1831 / 269 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Weichsel geZangen und vorgestern inKuttno eingerückt, vermuth- lich in der lbficht, um gegen Kalisch zu ziehen. Ein Russisches Corps isi jedoch demselben entgegengegangen. -- An die Stelle des Genera“ Rybinzki hat jenes Polnische Corps den General Bohm zum Obek-Aefehlshaber erwählt.

-- Die Posener Zeitung meldet un_term 23. Sept.: „Eiri- gegangenen Nachrichten zufolge, isi Brzezmv“) von dem Poli):- schen Streiftorps verlassen und von einer Russischen Kavallerie- ?lbthciiuug vom Corps des General Knorring beseyt worden. Das Polnische Streifcovps hat sich wahrscheinlich nach Wielim zurückgezogen. -- Sieradz uud Petrikau haben Russische Besatzun- gen erhalten ; im testetenOrte stehen;; Jnfanterie-Bataiiione, 6 ELea- drons und 8Geschüse unter dem Ruff. General Grafen Tolstoi.“-

Jnland. _

Berlin, 27. September. Die in dem gestrigen Blatte dieser Zeitung ausgesprochene Hoffnung auf eine Wiederholung der am 24sicn mid 25sicn hier beobachteten _Licht-Erscheinungrn hat fich bestätigt, wenn gleich nicht mit dem Glanze und Umfange des Phänomens vom 25sten Abends. Ws nach einem heiteren Tage die Sonne völlig rein hinter einer von West nach Nord sich erstreckenden niedrigen Wolkenbank untergegangen war, zeigte sich um (; Uhr über dem nicht besonders glänzenden gelblichen Dämmerlicht in der größten Höhe von 20 Grad Über dem Horizonte ein schwaches Purpurlicht, welches bis 6Uhr 22 Minuten zu- nahm und fich in einer Höhe von 45 Grad allmälig verlor. Lirktur war mitten in diesem Purpurlicht sichtbar. Mit zuneh- mender Dunkelheit senkte sick; der rothe Nimbus und gewann allinälig das Ansehen eines sehr prächtigen Abendroths, von dem er sicb nur dadurch unterschied, daß er den Wefthimmel viel län- ger erleuchtete und er um 7 Uhr 25 Minuten verschwand. Ge- gen 7 Uhr hatte die scheinung mit dem Glanze eines entfern- ten Feuers große Aehnlichkeit.

Auch dem Ausgange der Sonne am 27fien ging eine ähn- liche Lichterscheinung voran. Der Himmel war mit leichtem gebro- chenem Gewölk bedeckt, nur in Nord und Nordost lagerte ein dichterer Strains. Schon vor 5 Uhr entbranutm die Wolken im Osten in einem zwischen Purpur und Carmoisiu inne lirgendeu eigen: ihiimlichm Roth, welches um 5 Uhr am brennendsien lcmhtetr imd ailmälig durrh Orange in Gelb überging. Um 5 Uhr 2!) Minuten war der ganze Horizont von einem tänzeiidgelbm Licht erleuchtet, so daß nur die dichteren Ku elwöl eben noch grau er: srbieucn. Der Siß dieses Lichts lag oiLeubar viel höher, als der Cirro:Strams, der den Horizont bedeckte. Der Verlauf der Erscheinungen am 26sten Abends und 2771er! Morgens scheint dafiir zu sprechen, das; alle in den lehren Tagen vorgekommene cigcnihiimiiöoe Phänomene mit dem Nordlichte nichts gemein haben, sondern ein Werk der Strahlenbrerhung in den höchsicn Regionen der Atmosphäre sind. Desto auffallender ist es , das: diese höchst seltene Beschaffenheit der Atmosphäre den Barome- terfiand nicht bemerkbar afficirt. K.

Ueber den neuen Vulkan im mittelländischenMeere. (Schluß.)

Nis die-se Nachrichten in Palermo angciommen und glaub- haft bestätigt worden waren, reisten die eben daselbst anwesenden dcntscben „Naturforscher, Professor Friedrich Hoffmami- aus Halle, „Herr Eschen aus der Schweiz, und die Doktoren Philippi und August Schultz aus Berlin, ungesäumt von dort nach Sciacca, wo sie am 20sten Iulius anlanqren. Schon fünftehalb Meilen Von dieser Stadt, als sie den amm der nackten Kalkberge zwi: schen Contessa und Sambucca in ungefähr 1500 Fuß über der MeereSfiäche überschritten, und, von Palermo aus das Land in grader Richtung durchschneidend, den freien Anblick auf das Meer an der Südwestküste Siziliens gewannen, entdeckten sie am fsrnen Horizonte die weiße Rauchwolke, worin, als es dun- irl geworden war, zuweilen helle Feuersirahlen aufblivten, welrbe die voilkommenfie Aehnlichkeit mit dem Wetterlev1chten hatten, wie es an Sommerabenden in Deutschland öfter wahrgenom: men wird. __

Ju Sciacca sahen und untersuchten sie die Schlackensiiick: eben, welche am 12ten Julius angetrieben waren, und an eini- gen Stellen auf dem feinen Meereösande eine Aufschüttung von vier Jollen Dicke bildeten. Die Stücke hatten mehrentheils nur die Größe einer Haselnuß, und sehr wenigesiegen bis zu Fairfi- größe heran. Sie bestanden vorherrschend aus einer schwammi- gen," sehr fein biastgen lichtgrauen Schlache, durchaus ohne Bim: sicin, aber stets verwachsen oder streifenweise durchzogen mit klei- nen derben schwarzen Lavaftiickchen, worin man mit der Lupe zu: weilen schwarze glänzende Körner, wahrscheinlich die in den mei: sien Lavcn häufig vorkommenden Augitkriftallen entdeckte. Frischaufgebrochen entwickelten sie einen lebhaften Schwefelwaffer: sioffgeruch. Eben diesen Geruch hatte man auch in Sciacca wahrgenommen, als der Wind von dem neuen Vulkane herwehte; und man zeigte noch mehrfaitig silberne Geräthscbaften, die deut- lich von den GaSarten angegriffen wären, welche dieser Wind herbeiiiihrte.

