' * Zeuie Morgeii arbeiteien Seine “Majestät der Kaiser mit * dem
erireier des Auswärti en Amts, “Gesandten Grafen Wolff- Metiermch und begaben _ ich Ygen, __11 Mkr :Vprmiita s YZF!) lAro11sen zur Einweihung es Dénkma s _ füt“ Kai'er e m . . * .
Der weltliche Stellvertreter des Präsidenten des Evan- ngsckxn Ober-Kirchenraihs, Wirkliche Ober-Konsistorialrath . Braun, hat Berlin mit Urlaub verlassen.
FriedrichSort, 13. Au ust. Ein schwedisches Ge- schwader, bestehend aus den anzerschiffen „Thor“, „Niord“ und „Oden“, den Torpedd-Kreuzern „Jacob Bagge“ und „Oernen“, den Kanonenbooten „Ska ul“ und „Edda“, sowie acht Torpedobooten, ist, wie „W. T. .“ berichtet, hier ein- Zktrsffen und wird bis zum 16. d. M. im Kieler Hafen ver-
et en.
Essen, 13. _August. Die „Nheinisch-Westfälifche Zeitung“ veröffentlicht 'm1ttels Extrablatts folgenden Dankeserlaß Seiner Majestät des Kaisers und Königs:
.Ober-Präsident Nasse, Koblenz. Hügel, den 12. August 1899. Meine heutige Fahrt durch das Bergische Land bat Mir einen neuen Beweis von der treuen Anbänglichkcit Meiner Berger geliefert. Die jubelnde Be rüßung der Pc- völkerung in Stadt und Land, der reiche SZmuck der Stadte Remscheid und Solingen und der übrigen von Mir berührten Orte haben Meinem landesväterlicben Herzen wohlgetban u11dMich er- kennen lasen, wie treu die Herzen im Bergischen Lande Mir ent- gegenschlagen. Ick ersuche Sie, Lilien, welche Mir heute einen so überwältigend schönen Empfang bereitet haben, Meinen wärmsten Dank zu sagen und sie Meiner Königlichen HuldÉZ-„YZ: ilcbernK
- 1 e m .“
Elsaß-Lothringen.
Das Ermittelungsverfahrcn, betreffend die Erträge aus Kapital, Lohn und Besoldung an Grund des Ge- seßes vom 2. Juli 1898, ist, wie die „ traßb. Korresp.“ meldet, in seinem ersten Abschnitt, der Abgabe der Erklärungen, im wesentlichen beendet. Es erübrigt nur noch, in den Städten Straßbur , Mülhausen, Meß und Colmar denjenigen Pflich- tigen, welYe bisZer eine Erklärung mcht abgegeben Haben, die durch die usfü rungsbcstimmungen zu dem genannten (Heseße
vorßefehene zweite Erklärungs-Aufforderung mit zehntägiger
Tri tzuzustelien. Diese Zustellung wird in nächster Zeit erfolgen. isher sind in Elsaß-Lothringen von 30 631 Personen Er- klärungen über ErträgnisseUaus KaÖital von 100 «16 und darüber mit einem jahrlichen, esammtertrag von 47309000 „16 abgegeben worden. Hiervon find die Passiv- Kapitalzirrsen u. s. 11). bereits abgezogen. Kapitalerträge unter 100 „M sind von der Ermitteiung auSgeschlossen. Diejenigen Pflichtigen, welche xine Erklärung nicht abgeben, wcrden durch die Kommrsfronen emgeschäßt werden.
Oesterreich-ngarn.
Der Minister des NuSwärtigen Graf (Holuchowski, weicher vorßestern früh in Ischl eintraf, wurde von dem Kats er an emselben Tage in Audienz empfangen.
In Budapest fand am Sonnabend in Anwesenheit des Erzherzogs Joseph als Vertreters des Kaisers die feierliche Aufstcliung des Krieger-Denkmals statt, welches vom Ofener Georgs-Plaß nach dem Garten der Infanterie- Kadeiteyschule über cfiihrt worden ist. Abtheilungcn sämmt- licher m Budapet garnisonierenden Truppenkörper waren dazu außgeriickt. Das Denkmal wurde von dem Korps- Kommandanten Fürxten Lobkowiß an den Kommandanten der Kadetterischule O erstlxutnant Hanke mit einer Ansprache ubergeben, in welcher Furst Lobkowiß hervorhob, daß der Kaiser den Wunsch aus edrückt habe, der GeorgS-Plaß möge das Denkmal weilan der Kaiserin und Königin Elisabeth aufnehmen. Auf diesem Plaße habe seit 1852 das Denkmal der 1849 bei der Vcriheidigun von Ofen Gx faiienen gestgriden, deren Gebeine bisher auf !dem jest aufzu- laffenden Mtltiär-Friedhof in Ofen ruhten; um die Gräber der Gefallener) vor der 'Verßeffenheit u schüßen, habe der Kaiser nun _verfugt, daß die ir ischen_Re*ite jener Tapferen exhumiert und tm Garten der Jnfanterre-Kadettcnschule zur bleibenden RuFe bestattei werden sollten. Ueber diesem Soldaten- Fra e solle s1ch das Krieger-Denkmal nunmehr als Grab: enkmal erhoben. Bei der Rückkehr von der Feier traf eine Abtheilung von Honvedtruppen mit einer Gruppe von Mamiestanten zusammen, von der sie mit beleidigenden Zu- rufen empfqngen wurde. Berittene Polizei trieb die Mani- festanien Mil flacher Klinge a11Seinander. Drei Studenten und em Schuhmachergehtlse wurden verhaftet.
Großbritannien und Irland.
In Londonderry ist es, wie dem „W. T. B.“ berichtet wird, estern Abend u ernstxn Zusammenstößen zwischen Prote tanten und 'atholrken gekommen. Die Polizei- beamten, welche einxchritten, wurden von der Menge verleßt. gEsr fwznde die Au ruhrakte verlesen und Truppen herbei-
e u e .
