1831 / 270 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

mig dM ngicrun “!?-Präsidenten zur Unnrhandlung mit dcchmdc bcvoU111ckchtxgten. a außerdem noch die vereinigten Kamtxtern cin? Stunde „spater dcm General Krukowirzki einen Bcschluß ubersand- txn, wortn fie 1bm anzethcn , daß er das Recht habe, in Verträ?c chzugehen, welche auf Beendi ung des Kampfes abzwccktcn, o ubexarbéitekder GeneralK'rukothezkedéeihm von dem etnde z11_„ e: fcrtegtcy Punkte, bändi te sie dem General Berg m t_dcr Erk ä: rung em, daß er sich ni t im mindesten, auch_1„11cht um emen Buch: uach, von denselben entfernen könne, und fugte zu glenber Zett ein Schreiben an S:. Maießät bei, um desen Absendung ex nach Yunahmc der Artikel “ersuchte; in diesem „Schreiben untcanft er 1111) dem Scepter Sr. Majestät und beschwört das väterlxcve Herz des Monarchen um Heilung aller Leiden unseres von so vtelen Un- g_l1'1chsfällen niedergcdrickten Vaterlgndes. - „Odder General Berg nch weigerte, diese Artikel, die sach so desmettv von den einge: sandten unterschieden, zu überbringen, so gab ihm der Präfidetxt den General Prondzynski bei, um zu erklären, da , falls su- nécht zugestanden würden, dic Polnische Armee b s auf den 11'1ztcn Mann in der Stadt stcb vertheidégen werde. _ Nach Ent- fernung beider Generale lan ten immer tranregere Berichte von der Schlachtlinie an, und als er Präsdent eben davon benachrichtigt wurde, daß der Feind sch au? (chou des Hauptwalles hinter den Jerusalemer Barrtdren bem chtegt und feine Kolonnen nac!) dkesem Punkte voregcschoben babe, kehrte der Oberst Breanskk vom Parlamentircn zuruck und meldete, daß nach „der Ankunft des (H- ncrals Berg dcm Angriffe von Seiten des Femdes Einhalt gesche- bc'n werde. Als dies erfolgt war und m der Stadt das Gerücht fich verbreitet hatte, daß der Femd zurückgedrän t worden und den Angriff eingeücüthabe, näherte sich der Mar all Ostrowski dem Regierungs-Prästdenten_, der noch auf die Nuckkehr des Generals Prondzynské wartete, mtt der Nachricht, daß die Landboten fich im Saale des Regierungs-Palaßes versammelt hätten und ihn ersuch- ten, die Artikel des abzuschleeßcnden Vertrages ihnen m,1tz„utheilen. Da der Prästdent von diesen Arttkeln, die der kostbarep Zett wegen nicht hatten alYesMicben werden kbnnext, keine Kopte besaß, steh auch, den Vors r ften gemaß, nicbt versönl1ch in der Kammer „ei-n- riellen konnte, so versagte er dem Marschall die Erfüllun dwses Verlan ens. Erne. Veertel-Stunde darauf kehrte de_r Mars al] mit der Er lärung zuruck, daß die Kammern sich nicht 111 Verxr ge ein- laffen wollten, und daß daher der Präüdent am besten 1 ren Ab- chten nachkommen würde, wenn er seine Entlassung enreichte. er Re ierungs «„Präsdent, nicht berechtigt, gegen den Willen der Nationa :Ncpräscntanten Einspruch zu thun, uberreichte dem ar- schall sogleich dieselbe Eingabe, die er ihnen im Verlauf des ages schon einmal zuqcsandt hatte, und sobald er dtex schriftliche Befrei- ung von den P icl)t_en der Präsdcntur der Nateonal-Regikrung in Händen hatte die jedoch bloß von dem Reichsta s-Marschall un- terxcichnct und, wie er am folgenden Tage crfu 1“, nicht von der geschlichen Vollzahl erlassen war), schwang er fich mit seinem gan- en Stabe aufs Pferd und chab sach nach„Praga. -- Da er in der ednarschen Straße undmt er Brücke dre großte Unordnung vor- fand, traf er die ndxhlgen Maa 1regeln, um un erer Armee den Ueber- gan auf das jenscetigeWeich clufer zu crleé tern, wo er selbs? um 2 u r nach Mitternacht anlangtc und, als er kaum ein wmf Nu- he genossen, von dem General - Stgbs - Chef Lewins ge-

1492 '

wie „des _Generalisftmus, Generals Malakhows'ki, crsuchte, daß kk slch noch als Präsidenten der Nattonal Negterung atx.- schen und nach Warschau zurückkehren möchte, um mtt den Nussk- scben Parlamentakren, wclche erklärten, 11111“ zur Unterhandlnn? nut ibm Vollmacht zn bestzcn, die Vektrggc vollends abzuschxcßxn. Diese Ausdrücke befi'nden sick) wörtlich m dcrdenx General Krako- wiczki überreichten und von dem General Lewmsxt und den) neuen Vice:-Präsdenten der Regierung, Obcrü Zielinskt , unterzetchueten Schrift.:- General Krufowéezki, der mit dieser Berufung zugleich nicht auch die von ihm cin errichte und angenommene Entlassungs- Akte empfing, weigerte s , zur Untcrbgndlung m die Stadt zu kommen, und wurde nur dadurch znraRuckkehr 11ach-Warschau_ e- ndthigt, daß ihm GencralLewinski crrlartc, er werdc,wenn er het ei: ner Weigerung blcédc, sch die Zerstörung der Stadt und dic„_Verttlgux1g mehrerer tausend Etnwohner vorz11w_crxc_1_t_ hahcn, mdc-m er1h1nzugle1ch versicherte, daß die oben erwähnte Dtmrmonthm sobald er nach War-

