ten durften; die Unabhängigkeit Belgiens ift wiederherge- stillt, cin norbweudigek A*"affeiistillstand ju abgeschlossen, giin- srirc l_lnrrrlmudlungrn sind eröffnet worden, und Frankreick) krs'izirrr sic!) in einer Stellung, von wo aus es siers i_idrr 2'lktfrrciétliairnng diescr Resultate warben kann. :Die" BU*)*'|Z*WZ§?L'|li1g dcr; Birrfenthaits unserer Truppen in BULK" dmriii, m_dcm sie dazu beiträgt, die Bande, welche die Franzo- Wl UW ÖUIÉOL aii eiiiander knüpfen, nock) fkßt'l' _zu schlmgen, [*.-:x *,);„iéiiii iii" dic Zläiiiendstc Weise das Vertrauen aller Kadiirrtte iii dir ..'i*i).ii;:c-.r Frankrriibs, --- cine Loyiiiirär, die sich diirch d» *;-.*:_i;. U».- „JW: Libiauf des Waffenstiiisrandes crfolgcnde BUMM?! unsrrrr Trripycn abermals bctyéitigcn und den Beiden- ichafkc!1, w:“irtyr dic Hosinuiig, dcn aligrnicincn C'Uropéiischm Fric- drn Jrfid :" zii scdcir, zrrrii anf vorgeblichc Bcrwickelungen griin: dcn ::*.«.**.-.)icii, jcrri: Vorwand urdmrn wird.“
***-...'.JTxLLF-ÉYUU Ei.».rd is-r' mit seinem Generalsiabe in Lillr cm:
gckrnriiirii. _ *.*.xi'i' diii Borirwaq drs Kricgkuinistcrö hat der König die (“*ii'iiri'sii LTiriiirizirixix', 'r"5kr1fGl'liiiÖlkk, Baron Billard, Baron Pi: (!*?Li, .Drépriz, „"V-arri) Evain, den GmerakMajor Neriipde und ULLPWTHM i*:ri;:.*i'cOdcif'tr11 imd Majore drfignirr, Weiche 11élch TZTcigxrii «rdxn und dort die Belgische Armee organisiren sollen. “Dirie L'sßzi-rrc *.:irrr-en von Belgien desoidet werden, aber die F'rrriizdsisrixe Kokaidr iind Uniform, so wie ihren bereits in Frank: rriii) crxvdrrrxirn R.;.ug, behalten.
“Zim dio: Siriic dcs doppelt gewählten Barons Peter, hat der „;_w-xé'ir Ti'ZMvcziri' ch Departements drr Lozdre zt: Florac dcn Sriicml *forxmadier ziim Dcputirten ernanirt.
Die djieiitliiiie Vorlesung der Proposition des Hrn. Comte, dic darin bestand, das gegenwärtige geheime ?ibsiiimnen in der „Rainiiirr «rdziisihaffcii mid die Anordnung zu treffen, daf; kiinftig irrer „Ordiitirrr sriii Bomm offen adgebe (s. das gestr. B]. der Z Z; iß von dem Ren Burkart verworfen wvrdkn, so das; sir ieizc, da 1101“ 2 Bureau's dafiir, 7 aber dawidcr gewesen siiid, 11100“ statisiiidrii darf.
Eiiicm T5nnnrdia::.23erichte des Präfidenten des Minister: Naives- gemäß, destimmt eine König!. Verordnung, daß die Kom- 111170011 im“ die Bertheilnng der National:Belohnungen kiinftig niir mori) aus den zwölf Mattes don Paris und den beiden “I)iaircs drri Scraux und St. Denis bestehen und daß die 'Ar- “r*ciirii drrirldcir mir dem “31. Oktober d. J. definitiv geschlossen werdcn ioiicii, drr Uns noch eine kleine Anzahl von Gesuchrn zur „Ver:i:»_.:rriig vvriirgr. Mithin scheiden aus derselben jest ans: Dcr Orlieiéil Fadvier, als Präsident, Herr Andr!) de Puyraveau, ais Vice:Pr(1sident, die Herren Georg Lafayette und Joubert, ' ais .i?.-1ir.;':iii„aririr, sd wie drei Studirende der hiesigen Univrrsi: tar imd vier iiicfize Biirxzer, welche bisher zu dieser Kommission g,:hdr-“n.
Dri- “)J-Teiiagcr meidet, daß der Ertrag der Einnahmen drs riisiäxxr-gen ?lugust den desselben Monates im vvrigen Jahre iim iiiiUk deim fiiiif *L'iiilioiren Fr. iibersteige.
Von dem hiesigen berühmten Wundarzte, Doktor Larrev, kinUrii-Yk"! ivrzirran'iabsirrxte der Napoleonischen Armee, der in NJZDWCÜ die *:Peit 11:10 das gelbe Fieber beobachtet und die Edo: .icra isidii iibersmndrii bar, ist hier eine viel gelescne Abhandlung ridir dic iciziere Krankheit erschienen.
Der ngicrung gestern zugegangene telegraphische Dcpeschrn iiic-ldrii, das; die Ruhe in Narbonne seit dem 6ten d. M. nirvt nie:.rr ;.rfidrt worden ist, und daß sie am Iten ami) in Perpignan :D.-drrdergestcilr war, wo ebenfalls Unruhen stattgefunden hat- ien,'diren Ursache oder „Vorwand die Erhebung der Weinfteucr chesen war.
?*Taidrichtcii ans Marseille vom 7ten d. M. zufolge, hatte dort ein Tdeatcrzertcl, auf welchem fiir den ?lbcnd die Borstel- ;rtiig *.*dn Heinrichs U. Jugendjahren angekündigt war, unter der ;iic'derrn Klasse der Einwohner, welche von dem König von Eng: la- 0 iiici):s wußte und in jenem Titel vielmehr eine Anspielung auf dem Herzog von Bordeaux finden wollte, zu einigen Schlä- «;er9§en ?iiilaß gegebm, die indessen nicht zu ernsthaftercn Unru: i_zeii arisarrrren, soirdcrn von der Polizei bald unterdrückt wurden.
J!: Toulon sind am 7ten d. M. noch einige zu der Ex- ;dcdiridn “iracko dem Tajo gehörende Schiffe und unter ihnen die deidru Fregatrin „Pailas“ und „Didon“ angekommen. Vor Liffadon smd mic die Fregatte „Melpomene“ und die Korvcrte „Ezié“ zurückgeblieben.
Großbritanien und Irland.
