1875 / 82 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 08 Apr 1875 18:00:01 GMT) scan diff

«„.-«._. „..,-„- *.*-.. . „.,-„ «...» .

Lothar Schilling, bisher Vize-Präfident des König1ichsäch= ßschen AppellationSgerichis zu Dresden und Mitglied der Khmg- lichen Prüfungs-Kommisfion beim Ministerium der Justiz, in eigens dazu anberaumter Plenarsißung vom Präsidenten", Wirklichen Geheimen Rath 1)r. Pape, in sein neues Amt eingefuhrt und als Reichsbeamter vereidigt. Der andere neuernanute Rath desselben oberßen Gerichtshofes, der bisherige. Großherzogliche hesfische

ofgerichts-Rath Buf f konnte noch nicht eintreffen, da ei: plötz- ich an GelenkrheumatiSrnus erkrankt war. Rath Schilling ist dem dritten Senate zugewiescn worden, der seine öffentlichen Audienztermine Montags und Donnerstags abzuhalten hat.

0.5 R9ich6-Oberhandel§gericht hat nunmehr drei Mitglieder aus dem höheren sächsischen Iuriftenfiande; es sind die Räthe ])r. Ponath, Dr. Werner und Lothar Schilling.

Heffen. Darmstadt, 6. April. (Fr. I.) Soeben haben wieder eine Reihe von Ausschußberichten der Ersten Kammer die Presse verlaffen. Es handelt fick) dabei um folgende Gefeßentwürfe: über die Aufhebung der bei Schuld-Uebernahme der Frauen in den Provinzen Starkenburg und Oberhessen, sowie bei Bürgschaften der Bürger und Bauern im Geltungsbereich des Pfälzer Landrechts beftehenden beson- deren Vorschriften, über die Wahlen zur Zweiten Kammer, über das Verfahren bei unfreiwilligen Verseßungen von Mitgliedern eines Iustiz-Koilegs in den Ruhestand, über die Pensionirung der auf Widkrruf angestellten Beamten, über- die Zusammen- stellung der beiden. Kammern. Der Ausschuß beantragt zu ailen diesen Geseßen, in Uebereinßimmung mit der Zweiten Kammer, Annahme, und zwar mit den bei den einzelnen Ge- seßen vom leßteren Hause beliebten Aenderungen.

Oesterreikh-ngarn. Pola, 7. April. (W. T; B.) Der Kaiser Franz Josef ist von Venedig um 5 Uhr Nachmittags glücklich hier eingetroffen und wurde von der hier staiionirten österreichischen Flotte, von den Spißen der Behörden, sowie von dem zahlreich anwesenden Publikum in feierlicher Weise empfangen.

Pest, 6. April. Irn Abgeordnetenhause interpeilirie dcr Abg. Braié die Regierung, ob es richtig sei, daß fie den Ausbau der Grenzbahnen verhindernwolie und weshalb? Das Haus nahm hierauf den Stempelsteuergeseßeniwurf und den Fausfteuergeseßentwurf unverändert an. Das Haus begann

ierauf die Beraihung des Iagdsteuergeseßentwurfes, dessen erste 11 Paragraphen unverändert voiirt wurden.

SchWeiz. Bern, 7. April. (W. T. B.) Der Bun- deSratl) hat nunmehr die VolkScibstimmung über die neuen BundeeseHe, betreffend die Eheschließung und die po- litische Stimmberechtigung, auf den 23. Mai anberaumt.

Niederlande. Haag, 3. April. Der König empfing gestern den neu ernannten Minister-Residcnien Spaniens am niederländischen Hofe, Marquis d'Arcicollar, welcher seine Akkreditive überreichte. _ Die April-Nummer des „Gids*“ (des „FührerS“) veröffentlicht unter dem Titel „Noch 610306 Über 2101301" eine Abhandlung des Generals de Siuers. Dieser aiigemein hockzgeachtete Militär gilt ais Autorität in indi- schen Angelegenheiten; er Hat eine ruhmreiche Laufbahn in In- dien durchgemacht und ist der Verfasser eines sehr gründlichen und lehrreichen Werkes Über die Ausbreitung der niederiändisckzen Herrschaft auf Sumatra. Seine Abhandlung im „Gids“ hat zum Zwecke, die militärische und politische Leitung, welche van Swieten der zweiten Expedition in Aickzin gegeben hatte, gegen die tadelnden Stimmen zu veriheidi- gen, die in Niederland sick; vernehmen ließen; der Tadel gehe von Solchen aus, die in der Ferne sick) nur eine oberflächliche, unvoUftändige Vorfteilung von der Lage der Dinge und von den Beschwerden machen könnten, mit welchen ein europäisches Heer von 11,000 Mann mit 300 Pferden und zahlreichem Schlachtvieh, mit seinem Train, seinen Kranken und Verwun- deten in einem solchen Lande ohne Wege, Brücken und Trans- portmittel zu kämpfen habe; nach dem Mißlingen der ersten Expedition in Atchin (unter der Leitung General Köhlers, der bei seinem mißgiückten Siarm auf den Kraton gefaUen) sei Vorsicht um so mehr ein Haupierforderniß geweien. De Stiiers fiihrt aus, wie van Smieien mit weiser Vorsicht und Mäßigung, für die ihm die koloniale Geschichte Lehrmeisterin gewssen, den Feld- zug geleitet und fick] dabei als vollkommen erfahrener Offizier Und StaaiSmann erprobt habe; Generalmajor Pei beharre mit voUstem Rechte bei der Kricßsiveise und der Politik van Smietens; dieser verdanke man schon die wichtigsten Erfolge; der Krieg werde zwar von einigen Häuptlingen nochiortge- seßt, weiche fich durch einen auf den Koran geleisteten Eid für gebunden halten, oder durch noch unaufgeklärte Gründe zu ihrer feindseligen Haiiung veranlaßt seien; aber das Volk selbst sei des Krieges müde und von dem Radja von Pati wiffe man., daß seine Anverwandten Pangiima Polim, Iman Langbetta und andere Häuptlinge mehr und mehr zur Unterwerfung ge- neigt würden; vereiis wehe die niederländische Flagge in den Häfen 001131 Vasailendißrikien, die als Pfefferhäfen bekannt seien, und in noch 10 anderen Häfen; den unglücklichen Aus- gang der ersten Expedition verdanke man unvorfichiigem Sturm- 1aufe, dem Mangkl an Vorficht, die Erfolge der zweiten Ex- pkdition verdanke man der Vorsicht und Mäßigung van Swietens.

Großbritannien und Irland. London, 6. April. Der Prinz vonWales kehrte heute aus dem südlichen Frank: reich nach Marlborough-House zurück. _ In Chatham wer: den Vorbereitungen für den Empfang des Prinzen und der Prinzessin von Wales, die sich morgen dahin begeben, um dem StapeUauf des neuen großen Panzerichiffes „Alexandra“ anzuwohnen, getroffen. Vom Bahnhofe bis zum Werfte werden 5000 Mann Truppen aller Waffengattungen Spalier bilden und von dem Eingange zum Werft bis zur Scene des Stapellaufes werden Matrosen von den verschiedenen Kriegsschiffen, die fich in Chatham befinden, aufgestellt sein. Die Prinzes s in von Wales, nach welcher das Schiff benannt ist, wird den Taufakt vollziehen und die demselben vorhergehende kUrze gottesdienftiiche Feier wird der Erzbischof von Canterbury leiten. Außer dem Thronfolgerpaar werden der Herzog von Edinburgh, der Herzog von Cambridge, der Fürst und die Fürstin Teck, die Kabinets-Mi= nister, das diplomatische Corps und Mitglieder beider Häuser des Parlaments bei der Feier zugegen skin.

