1831 / 203 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

MMU! MFM! ck erfreuliche Fortschritte" 111 der Erkenntnis? Got- tes unk sk nes ortes, im sittlichen Betragen, in den Elemen- tarMenntni-ffen und in den Handarbeiten, Auch im vergangenen Jahre bestritten die Kinder durch ihren Fleiß nicht UUU'" ihren eigxnuz Bedarf an .Kleidungs-, Näh- und Strickarbeit, soxdern 'kkskkklsten außerdem noch manche Arbeit der Art, !bkils fur die Knaben-Dlnftalt, theils für Geld auf Bestellung.“ Zu der Haus- und Gartenarbeit wurden sie ebenfalls fleißig thth- Die MP- K)?" smoffen einer dauerhaften Geslmdhkik- B,?" den) NUM)- rtsen Bestehen des Jnßimts sind nunmehr vter Madchen zu Dienstverhälmissen entlassen, in welchen sie sich“ großteytheils xm: Zufriedenheit ihrer Herrschaften betrggcfn. „Hwer Zogl111ge mußten wegen unbeßegbarer grober Unre11111chke1t den Jhrigen zurückgegeben werden.“ . ,

"- Nachrichten aus Memel vom 17ten d. zufolge, ,1st die Leiche des General; Gjelgud von den Polen 111 dem Bwouac, Welches man ihnen am 131c11 d. bei dem „Dorsc Strttrcn ange- Lviesen hatte, mithin auf diesseitigeni Gebtrtc,_„beerd1gt wordxn. Als seinen Mörder nennt man den LieUTNMUtSkUWkl vom 1yten Bataillon des zum Rohlandschen Corps gehörigen 7te11 Infan- terje-Re iments, und, wie man sagt, soll derselbe bald nach ver: übter !, at auch sich selbst erschossen haben. Das Girigud:Chla- powskische Corps besteht, ua,?!) emcm von letztgenanntrr-r Gene- ral der diesseiti en Behörde ubergebenen Etat, aus 2.508 Mann, worumer 35 tabs-Offiziere, 202 Offiziere verschiedener Grade, 2142 Unteroffiziere und Gemeine, 13 Chirurgen re.; dasselbe führte 6220 Offizier- und 589 Soldaten-Pferde, in Allem also deren 1209, nebst 6.1!anonen bei ßch, welche [eßtcre vor der Hand nach Vkemel gebracht worden sind. Den Truppentheilen narf), beße- hen jene Mannschaften aus dem 1sten Uhlanen- und dcm 111111 Natischer Kaleerit-Regiment, dem 2ten und 41911 leichten Ju- famerie-Regiment , aus den Artilleristenund den Justruktorm für die Formation der Jnsurgentcn; c:? brßnden sich'darunter überhaupt 307 Blessirte. Leßtere sind bereits unter Dach ge- bracht, und das übrige Corps ist am 14ten d. nach einem trok- kener und beser gelegenen Bivouac, hart am Mingeflxrsse bei Schemen, geführt worden, wo es, von Infanterie und Kavalle- rie umschlossen, in Quarantaine gehalten wird; der Gesundheits- zuftand desselben war bis zum Abgang obiger Nachrichten voll- kommen gut.

-- Nach Privatbriefen aui Königsberg vom 181e11 d. hat der Polnische General Rohland auf dem kurzen Marsche von Laugallen nach Coadjuten , wo er ins Preußische iibertrat, noch viele Menschen und 6 Kanonen verloren. Der in Litthanen und Schamanen nur allein noch iibrige Polnische General Dembitzki soll mit den unter ihm stehenden Truppen 4Mcile11 von Memel in einem Walde von den Russen eingeschlossen seyn, aber lieber von diesen sjck_ aufreiben lafftn, als nach Preußen übertreten wollen.

Aus Preußisch_Hollaud vom 18011 d. M. wird gemeldet, daß diese Stadt plöhlicl) in der vorherigen Nacht durch Wassersnoth bedrängt wordeu ist, indem das dicht an der Stadt fließende, sonst höchst unbedeutende Fiiißchen Waaske binnen wenigen Stunden 17 Fus; iiber den gewöhnlichen Wasserstand angeschwollen war; es hatte oberhalb Pr. HanUd Mühlen, Schleusen, Brücken u. s. w. fortgeriffrn und riß anch in ge- nanntem Orte die kurz vor der Stadt 113111101512 Briicke weg. -- Für den !lrtgenblick war dadurch alle Co11111111111'catio11 „zwischen Pr. Holland und Mühlhausen gehemmt, und da der Fluß die ganze Breite von Liebstadt ab bis zum Drarrse11:See durch1äuft und auf dieser Distanz alle Brücken fort waren, so war es vor der Hand auch nicht möglich, durch Umwege die Commrmication herzustellen. Das Unglück soll durch einen Wolkenbrnch bei Mohrungen und das dadurch entsiaudene Llrtstreten des Pona- rier See's herbeigeführt seyn. Man war inzwischen mit der Erbauung eines Floffes beschäftigt, auf weiche111 man Menschen überschiffen zu können hoffte.

-- Nash den neuesten Nachrichien ans Preuß. Holiand war am 19te11 die Waaske schon bcdkutrrid Jesuiten, und man izoffte, noch am selbigen Tage111itWagcn 11110 Pferden iiber: seßen zu können.