. Parlaments:Berhaudlungen. Unterhaus. Siz- zurigw. 13. Sept. (Nachxrag) Kr. Robinson machte den dorimigfi angekündigten Antrag, den Einwohnern Von Newfound- 1and LMS Koloniai-Legislatur zu verleihen. Diese selbst, meinte der ?(ntragsicller, dattrn sia) bereits mit der Bitte einer solchen „Verleihung all den König gewandt, und er (Hr. R.) habe kiirz- [LÖ- der einer Audienz, die ihm gewährt worden, sich mit Sr. Ma: iefiak dariibxr unterhalten. Dcr Köni habe bei dieser Gelegen- deit die lebiiafteste Sympathie fiir die Einwohner von Newfound- iaUÖ zu erkennen gegeben. Es set) auch gar nicht erklärlick), war- um Newfoundland nicht dieselben Rechte solite genießen können, wie andere Kolonieen, namentlich Prinz Eduardö-Jnsel und die BSTUUWÜS. Die Insel enthalte jetzt eine Bevölkerung von 81“) di:“; 00,000 Einwoimern und könne unmöglich länger unter densel- deii unzweckmäßigen Verhältnissen, wie bisher, regiert werdeii. "Demimih trage er darauf an, St. Maj. in einer Ndreffe zn bir: TEL], der „Kolonie von Newfoundland einc ahnliche Verfassung zu drwadkcii, wie sie bereits in anderen Britisch-Nord:“Ilmertkani- sckxrir .Kdidkiiern, anaida mit der Britischen Constitution, des'xcbc. Lord Hdwick (“Uiirer:Staats:Secketair für die Kolonieen) fand den ?iiitrag um so unzciriger, als in dieser Sisunq Über die Br: rickyt-Erstattlma der Reform:.Bill ") debattirt werdeii soilrc; ari- ßerdem, sarzie cr, gehe auch im nächsten "“Jahr-: die Zrit, fiir 1vrlche das Parlament zuletzt die Geseßgebxmg [';th MWst-mxi): rand festgcfielir, zii Ende; der Gegenstand wiirde mitdirr in dcr iiir'äostrii Session ohnedies zur Sprache gebracht werdcn. “Iii Newfoundland befänden sich iiichtniehrais.i6,000 eigrnriicb ansirisige Eiiiwodiier; davon lebten 11,900 in St. Johns; die iibrigen skden in 60 bis 70 ?lnsiedelungen zerstreut, ständen in ]edcm Jahre (5 Monate lang außer aller Verbindung mit St, Johns und wiirdcn eden so, wie die nicht eigentlich ansässigen Einwohner, an der Gesetzgebung gar keinen Theil nehmen können. Der Gou- verneur vou Newfoundland werde iibrigens binnen kurzem in England erwartet, und seine Lokal-Kenntniffe wiirden die Regie: rung in den Stand sehen, sich hinsichtlich der angeregten Frage genauere Belehrungen zu verschaffen. - Hr. Hume fand es unbegreiflich, daß eine liberale „Verwaltung, wie die jehige seyn wolle, einen so einfachen Vorschlag, wie den von Hrn. Robin- son gemachten, von der Hand weisen könne. Die Lokal-Legis-
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_*“) Irrthümlich ist gestern bemerkt worden, daß Lord John Runen aucb chon auf dee dritte Lesung der Bill angetragen; DLEse: sollte er am Montag den 19. Sept. zur Sprache kommen.
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laturen hätten sich überall in den Kolonieen ais _zweck- mäßige Einrichtimgeu erwiesen, und es ließe sich demnach die .Ver- wrigcrung eiiier sochcn an Newfoundland gar nicht rechtscrrigrn. Da dieranf Lord Dilthorp die Versicherung ertheilte, dar;,“nob die “"))kinisrrr mit der C'!“W.L§,ll!1Z des Gegenstandes brickzaitxgt hielirn, und das; in der nächstcn Session geiviß'etwas 517 dieser Hinsicht geschehen wrrde, so vrrlangte Hr. Robinson eme br- stiiiiiiite Erklärung hieriiber. Der Minißer wvlltc zwar kein positivrs Brriprrchcii crtheiicn imd bescdrankrc sich am- die Zu- sage, das; dir Rrgirrmig eiiie Manßiegel vvrirblagrn wiirde, wo- ÖULIÖ drr gciiiriiiirrii Kolonie so viele Freiheiten zugrtberér'wcrren sollten, als sich mit den Umiiaiidcn vereinigeii ließen; hirrdrirch sah sich jrddri) Hr. Rodiirson bewogen, seiiirn A::trag yiir zrizt zuriickzunediiicii. '
- Oberhaus. SUZUUI vom 14. Sept. Vier neue Pair;- icsistrxrii iirxrrrdiims dri! Eid imd iiahmerr ihre Sixr eiii, Graf Gru!» rritarir daran?, dass. mm die auf die Pd'xtiigiisiscdrii Vlii-xwie-gcm:)riixxii Brzug habcndcii Papierr zur Vorlegiriig drrcit sWkii mid dcmiiäiizst dem Hause iiiiigrtiwilt wcrden sdiitcii. Es di-fr'iirdr sick) ami) das Giirircdrxri drs Kox1igl.?iddokrririr l))i-rsrcizr- lici) drr ckL53rrchrigmrg dcr Frasizdsrii, die Poringirjiscbrn &II-misc ivcgziiiiciMieii, Unter dirsen Papieren; doch bitte cr, ficirzii rim: nern, das; die vorige Bcrwaitimg die Vorlegung eiiies amilici)i»u GUMÉÜLUÖ verwcigert hade, wcim er sie demnach brwillizx-c, so grscdchr rs als eine Sache der Gimsi,-11icht adrr solle: dadiirck) cin Préiccdrnr siir kiinstige Fäiie Wisgcstcllt werdeii. „ixnraf vdn Elddn cikiärre sui) iibereiiisiiiriirr-md mit VCM I)iiiiisirr dahin, das; es 11ickckr iidliit) „“Oh, die (_iiitriicix-ten dcr juridisrireii Zir;ti)geder drr Krouc ziir Lcffcr-tlickikrit zii bringen. Marquis v. “LTZ,"DOUL derrt) daiikte fiir die, Bereitwiiiigieit der Minister, erkiarte sich jedoch nicht zitfrirden gestellt, so lange nicht auch die ganze Streitsache, dic drin Gutarhtrn zuin Grunde liegr, deiii Harise ziir klarsii Eiiisicbr vorgelegt werde. Das Verfahren der Briti- srhen Rrgicrunz zrrgrn Dom Miguel wiirde