die Ebene herabkommen sah: „ „DerHerr hat' sie in unsereHéinde ge- l'kfkkk-“M (Hört, hört und großer Beifall) -- Nachdem Lord John Russell seinen mit großer Aufmerksamkeit vcrnonnnenenBortraZ be- e11digt hatte, nahm Sir Robert Peel das Wort und erklarte, das; er sich 1131 nur erhöhe, um einige wenige Bemerkungen zu machen, welche, wie er hoffe, allen 5 «111-sien zusagen WWU); rr bk'halte sich vor, iiber den vorliegenden GMTUÜUUÖ spaterhm seine Meinung abzugeben, De? edxe Lord, welcher den ?l11_trag gemacht habe, befinde sich sehr 1111Jrrtl)11111,_11)ci1n er voraitsieize, daß man zugeben wiirde, daß eine so wichtige Maaßregßl ms Comité geben werde, ohne daß man sie vorher emxr sorgsamen und bedächtigen Exbrterung unterworfxn habe. (Bchall 13011 der Opposttiou.) Der edle Lord babe seme Rede 11111 der Bemer- kung gescbkoffen, das; er sowohl allx Ni,“,gl-UULUTL zu,(,é_)1111stcn _der Bill, als auch die wesentlichsten 0'1111v11111_gegen d1e[elbe amge- 3111111 hatte; aber er (Sir RobrrtPeei) 110119, daßder _1:d_le _Bord ibm und seinen Freunden erlaubep w11rde, ihre (2111111111113 1111111 Vorzubxitigen; für 1131 habe er mdeß 11111111 a11dece11 2151111111), 1116 [“ein Gesuch um cine/_vollko111,111e111:, 11911: 1111d'b1lltge Erdrtd- 111113 vorzutragen. Er ware„ bere-11„wc1111 du's 11111 de/r 111111911107 11111 Meinung des Hanses 11be1e111sti1111111', d1e D1skuff1-s11 erst bei dem zweiten Verlesen der 23111 1111111111211111211. Zn dsr 1113011515111: la111-.*111:“::Sesfion 1111111 man d1e Erian-Hniy gegeben, „ch Bm 1311111: Vibstinnnung einzubringen. Das Haus d1111e 111ch1 1311311011, daß Se. Majcsiat empfochn babe, diesen Gegenstand zmig imd aufmxrksam in Betracht zu ziehen. Dieses, v21b1111de11 11111 de11 Gescbästen des HauseS, v1111ulaffe ihn, sich jeder Opposition bci dkr 1111111S1ation der 23111 zu enthalten und zuzugeben, daß dieselbe, obne dariiber abzusti111111en, eingebracht werde. W111" diss die Meinung mehrerer Mitglieder sei), so halte er es fur höchst überflüssig, eine Debatte zu beginnen, die 6 oder 7 Ilbende danern könne und kein Abstimmen zur Folge hätte. Er wider- siche dcdbalb auch der Versuchung, welche der edle Lord ibm dargeboten habe, auf einige Theile seiner Rede zu antworten; 11111111 11 aber auch jetzt sich der Erwiederung enthalte, so durfe man daraus nicbt folgern, daß er das gen zu antworten, welche auf ihn und "Andere, die 111 der Oppo- sition gegen die Maaßregel vereinigt seven, anwendbar wären, aufgäbe. Er wünsche 11111 eine vollkommene 1111d ausricbtige Diskussion, aber er erklärt, das;, wenn diese stattzzesunden bade, er auf das Abstimmen iiber die zweite Lesung 111111119111 werde (“Beifall von der Opposition). C'r hoffe daher, daß der edle Lord dem Parlamente Gelcgeuheit geben wiirde, reiftick) zu beratben, bevor abgestimmt wiirde. Er verlange keinen u1111ötickige11 Nuf- scbnb, sondern nur eine angemessene Zeit, 11111 gchdcig iibcrlegen zu konnen. Ehe aber das Haus zur Disk11ssio11 '1111fge'fordert wekde, hoffe er, daß es von ,den-Älbsicbten dcr 9101111111“ 111 Be- zug anf dic Reform-Bills fur Irland und Schottland 11111e1“: richtet werden würde. Des Königs Rede habe dem Hause_ 8111111011011, die allgemeine Rcfonn-Frage 11111 Bezitg 11111 Jkland und Schoitland sowohl als auf England 111 Bc- 11111111 zu ziehen; und wenn das Haus das Versprechen er: 11111111 wolle, welches es 111 der Adresse gegeben habe, so set) 15 1111101111111, nicht etwa die Bills 111111 11113511 Vorzi111eb111en4wobl abcr 4111“ das «1131111115111, W116 111 Beztig auf Irland und «111011- 1111113 vorgenommen wnrde. Der Redner druckte scbließlicb noch dxn Wunsch aus, daß der Lord 1111111 Tag fiir die zweite Lciimg 1111111511“: Möge, der entfernt genug 1111, 11111 die Bill gehörig zu c11v1111911, und 1111111111 1111111111, um den öffentlichen Giescbaftcn Eintrag 111 thun. In der Zwisckeuzeit, bxxffe er, werde der edle Lord 1311151511115 von "den Absichten der Minister 111 Bezug auf Jx'iand 1111d Sabottland 111 Kmntniß sech. -- Lord John 2111111111 erwiederte, daß er sehnlich wünsche, 11111116 Anderes 311 1111211, 1115 was dem Hause gmxbm set). Ec beabsichtige, die zweite Lcsakg «111-,; 11äck1f1111Dd1111erstag festzusctzsw, (119111, 1113111, 111111, von der Opposition). Was Schottland und Irland betreffe, so ql«*.11'.