_ 8. April. (W. T. B.) In der gestrigen Sißung des Unierhauses wurde der Geseßentwurf , betreffend das Stimmrecht der FraueZn mit 187 gegen 152 Stimmen ab- gelehnt. DiSraeli stimmte mit der Minorität.

Frankreick- Paris, 4. April. Der Minister des Ackerbaues und des Handels hat folgendes Rundschrei- ben an die Präfekten gerichtet:

„Hr. Präfekt! Das Dekret vom 25. März 1852 Hatte die Ein- richtung der beratbenden landwirthschaftlichen Kammern festgesetzt, und zwei vom 1. April und 20. Juni desselben Jahres datirte Rund- schreiben hatten die Präfekten aufgefordert, zu der Ernennung der Mitglieder dieser Versammlungen zu schreiten, ihnen auch die bei der Abhaltung der Zusammenkünfte zu befolgeudkn Regeln bezeichnet. Die bcireffendeu Kammern sind in alien Departements gebildet worden; aber nachdem sie einige Jahre bestanden hatten, wurden mehrere von ihnen von den Präfekten nicht mehr eiubcrufen und verschivanden e_nd- lich ganz. Es ist Ihnen nicht unbekannt, Hr. Präfekt, daß diese Kammern Befugnisse haben, Welche fie unentbehrlich, machen. So sind sie unter Andern! mit der landwirihschaftlicixen Statistik des Arron- diffemenißbetraui, und ihr Gutachtén kann hinsichtlich der in dsr landwirtbichaftlicben Geseßgebung vorzunehmenden Aexndernugen, be- treffend die Einführung von Msffen und Märkten, die Verwendung der von dem Staat und dem Departement gewährten Subventionen, sowie die Gründung landwirtbiÖafiiicher Schulen und Musterwirih- schaften, eingeholt erdsn. In Folge dessen, und um den Verord- nungen des erwähnten Erlaffes nachzukommen, erachte ich es für nöibig, den regelmäßi en Gang einer Einrichtuug zu sichern, deren Zweckingkeii zu vechbicdenen Malen anerkannt Worden ist. Ick ersuche Sie daher, Hr. Präfekt, die nöthigen Maßnahmen für die Neubildung der berathenden landwiribichaitiichen Kammern in Ihrem Departement, falls fie eingegangen wären, anzuordnen und mir über die Ausführung der vorliegenden Weisungen Bericht zu erstatten, Genehmigen Sie 11. s. w. _Der Minister des Ackerbaues undHandelS, C. de Meanx.“ __

_ Wie das „Bien public“ erfahrt, hat der General de Cissey nach dem Vorgange des Hrn. Dufaure ein Rund- schreiben erlaffen, in welchem er den Corps-Befehls- habern die Bedeutung der 'am 25. Februar eingeführten Ver- faffungsgeseße darlegt, und sie auffordert, der Republik, welche fortan die gesetzliche Regierung Frankreich?- ist, in den Grenzen ihrer Befugnisse die gebührende Achtung zu verschaffen.

_ Ein großer Theil der Generalräthe hat am 5. d. M. seine Frühjahrssession eröffnet.

_ 7. April. (W. T. B.) General Leflö kehrt heute Abend auf seinen Botschafterpoften nach St. Petersbiirg zuriick. _ Aus Bayonne wird gerüchtweise gemeldet, daß carliftische Emissäre nach Frankreich gekommen seien, um einen Anschlag auf Cabrera auszuführen. Die Behörden seien mit Ermittelung“ derselben beschäftigt.

Italien. Venedig, 7. April. (W. T. B.) Nach dem Dixjeuner verabschiedetefick) der Kaiser Franz Josef an der Landungstreppe des Palazzo reale von der Kronprinzesfin Marghe- rita und begab fich darauf mit dem König Victor Emanuel, den Ministern und der Generalirät auf den Lagunendampfer. Die Abfahrt nach Malamocco erfolgte unter dem Donner der Ka- nonen, den Hurrahrufen der Matrosen und unter enthusiastischen Kundgebungen der dicht gedrängten Zuschauermenge. Jn Ma- lamocco gingen der Kaiser Franz Josef und der König Victor Emanuel an Bord der Kaiserlichen Yacht „Miramare“, woselbst die beiden Souveräne unter herzlichen Um- armungen von einander Abschied nahmen. Der „König Victor Emanuel hielt sodann die Revue Über die Flotte ab und fuhr nach Venedig zurück. _ Wie man hört, mani- festirte sich sowohl im Verkehr der Monarchen wie in dem der beiderseitigen Minister die größte Herzlichkeit. Der Kaiser hai fick) mit großer Anerkennung über den ihm zu Theii gewordenen Empfang geäußert und dem Könige Victor Emaunel zm: Kon- solidirung Italiens seinen lebhafteften Glückwunsch aUSgesprockien. Der Kaiser Franz Josef verlieh den Königlichen Prinzen das gol- dene Vließ. Graf Andras erhielt vom Könige Victor Emanuel das Porträt desselben mit er eigenhändigen Widmung des Kö- nigs zum Geschenk. Die Stimmung der Bevölkerung war bis zum leßien Augenblick der Zusammenkunft der Souveräne eine außerordentlich enthusiastische.

(W. T. B.) Wie von unterrichteter Seite konstatirt wird, ist als die einzige gegen d0n Kaiser Franz Josef gerichtete De- monstration bisher bekannt geworden, daß am Tage der Ankunft des Kaisers das klerikale Blatt „Unitä cattolica“ mit einem schwarzen Trauerrand erschien.

Rußland und Polen. St, Petersburg, 7. April. (W. T. B.) Der ,RegierungSanzeiger“ veröff0ntlicht ein Aller- höchstes Manifest, durch welches die gestern erfolgte Ent- bindung der Gemahlin des Großfürsten Thronfolger von einer Tochter angezeigt und der [eßteren der Name Xenia beigelegt wird. _ Gesiern fand das Fest des Regimentes Garde zu Pferde ßatt. Der Kaiser zog die Offiziere des Regimenies znr Tafel, an der 0011) die Großfürsten thciinahmen.

_ Die Fregatte „Sswetlana“, deren Commandeur bekanntlich Se. Kaissrliche Hoheit dei" Großfürst Alexei Alexandrowitsch ist, wird nach Eröffnung der Schiffahrt ins Mittelmeer abgehen und dort für ein Jahr Station nehmen.

