1899 / 186 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 09 Aug 1899 18:00:01 GMT) scan diff

ber Jakub. der 1. Wkde-Inf. 438.4»? v..") 7 61-14.“ Zävtmnrz

vom ]. Bat. Inf.!)kegtS. PrinzMoriv von An'“ 511-921: cm" *5.pomm.) Nr. 42, auf seinen Anjrag zum 1. August 1899 mit en on in den Rubestand verseizt. ,

27. Juli. Drews, Roßxrzt vom Drag. Regt. von Bredow (ksbelem Nr. 4, auf seinen Antrag mit Pension in den Ruhestand vere .

« ZZ. Juli. Rathmann, belrnktr. vom Füs. Bat. Köaigin Elisabétb Garde-G:en. ng18. Nr. 3, auf seinen Antrag zum 1. August 1899 mit Pension in den Ruhestand versxßi. _

31. Juli. Zwanziger (Oskar), Jutsnd. Sekretar. bon der Jnt-knd. dkr ]. Garde-Jnf. Div., zu der Jxetend. der militariichen Institute, Müller (Friedrich), Intend. Sskreiär von der Jnteyd. der m(litäüilben In titute, zu der Intsnd. der 1. Garde-Jni. Div., + Ver Wr.

2. Augiust. G-erert, Kadach, Jntend. Bateau-Diätarirn von der Jutend. des 2117. Nrmee-Korps bezw. Gards-Korps, zu Intend. Sxkketärcn ernannt.

Kaiserliche Schutztruppen.

Kiel, an Bord S. M. Aachi „Hobunzollern:,2211161111. Richter. Obkrlt. in der Schußtruvve iür Deutsch - Ostafrika, untex Beförderung zum H.:uptrn., voxiäufia obne Patent, zum Komi). (Ebel ernannt. Frhr. v. Reißeniicin, Lc. in dxrselben Scksußiruppe, zum Obe:lt, vorläiifiz obne: Patent, bäfördert.

Yiciitamlliches. Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 9. August.

Seine Majestät der Kaiser und König habM, mie „W. T. B.“ meldet, am 6. August, dem Tage der „Schlacht von W510), einen Kranz am Sarkopbgge Scincx M01911ätdk§3 bochsch1igen Kaisers Fiieorick) im Mauxolenm bei dcr Friedsns- kirche zu Potsdam niederlegen laffcn.

Die Nr.8 der „Amtlichen Nachrixhtan dcs inckW- VersicherungSamts“ vom 1. 21111111 1899 enthalt an erster Stelle: ein NamenSverzeichmciz der Mitglieder des Amts.

Aus dem Gebiete der Unfallversichcrung werdcn veröffentlicht: Rcvidierte Unfallverhütungsvoxfchriftcn der Norddcutschen Edel- und Unedelmctaämmistrtx-Berufs- gknoffcnschafi, denen die erbetene Gcnthigung crthcilt wordcn ist, sowie folgende Rekurs-Cntscheidungen: _

Die Haltung von Vieh zur Nußgsminnung _von Miich und Ficiscb, insbesondere auch die Haltung vqn Rind: véci), ist regelmäßig, sofern von dem Bcsißcr, auch eine Nicht ganz unerhebliche Bodenbcwirtlschafiun "betrieben Wird, als 1andwirthschaftlichc Betriebst atigkeit anzuschcn (176613)

Dr Betrisb eines Unternehmers, der 2 Parzellen Pachiland in der Größe von 11/4 und 11/g Morgen bcwirtbschafteic, daranf Feldfrüchte gewann, aus deren Verkauf ein Erlös von 200 916 erzielt wurde, und zum chxke der Vcräußerung Bäume, Sträucher und Wilden Wein zog, ist als Handelogäriuerci angcsshcri morben. Der Betrieb einer )olchcn umfaßt dabei nicht nur die Beiyirtk): schaftung dcr eigenen Ländereien des UnternehMrs; er crjirccki sich vielmehr zugleich auch „im Nebonbotricb aiif die gcwsrbs: mäßige Instand aliung von Gärten anderer Perwnen, 11111) dcs- balb ist auch ic der Herrichtung dieser (Härten'dienende Thätigkeit des Handelsgcirtncrs oder seiner Arbeiter dem landwiribschaftlichen Betriebe dos Handcngärtners zuziirechncn 1767).

( Die von einer Stadtgemeinde auf einem von ihr bewixtl): * schaftetcn Riesolgute ausgeführten Drainagcarbciten smd nach der bcsondcrcn Lage des Einzslfalls nicht mehr ale; nach § 1 Ybsaß 4 des Bau-UnfallversichcrumgsZescßes vcrfrcbcrtc landwirtbfchaftlichc Bodenkulturar eiten angesehen worden, indem angenommen wurde, daß die Drainanlagc in der Hauptsache nur eine ForiscßunY der der chscbaffung der Abwässer diencndcn Kanalisation cr Stadt gcmescn sei und dcm68Wir151chaftsbetriebe des Gutes nur ncbenher gedient habe 17 ).

( Der Enischädigung§anspriich eines früheren Hirten, dcr einen Unfail erlitten batte, aks er von einem landwirthsckwst: lichen Unternehmer ab 85011 worden wm, um bei einer er- kranktcn Kuh Heil ilfe zu leisten, ist ankrkannt worden; seine nach der Auskunft der unteren Vcrwnltunqs- behörde zwar bei Landleuicn außergewöhnliche, immerhin ab:r wegen d-xs Mangels jeder höthLU ibicrärztlicben Vorbildung naiurgcmäß rng begrenzte Sachkunde, die Unrcgclmäßigkcit und gcringc Häufigkeit ihrer Verwerthung, das gmingiigiqe dabei empfangene Eni elt und endiicb me allgemeine miri!)- schaftliche Lage des K ägcrs rechtfertigtcn die Annahme, daß er auch bei Hilfeleistungen der fraglichen Art ein von dem Auftraggeber beschäftigter + sachkundiger + Arbeiter im Sinne des § 1 Absaiz 1 des landwirtbschastlichcn Unfall- verfichcrungsgescßes, mcht ein selbständiger „GrivIrbctrcibcudcr gewesen ist (1769).

Die Gültigkeit der Zustellung cines Schiedö-

Berichtßurtheils für die Sektion eincr landwirthschaftlichcn

erufs eiiosscnschast durch Aushändigunq an den nicht mit Postvo macht, aber mit aqumciner Vollmacht zur Empfang- nahme von ufteilungen vchehenen Kreisbotcn ist anerkannt worden (177 ).

