- ßoxägen wirtbscbafilicßeu Verßästniffe nacb der Bekundung des Regierungk-Präsidenren von großer Bedeutung , sind. Die qufiz- verwaltung bai [ich nur mit großer Ueberwindung dazu entschlossen, die Aufreäpterbgltung diefer Besonderheit als gerechtfertigt anzuerkennen
- und demgemäß eine AUSUabmebeftimmung in das Geseßdufzunebmen. Für OSnabrück liegt nach dem Uribeil aller Sachkundigen die Sache keineöiregs gleich. Die äußere Gleichheit istfreilicb vorhanden insoweit, als auch dort die Einrichtung auf geseßlicher Grundiage beruht. Aber nack) den Berichten nicht nur des Landgerichts-Präsidenten, sondern auch des Regierungs-Präsidenten ist diese Institution dort im Ab- [terien begriffen, abgesehen von einzelnen Bezirkcn, _die unmittelbar an Ostfriesiand angrenzen. Deshalb hat auch die Königliche Staats- regierung keinen besonderen Werth darauf gelegt, als in der Kom- mission des Abgeordnetenhauscs _OSnabrück wieder gestrichen wurde. Ebenso wrnig hat [112 sich zu einer besonderen Ve- kämpfung "veranlaßt gefunden, als yon Vertretern der OZnabtücker "Interessen im Abgrordnejenbaus die Wiedereinsetzung des Fürsten- tbumsOSnabrück beantragt und beschlossen wurde. Sie ist überzeugt, dxß das Institut dort im Absterben begriffen ist und die Notbwendig- keit nicht Vorliegt, diesen Tod durch geseßliche Vorschriften zu be:- schleunigen.
In den andern Tbeiicn der Provinz liegt aber die Sache anders. Es ist nicht ganz genau, wenn Herr Struckmann gesagt hat, die Agitaiion durch Petitionen sei erst lebendig geworden seit dcm ablehnendkn Beschluß des Abgeordnetenhauses, bezw. der Kom- mission des Herrenhauses. Diese "Agitation ist viel älteren Datums. Ich bin schon den ganzen Winter mit solchen Petitionen überschwemmt worden; es sind auch Deputationen bier gewesen aus Verschiedenrn bannorwrschrn Landeétbeiien. Es ist auch Versucht Worden, die Agi- tation in die benachbarten Provinzen zu übertragen und dadurch die Position der Hannoveraner zu stärken: einen großen Erfolg hat man damit nicht erreicht. Wohl haben fick) in der Provinz Sachsen einige Auktionaioren gefunden, die gleichfalls den Wunsch aussprechen, ebenso bebaudrit zu werden, ebenso in der Rheinprovinz und der Provinz Hsffcn-Naffau. Die Ober-Präsidentrn der beiden leßten Provinzen haben sich aber von vornherein dahin außgesprockxen, daß absolut kein Bcdürfniß zu einer solchen Einrichtung vorliege. Das Gleiche ist geschoben seitens der Justizbehörden in der Provinz Sachsen.
Wenn nun der vorliegcnde Antrag auf die Prrvinz Hannoder beschränkt wäre, so würde er einen stark partikularistiscben Anstrich haben; und Wohl um diesen Schein zu vermeiden, ist nunmehr bean- tragt worden, die Einrichtung au9zudebnen auf die ganze Monarchie und dadurch auch denjenigen Provinzen eine Vermeintlich: Wobiibat zu erweisen. die eine solche Wobltbat garnicht in Anspruch ge- nommen baden und in Anspruch nehmen wollen. Ich habe aus einigrn Petitionrn, die mir in der leßten Zeit zugegangen waren, Vcraniaffung genommen, nochmals einen gutachtlichen Bericht des Oberland183€iichts-Präsidenten von Celle einzufordern. Dieser Bericht ist mir Vor zwei Tagen zugegangen, ist begleitet von eingehenden Be- richten drr drei Landgerichts-Präsidcnten don V-xrdrn, Stade und OEnabrück, sowie von Berichten drrschiedener Amtßgerichte. Diese sämmilichen Berichte sprechen fich mit der größten Bestimmtheit dagegen aus, Liusnabwebestimmungen über" den in Art. 125 feiigeseßten Geitungsbcreiä) hinaus zu statuieren. In einem Vcrickyt wird bcrvor- gehoben, in der Provinz Hannover sri eine starke Neigung vorbandrn, das Vorhandensein Von allerlei Eigenibümiicbkeiten und Besonderheiten zu behaupten, die geschont und erhalten werden müßten; !*.-Inn man aber der Sache auf den Grund gehe, Erkenne man bald, da[; dad nicht ganz richtig sei, die Verhältnisse in Wirklichkeit viel- mehr nicht wrsrntiich anders läzen wie in anderen benachbarten Provinzen; rs [irge dabei vielfach Selbsltäuschung und vielleicht ein Max:,rni an Keiintniß der Verhältnisse der anderen Provinzrn zu Grunde. Ich kann auf Grund meiner Erfahrung dieser Be- hauptung nicbt widersprechen. Es ist in ailrn Bkrichten einstimmig bcrdorgebdben, daß die besonderen Verhältniss, wie fie in Osrfriksiand und Harlirgerland bestehen, in den anderen Landeßtheilen nicht vorliegen. Allerdings sind namentlich im Regierunzßbezirk Stad: Auktionatoren in großrr Zabl vorhanden, noch zablrxicber, als Herr Obrr-Bürgermeister Struckmann vorhin erwähnt hat; ck giebt z. B. in eincm kleinen Amtsgerichtsbezirk, der mit einem einzigen Richier besetzt ist, 18 solcher Auktionatorkn. Es ist daher nicht auf- fallend, daß die Agitation in diesen Bezirken eine lebHastere gewvrden ist, nachdrm man die Petitionsbogen überall berumgesckzickt hat. Wenn in der letzten Zeit noch ganze Körbe von Petitionen an dieses bobs Haus gelangt sind, so findet dies virlleicht seine Erklä- rung darin, daß in aürrlrtzter Stunde die Leitung der Brwegung in eine in diesen Dingen besonders geschickte Hand übergegangen ist, die es noch besser Versteht wie die bisherigen Führer, eine solche Be- wegung in die weitesten Kreise zu leiten.
