1899 / 212 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 08 Sep 1899 18:00:01 GMT) scan diff

Wettbewerb.-

' um den Preis der Zweiten Michaql *Beer'schen.“ Stiftung auf dem Gebiete der B1ldhauerei

für das Jahr 1900.

Der Wettbewerb um den reis der weiten Michael Beer'schen Stiftung für ewerber 0 ne Unterfchted dxs reli iösen Bekenntnisses wird hiermit für das Jahr 1900 fur Bi dhauer eröffnet. '

dAls Preisaufgabe ist zur Wahl für dre Bewerber gcsteUt wor en:

Eine runde igur: „Wasser tragender é'jlterer Mann“,

oder ein si enhaft ausZeführtes Rxlxef „Tanz“.

Das runde erk darf mcht unter «mem Mctcrmessen; die (Gestaltung des Reliefs, Halbkreis odcr Rechtcck, blerdt dem Ermeffen des Bewerbers über affen; nur muß es ganze thurxn enthalten und in der Höhe mindestens 0,70 111, m der Brette nicht unler eincm MotU“ messen., _

, Die Ablieferung der für dwsc-n Wkttbewcrd besttmmfen Arbeiten nebst schriftlichem„ Bewerbungsgesuxjöe an „das Bureau des Präsidiums der Koniglzchcn Akndemu: der Kmxstc muß bis zum 3. März 1900, Nachmtttags 3 Uhr„ erfdlgt fezn.

ES haben außerdem die Konkurrenten gletchzmtrg em- zusenden: _ _ 1) verschicdene brsher gcferßgfc Arhczitkn_ _und St_udtcn

na der Natur, sowie KomposrtwnMrzzen ergxener

ErYWung, die zur WetheilUng dcs bishcrtgcn

Studicngcmch des Bewerbers die'Ucn können;

2) eine amtlich? Beschcinizxzung, aus der hurporgeht, daß

der Bewerber zur Zeit der Einsendung em Alter von 22 Jahren Erreicht, jedoch das 32. Lebejxsjahr noch nicht überschritten hat; '

3) eine Bescheinigung darüber, daß der'Bewcrber semc

Studien auf einer dexttfchen Afademw chnxcht hat;

4) einen Lebenslauf, aus dem insbesondere Lr Studien-

gang des Konkurrentézn ersichtltch ist,; _ '

5) eine schriftliche Verstcherung an Erdesstntt, daf; dte

eingereichten Arbeiten von dem Bewcrdcr selhst er: funden und udn.- frcmdc Bcihilfc aUSgLfUHrt snxd.

Eingesandte Arbeiten, densn die vorstehend 'unikr 2 51.6“ 5 aufgeführten Schriftstücke nich1 vollständig beilrcgen, werden nicht berücksichtigt.

Die Kosten der Ein: und Rucksendung hat der Bewerber zu tragen. _ '

Der Preis besteht in einem Strpendmm von 2250 „14 _zu einer einjährigen Studienreise nach JtaLicn. Der Stipendrat ist verpflichtet, sich achtMonatc in Rom aufzuhalten und übe'r Hine Studien vor Ablauf der erstsn sechs Monako an dre

kademie Bericht zu cxstatten.

Der Genuß dss Stipendiums beginnt mit dem 1. Ok- tober 1900. '

Die Zuerkcnnung dcs Pri-tscs erfolgt im Monat März 1900; na getroffcner Entscheidung kann auf Bestimmung des untcrzeichnetcn SenatH eme Öffentltchs Ausstellung der Bc- wcrbungsarbeiten stattfmden.

Berlin, den 2. September 1899.

Der Sexxat dcr Königlichen Akademie dsr Künstc,

Sektion für die bildend-zn Künste. H. Ende.

Bekanntmachung.

Gemäß § 46 des Kommunalabgabengeseßcs vom 14. Juli 1893 (Gcscß-Sammlung Seite 152) wird zur öffc-ntlicdcn Kenntnis; gebracht, das; der im lanfc'nden Stcucrjahrc' zu den Kommunasabgaden einschäßdarc Reinertra aus dem Betriebsjahr? 1898/99 bei der Meppen-Hasclünner Eisen- bahn 170 «45 12 „3 beträgt.

Münster, den 5. Septe'mbcr 1899.

Der Königliche Eiscnbahn-Kommisfur. In Vertrejung: Knebel.

Angekommen: Seine ExceÜcnz der Staatssekretär des Reichs:SchaZamts,

Wirkliche Gcheimc Rail) Frciherr von Thielmann, vom Urlaub.

Wir sind ermächti t, nachstehend die ErklärUUgen zu wisderholcn, Wklck)? hinßichtlick) des franzöfischcn Hauptmaw-Q- Dreyfus die Kaiserlicde ReYcrung, bei loyaler Beobachtung der Liner fremden inneren 4 ngclsgenheit gegenüber gcdotencn Luruckhaltung, zur'Wahrunq irer eigenen Würde und zur rfüllung eiper _Pfltcht der Memchlichkcit abge eben hat.

