1831 / 262 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

1 gemeine

Preußische Staats=Zeitung.

üand nehmen, von diesem Mittel wenigstens den Gebrau 1 kann den Borax zu 20-30 Gran pro (1051 ailein oder mit 0 2620

1456

selbft die Leichen „* bis ; Stunde nach dem Tode, Galvanistrten ich, Zuckun en und Krämpfe beobachten ließen. Nachdem der erfaser die be ondere Fähigkxit der Haare zur Auf- nahme des Kontagiums ausführlicbcsu bewerfen gesucht hat, geht er zu der Frage über: welche Haare 17 am meisien zur Aufnahme der Cholera ei nen, und sa t in dicser Beziehung unter Anderem: „Ich machte an meiner Nei e die Bemerkung, daß Menschen von hoher Bildung und vom Gelehrtcnfache, solche, deren Gehirn durch Sbe- culationen, leine, Sorgcn, d. b. nicht dcprimirender Art, exalttrt ifi, von' der holcra seltener ergriffen werden, als Leute, dercn Ge- hirn-anetionen tri e Md minder entwickelt snd, Also Glatzköpfe und Heringere Dicht gkeit der Haare wärexr weniger zur Aufnahme des Kontagiums eeignet. Eben so fand tck) mehr C olera-Kranke mit schwarzen un dunkelbraunen Haaren, vielleicht als Folge des mehr präcipitirten Kohlenstoffs, ais mit blonden oder gar grauen Haaren.“ - Unter den Präservattven ge en dte Cholera empfiehlt der Verfasser, seinem System getreu au eine besondere Sorgfalt für die Haare; unter Anderem be eht„er darauf„ daß man ste bei dem Ausbruch der Cholera nicht abschneide, weil dre Haare zu ihrer Bildung einen bedeutenden Aufwayd des, Organismus bedürf- ten, und weil das dftere Abschneiden nicht „allem agen na- türlichen Functionen hinderlich, sondern posxtv schädlich sey. .- „Unter allen bisher vorgeschlagenen Heilmrtteln“, sat der Verfasser, „muß ich nach meiner mannigfaltigen Er ahrun

und Pßanxenäoffcn ausgeworfen, der glühenden Sonnenbise aus :- setzttwurden und einen üppigen Gäbrun s;?rozaex begdnneu, erk! rt er fur den Brennpunkt, von dem jene ZL tseu e ausßrdme; und die seit dem Jahre 1815 bemerkte eigene unerklckrbare Störung in den cFahre): etten scheint ihm in einem engen Zusammenhang mit der Éntwt elrmg des Mias'ma's zu eben. Au auf die PßmLM“ welt hätten dtesc Witterungs-Berh ltniise einen an aaenden in- fsuß geäußert. Nach der Angabe des 01. Tytlers w re der Reis in Bengalen im Jahre 1817 ganz de cnerrrt und habe giftige Wirkun- gen i)crpbrgcbracht; eben so wäre m verüoffenen Jahre das Getreide m (Halltztcn mit 1101111111 1011101011111!" (Taumel Lo ch) vermischt ge- wesen, und in Rußland sey dee Entdeckung gemaeht worden, daß man aus der gewöhnlichen Menge und demselben Gewicht von Getreide nur halb so viel Branntwein habe ewinnen kön- nen, als in früheren “abren; diese unausgebildeten ahrungssiocIe

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würden und da / ke Chen, Wenn alle andere Mittel keine Hülfe geleistet haben,

viel kohlensaurem Natron vermi kund in warmem

aufgelöst nehmen lassen. * fck Melis

1301111161" Zörce. Den 19, September 1831.

Wi]. 1701111» 111111 €€](1*00Uk8-20151;81. (Z'Wre/x. ] Z/Y/Fn'exz (;ck/(1. ]

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Berlin, Mittwoch den 2117en September.

-- Beim Ablaufe des Quartals wird hiermit in Erinnerung gebracht, daß die BLÜLÜUUJM auf diese Zeitung, nebst ränumeration lier am Orte bei der edac- 121,1.“ on (Mohrenstraße Nr. 34), in den Provinzxn aber bei den Königl. Posi-Aemtern zu machen 11de_ MW daß der PMs für Yen ganzen Umfanéz der Monarchie auf 29111001“. 100 reuß- Cour. viertelxährlich festgesetzt tft, wofur den hresgen Aebonnenten das Blatt, am „Vorabend seines Datums diirch die Stadt-Post frei ins Haus gesendet wird.

Um jedoch die erforderliche Stärke der Auflage fur das kommende Vierteljahr _abmeffen zu können, müssen wir bitten, die Bestellungen bis späteskens den ()en d. M. an uns gelangenzrxlassen,ind_em1011| d" Interessenten es slch selbst 1U3U1ch)keibe_11l)aben, wenn die Zusendung des Blattes eine nterbrechung erleidet _und „nicht sämmtliche Ruinme'rn vomoAnfatige des Quartals an nachgeitefert werden können. Zur Bequemlichkeit derjenigen jestgen Interessenten, welche dre Zertrcmg bereits_ jetzt haiteti, isi Wiederum die Einrichtung getroffen worden, durch dre Stadt-Post den Pränumerations-Betrag für das nächste uartal , unter Zusendung der diesfallrgen thtung , einziehen oder dre Abbestellung entgegennehmen zu lassen.

81. - 501111111 - 8011. ])r. [!*-UZ]. 11111. 125 Nr. Luz,]. 11111. 22 ['k. Zott]. 011]. 30 kam]. 3111. 111.1. (). K8u111.1111.§(:11,(10. 1.101]. 8131100111115. KöniZst. (](1.