-1' er nicht, daß es bei dem gegenwärtigen Zustand derfpar- 111.111*11:.11'1111).-11 Geschäfte vortbcilbaft 1111 Irland 111111 1v111dc, dZo mendjstbe Bill 11111 der Englischen zugleié) 111111111111111111. Dm: sehr cbremvertbc Sccretair 1111 Irland und der Lord =?id- vokat 1,911 Schottland seven 11111 den B1l15111r dic 11111111111111L1111- de! 111111111191, imd wenn es d1e Absicht der Ministry wäre, die Bibs- 11011) im Laufe dieser Session 111131211111131111, so wiixdcn sie gciwrize Mittheilung davvn machen. Sir Robert Peel er- klaxte, daß es durchaus nicbt seine 9111111111 1111, eine C'xbrtcrimg ;11vcra111affen, die irgend eine „Meimmzs:Verscbicdcndcit 1111: voyrnfen diirfte; Alles, was 11 1110111101, set) cin freundschaftlicbes U,:Izsrcinkonmnn. Er glaube, das: das, Was er vwr;xescl)l11- gen' babe, ganz vernünftig und bei Bilk; dieser, 52111 ge: b1ä1.111,1ic1) set). Solche große und wichtig:? Bcrändcmngen 111 der Constitution des Landes so ubekeiit vorzunehmei], diinkc ihm mit einem billigen Yerfahren k1111111 vereinbar, 11111) er steile es dem edlen Lord anhxnn, ob er die zweite Lesung der Bill nicht lieber bis Montag uber, acht nge, verschieben 11311119, Er frage ferner den edlen Loxd, Wie es mogwck) sti), die Frage der Cn [111111111 Reform zu eroctern, ohne daß da-z Haus etwas davon wiffe, was durch die Jrlmidiscbe Bill beabsiibtigt wiirde. Dcr edle Lord habe gesagt, 1111111 möge eine FolZernng 31111111, welche 1111111 wolle, so viel sel) gewiß, daß eme Ver111111d111111g der M11.«,1ieder dieses Hauses e1111retc11 11111171“. Aber es 111) in der Xbak 11111 den billigen Gebrxiucbrn des Hauses 1111111 1111111191111), da?: 111.111 die Reductionen fur E11gla11d festseize, obne 3119111111 311 wissen, was mit den anderen TYilrn dcs »ereinigtenG-Zni.“.rcicbs gesWcize, Dkk Kanzler der. «(1311151111111111'1 11111111? sick) be- reit, die zweite Lesung der 20111, 1111311111 Mrntagc wersibicben 111 11111111. Herr Stanley (Se-xretaxwiur Jxland) bark.- 111111) 11111116 dawidi'r, daß die Jrländnch Bill dorgecht 1ve1d1, 111118 das Haus darauf besteht, sie 1101 M 1111111111 Lesung 111“ 11111“; =“.x1f ÉU-chmd Bezug babeydcn 2311! 111111111 111 1e111111 "Da Sir R, Pré! 11111 diesen Erklarubgcn 31111111111191111111 sicb 3111111, 1"o11*111de d1e C'i11b1ing11ng dcr B1lloih11e 911111111111111119 9111111111 111117 die zwxitr Lesung auf Montag de_11_/1. “);-„1111 1111101151, _ London, 26. Jimi. CMO “111151 odcr dre? Tagen 11111111: 111 1111111, die Entschließung des 5P1111ze11 Lcox-Nd 111 Betryff dcr Belgistbcn Krone 311 ver11el11111'11. ,
Dem Courier zuf01g1, isi demselben d111ch cinen 1111111 11111 1111111011111 versehenen, jedoch deni ?11111111111e 11ach von wobl U11- terricbtctcr Hand kommenden, Brwf Meldung von einem Plane zngekommen, der zwische11 dem Svanischcn („5311111111111 und dem 521151111111 D, Miguels b&xbxn soll, Namens ihrer Herren dem Lord Pajmerston eine" :rstellmig des ,Bcnchnwns Frankreichs gegen Portugal e111311ya11d1'g111, und zwar 111 dexHoffnung, 111111111111: keit zwischen dem Engl1schci1 und dem F1a1izostschc11 Mi111ster1um 311 stiften. Der Courier halt 16 nicht 1111 unwahrscheinlich, daß es s1ch wirklich so veri)a!1e11 1111d dic Saxbc 111, Zusammenhang 11111 den vyrsch1edcnen Fragen stehen mochte, die (Bras v. Olber- d1111 vorgcstern dem Gxafen Grey aber den gegenwartigen Stand der 11o1111schen Angelegenheiten gethmx, und welcbe dieser unter d111 vorwalecnden Umständen 1111111 entschieden beamworten zu
diirfen glaubte.
Recht, auf die 9111111101111: ,
1134 Niederlande.
Aus dem Haag, 28 Juni. Wie man dernimnit, hat die erste Kammer der Generalstaaten in ihrer gestrigen Sisung das Anleihe-Geseß angenommen. ,
In diesen Tagen ist wieder eine Fcldbatterie von,.Herzo'gen- busch nach St. Oedenrode abgegangen; es sollen sich ]eytbci der Armee 8 Batterieen Feldgeschfixz und 5 Battexieen re11111der-Ar- tillerie befinden; auch heißt es, daß man thätig daran arbe11et, um das Gesch1115 nötbigcnfalls noch zn vokmchren,
Am 19te119lbe11ds waren wiederum 8 oder 9 bewaffnet; Belgier in Dorf Hooge-Mierde gewesen und hatten vom dorti- gen Prediger und von anderen Einwohnem Lebenßmittel gefor- dert. In Tongern befinden sicb, wic 111a11-sc1g1, noch viele, aber äußerst schlecht disciplinirte Belgiscbe Truppen.
