßt'cn also, wenn es tms cm Kredtt fehlte, zu Reqüi ftéonen “schx'ertcn und , nachdem ww dexn Stcuerpßechttgcn seine Einkünfte genommen, ihm qm:!) noc!) sTMS Kapitalécn neh- men. Wohl weiß ich , daß man slch darauf beruft , wir würden den Kriegsschauplaß sofort außsrhalb Landes versctch, und FM Völker würden 11an mxt Freuden aufm'hznen. Gescßt auch, dtcs wäre der Fal], s o würdYtt dicVöler,wcnn ste unserch'mcen erncöszrcn müßten, sehr bald von thrcr Bcgetstcrung zurückkommxn. Der ?)TUhm iii ein schöner Traum, aufden aber. nur zu oft cw bitteres Erwachen folgt. Lassen Sie uns daher„nt,cht zum Krecge hcrartsfordern, m. H. Unter den Männern, dre thn wünschen, giebt“ es“ Mlchc, Die von den, hochhcxzegsken Gefühken getrieben werden; Anßcre aber, und dxcs tft dtc größere Zahl, walcn „ihn nur als Mtttel zu ihren Prwatzwxcken bcnyßenzdécs smd dteNcpublékancr (Be- wegung auf der ltnkcn. .Sa-tte), dre Napolconéücn und die AnHän- ger der_voxtgey Dynaüxe. Hüter) war nnswohl, uns“ durch «?tgne U'nvorßchtxgkett dcn Krecg zmzuztehcn. Ww, kann z. B. die Re- ierung cs szugehen, daß Franzosen Fremdlmgcn bchülflécl) sind, :ck aufzm eremxtgencn Gebtcte gcgen Mächte zu waffncn, mit denen werjn Frtcdcn leben? Wenn dies nicht Anarchie ifi, so wetß ich mcht, was man darnntcr vcx'stcht. Wéc können jcnc rcmdlenge Frankrctcf) alFLohn für scene Gaüfrcundschaft so schr ompromcttjren? Zn ngtffcn Gcmüthcrn giebt slch, die Absicht kund, aus m die „Street: kcteten aller Könige und Völker zu ver- weben. Lusen Ste uns afux“ sorgen, m. H., daß die Grundsätze ux: erer ct enen ngicrung' mcht angefochten werden, uns aber t u on Qntxotc's crncs absoluten Préncéps, nicht zu Wie- Herher ellchn alles. begangenen Unrcchts„'aufwerfcn. Damit man jedoch unzereNcgtYrung ehre, müssen wxr auch den übrigen nicht 11 MM treten. Erne dcenßltchc Vermittelung ist créaubt und ich ättc cxnx solxhe zu Geunsien dcr Polcwgcwünscht: zugkcich aber hat das thsicytum dßruber zu wachemßaß das Völkerrecht bei uns nicht vexlctzt werde. Exn fcßes :::xd gßmaßtgtcs B::tragen wérd uns den Freedcn crhgltcn; xch üuße dtcsx zyßan-xng auf dern Umßand, daß die fremcht Machte nur elzenfalls mchtm1S1andczu scyn scheinen, ce'ncn Offcnjzv-„Krteg zu fuhren. „Würde aber dennoch der" Krieg un- vérmctdltck), so „frage “:ck, ok:- ctmcrc Unruhen LMO, als cine Folge dcrsxlben, dcr smkcndc- chßtt wohl eben dazu geeignet sind, uns zt; ctnxsn solchen vorzubcxcttcn? Von den véclcn Volksaufüändcn, dre sétk- dem Monat August V. F. ßattgefnndcn hach, hat der des 14. Febr. dee verderbltch17en Folgen gehaßt. Man konnte 2 Tage „lang glauben, daß Frankrexck) gat: keine chicmtn habe, und Heesen: Umstande muß mqn dtc Fortsetzung des Un ugs in vesschtcdcnen Departemxnts bctmescn. Sollte cs wahr seyn, daß es eme förmliche Affoceatéyn s;th Anftéstung von Unruhen gebe? Ick) bcfrage bteyuher da_s Meni erium. (Mehrere Stimmen: Gicht e_s denynock) em„Méntfkcrtum?) Man hat in dieser Kammcr viel von «ner Parte: der Bcwx ;mg und et'ner'Partcé dcs Wider- fiandes gespro-chtx. Atzchg gehöre dcr erücren an, insofern x_nan darunter d,tc naturlrche nnd fortschreitende Entwickelung jedes gcsellschaftlechcn Zustandes msérxt. Was ich aber unbedingt perwerfe, und was Ste, 111..H.,;Mtt' mir