Es ist hier, wie auch im Abgeordnetenhause insbesondere auf das Bedürfnis; des Regierungsbezirk) Stade und des nördlichen Tbeiis der Provinz Hannrder, speziell des Landes Wursten, hingewiesen wvrden. Der Landgerichts-Präfident in Stade hat zwei AmtSrichter zu gutachtiicßen Aeußerungen aufgefordert. Diese sind verschiedener Meinung gewesen. Der eine hat gesagt, es wäre gut, das Institut beizubehalten; der andere, ein altbannoverscher Richter, der [einen Bezirk seit 20 Jubren verwaltet, hat sich entschieden dagegen angesvrochen. Bei dicser Meinungsversckjiedenbeit hat nun der Landgerickpid-Präsidentvon Stade -- oder vielmehr nicht dieser persönlich, sondern sein Vertreter, ein bochangesebenrr und erfahrener altbannoverscher Richter, der sich auch seit dem Jahre 1879 in seiner gegenwärtigen Stellung befindet, Ver- anlaffung genommen, sich durcb einen ibm seit Jahren be- kannten bochgeachteten und als besonders zuverlässig angesehenen Auktionator über die tHatsäcblicben Verhältnisse genauer unter- ricbten zu lassen. Nach dessen Auskünften ist rr zu der Ueberzrugung gelangt, das] absolut kein Bedürfnis; vorliege zur Ausdehnung des Art. 125 auf den dortigen Bezirk. Diese Auktionatorén gehören den verschiedensten Berufsxreisen an. Sie haben fast aus- nahmslos Nebenbeschäfjigungen. Sie sind meist zugleich Mandatare, d. b. Parteivertreter vor den Amtheticbten, geben rechtlichen Rath, guten imd schlechten, veranstalten Mobiliarvetkäufe, machen Makler- ge_[chäfte; einige betreiben auch Schankwirtbsc'bafi; cs befinden sich unter. ihnen pensionierte Lehrer, akiive und inaktive Gcmeindq-Vorfteberx Gendarmen a. D., Gemeindcdiener sind auch dabei, u. s. w. Nun, meine Herren, frage ich, ob es gerecht- fertigt ist, anzunehmen, daß aus diesen Kreiscn Urkunds- personen genommen werden können, die diejenige Garantie in Bezug auf Kenntnisse„ Zuverlässigkeit, Bildung, Rcchtschaffenbeit
;- .
in jeder Bezießung gewähren, wie sie das Bürgerikcbe Geseh- buch grundsäßlicb für den Grundsjücksverkeixr vorausseßi. Warum gerade die Auktionatoren ? Warum nicht auch die vereideten Taxatoren ? Von diesen liegen gleick1e Anträge vor und heute steht eine solche Petition im Abgeordnetenhause zur Vrrbandlung. Warum nicht die Feldmeffer, die vielleicht *den Verhältnissen noch näher stehen und gewiß nicht weniger sachkundig sind? Die Verbindung der ver- schiedenartigsten Geschäfte in der Person der“ Auktionatoren, Welche von der Verwaltung ohne jede Prüfung vereidet werden Und nachher keiner Aufsicht meßr unterliegen, ist auch nicht greignet, sie für eine besondere Privilegierung zu empfeblrn. „Weim die Grundstücköaukiionatoren, die zugleich als Mandatarr, als Partrider- treter vor Gericht auftreten und alls möglichen andrren Geschäfte bc- treiben,jeßi dieses Privilegium crbieltrn und fortan als Königiichprrußiscixe Beamte bingestrlit werden, so würde dies in bedrnklicher Weise die Gefahr der Mobilisirrung des Grundbtsiyrs fördrrn, im Grgcnsaß zu drm Grundsatz, an dem wir alle festhalten müffrn, daß der Grundbrsiß möglichst in einer Hand und in einer Familie zu erhalicn und daß nicht zu lkich1sinnigrn Ver- käufen Veranlassung zu gcben sei. (Lrbkzaftes Brady 1) Daß die Intrreffm der Bevölkerung, die Hrrr Ober - Bürgermeister Struckmann gleichfalis vdrgrfübrt hat, da, wo sich das Institut der Auktionatoren eingebürgert hat, in Zukunft geschädigt werden, wird in den vorliegrnden Berichten (:ieiäpfaUs bestritten.
Was die Kosten anlangt, so ist festgrstclii, daß die Hekrrn für die Vrrmitteiung eines solchen Verkaufs 2 0/0, 1159/11 oder 10/0 des Er- löses berkchnen; daneben vielfach noch die baarrn Auslagen für Inserate und Fubrkdsten. Ein Theil der Auktionatdrrn vrrzicwet, wenn der Verkauf nicht zu stande kommt, auf jede Gebühr. Ihr Cßarakter ist“ insoweit ähnlich dem der Makler, die arch kcine E*rbüizrcn nehmen, wcnn das Geschäft nicht zu stande kommt, abrr fick) bemühen, möglichst viele Grschäfte zu stande zu bringrn. Das würde auch hier in Zukunft der Fall sein.
Wenn die Brstimmrngen dcs Bürßexlicixzn (Heseßbuches zu dknjrr-igen Unzuträgliäpkeiien führrn, dic befürchtet werden, wird es die Aufgabe der StaaTsrcgirrUng sein, im Wege drr Reichsgescßgebung die beffernde Hand anzulegen und auf Abändrrungen hinzuwirken. Abxr ici) glanise nicht, daß, ebe solche Criabruwgen gesammrit sind, ebe wir wissen, ob dir Bevölkerung nicht auch bei und mit den strengrren Be- stimmungen des nruen Rechts sich kefrruxidrt, wie das in Süddsuisch- [and der Fall ist, wir Veranlassnnß haben, don Bodrn zu betreten, dcn Hrrr Struckmann mit seinem Anfrage bciriti.