Fkankreich. '
Vor dem Kriegs eri t in Rennes wurden vor eiern der frühere Prärdent Fer Republik Casimir-Périerq sund der General ercier als Zeußen vernommen. Bei der Abfahrt des Generals Mercier am es, wie „W. T. B.“ berichtet, tzu Kundgebungxn. Em Theil der vor dem Lyceum versamme ten Menge Ml: „Es lebe die Armee! es lebe Mercier !“, der andere Thel rief: „Es lebe die Gerechtigkeit! Nieder mit den Jesutten!“ Gendarmerie zu Pferde zerstreute die Yarzifesxanterz. W T B a ener em „ . . .“ zu egan enen D e
Rennes, wurde Heute, Mor en au? dcng VertheYisgér Y:; „Hauptmanns Drei) us Labor , als er fi
FMM be (15, 111 dem Au enblick, wo er die Rue Chateau- riand anstert batte, 'ein ch_uß abgegeben, der ihn mitten in den Rucken raf. Em Individuum in zerlumpter Kleidun , das hinter einer Mauer versteckt auf Labori gelauert hatte trat, aks dieser voruberge augen war, aus seinem Ver-“teck hervor, ging hinter dem elben ber und Teuerte aus nächster Nä “e einen Revolverßchuß ab. ' Labor kehrte sich um, wan e und sank alsbal auf die rechte Seite. Der Schuß zog eine
ck nach dem Kriegs-
An hl“ 'er-sonen 'berbei wel“ 1 dem, Verwirndetén .die “erde Hi!??- iei teiey. Im . S Jun" cFemke des Krieg erichis wurde devVor, ii unmittelbarvor er Erd ung der i ung'bekannt (und rie_ “große Erregung hervor. abort soll no Kugel m dre Wange erhalten haben. Der Verwundete, welcher das Bewußtsein verloren hatte, kam bald wieder zu sich. Der Urheber des Attentats ist unerkannt geblieben.
In den Kirchen von Rennes wurde gestern ein Erlaß des dortigen Erzbischozs verlesen, durch welchen das Unter- bieiben der sont ailxährlici) am 15. August zu Mariä Yrmmelsfahrt veranstdlteien Prozession angeordnet wird.
n ver chiedenen religiösen Vereinen wurden außerdem" die Gläubigen ermahnt, während der Dauer des Prozesses vollige Ruhe zu bewahren. .
Zu der Verbaft_ung Dérouldde's (s. dre vor- gestrigc Nr. d. Bl.) bringt die „Agence Havas“ folgendes Communiqué:
Am Sonnabend Morgen ist infolge einer Untersuchung, die auf Grund des Artikels 89 des Strafgese buches bezüglich eines auf den Umsturz der Regierungsform eri teten Komplotts eingeleitet worden isi, eine Anzahl yon“ VerbaZiungen borgenommen worden. Die Angeschuldigien gehören den Gruppen der royalistiscben Jugend, der Pairioteniiga und der Antisemitenliga an. Nach dem Prozeß, betreffend den Vorfall in der Neuillv-Kaserne, haben die vorgenommenen Haussuchungen und die dabei beschlagnahmten Papiere zu der Feststellung geführt, daß es sich im Monat Juli um ein Komplott bqndelte, sich mit sinem Gewaltsircich der Regierung zu bemächiiqen. Dre aufgefuydencn Depeschen ließen keinen Zweifel über das Vor- bandensein eines Komplotts sowie über die hauptsächlich Beibeiligicn. Infolge dessen wurde eine strenge Ueberrvacbung durchgeführt, welche den Beweis erbrachte, daß disst? Gruppen binnen kurzem einen neuen Handstreich Vorbereiteten, und jofotiige Maßnahmen erforderlich machte, um Unruhen vorzubeugen.
' Unter den übrigen Verhafteten befinden fich, wie , W. T. B.“ berichtet, André Buffet, de Frechencourt, de Moni- c'ourt und Girard, der Generai-Sekretär der Antisemiten- lrga. Buffet “wurde in dem Augenblick verha tet, als er die belgische Grenze überschreiten wo te. Alle Verhgftungen find auf Grund der Entdeckung neuer Anzeichen von „einem Komplott gegen die Regierung erfolgt, das von Royalisten und Antisemrten geplant war; in den Versammlungen derselben wurde die Frage erörtert, ob der Versuch, die Form der Regterun zu ändern, vor dem Ende des Pro *esses oder nach dem Proze c in Rennes Tmacht werden
folie. er Präsident des Ausschu es der royali tischen Jugend, (Hodefxoy, wurde in Saint Lk) verhaftet, an der General- Sekrctar der Patrioteniiga, deren Räume polizeilich eschlossen worden _srnd, L exnun e t, wurde inHa t genommen. Der räfident der Antisemttenliga Guértn befand ich, als er verhaftet werden ollie, nicht in seiner Wohrxung, sondern im Lokale der Anti-
emrtenlrga, wo er sich formlici) verschanzt und eine Anzahl
nnsemiten, die Mit Gewehren bewaffnrt waren, um fich ver- sammelt hatte. "Er selbst war mit Revolver und Messer be- wcsznei und erklarte, er werde fich aufs äußerste vertheidigen. Die mit seiner _Verhaftring beauftragten Polizeibeamten sahen drshalb voriäufrg von seiner Verhaftung ab; man will warten, bis Guértn fick?z ergiebt. Um ihn zu verhindern, sick) mri der Au enwclt in Verbindung zu jeßen, ind urnfaffende Maßregeln getroffen worden. Die Wa ser- leitungen, das (Has und der Fernsprcchcr wurden abgeschnitten. Gxsterri sammeltrn sich vor dem Hause der Antise- m1tenlt a zahlreiYe Neugierige an. Die Thüren und Fensier aden dcs auses waren geschlossen. Auf der Dach- galerre hielten mehrere ,mit Karabinern bewaffnete Mitglieder der Liga Wache. Guézrtn erklärte, er sei zum Aeußersten ent- schlossen, sein Hans „sei eine uneinnehmbare Festung. Vierzig Mit licder der Liga, welche sich im Hause befänden, seien entschloxisen, dasselbe eher in die Luft zu sprengen, als fich zu ergeben. Die (Gas- und Wasserleitung sei zwar ab eschnitten worden, aber er defißc cinen reichlichen Vorrath von etroleum und Wasser.. Während des ganzen Abends veranstalteten etwa 50 Annsemitcn, welche fich in einer Weinhandlung in der Rue Chabrol, gegenüber dem aufe der Antisemitenliga befanden, Kundgebungen qegen die uden. Guérin und seine Anhänger stimmten in die Kundgebung ein. Die Polizei sperrte die Straße ab und verhinderte so weitere Kundgebungen. Währepd der vergangenen Nacht verbarrikadiertcn Guérin und seine Geiw cn das Thor des Hauses mit Balken. Es heißt, dem mit er Verhaftng Guérm's beauftragten Polizei- Kommissar ser einc Kompagnie Infanterie zur Verfügung ge- stellt worden. '
' Gegen das Blatt „Petit Francxais“, Organ der „Ligue de' la Patris Framxaise“, ist ein gerichtliches Ver- fahren eingeleitet worden; das Blatt wird beschuldigt, vxrfucht zu haben, unter Soldaten ein PlebiSCit über die Form der Regierung hervorzurufen. Der Redaktions- Sekretär, des Blattes Matllard, ein Sohn des Kommandeurs der Milrtärschule von Saint Cyr ist unter der An1chuldigun , an der Komplottangeiegenhcit 5etheiligt zu sein, gleichfa s verhaftet worden.
