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lickzxie Werk, der Gotha-Kanal, wird vor Ende des nächstenIah- rxs Vollendet seyn, so daß man ohne Unterbrechung, und ohne weder den Sund noch den Belt zu passiren, von der Nordsee bis in die Ostsee wird fahren können. Dieses ExßüUUkU ?ka- grnde Werk, ein Denkmal der AUSdauer der Schwedischen NMM- wird ohne Zweifel für die Zukunft von unschätzbarer)! Nutzen seyrz, Der Kanal von Waddo, dcffen Zweck es ist, die Fahrt klei: nsr Kastenfahrzeugr zu erleichtern, setm. Der Bau des Hafens von Helsingborg M auch skhk Vök- gkriickt, und man hofft, ihn im kiiiiftigenIahrc bcendrgft zr: se,: hen. In den westlichen Provinzen hat seit 6 WEF)?" dl? chr*) aUffallcnd abgenommen. Die Regierung batte_ s))iaaßkegkln _Se- troffen, um bei den Festnngö-Werkxn yon Wariqs 5000 Arbeiter anzustcUen; die Zahl derselben belief sich aber me auf mehrals 2000, von denen“ ein großer Theil mit dern Ueberschuß s;"!ks Verdienstes bereits wieder nach Hause Yurucfgekehrt 'st' .Ores benicist, daß in diesen Provinzen dre Noth an Leberisii-irtteln nicht mehr so groß ist, weil dieArmen rs Ulcht mehr nothig ha- ben, diese außerordentliche von der Regieriing dargebotenx Gelc- genyejc zu benuscn, um sich Brod zu verdienen. Uebcrdres ver-
spricht die diesjährige Ernte sehr gesegnet zu werden.
Deutschland.
Miinchen, 10. Juli. Die Kammer derRcichckRäthehat (wie bereits gemeldet) der Kammer der Abgeordneten Uiitcr 571111: derem einen Beschluß übergeben, Worin auf Revision drs Gc- meinde:Edikts angetragen wird. Bei den Debaitcn, wc|chc dic- fer Beschjußfaffung vorauSginZen, nahm der Antragsteller, Furst Ludwig von Oettmgen-Wallerjtein, das Wort und sprach 1111 Wr- sentljchen Folgendes: Ein,.Herr Reichskath habe? sich uber dre Nothwendigkeit einer endlichen Geselzeö-Stabilitat (UntZrlaffrtiig Weiterer Reformen im Fache der Gesesgebmrg) und iiber die Gefährlichkeit jener vielfachen Anträge verbrcixen zu muffen ge- glaubt, wclche, seines Erachtens, meist nur dazwdrenen, Sraats- Regierung und Kammern von wichtigeren©rschasteu abzuzrrhen. Er (der Redner) hasse unnöthige Anträge; mrylichc und 11_otk)- wendige aber liebe er, ja er betrachte sie als einen der edelstxn, heiligsten Theile des ständischen Berufes. Hege er einen Wittich), so set) es der, daß Impulse dieser Art stets ausgeben 111bchten von der Krone selbst. Bliebe-n abcr einzelne Gebrechen dem Auge der StaatH-Regierung Verborgeu, oder hemmten Bedenken irgend ciner Art das Hervortreten ihrer Initiative, so miiffe gerade der das Uebel am lautesten verkiindsn, dem es am meisten darum zu tbrm set), den Monarchen geliebt, die Regierung stark und geachtet zu wissen. Und walteten wohl gar iiber einem Lande die Symptome rasch vorschreitender Verarmung, spreche sick) vdn Stadt zu Sradt, von Dorf zu Dorf der Wunsch nach Beseiti- gung mancher driickender Verhältniss aus, so frage er (der Red- ner): liege die Anhänglicbkeit an den Monarchen darm, daß nran die NatioiWkBWütfrriffe verscbweige? ruhe das erhaktende Prin- zip in dem Unterdrücken des BolkSrufes? "Nein, 0 nein! hier set) Reden Pflicht, hier heiße ministeriell im wahren Sinne des Wortes derjenige, welcher dem Ministerium die Mittel bezeichnx, sich in Einklang mit den Bediirfniffcn, mit den Wünschen, Mit den Hoffnungen der rein constitutionnellen Mehrheit des Landes zu scßen. Daß in Baiern, bei allem redlichenWillen von oben, bei allem Festwurzeln des Verfassungslebens, noch unendlich viel für Volköwohl und Volkézufriedenheit zu thun iibrig set), daß in unserer Verwaltung constitutwrmelle mit vorconftitutionnellen For- Uien, daß in unserem natidnal-ökonomischen Zustande Hemimm- ch aller Art mit dem Wimsckw nacb Verbeffcrung kämpfen„ daß n'isbrsondere der Gewerbömann wie der Landwirth unter den La- sten örtlicher und direkter Umlagen erliegc, -- dies fiiyle wohl Jeder. Indem er (der Redner) daher mehrfache Wünsche be- reits vorgebracht habe, indem er dort, wo keine ministerielje Vorschläge kommen wiirden, noch mehrere zu übergeben sich vor- behalte, *rage er nur seinem Stände-Eide eine Schuld und dem Könige cinen Tribur der Treue ab. Ein reiches Feld fiir Ver: bcffxrungm biete sich aber dar in dem Gerricindcwesrn. 9111er- dings sei) die Gemeinde-Ordnung von der Nation mil Jubel be- griißt worden, allerdings zähle sie dieses Edikt unter die Grund: lagen des großen Gebäudes politiswer Entfeffelung. Allein ganz frei von Gebrechen sei) auch die Schöpfung des 18. Mai 1818 Uikbt. „Würden, wie die in dem ?lnrrage brispiclsweise anrie- siiyrrcn, gehörten weder zu den Bedingungen der Freiheit, noch zu den nothwendigen Elememen einer geregelten _Orts:Verwaltung. Der Vorschlag reduzire sick) auf den sehr einfachen Gesichtsyunkt: „möglichst freier, möglichst wohlfeiler und möglichst öffentlicher Berwaltugcn der Gymcinde-Angelcgcnbeiten.“ Dieser Gefiohts: punkt sei) der des Ediktcs selbst. Die Motion bcabsicbtige nur die Beseitigung fremdartiger ?luswüchse und die Zuriickfirbrimg urrserer GemeindeOrdnung auf ihre eigene, längst anerkannte und ßroklamirte Basis. -- Nachdem sich hieraus der Redner etwas genauer in das Detail eingciaffen batte, bemerkte er; Möge man doch g1aubcn an die Fortschritte der Bildung; möge