Herr Struckmdnn will [eincm Antrags freiiich dir gefährliche Sdiße ncixmrn, indem er sagt. cs solle ja in das Ermeffen dcs Justiz - Ministers und des Handels - Ministrré; gestLUt werden, ob und unicr welchrn Bedingungen Anträgen auf Verlcibung derartiger Bringniffe [iatizugeben ssi oder nicht. Ich bin dankbar für jcdes Zrichen drs Vertraixens. Aber das geht mir zu weit, und ich möchtr dringrmd bitten, wir auf diesem Gebiete etwas Weniger Vertrauen zu schemicn. Ick) fürchte", daß die Justizverwaltung mit Tausendrn von solchen Anträge,“. be- beliigi würde, die auch keinrßwegs dadurch abgehaltc'n wsrdcn könnten, da[; fie maßgebrndc Grundfäßc für die Bewiüigung drr Anträge auf- steÜt. Für meine Prrson glaube ich [(h-In brut? erklären zu können, daß 111) daß von Herrn Ober Bürßermrister Struckmadn in mich grseßte Vertrauen wahrschkiniick] bitté'k ('dréciux-"ciscn und grundsäßiiéb gencrgt sein würde, (1118 Anträg: abzulehnen. W711" mcincNackyfdlger das auch jbätcn, dann würdcn Sie es erleben, das; Sie in ]rder Tagung des Landtages mit Hundrrtrn uud Tausenden von Petitionen bestürmt würdkn. Und ich 131118 zu erwägen, ob eine: solche Vcr- mebrung des Petitionssturmrs, mit drm Sie schon jeßt zu rechnen habcn wcrdrn, Jbrrn Wü:;schrn enisrricht, Ick bitte dabsr dringend aucb im Jnirrcffe unserer Notare, denen wir es in drr That schuldig sind, daß wir nicht ihr 21111an und ibrc Sieüung dadurch Z-crabdröckrn, da[; wir Bramte dieser Art ihnen koordiniercn; ich bitte im Interesr des Neiébs- gedankcns - möchke ich sagen -, der uns hindern srilir, 919118 dringende Noth uns mit den reicbkgeseßiiwrn Brstimmungen und ibrcm Griffe in Widerspruch zu scßen; ich bitte endlich im Interrffe der Bevölkerung,dcn Antrag Struckmann sowohl in seiner prinzipieüen wie in [einer kden-iuxll-kn Fassung abzulehnen; ich glaube, Sie werden dadurch niemaxidcm schadrn. (Labbafrrs Bravo.)
Ober-Bürgermeisier Struckmanu glaubt, zur Ebro der Hier in Frage kommenden Kategorie von Beamten darauf hinweisen xu-müffen, duß sie sick) als durchaus 19119119 erwiesen [)ä116n Ulid Mißxraucn & ])rjorj nicht verdirnten.
Iustiz-Minister Schönstedt:
Meine Herren! Jeb bitte Sie, mir nur zwri Worte zu Zeitditen. Ich bin weit davon entfernt, den Stand der Auktionatoren als solchen angreifen zu onen. Ich babe gleichfalls die Ueberzsugung, daß sick) darunter eine große Zahl von ehrenweiiben und zurrrläMgen Männern befinde. Wenn die Herren aber so weit gebcn, ein Vertrauen zu beanspruchen, wie es dieser Auirag voraussetzt, dann halte ich mich doch für Verpflichtet, zu erklären, daß dies zu Welt geht, und daß nach meiner Kenntniß dcr Verhältniss im Lande die Gesammtbeit der Auktionatorcn dock) keineswegs diejeuigen Garartien bietet, Weiche die nothwendig: Vorausseßung iixrer Erbekung zu Urkundsdcrsonen sein würden. (Sehr richtig!)
Der Antrag Struckmann wird gegen die Stimme des Antragstellers abgelehnt.
Die Vorlage wird darauf im Ganzen unverändert definitiv angenommen.
Es folgt der Bericht der Kommission Über den Entwurf eines AusführungSgese es TM Grundbu ordnung; der schriftliche, von Profeséor &örsck) erstattete ericht wird von dem Präsidenten des Kammergerichts Drcnkmann ver- treten. Die Kommission hat die Abgeordnetenhaus-Bcschlüffe unverändert zur Annahme empfohlen.
Die Vorlage wird auf Vorschlag des Grafen von Zietcn-Schwerin ohne Debatte 811 5100 angenommen.
Der Entwurf eines Ausfiihrun Sgeseßes zum Reichszxeseß über die Zwangsveriieigerung und Zwangßyerwaltung soll nach dem Antrag derselben Kommission Referent ebenfaiis err Drenkmann fiir den verhinderten rokeffor Lörsch) gleich alls nach den Beschlüssen des Abgeordneten an es angenommen werden. Nach län eren Dar- le ungen des eferenten xu einzelnen A11ikeln werden d e Artikel 1 b s 21 unverändert angenommen, das leichen 611 b108 auf Antrag des Freiherrn von Munten el der Rest der Vor-
'1--.
lage, Artikel 22 bis 48. Unverändert genehmigt das Haus darauf im Ganzen das Gesetz.
Auf Grund mündlichen Berichts „des Präsidenten des Reichsbank-Direktoriums ])r.“ Koch wrrd endli auch der Geseßentwurf zur Ausführun „des Nei Sgeseßes, betreffend Abänderun en ?der Ywilproze ordnung, unverändert nach den Be?chlüffen des anderen Hauses ohne Debaite angenommen. .
Den leßten Ge] enstand dsr TageSordnung bildet die ein- malige Schlußberat ung des in veränderter Fassung von dem Hause der Abgeordneten zurückgelangten Geselß- entwurfs, betreffend Schußmaßregeln im Que [- ebiet der linksseitigen Zuflüsse der Oder 111 der * rovinz Schlesien. Die 5 orlage Hat schon zweimal dem Herrenhause und weimal drm Abgeordnetenhause vorgelegen; das Abgeordnetenßaus hat der bestimmten Erklärung der
etrachten ei, die Vorschläge der Regierung, wonach die Kosten unter taat, Provinz und Gemeinden gcdriitheilt werden sollen, wiederbergcsteiit, während das Herrrnimus die Provinz ausschalten und dem Staat zwei Drittel der Kosten auferlegt wissen wollte. Der Referent err vdn Klißing beantragt nunmehr, da nichts Anderes ubrig bleibr, die Zustimmung zu den Beschlüssen des anderen Hauses.
st . Minister für Landwirthschaft rc. Frribrrr von Hammer- 6171:
Meine Herren! ch habe die kurze, aber sehr iiringrnde Bitte an Sie zu richten, den Beschlüssen des Abgeordnetenhauses im § 7 des vorliegenden Gcseßes bezw. dem Anfrage Ihres Herrn Bericht- erstatters xuzustitnmxn. Dir Staatsregierung legt einerseits den aller- größten Werth darauf, daß dieses gegen die Erfahren der Hoch- gebirgSgewäffer in Schlesien gerichtete Grieß zu standc kommt, ist aber andererseits aus prinzipicUen Gründen r*.icbk in der Lage, das Gesetz in der Fassung arzrmcixmen, wie es aus den Veratbunaen dieses hoben Hauses Hervorgegangen ist. Würden Sie also auf Ihrem Beschiuffe beharren, so würde ein sehr zweckmäßiges, nothwendiges Geseß zu meinem persönlichen und dem Bedauern der Staatsregierung, nicbt verabschiedet werden können. * Ick) richte deshalb nochmals die dringende Bitte an das hohe Haus, dem Anfrage Ihres Herrn Bericht- erstatters zuzustimmen.