Brüssel, 27. Juni. In der heutigen Sitzung des .Kon- gresses wurde das Gesetz, welches 1111 früheres Dekret 111 B1- treff der Eides-Leistungen nnd der dabei zu e11trick1eudenGeb11b- ren aufhebt, 11111 102S111111nc111313111118a11ge1io111111e11. Der P räsi- dent verlas hierauf eincn Box;“cblaz des Herm va11W'11'c11111, dcs Inhalts, daß man den 9110111711 dc'c 111151vä1'tigc11Viugclegrnhciten ersuchen möchte, sicb zur [)11111;1911 Sißtmg cinznfindsn, 11111 115111 Kongresse nber die B111chte dcr Deputation und der Konnnisa; 11111 der Regierung, sowohl in Betreff des Prinzen von Sachsen: Koburg, als der Unterbandlnnzxen 11111 der Konfmvuz, Mitthcinm- gyn zu machen. Da dieser Vorftblag vo11 mehreren Seiten 1111- 111111131 wurde, so entwickelte Herr va 11 Mecnen denselben 111 kurzen Worten, indem er darauf hinwies, das; der Kongreß a111 3011111 d. einen wichtigen Entschluß zu fassen habe; um sich 111111 darauf vorzubereiten, und 11111 1111111 1111112111 zu Werke zu gehen, oder die Emstbliesmngen wieder 11111 einige Tage verschieben zu miiffen, set) es nothwendig, sogleich zu verycbmcn, was der Mi- nister dem Kongresse mittheilcn 1611111. 5,1111 91. Gendebic-n unterstützte den Vorschlag, welcher de11111éicbs1 11119111111111111'11 wurde. Mittlerweile wurde noch 1111 Voiscblag des Herrn Bilainxljlk, den Minister des Innern aufzufordern, cinen Gcscß: Entwurf iiber die Provinziai-Orgauisation vokzuiegen, fast 111111111111119 1111: qenommen. Da der Minister sick) eingefnnch nnd Herr van Mecncn seimn friiheren 5211111113 wiederholt hatte, so 21: griff „Herr Lebeau das Wort und. äußerte sich folgen- dermaßen: „Meine Herren, es scheint 11111“, daß ein Theil des eben gehörten Vorschlages anf 11119111 thatsächlicben Jrrtbnm beruht, Es wird nämlich voraiisgesekzt, das; die K1311greß:Dexu: tation mit der Regierung 111 Berubrung stehe. Dies ist ein Jrrthnm. Die Deputation ist von dieser Bcrsamniltmg 1111111111 worden und hat von ihr Befcble 1111d Instructionen crhaltcn. Sie ist nur dem Kongress 111111 kbccm „Verfahren Rechenschaft schuldig. Ich stehe durchaus in keiner Bernbrung mit irgend einem Mitgliede der Deputation, und keines derselben hat wc- der in seinem noch dem Ramm seiner Kollegen irgeiid etwas an die Regierung gelangen lassen. Urtheilcn Sie 111111 selbst, ob, wenn Ihre Deputation Stillschweigen beobachtcn zn miiffen glaubt, meine Vorsicht der ibrigen gleichen muß, und ob dem Minifier nicht dadurch die Lehre der Bebutsmnkeit gegeben wird. Jeb babe dabei“ nichts Über die Schritte der Kongrcß-Deputation zu sagen. Was dic Konnniffaricn dcr chiekung a11be111ff1,_so zm": gen mir ihre letztrn Depeschen 1111, d.:isx 1111111 111111) unterbunden. Die Untervandlungen haben fick) 1111111 auf die Fragen allem bc- scbränk't, a11f ivelcbc wir grf«1,.1 111111111, so11d1-1n es smd 11011) P1111k1e von sehr 3111111 Bcschaff1111ckeit 3111“ Sprache gekommen, und diese sind noch 1111111 erledigt. 1111111“ dicscii 11111111111dc11 bc: finde ich mich 111 der Ll11111dglichkcit, d1111Ko11gr-3ffekir-ge11d 11111115 111215111hcile11. Wenn 111) etwas Bestimmtes a1izitze1ge11 gehabt hätte, so wiirde ich die Aufforderungen der rl)re111vci'tl)e11 Ver- s1111111111111g 1111111 abgewa1111 haben. Ick 1111111: die Lage dcß La11-_ dks, seine Unruhe, die Acngstlichkeit, 11111 drr 91“; 111119 BW? 11111 die Unterhandlnngen ricbtct, 11er 11111111 dieselbc-n 11111115231111111111- tes darbietcn, so ist es unmöglich, das Stillschweigen zu brechen, 11111111 1111111 nicthesabr [111111311 will, das Schicksal derseibcn artis Spiel zu sech. Wenn wir, 1329211 1118111 E'kwartcn.8111111111111111 Yinfschb aukgesrtzt wurden, so werde 111) 111161) 1111101141311 Bc- weggriinde zur Kenntnis? zu bringen; aber da 111111111111119111111'111 ?angang der Vericka11d11111g111 vorhersxben 1111111, [11 1111111 111) e111 Schweigen beobachten, Welches der Klugheit 1111d dcn_y.1rl.1111111: tarifchcn Gebräuchen angemcffen isi.“ (DW weitere 5311111111111111g dieser Verhandlungkn 1111111111 wir uns, wegen Ma1.g11s 1111 Raum, auf mocgcn vorbehalten.)
Türkei.
Nach einem (von der Schlesischen Zeitung 11111ge1beil: ten) Priyatschreiben aus Odessa vom 91111 Juni hatte 1111111 dastlbst dmc!) e111 Dampfsxbiff Nachricht?" aus Konstantinopxl vom 611211 d.M.e1balteu. Sie melden, das; di? T111kksche “Flotte am 31111 Juni die Anker geliebter babe, 11111 die Darö.111elie11 111 passiren. Der Sultan s11bs1 hatte sich, nachdem 1“: einen Stel!- vertreter ernannt und 11111 dcn 1115111111111 Völlmarbtcn vexscbcn batte, 11111 dem Admiral Halil Pascha an Bord 111116 Kriegs: schiffes beZeben. - Man glaubt, daß er die Flo11e bis Galli: voii 111 den Dardanellen begleiten nnd hierauf 1,11 Lande wieder in seine Rsidenz zuriickkcbryn werde. -- Der Gesundbeitézustand Konstantinopels war befriedigend.
Inland.