Der Katscrl1che Botschafter bei der Franzößschen Republik, Fürst Münster 0011 Dernedurxx hat nach Einholung der Aller- höchsten Befehle Semer Maxestat des Kaisers im Dezember 1894 und Januar 1895, dem Minister des Auswärtigen, Herrn

_ano_taux, dem thstcr-Präsidenten, Herrn Dupuy und dem rästdentcn dcr,Republik, Herrn Casimir-Pcricr wiederholk rklärungenodahm abgegeben, daß die Kaisxrliche Botschaft in rankreich memals, weder direkt noch indirekt, ir eddmclche ezicZun en zum Hauptmann Dreyfus unterhalten at. er taatssckretär des Auswärtigen Amts, Staats-Ministcr Graf vdn Bülow hat am 24. Januar 1898 in der Budget- kcßmmffkan des Deutschen Retchstages folgende Erklärung a c 2 en:

g k?,Jch erkläre auf das AUcrbestimmteste, daß zwischen dem Fegenwärtig auf der T_eufelsmsel befindlichen französischen Ex- apitän Dreyfus und trgend m_elchen dcu1schen Organen Be- ziehungen oder Verbindungen :rgend welcher Art niemals bp- 1tanden haben.“

* Yichtamtliehes. Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 8. September.

Dem „W. T. B.“ wird aus Stuttgart berichtet: Gestern Nachmitta 41/ Uhr fand im Nesidenzs?!offe Galatafel statt, an wel er a e hier anwesenden Furstlich eiten

,

„thzeirnahmen. Seine Ma'esiät der ;Kaiser und K_öyxg „hatte wiskheanhren Majest ten dem Konig und der .KomZY

von ürttemberg laß genommen; rechts yon Ihrer Maje der Königin saß eine Majestät der Konig von Sachsen, gegenüber Seiner Majestät dem Kaiser der kommandierende

General des )(111. Armee-Korps Freiherr von Falkenhausen.

Bei der Galatasel brachte Seine Majestät der König von Württemberg einen Trinkspruch aus, welcher ctwa folgendermaßen lautets:

„Es ist Mir eine große Freude, daß Eure Majestät in Meinem Lande wieder Einkehr gehalten haben. Die glänzenden Augen und der Jubel der Bevöxkcrung werden Zeugniß abgslygt babxxn für die treuen und aufrichjigen Gefühle derselben. Wie einstms Seiner Majestät dem hochseligen Kaiser Wilhelm dem Großen, dessen Denkmal Cure Majestät ge- sehen haben, und deffen Errichtung aus den innersten Gefühlen des württembergischen Volkes Hervorgegangen ist, so schlagen auch heute detU Enkel des großem Kaisers die Hsrzen entgegen. Ick JSBe Meinsm Danke dafür Ausdruck, daß Eure Majestät auch beute den Leistungxn Meines Armee-Korps ein wohlwollendss und lobendks Urjheil gespendet haben. Der Stolz des Soldaten ist es, seinem obersten Kriegsherrn zu zeigen, daß er ebenso, wie auf dem Paradefeld, fähig sein wird, wenn der Ruf des oberstkn Kriegsherrn an ihn ergeht, in ernster Waffkntßat fich zu bewähren und sßin BTU für Kaiser, König und Vaterland zu vergießén. Ich danke für die bssonders Gnade, Seine Kais-xrliche' und Königlickyc Hoheit den Kron- prinzen des Deutschen Reichs und von Preußen von nun an in den Listén Meines Armes-Korps führen zu können. Ich erdliä'e “karin 811th neuen Bsweis besondérsr GnQde und Huld für Mein Haus und für Mein Ärmee-Korps. Daß wir abkr nicbt ruhen, sondern mit dkm- sklbkn Eifer fortfahren Werden, das fasse ich zusammen in dkm Ge- löbniß ewiger TreUe und Aufopfsrxmg bis zum [eßten Blutstropfkn. Seine Majestät ch Kaiskr und König: Hnrrah! Harras)! Hurra!)!“

Seine Majestät der Kaiser und König erwiderte, nach dem Bericht des „W. T. B.“, unmitthdar darauf etwa Folgendes:

„Eurer Majestät bin Ich dankbar für die soeb€n gcäußcrten Worte. Es ist Mir in der That Eine 505? Freude JKWesen, das WundervoÜe Armee-Korps untcr Eurer Majxstät Führung zu sehen.

Ich bsglückwünsche Eure Majestät dazu. Eure Majestät werden es Mir nich? vsrdenken, Wkkm auf würjtémberJisthcm Boden die Passe Meinus Herzens schneller s(blagxn als anderswo, denn diLséI Land bildet die Wiegk Meines ExschleÖtS, und Von bikr aus zogen Meine Vorfahren in die ferne Nordmark, [1711 ein neuss Valérlcmd zu gründen und Jahrhunderte lang für das Emporblüben eines neuen Volkes zu arbeiten.

Ich glaube den in dkr That zum Herzen gehenden Jubel und dsn begsistkrten Empfanß dahin richkig zu begreifen, daß Ich an- nebms, daß das Volk stolz ist, sein Armce-Korps unter der Führung seines Königs zu *sede. Daxin vkrfixmbildlicht fich, wie in unseren Monarchiku das Königtbum an dsr Spiße eines Volkes die einzig wirklich fichkre Stütze". für die Bewahrung von Thron und Altar, Religion und SMS (KM AuSgang des 19. Jahrhunderts ist.

Ick faffe (111€ Meänc Eefüdle und all Meinen Dank zusammen in dkm Wunsche, daß Eurer Majestät und Jbrkm Hause gegönnt ssén möge,alle 3811 so spt'ecbcn zu könnkn,wie dereinst Eurer Majestät srlaucdter Vorfahr: daß Sid all'ezeét und übkrall Ihr Haupt in den Schoß Idrcr UtU-SkThansn lcgén können. Seine“ Majsstät der König und Skin Haus und das Lcmd Würtw'mbkrg: Hurra]?! Hurrabt Hurrak)!“

Abends um 7 Uhr fand im Hof-Thcater in Anwesenheit Ihrer Majcsjäten des Kaisers, dcs Kömgs und der Königin von Württemberg, sowie dsr Nock) hier weilenden Fürstlichkciten eine Galavorsteümxg statt. Das Theater war festlich gkfchmückt; zur Aufführung gclangtc „Dcr Freischü “.

