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lattf gezeigt. Die Hauptstadt bietet wieder den gewöhnlichen Anblick dar.“
Dasselbe Blatt widerspricht dem Berichte der Revolu- tion tiber die vorgestern Abend im Palais-Royal stattgefunde- 11111 Vorfälle, und erklärt, daß der verantwortliche Redacteur des genannten Blattes seine Behauptungen, daß die bewaff11ete Nacht uugeseßlich verfahren sey, vor Gericht werde Vertheidigen munen.
Das Journal du Hüvre äußert über den neuen Polizei: Präfekten: „Der Nachfolger des Herrn V1V1é11 ist der Sohn dcs Herrn Saulnier von der Maaö, der unter dem Konsulat UND de111-Kaisertl)u111e taugt Zeit General-Secretair der Poli- zei 1111121" Fouché gewesen ift. Während der Restauration arbei- tete Herr Saulnier d. S. mit Herrn Pagés an der wöchentli- chm Uebersicht der Kammerverhandlungeu in der Minerva; auch isi er der Gründer und Hauptredacteur der Revue britannique. Der neue Ge11eral:Sccremir der Polizei=Präfektur, Herr Gis- qitet, ist ein el11111aliger Commis und Associé des Hauses Péricr und hat ais Spekulant an der Lieferung der Flinten Theil ge- 110111111111.“
Großbritanien und Irland.
Parlaments-Ve'rhandlungen. Unterhaus. Siz- 1111g vom 21. Sept. Die Debatte über Bord John Rus- sclls Antrag, die Refor111:Biilpassiren zulassen, wurde fortgcstßé. "Dem Obersten Sébtlwrp, der gegxn die Bill sprach Und dnrch 1111111011011)" verhindert War. eim lauge Rede zu hal- tin, foigie Heri" Crampton, der sich zu Gunsten der Maaßrc: 1111 ausweß. Da dieser Redner die Bemerkung machte, daß dx'e KWUC, fa;!s das Parlmnent aufgelöst werde, bevor noch die Re- fo7111-B111 darkogegamgcn set), die Abfertigung neuer Wavl-Aus: schkt"1;(*k11 féic die 111 ber Lifte 151. aufgefiihrten Burgfl-écken mit Fug und Ryobi unterlassen konnte, so wolite Sn C1). Welhe- 1'811 mehr bl-c-ß ibn zm Ordnum. verwiesen, sondern die ganze chaite virtagt haben, 111 der eine so ver11117u1196mikrige 1111d ab s-«bcud'cbc Ledrc aufgesnllt worden set). Bord ?lithorp sah ke:- 11111 (V11111d 3111" Botagltxig U11d Wollte dc11 111111115 nict-t (116 1.111“: faffiingsnmseig gelten lassen, 1111d da auch S11 Rob. Peel :hin 1112111 beitrai, so 1111) Sir C1). Wktderell sick) veranlaßt, skincu Adria. zuruckzumhmen. Herr E. W. Wynn sprach mit großer L'Utdfnbrljcksmt gegrn die B111 und wurde von Herrn Robert Grant 11.1:de7legt. Darauf trat Sir Cy. Wetdekell abeimals mit emzer Langem Op;-bsitio11s-Rede aui, wonacbst Bord 53111110 p das 5115011 11113111 und die von den Gegnein gebrmtcbten Argu- 111e111c Ji'l111kisck) zu beantworten sucbxc. Nack) einer Wiedervo- 11111g «11er 11111111 sckon gcgen die „Bill ausgestellten Griinde von Sritcn des Sir Rod. P-el, 111achte endlia; eine kurze Erwit- derimg des Lord John Russel den eigentiiclwn Beschluß der chaxrc. Herr Hunt fugte zwar noch hinzu, das; er, wiewohl er fUr die 2811] 1111111111, sie doch für unzureichend halte, dock) wnrden seine und einige Worte des Alderman Wood vor dem (Geschrei: „Zur Frage! Zur Adsinnmung!“ kaum mehr vernom- 111111. Als das Haus endlich abstimmte, ergaben sich für die Bill . . . . . . . . . . . . 345 Stimmen gegen dieselbe 236 =
mithin Majorität fiir die Bill 109 Stimmen.
Die Versannnlimg trennte sich um halb sechs Uhr M orgens.
-« Oberhaus. Sitzung vom 22. Sept. Da heute die T1chefor111=Bili aus dem Unterhause erwartet wurde, so hatten 1111) schon frühzeitig sehr viele Lords eingefunden. Auch viele Damm waren anwesend und den Plas am Throne nahmen zadLreicbe Mitglieder des Unterhauses ein. Bald nach 5 Uhr cxicdieu Lord John Russell an der Spitz? einer Depucation dcs U11terl)auies und überreichte die Reform-Bill, die der Lord- Kanzlcr nntc-r den iiblichen Förmlichkeicen entgegen nahm. Lord J. Russell sagte bei der Ueberreicdung der Bill mit lauter und fcsicr Stimme: „Dieses, Mylord, ist eine Bill zur Verbesserung der Repräsentation des Volkes von England und Wales, ange- 11011111111: vom Hause der Gemeinen mit dem Wunsche, daß auch Ew. Hsrrliwkejtm dem beitreten mögen.“ Diesen Worten folgte ein lautes Rufen von „Hört, hört!“ das von den Mitgliedern des Unterhauses herkam; mehrere Lords riefen zur Ordnung, da ei11e solche Frciheit jenen Mitgliedern im Oberhause nicht zu: steht. Diese aber, siatt sich wie gewöhnlich, sobald sie ihren WMrag außgerichtet, von der Barre des Hauses zu entfernen, bliebendieses Mal auf den Plätzen, die sie eingenommen hatten. Der Lord-Kanzier sprach die bei der Entgegennahme jeder lel gcwöbnlichen Worte mit großer Feierlichkeit und wurde mit a11f111erksa111em Stillschweigen vernommen. Als die B111 auf die Tafel geiegt worden und nachdem Graf Grey, der Anfangs nicbt zugegen gewesen, erschienen war, trug derselbe auf die erste Lesunx an, die ohne Gegenbemerkung erfolgte. Zugleich wurde die zweite Lrsung auf Montag den 3. Okt. festgesetzt. „Wenn“, fngte Grqf “Grey hinzu, „die zweite Lesung bewilligt werden sollte, ww ich alle Ursache zu hoffen habe, so denke ich, daß man nichts dawider haben wird, den Ausschuß so bald als mög- lich anzuordnen. (Hört, hört! Von allen Seiten des Hauses.) Die Mitglieder des Unterbauses entfernten sich nun und das | Haus ging zu seinen an der Tagesordnung befindlichen Geschäf: 1111 Über. Marquis von Londonderry zeigte an, daß er am näch- sien MOUtags (26. Sept.) einige Fragen in Bezug auf Belgien zu thun gedenke.
