1831 / 96 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

viel scböne Dinge thun werde. Nur zu lange haben C'iyrgeix und Intrigue die Kurzsichtigkeit und die Furcht zu cker Vor: thcilc benuizt; vereinigcn wir uns, um diesem gegenseitigen Mis;- traum ein Ende zu 11mchen und der Ehre unseres „Vaterlandes, so wie dem Principien Unserer Revolution zu dienen. Der vorige Redner hat an die Vorgänge seit 1789 und an das Unglück criimerr, das Frankreich zu beklagen lmttc, und dem es nicht VorzubiugM wußie. Wcr weiß das besser, als ich, der, als ick), micl) ijkU Aussckchifungen widersetzeud, den constimtionnellcn Thr-on Hier zu VertheidizM sucht?, von der Menge der (chnäßigtcn, die so schön gesprochen hatten, so séiéircht unterstfißt wnrde, das; ZO mich in einer Einsamkeit befand, von wclchcr dic Gcsciyicivte des; Tages Zeugniß ablegt; was ich nicht aus Eigenliebe, soiidern zu meiner Rechtfertigung sage. Dcr vorige Redner bemerkte feriicr, das; wir nach einer [imgen Reibe tmgliickiiiiscr Bersnch in dcr Inli- Revolutiou die fiir UUska Freiheit giinstizistc Combiixation gefun: den hätten. Meine Freunde und ich sind, so scheinr es mir, 11ichtganz obiic Thcimahme an diesein Fxmdc Und haben des: halb so gut wie jeder *Undere das NUN, Unsere NikimUlZ iibcr die Principien [Md Psiicizxch dicser nexten Ordxmng dcr Diiigc abzugeben, fÜT die Wii *All-:s, was in unsern .Kr-Hiftyn stelxr, thun sollen. In dicsim' Geiste babe ick) «mc!» mcixicn Na- men auf die Liste“ der Mitglieder ijWs Bcrcins gcscizt, dessen patxiotiscße Gcsinnungcn man verkannt Hat.“ ---- Heir Dupin dcr Nett„ der dem General Lafavctte auf der Tri: bune folgte, sprach sick) in folgender „Weise aus: „Man iixiißkc sich über deii Irrtimm und also iiber die aligemeinc ZDFrdingxmg dcs Menschlichen crimch ncxmcn köUnen, um zu glaitbern, man set) so weit gekommen, das; man nichts Notics mcixr, wäre es auch nur eine Erfahrung, lcrnc'n könne. In 11112? ist eine loben: dige Lehre vorhanden, die uns an unscrc Pfiicdt 111410111", die Lehre des Eides, den wir, nicht einem Programm, an das man immerwährend erinnert,_ sondern der constitittionncilcn Charte grlcistct haben. Diese Chart? ist von denen brscbworvn, die Uns das Programm vorhalten; wir aber haben dax; Programm 11th besiiiworen. Die Charte begreift dic Fkkik)?it_ in silb, die wir wollen,und die die Nation will; denn diese hat, wie wir tmc) mit tms, die Charte und nicht das Programm [*cscbworen, sie hat dem Könige und nicht der RepnblikTreue gelobt Mid weiß sehronl, das; in eincm auf die Charte gcgriindrtc-n vcrfaffungöxnäsÜgeii Staaks alle mit der für Frankreich angemessenen Und dem aasgedkiyitcsikii Systeme der Civilisation entsprechknden NrgicristfoNn verträgli- cheFreihcitvordandcn ist. Ist diese NegiertmgnicbtaufdicNarionai: Unabhängigkeit gegründet, da wir bei Erxichtuxig dcrskibm DM rößtrn Souverainetäts-let vollzogen haben, den cim? Nation begehen kann? Ist sie nicht auf die ansciiließimg des (:ltcrsn Zweiges der Bourbonen gegründet, da ci“; dic stä-ZrksixF))?anifKsm: tion chn einen älteren Zweig isi, wenn man den xmigc'ccn an seine Stelle skßt? Was die ?lffociation thun will, ist also sckwn gethan; die Nation hat den älteren Zweig der Bourbonkn ans: eschloffen, indem sie den jiingeren auf den Thron berief; diescr ist durch seine Stellung der größte Feind des älteren Zweiges, dcim beide können nicht neben einander bestehen; wenn der altere znriick- kehrtc,111fißte dcrjiingcre verschwinden; dieser hat also mchrJntcrcffe, als irgend einer EurerVercins-Mitglicder,die cxstchdingimg seiner Existenz aufreckit zu erhalten. Worin bcstsht dic National-Un: ablmngigkcit? Darin, daß die Nation selbst iizre Niigclcgcnvci- ten bctrcibk imd jede fremde Einmiscbimg in ihre F;,ntcrsffin ab: weist, Frankreich hat diesen qroßcu Beweis scincr Unabhängig: keit egebcn,m1d also ist ami) in diescr Brzicdimg der Zweck des keins bereits erfiillt, denn unsere Arme? strivt mit ihren Anführem dafiir, daß ein Angriff auf unsere UUabegigkcit nicht ungestraft bleiben wiirde. Was will also die Affociation mir ihren bekannten oder unYkannten Hänptcrxi? JW sagt: cs: offen heraus, sie will einen Staat im Staate [Jildrm iitan da,?! nur die Worte der QlffociationleYte lest-n. WZE ist denn die Dich?: rung anders als cinBerein 111093247111qu undißch, 13111 zu 09:1?2111? *Der Verein hat eine Organisation, eme [)!LUU'ÜZUWL Abymxxmg,

die. in den Journalen nicht bestimmt ausgesprockwn ist, Mit man“

sjch Hier nicht so offen zeigt, wie in eineni Nac-[Zbarlgiide (Bel; gien);„ man hat Vorsichch dcr,(§)eli§:_Bc1tra-g lst/chtlmmt, da;; Budgetgleichfalls, urid es sehlt m die1cm klcmchtaatc mtr'die Rechnungsablegung uber die „Verwendung der Fonds; ma_11 ivirbi ftv'ar Mannschaften. Was Will man mit Dem ?(,llcn anmrigcn,.ck

"ol.“ das Geld im Kasten und sollen die „angc'worii-Y- nen H„“Kannschaftcn zu Hause bleiben? Man will_ sie flir die National:Unabhängigkeii 111arsck)ircn,laffcn. 'Ihr lelt also Krieq fiihren, und zwar 1111 Nameii eines Vereins , dcxxcn Haupt sick) nennen wird. Wenn Jyr nuH-ts vonx all_e dcm kimi, so at Euer Verein keine Bc-dcutung. Dieser “Verein, dir den

weck hat, die Unabhängigkeit des Landes 311s1ckeknllfl1sdßckdkk Ziickkehr des älterenZweiges der Bourbonen zu widcxsexzengjt onenbar nur eine Demonstration, die man macswii will, im J.!itttol, anche an sich zu ziehen. (Zur Linkin: WelchelgcherlicixeErsiiidunxixnk!)xzcl) wikl, daß diese Llffociatioi) lacheriich sci); icl)[)abck9511;511techc car-Zn, es zu verhindern (Gelächter mii Crntrym). Uehrigcné, m. “N'“ baden gute Absichten niemais irgend einem Viriiiw 9071“th Cm Beispiel giebt die heilige Ligne iinter M1, Palms; 1111017» wgr lobenswertber als sie, sie wurde fur 'das (Gluck dcs LFUÖÉÖLUY die Bcrtheidigung der Religion, die damals daz“; 13011337? Ji]: teresse war, und sogar fiir die der *))?»xmrclxc „KOMfUiOffCi'i. Um den „quien König, den man um“» zum O"]UTUTU: m die Ligue bewegen woiite, zu bcrnhich, sagts max: 30 ([M]:

Sevd ruhig; es wird Eucix nichts ir-idchaiyrxxi: jk-j'L'TVCL'ZIL11Ml'iÖkr * Euch wachen, d. 0, wir werden obne Emi) mix «grp. (J'ii'söl)

Wtjz'xn regieren. ;?Borwändc, und so Viki wic, iizxgiZck) ([MBK-VR“; tbe Borwände smd nötbig, um Die rschtichm :*,“cutc „((URL: ldcfen, dem! iwailcn Oixscn Yerxmen gicx-i «5 11.95; («07777- finnte, welche Eifer 17.11?) P'i'lkkj'IklÉiilUö 50.703", [3.5 m xicxr das Wahre Ziel, ,Das 111011 um Auge 13.0“, ((WiS-?.LÄWÜ“ !UK-Zi'ki'xl sind. Es giebt „1er in ilck2icn amv “))-:leny dic li".'ii.*?ix'tiiLif Meiden Und ihre T'lbsiÖten :;iciy'r bcicnch Dixitct "1171111WLHL Gefahr nicht im vorans an„“ 101,1 !UFLYÖW „241M- sici) eiiiwrxxe'in und Kraft grwixmrn, so wiirde bald- ]ciics Cinch-wi: Mis 719 ?inwcndnng fmdev: Reicßt :l)21-Yn„d_c,n klc*U,k_",Z§"7-***UY io wchcm sie bald die ganze Hand 712010911. (?_lticiitclxcrweiic Z]: die “30113201 ck10;sz klärt, und einige rcchtlich Winnie *.Uiaimer, dic_a:17ai1g§iii;k11t;ii)lx*!i611 waren,sii1d cs nicht mein", seit die Regierung Jsipxocvcn [)“.t' ?"“,"ÖWÖ die chéihungcndesVereinsscl)r crfoigngcklwben: HisNittJlicdrr mögcn sicl) z.?hlen; imscxc neue Dyiiz'qtis, und Natikiml:L'iiiab: hängigkeit wäxcn iibel Haram, wenn sic kcmRe- andcrn Bcrtßeidigcr hätten, als die Mitglieder des Berxms. B?? Won ,x. „B., der zweiten Stadt des Landes, habe:] nch kaitm '.)00 "))?„lfgiikkerlliw terzeichnet. Man fühlt, daß es cmengryßcii mid 1110ckckig911 Bcr- ein, den des ganzen Französischen Volkeskgicbt, das, scmxiii gesuqden und zahlreichen Theile nach, will, dax; man kS-VckéltUge, nicht, daß man es trenne. Ick wende auf bis Vereine an, was diu: * Geseß von 1791 hinsichtlich der Bolks-Aufständc bcsiiimnte, [cl) laffc nämlich die geseßlichen„?(tiffordertmßen- ergehen und sage dann: die guten Bürger mogen fich zurnckzwhen,“ (Lebhafter

»My-„„. &MNstUUÖXWUMÜMHE-LMM

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! Beifall in den Centris). Nach Hrn. Otwin ließen fich noch die HH. s))iaugnin, von Montaii'vet (der jetzige Minister deE öffrntliclvcn Unterrichts) und der Großsicgelbewahrer ver- nehmen, woramf die Fortseßtmg der Debatte auf _den folgenden Tag verlegt wurde.

I" der Sißung vom 30. März bestieg unter Andern dchräsidcnt dcs »))iiniftcr-Rathes die Rednerbiihne, um namyntlici) dem Gcneral Lafayette auf seine obige Rede zu ant- worten:

„Ick cxgrcifc in diesem Augenblicke das Wort“, so hob er an, „um die Absichten dcs LVeinisrcriums deutlich an- den Tag zu legen, damit dicjcnégcn, dic vicUcicht sein Betragen unschuldigen möchten, seine Gedanken genau kennen lernen. Zugleich werde ici) Versuchen, einige der Angrti zurückzuwi'iscn, die gestern ciner unsexer ehren- wcrthcn Kochen, dcr General Lafayettx, gcgen zins_g“ertci)tet bat. Ohne uns in eine allzu wcitläuftigc Erörterung tn emcm Augen- dlickc cinzulaffen, wo die Angclxgenhcitcn des Landes es "UFZ. zm“ Pütcht machen, uns nur mit pojirivcn Gcgenstänpcn zu beschäxttgcn, kdnnxn wir es doch nicht vermeiden, über zwct_och drci Pimkie, worüber man beständig; falsche Bcgriffe zu vcrbtßcttctz sucht, ctmgc kurze, aber förmliche „rklärimgcn abzugeben. Gthß braucbtman sich hier von Niemanden ute Lehren geben zu lasen, wohl aber von der (Bcschichxc unscrcr angiährigcn Revolutionen selbst, die deren aller 20th Licht, und namentlich denen, welche die cxstcn Opfer hockzhcrzigcr .»hcoriccn gewokdcn jmd. Was" uns betrifft, so„dtetxt blpß dcr LaufdcrErcigniffcnnszurLchrc. AmVorabcnd unseres Eintrittsm das Miniücrium hatten wir die Ucbcrzcugung gewonnen, chf; dic “Unbe- hagiichkcik, woräbcr Jedermann und namentlich auch die Regierung klagte, großmtbcils aus* einem Mangel an Uchcrcmsitmmung zwi- sclé-cn dcn Méniücrn uni» einigen Agentcn der Regierung hcrrührc. Et: uick'cit in der Verwaltung schien uns daher das vornehmste Bedürf- ni; des Landes zu seyn. Ju dicscm Sinne sprachen wir uns unverz- holen gegen die Behörden aus. Alle werden, wie wir nicht„zw'ct- fcln, uns diesen Beweis unsers Vertrauens durch eine aufrichtige Mitwirkung cntgclten, und giebt es Männer unxcr ihnen, die Arg- wohn gegen die Regierung hegen, so werden sie unser Vertrauen nicht täuschen wollen; denn wenn das Vertrauen Früchte tragen sou, so muß es gcgcnscitig seyn. Und worauf gründet sch jener Argwohn, der sich in_dcn Affociationcn bcmcrkltch macht? Wer fin_d dic. Stifter dicser Bündniffc? Was ist der Zweck derselben? Seit 8 Tagen haben wir uns“ mit der größten Offenheit über die wich= tigsten Fragen ausgesprochen. Es giebt in„ dteser Versammlung Mitglieder jener Asociationen; mögen dicse nel) jetzt ebenfalls aus- sprechen und_uns sagen, ob sie irgend ctwaswollen, das wir, insofern es sich mit der Charte verträgt, mcbt auch verlan- gen? Was können ne durch ihre Unterschrift versprechen, das fie durch ihren Eid nicht bereits dem Könige, der Kammer und dem Lande versprochen hätten? (Beifall in den Centris). Welche Lücke in der Verwaltung will man denn ausfüllen? Glaubtman, daß man Über das Jntcrcffc der Armee und der Marine bcffcr wachen werde, als die Miniücr des Königs“? (Hab es ein Bündniß zur ewigen Aus- schließung dcr Bourbonen an dem Tage, wo 100,1)00 Mann auf Rambouillet nmrschirtcn? (Stimme zur Rechten: Es waren keine 100,000 Mann!) Man enthülle uns also doch jcnc geheimen (Tony binationcn, jene künstlich ersonnencn Hülfsinittel, wodurch man die Energie des Landes", und den Patriotismus dcr chicrung zii er- gänzcn gedenkt. Dre Associationcn haben uns keinesweges einge- schreckt, wie man solche»; behauptet hat; wir haben nur das Land bcnachrichtigi, daß der Zweck“ derselben von der Regierung bereits erfüllt sei), und aber die Kammer mit keiner Maaßregcl gcgen em Unternehmen angegangen, das uns beleidigen, nicht aber besorgt machen konnte. Es srl) mir erlaubt, m. H., Ihnen hier ein Ctr- knlar-Schrcivcn mitzntheilcn, welches ganz dazu geeignet tft, über Den Gegenstand dc? Debatte einiges Licht zu verbreiten: „„Paris den 13. März 1531. Meine Herren! Nach dem, was uns die Herren Parabit und Gillct von Ihrem Patriotisimis urid Ihrer Liebe z-w Freiheit gesagt haben, ersuchen wir Ste, em korrespondircndcs Mitglied unserer Gesellschaft zu werden, die Ih- um durch die Dicnüe bekannt seyn muß, welche sie in den iedterxn Jahren dem Lande gclcisict hat. “Unsere Grundsätze haben sich sett- dcm nicHt geändert. Wir verlangen die Folgen der Revolution des Inli in ihrer ganzen Aukochnung, und wir beklagen dcn ertbgm der Regierung, die sie dem Lande hartnäckig verweigert. WU“ nnd überzeugt, das; das bciieMittcl, dieselben zu erlangen, darin besteht, das: man nach der Auflösung dc'r Kämmer auf. die Wahl sol_cher Dcputirten hinarbcitci, die dem Intercffc der Freiheit zugethan mid, kcinc„_vorgcfas:tc Meinung haben , von jedem persönlichen Ehrgetke frei und, mit dem Volke nicht um die Ausübung der Rechte fei : schcn, die dieses mit seinem Blute erkauft hat,_ und die Ehxe und Sicherheit Frankreich:: nicht in dcr citlen Hoffnung aufs Spiel sex: zen, Dadurch dcm Kris c vorzubeugen.““ (Strmmcn_un Centrum: Das ist klar und deut ick)! Hr. Odilon-Barrot: „„Dieses Cirkular- Shrcibcn ist nicht von der Affociation ausgcggngenx/“Q „Es iii“, fuhr Hr. Cas. Pé-ricr fort, „von der Gcscllsthaft: Hilf dir, so wird der Himmel dir helfen, und ixh habe dasselbe bloß mit- getheilt, um auf den Zwick und die Abnchtrn aner jener Associa- tioncn hinzuweisen. Gleich meinen alten pglitischen Fx'cundcn, die, wie ici), den Grundsätzen getreu geblieben Und- welche der Ge- ncral For) und so viele andere von dieser chnerbübne herab ver- theidigtcn, bin ich scit15Fahri-ndaran gcwdhnt,mirimmer demlichzu sagen, was ich will, muß hiernach aber auch wünschen, daß unsere (Hexincr sick) chen so dcntlici) darüber erklärxn, was sie wollen. Alle Meinungen smd chrcmvcrth, sobald man ne offen eingcücht, und was ich) verlangc, ist, daß man solches ihm, das; man sich deutlich aitssprcchc und nicht Alles tm Dunkeln laffc. Was win mim ;. B. mit einem Programm des Stadthauses sagen, das nicht an- genommen worden oder txt Ausführung gebracht sey? Welch ein andere:“; Programm giebt es denn in Frankreich- als die Charte, die von dem Könige angenommen worden ist und stcis von Denen befolgt wcrden wird, die er mit seinem Ver- Mitkn beehrt? Aux!) ich war im Stadthause zugegen, habe aber dort von nichts Wciicrcm ernstlich sprccbcn hören, als was in der Von um“. beschworcticn Charte enthalten ist. Die Charte ist unser ?ilicr Programm. (Mbhaftcr Ncifall.) Was der Köni versprochcm das" bat er "dem LanchcrsProciMn, und das Land ver angt von ihm nick)»; weiter, als wgs ll)1_n verheißen worden. Die Versprechungen der iiipcrcn Politik imd m Der chfassung verzeichnet. Handelt c;; sic!) um die äußeren Angelegenhcitcn, so «mdci'c Vcrsvrccbnngcn , als die traktatcnmäßtgcn. Frank- rc'icixs' Es)» kann nur der Fragen bctheiligt seyn, die das Land Wcscnt'icw beriiw'cn, und ici) habe schon einmal erklärt, daß das Franadiésciw Blut blos; Frankreich angehört. Hülfsleiüungcn sitxd »skspkochen worden, sagt,:nan uns. Von Wem? An wm? Oer Jitsurrcciion? Von der Regierung, niemals! HatIc- m.::id im Namcn und ohm- ,Borwisscn Frankreich Verheißungen ge'macbt/ so ist cs sein;“ PfikM, das; er sich laut berect erkläre, dic Vci'atitivortliz'ixkcir dafiir zn übernehmen. (Bravo!) Der von die- scr chnerbiihnc herab vcrkündigte Grundsatz der Ntcht=Eénmi- schung war kein Sclzuiz, den man den gc'gcn ihre Re_ terung empör- tcn Völkern anbot odcr bewilligte; es war eine Bürgéckmft, die man dem wohlverstandcnwiIntcrcffc des Landes gab, und ketn fremdes Volk iti berechtigt, Die Anchdung desselben u seinen Gunsten in Anspruch zu nehmen. (Sensation.) Man su c daher nicht aufdie chicrnnq dic Vcraittivortlichkcit dessen zu wälzen, was außerhalb ihrer Sphäre geschehen odcr gesagt worden ist, indem man sich be- mäht - wie man „solches aus einer Aeußerung deSHcrrn Genc- ral Lafayette schließen könnte - Europa zu überreden, das der, nach der Einnahme von Bologna, verlangte Kredit von 1.00 Millionen eine Art von Propaganda um Gegensiande habe. (Sensation.) Ick) crwicdcre hieraufj dem ehrenwer- ti)en Siencral, an den mich ,so viele Bande der Achtun und Freundschaft knüpfen, daß wir die Verantwortlickzkeit f r ein Önlblnutcs Wort, das uns" an uns fremde Versprechungen

giebt es keine.

binden möchte nicht ühernehmen. Die ngievung m bcilbren Vo [Klagen, dte if)!- ledi 1th) derorsicht emge eben h_at, blo “von d: Interesse der Unabb n9tgkect_und der Ehre Frankreichs e_ettet wo den; se hat nur die uber die Italiäntschen Angcle en xttcn ang. knüpftcy Unterhandlungen „unterftüßen wollen, an diese werd hoffxntnch zur Zit iedenhxtt beider te ausgeglichcn nerd (Ze§chen der Zufrte cnheit m den Centris. Man erklzirt uns . dcp LZsociations-Akten, daß man unsexc Verantwortltchkeix ni met ubernehmen möchte; um- unsererseits „erklären, daß wer je fxemdc erantwortltchkcit zurückweisen. Wir theilen in dieser Y ziehung dtc Sorge einesjebrenwerthen Dcputirten, der vor er zwei Monaten atx die-Extsicnz einer Propaganda, welche Frankr ' zum Kriege verleiten one,_nicht glaubexi mochte., Herr von S*- verte sagte damals: „„Du Worte, d_te von d_teser Nednerbüh berab„gesprochen worden, widerhallen mcht „bloß in Frankreich- 1" dem m ganz Europa. Was sollen aber dle fremden Mächte * von denken, wenn fix hören, daß ehre_nwcrthe Männer pas D seyn von, Propagandtfien behauyten, dre um jeden Preis ein Krieg, met dem Auslande herbeiführen wolltxn? Berechtigt m., fie, ntcht dadurch, zu „den Waffen zu gretfext und einem U., rtffc von,unserer Seite zuvotizukommen? Gicht cs dcrgleich * ropagandtsten, so nenne man_ lc. Das allgememc Bcsic erhcis dies.““ Man _nannte czber Ntemanden: Niemand gesicht also ci daß ihm. öffentlich oder tm „Vertrauen Versprechungen cmacht wo den; Niemand „kann also eme Exfüllung derselben ver ungen; Ni mand kann„darüber klagen, daß ue verletzt worden; und ohne Zw fcl wird Ntcmand auch es zu bedauern haben, daß er vergleich Versprechungen unbefugterwcisc gemacht. Wir wünschen dies Lc