«* Die neueste Frankfurter Ober-Po1'ta11tts:Zeitung | meldet unter Frankfurt vom 17. Juli: „Die heute hier ein: getroffene Preußische Staats-Zcitung enthält ?ci11c weitere Nack): richten aus Warschau als bis 1111117111], mit dem Brmerkcn, daß die neueren Warschauer Blätter ihr 1111111 zugegangen sehen. Da uns die Warschauer Zeitung bis zum 91811 und ein Extra- blatt derselben vom 10te11 zugegangen ist, so entnehmen wir aus denselben folgende Nachrichten.“ (Es folgen 111111 einige No- tizen aus der Warschauer Deutschen Zeitung,)» - Da fiir unsere Leser in Frankfurt a. M. aus der Fassrmg dikscs Artikels das Mißverßäudniß entstehen könnte, als erhieite die Reduction der Staats-Zeitung diejenigen Blätter nicht, die glrichzeitig dcr Re: daction der Frankfurter Obcr-Po1'111111ts:Zeiru11g (ider Berlin zu: kommen, so machen wir für dieselben die Erläuterung, daß wir, wenn die WarschauerBlätter noch vor dem Schlusse unseres Blat: tes, also spätesteusum41ihr Nachmittags eintreffen, einen, den Um- ßänden nacb, größeren oder kleineren 9111115115; derselvrn 111111) 1111: seren auswärtigen Lesern mittheilen, zu deren theilrveiscr Befrie- digung gewöhnlich schon um 5; Uhr einige Tausend Exemplare der Zeitung abgedruckt seyn 1111111111. Geht 111111 die Warschauer *. Post noch zwischen 4 und 6 Uhr hier ein, so werden zwar die , Warschauer Blätter mit der Pon nach Frankfurt a. M. weiter ." “He ördert, doch können tvir-dm Inhalt derselben unseren axis: " "xp,;jxtjgen “Lesern erst am folgenden Tage 1111116211111, wcnn gieich wir unseren Abonnenten 11111 hiesigen Orte :,"eibft pine gedrä11gtc Notiz in der Regel noch 11111 seidigen Abend 11111311111111111 1111171311. Dieser Umstand ist wahrschxmllcl) der eraction dsr Fra1iksr1rrcr Ober.:-Po1*tamti-Zeitu11g 111chk [1111111111 5311111111, imd wird 1111) dieselbe seitdem auch „iiberzerigt (11111111, das; sis 11115 “so wenig »: schadet, als sich selbst BortherY-gcbraü): 0.11, indem (ie 1111112 wriierc Priifuwg unter den oben erwahmrn 92111159115115 dcr 26.111.1111111 Zeitung auch die nackißehende (111111116111; „(**-5 zeigt Jeb 111111, daß .'di'x .jetzien in der Preuß1schen St11at€§=Z1111111§5 angegxkencn DNN»; keité'n über das Gielgudscsye Corps 111 der Tbat fabelhast 11,111 erdichket sind.“

N e k r o 1 o x. '- 1)1-.Joha1111 Augusi Sari“, xdnigl. Wirkl. Geheimer Rath, Obrr-Präfidcnrvon Pommern, Ritter des eisernen Kreuzes zweiter Klaffc an1_1Vcr_s1an1mdc und Großkreuz des Rothen Adler-Ordcns mrt Etchcnlaub, wurde in Kleve, wo sein Vater 8151151111501) war, am 7. Okto- “ber 1764 geboren. Seine erste Bildung 1161211 er in der Schule seiner Vaterstadt (bis 1780) und 111 deni Joariymsrhaifthcn Gym- "nasium FU Berlin. Auf de11,1,l111versitatrn Yalle (1782-1784) -_ jmd Göttingen fiudirte er, die Rcchtöw1ffe111ckaft 11.111) Staats- «wirthstbafkklehkk' unter semeu Lyhrern 111111911 vorzuglich Meie- rotto, Engel, Woltär, von chlozer, Gluck nnd Beckmann in

seinem dankbaren Andenken fort. Nach Bollendurzg seiner aka: demisehen Studien arbeitete er, unter dem .Prasidenten von

1212

Jörder, als Auskultator (1785 und 1786) und als Re- ferendarius (1787) bei der Regierung in Kleve, ,bei wel- cher er im Jahre 1792, auf den Vorschlag des Ministers von Heinis , als Kriegs- und Domainenrath angestellt wurde , nach? dem er zuvor, von 1788 an, als Bergrath und Bergr1chter het dem Kleve-Märkischen Berg-Amte in Wetter gewesen war. BKW? Aemter brachten ihn in enge Verbindung mit dem nachmaligen Staats-Minißer von Stein. Durch die von ihm abgeschlossene denkwürdige Convention mit dem General von Hoche (1797) und seine Theilnahme an der Jmmediat:Vcrpflegungs:Ko111111rs- sion unter „Hrn. von Stein, welche ihn auf längere Zeit nach Bremen fiihrte, zeigte er sich, wie überall, als einen unermüd- lich thätigen, strengen, gewissenhaften und geschäftsklugen Staats- diener. Ein Preuße und ein Deutscher war er in. jeder leer.

In dem Jahre 1798 beginnt seine umfassendere Wirksamkeit in höheren Staatsämtern, zuerst in Berlin als Geheimcr-Ober: Finanzrath, zunächst für das Westphälffche Provinzial = und im Bergwerks: und Hütten : Departement und als Justitiarius bei dem damaligen Ge11eral:Direktori1m1. In den Kriegsjahren 1806 und 1807 hatte er Gelegenheit, sich um den Staat neue große Verdienste zu erwerben; indem er in Berlin an der Spitze der „Verwaltung zurückblirb, hierauf eine zeitlang im Kabiiwt Sr. Maj. des Königs zu Königsberg 1. Pr. arbeitete und dann mit der Uebernahme der von dem Feinde beseßteu Provinzen beauf- tragt wurde. Wenn es in seiner ausfiihrlichen Biographie jmd Charakteristik, welche die Stettiner Zeirrmg in Nr. 52, 53 und 54 enthält, von jener Zeitperiode heißt: „Er hatte nur Einen Wunsch, nur Ein Ziel, mit seinem Könige und Herrn, nach wechem sein volles Herz seufzte, und dessen Bild ihm stets lebendig in der Seele blieb, die Sorge ftir Sein sck1ver und hart geprüftes Volk zu theilrn und wie Er noch in dem Sturm der Zeit festznstehen und nicht zu wanke11“--- so wird gewiß ein Jeder, der ihm damals nahe 7111110, 11116 Ueberzeugrmg 1111171111- men. Als Geheimer Staat:“;rarh und als Ober-Prasidenr drr Kurmark, Neumark und von Ponnncrn (1809) wirkte er in dcm: selben Geiste fort.