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Man doch die Ueberzeugung gewinnen, daß ein seit 20 Jahren _
vielfach geßeigerter öffentlicher Unterricht, daß 1.3 Jahre consti- ratéoimcllen Lebens unsere Nation Vertrauter gemacht haben mik dcn _Bcdiirfniffen und Voraussetzungen ihres geselligen Zrisran: des, "“Und daß das Baiern von 1831 MM mehr jenes Von 1801 und eben so wenig dasjenige sey, welches dcm Verfasser des Ge- meinde:Ediktcs im Jahre 1818 vorscbwebcn mochte!“
Zu Ingolstadt boendigte am Neu 1). M. die K. Ponionier: Compagnie ihre diesjährigen Uebungen mittelst Schlagring einer Schiffbrücke vor einer großer- Zuschaueercngc. Uiigcawrrt die Mrciuischast nicht vollzahlig war, wurde dbu") das Marröbcr bin- nen 19; Stunden mit aller Pracision vollendet, imd die Zu: srimuer, we1che um 577 Uhr den ersicn Poncdn an*..rhrcii sabrn, formten um 6-3- Uhr die Briicke, we1chc aus 2.3 Ponrmirs ...; stand und 600 Schuh lang war. passiren. --- Die Fcstiiims-
“Bauten werden fortgesetzt, jedoch mit vermindiricr Zahl Oer
Arbeiter. .
Darmstadt, 8. Juli. Die hiesige Zeitnng riitbirlrim heutigrn Blatte Folgendesx „In dem mit Nr. 2-11 brzeicbrictrn Extrablatt znr Großherzoglichen Zeitung vom dorigen Jahr;: war-
“ de die Nachricht mitgetheiit, daß am 1. Oktober bei dem Durrl):
marsch der Großherzogl. Trnppen durch Södel mehrere Rebellen gecödtet oder verwundet worden ,seyen 9). Eine vorbereitende Un- tersuchung, welche seitdem aiif erngekonrxnene Anzeigen über die: sen Vorfall von zwei Militair-Gerichten gefiihrt und kiirzlich be- endigt worden ist, hat leider das Rrsultat gxliefcrt, daß ein un: glücklicher Jrrthum dabei obgewaltct hat. Meiyrcre zusammen- trcffcnde Umstände mußten m der Tkupprn-Koloime den Glau- ben erwecken, daß der nächste Augenblick sie mit den Rebellen zusammenführen würde. In der bwrdurch erzeugten Nufregung wurden mehrere Einwohner von Sodesl und Wölfersheim irrig fiir Rebellen gehalten, und dies hatte jenes beklagenswerthe Er-
“eigniß zur Folge. .- Wenn auch die spezielle Untersuchung, wel-
*) S. Nr. 230 der Staats-Zeitung vom vorigen Jahre.
wird im Herbst vollendet „
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che nunmehr angeordnet worden ist,inehrere Individmn als straf- bar darstellen dürfte, so kann doch als ausgemacht angesehxn werden, daß ohne den erwähnten Jrrthum keinerlerExceffe wurden vor- gefallen seyn, wie sich denn im Uebrigei) die Großherzogl. Trup- pen bei der ganzen Expedition gegen die Umzuglerz Horden 131 Oberhessen durch die vollkommenste Mannszucht, wie durch dri; größte Begeisterung für Fürst und „Vaterland, auégezerchnet haben.
S ck w e i z. Msrn, 6. Juli. Nm 4th d.M. ward in Luzern die dies-
jéikßrigc ordentliche Tagsatzung feierlich eröffnxt. Dem Zuge vom Rathbause nach der Kollegiat-Krrche von Ot. Lcodegar wohnte
“ außer dem bri der Eidgenoffenscbaft beglaubigten Herrn Gesand-
ten auch der Stab des eidgenössischen Ober-Kommando7s bei.
In der vorgestrigen Sitzung des Bersaffurrgs-Ratbs des Kantons Waadt wurden die Protokolle über die Urversammluy- gen vom 20.“ Juni vorgelegt: es ergiebt sicb daraus, daß“ die neue Verfaffung mit 13,170 gegen 2673 Stimmen angenom- men worden.
Eine Anzahl frcisinniger und cinschtsvoller Männer hat sich jth hier zur Herausgabe eines Blattes vereinigt, dcffcn Ten- denz nach einer so eben erschienrncn Ankündigung dahin ge„hc_n soli, einrrseits das leidenschaftlich anfgercgte „Volk durci) vernunf- tigc Belehrung arif die Bahn des Zutrauens und der Beson- nenheit zuriickzufiihren und andererseits die neue Regicrmig bon fcbierhaften UUÖ schädlicheu Maaßregeln abzuhalten, somit aber der politischen Mäßigung immer mehr Nnhanger und der Bil- dung und Einsicht ein vermehrtes Uebergewicht iiber die Rohbeit und Gemeinheit zu verschaffen. Daß ein solches Blatt unter den dermaligen Zeit-Umftändcn ein wahres Bedürfnis; ist, leuch- tet gewiß cin, und so darf man fiir das Unternehmen, welches in kurzem zur Ausfiihrung kommen wird, den gedeihlichsten Fortgang eben so sehr hoffen, als wünschen.