zum Gencralisfimus ernannte General Maack1owsk1,_ erwarteten, wieder zugestellt Werden sol1e. - Als General Krukowcezki im R:- gievungs-Palask anlangte, traf er daselbst die qulamcntaixc 1111d mit ihnen den General Prondzynski , dcn Gcncralxsfimus nnt vte- len Gencraken und den Vice-Präffdentcwder Regtcrung, zu denen er auch noch den RYckBtagW-Marschal] htnzubxrief; da a_ber weder ein Regierungs-Pxändcnt anwesend wgr, noch thm angezetgx wurde, daß der nene,Regterungs-Präüdent semc Entlassung ZMgU'Ucht und dadurch dem General "die Präfidcntur-Geschäftc„wtedcr.zugcßcllt hätte, noch auch die früher angenommcnz: D11n1ssrontbmzuruckgcgebcn wurde, so betrachtete er sich nur als c1„ne Prwqt-Pcrson und konnte auf keine Weise, o 111: die Verantworßltchkctt emer usnrpirten Ge- Walt auf sich zu den, ur Unterzetchnung des am Abend voyhcr von ihm an den Großfür cn gesandtch Vertrczgcs dre Hände bietxn; und selbs wenn er ihn unterzeichnxt hatte, wurde er als nichtdm- dend betrachtet worden seyn, da thn eiue Peyson obne amtltchen Charakter unterzeichnet hätte. Er beschränkte sich also nur darauf, den Großfürsten durcb General Berg,; ersuchen zu lassen , daß der- selbe die Stadt Warschau und deren xewodncx unter seinen Schutz nehmen möge. - Da schritten der Gencraltsstmxts, General Maly- cbowski, und der neue Vice-Präst-dent dcr chter1111?, Oberst Zac- linské, mit dem GcneralBerg zum Ahscbluß cmcr MtoitawConven- tion, inFol ederen, außcranderen Bedmgungen, die BruekeundPraga der NusnscYen Armee ubergeben wurden. - Als der General Krako- wicFé mit seinem Adjutanten nach Praga, zu der Armee zurückkehrte, wu cn se an der Brücke von einem Oetascbetyent Soldaten zu“ rüokgehalten, das unter den Befehlen cines Ofszters ßand und ih- nen auf Befehl des Generals Ummski nicht geüattete, sch mit dex Armee zu vereinigen. Dieses Detqschcmcnt wollte auf Befehl dev Oft? iers auf den General Krakowtezkk Feuxr geben, „welches nur dur den Zufall verhindert wurde, daß dte zur Dette ücbeuden Bürger fick) dazwischen séürzten. In der Meinung, daß dieses De- taschement_aus Betrunkenen beüebe, und daß der Befehl , auf den sie ihr Begtnncn siüßtcn, nicht geqründet oder falsch verßanden sey, schickte der General Krakowiezkt feinen Adxutzmten , den Lieutenant Pongowské, an den General Uminski ab; dteser abcr ließ ihm er-

klären, er werde den General Krakowiezki, sobald sch derselbe auf dem

Domainen-Veräußerung.

Laut Bekanntmachung der Königl. Regierung zu Frankfurt a. 1). O., (s. Oeffentl. Anzeigey des Frankfurter Amts-Blacts Nr. 38) soll das im Lübbenschen Kre1se belegx116,_ehcmaltqe Erbpachts-Vor- werk Herzberg, Amts Beeskow, m1c emem Flächxn-Inhalce vo„n überhaupt 1028 Morgen 52 QRuthen, den sämmcltchen daxu gebo- rigcn Gebäuden und Grundßücken, der Brau; qnd Brenneret-Ge- rechtigkeic und der Fischere-„auf dem an der Gleeneckeschenth-„enze belegenen See, vom 1.J1111 1832 ab, und„ zwar ngter ganzl1cher Aufhebung derjenigen Bcüunmyngen des fruheren Erbpachc,-Kon- trakts, öffentlich 1111 den „Metübiexendyn verkszc werden. Dxm Vorwérke steht dte Befuqmß zu, 11111 semem 9111le und S_chagfvwl) die ganze Dorfs-Feldmark zu behutrn, wogegen d1e Doxfjchafx 1111 gleiches Hütungsrecht auf der Vorwerks-Feldtyark ausubt. Du! kleine Jagd wird dem Käufer exft nach a11§gxfuhrter Separatwn, soweit es den sep„ari1'tcn Vorwexks-Acer betrtffc, g_eg„en em beson- deres Kaufgelddberlassen. Dte Vera11s1crung_ge1ch1cht entweder durch reinen Verkauf„ oder durch Verkaußmcc Vorhehalc Zines Doma'inen-Zinses. Fur den_ 1111911 Fall betrggt dcr gerengße „Kauf- preis 5000 Tl)l., worunter jedoch das oberwah11te_.§?aufgeld fur dtex Jagd mit 100 Thi. begriffcn_i|. Im anderen „Falxe beträgt das gcringße Kaufgeld 1400 Tbl., 11111. der 1011Tbl. fur d1e Jagd, neben kincm jährlichen Do111ai11ku-Z111se_ von 2110Thl- Das „auf dym Vorwerke bei der Uebcrgabe brfindluhe gesmnmtß Inventarmm wtrd nach der sodann aufzunehmenden Taxe vom Kaufer besonders be- zahlt, welcher außerdem alle auf de_m Vorwerke ruhendßn Abgaben und 1311111711, insbesondere auch die jahrltche Grqndßeuer ubern1mmt. Dic nähern gHedingungen des Verkaqfs smd 111 Herzberg bet dcm Amtmann Muller und in der_quamcn-Rxg1sjratur xu Frankfurt a. d. O. einzusehen. Der Lic1tattons-Termn1 117 auf dene18. Okt. d.sI-, Vormittags 10Ul)r, 1m daügen Ncgwrungs-Gebaude an- _«1e Etzt.

Bekanntmachungen.

Oeffentliche Vorlgdung.

Dic verordneten Curaxoren „der von „Un'dom-Tcetzißcr Verlas- senschafc haben auf den offentlmyen Verkauf der dazu gehörigen 13311th angetragen, und gebeten, zu dem Ende die erforderlich Cinlmtung zu treffen und b_elckus11„11? Tcrmmc anzuseyen. 1

Demnqck) laden W11- b1erduxch aux und jede, wclche die im Berger Krexsc andRappuxscben 31'1rchsv11'le bclegencn Güter Tectzirz und Teschvtß, nur den 111 13111?le gezogenewAckcrwet-kc Poülitz und Dambavn cum [16111118111118 zu kaufen Genuge haben, das; üs

am 16. September, oder 13. Oct„otykr odcr 8.November d. I., Morgens 11Ubr, vor dem Ixomgl. Hosgericdcc erscheinkn, ihren Bot zum Protokoll gehen, und uber den Zuschlag die weitérc Beßimmunw erwarten. Dw- Ablteterung der Güter wird jedoch ersi zu Trcmcactö 1832. [iattsmden-

Die.Verkaufs-Bedmgungen ko1111e11 14 Tage vor dem ersten Aufbocs-Termme auf heesmer 3111111111, be1d1mSv11d1'kn-3 01.231111» denburg in Stralsund„ „und nur dem Hofe zn *Teerzuz eingesehen, und wird gegen d1e Gebuhr Abschr1f1 davon m_?gcbean wkxden; auch kann ma11_, wenn man sich deshalb melder, dw Guter xcderzeit in Augenschem nehmen. “„ .

