Lord Ponsonby hatte gestern eine lange Unterredung mit dem Grafen Grey und dem Viscount Palmerston. Leßtxrer hatte späterhin eine Konferenz mit der Belgischen D'eputatwn. Die Herren Deveau und Nothomb und die 10 legtschen De- p11t1'rten speisten alSdann bei dem Prinzen Leopold. Lord Pon- sonbv war ebenfalls bei dem Diner gegenwärtig. „'
Es wird im Drurylane-Theater , unter dem„un1mttchbaren Schuhe Ihrer Majestäten, ein Ball zur Uytersiuhung„ hulfsbe- dürstiger Jrländer stattfinden. Ihre Majestaten uud sgmmtliche Mitglieder der Königl. Familie wcrden denselben nnt 1hrer Ge- genwart beehren. , _
Das gerichtliche Verfahren gegen Hexrn O'Con11ell-1si 'auf- gegeben. Der Geueral-Amvalt zeigt dteies de111selbe11_m„eincm Briefe aus Ennis vom 3. Juni an. Der GerlkMShOs hglt sich nämlich, nach Erlöschung der Paxlgmentlektc, worauf die 9.111- k1age gegründet war, nicht mehr mr kompetent, ,
Ju Gloucestershirc sind Unruhen auögebrochxn. Du be- nachbarten Ortschaften von Dean Forrest hdbct1 die 1-11113'1111111111: gm eines im Jahre 1808 ueugepslanztcn E1che11waldes mcdcrge- kiffen, weil sie sich zur Weide :c. m demselben nach Verlauf von 21 Jahren berechtigt glaubicn; mehrere Tausend Menschen haben sich zusammengerottet. Sie haben, mehrere Kanonm weggenom- men, eine Batterie errichtet [1110 eme hau's'hohe Mauer quer über dcn Weg erbaut, um 91ngr1ffe dcs M111tairs zu verhindern, wovon nnr fnnszig Mann da “sind. Einwohner, die sich weigern, ihnen beizustehen, s_ch11ciden d1e Rebellen die Ohren ab.
Aus einigen Gegenden Irlands, 11a111e11tlichßaus Clare, wo die eingesetzten Konnnissionen guie Dienste 11111111,„lante11 die Nachrichten etwas günstiger, als (Usher; 1111er dxr großere Thml der Berichte ist noch immer sehr betritbend, obgleich fgsi allenthal- ben Subscriptionen eröffnet worden sind“, 11111 der Hungerthl) und den Krankheiten zu steuern.
Bei einer Feierlichkeit, die kürzlich an der Oxforder Univer- sttät stattfand, ward meixnkcn berühmten Personen das Ehren- Diplom der Doktor-Wiirde ertheilt. Unter diesen bemerkt man den Herrn Washington Irving und den Capitain Basil Hall.
Die „Königl. Französische Fregatte „O.)kelpomdne“ hat 11111 Iten d. bei Terceira die Portugiesische Fregatte „Uranja“ genom- men und nach Frankreich geschickt.
Man meldet, das Französische Geschtvader habe schon drei: zehn Schiffe vor Lissabon und sieben vor Porto genommen. Dom Miguel ließ in aller Eile neun Kriegsschiffe auZZriisten, 11111 die Französischen anzugreifen. DFS von, dem Franzosischen Gc- schwader genommene Schiff „Ot. Chrtsio“ aus Faval wurde wieder freigegeben und mit Gefangenen von dcn'andcrcn „Schn- fen nach dem Tajo gesandt. Am Zten saddle d1e Portug1cs1sche Regierung den von ihr befruchteten B11t1schenSchoo11er „Pro: vidence“ heraus, wie es hieß, um heunkchrende Portugwpsche Schiffe vor der Gefahr zu warnen und-zu sehen, 'was bei den Azoren vorginge. Ein eben so'befi'aÉYetes .Br1t1schc6 Sch1ff „Hieran“ wurde von unserem Kr1egsxch1n „Armdnc“ wegen 1111- regeimäßiger SchiffSpapiere “angehalten.
Paganini hat gestern sem 4te§ Konzert gegeben. ,Dgs Hanz war eben so gefüllt und der Beqall eben so entdusmsbsch, ww bei den früheren. ' (
Die lehren Nachrichten aus Buenos-A 1)r_es bis zum 13. März schildern den Zustand dieses Landes atx; sortwahreyd 1111: ruhi ; die Gränz-Provinjcn kämpften um die Obexgewalt mit der ergentinischen Republik“, ohne daß sich noch em Resultat “ vorauösehen ließ.“ , „
Ueber Jamaica erhielten wir Nachr1chten aus Cariagena bis zum 4ten Mai und Bogota bis zum 20sicn April. Car- tagena ergab sich am 26sien April dem General Luqne nach “sechswöchentlicher Belagerung. Die Generale qunlla „uud OL'eary waren im Begriff, sich nach New:,Yo'rk e111zusch1ffem In Bogota hatte Genika! Urdaneta als „prov1so1'1scher Prasident in die Hände eines Ministerrathes resigmrt, aber den Truppen- befehl beibehalten und wollte mit starker Macht nach der Pry- vinx Neiva und dem Departement Cguca aufbrechen , 11111 d1e Ordnung herzußelleu, bis ein „Kongreß 111 „Newa alle Irrungey geschlichtet haben wiirde; er verhieß in emer am 16tc11521pr1l erlassenen Proclamation, erst alle gütliche Mittel versuchen zu wollen, ehe er zum Schwerdt greife. --_§)1uf Jamaika war Be- fehl ergangen, daß alle unsere KrieZSsckUs-se'sicl) segeliemg „halten sollten, 1v1e man glaitbxe, 11111 das Br1tt11che Interesse 111 Co: lumbien zu schiilzen. '
- - London, 17. Juni. Es heißt, daß der Prmz Leo- pold von Sachsen-Koburg sich am nächsten Sonntag oder Mon: tag definitiv dariiber erklären werde, ob er den BeigischenThron annimmt. An unserer Börse wollte man bestimmt wiffcn, das; er den Thron annehme, Ville Staatspapicre wiirden auch in Folge dieser Ansstcht einer endlichen Beilxguug dor Bcigischcn Angelegenheit weit höher gegangen seyn, hatten 111cht emtge 1111- bedeutende“ Unruhen in Paris eine Reaction heyvorchracht und unsere Fonds im Steigen verhindert. Eine andere Ursache; daß Staatöpapiere nicht höher smd, isi, weil manche Gerüchte itber stürmische Parlaments-Sihungeu, wclche nächste Woche beginnen, 'in Umlauf gebracht wurden; 1111111 hält sich jedoch versichert, daß. die Reformbill, mit einigen Modificationen versehen, in beiden Häusern zur Zufriedenheit aller Parteien durchgehen imd schr wovithätige Folgen für unser Land haben wird. Im Wanken- Geschäft ist es wegen des nun von unserer Regierung gezogenen Gesux1dheits:Kordons selir still, die Bank giebt 111171171111 dic Versickyerung, daß, wenn unsere Kaufleute durcli temporaire U11: terbrechnng dcr Com1111111ication durch einen ct1v1111ige11 Mangxl an baarem Gelde in Schwierigkeiten gerathcn „19111911, sic dc11sc1: ben den möglichsien Beistand leisten werde.
Niederlande.