Berlin, 3. Juli. 9111?- Stettin scbreibtn1a1111111er1n1ste11 d. Heute Nachmittag, 311111111111 3 und 4Ui)1*, fand die feierlicbe Besten: tung der irdischen Ueberrestc des Hr11.Ober:P1äfidc111en ])1*.S11ck Exccllc'nz, und zwar 11.111) deffm 111cb1111als gcäußertem Wunsche, 111 111111111, 111 der Oberwieéc“ bci Stettin belegeiicn (cbemaks Bel- 11)11sr111'che11"1 Garten 111111. Scho11 111 dkr Mittagsstunde zeigte das 3311111111 aller Glocken 111 der Stadt die bevorstehende Traner- 1901111111111 1111. U11d als die Stunde der Beerdigung 1111111111, scHt-x 1111) der Zug, ebenfalls 1111111 dem (5111111111 aller Glocken, 11111111111er Stelle in Bewséznug. Drm Chor der hiesigen Stadt: Mnsikanten, welche das:; Lied: „Jesnsmeiiie Zuversicht“ 1111111111, folgt: der Sarg, auf deffen Dyckel d1e Orden dcs Berstdkbencn auf einem schwarzsa111111tnen .Kwffcn "sagen. Die vier Zipfel des Lcichenmchcs wurden von 4 919.111'1111195-Referendarien getragen. Den Sarg umgab d1e Dienerscbaft des Verstorbenen und dar: auf folgte, gefiihrt von zwei Geistlichen, der Ober-chierungs- Rafi) Focke, als nächster anwesender Leidtragenden Diesen schloffen sich die gesammte evangeiiscbe 1111d katholiscbe Geistlichkeit an und hinter derselben folgten die s11111111tlichen Königl. C1v11:Bea1nte11 und Militairs, theils 111130111019, 1111115 in Deputationen, Dcpu: tirre der Stände und Landschaft, des Magistrats, der Stgdtver- ordneten, der Kaufmannschaft, der Schiiscngilde, des 01111111111- fiums und eine große Anzahl hiesiger Bürger, ohne weitere be: stimmte Reibefolge und Beobachtung einer Rangordnung, so wie Zufall und freie Wahl die sä111111111chen Anwesenden, yon denen Niemand zur Beerdigung eingeLaden war, zusanimengcfiihrt hatte.
An der Gruft angelangt, hielt der Konfiftorial-Ratb 01.91; ter, nach Vlbsingung der ersten drei „Verse des obengedachten L' des von Seiten der Seminaristen, die Trauerrede , 111 Wem, das lange thatenreicbe Wirken des Verewigten , seine unersch" terliche Liebe und Treue für König und Vaterland, seine n, G'attenliebe, sein alle Menschen wohlwollend u111faffendes Gemü und vor allem sein kräftiger, biederer und religiöser Sinn , vorgehoben und den sichtbaren Ueberresten des C'ntscblafenen dj jenige Ebro gezollt wurde, auf welche er durch sein irdischesu mit Gottes Hiilfe fegenSreiches Walten einen so egriindeteny» spruch sicb erworben. *- Eine tiefe Stille herrs te 111 der 11 reichenVersa111ml11ng. - Allgemein rind schmerzlich wurde [ große Verlust empfunden 1111d zahllose Thränen folgten dem schlafenen 111 die stille Gruft. -- Friede sei seiner Asche! _ -- 91111 26. Juni erl1'11 die Universität Breslau einen ab maligen Verlust durch den Tod des Direktors der Universitä Sternwarte, Kanonikus und Br*of. ])r. Jungniß.
* *
Cholera.
Kn Dauzig erkrankten 1111 der Cholera vom 27. bisz
28. J11:11 “.)9 Personen, cs 9111111111 5 und starben 17. 22111111 «kranktcn 22, es genaseu 6 und starben 20. Bis 11 3011111 erkra11k1c11 “26, es genascn 9 und starben 19. E13 11311 bis dahin iiberbanpx crk1'a11k1 526 Personen; von dieset'i sind , siorben 879, 111 der Rckonvalcscenz 79, noch 111 der Behand[ 68. Bis zum 29. Juni 9111111111111111-„6 waren in Danzig 0.1 spekkt 340, wiederum entsperrt 70, Und es blieben nocb gespu, 270 Wobmmgcn. Wie sic!) die Krankheit in den ersten 4 1, cbm ihrer Daner 111 den verscbiedenen Stadttbeilen succesß verbreitet hat, geht aus nachfiehe11der NachweisUrig näher hervor.
Nach den 1111111111111 eingegangenen Nachrichten sicUt sich' Zahl d€1 Erkyankungs: und Sierbcfälle, so weit sie der Cho[ zuzuschreiben siiid, im Neustädter Kreise, bis 1110]. den “261 11. M., wie folgt:
11111 kr!“ z
iiberhaupt erkrankt
40 1 15 2
genesen gestorben 1111 Dose Rahmel vom 13. JUni 9. ab im Dorfe Sagoröz vom 15. Jmii 11. ab im Dorfe Sch111klzvo1n 22. J11111 1'. ab 1 1111 Vorwerk Jobanns- dorf v. 2). Juni 13. ab - im Dorfe Brück vom 19. Jimi (*. ab 1 im Dorfe Pierwoscbin, vom 20. Juni «. ab : 1 Unter denen 1,11 Dirscbau 111 Kontunmz gchaltenen Perso bat sicb bis 1113111011) kein Erkrankungsfall ereignet, obgleich m rere dckselben bereits länger als 14 Tage darin befindlich sind. 91111 Men d. M. 911113 hier 111 Berlin die Nachricht ein, 111 dem Dorfe C'ichwerdcr bei“Wrieize11 a. d. Oder zwei Edele 3111111111 1111101“ der Cholera 111)11liche11 Erscheinungen erkrankt 11111 Der 1101!) selbigxn Tages vou bier dorthin gestbickte Llrztfandbé-
- 1.“
„Ekkcaukte nicbt 11111: bereits völlig wieder hergestellt, sondern 1-
111111211 Unterfttchng ergab aucb, daß beide nur (111 zufällig Magcnbcsämvekden 1111111111 battkn, die 111cbt die m111deste 011111 11111 sicb 1111111111. 211111) von den 11b11gc11 Einwohnern chW fcs war Niemand crkrankt.
Dieser 1111 sick) 1111b1d1111e11de Vokfall wird bier 11111 1111) 121111111111, weil 111111) 011 111111111511 Besorgniffe beim Erscbeimn . 111 jkd1111 Jahre v:»;ko111111e11dcn gewöhnlichen Brech-„xurcbi cutsxrbcn 1111111111, weshalb wir 213 111111) für passend halten, dicseericgechit 11111 die Vor 111131111 (bci CoSmar u11d KW!“ 1111111111111? Säx-rift dcr Herren Doktoren Horn und 1- 1111 aufmerksam zu macbvu, 111 welcbcr auf den 111111111" „311111111111 dcr bSSartigen ?isiatiscben Cholera und dem bier, bei ders iin heißer Jabrcszeit, eintretenden Brechdurchfall hinge 1111 11 .
*) Diese Nackchisung werden wir morgen mitthcélen.