'Auf einer frei gegen das Meer liegenden Terraffe Versam- melten sich, gewöhnlich die Einwohner in der Abendkühie zahl: reich, den Blick gegen die von Blitzen durchzuckte Rauchsäule ge- richtet, und in ahnungsvoller Stille auf das sehr häufig herüber: tbncnde donnerähnliche Getöse horchend, das zuweilen wohl eine Viertelstunde lang und drüber ununterbrochen anhielt. Aber wie sehr auch diese Erscheinungen die allgemeine Aufmerksamkeit er: regten; so hatte doch noch keiner von den fnnfzehiitausrnd Ein- wohnern dieser Stadt ti"? kurze Seereise nnternchmen wollen, um die Beschaffenheit dieses merkwürdigen Gegenstandes nä: her zu erforschen: und unsre Reisenden fanden erst nach dreitägigen ämsigen Unterhandluiigen und nur mittelst der drin- genden Empfehlunrn, Mick)! ße aus Palermo von dem Herrn ])!14'71 (ii 501'1'3 (ii „“'3](:() an die Beamten der königlichen "094-1713 zu Sciacca überbrachten, die Möglichkeit, ein Kiistenfahrzeug aus Trapani zu der Uebrrfahrt an die Stelle des Ausbruchs und bis Pantrilaria zu mietben , ' womit sie am 23. Julius spät Abends in See gierigen. Der sehr schwache Wind brachte sie erst am folgenden Tage um drei Uhr Nachmittags der Erscheinung so nahe, daß sie aus einer Entfernung von fünf Viertelmeilen die neugebildete Insel entdecken konnten, woraus die Rauchsäule auf- stieg: derselbe erleichterte aber nunmehr eine behutsame Annähe- rung und das „Verweilen dabei. Sie näherten sich ihr von Nor- den her bis auf drei Viertelmeilen, dann umlenkend von Westen her znießt bis auf eine halbe Vierteimeile; uud dachten, da sie das Meer so ruhig und nicht über 21 Grade Remmmr erwärmt sandcri, selbst an die Möglichkeit, mittelst des Schiffsbootes daran zu landen, als ein Ausbruch, welcher iogleiä) beschrieben werden 500, fir von der Gefahr einer größeren Annäherung überzeugte.

*?77'347““Häs vorgcsrige Blatt der Staats-Zeitung.

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Sie waren indessen nahe genug , deutlich zu erkennen, daß die Insel, welche sie vor sich sahen, nichts a11ders_ als der Rand des Kraters war, dessen Wände dnrch die aus 1hm_ aufsteigen: den Auswiirfe allmälich iiber den Waffershiegxl erhöht worden waren. Diese Erhöhung erfolgte nngictchforMig. “Sie ivar am stärksten auf der Ostseite, wohin der herrichende Westwmd de_n ?luswurf neigte, und erreichte dort eme Hohe _von etwa_n sechzig Fuß; niedriger nach Westen auslaufend war _d1e__Nords_„_eite: noch niedriger die Südseite, welche nur sehr wenig uber die Wasser: fläche hervorragte; und auf der Westseite war der Znsgmmrphang des Randes über der Oberflache des Meeres nur mir Muhe _zu erkennen. Die Stellung des Schiffes eben auf dieser Seite machte es daher möglich, das Jnnre des Oberendes der gegen- iiberstrhenden höhern Theile dicses Kraters zit erblrckrn, und__des- sen Durchmeffrr auf etwan sechshundert Fuß zu schasen, WMEUÖ der äußre Durchmesser der Insel auf der Ebne _des Wasserspie- gels ohngrfähr achthundert Fuß zu enthriiten schien. Dengaiize Rand schien nm“ lose anfgefäyiittrt zu sein, von sibivqrzeirschiak: ken und Rapilli Muffen. Die Reisenden vergleichen rhri Mit dem Saume des hohen Aschenkegels des Etna, oder mit der Spise des 11101110, r058i bei Nikolosia. _ _ _

“Aus diesem Krater stiegen nmmterbrochen_mit (_zroßer Heftig- kcit, jedoch grräusrblos, Däinbfe e_inbor, gleichmm m große .Kii: geln geballt, wchlche sich im Emporsteigen entmltrren, UUÖ blendend weiß im SNLULUftHLiUe, wie große S_chneemiiffen, oder Bailey frischer Baumwolle iiber einander gchaufi, die ungeheure, zwci: tausend Fuß hoch geschäßtr Rauchsgulr bildetrnßibelche__mmusge: seht den Ort ihrer Entstehung bezeichnete. JirÖcitcibstanden vd" etwa zwei bis drei Minuten fUhkkli durch die x_zlaiizrnd ivriye Hauptmaffe schwarze Schlackenwiirfe. ZHW durch eincmder gerrieb: nen Dampfwoiken wirbelten dann heiliger, roilxen ansrheiiiend bis zur Obersiäckx des Meeres“ herab, und_ nmhuilteu die Insel so, daß die Dampfséiule mit drm Waffcr in unmittelbarer Bcr: bis der Wind sie wieder zrrsirrntc.

bindung zu stehen Wien, __ _ _ Ats die Reisendrn iii drr Nahe von einer halbr1_1 Vierte!- trat plötzlich Line

meiie sick) dicses prächtigen Rnbiicks erfreuten, _ _ andre Gestaltung drffelbcii hervor, welche den (?'mdrurk der erstem noch bei weitem iibrrbot, Dichten Da11_1pfw01ke_n_wigte cm so edränat dichter und anhaltender Auswur] v_on Schlacken, Sand und Wehe, das; die cms dem Krater Mit _rciffrnder Schiieiligkrit aufwärts strömende Maffe ganze acht Miniitrn lanZ eme wohl sechshundert Fits; hohe Säule 311 bildetrschien, der_en L'bertbrii sich garbensörmig ausbreitetc. Indem die empbrgetriebnrn Mai: seii aus dem Gipfel dicser Garbe nach allrn Seiten 111 weitere und engere Bögen hcrabsielrii, wurdcn fir immerfort durch rbcn so dicht bon unten auf iiaäysrhirßrnde Maffei; gleicher Art ?_kikök, und dadurch eben bei unansgcsrht irhiirll'er Bewegung dte_sanieii_: förmige Gestalt der Erscheinung fortivijinrnd erhalten. Die rotri- testen Bögen beschrieben die schweren «teme; das Wasser syrisir hoch anf, indem sie in das Meer siiirztrnz' _mid sie fielen so weit von der Insel noch so häufig nieder, daß die Brdbacbtrr nur; er: kannten, weicher dringenden Gefcrhr sie ausgescht gcwrsrn wach, ivenn sie sich drm Vulkane mir wrnige hmidert Schritte mr_hr genähert hätten. Kein Theil der ank»gr_1_vor_men_§)kaffe rrsch1en lickigiiihendz die empor gricbleudertcn Utcmc zeigtcii sich gmiz schwarz, und wurden von breiten Sandstreifen begleiicr, Miche sie mit sich in die Höhe geriffrn zu haben schienen. Keine Flam- men ftihren aus dem Krater, auch war kein Leuchten m demsrl: ben erkennbar. Den Nuswurf selbst begleitete kein Donner, imd cs mar davon mir das Raffrln und Maßen der aiiriiiandrr schla- genden Steine und das Geräusch hörbar, welches _die niederml- lenden Aschen und SMd-Maffrn verursachten, ahnlich dein Ran- schrn eines HWelschauers oder heftiger) Regens. Die eiiibbrgr: schlenderten Steine fthienen durchgangig _nur yon maßiger Größe zu sehn; wenigstens bemerkten die Reisenden keine Schlackcn-Maffen von solchem Umfange, wie _fie auf de_m Kegel des Etna zerstrent arsrhen hatten. Gl_e:chwoh1 schie- nen die auSgemorsurn Materie:: stark erhist zn rem: deim übern", wo sie in das Meer fielen, entstand em dxchter Dampf, der bald die Insel selbst ihren Blicken entzog. _ _