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Uanx. (10. 111 “kb. MERZ": 1401111111". 910115112. 1,08. (1-1.

hätxen ihre nachtheilgcn Wirkungen auf den Organismus ni verfehlen können. Der Verfasser Wirft die Frage auf, ob jene Menge von Askariden (Spulwurmern), welche er ,so häufig habe von Cbolera-Krankcn erbrechen sehen und bei Lerchen-Oe nun- gen im Darm-Kanale gefunden habe, nicht darin baupts chlich tbre ErzeYung fänden? „Ein galvanisch-clektrischer Prozeß“, sagt der erfaffcr, „der um so mehr unter den Gluthen der Sonne in jener heißen ane gedeihen mußte, da ich Elek- tricität als kondensrrte Lichtstrahlen betrachte, erzeugte also

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jenes mcnschrnmdrderische Miasma, dem wir das Erscheinen der („311010171 1110113115" verdanken. -- Doch welchen Hccrd Wähl“ sch die- ser Anücckungssioff tm menschltcben Organismus; wo geschieht die Einsirömung? Nach meiner festen Uebcrzeugun snd diese Leiter dtc Haare. _Sie sind in der Cholera zur An nahme des Konta- giums am meinen „geeignet. Leider hat man seit jeher den Haaren in _vathologtfcher Hinsicht zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt! Meine Ermhrungcx: und Beobachtungen fanden die ersie Stüve in dem berrltcbcn Werke des 131“ Burkard Eble „über die Haare“. Dcr Verfasst“ xnacht nun darauf aufmer'ksam: welchen wichtigen Einfluß dee Lccdcmcbasten auf dee Farbe und Richtung der Haare äußern, wie auffaqenddas Ausfaan der Haare nach hitzigen Fiebcrn sey, Wcicbr gcxckbrl1che'Krankhetten oft das Abschneiden der Haare ber- vzxxxrmgc, und war daher der Zusammenbau und die Sympathie zw-icbcn drm wehirn, Nuxkenmark und den aaren nicbt eläugnct wrrdcn kbnnc._ Selbst die Gcsiirne äußerten augenschein71ch emen .*;ekcmcxidcn Etnfiuß _auf die Weeder- Erzeugun der Haare, und der uvxd'gci'c Wuchs _derxclben w-rde _nur an der Zichtseite des Lebens, 1161111011011 Kopte- bemerkt, wohingegen die Schattenseite, nämlich M' Fux,:oblc, ganz unbehaart bliebe. Viele Menschen hätten die Eigen (ban, wem" sie gckämmt würden, elektri:che Funken aus den „Haaren zu svkrtbcn;'und dre neueren Phyiiologcn nähmen keineswe- «cs mrbr Anstand, tbnen1Athmungs:Werkzeuge, ungefähr wie den Tracbcen dcr Insekrcn, Emsaugungsvermbgen und elektrische Span- nung zu„1111chrctbe_n, Daher „könne man mit“ Recht bei der Cholera, MUM ohne Zweifel durcb em cigeneZMißverhältniß in dem elek- tklsWCn'ZUüande der Luft entstehe, etn Einströmen des Miasmas durcb drr Haare anncbmm. Zur Unterstützung dieser Hypothese siellt der Verfascr einen Vergleich zwischen den Entstehun s-Ursachen und den Symptomxn des Wetcbsxizopfcs und denen der Cho era an. Von den Haaren aus wtrkc das clektrtjchc Fluidum'auf die Gehirnmafse und das Riickcnmark, und von hier ays erfylge die Zersetzung und Gerinnung dcr Blutmaffe. Man bgbe bisher m der Symptomenreibe der Cho- lcraKrankczr jenes Gcfybl aUzu wenig berückschtigt, welches cinem k1'1b_lcn Luftchen glctch die Haare anwehe und nach einer vom Verfasser selbst gemachten Erfahrung dieselbe Empfindung errege- ais ob man aus emem Isoltrschemmellden Einwirkungen der elek- trischen Maschine gusgcsebt sey. Bet Leichenbffnungen biete nur das Gkbikn und Nuckenmark solrhe Erscheinun en dar, wodurch man Aufschlüsse über den oft mit Blitzcsschnellc erZolgten Tod erhalten könne; dagegen scyen m den Eingeweeden, wenn nicht große Gaben Jealomel odcr Opium angewendet, keine bedeutende Veränderungen bemerkt worden. Merkwürdi sei) es auch, daß selbst die sonst

dem von Hahnemann angerübmten Kampbcr das volle Lo

sprechen. Es leistet m den bedcutxnden Fällen der Chylera noch das Befie. Von jeher war ich ein Feind der Homöopathie und konnte mich mit den Anfiehten des Grundrrs dieser Lehre ntc vereinbaren; diesesmal muß ich ihm aber erechttgkeit widerfahren lassen. ,Er hat hier ein Mittel :1 [11'101'1 als hetlbringend aufgestellt, welches sich auch durch meine Erfahrungen bewährte. Es giebt Menschen, welche oft in Gefahr der Noxh und des Elcndes Inspirationen haben und sta) unbewußt Wabxbettxn aufsteUen, an die se oft selbsi nicht glauben; zu diesen ma rn, dtesem Augenblick ahnemann gehören; dem) er verläugnct en eigenes Ick und schl gt eine ziemlich allopathtsche Gabe von 'amvber vor.“ - Der Kampher ertheile auch den Haa- ren eine eigene Modification, wodurch sie weniger empßndltcb gegen die Einwirkun en des tddt1ichen Kontagiums würdxn. Uebrigens will der Verfa er dte_ Ancmpfeblung des Kamkpfers ntcht so betrach- tet sehen, als ob er thn für das einzig heilbrtngende und wirksame Mittel halte; m_manchen Fällen würde mcht einmal der Gcruch, viel weniqcr der mncre Gebrauch des Kampbers vertragen Werden können. Der Verfasser schließt seine Bemerkungen mit folgenden Worten: „Uebrrhaupt glaube ich den Grund., warum man bei der Cholera noch keine besiimmte Behandlungchtsx kennt, darin zu ün- den, daß man bisher immer nach einem Specificum jagte und we-

