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kk? “Mäßige Zeiträume ausgeLeben werdkn. Die Auégabe eine; olgt bei der Kreis-Kommunalkaffe in'
neuen elbe von Zinsscbeinen er Kosten gegen Ablieferung der der älteren Zinsscbeinreibe beigedtuckten Anweisung. Beim Verluste der Anweisung erfolgt die Aushändigung der neuen Zinsscheinreibe an den Inhaber des Anleibescheins, sofern dessen Vorzei ung rechtzeitig geschehen ist. ur Si erung der hierdurch eingegangenen Verpflichtungen Haftet der reis mit Feinem gesammten gegenwärtigen und zukünftigen Ver- mögezt) r'tznd mit Usekinerd SZerZetkraftk. di s A i ii e en zu run e a cn wr ee uSer un unrer unsrer Unterschrift ertbeilt. g g s Koßen, den . . . ten .......... 18 . . Der KreiSausfchuß des Kreises Kosten. Anmerkung. Die Anleibescheine sind außer mit den Unter- schriften des Landrajbs und zweier Mitglieder des Kreisausschusses mit dem Siegel des Landraths zu versehen.
Yosen. Reibe. Z nSscbein
i zu dem Anleibescbeine des Kreises Kosten, . ..te AuSgabe, Buchstabe. . ., Nr. . . . ;, über . . . . M?.?ark, zu Z? 0/0 Zinsen ax .
Der Inhaber dieses Zinsschsins empfängt gegen dessen Rückgabe in der eit vom ...... _ ...... a b die Zinsen des borbenannten Anleihe chains für das Halbxghr vom . . ten ..... bis . . ten ..... mit ..... Mark . . . Ps. bei der Kreis-Kommunalkaffe zu Kosten oder bei den öffentlich bekannt gemachten Einlösestelien.
Kosten, den . . . ten ......... 18. .
Der Kreisausschuß des Kreisks Kosten.
Konirolbeamter.
Dieser Zinsschein ist ungültig, wcnn dessen Geldbetra nicbt inner- Fab!) Mi dJahren nach Ablauf des Kalenderjahres der äiiigkeit er- 0 en w r . . Anmerkung. Die NamenSunterscbriften des Vorsitzendem und der Mitglieder des KreiSausschnffes können mit Lettern oder Faksimiir- ftempelu edtuckt werden, 5015111111"; jeder Zinsschein mit der eigen- bändigen amensunterschrist 611185 Kontroibeamten Versehen werden.
Provinz Posen.
A n w e i s u n 9 zu dem Anleibesckoeine des erises Kosten, . . .te AuSgabe, Buchst__abe . . ., N uber ....... „M
Der Inhaber dieser Anweisung empfängt gegen deren Rückgabe 11 dem obigrn Anieibescheine die . . . te Reihe von Zinsscbeinen Zür die zehn Jahre 19 . . bis 19 . . bei der Kreis-Kommunalkasse zu Kosten, sofern nicht rechtzeitig von dem als solchen sich ausweisenden Inhaber drs Anleihescbeins dagegen Widerspruch erhoben wird. Kosten, den . . ten .......... Der KreiIausschuß des Kreises Kosten.
Kontrolbeamter.
Anmerkun g. Die NamenSuntersÖriften des VOLfiLSndkn und der Mitglieder des Kreikausschuffes können mit Lettern oder Faksimile- Ztempeln edruckt werden, doch muß jede Anwsisung mit der eigen- ändiaen iamenSunterscbrift eines Kontrblbcamten bersxbrn werden.
Die Anweisung ist zum Unicrschiede auf der ganzen Blattbreite unter den beiden leßten Zinsscheinen mit 500011 abweichenden Lettrrn in nachstehender Art abzudrucken:
. . ter Zinsschein. ) . . ter Zinsschein.
Anweisung.
Provinz Regierungsbezirk Posen. Nr. ....... Reihe Nr. . . .
oa-
uber ......
Regierungsbezirk Posen.
Ministerium der geistlichen, Unterrichts: und Medizinal-Angelegenheiten.
Königliche Akademie der Künste.
Wettbewerb
um den Großen StaatSpreis auf dem Gebiete der Bildhauerei
für das Jahr 1900.
Der WettbeWerb ist hinsichtlich der Wahl 5813 (Gegen- standes ein freier; indessen sdl1 in den Werken das bswußte Streben erkennbar sein, größere und höhere Vorstellungen enj- sprecbend zu gestalten. Insbcsondere wird Werth auf den nothwendig engen Zufammxnhang der drei Schwesterkiinste gc: legt rind demgemäß auf die vom Bewerber bewiesene Fähig- keit, in diesem Sinne zu arbeiten.
Einzureicben sind runde fFiguren und Reliefs, erwünscht außerdem zeichnerische Entwür e und, gegebenen Fach, Photo- gramme nach auSgefiibrten Werken.
Die für diesen Wettbewerb brstimmt'en Arbeiten nebst xöchriftlichem Bewerbungs esuch smd nach der Wahl drr
ewerber bei dem unterzeichten Senat der Akademie, den Kunst-Akademien zu Diisseldorf, Königsberg und Cassel oder dem Staedel'schen Kunstinstitut zu Frankfurt a. M. bis zum 1. März 1900, Nachmittags 3 Uhr, Linzuliefern.
Der Einsrndung find beizufügen:
1) eine Lebensveschreibung des Bewerbers, aus welcher der (Hang seiner künstlerischen Ausbildung ersichtlich ist, nebst den Zeugnissen über die leßtere,
2) Zeugnisse darüber, daß der Bewerber ein Preußc ist und daß er, zur Zeit der Einsendung das zweiunddreißigste Lebensjahr mcht überschrrtien hat,
3) die s riftliche Verstcherung an Eidesstatt, daß die ein- gereichten Ar eiten von dem Bewerber selbständig erfunden und ohne Fremde Beihilfe ausxzeführt smd.