Wärend des ganzen Verlaufs dieses ?luswmfs rntwwkriten sich aus dem obern garbenfbrmigen Theile desselbcn eben so_iche blendend weiße Dämpfe, wie friiher unmittelbar aus dem Kr.): ter, und diese bildeten über der dunkeln Saule des anwtirss ganz in gleicher Art eine ungeheure l_icbtr Raiicbsaule. Außer- dem durchzuckten die dunkle YuSwurfssciuie zuwe_1len heiilruchtende Biiße, welchen, wie bei nahen Grivittern, U_111111tke[bar em_siarker und anhaltender Donner folgie. Diese Bliße kamen, Wie sehr deutlich bemerkt werden konnte, und auch bei andern viilkaniscben Ausbrüchen beobachtet worden ist, durchaus 1_1icbt aus dem Kriz: ter, sondern zuckteu freifcbwebcnd in allen Richtungen dnrch dic Auswurfssäulc, vorzüglich an deren obern und SMchheilen.

Nachdem der Ausbruch nachgelassen batte, wendete sch das Schiff abwärts, um die Richtung nach Pantellaria zu nehmen. Aber der Wind war so schwach, daß es sicb sehr langsam von dem neuen Vulkane entfernte, der unmittelbar nach diesem Vins: bruche klar und ruhig, wie vorher, vor misrrn Reiseiiden lag. Aus größerer Entfernung von einer bis anderthalb Meilen beob- 'achtetrn sie jedoch noch viele ähnliche Ausbrüche, wir der Vorhin beschriebne, Welche in ganz ungleichen Zeitabständen aufeinander folgten: und um Mitternacht sahen sie, noch immer aus dersel: ben Entfernmig, einen besonders starkrn Qlusbruck), dcr Voile drci Bierteisiundcn anhielt, und so häufig heil leuchtende Biiizsirah: ien entwickelte, daß der dumpfrr-llende Donner, der sie stets be: gleitete, fast ununterbrochen ertönte. Aber auch hierbei Ward keine andere Feuererscheimmg, und kein Leuchten des Kraters benirrkt.

Erst am 26sien Julius Mittags konnten die vorgenannten Reisenden in Paiitcllaria landen, wo sie mit Hiilfe eines aus Sizilien gebiirtiqcn Arztes und sehr wohl unkorriciiteten Natur- forschers, des Don Pasquale Piciiii, bei eincm saft ricrtagigen Aufenthalte dir ganzeJnscl durchwanderten, und die Nachricbirn sammrltrn, woraus _Öik vorstehende Beschreibung derselben gc: zogrn isi.

Am 29fien Julius, ztvei Stunden vor Sonnenuntergang, nöthigte ein starker Nordwesiwind sic zur schnellen Abreise. Am folgenden Morgen war Pantellaria schon ans ihrem Gesichts: kreise verschwunden, und“ sie fuhren an dem netten „Vulkane in der Entfernung von einer Meile schnell vorüber. Der starke Wind gestattete keine grbßre Vlimäherung: ße fahrn indrß die Insel, welche der anfgeschiittetc Kraterrand bildet, deutlich wieder, und ergöztcn sich b'rsondrrs an dem schönen Anblirkr, welchen die ma- jestätische Dampfsäule in dieser Nähe bei sehr klarem Hinmirl gewährte. Schon am Mittage des Zi,)ften Julius ;ai-deten sie wieder in Sciacca. -

Die zahlreichen Auswiiife lassen die Beobachter eine so be: trächtliche Erhöhung und Verstärkung des jetzt iiber die Meeres: fiäche hervorra enden Kraterrandes hoffen, daß derselbe nicht wir: der Von den ellen weggespiilt werden, sondern eine bleibende Insel bilden diirfte, fiir welche sie den Namen der Untiefe, wor:

“Voraussesung in

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aus sie hervorgehoben wurde,_nämlich „Nerita“_ Unter Vorschlag bringen , daß sjch nicht ÜbU'Wie Gründe für eine andere Benennung ergeben sollten. *

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M 269.1,

Die Umßände, unterwelchen' der neue Vulkan entstand F sein bisher beobachtetes Verhalten leiten den Professor Fr., / mann auf die Vermuthung, daß der Heerd semex Thätigk tief liege, um Laven daraus bis zur Mundung seines Ktat erheben. Wahrscheinlich öffnen dieselben sich einen Ausweg. seine Seiten unter der MeereSflächx;

und es scheint sogar unmöglich, daß ein solcher Ausfluß

Frankreich.

Paris,- 20. Sept. Borgesixrn speisten sämmtliche Mini- mit dem Konige_ und der Konig]. Familie und blieben bis 10 Uhr Abends im Palais-Royal. Da der of nicht mehr ck Neuilih zuruckkehrxn ward, so holte die önigin gefiern “. die beiden dort zuruckgebiiebenen jüngsten Priiizen, die Her: , von Aumale und_ von Montpensier, nach der Stadt. Der Orleans ist geskern friih von der Armee hierher zu-