tere lebhaft, da mit einem solchen Versprechen eine große Vera * *

wortlichkctt verknüpft seyn würde, die wir unsererseits nicht tbeile möchten. Ick fass; mich kurz: Fa, wn; haben von den Bchörd einc aufrichtige Mitwirkung vcrlangi; tor Ehr efi'ihl sichert u eine solche zu; „ohne ste ist kcinc„Regterun dxnk ar. o“a, wir b. txachten „das Mtß-crauctx dcr Affoceationen a s cuze Beleidigung, dcn slc usgrptren unsere Pritchten, von denen wir innig durch_drgngcn fin Ja, wir haben die Charte mit allen ihren Folgen, - die einzigen gese ltchen derRevolution - als das alleinige und,vollständi erogramm d Rechte des Volkes und“ der Verbindlichkcttcn dcr egicrung an nommen. Ja, wir weisen gus'allcn unsern Kräften jede Bcstägt gung von Versprechungen, dix mcht von uns ausgegangen sind, z xfxck, indem wir unsere Politik sowohl dem Auslande als unse Lande selbst offen darlegen. Diese Freimüthtgkett ist in unsern A en das erste Bedürfniß der Zeit; chermannefülxlt fich wohl dabei ie ist die vornehmste Bürgschaft nicht bloß fur dee Völker, sonde für die Regierung fclbü, die, nach emer so offenen Erkläxung, ni*_ tt_fürcbten braucht, daß Versvrxchungcn iiach außen hm und g Lenne Programme im Innern ste jemals tn dex! Augen Frankrei- odcr Europa's kompromittiren werden. „Jetzt :| es an Ihnen, H., aus die von Ihnen verlangten Kredite und„(*3esctze Fu bcwi' gen, um uns Ön_ den Stand zu setzen, jene pofitwcn Erkl “rungen. unterstützen; Sie kennen Hen ganzen Umfang unserer Bcdürfm zugleich aber auch unsere innersten (Gedanken; Ihr Vertrauen kan auf unsere Ergebenhcit rechnen.“

Nach Beendigung dieser Rede, die von der großen Me zahl der Bcrsmnmltmg mit großem Beifalle aufgenommen wuro- ließ Herr Salverte fich vernehmen. Als er unter Andere äußerte, das; wenn, wie er besorge, aus dem gegemvär_tigcn Syftei der Regierung irgend eine Katastrophe für das Land hervorg hen sollte, der Präsident des Minisier:2 athes allein dafiir wiir* ut sagen müssen, rief Herr Casimir Périer von seine

[atze mit lauter Stimme , daß er die ganze Verantwortlich“ dafiir übernehmc, - eine Erklärung, die, da sie mit solcher B ftimmtheit gegeben wurde, eine ungemeinc Sensation erregt (Eine weitere Mittheilung über die interessanten Verhandlung dieser Sitzung der Kammer miiffen wir uns vorbehalten.)

Paris, 31. März. Der „König ertheilte gestern dem K*“ serl. Russischen Botschafter, Grafen Pozzo di Borgo, eine Pr' vat-L'ludienz und führte in einem zweistündigen Minister:Rat den Borsts.

„Vorgestern Abend von 8-11 Uhr war der Minister-Na bei Herrn Casimir Périer versannnelt.

Nachdem auch die vorgcstrige Ballotirung zwischen He Villemain und dem General Mathieu-Dumas zu keinem en scheidenden Resultat geführt hatte, erhielt in dem gestrigen dri ten Skrutinium der Letztere dis erforderliche Stimmenzahl u wurde demgemäß zum Deputirten proklamirt. _

„Herr Martin Laffitte ist von dem Bezirks-Wahl-Kollegi ;, Yvetot (Depart. der niedern Seine) mit großer Majorität wi der zum Deputirten gewählt worden.

Der Graf Vilainxllll., Mitglied des Belgischen Natiow- „Kongresses, isi, wie man sagt, mit einer außerordentlichen Mi sion hier ein ctroffrn,

Der ge! rige Moniteur promulgirt mit dem Datum 12 20. März das Gesetz, wodurch die Stadt Paris ermächtigt wird eine anleihe von 15 Millionen zu eröffnen.

Dasselbe Blatt zeigt an, daß ein Präfekt aus d Departements, der sich beim Minister des Innern emeldet, ohn die Erlaubnis; erhalten zu haben, nack) Paris zu ommen, ni" - vokJelaffen worden sey, und daß jeder Präfekt, der sich ohne U- lau aus seinem Departement entferne, slch in den Fall sehe entlassen zit werden. *

Der Graf v, Lanjuinais, Pair vo'n Frankreiclp'nndBatai lons-Cbef bei der hiesigen National-Garde, ist zum Ritter ** EhrunLegion ernannt worden. _

Bei der am verwichenen Sonntag “stattgefundenen groß Revue wurden 175 Kreuze der Ehrenlegion vertheilt, und zw 104 an die Infanterie, 62 an die Kavallerie und 9 an die 91 ti lerie.

Der Minister des Handels und der öffentlichen Bauten [)* am vvrigen Sonntag in Begleitnng der beiden hiesigen Präfek tm den Besuch sämmtlicher hiesigen Gefängniffe begonnen.

Dcr akademisckye Rath der hiesigen Universität hat di Summe von 12,000 Fr., welche für den Gottesdienst in d Kirche der Sorbonne jährlich auf das Budget der *Univerfit4 gebracht wurden, fiir die Zukunft gestrichen.

Der außerordentlickye Gesandte des Bet) von Tripolis, d sich einige Zeit hier aufhielt, ist nach Marseille abgereist uu wird fich auf einer Französischen Brigg in Toulon nach sein He-inmtbxinschiffen; in drei Monaten will er nach Frankrei- zurückkehren. '

?lus T_oul-on vom 25x'icn d. wird geschrieben: „Die En lische Korvette „Wasp“ ist nach einmonatlicher Abwesenheit wi der" hier eingetroffen. Im April werden große Truppen-Bew gungen, namentlich der Artillerie, hier stattfinden; alle hier duk" kommende Artillerie-Regimenter sollen im Departement des M und die durch St. Maximin kommenden im Departement dt nicderu Alpen Quartiere beziehen. wölf bespannte Batteriee_ werden zwischen dem 1. und 12. April hier a11k_onnnen und,:m dcr Gränze gehen; die Pferde für dieses Geschütz, 1700 an d Zahl, werden in die Umgegend verthcilt werden; in Arles sn! 5-_-600() Centner Heu bestellt, woran wir gänzlichen Mang leiden. In Lavalette und anderen umliegenden Ortschaften sii] roße Magazine von „Lafer und Bohnen angelegt. Das 1 * arseille stehende 4tc inien-Regiment ist gestern nacb Sisiertv

gegangen; die Truppen in Arles, Avignon und anderen Sm

„:

Rd 'ebienfalls 1azfusnmrxxchirt], s__ avar u, das e 'am ten ,. verlassen hat gestern ier ein- laufen; die Brigg „Sürprifsx““„isi „'am 21fte1,1 mit den? Solde r die Occuvthns-TWPPM m Morra eben dahin unter Segel an en. Die Fregatten „Armide“ und „Independante“ sind

Ick z([gier abgesegelt, um Truppen zu holen.“

Großbritanien und Irland.