Inland.
Vcrlin,15.Jtmi. Aus Trechtinghauscn (Kr. Goar) vom 6. Juli melde: man: Seit gestern haben wir das Glück, JJ. KKHH. den Prinzen und di: Prinzessin Friedrich vonPchß-zn in unserer Reihe, auf Burg Rheinstein, zu besich, wd Höchst: dieselben einen 4 bis 61vöchemlichen Aufenthalt beabsichtigen.
Wie überhaupt die Preußischen Rheinbewohuer mit Freude jede Gelegenheit ergreifen, den Mitgliedern ihres erhabenen Regen:
traveruses Beweise ihrer aufrichtigen Verehrung und Anhängliäy- keit zu geben, so hatte auch die hiesige Gemeinde, im deren Be- reich Rheinstein liegt, in dem ersten Besuche Ihrer K. Hoh. der Prinzessin daselbst eine erwünschte Beraniassrmg gefunden, Vor- bereitungen zum feierlichen Empfange der höchsten Herrschaften zu treffen. Se. Königl. Hoh. der Prinz, Höchstwelcher uner- wartet einen Tag früher eintraf, gcrnhten jedoch, die Empfangs- Feierlichkeiren abzulehnen, dagecen zu erlauben, daß beute Mor- gen der Pfarrer, die Gemeinde samten und Kirchenporstcher sich auf dem Schlosse einfinden und, durch 9 weißgekleidctc, mit Blumen geschmückte Mädchen, Ihren Hoheiten einen Blumen- rauß mit einem Gedichte überreichen durften. Ihre Königl. Hoheiten geruhten, die mit ländlicher Einfachheit, aber herzlich dargebrachten Huldigungen der Dorfgemeinde iiberaus gnädig aufzuiiehmen und sich mit jedem der Anwesenden aufs huldreichsie zu unterhalten, und Alle kehrten mit dem heiteren, befriedigen- den Gefühle beim, Welches jeder, der den Prinzen und Prinzes: firmen des Königl. Houses sich zu nahen das Glück hat, em: pfinden muß.
_ Die Königsberger Zeitung berichtcr unterm 10. Juli: „Dem Polnischen General Gieigud war es gelungen, mit seinem Corps bis nach Rosicmia zu dringen. Hier aber ist or gegenwärtig von den Russischen Truppen eiiixcscl)10ffcii Und um: lagert. Es ist daher fiir die Bewohner der reuß. ('»,Zränzsiädte noch immer nicht die Besorgiiis', gkl)oben, daß dieses CNPS sich einen Weg narf) Prenßen zn bahnen bcrsnchen werds. Bricfc aus Tilsit melden, daß in den chten Tazzcn ein entfernter „Ka: iwnendoimcr fortwährmd zu hören gewesen fcb.“
“- Dasselbe Blatt meldet ami"): „Bom Badeort Crairz sal) man am 8. Juli Abends eincn Dreimaüer (cin .rrmirtcs Russisches TranSportschiff) sich dem Ufer nähern UUÖ Anker wrr- fcn. Am folgenden Morgen wurde ein Boot von dicse171Schiffe aquescbickr, um aus Land zu kommen. Der Herr ])r. Heerbrand hatte 2 kleine Böller an den Strand bringen [affen imd lips; diesc, blind geladen, abfeuern. Das Boot critfciiitcsick) sogleicl) imd krßrte zum Schiff zuriick; dieses aber zog eiiie Kaiioncirlnks auf, obne jedoch den Schuß zu erwiedcrn. Gegen Mittag sal) man das Boot mit b-Jdentcnder Mannschaft iiber Cranz hinaus dem Ufer sicb nähern. Sogleich bewaffireten sic!.) die Fischer und zogen zu Pferde und zu Fuß dcm Boote nach. Ein Strand- ?lufseber, der etwas die Russische Sprache drrstand, bedcurctc den Lcrxtcn, daß keine Landung gestattet werden wiirde. Cs er:
gab sich mm, daß das Schiff, Von Miran kommerid, auf Danzig :
bestimmt und hierher verschlagen set), imd das; die Mannschaft sick) mtr crkrmdigrn wolle, wohin sie ihren Weg zu nehmen hät- tcn. Nachdem ihnen hieriiber die Nöthige Weisung ertHeilt wor- den, kehrten sie zum Schiffe zuriick, das um 7 Uhr Nbendö die Anker lichtete und seinen Weg fortsetzte.“
- Der Professor Cousin ist auf der Rückreise von hier in Köln angekommen und gedachte, von da sich nach Bonn zu be- geben, um die Einrichtung der dortigen Universität kennen zu icrncn.
»-- Es isi letzthin in diesem Blatts (Nr, 169.) mit Bezug auf emen Artikel der Stettiner Zeitung, als ein Bcrveis des immer grdßerrn Fortschreitrns der Griverbithätigkeit im Prcrrßi- schen Staake, dcr Tabacksfavrikation gedacht und eine bissige Handlung imhmbast gemacht worden, die, nachdem sie rrst vor einem halben Jahre 1950 Körbe ächten Varinas-Kanasier be- zogen, vor kurzem wiederum einen ähnlichen Posten erhalten hatte. - Nach einem Artikel in einem der neuesten Blätter ]Mkr K-iruzrg hach anßer jrner Handlung noch mehrere andere bissige Häuser, namentlich die Herren Ermeler und Comp., J. Donssin und Comp., F. W. Kohlmcß, C. F. Kanzow, C. H. Ulri-xi und Comp. und andere mehr ebenfalls sehr ansehnliche Partieen ächten Barinas-Kanaster aus Columbien erhalten.
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Cholera.