bereits stattgefunden , konnte, als die vorstehend beschriebnen Beobachtungen wurden. Es kommt nun darauf an, die Veranderungen zu achten, die sich in der Folge an dieser neuen (Y_rscheinng _ nen. Wahrscheinlich wird die iiber der Meeresflache Üchibare „zog von schiitttmg noch bedeutend zunehmen. Doktor Schals, d --chgekehrt. _ __ 31sien Julius auf demselben Wege, welchen die deutschen Aus _den [)euttgeir Blattern erhellt, daß die Aufregung un- forschcr am 19trn und 20sten Iulius genommen hatten,:m , der [WWU Bevolkerung “"ck gestern noch einige Bölks- lermo zuriickreiste, sahe, wie bereits in Nr. 234 bemerkt „, fläufe i_oeranlaßte. Der Moniteur berichtet Folgendes dar- die Rauchsäule noch deutlich, als er nur noch vier geogka er: „EMIL Gruppen, „dl? sicb Wischen 8 und 10 Uhr Mor- Meilen von Palermo entfernt war; also in eiiier viel ,.s im Garten des Palais:Rohal ?ebildet hatten, schienen auf Entfernung, ais sie zwölf Tage friiher auf der Hinreise b „, Zeitung zu i_yarteu. Gegen_ 11 ihr bildeten fich derm noch worden war. Es bleibt vorerst unentschieden, ob nur die odere in der Nahe der ?_DeplltlkkeiUKaMMEk- Erst M11 1 Uhr Bekanntschaft mit dein Gegenstande ihn damals in. igten sich an diesen beiden Punkteii zahlreicher: Haufen; jm Fkk"? auffinden lies, oder ob wiirklirh die Entwickeln" iaiais-Rbhal_zerbrqchen sie die Strihie _und erhoben aufrühre- Dämpfe, und die Höhe, zu der sie aufsteigen, indessen ng “ches Geichrei. Em ?_Oetajchemcnt Limeu-Truppen ließ den men hatte- ' * H. arten raumen, und die Gitter wurden geschlossen. Auf dem * * * [ase vor dem Palafte der Deputirten-Kammer zersprengte ein ,mschement Karabiniers, von einem Offizier befehligt und von C [) O [ e k- a. ,mdt-Sergeanten begleitet, die Volköhaufeu. Um ZZ Uhr war In der Residenzstadt Berlin waren Palais:Rohal Alles ruhig; cini e unbedeutende Gruppen erkr. genes._,gefiorb,B Mm sich noch auf dem Concordien: lase. Ein bei der Brücke bis zum 26. September Mittags 7/41 119 r? 410 “. fgeßelltes Bataillon der ersten Legion der National-Garde hinzugek. b. z. 27. Sept. Mittags 39 20 42 1 ielt di_i_rckd sFinseQGegetha? diß OrTÖiungJTUfrecht. An dem äu- W. .„ __ _ 5 -. - „-- . _- rsien n_e e uai rah, eim ont: oyalund auf demQuai BENTLEY.siQiéiFFQY'YTFZZFUJUJÜ “150 V=) QZ -1 „Tuilerieenwaren die Neu!]„ikkl'sxnillgrößererAnzahlversammelt. .“ In ihren Wohnungen werden behandelt 08 Person ie National-Garde und die Lmicn:Truppen ließen sie cirkuli- , „„ _ * * Widerstand zu finden. Da sich unter den Haufen den HVKPUÜMU b.). Wfixhjc'ztf der Terrasse am Ufer gebildet hatten schlechte Ab, ). . - z- . ' 5 . ie - : »th dk"! Eksch9mM rer &holeia m „2???in fix???“ chten offenbart"), so wurde der Garten der Tuilerieen geräumt. 64. “26. i egen 6; Uhr säuberte die Kavallerie die Zugänge zu der De: 163 167 utirten-Kammer , um den Deputirten das Herausgehen zu er: 836 162 jchrern, __ ax; T_Uhäxthrddens v__o_n_d_e_n Yatrhmllen in d_e_n _Ga: . & - ., .) .- nieen un 1 a e e am : oha , wo cm: a tere '" d“ Woche vom “"' ws "7" Sept. ' ' "l_“7 10“; uordnungen stattfanden, Verhaftun en vorgenommen. ,Dies Smnma . . _780 458 nd in kurzem die Ereignisse dieses ages, deffcn ganzes In: Regier1111ZS:Bezirk Stettin. „ese auf die Sihung der Deputirten:Kammer konzentrirt war. In Stettin warrn erkr. genes. gest. ; ieje hat den Hoffnun en der Freunde des Friedens vollkom- bis ziim 23. SM- “178 35 114 en entsprochen. Die ahrheit hat Gehör gefunden. Die gn: am 2. , 7 11 7 m Bürger mögen sich daher beruhigen. Die Einheit der = 25. : 2 = 1 taatigetvalten, die durch solche für Jedermann lehrreiche Prü- - 20. 6 5 6 ..gen _nur noch fesier_ gekniipft wird, wird dem öffentlichen Smmn a 193 51 128 ejße_eme große moralische Kraft verleihen. Alles kündigt an, 4 diese Unordnungen ihre Endschast erreicht haben. Das Be- ehmen der Kammer wird die Hoffnungen der Unruhestifter rmuthigen , wie das der Verwaltung, der unermüdli- m National-Garde und der treuen und ergebenen Trup: Unit,]. [7011118- uncl (;clci-Cmirs-Jeiiei. (Nrsw/N bereitsh di_e_ UntI1_e mungext derselben vereitelt hat.“ - __ _ _ , odere ie e atter ü en diesen Details no oi- i/Z/-!L?"-F.C-séch-| ***-M" de hinzu: on 11 Uhr dex Morgens an strömtelé vfiele 914, | 4 (100 irrige nach dem Palaste der Deputirten-Kammer, und um -- 4 * Ukr war der Concordien-Plah ganz mit Menschen überfüllt, ie bisher im Garten der Tuilerieen spazieren gegangen und aus iesem vertrieben worden waren. Diese ganze aus Bürgern, „raum und Kindern besehende Volksmaffe, unter die sich emiqe inge Leute und eine Menge vonArbeitern gemischt hatten, wokr: eie mit gespanntem Intereffe quf den Schluß der Sisung der 'deputineu-Kammer. Colporteure riefen in dem Gewiihle ein ngebiich neues Lied Bérengers, betitelt: kj-iiszons-on aus; es war bereines seiner alten Gedichtemiteinem neuenTitei, dennoch wnr- . en vieieExemplare verkauft, Es bilketensich Gruppen, welche aus ollem'Halse riefen: „Nieder mit den Ministern!“ Karabi- iers und die reitende National:Garde sprengten die Sckreier uöeinander. Man versuchte, eine Barrikade zu errichten, indem an die Wagen umwarf, dieser Versuch wurde aber augenblick": _ i(h unterdrückt. Ungefähr 12 Individuen wurden im Banfe des : ages auf dem Concordien-Plase und vor der DcpucirtenKam- er verhaftet. Einige von der Municipal:Gardc verfolgte Per; onen suchten zu entkommen, indem sie in die Gräber des Gartens er Tuilerieen sprangen , Andere warfen sich in die Seine und ewannen schwimmend die auf derselben befindlichen Börm. Die "»ationalgarde zu Fuß stand in großer Liuzahi auf dem „Vm: W: und dem Concordien-Playe, während die reitende vor der Deputirten:Kammer auf: und abritt; als die ugänge zur leh- _eren gegen Abend geräumt wnrden , zog die » kaffe nach dem alais:Rohal; die Nationalgarde bildete sich in Sectionen und __ _ __ drang in die Straße Rivoli. Gegen 7 Uhr war das Gedränge ck u__8 «_ 3 1; t 1 F;?) 88 :) this e n- WPalßjsMoYl itngeheueSr,Jeder111aiiii befragte deuAndercnneu: „_ _, 3118 Okt =* "1, '-'-- 81 0!" Ek- i_kk_ig ü er die ttails der iyung; der Garten war geschlossen; ein 1114 F***FFT'“ Yk“ d.“?k'ä“: 374'87'YWTÜ'USW 137"!- ÜWW ?mnn-Regiment stand im innerenHofe. Der König erschien auf ...a . „;.. 1153. (_:iznäoxö) 004789 ___"er dem Baikon und redete dieMeuge an; er fordertedie guten Bürger 3________ CMS“ 81:7.- WW 47? 13.3) 6240 “WM 51.11“ _f,ruhig zit_sehn,da Ordnung 1111dF__r_iedrn die bkstLUQZUrgschUFTLU ! das Wiederaufleben der Geschaste und des Handels waren. DieseWorte wurden durch den Ruf: Es lebe der König! erwie- dert, _in welchen die Truppen mit einftimmten. Einige Stim- en riefen dazwischen: Es lebe Polen! Fort mit den »).iiinistern! ierau_f ließ man den inneren Hof des Palais-Rohai und die allerieen räumen, wobei mehrere Personen verwundet wurden, i_a der einzige offene Ausgang zu eng war und die Truppen von bluten andrängten. In den Straßen Richelieu, Sainmssonoré, d“ Petits-Champs und des Bous:Enfans gerietheu mehrere kksonen unter die Hufe der Pferde und wurden bericht. Um 1[Uhr war die Ruhe vollkommen wieder hergestellt.“ _, Der 1_1ka Polizei:Präfekt, Herr Saul-iier, hat eineProclanm: _lvn_au die hiesigen Einwohner erlassen, worin er erklärt: er habe '“ ck"! von der Regierung übertragene Amt ohne Zögern angenom- :"", so wenig er sich desen großen Umfang und Schwierigkeiten aucb Ékhkhle. Bei der Ausübung schwrrer Pflichten iverde ihn der Ydanke ernzuthigen, daß ?lufrecbtbaitung der Ruhe der größte ., _ - ___;Jnix fdey, den man der Hauptstadt eriveisen _könne, und_ das; MUMM RWKIIU-UÜQUKLÜUP beitrag: *ZÉZKÖ'YYYZJ'ZM'"Jg.„““.“; YFM? ?'"dia'Uk-"Ya'ké ' 21. S“ t. :* roc. Route 011 00:11". 87-60“ ii"! ' ' ' * ( "* ! estiixm le Wie er e- Pakis- _ *P )P_ A leihe !ende Lkbklldmkklt des Gewerbfleißes und Handels zu unter: F;.Fcrmpi. 58. 70.1111 00111298. 75. Hprvc; "exe lZproc- brechen_uud das Unglitcf eines tapferenVolkes“z1nn Vortheil der “RU - 88- 10? .xproc. Neap. 6" 00M- 69- 00“ "Wye zu benutzen suche, so werde die Behörde, ,von allen Mk? PLW- 47-44 _ _ _'chkll__chen so wie von der Natioiml-Garde und den Truppen Frankfurta.M, 24- Sept. Okfikkk- *"Tkkskluzt, die Sache der Besismdm und Arbeitenden zu be- 79775. 4proc.6871.,. (ck81?- ??proc- 401- Mo“ ? "s?" wissen. ' AM 1145- U42- Partiai-Obl. 117L- 1157)“ Loose! d Die Gazette des Tribnna'nx gikbt die Anzahl der aus 158F- G- PUU- LWs? 5057- Bk- , _“ Pölizei-Präsektur befindlichen, am Sonnabend und Sonntag ekbctfteteu, Personen auf 88 an. Da bei den Unruhen der leßtverfloffenen Tage eine große