Heute früh 6 Uhr 50 Minuten reißte Seine Ma'estät der Kaiser nach hcrzlichster Verabschiedung von cincr Majestät dem Köni , Allerdöchstwclcher Seine Majestät den Kaiser zum BahnhocfZ geleitet hatte, nach KarlSruhc ab.

Aus Karlsruhe meldet „W.T.B.“: Seine Majestät der Kaiser traf heute früh 8 Uhr 55 Minuten mit dem (53?- folge auf der Statiotz Forchhe'im ein. Zum Empfange waren anwesend: Ihre Kömgl1chen Hoheiten dcr Erbgroßherzog und die Großherzogin von Baden Und dcr Prinz Leopold von Bayern sowie der Statt alter in El aß-Lothringcn Fürst zu Hohenlohe- Langenburg. ach der egrüßung ritten Semc Majestät der Kaiser und der Er!) roßherzoa mit Ihrem kaolge auf das Paradcfeld, wohm 13132 der Prinz Leopold von Bayern und der Fürst zu Hodenth-Langcnbur bereits vorausbegedcn hatten. ?ck KöningZe Hoheit die roßhcrzogin folgte in einem vier pännigcn agen.

Laut Meldung des „W. T. B.“ istS. M. S. „Loreley“, Kommandant: Kapitänleutnant von chcßow, am 6. Sep- tsmder in (Galaß angekommen und wil] am 12. September nach Varna in See gehen.

S. M. S. „Condor? , Kommandant: Korvetten-Kapitän von Dassel (August ut am 7. September von Dar-es- Saläm nac!) Lourencxo- arques in See gegangen.

S. M. S. „Hansa“, Ko_mmandant: ?regatien-Kapitän Pohl, ist am 7. Scptember nx Sue ange ommcn und hat an demselben Tage die Weiterreise nacks) Aden fortgeseßt.

S. M, S. „Gneisenau“, Kommandant: Fregatten- Kapitän Kretschmann, ist am 7. September in adiz an- «kommen und seßt am 18. September die Reise nach

alaga fort.

In der Erste_n Beilage zur heutigen Nummer des „Reichs- und „Staats-Anzergers“ wrrd cine Zusammenstellun der Bertchte von de_utschxn Fruchtmärkten für den onat August 1899 veroffentltcht.

Württemberg. .

Dem Stadtschultheiß von Stuttgart Gay ist, wie W.,T. B.“ meldet, das nachstehende Handschretben Seiner Mawstät des Kaisers zugegangen:

.ch kann die Stadt Stuttgart nicht verlaffsn, okma Ihnen auszusprechen, wie sehr der Wir bereitete Empfang Mein Herz „bewegt hat und wie aufrichtig Ick es bkdamxrs, daß die Kaiserin, Meine Gemahlin, sich nicht mit Mir an den überaus woblthuenden Kundgebungen erfreuen konn1e. Ick) erblicke in der 10 sympathischen Begrüßung die Fortdauer 1er Mir hier schon vor skcbs Jahren kundgegebenen Gesinnung treuer Liebe zu dem Landeshsrrn und begeißtkrter Hingabe an das gemeinsame deutsche Vaterland. Es ist Mir dah-xr ein Herzliches Bedürfniß, Meins leb- hafte Befricdmung hierüber sowie Meinen warm empfundenen Dank öffsntlieb zum Ausdruck zu bringen, und Ich bixte Sie, den Bewoh- nern der schöncn Stadt Stuxtxxart hierdon Kennfniß zu gebaxn.

S5: Tgart, BW 8. Septxmber 1899. Will) e [ 111.

An dkn Stadtsckpultbeiß der Handt- und Rsstdenz- stadt Stuttgart.“

Baden.

Seine Majestät der König von Sachsen, Ihre König- lichen Hoheiten dcr Großherzog von Essen, dsr Prinz Aldxccht von Preußcn, Regent des erzogthums Braun: schwetg, der Zürst von Hohenzollern, der Erbgroß-

erzog von aden und Ski"? Hoheit der Herzog Johann , lbrech t, Regent ch Großberzogthums Mecklenburg-Sckxwerin, ftrxd,ffwre „W. T. B.“ me'ldet, gestern Abend in Karlleuhe ein- ge ro en.

Frankreich.

Das KrisgSgcricht in chncs hat, dem „W. T. B.“ zufolge, gestern die Zengcmvcmchmmmcn beendet. Der Vér- 1retcr dcr Regie'rung Carriérc ergriff darauf daS Wort zu seinem Plaidoyer, welches ('r mit dem Antrag schloß, Drx-yfus für schuldig zu erklären und auf ihn den Artikel 76 des Straf- Yseßbuchs anzuwenden. Heute begann das Plaidoycr dcs

ertheidigcrs Dcmangc.

Türkei.

Der (Fürst und die Fürstin von Montenegro sind, wie „W. 617.23.“ berichtet, gcstkrn Abend von Konstantinopel nach dem Piräus abgereist.

Dis Verhandlungen behufs Abschluß der Spezial- konvcntionen mit (Griechenland wcrden am 27. d. M. wieder aufgenommen werden.

Affen.

