1831 / 254 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

als sie einige Tage vorher bei der Ernenming der Bureaus einqn Sieg dabongetragen zu haben glaubte. Wenn iibrigens die Kammer die Frage Über die Pairie 11ichk mit der gehörigen Weis- brit eiirsäéeidet, so liegt die Schuid niibt an der Nachlassigkeit der nicht: periodischen Prcffc. Eine wahle Cholcra-Morbus bon BWWÜWU iibcr Erbiichkcit imd V'kichtcrblichkeit ist täglich erschie- nen und giebt Grund, fiir das Schicksal des Gesetzes besorgt zu sehn; wie ist es möglich, alle Welt zu befriedigen, wenn jeder »Pitblizist cine gedruckte Mcimmg iiber die beste der Republiken vorzeigen kann. Die periodische Preffe ("„ckck-309911, die eine be- stimmic Richtsckmnr ihres Beuchmkns zu befolgen hat, zeigt in dem AUSdruckc ihrer Gedanken große Vorsicht. - Auch die Bud: gctö-Konunission ist ernannt, und zwar sind wenige Männer der Majorität in dieselbe gewählt worden. Die Sache ist leicht er- kiéirlicb; bei den Zahlen handelt es sick) nicht Um Prinzipikn, und zur Priifimg dcs Biidgets sind Finanz:?)iäinier nöthig, - cDie voigestern “von eiiiem Dcpiitirtcn gemachte Proposition Wegen Bcrmindertmg dcs Gehalts derjenigen Provinzial:Staats: Beamten, wclche Depittirte smd, bat, wir wiffcn nicht warum, vorlärißge Gciichiiiigimg bei der Kammer gefunden. Die da- durch erzielten Ersparniffc WLiÖkU gering sehn, imd manche Fa- milie wird in Kiimmcr und Unruhe versetzt Werden. Nach der Art, wie man seit einiger Zeit in Frankreich das Wort Erspar- nis; Versteht, scheint es, daß jeder vom Staate besoldete Beamte

iir sciiic Mitbürger ein persönlicher Feind und fiir die Nopnla- . , . * f ]. von 6000 Fr., so wie um den Prcis des Kronprinzen von 3000

ritätsJägcr cin willkommenes Wild skl).-- Der vom Großsiegei- bewahcci der Kammer vorgelegte GescH-Cntwucf über die Re- form des Strafgesetzbuches enthält trefflicbe Bestimmungen; die chrhimg dariiber ist aber noch weit im Felde, und da:“: po: sitivc Jiiikkcffc deseibm verschwindet vor dem eines po- licistixixi (iiescyis, dessen die Parteien sicb bemächtigt haben. TDU“ Himmel gebe, daß man nicht in kurzem genöthigt sehn

Vriiaiiiiiiiiiiigcii, Kollektiv: Gcsuckie 11. s. w. -

sci; iibeix "di? Nationalgarde geseizt, und seine ganze Gsxfiiichkcit

isi iii Z.Ziiiiiidigcin Gefängnis; verurthcilt worden.-- Die Theater

:voizxeiii sicb bariiiiickig, die “.)[rmensteucr zn zaixlmi, Und zwar im- 1c»: dim BOTWWÖL, dai; sik es nicht viriiii'»:bxei1. ?.?Tihoi'dc betht aber eben so barmackig darauf, die Stelter zu

das; [“Er Dev Vm] Algier nach Paris gekommen sei), um in seine ,

chicrimz wichr chim.“.esctxt zii werden: dies ist aber ein Jrrthum,“ 247191111? dcr Priifung do:“, (dcseH-Ciitwurch; iiber die Pairie

bcaiiiimgic .K:.*iiiiiiissioii lzat' Hirrn Bércngcr zu ihrem Bericht- .

rrstutxikr crwßizii.

Das Journal du Commerce will wissen, daß zwei .*

starke Divisionen von der Nord-Armee in der Nähe der Belgi- iiiicn Gränze stehen bleiben würden, nämlich eiiie Infauterw: Division iiiiter dem Oberbefehle dcs GeneralÉieutcimnts Iamin bci Wider Liiiiicimiit Lallenmud bei Méziéres.

'Die gestrige Meldung des Mouiteur, daß das Hauptquartier ÖW *TIi'arschail Gérard Und das des Herzogs von Orleans iiach »).iiaubeuge verlegt werden würden, veranlaßt den Temps zii ioigcnder Bemorkung: „Wir fragen bloß, ob der Herzog bon Orleans oder der Marschall Gérard die Armee kommandirt, und wer von beiden also ein Hauptquartier haben muß. Es wäre riidlich einmal Zeit, auf jene niedrigen Schmeicheleien zu ver-

zichten, wodurch man sich unter der vorigen Dynastie oftmals so . * wai'tcten, ersaimen eine

lächerlich gemacht hat.“

Der Minister des öffentlichen Unterrichts h_at nunmehr, sci: .

nem vor einiger Zeit an den König erstatteten Bericht gemäß, ; von einander vom »))kinifierimn des Innern bis zur Druckerci

- auf, und sobald die Deponimng geschehen, meldeten sie es ein-

die Kommission ernannt, welche die bedeutendsten inländisckicn imd fremden Wcrkc iiber den Elementar-Untcrricht priifen soil. Präsident derselben ist der Staatsrath Baron Dégerando. Mit- giieder sind: Herr Jomard, Mitglied des Instituts, L. Von Jus: sien, General-Sscreiair der hiefigen Präfektur, Etienne d. Sohn, Rath bsim Rechnuiigshofe, die Herren Alfred v. Waillt) und Lo- rain, Professoren der Rhetorik, Burnouf und Lebas, Konferenz- Meister bei der Normaiscbule, Soulice, Unter-Bureau-Chef im Ministeriimi des öffentlichen Unterrichts, Villemeureux, Licentiat. Herr Dclbecqne, Divisions-Chef in dem genannten Ministerium, versieht die Functionen cines Sec'cetairs.

Der Moniteur giebt heute in 5 Verzeichnissen die Na- men 1) der Witwen der an den drei Julitagcn Gefallenen oder an den Folgen der erhaltenen Wunden gestorbenen Bürger (eine jede derselben erhält eine lebenslängliche Pension von 500 Fr.); 2) der Waisen, deren Väter oder Mütter an jenem Tage ums Leben gekommen oder zum Krüppel geworden sind, und der elternlosen Mädchen, die ihren Bruder verloren haben (von je- nen erhält jede eine Pension von 250, von diesen jedes eine solche von 150 Fr.); 3) der ?lscendenten der an den gedachten Tagen gefallenen Bürger (mit einer Pension von 200 oder “300 Fr.); 4) der damals verwundeten Bur er (mit Pensionen von 300 bis 1000 Fr.): endlich 5) solcher

fünfte 243.