verwerfen werden, tsk jenesun „ere eeltc chve un, „.dte, ßck) selbt? unbewußt, nicht weiß, noohm, te uhrt, dte :: non dee roxhe Müßeaufgepftanzt und Liech' angesiimmt at, welche uxan m frühcrn Zeiten bloß aus dem Munde bkutdurütgcr Kanntbalen vernahm. Diese Bewe- gung erregt mir Schaudern, und eben „so wenig.. clä'üctwir nach ciney _solckxcn, die uns in Idée Zetten ,der „ „epublik zurück- yerseßta Möchtext "die .Nubeüdrer doch einsehen, daß se Durch ihre ,Ymtxtcbc „nur das Wohl , éhres eigenen Landes aufs Sp el ,scßen! Möchte anderer seats ,die" „Regierung seh'- be- reiten, “mit,.Feßigkest aufzutreten um die Ruhe und Ordnung wiederherzustx en und ;den Parteégcési zu unterdrücken; nur so wir?“ das_„Vertt'aucn ,xmd. mit „th der Handel" Und Gewerbfléiß „ WUFZFTÉÜÉgY-Tßßséo “HY? Fréßnkrekch dsxchiseine iUnabhängigkeit, „ , e n um an cnc -- N ' - - „ tht-ioken bewahren.“H , ,g s f“ finmge" Ins“
Nach dieser" Rede, die den [ebßafcesten Eindruck auf die .Verssmwfung machte, ließ fich Hr. Barthe zur Vertheidi- guy des Ministeriums'vernehmen. Die“?)Xegierun , m'eénte er, abe kein ihr zu Gebo“ stehendes Mittel verabs umt, um die. innere Ruhe aufrecht zu erhalten; wenn diese gleéchwohl geiiört worden, so sey er- Gewalt der Dinge-daran Schuld, und ryan könne Das Mmißerium: nicht für Ereignisse" verant- wortlech machen , denen “kerne menschliche Vorsicht vorzubeu- gen im“ Stande gewesen wäre. Hr". Berryer "erklärte :ck) ebenfakls gegen der; Verkauf der Waldungen; zugleich “holt er .es “für- bedenkltch, ““einem Ministerium, das- so"“ wenig
Sicherheit für die Zukynst und Vertrauen für die Gegenwart emflöße, als das jetzige , -einen Kredit von mehr als einer Mxlliarde. zu bewilligen, nämléck) 300 Mill. für die 4 ersten Steuer-Zwölstheile; 150 Mill., zu deren Ausgabe in Schatz- kammer-“Scheinen die Minister autoristrt worden End; 60 Mil]. aus dem Emigranten,-Enxschädégungs-Fonds; jetzt wie- der 200 Mill. in Schalzkammer-Scheinen und 300 Mill. an abekmaligen Steuer-Zwöxftheilen. „ Jehmag nicht untersu- chet1,“_“ äußerte Hr. Berryer am Schlusse seiner Rede, „ob das Ministerium hätte einen Krieg herbeiführen sollen oder nicht; dem sey indessen wie ihm wolle, so behauptet man“ lauc, daß Belgien, Polen und Italien nur auf unser Anstif- cen revolutionnircworden find. In den Augen von ganz, Cuxopa gelten wir sonach für die Anstifter der Empörung in dtcjen dréi Läudern. Man MUß eingszjkehen, daß das Mini- sterium unsere äußere Angelegenheiten eben so schlecht, wie pie inneren, geführt hat. Unfähfg, dée Ruhe und Ordnung, tm Innern zu handhaben, hat es uns in eine falsche Stellung, den ÜbrigenVölkern von Europa gegenüber, gebracht; unmög- lich kann ick) ihm daher bei dem gegenwärtigen Zustande des Landes einen Kredit von mehr als einer Milliardsbewilligen.“ Der Minéster der auswärcigen AngeLegenheiten trat znr Widerlegrmg des vorigen Redners auf.“ So wenig- auch, äußerke er, das jetzige Mlnisterium rn. Berryer Ver- c'rauen einflöße, so sey es doch noch am. taatsruxdor, und- may mache sic!);gewissermaßsn strafbar, wenn man ihm die Mtttel verweigerte„„den ihm gewordenen Auftrag zu erfüllen. (Untcrbrechung: „Cin jeHer Depucirter hat dazu das Recht.)- „Es ist mehr mcme Abstchc“, fuhr der Graf Scbastéani fort,