Dem „RcUtcr'sMn Bureau“ wird aus Simla vom 7. September gemeldet: dre-i Kavallerie:chimc11ter, vier J11fanterie:Regimentcr, drei Feldbattcrien und vier Fcldlazaretbe hätten den kaehl erhalten, bereit zu sein in für ester Frist nach SÜd-Afrika abgehen zu können.

Aus KZkrking vom gestrige_n Tage erfährt dasselbe Burcau, daß das Tsung-li-Yamen frch cwcigert habe, die von dem Vize-König von Tschetschycn den xan ofen bewilli ten Bcrg- werkskonzcsfioncn zu ratifizieren, werl Zu: den Vorscßriften des Bergbauamts nicht nachgekommen seien. Sobald dies geschehen sein worde, würden die Konzesstoncn ratifiziert warden.

Nach cincr in Washington cittgctroxfenen Meldung des Gesandten der Vereinigten Staatén in To io sind in Japan weitere zweinndzwanzig Häfen dcm ausländischen Handel dcn neuen Handclsvcrträch gemäß geöffnct worden.

Afrika.

Das „Nenter'sche Bureau“ berichtet aus Pretoria, der diplomatische Vcrtrcter Großbritanniens Co nyn g 1) am Gres n e Habe auf Ersuchen der Regierung der Südafrikanischen Republik an den Gouverncur dcr Kapkolonic Sir Alfred Milner die Anstand gerichtet, ob eine Aufklärung über die Mobilisierung britischer Truppen an dcr Grenze von Transvaal gegeben werden könne.

Im Ersten Volksraad verlas gestern der Staatssekrstär Reiß bei der Debatte Übur dcn Antra Coester, bctreffcnd Ansammlung britischcr Truppen an der rcnze von Transvaal, nachstehendes Antworttelkgramm Sir A. Milncr's auf das durch den britischen Vertreter in Pretoria Conyngham Greene an ihn gerichtete Ersuchen um Aufklärung: „Ich weiß nicht, was

Reißmein1,wcnn er an dir: Ansammlung von Truppen anspiclt.“

Es müssen die britis en Truppen in Süd-Afrika sein, deren Stellung und Zahl kein („Gchcimniß ist. Aber Jedermann weiß doch, daß ste htcr smd, um die britischen Interessen u schüßen und gegenüber Eventualitäten bereit zu sein“. iele Mitglieder des Ersten VolkSraads ielten in der Debatte kri;-ge_rische Reden und drangen auf ntsendung von Truppe'n an d1e (Hrknzcn. Dagegen mahnten Mitglieder des Ausführendcn Raths ur Ruhe und Mäßiaung. Der Präsident Krüger sa tc, er hoßfe, daß Großbrilannien seine leßten Vor- schläge als rundlagc einer friedlichen Lösun annehmen werde. WWU aber eine zwejte Kdnfsrenz stattsmden k1olltc, dann werde er Delegirte entsenden zum Zweck der Besprechung mit dcnen des britts cn Staatssekretärs für die Kolonien Chamberlain. Dic ew Yorker „World“ veröffentlicht, dem „W. T. B.“ zufol c, eine Auslassung der Re ierun der Süd- afri anischen Republik, welche diese be als mwort auf das Ersuchen, den Standpunkt der Buren auseinander- zuseJZn, ei1xgesandt abe. Es heißt darin: Die Aufreizung ge en die epubltk gehe t eils von dem'enigetx Theile ,der brittstZen Bewohner aus, dem die Existcn der epubltken, die dte blühendsten Gebiete von Süd-Afrika um aßten, ein Dorn im Auge sei, theils von den Minen-Kapimlisten, welche, nicbt zufrieden damit, daß sie die beste“ Minen-Geseßgebung der Welt besäßcn, die völlige Herrschaft uber Gcseßgebung und Verwaltung zu exlan M. bestrebt seien. Das_ iel der Agitation set o enbar die (??er- störung der Republt. Die Auslassung schlie 1: „Wir md entschlossen, unjere 17591th und Selbstregierunq bis zum Aeußerten zu vexthe xgcn, für dre unser Volk sein Blut vergossen hat. Wtr haben den festen Glauben an „die Sache der reiheit.“

a cinch Meldunq des „Reuter'schen Bureaus“ aus Bloem untern vom gestrige!) Tage, wären, dem Vernehmen nach, a e ArtiUcrie-Reservxn emberufen und die Burghers an- gewiesen worden, stch bereut zu halten.

"_ von 33 8 Pro

' 1)r. Waldeykr-Berlin seine Verhandlungsn aufgenommen.

Statistik und Volkswirthfthaft.

Zur Arbeiterbewegung. '

Der Ausstand der Berliner Bautischler ist, dcr „Volks. ZW“ zufolge, fast vollständig bexndet (vergl. Nr. 199 7). Bl.). Von den nahezu 2000 Arbeitern, dte _ hatten, sind nur noch 30 im Ausstand. Der größte Theil der in Bejracbt kommenden Firmen bat die Forderungen bewilligt und die Accordsäße um 20-25 0/9 erhöht., '

Die biesiYen Posamentxere werden, wie dasselbk Matt weiter meldet o gleich fis mit den Arbeitgebern ibxer BWUÖS d(xréitß jn Unterbandkungen getreten find (vergl. Nr. 198 d. Bl.), in Anda. „acht der günstigen Geschäftskonjunktur am Sonnabend Übürall da di.? Arbeit niederlegéri„n*o, ibnkn nicht|ein Minimallodn von 27 «M [)?1 neunstündiger Arberttzett gewährt nnrd.

Zum Ausstande der Steinmeßen Berlins (VLT'g1. Nr. 210 1). B1.) bsrickytct die „Dt. Warte“, daß die Arbeitßeder am Dommrs- tag mit Der den Ausständigen angekündigten Aussperrung bsgonncn haben.