Könikllikbk Schauspiele. Momtag, 4. J11li. Jm Opernhause: Heinrich 11". ' ster Tbcil), Scbaiisp1'el 111 5 ?ibtbcilungen, von Shakespeare. Dicnsixg, 5. Juli. Jm Schanspielbanse. Zum C'rsiemn' Lcicbtsiim und Liebe, oder: Täuschungen, Lustspiel 111 4 911 lungen, von Bauernfeld. Hieranf: Dic Pagen des Herzogs Vcndömc, Ballet 111 1 Akt, von P. Taglioui. 1:-
Königstéidtiscbes Theater.“ Montag, 4. Juli. Graf Schelle, Posse 111 3 Akten. H auf, 311111 erstenmale wiederholt: Der UnqliickS-Gefährte, spicl in 1 Akt, frei nach Théanlon, von L. Angely.
ÜuswärtiZe Zörsen.
Ümster-Lam, 28.31.1111. Kioöor]. 771111]. 861111111 37.1. [(aa-43111. 14. 111131311. 7831.
92311111. ;
]1311111111'Z. [. 111111. 0631611". 59101:. 111131111]. 81. “41111113 (ZIL. KUSS. FUF]. 111.11]. 88. 11111511. 11111. 111111111. („)(-111. BZF.
13111110 11611011 1 ['0111. 85. ])1111. 551
. »Misn, “LZ. 1111111. 511701". 11121111]. 80.1'5. 4111'06. 69. ])111'1.-011]. 11411.
Bcrikbtigung. Im gestrigen Blatte der Staats-Zeit" Seite 2, Svaltk 3, Zeile 58 von oben, anstatt: „Unsere Rt rung konnte den Ereignissen vorbeugen“ lies: „Unsere Res rung konnte den Ereignissen 111ch1vorbeuge11.“
MULL?!"- ZW ZII * UQÜMLUÜMU-
Paris, 27. Juni. 51,11oc. Rente 1.11: 0011191. 87. 90. 00111. 87. 90. Zproc. pr. (3011111. 59. 70. 1111 00111". 59- 5vorc. Neapol- 68. 50. 5p1'oc. Span. Rente perv. 511. „
Franks 1111 a. M., 30.731110. Oesterr. 5proc. Metall. - 79J- 4proe. 681.681. L.;.proc. 42. 1proc. 18. B1. Bank- 1“'.'09. 1205. Partial:Oblig. 114€. 11471. Loose zu 100 Fl.1 “ Br, Poln. Loose 41T; Br.
Nedacteur I o h n. Mitredacteur C o t te 1.
Gedruckt bei 21. W. Hayn“
201“
und Montag, mit = Karten geöffnet, und zwar:
., Mittwoch beim Kastellan abgeholt werden.
DH desfallßgen Meldungen muß, außer der Adresse des 1111111110111 angegeben seyn, " Vikacbmitmgs zu sehen wünscht.
Allgemeine
Preußische Staats-Zeitung.
Amtliche Nachrichten.
Kroni-k des Tages.
. _ Seine Majestät dex König haben dem Garde:S1abs-Ritt- meister und Flügel:?ldjutanten Sr. Majestät des Kaisers von Rußland, Fursten Jtalinsky Grafen Suworoff- Rim- njßky, den S1. Jobanuiter-Orden zu verleihen geruht.
Seine Konigliche Majestät haben den Geheimen .Net-Revi- sionsratl) La111bcr1 Joseph, Krezzer und die Geheimen Jußjzräthe Frtedxicf) LUZng Umbscheiden und Peter Schwars zu be11a11dige11 Sena'ts-Präsidenten bei dem Appella- tions-Gericbtsiwfe zu Köln zu ernennen geruht.
Des Königs Majestät haben den Ober:LandeSgerichts:Rath Ballhorn zu Frankfurt a. d. D. als Rath an das Kammerge- richt zu vcrseßen gerudk.
D“Justiz“;Kommiffarius Bessel zu Bielefeld 111 zum No- tariuö im Gerichtsbeznk des Öber:La11desgerichts zu Paderborn ernannt worden. ,
Bekanntmachung. Die Bilder- und die Antiken:Gallerie des König- jchen Museums sind dem Publikum an jedem Sonnabend AuSnahme der Feiertage, gegen Einlaß-
in den 6 Sommer-Monaten am Sonnabend von 9 bis 1 Uhr und von 3 bis 6 Uhr, am Montag von 9 bis 1 Uhr; 111 den 6 Winter-Monaten an beiden genannten Tagen von 10 bis 3 Uhr.
Wer Einlaß-Karten znr Bilder: und zur Yntiken-Gallerie zu erhalten wünscht, hat ein schriftliches Gesuch, welches nur die Qldreffe des resp. Bestellers, so wie die Zahl der gewiinsch- ten Karten, zu enthalten braucht, bei dem Kastellan des Mu- seums in den hierzu bestimmten Kasten werfen zu lasen, wor- auf die verlangten Karten (jedoch nie mehr als drei auf ein Gesuch) den Bestellern durch die Stadt-Posi zugeschickt werden. „ Die Sammlung der antiken Bronzen und Basen ist dem Publikum an jedem Mittwoch gegen Einlaß-Karten geöffnet, und zwar:
111 den 6 Sommer-Monaten von 9 bis 2 Uhr und von 3 bis 5 Uhr;
111 den 6 Wi111er:Monaten von 10 bis 3 Uhr.
Der Eingang zur Vasen-Sammlung isi durch die Thür dem ehemaligen neuen Packhofe gegenüber.
Die Einiaß-Karten zur Basen-Sannnlung müssen auf die- selbe Weise und unter denselben Bedingungen, welche für die Bilder- und die 9111111e11:(§a11erie hiervor angegeben worden, ver- langt und demnächst durch die resp.Bes1111er an jedem " - In den Bestellers, ob derselbe die Sammlung Vor- oder
Schließlich werden diejenigen Personen, welche die erhalte- nen Einlaß-Karten zu den verschiedcnm Sammlungen des Kö: 11igl.Museums 1111 de111,bes111111111e11Tage nicbt benutzen könnten, abermals ersucht , dieselben 1111 General:Jnte11da11tur-Bureau ab: geben oder gegen giiltige Karten 111111ausche11 zu lassen.
Berlin, den 1. Juli 1831. Generalanteudant der Königlichen Museen.
Zeitungs-Rachrichcen.