Das heutige Amtsblatt der Königl. Regierung zuPots- dam enthält folgende Bekanntmachung dieser Behörde: „Durch Gerüchte von Ausbrüchen der ansteckenden Cholera im hiesigen Regierungs-Bezirke, deren gänzlicher Ungrund sich bei Untersu- chung der angeblich stattgefundenen Krankheitsfälle vollständig er-
geben hat, ist das Publikum unnöthig besorgt gemacht. Wir
findrn uns dadurch veranlaßt, bekannt*zn machen, daß fiir jede Krankheitöfall, der den Verdacht xines Ql-olera-Ausbrnches em ,! könnte, die genaueste und sorgfältigsle Untersuchruzg angeordn ist und , falls sich irgend dabei der Verdacht bestatigen sollte,d Publikum unsererseits davon wird benachrichtigt werden. Da,; gen erwarten wir, das; leere Gerüchte und Uebertreibungmxk- nen Glauben finden werden, wie wir denn die beruhigende B„
Allgemeine
Preußische StaatI-Zeituug.
Jm Bezirk der Königlichen Regierung zu Erfurt isi dem Kandidaten der Theologie, Johann [)rjftian Kämpf aus Saalfeld, im Kreise Mühlhausen, die rledigte evangelische Pfarr: und Schullehrerstelle zu Gcoßtbpfer, m Kreise Heiligenstadt, iibertragen worden;
sicherung ertheilen können, daß im diesseitigen Regierungs-B zirke, so wie in dem der Königl. Regierung zu Frankfurt und Oder, in Pommern und in Srblesien, sich noch keine SPdeq _ ansieckendeu Cholera gezeigt hat.“ * In der Provinz Preußen herrscht fortgesetzt die größte Nuß , . merksamkeit auf den Gesundheits-Zuftand der Eingeseffenen. Di, N * ; Kreis-Physiker und andere Aerzte bereisen ohne Unterlaß Mih- 0 196, nen zugetheilten Distrikte, und so wird jeder auch nur im EW ' “_ * _ ferntefieu der Cholcra verdächtige Erkrankungs- und Sterbe:Fch * „“ ""I ' ungesäumt zm“ Kenntniß der Königl. Behörden gebrgcht. Ali : : solche Fälle sind aus dem Gumbinnenschen Regierung!€ ' Be irkau.ezeigtwordei1. „ - . . 1? aus chm Stallupöhancr .?reise auxzdoemsadligen Gut, A m t l [ ([) e N a ck 1, 1 ck t e n, Budweirscßen die “i“ ran ung von . cr onen nndd . . Absterben von 4XVersouY1, woruan ZfKindJ, vom LMI; - K L 0 N l Z d e s T a g L 3. Juni bis 4ten „Kiilé, Tus den' d'r ern „*koß-Vux . » . e Ma“e“iéir der Köni laben dem am 1 weitsrhen und P ublauckc-n, m ]edem dle Erkrankxmg “ mnSich Lehjrc'r ange11clltcngR)ektor van Haaéydnetzaßtitxtth und das NMUN" "mr PWM, am “Um d' M' “[ r-Orden vierter Kiaffe zu verteihen geruht 2) aus dcm Pillkallencr Kreise aus dem Erpachtsguu de- ' Baniluckcn die Erkrankung und das Absterben eines Law wehrmanncs, vom Zten bis zum “Iten Juli. . 3) aus drm Tilsiter Kreise die Erkrankung einiger PM sonen in den Gränzdörfcru Medischkehmen, Coadju, tdcn, die _wir gestern schon nannten, Uigscherr Und ZZYlslrnenrngki-n, m den Tagen vom 4th brszmn zu Oppeln ist dem Kaprllan Franz Suchauke in Zie- ' * "' . . 7, ie erledi te * “arrci in Bösdor ? ei er Krei es dem Die Vorsicht hat IWM", d“, gcnrmrrten Ortschaftrn soIlejck) ab: "erlTnleosepF SYatte in Yltsiadftßbeik Vßeisse dix 5Öfarrei zusperrcii, "'".) es ""V “Yk nur "wgl'che S1cherhcttö=Maaßregch 'n Falkenail, Grottkaner Kreises, dem Lokal-Kapellan Joseph che" Verbreitung der SWM ,getrofferryworfden. „ „ )xager zu Alt-AltmannSdorff die Pfarrei in Altstadt, und dem I" der Stadt StallUpohne".*" ke") begriindet “de ooperator zu Leobschiil5 0§oseph Giittner die Pfarrei in Al- tiger Krankheitsfall vorgekommen. Eine Witwe, deren Erkrau: walde Neisser Kreises Verlieben worden kung daselbst anfänglich Besorgniß erregt hatte, ist vollständig “ , _____“ ' wicdcrhergcstcllt. , ' _ ' . - : ., . ,. . .: Inkdcr Kdntrimazder .Kainl. Russischen MlllkalkZFlÜchtz “UZliélgzelTeÉstalinS-LS KYélZTYtPYngZZTgst Alfred Kon FLZ; ?xFiledT YilrdérmÖxetselr'ttthm Soldat neu erkrankt, indessen Se. Excellenz der General-Liocutenant und General-Adjutam o x . - “ ." - . ** 5 ' ) In dem (Bränzdorfc Kögstcn, Memelschen Kreises, war .IN“ Maxestat des Konigs, von „bihleben, nach Marienbad. /
von drei erkrankccn Kindern unter 4 Jahren cines, aber nicht . *" »
erweislicb, an der Cholera vcrsiorbcu, die beiden anderen befan: . * Zemungs-RackUUchtew
den sich, nach Nachrichten vom 81en d. Nr., merklich in de: Besserung, .
Die Berichte über den Gesundheitözustand aus allen iibri: , A U s [ a n d. gen Theilen der Provinz Preußen lamm, wie die aus den an: , deren Provinzen, vollkommen befriedigend. .I.-'? F r a n k r e r ck.