Dce von usxdom-Teetzt?er Credttormxwexden nbr1gens 111gle_1ch vorgeladen, wemgßens de11_ „e.!zxen der prizfigcrcen Termine person- lich, oder durch thre leg„1tmnrcen Aanlde gbzuwarten und sch über de_n Zuschlag zu erklaren, da sonü dtc N1chrerscheinendem als darin emwillmend „werden angesehen werden, was d1e Mehrheit der Anwesenden beschl1eßt. , _

datum Greifswald, den_ 16. August 1831. . Königl. Preuß. Hofgertcht von Pommern und Rugen-

or. Odebrecht, Hossemchts - Rath-

„_Erke„nnt„n„iß. _, Da M M („Jahre 1812 m1c dem Komgl- Weßpl)ä[isch1“u 2111111. 11

Alkg'emeiner Anzeige 1furd1

tair nach Rußla gegangenen, unter dem 1-1.Iulius 15.311 öffcnt-

jen elfi: en Wezel cl-Ufer zeige, evschicßcn küssM- Auf eine solche Ern runsg, Kelche ein T1sm Anfang-dcv Brucke stehendes Pelotou durch dieTck te, indem es thm den Weg zu dcr Armxe versperrt: Krukowiezki in die Stadt zurück _ Nicht Möglich 1111 Uebel, Welches schon vor 4 Monaten bcgonnen hatte, 111 so we nigen Tagen, mitten außerdem _Anfruhre der Negimentcr tnnerha[ auptßadt, wreder gut 11 machen. ' r kowéczki wußte woh , unter welchentäußcr e11Un1siändcn er deeN, tung einer thrcm Sturz entgegengcfnhrtcn Sache übernommm 111 er wußte, daß der Soldat fett der Schlacht bci Ostrvlcnka, ohn Unterlaß demoralifirt 'und ohne Kampf unter die Mauern Warschau) geführt, crmattet durch fortwährende starke Märsche, nixht mkbrvo jenem Geist beseelt war, durch den er in den crüext Zettcn Wund dcr Tap crkeit vollbrachte; die "Erfahru1tg„ließ 1hn voraussth chicksal seiner harre, wenn du Natton der tt_ebeymacht „„ tcrlicgc; aber so wie ihn nur dee äußerüe Nothndtgkett M11 * nahme einer so gcfähyléchxn Gewdlt bewog, so „erweckte kbe . . dicse äußerste Nothwendtgkctt aucl)„ dte Hoffnung in 1h1_n , daß dj -- -- “* Repräsentanten der Natjon und„'dtc Mttgltedcr der chtcrung stin Schritte kräftig unterfidßxn wardcn. _ . . ibn getäuscht; eben diexcntgcn, wclche m jedem vcrnxmftigey Ver trage einc Anzettelung von Verrat!) sahen, versagten thm, dee Ver trä e verschmähend, in dcr Noth ihren Bctstand, zerstörten dj Fr chte des Vertrages , und , thren eigenen errath auf den „„ ihnen verratbcnen Steuermaxm wälzend, suche„n ne durch StbändUn seines noch unbeflecktcn (.“xctsenhaarexz thx'e ctgcnc eSchande zu ver hüllen und noch einmal dre„Oeffcn„tl1cl)kcxt zu betrugen. Abcr ih ein reines Gewissen, ehm vlctben dxe Augenzeugen scmchl c das Offene in jeder seiner Handlungen esehcn haben, ih bleibt die unparteiischc _Gcschtchte, Welche, auf . kamente sch stützend, dee wahre„Urfache unseres Uyglucks aufdcch„, und beweisen wird, ob derjenige sem Vaterland mebr Uchte, der, vond. Unzulänglichkeit der Mittel üdeqeugt, da er sich das ganze nicht erkämpfen xo11ntc,owent [aus nicht ungenutzt voruberge

warde, der ihn im Namen der neuen Regierung, so„

und außerhalb der

schau zurückgekehrtsey,wose1b|ihn dicganzeRe erung,sowicaucl) der* Seine Erwartungen habe

hatsnchen und D

stens die Güte des Kaisexs en lassen und das Kbmgretck) P mit den durchdas Schwerdtc rla11_ ten Büxgschaften erhalten wollte; oder jene, die, ihre Träume für & escnbett nehmend, den scheren Vor theil verschmähten, um eixtcn Plasn festzuhalten, zu dessen Ausfüh rung alle zur Führung ech glucklicbcn Kri- mxntc entweder schon zerftobcn oder dem Zcr So wie kein persönliches _ Krukowiczki leitete, wie 11 em „d _ einmal stinkt" ländlichen Zuruckgezogenhext zu mochte, in die er sich schon tm Monat Mat, als er die Bt_frejun si erhielt, begeben hatte, so wird er auch 11- kwwdckl, dieselbe zurückkehren, inderndas gücin tbzn Trost gcw hrt, so 131 ck 1,11 bsciner Macht stand, dee Pfi1chten etncs ächten Polen erfuu. zu 11 en.“

es erforderliche E11 ichen nabe find. die Handlungen des General Sache des Vaterlands ibn 111. entreißen ver

vom Dien

chacteur J o b n. Mitredact «“W"-*

Gedruckt bei A. W. Hsayn.

eur Cottel.

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lich vorgeladenen Brüder Friedrich Wilhelm und Chriß„1a11 August Kölle aus Rothesücte sch Usher 111chc gxmeldec, 111111) uber deren Leben oder Sterben kein? Nachr1ch1„e1ngeggngen 111, so wßrdrn vorbenannte Gebrüder Kolle,_ Frtcdrtch leln'lm und „Chr1si1an Auguß hierdurch für todt "exkxart, u1„1d w1rd uber deren [Unterlasse- nes Vermögenvorschriftsmaßtg versagt werden. ])ecretnm Sophienvof, den 17. September 1831. Gräfl. Stolberg-Hohnßelnsches Fors-Amt daselbst.