Parlaments :„Verlwndlungen. Oberhaus. Si- ng vom, 28. Marz. Lord_Wi)arncliffe hatte auf cinze xßerordcntlicbc Zusmnmenberuxung des Hauses angetragen, nm , Reform-Frage ziim ersten Male zum Gegenstande einer re- lmäßigen Debatte nn Oberhauser zu machen. Ylls Vorwand zu diente der).)lntrag auf Vorlegung von Nachweisen Über e Zahl der Einwohner von EnglaUÖ und Wales. Nachdem r Jord vprangescßickt, das; er zwar bei einem der von der Re- rm-Bill betroffeiicii Burgfiecken ein persönliches Interesse habe, "; jedoch Alle, die ihn naher kctmton, ihm leicht das Zeugniß

ben diirften, er werde sick) von selbstsiichtigen odcr eigenniisigen

otivcn nie zu einer Handlung bewegen lassen, fügte er hinzu,

er zu denen gehöre, die nicht alle Reform Überhaupt ver: mabten, daß er aber seine Zusiinmmng keiner Reform ben'wiirde, deren Notbwcndigfeit nicht dargethan werde. war diirfte man ihm darauf erwicdcrn, das; das Land

OPP“ MUMM, KUK" dies set) nicbt hinreichend" cs (ißte ii)n1 vielmehr auch bewiesen Werden, daß das „Land cht bloß Parlaments:Reform Überhaupt verlange, sondern ck mit keiner Y_kringeren zyfriedcn seyn würde. Die Gesin- ng des „Polch 1prcchc sich'sreilich in dieser Hinsicht sehr stark 5; ja, man konne sic unwiderstehlich nennen; seit 3»4 Jak): 11 werde sie bcxcits in alien öffentlichen Versannnlimgcn ge- “hrt, und es wurde ein nmßiges Unternehmen seyn, diejenigen arlamcnts-Mitglicder radeln zu wollen, die jetzt bereit sech, 11 so laut geäußerten Forderungen nachzugeben, Dcr Redner innc-rte nun an die früheren Parlaments:Proceduren bei dcr ahlrcchts-Entziehung einzelner Flecken und gab nicht undeut- . zu verstehen, daß dex Eigensinn, mit dem das Oberhaus sich weigert habe, dieses Wahlrecht auf große Städte zu iibertra- 11, nicht wenig dazu beigetragen , daß die Reform-Frage im olke immer mehr angeregt worden. Von der ungliicklichstc11 irkung aber set) es gewesen, als bei der ersten Zusammenkunft s gegenwärtigen Parlaments der edle Herzog (von WeUing: n), der sich damals an der Spitze der Verwaltung befunden, radezu erklärt habe, daß er aller Parlaments-Neform entgegm , In Folge diescr Erklärung set) eine neue Verwaltung auf r Basis der Reform zu Stande gekommen, und Se. Majestät “tten dem gegenwartigen Premier-Minister gestattet, sich fiir die wendung dieses Principcs zu verbiirgen. Unter solchcn Um: "nden sei) es nwraliscb unmöglich, dcm Andrange der Reform iger zu widerstehen, und er selbst set), wiewohl mit großem iderstreben, ein Reformisi geworden. Als solcher wolle er aber wenig als möglich denjenigen zugestehen , wclche behaupteten, ß man, um einigen vorhandenen Uebcln abzuhelfen, alles ute der bestehenden legislativen Form vernichten müsse. Was daher gegen die vorgeschla cnc Maaßregel ausz-useßen habe, s ck nur, ßsie keine gemäßigtek eformwäre. Keine Bürgschaften sech m Ministerium crtheilt worden, eine so ausgedehnte Reform ein: hren zu wollen ; selixsi der edieund gelehrte Lord (Brougham) habe, s er von einer großen Grafschaft (York) zum Mitgliede des terhauses diirch Vlcclamation erwahlt worden, nicht gesagt, ß er eine Maaßregcl dies er Art untersiijsen werde. Sammi- „e Mitglieder des „Kabinen; sähen einen berühmten Mann anning), der sich dcharlaments-Reform immer widersetzt ha- , als ihren Meister an, und doch schlägen sie eine Maaßregel r, die, wenn fie auch in gewiffer Hinsicht nicht revolutionuair und nicht zur Anarchie und Unsicherheit jedes C'igentbums hren würde, doch eine radikale Veränderung set), indem sie ei: n der wichtigsten Theile der Landeö-Berfaffung bei dcr Wur-

ausreiße. Dcr Redner [as mm aus einem Werke iiber

Englische Verfassung eine Stelle vor, wsrin es heißt, ß ein populaircs Unterhaus jedem wahren Talente verschlos-

seyn würde, und fiihrte darauf an, das: fast sämmtliche Mit- 'eder des gegenwärtigen Ministeriums Repräsentanten der so )r Verrufencn Burgflecken gewesen seyen. Nächstdem suchte er chzmveisen, das; bei dom vorgeschlagenen Wahl:Cci1sUs (der gabe von 10 Pfd.) das ?lckerbau-Intereffe durch das Han- is: und Mmmfaktquntereffe ganz in den Hintergrund gc- *'tigt werden würde, und las sodann einen Zcitu11g5:9[rtikcl s dem „Examiner“ vor, worin es heißt, das; das reformirtc arlmuent schon dafiir sorgen wiirde, daß auch alle iibrige. euerungen, die man noch wünsche, namentlich das Abstimmen rch Kugeiung u. s. w., zu Stande kämen. Er schloß mit folgender emerkung: „Sollte es der Regierung, uuterstiih't von cinermächti: n Presse, klingen, diesc Maaßregel im Unterbause durcbzufiibrcn, so rd es die flieht deS-Oberhauses seyn,]“ich zwischen Krone und Volk stellen und .Krone und Aristokratie vor Eingriffen “,n verthci- rn. Nun sehe man aber, in welche Lage ein liberales Whig- inisierium uns Versetzt hat. Denn geht die Bill im Unter- use nicht durcb, so wird das Pärlament aufgelöst, und ein neues nmt zusammen, das nicht mehr aus freien Stiicken wird vo- en können, weil alle größere Orte ihre Vertreter gebunden ben werden, fiir die Reform zu siimmen, Unter welchen Um- nden wird alsdann aber das Oberhaus die Maaßregel zu dis- tiren haben?“ Als der Lord seinen Vortrag becndigt lmtte, lärten Viswunt Sidmouth und Graf von Eldon, ß sie die Art und Weise, wie derselbe die Reform: ill, bevor diese selbst vorliege, zum (Jegenstandc dcr DÉSkns- n _gemacht , unregelmäßig ncimcn müßten. Graf Grey [md