150 Mitglieder der Patriotenliga beschlossen, am 15. d. M. eme Versammlung abzuhalten, um gegen die Ver- haftung Dérouldde's Einspruch zu erheben.
Italien.
Bei den gestern vorgenommenen Wahlen zur Depu- tirtenkammer wurden in Forli Chiesi, m Mailand Turati und in Ravenna de Andreis wiedergewählt.
Türkei.
Die „Botschafter Großbritanniens, Italiens, Oesterreich-Ungarns und Rußlands, denen sich später noch der deutsche Botschaéter an chlo , haben, dem „W. T. V.“ zufolge, den Miniier des eu ern telegraphisch um EröffnunY) einer neutralen Zone auf dem am Donnerstag LeschloYslenen uai bis zur Erzielung eines Einvernehmens in ieser ngelegenheit ersu t.
Der rumänische Pro e or Demoni, welcher die Fauna und Flora des Kara-Ia a erforschte, wurde in Uesküb unter dem Verdacht der pionage verhaftet.
Serbien.
In gut unterrichteten Kreisen Belgrads werden, wie dem „W. T. sii.“ bericßtet wird, die von auswärtigen Zeitun en an den Nucktritt es Ministers des Innern Andonowit ch ßeknüpften Kommentare als den Thaisa en nicht ent- prechend b eichnet. Andonowitsch ga am Tage nach dem ttentat auf den Könikg Milan feine Erztlassun , doch wurde diese im ?inhli auf die Abwesen- eit des inister-Präfidenten GeorZzewtis nicht an enommen.
ndererseitsnerklärie der Minister:- räsi entbei einer Riick- kelJr dem Konig Alexander, daß das ganze Kabinet sich für
eine zweite .
"“der Festkcbrift ferner sieben von
uireten, sobald das Stand
Uribeil. gekaut „i) ze. er Köni wies die Dem Fichi das Kab néts zurück;“ vérßcherte dassel 8 seines vollen Vertrauens und stimmie lediglich einer theilweisen Umgestaltung des Kabinets zu, die auch am Tage vor der Abreise nacb Risch stattfand,
Bulgarien.
Der „Agence Bulgare“ zufolge aben die Mj Grekow und Radoslawow ein Nunds reiben rrnterzexjchizßeetr welches im Lgufe der vergangenen Woche ihren Freunden gesandé Wurde, .und m welchem sie diese auffordern, ei den in qcm Bulgarien statt ndenden Dcpartementalwahlen ein iiber. einstimmendes orgehen zu beobachten. * “
Amerika.
In Paris eingetroffenen Meldungen zufolge sei die S Monte Chrisii auf Haj'ti ymzingelt. Die éiievolutiontaztzxt Gunsten von Jimenes breite sich aus.
Asien.
Nach einer Meldung des „Reuter'schen Bureaus“ aug Pekirtg „vom 12. ,d. M. hat der italienische Gesandte der chrncsrsckxen Regterun den förmlichen Antrag unterbreitet eiiiem italienischen yndikat die Konzessionen fiiryjné Eisenbahn von der Küste der Provinz Tsche-Kiang nach dem Innern des Landes und für eine andere Eisenbahn in der Umgebung von Peking zu gewähren. *
Afrika.
Die „Times“ meldet vom 12. d. M. aus Joba nnesburg daß yach der allgemeinen Stimmung die Aussichten ivenigeé beruhigend seren. Die Bemühungen der FriedensPartci jn Pretdria schienen fehlgeschlagen zu sein und es liesen Geruchie um von ernsten militärischen Vorbereitunqsn- die Verhaftun von Uitlanderfiihrern und andere Auf;
Zen, erregen 6 Vor änge sollen bevorstehen. Dem „ ml? Chronicle“ wir aus Kapstadt berichtet, daß der erste n_ Transvaal abgegebene Schuß das Zeichen fÜrki/M aligemeinen Liufstand der eingeborenen Bevölkcrung sein Mrd), Die N9ichSregterung set gewarnt worden und abe deshaiiije Emtrerbun der neuen Hüttensteuer bei den Ba utos verschoix - Dem „ euter'schen Bureau? wird aus Kapstadt „emciii es_ werde dort voxr zuverlässiger Seite versichert, aß die €Fuhrer der Afrikander in einer gestern abgehaltenen Ver: ammlung beschlossen hätten, der Regierung von Mans- vaal zu rathcn, fick) _zur Einseßung einer gemischten Unter: xtuhchungskommission m der Wahlrechtsfrage zu vw e en.
verpflichtet halte, _
Parlamentaristhe Nachrichtem
Die nächste(89.)Plena1si ung des Hauses der Abgeordneten findet am Mittwoch den 16. ugusi, Vormittags 11 Uhr, statt. Auf der Tagesordnung siebt die Fortsetzung der zweiten Beratbung des Gesryentwurfs, betreffend den Bau Links Schiffahrtskanais dom Rhein bis zur Elbe, und der Staatsverträge zwischen Preußen und Bremen, zwischen Preyxzen, Braunschweig und Bremen sowie zwischen
ixeizFen und Lippe n er die Kanalisierung der Weser von Hameln temen.
Statistik und Volkswirthschaft.
Zur Arbeiterbewegung.
Der Ausstand im Berliner Zimmerergewerbe ist, nach der 'VOlks'ZtJ-“ in einer am 11. d. M. siattgebabten gemeinsam“ Sißung der ieunerkommission der Bau-Arbeitgeber mit den Ver- tretern der Zimmerxr beigelegt worden. (Vergl. Nr. 188 d. Bi.) Als Basis der Einigung diente der mit den Maurern geschiose-r Vertrag. Dieser Wurde mit einigen Aenderungen, 11115 die Verschiedenartigkeit der Gewerbe fordern, von der W- zebnerkommission an enommen. Die Ausführun sbesiimmungcii- sagen: 1) Fails die ohnzablung nicht auf dem auplaße siaijfmiei, wird dementsprechend früher Feierabend gemacht. 2) Geseiien,*vii entlassen werden, sollen eine Stunde vorher hiervon verständigt werden. 3) Die Arbeitnehmer Find verpflichtet, mit scharfem Geschirr die Arbkit zu beginnen. 4 Baubuden müffen auch auf Werkplißku errichtet und im Aligemeinen mit WaschVorrichiungen versehen lein-
In Jena kam es wie die ,Magdeb.Ztg.* erfährt, zwischen den seit Anfang Juni ausiiändigen Zimmerern und Arbeitgebern am 12. d. M. zu einer Verständigung. Die Gehilfen wollten heute die Arbeit wieder aufnehmen; die Meister erkannten einen Minimallobn an. Die ausständigen Maurer sind schon vor mehreren Tagen zur“ Arbeit jurückgekehrt.