Einge andte Arbeiten, denen die vorstehend unter 1 bis 3 axrcfchecfhribrtten Schriftstücke nicht beiliegen, werden nicht be- ru 1 g.
Die Kosten der Ein: und Rücksendung nach und von dem EinlieferunJSorte ?at der Bewerber zu tragen.
Der Preis beteht in einem Stipendiym von 3000 515 zu einer ein1ährigen nach Maßgabe eines besonderen Re lements (s. u.) auszufuhrenden Studienreise nebß 300 5-5 Reisekosten-Entschädig'ung und ist zahlbar in zwei halbjährigen Raten, deren erste beim Antritt der Studienreise, die zweite beim Be inn der zweiten Jahres älfte derselben, nach Erstattung des eiseberichts und nach Erfü ung bestimmter Verp ichtungen gezahlt wird.
ie Studienrei e ist spätestens innerhalb einer Frist von zwei uhren, nach uerkennung des Stipendiums anzutreten und 0 ne mtukürliche UnterbrechunJ zu vdllcrtden.
Das Stipendium steht vom . April 1900 ab zur Ver-
fügun .
23er Stipendiat hat den größten Theil seiner Studienreise den Kunstwerken Italiens u widmen. Er wird in Bezug auf den Antritt und die lelen ung der Studienreise, die Studien- zWecke, besondere Studienarbeiten, die wichtigeren Studienorte u. s. 10. unter thunlichster Berücksichtigung seiner etwaigen
Wiin che an ein festes Programm verpflichtet, von dem ohne vorhesrige Gfenehmigung des unterzeichneten Senats nicht ab- ewichen werden darf. Vor Ablauf von „sechs,Mon„aten nach * ntritt der Studienreise hat der Stipendiat uber den Fortgang seiner Studien dem Senat der Akademre der ünste schriftlichen Bericht „zu erstatten und ziim Zwecke des Studiennachweisrs beizufugen: Skizzen oder Skizzenbucher, welche die empfangenen Eindrucke fliichtig wiedergeben, ferner plastische Skizzen nach alten Motiven: 8. Relief, b. Voll- figur, endlich einen sorgfx'iltig aUSqefiihrten Studtenkopfnack) dem Leben, natürliche Große, als Relief oder lelfigur. Die Kosten für Ein- und Rücksendung dieser Nachwetxe trägt die Akademie. Die weiteren Bestimmungen enthalten ie von dem Bureau der Königlichen Akademie der Künste, BerlinYW, Universitätsstraße 6, U erfragxnden „Nachrichten fiir die (Ge- winner des Großen taatSpretses“.
Die Zuerkennun des Preises erfolgt im Mär 1900. Nach getro ener EntsckJeidung findet eine öffentliche Nusétellung der Konkurrenzarbeiten statt.
Berlin, den 2. Septcmber 1899. _
Der Senat der Königlichen Akademre der Künste. Sektion für die bildenden Künste. H. Ende.
Wettbewerb
um den Großen Staatspreis auf dem Gebiete der Architektur
für das Jahr 1900.
Der Wettbewerb ist hins1chtlich_dcr Wahl des (Hegen- standcs ein freier. Konkurrenzfähig smd:
Z,. alle Arten selbständig durchgeführtcr Entwürfe von Monumentalbauien, die audgeführt oder für die Ausführung entworfen sind, ails denen ein sicherer Schluß auf die künst- lerische und praktische BefähiZung des Bewerbers gezogen werden kann. Perspektiven sm obligatorisch.
i). Plotogramme des Innern und des Acußern derartiger (Hrbäude, ie durch (Grundrisse Und Schnitte erläutert sind, sind ulässig.
I)ie für diesen Wettbewerb besiimmten Arbeiten nebst schriftlichem BrwerbungSgesuche sind nach Wahl der Be- werber bci drm untcrzeichnetsn Senate, den Kunstakademicn zu Düsseldorf, Königsberg und Cassel oder dcm Stacdel'schen Kunstinsiitut zu Frankfurt a. M. bis zum 1. März 1900, Nachmitta s 3 Uhr, ein ulicfern.
Der insendung sm bbizufügen:
1) eine Lebensbeschrcibunq des Bewerbers, aus welcher der (Hang seiner künstierischen Ausbildung ersichtlich ist, nebst den Zcu nissen über dte lcßtcre,
2) Zeugnisse darüber, daß der Bewerber ein Prcu € ist und dcr cr ur KKW der Bewerbung das zwsiunddrci igste chsnsjahr no ni )t Überschriften hat,
3) die schriftliche Vkrs1chcr11112 011 Eidesstatt, daß die ein: gewichten Arbeiten von dem Bcwcr rr selbständig entworfen iind.
Eingesandte Arbeiten, denen die vorstehend unter 1 bis 3 ?Ygeftührten Schriftstücke. nicht beiliegen, werden nicht berück- i tig.
Die Kosten der Ein- und Rücksendung nach und von dem EinliefrrungSortc ?at der Bewerber zu tragen.