Lord-Kanzler meinten jedoch, daß, nachdem einmal die cn Lords sich dazu verstanden hatten, die Anklage dcr Bill ZUHÖTM, sie nun auch deren Bcrtheidigtmg sui) müßten ge- en (affen. Diese iibcrnahm zunächst Lord DurhaM- (“kk n ersten Redner in seinen Details folgte und selbige zn wi: legen suchte. Auch der Herzog 13. Richmond, dcr *..mrqnis Clanricarde, Lord. Plunkett nnd der Lord:Kanzler ten mit ausführlichen Vorträgen zn Gunsten der Bill ale. inen ?luöxug aus denselben behaleen wir uns noch Vor.) ernächsi erhob sich der Herzog v. Wellington und ließ sich folgender Weise vcrnehmcn:

„Scitich im Anfange der Session das lehtcmal über die Re- m svracl), habe ich meine Ansichten keinesweges geändert. In ner Grundlage ifi dr.; Repräsentativ-Sysiem des Landes so voll-

men, daß es nicht verändert werden sollte; es darf, dieser Grund- „e szOlSE, einem Burgßecken, obne „Beweis, daß er sich eines rgehsns schuldig gemacht, eben so wenig ein Wahlrecht entzogen rden, als man mir meinen arlaménts- ih oder meinem edlen cunde (Lord Grey) feine Guter in Yorkshire nehmen darf. Die othwendigkcit kann Ausnahmen von der Regel gebieten, da:? gebe

zu, behaupte aber noch icht, Was ic? immer behauptet habe, daß se N0kbwcndigkcit nicht v'o'rhanden |. Der edle und gelehrte

k (BwughaM) spricht von den Ansprüchen derer, die ihr Blut

*.*-i

Die „Korvetre „Diligenfe“ ist

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"im Dienste ihres Vaterlandes vergofsén. Ich fühle wahrlich ebe'n xo trcf für sie, muß aber bemerken, daß ihnen kein Wahlrecht zuge- acht wurde. (Hört, hört!) 'Es scheint, alle edle Lords und alle MiiJiedcr des thc-chauses,_dte bis jetzt sprachen, haben den Punkt uber xhen, daß sie etne_ge1ctzgxbende Versammlung und keine Co“- pyrattkon vonUSttmmfäbtgcn, em Unterhaus, und kein neues System fur ch Ko_n1_tttucnten 33T schaffc_n haben. Diesen Punkt gerade müs- sen die Mentsier hauptyachltcl) tm Auge behalten. Dcr edle und ge- lehrte Lord sagt uns , er nidchte gexn vocFugswcisc einige verfallene Burgficckcxt betbehjal'ten. Em bewechter- orzug ift gegen das Prin- cip der Bill; bewilligt cr rhn, so _muß er diesem Princip cntsagen. Was das dermaltgc Unterhaus betrifft, so behaupte ich, daß es für eme gescizgcbendc„Corporation so vollständig ist, als man es verlan- gen kann. Es zeigte fich Fett dem Frieden als der kräftigüe Hüter ch TLrones, dcr Intcrcnxn der Natron und der Rcchtc dcs Vol- kcv. „xa noch nicht', es lxn'tet; bessere Décnsic, als irgend ein frü- hxrcs Unterbags, und ni m scmcm wohlthätigcn Wirken nur durch Ye gegenwärxtgcw chhandltxngcn unterbrochen worden. (Hört!) “sch berufe mtci) htcrbct_ auf die eigene Aeußcrung eines edlen Mar- qms, daßc, wxnn cr cm Unterhaus zusammensetzen sollte, er kein bcffc'xcs wahlen kölnnteMals das dermalége, das dcn Landbesißem das ndthxgc Uebergewecht giebt., Auch der an der Spitze der Regierung üehendcxdlc Graf gab es im Jahre 1817 bei Ueberreicbung eincr Bcrtschrxft zu, daß das Unterhaus immer bereit sey, die Interessen dex Nation aufrxcht zu_ crhgltcn. Diese beiden Acußerungen können mech nur in meinen zcethcrtgcn Ansichten beüärkcn. Einige Bemer- Zangen dcs edlen Barons (_Durhanz) u_nd dcs Lord-Kanzlers von “yxland (LordePlutxkcttYsckmncn mer mtt den bekannten Thatsachen nicht völlig uveretxi'zuütmmen. Wahr ist es, daß die vori e Rc- gtcrung dic katholc cbe Emancivattons- Bill in das Par amcnt brachte, _und eben, so wahr, daß ich dadurchmanchcn wcrthcn Freund vxrlor; 150that cndescn nur meine Pfiii'ht, ohne mich durch einge- bildete Gemhrext oder auf andere Weise in Schrecken jagen zu lasen. th that, wasetch als Mann thun mußte, und was ich als Mann wwdcythun „warde. „(Hört, hört!) Später fanden einige Mißver- ftcindtxtffc zwischen mcr„und einein edlen Grafen «MM) statt, die mich tndeffen nicbt thtclxcn, znxme Stellung im Kabinettc so lange beizubehalten, als 1ch dre Btlltgung meines Souvcrains und das Ver_traucn der gesetzgebenden Gewalt bxsaß. Dann kam die Fran- zöfiickxc Rcvolußon; thr folgte die Belgische, und beide, so wie frü- her die Neapolßamschc und Spanische, erregten hier den lebhaften Wunsch nach einer Parlaments-Rcforni. Meiner Meinung nach ist dteser Wunsch jcizt eben so wenig unwrdcrsiehlécb, als er es damals war; Wenn dqs ParlamentGründe haben fonte, sci) dahin zu ent- scheißen, daß dre vorgeschlagxne Bcränderun nnnöthig sei), so bin tci)*uber-zeugt, das Land ck mit dieser ntschcidung zufrieden. ZHW, hort!) Schon hat der Eindruck, den die Französische und Belgi- cbcRcvolutton betyns macbicn, pachFelaffen; dicNation hatdcrcn Rc- sultatc gesehen und ifi durcb d_tchidcn i )xcr Nachbarn gewarnt worden.- Es kam,1edoch um jene Zeit dec Ctvtl-Liüc zur Sprache. Ich will zwar _nicht. behaupten, ,das; sehon damals em Verein verschiedener Parteien ,gcgen dte Regierung bestand, gehört aber habe ich davon; dem, sey mdeffen, wre ihm wich - dre Minister wurden in der Mi- norttät_gclaffcn und nahmen thrxn Abschted. Mit diesem Entschluß ha.ttc_dte Parlaments-chorm nichts zu thun. AmMontagc waren wer ubersitmmt, am nachsten Mokrgcn bat ich um meine Entlaffnng/ uiid zwar aus dem _Grunde, weil ich Se. Majestät und das Land nicht der (?nkonventctxz aussehen wollte, bei Gelegenheit der Parla- ments-Re7ortn überücxnmr zu wcrden. Das isi das Wahre an der Sache. X_cßi komme txb zu den Umsiändcn, unter welchen das der- malrge Mtntstcxmn; scmc Geschäfte antrat. Am ersten Tage kam der cdie Graf tn dieses Haus und sagte, er hätte sein Amt unter 3 Bedingungen axigctrexten: Ersparnisse - Friede -- Parlaments- Reform., Was dee beiden ersten betrifft, so denke ici), ffndct kein Unterschied zwrschcn dcm edlen (H„rafen und mir statt. Vis jcßtsmd von dem edlen Grafen und fernen Kollegen noci) k_einc 6 Pence ersvart_ wordcxt, und wenn ich nicht irre, so,!)abet: nc zugegeben, daß wrr tn Hinsicht auf Ersparniß alles Mdgltché thatcn, was ge- than werden konnte. Auch in Bezug auf den Frieden hoffe ich- daß der edle Graf Alles so vorfand, um jeder Feindseligkeit in der ganzen Welt ausweichen zu können. Ueber einige geringere Punkte m_dgen Dtffeycnzen obwalten; da ich indcffcn den edlen Grafen in keene schwteiztgc Stellung versetzen will, erkläre ich hiermit, daß ich niemals'dafur seyn wcrdzx, an ihn auch nur eine Frage über unsere auswäritZen Angqlegenhctten zu rtchten. (Beifall.) Niemand wünscht d'as Glü ,und dre Dauer der Verwaltung des edlen Grafen ernst- 1tcher_ als tcb -- und das wahrlich nicht aus persönlicher Anhäng- léchkett, son_dcrn„ des 'Beüen des Landes wegen , das durch raschen Wechsel wc1cntltch leiden muß. Hinsichtlich des dritten Punktes, der Parlaments-chorm, scheint es, daß die Minister des Köni :: Zustimmung crhiclicn, und Haß man sich des Königl. Namens ni t nur von Seiten nicht autprtjirtcr Personen bediente, sondern auch bei ynvaffcndcnGelegenheiten. Wenn aber auck)„dcr König seine Zustimmung gab, so folgt Hnraus noch nicht„ daß nc!) Sc. Majxsiät zu etwas Meyrercm vcrpfteclsetcn, gls dem Rath Ihrer Mintüxr Gehör zu geben. („Hört, hört!) Wir wollen zucrsi sehen, was Hie Maaßregcl seyn sollte, und dann, was,!“ie ist. Sie sollte eigentlich die Regierung fähig _mncbcn, dem „Röm e im Parlamente so dienen zu können, als es die beachcndc Vcrfa1?ung erlaubt. Vom Jahre 1637; an bis jetzt wurden durch einen Verein von Reichtbum, Ta- lenten und mannigfachen Kcnntniffcn, der die großen Jntcrcffcn des Königreichs repräsentirtc,„dic Angelegenheiten des Landes auf das befic und ruhmvollstc geleitet., Will man nun ein solches Haus" auflösen, so sorge mcm auch,dafur, daß ein ncuchs die Verwaltung hinlänglich unterstütze. Der an Rede sichendcn Bill zufolge, würde die größere Masse der Wähler “YZ Kräutern hcstchcn; laubt man denn etwa, daß dieses die Leute Und, welche die Mitglte er,fi'ir„dcn roßen Rath der Nation zu wählen, haben, der Übci' T*ic emhcetni- Zehen und auswärtigen Angelegenheiten, so wie über die Jutercffcn dcs Ackerbaues, dcr Kolonicm'uxtd Fabriken, zu entscheiden hat? Man nehme doch nur ein Bcisptcl nn - rankrcicl). Sch 1817 fan- den dort zwei Veränderungen tm WZ") gesetz iind zwct allgemeine Wahlen statt, von denen die lckzte fur die Regierung noch ungün- stiger ausfiel, als die erste. Das Resultat davyn warcn Kammern, met dcncn kein Minisier regicrcniann. » Mxt dcn Französischen Ministern stand ich übrigens nie en Verbindung: nicmais schricv ich an den Fürsten Poligimc, niemals an Karl .). vor sctiier Abdan- kung, oder an irgend ein Mitglied dcs Franzönschn Kabcttets, obne Mitwiffcn und Tbciljmhmc mcmgr Kollegen. Ich kann daher dcin edlen Lord auf dem Wollq'ack versichern, das: 10) mtr dcr Franzöix- schen Regierung nicht mehr zu thun hatte, al;“; dcr che Lord _sclim, ja vielleicht nicht einmal so „vici. ((Heläcbtcr.) Sciyltxsxltcb muß ich noch bemerken, das: ck nur wei); twit; von _den Iltincbtcit einiger meiner Freunde abwcicbcn zu müffcn; tc!) dars abcr_ dn- nici- négc nicbt zurückhalten, da ich nm" das Beste des Landes im SUM