Freiherr Von Manteuffcl: Wir sind Wagen 'der dringrndcn Bitten, die uns aus Schlefirn vorlie'ßen, bereit, von unserrm bis- herigen Standpimkje abjuiaffrn uud drr *Vorlcage znzqstimmrn, der- wahren uns aber gegen jcdcs Präjudiz aus diesrm Vrrzicht. Wir halten, wag dir Rrgirrimg verlangt. für eine Ungérécbtigkcit gegen die Provinz und fügen uns nur den Wünschen drr Schlesier und der Birke des rrn Véinisters.
Ober- .Zürgcrmristrr Brnder-Brek-lan: Die Provinz Sablefie'n bat die 6 Millionrn, rrclcbr fie für Melioratidnszrvrcke in Aursicht iteUtk, noch garnicht bewiüigt. Der Prodinzial-Landtag wiÜ die Be- willigung abhängig machen von der Art, wie die Unistbaltunrsrflickot d1e1er Fiüffc gctr*rlt worden [01]. Ich fürchte, daß, wenn wir nun hier Eine neue *Krlastung der Provinz bestbließrn, wenn auch Unirr Protest, dies der An::aöme jener großen Vorlage, wrlche ich sei): wünsche. außerordexiüicb binderlici) sein wird. Man soÜte doch einmal fest bleiben, dann würde sick) reisen, ob die Regie::mg mit ihrem Standpunkt auch einem derariigen Rotbsiand gegrnibcr Ernst mach1. Die Provinz bat [ich grgen jeden Beitrag zu dicsrn Lristungrn cin- müthig ablehnend vci'balren. Wie kdmmt Ober- und Yiéitteiicbiesiri daju, diese Lasien mit zu tragrn? Die oberschxlrfi1chen Krrise sro ohnehin [ckwn übermäßig belastrt, :. B. der Kreis LuHiinixZ. Als VU“ treter der Provinxialbauvtstadt und als Mitglied des Prodinziaiiandtach bin ich ganz besonders Rekrimiuationen außgcseßi; Uinwuiebr fühle ich mich VcrdJirbtei, für unsrrcn ursprünglichen Beschiuß zu syrischen. Wir haben kein Nrcht, dic Szckye 19, wie es jsßt geschehen sda, zu behandeln. Kommt das Grieß nicht zu stande, so trägt die Regierung aiiein die Verantwortung. Prinzipaiiier ist der Staat schon nach dem Ailgerneinrn Landrecht vrrp711chtet, für solche al1- amnxinen Notbftände einzutreten; darüber brstebt gar kein Zweifcl. Was aber die Vdrla € ddr]chlägk, ist ebenso unbiUig wie unpraktisch.
Fürst von HaZHeldt-TraÖenberg ist zwar mit drm Vcrrrdner darin einverstanden, daß es äußerst mißlicb sei, den Prodinxrn immrr neue_Lastcn aufzuerlegen, bittet abrr doch, den Weschiüffcn des andrren )aukeo zuzustimmen und die Prinzipicmrage auf sich brrubrn zu ldssen- ( er Provinziai-AUUMÖ habe das E:sey in dcr ursprünglnkrn Fasslmß auch seiner eit angenommen] er]! der Proriuzial-Landiaa babe (: weichend€ Be ch1üffc gefaßt. V.)?an [171112 die (FL::fügmxg arch diesc: kleinen Bausteins der Landesinelioratidn in Schlesien richt Länger dcrzögern.
. Der F] 7, welcher die Kostenvcrtheilung betrifft, wird darauf mri großer Mehrheit nach der ursprünglichen Vorlage“ an- gcnoxnmcn. Das Gescß im Ganzen gelangt in dieser Famung cndgultig zur Annahme.
Schluß um 31/2 Uhr. Nächste Sißung Freitag1ilk1k- (Vdrla 8 wegen Gewährung von ?mischenkrcdit für Rcriten- giiter, erich der Matrikularkommis wn, Antrag der (Heftbzlfts; ordnunY-komwisswn auf Strafverfolgung der:; „Vorwärts wrgrn cleidigung des Herrenhauses.)
Rexxerung geÉenüber, daß andernfalls das Geseß als abgelehnt zu
Haus der Abgeordneten. 97. Sißung vom 24. August 1899, 11 Uhr.
Ueber den Anfang der Sißung wurde in der gestrigen Rammer d. Bl. berichtet.
Im weiteren Vcriauf dcr Berathung über die Petition dcs iandwirthschafilicbcn Vereins für Rheinpreußen um Ermäßigung der Eisenbahnpreise fur _ die: Be- fördcrung von landwirthschaftiichen Arbeitern nach dem Rhein und zuriick beantragt der
Abg. (Graf von Schwerin-LöwiI? (kons.): die Petition mit der Beschränkung auf die ausländischen rbciter der Staatßregierung zur Berückfichtigung xu überweisen. ' lt
Ab . von Eyn ern (ni.) möchte sicb nicht für den ganzen Inh“ der Pet tion und deren Begrundung erklären. Man könne dccb dk; Arbeiter nicht, wenn auch auf Zeit, an die Landwirtbscbaft fr eln, U" der Patriotikmus könne ni t soweit geben, daß man die rute auf dem Felde sieben lasse, wei man polnische Arbeiter nicht verwenden
wolle, Aba. Graf von Schwerin-Löwitz befürwortet seinen AMW"
Derselbe babe nur den Zweck, dem Osten die Arbeiter zu erhalte"-
Die Petition wird hierauf gemäß einem Anika ? des
Abg. Becker (Zentr.) der Staatsregierung zur Berückfi tigung
überwiesen. ' , ck, Cabanis u. Gen. zu Altona u. a. O. bitten um Gier ; stellung der aus den Zivilsupernumeraren hervosr- grgangenen" Eisenbahnbeamten des Abfertigung dienstes mit den entspre enden Bureaubeamten. „ Die Kommis [ion [ lägt vor, die Petition der Regierung zur Ywä ung zu ubekweien. wiesen [gehen.
Nach k_urz_er Debatte wird die Petition der Staawregierung zur BerücksichttLunß überwiesen. _ _
Mehrere C' [en ahngehilfen wunschen Verbesserun der Einkommensverhältnisse der Gehilfen im mittJeren Eisenbaxndienst und Anstellung derselben.