_ Die Kommission zur administrativen Umthei- lung des russischen Asiens hat nach der russischen „Si. P. 3.“ ihre Arbeiten vollendet. Nack) Meinung der Kom- mission ist das ganze rusfisckze Asien in zwei Gebietögruppen zu iheilen. Zur erßen wären zu zählen: die Gouvernements Orsn: burg, Ufa, Tobolsk, Tomsk, Ieniffeisk, Irkutsk, das GebieiIa: kuisk, das Land der Vukcjewsckzen Horde, welche aus dem Ge- neral-Gouvernement auszuscheiden find. In die zweite Gruppe gehören alle übrigen TranSuralsckzen Provinzen, welche in drei General-Gouvernements zu vertheilen find. Das erste ist das Steppen-Generalgouvernement mit dem Centrum in Omsk, aus dem Uralsker, Orsker, Omsker Gebiet und Ssemipalatinsk be- stehend. Das ziveite ist das Turkestansche mit dem Centrum in Taschkent (das Syr-Darja-Gebiet, Ssawarkand, die Bezirke Tjanschan und Amu =Darja). Das dritte wäre das Amur- Generalgouvernement mit dem Centrum in Blagoweschischensk. _ Die Kommission ist übrigens nicht ganz einig in ihren Be- schlüssen. Einige Mitglieder haben sich im Gegensaß zu der Majoriiät gegcn die Vereinigung aller Kirgisen-Steppen aUSge- sprochen. Andere find der Ansicht, daß die Verwaltung von Iakutsk, von den Irkutsker Gouvemementsbeßörden unabhängig sein müßte. Eine dritte Sondermeinung geht dahin, daß der Küstentheil des Amurgebiets abgetrennt und dem Ober-Com- mandeur über die Seehäfen, dem die Rechte eines General- Gouverneurs zu ertheilen wären, untcrfteUt werden müßte.

_ Aus dem Amu-Darja-Bezirk erhält der „Ruff. Inv.“ vom 18. Februar einen Bericht über den günstigen Stand der dortigen Verhältnisse nach der Iiyanowschen Expedition.

Jm Chanat Chiwa herrscht vollständige Ruhe, man hört nicht einmal von geringfügigen Raub- und Plünderungsfällen unter den Turkmenen. Die Nachzahlungen zu der Strafsumme, welche 1873 den Turkmenen auferlegt Wurde, dauern noch fort und zu den 36,000 Rbln, die während der Januar-Expedition und gleich nach derselben eingezahlt wurden, find später noch gegen 5000 Nds. eingegangen. ür die den Bucharen geraubten Schafe haben die Turkmenen 1800 bl. Schadenersatz entrichtet. Dir Oberst Iwanow hat dem Emir von Buchara, welcher mehrfach den Chef des Amu-Darja-Bezirks um seine Veihülfe in der Angelegenheit eriucht hatte, darüber Mittheilung gemacht. Der Chan von Chiwa hakte die Absicht, am 20. Februar aus Cbiwn

abzureisen, um alle Wohnplätze dcr ankmoneu zu besuchen. Er läßt sich da_bei von 1500 Nuckcm und 2 Kanonen daz Geleite geben, Auch ionen ihn nach seinem Befehl alle seine Würdenträger und Verwandten begieiten. Als. Stellvertreter während.- der Abwesenheit des Chans soll ieiu_ Bruder Tiara Murat fungiren. Der erste Besuch ist den „Chaiawat-Jomuden zugedacht, von dort geht die Reise über Jljali nach Kunga-Urgentich und an Cbodsbeili_vorbei u den Tichauduren und Karadfhiagelden. Diese„Mar1chroute ist den Turkmrnen de_kannt und sie halten sich ruhig auf ihm: Wobnpläßen. Sklbst die Fortgezogenen kehren auf ihre Wohupläße zurück, darunter auch der Ugusen-Häuptiing Ata-Wakil, Weicher bis- her Niemandem und nirgends Gehorsam erwies. Er stand früher bei allen Unruhen und Unordnungen der Chasavat-Jomuden an dcr S_piße. Jeßt ist er nicht nur zurückgekehrt, sondern hat dem Kofchbegi des Charts auch dsn auf ihn entfallenden Theil der Koniribution von 1873 gesandt. _ Der Oberst Iwanow hat am 16. Februar vonx Befehlshaber der Bucharaichen Garnison in Kabakly einen Brief erhalten, nach welchem auch in dem an den südöstlichen Theil Chiwas _ angrenzendkn Territorium vou Bachata völlige Ruhe herrscht. D.e Ueberbringer des Brikfes meldeten, daß in der Umgegend von Kabaklix schon längst nicht?; mehr von Teke-Banden zu spüren sei und daß am Tage Vor ihrer Abreise mshrere aus Mcrw nach Bachata bestimmte Karajvanen in Kabakly angekommen seien. Der leßte Zug der Russen in die Nomadeufiße der Turkmenen soll dem Gerücht nach auch auf die Teke Ein- druck gemacht haben. Dex Veiter des Chans Jltasar-Jpak ibeilie dem Oberst Iwanow“ mit, die Jomudsn hätten die Teke um Hülfe gegen die Russen gebeten, die Teke hätten das aber rund abgeschlagen und gesagi, sie gedächten, fich ruhig zu verhalten und die Diebe unter fich fort3mchaffen-

Schlveden und Norwegen. Stockholm, 3. April, (H. N.) In der heutigen gemeinschaftlichen Sißung beid er Kammern wurde mit 169 gegen 116 Stimmen die beantragte Vermehrung des Unteroffizier=C0rps bei den Garde-Regimentern zu Fuß um 4 Korporale bei jeder Compagnie abgeschlagen, ebenso wurden die von der Regierung mehr angeséßten 420,000 Kronen zu Waffenübun. en der Indclta-Armee und Vermiands Feldjäger-Regiments ni t genehmigt. Mit 178 gegen 102 Stimmen wurde beschlossen, die vom Jahre 1871 rückständigen 484,000 Kronen (als extraordinär) zur Beschaffung von Infan- terie-Gewshren für 1876 zu bewilligen, jedoch dabei zu bedingen, daß dex Reichstag vor Einführung eines neuen Modelis unter- richtet wird, welche Kosten durch dieie Aendernng erwachsen. _ Die Minorität stimmte für Genehmigung von * nur 200,000 Kronen und bestand zum größten Theil aus Mitgliedern der zweiten Kammer. _ .Die im Etat figurirenden 75,000 Kro: nen für die topographische Abtheilung dcs Generalstabes wurden genehmigt, dagegen die zum Bau von Kasernen für Svea Leib- garde angeseßten 134,000 Kronen mit großer Majorität gestrichen. _ Die als Thenerungszulage für die Offizisre der Floite von der Regierung verlangten 30,260 Kronen fanden mit 159 gegen 134 Stimmen Genehmigung, die Minorität ßimmte für Bewilligung von nur 27,560 Kronen für die Marine=Offiziere, deren Löhnung 5000 Kronen nicht übersteigt. Den Vorschlag, die für Uebungen der Floite im Etat figurirenden 629,850 Kr. auf 550,000 Kr. herabzuseßen, schloß Zftck) die Majorität der beiden Kammem an. Mit 171 (37 aus der Ersten, 134 aus der Zweiten Kam- mer") gegen 128 Stimmen (82 Erste und 46 Zweite Kammer) wurde beschlossen für 1876 500,000 Kronen als außerordentliche Nquabe zur Beschaffung von LlrtiUerie-Material zu bewiUigen, die Minorität stimmte für BemiUigung der zu diesem Zweck von dcr Regierung angescßten 1,000,000 Kronen. _ Der Beschluß- der Zweiten Kammer, von dem Gewinn der Reichsbank im Be- trage von 2,501,534 Kronen die Hälfte dem RikSgäldSconwr zu übertveisen, die andere Hälfte aber der Bank behufs Einkauf ausländischer StaatSpapiere, resp. zur event. Verstärkung des Meiailvorraths zu belassen, wurde, mit 165 gegen 132 Stimmen angenommen.