ihm ohne dirie Eiiisickit immer als eben so srliändlirk) sick) darstellen, wie itim dic Wegnahme der Portugiesiswcir Schiffe durch die Franzoim erscheine. Lindrzwrifelt werde man "diese Schiffe bald in Brest mit Französisohen Seeleutkn benmimen und zu eiiier Expedition gebrauchi'n, mit der man die Regierung Dom Migneis sturzen wolle. Dom “).7iigrirl aber habe [*cririiiidete Ansorucbe aiif Eng: lands Beiiiand; mit Hiilfe drr Miiruelisten könnte die Britische Macht die Franzosen, dir etiva Von der [iderairii Partei ,k," Portugal untrrftrtsr werden, leicht wieder Verrreideii. Hr (dcr *.?Zi'arqiiis) habe selbst einmal Portugal 965911 die FkaUZöfisksW Jiiv-rsion verthcidigeii helfen und wisse aus ei: gener Erfabrurig, Welche giite Dienste die Pdi'iiigiesisMii Trttvprn dabei griristet diirfen. D.e Migurlisren dilderrn jeßr iii Portugal die [ovale Partei und seven mithin auf den Bei: stand ExixiaUÖs berechtigt. „Ick wiiiisckze“, fuhr der Lord fort, „frkll-“Ir ;n wissrn, zn Welchem Zioecke wir neuerdingd, xwri Bi: l]iki?:Schiff-Z nach dem Tajo adgemndc haben. Ich. wriuséoe zu wissen, od uns neue Kränkungen ividrrfahren siiid, welrbe diese Expedition etwa rechtfertigen, und nach den Bericbren, die um zugiaaiirim sind, sciirmt es in der Tdat der FU zii scim. (Lau- ter 23c1f.rll.) Möchten die rdlen Lords mich dow erst ariSreden lÜffU], cl)? sie miri) mit idrrm Brifalle declckren. Ick) habe ails guter Quelle vrrxiomnien, das; man sich iiber den Britischen Konsiil in Lissabon sehr beschwere; daß der Unteroffizier, wrlciycr dcm Obersten des ausriihreristhen Regiments die Fahnen eirrriffrn, und ein Linderer, Namens Pinto, auf dem Engiii'chen Parkt- boot aiifgenomiiirn worden und nach England gekoiiimewsryen. Ist dies der Fall, so kann es nicht ohne Erlaubniß drs Koiiiiiis und »Wo dessen Päffc geschehen sevn. Das, was ich sdhon irri- l)er auf die Vintoritar des Sir John Campbell iiber den Zristaiid von Portugal mitgetheilt, kann ich jest durch Zeugen rrhar: ten laffm, und ich behaupre demnach, daß dieser, Zustand die Sendling zweier Krieg6sckiffe 11ach dem Tajo in keinem Falle notdwrndig mardi. _ Dcr Redner erwähnte nun auch noch des Umstandes, daß Sir John Campbell, bevor er ihm die bespro- chene “))Zitthcilnng gemacht, dieselbe auch an die Rrgiernng gc: sandt habe, und richtete in dieser Beziehung einige Fragen an den Grafen Grey. Der Lestere versicherte, eim? Mittheilung in Bezug auf Herrn Hoppner friiher nicht gekannt zu vader), wiewohl idm einige Lobdrcisungen Dom Miguels von Seiten des Sir John Campbell zugegangen wären. Auf die Frage, Weshalb die Regierung chr Linienschiffe nach dem Tajo gesandt, glaube er die Antwort fiir jest schuldig bleiben zu können; dort) wolle er dem edel:] Marquis sagen, daß neuerdings große Be- schwerden iiber das Benehmen der Portugiesischen Regierung eingelaufen setzen, und zwar sowohl vom Britischrn Konsril, als Von dem Offizier, der die Englische Flotte im Tajo befehligt, und von Britischen in Lissabon wohnenden Kaufleuten. Jede Frage, die der edle Marquis sich noch veranlaßt sehen möchte in Bezug auf die kiinftige Politik Englands zu stellen, werde unbeantwortet bieidcn. Auf eins nur wolle er noch hinweisen: das Haus werde sich erinnern, mit welcher Bestiiiimi: [reit hier behauptet worden set), daß die Französischen Schiffe im Tajo die Porrrtgiesiscbe Regierung zwingen wollten, an Frankreich große HandelS-Bortheile zu bewilligen; als man sich jedoch die: serhalb an den Französischen Minister der auSwärtigen Angele- genheiten gewandt, habe dicser das größte Erstaunen dariiber zu erkennen gegeben, das; man seiner Regierung eine solche Absicht unterlege. Dcr "“))iarquis v. Londonderry bar, bei ailrn solchen Fragen, zu denen er sick) veranlaßt fiidie, dock) stine eiche Persönlicixkeit ganz aus dem Spiele zu [Mrim er time dabei nichts, als seine Pflicht. „Hat“, fiigte drr Marquis
“ hinzii, „dir Regierung sich nicht durch die Fragen, die ich ge-
nmrhr, [iiid dUkch dir Stellung, die ich und meine Freunde gr: nonmim, veranlaßt gesehen, ;()ko Ton zu ändern? Hat der edle Gra?“ iricht die [rohe Meinung, die er friiher von der Fran- zösiscbrn Eliie _qyith, etwas herabgestimmt? Nun, ich Ökt1kck, daß er in giejch€sij Maße sein Benehmen in Bezug auf Pixr- triga! ändern und mriere Verhiiltnisse mit diesem Lande wieder- hersieiien wrrde.“ Graf Grey lcdnie es ab, irgend eine un: verdiente 51*ersö-nlichkeir gegen den Marquis geltend gemarbt „zu baden, und bemerkte außerdem: „Der edle Marquis glaubt, die Regi-crung habe s1ch seine friiheren Bemerkungen zii Nuss gr- macht und werde eben so, wie in Bezug auf Frankreich, auch in Bezug auf Portugal ihre Politik ändern. Der edle Lord mag immerhin ein sehr weiser imd diskreter Rathgrber ferm, was sich leicht aus seinen aligemeinen Bemerkim en abnehmen läßt. Worin jedoch die Weisheit liegt, wenn er das Land durch seine ?lUSdriicke
_in einm Krieg zu verwickeln sucht, weis; ich nicht. (Hört, hört!)
