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zneuerYannte “Gesandte schäfte dk? hastianischen Gesandtschaft ubernommen.
- Gehcime Rath ])r. F1scher ist von der Urlaubsre
ernü- a-oe, _n'w t, * albéY-aerfeean Josep!) ZIM-
Der Bevollmächtigte zum Bundeörath, Königlich [FchstscbckF e na Berlin zurückgekehrt.
- Bayern.
Seine Köni lich? Hdheit der Pri'nz-Re, ent ist, wie „W. T. B.“ mel kl, ges1ern Abend um 6 Uhr Tn München eingetroffen Und hat sich unmittelbar nach der_ Ankunft von dem Minister des Innern, Freiherrn von Fe1118sch,_ dem chierungS-Präsidenten von Auer pnd den betden Burger- metsiern der Stadt Müpchen über dtx Hochwasser=Katastrozohe Bericht erstatten lassen. Heute _fr"h gedachte der Prmz: Regknt unter Führung dxs Mtniyters des Innern und des Bürgermeisters von Bors _t die durch das Hochwasser an- gorichtcten Vcrheerungen zu be1chtigen. Schon von Oberstdorf
*aus hatte der Prinz-Negcnt in einem Telegramm an dcn
Bürgermcistcr stincr Theilnahme an der Katastrophe Ausdruck e eben.
gg Gestcrm Vormittag fand im Ministerium des Innern unter VorsiH dcs Ministers Freiherxn von Feilißscb eine Konferenz statt, um über die aus Anlaß der Hochwasser - Katastrophe zu treffende Hilfs- Aktion zu berathen. Es wurden vorläufig ins Auge gefaßt: eine Haussammlung für den Umfang des Königreichs, die Bildung eines Hilfswmités für die gesammten UeberschwemmungSgebiete, die Errichtung von Sammellisten u. s. w. DZe KrciSregikrungen und die Distrikts-Vcrwaltungs- behördcn sollen aufgefordert werden, baldmöglichst eine genaue Schäßung der Schäden aufzustellen.
Württemberg.
Wi? der „Staatsancrger, für Würtxemberg“ meldet, hat SeiUe Majestät der Kazser an SemekMajt-stät den König das nachstehende Allerhochsje Handschretben gerichtet:
Durchlauckotigster, Großmärhtigster Füxst, * freundlich lieber Vetter und Bruder! „
Cure Majestät wollen aus Meiner Otdre an den Eenkral- leutnant Freiherrn von Falkenhausen entnebmsn, in Welch bobcm Maße Mich die Leistungen des )(111. (Königlich Württembkrgiche-n) Armsc-Kotps befriedigt baken. Es bcfindet fich in eine'm so vortreff- lichen kriegstücbtigen Zustayde, dc- ch Eure Majestät zu solchen Truppen nur aufrichtig begluckwüns kn kann. Wenn Eure Majestät a1ch aus woÜem Herzkn. wis Mir bekannt, Meinkn Wunsch tbeilen, daß unsercu'. themen deutscken Vatkrland die Segnungen dcs Fticdens erbalte-n bleiben mögen, so wcrden Cura Majestät aus diksen Usbungcn doch Zleich Mit die Ueberzeugung gewonnen haben, daß wir der Zu- kunft mit ruhigem Herzen entgegénseben können. Eure Majestät woken zugleich Meinen wärmsten Dank Ungegcnnkbmkn für die so hkrzlicbe (Gastfreundfckzaft, die Mix in Eurer Ma'estät Hause zu tbesl ngIrden ist, Und waen aucb dm Bewohnern bres schönen Wüxttembkrakr Landex zn crfennen geben, daß der übkraus wohltbueude und glavzvolie Emvfar-g, Lsr Mir bereitet worden ist ebenso wie die gute Aufnahme, welche die zahlreichen Truppen übera gefunden haben, zu Meiner
rsude Zéugniß able t von der Gesinnung, die in der Armee die féste StütZS für die gedei 1liche Enxwickclung unseres deutschen Vaterlandes erkennt.
Jcl) Verbleibe mit der Versickerung der vollkommensten Hock;- achivng Und in aufriclétigkr Frxundschaft
„Eurer Majestät freundrriüiger Vetter und Bruder
Wilhelm 11. Kaxlsrube, den 13. September 1899.
Elsaß-Lothringen.
Der LaUdeSausschuß erledi te am 14. d. M. in zwei Sißunqen in zweiter Lesung die (HZeßcntWÜrfe, betreffend die Ausführung der Grundbuchordnung, die Ausführung des Rcichsgcseßes über die Angelcgenheiien der freiwilligen Gerichtsbarkeit, _die Ausführung der Zivilpro eß- ordnung und der KonkurSordnung und der Re ts- mittel der Kassation, sowix die Ausführung des Reichs: geschs über die Zwangsverstmgerung und die Zwangs- verwaltung vom 24. März 1897.
Großbritannien und Irland.
Gestern ist in London ein Blaubach über die süd- afrikanische Llnzxelegcnhcit veröffkntlichtwordcn, welchcs die vom 16. Mai is 8. Skptembcr aUSgetauschtcn Dcpc chcn ensthétl't Ueber den Inhalt derselben berichtet „W. T. .“, w.e 0 g :
Der Tkxt der Dcpksche des Staatssekretärs für die Kolonién Chamberlain vom 8. September stimmt mit dem bkreits früher veröffeütlicbten 55ng überein. In einer Depesche vom 23. August verwahrt sich der (Gouverneur der Kapkolonie Sir Alfred Milner dagegen, daß das Anerbieten TranTVaals bezüglich des den Aukländern einzuräumenden Wahlrechts nach fünf Jahren (118 eine liberale Er- füllung der auf der Konfarenz von Bloemfontein _aeftklltkn Fordc-rungen angesebm werde. Er fügt hinzu, daß der damals gemachte „Vorschlag bezüglich des Wahlrechts nur als Grundlage der Debatxe gedient habe, es sei unmöglich, ihn als eine Panacee für die Klagen der Ausländer anzu- sehen und ron ihm die Regelung aller schwebcnden Fragen zu erhoffen, jener Dinge, die auf der Konferenz in Bloemfontein nikmals berührt worden seien. Die dorti en Be prechungen seien niemals über Vorschläge 112311131115 des ahlre ts binaußgeqangen und Hätten einzig und allein klar und dxutlicb ergeben, daß der Pxäsident Krüger dem Plane, den Ausländern irgend einen wesentlichen Theil der politischen Mackxteinzuxäumen eincn unbeugsamxn Widerstand entgegen- ftelle. Die Folge des FÉléchla ens der Konferenz in Bloemfontein sei die, daß ksr bloße n quf Milrer die Erörterung begonnen habe, nunmehr als voUstänki cr, endgültixkxer Plan für die Reform dkr Regierung der Südafrtkanks en Republi angesehen wsrdk, Der Grmxd, weHWegen die Konferenz geschektert.sek, Liege darin, daß fich bei Beraibung der vorläufich Vorschsä e Sir Alfred Milner's eine so vollstänxige Verschicken eit der Ansi ten beider Parteien über die Exfordermffe der Lage gezeigt babe, dH? es nu los erschienen sei, die Beratkung sorkzuseßcn, Sir Alfred ilnxr abe ausdrücklich die Wahlrechtsfra e in _dkn deer- grund gestellt, weil er habe klarsteue'n wollen, :) Kryger'ZTbcil- nahm; an der Konferenz tbatsäcblickj auf die Geneigtbext hmdcute, Hie J Kdseligkeéten gegen die Uitla nder sowie den Argwohn gegen die b "“i 8 Regierung aufzugeben, oder ob sie ledigltch cin diploma- ckckck. MMW“ sei, durch das Zeit gewonnen werden solle. Sir Alfred “Wilm: ' hält die Erlgngunq des Bürgerrechts nach fünf Jahren Zw Fine vernünfti e, berden Theilen gereiht werdende Be-