- -- --* 9-4" 8*'*«“--.-* ,. -- - - ., habe. Gott qcbe, daß Ul) din 111(n(„)l1si!1 unc stk“! KoUch Lo" , cu :x; 71;*;77.z7.,r Zcit ]cncm bcnacbbartcn Lande, sails imglnck:

ihrem Jrrthnmc überzeugen könnte. E:"fnhrung un? die qcnaucstc Nachforschung geben mir die volle Ucbcrzißiigimq- dz"; das Laiidch qrdßtcn Gefahr ansgcscizi wird, wenn die Ball in ihrer jetzigen Form durchgeht.“ __ , Nach einer kttricn chcrkxmg dcs Lord :;ßkaxjxigrs tt_brr des „Herzogs “,'lcnßcrimg binsiciitlicl) dcr Franzosiscch »))Ti11iiic1', womit er erklärte, daß er sicb damit gern einverstanden zeige, nahm Graf Grow “ka:- „WM und sagts: . „Ich fange damit an, dem zuletzt geäußerten Wunsche dcs cdicn erzogs dcn mcinigcn entgegenzuschen, daß der „Himmel wolle, tch k nnte ihn von seinem *Frrthumc nbexzcugcn. Uebrigens kann pur die Zeit entscheiden, wer von uns fich trrtc. Etwas, indessen spricht für mich - daß nämlich Niemand izt: Hause odxr tm ganzen Lande scon dürfte, der nicht eine Reform fur nothwendig hielte. Dagegctn möchte sich fcbwcrlicb Jemand finden, dxr dcs edlen Herzogs Mei- nung von der dermaligc'n Vonommenhcet des Hauses thctlte. Dcr edle Herzog hat scinBcdancrn zu erkennen gcgcebctt, „daß er von den Ansichten einiger feiner chUUde 0chtchcU muffc; ich glaubc, daß

Niemand der seinißen ist. Was der edle Herzog über den wae- gungsgrund seiner Kesignatiqn äußerte, sagt nichts mehr und nichts weniger als daß gerade die Reforxn per BewegungSgrund derselben war. Der ed e Herzog beruft sich nur eine Erklärung, die ich im Jahre 1317 ge eben haben sql], und. scheMt damit andeuten zu wollen, gls hättet" seitdem i_nctne Meinung geändert. Unmdglicl) kann :ck mrch alles desen erinnern, was tch sert den 45 Jahren, die ich xm Parlame_nt sitze, geäußert habe, nur das kam; ich „dreist behaupten, ohne Widerspruch befüxchten zu dürfen, daß ech mcmqls etwas ge- gen Reform saZte. Hinsichtlich des Unterhauses siche ich keineswe- es an, n erkl ren, daß ich, aller ferner Mängel unacachtct, seine - _erdien c vollkommen _anerkenne, daßtich aber auch glaube, ex; werde seine Zchke beffer erretchcn , wem; dre vorgeschlagene Bill ms Le: ben tritt. Dcr edle Herzog memt, daß tm Punkte des „Frie- dens kein Unterschied zwischen im:? obwalte; wenn er damet den Wunsch für Aufrecbthaltung des Friedens meint, soehat er Recht. Ich thuc mir etwas darauf zu gut, daß tck) intch hcmuhte, den Fric- den zu erhalten , versichere aber auch, daß ich niemals_ etwas zum Opfer brm en werde, wodurch, meiner Anficht nach, die _Ehre und _das Wohl .nglands ?efährdet werden könnte. -_- Ersvgrntse kondnte :ck leider nicht so vie machen , als ich es sehnlichst, wunschtc; hier: bet dtxnctt mir inHeffen die Umfiändc zur Entschuldigxmg, untex de: nen die neue Regierung ihre Geschäfte antrat. Deciey Umfiandcn cmäß glgubc tch dennoch nicht unbedeutende Ersparmffe bctvtrkt zu kgzaben, wte z. B. in der Pcnsons-Lisic, im oüwcscn und in mycity- chen anderen kleinen Verwaltungs-Zweigen. er letzte Punkt, nher den der edle- chzog sick) cäußcrt, betraf den an cbltchen Miß- brauch des KötttJltckMt 5)?amens. War es index cx: gegen die Verfassung Jehan elt, wenn wir erklärten, daß dre Bill dem Könige gntcr cgt wurde und seine Zusiimmun erbielt“.'-und mehr hgbcn wir nicht gethan. Mc ner Ansicht na kann man „den Nxte yriiern_jenen_ Vorwurf durchaus nicht machen. - Skl)[tc_ßl1c[) crkl„are :ck meencrsctts, daß die Folgcn eincr Verwerfung dex Btu_gar nicht zu berechnen find. Das getauschte Volk würde m dte größte Aufre- gung kommen und mit donnerndcr Stimme das fordern, was es“ 1th als Geschenk annc„hme_n würde - und wer ifi im Stainde,_ alle Uebel vorherzusehen, die eme allgemeine Aufregung nach |ck ziehen kann?“ (Hört, hört!)