Auöland.
Frankreich.
Paris, 27.I1mi. Der Moniteur berichtet aus Mühl- hausen vo11123ste11 d. M.: „Nachdem der König am 22s1e11 der Deputation von Hiiningen sein Bedauern zu erkennen gege- ben, diese Stadt nicht in Person besuchen zu können, zngle1ch aber hinzugefügt, daß sein ältester Sohn seine Stelle erseßxn würde, fuhr der Herzog von Orleans heute Morgen 11111 8; Uhr, begleitet von dem Krieg81ninis1er, hinüber. Bei der 911111äi)eru11g an die Stadt konnte der Prinz- cin scbmerzlicbes Gefühl nicht unterdrücken, als er die einst von Vauban aufgefiihrten herrlichen FestungSWcrkc in Trümmern liegen sah. Gleich nach seiner 9111- kunft musterte er die dortige National-Garde, deren Offiziere größtentheils Veteranen aus den Jahren 1792-1814s111d. Se. K. H. bezeugten dem Conmmndeur der Garde Ihr Wohlgefallen darüber, daß derselbe mehrere Gardisten aus eigenen Mitteln be- kleidet, auch eine Schule für den wechselseitigen Unterricht ge- gründet hat, worin hundert Kinder auf dessen Kosten Unterricht erhalten. Der Prinz und der Kriegsminister besichtigten 111 Be- gleitmig des Maire noch die wenigen Ueberresie der bis zum Jahre 1815 bestandenen Festungswerke und kehrten demnächst nach Mühlhausen zum Könige zuriick.“ (Daß Se. Majestät diese Stadt am folgenden Tage (de1124s1e11) verlaffcn haben, ist bereits gestern nnter Straßburg gemeldet worden.)
Der Präsident des Minister-Raths hat in Bezug auf die nahe bevorstehenden Wahlen unterm gestrigen Datum ein aber- maliges Rundschreiben an die Präfekten folgenden wesentlichen Inhalts erlassen: „Mein Hr.Präfekt, aus demjenigen, was Sie mir iiber die Wahlen 111 dem Ihnen anvertrauten Departement schreiben, ersehe ich, das; Sie sich von den Absichten der Regie- rung gehörig durchdrungen haben. Das Geseß ist offen und ge- wissenhaft befolgt worden, so daß sich gegen die Eintragung 111 'die Wabllisten oder die Ausstreichung aus denselben keine wesent- liche Reclamation erhoben hat. Aber die Wahl-Freiheit besteht
Berlin, Dienst'ag den 5ten Juli.
nicht allein in der Beschützung eines Rechts onde 11 ' ' der Achturig vor dem Gewissen. In einenéfsrüherren ZSYÖQL einpfahl '1ch Ihnen diese Achtung l)i11sjchtlich der Staats: diener, d1e der Behörde für ihr Votum durchaus nicht ve„rant'wortlich seyn können. Heute fühle ich das Be- durfmß, Ihnen dieselbe Sorge für die übrigen Wähler an- zuempfehlen, auf welche irgend ein Einfluß durch Kunstgriffe geltend gemgcht werden sollte, die mit der Offenheit der Regie- rung 1111 Widxrspruche stehen. Es kann eben so wenig die Rede davon" seyn, emer gesetzlichen Opposttion einen Einfluß zu bestrei- ten, wvvon Zweck und Mittel offen eingestanden und befolgt werden, als/die Regierung ihrerseits auf den Einfluß verzichten darf, de11 sie durch, ihres Ursprungs wiirdige Mittel auszuüben berufen„1s1. Je mehr aber die Wahlen eine reine Gewisenösache seyn mxtffen, um so mehr kommt es darauf an, die Gewissen aufzuklaren und fie vor den Täuschungen des Parteiqeistes , der si-e duxcb falschgBesorgniffe irre leiten oder durch Drohungen emschuchtern möchte, zu bewahren. Sollten daher die Leiden- schaften unruhige Auftritte zu erregen suchen, sollten die Ueber- trxibtmgen der Ruhestörer selbst nicht die Wähler hinlänglich auf- kldren; sbiltxn die äußeren Angelegenheiten , auf welcbe die Re- g1erung 111 jeder Beziehung vorbereitet ist, in einer Weise darge- fi'ellt, werden , daß Frankreich iiber die Erhaltung seiner Würde, d1e1hm noch mehr gilt, als der Friede, besorgt seyn 1111111112, -'so werden Sie sicb Ihres ganzen moralischen Ansehens bedienen, um die Wähler vor dergleichen 11achtheilige11 Ein- drücken zu bewahren. Wenn auf einigen Punkten des Landes tumultuarische Scenen ausgebrochen find, so haben fie der Ar- mee, der National:Garde, der ganzen Bevölkerung nur dazu ge- dient, ihren Abscheu vor solchem Unwesen, ihre Sympathie fiir die Regierung und ihren Unwillen iiber die Feinde der öffentli- chen Wohlfahrt zu bekunden. Stellen Sie daher, mein Herr, 111 geeigneten Fällen den Verleumdungen unserer Gegner 111“11ncr 11111 ,die offenkundigen gesetzlichen Thatsachen der Verwaltung entgegen. Gestützt auf ihre gute Absicht und im Vertrauen auf den gesunden Sinn der Menge, fürchtet die Regierung nichts, weder von der Verleumdung, noch von dem Parteigeiste, weder vom Aufruhr, noch vom Auslande, Einige Gemüther werden durch eine erkiinstelte Aufregung dcs gesellschaftlichen Zustandes beunruhigt. Weisen Sie darauf hin, wie vereinzelt dergleichen Unruhestifter 111 der großen Volkswaffe dastehen, und wie seltsam ihre Bemühungen gegen die ruhige Stellung dicser testern ab- sterben. Vorzüglich wird man es 1111 Augenblicke der Wabi selbst an falschen Gerüchten und triigerischen Einfiiisterubgcri nicht fehlen lassen, Die unaufhörlicben amtlichen Widerlegungen beweisen zur Genüge, daß es den Lärmbläscrn 11111 11111 einen Er- folg von 24 Stunden zu thun ist. Ohne Zweifel wird 1111111 diese Taktik auch während der Wahl-Operationeu verstuben, wo die Widerlegung alsdann nicht frühzeitig genug eintreffen kann. Dafür aber sind Sie, Herr Präfekt, an Ort und Stelle; Sie kennen die allgemeine Lage der Dinge und den Gang der Re- gierung. Seven Sie versichert, daß Sie nicht fehlen, wenn Sie augenblicklich dergleichen Besorgnisse, wie sie täglich erneuert und widerlegt werden, zurückweisen." Widersprecben Sie daher dreist Llllem, wodurch die feste Absicht der Regierung, die Verheißun- gen der Charte zu erfiillen, dem Lande einen nützlichen und eh: k1'111)0[len Frieden „zu erhalten, die Ordnung zu bewahrcn, den Gesetzen Achtung zu verschaffen und das Vertraurn der großen Mehrheit der Nation zu rechtfertigen, in Zweifel gezogen werden