Aus dem Haag, 17. Juni. :Die StaatH-éourant meldet: „ Einem Berichte des Gc11era1:L1c11tenams J:)affz vom 14th d. M. zufolge, haben die' Belgier 1111 dicscm Tage 111 at: lcr Frühe wiederum ein siarkes kaehk:Fkllkk gegen die Citade'llc bcaonnen. Obgleich daffe1bc 1111111? anhicit umd dic Bclgjcr so,- 11111111 aus ihrcr'Position im s))kackngfenOÉev, als 1111111 11911 der Stadtseite schossen, so hat dichmZzungdennoch dahei keinen Verlust crlitien; nur ein Militair ck_v1clt 1111e leichte Quetschung „am Fuße. General Chaffé. lief: von "mer “&'-:citc d111'c1) die gexiv: testcn Schutters mit B11chse11 nach dem *,xemde schießen und, wie aus seinen allgemeinen Angaben abzunehmen , mit gutcm Erfolge. Nachrichten aus ergen-ov-Zoory v_om 15te11 d. M. zufolge, waren am 14tcn Mittags bcrc1ts 111111311)" Todte 111111) der Stadt Antwerpen eingebracht worden. Von Bc1g1scher Seite wurde ebenfalls mit Büchsen nach den Ka11onc11:Booten und nach der Fiandriscben Spitze geschossen, 1vod1zrch an den Segeln 11. s. w. einiger Sckmden angerichtet und zwei I)iatrosen Verwun- det wurden: die Fahrzeuge lösten hierauf zlvei .Kano11en:Schiisse auf die vcrsammelten Buchsen-Schuhcn ab, die darauf aus ein- ander liefen und die Feindseli keiten nicht weiter fortscßten.“
" ö '! Konfereuz-Protokoll Nr. 25 vo1116. Juni mit; es lau- tet folqendermaßen: . „ „In Anwesenheit der Bevollmächtigten von Oesierreick), Frank- reich, Großbritanien, reußen und Riißland. Dic versammeiten Bevollmächtigten der H fe von Ocsierretcl) , Frankreich, Großbrita- nien, Preußen und Rußland habene Kennimß genommen von? den ihnen durch Lord Ponsonby aus Brussel hrs zunz 4ten d. M. uber- sandten Berichten, so wie“ von den zwei, hier anliegenden Noten der Bevollmächttgtcn Sr. Majesiät des Königs der Ntcdcrlandc. Nach- dem sic ciner eits die genannten Berichte und Noten und andererseits den Inhalt _ er Protokolle Nr. 22. 23. und 24. geprüft, hqbrnedie Bevolxmächttgten beschlossen, an LoD Ponsonbv das betgcfugte Schretben und an' die Bevollmäcbten Sr. Mqiciiät ch Königs „der Ntcdcrxande die beideit Antworten zu senden, die im Original glctch- falls hier beigefügt smd. (gez.) Eßerbazy; Wesenberg. Talleyrand. Palmer- “sion Bülow. Lieycn; Matuizcwicz.“ “ Anlage i. „Die unterzeicßnctcn Bevollmächtigten S1“. Maxe-
Lord Pnlmcrsion 1111 den Inhalt dev von ihncn 1111121. Mat der Konferenz überreichten Note zu 111111111711. Darin wird erklärt, daß- wcnn Belgicn nicht ungesäumt den yon den fünf Höfcxt fcstgcstellz ten Grundlagen der Trennung bcitrttt, Sc. Majestät 1111) für fret cracbtcti werdcn, auf eigene Hand zu handeln, 11111 der langen Un- gewißhctt, dic „dex: Interessen Ihrer gctrcucn' Untrrthancn so höchst nachtheiltg tft, ein Ende zu machen. _Wrnn sie den von der Konferenz am 10. Mai gefaßten, Bcschluß in Erwägun
ziehen, können die Unterzeichnctcn nicht daran zweifeln, da. die offizielle Mittheilung dcs “.).-21701 „Protokolls zn Brüssel am 1. Juni stattgefunden habe; auf dte_sclbc muß unmittelbar die Antwort gefolgt seyn, entweder, daß die Belgische Regie- rung durch An nahme der oben erwähnten Grundla- gen der Trennung dieselbe Stellung gegen die fünf Mächte ci11gc110mmen habe, 111 wccher der Köniäz der Niederlande sick) befindet; - odcr daß jene Grund agen von der genannten Regierung nicht angenommen worden scyen. » Da der von _der Londoner: Kynfercnz der Belgischen Nc- gierung 9111151111. Termin bereits_se1tct11igen_T*11gcnlabgclxiufcnisi, so erfullen dre Unterzeechneten cmc gebieteristhc Pflicht, indem 111: um Aufklärung über die erhaltene Auskunft bitten, damit ihr Sou- vcrain auf den Bericht, den sic sich beeilen werdcn da11'1be1'abzu- üattcn, dic. Maaßregeln treffen könne, die „bei dem gcgenwximigcn Stande dei“ Dinge sowohl im Interesse sctnch Würde ,als 111 dem der Sicherheit Hollands erheischt werdcn. D1c_Untc1*zctcl)nctc11 cr- suchen Lord Palmerston, gcgcnwärtige Note seinen Kollegen, den Hrn. Bevollmächtigten, mitzutheilcn, und benutzen, in Erwartung seiner gcehrten Antwort, dicse (Yelegcnhett, um Sr. Excellcnz wic- derholt ihrer Hochachtung zu vernchcrn. _ London, .).J11ni1831. (Gcz) Falck. H. van Zuylen van Ni)evclt.//„
A nlagc 11. „Die untcrzcichnes'cn Bcvyllmcichttgtcn Sr. 'Maj. des Königs dcr„Niederlande entledigen sic“) ciner gcbictcrcschcn Pflicht, indem sie die Aufmerksamkeit des Lords Palmerston und durch seine Vermittelung die der Londoner Konferenz auf das Schreiben lenken, das Herr Ponsonbi) am 27. Mai an Herrn Lc- bcau gerichtet hat; ein Schreiben, das dem sogenannten Kongresse zu Brüssel mitgetheilt, in allen Zeitungen bekannt gemacht und der Bcrathung 13er genannten Versammlung unterlegt worden ist. Ohne der anderen schmerzlichen Gefühle 'zu erwähncn, ichche die Lesung dieses Aktensrückes bei ihnen erweckt hat, beschränken sich die Unter- zeichnetcn darauf, gcgen 211115, was der Herr Agent der Konfe- renz für angemcffen cracHtet hat, hinsichtlich cines eventuellen AbtretcnY dcs Großherzogtbumcs Luxemburg zu äußern , aufs nachdrücklrchsic Ku protestircn. Durch die Weise„ in welcher Lord 'Poitsonby chnem Schreiben von Dieser Session gesprochen, hat er sich ein Recht angemaaßt, das ihm von Niemanden verliehen worden seyn kann; er hat dem Gciüc der Jinmaßung, der die In- surqcntcn cbaraktcrifirt, durch eine trügerische Hoffnung geschmei- chelt; er hat die unveräußerlichcn Rechte des Köxiigs durci) Verspre- chungen beeinträchtigt, die der stets überetnsiemmcndcn Sprache, welche von den Organen der Regierung Sr. Majcüät soivobl hier als im Haag geführt worden, schnursiracks zuwider laufen. Der _Kd- nig hält sich an die von den f1'1nchichten vorgelegte und von th1_n ohne Vorbehalt angenommene Trennungs-Aktc. Durch doit Artr- kcl 2. diescr Akte wird das Großherzogthum a11§drüch11cl) als Beiiizung des" Hauses Naffqu anerkannt. Es laßt 1111) also schwer begreifen, wie an eine 'Upterhandlung über 111€ „Sou- vcrainctät gedacht werden kann, dtc selbst nach der unyedmgten Annahme der Grundlagen der Trennung von Seiten Bxlgicns noch immer große Schwierigkeitcxi sindcii würde, da das“ Großherzo thum für den König und dtc Prinzen seines Hause? desselben Erb mixen ,crsctzt hat und in seinen Augen cinen unschätzbaren Werth beiißx. Demzufol c müssen die Unterzeichnetcn gxgcxt dtesetx Thxtl dcs Schrei- bcns dcs“ Lords Ponsonby proteüircn, wre ite es btekmtt auf das be- stimmtcste thun; se widersprechen demselben vollkommen und über: lassen die Verantwortlichkcit aUer Folgen dem Verfasser dcffclben; sie haben die Ehre u. s. w. London, den 6. June 1531.