_ Nack) Liner kurzen Schluß-Bemerkung des Lord Wbarn: cliffe wurde der Antrag desselben genehmigt und vertagte fiel) das Haus um 2; Uhr.

Hr. Goul:

-- Untcrhaus. Sißung vom 28. März. burn stattete einen Bericht des mit Untersuchung der Parla- ments:Wahlen beschäftigten Ausschusses ab, aus dem hervor: ging, das; der Lord-Advokat fiir Schottland (Hr. Francis Jeffrey) nicht in gehöriger Weise erwählt worden und das; an seine Stelle Hr. Ogilvio ais Mitglied fiir den Flecken Forfar mxfzunehmcn set). Nach dieser Entscheidung wurde auch Hr. Og i [“vio sogleich introduxirt und vereidigt. Sir E. Forbes sagte, er hätte einige Bemerkungen über die Schottiscle Reform-Bill zu machen, un: terl'affe es jedoch, weil der Lord:,ldvokat, der seinen Sitz verloren, nicht mehr anwesend set); inzwischen hoffe er doch, dcn gelehrten Lord noch vor der zweiten Lesung der Bill hier im Hause zu sehen, denn unbezwcifelt würde es ihm bis dahin vermittelst cines verfallenen Burgflcckcns gelungen seyn, seinen Weg wiede? in das Haus zu finden. (Man lacht.) Dcr Gencral-Ilnw alt entgegnete, daß, wenn die Reform schon eingefiihrt gewesen wärc, dcr Lord-Advokat seinen Siß gewiß nicht verloren haben wiirde; inzwischen hege auch er die Hoffnung, ihn bald wieder hier zu sehen. - Durch einen anderen BMM jenes Untersuchungs- AUÉsthuffcs wurde ferner erklärt, das; auch der an die Srcllc des Hrn. Huskiffon in Lchrvool erwählte Hr. Evarts nicht in regel-

mäßiger Weise, sondern dnrch Bestechung 311 seinem Six; ge:“

kommen sci) und diesen daher wieder anfgcbcn miissc. Der Aus- schuß hat es nicht für zweckmäßig erackyrct, sogleich wieder auf ein neues Ausschreiben anzutragen. -*-« „Hr. F.„Lewis brachte eine Bill zur bessern Negnlirnng des Koi)len:Berkaufs in Lon: don ein, wonach in Zukunft dieser Artikel nicht mehr nach dem Maße, sondern nach dem Gewicht verkauft werden und noch mehrere andere Abänderungen zum Nutzen der Konsumenten stattfinden sollen. Die Bill wurde zum ersten Male verlesen. Schließlich fanden wiederum mehrere AuSgaben-Bewilligungcn zum Besten der Marine statt.

London, 30. März. Ihre Königl. Hoheit die Herzogin von Cumberland, die sich seit einigen Tagen in Folge einer r- kältung unwohl befand, ist bereits wieder zum erstkn Male aus: gefahren. '

Heute wird sich der Lord Mayor, in Begleitung mehrerer Banquicrs imd Kaufleute, nach dem St. James-Paläste Hege: ben, um Er. Maj. die im Mansion-Housc zu Stande gekom- mene Bittschrift zu Gunstcn der Reform zn iiberreickycn.

Am 27sicn d. M. wurde wieder von den Bevolln1ächtigte11

der fiinf großen Mächte eine Konferenz im auswärtigen ?lmte'

gehalten. _ Bis heute hat das Hof-Cirknlare noch nicht berich- tet , daß der Graf v. Ncrschot aus Belgien eine Nudienx bei Lord Palmerston gehabt habe.

Das Gerücht von dem Unwohlseyn einer erlaucbtcn Person hat an drr gestrigen Fondsbörse dic Course etwas gedrückt; das: selbe scheint sick) jedoch glücklichcr Weise nicht zu besiätigm.

An die Stelle des Hrn. O'Gorman Mahon" ist in der Grafschaft Clare Hr. Matirice O'Connell, Sohn des Hrn. Da: nicl O““Conncll, zum Parlaments-Mitgliedc crwablt Wordcn. Er hatte 325 Stimmen fiir sich, während sein Mitbcworbcr, Sir E. O'Brien, nur 177 Stimmen zäbiie. .

In den (gestern erwähnten) vox; dcr Times mitgcilioilten Briefen iibcr Holland UU!) Belgien [*cißt es ferner: „Wie verhielt sick)_mm die Sache, als Belgien mit Holland vereinigt wurde? Belgien war, und zwar ebrnfalis nicht mit dessen Znstinmmng, sondern durch Eroberung gewonnen und mit" Frankreich- vcrcinigt worden; Jahre lang batte es nur als Dr: partcmcnt dcs FranzöfisÖcn Reiches existirt. (“.* wurde, dann“; der Fricke von Europa anfrecht erhalten werdc, fiir notbivcndia cracbiet, das; Frankreick; diese:! Theil seiner crobcricn Provinzcü wicdi'r ansgcbc: dorsclbc Bcwcggrnnd macbte cx“; Übkr aucb, nd“:

-“ Mg, daranf zit sehr", das; Belgien kein Feld für Kyicgslnstigr

mxd 1“:ici*t In einem solchen Zustand der Schwäche bleibe, daf;

luiwrwcisc dci“ Eroberunzxsdurst bei diesem wieder 11ka desscrc (Kosjimimamx imd Principirn den Sieg davontragm sollte, nicht al:“; lctcbtc Bowie anbcimsallc. Nnr Ein Mittel gab es, Bol: gien «Kraft zn vcrlcidin, und dies bestand darin, es mit ver: mcbrtcr plwsisciicr Macht ansznsmtten. Man war der *))kcimmg, daß Holland nicht weniger duni) einc («objets:Vcrmchrtma qc: dient scim wiirde, und das; dumb cine Vereinigung zwéi Länder, die einander berührten, und zwischen denen keine natiirliW-c Sch1cidcwand vorhanden war, augenscheinlich eincn bcdentcndén gegenseitigen Nutzen ziehen müßten. Durch dieselbc Bereinigung wurdc auck) cine Abwehr gegen die Eingriffe eincr s))iacbk ch schaffen, dercn Ehrgcix den Frieden Europa's so oft schon Eestört hatte. Nächstdcm zeigte es sicb noch , daß dadurch die innere Wohlfahrt dcs Belgischen Volkes wesentlich befördert werde. Weniger deutlich ist es, ob dabei aucb die materiellen Bortheile, die eine chcinigimg fiir das Holländische Volk ha:

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