in der Woche vom 31. Aug. bis 6. Sept. in der Woehe dom 7. bis 1.3. TZR. . . in der Woche Vom 14. bis 20. Sept. . .

Z81'li1181' Zörse. ])on 27. Zoyiomber' 1831.

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[(arr. 2 M. [(WM 2 Nr. 3 U11. 2 1111- 2 Kit. 2 Tilt. 2 011. 8 *l'nxxe 2 1111. 3 Kyocb. [(111'2

Königliche Schauspiele. Mittwoch, 28. Sept. Jm Opernhause: Der Wrist-

Singspiel in .; ?lbtheiiungeii, frei nach dem Franioßs'“

(101.1); ]0111'1160» vom ])1'. Schmieder; Musik von El)

(Neu einsiudirt.)

_ Königfiädtisches Theater- Mittwoch, LV Sevt. Der Berusteinring, oder: D mahiung an der Ofisee, Zauber-Oper in 3 Akten.

Berichtigung. Jm gestrigen Blatte dieser ZUM" 1488, Sp. 2, Z- J.; v. u. statt: „Da Sciacca in grad neunzehn Mkeilm in südwestlicher Richtung V9" ' entfernt ist“, lies: „Da Sciacca in grader Linie neunik' [en in siidsiidwesilicher Richtung 11. s. w.“

5proc. Mkk'

“. Bk-

*: dicses Kriegsratbs,

Beilage zur Allgemeinen Preußischen Staats-Zeitung

Anzahl von Fremden verhaftet worden, so hat die Regierung, wie dasselbe Blatt meldet, alle ihr gesetzlich zu Gebote stehende “Maaßregeln getroffen, um diejenigen, Welche die ihnen zu Theil gewordene Gastfreundschaft mißbrauchen, aus der Haupt- stadt zu entfernen. Sollten die bestehenden Gesche nicht auNei: chend befunden werden, so will die Regierung sofort den Kam- mern eine besondere gesetzliche Bestimmung über diesen Gegen: stand vorlegen. Dgs anptqnartier des Marschall Gérard war am 15ten d. M._ m _kaubeuge;__man glaubte dort, daß niit dem 20ßen d. skis! sämmtliche Franzosische Truppen das Belgische Gebiet ge- raumt haben würden. . . _ Aus Mes , Lille, Straßburg, Troyes, Rouen und Here wxrd gemeldet, daß die' Nachricht von dem Falle Warschaus dort allgemeine Trager verbreitet hat. In den Häfen der beiden letz: teren Handelösiädte _zogen mehrere Schiffe schwarze Flaggen auf. Auf die Nachttcht, daß zwei Personen, die Herren Demi- doff und Weyer, bei Weiz heimlich durch den Sanitäts-Cordon m_ “Frankreich einzudringen versucht haben, hat die Regierung, Wie das Journ__al du Commerce berichtet, diese Personen fesizuhalteri und uber die Gräuze zuriickzutransportiren bcsohlcn. Nachrichten aus Toulon vom 13ten d. M.- zufolge, hatte der General Guilleminot mit seiner Familie Tages zuvor freie Pratica erhalten und sofort seine Reise nach Paris angetreten, ohne Besuche qbzuslatten oder anzunehmen. Der National erklärt heute die von der Gazette ausge- Zczmgene Nachricht, daß sein geßriges Blatt von der Polizei in eschlag genommen worden sey, für ungegründet.