niger an eme rattonellc Behandlung dachte und allzriwmig indivi-

dualißrtex wgs doch immer die Hauptsache ifi imd blxtben wird. Die

Cholera 111 cm wahrer Proteus, sie nimmt beetrabe rn jedem Grad,

den fie im den Erdball macht, neue Modificattqnen an, und keine

Krankheit fordert so sehr rationelle Aerzte, als dtcse. Man verlaffe

nur einmal die dee der Magenkrankbeit, man bcrückschtigc das

aufs Aeußeriie beleidigte Gehirn und Rückenmark, und man

wird glücklicher in der Behandlung seyn! Glückltcl) werde ich mich

fühien, wenn meme Herren Kollegen meinen Ansichten auch noch so

geringen Beifall_ ollen. Mit Ruhe und mit der gespannteßcn Er-

wartung werde 1 ibren gerechten Einwürfen und selbst den Tadel

ertragen; denn nyr durch Mittheilung, nur durch Zusammenwirken

können wir endlich dieses mit einem „ebeimnißvollcn Dunkel vcr-

schleterte Uebel, welches nun der Schrc cn alier Vblkerist, nach und

nach enthüllen“

Ein Deutscher Chemiker (D. in J.) bittet die Aerzte, welche Cbolcra-Krankc zu behandeln haben, den Borax als ein (bis jctzt noch nicht geprüftes) Mittel zur Heilung der Cholera versuchsweise anzuwenden. Wer die eigenthümliche (in Vermehrung des Blutum- laufs und der Harnabsondernng, so wee in Erregung des Waden-

[- lähmtcn Glieder bei der C olera pldhiick) bewegt und empflndkich

*, - ;_--:«m*“m... ...-..»- .4 „"a-«„...», ...], _ ,

kramvfes, bciichende) Wirkung diesck Salzes kennt, wrrd keinen An-

97; JusWärti

0051011: 511100. 11101111]. 81. 81.188. [IUZ]. 11111, 88-1. [101].

['0111. 103.

_ U. 1831 811 (.*-11.11. 83. (10. 111 1118011111. 8337. 61U'06. 9:11).

918001110. . . . .

x; e 8 i') r 8 e 11. 1111111110115, 17. ZSXUEMÜLQ

4111100. 687,1. Kank*11611e11

Russ. 4111 []

K 5 11 i g l i ck e Dienstag, 20. Sept. Jm

Tanz; Musik von Babarrc. Donnerstag, 22. Sept.

Henning.)

Dienstag, 20. Sept. 1 Akt, von Castelli.

69. 75.

793)» 4vroc. 681?» 681-. 2Zproc. Act. 1145. 1143. Partial-Obl. “159€. Poln. Loose 4911. G.

wiederholt: Die beiden Familien,

_ Im Schauspielhause. male: Die Lichtensteiner, oder: Die Macht des Wabns, „_ tisches Gemälde in 5 Aufzügen, nebst WeihnachtSabend“; nach v. d. Velde's Erzählung, von Ba Die dazu gehörige Musik ist vom Königl. Konzertmeifters,

Königstädtisches T

Schauspiele.

Opemhause. Zum erste.. Oper in Z AbtheilUngen,

einem Borspiele:

heaten

Das Vinekdoteubücblein, Lußspm Hierauf: Gleiche Schuld, gleiche S Lustspiel in 3 Akten, von Castelli. (Hr. Laddey, im ersten St“ Imile de Bergignt), im zweiten: Oberst Graf.!kullnau, als 1.

ULUQZT'Q ZWKIZW "UQQMLUUTQU.

Paris, 13. Sept. 5proc. Rente [)t'. 0011111. 87. 95. ' 00110 87. 90. kaoc. [in 00111: 59. 80. 5proc. V eapol. 1111 » 5vror. Span. Rente perp. 47Z.

Frankfurt a. M., 16. Sept.

Oesierr. 5proc. Metal], 4071, 1proc. 16Z. Br. 1172. 117. Loose zu100

.- .------,

Allgcm

Bekanntmachungen.

_ .Bekanytmachng.

Oie ixn Helgardsohen Kreise belesenen, dem Lieutenant v. Jas- mund geborisen Guter Groß-Popplow .. und b., Brußen und Vorwerk Canin nebß Pertmennen, welche nach der xeriabtlicben Taxe vom Jahre 1800 auf 44677 Thi. _12 gr. 2 pf. gewurdiger, und worauf in dem bereits anaesiandtnen Licirations-Termine von dem Musikrat zu Stettin 71.800 Tbl.. geboren worden, sind, weil [es- terer sich nicht hat legitmuren formen, nochmals zur Licication ge- üeUr, und 1x dazu em peremt-riseher Termin auf

den 21 Oktober a., vor dem Oeviieirten„ Ober-Tanpesgericbts-Ratb Oetz, angeseßt, nom Kauflixbbaber hierdurch mut _dem Bemerken eingeladen wer- -den, daß dre Tun und _Kauf-Bedmgungen in unserer Resißraeur und im Termme selbii emsrsebrn werden können.

Cösliin, den 23.Iuni 1831. .

Konigl. Ober-Landessericbt von Pommern.

Edietal ; Citation.