„In vollem Vertrauen auf seine bewiesenen treuen Dienste, auf seinen festen Mut[) und kräftigen Sinn“ (Worte eines an ihn erlassenen Allerhöchstcn Kabinetö-BefehiS) geruhten des Kö- nigs Majestät, ihn zum Civil:Gouvcrneur des Landes zwischen der Elbe und Oder, auöschl. Schlesien (1813), und im folgen: den Jahre zum Genera!:Go11Ver11eur vom NiederMhein (1814) zu ernennen und ihm, in der letzteren wichtigen Stelle, seinen Wohnfis in Vlchen anzuweiscn. Von dort ging er im Jahre 1816, mit dem Range eines Königl. Wirkl. Geheimen Ratth

und dem Prädikate Excellenz, ais Obcr:Präside11t vot1Po111111er1111ach

Stettin, wo er bis zu seinem mm 2817111 Juni d. J. erfolgter: sanften Tode in großem Seegen gewirkt und fish mir gerechte Ansprüche auf den Dank des Vaterlandes erworben hat. Der Bau des Swinemünder Hafens und der Chariffeen, ingleickwn die Errichtung der musterhaften Straf- und Besserungs-Nnßait zu Naugard, so wie vieler andrrcr nützlicher Institute, während seiner Verwaltung der Provinz, sind Werke, weiche seinen Na- men stets im ehrenden Andenken der Provinz erhalten werden. „Riihrend - heißr es a. a. .O. " und im Sinne des Enr- schlafe11e11 und seiner trauernden Gattin war die Feier, mit wel- cher die thcure Leiche in den Nach1nittagssiu11de11 dcs 1stc11 Juli (auf seinem nahe gelegenen schönen Landsitze) zm Erde bestattet wurde, und die in der Stadt und Umgegend unter allen (“311111- den den freiwilliZßen herzlichsten Yntbeil fand.“

Sc. Maj. dcm Könige blieb der Vollcndcte bis zu dem letz: ten Hauche seines Lebens mit der ehrfurchtvollsrcn innigsten Liebe und Treue ergeben; das Vaterland trug er in guten und bösen Tagen in seinem Herzen, und das G::rc wvllre cr allezeit mit innerer Entschiedcnhcir und 1111wa11deibarer Redlichkeit. fei11e111Berufe treu crfundcn worden; wer iim an den Aussprnrh dcs Plinius: „111111111 UUÜL 112111110111 0.1, 111011151 1111111116, 1134111311111 1101115 111111011110, 1113118111115“ crimxerte, dem setzte er scincn ie: bcnöfrische11,tapfere11 Wahlsprnch: „Jm Guten stets vor- wärts!“ entgegem. So arbeiteie er fort, bis die NarHt kam, da Niemand mehr wirken kann. Er entschlicf, wie Einer, der von schwerer ?lrbeit müde ist und weiß, daß sein Erlöser [evt. „Selig die Todtcn, die in dem Herrri sterben, denn ihre Werke folgen ih11e1111ach.“ . .

111: * =*

Cholera.

In Danzig waren muß den neuesten amtlichen BericHtm krank hinzugekonnnen genesen gestorben bleibenkrank.

am 16. Juli 52 2 8 .) 41 . 1,7. : 41 26 2 17 48 = 18. : 48 21 2 1.5 51

Es sind bis dahin in Danzig, dessen Bevölkerung inc]. 6000 MaM Militair, 59,000 Serien zählt, erkrankt genesen gestorben bleibcn krank.

überhaupt ....... 7.32. 152 546 54 und zwar vom Militair 145 59 78 8 Vom Civil ....... 607 93 468 46

iiberhaupt waren Wohnungen abgesperrt 502, Bis zum 181111 d. M. entsperrt 246 Bleiben mithin gesperrt 256. In der Sperre befinden fick) 409 Personen über 14 Jahr alt "365 : unter 14 : =

W mithin in Summa 774 Personen.

Das Kra11kc11i1a1xs auf dem Holm ist am 161211 eine Kon111111111:9111111111 11111g1schaff111 worden, weil in Kranke mehr Vorhanden find.

Jm “Danziger Landkreisr: krank, hinzuge: genes. gestorb. bleich

d. M. in ihm keine

kon1111e11, kraUk.

11111 11. Juli 111 Bohnsack - 1 : 1 : = : - : inblan - 1 : 1 : : 12. : : chbndc : 1 : 1 = : 1.3. : : Oliva : I 1 : * : 15. = = Dommacbau: 2 : : 2 Im Neustädter Kreise:

in Rahmel 2 = : 1 1

in Brück 2 : 2 : :

in Zoppot = 3 1 2 : J111KarthauserKrcise: ' am 13. Juli in Scmlin : 1 : 1 : : 16, : : chkau : 1 : 1 :

Aus, dem Dorfe Rheinfeld sind, auße den bereits ange- zeigten, keine neue Erkrankimgen vorgekommen. Aus den Dorf- schaften der, Halbinsel Hela mangeln nähere Berichte.

Aus Neustadt wird gemeldet, daß dort am 181en d. M. bei einem Landwehrnmnne des Stolpeschen Bataillons sich Symptome der Cholera gezeigt haben, und daß derselbe am 19. fruh verstorben ist. Gleich nach ihm erkrankten, unter ähnlichen

Er ist in ,

Symptomen zwei Knaben, von denen bereits einer ein O" des Todes wurde. Die herbeigeeilten Aerzte haben sich einstjml mig dahin erklärt, daß diese Erkrankungs- und Sterbefälle d„ Asiatischen Cholera" zugeschrieben werden müßten. Es sinds, gleich die nöthigen Vorsichts-Maaßregeln gegen die Weiteryex: breitung des Uebels ergriffen.