Ick versichere dem edeln Lord, daß nichts von dem, was in Be- zus auf Belgien geschehen, seinen Ratbschlägen oder ?leußerungen ZU verdanken isi. Die Regierung hat ihre Politik nicht geän- dert; sie ist so zu Werke gegangen, als ob der edle Lord niemals ein Urtheil dariiber abgegeben hätte. Er schmeichelt sick), Rath fiir die auswärtigen Angelegenheiten von der OppdsitionSbank zu seyn; hierauf bemerke ich, daß, wenn ich zufällig einmal iiberein-
siimmend mit dem Rathe des edeln _Lords hapdelie , dies guten Grund für mich abgeben wxird-x, mir die Sache neuem zu Überlegen.“ Dcr Marquis “Yon Londdnderrys in diesen ?ieußerungen wieder eine Personiichkeit, die er sich, [ich verdat, da er niemals mit Persönlichkeiten gegen den M*. ster aufgetreten set). Die Bemerkungen des edel:; Grafen s, der hohen Stellung, welche er bekieide, ganz uuwurdig; tvat selbe auch sagcn möge, es sei) doch getviß, darf; er schw" die Bemerkungen der Opposition vrranlaßt gejeyen, Miss)" dener gcgen Frankreich aufxutreten und sich, der Qua Pc-l-Vlliiaiiz gegen dieses Land enger anzuschließen, Und * ski) nur zu bedauern, das; Preußen und Oesterreich „, miri) rden so in der Portugiesischen Angelegenheit auftraten, sie es in dcr Niederländischcn gethan. er LordZKan" nahm mm das Wort und «inßerte sich, nachdem er 1nschan Yiiisdrficken auf das Unzeitige imd Uniiiitze dieser Erörtex aufmerksam gemar-Ht [)atte, foxgendermaßrii:
„Es isi ein durch das Gefühl der Billigkeit und Gerechtjg ciriqcfül)rter Gebrauch in brich Häusern des Parlqments, sich », Aiiixrti aiif kxcutr zu enthalten, welche ehr qfffztelles Benehm nicht vcrthridigcn können, weil ihre _Pflxchx ste_m der Ferne iu“ hält. Diese Maaßrcgel dcr Gcrcchttgkcet ist bisher von erUnd- Frind beobachtet worden. _Von einer solchen btUtgcn und 'zu-:ck, Regel aber gänzlich abweichend, kdmmtder edlex Marqlms m.». und immer wieder darauf zurück, den Brttchhen Konsul m Léssab zum Gcgcnsiand scinerSchmähungen zu wahlen. Er hat weder ' Ehre, diesen Herrn zu ,kcnxn'n, noch hat _Herr Hoppner jemals gesehen, oder Mit ihm kyrrcspondtrt. Em verß ner Verwandter drs edler: Marquis selbst Lord_Castlerem hat ihn zu jener Stelle befördert, und der edle arams'sollted, der Letzte seyn, ibn gnzugrcifcn, Aber der edle Marquisbatejn. Korrespondenten (Sir J“ Campbell),etn Portugiesischen Dien und durch Heirat!) an jencH Laird geknupft, der zur Meguelißis Partei gehört; aller Partct-Eifer dcssclch kgegen Herrn Hoppu dcr durck) dessen Entschltzß/ icinc Schuldig eit zu thun _und[ Land chen die Tyrannei und Gewaltthättgkrtten der Miguclij zu schützen, cntfiamint wordrn,_ _iß auf den edlen Marqms über" gangen und macht emrn Theil miles Sysiciys atis. Ich kenn“). Hovvner nicht persönlich; aber die Brexfe uber ihn, welche un. tciisckcr lauten, als die dem edicn_?)tci_r9uts zu?e angenen Mittheitn gen, geben ehrenwertthZeygmß sur reine Fäh ZIM“! und„1emenC rakter. Dcr cdcharquts ?):th zu,daß sci) 6000 cfangene mDomi. giicis' .Kerkern befinden; a er wirs, behauptet er, onc das sagen? ist anders daran Säiuld, als Uk selbü? Warum hattrn seschDg Miguels Mißfallcn zugrzogcn? Und der Fall den„cr ,1o klugerM zur Rechtfertigung diescr ungeheuren Gcwaltthätegkeit -- denn , kann die cigrmlicbr Zahl der (Herangcycn wobl aux 30,00iiann men - als Vergleich nufüelli-eisi dic Etnkerkerung des Fürs Poiignac in Frankreich! ;Des Firriicn, Polt nac, der fick) in Fo eiiies qcschlicben Urthcils tm Gcfangmffe dé nder, welches nochd ein scHr gnädigcs war, nachdrm er der schandltchsten Verrätberci geklagt und öffentlich und feierlich durch seine_Pairs des Be... cvcns überwiesen und durch 'das Gescv verur'thctlt worden war! » Übersteigt meine Brgriffe, wcnn :ck sehr, _i_ntt „Weicher außeroro . lichen Empfindlichkeit und mit welcher F,)xsttg_kett dic Ayhänger 1» Miguels jede Beschuldigung zurücxzuwcticn_1uchen,„ dte„man„gc denselben vorbringt. Ich kann nexixt begreifen, wic ch Nelgu cin Miniftcrimn anzugreifen, grwinc Leute so weit fuhrenia Ich weiß, was man aus Partei riß thun kanix - ich weiß es * ciacner Erfahrnng; aber ich wet: "“It, was ich eher thun wü! als das Lob Dom Migucls verkünden, vonkdcm :ck, da ich » nichts Böses nacbsagen „will, natürlich gar mcbts sagen kann. z.. edle Marquis beklagt sich, daß der edle Gr:1_f(Grey) schzu .. sdnliclykcéten habe verleiten laffrn, mdem cr nch solche nie habe Schulden kommen lasen. Ist es denn etwa kxine Pcrsdnii * wenn man die Minister fortwährend beschuldigt, daß «e . Hand von Frankreich mit, Füßen treten lasen? Der edle M* quis und einige seiner Kollcgcw sucbaxn _tnimerfort Gcgcnft aufs Tavet zu bringen, welche eine fcmdxeleZle StrmmungW Frankreich hcrvorbringcn kdnnrm-„und thun ([ck, was in * Kräften steht, um uns in eincn Krieg zu verwickeln: dies scheint einziger Zweck und ihr vorherrschender Wunsch. Hier in di Lande hat dies nun zwar wenig zu bedeuten; denn_dte Gcfinnua dcs Parlamentes und des Volkes, so wie das Gewicht derAnti-- dcs edlen Lords, sind hier zu gut verarmt: da aber der Prophet Auslande gilt, so glaubt man auch tn annkreich, daß fernen Re hier eine qrößrre Wichtiakcit beigelegt wird.“ - Nachdcmf der R ner seine Ansicht ausgefiihrrhatte, daß er eben so wenig gen sey, England cine untrrthäntge Straung gxgen Frankreich anne * zn lasen, als er immer Alles aufbtcrrn wurde, um die beiden * der in cinem frcundschaftlichcn Verhäitmffe zu erhalten„ schloj-- mit folgenden Worten: „Mit gänzlicher Ruhe und etner un schrciblichen Freude drücke ich eine Uebcrzeugung aus_, welche das Land, dem ich angehörc, und für die Krone, der :ck dtenm gleiriiem Vortheil ist- daß der Minifier, der da? Land in einen * :- verwirkelt, mit lauten, allgemeinen und befktgep Verwunschun des ganzen Englischen, Schottischen und Jrländtschcn Volkes vibes schüttet wcrden würde. Dre Verwünschung, welche ich mciners-- hinzufügen könnte, würde nicht weniger lauttund heftig seyn- * diejenige wohlverdiente des ganzen Volkes, fur eme solche M* und Gottlongkctt.“ , „_
Die Rede des Bord:.Kanzlcrs, der ein lauter Beifall folie, veranlaßte den Marquis von Londonderry abermals auf]? treten. „Ich werde mich“, sagte er, „durch alle Beredsamk* und Dialektik dcs edlen und gelehrten Lords doch nicbtdap" abschrecken lassen, meine PfjiM zu thun. Mit aller Machtverlk' zu Gebote siedenden Sprache wird es ihm doch nicht gelingen, Fürsten, der jetzt iibcr Portugal regiert, durch Beschimpfungen“!!! drücken. Noch ist nicht erwiesen worden, daß dieser Fürst schuldlgsxi- und bis dahin muß er als unschuldig angesehen werden. Auchblx Dom Miguel König von Portugal, wie sehr man hier auch" seinen Rechtstitel disPUtiren möge. Er (der Marquis) sey fk“! [ich kein solcher Gelehrter, kein solcher ungeheurer Redner, " der edle Lord auf dem Wollsack, der, wie Cäsar, gleich einemak loß iiber die Welt hinwczisrhreite und die anderen kleinen LLM alle unter sich sche; dcffrmmgeachtet lasse er_ sick) doch chdu . nicht zuritckschrecken. Dcr edle und gelehrte Lord scheme m, That nach dem Oberhause gesandt worden zu seyn, um den]," grn beizustehen, die, wenn sie befragt werden, fiill zu'schwels wünschten. (Ruf zur Ordnung.) Kaum erhebe sich emeFkage so erhebe sicb a11ch der edle imd gelehrte Lord von dem Wollsü "110 fielle Üch zwiichcn die Frage und die Oppositions-Seite *-
Hauses, um -- Hier rief Lord Holland den Redner zur Ok
nung, indem er bemerkte, es set) höchsi ordnungswidrig, zu sag
der edle imd gelehrte Lord wäre zu einem besonderen Zwecken“; " Der Marquis entschUld19
dem Obrrhause gesandt wvrdcn. sich zwar, glaubte sicb jedoch durch die in der Rede des Lo! Kanzlers enthaltenen Persönlichkeiten vollkommen gerechtfkkt's Hiermit endigte die Debatte.