In dem „nicht'amtlichen Theile find u. 6. zwei Ober: gutachten veroffentlicht; das erste von dem Professor Dr. von Yramann in Halle, Direktor der Königlichen chirurgixchen Univerfitäis-Klinik, behandelt die Frage des ursächlichen Zusammenhanßes zwischen der Betriebstha'tigkcit (Heben schwerer Bor steine) und einem tödtlich verlaufenen Darmdurchbruck), veranlaßt durch eincn Gallen: und emen Kothstein; das zweit? ist von dem

ro(cssor 1)1'. Neuvers in Berlin, ärztlichem Direktor am städti chen Krankenhause Moabit, erstattet und bkhandelt einen Fall doppelseitiger eitrigxr Brustfcllentzündung und eifriger Bau fellentzunxiung, wobei die leßtere Ekkrankung sowohl a.s die ursprungliche, wie auch als die

_ tobtbringende angesehen und in ursächlichen Zusammenhang

*) Die neben den einzélnen Entschkidungcn' ftebendcn ein- keklammerten Zahlen geben die Ziffer an, untsr der drei: in den „Amt- ichen Nachrichten“ veröffentlicht sind.

?init einem Utifall

gegen den Unterteib gebracht worden ist.

Aus dem Gebiet der Invaliditäts- und AxterSverficherung PÉrdFichtfolgende Revisions - Entscheidungen ver- 0 en 1 ; *

Ein Werkstatfschlosser einer Privalbahn, der bei Verstaatlichung des Unternehmens in derselben Stellung in den preußischen Staatsdienst über etretcn war und Anspru'ck) auf ein vom Staat ewährleithcS Ruhegehalt bat, lst Arbeiter und nicht Étaatsbeamter und daher ver- sicherngSpflichtig (751).

bcnso ist eine von , ' verwaltun beschäftigte Schrankenwärterin ,iqlch't als Beamtin, ?ondern als verfichcrun Spflichtigc Arbeiterin an- aeschen worden. Diese Eigenschat Wird auch durch 0811 Um- stand nicht auSgcschlosscn, daß die Klägerin als Wittwe eines früheren Bahnwärters ein Wittwcngeld bezog (752).

- Eine auf Grund des Haftpflichtgeseßes vom 7. Juni 1871 (Reichchseßblatt Seite 207) von dc'm Fiskus als Eiscbbahnuntcriiebmer gewährte Entschädigun ist weder eine Unfallrente im Sinne des § 34 Ziffer2 1318 1156115116116: und Altersvcrsicherungsgeseßks, noch einc: Perifion oder ein Warto- geld im Sinne der Ziffer 2 daselbst Und begründet deshalb nicht das Ruhen der Rente (753).

Das (Gleiche giit von einer aus der Pensionskasse der Arbkiter eincs staatlichon Betricbcs gewährten laufenden Unterstüßung, wenn der Staat zwax dem Jaffexivcrmögetz gls solchem einem gewissen Betrag zufubit, fur die Verbindlich- keiten dcr Kasse aber nicht haftct (755). " "

Dagegen stkllt eine Rente axis dcr Uniersiixßungskaffe fur die Wcrkstättcnarbsiter cincr (rübech Privateiwnbatm, deren Vcrbindlicbksitcn 1161 Verstaatlichung dcs Unternebinetis_ vom Staat Übernommen sind, eine Pension im Sinne des § 34 Zifför 2 d.*s Invuliditäts- und Alichvzzrsixixrqngsgese (6 dar, sodaß die geseßlicbe Rknte ruht, soweit sie Mit dem Betrag von 415 816 iiberstrigt. Der Vorsjanx) de'r Ver- sicherungSanstali kann das Ruben 521“ R6516 fur die PLY- gangenhsii 1111111 501171, wenn die Rente bkretis rechtskrafttg fcstgcseßt war, in eincm neuen Bkschcids aussprcchen (754).

Auch das dcr Wiiiwe cines preußischen Staatsbeamtm _acwäbrte Wittwcngclo ist eins Pension im Sinne der gcdaxhten Bestimmung, weil dadurch ein? der durch das Inbalimtäxes: und 911tkréversichekungMcseß ge1chaffcnen gleichw-crthigc Fur: sorge gemährlsistet ist (756). ' ' '

Ein Fleckcnkassicrer in Schlszig-Holstem ist (ux mcht vcrsichcrung§pflichtiq erklärt, weil ibm als lebenslänglich an- gestoilten (Hkmcinbcbchicii nach 78 in Vexbinduna m11 d'en §§ 95, 94 der Städteordmmg Ür die Provinz Schlc-Zimg: Holstcin vom 14.211351 1869 mangels besondercr abweichender Vereinbarung cin Auspruci) auf Nuhkgcbali zustand (757).

Der i)iesigc„Voisibaftcr der Vsrcinigten Staaicn von Amerika Anbrkw D. Whiic ist Nack) Bccndi-Miia der inter- nationaicn Friedenskonfe'rcuz im Haag nack) Teatschland zmückgckehrt uud hat die Geschäfte der Botschaft Wieder iibcrnommen.

Der ObeßRcckzxnn skmnmcr-Direktor, Wirkliche Gchsime ObM-Regicrungöraib »(Hmidt ist von seiner UrlaubSreise nach Poisvam zurückgakrhrt.

Tor Vräsidcni dEr Köniqlichcn NWDMMJ der Künste; (536- 5611110 chicrUngsrcixiz H. Ende ist 5511 Bcrliii nack) TONY abgereist.

Scinc Kaiserliche 11110 Kiiniglickzc sowic Ihre Königlichcii Hobettcn 0,16 k1ch und Adalbert smd 581116 fkuh

Caisel, 9.2111gust. Zohcii dcr Kronprin?) 5 rinzen Eitel:Frii' nach 5151611 abgereist.

Sachseu-Meiningen.

Seine Hoheit 591“ H crzog be'gicbt sicb, wis aus Mciningcn gemeldct mird, 511119 nac!) Englarid zii längerem AUfMjint in eincm dortigen Sccbadc.

Oesterreickx-Ungarm

In Wien vcxsammeltcn sick) gcstcrn infolge einer Ein- ladung der Wiener ZuckerbäckcrÖZenoffensckzaft Vcrtrcier öster- reichischer Ziickcrbäckcr:(Gcrioffciisck)aficn, darunter Delrgirtcz aus Prag, (8163 und Brünn, bcths Fortscßnng der Aktion gegen die Erhöbnng der Znckcrstcucr. Dic Versamm- lung beschloß, wic „W. T. T.“ meldet, das Abgcordnctenhaus in einer Resolution aufzufordern, der auf Grund 518 § 14 dcr Vékfi'iffUUg verfügxen Erhöhung der Zuckerstcuer die Gcnchmigung zu versagin.

Großbritannien und Irland.

. In der gestrigen Sißuna dcs Untcrl auses verbreitete sick) dcr Staatsscfrc'tär für Inwicn Lord amil'ion bei _der Bcratbung dcs 2111599113 Ostindiex.s iiber die wrrtbschaftlick)? Lage in bieskm Lande.