.„den Vorrechten der Kammer zu nahe zu 'tveten; wenn man
uns absr angreift, so müssen wir uns auch vertheédiaen kön- nen. Frat1k1'ech) und seine Regéeruug sollen'an det? Polni- [chen Rexvolutton Schuld seyts. Hat man wohl das ganze Gewicht dieses Vorwurfs gefühlt? Nein, m..H, das Polni- scYe Blur kommt nicht über unser Haupt; es fällt auf diejenigen zu- ruck, die Polen zu einem Aufstands verleitethaben, der esins Ver- dxrben stßrzen xn u ß c 6. Was Frankreich, was uns betrifft, die wir dre xraurtgen Folgen der Empörung nur allzuviehtig voraussahen, so jagt uns umser Gewissen, daß wir “nichts verabsäumt ha- ben, um das jekxige Trübsal von einer Nation abzuwenden, die von j-sber unsere Theilnahme erregt bak. Ich habe mein Bluc an dex Spitze der Polnischen LsgioNen versprüßt, und, ghwßen See mir, 111. H., Erinnerungen und Neigungen„ dre jtch vom Schlachtfe10e hersehreib'en, verwischen sich nie- mals. Das Ministerium hat von dieser Rednerbühne[)crabjeden. Gßdanken an ein System der Propaganda zurückgewiesen. Wir verlangen für Frankreich Unabhängigkeit und Freiheit,
) aH-er Wix überlassen es den übrigen Nationen, für ihreeigene Frei-
heit uczd U11abhängigkeéc zu sorgen; und Thatsachen bekundew es, da“» un1er Betragen mit diesem Grundsaße stets im Ein- qungee-geryessn ist. Von der Spanischen Grät'xze haben xvtr deexentgen “entfernt, die 'das Recht der" Gastfreund- xchafc dazu nnßbrauchten, das Spanische Gebiet zu be- drohen, uxöd neuerdings hat unsere Wachsamkeit und Worscht „dre Pläne vereitelt, die man gegen“ Piemont: _und Ztalccn schmé_edece. Unsere redliche Abscht ist über: )e'dM Verdgchc, un1er „Betragen über jeden Vorwurf erhaben., WU mau hiernach mych dem Ministerium die Mickel verwei- gern, dereZU die Regterung zur Verwaltung des Landes" be- darf? DW jclzigen Minister, m. Wit dererbexzeugung in den Privatstand zurückkehren, daß sie alle „thre. Kräfte der Aufrechthalcung des Friedens im In- nerrz wre nach außen hin gewidmet haben. Aber es ist die Pflxcßt der Kammer, -- namcntlich einer solchen, wée die jeßige, die Thron und Verfassung gegründet hat, -- dasjenige zu. bewtlltgen, was von ihr verlangt wird, und ihre Weigerung; würde ei„n großer Fehlxr, seyn. Ich hoffe, m. H., daß Sie dtesen Etfex emem Munster verzeihen werden, der, von den- [guterskenx Gefinyungen beseelt, die friedliche Bahn, die er- emgeschlagen, memals verlassen hat und se so lange ver- fylgen wird, als der König ihm rein Vertrauen zu erhalten dre “Gnade hat..“ NU) dem Grafen Sebastiani ließen fich noch Herr Batlliot, der Graf _v. Mosbourg und Herr Salverxce über den vorliegeyden Geseß-Entwurf vernehmen. Lxsterer meinte, mqn müsse .die verla gten 200 Millionen. nacht diesem odxr jenem Minister, ondern dem Lande, keinen Bedürfmssep seiner gegénwärtigen Lage und sei- ner Zukunft .bewtléigen. Zn demselben Sinne äußerte sach x. L af'fttte, welcher zugleich djs Gründe aügab, wes- )_alb te Regierung fich entschlossen habe, von ihrem ursprüng- lachen Plane abzugeben und sich demjenigen der Kommisfion anzuschlteßen, wonach es dem Finan zMinésker überlassen blei- ben soll, fich dte 7edachcen 200 Mi . «auf dem vortheilhafte- sten Wege zu ver chaffen; es verstehe sch übrigens “oon selbst,
H., werden abtreten und“.