Ab . aen ger (Hospi ant der ir. Volksp.) macht auf die große Zahl der nicht etatßmäßig angestellten Eisenbahnbeamten aufmerksam, schilkect die ungünstige Lage der Gehilfen und beantragt, die Petition der Regierung zur Erwägun xu überweisen.
Geheimer Regierun Stat Niehaus bestreitet das ungünstige Ver- bäliniß zwischen eta16m ßigen und diäiarifcben StLÜen im Eisenbahn- dienst und daß die Gehilfen nicht auskömmlich besoidet seien; der Maximallobnfaß betrage 4,50 «16 Das Lohnvrrbäitni der Stations- gebiiien Werde nur in sehr seltene'n Fällen, aus diSzip inarifchenNück- [i;btcn, don der Vrrwaltung gelöst.
Abg. Dr. W i e m e r (fr. Volksp.) weist darauf hin, “daß diesr Gehilfen das Höcbftxiebalt erst in 15 Jahren erreichten und die Dienste der wirklichen Beamten Verrichfetrn.
Nachdem auch Abg. D asi) a ci) (Zentr) den Antrag Saenger empfohlen hat, wird dieser angenommen.
Petitionen von zivilversorgimgsbrrcchtigten Justiz- Kanzleigebiifcn um Verbesserung ihrer Ein- kommens: und AnstellungWerhältnisse wcrden cnt- gegen dem Antragr der Kommission, welche Ueberganc? (Zur Tage;“Zdrdnung empfiehlt, der StaatSrcgierung zur Berü [i )ii: Fung Übermicsen; Prtitioven von nichr zivildetsorgnngs-
erechtigten Justiz-Kanzlergchilscn, soweit [re sick) auf die Ver-
besserung ihrer Einkommensverhältniffe brzie en, der Staats- regierung zur Berücksichtigung, soweit fte ici) auf ihre An- stellungsvrrhältnisse beziehen, zur Erwägung Überwicscn.
Eine Petition dcr Vorfißcnden dcs Landesvereins preußi- scher Volksschullehrcrinnen Elisabeth Scimeider in Berlin um Aenderung der Gcseßgebung iiber die Fürsorge für verbrecherische odcr sittlich gefährdete Kinder wird der chirrung als Material überwresen.
Mebrere Einwohner der Städte Elbing und Marienburg
handle, die in anderen rovinzrn nieht "bestehe und die'Katboliken zu weiten, kostspieli en Reien zwinge. I)ie Aufhebung dieser Verfügung wiirde den; konfe sionellen. Frieden nicht stören.
Geheimer Ober - Rr. ierungSratb von Bremen nimmt die Beamten gegen den Verdaxt in Schuß. daß sie irgend welchen Druck ausübten hinsichtlich der religiösen Erziehung der Kinder aus Mischehen.
Abg. Dr. Nintelen (Zentr.) glaubt, daß die Verfügung Er- bitterung erzeu 8, weil die Kinder, deren Eltern die Erklärung nicht abgeben, p:ote antisch erzogen werden könnten. Die Verfügung der- swxxe überhaupt gegen das Allgemeine Landrecht. Es genüge eine Erklärung beim Lokalschulinspektor.
Geheimer Ober-Regierunquatb von Bremen erwidert, daß das Ailgcmeine Landrecht über die Form dieser Erklärung keine Form angebe.
Abg. Dr. D ittricb ffihrt Fälle an, in denen die Eitsrn meilenweite Wege nutzlos gemacht batten und voii der Behörde bart angefahren Worden seien.
. Abg. Schall (ions): Ungeseßlicbe Beeinfluffuncicn würden wir mxßbilligen_; dagegen steht aber der Beschwerdeweg offen. Gewissens- zwang dars nicht geübt werden, das will ja gerade die Verfügung verhüien. Die angeführten FäUe sieben wobl vereinzrlt da, die Ver- fügung will den konfessioneürn Frieden aufreäqt erhalten. Den Weg bis zum Landratböamr dürfen die Eltern nicht scheuen; sie machen ihn oft in viel unwichtigeren Dingxn. IedenfaUs ist feiere Ver- anlassung, die Verfügung aufzubrben.
Abg. Dr. Rintelen: Durch die Verfügung wird dem Mmgeiischsn Beirußtscin Rechnung getragen, nicht dem konfessionellen
rieden. Wer der Pariiäi einrn Dienst erweisen will, “muß für die Bcrück 1chtigung eintreten.
A g. ])r. Porsch (Zrntr): Dic Parität kann leicht in Frage aestelit werden, wenn ein katboxiscber Vater einem LVUUJLUsÖLU Landraib anzeigen will, daß seine Kinder kaiboiiicb erzo en werden sollen. Die Anzeige beim Rektor oder Krris-Schulinspe or würde doch gcnügrn. „
Abs]. Bandeiow (kauf.): Ick glaube, der Zusttmmung der großen Mci)rbeit des Häuses sicher zu [ein, wenn ich gegrn die V8rdächrigung entschiedenen“ Widerspruch erbcbe, die der Abg. Porsch
gcgen die Landrätbe erhoben hat. _ Abg. ()x. Porsch bestreitet, die Landräthe verdächtigt zu babrn.
Der Antrag auchriicksichtigung wird egen die Stimmen
dementsprechend unier Able nun eines Antrages des MY- S mala entr.) der die eil on der Regierung zur Veri“! fi tigung erweifen will. .
Petitionen, betreffend die BaupoliÉe-iordnung für die Berliner Vororte, werden ohne ebaite theils durch Ueberweisung zur Berücksichtigung, theils durch-Uebergang zur TageSordnung erledigt.
Fabrikbexilßer Kunze u. Gen. in Löwenberg i. Schl. u. a. O. bitten um bänderung des Eisenbahndamms bei Löwenberg zur Verringerung der Hochwassergefahr. ,
Die Kommission empäehlt UeberweisunBzur Erwiigung, Abg. Kapsch (fr. Volksy.)111eberweifung zur erücksrchtigung.
Geheimer Baurat!) Nitscbmann weist darauf hiré daß die
beibeiiiatcn Behörden sich gegen die_sen Wunsch ausgespro en hätten, und daß, wenn ibm entsproiben wurde, die Unierlieger dagegen Ein-
spruch erheben würden.
Abg. Kopsch bestreitet dies. Die Jniereffenien sträubten sich nur dagegen, das] ihre Wiesen durcb Gräben durchschnirten würden, nicht gegen die Ersetzung des Eisenbabndamms durch einen Viadukt oder dagrgen, daß der Eisenbahndamm erheblich mehr und breitere Durchlässe erbaUe. . _
Abg. von Kölichen (kauf.) befürwortet ebenfalls die Berück- sichtigung der Petition.