Der Graf Clausei, welcher fich wegen seiner Erhebnnx; zum Marsxbail eine? neuen Wahl unterwerfen mußtc, ist Von dem 2ten Bezirks-Wi1v1:.Kollegiizin des Departements dei“ Ardennen

(Rhetel) fast einmiithig, nämlich mit 226 unter 234 Stimmen, » . größten s))iittelpunkte, ziehen würde. Städte des Inlands machen geltend, daß es leicht sei), ohne "

wieder gewählt worden.

In Samt-Gernmmf-en-Lahe haben, bci (Zilegcnhcit doi, Jkskblikk) (“N' BMW? “ULM ZUÜÜUNÖM, Ernenimiig zweier "Lid: _mtanten dir National-Garde unangenehme- ?liiiiriitc stattgciim: den. sich in den Reihen zoigtcn, um den Truppen vorqesceili zii wc“;-

dcn, ertönte Von allen Seiten das (ßescbrei: Wir wollen "sie

nicht!“ Ein großer Theil der Nationai:('_55ardc wollte atis dci! Reiben ausrreten Mid wurde nur durch die Bciiicrkimg zurückge- halten, das; es sich nicht zicme, seine Fahne zu verlassen. Der Präfekt des Departements der Seine und Oise ist von diesem Vorfaile benachrichtigt worden.

Der hiesige Erzbischof benachrichtigt in einem Briefe, den die Quotidicnne und das Avenir mittheilen, die Pfarrer seiner Diöcese, daß er die Fortsetzung der von diesen beiden Blättern eröffneten Subscription zur Erbauung eines neuen erzbischöflichen Palastes nicht wünsche, da er bei der Regierung darum nach- gesucht habe, seinen zerstörten Palast aus eigenen Mitteln wie: der erbauen zu diirfen.

Die Revue de Paris enthält eine von Herrn Jai verfaßte unterhaltende Beschreibung eines Besuchs, den er dem Ex-Det) von Algier abgestattet hat.

Gestern Mittag um 2 Uhr fanden hier auf dem Marsfelde

. geben; eine große . Feste herbeigecilt, . mag., das» (Jessi; gegen die VolksMuflänfc aufs neue anzuwenden. drr Umgegend herbeigestromtcii Franzosen, die demselben ais Zu: Einige Sbiiiptome der Vliifrsgimg haben sich bereits gezeigt, wie iihaiier beiwohnen wollrcn. Der friedliibe j

Saiiit Siiimiiximis hat sich in offene Rebellion gigen das Gk- ?

Dis Armen: '

crhcbcii.- chi iobciwwerthcWahlem, die dssHsrrn Carl Dupin ? Ein großer Kutter von 190 Tonnm blieb bloßer Znschaiicr

mid des Admirals v. Rignt), haben die schon bekannte Majori: .' dein KWON, da er “ls MUMM chkck bekannt ist UND M EUR mi dchaiiiiiier nocb vemnchrt. » Viele Leute sind fest Überzeugt, . skiiiikkkil _WkkkfüWM ÖM Pkkis WWUIUWJM l)“!“-

' Fraiikieiii) keine Liist:Yacktcn fiir die See gebaUt werdcn, so konnte kein Französisches Schiff an der Preis-Bewerbung Theil -; .- Canning hat in einer der letzten Reden, die er im Parlam

' hielt, erklart, daß das Spanische Volk einer freien Regie«

und eine KaVaUeriwDivision unter dem General:

! vaifthreiben aus Paris VNL! 2.

erwimdeten , denen ein - fiir allemal eine Entschadigung bewilligt worden ist (300 Fr. ; während zWeier Jahre). Die erste dieser Liften enthält 244 Na: Z MM- M IWM? 326, die dritte 266, die vierte 467 und die 5 im Jiilande

In dem Augenblicke nämlich, ivo diese bcidmi ?ldiui'anicn 3 den ski), aiich natariickwrmcise der Handel der zumBerbrauch im

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die Pferderennen um die beiden Königlichen Preise von „resp. 5000 und 6000 Fr. statt. II, MM. und die gesammte Konig- iiche Familie bei'hrtcn diese Festlichkeit, bei welcher der Haydels- Minister den Vorsitz fiihrtc, mit Ihrer Gegenwart. Bei dem ersten Rennen liefen 6 Pferde. Dcn doppelten Sieg errang d:r Oubhou, ein dem Herrn v. Nitrillac gehöriger 51ahriger Hengst,

welcher die Bahn (4000 Mötres oder den zweimaligen Umkreis , des MaröfeldeS) das ersikmal in 5 Minuten 4“?- Sekunden, das ;

zweitenml in 5 Minuten 63 Sekunden zuriicklegte. Um den_zwci- ten Preis stritten 5 Pferde. In einem zweimaligen Lame er- rang denselben der Hjahrige Siwio ' das Ziel das erstcxiiai in 5 Miimien 63- Sekundcn, das zweitcmal in 6 Minuten 4-Z-Sefunden erreichte. Zwischen beiden Reimen wurde ein Privat:Reimen zwischen der .Eglc, einer Französischen Eiiite dcs Lord Seymoiir, und einer Q'ngiischen Stitie des „PN)„E-"lkkk gehalten. Die Wette galt 200 Fr., wozu Se. Majesmt noch 500 Fr. hinzuzufügen _qeruhtsn. Den Preis gewann die Egle, Welche die Bahn (2000 *).ikiitrcs, oder den eiimialigm Umkreis des MarsfcideS) das eriicmal in :2 Minuten 27?- Sckundcn, das zwcitcmal in 2 Min. 32; Skk, durchlief. Eine unglaubliche Menge von Zuscbaiterii hatte sic!),zn diesem Fests eingefunden, das von dem schönsten Wetter begiinstigt wurde. Der ehemalige

diplomatischen Corps bei. , , Rennen um den von dem Konigc personlich auögeseyten Preis

Fr., statt.