Mit dem Ausstand der Leipziger Bauschlossergebklfk" beschäftigte sich, der ,Lcipz. tg.“ zufolge, am 10. d. M. eine von über 200 Personen besuchte ersammlung. Nach dem Situations- bericht waren im (Ganzen bis jetzt 311 Gehilfen in den Ausstand eingetreten. Von diesen smd einige abgereist, andere haben bei den 10 Meistern, die die Gebilfenforderungen, insbesondere die neunstündigc Arbeitszeit und einen Mindeststundenlobn von 4041- inzwischen bewilligten, die Arbeit wieder aufgenommen, sodaß die Ge- sammtzabl der am Orte anwesenden Ausständigen ;. Zt. noch 267 beträgt. Das Hauptergebniß der Versammlung war die Ein- se?un eines Ausstandscomités und die Wahl von besonderen Ge- bifen ommissionen für die gröJren Betriebe, die mit den Arbeit- ebern wegen Beilegung der ifferenzen in Unterhaudlung UM" Hollen. (Vergl. Nr. 187 1). Bl.)
Aus Kopenhagen meldet „W. T. B.“ unterm 12. d. M, daß der Vorstand des Arbeitgebervereins beschlossen hat, baldmö lichst, mi zwar spätestens am 21. d. M., die Aussperrung auf me rere FW verbände welche Ikea 15000 Arbeiter umfassen, auIiUdkkinM' (Vergl. Nr.187 d. .)
Bauwesen.
Zu der am 11. August von Seiner Majestät dem Kaisßx und König vollkogenen feierlichen Eröffnun des Dortm_un . Ems-Kanals |, wie das „Zentralblatt der auverwaituns mii theilt, im Auftra e des Ministers der öffentlichen Arbeiten eine a Pra tband außge attete Festschrift verfaßt worden, die in W?-
nd ild einen zusammenfaffenden Ueberblck über die vielgeskaUZs usfübrung des roßen Kanalunternebmens gewählt- künstleris berge ie ie Titelblatt ist nach dem des Reg eruugs - aumeifters a. D. H. Hertel in i n- von dem Bauratb Grunert ezeicbnet worden und enthält in den cal ßefü ten Bildern der 'Natbßäuser inweise au die von dem KY"- erii rien. drei grö ren Städte ortmund, iinster und Emt Zwölf dem Text be gegebene, von dem HonbotograLben Rückward ai-
erlin angefertigte Kup erlichtdrucke verans baulichen ie größeren Kane- bauwerke: das S i sbebewak bei Henrichenburg, die LIP"- Ems- und Stever- analbrücke, das Iibpe-“Pumpwerk, die pki? xcbieu e bei Münster, die Emsbrüch bei Tunxdorf, das Schü MYM ei erbrum, e :! Sichnbeitstbor in gezgnetem l_md gescki oiisfin, Zußande und die Emdener Sees leasen neb Sies. Angebe M ck„ ogdan Gisevius in Berlin akdkumu Pläne, ie aus einer Uebersichtskarte des Kanals in Verbindung
on des 7
* den angrenzeridén Wa ersiraßen, dem Laaé- rind Hößenplan des Kanals ' und aus
e zwei Darfte ungen der End ädte Dortmund und Emden und deren H n'b'efteben. 'Der Druckder estfcbrift'eknfrbliFl?) des Titel- blattss' sowie der Einband sind vbn Jul. Sittenfeld in er in geliefert.
Die Festschrift Wird ki" TÜUU dUkch08schichtliche Mittheilungen, beginnend mit dem 1724 11 An tiff genommenen Max Ciemens- Kanal, deffen Verlängerung bis mden von Friedrich, dem Großen ins Au e efaßt ,wurde, „umb den Handel von Westfalen und in Sondetxeit-gSeiner Majestät darin-aelegenen anden und Herrschaften und der Stadt Embden bestmöglichft zu facilitteren', ferner über die
“"srit 1820 begonnenen Arbeiten zur Schiffbarmachung der Lippe 2c.
Dann folat eine ausführliche Darstellung, wie unter dem 13. März 1886 der'Plan der Herfieiiuyg eines Dortmund-Ems-Kanals in Ge- meinschaft mit der Erbauung eines Oder-Spree-Kanals als Entwurf eines Gesetzes, betreffend den Bau neuer Schiffahrtskanäie und die Verbefferung vorhandener Schiffahrtsstraßen, dem Landtage vorgelegt, vom Abgeordnetenhaus: am 27, Mai, vom Herrenbause am 10, Juni 1886 angenommen wurde und am 9. Juli 1886 zur Aller- höchsten Vollziehung gelangte, worauf nacb Ueberwindung aller Ent- gegenstebenden Schwierigkeiten in den Jahren 1892-1899 der Bau des Kanals zur Ausführung gebrackot Worden ift. .
Nach der sicb anschließendenBeschreibung des Kanals beginnt derselbe unmittelbar bei Dortmund. Die Stadt hat für einen Betxaq von 5.1 Miliionen Mark, Wozu der Staat 1325 000 „M Zuschuß leistete. einen in jeder Bezicbun volikommcnen Hafen geschaffen. Von Dortmund aus liegt der Kana auf dem Wesiabbanae der Wasser- scheide zwis en Emscher und Lippe. Der 14 111 bobe Abstieg in die nächste Ha tung bei Henrichknburg geschieht durch das als Schwimmerscbleuse erbaute Schiffshebewerk. Bis hierher berührt der Kanal außer den mit kleinen Häfen versehenen_ Orten Mengkde und Waltrop die Zeche Hardenberg, sowie durch Eiimbabn- anschluß die bei Mengede enistebende neue Zeche Minister Maybach. Mit dem durch einen Koblenkipper außgerüsteten Hafen Hardenberg ist die Privatbabn Dortmund-Gronau-Enscbede angefchloffcn. Von dem 10,9 11111 langen Zweigkanai Henrichenburg-Herne wird die ZCÖL Friedrich der Große unmittelbar berührt, der in einem mit Kippern versehenen Hafen ausmündende Eisenbabnanschluß der 8576 König Ludwig ist bereits hergestellt, der der Zeche Victor gesi ert. Von Henrichenburg bis Datteln folgt ein längerer, 10 111 teicr Merge einscbnitt, darauf im Thais der Lippe und Steder 13,5 bxzw. 12 111 bobe Kanaidämme, die zwischen beiden Flüssen durch emen kurzen 12 111 tiefen Einschnitt unterbrochen sind. Die Lippe wird durch eine massiVe Kanalbrücke von drei Oeffnungen zu je 21 111 Spann- weite und die Steder durch ein ähnliches Bauwerk mit drei Oeffnungen von ie 12,5 111 Weite überschritten. Nördlich der Sieber bei Sxppen-
rade wird ein Kalksteinrücken vom Kanal umgangen. Hier wie bei Datteln und Olfen find kleinere Häfen angelkgt.