Das Haus beschließt nach dem Antrage Kopsch.
Petitionen von Seminarlehrern um Anrechnung von Präparandenlehrer-Dienstzeit auf ihr Ychxldungs- dicnstaltrr werden der Staatsrexzierung zur Berucktchtigung überwiesen. - -
Hierauf vertagt sich das Haus.
Abg. von E nern (ul.? fragt den Präsidenten, ob die angekün- digte Sekundärba tworlage engegangen sei und wann er sie auf die Tagesordnung seßen wolle.
Präsident von Kröcber: Ich kann darauf nur in negativem Sinne antworten. Ich habe von eine: Eisenbahnvorlage nichts gesehen _
und MMS gehört.
erner (Refbrmp.) will sie zur Berücksichtigung über- ,
wiinstixn Aenderung der Vor[chriftcn iiber die Form der elterlichen Erklärung uber die religiöse Er-
ziehung der Kinder aus Mischehcn.
Die Kommission beantragt Uebergang zur Tages-
ordnung.
2161]. Dr. Dittrich (Zrntr.)_brantragt, riePetitir-n der Regierung zur B;»riicksi-htigung zu Überireikrn, weil es fia; um eine Verfügung
drs ;Zentrums, der Polen und einiger Frei innigen abgelehnt und der Kommissionsantrag angenommen.
Die Handelskammer in Hirschberg u. a. pciitidniercn um Ablösung des Auenrcchis in Schlesien.
Die Kommission beantragt, die Petition der Staats- regierung als Material zu Überweisen.
(Fortsetzung organisation,
Das Haus beschließt
Schluß 41/4 Uhr- der dritten Berathung der Berliner Gerichts- Berathung der vom Herrenhause abgeänderten
Justizgescße, Petitionen.)
Nächste Sißung Freitag 11 Uhr.
1. Untcrsucbun s-Sachen.
2. Aufgebdtc, ustrllungi'n u. drrJl.
3. Unfaii- und Jtivaiiditäts- 2c. «Icrficßerung. 4. Vrrkäuxr, Vcrparixtungrn, Vrrdingungen 2c. 5.' Vrrioo ung 2c. don Wcrthpaptrren.
Kommandü-GeÉlif r
Oeffentlicher Anzeiger. H? ?“
e 10. Verschiedene Bekanntmaäyungen.
aften au Aktien u. Aktien-Gesellsch t [ afts- eno enscbaften. - echt9anw [ten.
11" lltiterstichiings-Sachen.
36529] [ Kgl. Württ. Séaatsanw-dltscbaft Han. Vcrmögcu-Ibeschlaznnhme. __
Durch Beschluß der Fericnßrafknmmrr d:;Z K. LQUDJOÜÖW hier vom 1.1. August 1899 ist m der Straiiachqgeaen " “_
1) Addi] Bliuzig- Kellner, geb. 4. Marz 1815 in 2111,
2? Georg Michael Friedrich Bräuninger, DiMst- knecht, (161). 8. Februar 1876 zu Engelhardtsbauwn, GOL LViescnbacb, ORA. Gerabronn,
3) Gewa Friedrich Wilhelm Crust Eßlinger, Beruf unvekannt, gkb. 30. Juli 1876 zu Roti) am Scr, O.'A. Gerabronn,
4) 3§ti*drich Jobann Haas, Brrvf unbekanrit, grb. 14. Juni 1876 in Hail, '
5) Karl Kleiner, Beruf unbrkannt, gcb. 4. Juni 1876 zu Jisbdfdn. OmU. Hail,
6) Johann Köhnlciu- Dienflknräpt, geb. 20. Ja- nuar 1876 zu Waübauscn, OWL. Gerabronn,
7) Kac1Krugcr, Beruf unbekannt, geb. 17.?111g1111 1878 zu Ober-Hdhlenbaci), Gde. Unterxröiimzrn, Q-A. Gaildorf, “
8) Jdßaxn Christof Wilhelm Kübler, Bern] un- bekannt, 9813. 17. Januar 1878 in Spöck, Gde. Ottendmi, OLM, Gaiwdrf,
9) J.“..ob Friedrich August Meffcrsckxmidt, Bkruf Unbrkanni, grb. 25. Oktober 1876 in Großaltddr], O.-A. Hai], _ '
10) Albert Frirdrick) *Hé'sniiÖ Scheu, Mcßgrr- gcsriie, geb. 13. August 1876 in Hall,
11) Joéef Schilliu , Beruf unbekannt,. 9-36. 19. März 1878 zu Hau en a.d. R., QM. Gaildorf,
12) Heinrich Robert Schmal [e, Beruf unbekannt, geboren 24. Okwber 1876 in all,
13) Jdbann Schuhmann. Schustergesc-lie, geb. 6. Juli 1876 in Svixlbacb, QQ. Gerabronn,
14) Johann Grtxlieb Schütt, _Bcruf unbrfaimi, geb. 21. JUU11877F8i zn cbOtYdiTif, OxAYGarfld-rrf,
]5) Michas : eer e ngcr, .eru un- bekanni, 9813. 31. Juli 1876 zu Klopfboi, Gde. Bartrrisirin, Q-A. Gkrabronn, . „
161Emil Albert Theurer, Saitiergebtise, geb. 7. Mai 1876 in Tbüngentbai, O.-A. Hall
17) Hugo Karl Unser, Eisendreber, 98.981991 WTZKÜSHJU“ L 1) 5 Zw wing :* Wamer
QO ann eon ar e c . 1. - Yseile, geb. 23. März 1876 in Sprciback), O.-A.
erabrdnn, , ,
sämmtlich zuletzt wohnhaft im Landgerichtsbrzirk Hail, je we cn Verle ung der Webtvflicbk-
s.. dxe P cgschaftiix verwalteten Vermögeii bezw. der MuttergurSansyrucb der Angeklagren Brauninger (Ziffer 2), Theurer (Ziff. 16), chidinger (Ziff. 18), und
1). das im Dcuijchen Reich befindliche Vermögen der übrigen Angeklagten und der 8111) a. (Hrnannicn
[OWM die daselbst bezeichneten Vermögensstucke Nicht zureichen, zu Deckung der die Angeklagter: ror- “Usficbtlicb treffenden Geldstrafe und Kosten bis Zum Betrag von je 670 .“ mit Beschlag belegt worden,
Den 23. Au ust 1899.