Die Wettfahrt, welche der Englische YaM-Klitb jährlich in

* Chkrbourg zU veranstalten pfli'gt, ist dieSmal höchst glänzcnd aus: Lord Yarborongh hatte daiiir 800 PP Sicrl, atisge: _

gefallcn. * ' . Anzahl vornchmer Englander war zu dicicm

imd noch viel größer war die Menge der aus

Wohnimgcii waren in Chcrbourg gar nicht mehr zu finden, und „Viele der Schaulustigcn mußten im Freien iibernacbtrn; 40-45 Yachten nahmen im der Wettfahrt Theil. Der erste Preis, in einem goldciicn Bciher, 3-4000 Fr. cm Werth, bestehend, wurde einer der kleiniien Yachtcn, die als Goclette betakclt war, zu Theil. Tages zuvor war das Wetter schlecht gewesen und die See hoch gegangen; ein starker Iam- wind wehte, als diese Menge kleiner Fahrzeuge unter Segel ging; dex

Da

in

nkhmcn. Dcr getroffen. Lim 2th und Zten wurde vor dem hiesigen Znchtpolizei-

Gencral-Liciitenant Schneider ist aus Morea hier ein-

Gerichte der anch in der Deputirteii-Kammer znr Sprache ge- . kommune Prozeß der Herren Mouret und Camus gegen den ; Beide Kläger -

; fiihrt,

Marqnis Gaiimn v. Larochefoucauld verhandelt. wurden mit ihrer Klage abgewiescn.

Der Niederrheinische Courier meidet in einem Pri: . ' ' ' Folgen die glorreichen Tage von Paris und Bruffel chair;

Sept.: „Die Gessllschaft der Volksfreiinde, die sich durchaus zu einem Gegenstande dis Gc- spräche; maihrn will, giebt noch immer wöchentlich ein kieinxs Blatt hiraus. Da der Befehl ertheiit worden, das Blatt, so

oft es erscbiint, in Beschlag zu nehmen, so erwartete mmi ge: . Ministerium des Innern nur die gesesiiche Depomrung .

stern iin eines Exemplars, mc abzusenden.

um sogleich den Commissair zur Vcschlagnah-

entgehen; eine Anzahl derselben stellte sich nämlich je 40 Schritce

ander durch Schwenktmg der Hüte. Anf diese Weise kam die Nachricht in zwei Minuten bis nach der Druckerei. Der ,im Kabrioiet herbeigeeilte Commissair kam nur 5 Minuten später an; allein sämmtliche Exemplare des Blattes waren bereics versandt.“

- In einem von der Allgemeinen Zeitung mitgetheilten Privatschreiben aus Paris vom 30.901310? heißt es: „Das Ge- seH iiber den Transit, welches das Ministerium der Kammer vor- gelegt hat, ist der erfie Schritt, den Frankreich zur Annäherung an eine liberalere Handelöpolitik thiit; bisher war das Prinzip, daß der Transit verboten sey, und die Erlaubnis; dazu war die Auönahme, jetzt ist der freie Transit das Prinzip, und verboten sind nur bestimmte Artikel. Die Oeffnung der Rheinschifffahrt ist das Motiv, welches diese Maaßregel herbeigefiihrt hat; Frank- reich fürchtet, allen Transit zu verlieren, wenn es sein Es- seis nicht in eben dem Maße liberaler machte, als die Schwie- rigkeiten der Rheinfahrt sich vermindern. Das neue Gesetz ist aber höchst unvollkommen, und seine Wirkung muß sehr beschränkt bleiben, so lange es nicht durch die Errichtung von Entrcpots in den großen Städten des Inlands von Frankreich, namentlich in

. Paris, vervollständigt wird; auch haben die Handelsstädte sogleich

ihre alten Forderungen erneuert und schicken Deputirte nach Pa- ris, um ihr Jutercffe in dieser Sache zu vertheidigen. Die Seestädte protestiren aufs heftigste dagegen; sie behaupten, cs sei) ihr natürliches Recht ein Entrepot zu haben, während es nur fiktiv sehn, und Gelegenheit zu Contw- baiidc ohne Maus; und Ziel geben wiirde; sic fürchten die Vernichtung des Kapitals, das sie in Magazinrn u. s. w, be- sitzkn, und den „Verlust dessen, das sie im KommissionH-Handel umtreiben, und das sich natürlicherweise nach Paris, als dem Paris und die anderm

Gefahr im" den Staat ein wirkliches Entrepot im Innern zuer- r:chtch; daß da, wo die mcisicn Konsumenten, die größten Ka- pitalicn und der Zusammenfmß aller Einheimischen und Frem:

Innern und zur ?litsfuhr bestimmten Waaren sehn miiffe; daß die Größe der Vorräthe die Biusnmhl, also den Handel, erleich- tern und Fremd? anziehen werde, in Paris, statt in Amsterdam und London, sich zu versehen; daß die Douanen dem Verkehr und Erwerb genug schadcten, ohne noch durch Vorcnthaltung

deffen, was sie ohne Gefahr zugestehen könnten, den Handel mit I

dem Auslande zu vernichten; daß die Seestädte selbst ihren „Vor- theil darin finden wiirden, einen Mittelpunkt zu haben, wo die Größe der Kapitalien und der Bedürfniffe sie immer eines gün- stigen Absatzes der ankommenden Waaren versicherten, während jetzt die einzelnen Häfen leicht temporair überführt würden; und

daß es für se von Intercffe set), einen Ort zu haben, an dem sie *

ihre Ladungeii jeder Art im Augenblicke sich verschaffen könnten, ohne erst an verschiedenenOrten anzulegen, um die verschiedenen Waaren, aus denen ihre Ladung bestehen sollte, einzunehmen. -- Die Admini-

fikation ist sehr geneigt, die Forderungen von Paris zu befriedi- * v ' tereffen Großbritaniens im Auge gehabt. - Der Herios *

gen, und der Hauptgrund , der sie biöher zögern gemacht hat,

des Lord Schnwiir, Weicher =

Die Mitglieder des Vereins aber, die dies er: _Z seitiame List, um der Beschlagnahme zu :

liegt nicht in der Sache selbst, sondern in dem Charakter. Handels in Paris, wo die Kapitalien mehr in Händen „, Banqniers und Agioteurs, als in denen von wirklichen Ka

leuten, sind, so daß man fürchtet, der Waarenhandel werde;.

Spiel auSarten und das Entrepot eine zweite Börse Werd wo man in fiktiven Käufen mit nicht vorhandenen Mauren s- im und dadurch den soliden und allein dem Staat vortheilh. ten Handel verderben werde. Allein das Entrepot ist Eine natürliche Folge des Transits, daß diese Griinde die Erricht. von jenem wohl nicht mehr lange hindern können, was ein

eigniß von der größten Wichtigkeit für Siiddeutschland w.)

In der Hoffnung auf die Belebung des Waarenzugs, w,] diese Aussichten versprechen, bilden sich mehrere Gesellschq“ fiir Errichtung von Eisenbahnen, welche von Paris nach Orlea nach Chalons sur Saone und naeh Rouen gehen folien, welche b/hne Zweifel eine nach Straßburg nach sich fühk wiirden.