Der Kanal verläßt sodann die nordöstliche Richtung und wendet sicb nördlich nach Münster. Vorher überschreitet er die le ten zum Rheingebikt gehörigen Zuflüsse, den Kleuterbach, Nonnen ach und die obere Sieber. Die kaum mcrkbare Wasserscheide zwischen dem- Rbein- und dem Emsarbiet bildet das Benner Hochmoor. Die zum CmOgebiet gehörigen Zuflüsse, der Offerbacb und Kannenbach, sind in den Kanal aufgekommen, der dann folgende Getierbach ist unter- dükert. Die Eisxnbabn Hamm-Münster ist bei Hiltrup über den Kanal geführt. Die Stadt Münster wird im Osten vom Kanal be- rührt. An der von der Stadt hergestellten Hafenanlage, welche einen Kostenaufwand von 850 000 „M verursachte, hat sich der Staat mit einem Zuschuß von 221477 .“ beibeiligt. Der Hafen ist 800 111 lang und 60 111 breit und an dtn Bahnhof angeschlossen. Die Lager-
äch€n sind schon jetzt lebhaft begehrt, und eine Reibe von Ge- äuden für Spedition und Handel zeißen, daß die Provinzialbaupt- stadt von Westfalen siä) ihres afens ald erfolgreich bedienen wird. An der Sparschleuse hinter ünfier mit 6,2 111 Gefälle erreicht die 67 11111 lange Hauptkanalbaliung ihr Ende. Die fol ende Haltung, 37 11111 lang, überschreitet bei der sog. Schiffahrt die ms mit einer maifiven Brücke von vier Oeffnungen zu je 12 111 Weite. Es folgen dann die Düker für vier Seiten üffe; den Genenbach, Eltin Stnübl- bach, den Nebenbach und dic lane. Die Kanaibäfen bei elmer, Bockholt, Greven und Ladbergen werden zunächst im wesentlichen der Landwirtbsäpaft dienen, bis der Anschluß der nahen Orte Graden, Emsdetten, Mesum erfolJt ist, in denen ein lebhaftes ch- fioffgewerbe blüht. Dcr Hafen ei Dörentbe verspricht schon jeßi einen lebhaften Verkehr durch Versendung Ibbenbürener Koblensand- steine und das voraussichtlich bier entstehende Zsment- und Kalk- gewerbe, für welches die dem Teutoburger Wald vorgelagerten Kalk- und Tbonlager die Urswffe liefern. Die im Bau begriffene Bahn von Gütersloh nach Brochterbeck und Ibbenbüren wird sich an diesen Hafen anschließen.
Die Kanallinie nähert ck den Ausläufern des Teutoburger Waldes und durchbricht bei R esenbeck den festen Kalkstein in einem 12,5111 tiefen Einschnitt. Unmittelbar vor der SYleuse Bergeshövede, Weiche die Kanalbaltung NR. + 49,8111) abs ließt, ist die Ab- swk'tgung des Mittelland- anals nach der Weser und Elbe evlant. Auf die Bergesböveder Schleuse folgt in 1,1 11111 Abstand die Schleuse Bevergern und 2,9 11111 von dieser die Schleuse Rodde. Unterhalb derselben führen die Bahn Rbeine-OSnabrück und die Landstraße Rbeine-Jbbenbüren über den Kanal. Der an diefer Stelie an elcgte quen für sechs große Schiffe dürfte bald lebhaften Verkehr er alten. , te Stadt Rheine mit großen Fabriken für Spinnerei und Weberei liegt nur 5 11111 vom Kanal enifernt, und ihr Anschluß an den Kanal durcb eine Eisenbahn ist gesichert. Gegenüber hat der Exorgs- Marien-Bergwerks- und Hütten-Vcrein einen Hafen für zwei Schiffe angelegt, der durch eine Kleinbahn an das Hauptwerk bei OSnabrück angeschlossen werden soll. Enya 5,4 11111 weiter folgt die Schleuse Altenrheine, 8,7 11111 davon die Schleuse Venbaus, dann in 7,8 11111 Entfernung die Schleuse Hesselte und schließlich nach 3,5 11111 die Sparscbleuse bei Giessen als [este Stufe des auf größere Längen durch Heiden mit geringwertbigem Holzbeftand führenden Abstieges des Kanals zur Ems.
(Gleick) unterhalb der Schleuse erreicht der Kanal den Fluß, den er auf 1,5 11111 bis zum Einiriit in den alten aneken-Kanal verfolgt. So steht der Kanal auch in unmittelbarer Ver induna mit der oberen Ems, die von hier auiwärts bis Greven auf 80 11111 schiffbar ist. Bis zu der 36 11111 au-kwärts liegenden Stadt Rheine ist die Ems schon früher mit vier Schleusen kanali ert wwrden. _
icht unterhalb der Eisenbahnbr cke am Haneken mundet der Ems-Vecbte-Kanal, deffen Eeringe AbmeLJunken in der AbschluTchleuse
"“ck der Ems von 20 111 änae, 4 111 re te und 1,8 111 Tie : zwar eine Venuvung durch größere Fahrzeuge ansichließen, der jedo einen tehhaften Vexkebr kleiner Fahrzeuge zwischen Holland und dem Dortmund-Ems-Kanal bringen wird. Der Ems-Vechte-Kanal ist durch den Süd-Nord-Kanal an den Haren-Rütenbrocker Kanal an eschloffen, der bei Haren, 13 11111 abwärts von Meppen, eine ziveite erbindung kvkschen dem Dortmund-Ems-Kanal und den links-emsiscben sowie den olländiscben Kanälen herstellt. „
Der bereits erwähnte Haneken-Kanal von nekenfabr bis Meppen ifi verbreitert und vertieft worden. Die frü eren vier kleinen Schleusen bei Haneken Geelxte, Varlob, Teglingen und die Koppel- LchTLUse bei Meppen find r den Verkehr der kleinen Fahrzeuge
klaffen worden. Daneben nd bei neken Varlob, Teglingen und “YYYM Sckplevpiugsxhleusen von 1 5 111 Länge für große Schiffe
Von Meppen bis apenbur eine Kanalisierung der Ems in Fünf Stauitu en erfolkxtépwobei d?e |ßärksien Krümmungen des luffes Ur Sibi (: rtdkanä e abges nitten und in die e die 165.111 anger! Seb s ei Hüntel iltet, üjbe, Bokiingerf br und Herbrum ge- leckt sind.. Der Schi a rtswe?) isi bierdur um 26,5 11111 verkürzt. D ? ersten vier Stau tufen ba en .Nadelwe re, das bei Herbrum, wo in der Ems schon Ebbe und Tirith eintritt, ein beiderseitig kebrendes "(beüZeeYiekr er alten. Troß em in-diesem Gebiete landwirtbscbaft- e
“"Al ou, da-die Kreisbabn-Me pen- aselünne an dei; an der Ems Yleqenen ÖHaken Mep en und hkk, Kréisbabn Laiben-Sösel an die bci atom ange chloffen werden.