((Bez.) Falck. .f). van Znylcn vathycvelt.“
Anlage 11]. „Dec unterzeichnexcn _Bcvollmcixhttgtcn dcr Höfe von Oeüerrcici), Frankreich, Großbritanien, PWURMFMD Rußland haben Kcnntniß von der Note genommen, wxlchc dtc Herrcn Bc- vollmächtigten Sr. Majestät des Königs der Niederlande durch Ver- mittelung dcs Lords Palmerston an: 51911 d. bet der Londoner Konfe- renz cinrcichtcn. In Beantwortung dieser Note halten ““T; die Un- tcrzcichnctcn für ihre Pflicht, den Herren, Bcvollmäcbttgtcn Sr. Majestät des Königs der Niederlande anzuzeigen, dqß 11111t gcüern aus Brüser empfangenen Berichten, dtc Belgier slch keinesweges durch Annahme der Grundlagen der Tixcnnung _gcgcn dic. fünfMächte in dieselbe Beziehung gestellt haben, m_ der 1111) Sa'Majesiät der König der Niederlande, dcr obbesagten Grundlagen beigetrctcn , gc- en 111: befindet; ferner daß Lord Ponsonby bestimmt znrückberufcn ist, daß der General Belliard von. der Regierung Sr. Majestät des Königs der Franzosen Befehl empfangen hat, Brüscl zu ver- lascn, sobald Lord Ponsonby von dort abgcht, und dqß die Konferenz sicb mit den Maaßrcgcln hcscbäftiqt, 1vclcl1c „dec von Seiten der fünf Mächte gcgen den' König der Niederlande eingegan- gxncn Verbiiidlicbkeitcn crhciscbcn möchtcn. Die Unterzeichncten bc- nutzen dicse Gelegenheit 11. s. w.
Ihren Excellcnzcn den .Herren Falck und quon v. Zuylcn v,N1)cv-:lt.“ (Folgen die Unterschriften.) „ Anlage M „Die unterzeichneten Bevollmächtigten dcr Höfe von Ocstcrrcici), Frankreich, Großbritanien, Preußen und Rußlcytad haben die Norc, welchc Die Herren Bcvollmächtigten S1“. Magnat des Königs“ dcr Nicdei'lande untcrm (5th d. M., durch Vermute- l1111g dcs" “Fords Palmerston, bei der Konferenz cingcrctciw k)11bcn„11nd “51117111 1111f cin vertraulichcs von den Belgischen _Biättcrn mttgc- 11111115 Schreiben dcs“ Lord Ponsonby bczicbt- in rerfltchc EUVÄIUW „(1111011111101 Dic Konferenz, die an dem Schreiben dcs" Lords Pon; 11111113, keinen Anthcil hat, kann sich nur auf das vom “.?-11er! Mat Datirtc Protokoll Nr. 2.1. berufcn, welches Protokoll dcn .Herren Bevollmächtigten Sr. Majcfiät des Königs der Nicdcrlandx bereits 1111111111 ist. Vcrmittelü dicscs I!k“tct11i1'1ckcs wurdcn dret Punkte chchxcllt, nämlich zuerst, das“. die Bedingungen, welche da- hin abzwc cn, um Belgien den Besitz von Luxemburg zii sichern, solchescvn sollcn,dic durch gemeinschaftlich? uxbercxnkunft abgeschlossen wurden: zweitens, daß dicser „Bettiz'nicht anders erworben werden könne, als gegen billige Vcrgütiiguy- , und drittens, daß die fünf'Mäcbtc den bethciligtcn Parteien in )t frü- bcr Vorschläge hinsichtlich dicses Tauscbcs machen würden, als nach dem Beitrittc Belgiens u den Grundlagen der Trennung, welche von der Konferenz festgcßxcllt und von dem Könige der Niederlande angenommen wordgn. Diese Bcstinnnunqen rühren „von dei) fünf Mächten her, und in werden ihnen auch stets treu bictben. Ste ver- hindern Sc. Majestät den Kdni der Niederlande kcmcchgcs, nacb
siät dcs Kdniqs der Niederlande haben die Ehre, Sc. Excellenz dcn _
zu nahe zu treten, zeugen sie im Gcgcntheil von Achtun für diesej auch zielen sie nur dahin, um,- wo möglich, vermittel der Ems digung, die Ge. Maj. für gut finden sollten anzurichmen- und einer“ Grundlage gegenseitigen Nutzens und Vortheils, Bedingu zu Stande zu bringen, die nur zur Beförderung derjenigen 3 dienen sollen, die dem Köni e am Herzen liegen, und yr Bes gung eines Friedens, dessen rhaltung eben so sehr mit einen W schen übereinüimmt, als mit denen der fünf Mächte. Die u„ zeichneten benußen die Gelegenheit u. s. w.
Ihren ErceUcnzen den Herren Falk und Baron *
v. Zuylcn van Nyevclt.“ (Folgen die Unterschriften.)