Der Preis beteht in einem Stipendium von 3000 „75 zu einer einjährigen nach Maßgabe eines besonderen Reglements (s. u.) auszufrrhrenden Studienreise nrbst 300515 Reisckosten:Entschädigung und ist zahlbar in zwei halbjährigen Raten, deren erste beim Antritt der Studien: reisc', die zweite bei Beginn der zweiten Jahrrshälftc dsrselben nach Erstattunq des Reiseberichts, und nach Erfüllung bc: stimmter Verpilichtung gezahlt mird. Dic Siudienrcise ist spätsstcns innerhalb einer Frist von zwei Jahren mich Zu- crkcnmmg des Stipendiums anzutreteU UNd ohne willkürliche Unterbrechung zu vollendrn.
f" Das Stipendium steht vom 1. April 1900 ab zur Ber- 11 ung.
g Der Stipendiat ist hi11sichtlich seinrr Reiseziele nurinsofcrn beschränkt, als er auch Italien zu bcsucben hat, falls er es noch nicht kennen sollte. Er wird in Bezug auf den Antritt und die Vollendung der Studienreise, dre Studienzwcckc», be- sondere Studienarbeiten, die wichtigeren Siudienorte u. s. w. unter thunlichster Berücksichtigung fciner etwaigen Wünsche auf ein festes Programm verpflichtet, 0011 dem ohne vorherige ausdrückliche (Gepebmigung des Senats der Königlichen Akademie der Künste nicht abgcwicben werden darf. Vor Ablauf von sechs Monaten nach Antritt der Studienreise hat der Stipendiat übcr den F0rtgan, seiner Studien dcm unterzeichneten Senat der Akademie ?ck)riftlichen Bcricht zu erstaiten und zum Zwecke des Studicnnachweiscs ein- zureichen: Skizzenbiicher, welcbe die empfangenen Eindrücke flüchtig wiedergeben, und die genaue Rufmessung, Darstrllung und Erläuterung eines künstlerisch charakteristischen Bauwerkes, wofiir eine Zeit von etwa zwei Monaten in Aussicht zu nehmen ist. Die; Kosten fiir Ein: und Rücksendung dieser Nachweise trägt die Akademw. Die weiteren Bestimmungen enthalten die von dem Bureau _der Königlichen Akademie der Künste, Berlin RM., Universitätsstraße 6, zu erfragenden „Nachrichten für die (Hewmner des Großen StaatsPreises.“
Die uerkennung des Preises erfolgt im Monat März 1900. ach getroffener Entscheidung. fmdet eine öffentliche Ausstellung der eingegangenen Konkurrenzarbciicn start.
Berlin, den 2. September 1899.
Der Senat der Königlichen Akadcmie der Künste, Sektion für dieEbichndcn Künste. . n e.
Bekanntmachung.
Die Studierende:) des Baufachrs, welche nach den Vorschriften vom 15. Apr1l1895 bei dem tcchnischen Prüfungs- amx hierselbst die Vqrdxüfung oder die erste Haupt- pruFung in der dtqsxabrtZen Ff/Zerbst-Periode abzulegen beqb 1chti xn, werden hterdur au gefordert für die Vor- prufung rs um 30. d. M. und fiir die ersie Hauptprüfung bis zum 7. ktober d. I. schriftlich, unter Beifügung der vorgeschriebenen Nachweise, bei der unterzeichneten Be örde sich zu melden dieStudien erchnungen aber im Prärdial- Burßau der Königlichen Eienbahn-Direktion hierselbst ab- zuge en.
Wegen der ulaffung zur Prü un wird den Antra - stellern demnächst as Weitere eröffneft nJerden. g
Meldun en, welche nach dem angegebenen S [U ter ' eingeben, mu sen unberücksichtigt bleiben. ck ß mme Hannover, den 3. September 1899. Königliches technisches Prüfungöamt. eißenstein.
Personal-Veräuderuugeu.
Königlith Preußische Armee.
Offiziere, Fäbnricbe xc. Ernennungen, Beförde- rungen und Versetzungen. Im aktiven Heere Berlin, 1. September. Die Hauptleute und Komp. (Chris: v. Bauer iy; 2. Gardr-Negt. 1."F., v. Pavel im 3. Garde-Regi.z. F., v. Tatten- born im Garde-Fus. Regt, _ unter Beförderung zu überzäbl Majoren, den betreff. ngtrn. aggregiert. Frhr. v. Schleinitz, Obstlt. im 2. Gardc-Regt. z. F., v. Alvensleben, Oberit. im 3. Garde. Regt. z. F., - unter Beförderung zu Hauptleuten, vorläufig obne Patent, zu Komp. Chefs, v. Schelling, Hauptm. aßgki'g. dum Garde-Füs.Regt., zum Komp. Cbefim Régi, *- ernannt. (Giffenig, Hauptm. aggreg. drm Geniralstabe, unter Bklassuna beim Genrral. sterbe des 7. Armee-Korps, in den Grneraistab der Armee eingereihi, v. Drigalski, Oberli. im 4. Garde-Regi. 3. F., zum übcrzäbl. Hauptm. befördert. v. Krohn, Major und Abtheil. Kommandeur im 2. Garde-Frld-Art. Regb, Scholl, Major und Lehrer an der Fexd. Art. Schießschule, - ein Patsnt ibrecx Dienstgrades verliebcn. Die Lis: v. Ramm (Hans) im 4. Gardc-Regt. z. F, Frhr. v. Wilczeck im 5. Garde-Regr. ;. F., v. Fabeck im 3. (Garde- Regt. z.F., v. Staudt) im 1.G.1rd€-Ulan. Rest., Graf v.Kageneck im Leib-Garde-Hus. Regt, v (Graeveni , Graf v. Pfril u. Klein-Ellgutb im 1. (Harde-Feld-Art. et., 1). Mutius im Kür. Regt. Kaiser Nikolaus 1. bon Rußland (Brandenburg.) Nr. 6 und kommquiert zur Dienstleistung bei der Lrib-Gend. » zu Oberits. bcforde'rt. v. Heydebreck, Obstlt, im 2. Gaidk-Feld-Art. Regi, dessen Kommando Azur Dienstleistung beim Marstall Seiner M*axastät des Kaisers und Königs um ein skrnéres Jahr bsrlängkrt.
Miiiiär-Justizbeamte.
Durch Allerhöchste Bestailung. 24. August. Fubse, braunschwcig. Referendar, zum Auditeur ernannt.
Durch Verfügung des (General - Auditeurs dcr Armes. 31. August. Fabse, Auditeur, die zweite Garn. Aliditkllr- stelie zu Thorn übertragen.
Kaiserliche Schutztruppcn.