Von dem unterzeichneten Ober-Landti-Gerjxhce jß, auf den Antrag der Bkjnefirtal-Crben des 13m 16. April 1830 zu kaMir! verstorbenen Lieutenant; außer Dienst, Friedrich Wilhelm Ludwig Ericharl yon Parsenm, uber de en Nachlaß, mic e'nbezriff der demselben mehr lange „vor seinem ode angefallenen rbschafc sei- Nkk Murter, dé? Wieme. des Hauptmann! von Parsenm auf Scbmarsm, _Melberd Lou:se_gebornen un Bomin der erbscbafc- liebe Liqurdatrons-Prueß erönner und ein Oeneral-Liquidacions- Tcrmm auf

den 4.Nojvembe11831, 11-1»- 9, vor dem ernannten Deputrrcen, Ober-Laxxdes-Gerjchtz-Rgeh Ludolf?) .mbrraumt worden. _

Die unbekannten Gläubiger dei Gemeinschuldner; „„de-1 va,- ber vorgeladen, 111 dem gedachten Termin, im Obex-Landes-Gericbre bisrsrlbi _encwedrr 111 Person, oder durch gemäßend informirte Be- votimri ragte, wvzu ihnen von den hieügeii Jusxxz Commissarien die

Justiz;Coitrinii'iloniZRäti)e Calow, Remy, Kruger und Bochmrr, Vll“ .HoßFWkal RUTH? 11110,ka Xußéz-(Fommjffakmz U|" DUNI boqusckUagLn wsrdén- sick) e11_1;ufin*1,)rn, ibre Forderungen nrbß Be- WLÖMLÄULM anzugeben und die daruber sprechenden Dokmucnte vor- 511169611.

Die in dem angrseßtrn General-Liquidarions-Trrmin ausblei- benden Gläubiger baden zr; erwarten, daß sie aUer ihrer etwaigen “;.»Zorrérbce, durch ein sogletch, bach Abbatmng des Termins abzu- faffendrs Erkenntniß werden fur veriustig erklärt und mit ihren Forderangen nur an daixenige, was, nach ?.Hefrjcdjguxxg der sich ge.- meldete." Gläubiger, von der :c. bon Parsemwschen Liquidations- Masse ubrig bleibrn möchte, verwiesen Wri'dkn.

Stcccin, den 19. Mai 1831, _

Konigl. Preuß. Ober-Landesgerzcht von Pommez'rn.

Bekanntmachung,

Zum anderweitigen Verkaufe des, quf_10810 Tbl. 8pf. [and- 1111111100) abgescbäjzten, der Landschaft adjudtcirten, im Michklauer (111911? brleaeyen adeligen Guts Klein-Ngdowcck, haben wir einen abkrmaligen offentliMn Licitatims-Termm auf

der„14 October e., um 11 Uhr Vormittags, «idem hiesigen Landschaftsbause angeseht, zu welchem wir Kauf- 1111092 mit der Versicherung hierdurch einladen, daß, sobald ein

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annehmbarei Gebot verlautbarc worden, auf Narbgrbore weiter keine Rucksicht genommen werden soll. Marienwerder, den 4. Juli 1831. Kontgi. Provinzial-Landscbafts-Direktion.

Bekanntmachung.

Das, dem Bauer Gottlieb Henze gehörige, 8111) Nr. 17 in Breslaek, Herrschaft Neuielie brlegcne Hrnzrn Zwribufengur, Schuldenbalber „uh 111-111 gestelit, und die Bietungs-Termine auf

den 15.0kcober, 18.November, und 17.Decbr. c.,

Vormittags 10 Uhr, von denen der lehrere perrmtoriscb ist, an gewöhnlich Gerichts- ßelle anberaumt, wonräraufluüige mit dem Brmerken eingeladen werden? daß der Meistbietende, wenn sonstige rechtliohe Hinderniffe nicbcxemtrrcen, den Zuschlag zu gewärtigen hczr, und daß die Taxe im Betrage von 762 Tbl. 11 for. 5; pf. bier täglich eingrstben werden kann

Neuzelie, idea 8. September 18.31.

Konni. Preuß- Gerichts-Amt.

L_1m_ Anfragrn zu begegnxn, finden wir uns veranlaßt, unsere atiswarcxxcti gegbrreq Geschafcs-Freunde auf die Bekanntmachung Eines K_ mgl. Hochlobl. Gesundbéics-Comité vom 14. Sypr. .. :. hinzuweisen, wonach dee Versendungen unserer Artikel, wklche als Seiden; Wgaren :c., xu drn mcbtgifrfangenden Gegrnßänden gehö- ren,„nach hier geschebrner außern Reinigung,. durchaus keinsm Hin- deriuiixntrrworfen nnd, und die chkere ohne den geringsten Nach- theil fur die Waare oder den Empiänger, und ohne irgendwo auf- gehalten 311 werden, an_drn Ort i11rer Bestimmung gelangen. - Da 111111 außerdem m umer-i Geschaics-Locaien auch fiir die zweck- mäßtaste Waarxn-Verpacknng gesorgt worden isi, so können unsere Hrrxen Commitrqnten uus fernerhin Ihre Aufträge obne Before;- bterher ertbeelm '

BerLin, den 16. Sevtember 1831.

Grabenßecn & Greifs. Kramer & Tallc-ckera

Erni? fkoch & (201119,

_U-

ererariscbe Anzeigen.

Bci A.W. Hayn. Zimmerstraße N&W, ist zu haben: Beschreibung des neu erfundenen transportablen Erwarmung «3- und Bade-Appaéats, nebst GrbraucbZ-Anweisrmg vcrscbiedenrr, vermittelst desselben an jedem beliebigen Orte zu nehmender Bäder. Preis 25, sgr.

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Rcdactcur F o h n. Mitredacteur C o tte [. "“""“MW*Wch»“ _

Gedruckt bei A. W. Hayn.