Von einer Lohnbewcgung der Schubmachergeiellen in

Barmen meldet die „,Rbein.-Wes1f. Zt .“ unjcxrm 6. d. ZN. DET." dortégZ Schubmachcr-GeseUsnausscksuß Fat danach „dan Meistern folgend.? Forderunsxan übxrmittclt: Einfübrxxncx Links Zxxklobns

*“ STunde; 20 0/0 Anschlag für Uebxr- stUUÖLU- 50 0/0 Aufschlag fü: Nachtarbeit und Sonntagsardeit; Abschaffung Von Kost UNd LoZis bei den Mkisksrn; Stcllung der

ournituren vom Arbeikqeber; obazadlung am SamSiag Vor Sckylxxß der Axbeitsmt; Anbringung der Werkstattordnung in jeder Werkstatt an in die Augen fallender Stellen - Der Jnnuncxsthstand dat sw?) gegen die Einführung dks Zeitlobnes erklärt und sich sÜT Accrrdlödne ausg sprochen. (Es soll ein neuer Lohntarif ausgßarbcijet Und den Ge- seüen Vorgelkgk «den.

In der am Mixtwocko in Magdeburg abgehaltsnen General- v-rsammümg dss Maurervoliervereins von Magdeburg Und Umgegend wurdx, W113 die „Vkagdeb. Ztg.“ mittheilt, U. a. 6111 cm dyn Maure-rpolikxmrein Bdrlin gerichtetes Sébrciben Vkrlksén, das M) mit der Gründung eincs Bundes der MaurerpolierVereink ckn- verstanden erklärt, weiter den Wunsch ausspricht, daß bei Ausständén die Voliere cine paffive STeUung cinnedmcn Möchten, und cndléch bxrvordebt, daß die Arbeitgsbsr Magdeburgs km Baxrgxwxrbs dj." BcstUduxxgsn DCS Maurxxrpoliervsrkins uchrstüßen.

Aus Falkenau in Böhmen mc'ldkt „W. T. B.“ Undsrm 7.1).M.,d(4ß auf den dkr Rcichcnauer Kobxenbsrgwcrksäxaft (w- böxigcn Matdiastixfßmt- u::d YMrQbilkasckzäMc-n in ZwokdU 47 Ükkxjkkk MCJM Lodudiffxrknzen die, Arbeit EingesteUt haben.

Kunst und Wissenschaft.

Der 30. Deutsche Anthropologen-Kongreks, we-[cHLr gégcnwärtig gsmsinsam Mit der „Wiener Antdxopologiscßkn Gesellschaft" in Lindau am Bodensce tagt, [M am Montaxx Untcc dcm Vorfiy des Gkheimcn Medizinalratbs, Profxsfors Die Reébe dcr wiffenschaftlichcx1Vorträg€ eröffnete, wie dem „Dkksd. Journ.“ von dort berichtet wird, der Geheime Medizinaliatb, owxssor 1)r. Virchow-Bcrlin mit einem „Rückblick auf die Entwickélung der Anthropologie im verflossenen Jahrhundert“. Mit scharfer Kritik rüste es der Vortragende, daß die von Cuvier behauptéte Konstanz der Arten der Ledetvcsen auch jetzt noch von Bislen hartnäckig vxr- theidigt werde, während dock) zablr8ichc Momenté für die: Verander- l!chkei_t der Ty en sprechen. Wenn auch nicht für ganze OrganiSmen, so sei es do für Einzelne kaebe erwiesen, daß fie sich um- !Yandkln könnten. Diksc Veränderung könne ck wieder Lrblick) “weiter ubertxagen. So cntständen Gemische von en chej11ypcn, die man .Naitonerz' nenne. Anthropologisäy ließen sie ck garnicht erörtcrn, Jkde' Natron sei ein zusammengesrßtcs Phänomen mit zahllosdn Kom- bmationsn der eénzelnen Elemente. Für ihre Klassifizierung «edc nur die Linguistxk „eine Handhabe, Welchen Hilmeixtcls die Antdro- pologte naturltcb entratben müsse, da dke Knochen keine Sprache MUL!!- Die Anthropoloßie babe deswsgen hauptsächlich nur falsch? alte TraditioncÜS chinungen zerstören und nur wenigks selbst aufbayen könnyn. Einen wesentlichen Antbeil an dem Umsxbwung der Memungcn habe auch die Archäologie gehabt, die Cumxr's Landömann Boucher de Perthes zur Enträtbselunx; dcs Daseins des _Diluvialmenschen herangezogen babe. Frsilicb durfe diese Richtung nicht die vorherrschende werden, weil ddck) der Feusrstein und andér? _Zeichen msnschléchxr Thätig- kctt erst nach dem Menschen selbst erschienen sein könnten. - Lebhaftßs JJtereffe erregte ferm'r der Vortrag dss Professorß Monteltus-Stockbolm, der behauptete, daß man das Nltsr der Pfahl- bewobner, deren Typus die „Frau von Auvernicr“ sei, cbronolodiscky genaustfestseßen könne. Man kenne nämlich gepau die 3211 aewiffer c,]xptrxcher Funde aus dem 15. Jahrhundert v. err. (Dynastis des Konig? Amcnofis 111.)._ (Gleichzeitig mit dieser Kulturperiode sec vte sogenannte drrtte eriode Von Mykene, der nach S_cbliemann's Ausarabungen auch bis sechstcx Stadt Von Htffczrlik zugeböre. Funde disser Abstammung habe man nim aucb in ndrdttalienischcn Gräbern gefunden, die älter als 1000 Jahrs ». Chr. set_en, und Fibeln dieser Periode wicdernm seien in den [“chweizerischen