Neuerlich sind in Danzig wieder zwei Aerzte angekommen nämlich der von der Immediat-Kommission dahin gesandte ])1. P,; arts Elberfeld, welcher mehrere Jahre sich in Mexiko aufgehajt,n hat, und zwar zu einer Zeit, in welcher dort das gelbe Fieber

Allgemeine

Preußische Staats=Zeitnng.

herrschte, und der Ober-Arzt Thune aus Kopenhagen, auf Ven anlassrmg seiner Regierung, 11111 die Cholera Fründlich kennen, lernen. Er ist sogleich in den Militair- und Livil-CholeW-Hospj, tälern beschäftigt worden. - _

Aus Elbing eingegangene amtliche Berichte geben folgend, ' „.... „_ «.___.--„_„_ Uebersicht iiber den Stand der Cholera: “““““ **" "““" ""' '

krank hinzugekommen genesen gestorben bleibenkranx . . 3 1 2 Amtliche Rachrtchten.

Am 12. Juli »

: 13. = 2 9 3 8 ,

=1.(-. - 13, :, _- 5 8 Kronrk des Tages.

: 14). : _8 14 "'“ 10 12 " , ,

: 16. = 12 16 „- 10 18 Seine Majeftat der .Komg haben den bei dem Staats- - 17, = 18 8 _- 4 22 jnjfterium, dem Ministerium des Königlichen Hauses, dem : 18. : 2-2 18 »“ 13 27 Ministerium! des Innern und der Polizei und bei dem Gehei-

Jn einer Woche also 73 » _46 Personen. In ihren Wohnungen wurden behandelt 38 Und starben 30513111 Jm Cholera-HoSPitale ......... 35 : - 16 :* Bis cht sind 52 Häuser abgesperrt worden. Von Seiten der Orrs-Sanitäis:Ko111mission geschieht, was unter solchen Umstäm den 11111“ irgend geschehen kann. Fast jede Straße hat ihren 11 genen Kommissarius, der täglich den Gesundheits-Zusiand 11: Bewohner dersclben untersucht, weil dies unmöglich von den 'Llcrztcn, deren Aufmerksamkeit durch die Kranken geniigend ja Nnspruct) genommen wird, geschehen kann. Ein Arzt hat Wäh- rend der Nacht stets die Wache, und ein i111Polizei-Bureai1 bereit gehaltener Wagen befördert ihn möglichst schnell zum N11 Erkrankten.

Leider haben sich auch scho11 in der Nachbarschaft von E1 bing dic S11111ptox11e der Cholera gezeigt. In dem Dorfe Roh- land ist bereits eine Frau unter der Cholera verdächtigen Zei chen gestorben und eine Person unter ähnlichen Zeichen erkrankt. Der Ort ist demzufolge abgesperrt worden.

Im Tilsiter Kreise, Grunbinnenschen Regierungs-Be-

en Staats- und Kabinets-Arrhiv angestellten Geheimen Regie- ngsrath Tzscl)opve zum Geheimen Ober:Regierungsrath zu nennen geruht.

...-q- 4

JhreMajestät die „Königin der Niederlande sind nach 1111 Haag abgegangen.

Bei der am 22fte11 d. M. geschehenen Ziehung der 1sten [ase 641'ier Königl. Klaffe11:Lotterie fiel der Haupt-Gewinn 111 5000 Rthlr. auf Nr. 12,661; 2 Gewinne zu 1200 Rtl)lr. 11111 auf Nr. 60,092 und 76,202; 3 Gewinne zu 800 Rthir. qur. 18,687. 53,517 und 72,019; 4 Gewinne zu 300 Rthlr. uf Nr. 20,711. “26,401. “39,672 und 87,084; 5 Gewinne zu 00911511. auf Nr. 21,544. 40,156. 50,974. 72,931 und 92,424.

Der Anfang der Ziehung 2ter Klasse dieser Lotterie ift auf en 18. August d. J. festgesetzt.

Berlin, den 23. Juli 1831.

König!. Preußische General-Lotterie=Direction.

Angekommen: Der Kaiser]. Russische Feldjäger Tscher- off, 1116 Couxicr von Wien.

“Debatten werden den Ka.11pf der Meinungen auf sein wahres

zirks, sind in den Dörfern er- ge: ge: bleiben

. krankt nesrn storben krank . - Coadmthcn vom 4. bis 10. Juli 9 3 _5 1 .

Mcdisckykehnwu vom 4. bis 11. Juli 3 - 3 - ' , ' Uigßcnvomi).bis11.Jnli.... 1 1 -- » ZthUUgs-Nachrlchten. WerFmeningken vom 9. bis11.Juli 1 -- 1 -- A U s [ a n d.

Jm Srallnpöhner uud Pillkaller Kreise des Gum- birmer chiernngGBezirkes sind weiter keine Linzeigen von neum beunruhiaenden Erkrankungs-Erscheinungen eingekommen, 11111 mehr befinden sich in ersterem mehrere Kranke, deren Zusjand anfänglich bedenklich gehalten wurde, bereits in der Besserung.

Auch in Kögsten, im Mcmelcr Kreise, Königsberger Re- giernngs-Bczirkes, sind keine neue Erkrankungen an der Cho- lera hinzugekonnnen. Aus allen iibrigen Kreisen der Provinz Preußen 1111111211 die Nachrichten vollkommen befriedigend.

Frankreich.

Paris, 16. Juli. Herr Guyot hatte gestern die Ehre, dem önige und der Königin in St. Cloud den Almanach royal et ational fiir 1832 zu iiberrcichen, deffen Herausgeber er isi.