Das Gerücht, als wenn am 10ten d. M. in Coerlindes Paris, 9, Jnjj, Der Moniteur und das Journal Kösliner Rrgicrungs-Bezirkcs in Pommern die Cholera auégn Débats melden heute folgende neue Departements:Wah- brocbcn, ist nach einem amtlichen Berichte vom 1Zten d. M. en: Departement der Ajsne; jn Laon, Lexarljer"; jn vollkommen nirgcgriindet. Der Erkrankte, welcher zu diesem _c-„x„Quentj11, Dufour Dénelle und Niays; in Vervins, Gerüchte die Veranlassung gab, ist keinesweges von der Cholera, oer General Sehaftjani “, Minister der auswärtigen Angele- sMdkM V0" einem gastrisch ULWÖsM Fikbkk befaUcn. enheitcn; in Soiffons, Lherbette; in Chateau-Thierry, von : ade". - Ardennen: in Meziéres, Barrachin; in Ré- hel, General Clauzel "; in Sédan, Cunin-Gridaine '. - tube: in Nogenx an der Seine, Demeufre; in .Bar-sur: tube, Pavée de Band'oeuvre **,- Niedere Pyrenäen: rPau, Dusan. _ Nieder-Charente: in Rochefort, Au: ride Puyraveau". _- Ch'er: in Sancerre, Duvergier -eHauranne der Sohn. *- Nordküften: in St. Bricuc, etueux und Riollay "; in Guingamp, Lover; in Lannion, .'aernard; in Landéac, Glais-Bizoin. - Goldhiigel: in
S ck a u sp i e l e. Sonnabend, 16. Juli, Jm Schairspiclhausc: Die Komi: die aus dem Stegreiéc, Bristspiel in 1 Mr. Hierauf, zumxrsxen: male wiederholt: Arlequin in Berlin, komisches Zauber-BaUet in 2 Abtheilungen, vori Hoguct. Die Mnsik ist komponirt urd arrangirt von K. Blum. Die neuen Decorationen und Maschi nerieen sind von dem König!. Decorations-Malcr Gropius und
'“ * .'. “ ' :*") ier 31a. demKomgl_Nka7ch1nei1)Mkc77 U 13 '.eaune, MJguinNGin Chatillon, Zouis BdaYilse". 7- Köninftädtisches Theater. -*doubs:in eiangon, réat“. - are an oire: m Svimabcird, 16? Juli. Die Hclch, Lustspiel in 1 91kt,vou bartres, Chasles. " Ober-Garonne: m MUND, C. von Marsand. Hierauf: Der Brief an sich selbst, komische Operii “***emusat". "; Ober-Marnx: m Passt)- vo-U Fallly. ""““ 1 Viki; Musik oom Kapellriirisrcr Gläser. ZumBesch1uß:Mw . bexr-Pyrenaen: "1 Tork», ??tqtrans - „»- Ober- fikiiliscize Unterhaltmrg (im Costiim boxgcrragen). ]) OnvertUre F «JUL: m NMUN- vaDnWYM ;)" S_k-Aka'sx v- Do!- «W der Opcr: „Dic dicbische Elster“, von Rossini. *:) Cavatine “„on - " Ille und Vilame: ,m Fougeres, Larzbotssiere ; aus der Oper: „DLT Barbier von Sevilla“, gesiirigrn vo-rDlie. YUNKÖNZ- Defermont'd. SA; 111 Montfort, Gaillard: KLF- Häyan, vom K“. K". de:OPern:Tl)eatcr zu 2Z1CU, neu engagir- Sekt!" - "" JUNI: "1 Chateqliroltxo, General Bertrand ; 3) Arie WU RVssiUi, vorgetragen ._n Jffoudun, Thabaud-Linetiore ; m Lachutre, Duris-
tes TZiZitglicd dieser Birhnc. ; _ , „ „* „ , „ don drm Jraijanisovon Sänger Herm Castelli, aus Neapel. Utresnx“; m Loches, Laytnsonntere'; xn Chinon, G1- od v. Nin ". _- Iura: m Bons le Saulnrer, Colin. -
„i) Romanze vom .Kaprllmriüer Gläsrr, gesungen von HW „ „ , Holzmillcr. 5) Duett aus der Oper: „Cenercntola“, vou Ros; Felrdekn:H?OYTVJLldeeTJZkaZsaiÉZzYRrxence.VFedLeX;)tLroiiirned *“ ' “' V3 ,' '“ l)»- ' §*' '. _, : l . . o""" : : kim, gcsuann rn Dllc Pawel 1111 Herm („0112111 x-u Chäteaubrianß, Aug. v. St. ?lignan ,; in Nantes, Chaillou. _- Lot: in Cahors, v. Mosbourg"; in Figeac, “„elpont'; in Gourdon, Calmont ". -- Maine und Loire: UAngers, Giraud; in Saumur, F. B o bin; in Segré, v. An- ? ignédelaBlanchaye“.--Ka11al:inCarenton,Enouf“;in -berbourg, v.B ricq u eville"; inValognes, General Baillod"; 'n CoutmiceS, Dudouyt "; in Mortain, Leverdays; in
Königliche
ZsrliUEk ]ZörZL. ])911 15. „[UK 1831. 811111. [701103- 111111 (LLLä-(Jth-Zdtwl. (Nxszs/x. 600.)