Edictal-Ladung. . Auf diesfallügen Antrag der 1101! dem gewxsenen Beffßer de_s Mühlen- und Zweihufcnguxs zu W11dcnham, w11l1111d „MeiscwChry siian Friedrich Octo hinterlassenen Erbkn, haben w1r 111 1011111111an dcs Allerhöchsten Mandats vom 13. November 1779 d1e4Cd1cral- Ladunq in Civilsachen außerhalb des Concurses betreffend 9. 1, 3a.

und 7. -d e n 26. I a nua4r_1832, als Termin zur Anmeldung und Beschmmgung der Forderungen, den 15. März 1832. zur Bekanntmachung eines Ausschlxeßu11gs-Besche1des, den 29.Mar11832, als Termin zur Pflegung der Gute, „und eventuell den 7. Iun1183_2, zur Bekanntmachung einks Bescheides oder e1111uholcndcn Erkennt:- nisses feskgkskßt, und die deshalb erlassc'nen Ed1ctgl-Ladungen so wohl an hiesiger Gerichtsstelle, als unter den Nathhausern zu Orks- den, O)Zec'f11'11, Hain, Berlin und Alcenburg, z11chermanns Em- st'cbt öffentlich aushängcn lassey, welch-„ss _hwxnnc bekannt gemacht Mile-1é11bloß Walda bei Ham, tm 31o111gre1che Sachsen, am 25. „111 1 Z . . Von der Pfortesche Gertchte. F- 28- Lorenz, G--D-

Eine Sammlung ausgestopfter, gut erhaltener Sumpf: und Wasservögel, worunter viele selwneExcntharc, wwd am 211. Okto- ber d. J. Nachmittags 211111, in Gretfswald mdex Buchsirasxe Nr; 10, in einzelnen Stücken offentlicb an d1e„Me*1|b11:tcnden vxxsimgert werden. Gedruckte Vcrwichnis'e snd der dem Herrn 111. (:"-111111111111 in Halle und dem Unterschriebe-en su krl)alxe11. Yltxftrqgc w1rd dcr Buchhändler Herr Koch zu übernehmen, dte Gefalngkt'cr haben.

Greifswald, den 15. Sepxcmbcr 1831.

, O.". Dondorff, Komgi. Hofgerichtö-FWcal.

Bücher-Auctton.

Am 24. Oktober soll zu „Stralsund cxne bedxutende Sammlung theologischer, medizintscher, juristischer, „okononnsc'ber, ngturmstort- scher, pädagogischer und belletriüischer Buchxr verguctwmrc werden. Die gedruckten Verzeixbnisse hiervon smd offenth zu hekommcnx in Straffund in dcr Lofflerschen Bucbvandwng, tn (Krcthwald be!, dem Univerntäts-Pedekl Röbrow, in We'rlm bci HerrnPurhh-Tnd- ler Logicr, in 26112119 bei Herrn Proclam'atdr Wemel,„m Dresdmr bei Herrn KunühandYEr Skerle & €a:_oy._. 111 Halle bei Herrn ?in- tiquar Deichmann, m Göttingen be: 391111121n11'quar Schneeder & Otto, in Hanover bet Herrn Antiguar Gskllius, in Hamburg bei Herrn Antiquar Bcnxaxnin j1111., 1n RoskocF in dcr Akademi- schen Buchhmxdlung, m Ggürow m der Oebergxchen Buchnndlung, in Jena bei „Herrn Buchhandler Frommann.

Literarische Anzeigen. Bei AZW. Hayn in Berlin ist erschienen: Dte gesetzliche Erbfolge. zwischen Eheleuten in der Kur: und Neumark, 11111) der Joachi-

1111171111! Conskétutiow und deren Erklärungen, nebst den hierauf be- zugltchen Gewohnhmtxrechcsn und Observanzen 1'11 54 Mätkischen

e Preußischen Staaten. . Der Herausgeber hat ein längst gefühltes Bedürfniß befriediat,

i_nd2m kk das Gesetz dem Publikum zugänglich gemacht und dasselbe m einem klaren Vortrage dargeücllc hat.

Im Verlage der Gebrüder B o r n_t :* 11 g e 1 zu Königsbwg ift so eben erschienen und in der Enßlanschen Buchhandlung 111 Berlin, Breite Straße Nr 23, vorräth1g:

Leichtfaßle'che Anweisung zur Erkenntmß und Behandlung

für die Bewohner des platten Landes;

. „Tx„eyden,_ Stadtphysikus 111 sronigsberg m Pr. . gr., 870. 991), ' ' Viel isl berects uber die_gefurchtete Krankhm von 211111111 geschrieben,_ welche diesxlb? mehr selbst beobachteten uud sie„da1)1r schildern, w1e sse m Oßmd1en und Rußlqnd, n1cht abox ma 111 in unsern Gegenden xrschzeucn 111. Der gesehn. dieser kleinen Schrifc dirigtrc smt dcm „Ausbyuche dcr Czolera 111 unserer Stadt 11n„La:arety, dxaher skutzt s1ch_se1_11 Rat_!) auf Moge er behernqxt werden, dann d1e grpmeseuen

Universalmictcl mchc ferner Unhml stiften!

Pre1s 31191“-

Erfahrung.

Bei uns ist erschienen und durch alle Buchhandlunaen zu beziehkn: z u D a v 1 d :: Prediqt am 4- September 18:51, über 1 Cyron. 2.9, _9 10, von [)1'. Fr. Strauß, Hof- und Domprediger. _Prew ').;- sgr. W. Marttus & Coms)- Kloftcrßraße 911.17.

Mi F. A. Brockhaus in Leipzig ist so eben erschienen, und in Berlin bei Ludwig Oebmigke, Burgüraße Nr 8. an drr langen „Brücke und 111 Ncu-Ruppin zu haben: _

221115 Jens Bagqrsens Briefwechsel mtc Karl Leon:“

hard Reinhold und Friedrich Heinrich Jacobt. 9)

2:1 Beilagen. 2Thcile. gr. 8110. 5 Thi.

Die Pest

Folgende Schrift ist :war jedcrmann dringend 111 111111111111". eh am meißou qubensrtzern, und denjenigen, welche 1111) vor der Cholera (1141113111 wollen: . '

Handbuchletn der Dratectk, oder die Kunst, wie man das_ menschliche chen 11th bei Krank“

heits-Anlagen um mcle Jahre verlängern konne.

Eine Angabe der scherüen Mittel, um lange zu leben und Krankheiten zu entfkrneq. _ Nordhausen bct Furst. '

[ Fg 1,11)ka m der Stuyrschen Buchhandlung zu Berlm, Schloß- parz er."...

Von 1).-. 2111111». 1531. B1och--

111 11er 561111-51111491'8c11611 U11ck1- 111111 11111111111131111111-13, 1111101“ (11-11 [„11111211 U11, 34, ist 50 ebou 9156111011111] um] 211 111111211: 1461176115181", 14. Z„ 1111: Drüseukraukbeit 01191- 1111? 5111018]- 1113111111011 1191" [(i-111111" 111111 81'11'111111118111111. 111 1111e11 1111111 (Z“- scalteu, 1116111111131-11 uml (;o-„1211111311, 111111 1111: 11111121 311- 111 se!"- 11111211, 7.11 1163611151111-11 um] 7.11 118111311. 13211111 86111111 1111- 151112111» 121211311131", 701115- unc] 8011111112111'61'. _ 0112512 86111111. 811111511 Ülles, 117011111011 11112 81110121111'11111111k117 (111: 11611011 30 011 81861111111111 111111 “['011 herbeigct'ijbrt 11111, 71:1'111117-1- 111131111151'11111 111111 111211151 317112111 Wertlen 11111111. 121211211131" 11:15 beltorxigcn «17111611, 17:11; (1111 yevsaxser, 111-111 [116 _"U'" lum; 11131 5111011311- 511-111 11113 1111111113112 (1111112115111 111/111“, iu 11-11-1187 512111111; 111111§65|1111211011 11:11, 11111111 171711181] 11111? 111111191 "1147-1113" 1111571- Zusum], 1111111151111 11111] 111511111; 1113-11, 11111] 1111 5111111813111 1111!" 1111111111111111 1163011151111! 11111] !!!"]11111] 31117. 7121111141 1111111111- 11113 17.111111-1711111-81111 11131" 1:511'1113J" "" 11115 111-111 1'1111119c1-i"

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Allgemeine

Amtliche Nachrichten. Kronikdes Tages.