Hil-ZS-Staathwalt A b e g g,
[36530]
Die durch Beschluß der Strafkammer des Ksl. Landgerichts Meß vom 20. November 1896 an- aeordnete Beschlagnahme des Vemiö ens des Eugen Vouhomme. geb. am 13.Februar1 76 zu Uchcngen, ist durch neuen Beschluß der Ferimxkammer vnfigen ZTUKJEÜQW vom 14.21uguft1899 wieder aufgehoben “ t en. _
Meß- den 18. August 1899.
Der Erste Staatsanwalt.-
2) Aufgebote, Znstrüungen [364191 und dergl.
In Sackwn des Barquiers Israki eribrim, als ai1riniger anabrr drr Firma J. Wertheim bier, Gläubigers, gegen 1) den Müb1€nbesißer Friedrich Herbst zur rickenmübie “sei Wendrn, 2) dessen Ehe- frau, Rosa ie, geb. Bewig, daselbst, Schu1dner, wegen vaotbekkapitals wird, nachdrm auf Antrag drs Gläubigch dir Brswiagnakxmc der dem Schuldnér, ZiiZblenirfißer Friedrich Herbst, gehörigen Grund-
u e:
11. auf Thuner Flur: _
1. 2 8. 43 qm vom Mane 1934 der (Flirirhrnkamp, dcr Plan 197 u. i). (ck., der kicinr Kamp, der Yiüblen- k.*.mp, 2 118 42 & * (]m, der Plan 2978. Pridat- („raben zwiswrn dm Plänen 197 d. und 1970., -« 118. 1 a 80 gar,
11. Stummeiwiese:
Trennstéck 17 zu
! 71 !
911 . 26 „ 98 Z1ll „ 3 „ 4 )(117 „ 3 „ 65 , )(7 -- , 7 „ 30
13. auf Wendencr Flur: *
Pian 188 Rdbwicsrn -- 1111 33 9. 77 ([m, _ zum Zwecke der Zwangsvekrsteigcrang d:;rcv Bxschlu15 vdm 7.21.11911111899 vrrfügi, auch die Eintragung disses Beschiuffcs im Grundbuchs: an demselben Tage erfolgt ist, Trrmin zur ZwangIversteigerung auf den 14. Dezember 1809, Nachmittags 3 Uhr, vor Herzogiicbem Amtsgerichte Riddagshauseiz in der Boffe'schen Gafiwirtbsäoczft 'zu Werden angrxeßt, in welchem die Hypoxbekgiaubtger dic Hypotheken- bririe zu übertrieben []:-bm.
Braunstthig- drn 17. Angriff 1899.
Herzogliches Zlmiégäricbt Uthd-agsbausen. r]. PLL . Veröffentlicht: Fblrrs, alI ©2richt€schreiben
36417
[ In ZSackpc-„n der Sp», Leib- und VorschuFZ-Kaffe
der Stadt decnwerdcr, Klägerin, gcY-„n die Ehe-
frau drs Willers Hermann Lauge, ' Firma, Yb.
Eilerr, früher in Dobnsen, jest in Hannchr, * .e-
klagte, wegrn Forderung, wird dcr auf den 12.0k-
tober 1899 zu Ddbnfen anbrraumte Termin zur
Zwangsvcrficigcrung aufgeboben.
Eschershausem den 21. August 1899. Herzoglicbes AmtIgerrcht.
Webmann.
2118.24 & 11 qm, 1 . 26 , 69
36418
[ In Hachen, brirrffezid die Zwangsverstrigerun? der dem Büdner Johann Rohde zu Gro thendor e- börisen Büduerei Nr. 7 zu Großö tendorf, [tet zur Abnahme der Rechnung des St uesters, zur Erklärung über den Theilvngsplan, sow s zur Vor- nahme der Vertheilung Termin vor dem unter- zricvncten Gericht auf Donnerstag, den "ck. Sep- tember 1899, Vormittags 10 Uhr, an, wozu die Beibeiligten hierdurch geladen werden.
Crivitz, "den 23. Au ust 1899. Großherzog! ches Amtégericht.
. Aufgebot.
Die Frau Karoline Friebr, geb. Lock), des vers fiorbenen Pferdeknetbts Gustav Frie e Wittwe, in Mitiel-Nieder-SieinSdorf (Schlesien), Vertreten durch die Lebens- und Pensions-Versicherungs-Gesell]chaft .JanuS“ in Hamburg, diese vertreten durch die hiesigen Rechtsanwälte ])rsa. _jur. A. Woiffson, O. Dehn und M. Schramm, hat das Aufgcbot beantragt mr Kraftsoöerkiärung des von der Lebens- und Pensions- Vrrsiwerungs-Gesellscbaß „Janus' in Hamburg am
[36395]
11. März 1892 ausgestellten Reverses über den
Empfang der auf G. Friebe und Frau gcicbioffenen Policcn Nr. 36733/34 über PHP 400,-. Dcr In- vaber der Urkunde wird aufgesordrrt, seine Rechte bei der Grricbisichreiberei drs unterzrichneten Amts- gerichts, Poststraße 19, 2. Strrk, Zimmer Nr. 51, spätestens aber in drm arts Viittworh, den 21. März 1900, Vormittags 11 Uhr. anbe- raumten Aufgebotstermine, „ im Justizgebäude, Dammtbdrstraße 10, parierre Links, Zimmer Nr. 7, anxumelden und die Urkunde Vdrznlegen, widrigen- fails die Kraitloserklärung der Urkunde erfolgen wird. Hamburg, den 6. Juli 1899. Das _Amts erichi Hamhurg. Abtheilung fur Aufgebdtsjacbrn. (gez.) Tesdorvf 1)r., OberamtSrichter. Veröffentlicht: Uds, Gerichtssckyreiber.
[31340] Aufgebot.
Der Kolonist Friedrich Diestier zu Groß- ahien- werder als Vormund der minderjährigen Ges wrfter Otto Paul und Max Franz Irrgang hat das Auf- gedor des a::aebiick) dcrlorensn, auf dem Namen der genanntkn Minorennen lautenden Sparkaffenbucbs der biesiseu Stadt - Sparkasse Nr. 7797 über 1967,32 „14 braniragt. Drr Inhaber des Buchs wird aufgefordert, spätestens in drm am 25.April 1900 Vor drm unéerzeichnetc'n Gericht fiajtfindenden Auf cbotstermin seine chhts anzumelden und das Bu vorzulegen, widrigeniaUs es für kraftlos erklärt werden wird.
Soldin, de_n 21. Juli 1899.