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Yabaiion "; in Dieppe, Berigny "; in Neufchatel, Heli)- -' Qyssel “; in St. Valery, Mallet; in Yvetot, v. Bille- Ulkk- «- Seine und Marne: inProvins, Eugen v. Har- onrx ". - Seine und Oise: in Etampes, Baudet-Du- a,"); in Amiens, Canmartin ". *- Somme: in Abbcville, ikancelin “ und Renouard. - Tarn: in Casires, v. ** ornat) ". -« Vaucluse: in Avignon, v. Camb'is '; in )(“UJE- Gasparin "; in Carpentras, Laboissrdre. ;- Paris, 0. Juli. Zproc. Rente [)1'. (:ompt. 87. 80. 1511 ltnnc: in Civray, Gen. Demargav ". -- Bar: in Brig- 00111".87. 00. ZP'rok- 1)“ 00kllyt. 58. 20. (in «our. 58.30. 5proc- v"“,- Mignon -- Calvados; in Pont-Leveque, Thouret; NLÜPOl. ])1'. (3011191. 67. 70. sia sour. 67. 80. 5proc. SPW V'“; LMVUVLl-
' Das Journal des Débats berechnet, daß von den bis
Rente perv. 48. , Frankfurt a. M., 12. Juli. Ocfterr. 5proc. Metall. 807;- LM bekannt gewordenen 260 Wahlen, 170 zu Gunsten der ge- . a737€!th Gxslnmmg ausgefallen seyen.
801. 4proc. 68.1. 68Z. LZproc. 41-1. 1proc. 177,7 B. Bank-Acik- , ' _
1235. 1232. Partial:Obl. 1151. 115. Loose zu 100 Fl. 1561» Herr Nover-Collard hlelk am bre", d-- nach seiner Ernen-
156. Pom, Loose «.J., 4031, "318 zum Präsidenten des Wahl:.Kollegiums von Bitry-le:Fran- ais folgende Anrede an die Wähler: „Mehrere Male haben
Nedacteur John. Mitredacteur C ottel. i:?“eSk'Mdjmlxn mich zu den geseygLelTnden Fuxctiomx erhoblen. ' wie er osten Bewei e “ rer tung a en mi mit eb- Gedrua't bei A. W. Hayn. s Ih
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70111. 81. (,'. 81. ketorsburg, 5 3110. llamburx; 3 01011. IFF. Zilbar-linbckl 37V Kop.
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after Erkenntlichkeiterfiillt; derabermaligeBeweis, den ich heute " Ihnen empfange, riihrt mich vielleicht noch mehr,'denn er .. neu und scheint alle friihere zu bestätigen; auch ermnert er
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Berlin, Sonntag den 17ks" Juli.
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1831.
mich an die Worte voll traurigen Vorgefiihls, die ich vor noch nicht ganz einem Jahre in demselben Saale an Sie richtete. Kaum cruöeinandergrganch, sahen wir den Sturz der alten Monarchie duroh eine plötzliche, obgleich vorgeschcnc, Revolutioii. Sie werden nicht von mir verlangen, m. H., daß ich hier die Fehler dieser Monarchie aufzähle und ihros Unglücks spotte. Die Revolutwnrn lassen sich, wie wir erfahren haben, die Vortheile, dre sie gewahren, theuer bezahlen; die Nachwelt wrrd entscheiden, ob die [este unvermeidlich war, od sie unter anderen Bedingungen geschehen- konnte; für uns, die wir in der Gegenwart lcben,*"ist sie becndigt. Eine neue, von Frankreich gcnehmigte, von Europa anerkannte Regierung isi entstanden und hat den mächtigsten gller Rechtötitel auf ihrer Seite: sie ist nothwendig. Dadurch sind Alle:! ihre Pflichten vorgeschrieben; wir sind berufen, diese noch schlvacl)e Regierung, unseren letzten Damm gegen die Anar- chie und den Dedpotismus, zu befestigen und sie mit der Natio- ncrlkraft zu unterstiißen; alles Uebrige isi untergeordnet. Dyna- stiexn treten, wie Sie sehen, ab, Regierungen ändern ihre Prmcipien und Formen, die entgegengeseßten Meinungen erhal- ten die Oberhand und unterliegen aiich ihrerseits wieder. Ueber diesen Wechselfällen schwebt die ewige große Frage der Ordnung oder Unordnung , des Guten odcr Bösen, der Freiheit oder der Knechtschaft. Wähler dieses Bezir- kes, in welchem alles Berständige siets in Ansehen stand, wo der praktische Patriotismus, wo die Religion, die Bewahre- rin der Sitten, immer geachtet wurde, die Sache der Ordnung ist die Jhrige; Sie werden ihrnicht untreu werden. Wählen Sie Ihren Deputirten mit Riickslchtnahme auf die schwierigen Ber- hältniffe, die uns driicken, auf die Gefahren, die uns im Innern wie von außen bedrohen. Nur die Eingebung Ihres Gewissens bestimme Ihre Wahl; Sie sind Ihre Stimmen Niemand schul- dig; geleistete frühere Dienste sind ohne Gewicht, sie sind triigeriscb, wenn sie nicht für neue, von den Umständen geforderte, Dienste Bürgschaft gewähren. Aus den Wahl:Urnen Frankreichs geht an diesem feierlichen Ta,e sein Heil oder sein Untergang hervor; auch Sie werden einen Zlntheil an dem Ausgange haben, wel- cher er auch set); möge er ein giiicklicher seyn! möge die jetzige Generation die Wohlthatcn der Freiheit im Schoße der Ord- nunZz, des Friedens und der allgemrxnen Sicherheit genießen.“ -- 8kack) seiner Erwählung zum Depntirten sprach Herr Royer- Collard folgende Worte: „Ich Habe mich um die Stimmen, mit denen Sie mich beehren, nicbt beworben, obgleich ich ihrenWrrtl) kenne; ich würde sie vielmehr abgewiesen haben, wenn es. mir vergönnt wäre, nur an mich zu denken. Die Pflichten, die Sie mir auflegen, gehen iiber meine, vielleicht iibcr alle menschlicke Kräftc;aus91chtung, Dankbarkeit, «Hingebung will ich versucß-rn, sie zu erfüllen, so lange das Alter es mir erlaubt und ich hoffen kann, meinem Lande niileich zu seyn. Mein ganzes chen ist Ihnen bekannt; wie ich vor 40 Jahren sprach und bandeite, wiirde ich am Ende dieser langen Laufbahn unter densrlben Unr- ständen auch noch jetzt sprechen und handeln. Sie wrffen, ja, ich wage es zu glauben, Frankreich weiß, wie ich die wiederher- gesiellte Monarchie begriffen, wie ich sie vertheidigt habe, indem ich die Rathgeber, welche se auf Abwege fiihrten, abzuwehren suchte. Da ich jest durch meinen Eid der bestehenden Ordnung der Dinge unterworfen bin, so ifi Niemand berechtigt, meine Loyalität in Zweifel zu ziehen. Ich fühle mich glücklich, daß ich Sie, meine Herren, zu Richtern habe, und bin stolz auf die Sympathie, die mich an Sie knüpft und mir Ihr Wohlwollen erhält; ich suche mich durch Ihren Geist aufzuklären, mich mit Ihren Gesinnungen zu bcseelen, und werde an Sie appelliren, wenn man mich verkennen sollte. Stets wird es die höchste Ehre meines chens fiir mich seyn, so viele Jahre lang und in so verschiedenen Zeiten der Abgeordnete Jh- rer Wahl gewesen zu seyn.