Der Justiz:.Kmmniffarius Weimann i11Schneiden1iihl ift Weicher E'igcnschaft an das Landgericht zu Posen versetzt rden.

Der bishertge Advokat erhelm Weyler 11. ist zum Ild-

ax-Anwalt bei dem Köxxigl, Landgericht zu Diisseldorf befiellt 11111.

Bekanntmachung.

anolge Bekanntnxachnng d(r Königl. Immediak-Konnnis-

zn; lejve111“1111g dcr Gtwlxra 110111 121111 d. M. Wegen Yus-

[ung der_ 1111111111 9111erl)öckster Kabsnets-Ordre vom 61en «j.

oylenen Abaudemmgcn 11110 Erleichterungen hinsichtlich der in

Verordnungen vom ;"). April und 1. Juni 13. enthaltenen

xscyrjftm soll, was dir FltMscbifffahrt a11betr1fft, nach ?lttshe:

..gdcr bis dahin bestandenen 'F111ß:Ko11111_111aze11, mik den Scbif:

ound 117111 *))?11111schast 1111 den zn beftinnnenden Punkten

xGeßtndbcitöNR-xvision vorgenomnnen und dieserhakb von den

„U|, Ober:P1'c“„1s1dée11 das Nothige eingeleitet Werden.

Bohnfs ?lusthrnng diescr Boxstbrift sind auf den Strö-

1'm Bereich der Provinz andenburg folgende Revisions:

m, und zwar

1) für die Neve zu Bordatmn ei Briesen;

h) für die Warthe zu Lax1d8bc ;

13) für die Warthe und Oder szÜßrfn;

) fiir die Oder bei Krossen, 1'11 Berb111d1111g mit der noch bei: behaltenen Kontumaz-Anstalt daselvß, zu Fcankfurt a. O. O. und zu Schwedt;

e)f1"1r den FriedrichWilhelmE-Kanal bei Brieskow;

1)f1“1r den Finow:Kanal bci Ncust.1dt:Eberötvalde;

fiir die Spree bei Beeskow, Furstcnwalde, so wie oberhalb und unterhalb bei Berlin;

) ffir die Havel bei Oranienburg, Sakrow oberhalb Potödam und Brandenburg, leßterer Ort für den Cours auf der Hadel und auf dem Plauensthen Kanal,

gerichtet und die 11151 Verwaltung derselben beauftragten Be-

den mit der erforderlichen Jnftrucnon versehen worden.

Außerdem findet eine gleiche Revision auß noch in den tu111a1:?l11stalten bei NiHow unterhalb Havelberg beim Aus-

der Havel in die Elbe und bei Wittenberge in der West-

g11iy fiir die Elbschifffahrt statt.

Die Schiffer haben die Verpflichtung, an diesen Revifions-

en fich zu melden, die Über ihre Person und die Schiffs-

m15chafteu sprechenden polizeilichen Legitimation“ und Ge: dheits-Yneste vorzuzeigen und der angeordneten Revision sich unterwerfen. Dieselben werden naß!) dem Befunde mit dem teste fiber den unverdächtigen Gesu11dheiti:Zn|aud versehen

d müffen dieses bei der nächsten Revisionsstelle Vorzeigen, oder

wird bei entdeckten Krankheitsfällen 111 Ausführung der des:

sbestchenden Vorschriften nach den Umständen verfahren und

Schiffer sind diesem Verfahren sich und die Mannschaft zu

textbrrfen verpflickotet.

Berlin, den 26. September 1831.

Der Ober:Präsident der Provinz Brandenburg. v. Basscwis.

„Angekommen: Der Kaiserl. Rusfische Feldjäger Gre-

11ew, als Courier von St. Petersburg.

Durchgereist: Der Königl. Großbritanische Kabinets- ur1erN1'xon, von London konnnend, nach St. Peteerurg.

Zeitungs-Nachrichten. A u s l a n d.

Rußland.

St. Petersburg, 17. Sept. Das heutige Journal 1. Petersbourg enthält 111 einem außerordentlichen Sup- 111t'e1r1en Bericht Sr. Excellenz des Feldmarschalls Grafen kewnsch von Eriman an Se. Majestät den Kaiser iiber die rammen der Russischen Armee am (Iten und 7ten d. M. „Schlusse dieses Berichts (der im Uebrigen fast wörtlich mit m den Warschauer Zeitungen offiziell bekannt gemachten und k.267 der Staats-Zejtung mitgetheilten Darstellung der lmmzng und Einnahme von Warschau übereinstimmt) hetßt „Ww haben in diesen Kämpfen an Getödteten nahe an 1000 un don allen Graden verloren: die General-Adjutanten, Ba- Guzmar und Fürst Gortschakoff, und der General-Major 911011017, Commandeur der 21111 Brigade der Zten Grenadier: ylfivn, wurden durch Kugeln verwundet; der General:Lieute- “„Graf Nostiz, Connnaudeur der leichten Garde-Kavallerie- 11111111, und _der Ceneral:Major Saß, Commandeur des Carde- “[Nur-Re 1n1e11ts, haben Kontuslonen erhalten; außerdem de11 171; sfiztere von allen Graden und 4202 Unteroffiziere " Gememe verwtmdxt.“ ! as genannte Journal fährt sodann in seinen M1tthei- g'" folgendermaßen fort: „Der Bericht Sr. Excellenx des ',",“ksQaus Grafe11„Paskewitsch von Eriman, den wir eben “UU haben, hat uber alle militairiscbe Operationen, welche ebkksabe von Wars.ha11 herbeiführten, und über alle glorrei- affenthdten, Welche die Tapferkeit unserer braven Armee M denkwurdigen Tagen des 6. und 7. September bezeichne- “, echensxhaft abgelegt. Stets durchdrungen von den groß- igen GLsinungen seines erhabenen Souvcrains, hat der Mar- 1:1 ehe er es aufs ?leußerste kommen ließ, kein Versöhnnngs- su, zu dem ihn die Befehle des Kaisers ermachtigten, un: „ck" qelaffen. Um Blutvergießen zu sparen, gingen jeder F*Bßlye ung friedliche Anerbietcn voran. Die nachfolgen- 111111111 11 werden einen unwiderleglicben Rewe“ da1-1111 11e-

1270, Berlin, Donnerstag den 2917?" September.