Berlin, 1. Srptembrr. v. Naßmer, Major in drr Schu - truppe für Deutsch-Osiafrika, ein Patent seines Dienstgrades rurlirbrI.
Jichtamtliches. Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 6. September.
Skine Majestät der Kaiser und König gaben gestern Abgnd im Kaiserpalast zu Straßburg ein Diner für die Zivil: bchdrden, nacbdsm Allerhöchstdiesclbr-n vorher cine Deputation der Stadt Schlettstadt in Audienz empfangen hatten.
Heute Vormittag arbeiteten ScincMajcstät mit dem Chef des Zivilkabmrts, Wirklichen Geheimen Rath [)1“. von Lucanus. Urfn111/2 Uhr Nachmittags sollte die Abfahrt nach Stuttgart er 0 gen.
Seine Majestät der Kaiser brachten bei der gestrigen Tafel im Kaiserpalast zu Straßburg rincn Trinkspruch aus, der nach der Vi€ldung des „W. T. B.“ folgenden Wort: laut hatte:
„Ehe Ick auf das Wohl der Reichskande trinke, liegt 66 Mir am Herzkn, ankn zunächst drn Scbmcrz drr Kaiserin auszusprkckxen, daß Sie nicht bat in dirscn Tagen an Meiner Seite birr weilen können, und ankanren herzlichen Gruß zu übermitteln, bedauernd, daß es Ihr nicht vrrgönnt war, Ihrer Pflicht entsprechend dir An- stalten zu besuchen und manchen Leuten Freude und Trost zu spruden.
Ich babe die Gsiegenbeit gehabt, schon ssit vielen Jahren, schon zur Zeit Meinrs Hsrrn Großvaters die Reichslandr zu studieren und die Feste und die Aufnahmc-n mitzufeicrn, die damals hier statt- fanden.
Auch träbrrnd der 17151611 zehn Jahre Meiner Regierung bat sich Beobachtung an Beobachtung gsreibt; Ich kann mit tiefer Bewegung und hoher Dankbarkeit vyllinbaltiicb nur bkstätigrn, daß die stcis steigende, innißer werdende Wärme des Empfangks und drr BL- geistcrung, die Mir bier entgegengescblagen ist, ein d81111ich6r Bewsis dafür ist, daß die Reichslaride derstandsn und begriffen haben, was ibnsn durch ihre Einfügung in das Deutsche? Reick) zu 15611 gewordkn “ist. Wohin man blickt, frohes Trciben, eifrige und fleißige Arbcii, Vorwärts schreitende (Enxwickeiung, weiigrbrnder Aufschwung.
Nun, meine Herrcn, Jeb spr€che anxn Meinen Glückwunsck) aus zu dem Zustand, in 59111 Ick die Reichskande getroffen babe. Ick) ehre die Gefühle der 011811 Gkneraiidnön, denen es schwer Jewesen ist, sich in die neuen Verhältniss zu fügen, Ich bin dankbar und gerührt für den Jubel der jungen Generation, die aufgewachsen ist unter dcm Banner dcs Reichs.
Vor aUem aber auch möchte Ich den edlen Herren der Kirche, die einen so großrn Einfiuß auf unsere Bevölkerung haben, ans Herz legen, daß sie mit ihrer ganzen Arbrit und mit Einsetzen ihrer ganzen Persönlichkeit dafür sorgrn, daß die Achtung vor der Krone, das Ver- traurn zur Regierung immer fester und fester werde; denn in den heutigen bc'wegtcn Zeiten, wo der Geist des Unglaubens durch die Lande zieht, ist der einzige Halt und der alleinige Schutz- den die Kirche hat, dix Kaiserliche Hand und das Wappkn- schild drs Deutsehen Reichrs, und Ick denke, wenn Ich in den Herzen der Straßburger richtig grlesen habe, daß der jubeinde Empfang, der Mir heute zu tbeil geworden ist, und auch gestern beim Anmarsch von der Parade, auch dem Verständniß mit entsprungen ist, Welches der herrliche Anblick der kampfbewäbrien Söhne dieses Landes den Be- wohnern der alten, schönen Stadt hervorgerufen bat, wodurch von neuem das Gefühl in ihnen bestärkt worden ist: 81.15 11111er 8.18-1'11111 - des Deutschen Reiches Adlers ist das Reichskand gesichert gegen asics, was da kommen mag.
Deshalb erhebe Ick Mein Glas und trinke auf das Wohl der Reichskande, in der Hoffnung, daß ihnen noch lange tiefer Friede be- schieden sei zur ruhigen, schwunghaften Fortentwickelnng. Was Ick dazu thun kann, Mein Land in Frieden zu erhalten und zu regieren, das soll geschehen. Daß Sie aber davon einen Vortheil haben sollen- ZaTr lassen Sie Mick) sorgen. Elsaß-Lotbringen lebe boch! boch1
o !“
Der Ausschuß des Bundesraths für Handel und Verkehr hielt heute eine Sißung.
Der hiesige perfiscbe Gesandte, General Mirza NZN K an bat Berlin mit Urlaub verlassen. Während seiner 5- we?enheit fungiert der Legations - Sekretär Mirza szail Kha" als interimistifcher Geschäftsträger.
Die bisheri en Oekonomie:Kommisfions-Gehilfen 131". Josef von Can?tein und Rolf Becker zu Münster smd zu Oekonomie-Komm1ffarcn ernannt worden.
Laut Meldung des „W. T. B.“ ist S. M. S. „Kaiser“, Kommandant: Kapitän ziir See Stubenrauck), am 5. Sep- tember in Cadiz eingetroffen und beabsichtigt, am 8. Septembcr nach Plymouth in See zu geben.
S. M. S. „Jaguar“, Kommandant: Korvetten=Kapitän Kinderling, ist heute in Thursday Island an ekommen und beabsichtigt, morgen nach Matupi in See zu gc en.