fxeÖk, weist a er darauf hin, daß die verschiedenen Maß-
MYJQZK yacheiuander von Transvaa vorgeschla9en wordcn
; auf dexen Vorhanden ein SicAlfn-Id Mikner wiederholt avfmerk
eines Plans, mit dkm Sir Alfred -
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4,121 .::-1611sz „ , inftößten, 111- » aeneio
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Wixkung des Botsch aao nöibig sei. Ueberdies seien“ die Vor- schläge der Tranvcuü-RegketWJe durcb Bestimmungen beschwe1t und eingeschränkt, gegen we! die Uitlandcr energische und begründen Vnwabrung einlegten. Deshalb sei es durchaus von Wesentlich"; Bedeutung, daß die letzten Vorschläge sorgfälti geprüft würden. Die anderen _raaen anlangend, dringt ir Alfred Milner auf d-srrn baldige rledißung urd hält einige derselben für nicht geeignet, dcr fchiedsrich1er1ichen Entscheidung unterßreitet zu Werden. Wrnn über die Wahlrechtsfragc eine er- séändigung erzielt sei, so Werke die-(Frörterung der anderen Frafen,
am
«macht, dadurch 115 t aus escblosstn, 57,11“). die Untc-breitung aller dieser Fragen zur schiedßgeri Uichen E::11che1dung aetkchtfe'rtigt sein. Eine Depesckx: SkrAlfred Milnex's vom 31. August sagt, er Zabc won virlen Seilen Vorßellnngen erhalten, das; er bei der britischen Regierung die: Bkkndkgung des ungcwiffen Zustandks dringend bktrcibkn möge; die daraus €1W0chsl110211Ue591s1ände seien in der That ernst, besonders in Jobanncakurg. Dkk Krisis 136611111117? auch dée M*ncn und Die Handslstbätkßkeit. Sir Alfred MMK first hinzu, Britisch - Süd - Afxika sei iür die äußersten Maß::abmen und bekeit, noch 5111 mehr zu erdulden, um die btifisckye A111oriéät aufreckyk Erhalten zu sekcn. „Ick fürchte cmstl'kcbk', schließtSir Akfred Milner. „cs wird eine starke Rcak1io11 der Sjimmurg (161161111er der Politik der Rrgiexung eintrejen, wenn die Di:“.Ze wet€chlepp2 n*c:de11“.
In Manchester richtcte gestern John Morlc-y an mehrere Tausend Zuhörer eine Ansprache. Ter Redner brachle die in seiner vor kurzem in Arbroatk) gYaitcncn Rede angkführten Argumente wieder vor; er gab die 5 othwendigkeit zu, den Beschwerden der Uitlander Abhilfe zu schaffen; er sci auch für die Forderung, daß das Wahlrkcht nach fünf Jahren erlangt werde, und gebe dem Präsidentcn Krüger dcn Na11),i11 die Konferenz einzuwxlligcn. Zum Schlvfz bcantragte Morley die Annahme emsr Resolution, in welcher 11111017 Ancrkc-nnung dcr Nojhwendigkeit einer Reform dic Ansteht achsprochen wird, daß diese Reform auf friedlichem Wege durchgesetzt werden könne. Das Mifglicd des Untkrhauws Courtnc'r) befürwortete die Resolution und trat dafür ein, daß die Frage der Suzcränetät dcm Geheimen Rath Überwwscn werde. Die Resolution wurde mit großer MLHrhcit angenommen. Die dagegen stimmende Minorität cntfaltets eins britische Flagge.
Frankreich.
Der Ministsr:Präsidcnt Waldeck-Rousseau erklärt?, wis „W. T. B.“ meldet, gestern Nackzmitlag dcn Delegirtcn der radikalen anppe des Parlaments, daß u:!midcrlcglichc Bcwcise fÜr die Existenz eines Komplojts xcichlich vorhandcn seien und kein Repnblikaner es wagen werds, dic Regisrung zu tadeln, wenn die Umtxiebe dcr Angeklagten in ihrer (Gc- sammthcit bekannt sein würden.
Der Untersuchungßrichter Fabre hat gestern eine Ver: fügung crlaffen, durch wxlck)? dic Komplottanaelegenheit dcm StaatSanwalt Überwicscn wird. Ter „Tcmpd“ osr- öffentlick)t einen auEführlichen juristischenArtikel 1111er dcstkrfahrcn beim StaatsZcrich1shof UUÖ führt aus, daß der StaalMerichts: hof bereits m der Ersten Sißung 1"!er dic Znséändigkeit 611 0111010 entscheide, daß aber die Angcchuldigten uicht befugt seien, in der ersten Sißjmg an der Debatte theilzunehmcn. Der „TcmpS“ fügt bezüglich der Vefugnéß dcr Angkklagtcn, sich durch einen Advokatkn bei der Kommission dcs Stamsgcricbts- hoch vertreten zu lassen, hinzu, daß das (Heftß vom 8. Te: zember 1897, durch wclchcs das kontradiktorische Verfahren bei dcr straf xrickZtlickxn Untersuchung eingeführt wird, dicses Recht nicht 6999 ck: hab?, daß aber 1116583 im chc stehe, msnn kicKommisfion des Staajsgcriäztslwch dcn 211.91-sch1115igtcn die Wohlthat dicses Gcseßes zugestehe.
Dcr Dampfer „Ville de Maranhao“, wclckxkr die zwischcn der E „ pkdition Voulct und dem Oborsjcn K1obb gc'wccyssltc Korrc pondsnz (s. Nr. 197 5. Bl.) Übcrbringt, wird am 23. d. M. in Bordcaux erwartet. '
Serbien.
Zn dcm Hochverrathsprozessc in Bulgrad wmdcn, dem Wiener „Tc-lcgr.:Korresp.-Burcau“ zufoxgc, gsstern die Mitxxlicdcr der radikalen Partei Teodorowitjch, Stefano: witsch, Miloradowitsck) und Rikowltsch, welche wcgcn Bcleidigimgcn und Drobmtgcn gxgen den König und wech Aufrkizung gegen die Dynastie 11111) das Herrsthende Regime angcklagt sind, vernommen. Dic aufgerufenen Zeugen bc: stätigtcn die in der Anklage Enthalterxcn Bchauptmxgcn.