Großbritanien und Irland.

Parlaments-Verhandlungen. Oberhaus. Sz zung vom 5. Sept. Der Graf v. Aberdeen _iiberrei.

» eine Bittschrift von Kaufleuten, SchiffSrhedern, Fabrikanten .

Dei) vou Algier wohnte demselben ebenfalls auf der Tribune des H Lliideren, die ein Interesse beim Handel mit Portugal bab

Am nächsten Sonntage fiiidcn die 5 und die sich sämmtlich dariiber beschweren, daß ihr Geschäfts

' so vielen Bceincrachtigungen und Schwierigkeiten auSgesehts,

auch persönliche Gefahren sehen damit verbunden, weil dasB nehmen bei Englischen Minister gegen Portugal in diesem Lan eiiie feindselige Gesinnung gegen alle Engländer erzeugt h. Der Graf nahm diese Gelegenheit wahr, aufs neue darzurh.

wie nothwendig es sei), daß die alte Freundschaft Englands undPon

galsniwtunterbrochenwerde. Man wiirdeihm zwar, fügte er hin auch diesinal wieder den Vorwurf machen, eine despotischeH schaft unterstiisen zu wollen, er sev jedoch weit davon entfe

' Zwar ivolle er nicht, wie das Ministerium, iiberall dieFreih,*

ausposatmcn, in keincm Falle hege er jedoch eine Vorliebe“ despotisckoe Regierungen. Jm Auslande interessirten ihn ich andere Eigenschaften noch mehr, als die Form der Regieru. namentlich ob diese von Liebe zu England und zum Frieden .. scelt se». Die Portugiesische chiemng set) freilich eine “bi luke und höchst Unvollkoimnene; dies sei) sie jedoch schon Vikli'xi J.;hrcn, ja seit vielen Me11scheimltern, während „.' iher Zkik doch das vertraulicbsie mid freundlichst? „Verhältniß; schen den beiden Ländern existirt habe. „Es ist ausgemacht fuhr der Redner fort, „dai; die Portugiesen keine freie Reg“ rung haben wollen; das giebt jedoch keinen Grund ab, un freundschaftliches Verhältniß mit diesem Volke zu unterbrech

und Verfassung abhold set); daffelbe kann auch von dem Po giesiswcn gesagt werden. Wir mögen die Portugiesen immer als abergläubische unwissmde Menschen verspotten; die Thats bleibt aber darum doch. Und sehen die Portugiesen welche Folgen die Revolutionen in einigen Ländern herbei so darf man sich micht wundern, wenn sie einer Veränderung noch abgeneigtcr werden. Sie sehen, wei

sehen, wie vicie Banerotte ausgebrochen, wie viel lend d' Revolutionen herbeigefiihrt imd besinnen sich darum mit

ehe sie dem Beispiel Frankreichs und Belgiens folgen. S

denn unsere eigenen Versuche, freie Verfaffungen in ander Staaten einzufiihrcu, so ausgefallen, daß wir uns bewogen * den können, dasselbe in Portugal zu thun? Den Pom» will man eine Constitution aufdringen, wie jener Vater sei! Tochter einen Mann, der sie wider ihren Willen glücklich sollte. „„Ich bin fkst e:1tschloffe11““, sagte dieser Ba' „„meine Tocbter glücklich zu machen, und bräche ihr auch

' Herz dariiber.““ Gerade so spricht unser Ministerium mit Be

aufPortugal. Wann wird jedoch einmal das Ende eines solcheni nehmenseintreten? Was ist der Erneuerung unseres Frenndscba“ VerhältniffcsimWege? NichtdieUsurpation DomMiguels! * diese, wcnn es eine solche ist, hat die Bestätigung der eige ?lutoritäten Portugals und der großen Mehrheit der Nation halten. Seitdem Dom Miguel von den Ständen von Lam anerkannt worden, sind 3 Jahre verfloffeii, während welcherF das „Volk, den Europäischen Mächten zum Trotz, seiner Re] rung zugethan blieb. Dom Miguels persöiilicher Charakterb kein Grund seyn, unsere freundschaftlichen Verhältnisse nicht erneuern; die Befolgung eines solchen Prinzips wiirde nur heilbringend seyn. Freilich ist in dem Verfahren Dom Mig Vieles, das ich nicht gutheißen mag; wir haben jedochd die Lage zu bedenken, in welcher sich seine Regierung beim Die Britische Regierung hatte ihm den wohlmeinenden ertheilt, mit Milde zu regieren; darauf erfolgte die wort, daß die Portugiesische Regierung nichts sehnlicher w; sche, als mit Milde zu herrschen, daß jedoch nothweu die Europäischen Regierungen der Portugiesischen ihre Un siiitzimg leihen müßten, damit sie in den Stand gesetzt werde,“ Milde verfahren zu können. Das gegenwärtige Britische M“ fierium ist, der Politik halber, die es in Bezug auf Porto beobachtete, in gewisser Hinsicht für die Strenge verantworili welche die Portugiesische Regierung ausiibt. Ich gebe zu, ', sich der Portugiesische Sonderain einiger Handlungen schUi gemacht hat, die ich nicht gutheißen mag; ich kann jedoch!" glauben, daß er alle die ?lusschweifungen begangen, welche Gerücht ihm beimißt, denn mir ist Von gutunterrichtetentk ten und Augenzeugen die Versicherung ertheilt wvrden, da!; ins Publikum gekommenen Berichte über diese AusfchweifUW auf das höchste und léicberlichste übertrieben sehen. Eineßi jedoch durch amtliche Dokumente fest, daß nämlich wäbx der dreijährigen Regierung Dom Miguels, also zu "' Zeit, wo sich die Regierung unter den schwierigsten U stände" befand, nur 22 Hinrichtungen in Portugal ,s?" 9971!"de haben. Dies beweist, daß Dom Miguels Regie" keineSWeges so thrannisch und blutig ist, als man sie gern ck dert. Streng ist sie, wie jede schwache Regierung, aber auch Strenge hat man mit vieler Uebertreibung dargestellt.“ - ** Graf ging "UU zu einigen anderen Betrachtungen mikai auf die Portugiesische Frage über und ließ sich namentlich'“ die Invasion der Franzosen und über deren Wegnahme derP tngiesischen Flotte sehr weitläuftig aus. - Graf Grey bescliw' sich über das von dem Redner beobachtete Verfahren; derskl sagte kk- habe eine Masse von Dingen zur Sprache gebra' wiewohl doch die Aktensiiicke, welche das Ministerium voriuleg versprochen habe, und aus denen man das Nähere wiirde tks' können, noch nicht vorlägen; er enthalte sieb demnach “"ck a weiteren Erklärungen, werde aber bereit dazu sehn, [ob der Gegenßand ordnungömäßig zur Sprache komme, wo *" auch zeigen wiirde , daß die Minister in Allem, was sie 9“ oder zu thun beabsichtigt hätten, immer die Ehre und d'?