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fern. Sie enthalten die treue Berichterstattung über alle Ver: suche, welche'der Marschall in dieser Abficht nmchen zu müssen glanbxc, sd W1e Üsber alle Unterredungen, welche bei dieser Gele: genhnt tmr dm Qhefö der Polnischen Armee statt;;efunden haben:

Bexicht des Feldmarschalls Grafen Paskewitsck) von Ertwan an Se. Maj den Kaiser, dacirt vom 25.21119ust _(51.Scpte1nber,r. .

„Als tck) dte Vorbercttuy cn zum Angriff von Warschau bccndigt hattx, wollte 1ch noch, ehe tc zu den äußerücn Maaßrcgelu schritt, xu cmemVerglcich zu gelangen suchen, Ind trug dcm General Dan- nenberg auf, dcn„„Polcn Worte des Fréc MZ und die letzte Procla- matjon Ewr.Kat1erl. Max. zu überbringen, » Der Graf.?xrukowiczké bcsummte Herrw Prondzynski, den General : Qunrtiermeisicr der rsvolutionnatrcn Armee, zum Empfängcr derselben. Als der Genxral Dannenberg den ihm crthcilrcn Auftrag vollzogen hatte, erklärte tbm Herr Proudzynski, daß er keine Vollmacht besitze und also außer SZandc 111), 11)": eine Antwort zu crtheilen; doch ver- pficchtccc cr nch, „ibm dte Entschlässc, Miche man faffen würde, kund zu thun, und gab thm zn verstehen, wie er darauf rechne , daß man den- selbennacbchwschaubexufe111vcrde.- Am folgenden Tagc,den 5. Sept., richtete Hr. Kruwikczkt ein Schreiben an 1111111, worin erzwarvollkom- 111enscineann1ci)veryeuerte, dem Blytvcrgéeßcn ein Ende zu machen, jedoch erklärte, daß die Polen für M National-Unabbängtgkeit in den Gränzcn, welche sie ehemgls von Rußland trennten, zu den Waffen gcgrxffcn hätten. - Eme solche Erklärung raubte mir jede ,woffnun , dee Polnischen Untertvanen Ewr, Maj. gutwillt' zu ih- rer Pfii t uruckkebrcn zu sehen. Ich befahl, statt aller rwéede- rung, am n chstcn Morgen mit Ta esanbruck) den Stump u ?cgin- nen. Er fand statt: „dre vier Ver chanzungen und Fortifröcat onen, welche die' erftc Befesttgung Warschau's bildeten, wurden genommen, und am ()ten 1). M. um ."; Uhr Morgens erschien Herr Prondzynské bci unscretx Vdrpostcn und bat um eine UnterredunJ. Da ich die kostbare :Jctt mcht mit unnützcm Parlamentéren hin ringen wollte, ließ ich hn um die„Grundlagcn ersuchen, auf denen er zu unter- bandeln bcyollmÉchttgt wäre, und ihn zu gleicher Zeit benachrichti- gen, daß tch kerne andere zugesichen könne, als die Unterwer ung unter die Befehle, Welche es Ew., Maj. [zu erlassen gefallen w rde. Ex sandte btxrauf die Erklärung cm, M (N ict) gxaube zur Kennt- .ntß Ew. Maxcßät bringen zu müssen. Sie werden daraus ersehen, Sire, daß ex erklärte, er wtffe, daßGcneral Krukowicjki die Absicht bege, unbedtngt und vollkommxn m1t der ganzen Polnischen Nation zum Ge?orsam gegen Ew. Majestät zurückzukehren, und daß derselbe dic ndth gen Voümachtcn hatte, um auf dteser Grundlaxxe zu unter- bandeln. Um also so schnell als möglich hinschtlicl) denen überein- zukommen, was die Unterwerfungs-Akte begleiten fonte, willigte ich ein, da! der Graf Krukowtezkt scch sogleich_1u mir begebe. Ich lad Se.Ka1serl.Hobeit den Großfürüen M1chael ein, diese Insam: menkutxft, welche, wie es sch1cn, die PacTffcatéon des Köni reichs hcrbeifubren sollte, mit“ seiner Anwesenheit zu beehren; der C ef des Generalstabes, Graf Toll, War ebenfalls dabei zugegen, und ich berief sp„äter auch noch den General Berg hmzu. Herr Krukowkezki fuhrte eine Sprache, Welche sich so sehr von der zu er- wartenden uqterschied, daß ich 1h„n daran erinnerte, daß bereits eine Erklärunéz setnes Abgeordneten dte Frage auf die Grundlagen baxirt babe, wc che ich anein zugeüeben könnte, und daß se der einzig m g- liche Punkt seycn, von welxhem aus eine Unterhandlun angeknüpft werden könne. Der Grqf K'rukowiezké desavouirtc die rklärung des Generals Prondjynskk m deffcxt Gegenwart und behauptete so ar, daß er von dem Rexchstagc mcht die ndthégen Vollmachten cr al- tcn habe, um dcfinitw wegen des Friedens zu verhandeln, und noch weniger unter den Bcdfngu_ng_cn, wclche ich forderte. Die Erörte- rungen nahmen sodann naturltchcr Weise einen etwas lebhaften Ton an. Se. Kaiserliche Kobelt selbst nahmen mehrmals das Wort und setzten mit Na druck ane die Unglücksfälle auseinander, depen ;Polcw ducm einen strafbaren Starrsnn ausgesetzt werden warde; Zwetmal und ich auf dem Funky den unmittelbaren Wie- derbegmn der Fekndselrgkcéten anzube chlen. Indem ich jedoch neuen (HeFuchcn „nachgab und Blutvergießen zu vermeiden wünschte, bc- anstra te tch den General Berg,_dte Haupt-Bedéngungcn einer Ue- berein unft vorzuleseu, und wlltgte em, daß ich bis um 1 Uhr Nachmittags, nimlcch .? Stunden lang, auf eine dchnitivc Antwort des Grafen Krufowiezke warten 1vo11e.„ Ick) übergab ihm selbst einen kurzen Entwurf der Präliminar-Bcdxngungen, mdcm ich ihm er- klärte, daß, obald er mix dieselben, mrt sciyer Unterschrixt versehen, ,urückgeschi t haben wurde, die Feindscltgkciten, selb1 wenn es