Amerika.
Zn Kingston (Jamaicach-ingctxoffcmn Mchuwgcn (11113 La (Huayra vom 12. d. . zufolge nimmt, wie dem „W. T. B.“ aus New York bcrichtct wird, die Rcvolution in Venezuela eine bcunruhigcndc Ausdshmnxg (m. Die Truppm der Regierung crliitcn zwei Niedcrlagen. Cs liege Grund zu der AnnaknnL vor, daß die Generale dcr Regierungstcuppen im Einvkrständniß mit dcn Aufständischen ständen.
Asien.
Der „Rassischcn Telcßraphangmtur“ wird aus C habs- rowsk berichtet, der Ka ser von China Habe: einen Befehl erlassen, nach welchem eine Art Nationalgarde gcbildet wsrdcn soll. Jeder Mann sei verpflichtet, eine gewisse Zeit in dM Reihen Öks He-rx-s U dienen. Im FaUe eines Kriegks sollen die auf diese eise Ybildeten Ttuppcn als Hilféztruppcn verwandt werdcn. Die ouv-krncurc von zwei in der Depxsche nls Hunfi und HUandun bezeichneten Pro: vinzcn hätten angestchts dcr kritxschcn Lage in djcsen Provinzßn Befehl kkhÜlséU, 1m Laufe 011166 Monats über die Maßnahmen zn berichten, welche sie zur E1füllung des obi cn Befehls er- griffen hätten. Die Gouverneure der Übri-xzen ALrovinzcn sollen ihren Bericht innerhalb dreier Monate einreichen.
Afrika.
Aus Pretoria vom gcstrigcn Tag? meldet das „Reuter'sche Bureau“, daß die endgültige Fasstmg dcr Ant- wort der Regierung der Südafrikantschcn Republik in einer geheimen Sixung beider Raads berqthcn worden sei. Di? Anlwort (;Uc heute dem britischen Uplomatischen Agentkn ConyUgham Greene zugestellt werden,
Nach einer der „Times“ zußcgangencn MeldunZl waren gcstern amtlich? Mittheilun en 1": er den JUqut _der nxwort woch nicht bekannt; dcm emehnxen nach . et Ytesclhe ]csdoch negativer Natur; es werde darin erklärt, daß dre Sudaßrtkgmsche Republik an der Konvention von 1884 festhaltc, da fte von der Bestimmung der Erlangunéx des Wa?l_rcchts nach„ficben Jahren nicht abgehen könne a er gewillt et, Rathsch1age zur Besserung der Lage anzunc men.
, ! .“. - & Mm * - »féi,"x„-ie rage, du? Zulu ung,.dek Uitsandet in dem en-tg'egenkc-mmmden und gro mütbigen Gei : zu verhandeln, wie er für." eine erfolgreiche '
s ti knuv VousWhsU ft.
Die deutiscke'überséei* che Auswanderun im “ ' und in dem Llelxen Zeitraum des YmJYMstW Es wurden beför erj deut! e Auswanderer im M ' über ck 1899 1898“ August : Bremen.........846 874 Hamburg . . . . . . . 885 729
deu1sche Häfen zusammen . „1731 1603 fremde Häfcn(soweit ermijtelt) 294 314
A s 5 ts Häf überbaßxpti . Ä 202151893917.
u eu en en wur en tu ugu neben deutschen Ausmezetern "noch 9604 Angehörige fremder StaFYUUBU fördert. Davon gmgen ubex Bremen 6149, Hamburg 345 . e-
W
Zur Arbeiterbewegung.
In einer sehr zahlreich besuchten außxrordentliäßctt Gkneral vlrsammlung, die am 14. d. M. von der Vereinigung Berline' Metallwaarenfabrikanten gemeinsam mit der Verrinigangd,r Klempner, Kupferschmiede, Gas- und Wasser-Jnstalla' Teure und verwankter Vcr11fschige_cinberufc'n rrar, um zu d," Forderungen, welche die Klempnergeséllen (vergl. Nr. 215 8,25] ihren Arbeitgebern unterbreilet batten, Steaung zu nehmen, der Boss. Ztg.“ fol endsr Beschluß einstimuxig gkfaßt: 'ne, Minsmajlobnsaß für ccord- odxxr Stundenlybn zu bewilligen; 2) ein, Höhere Enjlobnung für Ueberfiunden grundsavliä) in dex Regel nicht „. bewilligen, vielmehr derartige Vereinbarungen von Fall zu JaÜdea einzelnen Arbeitgebern zu überlassen; 3) mit nkxmandlm außer milden eigenen Arbeitem übex Lobusxagen u. dergl. zu verbandcln; 4)d!e Forderun der prinziptsüen Emfübrung der neunstündigcn Arbeitszeit nicht zu ewilliqen; 5) den A111ch1uß sämmtlicber Werkskätten an die Vereini ung der Berliner Klempner, Kupferschmiedc, Gas. und affsr - Installateure und verwandter Beruszwéige nach. jeder Ricbjung bin zu fördcrr'. Zu dkn neuen Bedingmxgen' arbeiten 342 Klempnkr; 450 smd noch ausständig. _ Cine VkrsamM. lung hiesiger selbständigcr Bildhauer nahm, wie der „Bcr1.Lok..Anz„- miitbeilt, am 14. d. M. zu den Forderungen der Holzbildhausx (vergl. Nr. 216 5. Bl.) Stkllung und beschloß, die Verkürzung der Arbeitszeit auf 50 Stunden pro Woche, sowie den Lohnzuschlag von 10 0/9 in (111611 Werkstätten abzulehnen. Der Auf- schlag von 50 0/0 für Ueberstundkn,_ die Einführung der Lobuarkeit an Stelle der Accordarbölt und dcr geforderte Minimallobn yon 24 «44 für den gelernten Bildhauer wurden dagegen bewiüigt. Man wäbxte cine Kommission, die auf „dieser Grundlage mit den Gehilfen verhandeln soll. _ Eine Versamwlang der aus- ständigen Putzer Berlins (vergl. Nr. 217 d. Bl.) hat, der „Volks-Ztg.“ zufolge, am Freitag auf die Ablehnung dkr aufgesteüten Fordcrungcn durch dcn Arbeitgeberbund bin beschlossen, den Ansstand wrxzuseßen. Ueber die auaenblickléckye Lage des Auk-standes wurde be. richtet, daß 40 Unternkbmer, darunter auch einige Mitglieder 515 Bundes, die Forderungln bereits bewüligt haben, sodaß 221211111611- PUBS! und 171 Innknpußcr schon zu den neuenBLdingM'gen arbeiten. Die Zahl der Ausstänxkaen bejrägt 624. Ckna 100 Putzer auf 26 Bauten lehnten es b10bk'r ab, mit 1811 AuL-ständiqcn gemeinsame Sache zu machen. _ Dcr Ausstand ker Berliner Steinarbeiter (Vergl. Nr. 213 d. B1.) ist, wie dix „D. LITTLE" 111111139111, blendet. In eitm am Freitag akgebaltenkn Versammlung cmpxabl die Lohn. 1omn.ifs10n, mit den Untétnchmern zu vexhandrln und fick) mit Ben Vorschlägen dks (Géwérbcgexickts ckxchstankxn zu erklärkn, wk1ches1ch mi? den Zugeständnissen, die die Arbeitgebßr de'n Arbeitnehmern vor dkm Gewerbegsricbt gemacht baden, dt'cken. Bki der Schlußabstimmung ßklaugtk der Vorschlag der K'ommiffion 3111" 2171111151219.