HclJoland, 5. September. Die Manöverflotte traf eute in er Nähe von Helgoland ein und wird ihre Uebungen Fig Freitag hier fortseßcn. Bayern. Der ehemali e Kric'gs-Minister, General der Infanterie „D. von Gas erling ist, wie die „Münchner Neuesten Ziachrichten“ melden, gestern gestorben.
Württemberg.
Seine Majestät der König ist am Montag Abend von Straßburg und Ihre Majestät die Königin gcstern Vor: mittag von Friedrichshafen wieder in Stuttgart eingetroffen.
Waldeck und Pyrmont.
Ihre Durchlaucht die Prinzessin Elisabeth zu Waldeck und Pyrmont, Schwester Seiner Durchlaxtcht des Fürsten, hat fick) gc-stern mit dem Erbgrafen Alexander zu Erbach-Schönberg verlobt.
Oesterreich-Ungarn.
Der ungarische Ministrr:Präsident von Szcll kon: fericrtc gcstern mit dem Minister des Auswärtigen Grafen Goluchowski und dem österreichischen Mimster-Prästdenicn Grafen Thun und kehrte heute früh nach Budapest zuriick.
Großbritannien und Irland.
In 911161" Versammlung scincr Wäller hiclt gestern Sir Jöhn Morley in Arbrdath cine Re 9, in wrlcher Zr, dem
; _ . .“ zufolge, nachdrücklich für eine vcrsohnliche Politik und ge en eine krie erische Aktion eintrat. Er crklärte, ks sk! wesen! lch für Gro britannicn, sich eine freundliche BNZkkbéiiung seitens der holländischcn Bcvölkerun von Süd : Afrika zu sichern und nicht die weißen Rassen da elbst unemig fu machen. Werde Transvaal in cine Kronkolonie verwandelt, o werde man es mit Gewalt halten müssen.
Frankreich.
, Der Präsident der Antisemitrn-Liga in Paris Dubuc ist,
Wie „W. T. B.“ meldet, am Montag verhaftet worden. In Marseille, Toulouse, Pau, Nevers, Angonléme und anderen Orten haben gestern ?aussurhunqen bei Mit: gliedern dsr royalistischcn und der anti emitischcn Comiiés statt- gefunden. Einige Papiere wurden beschlagnahmt.
Das Kriegsgericht in Rennes nabm Zcstcrn die Aussagen der Journalisten Nibédn vom „Matin“, des N?- daktcurs dcs „Tcmpö“ Dcffc und des Scnaiors Trarieux (nt- Ygen. Heute wurde unächst der Zeuge Czernucky unter
usichiuß dcr Ocffcntli keit vernommen.
Serbien.
Das Lcichenbegängniß des ehemaligen Minister-Präsidcnken und Regenten Nistits ck findet, Wir „W. T. V.“ berichtet, heute und Ivar auf Staatskosten statt. Der König Alexander, der önig Milan, der Minister:Präsident sowic die aniZcretx1 Minister treffen zu der Lcichenfcter von Nisck) in
Lgra cin.
Amerika.
„Nach einer in Paris eingetroffenen Meldung vom 601; H,a1tr„en ist Jimenez in _Puerto Ylata angekommen un nnrd sick) heute nach Santiago bege en.
Afien.
Aus Bombay vom gestrigen Tage wird dem „Rcuicr'scben Bureau“ emeldet, daß man in- Simla der Nachricht von emem (Heecht zwischen afghanischen Truppen undtden An- hängern Mahomcd JWail-Klzans keinen Glauben betmeffe.
Afrika.
Wie das „Neuter'scbe Bureau“ aus Pretoria meldet, brachte Coester gestern im Volkeraad einen Antrag, br- treffend die Zusammen iehung britischer Truppen an er Grenße, ein. Coe ter brachte bei der Begründung seines Antrags de geJHenwärti en Truppcnbeweßungen an der Grenze mit dem infall amcson's in Ver indung, forderte eine Erklärung darüber und beschuldigte Großbritannien, daß es durch Einmischung in die inneren An elegenheiten Trans- vaals die Konvention von 1884 gebro en habe. Tosen Unrerstußte den Antrag. Der Pro ressist Botha wies auf ÖM Widerspruch hin, daß britisßche Truppen nach der
renze von Transvaal beordert würden, wä rend freundschaft- che Verhandlungen im Gange seien. ach weiterer Be- ratl)ung wurde beschlossen, die Debatte Über den Antrag bis Morgen zu vertagen, da dann die Regierung darauf ant- Wrten werde.
Die Aufregung in Johannesburg hat sich, demselben lZJUL'eau zufolge, etwas elegt infolge der Erklärungen, die von em StaatSprofurator eziiglich der Verhaftung Paketnan's
gegeben worden find, sowxe inTolge der Erklärung des Staats- MWUUS, daß die Re ierung ke ne weiteren Haftbefehle gegen hervorragende Auslän er zu erlassen beabsichtige. [ Der eldcornet in Voksburg soll eifrig damit be- chäftigt ie n, Waffen und Munition zu vertheilen.
[
Aus Bloemfontein wird gemeldet, daß daselbst eine große Masse KriÉstorrath auf dem Marktplaß affen und Munition unter die Bürgerich
e ner
worden sei, da Oranje - Freistaats
Schäßung von einer dem Oranje- Seite seien dort aus Tranéwaal 1 atronen eingetro en.
In Durb an (Natal) 1110147 Personen angekommen, die hatten. Die Freiwilligen werden Nach Pictermarißburg und 011 Patronen gesandt worden. berst Knox ist zur Uebernahme des Oberbefehls im „ Aus Botschuanaland gehen viele holländische Farmer Über die Grenze, wo sie
600000 P
Transvaal in Eile verlassrn
näcitlicher Weile einexerzicrt. La Jmith smd eine MilLi
Der Bezirk Kimberley
„Laager“ bilden.