nmittcn des Kampfes wäre, sogletch ctngesicllt werdcn soUten. _ D.“ ich um 1 Uhr Niemanden zyrückkchrcn sah, so sandte ich den Zurüen Suworofß ab, nnz memcn Entschluß zu verkünden, die eindscl1gke1ten wreder bcgtxmen zu wollcxr. Man hat mich noch um eine halbe Stunde Aufschub. Axs ste verstrichen war, ohne em Resultat herbeigefuhrt zx: haben, lteß ich den Angriff beginnen. Kaum hatten unsere Baxtemeen auf der ganÉcn Linie das Feuer cr- dffnet, und „die verderbltche Wirkung derscl cn hatte sch kaum in Warschau fuhlbar gemacht, so kam_Herr Prondzynski zurück, um an uzeégen, daß Herr Kruloweiczkt ungmschränktc Vollmach- xcn er alten habe. Der Großfursk Mtcbacl sandte darauf, m Gemäßbcét dessen, was tck) mtt Sr. Kaiserlichen Hohctt verabrcdxt hatte, den General Berg nach Warschau und gab ihm den Cap1_tain Fursten Suworoff, Adjutanten Ew. Majestät, bci. - Der bejltegende Bericht, welchen mir der General Berg übersandt bat, wtrd Ew. infcrl. Maxeüät von dc„n Unterbandlungcn, welche in jenem Augenbltck üattfanden, genau 111 Kenntniß setzen. Mögen fie dcm General (?bren hoben Beifall erwerben! - Das zcrüörende Feuer der Artmeäe und die bevorüebcnde Einnahme der Rcdouten bestimxnten um 6 Uhr Abct1ds_dc11 General Krukowiczki, das Schretbcn an Sie, Sire, zu rechten, durch welches er erklärt, daß 1711) „die olnische_ Nation ohne irgend eine „Bedingung _Eurer Katscrlmcn Majesigt unterwirft. Er fügte demselben ttzdeß Gegen:Vorschläge bet, Welche 111 offenbarcm Wider 0111171) mit deescm Akt der Unterwerfung standen, Als mir diese S „rifren zu: kamen, befanden sch unferc Soldaten auf den Wänen der Stadt, und die Dunkelbctt allein hatte dem Kampfe ein Ende gemacht. Ick) schtcktc daraufoden Gcncr_al Ber , mit Vollmachten vcrseben, n11ch Warschau zuruck , um dee ndtb gen Arrangements fcßzuftcllcn, und beauftragte ihn, zu erklären, daß, wenn um 4 Uhr Morgens nicht Alles beendet sev, dcr,Sturm aufdie Stadt selbst sogleich beginnen würde. Es sey mir erlaubt, Sera, mich auch in 25er auf die Dexails dicser Unterbandluxrlßen, auf den Bericht des Genera Ber zu bcztcbcn. In dem Augenblt , wo er dieselben beginnen wollte, er ubr dieser General, dak der General Krulowiczké in den wcnégen Stun- den, welche seit e ner ersten „Rückkehr von Warschau vcrflossen wa- ren, feine Entla un eingcrrtcht habe. Er veranlaßte demnach den Grafen Malachowsk , Ober-Bcfebleaber der Armee, das anliegende Schreiben an mtcb zu richten. In Fol. 1". dieses Schrittes bat die Räumung Warscbmts und Pragas mit sc nem Brückenkopf: sinnge- 1-0111111- und, 111 Polnéfän „Armee hat 17111 noch Wu! 1111011411991!!-

um dort die Befehle Ewr. Kaiserl. Maj. zu erwarten. - Der Graf Malachowskt zctgte mrr sogax am Morgen an, daß die abgesonderte Kolenee ZerYZTZerYwIZoernoädieselbe Richtung eingeschlagen babe- __ . ß .) ; Ydtexösest“ a1eft 1 haben Warschau und sctne .Vor. .

! ertc t 1111 Se. Excellenz den eldmarschall, Grafen

Paskewctsch vo_n Eriwan, voancm General-Major

Berg, dattrt von Warschau,- den 27. Aug. (8; Sept.) 1831.

„DeroGeneral-Quarttermetücr der rebeüischen Armee., HM“ Pxondzynvkx, wuxde cstxrn „Nachmitta I um 4 Uhr, in dem Auge"- bltck, wo dre Artaller e fich 111 yollcr T ätigkeit befand, zum zweiten- male an Ew._Excellenz ahgeschtckt. Da dteser General erklärt hatte, daß der (Hras Krufowiezkc _1111t „htnretchenden Vollmachten versehen sey, um das Werk der Pactsxcatton zu beenden, und daß er den Vor- sxhlag mache, zu unterbandcln, sex) es, daß man die Feindseligkeiten emsicllztz odcr forxseßen wolle,. 111) befahlen mir Ew. Excellenk Md“ Se. Katscrl Hobxct der Großfur Michacl, mich nach dcm Polni- schen Hauptquartter zu begeben. Begleitet von dem Obersten An- nenkoff, Adjutanten dcs Großfüxstcn, und vom Capitain Fürüen Suworoff, Adjutantexr Sr. Kaeserlichen Majestät, durcbschrittcn wtr einen großen Thetl der crstext Linie der Kämpfenden. Wcit da- yon eytfexnt, dcn forschenden Bleek eines Feindes zu fürchte'n, machte tch mtr vchmebr em Vergnügen daraus, den Herrn Prondzynski und emen Polntschen Oberskcxt seines Gefolges auf die Ordnung aufmerk- sam zu machen, welche m unseren Bewegungen herrschte; ick) zeigte ihm mit _wahrbafter Genugtbuung unsere Angriffs-Kolonnen, wclche Sturmlcetern tragen, das 2te „und Zte Lénien:Jnfanterie-Regiment, dte MaffL unserer Reservc-Arttaerie, so wie unserer zahlreichen und schönen K_avqlleréc. Das Ganze glich, durch das fröhliche Ansehen und die jkckltche Haltun? upsercrtapfercn Truppen, weit mehr einem Manöver oder einem csiltchen Aufkuge, als einer Schlacht auf Leben und Tod. Ich hgtte noch Ge egenheit, ihn auf die Ordnung aufmerksam zu machen, um welchcr an per1ch1edenen Stellen die Verwun- dxten verbqnden wuxden, und ebm dte Songalt bemerklich zu machen, dte man tbnew wxdmete. Nachdem wer das Feuer der ganzen Fol-éschcn Urttllcree passt'rt hatten, führte mich Hr. Prondzynski urch u_nseren linken Flügel nach Warschau hinein. Wir folgten der Lime der Streiter, und ich konnte mich von der zerüdrenden