L o n d o n , 14. Sept. ") Se. Majestät geruhten vorgeßkm- ,
einer dem Preußischen Gesandten, Herrn von Bülow, brio"?b bewilligten Audienz aus den Händen desselben ein Schr?“ Sr. Majestät des Königs von Preußen entgegen zu nehmen.
Der Cercle, welchen die Königin vorgestern im St. Jam
*) Ein Privat-Schrciben aus London vom 13. Sept. s- k“ Beilage.
m Tajo zurückkehren.
alaßhielt, war außerordentlich zahlreich besucht;a[lePairinnen, die
xKrönung beigewohnt hatten, warrZ-n schon friih in den Staats- zmmern versmeelt; fie trugen sammtlich ihre Baretts und önungs-Anzuge. Um 1 Uhr langten der Herzog und die Her-
gin von Gloucester, der Herzog und die Herzogin von Cumber- nd, der Herzog von Sussex und die Prinzessin egen 2 Uhr tratex Ihre ngesiaten ins Zimmer. (gin trug ihre Kronungs-Kleider, der König die Admirals:11nj-
|rn1| ' „ , “ atte, wurden Ihren Majeßaten die Baronin Zuyleii van Nye-
Yuguste an. Die Kö-
Nachdem der König neben dem Thron Plas genommen
lt durch den Niedrrläudiscben Gesandten, der General Ban- and durch den Fursten Tallcyrand, der Graf Löwenhjelm,
chwedischek Gesandter am Französischrn Hose, durch den Schive- ischen Gesandten“ am Eriglaschcu Hoye vorgesteljt. Sämmtlirbe mister, Großwurdenirager und das game diplomatische Corps
arm zugegen. Die folgendm neu erwähltrn Pairs: Marquis ." Headfort, Gras von Meath, Lord Bellmden, Lord Howdrn,
xaf von Burlington, Graf von Caiiiperdown, Lord Panmure, rd Oakley, Lord Poltimore, Lord Segrave, Lord Dinorben, jarquis von Westminster iind Gr-rf Von Liriisreld wnrden ziim andkuß zngelasfen.
Eden so wurden die nrurn Pairiimen Fi): 11 Majestät?“ Vorgesicllt. Bis nach 4 Uhr darirrtm die zadi- ichen Präsentationen., Nach Beendigung des Cercle erthcilte «König dcm Lord H'll eine Privat:?iudiem,
Die gestrige Hof-Zeitung meldet noch folgende zwei airs-Erncnnungen: Lord Cloncurrv ziim Baron Cloncurrr) und )mjial Sir James Saumarez ziim Baron de Sanmarrz.
Der Bischof von Cl)ichesier, ])1'. Carr, ist zum Bischof von orresier ernannt worden.
Der Courier behauptet, es wären Intriguen im Gange, rdas Durchgehcn der Reform:.Vill im Oderhause durcb “Mo: fjcationcn, welche das Prinzip derselben entstellt" wiirden, zu reiteln. Eine erlaucbte Person, die dem Tiirone sehr nahe he, gebe sich alle mögliche Miidc bei dm aiiti:reformisiischcn rds und stehe besonders in häufiger Verbindung mit Perso: n, die im Falle eines Thronwerhsels Von hoher Bedeutung im nde seyn wiirden. Alle diese Versuche wiirden indeffen an in Entschluffe des Königs scheitern. Das Durchfallen der .ill wiirde iibrigens kcineöwegcs eine Ministerial-Veränderung jt fich fiihren, sondern nur eine Prorogatidn dcs Parlamcms d eine Ernennung von Pairs.
Das bekannte Pariamentö:Miigiied, .Herr John Calcraft, reine lanqe Zeit zwiscven dcn Whigs imd Tories scdwankre, [ext aber sich den Rrsormers anschloss, (iar silb vorgesicrn iu imm Hause die Kehle mir eiiiem Rasirmcsser abgeschnitten. eßrrn Abend fand die Untersuchung durci) den Coronet sinti, d der Selbstmord wurde fiir eine Handlung des Wahnsinns klärt,
Aus Edinburg wird gemeldet, daß seit einigen Tagen in -emäßheit,eincr vom Obrr-Bcirblshadrr drr Trnppe» iii Sclwtt: nd ergangenen Vorschrift, einc Unter:Lssizier: Wache Von 0 ann bei dem Hoiyrood:Palastc, in wrlei Karl F. wohnt, ifgezogen sey. Statt einer einzelnen Sckii dwaclie, wie bisher, den jetzt deren zwci Vor dem großen Portale und eiiic auf der -üdseite des Palastes.
Der Herzog v. Bordeaux brfmdet sicb noch immer in Edin: kg und besuchte neulich die öffentlichen Anstaiten daselbst.
'In den Eisen-Bergwerken zu Merthiir Tvdvil in Wales
seht noch fortwahrcnd große Gährung. Sowohl die dortigen rbtiier, als die in Monmouthfhirc Und Glamorganshire, haben Ws gebildet, in denen geheime Eide abgenommen Werden.
Ueber die Maaßregeln gegen Portugal liest man im Cou- er: „Es ist nicht wahrscheinlich, das; Dom Miguel dicscsinal leicht davonkommen wird, wie vorigcsinal, uud Admiral 'oussln wird, auf die Nacbricbt Von der Mißhandlung des Be- löhaberö der Französischen Korvette, veriiiiiivlici) ebenfalls nach Dom Miguel muß sich wieder in Wien “rischen, denn in kurzem wird Lissabon ihm m heiß seyn. Icyt es Zeit für Dom Pedro, zuzuschlagen. Vrrnacsrläsfigt er die legenheit, so isi er der Untrrstrisimg unwnrdig.“
Zwei Linienschiffe, „Wellcslcy“ und„TaLavrra“, sollen das sie und 661'te Linieu-Regiment nach Wcslindim fiihren, um
Kolonisten und Sklaven im Zarime zu Halten und die ange- ohte Unabhängigkeitö-Erklärung zit vereiteln.