Aus Baberton liegt die Nachricht vor, daß die Swazis im Falle des Ausbruchs einrs Kris würden, wenn sie nicht von den E
eingetroffen.
vertheilt werden soUten. reistaat freundlichen Mausergewchre und
sich eines solchen Angriffes zu entha ten.
Nack)
niedergelegt
ges die Boeken angreifen n ländern Befehl erhielten,
Statistik und Volkswirthschast.
Das neueste „Vierteljabrsbcft zur Statistik dcs Deutschen Reichs“ zehn deutschen
enthält eine Nachweisung drr Viebpreise in Städten für April bis Juni diesss Jahres nebst
mit dem Vierteljahr Januar bis März 1899. die Preise für Ochsen und-Scthiue mijtlerer Q
in Mark, wie folgt: 1899: April Mai
Berlin . , ,
Stettin . . . 108,3 108,5 Danzig . . . 55,3 56,4 Magdeburg . . 62,4 82,2 Köln . . . . 124,3 128,2 Frankfurt a. M. 122,0 122,2 Dresdrn . . . 115,5 115,6 Leipzig . . . . 124,5 126,8 Chemnitz . . . 120,0 118,0 Mannheim . . 131,0 131,6
Berlin . . . . 91,2 , Stettin . . . 90,5 89,0 Danzig . . . . 67,3 67,4 Magdeburg . . 96,1 95,7 Köln . . . . 95,5 96,8 Frankfurt a. M. 106,5 104,4 Dresden . . . 99,5 95,4 Lsipzig . . . . 96,5 96,4 Cbrmniß . 96,0 93,2 Mannheim 108,0 108,0
Die Preise Verstehen sich für Ochsen in Danzig und Magdeburg für stsndgewiiht, an dM übrigen Pläßyn für Schlacbtgewicbt, für Schweine in Danzig für Lebendgewicbt ohne Tara, sonst für Lebend-
Juni April/Juni Januar/März 8. O chs c 11, junge J1IYZIZ1JFU1UM€MchKW und ältsre auSgemäsicie: . . 1 “
14,0 114,3
56,0 55,9
62,4 62,3 127,3 126,6 116,5 120,2 117,5 116,2 125,0 125,4 120,5 119,5 130,5 131,0
1). Schweine, Üeischige. 910 903 908
89,0 89.5 67.0 67,2 93,7 95,2 96,3 96,2 105,8 105,6 95,8 96,9 91,5 94,8 91,8 93,7 105,0 107,0
gewicht mit Tara oder Schlachtgewicht.
Zur Arbeiterbewegung.
In eine allgemeine Lobnbewegung sind, der ,Nat.-Ztg.“ zufolge, am Montag die Berliner Klempner eingetreten. nachstehende Forderungen an die Unternehmer gerichtet: 1) Durch- führung der neunstündigen Arbeitszeit in alien thrieben; 2) 50 „Z Minimallobn für die Stunde; * stunden; 4) Arbeitssckpluß am Sonnabend um 5 Uhr; 5) Arbeits- schiuß am Tage vor den großen Festen um 4 Uhr*; 6) Ersaß des Fabrgeids bei größeren Entfernungen von der Werknatt nach dem Bau; 7) Garantie d6s Minimaliobnberdiensies für die Accordarbeiter und Aushängung drs Accordtatifs; 8) Genügcrde Ventiiation und Wasch501rich1ungm in den Weiistäiten; 9) Durchführung der grse iich vdrgcscipricbenrn Schußvorrichjungkn für Bauarbeiter.
3) 25 0/0 Zufcbiag für
grber sollen sich bis Sonnabend bieru äußern.
Wochenldbn Von 25 «i(- Vcrlangt.
(vergl. Nr. 209 d. Bl).
Bezfiglich der genauen Forderungen der Jsolierer und Rohr- u mb ü l [6 r B e rs i n 9, welche am Montag, wie beabsichtigt, in den Aus- stand eingexreten sind (vergl. Nr. 208 d. Bl.), theilt die „Dt. Warte“ mit, daß diesrlben in Folgendem bestehen: „Zebnftündige ArbeitSzeit, 40 „Z Minimai-Stundcnlobn für selbständige Jsolierer und 35 arbeiter, 15 «Z Lohnaufschiag die Stunde für Ueber landen und
Sonntazsarbeit, abr eld 3. Klasse und 2,50 „ja extra bei Provinz- L F 9 Die Arbeitszeit
arbeiten und gänzlichen Ausschluß der Accordarbeit.
soli von 7 bis 6 Uhr, einswiießlich 1& Stunden Pause, währen.“ Die Arbeitgeber sind nicht gewiilt, hierauf einzugeben.
Der Ausstand der hiesigen Steinmesen (vergl. Nr. 207 5. Bl.) umfaßt, drmseiben Blatte zufolge, noch 230 Perwnen. Der dom Einigungßamt brzüglici) des Ausstandes gefalite Schiedsspruch, welcher im wesentlichen die VergleichsZoUchläge zur Grgpdlage hat, wird demnächst eine Versammiung der Steinarbeiter beschaftigen. Die Führer der Bewegung empfehlen die „Annahme der Schiedsspruch- bcdingungen, denen die Arbeitgeber bereits zugestimmt batten.
einem Vergleich Danach stellten sich nalität für 100 11,3-
113,4 108,5
54,3
60,5 127,1 121,5 118,7 125,5 119,0 130,5
100,1 101,8
74,8 103,7 102,8 112,5 108,5 103,0 103,0 115,5
Sie 1)
Die Nr eit-
Die hiesigen Koblenarbeiter babrn, wie dieselbe Zeitung weiter brricbiet, ihren Arbeitgeber:: Linen detailliertdn Lobutarif unter- brdjtet, dr'ffen Hauptforderung bei Lohnarbeiten ein Stundrnlobn don 35 „3 bei zwölfstündiger Arbsitsteit ist. Für Kutscher wird ein Bei Accordarbeiten soll für das Uebcriaden bon Preßkdblen pro 200 Ztr. 4 544, für das Abladen des gleichen Quantums bei Kunden 3 «16 gezahlt werden. [0an Von Steinkohlen vom Kahn auf den Wagen 1 den Zentner bezw. ein Stundenlohn von 50 „Z gefordert werden
'."!r das Ueber- 0 en 21 „Z für
für Hilfs-
rciche jüngere Steinmsßsn sind nach Süddeutschland abgereist.