Aus Emmeriä; msldeL die „Rh(in.-Westf. ng.“ unterm 15. d. M.., daß die Auk-standsbewcgung dss M*ascvtnen- und Hc-xizerpcrsonals der Rbein1chlepvdampfer noch fortdauert. Zwar hat ein Theil der Arbeiter einen Vertrag unterzkichnkt, nach Welchem diesklben sch mit einer theilwkisen Sonntagsrubc zufrfrdeu geben; dsr Weitaus größte Tbéil wü] aber die Arbeit nicht 651711111- nebmrn, als bis 15111 die Fordkrungkn bezüglich dcr Sonnmgkrube ganz l1cwiüiqt sind. (Vergl. Nr. 182 5.231.)
Aus Köln b§k1ch1kt kasselbe Blatt, daß in einer VsrsaMan der ausständigkn Zimmerleute mitgetheilt Wurde, eine Abstimmvng der Mkistkr babe erxxcbln, daß sich 16 für eine Lohnerhöhung, 18 gegkn eine so1che exklärten. Die 16 Meisth, Mühe die Lobnerdöbung 1e- wiüigtsn, bsjcbästigten 11er 100 chellsn. Von den 250 Kölner Zimmsrleutm seixn 190 orgxnisiert.
Zur Lobnßewegung ker L€ipxiger Former und Eisen- gießerciarbeiter (Vergl. Nr. 201 5. Bl.) theilt die .Leipz. Zia.“ unterm 15 d. M*. mit, fas; in réner von ükcr 300 Psrsonen be- s11chtxn Blksammlung der Auéstand (118 im wcscntlickokn undrät-dért kezcicbust wurde. Es fin?) 9658111151111»; noä; 428 Ekbäljcn auÖsjändig. _ Die in cine'r Fabrik der Lcipziaer J11strument€nbranche ausständigcn Arbc'itkr (r-ckgl. Nr. 216 d. B1.) babkn e*unmlbr in cinkr von übkr 400 PUscmn bksuckytcn ersammlnng folgknre Forderungkn anfgesjeüt; 1) Wésdßreinstellung dsr Gcmaßregxltkn, sämmtlicbe'r Kmnmisskonsmktglievkr und der mn Somxakend ent- laffenen Arbeiter; 2) Ane1kcxnung des ?lybeiterausschusses als Be- scHWerk-ekommisfion der Arbeiter und entsprechsnke Umänderung der Fabrikordnung; 3) Amtsentseßung zweier Werkmeister; 4) die ältkten Arbeiter sind bei Ajbeitcmangkl zulexzt zu enllaffen;
5) eine ?ründlicbe Revidicrung der Fabrikorrnung bst sofsrtnalb
?lrbeijsau nahme stattzufinden; 6) alle Auéständiaxn sind wkkdcr an ihre altsn Pläße zu ftcUen. Fcrncr Wmde betchloffen, zum chcke der Bexilsgung der Différenzcn das kacrbcricht als Einigunxsamt anzuru eu. .
Kunst und Wissenschaft.
Schulte's Kunstsalon, Berlin, Unter den Li1.den 1, crHffnlt morgen mit einer anrcgkndkn und Déclfxitigkn Nußstcüuxg [cine Winter- Saixon. Der bkkannte Marinemaler Hans von Bartels, dessen Auß- steUung im Jabra 1888 sich so ZLF?" BeifaÜs erfrkute, "111 mit einer Koüektion von ca. 50 erken vor das Berliner Publikum. Bkrtba Wé'xxmann-chenbagcn bringt eine Anzahl Porjräts und landschaftlitber Studien; ferner schickten dk? (En länder Roberf, W. Allan, Charles W. Bartlett, 5211erd (Faß , Rob. Little, Cecil Nea, Iulius RoleoVLn Arbstten- und Cbarlcs Tooby-Ulkünchcn ist mit einem Motiv aus kel." Berliner Zoologifclsen Garten, „Die Löwin Hero mit ihren Jungk“- zur Steüe. Der ntime Naturalist Vittore Gmbicy ds Drczgon 111 Maéland sandte Landschaften, „Motive aus Italien“, und Giovanni Segantkni-Maloja ernste Zeichnungen aus früherer Zeit. Neben Hans xechner-Berlin mit einem Porträt Seiner Königlichen eFokkitk“
rinz-Negenten Luitpokd ron Bayern werden außerdem no sineAn- zabtl bsedxutender Künstler des In- und Außlandes mit Werken ver- tre cn ern.
Land: und Forstwirthsckzast.
Rotterdamer Getreidemarkt.
Rotkerdam, dkn 10. September 1899. Die Stimmung des Marktes war für viele Artikel 5. 18. 11811886, da es mehr und msk
klar wird, daß der Erntecrirag _ besonders quantitativ _ weit bin:“ den Erwartun en zurückbleibt. Jedoch haben die Preise ck Bad““? noch nicht vie verbessern können, da das Ange'bot der Na frage 1- (1. kl
genügt. Nur für wenige Artikel war das Verhältniß ein anderes. Weizen. Besonders wurden verschiedene Sorten awerikaniskb“
Weizens hier gehandelt. Auch La Plata spielte noch eine große RVM _
es kamen davon Partien von ute: Qualität zu Mmkt. Iydksd Sorten zogen leichfalls die ufmerksamkeit auf sich, wahren Ladungen von en Donau- und südrusfischen Marken" nur 111 Preisen angeboten wurden, welche für die bie gm Kaufek v i“ zu hock) waren. Die Preise sind im Laufe des onats nur WSU“ zuruckgegangen.
sagst. -* Hierfür. „“Wäk fortwäßtén'd gute Nachkraße für den *
R vorßanden' in le ter eit war diese so stark, da die rei e smtthegen. Bei der urüYbaltung der südrus schen Ex oYeuxe wurde hauptsächlich Petersburger oebantxelt; die * eschaffen eit der angebrachten Paktken übertraf chöbnltch die Erwmtung. Yüch kkaniscber Wetern kommt 1 on mehr auf den Markt; die Un-
“Yirßbekt bezüglk . der ?eschaffenheit der neuen Ernte beeinträchtigt e .
en noch das G sebäf ZweffGerst e. ,Die Preise _ besonders für gewöhnliche *Fuiiersorten __ find erhebltcb gestiegen, Der Vorrath war fort eseßt gering und chwimmende Waare fand zu steigenden ;Yreisen chnell Abnehmer. Amerikanische war wobl zu niedrigeren Pre sc-n zu haben; fie ist aber doch noch vielen bei ihrer gkößeren Schwere zu tbeuer.
af“, Ha51ptsäch11ch1vurdewiederviel _ und zwar zu bkÜigc'n Pk“ en _ amerikamséher gehandelt.