: vor errichen, wendét sick; a"uch' hier bereits der Verkehr- deni
,
An der freien Emskireike, von Pa eubur bis Older um erbaut die Stadt Papenburg mit einem si“ „lixo'en ZZscbu-ffe vön 50000 .“ unterhalb der besiebenden- Emsscbieuie eine zweite größere von 15 111 Tbvrweite, 5.5 111 Drempeltiefe und einer Nutzlänge von 90 111. Auch die Stadt Leer ck ist sich zur Aufnahme eines größeren Schiffsverkebrs; sie bead. cbtigt, unter Beihilfe des Staats den Ledaarm, der die 64 118 große Halbinsel Neffe umschließt, zu einem Hafen auNubauen. .
Um die langen Kanalk'cbiffe den (Gefahren des Seegangs auf der breiten Emsstrecke von O dersum bis Emden zu entziehen, ist hier ein 9 11111 langer Seitenkanal angelegt, der unmittelbar in den Hafen Emden einmündet, wo der gewöhnliche Waéserstand auf Flutbnuli liegt. Ursprünglich sollte dem Seitenkana derselbe Wasserstand 088?an erden, die Rücksichtnahme auf die Entwässerung des durchschnittlichen Gebiets, die durch einen Hochwasserkanal erschwert worden wäre, führte indeß dazu, den Kanal ais Niedri wafferkanal mit dem Binnenpeil der Hauptsntwässerungszüge außzu?übren. Es kehrt somit jetzt die Vsrbindungsscbleuse nach dem Hafen Emden bei Borffum gkgen den Emdener Hafenpeil, und die Eintrittssihleufe an der Ems bei Oldersum sowohl gegen Flush der Ems als gegen den Binnenpeil bei Ebbe der Ems. Große Oeffnungen in den Ebbe- tboren der Oldersumer Schleuse ermö lichen zugleieh, bei fallendem Wasser der Ems die Schleuse als Sie? zu denn en, eine, Einrichtung, durch welche die Entwäfierung eines auSgede nien btnterliegenden Gebiets ganz außerordentiich verbessert wvrden ist.
Der Ausbau des Emdener Hafens ist in dem Griese vorkgesebxn, weil eine ordnungsmäßige Ausnutzung des Kanals nicbt drn bar ist, Wenn nicht ein geeigneter Hafen zur Verfügung steht _in welchem sicb Kanalbetkebr und Seeverkehr in zweckmäßiger Wxtse vereinen können. Der anfängliche lan bat entsprechend der Vergrößerung des Tiefganges der Seefcbi e eine erhebliche Ermiterung erfahren, um den Wettbewerb mit den Häfen Rotterdam, Amsterdam und Antwerpen aufnehmen zu können. Daher ist der Ausbau des eich 1300 111 langen Emdener Außenfabrwaffers zwischen der Schleuse und dem Emsftrom zu einem Uu enbafen in Angriff genommen, der eine Tiefe von 10 111 unter Futbnull, oder reichlich 7 111 unter Niedrigwasser erhält. Derselbe wird mit allen fur den UmsÖiags- Verkehr zwischen Seeschiff einerseits und Kanalschiff oder Eisen- babs andererseits erforderlichen Einrichtun en, elektrischen Hebe- vorrtchtungen, einem Koblenkipper, Lager aus n. s. w. 'ver- sehen. Die Bauten Hollen im Jahre 1900 vollendxt werden. Emst- wriien sind im Au enbafen einige Liegeplätze fur große Dampfer hergestellt.
Im Emdener Binnenhafen, deffen Seeschlerzse eine Drempcltiefe von 6,5111 unter Fiutbnui] bat, finden Schiffe bis 6111'Tief ang gute Liegepläße zum Umschlag zwischen See- und Kanalschtff, e ne _durch Boblwerk befestigte Jenügende Quailän € zum Umschlag aur dw Eisenbahn mit ebenfa s elektrisch betrie enen H„edevorricbtungen und au8reichende Schuppenf1äche zum Lagern von Gutem. Daseldsi sind drei Stickzhäfen mit einer großen Ufexxänge hergestellt, die sich vor- zügxickl) zin großgcwerblichen Anlagen, Schiffbauansiaiten, Lagrrpläßen u. g . e gncn.
Für das Umladen der Maffenaüter zwischen Seescbiff und Kanal- schiff oder zur Lagerung an Land sind schwimmende Krahne vorhanden, die mit Förder eiäßen zum Füiien oder zum (Greifen in 10 Stunden je 250 i. umzu aden vermögen. _“
Um der verbäiini maßig weichen westfalisrben Kohle außerdem
eine unmittelbare Vers iffung von der ?eche uber See nach den wßen Verbrauckpsplätzen an der Nord ee, nach Wilhelmshaven, Bremen, Hamburg und weiter durch den Kaiser Wilbelm-Kanal nach der Ostsee und damit eine Verdrän ung der englischen Kohle zu ermög- lichen, folien seeiüchtige, aede te Präbme, sog. Seeleichte_r, Ver- wendung finden, die durch starke Dam fer dte Ems binaus uber See geschleppt werden. Um diesen Seekä nen in Emden eine Ergänziing ihrer Ladung durcb Verladung vonder Eisenbahn zu gestatien, Wird vom Jahre 1901 ab am Emdener Außenbafen ein Kohlenkwper zur Verfügung ftebrn.
.Die Unter-Ems bon Emdcn bis zur Nordsee mit einer urn- iaffenden Betonnungs- und BrleucbtungSanlage hat durchgängig eine Wassertiefe von 7,5 111 unter HochWasser, welche im nachsten Jahre auf 8,5 111 ber rö ert werden wird. Ihre wsitere Vermehrung auf 10 111 unter Zo wasser (7 111 unter Niedrigwasser) ist in Auéfickßt genommen.
Preußen wird darnach an dcr Nordsee bald wieder cinenégndeis- hafen besißen, der einen Verglei mit den banseatiscbrn 11an (111 Weser und Elbe nicht zu scheuen raucht, zumal die Verbindung rmt einem verkebrSreicben Hinterlande durch eine 270 11111 lange Wasscr- siräcZßsl 's'ioij großer LeistunJSfäbigkeit seine baldige (Entwicklung ge- w t er e .