kiärung iäuxt am 15. d. M. 0
Zur Lohnbewegung der Berliner Ziseleure (ver [. Nr. 209 d. Bl.) tbeilt die „Volks- Ztg.“ mir:
Arbeitnehmer die Arbeit einÉestZÜt' bwilli te or erungen e 8 .
dahin erweitert worden: 1) Verkürzung der Arbeitszeit auf höchstens neun Stunden; 2) Lobnzuschlag 0811 10 0/0; 3) Abschaffung der Ueber- der Nacht- und Sonntagßarbeit. rbritrn werden 25 0/0 Aufschlag bei Ueberstunden, 50 0/9
von Firmen die gesteUten
stunden re 19. drin luder
für acht- und Sonntagwrbeit gezahlt.
Die Glaser Berlins beschloffen, um!; dem elben Blatt am esellenauss 11
Montag, da das Ende dcr Verhandlungen des mit der Innung über die gkstelLtrn Forderungen nicht abzusehen
bis zum kommenden Sonnabend die Am Sonntag soll dann die beschiießende versammlung stattfinden, um zur Frage der Ausstands-Proklamierung Gefordert Wurden Anerkennung eines genau festÉelertcn Stücklobntarifs und der Neunsiundentaq (vergl. Nr. 203 d. 1..
In Hamburg ist, der .Weser-Ztg.“ zufolge, die von dem Gewerk a tskartrll eplanteEinrichtung einesArbeitersekrerariais fck f g M. abgelehnt worden. Von 24 261 Ge- wertscbaitömitgliedern betbeiligten sich nur 6450 an der .Urabstimmung", und von diesen stimmten 4361 für und 1975 gegen das Sekretariat.
Zum Ausstande der Vau- und Möbeltischler in Leip
unterbreiten.
Stellung zu nehmen.
in einer Versammlung am 4. d.
Gestern ha en weitere während nur eine Anzahl Diese
Bei Ausführung
Forderungen den Meitern zu eneral-
(vergl. Nr. 208 d. Bl.) tbeilt die „Leim. Ztg.“ unterm 5. b.
mit, daß die Innung an Grund der ergebnißlosen Verbandlun en" Freitag mit der Lohnkommisfion xc. nunmehr am schlo en bat, die Forderungen der Ausständigen anzuerkexnen und
am
Sonnabend 6-
Ueber-
Zahl- vom EinigungSamt beiderseitsb gestellte Frist zur endgültigen Er-
demnacb die geaentbeili eu, inbaltlich glei en Befehl : ber Inman und des Holzindustrie enverbandes aufzu eben. Iane dieses Be? schlusses haben gestern Vormittag mehrere weitere InnungSmeisier die Gebilfenforderungen bewiliiat, soda nunmehr der Stand 50! Ausstandes folgender ist: Es sind no 135 Arbeiter ausständig; schriftlich bewikligt erhielten die_ Forderunken 962 Arbeiter und 16 Arbeiterinnen und 112 Mann haben Leipz g verla en.
Demselben Blatte zufolge sind die Leipziger tuisarbeiter nunmehr ebenfalls in eine Lohnbewegung eingetreten. In einer ab- akbaltenen Versammlung wurde beschlossen: 1) Wahl einer Lohn- kdmmisfion; 2) diese Kommisfion bat den Arbeitgebern als orde- rungen zu unterbreiten: 54stündige ArbeitSzeit mit einem Au scblag von 15 0/5 auf den bisherigen Wochenlohn; für Ueberzeitarbeit sind für die ersten 2 Stunden 3310/11, für die übriqén Stunden und Sonntaanrbeit 50 0/0 Aufschlag zu zabirn. Hierauf wurde die Lohn- kommisfion gewählt, die sich konstituierte und dahin schlüifia machte, daß außer drn genannten Forderungen auch noch ein Mindeststunden- lobn ge ordert werden soll. '
Aus Antwerpen meldet „W. T. B.“ unterm 5. d. M., daß der Ausstand des Personals dcr Scbleppdampfer-Gesell- schaft Gerling u. Co., nachdem beiderseits Zu eständniffe gemacht worden, beendet ist. Die Firma nahm den Sch ?ppdienst rbrinauf- und rheinabwärts wieder auf (vergl. Nr. 208 5. Bl.) .
Aus Kopenhagen berichtet „W. T. B.“ weiter, da die Leit drs Vereins der Arbeitgxber sowie diejenigen der Fachver ände, nacb- dkm der Fachberein der Bautischler, der außerhalb der Vsrbände der Fachbereine sieht, sich dem Vergleich zur Beendigung der Arbeiter- sperre angeschlossen bat, estern Nachmittag 3 Uhr das definitide Ueber- einkommen über die Aufbrbung der Sperre unterzeichnet haben. Die _Arbrit soll sofort wieder aufgenommen werden, spätestens jedoch am Sonnabend. (Vergl. Nr. 209 d. Bl.)
Kunst und Wissenschaft.
Jm Kunstgewerbe-Museum ist gegenwärtig ein großer Wandteppich aus dem 17. Jahrhundert auscxestelit, welchen die Berliner Gobelin-Manufaktur Von W. Ziesch u. Co. wiederbergesiellt hat. Die beiZefügte Photographie zeigt den früheren Zustand argen Verfalis: es ebiten mehrere größere und eine fast unübersehbare Menge kleinerer Stücke. Jetzt ist der Teppich mit den darauf dargestellten Baumgruppen. einer Jagdgeselischgft, Wappen und orna- mentalen Bordüren zu vellem (Glanze neu er landen. Das Stück ist Privatbesiß und kann nur bis Freitag Nachméxitag ausgestellt bleiben.