[ablbauten zu Tage gkfördkrt worden. Damit stkbe die Zit dex [cyteren fest. Sie faÜc mik dym Ende dcr .Bronzezect' 'zx-sammen. Für cénége Pfahlbauten lasse fich in ähnlicher Watse auf Grund des Vkrglekckys der Funde eine noch um ein halbes Jahrtausend ästere Emstchg UÜÖWStskn. Schlkk lich stammten etliche aus dcr .Kupfxrzeit' (mehr als 2000 Jahre v. br., etxtsptechend der ersten 1rojani1cbcn Stadt) und déc' ältesten ans dcr reinen .Stkknzeit“, sodaß gestbloffkn tverden könne, daß der_Menftb [chou 3000„Jabre Vor Christi Geburt in Mittel-Europa aus Pfahl- auten ansassig gewesen fei. -- *Große Spannung errcgte schließlich der Vortrag des Professors Kollmann-Basel, der, wie im Vor- jabry das Bxld der „Frau von Auvernier', der Repräsentantin ker PfJblmx11schen, so dteßmal die Erscbeknung einer Zeitgenosfin, der .Toxferm von Corcelejtes* in Naturtreue rekonfnmk-rte. In einem fa [bau bei Corcelettes am Neuenburger See hat nämlich Profe or o_rel die Scbsrben einer Tbonurne aufgefunden, auf der fich die b- drucke won fünf Fingerspiken finden. Professor Kollmann nun will folgende interessanten Tha: acben ermixtclt haben: Die fünf Fénger seien zwai dcr rechten und drei der linken Hand, die einsm WSWS an- gehört haben en; das beweise di.? Zanheit der Fingerbceren. Die gut zu sehenden 2 ägcl seixn länglicb und oval, dementsprechend müsse auch die Hand lang und schmal geWesen sein, und dicke wiederum nde fich tun; bei lan köpfige" Menjch-n. Man hätte also hier die anatomi chen Kennzexchen der olichocevbalcn Bevölkerung aus einer vor faft-3000Jabren [chenden Meuschenraffe vor skb, die fich von der modernen Kulturmenscbbeit nlcht unterscheide. Damit sei die Konstanz der bowo sapjong“ ge- nannten Art erwiesen. Die Kultur babe [(ck 'La: Laufe der Jahr- tüUsendee manni fach geändert, der Mensch se immer derselbe geblieben. Nicht nur Kno en und Schädel hänen sicb durcb ungezählte Genera- Uonen unverändert fortvererbt, sondern auch die Weichtheile.

In St. Petersbur fand, wie „W. T. B.“ meldet, gestcrn Abend zu Ehren der Mt lieder des Internationalen geo- logischen Comités in r Geographisch en Gesellschaft eine eier statt, bei welcher unter Anderen der Direktor des Meteoro- loßis en Instituts in Berlin, Geheim“: Neglerungörath, Professor Dr. von Bezold, der Direktor des Pakiser Observatoriums Maßcar und der Direkjor des Stockholmer. Observatoriums Hildebrandson an- wc?send waren. Den Fesjvortrag hielt General Thillo über die feFFtleeit der Meteorologischen Station der- Geographischen Ge-

a “. '

fich der Vervdgung angeschlossen“

Bukowina .

Lauda nud Forstwirtdfthaft.

Ernteergebniß und Getreide-bandel in Polen.

Warschau, den 4. Skptember 1899. Die Gejrkideernte wurde im August bei Voxwiegend günstiger Witterung fortgese t und kann im aÜgemeinen . don veteinzel-ten Ausnahmen (: - ge'sc'bkn, als beendet betrachtet werden. Der Mangel an land- w*.--.'tssschafjlich2n Arhxit-xrn, übkr den fast durchweg geklußt wird, hat sick) der DLL du'sjäbrtgen Ernte dekondcrs fühlbar gemacht, umsomehr, als das (Getreids fich kzielfaéd inéolxxß don Pkaßrsakn FelagerT hatte, daher nur mit bßsorxderev Schwierigkeiten geschnitten Werden konnte. Das Ergedmß der Ernte ist nacb den vsrliegenden Nachrickoten sel): verschieden. Zahlreiche Reßenqüffe, Hadelschläae und Ueber- fckvac-mmuchn haben die Ernte in manchen Bézixken Polens stark ge- schadigt, stellsnweise sogar yernicbket; - so wird bxifpiclsweise aus dem Ktaise Kolo berichtet, daß game Weiszeider Verdorben smd und daher umgedflägt werden mußten. Dies wird anderkrseits durch eine jbeils bäfrksdiaende, 158116 gutß Ernte in anderen Gegend?" angc-alichc'n. So 1911 namentxicd in den Grenz-Goudernymsnts Plock und Lomsba dk? (Getreidekrntc meist xecht gUt Sussefallen 14.-in. Währex-d der Rogch- und GLrsL'cnertraxz vielfach zU wünschen übrig läßt, soll der Ertragdes Weizens und Hafers im aügemeinkn Fut kein. Dre Preise auf dem Warschauer Markt find etwaß gestisgen. Es Wurde gezahlt für das Pud: am 4. Axxzxust d. I. am 1. Sevéemder d. I. für W613?" . . .0,82-1,00 0,86-1,02 für Roggen . . . 0,68-0,78 0,74-0,84 für Hafer . . . . 0,68-0,90 0,72-0,92

Gesundheitswesen, Thierkrankheiten und Absperrungs- Maßregeln.