' und gegen 10
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fügte Hr. Laffitte hinzu, daß _das Ministerium die Summe der 200 Mill. selbst nicht über1chreiten dürfe. Am Schlusse der Sitzung bestieg noch der ehemalige _Kriegs-Ménister, Vi;- comte Decaux die Rednerbühne, um die mehrmals aufge- stellte Behauptung'zu widerlegen, daß das Kriegswesen un- ter der* Regierung Karls )(. völlig vernachlässigt worden sey. Am 1. Januar 1829 habe sich in den Magazinen cin 61119- natlécher Proviant für eine Armee 'von 180,000 Mann und ein Vorrath an Bekleidungs-Gegenständen für 60,000 Mann befunden; zu derselben Zeit wären in den festen Pläfxen und Zeughänsern 1,200,000- Feuergewehre und 400,000 blanke Waffen vorräthig gewesen; ferner 11,152 GeschÜßstÜche, 10,580 Laffekten, 86,12 Munitions-Wagen , 1200 Bagage- Wagen, 9 Millionen Kilogramme Blei und 41 Wüllionen Patronen; daß die Festungswerke gänzlich vernachlässigt wor,- den, lasse sch eben so wenig behaupten, Qa sonst jelzr schwer- lich 15 MÜÜSNWUFU ihrer anßandseßuyg hinreichen wüvden, Naeh einst" kurzen Emviederung “des Marschalls Soulc faßts der Berichterskatter die Berathung zusammen, worauf die Diskussion Über die einzelnen Artikel dss GeéeZ-Etttwusfes
auf ÖM folgenden Tag verlegt wurde. _-
Par'is, 11._März. Der König hielt gesterzx Abend um
9 ZUM einen Ministerrath, stn Herr Castmir Perier bci,- wo nte. )Der Herzog von Orleéms beehrte gestern einen Bau, der in der Straße Taitbonk zum Besten der Waisen gegeben wurde, mit seiner Gegenwarx; um Mitternacht senkte fich plößlich der aus Brettern leicht zusammengezémmerte Fuß; boden des Tanzsaales und unterbrach das Fest; zum Glück wurde Niemand dabei beschädigt.
Der heutige Moniteur meldet unterm 10ten Fosgen- des: „Geüern Abendum 9 Uhr versammelte fich ein Hau- fen von einigen zwanzig Individuen vor dem Russtjchcn Gesandtschafts-Hotel; zwei Schüsse ließen sich vernehmen, und einige Fensterscheiben wurden mit Steinen eingeworfen. Die Bürger wurden mit Unwillen darüber erfüllt; die National- Garde eilte herbei, und die Ruhestörer ergriffen die Flucht. Heute durchzogen Unruhestifter mehrere Straßen mit einer in einen Trauerflor eingehüllten Fahne; sie gingen an dem Rus- stschen Gescmdtschasts-Hotel vorüber, ohms fick) aufzuhalten; es ließ fich Goschreé vesnchmen, abs“: die Gegenwart der Na- tional-Garde und eé:1€ger Compagnéeen Linicn-TrupNn, die sich sogleich an Ort und Stelle begaben, Utxte'rdrüxkte diese ungeziemenden ?ienßerungen. Die Achtung, die mcm dcm Repräsentantsn Liner fremden Macht schuldig ist, beruht auf dem PriUcipe des Völkerrechxs, die keine civilisTrce Nation verkennen darf, und welche die Regierung aufrecht zu erhal- ten wissen wird.“ -- Ueber denselben Vorfall liesk man in
*andern Blättern Noc!) Folgendes: „Gestern zwischen 4 und 5