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Die dritte, mic einrm zweiten Nachtragr von

Herrn 131.1)01

nemann stark vermrbrcr und vrrbrfferce Auflage von:

Sichersie Heilung und Ausrottung der asiatischen Cholera ju so eben erschienen und in der C. G. Lüderitzschen Buchhani- '

lung in Berlin, Königsstraße Nr. 37, für L.:. sgr. zu haben.

I.

F. Glü ck in Leipzig.

Erheiterungs - Lektüre.

Wrarn der geistreichen Erzählungen, freundlichen Kupfgx,so Ü]

wie überdies weqcn des saubern Aeußern, sind xu empfehlen;

Taschenbücher friiherer Jahrgänge bis 1831 zu hrrabgesetzren, äußerst woblfeilen Preisgn, Voußandjge Verzeichnisse werden grarrs angegeben bei

I

. A. Lisi, Buchhändler,

Burgiiraße Nr. 9.

Bei Georg Joachim Göschen in Leipzig ist erschienenund

in alien Buchhandlungen zu haben:

T. Lucretius Carus, Von der Natur der Dinge. Uebersetzr von

_ CarlLudwig vonKnebel. Zweite vermehrte und verbessrrce, woblfeilere 211101111- 202. Bogkn gr.81*0., auf Druckp-ap. 1; Tbl., ausVelinpap. 11M- Schon ,die 81172 _Ausgabe verse"; classstben deichcs erfkkukk 1111 des aUgememsten Beifalls. wovon außer allen in öffentlichen Blit- tern erschienenen Beurtheilung?" auch schon drr Umstand, daß 11“

reits eine zweite Auflage notbig wurde, das beste

Zeugniß 91111-

“Diese neux Ausqabe iii wrsrntlich verbessert und bereickzerr. Dei hauptsäcbltchßrn Bekxlcerungen bestehen in „Einige Worte übxk Lukrez“ tn einer ged1rgrnen Abhandlung „über das Leben und di?

Weisheit bes Ewikar“,

wovon Goethe sribi? in einem beiakdkkick-

ren- auch in andrrrr Hinsicht icsknswertbrn Schreiben also urcbetll:

„Der, Ayfsaß über das murbcg uberzc'nqend, d derYorsabrkn «im rechten Orte; schrieben?" Ode zur

Lebrn und die Weisheit des Epikur 1114"; :e Betrachtung gründlich und die Zeugnisse und in einer „Zeugniß“ uber- Verkrrlicbung des Dichters.

Diese kurze Anzrigr wird binrrichen, Freunde der achn Lite- ratur auf dicse rrrfflrcbc Uebersrizung aufmerksam zu machen.

5)'?irolaiscben Buchhandlung in Berlin.- (Bruder Straße Nr. 13), Stettin und Elch

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Zei (";, Reimer, M1111e11115511'111'5e Wo. 73, ist erschienen 111111 (1111011 3110 81101111111111111113611 7.11 beziehen:

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Amtliche Nachrichten.

Kronik des Tages.

Se. Majestät der König haben dem Landrath Liedin zu rejfswalde, im R'eqierungs-Bezirk Stralsund, den Rothen dler:Orden dritter Klasse zu verleihen gerubt.

Se. Majestät der König haben dem Hof:Post:2lmtS-Boten zu Berlin das Allgemeine Ehrenzeichen zu verleihen geruht.

Bekanntmachung.

Die wegen der _Maasxrcgeln gegen die AfigtisM Cholrra erordnete Königl. Sächsische Jmmediat-Konximrssion hat eme .ekanntmachtmq, 11. (1. DreSden, den 14. September c., er- .sen, nach welcher die 51111 R0. 3,111ei11erVekanntmackym1'g vbm Nen d. M. allgemein frstgeseßte frmfta-zrge Kontumaz-Zeit nicbt iir geniigend eracthet, V1e1111ebr allen Personen und anken der ingang in die Königl. Sachstschcn Lande untersagt mird, beyor e nicht, wenn sie aus einem angefieckten Orte kommen, “."“ wanzigtéigige und, wenn sie aus dem Unrerise von 10 Mxilen m einen solchen Ort kommen, eine zehntägige Kontumaz, uber- anden haben. Indem ich solches hiermit zur “Kenntmß des 1ublik11ms bringe, muß 95 Federn überlassen hierbei), der/nadh achse11 reist, sich nach iibersiandener vorschrifts111aßrger fuyfta- iger Kontumaz bei Wittenberg, noch die zur Erfuilimg 1e11er risk erforderlichen Tage an einem gesnnden Preußischen Orte -es linken Elb:Ufers aufzuhalten und sich solches von der Po: izci-Bebörde bescheinigen zu lassen.

Berlin, den 18. September 18.31.

' Der Chef der zur Abwehrmig dcr Cholera niedergesestm Jmmediat:Konnnisfion, v. Tbile. Jm Bezirk der Königiicbm Rrgirrmig 111 Pkarienwekdsk ist die durcbdie-Yxcstizrii1gdes Dekays imd Pfarrers Bieiikowski erledxgte .katboiiicix-Psarriteile zu ch: eiiab. dmcb dcn Dom:V;kar R11ckn18_1vicz 11*lkßex_bese13t worden; *: zu LVPU" 11t Nr 1151009?- Pirzrr:?idmmmrator Soyka '" Bemstbau zum Pfarrer dawibst bciordcrt worden: , zu Potsdam ist der seitherige Psarrer imd Superinten- ent 111 Stepenih, ?ilbrecbt, zum Oder:»Prediger und Silper= 1:te11dentcu in ?ingcrmiiiide bestellt; * zu Stettin ist der bisberigs „Kbnrckior in Greiffcnbzich, ft, zum Prediger in Klei11:Cchbnfc1dt 11117) Kler11:Mollcn, Synode Kolbaß, der bisherige Prediger in GroßEaxzkow, Bills, um Prediger in .Klorin und Priilwiy bcißPbrirz und der bishe- ige Rektor und Prediger in Wollin, Mdsckcke, 311111 Prediger ,in Neuwarp, Wahriang und Lllbrccbtsdorft ernannt worden.