*ellington nahm mm das Wort und sprach sich in einer zführlichen Rede gegeii das Benehmen der Franzosen in Por- gal aus. Die Marqms von Londonderry und von Lans- wne ließen sich ebenfalls noch vernehmen , worauf die Bitt- rifk- die zu dex Debatte; Anlaß gegeben, auf die Tafel gelegt rde- (Nachtrage aus„dteser Debatte behalten wir uns vor.) Unterhaus. Sitzung va 5. Sept. Da noch immer in neues Wahl-Ausschreiben fur, die Stadt Liverpool, die seit m Anfange der Session nur Einen „Vertreter im Unterhause abt, erlassen worden, so'tritg Hr. G. Vernon darauf an; Betracht der, Bestechlichkeit jedoch, deren sich die Wähler von verpool schuldig gemacht, wurde der Antrag von 76 gegen 35 timmen verwbrfen. Hr,“ Bennett erhielt darauf Erlaubniß, eBill einbringen zu durfen, wodurch dem Bestechungs-Sy- m jn Liverpool ein Ende gemacht werde. - Hr. Hunt kiin-

gte fiir den folgenden Tag einen Antrag auf eine Adresse an, der Se. Ma]. gebeten werden solle, „9 alle Kron:Schuldner aus dem Gefängniffe zu entlassen d außerdem 24,000 Pfd. zur Auslösung anderer wegen kleiner - chulden im Gefängnisse befindlicher Leute zu bewilligen. - ;

Ausstbusse iiber die Reform-Bill genehmigte das Haus ohne sonders interessante Erörterungen die Abschnitte 34 bis 43. 7

London, 6. Sept. Der König traf vorgestern Nachmit- sum 4Z Uhr von Windsor im St. JameKPalast ein.

Der Herzog von Wellington wird bei der bevorstehenden önung als Lord:Groß:Konfiablcr bon England fungiren.

Am Sonnabend Nachmittag hielten die Bevolimäcbtigten rfiinf Machte eine Konferenz, welcbe drei Stunden dauerte. n demselben Abend spät wurde noch ein Minister:Rath zum [genden Tage zusammenberufen , der mehrere Stunden der: mmclt blieb.

Der John Bull hat in seinem neuesten Blatt: die Nach: ..t mitgetheilt, daß die Englische ReJerung auf das dringende „suchen der iibrigen Mitglieder der . 'onferenz in der vorgesiri: n Nacht einen Courier mit dem bestimmten Veriangeii abge- ndt habe, daß alle Französische Truppen Bcigien räumen soil: n, bevor eine Festung angerührt wiirde, und da“ die Portugie- che Flotte an Dom Miguel zuriickzegeben werden solle. Der ourier erklärt diese Nachricht fiir durchaus unwahr und fiigt nzn: „Wie sehr auch die Räilliiinlg Belgiens durch die Franzö- chen Truppen der Wunsch unsert-r Rigierimg sTVU mag, so nnen wir doch versichern, daß dieselbe niemals einen ernstlichen rund gehabt hat, an der Aufrichtigkeit des Herrn Cas. Pé'ier Betreff seiner Erklärimgen Über diesen Punkt zu zweife'ln. as wir vor einem Monat aus offizieller und authentischer nelle sagten, können wir jetzt wiederholen, daß nämlich die anzöfische Regierung versprochen hat, alle ihre Truppen aus .eigien zurückzuziehen, sobald die anderen Theile der Kon: renz die Sicherheit jenes Landes gegen einen wiederholten ngriff der Hollander garantirt haben werden, mit Ausnahme doch einer solchen Macht, als Leopold fiir eine beschränkte Zeit klangen diirfte, um die innere Ruhe des Landes aufrecht zu halten, welche in den Händen seiner unorganisirtcn Armee “cht gesichert set). Das Recht eines solchen Beistandcs von eiten der Französischen Regierung kann, wie wir glauben, nicht . Frage gestellt werden. - In Bezug auf die Angabe wegen

rPortitgiesischen Flotte, so ist wohl hinreichend, zu bemerken, ; ß, da unsere Minister in beidenParlame11ts:Häusern das Pri- mRecht Frankreichs anerkannt haben, man nicht vorauöseßen .; mit Bewunderung gesehen, wie derjenige, welcher die erste Wiirde

nn, das: sie nach einer solchen Anerkennung eine Forderung auf: eilen sollten, die mit ihren eigenen Grundsätzen und selbst mit ren eigenen Ansichten im Widerspruch stände.“

Der Atlas sagt: „Wir bernelmien aus zuverlässiger Quelle, gegenwärtig ein Agent der Französischen Regierung in Lon: n ifi, der iiber cini Lieferung von 500,000 Gewehren unter: -ndelt; 100,000 Stiick nd ihm schon zugesagt, und an dem rst wird mit großer Thätigkeit gearbeitet. .Wir wissen wohl, ß unbestimmte Gerüchte dieser Art vor einiger Zeit im Um- uf maren; aber fiir die Riihtigkeit des eben erwähnten glau- n wir bürgen zu können.“ Dkk Courier bemerkt dazu: Wir glauben, daß unser Kollege in Bezug auf die Ausdeh- ung des Auftrages falsch berichtet worden isi; die Angabe selbst er ist übrigens vollkommen richtig. Der Marschall Sonik hat - für unmöglich befunden, die ihm nöthige Anzahl Gewehre in ankreich anfertigen zu lassen, und hat dcöhalb zu den Fabri: n dieseß Landes seine Zuflucht genommen, obgleich die hiesigen reise hoher sind, als die in Frankreich. Die Anzahl der be- eiiien Gewehre beläuft sich, wie wir glauben, auf 250,000 tuck. Ein seltsames Zusammcntreffen ist es, daß nicht lange or der Ankunft des Agenten des Marschalls Sonic ein beden- nder Auftrag an Waffen und Munitionen für die Agenten der courbons auögefiihrt worden ifi. Zu gleicher Zeit mit obigem Uftkage hat das Französische Ministerium in London Erkundi- ngen iiber die Koßen :c. der Dampfmaschinen von 200 Pfer- e Kraft einziehen lassen.

“Von den 36 Mitgliedern, welche das Comité fiir die Ost- indischen Angelegenheiten bilden, haben 25 für und 11 gegen le Rxforiii-Bili gestimmt; wobei die Bemerkung gemacht wird, aß, diese 11 Mitglieder fast sämmtlich Grund-Eigenthum in fimdien besitzen.