Uhr Nachmictags zog ein Hause von 12-1500 jungen Leuten, größtenthcils Scudirende, über dieQuais an dem linken Seine- Ufer; fie ließen fich eine dreifarßége Fahne mit einem langen schwarzen Flor vortragen und riefen: „„Es leben die Polen! Es leben die Patrioten! Nieder mit den Karlésten!““ Die Mehrzahl trug Florbinßen am Arme und eine Immortelle imKnopflocf). Sie begaben fich nach der Wohnung des General Lafayette, an'zvclchen der Fahnenträger eine Anrede hielt, worin das Polnixche Comité um Errichtung einesDenk- mals für die gesalzenen Polen gebeten wurde. Der General er- wiederte, daß die Sache der Polen noch nicht ganz verloren sey; man müsse bestimmten: Nachrichteu abwarten, den Gedanken der Errichtung eines Monuments billige er u. s. w. . Hierauf zogen diejungen Leute ab, undder Ruf:'Nach-Ste. Pelagie! schien- die Abfichc kund 11 geben, die dort in Haft Wenden Staats- „gefan „enen zu be reien. ' Die in der Nähe des Gefängnisses aufg eilten National-Garden und Lénientruppcn machten je- doch jeden Versuch dieser Artunmögltch. Abends rottete fich ein „ ahlrekcher, aus jungen Leuten und brodtlosen Arbeitern beste endxr ?aufe aufzdem Plaße vor'dem Palats-Royal u- sWMM- hier die Wagen an, nöthigte die Kutscher, die a- men ihrer Herren anzugeben und ging ersk auseinander, nach- dem dse Polizei-Kommiffarien, an der Spitze von Deta- schements der National-Garden, die geseßlichen Aufforde- rungen hatten _ergehen lassen. Auch die herbeigeströmte neugierigx MMS? und Wagen mit Karnevals - Masken, welche dre “Passage gehemmt hatten , verloren fich bald, _ Uhr trat vvllkommene Ruhe ein. Die Straße, m welcher das Hotel des Rusfischen Botschafters liegt, wurde von zahlreichen Patrouillen durchzogen. Vor dem alais-Royal wqrden einigekJndividuen verhaftet.“
er Temps sprtxht sch mit großem Unwillen über die Verlesung dxs Domtctls des Rusfischen Botschafters aus: „Wer find diese Leute,“ sagt er unter Anderm , „oder viel-
mehr diese Kinder, die 71625) ihrem Belieben die Geseße är;- dern woücn, anf dsuen die Treue und der Glauben der RS- gierungen und _die Sicherhsic der Nationen beruht. “Müssexk sie: als Zöglinge der Sch*„xlen nichc erst noch Lexnen, bevor ße Lehren geben, oder wcnn :"ie schon einem Smude angehören„ haben ste keine POM» za Erfüllen, start“ cms dcn Skraßetx umherzulaufen UUO €:: der Haupißadt einss großen König- reiches Besorgnis]? zx: Wrbreéren, die allen Eigsnthümern schäd- lich und Nur für Qisjenigen vortheikhafc sw:), weiche nichts, nicht einmal die Lieb? 32:2“ Arbeit und zum ExWerbe, bestkzen? Das smd also dé? Dipxomaten, welche die Verträge, Unter- haudlungen, das“ Vdikexrcckx, alle Garantieen des Friedens, alle Geseße der Schichlichkeit Über den Haufen wex'fen. Diese find es, welche die Ehre des Franzöfischen Charakters darcß
“niedrigeHerausfordkrungen gegen eine Gesandtschaft kompromit-
téren, dessen einziger Ochuk§ die Französdéhc Lsyalitäc und No Nacional-Würde ist. In den unheilvyästey Zeiten unseker langen Revoxutionen l).;kwx: wir ksin jo bejcyämenT-es Er- eignéß erlebt!“ , _, “
Folgendes ist, den chxxgen Blättern zufolge, da:? (gestern erwähnte) Schreiben, das Der „Ob-xrsr Cadoudal an- gehlich an die erzogin von Berry gerechter habxn, und das bsi einer in Essen Wohxxung angejéellten Hausjuchnng von eiUem Gmdart'merie-Offizicr Dex". Flgmmcn, m welche die Ge- wahlén dcs Oberßsn dassslöe g::vorxen Hatte, entriffen worden 1cyn soll: _ ' . .