Der heutige Moniteur bemerkt: „Aus der Ruhe, welche 1u11sere111 gefirigen Berichte über die Scenen des 14te11 Juli crrschtc, ließ sich schon abnehmen, daß die auptfiadt nach dem irmen, den man sich hervorzubringen beim“: t hatte, tiefer Ruhe nieße. Andererseits zei t der Nerger, um nicht mehr zu sagen, 11111 einigen Zeitungs: irtikeln durchblickt, die' getäuschte Er- artung, und auch dies ist der gelindcste ?lUSdruck, des Partei: * eisies. Alles ist zur Ordnung zurückgekehrt. Die Verwaltng immt nur einen Theil dieses Werkes der Erhaltung für sich 111 lnspruch; ste beeilt sich, das Hauptverdienst der bewundxrnswer- hen Nationai-Garde und den treuen Linien-Truppen beizulegen, ie sich neue ?lnspréiche auf dix) dffeZtliche 211111111153 e„rzvorTZ-n ?!.)ch- * - , .. , , cn o*wie der 11 er 1 re wa ren ntere en un 11 er re =

In Charlottcuhurg: DÖW gcxhente Herz, Lumpiei 111 19111 chiensder Regierung Z) aufgeklärten VLölkerung von Paris “?"?“ SM): PaUlM') Y'LIZUF Der bene Ton, Lustspicim , nd der arbeitsmnen Klasse, die weder der Aufreizung bedarf- 4 215109111111gc11 VM "l" E' «0111er. (DA?" G1“): Leopoldine, m ihreBediirfnisse zu begreifen, noch des Soldes, um die Feinde als GMWUL') _.- hrer Arbeit und ihres Wohlstandes zu bÖkämpfcn. ?sixes war

. . estern iir dic Ausrechteryaltung der rdmmg ver woren,

„-. „K 0 U * I ß a bft 1 sch e s T h e a t e r. „_ egSnindef erhoben fich, wie im Juli v. I., zur Eroberung der Q CN'UWMÉ- 2.3' JUN“ Das Irrenhaus SU DM)", oder: rciheit.?luchmiiffc11diejenigen,welchesichrühmen, die Revolution .»cr Wahnsinnige, Meiodrmna m 3 Akten. [lein ge111aci1t zu haben, einsehen, daß es ihnen „nichc möglich si, dieselbe ohne die Unterstiivung derer zu vernichten, die von buen fast angeklagt werden, nicht dazu beigetragen zu haben; ierin liegt das Geheimnis; des Juli von 1830 und_des Juli on 1831. Der glückliche Erfolg ist daher in diesem Jahre even o gesichert, wie im vorigen.“

Folgendes isi der 1111151 des National,

, Kö11isliche Schauspiele. Sonnabend, 23. Juli. Jm Schauspielhause: Die Ahn: frau, Trauerspiel 1'11 5 Abtheilungen. (Dlle. Gier): Bertha, ali Gastrolle.) So1111tag, 24. Juli. Jm Schauspielhause: Bettina, Oper in 1. Akt, nail) Scribe; Musik von K. Blum. Hierauf : Arlequiu in Berlin, komisches Zauber-Balieti112 Abtheilungcn, von Hogued

_-

Zßklinsr Zörze. ])81122..]11111831.

111111]. [**(111118- 11116 (Je]ä-(ZourZ-Jéttel. (Z),"szz/Ix. 60117.) welcher die (ge-

!Z/Üi-Wl's/LWLU- [2/73119716-4 Tzu ßrwahhntc) BesFZUld-igung (31an das Miniffierdiitnx entfxalxé

* - * 1. _ » x . - - -"-'""- , 15er arte das ! ini erium 1 er genug an 1e ewa ne ZT HB,.CFZUZUFYZ ? ZZ; ZZ? YFZ; FIRTH" ? : 13? „Nacht und auf die Nationai-Garde gerechnet, umx_s1ch nur arif M'- 151611. 1111]. 22 5 967“, 95T !(nr- 11.118111» 111). 4 _ 194; erstühen; es fühlte aber, daß es einer seiner wurdigeren Mt- 111.111.Z1. 01-1. 30 4 8113, 811.1, 8111111131110 110. 4 106 - j1 bedürfe. Den ganzen Tag über hat ma" im Fanboms S*- ](r11111.0111.111,1.(;. 4 87,“s -- 111151. 1). 11. 12-11.11. - 5.3 - ntoine unter den 21113111 und mit dem Wissen aller Welt an: W011111.]1jt.§c]1.(]0- 4 877", _- 238011. ä.l(.- u. K. - 54 "" gkblick)? brodlose Arbeiter angeworben; man kaspkach dem Mann Y_bxk']; Zkäät-Uk-UZ- 4 90? ?()? 3Fr., wenn sie die jungen Leute, die sich durch die KoYarde am FFTFÄTZZIZ T1 97: JZ“ 1101] 7011 ]) 11 91 __ Hut mid durch das Iuli-Band i111 Knopfloche guözmhnxten, 11.111171!" 111. 11], __"' 3517 __ MTM“,- "7" 111119“ : H„? __ dUkchprugeln wollten. Man wird mehr ermangxln rm Moniterzr 11171131»; jxs'zmzxzx', 4 9sz 93 y„;€ch„;,.bzz,0r _ 12? 121 111 sagen, es seven schlichte und wackere Arbeiter gewesen, die (11015112. 905. 110. 4 94-1- - 0151301110. . . * ' _. 37 4; nur von ihrem Unwiiien und ihrem richtigen Smne dazu getm- " 7 den Worden. Was wir aber hier behaupten, werden wir vor

wenn man es wagen sollte, uns anzugreifey, "Join wir hiermit herausfordern. Die 1,500,000 Franken sur d'? Polizei haben dazu gedient, Durchpriigler zu bezahlen, obisleicb 18,000 Mann unter den Waffen und die Umgebungen "M Paiis mit Truppen besetzt waren.“ -- Der Moniteur er: Wiedert hierauf: „Wenn man auch die in diesem Artikel enthai- Tenen Angriffe gegen die arbeitenden Klassen, die keiner Aufre1= Wg bedürfen, um ihre Interessen zu begreifen und gegen dre Feinde ihrer Arbeit und ihres Wohlstandes Unwillen, zu empfin- dkn, bei Seite fest, so ist in demselben außerdem eme Anxlage vorhanden, welche die Behörde nicht mit Stilischweigen uber: Sehen konnte. Daher wird der National aufgefordert werden, slk Vor den Gerichten zu behaupten.“ ,