1 r a f

Zeitungs-Nachricbten. A u s l a n d.

Frankreich.

, Pairs-Kammer. In der Sitzung vom 12._Sep- Ftember verlas der Präsident abermals 6 S„riixeibenz worm eben so viel Pairs sick) entsckyuldigtcn. das; sie Kranklirizkeits halber an “den Sisungen der Kammer vorläufig keinen Theil nxbmen kon11: ,ten. - Nachdem hierauf eine Kommission zrrr_P111fnn,g der m der testen Sitzung vorgelegten 5 GeseH:C'11twurxe von bctlrcbem Interesse ernannt worden, stattete der Graf Cbgptal emen Bittscbriften:Vericht ab. - Sodann begannxr) dre Berathun- YM iiber den Geselz:E11twurf w»gen der dieSmhrigrn Revision ker Wähler- und Gescbrvornen:L1ste11. Nachdem die 4 Virtikei ieffelben einzeln angenonnnen worden, ging der ganze Entryurs 1111164 gegen 3 Stimmen durcb. Dkk, bon jenenWéx *.)[rtrkelrz elner von der Pairö-Kammer hinzugefugt worden, 111, so muß der Gesetz-Entwurf 1th noch einmal in die Deputrrten-Kammer gebracbt werden. -- Bevor die Versammlung sick) trennte, „er: innerté der Präsident sie noch daran, das; die Kammer am nach: sten Donnerstage (löten) als Gerichtshof zusannnentreten w,erde, um sick) mit dem Prozrffe des Grafen Montalembert, Abbo Ta: tordaire und Herrn Decoux zu beschäftigen. Die Functionen des _“ Öffentlichen 5))kinisieriums wird der General-Prokurator Hr. Per- 111 berrikhten; die Angcsrbnldigten haben die ?idvb/ka'cten Herren - Lafargue und Frémert) zu ihren Bertheidigern gewahlt.

Deputirten:Kammer. Die Sißung bo11112.Sepi,

( eröffnete Herr Saglio mit einem Berichte, worin er auf die Annahme des Geseß-Entwurfes wegen Bewilligung eines Kredits von 2 Millionen zu „Vollendung verschiedener Kanalbauten an- irug. Die Diskussion darüber wird am nächsten Mittwoch siqtt-

. smden. - err Jaubert berichtete sodann iiber die Proposition " des Herrn Zoiffy d'Anglas in Betreff der wahrend der hundert age ernannten Ofßziere und Ehrenlegionsritter. Er bemerkie, .die Kommisson habe sich mehrerx, Sisungen hindurch mit dre- stm wichtigen Gegenstande beschaftigt; sie habe, dre Absichten des Kriegs-Minisiers und einiger anderen Offiziere, daruber zu