Aus Christiania melkct „W. T. B.“ vom („eitrigen Tage: Baron von Toll in St. Petersburg kaufte in Tönsber für 70 000 Kronen das Fangscbiff „Harald Harfagr“. Das chiff soll für eine am 1. März 1900 in Aussicht genommene Expedition in das Polarmeer ausgerüstet werden.-- Nach .Petermann's Mit- theilungen“ wii] die Expedition durch das Karische Meer an Kap Tschel- juskin vorbei die Lena zu erreichen suchen, welcbe stromauf bis zu einer für die Ueberwintrrung geeigneten Stelle befahren werden soÜ. Im Sommer 1901, nach Ausgang des Eises, wird dann die Fahrt nordwärts ange- treten, nachdem die Expedition sich mit Hundeschlitjen, einer Anzahl von Renntbieren und iakutifcben Pferden ausgerüstetbat. Vordem Beginnder Fahrt bkqiébt sich ein Theil der Mitglieder auf Hundeschlitten nach den Neusibirifchen Inseln, um dort ein Proviantdepot zu errichten. Von dem Zustande dks Eises wird es abhängen, ob diese Abtheilung rrchtzcitig an die Lena-Mündung zurückkehrt oder auf den Neu- sibirischen Inseln verbleibt, bis das Expeditionsschiff sie dort abholt.
Gesundheitswesen, Thierkrankheiten und Absperrungs- Maßregeln.
Der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche unter, Ueberständer-Rindern ist dem Kaiserlichen (Gesundheitsamt gemeldet worden vom Sch1acht-Viebbofe zu DreSden am 4. September, das Erlöschen vom Sch10cht-Viebhofe zu Bremen an demselben Tage, das Eriöschsn der Maul- und Klauenseuche auch von der Abtheilung für Schweine des Viehhofes zu Nürnberg am 5. September.
Rußland.
Der „Russisäpe Finanz-Anzeiger' Nr. 32 Vom 20./8.August dJ. x'ntbält folgendes Zirkular des Zolldepartements an das Zdllrcssort Vom 2. August 1899:
Das Zolldepartement macht dem Zoilreffort zur Nachacbtung be- kannt, das; die Einfuhr von Lumpen und Lappen - bydraulisch zusammengepreßte und in Balien ais Waare beförderte Lumpen nicht ausgeschloffrn - aus Gegenden, die als Von der Pest ver- seucht erklärt worden sind, verboten ist, und daß daber Lumpen und Lappen, die aus Indien und E ypten, sowie aus anderen Gegenden, die als von der Pest verfeu t erklärt worden nd, kommen, unter keinen Umständen zur Einfuhr in das Reictheb et zugelassen werden dürfen.
Rumänien.
Der rumänische Oberste Gesundheitsratb bat infolge des Auftretens einkr Epidemie in Astrachan beschlossen, neben den gewöbnlirhen Abwehrmaßregeln die Ueberschreitung der Grenze von Rußland her nur an den vier Orten Radaußi, Ungbeni, Fäfciu und (Salat; zu grstatten, an welchen Orten die Reisenden und die zur Einfuhr gelan enden Gegenstände einer ärztlichen Kontrole unterzogen werden ?ollen. Von den Reifen- den wird außerdem die Vorzeigung eines von einem rumänischen Kon- sulat visierten Pa es Verlangt werden, in welcher?; dé: Aufenthaltsort des Rei enden wä rend der leßtvorbergYangenen 20 Tage anzugeben ist, und welcher außerdem eine offizielle * escheinigung über das Auf- treten oder Nichtauftreten der Pest an den betreffenden Orten zu ent- halten hat. Aus Asirackpan kommende Reisende dürfen die Grenze ZUK übFsFreiten, falls seit ihrer Abreise von dort 20 volle Tage der-
0 an n .
Ovorto, 6. September. (W. T. B.) Gestern ist weder eine neue Erkrankung noch ein Todesfall an Pest vorgekommen.
Verdingungen im Auslande.
Italien.
Ohne Datum. Mittelmeerbabnen: 1) Erweiterung des Güter- babnbofes in Mailand, Porta Romana. Anitblag 170 000 Lite. 2) Erweiterung der Station S. Mtniato. Anschlag 107 070 Lire.
Adriatisckpe Bahnen: ErweiteruncWarbeiten auf der Statiow Alanno. Anschlag 42 000 Lire. Die Entwürfe unterliegen der Ge- nehmigunÉ der General-Jnspektion der Eisenbahnen.
25. evtember. 10 Uhr. Taback-Manufaktur in Modena: Ev. weiterung der Manufaktur. Anschlag 315 370, Kaution 16000 Like, Frist zur Ausführung 2 Jahre.
Spanien.
1) Die in Nr. 128 des Reichs-Anzeigers“ von 2. Juni 1). . angekündi te Verdin ung des Knitreicbens xpaniscber Kriegss iffe uFd der um rsenal in errol ebörigen Geb nde sowi, der iefmmg ker ierzu erforderlichen Parken und sonftigen Materialien findet am 27. September d. I.. 191 115: Nachmittags, statt.,
2) bis zum 30. November 1 Uhr. Verwartunonaib für die aienarbeiten in Santander 3.10th äs 18.5 obrag 4191 WWW): keierung eines Saugba gers f r den Hafen df-selbst. Koftkimanschlaj, „
53052100 Yeketas. I?? e otIt!l auff StempeYia iköeiélkfise 12, er : em ., e s- mager“. r ßeftung Pesctas. Näheres an Ort und Stelle.
Formular vorläußz