Dcr Staatssekrelär bob, nach 'Am Bericht des „W. T. B.“, hctbor, wie schnell Ostindisn fich von dcn Fo1gczi der Hun erßnoxb erbost habe, was die Behauptung, daß die bniiiche'ch-F ast fur Jndisn nicht gut sei, vöUig widxrlcge. Das [este Fmanzxabxbabe den arößtkn Ueberschuß Z!()cszeigi, seit das Land sick) i_mter briitscbcr Hcrrstbait befinde. Dkk (“![qu des [Wien Jahres ist vom Stand- punkt ker Finanzyn, der (Gewerbe und 5.8 Handels weit befriedixxender, als selbst die Optimistkn erwartet bättcn; irenn dre nachsten Jahre normalc-s Wetter bräÖtrn, würde riePeriobe außeroxdenilichen Woblstanb-s fortdauein. Besorgnis; Veruriacbe nur die sebr bobs Zunabmeziffer drr Bevölkerung, bkionders d("k' niedercn Kl.? en. Die einzige mögliche Löiung dieser Schwierigkeit liege in der Er ch1ießung des Landes durch Eisenbahnen, de: Vornahme von Be- wäfferungcn und der Crmuibipung 11031 Prkvaiunirmckmungen zur Enkwickeiung der ungebobenen Hilfkqae_116n des Landes, namentlich der Hc-bm-g ssiner MincrmixaßL. Auch soütc die Regikruna das britische Kapital ermutbigen, bi; versébiedenen Formen der einheimischon Industrien in Indien fortzubtlden, uni) den Unterricht nach dir technischen Seite bm veiponommnen. Die be- vorstehende Abnahme des Monsuns dürfte einigen Notbstand hervor- rufen, doch sei die Bekämpsfung dcr Hungersnot!) gut organiiert. Eine Herabseßung der Steuern einicht beabsichjiat, unter gnberem des (115, weil der Regierung damn qcleqen sei, mit Rucksicht aur die Währungs- reform eine möglichst Jarka finanzielle Stellungzn haben. Was die künftige Eniwickelunq ndiens, namentlich im Hinblick auf etwaige Wünsche, dort zur Anlage britischen Kapital!) zu ermmbigen, betreffe,

.

Schlag" vom" Treibriemén“ * ckan Maschiiie- “'s-Z _ ßéke e““-

der preußiscßen StaaiSeisenbahn-“

iihcgcbait dcn-

YFM „wirksakieren Zemeinsamenx' äbrunÉ. Die Regierung emübt haben, die oldwäbrung dort einzuführen,

sicb nicht überzeugt hätte, daß dies für Indien

in Indien eine Bank nach dem Muier der Bank von EnglandFFdae:

der Bank von Frankreich errichtet werden könne, würde ' damit eine mächLiqe Untersiüßung erhalten bei ELFYYZMYW WunicbeY, die ,Goldwäbrung dort dur zuführen. Die Regjen?“ k(zeab 1111171ng alle:, 115113124 in iner MacbtR tfebe, zu ibun, um die „:'(? er 1611118 er unzcn egonnene eorm o 11"

zu Ende zu_fübren. ' f schne als Möglich

Frankreich.

Der Kriegs-Minister bat,_wie Pariser Blätter Mklden angeordnet, daß infolge der M einzelnen DepartemW“ herrschenden Maul: und Klauenseuche die anöver ver: schicd€ner Armce-Korps voUständig oder theilweise qufall-n

Der in St. Petersburg wcilende Minister des Muße). Delcasfé hat, dem „W. TTV.“ zufolge, Linen KorrespondentÜ dcs „Temps“ ermächtigt, die Gerüchte zu dementiermt, der zufolge seine Reise nach Rußland mit aktuellen FMM, „( inneren Politik Frankreichs znsammcnhän LU soUte. Delcasx habe ferner erklärt, die Beziehungen zwi?

gewesen als jest. .

Zur Frage der weiteren Zahlung der ZUÜk-Ausfuhr prämien veröffentlicht die Agence Havas“ ioigende Noie Einige Blätter haben ntiigctbeiü, daß die Höhe der ZUKewrämj. im nächsten Ministerrath fostgeslcllt werden solle, und glaub behauptenzw kömien,daß die Prämien wieder auf die volle imGes vorgesehene Höhe gebracht werde::sollen. Man hat ioaargesag, daß der Kabinetschcf dcs Finanz-Ministers „eine Erklärun „„ dissem Sinne abgegcbsn babe. Bcide Mitthkilungcn ?an unzutreffend. Die Berechnungen, auf ÖLULU sicb die F6)?- stkllungen der Prämien für die Campagnk 1899/1900 gründen sind von der Gknerai:Direktion der indirekten Steuerung“ nicht beendet worden. Der Finanz-Minister 561 also keine genaue Auskunft in dieser Hinsicht eben können.

Aus Rennes wird dem „W. „4. B.“ berichtet, daß1“, estrige geheime Sißung ch Kriegsgerichts von 61/21; Früh bis gegen Mittag gedauert Habe. Ten einzigen (8291 stand der Sißiing habe die Voricgmx und Erklärung» (86[)eimaktenstiich4 durch den (General C amoin gebildet. (»; Zwischcnfall habe sich nicht ereignet.

Spanien.

Der General T oral ist in dem Prozeß wegkn Ueko gabe der Stadt Santiago de Cuba an die Vereinigten SWW von Amerika von dem Obersten KriegSgericht freigesprockp und aus der Haft entlassen wo;den.

Jn Castellon zoxzcn gestern, wie „W. T. 2 .“ bcrichtei, Trupps von chubli anern vor das Gefängnis; unovw langtcn, daß die infolgc der Vorfälle am 11:15th Sonntag ZUHUfiicrtcii in Frciixcit gcscßt wiirden. Dic Gcfängnißwaie gab bei ibrem Herannabcn Schreckscbiiffe ab. Doch 11111: noch Militär re'quiricrt wsrdcn, welches die Txupps zeistriuu

Belgien.