Antwerpen, 15. Juni. Jm hiesigen Journal liestm „Die Besorgniffe der Stadt werden fortwährend durch 110111 zu Zeit _ernencrtes Gewehrfeuer unterhalten. Indeffcn 1111 die Biirgergarde den Dienst am „Hafen, Und 1111111 1111111 fick) ihre Vorsicht wie auf ihre Ergebenhcit vkrlaffcn. Es sino messene Befehle gegeben worden, nicht zu schießen; aber der strengen Wachsamkeit wird oft dagegen gehaydelt. Die 1, sicht der Batterie:K'on1111a11damen, 1111711111» dcn «5111111111121 dex" nonierdooty. nicht gca11t1vorter haben, Vökdiknk dic großtcn . sprüche. Obglsick) wir nicht glanben, daß eine Umnittcibare fahr fiir die Stadt zu befürchten ist, so lange kein Angriff die Citadelle versucht wird, so fahken docs.) dic E;“nwohner sort, fliehen, Eine nur zu gerechte Bestürzung [)*1k„1'1ch) aller 011 tl)er bemächtigt! »“ *.*-.)kan zählt von unserer Skike zwci T1 und zwei Verwundete, die bei dem (Zcxvehrfcuer gefallen 11 der Krikgs-Minister soll mit dem General Chasséc (“111111 Ucbereinkommen getroffen haben, Wonach 911111“; 111 dem geg wärtigen Zustande kablkibkn soll.“
Antwerpen, 16. Juni. J11.u11scre111)entigen Zcitu ger; liesi man: „Jeder Tag unserer gegcnwäxtiJen C'xist'111zw dnrch nene Unordnungen und neue Schrecken bczeichucr, 11111, 11111ßte mehrere Jahrhunderte zurückgehen , um in unstrer schichte eine gleich unheilvolle Epoche anszufiiwen. 52111813 1111111 dieser unglücklichen Stadt; die Furcht, die nicht überlegt Alles vergrößert, schildert die Gefahr, die zwar wirklich vor den ist, die man aber Vermeiden k111111, anf eiiie übertriede Weise. Gestern fand eine 91115111a11deru11g aller C'inwol)11er:K1111 statt, und wir haben gcsehcn, daß Kranke-auf den Armen 1' Kinder hinauSgccragrn wxwden, um einen ZnfinchtWrt 111113111) zu s11chcn und 11111“ eincn11atiiri1'c11e11Todznster'ocn. E111eöuns Handels-Fahrzeuge, das auf dem Wege nach Boom war, wurde, ter dem Vorwande vv11Reprcffaiie11, oder weil 1111111 vielleicht 9111 konnte, dieses Fahrzeug seyzueiner kriegeriscize11Yitt-Zriißu11g besiim yon Holländischen Kanonicr-Booten «1111111111111. pritcc 1111111 man ihm, seine Reise fortzuseßcn. Dieses provisorische 01111), ten veranlaßte indessen ein zwcckloses Gcwebxfeuer don Leut 111111“ Yirt, die ins Blanc hineinschosscn und ke-n anderes Res tat hcrbeifijhrtcn, als 5211125 111 Unruhe 511 vcrschn. Dcr 11 rige Zustand dcr Dinge veranlaßte gestern auch e1'11111 Attila. und diese Szenen werden sich crncucxn, so 11111511 die Bewegung gründe dazu vorhanden sind. Ist denn die Obrigkeit 11111111 Stande, diesen thörichtc11 Fkindscligkcitcn cin C'ndc 5111121111 weiche von Leuten herrühkcn, dic 1111111“ Eifer 111511110111111111111 sisen und jeden Augenblick unsere Sicherheit gcf111)rdc11_? Ju
nicht, mitten unter so virlcn Griinden z11r 0111111111 gung, beklagcnöwerti), 11011) 111111: *19111811 Mitbürger 1111 1111 Und stets em Ruge auf den Feind, das audcre 1
seine Landsleute gerichtet haben zu miiffen? „die Base schwierig, und gegen dergleichen oft atis adscbctiliäycn 2251111111111 gen Übelwollender_Menschc11 1)11'11“11)1*c11dc Beri'xrunch 1111115. schnelle und strenge Maaßregein gcnonnncu „werdcn. Die B.- gergarde ist die Zuflucht nnd dcr 1111111111101 B91'11)1'11,111' der W qcr. Gestern gelang es einigen Menschen aus der niedrig Volksklaffe, indem sie fich plöylici) auf eine Parrouillc warst- mehrere Bürgergardcn zu entwaffnen. Dieick gehässigc 1111 fall zeigt deutlich das höchst Gefähriiciw Unserer Lage. 2 Generalmarsck) ward geschlagen, und 111111") vi'rsmntnoltc sich 1 zahlreiches Corps dcr Biirgergarde.. .Wir 71111111 Qifizjcrc 1 Unteroffiziere das (Siewehr ergreifen und das Beispiel cincr 1- erläßlich gewordenen Thätigkeit und WaManWeit geben. D Bürger Vertrauen dieser (Harde die Sicherheit ihrcr Person und ihres C'igcnthums. Wir leben 111 1111er Zeit, wo die 11111 riclle Kraft von der 111ora11'schcn unterstützt werden muß. ist nöthig, die Schwachen zn bcrubigxn, dieBösen zu 3119111111 Jochmann zu beschützen. Dies ist die schönsie und 1111 Pflicht der Biirgergarde. Dcr Obrigkeit kommt es zu, sie unterstüch und hauptsächlich ihr Waffen zu 9215911, ohne 111111 sie nicht alles Gute t1)m1 kann, was Herz- 1111d Pfiiclxt ihr 0 schreiben.“ „
Es ist hier folgender Tageöbefehl 1111111111911:
„Strafbare nnd irrcgclcitetc Menschen rcizcn das Volkz“ Nickitachtung dcr Geseke auf und wollen, daß wir 1111 einem Tag die Frucht ncunmonat ichcr Opfer jeder Art verlieren sollen. ** - Unordnungcn, welche die Stadt Antwcrvcn seit zwei Tagen 11111 ruhigtcn, find das Resultat hinterlisrigcr Umtriebe, die unsere 1111111- sien Jntcreffcn in einem Augenblick verletzen, wo Bklgicn vicich auf dem Punkte sieht, den Preis scincr edlen und inuthvollcnia- fiken un en zu erhalten. Sie müffen also aufhören, und W cuts )lo cn bin, dem Willen Des Herrn chcnrcn Achtung zu 111 schaffen, so sollen, wenn diese Unordnungcn wieder !iattfinden/ dk bisher gclindeti Mitteln sirenge_9)iaaßrc cln folgen. Ick) 119be daher den Milttatr-Bchördcn, iick) der 1" rer Verfügung anhctmg üelltcn Truppen _zur Wiederherstellung der Ordnung zu bcdixnen zuvor aber lade 111) die Civil-Bchbrdcn und die öffentliche S'tcbc heits-Kommisston e_in, ihren Einfluß auf die Bewohner Antwcrvc zu benutzen und diese zu hcwcqcn, dic Haufen dcr Uebelwollcnv nicht zu vergrößern und keine Theilnchmcr der den Schuldigen vo bchaltcncn Strafc zn werdcn. Es lebe Belgien, 15 lebe der Regen Achtung den Gesetzen, Vertrauen in unsere Repräsentanten! Hauptquartier Antjvcrpcn, den 16. Juni 11.31. Der Divisions-(H neral und „“Over-Befehlshaber dcr Schelde-Armcc, Ritter von T1? cken dc Terhove.“