Christiania, 3.21pril. Die Wiedereröffnung der Siorthingsverhundiungen nach den beendetsn Osterferien fand Mittwoch statt und in der ersten Sißung theilte Staatsrat!) Faisen dcm Thinge mit, daß der König ieing Einwilligung zur Verlängerung der VcrsammlunchJLii bis auf Weiteres gegeben habe. _ In der Donnerstag-Sißung überbrachte der Staats- raii) Helliesen dein Storiiiing cinen Königlichen Vorschlag über die Bewiilignng eines Betrages von 61,000 Spezies zur Anschaffung und AuGrÜftung eines Dampfschiffes, womit eine wiffensckzafiliche Expedition in dem Theile des atlantisckgen Meeres vorgenommen wexden soll, welcher zwischen Norwegen, den Färöer-Inseln, Island Und Ian Maya Liegt. Der Vor- schiag wurde einem Comité überwiesen. _ Der Antrag des Konstitutionsausschuffes, betreffend den in 1871 aufs Neue ein- gebrachten Vorschlag wegen Verändernngen der Grundgeseß- bedingungen für das Stimmrecht liegt jeßt in fertiger Form vor und wird, nach Mittheilung des ,Aftonbladet“, wahrscheinlich in nächster Zeit zur Bchandlung kommen. Eine Majoriiät .des Comités hat die Verwerfung sämmtlicher ruhenden Vorschläge beantragt und gleichzeitig in Vorschlag gebrachi, daß das Storihing die Regierung ersuchen solle, eine Kommisfion nieder- zuseßen, deren Mitglieder aus verschiedenen Gegenden des Landes herangezogsn werden sollten, und welche Kommisfion dann die ganze Frage einer nochmaligen Ueberiegung zu unterziehen und einen neuen Vorschlag zur Voriage in „dem 1877 zusammen: tretenden Storihing aUSzuarbeiten haben würde.

_ 8. April. (W. T. V.) Die Diskussion des sogenann- ten konstitutionellen Decharge-Rapports wurde geßern vom Reich stage beendigt. Beide Kammern beschlossen überein- stimmend, und zwar die Erste Kammer durch Akklamation, die Zweite mit 99 gegen 76 Stimmen und unter ausdrücklicher Zn- ftimmung zu dem im Bericht gegen das Ministerium aUSgespro- chenen Tadel, dcn Rapport m] 3013 zu nehmen. In Folge die- ses Beschlusses werden' erhebkiche Aenderungen im Ministerium als bevorstehend bezeichnet.

Afrika. Aus Kairo, EndeMärz, wird der „Allg. Ztg.“ geschrieben, daß daselbst auch in diesem Jahre der Geburtstag Sr, Majestäi des Kaiser?- von der dortigen deutschen Ko- lonie festlich begangen wurde. Ein Umstand fam außerdem hinzu, um dem Fest einen erhöhten Glanz zu geben, nämlich die Anwesenheit zweier deutschen Prinzen, der Erbgroßherzoge von Mecklenburg-Schwerin und von Oldenburg. Dieselben hatten die Rückkehr von ihrer großen Nilreise zu beschleunigen gewußt, um am 22. März wieder in Kairo zu sein. Am Vormittag fand in der neuen deutschen Kirche ein festliYer Gottesdienst stait, der sehr zahlreich besucht war, und zu wel em sich mit den Prinzen das gesammte deutsche KonsulatSpersonal, die Herren v. Thielau und Travers an der Spike und in voUer Uniform, eingefunden hatte. Pastor Trautvetter, welcher der Kirche und Schule vor- steht, hielt die Festpredigi. Wenige Tage vorher war die Nach- richt aus Berlin eingetroffen, nach welcher durch Kaiserliche Mu- nificenz die finanziellen Verhäimiffe der deutschen Schule endgültig geordnet find und die Zukunft derselben gefichert ist. Nach dem Gottesdienst empfing Hr. v. Thielau,-als

' Guihaben der Einleger. 9,29 75 gestiegen.

Vertreter des noch immer nicht eingetroffenen "'neuernannten General-Konsuls, alle hervorragenden Mitglieder der deutschen Kolonie. Der Empfangssaal war mit Palmen und Blumen dekorirt und atx der Hauptwand hing unter Kränzen und Laub- werk ein Portrai Sr. Majestät des Kaisers. Abends fand ein großes Bankett im Hotel du Nil statt, Der große Palmengar- ten war mit farbigen Laternen erleuchtet. Gegen 60 Herren, sämmtlich Deutsche, nahmen an dem Festbankeit Theil,

_ Die Berichte von den Goldfeldern lauten dem „Natal Mercury“ zufolge seit Kurzem nicht sehr ermuthigend und viele der Goldgräber haben wegen der Regensaison das Land ver- lassen. Den 119 Unzen wiegenden Klumpen, der vor einiger Zeit gefunden wurde, hat der Präsident des Freistaates für 475 Pfd. Sterk. angekauft und beabsichtigt, ihn nach Europa mitzunehmen, wenn er fich dahin begiebt, um die StaaiSanieihe zu negociiren. Die Diamantenfelder befinden fich gegenwärtig in einer trübseligen Lage. Das Gerücht von der Entdeckung einer neuen Mine ftellte fich als unbegründet heraus.

Aufiralteu. Das „Melbourne Age“ veröffentlicht eine Reihe von Artikeln über die gegenwärtige Lage der Fidschi-Inseln, aus denen die „A. Li. C.“ Folgendes mittheilt:

Es giebt im.Gauzen etwa 225 Inseln; in nahezu 50derielbenlebeu weiße Ansiedier, im Ganzen 2000 Pexsonen, hauptsächlich Erwaxbiene, zählen?). Schaöungen der geiammten Emgeboreneii-Bcvöikeruug variiren zwischeii 75,000 und „150,000 Serien. Unter der letzten Regierung wur- den daielbft nicht wcmger 015650000 56 in ver1chiedenen Untsrnebmungen angelegt, an Welchem Kapitale Sydney mit nahezu 300,000 56, Mei- bourne mit 160,000 5, quseeland mit einer ebenso großen Summe wie Melbourne und Deut1chland mit 300003; pariizipirie. Amerika ist 1112188111111.“ durch 20,000 56 repräsentiri, während eine einzige Sidneyer Firm 70,000 56 auf die_ kunfiiqe Wohlfahrt der neuen Kolonie einge- setzt ha_t. _Von der erwahnten Toialsumme isi eine volle halbe Million hauptsachlich in Zuckerplantagen angelegt. DU" Rest verihkiii fich über Haus- und Brod- Eigenthum incl. der Zuckcrmühlcm die in vollem Schwunge find. Baumwolle enveiii fich bei den jetzigen Arbeitswer- hältniffen nicht als sehr lohnsnd, aber der Maisanbau für den Export nach Australien und Neuseeland 111 eine nußenbringxnde und rasch auf- blühendx Industrie, und Tabak verspricht neck) lohnsnder zu werdsn. Das Klima variirt dem Vernehmen nach zwischen 65 und 69 Graden F. im Schatten NaLhmiiiags, aber während dsr neun Monate des Jahres, in denen die Panaiwmde herrschen, ist eß-nicmais Überwäitigend heiß.

Landtags : Angelegenheiten.