“Wirkung über engen, welche unsere Artillerie in den feindlichen

Re1hext hervor rachte. Demontirte Kanonen, Bataillone wclche sch bmter deg Gebäuden versteckten, Häuser und Mühlen 111 Flam- men, die unnchere „Haltung der Truppen, Alles überzeugte Mick)- daß man den Ansprachen eines solchen Gegners in nichts nachzuge- ben brauchte. Hr. Prondzynskk führte mich langsamen Schrittes und suchte das Gespräch auf dem Wall zu verlän ern, um Zeit zu gewinnen; er (Lenke fich sogar, als ob _er nicht :, wo der General Kru- kowwzki ku Enden sey, als „tbm plötzlich ein wohl unterhaltenes ![rtiüerkc euer unserer Battereeen ins Gedächtnis zurückvief, daß der: Präsident der Regierung der Rebellen uns im Palaü der Kö- mglichen Statthalter erwarte, welcher in einer ganz entgegengesetz- ten Richtung von der lag, Welche wir eingeschlagen hatten. - Bei dym Grafen Krukowiezkt angelangt, beciltc ick) mich, ihn zu benach- rtchtigen, daß Sie, immer encégt unnüßcm Blutvergießen Einhalt Zu thun, dennoch entschlo cn wären, zu kämpfen und den Angriff ortzusehen, da ck Ihnen schiene, daß man Ihnen nur deshalb Vor- schläge gemacht habe, um Zeit zu ewmnen und um den Sturm za verzd ern; daß Sie um Fo nzehr vex ucht seyen, dies zu glauben, da er,„ Tyneral Krukowie kt, dee Bedmgungen einer vollkommenen Pa- ciftcatton in ändcn abend, dieselben ohne Aufschub hätte untcr- zeichnen ux1d o dee Frage entscheiden können, ohne daß er zur Ab- sendung emcs Parlamentgirs, während einer Schlacht, dte jeden Augenblick mörderischer Wurde, setnenylucbt hättczu nehmen brauchen. Der Graf Krukorvtezki antwortete mtr durch höchst unbestimmte Bc- tbeuerungcn und ?eüand mtr zuletzt ein, daß er keine Vollmachten habe, um den Pacffcations- Vertrag abzuschließen, und widerlegte also fdrmltch das, wgs uns Herr Prondzynskl seinerseits erklärt hatte; aber, fügte er bmzu, tch hoffe jeden Augenblick die Vollmach- ten des versammelten Reichstags zu erhalten. Nach einer kurzen- Unterredung konnt; mir dec wahre Abscht der Rebellen nicht ver- borgen bleiben; ne wollten hdxen, ob die Kanonadc eine Demon- siration oder das Vorspiel zu etncm wahren Sturmc sey. Sich für stark genug haltend, um dem Feuer der Artillerie zu widerstehen, würdtgten fie dennoch unsere tapfere Armee zu réchtig, um nicht ei- nen Sturm vermeiden zu wollen. Ick hatte die Ehre, Sie durch den Capitain Fürsten Suworoff davon zu benachrichtigen. ('n Zwéschen- räumen vgn 5 zu H„Ménuten kamewOrdonnanz = OfKZsiere bei dem General K*rukowkezke an. Er hatte emen Ge encntwurf zu den von Ew. Exceuenz diktirten Artikeln entworfen, algs ibm gemeldet wurde, daß unsere Kolonnen 176) in Bewegung setzten; ein panischer Schrecken bemächttgske fich seiner, und er schrieb hierauf dcn anlie- g_enden„ Brief an Se. Kaiserl. und Königl. Majestät. Der General- Quar- ttermetfier der Polen, Herr Prondzynski, erhielc :*.ocl) einmal den Befehl, mich aufdas Schlacht eld zu begleiten. Aufs neue durchcilten wir dasselbe, 1edoch dicsma sckwn unter dem K*artätschen- und Kleinge- webr-Feuer der Schlachtlmie. Die Haltung der Polen bcqann schwächer zu werden, und mehr und mehr gab fich bei ihnen Fürcbt zu erkennen. Herr Prondzynské war sonach in dem Fnac, ein Zeuge der Niederlage seiner Landsleute zu seyn. Die Vorstädte standen in Flammen; mehr als einmal ward uns durch die Feuersbrxmst der Weg versperrt. Nachdem alle unsere ersuche, bmdurch zu komxnen, vergeblich geblieben, sach wn“ uns gendtbtgt, den Weg uber Powonsk zu nehmen. Auf dic- sem Umwege gelangten wn“ nach dem Fort von Wola, wo wir die Ehre hatten, von Ewr Exceucnz und dem Großfürücn cmvfangcn zu werden. Raki) 2111h15rung m_etncs Berichts barten Ew. Crccchn; dic Gcnetgthmt, mn“ cm Schretbcn an den Grafen Krufowicht nnd sxbr ausgedehnte Vollmachten zu geben, um die definitive Paciäca- tto_n dci znwdrtcn Polens abzuschließen und zu unterzciämcn, wo- vct St_e 1111) jedoch das Recht vorbrhfcltcn, meine Stivulatéoncn zu rat117ctrcn. M der: Zwischenzeit ermahnte Sc. Kaét'crl. 13111111 Herrn Prondzmrsß, mcbts zu vcradsämncn, um zu bewirken“, daß die _in dem Scbrctch dcs (Krafcn Krukowéczkt an Se. Majcßär dcn .K'atsex und Kdntg enthaltenen Zusage_ durch eine dcäm'révc Ucberetnkuntt scügcsieUt Werde. O_cs QÉTrot-“fktrstcn Kaiserl. 1311101 und E10. Excyllcnx beauftragten 1111111 tnsbc1"ond1*rc- dcm Grafen Krukowtczkt dtc,Wtdcrsvrüchc bcmc_rkltch zu machen, die 111111111117 dcm Ianlte sctncs Schreibens an ycmcn erhabenen “Sonder“.n'n und dcm,1'nscmcm Entwurf cntbaltqnctt, ausdrücklicknn Verlanacn cincr aUJcmxinen Amnestie, ohne 1111de um Ausnahme, dcüändcn, W 1“ ctlten met Herrn Prondzynskt durch„ die Flammen,- über den mit Blut gexränktcn Boden und durch dtc gcnommencn Forts und Sckmnzen, dtc den Sieg Ew Exckükpz dezengtcn. Es war 11 Uhr Abends: die Nacht hatte dem Kampxe cm Ende gemacht. Bei mei- ner Unkuét im RegierunNs-éalaü tand isl) den ganzen Generamab er oln chen Armee, d 11171 tglicder des Reichstach mit tbrem Prä- 1111111, 111111 131111111111, 11111 1111!- yormoma „:*-11.11 des 2,111".-