Mais. Der Umsatz in Mixed bgt wieder zugenommen. Die Qualität desselbkn ist gegenwärtig Wlsdkr gut, Was von La Plata „th gesagt wkrden kann. Von Odessa und Cinquantin ist nicht mehr viel auf dem Markt; von Tosaanian und Donau find nur geringe Quantitäjen unterwegs.
Di? Preise und Vorrätbe sind aus nachstek-knder Takelle er- fichtlich:
_7 „,“-„
Getreidepreife VOHLLtbc
im Monat August 1899, 1. 1. August cht.
Gerste
und Weizen Roggen Mais Last zu
Last zu Last zu 2400 kg 2100 kg 2000192-
Fl. Fl. Fl.
[88_167 550 600 162-145 2000 1800 140-128 900 1000
Getreide'art Last
Wkizsn Rosucn Gerste
Ernte und Getreidebandel in Rumänien.
Galas, dem 5. Septcmber 1899. Das Weiler War im Auqust normal und giebt zu besonderen Bemerkungen keincn Anlaß. Dis Erntcarbeiten konntrn unter im allgemeinen günstigen Bedingungen beendet und die Fe!datbeitcn für die Winterbestellung begonmsn Werden.
Nach den von der Regierung gesammelten statistischen Daten hat die diesjährige Ernte Rumäniens nachstehende Erträge ergxken:
Weizen 40 0/9 einer Durchschnijtssrnte,
Roggen 25% . .
Gerste 17 0/0 , „
Hafer 45% . . obgleich gegen 240 000 118 mehr angebaut WVLÖSU smd, wovon allein 184 000 11:1 auf Weizen EntfaUen.
Die Nach1ichtcn binficbtlicb der Wein- sowie der Pflaumen-Ernte laufen im allgxmeincn recht ünstig.
Das Gstrcide-Exportgx?chäst bklvsgxe sich in sehr bescheidkncn Erkmen, sodaß kaum Vexläßlécbe Notierungen gkgebcn werdrn könncn, weil die Verkaufer sich mehr en2sch11cßcn können, fich von ihrer Maark zu trenncn und Gebote anzunebuxcn, wie fie ker Lag€ der Märkte des Auklandks entsprechen.
Zufabren neuer Ernte sknd noch immer geréng, während die Vorrajbe an alter Waare größer find.
Frachten babexj sicb etwas erholt, dock) ist der Bedarf an Räumte zu gering, um aux eine Erhebliche Besserung in nächster Zeit rechnen zu kömzen (Rotterdam 9/6, Hamburg 10).
Tre Gltreidepreise warkn um die Monathende (()jf ]). 1000 kJ): Weizen 130_145 „M. _ Roßgen 118_120 «Fk _ Gexsts 105-108 „111 _ Hafxr 112_115. _- Mais 87_90.
Die Vorrätbs Werden, wée folgt, angegeben (in Tons x'; 1000 1113)
in (Halay: in Braila: Weizen 9 000 b 17 500 b Roggen .
. neu 1500 ,
. . . 2000 , 300 ,
(Sexste . . . . 1000 „ 600 „ M'aiö . . 23000 , 38 000 „,
SÖlc-prracthn find außkrordentléch Oeknachlässigt, und da eine recht erhebliche Anzahl großer Fahrzeuge in dsr unteren Donau un- befchäjtigt liegt, so können diesslben nur zu sshr reduzü'rten Raten Nthkr finden. Es wurdsn 90 Bani von thaie und 60 Bani won FWW Pro 7 111 bezahlt, rvas kaum zur Deckung der Kosten mtc": .
. Mit dem 1. Scptémbkr find die neuen Scksiffahrtsgsbühxen am .E1s9rnxn Thor“ in Kraft getretxn. Dicselbsn betragen von T. Seve1i11-_Orsova_Alt Molkoba 1 Fl. pro Touuc von 1000 kg, wozu noch 22-Z Krsuzer pro Tonne für Remorquixungstaxe bei Be- "UVUUJ der Rcmorqueure dsr ungari§ch€n Regierung kommen.
In dkr Vorgestern akgebalténkn zweiten öffenilichkn SiYung des 15.Allgemeincn Vereingtags der deutschen landwirtb- s“Zaftlichen Genossenschaften in Breslau tefcrkérte zunächst Rtttergu'tsbefißer von Graß-Klankn über die génossenschastlich Orgamsatjon des Spiritu-absaxzes in Deuts land. Der REMA gab, wie wir der ,Scblcs. tg.“ entnehmen, ene geschicht- Üchk Darstellung von der Ernste ung der Organisation, welche “W“) erleichtc1t wvrken sei, daß ml'en ken Spiritus- spekulantcn, tvslche durch Aufkauf dcs Spiritus sie!) die Preis- kldung' „sicherten, aucb Spritfabrikanten vorhandkn waren, welche 6101111611111 ein Gewerke zu vertreten baden und die ebenfalls unxer
der Sviritussvekulation litten. Zwischen den Spritfabrikanten und,
den “Spiritusbrennern sei nun nach mühevoller Arbeit ein VERTU zu stanxe gekommen, und am 4. April d. J. babe die (H(- WffNZsÖast gegründet werden können. Kaum 10 Millionen Lttcr Spiritus von der deutschen Fabrikation fehlten Ter Gknoffkn- s“,- In weiten Kreisen sei die Meinung vetbxejtet, daß die Svintusxabrikanten einen zu großen Nuxzen aus dem Verjrage Ukbabt battxn. Man ver esse aber, daß der Nußxn, welckcr aus der ßknch€nscha7tlichen Organ sation entsprinfxs, mit den Spritsabtikanten abYLSWeill werden mü en. Jeßt sei d : Genossenschaft in der Lage, kn Inlandsprxis des Sp titus nach ihrem Belieben fsstzustellen, d. 5. auf rund emer vernünftigen Beurtbkilung der Bedsutung dicses rutuktionsartikels, sodaß gute mittlere Proise erzielt wknden. 0 Vertrag bleibe neun Jahre lang in Kraft, Die je igen pkkfÖkUngen böken die Sicherheit, das; diese Verein gung vZsYTrierk-n werde. Das Brennereigewerbe könne alp) vertrayxus- MW", die Zuzana sehen, es könne die reise ür Sptrttus „„-, ,kleniaanobe halten, welche dem landwiri schaftlichen Bedürkniß ck? Es W&rde der Versuchung Widerstand gelei et wer en, da x? Höhe binauNugeben. Er (Redner) g aube nicht, 11 e t schaft unter den gegenwärtigen Verhältnissen staat- lbstshils bEfondeve „Unterftüßung erfahren werde. Umsomebr sei 2 d fe nothwendtg- ;_- Verbands-Direktor Heller aus Danzig be- Sentralisté Unternehmen mit großer Freude, rietb aber, es nicht zu “wußten“ sondxm es auf der Grundlage provinzieller Spiritus- Landxans enosskscbaftm aufzubauen. Trage dee Mrsratb Ur. ZRelfel aus Darmstadt sprach über .die „[ckle “"delsicberbeit der ländlichen Spar- und dekVerw lassen nach L age der neuesten Geseß chung und Anträge- ZFUW MXM“ und befürwortete die Annakme folgender 2,8118. “.. 211.2"...1227 FVL'Y'M “ZH?"“KY 8121312? e k uns, 2 rger e ee u un AUSfüngngsgeseße der ei: weine- Bundesstaaten in der rage der