, „Der Temps stellt folgende Betrachtungen an: „Die Ruhe vollig wiederhergestellt, und der vorgefirige Tag wird nur dazu d“IW, die beklagcnswerthe Verblendung derer zu zeigen, welche “"i die Vorsteliungen der Presse und aller Bersiändigen nicht ** haben hören wollen. Es ist ein trauriger Beruf, den sich einige u"besonnene junge Leute auferlegen, eine Partei zu repräsenti- kxn, die gar nicht vorhanden ist, und das widrige Schauspiel ""kaecklosen Fanatismus zu gewähren, den die Feinde der vemnnfkigm Freiheit zu benutzen wissen. Die vorgeoftrigen U11- ",ihen zeigten die Schwäche der Anstifter und wenn diese sich ge: »“ haben, so darf man lauben , daß dergleichen Scenen slch mcht erneuern werden. Ueßrigens wird der nahe bevorsiehende

" . Gericht beweisen, JuswartxZo Zörzon. UmnburZ, 20. „11111.

ÜTZZTTR'. 5111'01'. 11191311. 82. 4 rot'. 69:1. 1331111-116150111020- K1193.]:-11Z1.11111.88§. KU88.Ü;"11 1111111 1. ()61'1. 84-„1. ]):in.59;. 9011185-

81. [)etorsburZ,12 .)111i. llamburZ 3 111011. JF. Ziibsr-Üubel 371-Zc [(op.

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YQUDZPQ "LCR IBU "UQUMLÜIT'M .

P axis, 16, Juli. 5Proc. Rente ]11'. (30111111. 87. 80. 5" 00111“. 87. 85. Zproc. 111'. 130111111. 57. 90. 1111 00111". 57. 95. 511“);- neue 91111211» der 120 Mill. 87, 5proc. Neapol. pr. 9011191. 67- 55. 1111 130111. 67. 60. 5vroc. Span. Rente perp. 48731-

Frankfrtrt a. M., 19. Juli. Oe'fterr. 5proc. Metall. 80:71- 8072. 4proc.68-,5,-. 6870» 2-Z-proc. 414.231“. 1proc,17Z. 17,1. Bank- 1111. 1236. 1234. Partial-Obl. 1164. 116,7. Loose zu 100 31. 1565. Br. Pom. Loose 42. 4,171.

Nedacteur I o h n. Mitredactcur C o t te [. „._.-MMW»

Gedruckt bei A. W. Hayn-

Berlin, Sonntag den 241ien Juli.

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Zusammentritt der „Kammern allen Ungewißheiten, welche die Ursache dieser Unordnungen sind, ein Ende machen. Alle Par- tei-Beweßtmgen werden vor dem AUSdrucke dcs National-Wun- sches zurucktreten, und das Minifierium wird uns mit dem Re- sultate seiner Unterhandiungcn bekannt machen. Diese wichtigen

Feld zizriickfiihren. Mit Ungeduld muß man insbesondere der M'rttheilrzng der auf die Jtaliänische und Belgische Angelegen- hett' bezuglichen Aktensiücke entgegenseheu, welche die Kammer gewiß verlangen wird. Das Schreiben des Kardinals Bernetti an Herrn v. St. Aulaire ") zeigt, daß die Räumung der Römi- schen Staaten durch die Oesterreichischen Truppen nicht so leicht isi. Von dxm Französischen Ministerium, wie der Römische Hof dies thut, eme öffentliche und offizielle Erklärung fordern, durch wel- che es der Römischen Rcléierung gegen die Rückkehr der Unru- Zen Burgschaft leisten so , heißt nicht nur, eine durch den dazu inlaf; gebenden „Verdacht erniedrigende Maaßregei, sondern das Unmögliche verlangen; dé'nn es scheint uns, das;, wenn das Mi- nisterium ein solches Geheimniß besäße, es dasselbe fiir sich selbst bxhalren würde. Wir wissen nicht, wie unsere Minister sich aus dieser schwierigen Lage ziehen werden, in welche der behutsame Geist der Päpsilichen Politik sie verseyt, bemerken aber, daß man einen solchen Antrag bei einem Ministerium, das die Rechte sei- nes Landes mit Würde und Energie geltend zu machen wüßte, nicht gewagt haben würde.“ *

General Belliard ifi zum Empfange des Prinzen Leopold von hier abgegangen.

Der Moniteur meldet: „Die Fregatte „ia Syréne“, die bisher vor der Mündung des Tajo gekreuzt hat, ist am 121en d. in Brest eingelaufen, um Lebensmittel und Wasser einzunehmen. Der Contre-lemiral Baron Roussin war am 24. Juni vor dem Tajo angekommen und hatte sich mit den in den dortigen Ge- wässern befindlichen Französischen Kriegssthiffen unmittelbar in Verbindung gesetzt. Das unter dem Befehle des Contre-Admi- rals Baron Hugon von Toulon abgegangene Geschwader wird sich bereits mit dem Contre-Admiral Roussin vereinigt haben, und die Mission, mit welcher dieser Ober-Offizier beauftragt ist, ist jeyt wahrscheinlich ihrer Beendigung sehr nahe.“ «-

91111 9. Juli ift das Portugiesische Schiff „Julius Cäsar“, Von 900 Tonnen und mit Thee , Rankin und Leder beladen, in Brest eingelaufen; es wurde, von Rio:Ia11eiro kommend, am 131e11 v. M. von der Korvette „Diligente“ genommen und führte eine ansehnliche Summe haaren Geldes in Piasiem am Bord;

am 10ten d. wurde der Portugiesische Dreimaster „Dom Al- phonso“, vou 500 Tonnen, mit Leder, Kaffee, Rois, Baum-

wolle, Zucker, Taback u. s. w. beladen , ebenfalls nach Bresi ge- bracht; er wurde am 20sien v. M. von der Korvette „Melpo- möne“ genommen; das in 200,000 Fr. bestehende haare Geld derselben ist auf die „S'ordne“ übergeiaden worden.