Königliches Amtögericht. [36397] Aufforderung. AUSzug.
Anna Maria Hauck und Katharina Hauck, Ebe- frau Peter Falk, iinbekanmen Wohnorts, als alleinige Erben won Chriiiine Bejtler werden auf Antrag des Rechtsanwairs Karl zu Saargemünd, als Vertretrr des Bezirks waringeri aufgefordert, inner- halb 14 Tagen die (Sintra ung ihres Eigenibums im Grunvbucbxer Grmcindc oppweilrr zu beantragen odcr Widerspruch zu erheben. Wird Widerspruch nicht erhoben, [0 erfolgt die Eintragung auf Grund ker Vorgeleaien Nachweise.
Bitsch- den 22. August 1899.
Kaiserl. Amtßgericht. Jrle, Amtögrrichtöratb.
Auf znläsfiq befundenen Antrag des Schubmacher| Dieckmann bierselbst, als gerichtlich bestellter Ab- wesenheiiskurawr drs Friedrich Wilken aus Criviß, wird hierdurch der am 9. Mai 1829 zu Kobrow ge- borenr Frledricb Carl Christian Wilken geladen sich spätestens bis zuu128.Februar 1900 bei uns zu melden oder den Ort wines „Aufenthalts uns bekannt zu gebcn, -- unter dem ein für alle Mal angedrohten Nachtbeile, daß er für verschoürn erklärt und daß auch die Substanz seines Vermögens als seinen nächsten Verwandten für anbeimgefalien er- klärt werden [01].
Crivitz. 21. August 1899.
[36393] Das Waisenßkerickß. Vorbe .
Auf den Antrag des Maurers Ferdinand Bitter zu reist als Abwesenheitsvormunds:
1 des Friedrich Wilhelm Memleb, geboren zu Fre | am 31. Januar 1862, ,
2)" des riedricb Karl Mcmleb, geboren zu Freist am 8. M rd 1864,
werden die vorgenannten, seit 1872 verschollenen Geschwister Memleb auf efordert, sich spätestens, in dem Termine am 27. Juni 1900, Mitt.:?s 12 Uhr. bei dem unterze christen Gerichte schrift! cb oder persönlich zu melden, widrigenfalis dieselben werden für todt erklärt werden.
Gerbstedt, den 18. Au ust 1899.
[36392] KönigliÖes mtheriÖt.
[36394] Au gebot.
Auf Antrag des © ttners Friedrich Wilhelm Thiele in Klin ewalde ais Abwejenbeitspfteger wird die am 22. Fe war 1835 zu Nieder-Bellmannsdorf, Kreis Görliß, geborene verebelichte HandelSmann Johanne Auguste Subkowskv, verwittwet gewesene Witscbel, geb. Schmidt, die seit dem Jahre 1888 verschoiien ist, auf efordert, sich spätestens in dem vor dem unterzei neten Gericht auf 16. Mai 1000, Vormittags 11 Uhr. anberaumten Auf- gebotstermine zu melden, widrigenfails sie für todt erklärt werden wird.
Görlitz, den 19. August 1899. Königlichrs Amtögericbt.
[36396] Aysgebot.
Auf Antrag der Wittwe Karoline Müller, geb. Kleemann, aus Neubammer, wird der Sohn der- selben, der am 23. Februar 1865 zu Forsthaus Tiefenfurt. Kreis Görlitz, geborene Reinhard Paul Theodor Alfred Müller. der seit dem Jahre 1881 verschollen ist, auf efordert, sich spätestens in dem vor dem unterreicßneten Gericht auf 18. Mai 1900. Vormittags 11 Uhr, anberaumten Auf- gebotstermine zu mclden, widrigenfalls er für todt erklärt werden wird.
Görlih. den 19. August 1899. Königliches Amtßgerich.
[36575] Bekanntmachung.
Auf Antraq der Frau Maria Henriette Johanne Mann, eb. Adebabr, zu Greifswald, Langenibe 14, wobnba t, wird deren Ehemann, der am 14. August 1840 zu Ynsbaßen (Kreis GreifSwald) geborene, zulept in ieck ei Greifswald wohnhaft gewesene Schiffskoch Johann Joachim Friedrich Maun- welcber xe!) auf dem Bark1chi ,Huntlev Berner“, auf wel em er die Stelle enes Schiffskochs an- genommen batte und welches nachweislich am 13. Oktober 1874 Zei Läßskärs Feuerbake esunken ist, zur Zeit des Swiffs fuchs befunden at und . seitdem versÖoUen ist, hindurch aufgefordert, sich spätestens im Aufgebotstermin am 14. De uber 1900, Mittags 12 Uhr. an hiesiger erichts- sie!]e zu melden widrigenfalis er für todt und sein Vermögen als einen Erben angefallen erklärt werden
wird. Greifslxmlb, den 29. Juli 1899. Königliches Amtheriibt.
Berichtigung.
Dad zur Ermittelun der unbekannten Erben des weiland Rentiers Kro bier unterm 24. April 1899 diesseits erlaffene Aufgebot und die unterm 21. Mai 1899 erlaZlene Berichtigung werden zufolge neuer akten-
[33940]
mäßiger estßeuunaen dahin ergänzt, da der ver- storbene entier Carl Philipp Georg till nicht zu Cassel. als ebe1icher Sohn des Schneiders Heinrich Kroll aus Hombrcffen in Kurbeffen am 8. Sep- tember 1831 geboren ist sondern daß derselbe außer- ebelicb von der Marie Ötto Tochter des Schneider- metfrers Gottlieb Otto zu Éaffel. dort am 8. Sep- tember 1831 eboren ist. Die Marie Otto ist am 4. Februar 1 3 zu Cassel geboren und dort unver- ebeiicbt am 15. Januar 1855 verstorben. Bei der Taufameige hat der Schneider Heinrich Kroll aus Hombro en im Beisein der geseß ichen 23er: en dea“ Carl P 11in Eeor Kroll zwar als sein b erkannt, edoch verse diese Anerkennung dem Ki nacb bes Éem wie nach ßemeinem Rechtdem außa-x ehelichen ueuaer gegenü er keinerlei verwandLOafr-T liche Rechte. Unter diesen Umständen , d “nurzdw Verwandten des Versiorbenen mütter! , _ , ' '; nicht auch die Verwandten. des außecsbeW'Ur- „enger! zur Erbscbat berufen. . - *
' Neuftrelij. 3. agu 1899. '
Mecklenbm:g-SUK?!ß MÜWK XUB- 15.
orn.