Brüssel, 17. Juni. In der gestrigen Sitzung des Kol resses wurde die Bcratdnng 111111“ das Gesetz in Bcrrcffd 3 iirgergardeu fortgeseßt, nnd daffeibe wurde bis 311111 211711191 tikel ohne wesentliche ch11tte11 a11gc11o-111111c11. 1 _ Seit heute erscheint Hier der „Belgische Monitcnr“ Die Redaktion diese:; offizielwn 311111111115 ist dem s)]iinistcriu der auswärtigen Angeleqemheiten anvertraut. In der 2117111901111 mer dicses Blattes liest man folgenden Brief des Regenten 11- Se. Könéßl. Hoheit den Prinzen von S11chs111=5ch1111111x1: „Mein Prinz, der Kongreß hat im Namen dcs Belgischen Volk Ew. Königl. H die Krone uerkannt. Durch diescn Akt der SOU vcrainetät vertraut er das chicksal der Nation Ihrer Weisheit a und stellt die National-Ehre unter den Schatz dci“ persönlichen Ehr“ ' Ewr. Kdni [. H.; beide sind fortan unzcrrrcnnlick). Dic Belglk' rechnen 111th Ihre kräfti en Bemühungen, 11111- im Verein mit de Deputirren, welche der *ongrcß1111Sic11b1esandt hat, und der Kom misaricn der Regierung, von den Bcvo mächtigten dcr Londone- Konferenz die Anerkennung unserer gercckitcn Answrkmhc “11: 1111111 € Es ist das crüc Pfand, welches wir von Ihrer Liebe für das 5 1
Die heutige Staats: ourant theilt das Londoner
seinemGutbcfi'ndcn zu handeln. '“ eit entfernt, ihm in scine11Rechten
gische Volk erwarten. „Dieses Volk, im Auslande verkannt und ver
* noc!) fester zu knüpfen, so auch um zur „Belebung des Gcmcingeis
eumdct, wird Ezvr. Königl. H. als König beweisen da es eines Besseren Looses wurdi? isi, als dessen, das mim ihm berc/ikcnßzn wollen chicn_/ dem es xtber est enxscbloffen war stcb nicht zu untechrfen, „vglctCH cs geneigt ist, der Exhaltung dcs aUgemeinen Friedens alle Opfer zu hrengen, welche'mtx scinei; Ehre und mit der Sicherheit einer Excifienz ais unabhangige Natron verträglich sind. Ich halte es für meme Pflicht, Ew. Königl. „Hoh. darauf aufmerksam zu ma- chen, daß von ,der Wichert, Beendigung der Unterhandlunqcn das Schicksal Belgiens uiid „vielleicht sogar die Ruhe von Europa ab- hängt. ben so bm, 1ch uberzeugt/ daß es von Der höchsten Wichtigkxtt 11“tx„d11ß die Konfcxenz cs sorgfältig vermeide, cine edelmüthtge Nation gr Verzwetßung zu treiben; dieselbe hat Alles gethan, um 11ch,m1 tnklanggmtr den anderen Europäisckzcn Regie- rungxn zu konsiiturrcn, und gtebt_dnrcl) die Wahl Eurer Königlicvcn Hoheit davon emen nenen Bewccs. Ick) nchme "keinen Anstand, cs auszusprechen, wenn gegen alle Erwartung und trotz Ihrer Bemü- hun cn uns'ere Anerhtctuxtgen verächtlich aufgenommen oder zurück- cwccscn warden, 1v1r kcm anderes Heil crvl1ck'cn könnten, 1111? das“, zu uriscrcm Schwerte Zusiucix zu nehmen. Eurer Königlichen Ho- heit ist es vorbZhaltcn, dcn «1111111 zn bescl)w_örcn und das Unheil von unseren Zyauptcrtx 1111z111Vcnd111, welches 1111) über ganz Europa verbreiten wurdc. _Ntdmals hat sci) ein FÜL'Ü in cktkcr schöneren Lage befunden. „Ste smd durch JhrcSteMmg Schiedsrichter über Krieg uyd „Frieden,; Alles hängt jetzt von dem Erfolge Il)- rer Be11111hungc11chde1: Konferenz ab, 11111 der gerechten Suche eines" Volkes ch'Stcg zu vcrsxhaffen, „welches Sie 7,11 seinem Könige erwählt hat. Ste wcxdcn, wee ich nicht zwcific, sét'ncn Erwartun: gen entsprechen„ und ich _bcschwixrc Sic darum im Namen des Va- terlandes“. Bruffel , den 15. 311111 15.31. (Yz) De_r Regent von Belgien, “ 51111111 Surlct dc Chokicr.“
In demiclbcn Blatts liesi 111.111: „Es sind heute im auswärtigen Amte Depescin'n ank- Londom eingegangen. Ihr JUHalt erweist die Falschheit dcr 9211111111111, das; der Prinz Leo: potd am 131c11, d. M. die Krone Belgiens auf offizielle Weise ausschlagen w11rde. Die Depeschen sind vom 151911 Abends, und, weit xx1tscr11t, die NachriEJ-t 111.111 dcr Weigerung dcs Prin: zm zu bestattgcn, schildern sie vielmehr die Unterwandlungcn in einem giinstigen Lichte.“ ,
Dasselbe Blatt enthält auch Folgendes: „O,?!Lchrere Pa: xjser Journale haben eine Verbal-Note publicirt, welclie Hr. T1). Mühicls, der in diesen Zeitungen „„Gesandtcr des Belgischen Regenten in Fra11kfurt““ genannt wird, dem Bundestags tiber: reicht haben sollte. Ueber diesen Gegenstand von dcr Negiernng befragt, _l)11t.Hr.O)iichicls auf das besiinnntest: erklärt, dcm Bim: dcötagc keine Vcrbal-Note Überreicht z11 11.111111. Eben so wenig ist Hr. Micbicls Gesandter dcs chrntxn, sondern 2111 bloßer 521131111 des Ministers der auswärtigen Angelegenheiien unter dem Titel eines GeschästScrägrrs. 111111152111“; ist derselbe nach Bxiiffel z11r1'1ckbernfc11, 11111 der Regierung gcuaae ?lttfkkirung 111111 die Handlungen seiner Syndnng 1117111) Frankfnrt zu 31211211.“
Der Drucker des Beigisclicn Monitcurs ist durcii s11'11111 Kontrakt vcrpfléchter, jedem PUMULDL dcr gcscßgcbenden Ber- sammlung ein Exemplar dieser Zcititnzz Zratis zuznsmden.
In der Emancipation liest 1111111: „In einer gestern stattgehabtcn Bersannnltmg der Deputirten von dsr Opposition
ist man iibkkei11ß1ko111111211, c1'11 MinisteriUm zu 1111111111115111, 1ve1:,
1x";
ck16 f1*1gende1'111as;1'11 311s11111111c11gescßt scv11 11111109; Herr ».). don Bromkére Fi111'111z1111'11ister, Herr Lehardi) vou Vean'u'cu „Kriegs: minister, Herr Tiriemanns Minister der auswärtigen ?lngelegm- heiten und Herr A. Gendedien Minister des Innern 11:1d der Justiz.“ „
Denisclöen B latte zufolge, ist in Mecheln ein Geistlicher, Namens van Geel, als Bersaffer odxr Mi17ch111digcr an der Ver- Neitnng ciner Proclanmtion 1111 das Bc1gischc 22011, 11111108 zur Z1111'1'ckbcrnf1111g dcs Iranischen Regentrnhauses aufford-Irte, zm“ gefänglichen Haft gebracht worden. Daffelbe Judividnmn soll" schon im Anfange der Rcdolntion 110111 Bolko, als Fran verklei- det, dcs Syiouirens yki'dä11)rig, verhastci gewssen setm.
Herr Ticlenmnns ist gestern 111 Brnffcl eingetroffen.