Berlin, 8. A ril. Béi der heute unis; Leitung des Siadtraibs Haack vollzogenen Ergänzungswiihl im drittesn Berlinsr Land- iagSwablbezirk an Stelle des verstorbenen Gcbeimen chiemngs-Raii) Kerst wurden von 751 wahlberechtigien Wahluiännkrn 635 Stimmen abgegeben, und zwar 343 für 0011 Standésbeamien Knörke, 215 für den Stadtverordneten ])r. Zimmermann, 77 für den Redacteur Bürgers. Hr. Knörke ist demnach gewählt,

_ Am 2. d. M. starb 11! Dresden als Letzter ssines Geschlechts der früixere Landesäliesie der Oberlaufiß, Albrecht Graf v on LVLÖLU. Dnrck) Königliches Vertrauen war cr im JaHre 1855 ins Herrenhans

bsrufen worden. Statifiische Nachrichten.

Ueber den Stand der Sparkaiseu des Herzogthums Altenburg ist für das Jahr 1873 kürziich eine übexfichtlicbe Zu- sammenst-Uimg vsröffentiickyt ivorden, weicher, wir die sqlgenden An- gaben evinebmxn: Die Zahl dsr im J. 1873 imHerzogiyum vorhan- dkuen Sparkasien beirug 12, von denen fick) 10 in Städten und 2 in ländlichen Ort+chafien befinden. Die Zahl _der Einleger, Welck)? An- fang des Jahres 1873 29 226 betrug, ist bis zum Schlusse des Jabrcs 1873 auf 32,175 gkiiiegen, [)at 0110 um 2919 oder 10,09% zugenommen, während die Zunahme imJ.1872 nur 1595 oder 5,45% beira en hat. Das Guthaben iämmilicher Einleger bslief fick) am 31. * e 0111er 1872 auf 1,272,354 Thlr., am 31. Dezember1873 da- gsgen auf 1,584,419 Thlr., so das; 0110 im Laufe des Jahres 1873 ein Zugang von 312,065 Thlr. oder 25,53% stattgefunden hat; im J, 1872 War die Zunahme des Gnihabens dcr Einlx-gsr uur 161,879 Thlr. oder 14,6%“. Die Abstufung der anf ein Buch gemachiez Einlagen bozinert fick) dcigxstnlt, daß von den Ciniegsrn ein Guihabén 501100 von: 5 Ngr. bis 20 Thlr. 15,367 odkr 47,7 %, 20_50 Thlr. 7938 oder 24,7 %, 50_100 Thlr. 4666 oder 14,5 %, 100-200 Thlr. 2792 _oder 8,7 74, über 200 Thlr. 1412 oder 4,4 %, Das Aktivvcrmögen 1ämmtiicher Sparkassen am Schlusse des Jahres 1873 beziffert sich auf 1,673,611 Thlr., nämlich: baar 39,114 Thlr., in angelikHen-Zn Kapiialien 1,612,145 Thlr., Stückzinsen von letzteren 21,487 Thlr., Jny-entnrienstücke xc. 865 Thlr. Dasselbe ist gkgsn das Vorjahr um dsn Betrag von 326,963 Thlr. odcr 24,28% gestiegen. Die Passiva bezichen dnrchgängig in dem Das reineVermögen oder der Reservefonds ist Januar bis 31. Dezember 1873 um 6890 Thlr. oder Der Geichaftßumsaß sämmtlichsr Sparkassen war 1873: in Einnahme _721,122 Thlr., in Ausgabe 736,389 THW, überhaupt alio 1,457,511 Thlx. _ Ws ailgemeine Ergebnisse dex Sparkassenverwalfung stellt sich Folgendes Herans: ES betragt dec Flächéninbait des Herzogibums 24,00 gkographiÖckze Quadratmeilen, die Einwohnerzahl 142,122, io dai; also im urchschniit auf je L_ine Sparkasse 2,00 geogr. Qu.- Meilen und 118435 Einwvhusr cnifaklen. Die Zahl der Einleger betrug am 31. Dkzember 1873: 32,175. und der Gesammibetrag des Guthabens derselben 1,584,419 Thlr., so daß also im Durchschnitt auf jeden Einleger ein Guihabeu von 49,21 Thlr. kommi, während im Jahre 1872 dieser Durch1chniii nur 43,54 Thlr. b-étragen hai. Veriheilt „man die Zahl der Einleger auf die Einivohnerzaßi, so kommt aux 4,41 Einwohner ein Einleger (1872 kam ein solcher auf 4,36'Einwohnex). Von dem nachgewiesenen Guthaben entfällt durch- schnittlich auf [ZdiZU Emwvhner ein Betrag von 11,15 Thlr, während im Jahre 1872 dieser Durchschnitt fich nur auf 8,95 Thlr. berechnet.

_ Die „Nachrichten über Industrie, Handel an 1) Ver- kehr aus den: Siatrsitschxn Departement im K. K. ZandelS-Ministxrium' (Wien 1875, in „Kommission bsi Ferd.

ey-sr, Tuchlauben1ir.26) Y_Y_Band, 111. Heft, enthalten Mit- theilungen der K. und K, 0sterretch11ch-ungarischen KonsUlats-Behörden: Leipzig. (Yeahaltnisse des Handsls und der Industrie: im Königreiche Sachsen wahrend des Jahres 1873). _ Falmoutl). (Schiffahri und ;Handel im Jahre 1873). _ St. Petersburg. (Handels: und Schiff- ahrtherkehc im Jahre 1873). _ Barcelona., (Waarenverkebr von Spanien im Jahre 1873). __ Richmond, (WirthsÖaftliche.„Verhält- nisse des Staates Virginia im Jahr; 1874). _ Rio de Janeiro. (Schiffahrts- und HandelSverkehr im Jahre1873). _ Personah nachrichten. ' _

_ Dea Statistiken des „Bureau Veritas“ iiber dixScbiffs- unfälle im Februar zufolge verlor England in d'ixiem Monat 44 Se elschiffe und 12 Dampfer; Amerika 10 Segelschtxfe und einen Dampixr; Frankreich 10 Segelschiffe und 2 Dampfer; Jtaiien 10 Segelschi e; Deutschland 8, Oesterreich 6, Norwegen 6, Dane- mark 4, Swanien4, Griechenland 3, Niederlande 1, Ntcaragua15Ruß- lgnd ], Siam 1. Schweden 1 und die Türkei 1 Dampfer, wahrxnd em Dampfer und ein Segelschiff Schiffbruch litten, deren Nationalitat unbekannt isi. Im Ganzen gingen 111 Segelschiffe und 17 Dampfer Zu Grunde„ aber 12 der ersteren “und 5 der [esteren gelten nur als verloren, weil sie seit geraumer Zeit nichts von fich hören ließen.

Kunst , Wissenschaft und Literatur.

Aus den Sißuagen der historischen Vexeiue im Monat Februa r d. J. Verein für die Geschichte Berlins: Rektor

Vom 1.