Was die Abmessung en des Kanals betrifft, so ist der normale Kanalquersckonitt mit 18 111 Soblenbrciie, 2,5 111 gerin ster Wassertiefe und 30 111 Wafferbreite in alien Strecken, wv ' uf- trä*e oder Einschnitte in weicheren Bodenarten vorkamen, durcb Böbickpungsbefestixéungen geändert worden. Die lichten Yrückcnböbcn betragen 4 111 ü er drm böcbstsn Wasscrstande. Dieser lteÉ in den längeren Haltungen von Dortmund bezw. Herne bis zur „Schleuse 3 um 50 0111 höher als der normale, sodaß hier eine Auiipsicherung von Wasser möglich ist. Die Soblenverbreiterung in den Kurven be- trägt 0,5 111 bei 2000 111, 1 111 bei 1000 111. 1,5 111 bei 507) 111 und 3 111 bei 400 111 Krümmungsbalbmeffer. Die Kanaibreiic_bei den Sicherheitstboren und solchen Bauwerken, die größere Flusse oder Landstraßen überbrücken, beträgt 18 111.
Die Schleusen von Münster bis zur Ems baben eine_nusbare Länge von 67 111, 8,6 111 Tborweite und 3 111 Wassertiefe „uber den Drempeln. Von dsr Hanekenséleuse anfangend, smd Schleppzug- cbleusen mit 165 111 Länge und 0 111 Tborweite aebaut. "Bis ein- chlie lich Schleuse Meppen haben sie? 3 111 Wassertiefe uber dem
ber tempel und 2,5 111 über dem Unterdrempcl. Bei den folgendén fünf Schleusen der Emslanalisierun? liegt der Unterdrempel 2,5 111 unter dem hydrostatischen Stausp egel des Unterwassers und der Oberdrempel auf gleicher Höhe. Die Schleusen zum Abschlußfdes Seitenkanals Oldersum-Emden ?aben 100 111 Länge bei 10 111 Tzor- weite. Auf der venußien Emstrecke find 30 111 Sobienbreite vor- handen. In besonders gekrümmten Stricken beträgt der kleinste Halb- mcffer 350 111.
Die größten AbmeTungen der abrseuge mit 65 111 Länge und 8,2 111 Breite richten si nach der röße der S lxusen. Ern größter Tief ang von 1,75 111 wird bei einer Gesckpwindig eit bis zuki) 11111 in der Ztunde und ein Tiefgang bis zu 2 111 bei einer großien Ge- schwindigkeit yon 4 11111 in der Stunde zugelassen.
Von den Bauwerken des Kanals ift das bedeuFendsie die Schwimmerscbleuse bei Henrichenburg. In funf neben- einander liegende wassergefüllte Brunnen von 9,2111 Dur messer und 30 111 Tiefe tauchen fünf Schwimmer aus Eisenblc von 8.3 111 DUrchm:ffer und 10 111 Höhe. Diese liefern durcb ihren Auf- trieb die Tragkraft für das Gewicht des mit Wasser gefuliten Troges nebfi seinem Unterbau, das sich auf 3000 d beläuft., Der Trog hängt cm breiten eisernen lotbrecbten Bändern in einer Brucke, die dur gitterartige Aufbauten auf die ünf Schwimmer auf- ge evt un mit ihnen verbunden ifi. Die Brü e und der Trog werden aiko zusammen durch den Auftrieb der Schwimmer getra en, und zwar befindet ch das ganze schwimmende System annä crnd im Gleichgewicht, odaß eine gerin e Vermehrung des Wafferinbaiis im Troge ein Niedergeben, cine erminderung ein Aufsteigen hervor- bringt. *Um beide Bewegungen in der Hand zu behalten, d. h. ur ruhten Zeit einzuleiten, an- jedem- Punkt beliebig zu unterbre en
und in der gewünschten- Endsieliung zu beendxxi, sind seitlich pier *
ro e e ende Schraubenfdindein angeordnet, dur deren Drehunß Lie rofi bbrücke anscheinend binauf- oder binabgefchraubt wird; tbatiäch- iich ba en die Spindeln aber nur die angegebengWirkunk der Regelung derBewegung und der Paralielfiibrun .DerTrog ist 70111 ang und 8,6111 breit. An beiden Enden ist er du: ein Schütz geschlossen- Ebeuxc Yicbloffen 1an 'dijFscbllt'ßbäuKZY175obebuä usted mätxer; FÜYUFWUM 'order'noe'ren-mi uneren or'eng _
Waffersiänden verftebibarer - Keilvuscbluß , der beiderseits mit
Gummiwul verieb *in-51195518. _. , - Endsteu ' M die*End“k -- "det entsvküdmdm-Mki " tbeile wa Erdicht angepaßt „wird. Tro !» und MWD: ekuppeli und, „nachdem der Spalt xiv _ beiden *mit Da ér gk.- killt, itf7tu1ch ei1Zei ZWinddeie viJm Fanal 1111int asrsrzmiisZi-h ÖM _- an-re,zue geoen; “: ewicht u eg ew , aug eglichem91Findet die Verbindung des Troges mit dem-Merkanal sia , so fäbrt das-Scbiff von-der unteren Haltung“ in den Tro“ ein, und u leich fließt das Uebergewiebtswa er aus dem Trog,- affen Waff'erßiand bei der Anfahrt etwas hö er als im Unterkanal stand, nach dem Kanal ab, die Tbore werden vinadgelaffen, das S askwasser beseitigt und die Koppelun? aufgehoben. Der Trog eigt mm auf, Fbald die Drehung der S cherheitsschrauben die Bewegunßgefiattet. Am berhaupt wird die Bewegung so unterbrochen, daß er Trog- wa erstand etwas tiefer als der Kanalwaffersiand bleibtund beim Oeffnen der bote Wasser als Uebergewicbt in den Trog eintritt. Die Bewegungen der Thore und Verschlüsse sind dieselben wie am Unterbauvt. NY Hebung der Thore fährt das Schiff aus dem Trog in den Oberkan . Die vier Schraubenspindeln werden zwangsläufiÖ mittels einer
aus Wellen und Zahnrädern bestehenden Transinis on bewe t, die auf einer hohen Bühne zwischen den vier übrun st iirmen liegt. Der Antrieb ist elektrisch. Ebenso Werden die T orscbüßen durch Elektromotoren bewe t. Die Krafterzeugunq erfolgt durch zwei neben dem Hebewer in einem Maschinenbause aufgestellte Dampfdynamos von sie 220 Pferdekraft, von denen eine als Er (17- maschine dient, Die € liefern auch die Triebkraft für zwei Kre se - mepen, die der oberen Haltung das erforderliche Speisungswa er zu- fuhren. Die game Anlage des Hebewerks hat rund 2,5 M ionen Mark gekostet.