“ -- Das Journal des Débats, dem wir Obigcs entlehnen, enthält auch eine Rede des Herrn Dupin des ?lelt. an die Wähler von Clamect), nach seiner Er- nennung zum Deputirten, worin er sein Benehmen während der letzten Session rechtfertigt, und die von seinen Koinittcntcn mir dem größten Beifall aufgenommrn wurde. in Clamect) mit 133 unter 167 Stimmen gewählt, obgleich seine Gegner sowohl ihn als seine Familie in Zeitungen und Pam: phletcn aufs heftigste angegriffen hatten.“
Im Temps heißt es: „Einige Zeitungen, und inöbeson: dere die ministeriellen, haben eine ganz eigene Sprache angenom- men, um die verschiedenen Parteien zu bezeichnen, denen die er- wähnen Dcputirten angehören. Sie theilen sie in 2 Klaffen ein und nenncn die einen „RoyalistisckxConstitutionnelle Depri: tirte“ und die anderm „Depntirtc der Bewrgimg.“ Dic erstere Benennung scheint uns höchst unpaffend; sie fest die zweite der- unrcrrmd scheint die Männer, die nicht zu ihr gehören, als Feinde des Thrones und der Person des Königs bezeichnen zu wollen. Ein Ministerium hat nicht das Recht, Kategorieen aufzustellen, seine Sache und sein System mit dem Schicksal der Krone zn Verbinden, sich fiir unverleßlick) zu erklären, wie diese„und dieje- nigen als Anarchisten oder künftige Zerstörer der Königlichen Würde zu bezeichnen, die sich nicht zu seiner Fahne gcscllcn wollen.“ .
Der National enthält einen Tagesbefehl dcs hiesigen Plas-Kommandanten Darriulc vom 4,3110, der folgendermaßen beginnt: „Der Marschall, Kriegs-Ministcr, hat dem Herrn (55e- neral-Lieutcnant und Divisjons:Befeblshaber seine l)i5chfte Vcr- wunderung darüber zu erkennen gcgcbcn, daß er gesebeii, wie, seinen Befehlen und Vorschriften zuwider, die Militatrs der Garnison von Paris und seinem Werckybilde fortfahren, Birr:
er und sogar diejenigen arbeitenden Klassen zu besurben, die in Folge der Lage, in welcher sic sich beßnden, Gruudsasx aii den Tag legen, welche im Widerspruch mat denen der constitutionnel- len Regierung stehen. Ein solcher Mißbrauch darf .rar-ter „den dermaligen Umständen nicht gxduldet werden; es ist nothig, ibm künftig durch wirksame Maaßregeln„zuvorzukbmmen.“ Dieser Einleitung folgt der Befehl zur Emchtungkemes Observations- Dienstes; ferner wird es aUen Unter-Yffizreren und Soldaten der Garnison verboten, sich auf den Plasen Chatelet und Greve,
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Herr Dupin wurde '
so wie in der inneren Stadt und auf den benachbarten Quaii, aufzuhalten.
' Man liest im National: „Wir wissen ganzbcslimmt, daß m Rennes dic liberalen Pariser Zeitungen vom 2ten, die dort am 4190 hätten anlangen müssen, dem Buchhändler, bei dem die „Niederlage aller Pariser Blätter ist, nicht zugekommen snd. Senie zahlreichen Abonnenten haben von ihm den Courrier, den National, die Tribune und den Constitutionnel gefordert und von ihm die Antwort empfangen , daß er nur das Journal des Débats und dessen ministerieUe Mitbrüder erhalten habe. Am 51er! war der Tag der Wahlen.“
Man schreibt aus Algier unterm 20. Juni: „ Da es jksk defirririv beschlossen ist, daß wir Algier behalten, so werden neue Vcrsrrgungen getroffen werden, um die Kultur allgemeiner zu verbreiten. Ein Bataillon wird in Buffarik, einem Engpaffe, 4 Meilen vim Blida und 4 Meilen von der Muster-Meierei, wo sick) bereits 2 bis 300 Mann befinden, kampiren. Von die- ser Stellung „aus kann man einen größeren Einfluß auf die be- nachbarten Yolkerschaften sowohl, als auf die Bergbewohner von Blrda, auöuben. Man beschäftigt fichBthätig mit der Befesti- gung von Oran. Die Wasser-Arbeiten werden vor Eintritt der fch1echten Jahres-Zeit beendigt seyn. So eben ist ein Einregi- sirrrrmgSÉBureau errichtet worden. Dies ist einerseits eine nüH- 11che Maaßregel, weil man dadurch in den Stand geseht wird, Nachrichten zu “erhalten, die einer regelmäßig bestehenden Regie: rung nothwendig sind, Und andererseits, weil sie der Einnahme neue Quellen darbietet. Der Gesundheits-Zußand ist im All- gemeinen vortrefflich und die Ruhe vollkommen.“
Von den beiden Rechtsgelehrten, v. Beaumont und v. Toc- queville, welche die Regierung nach Nord-Amerika eschickt hat, um s1ch mit der Verwalxung der dortigen Straf - Znstalten be: kannt zu machen, sind Nachrichten hier eingegangen. Bei ihrer ?liikurift in New-York fanden sie bei den dorti en Behörden die schmeichelhaftefte Aufnahme, und die inneren efängnißRegle. ments wurden ihnen mit der größten Bereitwilligkeit mitgetheilt: Sie haben bereits einige Berichte eingesandt,
Großbritanien und Irland.