D*änem ark,
.1'1'13111'11111111811, 11. Juni. “'In Betreff de? Anordnung drr Provinzimstände i111 K 6 11 1 gr 91111 .I- 1.111 cmark ist hier 11achstchen= des Gescö 110111 “28. Mai [R31 911101611111: ,
„Wir Frederik der Sechste u. s. w. thun kund hiermit, daß Wir, nm Uns und Unscrc Kdnigl.Na“cl)folgcr in den Stand zu sez- zen, stets die zuverlässigste Kunde von Allem, so, das Wohl Unseres lieben und treuen Volkes befördern könne, zu erhalten imd um das Band, welches Unser Königl. Haus“ mit Unserem Volke vereinikxt,
cs beizutragen, haben bcschloffcn, in Unserem F1önigrciche Dänemark, so wie in Unseren“F)crzogthknnern Schleswig und Holstein, bei:a- ihcndc Provinxialständc zu gründen. Um die Vollziehung dieics Unseres Beschluses, übereinstimmend mit Unserer landcsväterlcclxir Absicht, vorzubereiten, haben Wir vorläufig diese Sache durcharbxt- ten_ lassen, und obgleich sie noch nicht in dcm Grade gereift ist, daß sic in allen ihren Theilen Durch ein umfaffendcs Gc- s„e_1; geordnet werden konnte, haben Wir es dennoch zweckmä- ßzg gefunden, die allgemeinen Bcüimmungcn, die der “Ein- WÜUYY die Wer den Provinzialständen in Unserem Kdmg- (“che Läncmark geben wollen, zur (5511111111111): Dienen 1011111, dffcnw 1111) kundzu machen. In erwähnter Hinsicht Wollen Wir Folgendes allergnädtgst angeordnet haben: 5". 1. In Unscrcm Königreich? Dä- nznxark sollen zwei Versannnlungcn von bcrathcndcn Provmztal- Gtaydcn bestehen, die eine für die Stifte Seeland, Föhnen, Laaland- chlaer nebst Island, die andere für cinnntliche vic1'_ Stifte Ndrd- „1111111111381. 3". 2. In jede dieser „Ver 11111111111119111 tritt ctnc naher von Uns zu besiimmcndc Anzahl von ihren Mitbürgern dazu 1111111111- tek Männer ein. Die Wahlberechtigung wird, unter den naheren Bestimmungen und in der Ordnung, die Wir in ein“: cigcmzn An- ordnung dafür fcßseßcn werden, von den C;r1111dbctiizcr11_ m den Städten und auf dem Lande ausgeübt, wobei Wir doch; nnteRiick- Ücht auf das fcsic Eigenthum, da:“; die Gesetze dcn .Hofpachtern (Gaardfcftcre)zugestehen, solche zm“ Thciltmbmc an denWahlen zuge- 1111111 wiscn wollen. Das Gr11nd--Eigc111h111n isi cbcnfaus noch: wendige Bedingung der Wählbarkeit, und obgleich Wir im 2111? gcmctnen nicht von Unseren Beamten diejenigen, die txxdcnbct (Hirundbcützcr sind, von der Stänchersammlung, falls nc dazu gewählt werden, ausschließen oncn, darf doch kein Beamxcr, dcr
* eme von 111111 unterschriebene Bcüaliung, Ordre odcr Conkirmation
hak/ die Wahl ohne Unseri- vorgängige A'llcrhöchüc, Exlaubnis: ngeycgnehmcn. H. :5. Wer smd nebenher gesonnen, _Mttgltcder dcr „mycriixcit und der Getulmbkeit zu ernennen, um Set; in den ro- vm11111lüä11dc-Vcrsmnmlxmgcti zu _11ci)mcn,„so wie auch nach Um11'in- W 1111sz1“ Andere., die Wer mti Rück'ncht („uf i171'c Sicliung und 3Eigenschaften dazu bciondcrs gcctgnct finden möchten. 3. 71. Elxc Wir cm Gysciz, das eme Veranderung in den Personen: und Er- genthmns-Rcck1ten Unserer Unterthanxn oder in den Abgavcxt und m den öffentlichen Leistungen beabsichtigt, erlassen, wollen Wir den Entwurf zu einem solchen Gescize den beiden Ständc-Vcrsmnmluu- gen, oder aber, falls es nur cmc oder mehrere einzelne Provinzen txgehi, der betreffenden Ständc-Vcrmmmlung vorlegen lasen, da: nur dle Stände dcn Gcsctz-Entwurf txt Ucbcrlegtmg (Overvciclsc) Ucbmen und darüber ein allcruntcrthäntgstcs Bedenken abgeben mö- cn. H. 5, Wenn die 5 rovinzial: Stände Veranlaffmxg finden, eine Bcrändcrimg in den 11 gemeinen Landesgesetzcn odcr tn deri speziel- len Gesetzen und Einrichtungen der sie betreffenden Provinzen zu
wunschem oder sich befugt fühlen, über die Art, wie die Gesetze gc-
; bewerksteiligcn.
Lid Z'?
handhabt und die Einrichtungen verwaltet werden , Beschwerde zu
führen, dann können se Uns darüber Vorstellung und Vorschlag *
machen, nach welchen Wir die Sache in Erwägun ziehen“ und Un- sxren Beschluß darüber fassen werden. § 6. Da AZE es zrveckmäßig finden, daß Mitwirkung auf die Kommunal- An elegenheiken dcn Provinzial-Ständen eingeräumt werde, so werden ir in Erwägung ziehen, „wie solches auszuführen is?, und darüber näher beschließen. 9". 7. Dtc Pryvénzial-Stände treten auf Unsere Einberufung usam-, men. Dies wird jedes zweite Jahr geschehen; aber Wenn An eitung dazu stattfinden sollte, werden Wir ohnedies außerordentliche Ver- sammlungen der Stände veranstalten. Die Dauer der Ver- sammlung werden Wir jedes Mal nach den obwaltenden Um- siänden bciiimmcn, und demnach werden Wir der Versamm- lung_ die Schließung kund machen lasen. § 8. Ueber die Anzahl der esn jeder Provinzial:Versammlmxg zu erncnncndcn Mitglieder, sd wre über deren Vertheilung auf die einzelnen Distrikte, und über dt_e näheren Bedingungen der Wahlberechttgung und der Wählbar- keit, so wce über den Geschäftsgang bxi den Wahlen und in den Standc-Vcrsammlungcn, werdcn Wirdic nöthigen näheren Bestim: mangen treffen. Ehe jedoch ein völliger Entwurf zu diesen gesetz- lichen Bxüimmungcn Uns vorgclcgt wird, wollen Wir einige erfah- rene. Männe? aus de;: verschicdcncn Theilen des Königreich zu- samincnbcrufen [1117111 , 11111 die ihnen vorzulegenden Gegenstände xu überlegen und darüber ihre auf Sach: und Lokal-K'cnntniß gegrün- dete Anscht mitzntbsilcn. Sollten Wir künftig zu Veränderungen in diesen nachträglicßcn Bestimmungext Anleitung finden, wird cine Yerändcrun „dennoch nicht darin vorgenommen werden, ehc Wir, 111 Ucbcrcim immung mit Z. 4., darüber das Bedenken der Stände eingeholt haben.“ Z.")eutschlaUd.