London, 16. Sept. In der gestrigen Sitzung des Unter- uses iß endlich der Bericht iiber die Englische Reform-Bill gestattet worden: fie wurde in ihrer amcndirten Form zum *mck verordnet, um am nächsten Montage zur dritten Lesung gelangen.
Es soll eine Liste von Pairs, die gegen und fiir die Re- , sind, im Umlauf seyn, wonach fick) eine Majoritiit von 40 timmep gegen die Bill ergäbe; die Morning-Chronicle eifclt jedoch an der Korrektheit dieser Liste.
Vorqefiern fand wieder im auöwärtigcn Amte eine Konfe- xderBevollmächtigten der fiinf großen Mächte statt, die iiber eStunde währte; nächstdem fand ein Kabinets-Ratk) statt, 11- Stunde versammelt war.
Die Gräßn von Mornington, Mutter des Hrrzo-Zs von Wel- ggetzm und mehrerer anderen geachteten Pairs, ist mit Tode
angen.
An der eutigen Börse find Portugiesische Obligationen um br als Lp t. gestiegen, Weil es hieß, daß es Dom Pedro ge: Im sxt), eine Anleihe zu negociiren, mit deren Hiiife er das “hk seiner Tochter in Portugal wiirde geltend machen können.
Niederlande.
Amsterdam, 16. Sept. Morgen Nachmittag gegen 2 kyurd der feierliche Einzug II. KK. HH. des Prinzen von anten und des Prinzen Friedrich in hiesige Hauptstadt statr- d;?itSe* Majestät der König werden nächsten Sonntag hier [. e . .
Der Redaction des Algkmern Handelsblad ist von einem kk Abonnenten ein Schreiben zugegangen, wvrin der Vorschlag "Wbt wird, dem Harlemer Thore, durch welches der Held von sklt und Löwen morgen seinen Einzug halten wird, zur Er- "Uns an dieses Fest den Namen Wilhelmstlyor zu geben und erdem zum Gedächtnis? an die erfochtencn Siege ein Monu- Uk zu errichten. '
Es hrißt, der jüngste Sohn des Prinzen von Oranien werde 'auf elmge Zeit nach der auf der Schelde liegenden Flotte sehe",- um dort in dem praktischen Theile der Seefahrts-Kunde terwiesen zu werden.
as Ordenskreuz, welches die Regierung zum Andenken an ' lMen Feldzug zu stiften beabsichtigt, soll aus dem im Ge- " bei Hasselt am 8. Aug. eroberten Geschiis verfertigt wer- ' „Uf der Vorderseite desselben wird ein gekröntes W. in itte eines mit Eichenlaub durchflochtenen Lorbeerkranzes, .der Kehrseite dagegen sollen die Worte, „Treue dem Könige dem Vaterlande“, angebracht werden. Dieses Kreuz
1463
wird von den Freiwilligen an einem aus sechs orange- griinen vertikalen Streifen beükhenden, von den iibrigen Truppen an einem blau und ,orangefarbenen Bande getragen werden. Keines der beiden Bänder darf aber ohne das Kreuz angelegt werden. Dieser Orden wxrd allen Truppen ertheilt, die seit dem Ausbruche der Belgischen Revolution bei der Land- und Seemacht aktiven Anthcil an den KriegSoprrationen ge- nommen haben.
Die Beamten der Niederländischeu Handels-Faktorei zu Ba- tavia und deren Agenten in Samarang imd Sourabaya haben an den Finanz-Minisier die Summe von 1662 F1. als patrioti- schen Beitrag fiir die allgemeine Bewaffnung eingesandt.
Brüssel, 15. Sept. Eine Deputation von 12 Mitglie- dern des Senats überreichte heute dem Könige dic nawsir»: hmde, in der gestrigen geheimen Siizrmg creuchmigte, Adrcffr:
„ “Sirr, der Senat schätzt sick) glücklich, Ewr. Majestät die Hiil- dtgung setnrr'Trcuc, seiner Liebe und seiner Achtun darvringen zu können. - Diete, Gcsmnungen snd dre der ganzen ation; und wie sollte sie auch „nicht von den großmüthigcn Aufopferungen gerührt scqn, weiche Sie nicht aufhören ihrem Glück u bringen! Glaubcn Sic, Sire, daß dieselben bcüändig der (Heart: und einer unbrgränz- ten Dankbarkeit seyn werdcn. _ Sie baden ganz die Wichtigkcit empfynden, dci: in dcr Constitution aufgcsiclltcn Grundsäycn die ndrhtgcn Entwrrkclungcn u geden, um unscr qcsellschaftlichö Gc- bgudc dauerhaft und rcgcimäkii zu bcgrr'xiidcn. Ew. Majestät gc: nzrßen schon die Freude, zu sc cn, wie fiel) der Brigicr im Bcr-“iß eines größeren Umfanges von Freiheit befindet, als irgend ein an- deres. Volk Europas. Dicsc Freiheit wird um so dauerhafter seyn, als ste bei uns unzertrennlich von der Licde zur Ordnunq ist, und als ihre Intereffen immer mit den Intercsscn cines Throncs in Verdmdung üehen wcrden, Welcher uns so zahlreiche Garantiert: darbietet. 7- Dic Bedürfnisse des Ackerbaucs, der Industrie und des Handels sind Ihnen bekannt, und Ihre Sorgfalt wird dieselben nicht aus den Augen Verlieren. Handrls-Traktate sind weniger srwar abzuschließen, als man glauvt: vorausgesetzt, daß Aufrics): ttgkctt und Vertrauen dabei vorwairrn; rs giebt Wenig Schwierig- keiten, die durch gegenseitich Wohlwollen nicht hinwcagcräumt werden könnten. - Das Intercsc aner Völker und die Weis- heit der Kabinette sind uns sichere Bürgen, daß der allge- meine Friede nicht gesiört werden wird, und geben uns die Hoffnung, daß die Verbindungen, welche schon mit England und Frankreich angeknüpft worden smd, sich auch bald auf die anderen Mächte auchhncn wcrden: alle müssen wünschen, daß Bel irn sinrk und seine Neutralität keine Täuschung fer). - Das Bc gische Volk theilt lebhaft dieDankbarkcit, welche Ew. Ma- jcsiät der großmüthige Beistand einfidßt, welchcr Ahnen von be- freundetcn Mächten in einer dringenden Lage zu Theil geworden ist. Der Heldenmutb Ihrer Seele, der in diesen schwierigen Au- genblicken in einem so reinen Glanze strahlte, hat die Bande be- fcstigt, welche uns an Sie knüpfen, und der Belgier, Sire, feinem Könige folgend, wird fich ika auf drm Wege der Ehre befinden. Die Tapferkrir und die Energie, besser grieétet, können nicht verfeh- len, die glücklichsten Resultate hervorzuvringcn. Der Senat iü nicbt ivcnigcr, als Ew. Mai., von der dringenden Notbwendigkcik über: zeugt, die Reformen, welche die Reorganisation der Armee bedingt, mit ?lusdaucr zu Vcrfolgen und die nöibigcn Vorvcrkirungrn zu [3e- 1"chicunigctt, damit wir im Nothfall im Stande sind, einen neuen Kampf zu bcüehrn. _ Wir werdcn mit aller erforderlichen Sorgfait die Gesetz-Entwi'irfe untersuchen, welche Sie uns ankündigen; wn,“ Werden nichts vernachlästigcn, um in alle Ziveigc der Verwaltung eine Sparsamkeit einzuführen, die mehr als_ jemals unerläßlich ge- worden iii; aber wir würdrn alle unsere Pflichten zu vrrrathcn glau- ben, wenn wir Anstand nähmcn, das Land nicht soaleicl) auf einen A,chtimg.geb_ictcnden Verthcidigungsfuß zu scizcn. Wir bcfurchtrn nicht, wcdcrmrocbcn zu werden, wenn wir versichern, daß kein Opfer uns zu schwer fallen wird, um unsere U:.rabhän igkeit aufrecht zu erhaltcnlund dcn constitutionncarn Thron zu vcrt cedigcn, den Sie, Sire, met einem so edlen und fi)]roßhcrzigen Vertrauen bestiegen ha- ben. - Ew. Maj. können auf cn Eifer rechnen, mit dem wir im- mer ueaUcn Maaßrcgeln mitwirken werden, die den Ruhm und das &" luck drs Yaterlanch zn i'ickiern bestimmt find - des Vater: Landl??? welches 1chon so vtclc Zeichen Ihrer väterlichen Liebe erhal- cn a.