Sudekßcberbeit dadurch eingenommen haben 5 fie die Spar "
_ * - und Jarlebnskaffen nicht unter die mündelfichere'n Änsta ten eingereiht haben ; ersucht 2) die Anwallscbaft bei den einzelnen Bundeßregierungen Vorstellia zu werden, daß 111 etwa zu erlaffenden Anweisungen für Vormund chaft5richter und Vormünder auSdrücklicb darauf hingewiesen werde, da die Anlage von Mündelgeldern gemäß 51811 des Bü! - lichen Gejetzbuches auch bei den ländlichen Spar- und Darlebnska en gestaltej Werden kann; ersucht 3) die Anwaltschaft, die geeignet erf ei- nenkZen Maßnahmen zu ergrxifen, damit in den einzelnen Bundes- staa1en die_ AnlaZHe von Ktxchen-, SMW, Geweinde-, Stiftungs- und dexgletchen eldern bei den ländlichen Spar- und Darlebns- kassen fur zulässig erklärt wird; ist 4) der Ansicht, da insbesondere Spar; und Da'rlebnskaésen mit unbeschränkter Ha tpfiicbt, die sert langerer Zejt beste en, der geordneten Kontrole eines Revi- sionßverkandes unterliegen und ciner Zentralkaffe angeschlossen sind, zur Anlage von Mündelgeldern und von Geldern der unter 3 berechneten Art geeignet find.“ _ Hierzu nahm der Geheime Obkr-Regierungßrath ])r. Hermes das Wort, Welcher zunächst die sehr herbe Kritik bedauerte, die im Antrag 1 an der Stellung geübt werde, Welche die staatlichen Bebördcn zu dieser Frage eingenommen haben. Die lank-wixtbschafjlickye Vetrvaltung habe sich einßehend mit dieser Frage beschaftigf. Aber das Ergebniß sei leider ein negatiVes qe- wefen. _Es sei kein Standpunkt zu erreicbxn geWesen, Welcher der Mundels1che1beit in allen, Punkten Rechnung trage, und es sei fraglich, ob man aewtffe Kautclcn aufzustellen Vermögs, bei deren Vorhandensein die MündelfiÖerbeit beigelegt werden könne. Diese Frage Habe der Referent im 4.An1rage zu lösen versucht. Aber diese Vwausskßungen seien noch nicht Jenügend. Es sei zu bedenken, daß der Nevifionsyerband keine Exekuttvgewalt über die Kassen babe. Dre Zenjralkasse skt ferner nicbis als Ein Banquitr- Die Kaffen brauchten mcht NeraXZL Kotzkurs zu machen, fie könnten aber in vorübergehende Zah- lu11gsschwxer111k€1ten kommen. Es ließe sich allerdings auch denken,daß man n1chtgencra11fie7end, sondern individualié'lerend vorgebe und nur befstimmtkn Kassen das Rkchx der Mündelsichr eit beilege. Die Prü ung der einchncn Fälle 11111516 Sache yos Verbandes sem, der die Bürgscbaft zu Ubstnebtnen" kätte. Der Angmeine Verband hake aber diesen Weg wicht fur gangbar erachtet. Es müßte auf aese'ßlfcbem Wege auch voxqessben Werden, daß ein Widerruf der Mündelßckyer- bett gusgc-spwch-n werdkn könne. Dcr Redner ersuchte schließlich, dis Anfrage 1_und 4 des Berich1e1staitkrs nicbt anzunehmen. _ Guts- bcßßer Grmxa aus Groß-Wrannkn (Ostpreußcn) führte aus, daß das, was kreditfabig fei, fich_ von sklbst emp 2518. Man soUe nicbt v€rsuchen, eMas bnbsizusubtkn, was unjer Umständen lästig werden könnte., Der Véltké'tkk der Reakerung-babe schon darauf hingewiesen, 511,13,th einzélnen Käffe'n ,die MündelsiÖerbsit widerrufen werden könne. We1che Foxgen wurde dtes haben? Der Berichterstatter scheine bei skxnxn Ausfuhrungen, weniger vom Wohle der Mündelals von dM: der Darlebnskasstn gelmtet worden zu sein. Er bitte daher, die Anträge dks Refereyten abzulehnen. _ 1)1'. Rabe bcfürwortcte, im An- trag 4 * die Worte „,mit unbeschränkter Haftpflécht“ zu streichen. Major a; D. „Enden auf Kiek" trat den Auéfübrungkn des Herrn meda bxr. Er kennt: dke Kassen in der ProvinzPosen ziczmlich genau. Untsr dtesen gebe 68 Verschiedene, welche nicht verdienten, für mündelßcber exklärt zu Werdkn. _ Nachdem der Bkricbtetstatter in seinem Sch1ußWort gcgen die Un1erstel1ung des Herrn Grinkaprotestiert batte, daß er mehr auf das Wohl der Darlebnskaffcn als auf das dkr Mündrl bedacht sei, wurde der Antrag 1 des Berichterstattch ab- gelehnt, 1155er die Anträge 2, 3 und 4, lkxzterer mit dem Amendement des Dr. Rabe, zur Annabmx gelangten.
Alsoann berichtete der (Genossensckyafts-Direktor P. Schmidt aus Haüe a. S. 5er den Stand der Perchloratfrage (Pflanzengift inx Cbilesalpetsr). Er beantragte: „Der 15. YÜgcmcine Vlreinsjag €r1ucht die Anwaltschaft, mit_ allen ihr zur Vérfüzz-unq stehenden Mittsln dahin zu wtrken, daß 1) dkr Salpeter nach der direkten Stickjtoffbestimmung, welche die einzég richtige Methode zur Wertbbestimmung ist, Verkauft werde, 2) feixcns der Ve1käufe'r eine Gewähr nicbt va:!) der Du1chschn111§analyse, sondern vach der Zusammensetzung jeder gelieferten Tbeilladung gekoxen werde, 3) Salpejer, der mehr als 1% Perchlorat enthält, 5811 Landwérihen übktbaupt nicht geliefe'rt werden dürfe, aber wenn er geliefyrt würde, zur Verfügung dk.!“ Liefsranten gesieÜt werde.“ _ Nachdcm Dr. Ziewld aus Stettin und Maj_or a. D. Enden s1ch für die Antrage angesprych-In batten, gelangten dieje zur Annahme.