ParlamentWBerhandlungen. Unterhaus. Siz- zrtng vom 8. Juli. Hr. Denison beantragte die Erlaffung eines neuen Wabl-Auöscbreibens fiir die Stadt Liverpool, deren Wahl er bekanntlich nicht angenommen hatte, und fügte hinzu, daß, die Susveirdirung dieses Ausschreibens wxder “KUW set), 1100) durch einen friiheren ähnlichen Fall sich rechtfertigeirlaffe. Sollte, so bemerkte er, in der genannten Stadt auch einmal das Wahlrecht gemißbraucht worden seyn, so würde dem doch ohne: dies dnrch die dem Hause vorliegende Reform-Bill abgeholfen werden. Dieser Antrag wurde von Hrn. Ewart, dem anderen in Lrverp_ool erwählten Mirglicdc, unterstützt. Nachdem Hr. Bc: nett aur Befragen des Marquis von Chéandos geantwortet hatte). das; es nicht seine Absicht sei), einer friiheren Ankündigung gemay, selbst den Antrag zu machen, der Stadt Liverpool wegen nachgewiesener Bestechlichkeit das Wahlrecht eines ihrer beiden „Vertreter zu nehmen, daß er jedoch jeden= von anderer Seite in dieser Hinsicht gxmachten Antrag unterfiühen wolle, erklärte Hr. E. W yn n, er würde sich jedenfalls der Erlassung eines neuen Wahl: Yusfthreibens widersetzen, bis vor dem Wahl-Ausschuffe des Hauses em Zeugen:Verhör über die ftüher in Liverpool vorgekommenen Unterschleise stattgefunden habe. Herr H. Garnet) erklärte sich gegen diese Anstrht, denn es sey, meinte er, etwas ganz Zufälli- ges, daß Hr. Denison zu gleicher Zeit in Liverpool und in der Grafschaft Nottingham, für welche er optirt habe, erwählt wor- den. Hatte man Hrn. D. nur in Liverpool erwählt, so würde gar kein Antrag auf ein neues Ausfchreiben gemacht worden se„yn, denn gegen seine Erwähluxk hätte nichts amgesest werden konnen, da nicht bei der lesten Dahl, sondern bei der im Jahre 1830 die Unterschleife stattgefunden hätten. Mehrere andere Mitglieder erklärten fich fiir die Verschiebung des Wahl-Llus: schre1bens bis nach geschehener ZeugenYlbhömng und einem dem- nachst zu machenden Antrage; Lord ?lltborp meinte jedoch, und zwar nicht in seiner Eigenschaft als Minister, sondern als Mitglied des Hauses, daß es hart seyn wiirde, die volkreiche Stadt Liverpool der Dienste eines ihrer so 1mentbehrlichcn Vertreter zu berauben; das Wahl-Ausschreiben könne daher immer einstweilen crlgffen werden, während die Untersuchung doch ihren Fortgang hätte. Sir (Tk). Wetherell meinte, er wiirde ein Verfahren, wie es der Kanzler der Schaßkammer im Sinne habe, als thöricht be: zeichnen muss!). Nach mehreren anderen Zwischenreden schritt das quis endlich zur Abstimmung und entschied mit 117 geqcn 99 Stimmen, die fernere Diskussion über den Antrag des Hrn. Denison bis zurn nächfien Montage zu verschieben. - In Be- zug auf drr Bill wegen Kontrr-llirung der Waffen-Einfnhr in Irland crklarte Hr. Stanley, daß, nachdem er gefunden, daß die beabfichtigke Strafe einer siebenjährigen TranSportation fiir ercn, der Waffen fiihre, die nicht regißrirt setzen, große Un- rrihc erweckt baby, er nicht Willens set), auf diese Bestimmung der 225511 zu bestehen. Hr. Hume fragte, ob der Kanzler der Schatzkammer. die Absicht hege, der Empfehlung eines friiheren Qomjrik's zufolge, noch in diesem Jahre ein neues Regulativ binschtlich dcr Miethskutschen und Kabriolets einzubringen, da das gegenwärtige System zu vielen Mißbräuchen An- laß gebe. Bord ?llthorv erklärte fich mit der lehren Bc- merkung zwar einverstanden,- doch meinte er, daß die Vor- legung eines neuen Negulativs in der gegenwärtigen Ses: sion schwerlich zu Stande kommen möchte. Derselbe Mini- ster erklarte auf eine andere Fra e, daß er*nicht die Absicht hege, auf die früher vorgeschlagene ?Oampfboot-Stcuer zu bestehen. Das Haus verwandelte sich sodann in einen Geldbewilligungs: Anssthuß nnd bewilligte unter Anderem 8373 Pfd. fiir Couricrc, zum Dienste des inneren Departements, und 35,125 Pfd. fiir Couriere zum Dienste des auswärti en Departements. Als der Antrag zur Bewilligung von 958 fd. 5 Sch- für Gehalte von Professoren in Oxford und Cambridge gemacht wurde, wider- setzte sich Hr. Hume mit der Erklärung, daß das Land nicht für
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