“; Narbe gezogen, und wenn danach ihre Vorschläge nicht in allen

menträfen, so müsse die „Kammer es lediglich der allgemein an- erkannten Nothwendigkeit beimeffen, in allen StaatS-Vluögaben die möglichften Ersparnisse zu bewirken. Die Kommiffion habe zunächst in Ueberlegung gezogen, ob die gedachte Proposition auch der Form nach zu loben sey, und ob e61iicht besser gewesen wäre, in dieser Sache der Regierung die Initiative zu überlassen; allerdings ßehe diese letztere auch der Kammer zn; indeffen set) es gut, wenn fie fich derselben nur mit großer Vorsicht bediene und jede, wenn auch an sich gute, Proposition verwerfe, inso- fern sich irgend annehmen lasse, daß die Königliche Priirogative dadurch verieyt werde. Was den Vorliegenden Fail angebe, so set) jedoch die „Kommission der Meinung gewesen, daß die Kom- petenz der Kammer sich um so weniger in Zweifel ziehen lasse, ali der Gegenstand eine Finanz-Maaßregel betreffe. Der Red: ner ließ sich hierauf in eine nähere Untersuchung der bcregten Proposition ein. Es würde“ abgeschmackt seyn, äußerte er, wenn man die Frage, um die es sich handle, absolut in dem Sinne einer vollständigen Anerkennung aller von der Regierung der hun: dert Tage auögegangenen Verfügungen lösen wollte; denn in diesern Falle würde z. B. die Marine, deren Herr Boiffb d7A11- glas gar nicht erwähne, dieselben Ausbrüche wie die Landmacbc baden; und eben so müßte man die damals im Civil:, Finanz: und Justiz:Fache verliehenen Ilemtcr nachträgiichanerkc1men; zu einer folchenMasse vonAnforderrmgcn möchte inzwischen derStaatssckpas schwerlich hinreichen. Aber es gebe auch noch eine andere Gränze, die man nicht Überschreiten dürfe; die 9111erke1mng friiherer Rechte, so gegründet diese im Uebrigen anch seyn n1dchte11„dirr- fe nämlich niemals späterhin erworbene Rechte beeinträchtigm. Aus diesem Mien ergebe sich zunächst, daß der von Hrn. Boiffy d'Anglas aufgestellte Grundsatz nicht unbedingt geltend gema/„cvt werden könne. Wolle die Kammer nun aus besonderen Ruck,- sichten etwas fiir die während der hundcrt Tage beförderten Mi- limirs thun, so diirfe solches nicht fiir den ganzen Zritraum 130111 27. Februar 1815, als dem Tage des Aufbruckps Napoleons von Elba, bis zum 7. Juli, als dem Tage der Rückkehr erdwigs 3117111. nacb P....is, sondern nur fiir die Zeit vom 20. März, wo Napoleon seinen Einzug in die Hauptstadt gebalcen, bis zum 22. Juni, wo er seine zweite AbdicationH-Akte unterzeichnet babe, geschehen, indem bis zum 20. März die Re icrrmg Ludwigs 311/111. anf gesetzliche Weise fortgedauert, in der Zeit vom 22. Juni bis 7. Juli abcr bloß eine provisorische RegierungsMommission bestanden habe. Nachdem fonach die Epoche der brmdert Tage auf die zweite wirkliche RegierunZBNapoleons reducirt worden, zerfallt die Proposition des Hrn. oiffy d'Anglas in zwei ganz von ein- ander verschiedene Theile, nämlich dre damals vorgenommenen Beförderungen in der Armee und die bewilligten Orden der Eb- renlegion. Wenn nun Hr. Boiffy d'Anglas verlange, daß man die während der hundert Tage beförderten Offiziere den ihnen gebiihreraden Anciennetäts-Rang in der Armee einnehmen lasse, so könne die Kommission diesem Antrage nicbt beisiimmen. Der Kriegs-Ministrc habe der Kammer vor einigen Tagen schon eiii- mal angezeigt, daß bei der Wiederbesesnng erlxdigter Stellen 111 der Armee auf jene Offiziere ganz besonders Riicksicht genommen wiirde; die Regierung thue sonack) AUE, was man bei der ge- genwärtigen Lage der Militair-Gcsetzgebung nur immer von" ihr verlangen könne; fiir eine Aenderung dieser Geseßgebqu konne aber die Kommission um so weniger stimmen, als schon ]th von allen Seiten Klagen über die vielen höheren Militair-Stellen in Frankreich erhoben würden und mithin der Augenblick wohl eben nicht geeignet set), dem Staate noch 1 Marschall, 30 General- Liéutenants, 50 Brigade-Generale, 80 Obersten u., s. w., mehr aufzubiirden. Nach einigen anderen Betrachtungen über dre Yu- möglithkeit, den Militairs der hundert Tage ihren Ancrennetgcs- Rang zu bewilligen, obne zugleich den Rechten anderer aktiben Militairs zu nah: zu treten, ging Herr Jaubert zu dem zweiten Theile seines Berichtes, betreffend die während der hundert Tage bewilligten Decorationen der Ehrenlegion, Über. er, stimme die Kommisfion mehr als dort mit drn Ansichten des Herrn Boiffy d'angias Überein, Er habe bereits oben erklart, daß die Kommission weder die von Napoleon auf“ serneanuge von Elba bis Paris, noch die von der provisorischerrRegierurrg (also in dem Zeitraume vom 22. Itryi bis 7. Juii) bewrliig- ten Dekorationen anerkenne; jene hatten sich am 8.17, diese auf 618 belaufen, so daß nach Abzug derselben nur noch 4720, in der vom 20. März bis 22. Juni mittelst Kaiser-

eit .. lichen Zekrets verliehene, Decoranonen zu bertrckfichttgen blieben. Von diesen miiffe man aber noch 2020 abrechnen, de: ren Verleihung bereits Von der vorigen Dynastie erneuert wor:

wären, so daß die Gesammtzahl der Peiorirten, deren Wiedik- aufnahme in die Ehrenlegion gegenwartig verlangt werde, 1111) auf 2025 belaufe. Der Kriegs-* incfixr habe_ 111111 zwar bereits- in der Sitzung vom 26. August erklart, daß rast alle von dem Kaiser direkt vorgenommene Ordenjs:Verle1[)1mgen“aiicrkan'nt worden seven; da mdeffen die Kommission glaube, daß emerse1ts der Hr. Minister sich hinsichtlich der Zghl 1111 Irrthum befinde, andererseits aber auch, daß er weder dre Marine, noch die 1111 Civilfache Dekorirten im Sinne gehabt'habex so, schiage die Kommission vor, sowohl ene als diese 111 die Anerken- nung mit zu begreifen. en Geldpunkt betrrffend, stimme die .Kommissson der Anßcht des Hrn. Boiffy d'Anglas