Jil der gestrigen Sitzung der Repräsentantenkammer verlas der Präsident des nencn Kabinets deSmrt 5992-1111“ eine knre Erklärung, welche 1166) ciner McMmgi „W. T, .“ aus Brüssel Folgcnbes besagic: Dic “11191611 branche iiir Programm nicht zu entwickeln. (31.111618 nach dcnsclben ermdsäch [)unicln, wclche 111111- [)erigon ngicrungcn dcr Rschicn gcleitct Hätten. Siehaii (.I fick) aber zur Aufgabe gemacht, sofort die FraFkk Wablreform zu lösm. Das Kabinet glaube eine 10111 019161,“ Frage in dcr Ein(ük)rung dcr vollständiqcn pl? portionalcn Vertretun gs imdcn zu habkn, und 101 Ansicht werde dur die fast einstimmigen 11111 Uebungen dcr politischkn Vereine und dar Presse 1111161111 Der Umstand, das; einem General das PortefeuiUc bis 1171)! übxrii'agen worden, sei koinoswcgs in dem Sinne 017 fasscn, daß die militärische Frage gelöst sei; es (0111114 durch nur die Sorgfalt bxkunvct werdcn, dic mcm drr 59151 organis 1111011 cntgcgcnbringe. + Tor bisherige Miinistcz'zPranU Vandcnpecrcvoom billigte disse Exkiäi'img und 111131211151 daß die Mitglieder d(SskÜÜéskU Ministeriums das jeyigx 11111; 111113011 würden. Nach langer Debatte über die mmistrnki Eikiärimg bemerkte der Sozialist VanderVerle', cr WF nicht für die vsrhältnißmc'ißigs Vcrirctmxg strmnWZ, brachte eine Tachordming ein, welche besagte: „11; Kammsr bsdauert, daß die Regierung die' .VeWsprccb11111111dé Ministers Libacrt bczüglici) der Arbeiterpkufioncn nicbt 911111, hat.“ Der Minister-Präsidcnt bekämpfte 0161654111211“- ordnung. Der katholische Dcputirtc de Landöhcerebka fragte den Ueberganxl HUr einfachen Tagesordnung, MW mit 68 gegen 19 Stimmen beschlossen wurde. meciiclm Verlauf der Sißung beantragte Vanderbcldc 5162111112111) cincs Gcscßentwurfs, betreffend die Revision des Aki 4“ Verfassung.

Serbien.

Die Skupscbiina ist, nach einer Meldung 504 „WK aus Belgrad, auf den 19. o. M. zu cmer außsroxch e- Session einbcrufcn wordcn. Vor ihrem Zusammcnirtit 511191“ fick) der König Alexander und dir Konig ' nach Risch.

Amerika. 12

Das argentinische Geschwader mit dem WWW der Republik Argentinien, General Roca 411 BW 1110“ „W.T. B.“ zufolge, gestern in Rio de Janeiro 911101 11-*“* Die Bevölkerung bereitete dcm Präfibc-nten eincn hex) EMPiMI- Di? ihm zu Ehren in AUSslcht genommene lichkeiten soUcn länger als eine W0chL dauern.

Von Madagaskar it, dem W. T. B.“ szOlge/lmeo dic Nachricht eingetro cn, da auf der In)? 'ungs Comoro Unruhen ausgebrochen seien. Von Mai ein Aviso dorthin entsandt worden. , emei'

Aus Kapstadt wird dem „Reuterschsn Bureau gan , einer Depesche aus Pretoria “(ufolge nehm? man Vor/i' der VolkSraad der Südafrikamchen Republik denlehnt . der Einscßung einer gemischten Kommisslon„ abge 11661 das; er aber andere freundschaftlich? Por chlaFe deJrZeftätig Regierung wohl anne men werdx. me unit ck? 1“ e .. der Ablehnung der Emseßung einer Komm1sston 199 nicht vor.

Weg als die "Cina ““ * würdef MW“ 711". wenn ((

sei. Sie werde aUes aufbieten, um die Vorschläge des Äxjvhrriäßß

* ausschusses in der von diesem angere ten Wcise durchzuführen.

, . ck)?" Frankreich U;. Rußland seien 1112111018 enger, berzlicher und vertrauensvolle

e*c'a'e'mu; akk “BonsW't-nhafe. * *-

,Die Arbeitslöébne und- Arbeitsseistun*aen beim Bergbau

Preußens im Jahre 1898.,

(:ck) den Ergebniffen der vierteljäb'rlixb für die hauptsächlichsien Bergsbkaubexirke Preußens anßestellten amtlichenfEcbebungen über die beim Bergbau gezab ten Ar eitslöbne und erzielten Arbeitsleistungen war die mittlere Zahl der beschäftigten Arbeiter + einschließlich der zeitweilig wegxn Krankheit oder aus axideren Ursachen feiernden, aber ausschließlich der Beamtkn und sonstigen damrnb zur Aussicht Ver- mendrien Per onen (Au seber, Oberbauer, Fabrbauer 2c.) + "im Jahre 1898 fo gende (in laxnmxrn sei die Angabe der Zu- bezw. Ab- nahme sei! dem Vorjahre beigefugt):

211619 (+ 11 775) untcxixdisch beschäftigte eiaknilicbe ergarbciter, 75 223 (+ 5 371) i_onsti e unterirdisch beschäftigte Arbeiter, 8390711" 3629) uber age beschäftigte Arbeiter, aubschließlich

,_ ier jugendlichen und weiblichen, 11283 (+ 192) jugenbiiche männliche? Arbeiter unter 16 Jahren, 5289 (+ 1(0) weiblcche Arbeiier, insgesammt

._.-"*“"- 1- ' t -

387 321 (+ 21667) Arbeiter, beten reines Jabreéemkommen im Ganzen 391 183 585 „44 (38 619 274 «M mehr als im Vorjahre, 81090269 „47. mebr 915 1. J. 1896 11115110 098 254 „6 mehr als ( R. 1895) betrug, 1). 1. pro Kopf sämmtlicber Arbeiter (einschließlich de"jagendlichen und d& Weiblichen) durcbschniiilicb 1010 „84, gegen 954 „76 im Vorjabre, 900 «14 i. J. 1896, 848 ..ck 1. J. 1895 und 838 «14 i. J. 1894.

Von der sich nach dkn lekgscbgftslisten ergebenden Gesammtzahl enjfi-xlgn im Jahre 1898 Arbeiter unt nebenstehendem durchschnittlicben jährlichen Reincinkommm ' (d. b. nach Abzug aUec Nebenkosten) in Mark Netto-Lohn 1898 (geg. 1897

bezw. 1896 , mebr) Sikinkoblenbergb.in Oberscbksien 58 80.3 (+ 2 427) 771 (50 bz. 74) StsinkbblcnberngJciederschiesicn19 522 (+ 676) 812 (25 55) Braunkohlenbergbau( drs 27 151 (+ 1 264) 832 (27 59)

auf den Arbeiter

Kurferscbieferbergbaii Ob.-B.-A.- 13 307 (+ 48) 926 (35 84) Steinsalzbergbau Bez. Halle 4385 (+ 400) 1090( 3 35) fkaxtl. Erzbergb. a. Obsrbxrz . . 3 338 (+ 27) 637 (10 17) Steinkoblenbergb. des O.-B.-

A.-Bez. Dortmund ..... 185 953 (+ 14 913) 1175 (47 140) siaatlSieinkoblenb.inSaarbrücken 35 856 (+ 1 608) 1015 (33 49) SiSinkoblenbekgb. bei Nackxsn . . 9562 (+ 386) 1007 (51 108) fisgen-naffauischen Ekzbergb.. . . 20 069 (+ 612) 827_(29 90) sonstigen rxchisrbein_, Erzberabau 6072 + 764) 772 (49 89) linkscbeiniicben Erzbergbau . . . 3303 + 84) 688 (46 , 1,6) bdkr aus den Steinkobienbergbau“übcxbaupt 309 696 (+ 20 010), auf den Braunkoblrnbxrgbau 27151 (+ 1264), auf den Erzbergbau 32 782 (+ 41), auf den Kitvfetscbieierbergbau 13 307 (+ 48) und auf 13111 Steinjalzbergbau 4385 (+ 400).