Prien.

Warschgu, 21. Sept. Fßlgendes ift der (gestern er: wiihnie) Bericht uber die Amtsfuhrung des Generals Kruko- wrezkt, wre ihn die hiesige Allgemeine Zeitung unter of- fizieller Rubrik m_ittheilt:

„Da übelgesmntr oder _mit den Ereigniffen unbekannte Leute sich erlauben, ve_rschtedcna_rttgc Erdicbtungen und Verleumdungen gegen den _ehcmaltgen Präsidenxen der Natiqyal-Rehierunh, General Krufoivtrzxt, zu yerYreiten, so ck dieser_es nch selbs schu di , bevor er noch eine weitlauftigere Schrift mit Allegaten gur Erl uterung seiner Handlungsweise von drr Nacht des 15. Aug. is zum 8. Sept. d._J. heraus tebt, das Publikum m der Kürze über den Lauf der Dinge aufzuk ären._ __ Am 15. Aug. in der Nacht, da keine Behörde die durch den patrebttschen Verein und einen Klub von Offizieren außer Dienst angeütftcten Ermordungen zu hemmen vermochte, wagte es General Krukorotxzki, als ehemaliger Gouverneur vvn Warschau, s_ch unter den blutgteregenVoxkshaufen zu siürzen, dem ferneren Blutver- Xeßen Einhalt zu thun l_lnd dteRuhe derHauptsiadt wieder herzuüellen.

_rß egcnIUhrnaci) Mitternacht, als schon bieUmgegend des Schloffes, die rnkauer Vorstadt und die Neben-Straßen von den Volkshau- fen gesäubert waren, wurde er zum Gouverneur ernannt. - Am 16ten des Morgens verlangte er vom Generalisfimus, daß er ihm Legen die von neuern beginnenden Gewaltthätigkeiten Hülfe senden ol_1e, und da er dtese nicht erhielt, begab er sich selbst am 17tcn frub in das ngpiquartter zu Czyfte und stellte die Noxhwendigkrit dar, die Garnison von Warschau mit Jnfanterie=Negimentern zt; verstärken; nxorauf de_nn auch noch an demselben Taäe die zwei bc- gehrten Negtiiienter m die Hauptsiadt emzogen. - n eben diesem Tage, den_ 1iten, WM 3 Uhr Nachmittags , wurde der General Krukotyiczkc „im," RYerungs- räsdenten des damals in den Um- kreis einer einzigen tt_adrat- eile eingeschränkten Königreiches er- wählt und übernahm diesc Binde mit aner Resi nation eines Man- nes, dcr berelt_!st/ 'ich allen Schlägen und Std en auszusetzen, um nur, wo möglich, das schon erichutterte, schon dem Zcrtrümmrrn l_mhk, Fahrzrug zu retten. - Am_181en ließ er sich über die Armee, uber alle K_rregsvorräxbr, Lebrnsmtttcl und Fonds Berichte vorlegen“ und Nachrichten ctnztrhcn iibcr dcn Geist, Welcher die Armee brlcbc, Nachdem _cr aus diesen Ravporten sich überzeugt hatte, daß die Magaztne_ nur noch _an 11 Tage Lebensmittel und auf 7 Tage Jonragc enthielten, berief cr n11z_19. Angust eincn Kriegsrat!) zu- mmmen, der unter seinrm Vorsitz aus dem Vice-Prästdcutcn dcr chtcriiirg/ B. Nce111o101v_skt'), dem Kellbertrctenden Generalisi- mus, (Hciicral Malachowskt- aus den Generalen Dembinski, Uminski, Roiimrtnd, Prbndzhnskt, _Chrzanowski, Sierawski, ?)iybinski, Ko- lacxkowskt, Lubienskt/ Lewinsky SkarzynSké und dem General Böhm, damqls noch Oberst, bestand, um zu entscheiden, Welchen der drei von tbni_vorgcle ten Plärie zu weiteren Operationen man für den anncbmlcchsirn alten wurde._ Die Stimmzettel aner Mitglieder _ _ von thrcr cegcxicn Hand geschrieben, befinden ifa) i|_1 zßäiidrii des Generals _Krnkowrezkk. - Drei waren für Lieferung cincr O(_1)lachk/_ näm_ltch dre Generale Krukowiezké, Chrzanows'ki nnd Nl)b111_5_kt: ich da_fur_, Warschau zu vcrlaffen, nämlich Dembinski UUO “»:rrgws'ke; dre i_ibrtgcn für die Vrrthcidigun Warschaus und der O_cmichtrung zweier _abgcsondcrtcn Corps auf Jas rechte Weich- scl-Uscr. - In Fo! e diescr Stnnmcnmehrheit wurde General Ro- marmo _itis Podlacbt che gesandt, um das Corps des Generals Golowin zu vernichten, welches zusammrn aint dem des Generals Rosen nur [1,001] Mann zähltx und durch die der weitem überle ene Macht unseres Cbrvs lricht_ausgerixben werdenkonnte; GcneralLubJenskiaberins [oz- kticbe. um dtesc Wojewodschaft zu reinigen, die Schanzen und Brucken in Nicszawzi Y: zcrüdren und den Russischen Truppen alle Commu- nicattoii i_ntt reußen abzuschneiden. - Außer der Vernichtun des Golowenichen qups war der Hauptzweck der Expedition des rne- rezl Romarmo, dte Hauptsiadt und die u deren Verheidigung zu- ruckblcabcndep Truppen Mtt Lebensmitte n zu versehen; und konnte man wohl emen Augenblick zweifeln, daß die hier urüskgelaffenen 35,000 Mann_(die National-Garde und diese Bevdkkerung, welche von Kamvfchterde zu brennen_ schien, welche bei jedem Gedanken an Verträge in llarm gerietb, ntch_t zu rechnen) nicht eine hinreichende Macht _vilden sollten? - Obgletch nun das Manöver des Generals Romxcrmo nicht fo_ chriell war, als man es hätte erwarten dürfen, obgleich er nur the: weise, und zwar erst beiMiendzyr erz, die Corps von Golowin und Rosen ereilte und später einige age unndthi- gerweesc in der GeJend vo_n Brzcsc,' das er nicht zu nehmen ver- mochte, btnbrachtc, o brfrcite er doch die Wojewodschaft odlachicn und hersehaffte den Civtl-Bcbdrden die lichkeit, ebensmit- trl fur die Hauptstadt auszuschreiben. _ a der Feind bei (Hora Vorbereitungen zu einem Weichsel : Uebergang traf- so wurde „dem General Romarino täglich durch Couriere anbefoh: len, ]tci) der Hauptstadt wieder zu nähern, nicht um sie zu vertbeidtgen,_dct_1n die m derseiben zurück eblicbenen Streitkräfte waren dazu hinreichend, sondern einzig und a ein, damit er nicht von derselbxn abgeschnittxn würde, a_uf den Fall, daß der Feind in Muffe über dtc_Wcichscl ginge. - Dr_e Vereini ung des Generals Creutz mit der Hciuvt-Arnxce, welchc wtrz ungen tet verschiedener Demon- sirattoncii nnPlozkrschen, schon i_ttcht mehr zu verhindern im Stande warcix, die immer engere Einschließung Warschau's ließen jeden Au- Ytlbitlk eincn ergücn Angrtffcrwartxn. Für diesen Fan ließ sich der