Mainz, 10. Juni. Die hiesige Zeitung berichtet: „Heute WUWLU 1'11 feierlicher Sixznng hochverordnetcr Ceutral- R1)?1'11:Schifffal)r1s:Konnnission die Ratificationcn der Aller- höchstcn 1,111d Höchsim Sottderaine des unter dem (51. März letzt- hin abgeschlossenen „Rhein-Schifffal)rtS:Vertrags förmlich ausge- wecs1se1t“u11d de'? „Vollzug dieser neuen Ordnung auf den nächsten künftigen 17. Juli festgesetzt. Diese Rktc, die nun ohne Zwei- fel schnell zur Offeninndigkcit des großen Publikums gebracht werden diirfts, wird in den Annalen des Handels und der Schiff- fahrt auf OLM Rheine einen neuen Abschnitt bilden; mit dem „Zcitpmktc, wo sie ins Leben tritt, fa11111 die Jahrhunderte lang den 111111 freien erom drückenden Feffeln, ja noch mehr, die Yluögangöpforten aus dem herxlichcn F11113, in das unermeßlichc Weltmeer wxrden dem Handel und der Schifffahrt des Rheins geöffnet! » Bci eincm glänzenden Festnmhle, zu welchem dieser denkwürdige Tag dum Großherzogl. Badischen Bevollmächtigten, Herrn chationérail) Ritter Büchler, zeitigem Präsidenten der Cc11tral:Ko11m1ission, dic erfreuliche Veranlassung gab, und woran, außer den sä111111t1ichct1 Mitgliedern dieser Kommission, größien: theils dic Hohen Civil: u11d s))?ilitair-Behördcn und mehrere an- gesehene Biirgkr 311111011 11ahmen, wurde denn auch der von dem verehrten Fcstgebkr zuerst ansgedracbte Toast: „Auf das hohe Wohl der sä111mtlrchcn Sonveraiue der Ufer=Staatazn, unter de- 1e11 Aegide dicser „Vertrag heute seine lesteWeihe empfing,“ mit ganz besonderer Theilnayme und Wärme anfgenonnnen.“
Wiesbaden, 1.1.J1111i. (Aus der Frankfurter Ober- Postamts- Zeitung.) In der Hauptstadt Nassau's wnrde heute, so wie in anderen Städten des Herzogthums, das Ge- burtsfest unseres aligefeisrt'en Herzogs anf sinnvolle, herzliche und fröhlicde Weise gefeiert. Des Morgens war große Miliiair:Pa-
, rade, dcs *))kitta-zs große Tafel im Kursaale, wo unter dem Don-
ner des Gesohityes Nassau's crlauclitem Regenten ein tausend- siimmiges Lebebock) ausgebracht wurde. Auch im Tempel Tha- liens wnrde diescr Tag verherrlicht. Ein zur Feier des Festes gedichtcter Prolog wurde von dem „“Theater-Direktor unter kaum cndendem Lebedochrufe dcs zahlreich versammelten Publikums gesprochen. Der Tag wnrde mit einem glänzenden Balle ge- sch10ffe11. “Der die Kosten fibersteigcnde Mehrertrag wurde den hiesigen Armen iibsrwiesen. Ueberall sprach sich das Gefühl der tiefsten Ergebenyejr mid ».)111[)«*111g11cl)keit an Naffau's vielgeliebten Beherrscher auf die 1111Verke1111barsie Weise aus.
O 1 st e r r 1: 1' ck.
* Preßburg, dyn 7. Juni. (Aus der 91111". Zeitung.) „Vorgestern Vibemds 11111 7 11111 ist der Polnische General Dwer- 11izki, in Begleitung 111125 s111111' Vldjutanten und eines Kaiserl. Königl. Ritrmcißcrs 19011 .iiaiserHusaren, iibcr Tyrnau hier em- getkoffcn und 011 ("2511170911 zum grünen Baum abgesiiegen, wo er einige Tage verweilen wird.
Italien.
Rom, 0. “4711111“. 2311“ Fiardinal Pro-Skaats-Secretair hat unterm lstcn d. M. folgende Bekanntmachung 1111 die Bemohner dcr chationen cr111ffe11: „Dicprovisorische Einrichtung, welche die
- Regierimg dicser Provinzen wegen der levten Begebenheiten er:
halten mußte, indem sie von- dem übrigen Kirchenstaate bxinahe getrennt werde, nähert si111 ihrem Ende, und es mussen 1111111111
mit Uebereinstiii11111111§1 der Ansichten und Handlungen „die Wege erleichtert werden, damit der Vergangenheit ]ene bessere Zuinnft fOLZT, die der heilige Vater aiim Unter:
thanen ohne Unterschied verschaffen will. Mit dem Aufhören dcr geg9111oartiZc11 außerord811tliche11 Verwaltung treten wie frfi- l)er wieder die vier abgesonderten Leaationen cin; jede derselben wird in ihrer resp. Hauptstadt 112111311911 und künftig von einer aus vier Pcrsonen bestehendenRcsi1111115111:.Konnnissi011rcgiertwerch, von Omen die eine in ihrer Eigenschaft als Präsident den Titel Pro: legal féihrcn wird. Diese .Konnniss'ion vai iibcr alle öff91111iche Angclqzwxbeitkn 311 entscheiden, und _alle Mitglieder derselben [111- 11211 berathcnde Sriinmon. Bis zur Einfiihrung eincr nenkn, fiir den ganzen ("5111111 916117111 111113 der allgemeinen Tendenz entspre- chenden J111“111:Bc1'1v11111111g wikd dic jetzt 11es131)e11de in Kraft blei- ben, und die 111 diescr IZI-czielmng dem anßkrordcntlichcn Kardi-
- nal:Legatci1 111111111111 Befugniffc bleiben 111111 iibertragen, ob:
gleich seine L*:garion aufhört; wéitejrc zeitge11111'ßc »Maaßrxgeln stehen EUS.) 111 k111'ze111 bevor; es 1v1rd kcmc Sorgfalt “1311011111 wekden, 11111 das 11011 den Umständen verlanßte Gute zu Jede Bennidnng, dic1es wichtige Ziel_ zu e1rei1hc11, wfirde abcr s1'111i1tlos set)11,__we1111 dic dfscnt; liche O1d111111g nicht Vor mum Angriffen bxwadrt ,“ Betvohucr dcr Legationcn, 111111) ist ein verdervi-cher Parrsigem und 1721" 3511113 311 111111v111)e11d811 Neueerjgen 111 diesen Promnzcn nicht ganz erloschen; 11.111111 ach dxdse Gtimnmmg nicht den Ge- ftil)l1*11 dcr Rckigion, Snbordinatioji jmd desUFrtedcns Play macht, ist Eure Hoffnung auf Gluck und Eintracht vergib- 1i111.“ Nm Schluss folgen die Namen der Mitglieder der Regre- r1111gs-Ko1n111issioncn der vier Legationen Bologna, Ferrara, Ra: vsuna 11111) Forli. _
Spanieü.
Madrid, 7. Juni. ' ,. „Am 20. Mai litt in Granada Donna Manana Pineda , Be- wohnerin dieser Stadt, die Todesstrafe. 521111 13. Marz wnrde
Die hiesige Hof-Zeikung meldet: '
5
wird. '
sie in ihrem HLM? von der Polizei überrascht, die bei ihr eine zurmHälFte'gefttckte revolutionnaire Fahne und andere ähnliohc Gegenstande fand; “) durch die NachsUchungen der Polizei und den Verfolg des Pxozeffes vor Gericht ist das, Verbrechen dsr Donna Mariana Pineda vollkommen erwiesen worden, Wenn auch die Bestrafungen an Frauen schmerzlicher sind, als an Männern, so sind fie dennoch zum Abschrecken nöthig, 311111111 sei1- dem die Nevolutionnaire den niedrigen Kunstgriff gebrauchen, zum Werkzeuge und zum Schilde ihrer schlechten Pläne Oasis- nige Geschlecht zu machen, das weniger vorsichtig und am mci- sten geeignet isi, fremdes Mitgefühl zu erregen.“
Türkei.