Der König erwiederte darauf:
„Meine Herren! 0sci) empfange mit Vergnügen den AuIdruck der Gcmnun cn, jvc cve den Senat brseclcn. Die Versammlung hat xncnc Gcankcn voükdmmcn begriffen: durchdrungen Von den Bcdurfniffgn des Landes und von seinen wahren Jntcrrscn, wird sie mir beistehen, den einen wie den anderen zu genügen. _- Ich habe mich in meinen Voraussetzungen nicht getäuscht; die Adreffc, Welche ick) so eben cnwfangcn have, brWeiü mir, daß eine innige Ein: tracht zwischen der Krone und den chräsentantcn der Nation be- sehen wird. Dtrse Eintracht,Zi1nx zu Gunsten der dffcntlickrcn Frei- heiten, ist zu gleicher Zcit dcr1rchcrste Bürge für die dffcntlicbeOrd- nung. Freiheit und Ordnung und unzertrennlich; indem ich mich guf diese beiden Grundsätze jeder guten Verwaltung stütze, werde ich mich bemühen, den Wohlstand im Innern wieder zu erwecken und Belgien nach außen hin die Achtung und das Ansehen zu ver- sxbnffcn, wodurch so mächtig auf dix Lösung der großen Fragen, die mb auf seine politische Exirienz beziehen, eingrwwkt werdrn kann.“
In der gestrigen Sitzung der Repräsentanten-Kammer stattete Herr Rogier im Namen der Central-Section Bericht iiber den ?(drcß-Entwurf ab; da dieselbe einige wesentliche Ver- änderungen in Vorschlag gebracht hatte, so wurde der Druck der Adresse ziir Vertheilung unter die Mitglieder angeordnet und die Bcrathung dariiber auf die nächste Sisung verschoben. Der Justiz:Mi'nistcr legte einen GeieixEntwurf iiber die Proinul- girnng der Gesese vor. Bei dieser Gelegrnheit kam es zur Sprache, ob man den Moniteur, wenn der Kontrakt mit dem Redakteur abgelaufrn sev, noch ferner beibehalten wolle. Herr Gendebien sagte, daß er die Zusendung eines Ionrnals im- mer zurückweisen werde, welches dem Staate 25,000 Gulden koste. Die Herren Devanr uud Rodenbach billigte" es zwar, daß das Ministerium ein Blatt zur Bcrtheidigung seiner HMD- limgen habe, verlangten aber, daß man Belgier und Leute von Takenc bei dem Institut anstellen solle, welches jjetzt keinesweges der Fall seu. _- Hr. Cl). v. Vrouckdrc, Kriegs- Minisicr, legte der Kammer drci Geses:Eiitwiirfe vor. Durch den ersicn wird cine „Verfiigung des Regenten vom 16, Fun: 1831 aufgehoben und die nicht Verheirathrten Milizm vom Jahre 1826 zu den Waffen gerufen. Der zweite ermächtigt dm Konig, jeden Offizier obne Gehalt oder Pension zu entlassen, der sich grobe Erceffe zu Schuldrn kommen !affx, Schulden mache, die sein einjähriges Gehalt iiberstrigen, oder in einem binnen 1; Mo: naten anzustrllenden Ermnen iiicht bestehe. Durch drn_ dritten wird dem Könige die Ermächtigung ertheilt, so viel fremde Offiziere in den Staatödienft"aufzunehnien, als„er es ziimWohl des Landes fur nothig und nutzlick) halt. - Sämmtlicbe Entwürfe wurden den Sectionen zugewusen. Endlich legte der Finanz-Minister, Herr Cogben, einen Gesciz: Entwurf vor, um eine Summe von 10 Millionen Gulden zur Verfügung des Kriegs-Ministers stellxn zu können. Hr. A. Ro- denbach beklagte sich über die geringe Sorgfalt, welche man der Organisation der Biirger-Garden wxdme, und verlangte meh- rere Aufklärungen in dieser Beziehung. Hr. C l). v. Vroni- kére bemerkte, das; die Bürger-GarYn sich sehr saumselig zeig- ten, und daß, wenn man iiach der Strenge der Gese'ße verfah- ren wollte, man ganze Bataillone bestrafen müsse; übrigens seven
Offiziere abgesandt worden, um den Zustand der Bürger-Garden in den Provinzen genau zu untersuchen.
Bei der in geheimer Sitzung stattgefundenen Berathung des Senats iiber den Adreß - Entwurf, fvu der Graf von Robiano einen Paragraphen vorgeschlagen haben, der zum Zweck hatte, die !eßten Ereignisse lediglich der Verwaltung zur Last zu legen und die Nation von aller Schuld freizusprerhen, Dieser Vor- schiag so!] zu einer lebhaften DiSkusfion Anlaß gegeben haben Ind snur mit großer Anstrengung atis der Adresse entfernt wor- en erm.
Der hiesige Courri er giebt nachstehenden Auszug aus dem WKM, Protokoll der Londoner Konferenz: „Die fünf Höfe ha- ben hierauf ihre Aufmerksamkeit auf die Schwierigkeiten gerich- tet, welche fich in Bezug auf die Ueberschwemmungen in der GLIMÖ, voii Llutwerpen und auf die an der Scheide errichteten Batterieen erhoben haben, und slnd übereingekommen, beiden Parteien vorzuschlaaen, daß sie sogleich Offiziere oder Kommiffa- rte," cm Ort und Stelle schisken möchten, welche sich, unter Ver- initieliing des Sir RobertAdair und des General Belliard, iiber dxe Mittel versiandigeii sollen, um glsichxeitig den Ueberschwem- MUMM ein Ziel zu setzen und die Arbeiten, welche an der Sckeide errichtet worden sind, zu zerstören.“ - Außerdem soll JUL dias Protokoll noch von der Yusivechselung der Gefangenen
c n.
Dasselbe Blatt sagt, in Antwort auf den Artikel im
Miteur, Worin den Angaben der Journale in Bezug auf das 3917? Protokoll widersprochen, wird (s. unser gestrige; Blatt): JES kakm wahr fkk)", daß das 39ste Protokoll nicht von der Kirnmuiig unseres Gebietes durch die Franzosen spricht; aber Flkie'Raumung scheint nicht6destowenigcr gewiß. Der General Bklklgkd hat gestern Morgen eine Depesche erhalten, Welche er eiligfi an den König nach Laeken gesandt hat, und man ver- sicherruns, drrßzdiese Depesche von dem Befehl Kenntniß giebt, ÖZU Öl,? anßzosickikn Truppen erhalten haben, das Belgische Ge- biet ganzlich zu räumen.“ . -
Deutschland.
' Dres_den, 17. Sept. Heute Vormittag haben I. K. H. die Prmzeisin Lingusra eine Reise von hier über Leipzig und Altenburg nach Miinchen angetreten, und den 19th und 20ßen d. M. wvrdeiraucl) Se. K. H. der Prianohann von hier nach Camenz, Biwissin und Zittau reisen, um iiber die dortigen Kom- nruriai:Gardeii Revue zu halten.
Leipzig, 18. Sept. Die hiesige Zeitung enthältFolgen- des arts Dreöden vorn 15ten: „Ju Gemaßheit der im Landtags- leschiede auögcsprochenru Libficht, die Gesetze iiber Ablösung der Frohnen, Theilnng der Gemeinheiten und Ablösung der Servi- tirteir baldthitnlichsi zur Publication zu bringen, ist der Geheime" Rirtt) anZewieien worden, die bcziiglichen Geseß-Entwiirfe mit Riicksicht aiif die Von den Ständen dazu gemachten Erinnerun- gen umzuarbeiten und deren definitive Reduction Vorzubereiten. 7- Dic Entwerfimg des von den Ständen beantragten Geseßes rider Zusammenlegung der Grundstücke isi einer aus dem Geh. Fiikankakdk v. Flotow, dem Hof: und Justizrathe v. Langeim imd dem Apprilatiouörathe v.Hartma1m bestehenden „Kommission iibrrtmgeii worden. „_ Die von den Standen gleicksfalls ge- wiins-iire Bearbeitung gesrßlicber Bestimmungen über die Ablö- sung der Barmrecbte, insbesondere des ßädtischrn Bierzwangs, soll, “wegen ihres Zusammenhangs mit den beabsichtigten Veräirde- rungen im ?ibgabcnmesen, bis zur Reorganisation des chteren a'us- gesetzt bleiben. - Da der große Umfang und die geographische Lage des K*rciöamts Schwarzenberg auf den Gang der Rcckusßfiege und der Vrrwalmng störend einwirkre und ffir die Bewohner, nament- lich der entlcgirercn Theile, große Beschwerden nach sich zog, so wurde im verwiciznen Jahre eine Kommission niedergeseyt, um einen Plan zur besseren Organisation des Kreiéamts Schwar- zenberg auSznarbeiten. Dieser Plan ist nunmehr eingereicht worden und hat die Königliche Genehmigung erhalten. - Die Revision aller innerhalb des Sächsischen Gebiets auf der Elbe befindlichen Schiffe von der Böhmischen Gränze an bis Strehla bat rin befriedigendes Resultat gewährt. Die Mannstbasten sind alle gesund befunden worden. Auch das Gerücht, daß auf zwei Elbkahiien aus Schandau bei ihrem Eintreffen in Magde- burg verdächtige Kranke gcwesen wären, hat sich nur in so weit bestatigt, daß einige Schiffsknecbte an katarrhalischen Fiebern krank irewcsen waren. Aber auch dicse sind völlig genesen an der Sächsiswen Gränze eingetroffen.“ '
Baden, 13, Sept. Ihre Könial. Hoheiten der Großher- zog und dir Großherzogin, so wie die Prinzessin Alexandrine und die Prinzen Ludwig, Friedrich und Wilhelm Hoheiten, sind mit Gefolge hier im Großherzoglichen Schlosse eingetroffen. '
Oesterreich.
Wien, 16. Sept. Se. Kaiser]. Majesiät haben folgendes Haiidswreidrn an den wirklichen geheimen Rath und,Präfekten der HoftBibiiothek, Grafen Moritz won Dietrichstein, zu erlassen eruht: g „Lirber Graf Dirtrichßein! Die Sorge, welche Sie mit dem eutsprrcbcndstrn Erfolge fur die Erziehung Meines Enkels, des Herzogs von Rrichstadt, verwendet haben, erkenne Ich in vollem Maße. Um Ihnen hiervon einen ernctrerixn Beweis zu geben, Verleihe Ick) Ihnen das Großkreuz Meines K.riserlichei1 Leopold: _ Ordens, als einen öffentlichen Beweis Meiner Zufriedenheit.
Wien, den 5. September 1831. ' Franz 111. ]).“
Dcr kommandirende General in der vereinten Banat Wa- rasdinrr Carlsiädter Gränze, Fe!dmarschall:Lieutenant Graf don Liiirnderg, ifi zum Civil- und Militair-Gouverneur von Dalmatien, Und der Feldmarschall:Lieutenant und wirkliche Hof- krichrati), Freiherr Radoffevick) von Rados, zum interims-kom- nmirdireiiden Griieraie in der vereinten Banat Waraödiner Carl- städrrr ksranzr crimiiirt worden.
Eine in dcr; («rmsinnüsigen Blättern zur Ofener imd Pekib **r Zeitung befindliche Mittheilung des zweiten dasigen StadiWiyvsikus ciixkiäir Folgendes: „Bekanntlich hat die Wut!) dcr Cdoiera bei uns drrgrstalt schon abgenommen, daß seit cini: ger, Zcxt nnr rzvei, drei Frille derselben täglich sich ergaben, bis vom 31. ?iugkist auf den “1. Sept. plötzlich wieder 13 Fälle er-
schienen. *- Die heiße Luft-Temperatur dieser Tage mag wohl die Geneigtheit ziir Krankheit etwas wieder gefördert haben; al: [ein es scheint, der gebesserte Gesundheixs=3uftand verfiivre Viele zur Sorglosigkeit, zu Nichtachtung der so nötdigen und so oft
eingescbärften Vorsichts:Maaßregeln„ da sich in allen jenen neuen Fallen theils diätetische Fehler, theils Bernarblasfirung vorange- hender, das mörderische Uebel leicht nach sich ziehender, krankhaf- ter Zufälle, z. B. Durchfall u. a., offenbar nachweisen lassen.“
Schweiz.
Schaffhausen, 13. Sept. Unter dem 9ten hat die Tag- saßung in einer Proclamation an das SchweizerischeMBolk ihre