Neben diesem hervorragend ten Bauwerk des Kanals sind die Kaualbrucken über die Lippe, tever und CMS zu nennen, die hoch über den Wasserspiegel der Flüsse binweLfiibrcn. Ansichtsfläcben, Gixwölbe und das innere Mauerwerk der i pe- und Sieder-Ueber- bruckurrg sind aus Rubrkoblcnsandftein der e elit, nur bei der Ems- uberbruckung find Klinker verwandt. ei diesen Kanalbrücken ist eine gute Dichttgkeit gegen Durchsickerun dadurch erreicht worden, daß das Mauerwerk an den inneren andungen mit zu- saxnmengelötbeten, 3111111 starken Bleivlatten belegt worden ist. Diese Dichtung ist in der Kanalsoble durch übergele tes Pflaster, an den senkrechten Wänden des Bauwerks durch vorgeste te Holzwände gegen Beschädigungen gesichert. Die Bleiabdeckung kostet einschließlich
flaster und Schußwand für die Lippe-Kanalbrucke 74 500 .“, für die ms-Kanalbrücke 79 000 .“
Literatur.
Jm Verlage der Buchhandlun der Berliner Stadt- mission Berlin 897. (Iobanniktiscb 6) nd die folgenden, von Ernst Evers herausgegebenen Kalender für das Jahr 1900 erschienen:
„Der Deutsche Volksbote“. Cin Kalenderauf das Jab: 1900.
wölfter Jahrgang Preis 50 .z. - Sein Inhalt bietet eine ülie von esefioff aus dem Cbri enleben, aus der vaterländiscben Ge i te, der inneren und äußeren M ision. Eine große Zahl in Bunidru un ola- schnitt ausgeführter Bilder auf Tafeln und im Text dienen ibm ur ier. Der Umschlag ist mit einem farbigen Familienbilde geschmü t. Für weitere 50 ,) erhält der Leser noch eine, schöne LitboJraphie, das Weibnacbtkbiid „Fütchiet euch nicht' (Papiergröße von 6 m 79 am), das sinum Wandschmuck eignet. er Martba-Kalender'. Ein Jabrbuch für Frauen und Jun frauen, in Verbindung mit dem Voritände-Verbande der evan- elis en Junafrauenvereine Deutschlands berauFegeben von Ernst vers (Pr. 25 „g). -- farrer Burckhardt, der orsißende des unter dem Protektorat Ihrer akestät der Kaisetin und Königin sie?.nden
Vereins der Fürsorge für d e weibliche Jugend, hat das Begtü n?!- wort zu diesem Kalender geschrieben; darauf folgt eine. üb ck illustrierte Erxäblung des Herausgebers. Ferner bringt der Ka endet Beiiräge von J. Baffnzug, R. fannschm deeutner, „Julie L vert, Amalie upt, O. Vrüffau, Pas or Paul Haff: u. A. Der & endet erfreut ck seit Jahren bei den Mitgliedern der Iungfrauenvereine arrFer Beliebtheit, eignet sich aber wegen seiner hübschen Ausstattung an zum Geschenk für Töchter und junF Haus rauen.
.Der Johannes-Kalender'. in Ia rbuch für evangelii Männer und Iünglin & Pr. 25 z. - Dieser Kalender“ entbä mannigfache, zur Unter altung und Belehrung eeignete Beiträge. Yervorgeboben seien die fol enden Aufsäße: as der Johannes-
alender seinen Lesern bci LJ: inn des neuen Jahres zu sagen bat, von Fr. Schlegelmilch; Die onne, von Robert Wendlandt; m Reich der Mitte, mit fünf Holzschnitten und einem chromolit o- grapbisehen Porträt Seiner Königlichen Hoheit des Prin en nrich von Preußen; ein reich iliufirierter Artikel über die erste ilfe eifiung bei Unglücks- und piößlicben Erkrankungsfälien und Mittheilungen über die Mission von 1). Grundemann. Der farbige Umschlag stellt Christus und die Enmausjünger dar. - Den beiden levtgenannten Kalendern füt die Buchhandlung für die kleine Mebrxablung von 15 45 (auss ?ießlich Lotto, und Verpackung) (115 schönen immer- schmuck das auibach's 1 Bild „311 Goki“ im Holzschnitt be.
Lauda und Forstwirthsthakt. Ernteaussichten und Geireidebandel in Polen.
Warschau, den 5. August 1899. ,Die seit AVM? Juli vor- herrschende trockene und warme Witterung hat das en des Ge- treides beschleunigt, sodaß um den 20. Juli mit der Rog enernte be- gonnen werden konnte. Ein MLU Theil des RRgens 1 bis, beute noch nicht geborgen, auch lie ._en richten über den genertrag [) Ober nicht vor. Soviel scheint fe [tzusteben daß die auß be edigende Ernte durch die erheblichen Re engbüffe im Juni, zum t el au durchHw el- fchläge nicht unerheblix eeinträcbtigt worden ist. ie in die ent Jahre an niedri er gelegenen Orten ungewöbnl ck großen Ueber- schwemmun en ba en, wie aus verschiedenen Orten Polens gemeldet wird, gleich ails bedeutenden Schaden angerichtet. So i insb: andere ein großer Theil des Klee- und des Grasscbnitis in die em J re in- folge übermäßiger Näffe in Schwaben verfault imd nur noch als Streu benutzbar. Wie verlautet, soli besonders der Hopfen unter der Nässe griinen haben und von einer vilzartigen Krankheit befallen worden sein, fodF die Hopfenbauer empfindlichen S den befürchten.
Die Preise nd auf dem WarsÖa-jex Markt für inn gestiegen, für Roggen und Hafer ziemlich unverändert geblieben.
Es wurde gezahlt für das Pud:
am 4. An ust d. I.
am 3. Juli d. I. für Weizen . . . . Rbl. 0,74-0,93 Rbl. 0,8 --1,00 „ Roggen . . . . , 0.66-0,80 , 0,68-0,78 . Hafer . . . . , 0,70-0,90 ., 0,68-0,90.
Saateinftand und Getreideernte in Oberitalien.
Mailand, den 5. August 1899. Mais und Reis stehen vor- »“ züglich und versprechen Jute Ernten. -- Weizen ergab nach neueren Schätzungen bei bsirieo gender“ Giite mehr als im vori en Jahre: eine volle Durchschnitwernte. - Die Ge ammtetnte ien! an Weiien wird unter Berücksitbiigun des se : dürftiLen tag! in „ Sisi ien auf nur 1 Million Hekto iter mebc als :! Iakre1898 geschäßt, d. b. auf 48 Millionen. -„ -
ür die 71. Denk' : Gersten- uud op en-kui-z cl'lémg, weiibe vom UFFis 15. Oktober 5. I. „Z- 5 Bux "“ * MFsukbs- Lud eJMo-Z §Ych?_raf1§§:in-texi ' „wruu xc : n Deuts "en gHovxénbciu-Vekeins * im 'In „ “71 “ Berlin veransta“ iet „wird, W * „ '„-' -* * wiridicbaft, Domäxen md .eineiéülzekne 21:51 31..*“".11:".1*.11fi"ch1 L.».Wns“ * et rxeene-ondi „ wirtb selbst gébautsegBraugekfie , mint, welch! ' “'
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