Direktor, Hauptmann a. D. Säxmidt aus Breslau referie'rte über die Frage: „Wie gestaltet und bewährt sich der ge- meinsameBc-zug landwirtbschaftlicber Rohstoffe durch die Spar- und Darlehnskassen?“ Die Entwickelunß, der Berufägenoffenschaffcu babe fast gar nicht zugenommen und bleibe hinter derjanigsn der Darlehnskassen weit zurück. Auch dcrUmsaZ babe sick) nicbt weskntlich vergrößert. Nur in SaÖs-In bätt-m sich bis Dar- lebnskaffen sämmtlicb dcr Bezugsgcnoffcnschc-ft angeschloffen, wéäbrcnd in Schlkslcn erst 14 Darlebnsfassen ihren Beitritt zur Bezugsgerwssensäxast erklärt häM-n. Dcr dener steüte fol-zendyn Antrag: „Dcr ]5. Allgemeine Vkreinstag trägt kc'in Bedcnken, vine Enswickelvn Mr Spar- und Darlkhnskaffen «utzubejßexz, Welche dahin «ekt, den 5.8zug der Waaren für den landwirtbkcha1t1ichen Bkdarf ibrcr Mitglieder für Rechnung der Kasse Meral] da in die Hand zu nehmen wo lokale Bezugsgencßcnfähaften fehlen. Für die Ziveckmäßkgkeit eiycr derartigen Entwickclung er- scheinen zWei Erfordernisse nothwendig: 1) die Besckzränkupg der bejrtffenden Kaffen auf Einen mö lichst engen öxtlichen Kreis, 2) der Anschluß der betreffenden Ka kn an eine genoffenschgftliÖe Zentralcinkaufssteüc“. _ Nach kurzer Besprechung wvxden dre An- näge einstimmig anglnommen mit der Wändsrung,1aß an St.Ue “dsr Worte .überalT da“ die Worte „111 FM Verbandßbyzérkcn“ und unter Nr. 1 statt des Wortes „Kreis“ das Wort „Bézirk“ geseßt werden.
Ockonomieratk) Johann en aus Hannoder sprach über dcn genossenschaftlichen E erabsaß. Wie berech1igt die Er- örtktung dieses Themas sci, che daraus hchor, daß Dcutschland all- jährlich für 100 Millionen Mmk Eier importierk, cine Sunmxe, welche den Werth des importierten Rog ens übersteigen Dcr Rednerfaßte sekneAusfübrungen in folgender Reszzlut on zusammen: „In dem Zenoffen- sebaftlicben Eierabfav ist ein wichng_es Mittelzur Hébung d_er landlichcn Geflügelzucht zu erblicken. Die aenonenschaftliche Orgamsatwp des Eier- abfatzes ist daher mit Nachdxuck zu fördern. Wo n1cht cm!“;ere Organisationen den gemeinsamxn Eicrabsaß über:;xbmsn und nrckt Ligen? Gcnoffknschaftkn für dcn Zweck ßegründet werden, scheinen dis Molkexeigrnoffenschasten besonders berufezn 3", sem, den Eiarabsaß ihrer Mitglieder auszuführen. Eipe inmge “Fublung, eyentusll ge- schäftliche Zentralifatkon der VerkaufSorganisatwnen i1m'rbalb größerer Gebiete ist empfehlenSwerth.“ Diesér Antrag wurde gleichfalls einstimmig angenommen.
Außer den hier erwähntén Vorträ en Wurden nock) mehrere andere rein vereinStecbniseHerNatur gybaltkn, jvc ebe verschiedene Fra en der scrxens dLÖ Verbandes geübten Revifionsthatigkeit betrafen. E n ortrag uber die Haftpflicht der AufstrhtßratbSmktglicder eingetragxner GZnosen- schaften wurde wegen vorgerückter Zeit vertagt. Mtt den ubltchen Danksagungen wurden sodann die Verhandlungen von d:m Vorstßenden,
Geheimsn RegierungSratb Haas, geschlossen.
Gesundheitswesen, Thierkrankheiteu und Absperrungs- Maßregeln.
s C lö en der Maul- und Klauenseuche ist dem KaiseYJchen r(155esfucryybeitsexmt gemeldet worden von der Abtheilung für Schweine des Schlacht-Viebbofs zu Nürnberg am 14. d. M.
ENUM" 1 btdi d s
Der internationale Gesundheiwratb in Alkxandr en a -: Te .
jährige Pilgerfahrt als bcmdct erklärt und vom 5. d. M. ab die
ge en Herkünfte aus dem Hedjaz angkorkneten aaszcegeln auégeboben.
Die “* aüssteßénbeü is er voraus )* * ek sollen an den Mosetquelleu ?inßr “121 i eWYmutM m Des- nkatÉFnGtxxizteHzo sen wextdxnö Mäxßerdeanesßeni dx scbtmuYiFte WKBG an e cru gegen neaerau Schiffspaffaglere desinfisiert werden. . m " gypen reffen ck
Nürnberg, 15. September. (W. T. B.) Die General- versammlung des „Deutschen Vereins für öffentlich: Ge- sundheitspflege“ wurde heute durck; den Geheimen SanitätSratb 1)1'. Jnt-Kixln ZYÖYMLM !) Di fck A
por o, . ep em er. e norwegi en er te Aa er und Geviswald find beute bier eingetroffen. : s
Tamatave, 15. September. (W. T. B.) Das Auftreten der
Pest wurde hier amtlich festgestellt.
Verdingungeu im Auslande.
Oesterreich - Ungarn.
„ 1. Oktober, 12 Uhr. K. K. Staatsbabn-Direktion in Stanislau: Lxeferung von Robeisenakgüssen, als: Lagergehäuse, Bremsklötze 2c., Blattttagfedern, Schneckenfederm Sckoraubenkuppeln, Zugkakk'n, Puffer- stangen _und PufferHebäuse, sowie Metallwaaren, als: Kupferblech, Koßserstußen für Sederohre, Kupferrohre, Sian enkupfer, Kupfer- dra t, Zinn, Antimon, Blei, Vlekrobre, Bleiplom en, Meffingblech WdtZNexfikngdraht, Packfongblkcb und Packfongdrabt, Zinkblcch und
a enz n
2. Oktober, 12 Uhr. K. K. Staatsbahn-Direktion in Lemberg: Lieferung von Eifenabqüffen, Zinn, Antimon, Blei, Bleiplomben, ank, quferblecb, Kupferrohre, Kupfsrstußen für Siederohre, Kupfer- sangen 1ur Strhbolzen ungelocbt und Kupferdraht. .
2. Oktober, 12 Uhr. K. K. Staatsbabn-Direktion in Krakau: Lieferung yon 290 000 kg verschiedenen Eisenabaüffen, 4000 kg Kupferblkcb, 4000 kJ Kupferrohren, 7500 kJ Kupferftu en für Siederobre, 11000 kx rundes Stangenkupfer, 1050 kg Kup erdrabt, 15 000 kJ Baneazinn, 5200 ]! Zugbaken, 8800 kJ Puffetstangen, 1500 Stück Wagenkuppeln, 90 Stück Scbkerbaken, 4000 ](J Sprung- federn, 32 000 kg Volut-Federn, sowie Metallen und Metanwaaren (Antimon, Messinqblech, Bleiplomben, Brenner 2c.).