cgixrungs-Prändcnt einen Verthetdégungs- lan vorleien und alle Details auseinanderseven, und da er fand, alle unkte wohl besetzt und diirch Reserven,_ welche im Fall der Noth dafür bestimmt waren, hinreichend unterstutzt seven, auch durch den fiellvertrctendcn Generalixsimus und durchdie anderen kommandirenden Generale ibm versichert wurde, daß der Dienst mit der größten Sorgfalt ver- sehen werde, namentlich aber von dem General Böhm vernahm,

*Wteruacki ist in Nr. 205 der Staatö-Zeitun '. 147“ So. 1 . 54 - on «- MMU ra Katt Vincenz Niemoiowskj zu lesen, 9 S “* , Z B

daß die allcrvorderste Schanzrnlinie, die er selbß befehligte, ohne alle Besorgniß 24 Stunden stck halten könne, be onders bei einer solchen Anzahl von Resexvc-Gcschüizen- als er in ereitschaft habe, sy empfahl er nur noch uberall dee größte Wachsamkeit an ,' verbot,- sich des Abe_nds „von den Schanzen zu entxernen, zählte kraft solcher Versicherungen auf dee völlige SiÖerbeit der Haupt"- siad_t__ und widmete sich vertrauensvoll den dem Regierungs- Pkaildcnten zukommenden Geschäften. - Unterdessen sicherten die _ Manöver der "Generale Romarino und _Lubtenski, welche zwei Wölewodschasten befreiten," *die vernachlésst ke Verprobianté- kung der Hanytstadtvollkommen, und da sie en Feldmarschall yon einer neuen Energie der Regierung überzeu ten, bestimmten sie ihn, den ersten Schrttt zu thun , um Blutverg eßen _zix vermeiden. Der General Prondzynski, den der Präsident dxs MmcfteryNathcs abgeschickt hatte,_ brachte Bedingungen mit zuruck,„ die für unsere- Lage sehr vorthetlhaft ware_n. Er stellte ße dem Rath vor, in (53e- qezrwart des Senats-Präsiden'ten und des Reichsta S-Marschalls. Fut“ Annahrxir derselben stimmtcn-der Megierungß rästyent, dcr QenatS-Prastdent/ der Minister des Innern und der „Minister der Finanzen; egen ihre Annahme stimmten, mit Heftigkeit darauf be;

(Lebend, da Pylen in seinen alten Gränzen erkämpft werden 111171765

der Vice-Prqstdcnt der Rehierung , der Kellvertretendx Generalisi-

mus,__ L?ck Rctchsxags7Mar chat], die Minister der relt idsen Ku te,

des Hrn es, drr «xusitz und der auswärtigen Angelegen eiten. Diese

Maiortrt behtclt demnach das Uebergewicht, und es begann eine ncue_Di§kussion_, und zwar bloß_ über die Abfassung der Antwort, wobei weeder dte gxmäßegf- Anncht der cntZegengeseßten weichen mußte. _ Ain _4.__Gept_ember, nachdem die ntwort nach der An- sicht der Maxorttat_ redtgert war, sagte es der Re ierungs-Präsf- dent borher, daß tn Foige derselben der Feldmar all das Ende des Kampfes nur noch x_n dem Schwerdt suchen knne, “und in- dieser Ueber _eugung crtbetlte er an demselben Nachmittag nicht nur den Befehl, [ck zum Kampf bereitzu halten,sondern sah auch noch selbst nach dem Rechten, damn AUes an seinem PKW wäre. -- Am 5ten

September ließ der stellvertretende Generalissfmus die Zurüßungen ?_ur Vertheidigung erneuern und versichert: sich, in wie weit er auf ieselbxn bauen könne, und nachdem er von dem Observatorium die

Nachricht erhalten harte, da die ganze Russische Armee in Bewe-

gun _sey, beZab er sich selb uberaa bin, um sick) zu über engen,

ob r den 11 chßen Tag, wo er _eines An riffs gewiß war, [les in

Yereitscbaft wärx. Nach Erlassung der & efeble, und da man" ibm - fur die Folgrn burgte, war es nicht Suche des Re kerungs-Präüden-

ten, persönlich die Schanze Nr. 54, -welchc na gerin em Wider-

|ande genommen wurde, zu vertheidigen; auch nicht eine Pfiicbt

war es, zuzusehen, ob _die ur Unterstutzung der Schanze b'ei Wola

bestimmten Yataillonx m “ewegung sehen, am dem General'So-

win,“: zu Halse zu eilen; dies _gexiemte, ,als eine anz einfach aus-

zufuhrende Sache, dem Genera Dembinski, unter essen Kommando- sowohl dicse Schanze gls die ihm“, Kr Unterstützung bestimmten Re:. serven üanden; es gcxtemte auch ' “„;xüellvertrctenden Genéralisstx

mus, der fich persönlich in jenerékx- d befand. Doch brauchte

der Regierungs- _räsfdcnt am (;.Sept. _ ,eges die dem Präsih-cnten zukommenden P echten als Vorwand-*. , .zu halten; auch er war auf dem Schlachtfeld und hatte desha'l “an den vorhergehen-

den Tagen sein Hauptquartier in dre Schanze Nr. 73 verlegt, weil

er von dort aus alle Angriffe sehen kon'ti e, und auch weil er, nach

den NeZeln der Strategie, auf dem schw cbsien Punkte, nämlich in

derWNä e von Molotow , den heftigüen Sturm erwartete. _- Am

6. Sept. Abends, als" dec Schanzen 54, 57 und die Hauptschanze bei der Kirche von Wola genommen waren, bcschlo man im Minister-

