ümléche Krankheit- die
11a als ein 11 em muß auch die Cho e 1 e 1 "111111211 rien vorgekommen iß-
nur n ewé en Zeiten und an e von e'twass E gcntbümlichem, - ey es nun eine ejgexte Substanzö oder bloß eine ei ene Combination -- abhängen, dessen Oaseyn un Wirksamkeit dur besondere zeitliche und drtliche„Bedt'nFungein [9,7 geben ifi. Von den Eigenschaften dieses Etrvas wtffen w zxve er er. 1) es ist ein so feines Agens, daß es von unseren Sinnen imcht un- mittelbar wahrgenommen wird, denn, wiewybl cs nothwend g _daFeyn muß, so sehen wir doch nichts, was wir dafur erklären kdnqten, 2)„es ist da, wo die Cholera berrscht, all emein verbreitet, denn dtese bctrcfft daselbft gleichzeitig eineMenge Men chen, die in ihren besonderen Lebens- verhältnissen nichts mit einander gemein haben. Da nun die Atmosphäre diese Eigenschaften ausschließlich besitzt, nämltck) ungemein verbreitet und unnchtbar ist, so muß in ihr das Agens dex Cholera zu sychen seyn. Freilich hat es fich durch unsere physkalaschen und _chcrxnschxn Untersuchun en hier noch nicht nachweisen lassen, doch das 111 kxm Grund, da elbe zu läugncn. Denz! theils befitzt der„menschltche Kbrper für gewisse Agentien cine letsere Empfängléchkett, als das todte 0“xnsirument 'der Experimentalpbysk, oder als die leblosen Stoffkder analytischen Chemie, so. daß man das Daseyn 1enerYgen- tien nicht durch das Experi-mextt entdecken , sondern bloß am- den Wirkungen auf die Lebendigkeit des OrganiSmus zu xrkennen ver- ma ; theils ffnd die Hülmeittel der physkalisch-chem:schetx Unter- su ung gewiß noch einer bedeutendxn Vervollkommnung fahig, so daß die Möglichkeit, sol e Agenttcn künftig emmal nachzuwc1- sen, nicht im voraus gel ugnet werdxn kann. So ist es, um ein Beispiel anzuführen, bekannt, daß em niedxtger Grgd von 6341- vanismus, der an lebenden Menschen durch dte ihm eigenen Wer- kungen auf Empfindumk; und Bewegung fich offenbart, noch vor„10 Jahren durch kein Elek rometer zu :entdccken war, so daß man thn nur aus seiner Wirkung auß das Leben zu erkennen vermochte; sett- dem aber ist man durch Ent eckung des Elektxomagnetismus zur Er- findung des sogenannten Mutiyltkators gclcttet worden, _der auch den geringsten Grad von galvamscher Kraft vor Augen brmgt. Das Agens der Atmosphäre , welches die Cholera erzeugt, kann nun entweder aus der Atmosphäre, oder aus der Cholera seinen Ursprung nehmeit , d. b. entweder durch Witterungs- Verhältniffc, durch Mtschungs - Prozesse der Atmosphäre in deren Wechsclwirkun mit dem Erdboden'entüandcn und miasma- tisch, oder als Kran heits-Produkt duvch dte Entmischungen , w'elche bei der Choleras im menschlichen Kbrper vor fich gehen , enthckc'lft und konta 1511 nm. „ 1) D? die Cholera nicht mit dem tract: Menschen in die Welt gekommen, sondern nur n gewissen Zeixen erschienen 111, so muß sie aus atmosphärisch-teauri1ck)en Verhältneffen ihren Ursprung genom- men haben. Isi aber dies zugegeben, so muß man auch zugestchen, daß fie eben so immer FWF 7Loon neuem entßehen kann, wo die . edinunendaueeen n. „ B 2)gD1zesc la engtch nicht mit Beßtmmtheit nachweisen. Wir haben zwar seit einigen Jahren schlechte Sommer gehabt, m_1d tm diesjährigen wurden an ewdbnlich chufigc, |arke, zuwexlcn bes fie- ben Uhr Morgens anha tende Nebel en der ganzxn Provmzobemeykt, aucb trat hin und wieder nac! starken Regenguffen plößleche Haze ein u. s. 111 ; aber Aehnliches 1 auch sonst beobachtet worden, ohne daß Cholera darauf folgte, und in anderen Gegejndexj , wo dtese Seuche herrschte, sind andere WitterungsxVexbältntffe tbr vorange- qangen. Die Meteorologie bletbt uns also dte Antwort auf unsere Frage schuldig; daß aber eine eigene Veränderung in der, Atmo- sphäre wirklich vor c angcn isi, mehr sich durch die Erschemungen im Gesundheits-YuJandc kund. Mehrere Monate lang vor dem Ausbruch der Epidemie bei uns kam die sporadjsche Brechrubr unge- wöhnlich bäußg vor, wie dies gegenwärtig noch 1" mehreren Deutschen Landen der Fall isl, die bis jeßt von der Seuche noch verschpnt sind. Als die Cholera eintrat, bemerkte man häufig ungewöhnliche Erscheinungen im Gesundheitszuüande iind Neigung zu mancherlei Beschwerden, dée eine entfernte Aehnltchkett mit der Cholera hat: ten; so war z. B. Koliern in den Därmcn bei gesunden Menschen
kel ' zu er und lauter als sonst; es kamen Fase vor„ wo junge :ck 19: Männer von Wadenkrämpfen eiiuält wurden, dre sie zu;»„or ni t gekannt hatten und die lange an a tende Schwer ey hinteritex' ßen; auf die gcringfügégßen Vexanlgssungen üellte steh mrrhoe e 11, bei leichtem Uebelbcft'nden setzte btsnmlen dt'e'QHQarnabsonderungRgerguyé Zeit hindurch aus; bei Nervensebxrn trat Ewkaltezmd Pulsiongkctt c. Gliedmaßenxungewöhnlich früh emiz. NW.; kurz dterolcYaerscvten/Zvo se nicht vollständig sch entwickelte, in ehren etnzclnen Elxmentetx, o Lk wie an verschiedne Individuemverthetlt, und gab anderen Kran - uancc. , „ _
heite§)il§ßßNfie in den verschiedenen Städten Preußxns fick) Wthltck) entwickelt hat, und daß die unter dem Volke verbretteten (Herucllyc von ihrer Einschleppung bei gcnaqerer Untcrsuchungqa'ls gru11d oé sicb erwiesen haben, ist in umeren Blättern anvenmndex „ge- feht worden, und wir legen darauf em besonderxeé Gewicht, da hier die Unmöglichkeit der ?lnüeckung nachgewtc1cn wexden kann, während das Gerede von cmer: unter den Bexvoe11nern „emer Stadt sich verbreitenden Ansteckung tmmcr noch AUvßllch1c1ßn0ck _ Man hat gegen die miasmattsxbeNatur der Cholch etmn En)- wurf u machen eglaubr durch dte Bemerkung, daß 111 oft IFW." den 5 ind vorrü e; allein dies bcwcesi eben, daß tic ntcl)_tF aiv em eigenes Wesen fortschreitet, nicht ,111 «01-11-1111 von ctnem L_,rté ziim aridercn wandert, sondern überall sicb vop neiuem erzc11Z1,111d-511_11hr Agens in den verschiedenen Gegcndenatn ciner chmcn Oettsoxxge durch die Wechselwirkung der Atmosphare_ 111111113111 Exdbodct) 1111) entwickelt. _ Eben so ungültig war der_Bcwctxxmr dic Yrrxxhch pung, den man davon vernahm, dax; “01c- QholcraI [Ingv 911“ Handelswege, der Heerstraßcn und der 1c1)tffo_11rcn Ottome' 11111 verbreitet. Denn wo überhaupt l-xbhafter *),)“Ukékl? Verkxv. ifi, da find in den Wohnungen 11110 UYtrthvhanrti viel.. Menschen zusmnmengedrängt, 1011 wo msbcwnderc, dre SMF- fahrt üark betrieben wird, lebene dre,e wclche dgvon 1h1'en (erxrv ziehen, meist in feuchten und ubervolkcrten Wohnunzzxnz 1a sm? ferner einerseits große Anürenqungcn, apdercrseets Erkalximgcn um, mancherlei Ausschweéfungcn, Trunksnhctx, Ucberla_du11g_dcs Magens u. s. w. an der Tages-Ordnung. Alle dicse U11111anDc's1nd es aber, welche die Entstrhung dcr Cholerii bei der dazu gceetg'nctcn Luftk- Consiitution be ünfiigen, und es tft daher ggnz tjÜtl1kilT1), daß dre Seuche vorzktgl1ch längs der Haydelswcge nc!) entwnécltßuny ch: breitet. Wo nun diese gar, wie 01 emcm großen Tbetle .)iußla'nys der Fall iü, durch sparsam bevölchrte Provinzct) gehen, v'o_n Zeven Jnnerem man überdies noch wcntg K_enntntß nxtmmt, so 0119 um so begreiflichcr, daß man die Krankheit nur aus den Handeloitraßcn snd?) Die allermeisten Menschen, die in unse_1*cn Gcgendxn von der Cholera befalLen wurden, ivarcn durchaus jmt kctncm Kranken 'z1'1- sammengekommcn; die Seuche it? aiich tn sirxeng .gxsperrtcon Arbeit“." häu“ern, Jrrcnhäusern und Krtmmal:(Hefangnmcn „ausgebrochen. Au der anderen Seite smd die Personen, welche 13111 der Pfi_egc_, Wartung und Heilung der Cbolcra-Krankcn sick) beschafttgtcn, (11108111 selten und nur unter solchen Umständen erkrankt, welcbx 131111) 1111 völlig isolirtcn Menschen die Entstehung der Cholera bcgunmgtcn.“
Königliche Scha11spie1e. „. *!
Sonnabend, 24. Skpk. Jm Schansviechniw: „Konig Q'nzxo, historisches Trauerspiel in 5 Aufzügen, Von E. Raupach. (Mad. Crelinaer: Lucia.)
Sonntag, 25. Sept. Singspiel in 3 Abtheilungen, frei nach (101111 journékzß, vom ])1'. Schmieder; (Neu einfiudirt.)
Königstädtiscbes Theater.. , Sonnabend, 24. Sept. Vorstellung zum Bcncn dcr 111efi: gen Armen. 1) Zwei Romanzen, mit Begleitung des Piano:
Jm Opernßanse: Dcr Wasserträger, 111111 Franzosßchen der Musik von thrubmx.
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--.-. _. _-«_... _-,_
“Bekanntmachungen.
. Edictal-„Citatéon. . Von dem Unterzeichneten Ko111g1.Land- nul) Stadtgertche wer- den nacbbmannte verschollexte Person“), p_ehmlich:
1) der Srrumvswipxxrqeieu Franz _Chrrstian Beutel, welcher sich im Fabre 1804 von hier auf dte Wanderschaft begeben; _
111 der Riemergech Johann Jacob Eve, welcher vor etwa 19 Jahren von hier in die erxnde gegangen; _ .
.'1) der Stnvlmacherqeseu Phtltop Hemucy thhelm Ecsentraut von vier, welcher seit 1817 verscho-Uen 111; „ _
4) der Musikus Andreas Fricke von 1111er, welcher am Jahre 1713 hierftibß em Haus besejen,„und langst verschollen 1|_;
.“») der Ockonom Friedrich Thrißovh Auquft Glanzer, em Sohn
des täugü versoxvcnen Krimmal-Raths Glanzer, welcher wahr: scheinlich im Jahre 1818 in der Elbe erxrunken 111;
der edematiae Wkßvyälische Husar Cbrtfjian Andreas Hol:- hnuken aus Groß-Otterslcben, welcher emen Paß zum Eta- bliisement im Rusüschen Reiche bekommen haben soll, und verschollen ist; _ , . _ _
7) der Drecbsmgeseu Friedrich Kruger von hier, welcher am Jahre l1810üvdcr 1811 auf die Wanderschaft gegangen und verscbo cn : ; . .
3) der Johann Christian Gottlieb Wilhelm Jubcke, em Sohn des hiersclbsk verstorbenen Weinhändlers Lubcke, welcher seit 1819 in uubskannter Abwesenheit lebt:
9) der Johann Jacob Temme, ein Sohn des verstorbxnen Satt- “MYM“? Temme aus der Sudenburg, welcher sen 17114 ab- wecn 1 “. . .
10) 1101 Tuchmacbergesell Maxtin Friedrich Muller von hter, wel,- cher vor etwa 503111111111 en die Fromdc geganqen, und unter fremden Namen m_ 23.411111 verstorben seyn soll; _ „
11) der Johann Gott rixd Schekerc von hier, welcher 1111 „1111116 181?- als WMWUWU Soldat mit nach Rußland marschtrc scon soll und vexrschollen M;.
12) der Hand1111195d1enkk Euüach1us Ludwiq Sch111;k, Hoben-Lübbtcbow gebor_cr_1 und vcrschollsn: _ , «
135) drr vormalige W811p11altsxbe_ Soldat, Carl Fraedricb 121M- mann, 1111 Sohn des hierielbsi verstorben?" Nadtcr (“71:04- mann, welcher im Jahre 1816 aus Naardcn 11111131 N11chUcht von sab gegeben hat: . .
14) der Bi1ttck)krsksk[l Andreas Hetnricb Sack von 11111", seit 1819 in unbekannter Abwesenheit sci) befindet;
15) der Steuermann Peter Andreas Jäger aus Buckau, iich seit 1813 in unbekannter Abwescnhcit befindet; und
16) die Johanne Charlotte W1lye1mine 11111111 von hier, welche mit ihrem angeblichen Ehemanne, dem Hautboisten Thomas. vom 12-Französ1sthen Infanteric-Yegimente, im Nahrx 1812 ' mir nach Rußland gegangen seyn wil, uud verschoürn 111,11)- wie aedachter Hautbotsi Thomas eventuell als Erben semer Ehefrau;
sowie deren erwanige unbekannte Erben und Exbnehmer, auf den Antrag ihrer Verwandten und„€urator„en, hierdurch vorgeladen, fich binnen 9 Monaten, und svateffens in dem vor dem ernannten Abgeordneten, Herrn Jußiz-Rath WLsivhaj, auf d11122.Tiuniu11832_- Poxmtttags 1111111, . anaesttzxcn veremrorifcben Termine, bei uns oder in unserer Rmx- üratur, schriftlich oder persönlich zu melden und weitere Anwei- sum zu erwarten. . , Jm l*1111 dieselben sich weder vor noch m dem 1171111111 melden oder scßc cn, so werden sie, die Verscholicnen, fur tovc erklart
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angeblich zu
wclchkr
welchcr
A 1111 e M L in er A U 31? l g er fllkdjk
* 5Pr1u und ihr Vermögen ihren zurückqelaffenetz bekat111sk'11É11'1'11, ode'r in deren Ermangelung dcr 6111111011111 Mhorde ausgelicfcrc 111111111.
Magdeburg, den 3.21uguxi 13.31. Königl. Preuß. Land; und Scadrgcrichr.
Die im hiesigen Amte belcqe11111,*dxm hier 1111110111111 qswcxc- nen Herrn Hauptmann Schmidt 5111160111191" Rammxkn, 1115:
1) das adliaée freie, vormals von Oo11op111c Gux 111111111,
2) das Gellhaufische Colonat Nr. 1 (1110111,
3) das KniesHe Colonac Nr. 34 11110181, _ _
4 das Tafthemeiersche Colonac Nr. 31; 1111111131“, _ _
53 das Lohmcicrsche Colonac Nr. 29 der B.:1181s1ha1c C1)rscn1md Breden, „ „ & «
6) die im 01117an Amrs-Bsxirkeabklegenen, an die EMM wal;- uffien kontribuabcln, Griindiiuckc, 11110 &
7) die im Jurisdiccions-Bczirkc der Gcadc «1150171611 belcgsncn Grundßucke, „ „ ' follcn nochmals 111 dem von Gc'riclx-tsqucn 111.111111r11 1111101111110- den Verkaufe sowohl im Ganzen (115 031115111101 111159811111 wcrden,
MW zwar 111 t1-1'111'1110 . Donnerstags den 13. (dremebnteu) 1. M. Vormittags1011111, ,_ „_ wom Kauslieb11aber 1)lt'1'1111c eingeladen werds", umd 11.1151111111711111 bemerkt wird, das; 1le überall kein 1119111161 VcrkamsTormm 1111111 Statt finden, auch kei11Na11aeboc 1111111 0119111011100" Wkrden wird Schömmr, den 10 September 1531. _“ ' Vermöge Auftrags 1911011111171. “3111111111111 Iiiiciz-Kxnzlci. Fürßlich Lippcsxhcs Amt. Helwing.
110017,
Um Anfragen 111 1111111111111, findcn wir 1111; 1111111111111. 11111111: auswärriacn gc111rrcn (5311.11c1f15-F11'1111d1' 11111“ die Bckant!(1111111111111: Eines Königl. .Hocvldbl. G:*o_"1111d111115/0"0111116 111101 1.1. SCN. ... .; 11111511111r1s111, wonach die Verskndutmcn 111111181“ "211'11161_„ 1111.11“ 1115 Skidt'll-“TIWU'U 2-'-. 11! VW 11icb111ikcf.1111_1111d1*11 (?)“11'111111111111'1'11 111111), ren, noch hier 1111*.111*111'11.'1' äußern R1'111111111111, d1111111111511'1111111 „1,1111- dcrnis: 1111111111911?" sind, und disVackrte 1111111 du:: g1*x:11.1111*11*)2.11'11_« 111111 1111 dic 201.116 odkr dm Emosängsr, 111111 1111111- 111111011-11 .*.111- 1110111111 111 wcröc'n, an den Orc 111111 *231'11111111111111"111111111111 _- Da 111111 1111511111111 111 11111111: (5311'111äfrs-Loi'o1111 111111 11_11* dn“ 5111111. mäßiqük 201111110211111111111111 131111111 wordm 11141111 1111111111 11111111 Herren Connnictcnren 1111; 111111111111 J:)."c 2111111111“ 111111: Bciorg- naß 11iert1er er111111111.
Berlin, den 10. (“7111111111111 15731. _
Grabenftcjn & (kkreiff. 1111111111 & Tallacksr- Ernst Kock) & (1011111.
Liter11r11cl)c Anzeigen.
So oben ist erschienen: . Berliner C[)olcra - Zc1cnng, unter Bennßung 1111111111111“ “3711101111111". Herausskacbcn von einem Mi'cinc 111111 1311111111111!2111111111". Redigirt von dem Medizi-ml-Ratbp !).-«011131111.
Diese Zeitschrift wird, mit Uncexfiüiznng 121111115 dcr 111111111 vorgesetzten Bchörden, von rinem Vereine 1111110111111 Aerzte, unter der verantwortlichen Ne'daction des Herrn *))ci'dizmal-Oiarbs ()..
«*. 'UM'N-WW- ....“ ,
ßisthéUUÉötaatUx
L, Witt, gesungm von Hrn. Holzmiller, b, vom Komponisten. 2) Komisches DuetL aus de; Oper: „„ heimliche Ehe“, vorgetragen von'den Herren Spiseder und .. née (iniKofti'un). 3) Potpourri auß dem Reich; der na" chen “Zauberei, gegeben vom'Pxos. Dobler aus Wien. 4) Beschluß: Der Pirat, Oper in 2 MW; Musik von Beis Die Einnahme dieserdBorstellung isi zuin Besten der 11 gen Speise“: und Cholera-Heil-Anstalten ,hesttmnit. ' Die Preise der Pläse sind wxe gewohnlich, ohne jkdoih. Wohlthätigkeit Schranken zn seßen. " Sonntag, 25. Sept. Zum Erstenmale: Der Lowe, Kurdistan, romantisches Schauspiel in 5 Akten, nach W. Sto Ta1i6ma11 bearbeitet 11011 Joseph Freiherrp yon Auffenberg, Montag, 26. Sept. Der Bernstxnmng, oder: Die 1, mählung an der Ostsee, Zauber-Qper 111 3 Akten. , Preise der Piäize: Ein Platz in den Lozen und im B. des Ersten Ranges 1 Rthlr. 2c.
forte, von Fr.
1361111181" 136158. ])011 23. 8011101111161" 1831.
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81. [)(1101*§11111'Z, 13. §0P10111b0k. 1111111111111; 3 111011. YZF. 8111)€1'-1i1111(k1 371 111.01).
KTWZZT'T ZERTIFIKAT 'UÜCMLQUTW, _ Paris, 17. Sept. öproc. Rente [17. compt, 85, 45, ('.-1111". Z,“). 40. Zproc. 1111 1211111". 56. 20. 5proc. Neap. 111100111, 65. 5111111. Span. perp. 46. Frankfurt a. M., 20. Sept. Oesterr. 5proc. Metal]. 411700 681. 0873.5- 2711101. 401. jproc. 16.1. Br. :»
783. 116;. 1161. Loose zu 100
?lct. 11.31). 1136.- Partial-Obl. 1591. G. Pom. Loose 51. 50-2.
Redactcur I o h n. Mitrcdacteur C o t t e [. -«-ch111U«»-
Gedruckt bei 21. W. Hayn,
Casper 8111118111611, und 21111111 111921118111 gefühlten Bedürfnise adhoiien, indmn 11“? die qenaucsten am111chcn Vcrzeichniffe der 111- k'ranknnqkn, 0513111111119?" und Sterbefälle, nach Namen, Scan) 211111“ und Wohnung qeoidiiec in fortlaufenden Liüen, 11 außexdcm *.*-11115 11111111 wird, was sick) an wichtigen und 1111911111 éilskkkssWtM Ttmcsachcn 1'11 BLZUZ „quf dxe Cholera aurhkntnchcx- (01111. Da di? Zsaung für das _1110061'6 Pub11kum berechnet 111.1 1119111111 1901 msdiziniscye Discuiiionen ausgeschlossen; dagech 1111 sie dur.11 die Bcrxchte (1115 den Hcil-Ansralten, durch Angabeda genommen?" und ferner zu nevmknden Schutzmaaßregeln, 1111 VLi'glklllUMg?" dcs (53.111.185 dye'k Skuche u.as w., dcr Wisensäitsl m1cc1'1bar 11113911, worübsynch der auzfuyrliche Plan im 1111! Blatt? nähkr (1115111110181; Mrd
Oben ae'naunrc Zsirnng erscheint in meinem Verlage,11 zwar 1111111111111 drei Mal 1111101211100), cam Dienstaa, Doniierüagni Sonnabrnd, (111 wslcbcn Tagkn 118 friih von 81101" an 111 menu! Lokale, 15111101 Nr- 111, zu 9111111211 it?. Der Preis „derselbenti für 12 Nummcrn, oder eine Likskrung,_auf 20 sgt. 1191111111111, 111, 111.111 111 dcr chusmlicbkkic we'gckn in [Ldkr Buchhandlung, sonu im 311111111 Zcitnnqs-Comroir 111111610: blzt'e'in'n kann. Der 1.131 gen wird hkuck, Sonnabend, al:“ am “2.4- Skprcnzber, ausgegebe1
Ferd. Dummler, Linden Nr. 19.
Bei Unterzeicbnctcin ist so ebcn erschikncn: Rationelle Behandlung der Cholera
und Widerlegung dex 1191111111110 gewordkneii falschen 2111111!
über die Natur und Heilungaßcrqcldcn, nebxt einem Anhang1
11 er „
den Charakter, mit welchem sie in Berlin auftritt von
MoxißBruck, ,
111. der ?)Zldizin imd 011111111111, vrakrtscht'm 211118 111
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E. S. Mittler in Berlin- Srecybahn Nr-Z.
Berlin.
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Allgemeine
Preußische Staats=Zeitu11g.
Berlin, Sonntag den 2511?" September.
Amtliche Nachrichten, Kronik des Tages,
Des Königs Majestät haben die Beförderung des bischöf- nen Konnniffarius mid Pfarrers Deiker in Magdeburg zum reii-Doxnherrn in Paderborn zu genehmigen und dje dariibex :sgefertigte Co11firmations:Urkunde Allerhöchstejgmyändjg zu uzieven gxruyt. , _"
DLS KÜRZE MUMM haben den bisherigen außerordentlicbcn roiessor in der katholisck):rheongsckze" Fakultät der Universität Brrslau, 1)1'- Bälzer, zum ordentlichen Professor in der dachten Fakultät zu ernennen und die für ihn auögefertigte .esiailimg Qilierhöchstselbst zu vollziehen geruht_
Z::ixungs-Nachrichcen.
Auöland.
Frankreich.
Deputirten:K_ammer. Sitzung vom 16. Sept. Lor Eröffnung der stung herrschte in dem Saale eine gewal- ge Bcwegnng; man Unterhielt sich viel über den Fall von arschau und fragte sich, o_b die Regierung nicht 11111ständlichere achcichten iiber dieses wichtige Ereignis; erhalten hätte. Nach 1 Linnahme des Protokolls legte der Handels-Minister n dritten und letz'tcn Gesetz:Entwurf iiber das Konnnunaiwesen, mentlich iiber die Befugnisse der General: und der Bezirks- onseiis, vor. Derselbe besteht aus [11 Titeln und 37 Artikeln. 1er J111)alt derselben wird bei den Bcratbungen darüber aus- “hrlicv zur Sprache kommen. -- Der Präsident kündigte mnächst der „Versammlung an, daß der Bericht iider den Ge- y-Entwurf wegen der Pafrie erst am nächsten Montage, an 'escm Tage aber auch ganz bestimmt, abgestattet werden wiirde.
Es sollten 1th die Bcrathungen tiber die Proposition des .rn. Boiffv d'Anglas wegen der in den hundert Tagen vorge- ommcnen Beförderungen in der Armee und in der Ehrenlegion rtgeseßt werden. Zuvor verlangte aber Hr. Mauguin das Wort. Worüber?“ fragte ihn derPräsident. „Das werde ich der Kammer gen 1" erwiedene Herr Mauguin. „ (Hanz unfehlbar iiber die iolnischen Angelegenheiten“, erscholl es in den Centriö. Mitt- rweile wo1lte auch Hr. Lamarquc die Rednerbiihne besteigen, r. Maugnin hielt ihn aber zurück und machte ihm bemerklich, -ß er zu sprechen wünsche. „Man [affe sie Beide auf einmal den!“ rief bier eineStimme. Inzwischen hatte Hr. Mauguin ücklich die Rednerbixhne erstiegen. Der Präsident blieb aber bei, daß er ihm das „Wort nicht bewilligen könne, um über .egenstände zu sprechen, die gar nicht an der Tageöordnung wä- n. Die Centra ßimmten dieser ?lnsjcht bei, während die Op- sitions:Partei darauf bestand, daß man „Hrn. Mauguin höre. ach einem langen Wortwechsel erklärte der Präsident, er wolle vor die Versammlung befragen, ob sie Hrn. Mauguin das Wort bewilligen wolle, oder nicht. „Wie kann fie dies“, be- erktx Letzterer, „wenn sie nicht weiß, worüber ich reden will.“ ugleich woklte Hr. Mauguin sich deutlicher erklären; der Prä- dent 11eß ih11 aber, nicht zu Worte kommen, so daß Jener mit lau: rSnmme rief, dlkö set) eine Tyrannei, gegen die er im Angesichte er ganzen Kammer protestire. Endlich gelang es ihm, sich un- rdem Voxwaude, das; er eine Aenderung in der Tages:Ord- ung der nachsten Sitzung Verlangen wolle, Gehör zu verschaf- n. „Der vorgeßrige_ Moniteur“, äußerte er jetzt mit heiserer “timme, „ hat Jem Bande eine Nachricht mitgetheilt, die es 11 Erstqunen erfiillt hat (die Räumung Belgiens); heute ent- alt er eme andere, die uns mit Schmerz durchdringt (die Ein- abme von Warschau). Unsere divionmtisckye Lage ist dadurch anz und gar verandert worden. Meint Absicht isi daher, mir du den Ministern einige Atifscbliiffe iiber dasjenige, was sich in 1111 ungliicklichen Polen zugetragen hat, zu erbitten, aucb Ver- -1edene Fragen an dasselbe iiber sein Benehmen in der Belgi- ,en ?[ngelegcnhxit zu richten. Um indeffen die Minister uicht nvorßereitet zu uberrasckxn, wünsche ich, daß sie sick) näher dar- der außer", ob ihnen der folgende Tag oder der nächste Mon: aJdczzu gelegen set)?“ Der Graf S e vast i ani sowohl, als Herr C. «rler ermiedekten, sie seyru ]eden Augenblick bereit, all191ufici)iiiffe, 111111111 vo,n ihnen verlangen möchte, zu aeben. H1. Mauguin tMerkte hierauf, das;,„da- das J111provj'siren ihm nick): schwer all:, er die Debatte niglich sogleich eröffnen könnte; indessen 11) «sehr heiser i_md' wurde es daher lieber sehen, wenn man kDiskussion ans emen andcrn Tag, etwa auf den 1111011101 * onxag, Verlegen tvoLiéc. Herr Laurence fügte hinzu, daß er 11 diesem Tage dann auch an das Minsterium verschiedene Fra- kn ubxr die inneren 5910131199101)?!"th des Landes richten werde. aßbdem die Versammlung sick) bereit erklärt hatte, beide De- utirte am 11ächften Mvnta-ze zu hören, bestieg der Minister 'kkkyauswartigen Angelegenheiten die Rednerbiihne uud UW?- dgß d1e_Regierm1g schon Alles mitgetheilt have, was 111 b16her uber die Ereignisse in Polen bekannt geworden set), das; “MW) Warschau Von den Russen mittelst Capitulation eingenommen orden se!) und daß die Po111ische W111eesick gegen Moxlin zurückgezo- 111 habe; daß bei dem Angriff auf Warschau sich nur 24,000 Mann nddxk Stadt uiid 36,000Mam1 in Podlachien befunden hätten, 17111111), daß bei dem ngange der Depesche die Stadt vollkom- en ruhig gewesen sev. - Nach einigen Bemerkungen des Ge: «,als Lafayette, die fiir den nächsten Montag eine interessante "5131151 versprechen, besibäftigte man sich endlich mit der Pro- oßtiyn des Hrn. Boifft) d'Vlnglas. Es erhob sich zunächst eine eitlanftige Debatte iiber die Frage, ob man zuvörderst iiber den ßen Axtikel, wie Herr Boiffv dVlnglaS ihn redigirt, oder über
le veranderte ?lbfafftmg der Kommission, odcr iiber die Unter-
lrnendements abstimmen laffen solle. Man kam endlich dahin
überein, de11 Artikel 1 des Hm. Boiffv dMuglaé zu theilen, dcr- geftalt,tdaß tdie ,mdilitairischen GraZe voi? den Ordcns-Dekoratio- nen ge renn wur en und man si vor er mir “knen be" ä'ki e. Der 1ste Theil des gedachten Artikels lautete dajnack) als,:é ,],Téie .erordnunZen vom 28. Juli und 1. Liugnst 1815, wodurch Die wahrend der hundert Tage vorgenommenen Bei'ördrrimgcn in “oer Land: und Seemacht annullirr wurden, werden hiermit ausge: hobxn.“ Hr. Lemerciex machte bemekkliéy, daß es 00") hier um zw“ Verschiedene Dinge handle, nämlich um die Anerkennung des Grades und um d1e Ancieunctat; er 113111111916 daher, dasman aber jeden Punkt einzeln entscheide, 11111: 111410111 zu décscm Bc- hufe eine neue Abfassung in Vorschié1g. Hécrdurci) entßand 111; des; z111e131 eine solche Verwirrung, 0.111 1:81 Praswi'nt selbst nich mehr wnßte, woriibcr er zuerst abstimnnen Laffkm sollte. Endlich gelang es Hrn. Mauguin, alle Partkém zufcieden zu stellen, indem ,er darauf hinwies, daß außer jenen beiden Punkten auch noch em dritter, nämlich die Bewilligung des rückständigen (He- haites, entschieden werden müsse. Er brachte daher eine Redac- tion in Vorschlag, worin alle drei Punkte von einander getrennt wurden, so daß die „Versammlung 111121 jeden cinchn abstimmen konnte, Diese Redaction wurde endlich mit einem Zu- sase des Generals Lamarque und mit einem Vlmendement des Hrn. Marchal «genommen, so daß der 111e Artikel 111111: mehr also lautet: „Die im Jahre 1815 von der Kaiserlichen Regierung in dem Zeitraume vom 20. März bis 7. Juli 1815 bewilligten Grade in der Armee wcrdm hiermit anerkannt. Doch syllcu die Inhaber durchaus kein Recht auf die L*.uözahiimg des rückständigen Gehalts hawen. Was das NncicnnetätS-Rectzt be- trifft, so sollen diejenigen, die schon “1th in ihren Grad wieder eingeseßc find, nach dem Datum ihrer Wiedereinseßung rangi- ren; die anderen jedoch von dem Tage der Bekanntmachung des egenwärtigen Gesetzes an; bei der künftigen Berechnung ihrer Wension soll indeß der Tag ihrer ersten Ernennung als 101111111115 11 (1110 angenommen werden.“ Am folgenden Tage wollte die Kammer fich mit dem zweiten Thkile dcr Propoßtion, die Be- förderungen in der Eer-Legion betreffend, besckafiigem
Paris, 17. Sept. Der See=Minister und der Schiffs: Capitain v. Latreyte, Kommandant der Fregatte „?lrtemisia“, auf welcher der Prinz v. Joinville seine erste Seereise gemacht hat, speisten vorgestern mit dem Könige und der Königl. Fami: lie. Der Kaiserl. Rusfisckoe Gesandte am Madrider Hofe, Herr v. O_ubril, hatte die Ehre, vom Könige in einer PrivatÄiuditnz empmngen zu werden. Gestern gegen Mittag 1711111111 Se. Maj. nach der Stadt, arbeiteten mit dem Kriegs-Minisier und em- pfingen den hiesigen Plah-Kommandauten.
„Herr Botxo, Ex-Deputirter des Departements der Oft:Py: renaen, der vor einiger Zeit freiwillig aus der Kammer ausschied, weil bei'der Verification der Vollmachten einige Dcputirte die Gultigkeit seiner Wahl in Zweifel gezogen hatten, ist jeßt Von dem dritten Wahlbezirke des gedachten Departements zu Prades mit 66 unter 96 Stimmen wiédergewählt worden.
Der Messager des Chambres erklärt die von der Tri: bunt verbreitete Nachricht, daß die mit der Neprganifirung der Belgischen Armee beauftragten Generale und Stabs-Offiziere Gegenbefehl erhalten hätten, für ungegriindet.
Sämmtliche hiesige Journale sprechen heute ihren Sck1merz über den Fall von Warschau aus und die Oppostionsblätter ver- binden damit, wie sich vorauösehen ließ, deftige Angriffe gegen das Ministerium. Das Journal du Commerce und die Tribune sind heute mit einem schwarzen Rande erschienen, um ihre Trauer iiber jenes Ereignis; auszudrücken, und zeigen an, daß alle Theater beute geschlossen seyn würden.
Der Temps meldet: „Die traurige Nachricht von der Ein- nahme Warschaus soll der Regierung nicht am Donnerstag Abend, wie der Moniteur sagt, sondern schon im Laufe des Ta- ges zugekommen seyn. Der erste Gedanke des Ministeriums war dieser, die Sache so lange wie möglich, d. 1). zwölf Stunden, geheim zu halten; nur zwei Journale erhie1tcn davon eine kurze vertrauliche Mittheilung. Das OITinißerium wurde beim Em: pfange dieser unheilvollen Depesche von der ganz natiirlichen Be- sorgnis; ergriffen, daß dieselbe Unruhen in Paris veranlassen möchte. Schon am Morgen hatte der Stab der ?)katiouai-Garde Befehl zur Ausstellung von ReserVe-Piquets ertdeilt und der Präsident des Minifier-Raths hatte eine lange Unterredung mit dem Ober:Befehlsl)abcr der National-Garde.“
Gestern Abend fanden in Folge der Nachricht von der Ca- pitulation von Warschau in einigen Stadtthcileu VolksMufläufe statt. Das Journal des Débats meldet Dariibs': „Meh- rcre hundert junge Leute, die 1111 Palais:Rot)ai veisaimnclt wa: ren, wendeten sich nach den BouleVards, indem sie die Mar: seillaise und Parisienne sangrn. Der Ruf: Kxieg dem 011111211! Es lebe Polen! lies; sich aus dcr Mitte der (551111111111 vernchmsn
publik! Es [eke der Kaiser! mischten siax'o in diese Scenen Der Unordnung. “.Die wenig 5111111810110 Bolköhauscn "1121111131911 ch Dunkelheit der Nacht, um nach dem .Hotel DLs MinistLrs Orr auswärtigen Angelegenheiten zu ziehen, wo sie einen Theil der Fenster des unteren Stockwerkes eimvarsen. Die Nationak: Garde und die Linien:;Trnppen säumten nicht, sich an“.; den Punkten, Wo die Ruhe gcstörk worden war, zu 0911111111111!" und Abends um 11 Uhr war die Ruhe wicderhcraesteUr.“ -- Der Confiitntionnel berichtet: „Die schreckliche 2111116151131 von dem Falle Warschaus hat Hier tiefen Eindruch gemaclzx: an der Börse, auf den Kaffeehäusern, an allen Bcrsannnlunxzs: Orten, so wie auf den öffentlichen Plätzen und Straßen 1111121“: hielt man sich nur von dieser Kakastroyhe. Während der ersten Hälfte des Tages War der öffentlixhe Schmerz ruhig und äußerte sich bloß in mehr oder wenigsr lebhaften Worten; Abends abcr nahm er bei eincm Theile der Bevölkerung cinen tunmltuariscben Charakter an. Die Gruppen, tvrlckxe sich in einigchtraßkn und auf den Boulevards gebildet hatten, wurden 1111111011) nnd feindselig; gcgen 1111111 1101“ wmde das Horst dcr 11116111ärtigcn Llngxicgrnheich von xinem zal1iicichxn 1511111111 mit Stcinm ax!-
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11111711101 und der Garteözaun umgcwvrsen. 5211111“) am" ein;: 3211] (1116011 Pimkxcn fanden 111111111111 statt; m_eerre 1.111;- , * 111sz cmgxxvorten wvrden. Ein Trupp gri71 1111 31.201 WFS ;.Zaffemclnnicds auf Dem Boulevaro PenisomUT-W 9.11 YU Verlangte Waffen. ,Dxr Laden war im Bkgriff, 1113";- M zu werden„ «16 em junger Mann. 2111111111154 JD111“.1:_1:*,. IlLZFber Yes Julikreuzes, sicb in die Thm“ 111-1111; und die 12111111» D Mkb15 zyt Linkimst der bewuffneren MMM abMWte.“ -- rUZ11Z_§,ourrier franxxais zuso1ge, 113.111 15 1110111111 11111 U..;- , MUMM u_nd den Stadt:Srrg81111ien Vor dem WafZenlaTKM 311 cmem Kampse gekommen, wobei die [13191111 11011 1111111 S'1i1111: waffen Gebraucy gemacht und meykcre Persoxjcn 111111111111??? 0.11: Ten. * FOr; Canricr de [*Enrope 11th 11111111: „(15551611 151 [hk WLW em! „1,3111th Von ungefähr d'ceißixa 111119111 821211111, 1.111 deren Bpxyeéemc dreifarbige Fahne getragcü wurde, in dsr Um: gegend des Palastes Lnxembomg 111111 einem Piqurt dcr Natio- nalZGarde angehalten; die Fahne wurde ihn111 abgenommen, dx“: Trager 'dxrselben wurden Verhaftet und nach dexn Wachtpoftcn “Yer 911111111 des 111-311 Bezirks gebracht.“ - Die Tribune mci- det,- daß m der Straße Saint-Manin und in anderen Stad!- theilen 1chwarze Fahnen außgehangen worden wären.
Aus Bordeaux wird unterm 14te11 d. M. gesÖrixben: „Gestern Abend verbrannte die National=G111de, Welché gerade m „den AUeen _yon Tourny versammelt war, um die Posten 111“: zu'losen, dxe „gestrige Nummer des Journal de la Guveime, sims seit etwa vierzehn Tagen hier erscheinenden ronalistischc-n Blat: tes. Dasselbe enthielt eine Liste von Subskribentcn, welcbe ziir Aufbringung der „Geldstmfe, wozu der Reducteur der Quoti: pienne, Hr. v. Brtan, von den hiesixzen Wsisen Verurtheilt worden ist, m.eb_r odex minder bedeutende Beiträge Unterzeichnet hathn; auf diejer Liste waren auch mehrere Mitglieder der NationaT: Garde, und zwar unter verießenden Bezeichnungen, ausgefiihrt, 11110 dieser Umstand veranlaßte das Verbrennen des Blattes. Außer- dem tvUßte man, daß eine große Anzahl von Anhänacrn 1113 vorigen “Dynastie und Freunde oder Korrespondenten dés 5511111 von Brian ihm zu Ehren eine Kavalkade veranstaltst und“ 111111 auf de; Straße nacb Paris eine Strecke weit das Geleit gegeben hak- ten; die meisten waren dabei mit Weißen Blumensträußen 9211611111111 gewesen. Dies Alles hatte die Gemüther anfgercizt. Gegen 9111): Abends versammelten sich auf dem Platze vor dem Sch1auspic€11111xse zahlreiche Volkshanfen, zogen nach der Druckerei dcs Journal de la Guyenne, drangen in dieselbe ein und vcrnichxctcn die Pxes: sen; auch wurde hier die Tages:Num111er des genannten Bkat- teö abermals verbrannt und dieselbe Operation v.“ der Wok-jmn-x des als Anhänger der vorigen Regierung bekannten Herrn Von Saint-Marc wiederholt. Das Volk auch war aufgebracht dariiber, daß ein wegen ähnlicher Gesinnungeu bekannter Parfumeri-c: Händler in seinem Laden weiße Blumen hatte, die den Lilien ähnlich sahen. Um 11 Uhr war die Ruhe wieder hergestellt.“
-- -- Paris, 17. Sept. (:“) Uhr Nachmittags.) Schon von dem fruhen Myrgeu an bildeten fich hkUte in 11110179an Stadtvierteln neue Gruppen, welche ihre feindseligen Gesinnun- gen gegen das Ministerium Überhaupt und gegen den Grafen Sebaftiani insbesondere durch AuSrnfungen zu erkennen gaben. Die National-Garde zeigte sich diesmal lässiger im Zerstrenen der Volks-Aufläufe, weil fie das Mitgefühl des Volkes für Po: len schweigend zu theilen scheint. Gegen Mittag hielt ein Haufen von Ruhestörern auf dem Bendome-Plaße den „Wagen eines Mi- nisters auf, den man fiir den des Ministers der auswärtigen Angelegen- heiten ansah, und schrie: Fort mit Sebastiani! Die im Wagen s15: zende Person zeigte,s1ch am Fenster des Kutsckwnscblagcs und gab stel) als den Präsidenten des Minister: Nachos zu erkenncn. Das Volk murrte, der „Kutscher trieb die Pferde mit der PeitftUc an und der Wagen rollte ungehindert davon. Herr Périer stieg im Hotel des Generalstabes der Nationalgarde ab. Gegen drei Uhr hatte sich beim Palais=Royal ein BolkSauflauf gebildet, desen Stellung immer drohender wurde; einige dkeißig Stadt: Sergeanten, welche die Degen ziehen wolltew, um das Volk z:: zxrsireuen, wurden von der Menge mit den Stücken zerbrocbcnx»; Stühle aus dem Garten des Palais:Not1al vertrieben, bis die Linientruppen ankamen und die gänzliche Räumung des Gartens bewirkten, deffen Gitter geschlossen wurden. An mehreren Stra: ßenecken find geschriebene Zettel angeheft-f, in denen man das V.):k zu neuen LiuMchweifungeq aufzurcxz» sucht. Es hat «11111 Anschein, daß der Abend sturmisch 11111 wird. Der *))1111'1'“ des 01111 Bezirks, Herr Boiwatticr, 11.11 Herm Pwrier [**:-: nachrichtigt, daß die Einwohner des Faubomg St. Antoine einé Petition an die Deputirten:Ka111111er senden “1110111211, weich.? 11116115 mehrere tausend Unterschriften zäbLt. Je näher der 231111111 kommt, drsto zat;lrcicher und unruhiger wcrden dic 161111111211, 13111 1111) «11:1 den «11.113811 rmd Plätzen bilden. Irn P.11aiö-R011.:1 11111- 111 1111 Nm „Vivienne sind alle Läden gésctzloffen. 9111
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und das a11friihrerische Und tl)drici1te Geschrei: (F:? lebe die Rc: ? Twicxm 1100111111110)“ *))kinistrrien snd Piqnyts 111 “.',-311111111111-
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*) Also nicht [Floß dcr _E'-.*|cre 1115.“ ." in Zym 111:'“."*1chch;.1nr;:; Schreibcn aus Parcs“ vom 1-tcn d. yceßr. .