Der Courrier dc Smyrne meldet *aus Alexandrien vom 10. leril: „Vor mehreren Tagen ist Jbrahim-Pascha, d1*r S01ck11 des Bice-Königs, hier angekommen, wo man die Floxte dcs G'coß; herrn unter den Befehlen des Kapudan-Pascha erwartet. “.'-"1311, erzkrznft des Türkischen Admirals hat den Zweck, mi: dc111'E-115; Komge die Maaßregeln zu verabreden , die fiir die chanisirnUJ Verschiedener, gegenwärtig unter der Herrschaft rebelliscHer Pa: scha's stehender Theile des Reichs zu treffen sind; l'USNsOUdLTC
bayd§lt es ßch um das Paschalik Bagdad, gegen das Meh-Umx- Wi Befehl erhalten hat, 8000 Mann Truppen marschier 311 lui“:
stk]- Dkk KapWan-Pascha wird in Kairo vom Vicc-Königs 111 sMkm Palafte Skbubra empfangen werden , wo man 111 die;"c1x1 YUIMN'Ü YUÜÜUM zu seiner Aufnahme trifft. » Ju Ile»: "" werden Ml Truppep auSgehoben , was eine siarke Auswan- dxrung uniseyden Lirab1schen Landbaucm veranlaßt, die sich, so Vrcl W:L„mogitch, de,m Miiitair-Dienstc zu entziehen suchen 27161111; stens Wlkd M1 zweites Linienschiff vom Stapel gelassen und (“111
Arsen?! herrsxht diggrößte Thätigkeit. Das ganze Augenmerk des B1ce'-Koni,gs ist auf die Vermehrung seiner Marine gericH: tet“. D1e zw1schen Alexandrien und Kairo vertheilten Streit- krgfte, Werden auf 50,000 Mann regulairer Truppen berechnek, 11aml1ch„40,000-Mann Infanterie und 10,000 Mann Kavallerie. Der .Was-„Konig errichtet auch seit" kurzem eine Ehren-Garde von 1000 Mann, Außerdem sind einige Regimenter in Obsr- 91egypten1erstrcur, und 8000 Mann stehen als Garnison in Kan: d1efn.70F01(e) 8Yndmachu ?NehemZZAli's beläuft fich also ungefähr au , ann , un die arine wä mit un 1 '
Schnelligkeit.“ ck| g WNW“.
Brasilien.
„ Die Times giebt in einer ihrer neueren Nummern folgendes Pr1vatschreibcn aus Rio-J an eir ovom13. April: „Der ersieWt des politischen Drama's, dem wir hier seit 5 Wochen beiwohn- te11, schloß mit der Abreise des Kaisers, und ein neues Dase1)11, ww die Brasilianer sagen, bietet sich den Freunden der Fieideic dadurch dar, daß_ der in Brasilien geborne Sohn des Begrün- dexö der Unabhängigkeit und Freiheit Brasiliens den Thron bestieg. F11r eme Zeitlang dürfte auch der neue Monarch populärer sein"„ 1111; sem. Vater, dessen großes Verbrechen es war, daß er in Porm: gal geboren wiirde! -- Welches auch Dom Pedro's Mängel „qe- wesen seyn'mogen, - er hat viel für die Freiheit gethan. Lilie, die Brasiliens Freiheit lieben , sollten nie vergessen, das; ohne ihn dieses große Reick) niemals zum Besitz seiner
Unabhängigkeit gelangt seyn würde, ohne auch die Bci: den zu empfinden, welche die Spanischen RepubiikeU oer
usain Welt heimgesucht haben und noch immer heimsuxch. Es 1si der aufrichtigsie Wunsch meines Herzens, daß er 111 E11: ropa weniger Undankbarkeit finden möge, als “er hier selbst, 11911 denen erfahren mußte, die er aus dem Staube hervyrzoxi. * -- Der zweite-Akt des Drama's begann mit einem “1'6 ])1-211111 1.111 Gelegenheit der Thronbesteigung des jungen Kaisers; ich 111111111 indessen, daß er nicht lange regieren wird. Der neue Monarch und seine Schwestern werden bald nach Europa gesendct werkvn, i_md auf diese Weise wird sich der zweite Akt schließen. Dx-UYLU: yang des dritten wird eine ganz neue völlig republikanisckye Scene 111achen, und alle Auftretende Werden, mit Hintansesimq der Baterla11d811'ebe, nur im Interesse ihrer Gottheit, des Eyrgéizes, handeln, ohne zu bedenken, daß sie die ersten Opferwerden dar“,“: ten. Wer kann, wenn eine solche Ordnung der Dinge eintrixx, sagen, wie lange er hier zu bleiben gedenkt? Ein Land, in 11-11- che111 Eci Drittheile der Bevölkerung farbige Leute und „111151:- theils Okiaven" sind, trägt schon den Samen der Zwietracsot 111 sich, und-1ch furchte, daß man hier nur zu friih Scc'nen 120111 werde, 1v1e sie St. Domingo mit seinen Christophs und Petions lieferte, .. ' Ich werde sie nicht erwarten.“
-- Nachmchten aus Bahia vom "19. Aprilzufolge, hattengr111';c Menschenmassen in der Nacht vom 5ten April die dortigen 3311: den angegriffen, die sich meistens im Befilz von Portugiesen dc: finden, und 30 der Lesteren ermordet. Die Portugiesen 11110): teten an Bord der Schiffe, mit ihren Familien und 5211112111, was sie nur fortbringen könnten. -. Am 29. April brachen cdendasrwn wegen der Ermordung eines Brasiliers durch einen Pomxtgicsm 11eucUnruhen aus. Der Pöbel erbrach a11e“Wci11: und Oxl- Magazine und zerschlug die Fässer auf den Straßen. -- Zu 51011“: 11a1nbuco war man am 29. April ebenfalls vor Unruhen Oesorgt.
Inland.
, Berlin, 22. Juni. Aus Haidexstadt vom 10.75.1101 1111111 geschrieben": „Unseorer Stadt ward heute das hohe (Jimi 511 T1)e1l,„Se. Komgl. Hoheit den Prinz Wilhelm, SOHN C1". Manstatfynichß vielgeliebten Königs, in ihren Ykime'xn zu se: hen. Hochytdtcxelben trafen heute Nachmittag 2 1101“ hier 1111 1111d“g§ruhet-en, 1111 Gasihofe zum Prinzen Eugen «111,1111'tc1'g1-11. wo; selbst 1111) du Ykilitaiw und Civil-Behörden zu dcffcn C'111pf1111gc v'exsanYnelt hatten. Nach beendigter Mittagsrast], 1110311 1221111111“: 11cke thbsoffiziere, ingleicheu die beiden Präsidenten des 111111“: 9111 Komgl. Ober=Landesgerichts, so wie der zeitige *))?axiésimrs:
;_Oixigcnt, zugezogen zu werden die Ehre hatten, fand die' 355111- 1191111111 der [)m- gam1son1renden Truppen, aus 2 C'öcadrons des
; ;_;rcn [111111n111-R1g1111ents bestehend, statt, worauf “Sc. Kdnigl.
Hoheit die hiesige Domkirche in Augenschein zn 1180111611 11111111: ten und “:'(bendé 81113111, von den herzlichsten Wünsche:: dcr'Iiir: 8906131177 k1e'111e1tet, Ihre Reise nach Quedlinburg 1111111151111.
»- Mit dem heutigen Tage kann der hiesige Wollmarki als beendigt angesehen Werden. Es wurden in diesem Jahre im Gau: zen ungefähr 22,000 Ctr. Wolle an den Markt gebracbi; dazu kamen circa 2000 Ctr. als -Bestand voin vorigen Fahre. Dxc zermgere Zufuhr im Vergleich zu der voriährigcn ent; stand. theils daher, daß in diesem Jahre weniger Wollc, als, 1111 vorigen Jahre geschoren wurdc, größtentheils- abcr, weil bereits vor der“.Schur viel Wolle verkauft worden war. Wiewohl die Haupt-Zufuhr an zweien Tagen, den 181-211
*) Vergl. das in Nr. 170 der Staats-Zeitung befindliche Schrci-' ben aus Madrid. ' '
anderes Von 120 „Kanonen auf die Werfte gebracht werden. Im .
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