Seit einigen Tagen geht hier das Gerücht, das; die Regie: na die Olbficht hege, cini e Englische Miliz-Regimenter nach ixiand zu senden. Der Morning:.f)erald äußert in dieser “Uschi: „Dem Vernehmen nach, ist der Beschluß gefaßt wor- m, 25,000 Mann nach Irland zu senden und die regulairen kvam znriickzuberufen. Ist dies der Fall, so wird die Yeo- Mkr) in Folge dessen entwaffnet werden, und wir diirfen dann icht mehr befürchten, wieder von so blutigen Ereignissen, wie as Gemeßel von Newtowubarrh , zu hören.

.abriksiädteEnglands init rcgulaireu Truppen, weil nämlich in Folge

er im westlichen Europa sich immer mehr verbreitenden Cholera sehr aldderEintritt einerHandels-Krisis befürchtet wird. Wirunstrerseits . Nd der Meinung, das; die allzu hohen Steuern und das Verfahren ? fkk Bank von England weit eher noch dazu geeignet sind, eine » andels=Krisis herbeizuführen, als die Cholera, wiewohl sc;)ucl) J

as *- “|? Mittel, allen Unruhen in den Fabrik: Gegenden vorzubeii- , en, Ware das baldige Durchgehen der Reform-Bill und der 7

"s?- Wie wir gern zugeben, das ihrige dazu b-citragen wird.

Usamtnentritt eines reformirten Parlaments. Wir finden, das! ck dle Anti-Reformiften mit der Tröstung schmeicheln, das Volk ey gegen die Reform-Frage etwas kühl geworden; sie mögen sick) edoch 'Versichert halten, daß sie in einem großen Jrrthume schwe- M, einem Jrrthume , der eben so ihren eigenen Untergang, als *roßes Ungliick fiir das Land herbeiführen kann.“

„Dem Gerüchte, daß der Marquis von Angleset) aus Irland Jruckberufen worden, wird vom Globe widersprochen. Sollte,

;uIt ditses Blatt hinzu , der Lord von Dublin nach London rei-

bei Gelegenheit der Krö: ;.

* ifi Zeuge einer sehr rührenden Scene gewesen. Herr

Außex der Ent- 7 affnung der Yeomanrt) hat die Regierung, wie es heißt, noch .

nen anderen Zweck im Auge, nämlich die Besetzung der großen ; . ,“ . * ihn auf dem Riickwege bis an die Granze begleiten werden.

1427 sen, so würde es nur der Krönung halber geschehen , oder um hier sein schriftliches „Votum zu Gunsten der Reform-Bjil zn- rückzulaffen.

Am bevorstehenden Krönungsmge wird in sännntlichen hie- sigen Theatern freies Entrée siattßnden. Das Ministerium des Innern hat in dieser Hinsicht mit den Theater-Unternehmem ein Abkommen getroffen.

Lissaboner Blätter bis zum 20. August sind hier ein- getroffen, enthalten jedoch keine politische Neuigkeiten.

Niederlande.

Aus dem Haag, 7. Sept. Unmittelbar nach ihrer vorge- ftern erfolgten Ankunft in Herzogenbusch begaben steh IJ. KK, HH. der Prinz von Oranien und Prinz Friedrich nach den dor- tigen Hospitäicrn und Kasernen, unterhielten sich mit den Ver- wundeten und verweilten daselbst nahe an zwei Stunden. Ueber-

all in der Stadt wurden die Prinzen mit dem lebhaftesten Jubel . " begrüßt. Abends waren in allen Straßen die] Häuser auf das

glänzendste erleuchtet. Dem Vernehmen nach, wird sich die Königl. Familie gegen das Ende dieser Woche nach Amsterdam begeben.

(_ Ju Leeuwarden sind mehrere C'iUWohner iibereingekominen, ' : dem Könige eine Adresse zu überreichen, in der sie Se. Majestät

ersuchen wollen, dor Nation zu gesiattc-n, daß sie ein Denkmal, wie sie es bereits für van Speyk beschioffin hat, auch dem erha- benen Königssohiie, dem Prinzen von Oranien, errichte.

In das Von Ihrer K. K. Hoheii der Prinzessin von Ora- nien fiir eigene Rechnung errichtete Hosiiital sind bereits sechs „Verwimdete gebracht worden.

Der dnrch das verrätherische Feuer der Belgier bci Löwen verwnndetc Oberst Gaillizres und sein Sohn befinden sick) noch in Tiriemont, wo sie gehörig behandelt werden und den Umstän: den nach sick) wohl bcfmdrn. _

Vorgestern segelte die Königl. KriegZ-Brigg „de Windhond“ unter dem Befehl des Capitain-Lieutenants Tengbergm von Bließingen ab. Sie ging seewéirts Ulld hatte dazii besondere Ordrcs erhalten.

Brüssel, 6. Sept. Der Französische Konsul aus Rotter: dam, Herr Ernst Laurence, ist gestern Nanittag hixr angrkom: meu. Er tiberbracbie dcm Geiiekal Belliard Depescheii, von deren Inhalt aber nichts verlautet hat. Heute reist derselbe, wie man sagt, nach dem Haag ab, um sich bei dem dortigen Fran- zosischcn Gesawdten einer Mission zu entledigen.

Der Obscrvatcur giebt gleichzeitig mit den

nisation unserer Armee in Belgien bleiben. wird in Maubenge aufgeschlagen werden. Die durch den Auf- enthaltdcr Französischen Armee verursachten Kosten fallen B elgien zur Last. Man versichert uns, das; der Deut: sche Bund der Belgischen Regierung hat andeuten lassen, das; sie ihre Verwaltung nicht mehr aber Luxemburg ausdehnen dürfe.“

Ju demselben Blatte liest man: „Die Stadt Haffelt Chokier leistete namlich am 30sten v. M., in die Distrikts-Kommiffarius Pitteurs, den Eid in seiner igenschaft als Bürgermeister der Gemeinde von Gingaiom. Man hat es

des Königreichs bekleidete, und der die erste Stelle im Belgischen Senat auögeschiagen hat, es nicht verachtete, seine bescheidenen Functionen als Bürgermeister einer Gemeinde, welche nicht 100 Feuerstellen zählt, wieder anzutreten. Unser würdiger Regent ist mir den Llch)tungsbczeugun en aufgenommen worden, welche seine Tugenden und sein edler (Zharakter stets hervorrufen.“

Das Memoire, welches der General Daine zur Rechtferti- gung seines Betragcus herauögegeben hat, ist nunmehr im Druck erschienen. Er hat daffelbe mehreren Zeitungs:Redacti01ien iiber- sandt und den Wunsch auögedriickt, daß sie nach Diirchlesimg desselben die Thatsachen in ihr wahres Licht hersicilen möchten. Einige derselben bemerken indes; schon im vorans, daß ein richti- ges Urtheil iiber dicscn Gegenstand mtr Miiitair-Personcu zuste- hen diirfte.