„Madame! Dic Usurpatton rcgtcrt berctts feet sechs Mona- ten, und seit dieser für Franerech txnd Europa yngl'ücklichen Epoch erwarten wir vergebens dre Besxhlc der chxitmtteät, für die unsere Väter, M dercn Fuß!?„aprcn wrr_ u' wandeln wunschen, ihr Blut vergossen'habcn. Eemge Emtzatrß sknd von Seiten Ewr: Königl. Hohett zu uns, gekommen; an:?„thrcn Aegßeruann sehen wir aber mit Bctrübntß, daß noch kcm alchmemer cm festgcßcllt ist. Man nähyt axtfs „Unbcütmmtc hm unsere „off- nung, ohne unsxrcr' „Ungewrßhczt emen festen Hast zu chbcn. Fn- zwéschcn organéurt "ck der chp , vermxhrt scme Kyafte, und dtc schwankxndcn Menschen, dre auf dtcser Erde kerne andere Rolle zu_sptclcn haben, als daß se sch dcn, Stärkcrn zugescllen, nähern stch ihm in der Ucbcx'zxugttng, daß sexne_Macht voen Dauer seyn wird. Die Yrctagnc btexet große Hulfsqucllen fur unsere Sachcdar; dic Gctmnung. ist beer gut: Pro kann man aber ohne Geldmittel sich durch Emeffairc yerßändxgcn, und der Sache ei- nen solchen Anstoß geben, daß ste zug1ctch tm Weikert, Süden and Norden loZbricht? Man Pars cs Kc!) mcht verhehlcn, Daß jede partielle Bewegung tm Dcpartxmcnx dcs Mor- ]xéhan oder in dcr Vendée nur zune tmppmnte Streit- macht dahin ziehen würdx, welchc dtcse Provmzen erdrücken und sochc Furcht verbrcrtcn würde, daß man sväxer dort“ gar nichts unternehmen könnte. Ohne Zwetfel würde dre Regßc- rang über einen partiellen Auéftand hoch erfrerxt seyn, gm stch jener angeblixhcn Zulé-Hcldcn zu ctxtlcdtgcn, mtt1dencn ne nicht weiß, was“!“xc anfangen M!, und des nur auf eme Gelegenheit warten, um zu morden und zu plündern. Jeder parttclle Auf- stand muß daher sorgfältié vermteden „werden. „Kann man jetzt, auch ohne Hülfe des Aus anch, an emen Ausland im Innxrn des Landes denken, vorausgescßt, daß alles, dazu vorberettct tft? Ja, wenn Se. Köntgl. Hohett der Dauphin m erson einen Aufs. ruf an dex1 Süden ergehen läßt, wcnn Eure „ sn gl. Hohctt in unser; Mttte zu koxymcn gern Yen und diefDauphine zu gleicher Zcétxm Norden cr chcén„t, sch teßt Frankrctch noch genug“!)och- herzt e Seelen in :ck , die unter den Augen ihrer- rcchtmaßégen Für cn Alles wagen würden. In diesem Faac würde dre Bre- tagne 42 -4 50,000 Mann unter digWaffen stellen. Aber zum: darf es nch nicht verhehlen, obne dx: Fürsten „wird man mchts thun. Hierüber herrschx nur eine Stamme, un„d uberau hört man sagen: „,Da die Mitgltedex dcr Königl. amtlke an der Wieder- herstellung der Ordnung mmdcüens xben 0 viel Interesse haben, wie wir, so isi _es nicht mehr als btüég, anfie sch, wie wir, allen GefaM aussetzen.//“ Inzkaen re et marx allgemxjn auf das C “cken der fremden M xe, dic duxch tbr eigenes“ Intereffe gendthigt werden, diese Partre zu ergretfcn. Sie müs- sen mehr als ir end sonst Iemandüber engt seyn, daß die U _ur- pation steh selb momentan nur dadur behaupken kann, da se in den "Nachbarländern Revolutionen bewirkt, Buonapartx und “d“ieGef ichte befiätk en diese Wahrheit, die bisweilen nur yo: dcn verb endetenKab netten verkannt wird. Wenn man ruckt
tauben kann, daß die Könige lebänsmüde oder verblendet sn „ Zo muß mgn annehmen, da se 21 es_aufbéetcn werden, um die seit 15 Jahren in Frankrei vorbereitete Revolution zu ersticken. Spanien überschreite die Alpen, Oesterreich, Rußland und_ reu- ßen gehe über den Rhein, und bald werden wir von der je k elt evbemeren RegierunZ befreit seyn. Was auc? die liberalen cl- tungen und die Anh nger des Sohnes des K nk smörders sagen mögen, der Enthusasxnus, der bei unserer ersten evolution aus- bra , isi in„Frankretch nicht mehr vorhanden; Man kann eine P&Ftéonb NaZtUZaélÖtGaYMilxckleYn ?nd bcwaeinßén “12:1? csegxß n ecnoe , e ren enaenxue e . den Feind zu führen.« c"n dcn Departements siräubt fuß die Mehrzabk o ar, auf die * an zu ziehen, und Wenn sse in Pc:- ris mehr 1 er zeigew so ges ee t es nur, um ihr Betßtöum zu
bewahren. ichrn chtung des Handels, die täglich ausbrechen-