Fiichex sprach iibex Graun, Rode, Rainier, jene drei gleichzeitigen imd einander innig befreundeten Koryphäen der Berliner Kunstwelt im vorigen Jahrhundert; Graun (+ 1759) durch seine Komposition der Paifions-Kantate „Der Tod Jesu“, Ramler (+ 1796) als Dichter, Rodß (+ 1794) 019 Maier rühmlicbst bekannt. Von Rode besißt Berlin 180 Gizmglde in Kirchen, Llustaitcn u. s. w. _ Major Ising sprach) u7er die in dem MobilmachungZplan des Kurfürst Albrecht AchiUes (1477) fur Berlin und die Mark erwähnten Arkeiey und den Troß. Nack) demselben wurde die von denÉussttcn benutzte Wagen- bizrg auch von, Albrecht Achilles in der alk augenzendct. Nach seiner Vorschrift find 1000 Wagen mit 2000 Pferden, zu jedem Wagen 10 Mann und feruer Schaufeln, Picken, Beile, Aexie, Leitern, Ketten und Seile mitzuführen. Von diesen Wagen wurden 400 nn Quadrat, neben einander auigssielit, je 100 in gerader Linie, an einander befestigt, mit Ketten verbunden, mit Bret- tern 20. geschutzt und so beim Angriffe veriheidigt. Die übrigen 600 Wagen standen im Innern der Wagsnburg und enibielieu 2111125, was das Heer bedurfte, so daß hierdurck) das eigentliche Lagxr erscßi war. Auf dem ').k-iarsche bCWLJTL fick) die Wagenkolonne ,4zkilig“ und lehnte sich" bei déi" Aufstellung gern an Seen, Flüsse u. s. 0). an. 50 Jaine water Wurd? dic Wagenburg sogar mit W011 und Grabsn versehen; nacb abxrmais 50 JaHren ist sie indeß aus dem berauch verschwunden. Die 7-8 Ausfallthorc der Wagenburg waren gut bewacht und konnten beim Angriffgeich10ssenwerden._ Malsr Schulz [0166 nach, daß di? angebliche Friedsnslinde in der Haienhaide kein Friedensvcium sil. _ Sekretär Fd. Meyer sprach über'eine alieBer- linxr Hausmarke vom Jahre 1541. Es ist dies ein einfacher Ziegel- stein, welchcr an dkr Hintérfwnt des Haui-H Scharmstr. 12 eingemau-zrt war. Auf dsuiixlben ist ein stehench K:.euz eingekcaßi, das auf jeder der oberen Halsien wieder ein kleinexes Kreuz zeigt und dessen hori- zontale Lim? durch zivei andere, 1chräg liegend? kleine Kreuze durchfchmiten ist. Unicn steht die Jahreszahl 1541, links und rechts nsben dcin Kreuze befinden sich die Buchstaben 11 und 13, den Namxn dJJ damaligen Besitzers (Hkinrich Brandenburg) bezeich- nend. Dic Sitte UWLkSr Vorfahren, ihr Haus mii ibri'm Namsnß- zeicheu, dex soz. Hausmarke, zn Nrfshsn, reicht iis in das 13. Jahr- 1)imdcri humax. Zur „Hausmaike“ gkbraucbic man das Kreuz, indi- vidiialifirte damelbe durch Striche, besondere Zeichen, Haudzeichnungen, und verial) dic Tbüre oder den Giebel ikincs Haniedgnit dkmielben, Erstjnach dein 30jährigen Kriege versah man die Häuikr mit anderen Abzeichcn (Baumsn, Rosen, Engeln u. s. w.) Eiw- 2. Vortrag Fd. Meyexs h'qndclie von Moses Mendklssbhn (+ 1786) und seiner Zsit. _ istori1che GeiZUschait in Berlin: Oberl. ])1'. Märkoi sprach Über die iiliiarrevoluiion, welche im Dezember 1825 bei Gelegenheit der Thronbesteigung des Kai1€rs Nikolaus 1. von Rußland ins Wsrk geseßt WurdE. _ Verein für die Gsichichte Poißdams: Prediger „Franke sprach über die Stiftungsurkunde und dieSiifinng des großen Militärwaiicnbauses in Potsdam. Nachdem König Friedrich WilhElm ]. am 22. Mai 1722 den Grundstein zudem Crsten, in Fachwsrkcrrtchieien beäuds gelkgt, wurde das Haus am 1. November1724 eröffnet. Die eigentliche Stiftungsurkunde datirt indyß erst 0001 24. Oktober 1734. Der jetzige Ban wurde unter König Friedrich 11, bis 1767 ausgeführt. Hieraui sprach ])!"- Selio Übe); die alisrthümlichcn Gegenstände (namentlich ein Schwert mit Inschrift und cine 0101011602 Deckelkanns), welcbe 010 14. und 16.-Oktober v.J. bei der Austiefung des neuen Havel-SMnahrtgrabenS gefunden Wordcn smd. _ AUKT- tiyumMeiellschaft Prussia zn Königsberg i. Pr.: GEL). Reg. Rath Hagen sieiite als „Erinnerungen an beiüvmte und bekannte Männer in Königsberg“ mündliche Mitsihsilungen iéinks Vatcrs neben vcrbürgte Traditionen und eigene Erlebnisse zusammen, um einen Zusaß zu den Biographien b Hiypels, Kants und Scheffnkrs zu machen. _ Histor. Sekt. dsr Schlefi1chen GeseÜichafi f. Vaters. Cultur zu Breslau: Direkt. 1)r„ Reimann gab in einem Vortrage eine Vorgeschichte der Hubsrtsburgcr Friedenskornmisfion. __Verein für schlesische Geschichte und Verein für das Muixnm schlkfiicher Alterihümcr in Breslau: Direki. Or. Rcimanngab, Minen frübErcn Vortragfvriisßend, eine GL- icbicine der HnberiHburger Fricdknsxinterbandlungen. Hierauf beschrieb Gel). Medizinal-Raii) Prof. 131“. Göppert den kleinen Urwaldrest auf dem Formberg bei Landeck und die ungleich groß- (111196an Uebsrreste der UrWalder des Böhmerwaldes auf den Be- fißunqcn der FÜTstLU Schwarzenberg und Windiickygräß, die, mii etwaiger Blusnahme des Urwaldes zu Vialowicze bsi Grodno in Lit- iimusn, sowie Einzelner einsamer Aipenibäler, als di? einzigkn in Europa noch vorhandenen Urwälder anzusehen find. Endlich ipcaxi) R1*kior ])1'. Luchs über die in_Schlefien gefundenen bemaiisn Grab- géfäßc aus hsidnischer Zcit, iowis übxr Aliarformcn des 16. Jah:- i)und€:ts. _ Magdeburgisäiey Geschichtswerein. Stadi- und Kreis- gerichts-Rath 1)r„ (Hohnstein Wrack) übkr das Cyriac. Svangsnberg „El)eipikgei“, eine Postiile des 16. Jabrbundsrts. astor Winter äußerte sich sodann über die in mehrfaZycr Hinsicht wi „iiJLn Magd?- bnrgér Scböffenartiikilé, welche nach Salze bin ergangsn find. Fkk- nxr wieI der erste Sciroiär bin aus Sieine, welchx: als R6chtsdenk- miilsr in friiv'cren Jahrhunderten dienten. „Blaue Steine" nannt? man mehrfach die Steine, w€lche „die_ Grenze _kiUSS gestiicbsn Gcrichisbezirkcs kennzkichnkien. _ Sackxsiich-ThüriugiiMr GcickyichS- und Altcrihuméverein zn 530116: Profesior ])r. Herßberg behandelte die koloniiatcriché Thätigkeii, w61che 006 Haus Hohcn- zollern von Kurfürst Friedrich Wilbcim an bis zum Tode des Königs Frisdrici) [[ entwickelt hat. War Pcsußcn-Vrnndcnburg in der Periode seit dem Westfälischen Frieden bis zur Salzburger_Einiva11dcrung vorzugSWeise der Staat dss Kontinents, wo viele Tauiende bedrückter Profestanieu neue Wohnstße fgnden, io ward namentlich durch König Friedrich 11. in koioffalem Umfange das System durchgeführt, übkrall, vor Allem unter den Deutschen in_ P0len und in dcm gesammtsn deutschen Reiche Kolonisten in Mas10 fur den preußiscbcn Staai,_ oft mit namlnxften Opfern, Zu werben; Westvreußen mit dem Neßdiiirikt in erster Linie, dann Schlesien, abs»: auch Brandenburg und das Herzog- thum Magdeburg sind mit solchen Ausländsrn, unter denen Mocklenburger und Württemberger die kompaktest0Mass€ bildeten, beießi Worden. Interessant ist die Gründung cinsr grisckiiftben (macsdonischen) Kolonie in Breslau durch König Frisdrich 11. _ Historischer Verein für Niedersachsen zu Hannovsr: Sindienraib_ Müller 5030 einen Vortrag Über die hcidniicben Feste“, bcionders uber solche, _die sich bei den Germanen an dén Wechsei dcr Jabrsszeiicn knüpsien. Von den Frühlingsfesten Wurde eingehendér der Miiiritt geschildert, 1012 er 7111) beispielswxise in der Stadt Hildssinim bis zum Jahre 1782 erhielt. Medizinal-Ratl) Hohn sprach über den Tanz und seine Außariungen, _ Verein für Geschichte und Alteiihumskunde zu Frankfurt a. M.: Instiz-Rath Vr. Euler und Profesior Dr. J. Bécker _becixhteten Über den jetzigen Stand dEr Streitfrage über den Oxt der Variani1chen Nixdor- lage. Es stehen fich jetzt zwei Ansichten gegenuber: 11D16Klosiermmer- Gieiericbe, welche die Nicderlage des Varus in das Lnnd dex Cherusker zwischen Weiér und OIUing seßsn und das Kaitxi] Aliso bci Elixir, wo die Alme sich in die Lippe ergicßi, suchen; 2) die Ansicht von (8110110001 Hamm, wonach die SteÜe ins Land der Bruckerer fiele, in die Nabe von Hamm, wo bei Beckum noch Spuren eines Lagers sich finden. Die beiden Frankfurter Gelehrten find der ersteren Meinung beige- treten, wonach also das Hermanns-Denkmal_ auf der Groicnburg zwischen Detmold und Lemgo an_ der richtigen Sielie steht. _ Königlich sächsischer Alterihiimsioerem in Dreßden: Geb. Rath 130 v. Weber sprach über Friederike Karoline Neuber. _ Historischer Verein zu Darmstadt: Bszirksgericbts-Ratb Vr, Y_ockenheimex sprach über das Unterrichtsivesen zu Mainz unier franzysiichex Herrsthafi. _ Das Aprilheft der Jahxbuckxer' fur die _Deutfcbe Armee und Marine, verantwvrtlißb redigirt vom Ma1or G. vyn Matzes, enthält: [. Leopolds !., Furften von Anhalt-Dessau, mili- tärische T äiigkeit im Kriege und Frieden. Von A. v. Crousaz, Major z. . 11. Studie über die Schlacht von VionviUe-Mars [11 Tour am 16. August 1870, nacb _der Dazstxuung des preußischen General awaerks. Von Frhr. v. Zoiler, Konmlich bayerischer Haupt- mann. 11. Lehren des Krieges. Von W. T. Sherman, Genexal der Vereinigten Staaten. Ueberseßt von Luetxen, Haup'tmann im Nebeuetat des Großen Generalstabes. 17. Cm Postskriptum'zur Geßler-Neminiöceuz. 7. Zur Verordnung uber die Ehrengxrichte der Offiziere im preußischen Heere vom 2. Mai 1874. 71 Die Be-