Diese Zahlen liefern den erfreulichen Beweis, daß die günstige

Lage, in ier fich namentlich der Koblenberqbau im Jahre 1898 be- iundxn bai, (11'ch den Arbeitern in Erbe'blicbem Maße zu ante ge- kommen ist. Wiekerum ist die Jobs der im Bersbau beschäftigten AerTÉer bedeutsnd gestiegen, es Wurden im Ganzen 21667 mehr ein- gxsteUt als im Jabre1897, in Welchem die Erböbung der Arbeiterxabl bereits 21 237 betragen batte, und zwar zum w-ziiaus größten Theile erwacbse'ne männliche Arbeiter; denn die Zahl der jugendlicbxn Arbeiter ist nur um 792 um; die der Arbeiterinnen nur um 100 ae- siicgen. Unter den juaendlicben männlichen Arbeitxrn befanber- sich nur Wsnige im Alter von unter 14 Jahren. Der bei weitem größte Thkil der jugendlichen Arbeiter wurd: über Taue beschäftigt; eine umfangreiche Verwendung derselben unter Tage (684 im Jahre 1898) fand nur beim Mansfelder Kupfersckoiefsrberßbau stati. Von den 5289 Arbe'itcrinnen, welche die Belxgscbaiislisten aufweisen, beschäftigte allein der Steinkohlenbergbau in Oberscblkfien 6382, dsr Braunkoblen- bergbau bks ObLk-Bi'lellekÜlks Hxllc 680, der siegLn-naffauische ErzbSrgbau 408, der Éteinkoblenberabau in Niederschlsficn 287, der xxchtsrbkimiscbe Erzbergbau (obne Siegen-Naffau) 146, der links- rbcmiscixe 68 und der Steinkohlenbergbau bki Aachen 18, wäbrend beim «(anzen staatlichen BZFÖCU, bcim Steinkoblenbergban des Ober - Bergamtsbezixkz ortmund, _ beim Kupferschiefer- und Stcinialzbergbau Weibliche Arbeitskräfte, wie in 1811 Vor- jahren, überhaupt nicht vsrwendek Wurden. Die Zahl der (“1196111015611 weiblichen Arbeiter erreichte übrigens nur beim Erzherzbau (Aufberciiangönnstaiten) dlS OÖTV - Bergamtsbezirks Bonn einige Bedeutung und 561109 überhaupt in den hier in Brtrachi kommendcn Bergbaubezirken im 'Ourchscbnitt des Jahres 1898: beim Sisinkbblenbembau in Oberfch1kfi2n 29,_ bsim Braun- kohlenbergbau dcs Bézirks Halle 17, beim sisgxn-nasmuikchen Erz- bergiau 169, 1381111 sonstigen 76ch1§kbkin11ch811LEkMi'MbCukeIObér- Bergamtsbezirks Bonn 61 und beim iiniSrbeiuisMn Erzbergbau dieses Beznkcs 5.

, Wie die Arbeitßgelegcnbeii, ist (1118) _ber durchschnittliche Ar- bcxttsverdicnft der im Bergbau bcxcbäsjigten Arbciter gestiegen. Die Erhöhung desselben ist zwar für die verschiedenen Zweige des Bkrgbaucs und für di? einzelnen Berabanbistrikte becschieden, ab“r an tbr nehmen sämmtliche Bergarbeiter Preußxns tbeil. EIZO!) sicb der JabreSVcrdienst eines Arbeiteis im Jahre 1898 bkim Sxemkoblcn- birgbau in Nieker1ch12fien um 3,18 0/9, in Saarbrücken um" 3,36 0/0, m 5616 nahezu die Hälfte aUer preußikchcn Bergarbeiter beschaftigenden Ober-Bergamtßbezirk Dortmund, wo der durcbsckmittlicbe Nettolohn im Jahre 1897 bercits 1128 „44 betrug. um 4,17 0/9, im Aachener Bezirk um 5,33 0/o und in Oberschlesien um 6,93 0/0, beim Braun- koblenbergbau im Bezirk Halle um 335%, beim Salzbergbau in 131111181561: Bezirk, wo sicb ber durchschniiiltche rc'ine Jabreöverdixnsi Links Arbsiters 1897 schon auf 1087 «14 belikf, um 0,28 0/0, beim (Erz- bergbau am Oberharz um 1,59 0/0, in Siegen-Naffau um 3,63 0/9, beim ManSfelder Erzbergbau um 3,93 0/0. beim_ r§ch18rbeimsch€n (auxler Sicgen-Naffau) um 6,78 und bcim linkSrbeimscben um 7,17 0/_0, uch der Schichtlobn ist in auen Bezirkcn gestiegen, und „zwar in kinksxen mrbr, in anderen weniger als der Jahrkswbn. Eine. Er- böbung über 30/0 trat ein: beim Steinkohlenbxrqbau in Nieder- 1chlcsien um 3,09 0/0, im Dorimundcr Bezirk um 4,76 0/0, im Aachener um 4,81% und in Oberschlesien um 581%, beim Braunkqblen- bkkabau im Bezirk Halle um 3,79 0/0, beim Cr1bsrgbau in Stegßn- Naffau um 3,96 (7/6, beim Mansfklder Erzbcrgbau um 4,10 0/9.,beim linkSkbLinischxn um 5,78 0/9 und beim rechtsrheinischen (außer Siegen- Naffan) um 6,67 0/0.

Die oben mitgetheiltkn absoluten Zablen geben das reiße Jahres- eitxkommen pro Kopf der Belegschaft cin1chlie lick) der ju kndlicben mannlichen und aller weiblichen Arbeiter an. ür die aroYe Mehr- zahl der errvachienen männlichen Arbeiter überstieg die Höhe 5128 Netto-Lobnes diejenige dieses (Gesammidurckpsckpnitts „ganz erbebltch. So belief sich der Reinverdienst der 96 961 beim Sicmkobicnbergbau m Dortmunder Bezirk untsrirdisch beschäftigtxn Bsraarbeitcr auf 1387 „M (im Vorjahre 1328 ..,-6) pro Kopf oder 4-55 (im Vorjahre 4,32) „44 pro Scbicht, derjeni?e der beim Stein- Jakzbergbau im Obcr-Bcrgamisbezirk Haile untcr rbiscb beichäfltgien