Bordeauxer Blätter enthalten folgende Mittheilung des General:Lieutenants Baron Janin: „Das Linienschiff „Suffren“ hat am 1. Juli nach einer lebhaften Kanonade un- ter den Bakkerieen der an der Tajo:Mü11du11g liegenden Forts ein mit Koionial-Waaren beladenes Fahrzeug weggenommen. Dom Miguel hat seinen Minister der Justiz und der Gnaden, so wie den Polizei-Jntendanten von Lissabon, abgesetzt.“

Die Behauptung der Oppostions-Blätter, daß nicht Herr Persil, sondern Herr Gammt in Comben zum Deputirten ge- wählt worden ser), ergiebt sich nach einer in den heutigen Ze]- tungen enthaltenen Erklärung des Ersteren, daß er allerdings m jenem Bezirke ernannt worden, als unwahr. Das Journal du Gers meldet, daß die Ernennung des Herrn Persil von “den Wählern von Combey als ein Sieg betrachtet und daß 1h1n Abends eine Serenade zur Entschéidigung für die Spottmusik m Condom dargebracht worden set). . ,

In einem Schreiben aus Ge11f vom 10.„Iul1 heißt “„S: „Die Herzogin von Berry hat vor kurzem zwei Tage lqng m- kognito in dem Dorfe Paquis, vor unseren Thoren, verwe1lt und ist über Aix und Chambery nacb Turin weiter gereist. „Die Bäder von Aix und St. Gervais m Savoyen sind gegenwcrrttg mit ausgewanderten Anhängern der'vorigen Regierung angefullt, welche hier das Schauspiel von Koblenz im Jahre 1730 erneuern.“

Dem Temps zufolge, find sechs Offiziere des Invaliden- Hotels gestern friih verhaftet worden; einer derselben soU der Falstbwerberei fiir die Karlisten bcschuidigt seyn.

Der Ami de la Charte schreibt aus Nantes vom 12. d.: „Das Vertrauen der Anhänger Heinrichs K*. ist so groß, daß einer derselben neuiicl) um 1000 Fr. wetten wolite, Heinrich *,", werde in kurzem den Französtschen Thron besteigen. ?luch sind einige Münzen mit dem Bildnisse Heinrichs ). im Umlaufe.“

Aus Mans vom [31011 T:. meldet man, daß der dortige Präfekt zwei von Paris gekommene, von den Karlisten 1111gewor- bene Schweizer [1111 verhaften lassen. -- Dax; ZrtchtpoiizenGer1cht von Savenay (Departement der OYicder-Ldtre), [1111 einen Mann und eine Frau, die zwei widerspe11xiige„Milnairpskircbtrge bet sich verborgen gehalten hatten, zu einmhrigem Gefangmß und, W einer Geldbuße von “300 Fr. Verurtheilt. --- Das Zuchtpobzm: Gericht zu Angers hat den Grafen von Maquillé, auf dessen Meierei man Pulver und andere Munition gefunden hat, zu “3000 Fr. Geldstrafe kondemnirt. '

Der Messager de Marseille vom 9. d. meldet: „D1e Abbés Mazenod, Tempier und Coulin, Verfaffcr der gegen den hiesigen Maire, Hrn. Rosiang, bei Gelegenheit der Wabien ge- richteten Schmähschrift, smd am 5. d. 1111131111) vor) Marsx1Ue ab- gereist. Der unerschrockene und ungestume ?lbbo Cotzlrn batte sch früh bei einem Friseur dic Locken abschneiden und 1e111e,Ton- sur mit einer Haar:Tour bedecken lassen; “9" _Rasiren ließ er den Schnurrbart sieben und schlich sich da11n„m xmem schwarzen Rock, weißen Beinkleidern, gelber Weste, 1111t einer ungeheuren

dreifarbigen Kokarde am Hut und dem Juanrden «1111 Knopf- loche, in den nach Gap gehenden Personenwagen. Dieses geist- liche Trio begiebt sich nach Fretburg.“

„183,1.

0

Der König hat dem Redacteur des Propagqteur de la Gj- ronde, Chatelain, der am 5ten Mai wegen eines Preßvergehens zu 6monatlichem Gefängniß und zu einer Geldbuße von 1200 Fr. verurtheilt wurde, den Rest seiner Strafzeit erlaffen.

Der General Dubourg wurdc vorgestern nicht in der Nähe des Odéon-Theaters, sondern in einem Krankcrxhause zu Chaiiwr um 5 Uhr Morgens in seinem Bette verhaftet und von dort

„nach der Polizei:§präfektur abgeführt; auf dem Verhafts-Befehl

waren einomplott gegen die Sicherheit des Staates und die Vertheilung von Kriegs-Munition als Grund angegeben.

_ Der ZahnarzßDefirabode zeigt in den Zeinmgen an, daß 1em Sohn , Studirender der Medizin und 17 Jahr alt , vorge- stern zwar schwer verwundet worden sei), daß man aber dennoch Hoffnung habe, sein Leben zu erhalten.

' Der gewesene Bey von Titeri, der sich noch immer in MM: settle befindet, wird von “dort gegen Ende des Monats nacb Alexandrien abreisen, wo erscb niederzulaffen gedenkt.

Großbritanien nnd Irland.