Das Sanitätötvesc-n des preußischenS-taats während der Fabre 1892, 1893 und 1894. Im Auftkaqe: Seiner (FxchSnz des Herrn Ministers der gcistlichsn, Untkrriébtö- Und Medizinal- Angelegenbeiten bearbeitet yon dx“: Medizinal-Adjchxung dcs Mi- nisteriums. Mit 13 Kartan. BLTÜU 1899, Verwg von Richard SWP. - Dkésék zrveite Bc1icht über das SaniTätsWeskn dcs prkußrchsn Staats ist, wie szin Vorgänger, untér Bemaßung der Akte'n dkr Mrdizinal-Adlbkilung dss Ministkrimys, der (Hensral-SanéfäKEderi-FM der ngkerunss- und Medizinalrätbe unc) dEr vom Kö-xiglichen S1a1iftische=n Burkau in Berlin vkröffentlicblen .Prkußischkn Statistik“ xür die Jahre 1892, 1893 und 1894 bkurkeitet wordxn. Anch déc (Fintdcilung und Be- bandlumx des Stoffes smd diEséldCU (105116111912. N-u smd xine? Bksprkcbung ker Selbstmorde». und jöktlichkn Vc1'ung1ückungén sowke die Bkigabe Von kartographischsn Daxsteüungen dsr wichtigs1en Krank- dßeiten nach ihrer Vkrbreitung 1:1 dan einzelnen ngieruW-Fbk'zirkkn und KceTsen. Dikse Karten ermöglickocn ks, sick) schnxll über die Vérbrei- tux3g dcr bstreffendsn Krankdeit im “Slam zu u:;Fericdtkn, xmd geben der: .Verwaltmtzxd- und Medizinalbeathn manckxn ingerzkig, wo sie: idr Augknmexk binzulenken haben, "um dic Gc- unddsit dsr Be- VökkaT'leg in Stadt und Land zu bxden. Wer den Bkricht auémexksam likst, wixd, fo bkißk (“S im Vorxxort, ibn nick)! aus ddr Hznd legen, obne “r?" Eindxuck gcwonnen zu haben, daß

noch manches gx'schehen muß, um die gssundheijlicHM Verhältnisse

Nachr1chtcn über die Verbreitung

des Landes zu beben. Die Kranweits- unv-Stexbeztsfe'rn snd größer, namentli die ansteckenden Krankheiten raffen noch mehr Opfer dahin, a S ck bei dem „heutigen Stande der Seue'benverbütung der Fall sein sollte. Dies gilt "besonders ;v'on-é der““ Tuberkulose, dem Unterleibstypbus, der Diphtherie, den Masern, der Ruhr 1:- s. w. Aüein ?erqde in dem, vorltesenden Bericht, in welchem u. a. auch die erfolgte cbeBekämpfunJ der Cholera im preußischen Staat geschildert wird, bot fich wiederbot Gelegxnbekt, auf die Abnahme der Seuchem sferblicbkext, die Besserung m den WobnungSverbältniffen, die Vexvoükommnung der Trinkwa erdersorgung und andere byzienis e und Woblfabrtßeinricbtungen. bnzuweisen. Wenn daher auch no

manches zu thun übrig bletbt, m ist doch von amtli er wie von privater Seite viel geschehen. Die hygienischen Verb ltnifi'e des Staafes befinden fick) auasnscbeinlich in einer aufwärts strebenden Bewegung, welche einen 116) etwa geltend machenden Pessimismus in der Beurtheilung derjclben als fertigt erscheinen läßt. Man darf vielmehr das Intere 6 aller Kreise für die Hebung der gesundheit- ltchcn Ver ältniffe zunébmen. zu einer weiteren Abnahme der Erkrankungen und Sterbsfälls an ansteckendkn Krankheiten führen und dadurch nicht ,nur die Wohlfahrt und GesUndhxit des Einzelnen, sondern auch das Nationalvermögen stcigxrn wird. Was das. Auf- treten d€r einzelnen Krankheiten bktrifft, so waren in der Berichts- Verkode 1892/94 eine Cbolera-Epidemie und zwei Jukluenza- Epidemiey zu vkrzeichnen. Gleichwohl bejrug die Ge ammt- sterblichkett, die in den [ckth zwanzia Jahren zwischen 22,9 und 26,3 pro tausend Einwobnér schwankte, im Jahre1892 nur 23,5, 1893 24,2 und 1894 21,8 pro Taussnd. In den lkßten zwanzig Jahren hat axso das Jahr 1894 die niedrigste Sterbeziffer erreicht. Dieses ggnstkgk Rejuktat ist neben den stetig teh bcfferndeu Gesundheitsver- balttzrffen wohl dem Sinkx-n der Ster lichkeit an Tuberkulose zuzu- schreiben. Dres berechtigt zu der Hoffnun?, daß der allseitig mit Eifsr aufgenommene Kanzpf„gegex1 diese sch mmfée aller Volksseuchen itz: Laufe der ZeiT znr Emdamumm; dcrse ben führen wird. Immer- hm find im Jahre 1894 noch 74 656 Menschen in Preußen an der Schwindjuäpt gestorben, ,und jeder neunte Todesfall war durch Tuberkulose YermsaÖt. Die Diphtherie hat ebenfalls beträchtli ab- ge_n0mmen, wre di.? Kfnderfterbliäykeit überhaupt, die in der Ver cbts- znt um fast ei_n Fünftyl geringsr War als vor zwanzig Jahren. Be- merkenswertk) 1s1 auch, daß die Todesfälle an Kindbéttfieber seit Jah- ren um fas1_dret Zehntel abgenommen haben. Hinsichtlich der hygie- nischen Verbaltniffe konstaTiert der Berichk béider Wobnungéfragk, daß dex Zustaxxd der Ländlicdéx: Wobnungsn im allgemeinen die! weniger be- ftted'xgc (3113 dcr von städtiWen. Zu ernstanedenken ßabviclfachaufdem Lande wxe in „dem kleinen Städten die Trinkwaßer-Versorgun und die uxgxnügende Beseitigung dk: Abfallstoffe Aula . Auch die ändlicben Schnlen laffsn bygienisch noch vie'l zu wünschen, wenngleich in [LMU Zet! manches fich gebeffkrk bat. Eingehende Erörterungen finden dann nsch der Verkehr mit Nahrungs- und Genußmitteln, gewerbliche Aula en, dix; Beschäftigung jugendlicher Arbeiter, die Kraukxnfürsorge, Bäder, e- grabnißwcse'a. Ein Anhang handelt über Kurpfusch€rei und Gebsimmiltel.