könnte. Diese Mehrheit wird auch 111 den Wahl:.Kollegicn den Sieg davon tragen, und ein getreues Abbild derselben werden wir 111 der bevorstehenden Kammer, die fiber das Schichsal des Landes zu entscheiden bat, wiederfinden. Ich wiederhole es Jh- 11e11, 111. H., es kommt lediglich darauf an, die Unabhängigkeit der Stimmgeber zu sichern. Die Regierung achtet die Wahl- Freiheit und will auch, daß Andere sie acbten; denn was sie zu erspäben wünscht, isi den Wimscb des Landes, aber einen Wunsch, frei von solchen Einflüssen, die den Geseßeu, der Französisckyrn Aufrichtigkeit und der wahren öffentlichen Meinung zuwider sind; eincnrein nationaleannscb, wie sie ihn pflicbtmäßig vernehmen muß; einen parla111e111arische11 Wunsch, den eine gewiffenhaste Verwaltung allein als Richter ihres Systems und ihrer Handlungs- weise anerkennen 1111111. Genehmigen Sie u.s.w. [Gez.) Ca- simir Périer.“
Das Journal de Rouen mcint, Nachrichten aus Hövre zufolge, werde dort die Kandidatxir des Herrn Duvcrgier de Hauranne, der sich inseine111politische11 Gla11be11sbekennt11sß iiber die ErblichkeitderPairswiirde nicht bestimmt ausgesprochen babe, starke Opposition ßuden, da sein Mitbewerber, Herr Lassttte, viel 9111111111- gerzäble; dennoch glaube 1111111, daß 1vc11igs1111s11ochf111 dicscScssion Hr. Duvergier de Hauranne 311111Dep11111'1e11 vonHWre werde 111111111111 werden. Herr Laffitre 11111 seinerseits, unterm 2311111 d, M„ fol- gendes Schreiben an die „Wähler vo11 15.111111“ 5311110111: „Meine Herren! Ich antworte, Ihrem Wunsche gemäß, unverzüglich auf Ihre gestrige Zuschrift. Als Abgeordnete einer 5311111111 "2111511111 von Wählern aus Hävre, haben Sie mir die Ehre erzeix11, 111111) zu benachrichtigen, daß dieselben ""ck Deyutjrxen-Kmnnwr auszustellen beabstcbtian. Alle 111171111 me:: nem friiheren Benehmen Gerechtigkeit widerfahren; einige 1111111- scben, daß ich meine Meimmg iiber einen einzigen Punkt, die Erblichkeit der Pairs-Wfirdc, aussprechen möge, Ick 1111 1111 111 „Verlegenheit gewesen, um meine Vlnsichten imd Gesi1111111igcn auszusprechen; seit sechzig Jahren bin ich gewohnt, 311 sagen, was ich denke. Als umwandeibarcr Patriot scit 1789, ist mein politisches Leben bekannt. Die fremden Bajonette baben mich den Principien jener glorreichen Revolution nicht 1111trc11 ge- macht. Jetzt, wo eine neue Revolution uns auf dieselben zu- riickführt, kann die Frage iiber die Privilegien diejenige," nicht trennen, welche wollen, daß sie ihre Früchte trage; die Erb- lichkeit darf nur .der Krone angehören. „Mehrere Wahl- Kollegien haben mir die Ehre erzeigt, an 1n1ch zu den- ken, keines hat 11111 Bedingungen auferlegt; sie alle waren aber dazu berechtigt, und weit entfernt, dadurch verletzt zu seyn,
biUige ich diejenigen, welche mit nützlicher Vorsicht zu Werke ge-
als Kandidarcn 1111 die '
yen. Das „Volk ist so lange Zeit getäuscht worden! Die nächste Session muß xndlich seine Hoffnungen verwirklichen. Die Re- gierung muß 111 ihrem eigenen Interesse verständig fortschreiten, fich 11111 dem Lande identificiren und seite Wünsche und Be- durfmffe kennen lernen, um sie zu befriedigen. Die Kammern werden dieses Werk leicht vollbringen, wenn sie durcb eine Re- fdrm des „Verwalnmgs-Systems wahrhafte Ersparnisse herbeizu- fiihren wuns'chen,-we1m weniger fiskalische Gesetze den Handel nicht mehr 111 [einer Entwickelung hemmen, und endlich, wenn eme unserer Wurde angemessene Sprache um; den äußeren Frie- d111 sichert. EHF? und Friede sind die ersten Bedürfnisse Frank- rc1chs., Ich wurde _,es bedauern, m. H. , wenn Ihr ehemaliger. Depnxwtxr Ihnen nicht die Erklärungen eben wollte, die Sie" fur notl)1g erachtey, um ihm ferner Ihr Zutrauen zu schenken; 11311111 aber auf seme Weigerung Ihre Wahl .auf mich fiele, so wurde'1ch stolz darauf seyn und alle meine Kräfte anstrengen, uin d1,eselbe„zu rechtfertigen. Für den Fall, daß mich mehrere FFII? HWR?" solltseii,l ck))alte I1chckes für meine Pflicht, zu er-
, a memeperonien 11 t ' ' '- teresse nachstehen würden.“ sich en dem allgemeinen In
'Das sechftx Bezirks-Wabl-Kolleginm des Departements der delnsesmeinLklrÉ, wed1ches in Saumur zusammenberufen war,
, e eror nun o 2 . . ' “ versaLmeln. g v m 2 sien d M zufolge, m Dona
„xerQuotidiennezufolge,hatderKrie smini er 1111 dieko - mand1re11de11 Divisions:Generale folgendes, kZeus Msetß vom 1312711 Jun: dattrteURund1ch1eiven gerichtet: „General! Mein Schreiben vbm 20. Marz 11n1errichtete Sie von der Mißbilligung der Re- g1crung [)1nfich1ltch der sogenannten National-Bereine, so wie" 13911 den Maaßxegeln, die ich mich genöthigt sehen würde, gegen die]c111gen Ofßztere zit ergreifen, welche diesen Vereinen beitreten sollten. ,Mlt 'Vergnug'en [)*abe ich gesehen, wie die Armee von de111 Gefuhle 1l)rer Pfi1ch1cn allgemein durchdrungen war, und die kleine Anzahl derer , welche die gerechte Strenge der Regierung auf sich gezogen haben, hat die die Offiziere aUer Waffengattun- gen beseelenden' Prmcipien der Ordnung und der Ergebenheit gegen den co11s11tutiox1nelle11Thron nur noch schärfer hervortreten lasen. Ich erfahre ]est, „daß der Geist der Anarch1e sich in ge- heime Gesellschaften" gefl11chtet hat, die um so verbrecherischer sind, als sie 1hres Plane mehr zu gestehen wagen. Ich empfehle es Ihm?! 1111,“ die unter Ihren Befehlen stehenden Militairs ge- gen d1e„Berf11hrungcn zu bewahren, die etwa angewendet wer- den 1110chte11, 11111 sie zur Theilnahnw an diesen Gesellschaften zu derleiten; dieselben werden leicht einsehen, daß diejenigen unter ihnen , welcbe 11en1de ihren Pflichten wie ihren Eiden zuwider- lauscnde Verpflichtungen eingehen sollten, nicht länger unter der nationalen Fahne dienen können. .