Der Politiq ue stellt iiber die verfügte Anfiösimg der Corps der Freiwilligen einige Betrachtungen an Und beklagt namentlich das harte Schicksal der Masirickyter Freiwilligen. Die erwähnte Verfiigung raube ihnen nicht allein mit akien Uebrigcn plötzlich ihren Unterhalt und verlese ihre Ehre durch die rücksichtslose mid schimpfliche Entlassung, sondern [affe die Mastrichtcr besonders auch noch ohne Hecrd und Obdach, da die Thore ihrer Vater- stadt ihnen verschloffen sehen. Diese Lage set) traurig und be- klagenswerth genug, um die Aufmerksamkeit der Regierung auf sich zu ziehen, besonders liege es dem Kriegs-Minisi-r ob , den unglücklichen Zustand diescr Freiwilligen zu berücksichtigen.

Antwerpen, 6. Sept. Der General Goethals hat heute alle Truppen der Garnison vor dem Rothen Thore die Revue passircn laffen.

Das [) iesige Ionrnal enthält folgendes Schreiben an den Major, Commandeur der 3ten Division der National:(§5cudar: meric, aus Hasselt Vom 5. September: Herr s))kajor! Ich habe die Ehre, Ihnen anzuzeigen, das; hier gestern Abend ein Holländischer Offizier als begleitet, eingetroffen ist. Er war lleberbringer ciner Dcpcscbc des Prinzen von Oranien an die Gesandten von Frankreich und Eng: land in Briiffel und hatte den Befehl, diese Dcpcsihe dem er- sten ihm begegncnden Befehlshaber Französischer Truppen einzu- héindigen. Da Tongern der nächste Ort war, wo sich Franzos- sche Truppen aufhielten, so habe ich ihn bis dahin von einem Quartiermeister und einem Gendarmen begleiten iaffcn, welchen der Bcfehl ertbeilt worden ist, ihn nicht zu Verlassen, uud weIiLche

* Fir stehen hier fortwährend entblößt [md dnrcbaus ohne Truppen, und wiffen nickyt, was wir mit den Kriegsgefangenen, die sich hier be: finden, und mit den Holländischen Desertcurs, die hier anioni- men, iiiachcn sollen. Der Capitain, Commandcur der National: Gendarmerie in Limburg. (gez.) Dupont.

Polen.

" ' Warsckoau, 8. Sept. Polen ist seinem recht111äßi- gen Sonverain wieder unterworfen. Am 5ten frrtigte der Feld: marschail Graf Paskewitsch einen vextrgiiten Offizier nacb War- schau ab, um im Namen Sr, Majestat die Unterwerfung der Stadt zu begehren und dagegen Amnestie nnd Verzehima zu verheißen. Durch eine Verblendung, die man“ nicbt gonna, be- klagen kann, wurden diese Worte des Friedens von de) Halw- trrn der Empörung verworfen. A1! 6-en niit T.1ge.«:*.)li1vxiich rückten daher die Russtscben Truppen zum Stimm VN“. Nach dem hartnäckigstkn Md blUtigsien WidexsiNde eroberten unsere

tqpferen Soldaten mit selietier Unerschrockenheit vier Schanzen, die auf unserer Angxiffs-Lime lagen, so wie die erste Reihe von Verschanzungen- „dle „Warschau selbst umgeben, und wo- von Wola ein förmliches Fort ist. Hiermit war indeß die Sache nicht beendigt; noch blieb eine zweite Reihe von Verschanzungen und ein breiter, mit Bastionen versehener, Gr'a- ben um die Stadt übrig. Am 7t§n Sept. um 4 Uhr Morgens war der Marschakl im Begriffe, diese leßten Hindernisse zu besse- HM- als der General Krukowiezki den General Prondzynskj an lbn absandte, um ihm dieAbsicht derPolnischen Nation anzukündi- gen, sich ihrem rechtmäßigen Königezu unterwerfen. Diese Gesinnun- gen wurden indessen von jenem Chef der Regierung, als dieser bald darauf in Person beim Marschall erschien, nicht bestätigt. Der-

Pariser Blät- , tern folgende Nachrichten iiber den Ausmaisch der Französiilhen . Truppen: „Die Französische Armee Wird unverzüglich Befehl er: ; halten, unser Territorium zu verlassen, um nach “Frankreich zuriick: ; zukehrcn. Nur 12,000 Mann werden bis zur definitiven Orga: , Das Hauptquartier '

Suriet de Lände des ?

Parlamentair, von einem Trompeter -'