ékgarbeiter auf 1150 „46 pro Kopf oder 3,81 „M 1370 Schicht, der Reinverdienst der 21493 beim staatlichen Steinkohleuber bau in Saarbrücken unterirdisch beschäfiigtcn Bergarbkiter auf 114 „44 pro Kopf odcr 3,90 .“ Pro Schicht, der Nettolohn der 5738 im Stein- koblenbergbau bei Aachen unterirdisch beschäftigten Bergarbeiter auf 3121 „46 pro Kopf oder, 3,74 ...-44 pro Schicht u. 1.1. In Schlesien etrug der Reinverdienst der Koblen- und Gxsteinshauer 1898 durch-

schnittlich : Vsrbäitniß dieser Arbeitcr zur Gizsammxßellgschaft

.“ „44 0 . 3,84 1070 . 28 3,25 988 32

äuf * für das 1 Schicht ganze Jahr

11 Ob 1 . . ("*NUYFÄZZZM . . .'

“. ** ",Die niedkiyfiexi LdknewU

,. w ben “a allgeméinen der Erdberßltxau auf, hei e ' der Reinvervien die 13 874 in Siegen- affau unierirdis beichäiti ten Bergarbeiter 398 «“ pro Kopf oder 3,15 .“: pro S cbt errei te.“? Hier ist der niedrigere Stand der Löhne , darauf xurückzufü ren, daß sich de Erzber bau, namentlich am Herbarz und im links- rheinischen ergrevier, in einer ungleich weniger günstigen Lage als die übrigen Mige des Bergbaues befindet, was auch aus der Thatsache erkorgebx, daß sowohl am Oberharz wie im sie en-na auischen und linkßtbeinifcben Bezirk die Zahl der im Erzberg au be chäftigten Arbeiter sicb vermindert bat. Die im Mansfelder Kupferscbieferbergbau unterirdisch tbätigen 9387 Berg- arbeiter verdienten durchschnittlich 976 „44 im Jahr oder 3,22 „74. pro Schicht, die 9683 beim Braunkoblenbergbau im Bezirk Halle 956 bezw. 3,15 „44 Der Jahresverdiknst der weiblichen Arbeiter schwankte zwischen 270 .“ bei 277 Arbeitssäoickzten (d. i. 0,97 „46. vro Schicht) im oberschlesischen Steinkoblenbergbau und 462 „46 bei 300 Arbeitsschicbten (d. i. 1,54 „44 pro Schicht) im Braunkohlenbergbau des Ober - Bergamisbezirks Halle. + Dis bier mitgetheilten Lobnziffern versieben sich nach Abzug aller Nebenkosten (wic? der Beiträge für kie Vcrsicherun Legen die Folgen von Krankheit, Alter, analidiiäi und Tod, der osten für Arbeits- Gezäb, Sprengmittel und Gelencbte). Ebensowxnig ist in den an- gegebenen Zahlen der Wcrib dsr den Arbeitern (seitens der Welke 1a 15811 gewordknen wittbschaftlichen Beihilfen entbalten, welche vor- ncbmlich in (Gestalt Hon Acksrland, Wohnung und verschiedenen Depuiaten gewährt Werden, Uiid deren Werth am höchsten beim staat- lichen Erxbergbau am Oberharz war. ,

Die Schichtdauer einschließlich der Ein- uni) iZiusfabrt und der Ruhepausen überstieg für die Mehrheit der uxtertrdtscb beschäftigten Belegschaftbeim Steinkoblcnbérgbau 10 Stunden nicht. Nur in Obxrsäplezsien hatte noch ein großer Theil zwölfstündtge Schicht'en. Aus dem Dortmunder Bezirk sind nur die Grenzwertbe mtxgetbetli, zwischen denen die Schichtdauer schwankte; im aYgemeinen wahrte die Schich 8, bei bSicbwerliäycn Arbeiten aber nur 6__Siunden obne Ein- und Ausfahrt (zusammen meist rund 1 Stunde"). Beim Braunkoblenbergbau betrug die Schicht unter Tage durch- schnittlich 11,4 Stunden. Dies erklärt sich aus der geringen Tiefe der Gruben, Welche gestattet, daß die Bergleuix zu den Früh- stücks. und Mittagspaufen ausfahren. Die wtrkkicbe Rrbsitszeit belief ("1119 im aÜgemeinen noch nicht auf 10 Stunden- BÜ!!! Erz- bergbau schwankte rie Schichtdauer unter Tag; zwischen 8,2 und 11,1 Stunden. + Jm Großxn und Ganzen bat die Sckzickztdauer der Arbeiter unter Tage wie derjenigen über Ta 6 gegen das Vbrjabr keine Weseniliche Veränderung erfabren. Jn- iederscblesien iii der Prozentsatz der auf 8 Stunken beschäftigtxn Arbeiter etwas «csiiegen.

Die: JabreQ-Arbciixrieistung ist im Ja5761898111Obkr- sch1esien um 4.54 0/0, in Saarbiücksn um 1,47 9/0 und in Nieder- schlesien um 1,27 0/9 gestiegen, dagegkn im Dortmunder Bezirk um 3,35 % Zefallen. Im Vergleich mit den Vorjabxen stallte ich diese Leistung auf 1Mann der Belegschaft (ausschließlich der ufsichts- beamien), wie folgt:

Jai) ber- Nieder- Saarbrucken EUR 6 en aa s- krgwer

* schls scblfi 112th k)

1; t; 1“.

1896 359 221 286 238

1897 ' 366 220 283 241

1898 382 224 274 245

Die Leistung auf 1 Scbichi bat im Jabre1898 nur in) den Be-

zirkkn Ober- und Niederschlesien zugenommen, während sie in Saar-

brücken diesklbe gebiieben und in Dortmund zurückgeiiangen iii.

Zam Schluß sei den Lobnberbältniffen der Bergarbeiter noch das Einkommen der in den vorstebenden Auxfiibrunqen michi bc- rücksichiigten Grubenbeamten (einschließlich der ständigen Auf- seber, Oberhauar, Fabrbauer u. s. w.) gegxnübergesteüt. Im Jahre 1897 betrugen die durchschniitliche Zahl der B8amten 2c. und die ge- zablien Jabrcélöne:

Jabreblöbne

beim 1898 1897 1898 1897 oberschles. Sieinkoblcnbcrgb.. . . 1524 1476 1883 1811 nieberschl€s. . . . 800 707 1623 1646 Braunko'blcnbergb. ( 1968 1119 1068 1442 1422 Kupfeisckxieferbergb. O.-B.-A.-Bcz. 286 284 1674 1787 Salzberqbau ,] HaÜe 157 141 1884 1831 staatl. Erzbergb. am Harz . . . 129 129 1856 1789 Steinkoblenb. d. Bezirks Dortmund 5613 5215 1881 1838 staatl. Stkinkoßlenb. b. Saarbrücken 224*) 194") 1132 1096 Sieinkoblx'nbergb. b. Aachen . . . 262 251 1818 1767 siegen-nassauiscb. Erzbergb. . . . 577 571 1288 1242 sonstia. rcchtstbein. Erzbergb. . . 214 190 1462 1410 linkörbein. Erzbcrgbau . . . . 149 144 1409 1270

inSgeiammt 1105410?»- 10370 im Voriabrc),

welche ein Neitc-Einkommcn von 19351305 514 (gkgen 17753703 „46 im Vrrjabi'c und 16 385 671 «M i. J. 1896) im Ganzen bkzogsn. Auch *cie Jahreslöbne *der Beamten 2c. Waren, wie diese Uebe'rficbt erksnnen läßt, am _böckoitcn beim Steiixkoblenbkrgbau der Bezirke Dortmund und Obkrjcblefie'n sowie beim Salzbergbau chs Ober- Bergamtsbezirks Halle, am niedrigsten beim (Erz- und Brauxxkoblcn- berabau; nur der siaa11iche Erzbergbau weist Jabreßlöbne auf, deren Höbs diejenige der beim Steinkohlenbcrgbau in Oberschlesien und dem Dortmunchr Bezirk gezahlten annähernd erreicht.

Dortmund (S

Beamtenzabl

Zur Arbeiterbéwegung.

Die Lobnbewegung ber Bautiscbler Berlins Jrkifk, nacb dsr ,Dcuischsn Warte“, Weiter um sich. Slitens des Holzarbeiter- Vkrbandes wiid nunmc'br die Bewegung auch auf sämmtliche Vbr- orie, bis nach “.'ldlerLkoof, außgeoebnt. Außer den Eigentlicbcn Bau- tiicbiern (Wer_kstattarbeitern) kommen in erster Linie di:- Einscßer (Bauarbeiter) in Betracht. Vergl. Nr. 181 1). Bl.)

Dem „Wiener Fremd.- l.“ zufol 6 hat in Wien eine Loion- bewegung dsr Schneidergehilfen tattgefundzn. Die 240 bei der Firma Ludwig Zwicback und Bruder beschäftigten Arbeijer stellten derselben verschiedene Forberun en, darunter diejenige der Entlajsung eines mißliebigen Meisters. ine weitere Forderung ging aus Ab- schaffung der Accordarbeit und Bewilli mm' eines Taglobnss von 2 Fl. 50 Kr. Die Arbeiter gaben dem bef bekanni, daß sie sich Femiqt bätten, im Falle der Nichterfüllung der Forderungen die

rbeit einzusteilkn. Durch Bewilligung derselben wUtbc jzboch das Einbernebmen wieder hergestellt.

Ein neuer Maschinenatbeiter-Ausftand in England ist nach der „Nat.-Ztg.“ durch Uebereinkommen beseitiat worden. Die Maschincnarbciter forderten, im Juni eine wöchentliche Lohnerhöhung um 2 «,x-c. (2 Shilling). Diese ward verweigert, und bie Verhand- lungen zogen sich in die Länge. (Endlich kam es in einer“ am 4. d. M. abgehaltenen Versammlung, an welcher die' Fuhrer der Arbeiter- und der Unternehmerorganisation tbetlnabmen. zu einer Vcrständiaung. Die Arbc'itgeber baden sich lereit erklärt, für die Woche 1 Shilling (1 .“) mehr zu zahlen unxxr der Be- dinaung, daß ein Schiedömann sich über den (Geschasisstand im Monat ebruar und im Monat Juni aussprecbe, uxid laute der Spruch m Sinne der Arbeiter, so folie der Shilling fur die Wochen Vom Juni bis jetzt nacbgszablr werden. Faile der Spruch dglLegen im Sinne der Unternehmer aus, so solle die Zahlung des Sb! iugll aufhören, das Bezahlte iedoch,nicht zurückgefordert werden. Dieser Vorschlag wurde Von den Arbeitern an cnommcn.

Aus Kopenbagzn erfährt die „Köln. ZF“ unterm 8. August, daß die allgemeine Sperre aufgehoben ist. ie Arbeitgeber haben ihre wichtiaßen Forderungen awfrecbt erhalten, die Arbeiter den neun- stündigen Arbeitßtag aufgearben. (Vergl. Nr. 185 1). B1.)

Die Arbsitcr der Pariser Gaßgesellscbafb haben, wie „W, T. V.“ be-richtet, am 8. d. M. theilweise die Arbeit niedergelegt

') Es sind bist nur die nicht im Staatsbcamicn - Verhältzxiß

* stehenden Beamten berücksichtigt.

nur“ für

.. „.I.-...;..- .. _, 1")? &“M-„ZZZ' 11“ “56a" 31Ford§1““31beä7chaé*13ßik§"'6“nv

n _ck 6 en ru . e "e - a : minde?ten für acht Tage die “Beleuchtung aufreebtzuerbalten. * ' W

M und Wissenschaft.

Der Direktor des Königlichen Museums für Natur- kunde, Geheime Regierungsratb, Professor Dr. Möbius hat einen . übter durch die zoologische Schausammlung“ er- scheinen affen. Dieser übrer soll, wie im Vorxbxx-gesagt wird, die- jenigen Besucher der cbeusammlun. welche in dieser nur einige Stunden verweilen wollen, aui3 solche Gegenstände bin- weisen, die zunächst betrachtet zu werden vxrdienen und auf welche sie der Direktor oder ein anderer wiffenschaftlicher Beamter bes Mufeums aufmerksam wachen würde, wenn er ihre Führung übernommen hätte. Das 72 Seiten umfaffende ft (Pr. 20,5) bietet, nach voraus- geschickten ailgsmeinen Berne: unzen über de Einrichtuvzg der Samm- lung, eine klare und bequxme Uebersicht über den Inhalt der Säle, die großen Skelette und die großen außgcstovftcn Säugetbierc und Fische in der Oberlicbtballe, ferner die ,Säugxtbiece und Vögel, die Reptilien, Amphibien und Fische, die Gliedfüßler (Insekten, Svinnxn, Tausendfüßler, Krebse :e.) und endlich die wirbellosen Thiere (Moklusken, Würmer Stachelbäuter u. a. niederen Thiere) in den übrigen Sälen. Den Schluß bilden ein kurzer Ueberblick der Geschichte des zoologischen Museums und ein alphabetiscbes Register der Tbiernamen, mit Hilfe dessen man 110) schnell und bequem orientieren kann.

Ueber die Einrichtung der Zoologistken Sammlyng wird Folgendes bemerkt: Man kennt jest über 400000 Arten Thiere, welche die' Länder und Mevre_aller Zonen in Milliarden von Jüdi- viduen beleben. Mehr als 200 000 Arten sind in dem hiesigen Mayeum für Naturkunde durcb ungefähr 1 800 000 Stück yxrtreten. Zur Auf- bensabrun derselben dienen 19 große Säle und 6Trtpvenräume. Die msistsn nv im ersten und zweiten Stockwerk in Schränken und Schubkästen, in sysiematifcber Ordnung aufgestellt und dienen nur zu wiffensÖaftiuben Untersuchungen. Die Säle des ErdgeschoZes ent- balikn eine Außwabl von Thieren a11er Gruppen für solche 5 esucher dcs Muieims, welche sich über die äußeren Formen, den inneren Bau, d:e Lebensweise und geographische Verbreitung der Thiere im allgemeinen durch ei ene Anschauung unterricbken oncn. Wenn al]: in dem useum aufbewahrten Thiere ebenso gut sichtbar wie in der öffentlichen Schausammlung außgestellt werde;“: soUtcn, so würden dazu Glatscbränke von vielen Kilometern Länge erforderlixb sein. Sicherlich wiirde fich ieder langrveilen, wenn er vor 28 000 angestopften Vögeln, 850 Affen, 625 Eichhörnchen, Hunderttausxnden Von K611ch7116m Insekten und anderen Thieren des zoologischen Museums vorbe geben müßte, um die gesetzlich wieder- kebrenden Eig-mscbasten aller Tbierklaffen duxch eigene Anschauung kenncn zu lernen.

Dieses Ziel erreichen die Besucher zoologiscber MUMM viel 1eichter, angenehmzr und sicherer in einer außgewäbltcn Schau- sammlung, wie sie ihnen hier dargeboten wird. Vertreter aller beachtenswertben Tbiergrupven sind darin so aufgestellt, daß si: gut gesehen werden können. Alle Stücke sind" von einandkr getrennt, ieibs verdeckt Tbeile eine!! anderen Stuckes. Die Hintergrund- farbe der Schräuke ist ein mattxs Gclbgrau, auf dem sich die meisten Tbierfarben sehr deutlich abbeben, ohne das Auge zu blendkn. Nur einzelne kleine beÜe Gegenstände haben, um sie deut- licher abzuheben, einen braunen Hintergrund erhalten. Die Unter- lagen umd Pofiamenie der Thiere und Präparate haben dieselbe Farbe und keine auffallenden Formen„damit c die Aufmerksamkeit ' der Museumeesucber von den Thieren ni t auf nebensächl1che Dinge ablenken. Die angestellten Thiere sind in der Regel in systematisch - absteigender Stufenfolge geordnet. Die böch| entwickclten Foxmen befinden fich oben links in ihren Behältern. Wer die Thiere einer Gkuvpc, von den höheren zu den niederen Formen gxbend, besickztigen wiki, bat ibnxn daher in derselben Richtung zu. wxgkn wie den Wortkn beim Lejen kiUes Buches. Die Farbe des Randes der Namenscbilder zeig: das Thiergcbiet an, in welchem das aufgesteUte Exemplar gcfuuden wmde. Die_ in der zoologischen Sammlung angenommenen Thier ebiete sind an) gioßcn (Erdkarten an den Wänden 1er Säle durcb vers iedene Farben veranschauliCbt. Die“ Bedeuiuua der verschiedenen Ränder der Namenscbilder ist auf einer“ in 619611 Sälen aufgebängten Tabelle erklärt. Kleine Karten zeigen die bekannte Verbreitung der ausgestellten Arten, Gattungen oder größerer Gruvpxn.

Das zoologische Museum enthält keine Zimmer für den Unterricht der Studiérenden in der Tbierkunde. Dazu dient das unter einem besondern Direktor stehende Zoologische Institut in dem westlichsten Flügel des Mnseums tür Naturkuade. Hier werden alle zoologischen Vorlesungen und Unterricbtdkurse gebaiien. Für diese sind in den Räumen des Zoologis en Instituts auch besondere Sammlungen von Thieren, Präparaten, * pparaten, Abbildungen 11. a. ziveckmäßige Lebr- mittel Vorhanden.

Die zoologische Schausammlung ist dem Publikum ge- öffnei: Montags, Mittwochs, Donnerstags und Sonnabends Vor- mittags 11 bis Nachmittags 3 Ubr;_ Sonntags und an den zweiten Feiertagen der hohen christlichen eite in den Monaten: April bis “eptkmber von 12 bis 6 Uhr Na mittags, März Ukid Oktober von 12 bis 5 Uhr Nachmittags, Februar und November von 12 bis 4 Uhr Nackomitixas, Dejcmber und Januar von 12 bis 3 Uhr Nach- mittags. Dozenten und Studierende der Universität und gndsrer Hochschulen, Schüler von Lehranstalten in Begleitung tbrer Lehrer, Künstler, Welche auSgestellie Gegenstände zeichnen, malen Oker modellieren wollen, haben nicht nur während der öffentlichen Besuchszeit Zutritt, sondern erhalten diesen auch zu anderen Zeiten, wenn sie bei der Direktion darum nachsuchen. Personen, welche Gegenstände der Hauptsammiung zu wiffenschaiiiichen Vergleitbun en oder Untersuchungen benufßen wollen, haben ihre Wünsch: dem 1- '.“ektor mündlich oder schri :licb mitzutbeilcn.

Geschlossen ist die zoologische Schausammlun : Dienstags und Freiiags (wegen ReiniRng), ferner an den ersten Feieriagen der hohen chrtstlicben Feste, am“ eujabrstage, Chatfreitaße, immelfabrts- tage und Bußtage.

Der große Sternschnuppcnscbwarm der Perseiden, den man in der vergangenerx Nacht zu sehen erwartete und der bis zum 12. d. M. andauern wird. bat des bedeckten Himmels we en nicht beobachtet werden können. In der Königlichen Sternwarte war rofxßor Knorre, der 5811 beurlaubtanirektor,(GebeimenRegierungSratb rof or Förster vertritt„ bis 12k Ubr pnsönlicb zur SteUe um bei effnung des Wolkenscbleiers sofort mit den Beobachtungen beginnen zu können. Im übrigen sind unter Mitwirkung von Studierenden entsprechende Vorkehrungen zu exakten Beobachtungen gettoffen woiden. Vor allem wia man auch die Photographie in den Dienst der wiffen'säyaftlicben 1“(Forschung stellen. 81110. pbj1. Oester- reichcr win mit ntersxüxung eines Kommilitonen den Stern'scbnuppaniql]. pbotograpbts festzuhalten suchen durch Aufnahmen mtr viertclstündlich erneuerten Platten. Indem man den Apparat auf bestimmte bekaonje Stern((ruppen einstellt, erhält man ein exakt zu be- rechnende! Bild der Flug abncn der Stkrnscbnuppen. Hand in Hand mit den _pbotogtapbischen Aufnahmen sollen optische Beobachtungen (ichen, die mit chroqometriicben Bestimmungen verbunden werden vam. Man wia fo Anfan und Ende des Au tretens der einzelnen Scllnuppcn nach der Zeit fen ellen und die beob tete Flugbahn gleich- zeit 9 in die Sternkarte eintragen. *

' Aus Dreßden rom gestrigen Tage meldkt „W. T. V.“ * Ablkbkn des Professors Dr. Alired Fleckeisen, Herausgeber dee „Jahrbücher sür Philologie und Pädagogik“. Der Verstorbene, dex

ein Alter von 79 Jahren erreicht hat, war an verschiedenen Lt