Punkten mit der Proposition des Herrn Boiffy d'Anglas zusam-

bei, daß die Zurückgabe dkk Decoration Niemand zu

Hier, äußerte-

cinem-Ansprrrche auf Atrszahiung des rückständigen Gehaltes berechtigen dürfe; dagegen ser) sie der Meinung, daß man das lgufende Gehalt vom 1. Jan. 1832 ab nur den Unter-"fö= zieren und Gemeinen der Land: und See-Macht, die während der hundert Tage wirklich aktiv gewesen, nicht aber zugleiép auch de'n,Offizier„en, wie Hr. Boiffy diLlnglas solches verlange, be- )vxlltgen muffe; die dadurch entstehende Ausgabe wiirde steh auf 320,000 Fr. belaufen. „Unsere Vorschläge“, so schloß der Red- ner, „entsprechen nur unvollkommen den Erwartungen unseres ebremyertben Kollegen. Indeffen werden Sie fühlen, m. H., daß dre Kommission so weit gegangen ist, als die Achtung vor wohl erworbenen Rechten und die Nothwmdigkeit, mit den Staats- fonds bgushälteriscb zu Werke zu geben, es ihr irgend gestatte- ten. 9 re war diese Nothwendigkeit gebieterifther, als jest; die Bedrangniffe des Handels und Gewvrbfieißes, die Noth der un- te-ren Klassen beweisen die!! nur allzusehr. Nichtödesioweniger bieten . sich uns immer neue Aurigaben dar; unter die: se.". giebt es eine, zu deren Beßreitung die produktiven Krafte Frankreichs kaum hinreicben möchten, nämlich diejenige, die ein allgemeiner Krieg Verursachen wiirde. Die Weisheit der Regierung hat rms Vor einem solchen zubewabren gewußt. Kaum aber dieser großen Gefahr entrormen, werden schon wieder andere, wenn gleich minder bedeutende, Forderungen an die Steuerpflick)“ tigen gemacht, als ob Frankreich nicht bereits an der Last der Vergangenheit genug zu tragen hätte. Lassen Sie uns daher mit den zu bewiliisenden Entschädigungen sparsam zu Werke ge- ben, damit nicht zuletzt die eine Halfte des Landes sich zu Gun: ften der anderen ganz imd gar erschöpft. Wir wollen für die Militairs der hrmderi Tage das Mögliche thun. Will man Sie indeffen dazu verleiten, m. H., die Gräuzen der Billigkeit zu überschreiten, so erinnern Sie Ihrer Seits (U] die Klagen der Steuerbfiickxtigen.“ Der Berichterstatter verlas hierauf die drei Artikel (*:-5 Geses:E11twurfes; sie lauten also: „Art. 1. Die von dem Kaiser Napoleon in dem Zeitraume vom 20. März bis 22. Juni 1815 ernannten Mitglieder der Ehrenlegion, deren Namen mittelst Dekrets bei der Ordinskanzlei eingetragen worden sind, haben das Recht, die Decoration ibrer resp. Grade wieder anzulegen, Es sollen ihncn zu diesem Bebitfe neue Patente aus- gefertigt werden. Art. 2. Diejenigen unter ihnen, die bei ii): rer Ernennung als Unteroffiziere oder Gemeine in der Land: und Seemacht dienten, sollen vom 1. Januar k. I. ab das mit dem Orden verknüpfte Gehalt beziehen. Art. 3. Die obigen Bc- siimnmngen berichtiÉen nnter keinerlei Bedingung zu irgend einer Entschgidigunß fiir ehalts:Riickstände.“ Die Berathungen über diesen Gegenstand sollten in der Sitzung vom 14. Sept. statt- finden. - Hr. Passt) stattete hierauf deu Komurisfions-Bericbt iiber den neuen GeseH:E11t1v11rf wegen der Rekrutirung der Ar- mee ab und verlas zulth eine zahlreiche Menge von Amendc- ments, die bei der Berathnng selbst näher zur Sprache kommen werden. Die Eröffnung diescr Brrathung wurde auf den ?in- trag des Herrn Salverte bis nach der ?lnnahme des Gefes- Entwurfrs iiber die Pairie verlegt. - Am Schluffe der Sisunx berichtete noch Herr Dumont über die Proposi- tion des Herrn Vatout wegen Er änzung des Am Artikels des Wahj-Geseßes. Man wird si erinnern, daß dieser Vor- schlag darin besteht, in den kleinen Wahl-Bezirken immer „so viel. Niedrigstbeftenerte von der Wahl- Lxsie abzusetzen, als Hoherbe: steuerte binzutreten, damit die Lifie selbst nie„mehr als 150 Namen enthalte. Der Berichterstatter stimmte fur die Annahme dieses Antrages mit einer unerheblichen Aenderung in der Lib: fassung. 91achdrm die Versammlung beschlossen, „sich mit dieser Propoütion am nächsten Freitag (16ten) zu beschaftigen, wurde

die Sißung aufgehoben.

In der Sißung vom 131en legte der Handels:Minister einen neuen Gesey-Entwurf vor, wodurch zur Bestreitung der ?lusgaben fiir den Bau des neuen Sa.:os der Deputirte11:Kam= mer nackoträgiick) die Summe von 500000 Fr. verlangt wird. Der ganze Bau wird etwa auf 3,000,()00 Fr. zu stehen kommen. __ Den Beschlns; der Sitzung machten verschiedene Bittscbriften: Berichte. Eine lebhafte Debatte wurde durch die Eingabe eines gewiffen Lebayen veranlaßt, welcher verlangte, daß man die ßcrbiicbe Hülle Napoleons nach Frankreich schaffe und unter de: Säule auf dem Ve11d1*1111e:P[age beiseße, ?luf den Antrag des

den sey, so wie 675, deren Inhaber seitdem mit Tode abgraangen 1

jüngeren Hrn. Las Cases wurde disse Petition 3111th mit großer St111111191!:Me1)rdeit an den esammten Minisier-Rath verwiesen. | (ij): aiisfiibriéchere Mitthei uns morgen.)

Paris, x,. Sept. Gestern hatten der Marschall Lobau, der (;_;:«f Paiol, kommandirender General der ersten Militair: Diviswlk- der Graf Ron, Pair vox) Frankreich, und mehrere an: dere Pairs die Ehre, mit dem Konige und der Köti [. Familie zu speisen. Die Tafel bestand. crus'50 Corrverts. (Festern prä- sjdirte der König in einem drmsinydrgen M*UjfieZ-Nakhk- Mor- gen werden II. MM. dcr Korngund dre, Konigin sich nach Neuiilv begeben und den noch ubrigen Theil der schönen Jak)- reSzeit dort zubringen. '

Der Bericht über den Etittvurf m Betreff der Pairie wird morgen von Herrn Béranger tm Schoße der mit der Priifung desselben beauftragt gewesenen'Kommrision vorgelesen, jedoch erst in der Donnerstags: oder Freitags-Stsung in der Kammer abR gestattet werden. Die Bureaus der Kammer versammelten sich