in keiner Weise gerecht- boffen, daß

Dér Ausbruch der Maul- und Klauenseuche und das demnächstkg3 Erlöschen derselben infolge der getroffenen Maßnahmen ist, dem Kaiserlicbsn ErfundbeitsQnt gemcldet Worden vom Schlacht- Vtxhbofe zu Essen am 6. Sepjember.

von Tbierkrankdeiten im Auslande.

Oesterreich.

7. Juli. Höfe: M

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Rotblauf der Schwckine . . Säxweinepsst(Schweinestuckxc) . YTblquf dxtr(LSZ)w8incs ck ). . . . . wemepe! © Mine eu ? F Rothlauf der Schwchne . .

' ' ' ' Scbwswepsst(Schweincssucbc) . . Rotblauf der Sckwane .

Maul- und Klémense'ncbe . NiSder-Ox'stcrreickp .

Oksr-chékrrciäß . Saxzburs Steiermark . Kärnten Krain

Küstenland .

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Nothlauf der Scbwcéfne . . chweinevest (Schweincs 8111176) Nothlauf dsr Schwäne? . . Schwsinepsst(Scdwcéineskuchs) Maul- und Klauensenche . . Rotblauf dEr Schweine . . Schweincp-rst(Sckchincseuch) Maul- und Klauenseuck)? .

Rotblanf der SÖweéne . . Sckswkinepest (Schweinkseuche)

1“ 1 1 . ? Maul- und chxuensenéb€ - 1 1 1 1

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Vorarldc'rs;

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Rothlauf der Schweine . . Schweinepest(Schweincsemhe) Rotblauf der Schweine . . Schweinepest (Schrveinkseuche) Maul- und Klaucxxsxucbc . . Rotblauf dcr Scbwsi'ne . . Schweinepest (Schjveineseuche) Maul- und Klauenseucbc . . Rojblauf der Schweine . . SchWeincpest(SÖWLinefcuchc) Rotblauf der Schweine . . SchMincpest (Schweincseucbs)

Nödmcn

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Mähren

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SéHlesien

Eßlizken

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14. Juli. 21. Juli. Zahl der verseuchten Orte : Höfe: Orte: Höfe : 4 22 4 23

86 50 104 55 103 4 3 3 3 15 16 28 1 19 15

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Ungarn.

7. Juli.

Komitatc: Orte : Höfe: Maul- und Klauenseuche . . . . 1] 66 403 11 Rotblauf der Schweine . . . . 40 124 516 43 Schweincseuche . . . . . . . 60 1012 - 60

Skhweiz.

1.-15. Juli.

Maul- und Klauenseucbk. Zahl der verskuckxten und VCT'OÜÖÜIM

Kantone: Orte: StäUe: Weidsn: Orte: Ställe: Weiden:

Zürich . . . . . ). *

Appenzell (1. RH. . 2 2

t.GaÜen....- '- Graubünden . . . 3 Aargau 4 Thurgau ..... 1

Waadt ...... 10 Wans ...... 1

Rotblauf der Schweine und Schweincseucbe.

Kantone: Orte: Kantone: Orte: 12 54 13 66.

Belgien. Maulseucbe.

16.-31. Juli.

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WÜSYSW1W »Filwl]!

1.-15. Juli. 16.-31. Juli.

- Zahl der verseuchen Provinzen: Gemeinden: Ställe: Provinzen: Gemeinden: Ställe:

Kom. :

9 * 187 572 9 249 1067.“

14. Juli. 21. Juli. 28. Juli. Zahl der verseuchten Orte: Höfe: Korn.: Orte: Höfe: Kom: Orte: Höfe: 68 484 12 67 508 12 58 402 151 665 45 168 793 46 197 900 1117 - 61 1247 -- 60 1362 -

Niederlande.

Juli.

Maul- und Klauenseuche.

Provinzen: Stückzahl des Viebs: Nordbrabant ......... . 856 Gelderland .......... . 1 662 Südholland. . . . . . . 11620 Nordholland 1 301 Seeland . 565

. 3 657 Friesland ..... . . . 116 OVUVffel ' - ' j a o o 19 Groningen . . . . 19 Limburg . . . . . 196-

Schweineseucbe. Nordbrabant . . . . . . . Gelderland . . . . . . . . Südbouand ...... . . Seeland...... . riesland . . ver ffel. . Gron ngerx _. Drenthe . . . . Limburg ..... . .

7 3 25 6 86 1 3 1 3