Rath, an den Fclqurschall zu schreiben und i n um Mittheilung

dcr GrundlaZen _zu bitten , auf deren Bass er von seinem Monar-

chen bc_voll_m chtt t scy/ mit der Polnischen Nation zu unterhandeln,

und nut diesem chreeben wurde der General Prondezynski abgesandt, der als Antwort den Wixnsch des Feldmarschalls uberbrachte , daß sich der chicrizngs-Präßdent am ?ten um .*; Uhr Morgens zu einer Unterredung mrt ibm aufden Vorposten einfinden mbchtr. - Nach-

dem der General K*rukowcczki a_m 7. Sept. um 5Uhr früh bci Wola

mit dem _Frlqurschau Paskcwnsckz cine Unterredung gehabt hatte,

er aber nicht geichltrl) bcl'OÜ_111ächttgt war, einen Vertrag abzuschlie:

fixn (weiches der Reichstag an dem *1ten Artikel des Bcschluffcs über die RLJZCUZUgs:Vckändkrng vbm 17. August 1). F. sich vorbehalten l)attc),_1o nbcrbrachtc er mir drr voxx dcm Feldmarschall angegebenen VrrglctthBcbmgnngcn__und thetltc ne in einer Sitzung dem Minister-

ratb, dcm Setiats- Präiidcntcn und dem Marschall der Landboten»: Kaiymcr amtlich mit, m_1_1 in dieser Hinsicht eincn Ncichtags-

Y_riclilui: zn Startdc zu bringen. * Die Einüeüung der Feindscltq- kettciz war nur [115 1_ Uhr Mittag geüattct worden. _ Die vereinig: tcn_ Kammern, als ste durch den (Hrncral Prondzhnski, den Krieq's

Mr_mster .Hrrrn_Mori_iwsk_t und den Minister des Innern, Herrn (Hltözczynskt. dic Mittheilung yon dem Regierungs-Präüdrntcu cmvfangcnhattrn, bcsthloffen, sich zu vrorogircn und denkGeneral KrukNvieikt zu_1cdrr Maaßnahmr zu brvollmächtigcn, die-cr unter den gcgeiiwärtigcn dringenden Umständen für angemessen "erachten möchte. - Onder Jiznbnendonncr von neuem bc ann und Genc- ral Krukowrrzke ichreitxtch _noch keinen solchen Be chluß empfangen hiitxe, sondern mit“ mundltck) durch den General Prondzynski im Auftrage dxs thWtags-MarsWlls davon benachrichtigt worden war, so ware sem von den Kanimcrn ihm übertrahenes Handeln bbne den crivähntrn Bxschluß nicht gesetzlich begriindet gcwecn: indem er daher nicht der große Y_erantwortlickykcit für das uber Stadt uzrd Land schwebende Unheil auf fick) laden wollte, reichte cr_, vermittelst dcs _Staatöraths (TIM Szymanowski dem Reichsch seine Entlassung em._ Dieser _bandtgte dieselbe dem Secretair der Landboten-Kammer ein, weil ch Mitglieder, ohne zu einem Endbe- schluß zu kommer» schon aus cmander gegangen waren und sich erst um 4 _Uhr _ wredcr vrrsammcln ivoUtrn. Ein solcher Zei?- Verlzist m emem_so- dringenden AugenbiiT, so wie der Wunsch, unnuycs Blutvergießen endlich zu ersparen,. bewogen den General Krakowwzkt, den General Pro_ndzynski mit dem Gesuch an den Feld- marschqll abzuschicken, daß dtesxr dem Kampf Einhalt thun mbgr, weil dre F_ormc_ilttc_itcn hinsichxltch Erthctlung einer entscheidenden Antwort ntcht m 10 _kurzex Zett erledigt werden könnten; docb dürft man" erwarten, daß dteRetcthagZ-Karnmcrn noch vor 6 Uhr Abends" dem Präsidenten eme ihn _zur Abschleeßung eines Vertrages bevou

mächtegcndc Verordnung uberse_ttden würden." _ General Pron- dzynski sah den Frldmarschall ntckir, der schon verwundet war, und kehrte nur dem (_xiriirral Berg zurück, welcher von dem zum Unter- handrln brvoilmacbttgtcn Großfürsten die Antwort überbrachtc, daß der _Kame Zmbt crttgt's'trüt werden könne, bis ein Vertrag unter- 1chrrcbrn war.“; dorb bleibe immer, trotz der Fortdauer des Kampfes, drr Wrg de:; _Parl-imcnttrcns offen, und in dieser Absicht fende er den (Hrncral Berg. der, als er um 5 Uhr in den Regierungs-Pala| kain, m_cbr wrneg crcmiznt war, daß er den Präsidenten noch durch kcmcn ioiäicn Beschluß brvoUmächtégt fand. -- Kurz darauf kehrte der Staatsrarlz Szymanqwski aus den Rcichs'ta s-Kammern mit der Erklgrung zt11*_ll(k, daß die Kammern dic Entla ung des Regierung?- Prändrtxtrn _mcht annäbmen und ihn ytclmcbr bären, er möge, wie bisher, m einem so kritischrn Augenblicke fich dem allgemeinen Wohl wrdmcn. *- Gciteral Krufowiczkt, der 1791) der cftalt genbtbigt sab, noch länger chtcrupgsWräsdcnt zu blctben, andtc wiederum den General zYrondzynskt in die Reichsiags =Kammcrn , um ihnen die Antwort cs Großfürsten métzutbcilcn und se von der Ankunft des Generals Ber ,_zurAbschlicßnng von V.“.WÜFW zu benachrichtigen.- Unterdcscn leren von der SchU1chtlkme * erichte ein, daß einige unserer Battericen sammt den Geschützen erobert seyen, und daf; sch der Fei_nd dem Hauptwal! nähere. _ General Prondzymski kehrt

bald dakan in Begleitung einer Deputation der Reichsta_ s-Kam

nxern zuruck; dicse bxstand aus den Landbotcn Malacbowsk und Li.- btszewski, welchc schrtitlicl) erklärten, daß die Kammern fas rinüim-