itrebangcn dcr Reßierung Sr. Majkstät des Kaisers Alexander 11, zur Hebung der Webrkrafi Rußlands. Von Krahmer, Hauptmann tt_n Großen Generalstabs, 1711. Verzxichniß der bedeuienderen Auf- iaßx aus anderen militärischen Zeitschriften (15. Februar bis 15. Marz 1875.)

_ D?!“ auf kommunalrechtlichem Gebiete bekannte Schrift- steller, Stadtrath Otte in Merseburg. giebt vom 1. Awrii d. I. ab 111 Carl Heymanns Verlag hierselbst eine Wochenichrift Heraus unter dem Titel: „Der Gémeindebeamie“. Wochenblatt für die Pkrwaltung deutschér Gemeinden. Organ für städtisch? und landltkhe Gemeinde; und Standesbeamts“. von welchem soeben die Xrobenummer er)chtenen iii. Tieselbe, 26 Bogsn im größten Quart- 0r_m0_t stgii, zenYnet fich durch die Reichhaltigkeii und Draftische Wichtigkeit i[)res_;iiii)a1tes aus. In einer iortlaufendcn wisssnicbait- lichen Beilage gisbt der Herausgeber aus der Praxis gciéböpfte B6- lehriing und Erf_ah_rungchn auf 15001 wicbrigen Fslde der durch die neue KreiÉ-ordnunJ voilig umgcsxaltcisn Kreis- und Gemeindeverwaliung. Der .Gememdebegmtc“ koxist Halbjäbrlich nur 10 Mark und kann durch aile Postanitalten und Buchhandlungkn bezogen wirdcn.

_ Dex bißhcrige Hüitdenmeizier bei dem Eisenwerke zu Grödiß Ledebur__11t zum Profeiior der Eiienhüiienkunde, mechanisch- meialiurgiichkn Technoirgic und Saiinenkunde an dsr Berg- akademre zu Freiberg ernannt Worden.

_ Jni VerlaJe 00:1 Adolph Wolf in Dresden 0xicheinr 6016 nene iÜustrirte ZettiÖrtit _„Der Iiionier“, k)."rausZS-geben von Will). Uhland, die in einfacher und bequemkr Wsise chermann Gßlßgenheit bietet, von den Fortschritten auf «11100 Gsbieten der W_rsicn1chait nndTechnik sich Kenntniß zu berichaiisn. Dabei gx- WUbri „dsr Pwmer“ durch 1_e_ine Erzählungen u. 1“. 0). eine angeneiimx' Unierbaliung. Der Preis Uf pro Quartal (13 Wochennummern; nur 1 Mark, _ in Heften 0. 30 Pi.

_ VM dsm voxtrefflichen Handbuch der öffsniiicben Gc- s ndbeit-prlsge und der (Heiderbskrankbeiten bon Dr. A'. GSigck, [)k- L- Hirt und Dr. G. Msrkel (Lkipzig, Vsrlag Von J. E. W; Vogel), dein 1. Bande des „Handbuchs dsr speziellen Pathologie und Therapie“ ließt, nachdcm die starke 1. Auflage seit Jahresfrist vergriffen gyweicn, nunmshr eine 2. Anil ag e wor. Dasiélbe ist ein unenibkbriickyes Handbnch für praktisch? Vierxtc, Bchör- den, Jndustriella, Landwiribc, Naiionalökbnomsn, (HEWSrkschaften, Sckiulbvrstände, BibiioihskM und in belehrendkr gemeinberständlicber Form gsichriebsn.