Parlaments-Berhandlungen. In" der Sismg des Oberhguses vom 15. Juli reichte Lord King eine berxits in der vorigen Session von ihm in Anregung gebrachte Bit! zur Aenderun und Verbesserung des Gesetzes hinsichtlich dec Zehen- ten-Erhe ung, ein. Der Bischof von London beda1erte, daß der Lord es uber sich genommen, eine solche Bill ei1zubringen, da _doch der Erzbischof von Canterbury eine ähnliche Bill, welchc demelben Zweck habe, dem Hause bereits vorgelegt. Der Her: zog v. Wellington protestirte gegen die Bill des “Lord King, der sich dadurch m Dinge einmische, die er (der Herzogé für eben so heilig wie Privat-Eigenthum achte, und die man mgreisen wolle, ohne dafür eine verbältnißmäßige Conweusation z: gestat- ten. Die Bill des Lord Kin wurde inzwischen zum e11'ienmale verlesen, worauf derselbe no mehrere Bittsthriftcn zegen das Zehenten-Syfiem überreichte. -- Als sodann die drirc Lesung der Bits ßattfand, in Folge deren mehrere hundert Lide, die sonst bei der Accise- und Zoll-Erhebung gefordert wurdn, abge: schafft werden, sagte der Bischof von London, das: er" als Die: nxr der Religion diese Maaßregel nur von ganzem Herze1 unter- stützen könne; doch sprach er den Wunsch aus, daß eineähnlicbe Abschaffung viele andere Eide treffen möge, die jetzt an "ehrercn Municipalftätten und Gerichtshöfen iiblich seyen, und Sie, oline daß an den Institutionen des Landes etwas gefährdes oder daß der Lauf der Gerechtigkeit behindert werde, recht gutabgeschafft

werden könnten. Viele sogenannte freiwilli“ Eide radelte cc Xnébosondovo, so wi- nam-nflv'kb don cu.1«-.mch, Oak; die „PLUM!!!-

geber der Sonntags-Blätter die Zahl der Stempel beschwören müssen, die von ihnen gebraucht werden. »» Der Marquis von Londonderry legte nun (wie bereits kurz erwähnt“ worden) dem Grafen Grey einige Fragen in Bezug auf den Stand der Belgischen Angelegenheiten vor: „Da ich gehört habe“, sagte er, „daß ein erlauchter Prinz morgen abreisi, um die Regierung eines anderen Landes zu übernehmen, so scheint es mir nothwendig, daß das Haus erfahre, ob die mit diesem Ereigniffe in Verbindung stehenden Unterhandlungen been- digt sind? Ist dies der, Fall, so wünsche ich zu wiffcn, ob der edle Graf wohl diejenigen Papiere, welche von Zeit zu Zeit theilweise, wenn nicht ganz und gar, in öffentlichen Blattern erschienen sind, auf die Tafel des Hauses legen will? Für die genauerenUmsiände dieser Angelegenheit hege ich, sowohl ihres besonderen Charakters halber, als wegen der dabei betheiligtcn Parteien, ein großes Interesse. Es ist in der That etwas sehr Merkwürdiges, daß gerade der edle Graf (Grey) und sein edler Freund (Lord Palmerston) jenen erlauchten Prinzen vor dem Schiff: bruch in Griechenland bewahrt haben, um ihn in einen so gefährlichen und stürmischen Ocean zu schleudern, wie derjenige ist, den wir aus gewiffen Unterhandiungen kennen , die der Zukunft noch so viel zu thun überlassen und so wenig bisher zu einer endlichen Aus: gleichung gebracht haben. Bei dieser Gelegenheit erlaube ich mir auch die Frage, ob der König von Holland vor der Abreise jenes erlauchten Prinzen seine Zustimmung zu den Prälimimar: Artikeln gegeben hat? Ertheilt mir der edle Graf hierauf eine befriedigende Antwort , so will ich für jetzt nicht weiter auf die' Vorlegung von Papieren dringen, was ich jedoch binnen kurzem

zwischen möchte ich doch'auch wissen, ob die bedeutende Summe von

wird, damit er sie in einem fremden Bande verzehre, so wie'ob' die Besoldung seines Regimentes auch ferner beibehalten werden soll? Möge es mir gestattet seyn, bei dieser Gelegenheit “die Bemerkung zu machen, daß mit Hinsicht auf die Ovposition,

unter allen Individuen , die zu diesem Zwerke ausgeßtcku wer:

die Erhaltung von Ruhe und Frieden in Europ_a isi. (5111111111- poraire Beruhigung mag wohl erlangt worden seyn: wcnn jedoib

reich und England auf die Länge der Zeit erhalten werdcrixodcr daß die Ruhe von Europa durch die jest ergriffenen Maaßregriw gesichert werden kann, so isi dies ein großer Jrrthum.“ - Der," Graf Grey antwortete: „Unsireitig erwarten Viele der hier 1111: wesenden Lords, daß.ich _von den eben vernommcnen Bc.- merkungen gar keine Notiz nehmen werde. Inzwischrn erkläre ich dock), daß ich, sobald die DiSkussion in rr:

schätzen werde, dem edlen Marquis jede Bemerkung zu beant- worten, die er alödann

Rath zu ertheilen, theiiung gemacht werde,

*) Siehe den Artikel Italien.

gewiß thun würde, wenn eine solche Antwort nicht erfolgte. Jn-J__

50,000 Pfd. jährlich dem Prinzen ami;- ferner auSgezahlt werden-

welche der Prinz wegen seiner Verhältnisse zu England findm, möchte, so wie in Betracht der immer zwischen Frankreich .und * England herrschenden Eifersucht, so sehr auch die Minister sich , sch111eicheln mögen, daß sie jetzt beigelegt set), der «Prinz Leopo!d_»'

den konnten, der nnpaffendfie isi »- wenn nämlich dixser ZWLCÉ .

919111111111 wird, daß ein vertrauliches Verhältnis: zwiswen Frank.“ “'

gelmaßiger Weise vor das Haus gebracht wird, mich glücklich -

für nöthig erachten möchte. Sobald es .'- die Minister für angemessen halten werdxn, Sr. Majcsiät den'. '- daß den Parlammtshausern eine solche Mit- -. dürfte diese auch sogleich erfolgen. Bis:, ' her hat man es der Discretjon der Minister uberlassen, iiber die? Zeit und die Art und Weise solcher M1tthe1lungen zu bestimmen, -

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