' (gez.) Herzog von Dalmatien.“
Der Admiral Verhtiell ist auf seiner Reise nach Deutsch= land vor einigen Tagen durch Meß gekommen.
Jm „Temps 11est man folgende Bemerkung: „Unsere Sta'atsmguner beschaftigen sich viel mit Principien, aber sehr wenig nur den Geschäften, und viele unter ihnen, die eine vor- treffliche Rede zu halten wissen, wiirden mit einem gewöhnlichen Bembte schlecht zu Stande kommen. Hierin liegt das wahre U11g111ch des Landes, das, um glücklich zu seyn, einige Genies 1ve111gcr, aber einige fähige GeschäftSmänner mehr nöthig hätte.“
Dad 111 Meß erscheinende Echo de l'Est meldet: „Mch- x))kerelzR'e'J1111Zj1ber OZ fdrhikten Militair-Division, deren Hauptort
e “11 , 11 en e 1 er alten o ort 11a der el" ' Gränze zu marschiren.“ h , s f ck B gischen
,Briefe aus Tou [ on vom 2111111 sprechen von neuen Schiffs- ausrusiungen, zu denen im dortigen Hafen Befehl ertheiltwor- den 1111; zunächst sollen die Linienschiffe „le Superbe“, „Nesior“ und „111 Couronne“ und die Fregatten „Proserpine“, „Thetis“ und „Themis„ auögerüsiet werden.
Das Journal du Commerce sagt: „Von unserem Ge- schwader kommen uns heute auf zwei verschiedenen Wegen Nach- 11chte11z11; d1e am 20|e11 d. M. in Marseille eingelaufene„Louise“ 111-demselben am 151e11 d. M. begegnet, wie es, aus 5 Linien- scbiffen, ? Fregatten und 1 Brigg bestehend , zwischen dem Cap Sap-Marnn und der Insel Jviga lavirte; an demselben Tage ist ihni die“ 111 Toulon angekommene Korvette „Oise“ in densel- beri Gewaffcxn und bei Südwestwind begegnet. Die Flotte sci)1_en duxch emen Windstoß, der sie (1111 Tage nach ihrer Abfahrt tras, '11111ge kleine Havarieen erlitten zu haben", setzte aber den'- nocl) 1l)1'e Fahrt in guter Ordnung 11-.*«“'“,- der Meerenge von G1:- braltar fort. Uebrr die Bestimmung derselben kann daher kein" chisel nichr obwalten.“ ,
Jm F))kcnborial des Pyrenées liest man: „Aus Ba: VRML ndnd gey'chmebm, daß alle Spanische Flüchtlinge und Landstreicber, die sich der Gränze genähert hatten, gezwungen werden, solle'n, 1116 Innere Frankreichs zurückzukehren. Die Gen- darmerie, d1e National=Garde11 der benachbarten Ortschaften und Detaschcmcnts des 7ten J11fan1erie-Regimcn1s haben Befehl er“- halten,“ Nachforsäpungen anzustellen und alle Individuen, die obne Snbstsicnzinittel sind 1111d111cht 111 der Gegend ihren Mohn: 1111 111111111, 11.1111 Bayonne zu bringen.“ *
Einer von: M o 1111e111 mitgetheilten Tabelle zufolge, beträgt _ ,
dp: 21111111)! der Offiziere von der Natio11al:Garde, die den vorge- sckr11b111111 Eid zu leisten hatten, 44,571; davon haben ihn 1virk-7 1111) 1111111111 42,807; 340 haben sich geweigert, ihn zu leisten. .: , Dc111 (515,111bc zufolge, werden die Sommer - Ferien für die".-; hiesige 1111d1zmische 1111d juristische Fakultät schon in den erfte11.*-* Tagen des Juli beginnen und die Eltern der Studirenden auf?“ gefordert werden, ihre Söhne zu sich ztlrt'ickzurufen; auch wéeder'-L* hole man das Gerücht von der Auflösung beider Fakultäten. “ Das Journal des Dé hats meldet: „Nach einem Schrei: ' ben atis Venedig wird die (H'efangenschaft Ökk Jtaliäner, die 11111" der Hohe von ?lnkona durch ein Oesterreichisches KriegSschiff vek- haftet und nach dem Gefängniß dieser Stadt abgeführt wurden, ibre Endschaft erreicben; ein Schiff soll dieselben nach Marseille fuhren.“ Das genannte Blatt schreibt dieses Resultat den Be; muhungen der Französischen Botschafter in Wien und'Rom zu.. . --