_ Das bei Duncker U.HU111[*161 in Lsipzig ericheinsude .Rechiölexikon“, cine Encyklopädie der RechtZwiiisw schaft in alphabetischcr Bearbéiiung, welch? unter Mitwirkung be- deutendkr Recht§gelehrier Win Prof. Franz von Holßendorff [Maus- Jegeben wird, ist in dsr zweiten Auflagé bis zu dkm ?[rtiksi „Poli- iiich0 VIrbicchen“ vvrgerückt. Die vorlisgend-xn Dovpsllicferungen 12, 13 und 13, 14 gst in zahlreicbén Erweiterungen und Ierbxise- rungen wikderum von der sorgfältigen Durchsicht Zcugniß, WL1chL diesein vorirefflicHen juristischén Raibgeber zu Tlieil JSWOWLU ist.

_ DexKongreß der ÖsterreichischenV01k6wirt[)e nahm in isinsr gkitrigkn Sißung_die ickxutzzöllneriiché Rksbluiion an, bciréf- fknd die Kündigung dsr bsitebanden HandciÖvsrträge und di? (Tiniüb- rung 8111613 AULIiLiÖZOÜLS von 10 bis 20 Proxsni dss Wértbes dei“ Wnaren. Ueber die Bankfragc__fand einc Abstimmung nicht statt, Der n-kue Ausschuß des Kongreiies ist im Wage dks Kompromissks zur Hälfte aus Frsihändisrn und zur Häliia aus Schnßzölinern

gebildst. Land- und Forstwirtbséhast.

Mit Bezußnahme aiif unsere Mittheilung iiber die Verwüstung des Erbicnkäsers _ 80101105 0151 11. _ gsht uns folgende Er- klärung zu, die (1115 praktischer Erfahrung resultiri.

Die Jelderbie _ 1315010 53010010 _ mit ihren zahlreichen Ab- arten, für welche fast Eins iéde Kkiiiurzonk in Unisrm Vaierinnds eine groß? Anzabi iokaiisirte Formen im Anban bciißt, wird i6it mehr als zwei Jahrlymidsrien vom sogenannten „B-Zfaiisn“ b6g1eitei, das unisr Umständen den (Ertrag der Felder auf L_in Minimnm redu- ziri, Die in nenercr Zeit durch die landwirtbickoaitliche Literatur gehönden Mitihcilungen übsr die „_Erbisnmüdigkeii" dss VodLns stehen hiermit in Verbindung. Das iogknannie Befalion der Erbsen hat indésscn mit dem Auftreten dss Erbiknkäfers nichts gemein, indkin diesss fick) als ein_Schiminelpiiz _ 131")'§1[)116 000003015 far,.

„1eg0mi0050r0m _ erweist, der in der Regel Turck) Wittsrnngsver-

hältnisse, Erkältung dsx Pfianzcn in dsr Btiiiße, lysrbeigefiibri wird und nur durch Ausiaat früher Sorten und durch bis Rcihensaai vsrmiedkn wsrden kann, Dagxgkn hat es mir dsr Ecbssninadc «in anderes Bewundtniß. Zunäch1t kommt "hii'rbci der gssirciirc Erbim- käfer _ 811003. 1106013 _ in Betracht. Dörie1b6 richieib6iixbck:00m Wetiér die Bxäiicr dEr Erbicn im Juni 30 Grunde,

Ter 91601010? Erbisnkäier _ 131001105 0151 - 1,“ij meiir ass. ÖM- déri 2501)an bLkaniii. iriit 0er bci 10: 771800 dsr „“Zum-30 ani und ist insofern für dic Ernta bkrdsrbiicb, 316 bis von ibm bCrCZTZ in den Erbsenbläiiyen abgcioßicn Eier in dsn SÖOTLU znr E07wick:1nng gelangen, die nur als Made in dcn rsiisn Körnsrn ibr 2732120 treiben. _

Der grün? Erbicnkäfcr _ 130101105 J1111131'1115 _ treibi in DSL reifen Ernte vollständig dieieibe Arbeit. _

Indessen wird nach dsn vorliegendsn Ersahrungén die voilx C-nie durch diese Arbeit zwar wsssniiich bcsinirächtigi, allein die Keimkrafi der Samsn wird dadurch durchaus nicht gestört, Weil sich die ganze Gesellschaft bon dem so_genanntxn Erbienmebi _ 50.200110 _ ernäbrt und den KLim unvericbrt läßt, weshalb au_ch die zur Aussaat bestimmten und Von der Made bßarbciteten Erbisn dennoch eine gute Ernte geben, vor_ausgeießt, daß der Beiden zur Aussaat eine wirihschaftlici) zweckmäßige Vorbereitung erfahrén hat. Das; absr ein fehlerfreios Saatgut dcn Vorzug bcidisnt, liegt aufder Hand. _ Ist man indessen in der Lage, nnxiolcbe Erbsen zur Au?)- in-:! 311 vcrwenden, die Von dem Erbsenkaser angefrsßen sind, 10 södtéi das Darren derselben bei einer Tsmpcraiur von + 40o N. die ganze Gesellschaft, 0506 den Kcim zu verleßcn. _ , _ _

Ucbrigxns sei hier neck) hervorgehoben, dai; dre fruhe Ausiaat der Erbse in Reihen, bei einer visrjcihrigen Traxßt und Vsrwxndung von ztvci Jahr alter Saat nicht bloß die Ertrage erhöhet, iondern auch bei FMktcr Entfkrnung der Reihen, in Bezug auf Aus- geglicbenheit dcr Saat_und Gesundheit der Ernte, insbesonders 0er das Auftreten der Erbienmade gänzlich verhutéi. _ ,

Diese Reilienausiaat kann sich aber_nicht_wie_bci _andercn Jrüchten einer Samenersparniß rühmen. Sie 111Uß_aus _2161811, Vor- zug Vollständig Vsrziébt leisten, indem der Erbse, 1o__ kraftiq 06 Ich auch zu entwickeln vermag, das Vermögen der Besiockimg fehii, “'Sie treibt steis nur einen Stengel und verastelt fick) dicier auci)_1e nach dem Maße seiner Vegetationskraft in Verschiedenkm Grade, 10„_fi_ndet doch in den I;; Meter entfernten Zw1ichenräumen _auck) die krasiigfie Ausbildung den hinlänglichsten Raum, wwdnrci) also vor alien Dingen ein dichter Stand der Pfianze iu der_Rsibe hergesteüt Werdcn kaun. Hiermit hängt gleichzeitig die sofwunichqensWertbe Beschattung Y_er Ackerfläche in dcr spateren Vegetatwnöpcriodz zniaminen. Das x_ur einen Morgen erforderliche Saatquantum betragt Cllca 1 Schenki 6 Me en.

Fer sogenannte schwarze Crbsen- Hornkäser _ _Yth-omyaa nigrjcornjs -- lsbt auf den Blattern dxr gxauen preußiichen Erbse und fehlt den dieffeiis gebauten Sorten ganzlich.

Getßerbe und Handel.

Der Gefchäftöbericht__der Berliner Handelsgeseilschaft gedenkt Eingangs der m1ß1ichen Vcrbaliniffe auf dem Gebiete des Handels und dcr „Industrie. Das Kapital wandte sick) fast aus- schließlich den gesicherten Anlag_en zu und gesiattete diese Strömung dem Institut an neuen Emiisionen die Prioritätsobligationen der Ostpreußischcn _Südbahn [L_]. Serie, die Obligationen der Losowo- Sewastopol Eiiznbahngeselljciyaft, der Braunichweiger Eisenbahn- gefellfckzaft, sowie die Pfandbriefe 1110. der Deutschen Gxundkredit-