2. Ofxober 1899, Mittags 12 Uhr. K. K. Staatsbabn-Direk- tkonszu Trtest: Lieferung für das Jahr 1900 von 90000 kg Eisen- abgusse, 1001xZ Zinn, 10011Z Kupferblech, 0,5-10111111 stark, 300 kg Kupferrohre, gezo en, 100 kg Kupfcrdrabt, 1_10 111111 stark, dann Robmetalle und éetallwaaren (Blei, ink, Kupfer- und Messtnalotb, MZssémg-. Paßkfong- und Zinkblech, Mes ngdrabt, Bleiplomben, Roll)- gu (: 911 e :e. ,
Nälßsere's bei den genannten Dixektionen.
' 2 Oktober, 12 Uhr. K. K. Staatsbcxbn - Direktion Wien: Yeserung des auf sämmtlichen Linikn der K. K. Oesterreichischen Staatsbgbnen für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 1900 erforderlxcben Bedarfs an: ebenen Lokomotiv-Kesselblecben aus Eisen, Kupferblechen für Lokomotlv-Feuerkisten, Feuerrohren für Lokomotiven aus basifchetz1 Markinflußeisen, Radscheiben aus ba schem Martinftußeisen und Reifentadexpaarkn mit Radscheiben aus afiscbem Martinflußeisen. Ayßerdem noch die Lieferung Von verschéedenln Materialien aus Eisen, ZUM, Kupfcr, Antimon, Zink, Blei, Messing und Packfonq. Näheres bezüglixh der erstgknanntcn Lieferung bei der K. K. Sxaatswbn- Djxsktton Wikn, Abtheilung 10, und bezüglich der anderen Materialien bet der Abtheilung 4 und beim „Reicbs-Anzeiger“.
Verkehrs-Austalten.
Laut Telegramm aus Köln hat die dritte Post von London über Ostende vom 15. September in Brüssel den Ankchluß an Lug 66/5 _nach Herbesthal-Köln wegen Zug- ver pätung in 'ngland mcht erreicht.
Postanweisungen nach Italien werden in Franken aus- gestellt; der dmauf in deujscbem Geld einzuzahlende ejrag wird nach dem Umwandlungsfuß berechnet, welcher für die Länder mit Frankenwäbrung (Frankreich, Belgien u. s. w.) gilt und die Attszahlung in klingender Münze zur Vorausseßung hat. Die, AUSzablung in Italien erfolgt thatsächlich in Metall- aeld. Bet Begleichung ijalkenifcher Rechnungen, die auf Papier-Lire lauten, ist zu berücksichtka-“n, daß dsr Betrag in Metaa- aeld unter den jetzigen Kursverbäljnissen 6 bis 7 ',/o höher ist als in Papikrgeld. Wenn der Absender in Deutschland zur Begleichung einer italienischen Rechnung über 100 Lire eine Postanweisun über 100 Franken abschickt, so erhält der Adressat 6 bis 7% me r als seine Forderung beträgt.
Handelt es fich um die Einziehung von Geldbeträgen in Italien mijtels Postauftrags oder Nachnabm: kauf Cinschreierief- sendungen), so wild folgendes Verfahren. innegeßaltkn: Hat der Ab- sender ausktückiicb verlan ?, daß die Emziebung des in Franken an- gegebenen Betrags in Meta geld erfolge _ was durch den Zusaß payabjs 011 01“, 611 argSUt, 611 Numérairs oder 61:1 wouuais WÖk-QUj 116 zu geschehen bat _, jo wird von den italikniscben Postanstalten nur etall- geld in Zahlung «nommen und eine in Papier an ebotene Zahlung als Annabme-Verweigerung angesehen. Fehlt der an?1 die Einziebun des Betrages in Metallaeld binziclendeVermerk, so nehmen die italieni eben Postanstalten auf Wunsch des Schulrnéxs die Zahlung auch in Papier- geld an und brin cn bei Aussteüung der Postannwisunaen den nach dem Tageskurse six; ergebenden Unxetschied zwischcn Papier- und Metaügeld in Abzug; der Absender des Postauftrags oder Nachnahme- brie'fs erhält dann einen dementspreckpend geringeren Betrag.
Ha1nburg, 16. September. (W. T. B. Die ,Hamburg- Amy_rika-Li1xie“ hat von der Bremer bedereifirma Réckmers vier grvße Frachtdampfer käuflich erworben.
Theater und Musik.
Deutsches Theater.
Am wsnigsten heimisch in Deutschland ist Jbs cn ' s düstxres Drama „Roßmcrsbolm ', Welches gestern zum etsten Mal auf der Bühne in der Schumannstraße erschien, nachdem es vor Jahren im Refidenz- Theater und später im Lesfing-Tbeater in Scene egangen War. Das Deutsche Theater darf den Ruhm kür sich in An§pruch nehmen, die am meisten abgerundete Aufführung des zum tbeil von unergründliäxer Mystik cr üÜten Werks zu stande gebracht zu haben. Die unheimliche graue Ne eltagsstimmung. welche über dem Ganzen außgebrcitet liegt, das Vorg'efübl nahenden Unheils als Sühne geschehener foLgenscbwerer Tbaten waren meisterlich wirdergxgkhen und erweckten im
crzcn 519 den Vorgängen auf der Bühne 1111111?- und mit gespannter
ufmerksamkeit folgenden Zuschauers jene »mpfindunß danger Ahnung, welche die handelnden Personen und re Um- gebung aUSzusLrablen scheinen. Fretlick) verlangt auch dieses Drama jene gespannte Aufmerktamkeit, wenn die zumeit verinnerlichtcn, nur seelisch sicb abspielenden Vorgänge un ihre Symbolik richtig verstanden werdcn sollen, und da? ist wohl auch der Grund, Warum das Werk bißber keknen dauernden Maß an deutschen Bühnen zu behaupten vermochte. Vielleicht erwirbt es in der * eßigen Außfübruna einen gFeren Freundeskre s. ie weibliche auptrolle, ie der Rebekka est, wgrde von räulein Dumont ges ielt , welche der Eigenbett dteses ver [offenen Charaktets bs in die kleinsten Einzelxüge nacbgespürt tte und ibn laubbaft wieder ab. * .rr Reicher eüte, wie in aUen bisher in Verl n veranstalteten uffu ruungen des etch, den Pfarrer Room: in seiner bekannten geraden, überzeugungstteuen Weise dar. Tabellos war auth das Zusammenspiel der anderen Matyirkenden, der um von Pöüniß (Haushälterin), sowie der Herren Nrffcn (KWK). Yve: (Brendel), ReinbardthMortenSgord , welche in ihren Leistungen sämmt- licb kleine Kabinetftü : der Chara erisierungskuust lieferten.
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