„? 49 6 wiesen, zu deren Gunsten Sie schoß so viele O_vfer gebracht und der Sie die glänzendkten Dienste crzcigx habep, erxuchce rcl) Ste, ohne Zeitverlust hierher zu kommen,_ 11111 nci) mtt mtr “uber die Maaß- regcln in Bezug auf die Portugiesischen Angelxgenhctten zu berathrn. Ick) ergreife diese Gelegenheit, um Ihnen dee Versicherung memex
' 11 ert eilen. Freundschastz h Der Herzog von Braganza.“
Da sich Dom Pedro 111 Paris vesmdct, so Wird auch der Marquis von Palmella underziiglick) dahin abreisen. Der Chro- nica von Terceira zufolge, hat die Restauration der Azoren un: ter die constitutionneUe Herrschaft den Einwohnern dieyer Inseln große Freude gemacht. ,
Der Courier berichtet 11ach cinem Morgenblatke: „V1- comte d'Ilffeca, der diplomakésch? Agent Dom Mignels 111 Eng: land, isi, dem Vernihmen nach, unerwartet nacb L1ffabcn abge- reist. Dcr Entschius; ist, wie es heißt, sehr rasch gefaßt worden und es scheint, das; der genannte Dipion'mt nicht die Nbsjcbt hkge, hierher zuriickukslsen, da er seine Wobnnng aufgegedcn hat Und seine Modisten verkaufen läßr. Ws Ursache wird die [este nach dem Tajo gesandte Expedition angesebcn, die er als eine KrichC'rki-ang gcgen Dom Miguel ansieht.
Die 111 Faimoutk) augeionnnsden kacskden aus Lissabon vom 111211 d., 1'1'11d unmittelbar 11.111) ihrer Ankumft an dcn *:)1d- miral Sic E, Codrmgton auf der Höhe Von Cork weite; dcsör- dert worden.
Der Times zufolge, smd 111 Lissabon anf Grund der von der Militair:Konnnission 1111339011119" U11tc1s11cb1111gi'11 in chieff des lessen Nassmnch 101 Pkrsonin zum Tode vernitycilt worden.
Das Ma 1'11e:§,)[111t [)at anf Llovd7sK11ffckk).111sk ['111L Llnzxige anschlagen lasscn, daß ÜL 9111e111ctt1111111 ffir dis Bcfiacdxiing zum Brt.age“vo11 24300 Tomicn 1111111111"?- UUÖ Öiksklbk «1111 0 Monate sicher 211gagire11 1110111“. Die Scbffc 11111ff111 13011 der Größe vvn «350 bis .')110 TOUUU] sem]. Diese T1a11oport:€chjffe sollen I)iamnschasr nacb Wistindicn frich.
Nicdrriandr.
?l1111'1e1d11111, 23.S1p11111bcr. JM"? *“)Nüji'skäkém, 19 11111: die P:i_11;ct1 1111d Pk 11.c„sj11111*11 Tc." Kbnigé. Fa1111-1c sind 11.111) (“1111 Hong 111 Uckzkkkk) t. Prkußen 11111) Gemabmn babe" Wk 111.1“; R11ch11h1 1,1111) de111 Han. 91111» kleine Dur durch NNO Holland 111111111111. &
Bi1lssk1, 22. Sept. Ja der gesici».:r11 Sisimg der Ge: natorc11-Ka111111er 11111.dc das GMI Wege" Ztciidsrtrctunz 111 dem Y)11113111 Vom Jahre 186 11111 2.1 3111111112.- geZM 0" an- gcn11111111e11,
Die Verwittivete Herzogén VO11 S.1c1)sr11:Kbb,11,1 117 hier 1111- gekannneu 11110 yar sia) sogleich naci) dim SQloffc bon L..ckci1 dcgemn.
J:" diesi gen C ourrier 11111111.111:„U11se1'c fciibcre'Ii1151-1b1, das; die Londoner Konferenz dcn Entsibltiß gefaßt habe, Den «111 10. Oktobi'r zu Ende gebenden LLYaffet1stillstand während der gan- zen Damec der Unterhandlnngeu anstrebt 311 1'1'1)11ire11, besiät-gt sick nicht. Man n.',cldet uns, daß diese **).)Ti1i1ßreqei bis cht nur ein Vorschlaq ist, den die Bevv1111111chcigte11 Frankreichs und Eug: lands gxmacht haben, der aber 11011 den Repiäsmtanten ÖM drei anderen Mächte nicbt a11ge110111111e11 worden. Diese lcytereu, haben erklärt, daß sie Über diesen Punkt ihre Regiernngcn be- fragen müßten.“
Die Feld:?lrtillerie, 1ve1che sich 111 Briiffel bcfindct, geht am 24s1e11 nach dem Lager bci Dicfi ab.
Es sind wieder mehxere Franzößsche Offiziere in Brussel an- gelangt; Umtcr ihnen befinden sicb: der Oberst im Gcnerastabe, Herr von St. Pair, der Graf von Gardanne, Generalstabs- Osfizicr, Herr (Havoc de la Grange nnd der Oberst Devaux.
*** “- Brüssel, 22. Sept. Die tunmimarischen Auftritte, wclche mehrere Tage hintereinander die Wohlgesinnten Einwvbncr von Paris bcunrudigten, erregen hier nicht bios: dasjrmge Mis;- bel)agen, das an allen Orten 11er das Verfahren von Leatt" empfimden Werden muß, die mit dem ruhigen Walteu der Ge: seizc siko niemals lange vertragen können, sondern auch 11011) ein anderes unangemhmes Gefühl, die Furcht 11ä11111'cl) vor der Nachahnnmgssucbt, die den Belgiern so sehr anklebt. Die Ein: nahme Warschau's kann 111111 zwar hier kein Motiv mehr zu 1111: ruhen abgeben, denn dieses Ereignis; hat, wie ich bereits 111 mci- ncm letzten Schreiben dargestellt, hier, wo es wie ein warmendes 1111111181110 mori aufgenommen wurde, einen ganz anderen Ein- druck gemacht, als 111 Paris; Vorwände sind indesscn dock) noch genug vorhanden, um zu dem Pariser Drama ein kleines Nack)- spiel zu liefern, bei dem es an dem Geschrei: ...-x [1115 10 1101! „11 11:15 108 111111181168!" eben so wenig fehlen dürfte. .YZki der jetzigen DeSorganisation unserer Bfirgcrgarden, dercn Offiziere meistens den Abschied geno111111e11 haben, möcbtc es; sogar scbwer ha1tc11, Pöbcl-Anfiäufe eben so leicht zu unterdrücken, als 16 früher schon geschehen ist. Selbst mit dem sogenanntm ersten ?lufgebote der Brüsseler Bürgergarde, iiber das, wie unsere Zei: tungen meldeten, der König Leopold am vorigen Sonntage znr g_roßen Znsriedenheit der anwesenden Französiftbrn Geacralc, Heereöschau gehalten hat, sicht es noch sebr traurig aus. Von 1800 Mann, aus denen dieses Corps beßehen soll, befan- den fich dreihundert fünfundvierzig unter den Waffen; außerdem waren auch noch von dem Chasteierschen Jäger-Corps, das 200 Mann zählt, etwa (50 bei jener sogenannten Musterung aufgestellt.
London, 23. Sept. Ihre Majestät die Königin ist mit 1 der, erzogin von Sachsen-Weimar aus Brighton zurückgekehrt. Die Towter der Herzogin wird noch einige Zeit in Brighton verweilen.
Der Prenßische und der Hannöversche Gesandte ncbft ihren , G2111ahlinne11 hatten am Dienstrage die Ehre beim Könige zu speisen, wo sich auch die PrinzessuLluguste und viele andere an: geschkne Peksonen befanden.
Der Russische und der Französische Botschafter, so wie Gras Matuszewicx hatten gestern Nachmittags eine zweistündige Kon- ferenz Mit dem Lord Palmerston.
II?, der heutigen Sitzung des Unterhauses hat der Lord-Ad- vokar 1111 thottland auf die zweite Lesung der Reform:.BiU an: gZZTgxn. d'Bteim ngange der Post hatte er seinen Vortrag noch 111 em ig .
Mgrqnis von Palmella, der sick) seit einigen Tagen hier be- findet, 111 von der Insel San Miguel in einem Krie s-Fahrzeuge angelaygt, das der Regentschaft angehört. Dem (.onrier zu- folge, 1ft der Mgrquis auf die Einladung Dom Pedrozs hierher Zekommey, de'r 1k)11 an die Spike einiger Männer von Ansehen _ellen wxil, tmr denen er fich iiber die geeigneten Maaßregeln in Bezug auf Portugal zu berathcn gedenkt. Dasselbe Blatt khe'llt das nachfielxnde Schreiben Dom Pedro's an den Mar- qms von Pa1111e11a mit:
„London, den 6ten
, uni 1831. Mein Herr Marquis! - m Vertrauen auf die
reue, die Sie
WM N" M“" "“ KWS " DMU“ MW“- meim Tochter,: bex Maer-Régimenxer, Die sas 111-1111 11:12, 111 9191111501111 smd, 1113-3111"
: Tagen im Ganzen 13 Mann unter den Waffen und in Mons
len sich jedoch nur 20 Mann gemeldet haben und 1111111 Wird da- her vor11eh11111ch hier viele Franzosen cinrangirin 11111ffe11.
Mißiicher, aber noch als hier sieht es mit den Bfirgergarden 111 der Proan aus: 111 Namur z. B befandrn sich vor einigen
[)xxven fick) die wehrhaften Bürgcr ganz besonders mit dem Ein- r11cken der Franzosen gefreut, denn dadurch wurden sie des be: schwerlicben Wachtdienstes iiberhoben und so ist 08110]er auch kein emziger dienstrhuender Béjrgergardist nicht in ganz Mons zwßndcn. Niclsödcstonoeniger wird doch die Thätigkeit des Kriegs=Ministcrs allgemein erkannt und es steht zu crwaxten, dqß er, wenn erst die LinieU-Truppen organisirt seyn werdkn, scmc Sorgfalt anch den Biikgergarch zuwenden werde. Fol: gendes ist der Status unseres Heeres, wic es mit Hülfe der Franzose," bis zum "10. Oktober 0. I. zu Stande kommen soll: 14 Regnnenter Infanterie :] 3000 Mann, .; Regimenter Jäger 11 2500 Mann," 4 Regimenter leichtcr Kavallerie :*1 800 Mamu, 1 Negxment Kilkasslere 31 1000 Mann, 3 Eskadronen Gendax- merik, zusammen 700 Mann. Dies wiirde, außer der ?irtillcrie, 54,400 Mann ergeben, Die Fuß:?lrtillerie soll 120 Feldßficke bedienen, zu denen die Französische Regierung 50 neue Piecen nebst den Lafette" liefern wird. Die Infanterie-Regimenter Nr. 13 und 14 sdllen aus den ausgedienten, friiher bereits der- abschiedeten, Milizen des Jahres 1826 wieder zusanmiengesest werden. Auch solche Individuen, die frfiher bei der Artillerie gedient'und ihren Absehied erhalten haben, sind aufgefordert wor- den, wreder unter ]ener Waffe Djenftezu nehmen; bis 1th sol-
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lauter Französische Offiziere, die iiberhaupt bei unserm Heere e' große“ Rolle spielen werden. Es frägt Ick jedoch, ob man sei mit Hiilfe der Franzosen im Stande seyn werde, bis zum1 Oktober eine so sehr deSorganisirte Armee, wie die unsrige, a den Kriegesfuß zu setzen; jeder kundige Militair wird 1711, dj * leicht beantworten können. Daß man es Will, ist nicht zub zweifeln; denn Jeder glaubt hier, daß Holland mit dem Ust
Ylllzzen1eijic
Preußische Staats=Zeitung
Tage des Waffenstillßandes deu Feldzixg wieder beginnen wn und ist davor nicht wenig besorgt. Die Furcht in dieser Hinsj ist so g'coß, daß die täglich verbreiteten, bisher stets als 11an erwiesenen Gerüchte von dem bereits erfolgten Einrücken der „ länder immer von Neuem wieder geglaubt morden. Zivar spr,- der Conrrier von einem neuen Vertheidigungs-Systemd
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hält dies jcdoci) fiir Ernst. Denn außerdem, das; die Maffei Bevölkerimz keinen EntbusiasUms mehr für die Sache der 7- I)? Volxxtwn hat, 16111: sich ein solches Vertlieidigungs:System ivo ! en d' ' 111 einem spärlich bcvbiks-“tsn und angibanten Lande wie R
Der Courricr sklbfi wird auch cbsn so wemig daran glaub als 1111 scin auf die C'mfaic sciner Leser berechnetes Mahrch
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_ „ „ „ _ , Beim Ablaufe des Quartals wird hiermit in Erinnerung gebracht, daß di Landes, das zunachst 211 M Bcrwxzstung aller thschaiterz be „(Mohrenstraße Nr. 34), in den Provinzen aber bei den Königl. Posk-Aemtern den wurde, die man dem Feinde Ubex-laffen mußte; Niem eUK- Cour. vierteljährlich festgesetzt ist, wofür den hiesgen Abonnenten das Blatt am
terbrechung erleidet und nicht sämmtliche Nuommxrn _ _ _ land, 1111111 aber auf 91111111 so von" Erzeugnissen strotzendm „ *sgen Interessenten, welche die Zeitgng bereits. 1th l)a1te11, ist Wiederizm dte Einrichtung getr den Bewohner fesselnden Bodén, wie der Belgische, ausfijhn artal, unter Zusendung der dtesfalltgen Qntttung, etnztehen oder die Abbestellung entgegennehmen zu lassen.
Berlin, Freitag den 30ften September. “
KZZi:
e Bestellungen anf diese ZETUMJ- 179517 Pränumeration, hier am Orte bei der Redac- zu machen sind, und daß der Preis fur den ganzen umfang der Monarchie auf 2 Rthlr. Vorabend seines Datums durch die Stadc-Post frei ins Haus gesendet wird.
, Um jedoch die erforderliche Stärke der Auflage für das kommende Vierteljahr abmessen zu können, m:":ssen wir bitten, die Bestellungen bis spätestens den an uns gelangen zu lassen, indem sonst die Interessenten es sick) selbst zuzUschreiben haben, wenn die Zusendung des Blattes.,eine vom Anfange des Quartals an nachgeliefert werden können.
offen worden, durch die Stadt-Posk den Pränumerations-Betrag für das nächße
Zur Bequemlichkeit derjenigen
daß man im Haag 111 don Vorstädten die Nasen und Ohr .;-
der 1111Moxiat 5211131111 detödteteu Bcigier triumphirend and “““" Haitstt)11rcr1 gmmgelc babe. Wie traurig siebt es um den N t1o11alge:s1 and, 0471“ solcbcr nicdrigen Stimula bedarf, 11111 !! belebt 111 wsrdcn! Ein mis a111t11ch11e11 Quellen gescbbpfier Na wms hat e1*§1i*kc11, Tas; 1791011va dkk 11ad11schen Vlccise von BK; sl 111 dcn exs1c11 acbt *).)1o:2a:c11 des laufondcn Iadxes fich a ; , ., . , _ , 21.1,500 (5510111 beiimft, 1111111113110 111 d-511se1be11 8 Monatcnd ?ljzgeetkovrxénzßxxklsDer Kongl. Frat1zosixche KabinetS-Courier bor-Zrn Jadrcs 518,29-1 Guldeu 1111911111911] sind; [».“de ouq - „ . * *“ „'., ; _ , ., , 111111 dke 11(1§cktist!_:c- C".1111ad111e 111 ds_nerste11z-HciDritte111 des Ja » Abgekkldst- FTLÉFTFZHYTÜYJFZÜYTI? GZTYUUZ 116 k111l11 “2111111111 111111 „30.1794 Wuiden erlitten. Da diese 91111 leexan ro “ “ !“ V e n ? en * g
Amtliche Nachxichten.
Kronik des Tages.
Sc. KÖi1J1.H.1)c1t 1k1' 31.111111 ?lxbrc111c don é
/- .“ ' 1.1» (dir sogki'iamxté Oc'kOi) daitpisacdnct) von den Koasumtilien udon, WMW als WMW: UM) LQLUEUÖLT'I. ? “;o-111 1111i'd, (“11 99111 Mandy 111 d1e Sr.;dt aebiacizt Werden, 1. [111711 der ;1'd1'11t117öi' P1112dir:Err1x1.1 dicses Jabrks eincn 11111 ! dcnrkicbm Bride *.“4, 1111“? skdr einst W (“91 W:»hq'tand (1111911111, ' 1111111111“ 11111» ZiV'YZTCiiö „111.711 die' Zu:)! derselben adgenommenh Daf: 111111111111“ 114111" 1111111 bloß de:“ städtische ?leiar, sondernau dcr Y1111d111.:1111 gcljltcm babe, dcr dm reicbm Städter sonsisej ' C'rzcngm-sse 11191111 b-*1«11)1:11 lies:, ist eben 11) leicht begreiflich, Oaö *)Zikißdexginigcd, (1.11; 13111 socbec Birgietch allmälig mehr 511131111 1111111. 9111111111111 1111191111111“, wsnn auch nicht in demsclb Bkkiiälk iiffe, babkn sicb aucb 111 anderen Städten, 1111111111011; dxm cht 1111 “31111101'111:E111pfch11zer11 so reichen Gent ergeben, der C'rtriig dis Octroi sicb 111 axdt Monaten 11111 68,933 Guld oder um ei!) „Viertel der sonstigen E11111ai)111e vermindert hat. Unsere bridcn KannMrn bicten jxtzt 1ve11ig Interesse dar; felt
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Zeituxigs-Nachrich)tcn. A u s l a n d.
Frankreich.
Deputirtcn : Kammer. Sisung vom 19. Sept. achtrag.) Nachstebcndcö ist im Wesentb'cben dcr Schxuß des erichts des Herrn Bérenger Über die künftige Orgamsatim Pairs:Ka111mcr : , . „Die Majorität der Kommission hat Kc!) gegen dte Erbltch- «ausgesprochen; se iii dcr Meinung, daß der gesellscimftltcdc Zu:-
nd in Frankreich seit vierzig Jahren auf ganz nenen Grundlagen
sind auf den Tmbtimn einige Zabörer versmnmelt, denn auß dem, daß nur Gegenstä-xde 1111bcd1utender Art verhandelt werde weis; auch Jedcrnmim, daß wir keine Redner mit dem rbeto schen Talente «1195 Guiwt und eines Bérenger, eines T1!“ und eines Bignou bcsißen, Die letzten „Verhandlungen der F1 zbsiichm Deputirten:Ka1m11er sind dagegen hier mit um so 91 ßerer Theilnahme gelesen worden.
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uhe; die Revolution von [7511 habe nicbt bloß die Landes-Fnüi- tionen, sondern zyglcich Sitten und Gjeivobiibeßtcn geändert; der cnscl) sey dure!) ne wieder zur Erkennung der eigenen Wurde ge- 11, und die Franzosen wären nicht bloß vor dem Gesetze, sondern . in den Augen der Philosophie gleich geworden; nachdem ,uxiter Konsular- und der Kaiserlichen Regierung die erblichen Distinc- 'nen wieder zum Vorschein gekommen und neue Titel, die das aats-Ovcrlmupt zur Ausführung seiner Pläne fü? nützlich erkannt, Widerspruchs mit der dffcntlicben Meinung eschaffcn worden in, die Bourbons aber nach ihrer Wiederein eßaxng zur großeon quiriedenhcit dcr Nation die alten Titel erneuert Hätten, habe die 111i:Rcvoiution sich wieder der (Hennnung von 1751) eng ange- [011111 und könne sonack) nicht eine Jnüitution beibehalten, an de_r cr Fleckcn dcs Privilegiums hafte: in den Augen der Perngnst chle 13 dem Sohne 1111 jeglichem Rechte, DCM“ Vgter in seiner 111111111311 folgen: und cinc"1'olche Icrcrbiing l_ane m]), um so we- iger rccbtfcrtigrn, Wenn, wee bei der Patrte, em scl1w1crtgcs Amt, 111 211111111"! an der gcsctzgevendcn(5111111111, damit verknüpft scx); das iccbt Gesetz:- zu geben, würde dadurch das“ Patrimonium gcwiffcr iann'licn und das Schécksal des Landes, das nur den anerkannt
Cholera.
In der Restde11zftad1Berlinwaren crkr. genes. geftorb. Besta-
bis zum “27. September Méttags 780 139 458 183 hiuzugek. b. z. 28. Sept. Mittags 26 2.5 36 150
Bizzum28.Scpt,Mittags Summa 806 162 49/1 150 Hirunter aus dem weiteren Po- lizei:.Bezirk von Beriln bis zum
5escbicktcs1en imvcrtraut werdcn L".“nfc, dcm Zufallc preisge rbetx “erden: abgesehen von diesem Alien, würde man aber au )_bc1 er Ausführung des“ Erblicbkcits-Systmns unter dcn gcgcnwcxrttßcn müäiidcn auf zahllose Scbwirrigkritcxi !Joßcn; von ciner Pairec o „ne rdiutcndes (Hrnnd-Eigcttthuni [affe n'cl) nämlich di1rchaizs kcine nabhärtgigkcit erwarrcn: cin i'olches gebe cs abcx in Frankretck) ntcbt ebr, und man 11iktßtc sonacb dis Maiox*ats-Sttfti1nge11 vermehren, ,b. die Nacbgebornen zu Gunsten der Erstgeborncn zu Grunde ichten: in England, wo es vicl großes Grund-Eigentbum gebe, das 1111) Sndüitutioncn cbbaltcn würde, sci) eine erblicbc Pair"; grinz nihrem Platze: nicht so in Frankrrich, wo dergleichen Subüituttd: 111 als ein wahrcr (Kräucl betrachtet würdcn, und wo 'am!) die 1) aioratc lebhaften Widcrsvruci) fänden, dcrgcüalr, daß „die Pam; 11011, wenn sie (ich) die Mittel bäncn, cin Majorat zu fitf1_c11, waxs selten der Fall sei), sicb docb. nur ungern dazu enrscblöscn, tndem ne einsähen, daß sie dadurcb blos; Zwietracht unter ihre Kinder aussäez 1111; aus nnen diesen Gründen müss, der Gesetzgeber die Gesellschxist ionchmcn, wie sie sei), und cim- lebenslänglichc Pairte als die cm- zlge errichten, die den Bcdürfuiffcn der Zeit entspr'cche: die Zusam- menstellung cincr solchen sei) ein Leichtes; alle fähige Ma1_1111_x ohtxe Ausnahme müßten dazu bcrnfrn werden können, so daß 1111) die Yairic 11111“ imm-xr durcb das Aiisqcxcicbnetstc im Lande ergä'nzc1übrt- ens habe die Ervlicbkcit dcr Pairs-Kammcr mit der Ervltchkctt dcs '„broncs' durchaus nichts _qcmsin, indem hier der Zufail der Geburt MKorrektiv in dcr ministcricllcn Verantwortlicbkeit 'ftndx, wo cg'cn idort kcin solcbcs Mittel gigen di:; Untücvtigkcit eines, am: 'xbk- "- Die Majorität Ihrer Kommisnon verwirft soixaxl) dtc Erb- icbkcit dcr Wikis, und ici») soll Ihnen vorschlagen, in d:c1cm Punkte dem von den Ministern eingebrachten GescixEntwurf beizutrctxn. Nkichdcm diese Meinung die Obcrhand behalten, wären einige Mit- YUM der Minoritär, (Libs sic sahen, das; daöjexigc, was iibtzen als;f ' . ' * - „ - k Lic Birr schaft crs )icn, aufqegebcn war 1, gern w 1" er an
Fulle wiederhol't. D““ L1chtenstem_ex, oder. D1e Macht des Wah? 111; erste 211111311» binscbtlicb dcr Akt und Weise der Ernennung der rÖmatYZs Gemalde *)) 5 Auxzugen, MM Umm, Borspn Pairs zumückgckommcn und hätten sonaci) gewünscht, daß nicht bloß “ "* “h"“MsabMd ; nach v. d. Belde'ö Eriähluns, "' 111Kö111glichc, sondern auch die Volks-Gewalt an dcrselbchbeil Bahrdt. nxbme: denn es läßt sicb nicht in Abrede stellen, das;, wmn dic Kd- "igllkhc Gewalt, der allein man 111111? ErncnnungH-NcM erhal- 1111 _will, stark wird und ihre Lage“ 11iißbrauchen will„ 111: mit einer „thbyon ihr abhängigen 5ZPsairs-h.i-€111nmcx d'teRFsrcihth sähtr kinßCde'x Lu iel 1'11 . 1 x ' . - u “ ?, i'm en kann. Anderer cm“; aden 1v1r„1mc1cn eqn ), 1a . tc stsp 1 Akt“ [on (,aste111. Hierauf. B“ kam/ L Kdntglick)? Grivalt gegenwärtig so schwach KÜ- daß wa“ lange nicht
spiel in [ Akt, von W" Marsano. Zum Bxschluß, zum Er,“ "kthig haben werden, vor ihr auf unserer Hut zu seyn Die Anf-
ZYXYUSFVY BÜUÜIUU ohne BMU- Lustspiel in 1 Wk- vo lbsUtig der Dcvulirtcn-Kainmer ist noch das einzige Mittel, das ihr
1" Gebote sieht, um dem Strome der Demokratie Einhqlt ku tbjun: aber auch ein 1111811 oft wiederholter Gebrauch dtcseß Mitte 3 Wurde F:!Ytlohne Tefal Tbsemxp, so dLaXß es der Krone„ bctTehnielr liebhafdet; » 4,5 '" .. etdcns afti en airs- i'ammcr, wie eine ctnazme e WT:??? L?H- UQULZJQN UQLUKLQUXZZT' „ BUI, so gering sie auch wäre, sic ins Leben rufen möchte, kaum Paw“,- 2" Sept. "W"- RMU 1") WM 87- 83- 31)" möglich seyn würde, den Staat und sich selbst zu retten. Volks- ["'-«“""1'1-09- 10-1111470111259. 15. 5proc. Neap.1jn 00111". cvolutionen können die Regierung nur schwächen , und es 60- FZVM- Span, Rente perv. 47-41. 79 K:;gtethctix viele Jahre, bdsyor bffdieftlY lwicxwd die Krafth erkZält, ra11kf11rta.M., 25, Sc t. Oe'iorr. 1“ roc. Metall, ,' e té bedarf, um 1e_ ent1c1e „r nung zu ewa ren /1p1oc.68*.G. 2xproc,401 [pch 16'tBr “HzanßWtijxj .Und das Glück“ 2111er, zu stchgn. „Die durch eine Revolution P ' [„ “ 2 1 *" ' Ü" . ' z z 1." erzeugte Bewegung, wte rechtmaßiq sie im Ucbregcn aucb scV- läßt arma «Tbl. 117. Loose zu 100 F1. 1087. Poln. Loose 5011- 1 *
24sieu Scptc111ber ....... . 16 1 12 3 In obiger Zahl Militair . . . . 10 = 8 2
In ihren Wohnungen werden behandelt 89 Personen, den Hoöpitäiem 61.
Regieru11g€=Bezirk Potödam.
Nicderbar111111scher Kreis. In Rüdersdorfe Kalkberge, Birkenwerder und BieSdorf sind neue krankungcn nicht mehr borgckommen; 111 der Ko11tumaz:Anß zu Malz ist der leiste Cholera:Kranke am Asten, in Zerpe schleusc am 2617en d. M. genesen, in Marienwerderi- finden sich noch 2 Personen unter ärztlicher Behandlung.
Kreis Teltow. Bci Königs Wusterhausen isi ** 200911 d. M. eine Person auf einem Kahn an der Choicra ve norden, eine andere ist krank im dortigen Hoöpital.
Qusxxärtige Jörgen.
1111131911131", 23. 8811161111181". Risäor). Wirk]. 811112111 ZU. [(UM-15111613 [ZZ- 088181'1'.5** 111611111. 7757. Uuss- (1181 110110) 875? * 1.01111-111. 23 5811181111181", Zykac. haus. 82. 131115. 472. Vim. 63. Max. 3537. 1,071. '
KUW. 92. KMicn, 23. detmnber.
GL,!jT11r1011Z-11161311. 791'1- 491110. 08.1717. 1-0086 xu 100171. 159Z- 9111
«Königliche Schauspiele. Donnerstag, 29, Sept. Jm Schauspielhause. Zum er “
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Königftädtisches Theater. Donnerstag, 29. Sept. Zum Erfiemnale: Haß allen Fran
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" der Re el in den Gcmüthern eme Akt 'von Fnsubordination zu- rück, die Jie Zeit allein visiegcn kann. Kemer gef.!llt fich mehr auf
oder minder großen Antheil genommen, mehr gehorchen, und die Op-
position wird eine Sache der Gewohnheit. Dies; Betrachtungen, die wir aus demjenigen geschöpft haben„ was 1111) unter unseren Augen uträgt, haben die Minorität der Kornmisnon bewogen, bei der An reizt zu beharren, daß die Ernennung der Pairs ausschließlich vom Kdntge ausgehen müsse. Indeß haben alle Mitglieder der Kom- mtsfion dee Nothcndigkeit anerkannt, „die Wahl der Krone in ge- wisse Gränzcn einzuengen, damit etwamgcn Irxtbümcrn odcr Miß: griffen vorgebeugt, jede Gunsibc cizqung vermmdert imd dex Ehx- gei , wo er durch keine Dien letsiungen Zerechtferttgt wrrd, tn Schankcn gehalten werde. Aus diesen Grunden sonen Ihnen ge-t wise hohe Würdet: und gesellschaftliche Stenyngeu vorgeschlagen werden, auf welche die Wahl des Mongrchcn sicb beschränken muß. Die hierüber angelegte Liüe bedarf keines wcirlckuftigen Kommen- tars; se rechtfertigt fich selbst. - Es bliebe uns _hicrnack) nur noch übrig, die Frage zu erörtern, o_b dre Zahl der Parys beschränkt seyn müsc, oder nicht, Die Kommrsfiow stimmt für die !cyterx Ansicht, und zwar aus folgenden Gründen. Dre Unbescbränktheet ist xm Mittcx, cincm Konfiikte zwischen beiden Kammxrn abzuhelfen m_jd dee E1ntgké1t unter ihnen wiederhcrzusiellen. Ist die Krone der Meinung, daß dtc Deputirten-Kammcr den Wünschen und Bedüxfneffen des Landes nicht entsvrcche, so löst sicdieselbe auf; glaubt ste daffclbe von dcm Ministerium, so ernennt ste eén andercscan desen Stine. Wenn nun aber die Pairs-Kammer eine verdxrblcchc Bahon betrttx und dein Lande Gefahr droht, wie soll der König alsdann m ihr dte Majori- tät brechen, wenn er in Ansehung der Zahl der zix ernenqenden Pairs beschränkt ist? Nimmt maß der Rcvräscntattv-chtcrung eine von den drei Befugnissen: Pairs nach Gefallen zu ernennen,
' die Minister abzusetzen, oder die Wahl-Kammer aufzulösen, so isi sic
unausfübrbar, und es bleiben ihr zu ihrex Erhalt'ung nichts als Skaatsstreiche übrig. Eingeschrcckt duxck) dre zahlrcccbewErncnmm- gen, die zu zwei verschiedenen Mal_en tmkSchoße dcr Patrö-Kamnzcr vorgenommen worden, wollten einige Mitglieder Ihrer Kommission ein Minimum und ein Maximum feßsielien. Dee Mawretät der Kommission hat aber in der ersten dteser beiden Promotionen mir eine Bestätigung der Motive, weshalb fie die Unbescbränktheit wünscht, und in der zivciten mn- eincn Beweis ddr Gefahren ge_- funden, die mit einem solche11Mißbrauch verknüpft smd. Was übri- cns die Pairs-Ernennungcn untcr Herrn von Villch bctxifft, 11) at damals die öffentliche Mcinun fich nicbt sowohl gcgcn die Masse derselben, als gcgetxden Geis, in welchem sie gcsckyahm,ecr- hoben. Will die Krone nicht, gleich der Regierung Karls „x.. ihre Existenz aufs Spicl setzen, so wird sie zu jenem heroischen Mix- tcl nur ihre Zuflucht nehmen, wenn es gilt, d1c Boiks-Fret: heiten zu retten, und selbst _dann noch wird es immer *die De- putirten «- Kammer seyn, dre, insofern sie den Bedürfniffen des Landes entspricht, zu der Anwendung jenes Mittels" ermächtigt. Auch darf man nicht außer Acht lassen, daß eine Wir:; - Kammer, die auf ihr eigenes“ Anschcn hält, auch üets Bedenken tragen Wird/ dasselbe dadurch zu schwächen,. daß ste dl1kch ibch Wibxrßand ge- gen die Wünsche des Volkes die qune zwtngt, dec Zabl ihrer Mit- glicder zu vermehren. Eben so wcneg hat die Maiortfät dcr Kom- 111ission dafür stimmen können, daß man, wie einige ihrer Mitglie- der solches gewollt, mindestens ein Minimum fcüstellc, damit nicht die PairsKKammer unmerklich zu cmem bloßen Staats-Ratbc ber: absinke. Eine solche_Vors1cbt ist „völlig überfiüsiig: übt); wird es ehrgeizige Männer, die man bcfriedegen, ausgezeichnete Dienstleistun- qcn, die man belohnen wil], eben, und es Ücht dabcr nicht zu de- fürchten, daß die Bänke der * at“1*s:-Kammer iimals vcrddcn wcrden. »- Das Ministerium wünsckitsc11licßlécl), in Betracht dcr gegenwär- tigen Richtung der (Heniüther und der vixüxichd “egen dikoWählck cingcgangcxien Verpßéchtungem daß man hinsichtlic?) dcr Patric vor; läufig noch nichts Definitivcs beschließen, sondern späccrhin, wo dre Gemüthcr ruhiger wärcn, auf den Gchnsiand noc!) xinnml zurück: kommed möge. Man sollte meinen, daß; der Minorität dcr Kopi- misiion mit einem solchen Vorschlage nur gcdixnt seyn könnte; m- deffen schreckt se der provisorischeZuüand, worm die Pairs-Kammcr alsdann noc!) ferner erhalten werden würde; unter allen Uevcln cr:- scl)cint ihr Man el an Festigkeit in den Institutionen de»; Landes als das größte, ndcm dadurch der Regierung alle Kraft benommen wird: ihr däucht, daß die KonsoZidirungder Regierunq Frankreichs vor- nchmfies Bedürfniß scwund daß ma_n dtcscsZielvorAllc1nund 11111 icdcn Preis zu erreichen suchen müsse: ste glaubt abcr, daß die Pairée dcr Kronednrchaus-kcine Stützclgewäbrcn würde, wcnn man den prekären Zustand, woxinn'e sicb seitdcr eßtcn Revolution bcündet, nochfortda1icrn ließe, und ne hat sch sonack) dcr Majorttät angcscbloffcn, 11111 _mit dieser anzuerkennen, daß es" nothwendig set), dic Verfnffimg dcr Pairs- Kammer gleich 1"th so definitiv fcstzufieUcn, wir die gcscizqebexrdc Gewalt es nur immer vermag. ZWcifcln wir nicbt“, das;, 11111111 emu dcr National-Wunsch eine andere Nechtnng erhalten sollte, dieser auch in W verfassungSmäßiqcn und gesetzlichen Mitteln die Mög- lichkeit ß'ndcn würde, sci) (Schör u verschaffen; dcnn umsonst will man die Zukunft fesseln; in dem «taaten-chcn hat jedes, Zcikalter seine Bedürfnisse, denen, ich sags es frei hcraus, oftmals die Laxidcs- Institutionen sclbü weichen müsxn. *; Und héi'ri-nét, m. H. wäre meine Aufgabe bccndigt; bcurthcilt dtc Kammer sie so naclxncbtig, als wir solches, bei der Ungeduld, womit sic crwaxtct wurde, zu vermuthen berechtigt find, so können wir und Glück wünschen: die?- wäre uns der Beweis einer Uebereinstimmung, die wir Zebhast wün- schen, ohne jedoch sehr darauf zu hoffen. Mindestens iind wir („c: wiß, daß ein Jeder von uns zu dieser OiFkusffoxi einc aufricbtigc Ueber:-
eugung und den eifrigen Wunsch mitbringen wird, die Stürme abzinvcn- 11cm die ein unvorsichtégchesch1ußunserem Vatei'lande zuziehen könnte. Nicht Uebereilung, sondern Uebcrlcgunq,„Ernfi und reéfiiclics Prü- fen erfordern unsere Berathuitgcn. „Wir wollen nicbt vcrgcscn, daß es fich von der Konsittuerung ctn'er uns zur Scite stehenden Gewalt handelt, und daß schon die vorige Wabl-Kammcr gleichsam die Vcrpßicbtun übernommen hatte, jene Gewait stark zu konsti- tuiren, damit te cin hinreichendes Ge ancwécbt abgeben könnc. Die Freunde der Ordnung und des Landes hegen nur einen Wunsch/ daß nämlich dec Pairs=Kammcr, erblick) oder, nicht, gleich nach ihrer Organisation ein Gegenstand der allgemeinen Achtung
Rcdacteur John. Mitrcdacteur Cottel. scinem Maße, Keiner will, "WNW “' “" der Krise “MM mehr
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Gedrixékt 1121 A- W. OWM
werde; daß se “cin binlänglichcs MMS und moralisches Ansehen bc-
fißc, um zu der Befxsiégung dcs Thrones wirksam beizutragen; „Md,- lick), daß se sch. mtt Erfolg uns bcigeseüen könne, um die Frethctt dauernd zu ,begrunden und den Abgrund dcr Revolutionen für 1111- mcr zu schließen.“
Herr Bérenger verlas hierauf den neuen 23ften Artikel der Charte selbst, wie die Kommission ihn abgefaßt hat. (Wir ha- ben den Inhalt desselben bekeits ausführlich im vorgcstrigen Blatte der Staats-Zeitung gegeben.)
Deputirten-Kammer. Sitzung vom 20. Sept. (Nachtrag.) Der General Lafayette, der an diesem Tage 1111 Laufe der von Hrn. Maugnin angeregten politischen Debatte zur Widerlegung des Hrn. Thiers auftrat, tadelte namentlich die Politik des Min:“steciums in Bezug auf Polen und behauptete, daß die Versprechungen des Londoner und Pariser Kabinets al- 1L111 die Polnische National-Regierung veranlaßt hätten, vom Oficnsiv : zum Defenfiv : Kriege überzugehrn. Zum Be- weise dessen theilte er der „Versammlung ein Schreiben mit, das er am 20sten von den beiden in Paris anwesen- den Polnischen *.)lbgeordneten erhalten hatte. „Wir können Ihnen die Versicherung geben“, heißt es darin, „daß der Graf Sebastiani uns am 7. Juli aufforderte, einen Boten nach War- schau zu schicken; er selbst zahlte dazu die Reisekosten und sagte uns, das; der Zweck dieser Sendung set), unsere Regierung auf- zufordern, daß sie nur noch 2 Monate Stich halte, indem dies die zu den Unterhandluugen nötdige Zcit sey.“ Er habe es für seine Pflicht gehalten, fügte Herr v. Lafayette hinzu, diese Aufschlüsse seinen Kollegen zu geben. Von den Polnischen An- gelegenheiten wandte er sich sodann zu den Jtaliäniscben und Belgischen und verlangte 3111th die Vorlegnng amtlicher Akten- stiicke, damit die Kammer die VW den Ministern befolgte Poli: UH genau zu würdigen im Stande ser). Hierauf erhob sich Herr uizot,
„Ich komme nicht“, so hob er an, „um das Ministerium zu verthei-
diqe11:e51'|hinlänglich vcrthcidigt worden ; ich komme, um die Politik,
die Anncbten, Handlungen und Absichten dcr (Hegner deffelbcn, die auch unsere Gegner snd, anzugreifen. Sie erinnern sich, wie die Juli-Rcvolution von Europa aufgenommen wurde: Europa fand dieselbe bei dem Verfahren dcr Regierung unVermeidlick), ja fast rechtmäßig, und selbst ein großer Souverain, dcn ma_n als den ent- schiedensten Fetnd derselben kannte, sagte: „„Das imd die Folgen der Wortbrüchigkeit dcr Bourbonen.““ Dennoch erregte die Juli- Revolution in dem übrigcn Europa ganz natürliche Besorgniffc: denn Europa gehörte nicht zu denen, die in“ vierzii Jahren nichts gelernt und nichts vcrgcsen _haben; es mußte nch der oigcn erinnern- wclckc unsere ersicRcvolutton für dasselbe gehabt hatte. Was mußte unter diesen Umständen die Regierung thun? Gegen das Mißtrauen Europas die nöthigen. Vorstchtsnmaßregeln treffen und fick) in Vcr- tvcidigungZzustand sctzcn, andererseits aber auch die Besor niffc der fremden Mächte zu zcrürcum, so wie friedliche und freund (haftlicbe Beziehungen mit ihnen zu untxrhaltxn suchen. Dies war das 1111- ständigc System aller Ménistexten seit der Juli-Nevolution. Ein anderes" System war dieses, emem Vulkane glcici) ganz Europa mit Feuer mid Sibwcrt zu übcrzicbxn, die neue gesellschaftlichc Ordnung in Frankrcici) mit der dcs übrigen Europa, unverträglich zu erklä- ren und beide sogleich tn Kampf met einander zu bringen. Die vaosition in und außerhalb der Kammer ist zwar seit vierzehn Monaten dcrwcgen und uxibcsonncn qextug geWcsen, abcr nicbt kühn und großartig gem: txt ihren Thorbettey, um cing'olches System aufzusxcljcn. Jhrc nstckiten warcg fanattsck), gchäsng, unausführ- bar. Die Opposition war oft in _nck) gctheilt: Einige sprachen sich für den Frieden aus, Andere schwiegen, Andere rtrthen zum Kricge- aber zu einem volitisckixn, mcbt zu jenem vulkamscbcn Kriege der Propaganda, von dcm ich oben sprach: xioci) Andere ctzdlich woarcn für den Frieden und die Propaganda zugleich. Obgleich die Ovvoiition denKOichrankrcici) nrcht anzurathcn tvagt.',so vcrjyracki sie ihn dennoch 1111A115lande;sie versprach, alleIysurrrctionKVersuM zu untersxüßcn; sic veranlaßte dieselben, ohne nch darum_1u kümmern, ob iic dci; Gelingen derselben wcrdeschern können, „1.711 wee jene unglücklichen Mädchen, wclche Kinder in die Welt seHi'n- ohne Sorge darüber z*1 empfinden, ob sie dieselben werdcn ernähren und erziehen können. Dics is der Charakter der Ansichtem Abilchten und Handlungen dir Ovvosition seit 14 Monaten./( Dcr Redner Ang nun, um seit:..- Bchauvtung dui'chzufübrcn, dre vcrscbicdenen Jnsurrcctioncn durch und hob cs" bei dcr Polnischen nanxcntlici) hervor, daß das Bench- men und die Sprache der Franxöiischcn Opposition auch dort die Kraft der heftigen Partei um „Yachtbcile für das Land vcrmebit habe. Man sprrcbc, f gte er hinzu, voxi eincm Kamba- zwischen dem Absolutißmus und der Freiheit, zwxsckixn dcm DcZyo- risinus und der constitutionncllen Staatsform, Dieser Kampf 1111 allerdings vorhanden; neben ihm aber noch cizx andcrcr, nämlich der zwiicbcn der Ordnxmg und der Anarcbic, z1v11chcn dcm gesellschaft- 110111111111) dcin anttsdcialcn Geiste“, zwischen den crhaltcndcn und dcn zcrfi'örcndcn „Prinxiptxn, Leidenschaften 1111d_Fntcrcffcn. Frankrräcb befinde sich 111 glücklicher Stellung, a11§dtc1cn bcidc_n Kämpfen Vor- thril zjth zu können. Durch seine Gcnnnungcn, sctnc Wünsche und seinen Minen dcr conüimtionncllcn SackZ ergcben, sci) Frankreici» von Natur berufen, sich zum Patrondcr «ache dcr chibeit wie der Ordnung aufxuwerfcn; das einzige I)indcrntß/ „wclcmn Frankreicb bei der Erfüllung dicses Berufes lngeqnc. sey dre artci, deren Bx- nehmen er so eben beleuchteqk habe. Es ltcgc _111 d cser Partei auxb nianchesGute, abcr gcgenwarteg herrsche das Schischtc vor, und jie scx) jetzt mehr an du S11chc„scblcchter Lctdenschastcn und Interes- sen, als an die Sache des Cxuten, der Freiheit und der Ordnung gebunden. Darum sey ihr. Emßuß der Sache Polens und "Italien; verderblick) gewesen, und die fremden Völker möchten bedenken, daß ihnen von dieser Partei die Freiheit nicht konzmcn werde: sc Vcr- svrcche, was 17e nicht geben könne, sie schmeichle den Völkern und stürze fie ins Vcrdcrbcn.
Dieser Vortrag brachte eine außerordentliche Aufregung in