seid? behauptete, daß er zu einer solchen Unterwerfung der Be- ? wllllgung des Reichsrags bedürfe. Nach den eindringlichsien Er- mahnuiigen und Vorstellungen über das Nußlose jeder ferneren Vexkhxtdigung und iiber das Unheil, das eine solche unfehlbar . ZW) iich ziehen müßte, entfernte der General sch um 10 Uhr _ Bormxttags. Es wurden hierauf dem General Krukowiezki noch , Z'Stunden bewiUigt, innerhalb welcher Fkiß er dem Marschall seinen dxfinitiven Entschluß anzeigen sollte. Da dieser his 1 Uhrgmht erfolgte, so ließ der Marschall ankündigen, daß er “ngklskn [affen Werde. Man verlangte )'th noch eine halbe Stiindx Bedenkzeit; ais aber auch diese verstrich, ohne daß eine bkskiedigende Antwort eintraf, so gab der Marschall Befehl zum Angxiff, Dieser war fürchterlich und von großem Erfolge; es erschienen Parlementairs, aber sie brachten nichts als dilatori: sche Antworten. Es begann also der Sturm auf die zweite Schanzen-Reihe, die mit dem Bajonett erobert wurde. Der Feind, der Uliltlkkaijle Sukkurs erhalten hatte, oeriheidigte hier- cmf 1wcb_hartnäckig die Gärten und den Saum der Graben nach dcr_Jsrnialems:Barriérej zu und brachte soZar einen Augenblick uniere T:.Uppcn zum WL!ch!'U; aber die Kaiiipfiust dieserLelzteren eiwachte bald aufs neue; slonellerstiegen sie die Wälle der Stadt, die noch eine letzte furchtbareBertheidigmigs-Linii darboten; die WU"- dcrder Tapferkeit, die beideTage bereits bezeichnet hatten, erneuerten sich, und um 0 Uhr Ilbends Waren Schanzen, Gärten, Gräben, Walle, kurz Niles in den Händen unserer Brave", Hierüber war die Nacht eingebrochen, und die Truppen bedurften der Rillic. Drei crjiiiriiite SchanzenMeQen, 6000 Gefangene und nahe an 100 Stiick Gescbiiß waren die Trophacn dixser bei- den deukwiirdigcn Ta-ze. Nichts konnte die Smdt und das feindliche Heer retten. Beide flehten daher die Gnade des Kaisers aii, und dieser Umstand niachte es dem Marschall zur Pfl cht, den rächeiidcn Zorn des Soldaten, der durch so großen Wderstand aufs Vieußerstc erbittert War, zurückzuhalten. Heute stehen unsere Truppen in Warschau; die Polnische Armee und die Nation ha: ben sich ihrem Monarchm unterworfen; die klstlke begiebt sich, dem Manifeüe des Kaisers gemaß, nach Plozk, um daselbst seine Befehle abzuwarten. In einigen Tagen werden wir umständlichen Nachrichten fiber diese wichtigen Ereigniss ge: ben können. Die glorreichen Resultate, die wir errungen haben, sind durch schmerziiche Verluste erkauft worden. Der Marschall selbst hat eine Konmsion am linken Arme und ' an der Brust erhalten. - Krukowiezki hat seine Gewalt nieder: ; gelegt. Der General Malacbowski hat dem Marschaii in zwei mit seiner Unterschrift Versehenen Schreiben angezeigt, daß er * das Heer nach Plozk fiihre, in der Absicht, dort die Befehle .; Sr. Kaiserlickoen Majcstät zu erwarten. Man muß hoffen, daß die Px-iniscbe Armee bei diei'kr guten Gesinnung beharren und den trculoscu Einfiiifierungen, die man vielleicht an sie gerichtet haben iiiöchte, das Ohr verschließen werde.

(So eben, nach 5 Uhr Nachmittags, - beim Schlusse die: ses Blattes », kommen uns noch zwei Berichte aus dem Ruf- sischen Hauptquartier vom 5. und 8. Sept. zu, welche ausfiihr- licbere Nachrichten über die in obigem Schreiben gemeldeten Begebenheiten enthalten, deren Mittheilung wir uns jedoch auf morgen vorbehalten müffen.)

D e u t s ck 1 a n d.

Hannover, 9. Sept. Gestern hatten Se. K. Hoh. der Vice = König, Herzog von Cambridge, zur Feier der an diesem Tage in London stattfindendm Krönung Ihrer Majestäten des Königs und der Königin an einer Tafel von 50 Converts eine Gesellschaft zum Diner im Königlichen Schlosse zu Montbrannt bereinigt. Der Abend bot den Bewohnern der Residenz ein, von dem verehrten Vice - König ihnen bereitetes, sehenswertbes Schauspiel dar, indem die vier Kasernen der Garnison, das Wa- terloo-Monument nnd der Thurm der Marktkirche auf das ge- schinackvollsie erleuchtet waren. Tranöparents, von dem Hofmaler Ramberg erdacht und großentheils selbst außgefiihrt, aUe mit dem 3Motto: 111 [ich Zlot'ja ok ZaunkitaZ, bildeten den Mittel- punkt der Iliuminationen an den Kasernen. An der fast vol- lendeten Säule des Waterloo-Monuments glänzte in einem acht: zehneckigcn Sterne von 50 Fuß Durchmeffer der gekrönte Na- menszug des Königlichen Paars. Die Erleuchtung am Markt- Kircbthurme stellte den Guelphen-Stern dar. Auf dem Hofe hinter der Nrtillerie-Kascrne wurde ein Feuerwerk abgebrannt. -- Die Mannschaft in den Kasernen wurde auf Kosten Sr. K. H. festlich bewirthet. Das heitexsie Wetter begünstigte die Illumi- . nation, und bis spät in die Nacht überließen die Bewohner der Residenz sich zahlreich der Theilnahme an den festlichen Anstalten.

Hamburg, 10. Sept. Ihre Majex'iät die Königin von Baiein siiid ans Doberan hier eingetroffexx,

Z „Kassel, 7. Aug. In der vorgestrigen Sitzung der Stände- ? Versammlung erfiattete Hr. Graf von Degenfeld, Namens des F durcb Unpaßiicbkeit verhinderten Präsidenten, Hrn. von Trott, ? Bcricbt iiber die Sendung der Deputation der Stände nach “* Kanal:. Nachdem die Deputation in einer von St. Königl. Koheit dem Kurfürsten ihr gnädigst bewilligten Audienz die Bitte üm Höwsideffen Rückkehr nach Kassel dargelegt und hierauf eine ähnliche hnldreicbe Antwort, wie die (nach der lesthin geschehe: nen *))?eiduniz) dm Deputirten des Stadt:“Nathö von Kassel ge: acbciie. rihaiten mite, mit dem Himufiigen, das; Se. Königl. :Holiej'l das (Heim?) irbrifnicb eingereicht zu sehen wünschten U.id [;aÖ Hyiioiiimciisr weicirir Rücksprache eine Resoliitiou e theilen Wiirden, gcqu-c diess der Höchsten Aufforderung durch einen an Se. „Köxiigi.H00k1tkistuttktki]Bkkichk, ivorauidann die nachstehende Verfiiaima erfoigre: „DisUns von der hier anwvscndeii landständi: schrn Deputationgctha enmimdlicbenniidscbristiicbi'nalleruwxcrtizä: mgsjs" Borstiilmigeii undViiteii wiirden Uns haben b, wegen kdim "11, dem von Unsireii getreuen Landstaoden iii Betrcff unserer Rixckkkbr „..ck K.:ffe: gkällßertkll Wunsche ?liieraiiadi.;1'i "achimeben, “beim Wir 11th ill de-n (th11 Tagen davon Kinntiiis: erh.:lteii hätten, das: ein Theil der Einwohner ienerSradr fortiährt, die gesetzliche Ordmma - ohne wi'lcbe kein ci*.*i7isirtcr Staat bestehen kann -- uno diéAcbmn mid Uiirertbaiirn:Treiie „u verlesin, welche sie ihrem a'i-Lstaiiinlk'n Laiidcscicxrm s uidig sind. Wenn wir daher dim Uns a**eni1teirhanigsi VOl'gklka-Zikkie" Wunsche Unse- rer getreuen Landstandr, mit unbeziveiieitem Beifall der Besse: