1831 / 275 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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1111]: Kanten nur diejenigen zugelassen werden sollen, dercn Kan- ten nicht breiter als 1 Zoll sind; die mit breiteren Kanten dage- gen sind als verboten anzusehen. ,

Von120sicn bis ZLften d. sind hier 15Personen an der Cho: icra erkrankt, [; genesen und 7 gcfiorbcn.

Frankreich.

PULS, 26. Sept. Gestern Vormittag begab der König sich in Begleitung seiner beiden ältesten Söhne, so wie des Mar- schalls Soulf, des Generals Pajo! und mehrerer Adjutanten, uach „Vincennes, um die in der dortigen Umgegend im Bau begriffe: nen FestungSwerke in Augenschein zu nehmen. - Tages zuvor hatte dic Marquise v. Loulé die Ehre, von dem Könige und der Königin empfangen zu werden.

Der „ite Wahlbezirk des Departcmmts der Marne zu So“.- zaime hat statt des Hrn. C. Péricr, der fiir Troyes optirt hatte, 11111174 unter 242 Stimmen den Finanz-Mmister Baron Louis zum Deputirteii gewählt. - Der 1sic Pariser Wahlbezirk hat übermorgen, ebenfalls an die Stelle des Hrn. C. Péricr, eine neue Wahl zu treffen. Unter den Kandidaten „befindet sich der Präsideu't drs Civil:Tribunals, Hr. Debclieyme, ehemaliger Po: 1izei:Präfckt. ,

Dic hiesigen Oppositions:Blättcr geben eine Liste derjenigen Dcputirten, die in der Sitzung der Kammer vom “ZMcn gegen die motivirtc Tages:Qrdmmg gestimmt haben; _die Liste enthält 117 Namen, so das: 1100) 10 fehlen, um die Ge: sammt:Zabl jcncr Dcputirteu zu ermitteln. Die gedachten Blätter geben ferner die Namen von 21 Deputirtcn an, die bei jener ?tbsiimmung gar nicht mit votirt hätten, und fordern nunmehr die miuifiericiicn Blätter auf, auch ihrerseits diejenigen Dcvutirtcu namhaft zu maibcn, die zu Gunsten der motivirten Tagcs-Ordmmg aufgeurtcn wären.

Der Conrricr franizais enthält einen Aussay, worin aus danreignisscn dcs 6-10. August v. I., so wie aus den dama- ligen Berichten des Moniteur selbfi, bewiesen werden soll, daß die Wahl-Kannncr allein das Rccht habe, die Pairs-qumcr neu zu organisiren. Nachdem nämlich die Deputirten-Kmmner in der Sisuug vom 7. August den Thron für erledigt erklärt, dioCharte verändert und dem Gencral:Statthalter unter der Bedingung der Annahme dicser leisteten die Krone angetragen habe, hätten Sc. Königl. Hoheit in dcr Audienz, die Sie den Dcputirten be: willigt, geäußert, das; Sie diese Declaration als den Ausdruck des National:?!iillenö betrachteten; dies habx sich zwischen 3 und 4 Ubrzugctragcn; erst mn 8 Uhr Abends set) jene Declaration der Pairs:Kammer mitgetheilt worden, worauf der Moniteur am folgenden Tage in einem Pofiskriptmn gemeldet habe, die Pairs: Kammer habe dem Herzoge von Orleans ihre Huldigung darge- bracht und ihren Beitritt zu der mehr erwähnten Declaration zu erkennen gegeben. Endlich habe auch in der feierlichen Siz- zung vom 9. August der Herzog den Präsidenten der Deputir- ten:.Kammer aufgefordert, er möge die Declaration der Depu- tirtcn:Kammer, und den Prästdenten dcr Pairs-Kammcr , er möge die Beitritts:Erklärung der PaiW-Kannner vorlesen. „Aus diesem Allen“, heißt es nun in jenem Aufsatze, „ergiebt sich klar, daß die Deputirtcn : Kammer damals in ihrer Onmipotenz einen Akt der Volks = Souvcrainetät übte, und zwar mit Ausschluß der beiden anderen Staats : Gewalten. ?lilcs gcschah ohne das Zuthim der Pairs:Kamiiier, die ganz im Hintergrundc blieb, 11011) mehr aber ohne die Mitwirkung der .Kdnigiick3ane1valt, dienoci) gar nirbt rxistirte, Die Pairs: Kammer und die Krone spielten eine völlig passiVL Rolle, die sich dort auf einen einfachen Beitritt, hier auf die Annahme beschränkte. „Wenn man also damals der Deputirtchammcr dic konsiitnirende (Kewait zuerkanntc, um eine Charte und einen König zu machen, so muß ihr auch cht allein das Recht zufte: ben, den 23111311 Artikel der Verfassungs:11rkunde zu ändern.“

Das Journal du Commerce will wissen, der Gesetz- Entwurf iiber den Aufenthalt der Ausländer in Frankreich, von welchem der Moniteur .in einem seiner Artikel über die lestcn Unruben gesprochen, werde der Deputirten-Kammer nächstens vorgelegt werden.

Dasselbe Blatt meldet, im Miuisierrathe habe man sich mit den ?litssckoweifungcn der Presse beschäftigt, und der Groß: fiegclbcwabrcr habe in diescr „Hinsicht Maaßregein vorgeschlagen, die von den Minisern des Krieges, der Marine und der Finan- zen gebilligt worden wären, *die Herren Cas. Périer, Sebastiani, v. Argout und Montalivct hätten sich abcr dagegen ausgespro- chen, und bei gleicher Theilung der Stimmen der Minister habe der König fiir die Verwerfung der in Antrag gebrachten Maaß: regeln entschieden.

Die Qnotidicnne hat seit heute (wie sie bemerkt, auf den Wimsch mehrerer Royalisten) den Wahlspruch angenommen: „Alles fiir Frankreich und durch Frankreich!“ In ihrer diesfalli: gen ?luzcigc sagt sie: „Wir wilifabren diesem Wunsche um so Lieber, als wir ihn schon lange selbst empfanden und, um ihn auszudrücken, nur noch auf eine Aufforderung warteten. Man täusche sicb indessen nicht. Es handelt fich hier nicht bloß um eine Saibc dcs Gefühls, oder um eine Frage um Ehre und Pflicht; man muß zugleich darin ein hohes poli ischcs Intercffe erkennen. In einem Augenblicke, wo die [este evolution jeden ?lugciiblick ihre Früchte tragen kann, ist es nothwendig, daß die Royalisten gleichsam durch ein politisches Sinnbild ihre unver: a'ndcrlichcii Grundsätze aussprechen und auf solche Weise im An: gcsikbtc von Europa den Charakter der Nationalität entwickeln, der heutiges Tages vornchmlici) ihnen beizuwohnen scheint, und wovon sie bei jeder Gelegenheit dem Lande die giänzcndßeich- weise geben werden.“

Der Graf v. Pontécoulant wird, wie mehrcre hiesige Blät- ter berichten, bei dcr ersten sich darbietendeu Gelegenheit in der

Pairs:Ka1mner nähere Aufschlüsse iiber die Zuriickberufnng dcs,

(Zentral (Juillcminot aus Konstantinopel verlangen.

Aus Balencicunxs meidet man, es scheine nunmehr gewiß zu seyn, daß auf der Ebrne von Braille :ies :Si.-Ynmnd, am Zusammenfiuffe der Scheide und der Skarpe, ein Lager aufge- schlagcn werden würde. Das Terrain war am 220211 Von dem Marschall Gérard, dcm General St. Cyr und dem Inten- danten der Armee in Augenschein genommen wvrden, die sich dcmnächß iibcr Valenciennes nach Maubenge zuriick begaben.

Das Tribunal in Bézierö-„bat, im Widerspruchs mit dem vom Pairslwfe unlängst gefällten Urtbciie, das Dekret vom 13. November 1811, welches auf die Eröffnung einer Schule ohne Erlaubnis: der Universität eine Strafe festsehtc, fiir verfassungs- widrig und ungültig erklärt, weil in Strafsachen nur das Gesetz rechtskräftig semi könne.

In der Gazette des Tribunaux liest man: „Geficrn und vorgestern wurden unter die Stadt-Sergeanten, welche sich bei der Unterdrückung der Unruhen des 17te11, 181en, 19ten und 20ßen d. M. ausgezeichnet haben, auf der Präfektur Bciobmm: gen auSgctbcilt; einige erhielten 40 Fr., andere weniger; auch die Polizei:.Kommiffarien sollen Belohnungen empfangen.“ --

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1514

Vorgefiern Abend wurde auf dem Plase'St. Martin cin Indi- viduum, das der Pöbel fiir einen Municipal:Gardificn erkannte,

dergestalt gemißhandeit, daß es nach dem Lazareehe gebracht

werden mußte. , _ In Toulouse sind am 21114211 1). M. in Folge der durch

den Telcgraphen eingegangenen Nachricht von den .in Paris aus- gebrochenen Unruhen die Preffcu zweier der vorigen Dynastie

ergebenen Bi zerstört, und

Litter, des Memorial und der Gazette du Languedoc, die Druckereien verwüstet worden.

Das in der ge-

nannten Stadt erscheinende Journal politique vom 2217er! 13. M, enthält folgende nähere Angaben über dieses Ereigniß: „Als vorgestern die Einnahme Warscbaits bekannt wurde und man zugleich erfuhr, daß eine in Bordeaux eingegangene teiegraphische Depesche aus Paris von dort am 17ten vorgefallenen ernsthaften Un: ruhen Mrldung thut, bemächtigte sich aller Gemütber ein Gefühl

der Trauer.

Am Schlusse der Vorstellung wurde im Theater die

Barsovicnne verlangt und von dem Publikum im Chor mitgesungen;

hierauf verließen die Zusch

auer das Schauspielhaus, aber die in testerm

vorgefallene Scene erneuerte sich auf den Straßeii, „weiche, bon zahlrei: chenVolksgruppendurchzogen wurden, die patrwttsrheLiedersangen. Dies dauerte bis tief in die Nacht fort, ohne in Thätlici)kcirei1

auszuartcu.

Gestern Abend aber war es mehr als ein bloßer

Volks-Yufiauf; man nahm eine gewisse Regelmäßigkeit in der Unordnung wahr; cine dreifarbige Fahne wurdc voraiigctragcn; die auf dem .KbnngPlaße versammelte Volksmcngc bildete, durch Neugierige verstärkt, cine Kolonne und zog nacb dcr Druk- kerei des Mbmorial, drang in dieselbe cin, zerstörte Preffcn, Tt)-

pen, kurz alles Material,

und warf es auf die Straße. Auch

das Wohnzimmer des Druckereibcsisers wurde nicht geschont,

sondern Möbel, auf „zog der H Verdrängte ein und wiederholte dieselbe

Wäsche u. s. w. auf die Straße geworfen. Hier: fe nach der Druckerei der Gazette du Languedoc, Piquet rcitender Artillerie, crbraci) die Thfiren Scene, wie in der Druckerei des Mé-

morial; nur die vier Wände ließ man stehen, alles Ucbrige

wurde aufgeräumt.“

In Bourges ist, eine in dem Bureau (11: [111100 ausliegende

wie der Courricr frangais crxählt, der dort erscheinenden Revue (iu (Ibm- 01 Bittschrift an die Deputirten-Kammer,

worin auf die Versesuug des Ministeriums in Ankiageftand'an: getragen wird, bereits von vielen angesehenen Brirgern dieser

Stadt untcrzcichnc Der Kaiserl. von Oubrii, isi auf seiner Rückreise von Paris nach Bordeaux gekommen. ge Erzbischof hat durch seinen Scerctair, den Ka: alle Pfarrer seiner Diöcese auffordern lassen, ofanationcn, die während der Februar:Unruben stattgefunden, iiber _die Anzabi der weggenom: , so wie über die persönlichen Beleidigungen, die

22ften durch

Der hicst nonikus Trcsvaux, ihm iiber die Pr in ihren Kirch menen Kreuze

t worden. Russische Gesandte amSpanischc11Kofq Herr

.iadrid am

ihnen selber ctwa widerfahren seyn möchten, genauen Bericht xu

erstatten. . Der Dichter B

érangcr fordert in einem Liebe, welches das

Journal des Débats und mehrere andere Blätter mittbciiru, dcn Vicomte Chateaubriand auf, sein BatcriAid nicht zu verlassen, damit Frankreichs Firmament nicbt emen «tern weniger zahle.

gung der H

ben. Borgrsiern soll

Der hiesige Magistrat hatte die Absicht, die Straßenreini- anptsiadt dcm te der Zuschlag erfolgen. Acht ?lnerbietun:

Mindcsisordernden in Entreprise zu ge:

gen waren gemacht worden, die höchste zu 1,226,000 Fr., die

niedrigste zu 1,005,000 Fr. Maxmmm auf 000, schlag, nnd der Gene ständen dieftädtische

Da indessen dcr Stadtratk) das

000 Fr. fcsigescizt hatte, so erfolgte kein Zn: rai-Sccrctair erklärte, das; unter diesen Uni: Behörde gesonnen ser), das Geschäft nach

wie vor fiir eigene Rechnung besorgen zu lassen.

chte bon mit, daß 11

Aus Toulon vom 20sien d. M. wird gemeldet:_ „Das Algier hier angekommcne Schiff bringt die Nachricht ck in den dortigen Lazarethcn eine Menge kranker

Soldaten befinde: ailc litten an der Ruhr, die sie sich durch unmä-

ßigcn Genuß des

Obstes zuzögen. Die Zahl der Kranken set) so

bedeutend, daß man einen_Tk)eil derselben nach Marseille brin:

gen we

aus hege die Absicht, der im Auslande

er Consiitutionnci meldet in einem Priwatschreibm Madrid vom 12tcn d. M., die Spanische Regierung durch ein Dekret die Tilgung und Verzinsung befindlichen Spanischen Renten einstweilen zu

sulipcndirm, um dem Schch eine Erleichterung vo11_172 Mil: lionen Realm zu gewähren. Auf diese Nachr1cht ml an der

heutigen

Börse der Cours der Spanisihen immerwährenden

Rente auf 451, hdd sich jedoch bald wieder auf 47, nachdem man die Gewißheit von dem Ungrunde jener Nachricht erhalten

zu haben glaubte.

- Das Frankfurter Journal enthält folgenden Auszug 11 aus Straßburg vom 25fien d. M. hier den ganzen Tag sehr unruhig gc: Nieder mit der Mauth! Nieder mit den Monopo-

aus einem Privatschreibc Abends: „chte ifi es

wesen.

leu! Es lebe die Freiheit!““ so ruft der Bürger, und Alles,

was

Hände hat, greift

zu den Waffen, für den Fall, daß etwa

die Behörden ihre Zuflucht bei den Linientruppcn suchten. Die National:Gardc und ihre Chefs haben dem Stadt:.Komman: damm erklärt, das; heute das Miiitair in seinen Kasernen blei- ben müsse; in Sachen des inneren Staatslebcus und der Admi- nistration bade der Soldat kein Wort zu reden; sie scvm die

Bürger

und verwrigcricn cinsiiimnig die Brod:, Salz; und

Schiachtfteucr. -- Schon hat der Telegraph disKundc dcr bie: sigen Bewegungen nach Paris gebracht, und frirs Ersie die Schlachtfteuer, die Auflage auf das Schiacbwicb bei seinem

Eingangc ins Land, zur „Hälfte hcrabgcscßt.

Die Bürger er:

warten bewaffnet die definitive Antworr von Paris, und noki) wirbeln die Trommeln fort.“")

Großbritanien und Irland. London, 25. Sept. Der General Sir G. Bingham ist

mit seinem Gcncraisiabe nach Fermoy abaegangen, um dort

eine große baiten, bci wei zugegen seyn wird.

Es heißt,

Musterung und demnächst ein Feld-Manöver abzu- cbem auch der Oberbefehlshaber unserer Truppen

daß das Französische Paar, welches kürzlich in

Liverpool verhaftet worden, und bei dem man einen Theil der Diamanten der Prinzessin von Orauirn gefunden hat, nach den Niederlanden zur ferneren Untersuchung gesandt werden soll.

Die Times vcrthcidigt fich gegen die von einigen Mitgiic:

dem des Unterhanses erhobene Beschuldigung, daß sie das Land ftir den Fall, daß das Oberhaus die Reform:?Bili verwerfen sollte, zur

Empörung aufzureizen suche.

„Wenn“, sagt das genannte

Blatt, „ein solches Mitglied uns vorwirft, das Heer zur Re:

*) Nack) Privatbriefen bcr, hatte man an diesem

aus Frankfurt a. M. vom 20. Septem-

Tage aus Straßburg die Nachricht, daß

die Ruhe daselbst bereits wiederhergeficllt war.

bellion aufgefordert zu'häbcn, so brauchen wir es wohl nur, n *tteu, daß der Re ent sie in i ren Graden c '“ '

es förmlich zu widerlegen, „auf das zu verweisen, was „wir 1.1ehKo111111isfion war de? Meinung,hdaß das Geslricßatderrt Fibri- SUUUch gesagt haben, näU'llO- daß, MU" die ToW-„FLMM ve [ler der Art set), die Aufmerksamkeit der Kammer in Anspruch sucixm sollte, „das Unterhaus , das Volk und den Konthan * nehmen, und brachte die Ueberweisung der Bittscbriften an bloße Automat der Lords durch die Bajonette" unterdrucken n Kriegs-Minißkk in Antrag, damit dieser die nöthigen Auf: wbllen, darm die Truppen nicht gehorchen wurden; denn rungen über die in Rede stehenden Entlassungen eben wurde in diesem Falle der Rebell seyn? Gott sey Dank,“ „me. Der Kriegs=Minisier verlangte sogleich das . ort Un'teri')aus hat dgs Seinige gethan, obwohl einige nschlas die von ihm angeordneten Maaßregeln zu rechtfertigen: Mitglieder durch il)r Nicht:Erscheinen bei der letzten Abstimm beklagte sich zuvördersi über 'die vielfachen Verleumdungen ciner Verantwortung sick) ausgesetzt hgbcn.| Was den ung!“ [ck? die Unterzeichner der Bittschrift gegen ihn vorbrächten, iichen,S1r RFW“: Peel betrifft, der daruber ]ammert, daß er, . dem sie sich für Opfer eines persönlichen Hasses ausgäben- nur rm personlichcs Interesse bei dem Systeme der verrotte er Regierung sey eher der Vorwurf zu machen, mit zu großer „?errrgfiecßetn Laibe, l;"icyt ?????ka ?5schn1eichscit,wsrifnlei1 Kind jide, als mit zulgroßer Strenge, verfahren zu haben. Er fragte, a erer e e en in era eu zu onnen, o z t! en wir ; , man denn ver an en könnte ' ' nicht, das; die Nachkommen des sehr ehremverthen Baronets * g , das; Leute, dw mchts wußten

. 1) sich dessen noch rühmten, ein Amt beibc alten oilt d daruber, freuen werden, daß die beabsichtigte vaterliche Wohit rzußeh?" sie nicht fähig wärcn? Daß sie lZirl) ihrscr leljiliiviffxxx hintertrteben worden sey.“

, _ ic berühmten, habe er aus einem Journal crse en worin cin

“Il 'Be] der VdOkILZUM Fakt kek“??? BkksÜUUYlmgd d„kkd Ba rief dieser-Qsfiziere bekannt gemacht worden so?), ,in welchem ("Maike wur c i nen *? * itt ÜUUS gema k- ; cinräumten daß sie weder den Bataillon- ien?

trag der in Umlauf befindlichen Banknoten seit kurzem um , D ' * ""ck den

nchen Soidatcn:Dienst ver iinden- aber vor 0 ““ gefahr 4 Millionen Pfd. vermindert worden set). Unsere ":den sse wiffen eiu Gewcbrfi zu ergreifen und Mk) FMF; [rute sind von dieser Mittheilung ungemciii überrascht worde bedienen. Als ob die Offiziere dazu da wären Gewehre [)dellkcb 1171031211 erst der Geldmangel, der seit 217,11ng ZM an zuscucrn! Dann würde man iiberhaupt keine Offiziere brauchen, Borse gchcrr1ch„t„und "1 FUL? deffxn das Geschaft sehr erschw jd die ganze Armee könne aus gemeinen Soldaten bestehen. wbrdm und einige Vaukerottc kurzlich gitsgebrochrn sind, an verlange von einem Offizier nicht, das; er auf den Feind rbarlicb geworden..»,Dchiobe arißert 111 dieser Hinsicht: jeßen, sondern daß er die unter seinen Befehlen stehenden qr, abscheulicb, daß die ganze Geld-Circulation so von dem E .oidaten gehöri leiten könne. Uebrigens seycn auch die Bitt- dimken der Bank abhängt, und daß der Werth aller Land 31

, , , 11er niemals r"“e-Offiziere gewesen- cini e ätteu ar kein

Erzeugnisse drtrch den_ Willen zweier oder dreier Bank-Direkto atent gehabt, andere hätten bei Frci-Co'rps gegsiaiéden. gScbiiefx:

auf diese Weise gedruckt oder gesteigert werden kann.“ . .. suchte sich der Minister noch von dem Vorwurf zu reinigen, Niederlande.

ß er die September:Männer zu entfernen erachte; er set) selbst Aus dem Haag, 28. Sept. Aus Breda wird gemei

" PZM?! d“ Skaiibek UZI habe bei seinen diplonmtischen

,. , , , , nter an un en un aa vie ei tebc ' ' daß Ihre Komgl. Hoheiten die Prinzen von Dramen und F 9 g ck " so v"! Muth "'tw'ckelt“ dricl) diese Stadt pasfirt sind und sich nach dem Hauptquarti

s ddiejebbixzclepnf, welche in Brüssel gÖkämpft hätten. Herr A. , , o en a ragte warummm dcn 'r d s [ Tilburg begeben haben. Heute wollten beide Prinzen in Ber , * fm": en e Genera stab“ op Zoom eintreffen, um die dortigen Fesiungswerkc und die 1;

ga'nzes Jahr ,und den iibrigen Offizieren nur einige Wochen _ ' eit ließe, um sich auf das Examen vorzubereiten? Herr von faymZ'm Augenschein zu nehmen. r.ouckbre antwortete, das; dies ganz natiirlich set), da man ie ordentliche Session der General-Staaten wrrd, d- n einem Offizier des Generaifiabcs ganz andere und ausge: Vernehmen nach , am bevorsiehcnden 4. Okt. geschlossen wer hntcre Kenntnisse verlange, als von einem Offizier der Linie. Gestern sind zu Wesiweni abermals 450 unserer Krieger jeHerren Bandebroek, Nothomb, dc Theur und Rai: wartet worden, die seit dem Beginn des ?lusstaudes in Bcigi m trugen auf die Tagesordnung an, während" die Herren gefangen gehalten wurden und sich zuletzt in Bouillon befund .largnies uud Gcndebien sich mit Heftigkeit dcr Bittstel- baben. Dcr Major Roloff hat sich nach Groß-Zundertbegeb um diese Leute in Empfang zu nehmen. Nächstdem hat 1

r aMulzn-rei? „Thur dcn Beistand der Offiziere, welcbe man , . . sta es agte e terer wiirdedieRcvoiution “c USt auch die Nachricht erhalten, das; die 17 Offiziere und andere * , tz , m 5 ande litairs , die wegen ihrer im letzten Feldzuge erhaltenen schwe-

kommendseytßi),k und Sbie, m.H., wiirden heute nicht als Reprä- ntautcn er ation ier sißen. Es i uuer ört da' man m Wunden in Tiriemont zurnckgeiaffcn werden mußten, am 27 ü h , ß (

"Jahrestageudes Sc tembcrs cine ol e re" d 1 t' : d. untcr gehöriger, von der Belgischen Regierung angeoxdn p s ck stb [M e MIME) lg

bkßäkigm Will- Wenn an die Bitt eller n'1t r d Eskorte Von dort iibcr Löwen, Mecheln und Lier abgegan ck ß '“) ge (1 c

1! Gesetz oder das Recht fiir sich haben, so ist es doch fiir d' sind um am 291701 iiber Wcsiwcsel nach Groß:Z1mdert be ammer cine heili e fli t ere ter als das R 1 ckck dert,zu werden. Ein Gesundbeitßchnter wird für die g g P ch, 9 ch cch zu .

ck trage darauf an eine genaue Untersuchim u veranla en Aufnahme dicser „Verwundeten sorgen, unter denen sich auch vor eine Entscheidténg in dieser Sache erfolgt?“z Dieser Horx Oberst Galliöres befindet.

. , ag erregte eiiien so lebhaften Bei all in dcn ö entiiclen r': Emrin Scbrcibcn ans Staats-Flandrrn zufolge, ziehen f ff ) T'

. " . , neu daß der Präsident fick) verania*t fand die eich nr Belgier m der Nahe unserer dortigen Granzxn eine sehr misc uhr ,zu ermabnen. Herr Lebeau, dcrß sich diirch rsinige IFN- 1ici)e Streitmacht zusammen, und in den Dörfern Eccioo, M

' _ , erxnngm des borigcn Redners über die friihere Verwaltung "dcgbcm mL) Umgegend sollen bereits 6000 Maxin vereinigt sc ersoniicb angegriffen glaubte, äußerte sicb sebr leidenschaftlicb oberhalb Ct. Anna ter Munde sind sie beschaftigt, Batter der diese fortwährenden Angriffe, und verlangte, daß man lie: arrfznwrrfcn. Es soll ihren Truppen jedoch an vieleir Leben r die vorige Verwaltung in den ?lnklagezusiand versessen solle, durfnisscn mangeln, und nur die Furcht, bei den Hollander]! ei

, odurrl) die Mitglieder der je i en O oition als Verleumdcr rible Behandlung zu erfahren - cine Furcht, die ihnen von - s 9 pp '

, kannt werden wiirden. Dcr Krit s:Mi11i“ier verlan te die Belgischen„Zeitungen vorgespiegelt wird - hält sie davon g ' g

,_ _ ' ortscsung der Debatte auf iibermorgen, welches genehmigt klU'kd, smt'großch Massen morix, als es bereits geschieht, zu * urde, worauf sich die Versammlung in lebhafter Aufregung zu c er tren.

ennte,

„Jm Journal de [L, Hay,: “ck Man: „Pie Französin Zu der Sitzung der Senatoren:.Kammcr hatte sich ge: R-egimeuicr gehen zwar uber die „Belgische Granze nach Jr ern wieder nicht die erforderliche Anzahl von Mitgliedern einge: reich zuruck; bald darauf kehren 1cdoch von jedem Regim nden, weshalb keine Beratbung siattfindcnkonnte. Dchrä: ciwa 5-600 Mann, ni-Bfiousen geklridet, wieder um, geben; dem zeigte dies mit der Bemerkung an, daß das Namens- fur Belgier aus den sudirchen Provinzen aus und werden - erzeicbniß der anwesenden Senatoren den Zcitungen zur Publi- Hecre des Königs Leopold einverleibt. So treten nach und rung mit etheilt wcrden wiirde. in die Belgischeri Reiben diese„verbimdetcn Soldaten ein, o- Der önig ist in der Nacht um 1 Uhr von seiner Reise welche die Belgier nichts Vermogcn, nnd wemr der Wcrffe ach Gent zurückgekehrt und in seinem Schlosse in Lacken ab: stand abgelaufen TW, werden es Franzosen UUÖ nichtBeigier fticgtn. Gegen Ende dieser Woche wird der König in Am: welche von den Hollander" bekämpft werden miiffen. Da erpcn erwartet. reich die Mittel beskBk- cinen 101chM BUWZNWÜ) [MIO forts, Der General Niellon ist zum Ober-Bcsehlshabcr in Osi: zu können, so is] es eine Nation von 32 illionen, die, in'-

ck , . ' , nd Wesiflandcm ernannt worden. Ybstcbi, dic Briqlsch Ehkx, wiederherzustellep, eme Nation) Der General Grundlcr macht durch den hiesigen Moni: ungefähr 2 Millionen bekainpfen wrll! Wir haben lange "-

, , ' ur bekannt, daß er nach dcm Lager bei Dieß abgehe, und sor: stand genommen 7- 1a, Wik thun'es, aller diesfallig'en Be kt die zu seiner Verfiigung gestellten Offiziere, welche nach sei: ungearhtet, noch immer - an eiiie solche Heuchelei von (L' r Abreise in Brüssel eintreffen sollten, auf, sich an dm Genc: ten einer Macht zu glauben, die m den ?lußön der '; l-“Lieutenant DeSprez zu wenden, dcr ße von ihrer weiteren ker niemals für heuchierisch gait. Wenn Herr" érier, w estimmung in Kcnntniß setzen wiirde.

die, Franzofiscbe, Regierung cmer solchen Tanschuns f** Der Lynx theiicfoigendenAuszug eines Artikels aus einem wärrn, so müßten die Franzosen vor ganz Europa Ze

. , , _, *„UUäUdischcn Blatte mit: „Die ganze Holländische Nation hat, so uuwurdtge Kunstgriffe PkMiUkM- So sehr “"ck die 91 k den Ausenblick ihre gewohnte Weise ausgebend, cine kriege-

sche Stellung angenommen. Sie ist niemals in einer ähnlichen t-nnymng gewesen, und obgleich Jedermann einen ehrenvollen Frie- nwuiischt, so würde doch Holland, wenn die Feindseligkeiten wir: kbxgnrnm sollten, einen bisherunbekanntenAnbiick darbieten. Die ation zu einer Bewaffnung in Masse entschloscn, und es wiirde r „Ausfiihrung dieses Vorhabens nur eines Wortes des Königs dllkfm. Weder Geld, noch Güter, noch Blut wird von Alt: olsand geschont werden, sobald die Interessen des „Vaterlandes e Nation an die Gränzen rufen sollten. Die geräuschloscn, _er thätigen Anstalten, welche man allenthalben trifft, geben en Begriff von den bisher unbekannten oder vielmehr ver- nnten Kräften dirser Nation, die mit so inniger Liebe an areriaud und König hängt. Das Belgische Ministerium vcr- k'kbt, der Nation eine Armee von 65,000 Mann; unser Kbiiig rspricht nichts, und dennoch stud wir vollkommen überzeugt, ß unsere Streitkräfte bedeutender seyn werden. Der verflos- UZ Monat hat überdies unsere Ucbcriegenyeit au moralischen c«sten hinlänglich bewährt.“

"" “- Brüssei, 27. Sept. Zur Feier der vorjährigcn eptember:Tage sieht man im Park eine Belgische Fahne anf: ßellt, in deren Mittelfeld ein Todtenkopf abgebildet isi; nächst: m findet heute auf Kosten des Staats ein Trauergottcsdicnst m Gedächtnis der Gefallenen statt; dies ist aber auch Alles, as tray dem, daß uns die Franzosen mit ihrer Iuli-Feier vor: skÉauzen -s1nd,zumAndenkcn der Revolution geschieht, die durch ke rfoi „e in der That nicht zu sonderlichen Belustigungm auffor- rt. » er König Leopold ist in diesem Augenblicke mit der Music: UZ der in Flandern aufgestellten Truppen beschäftigt. Während sei- 8 lnfenthaltesin Gent hat er persönlich viele Theilnahme, aber auch ndeutungen genug gefunden, wie sehr sich der dortige Handels- d Fabrikensiand nach dem alten Regime zuriickschnt. Von ner Minißer-Veränderung wird neuerdings viel gesprochen; Hr.

ten der Bürger Frankreichs von einander abwkichen mögen, viele Regierungen sich auch schon in diesem Lande gefoi t nicmais hat doch die loyale Nation bis zum politischen e sich herabgclaffen. Mau blicke nach der Republik von den *" gen bei Fieurus bis zur Sch1achr an den Pyramiden, man ' nach dem Kaisertl)um in der großen Zeit von Aufteriih Wagram, man blicke endlich nach der Monarchie, die in Spa, und Algier Krieg führte *- iiberall haben die Krieger, von" vcrschicdenstcn Gcsinmmgen beseelt, sich Ruhm erkämpft, immer sind die Gesinnungen loyal gewesen, und die kriegeri Unternehmungen wurden offen angekündigt. -- Und jest - Maskerade in Blonscn, Siege, die man nicht wagen würde, sich selbst auszusagcn, und die man denBeigiern, selber unf* Siege zu erkämpfen, zuschreiben müßte! Ein solches Verf «' ist nicht bloß niiioyai, sondern auch gemein und niedrig. W es von Frankreich geduldet wird, so weiß es Frankreich n' denn es wiirde sich unmöglich von einem Ministerium, dai Stande wäre, es so weit zu verkennen, der Art erniedrigen sen. Unbezweifelt wird man über diese Manöver, die von Gerüchte laut bezeicbnct werden, Aufklärungen verlangen. M ten sie doch auch den leisesten Verdacht entfernen! Wir sind geneigt, Frankreich dagegen zu rechtfertigen und, falls Sache begriindet seyn sollte, dem Ministerium allein, von * 26 angeordnet worden, alle Schuld beizumessen. Solche 9111 nungen werdcn iibrigens auch dem Marschall Gérard gar 11 zusagen; eine Armee mit solchen Disvositionen müßte in That vom Marschall Vidoc befehligt werden.“

Brüssel, 27. Sept. Die gestrige Sißung der Re? sc11tanten:Kammer wurde der Berichterstattun iiber e““ laufenc Bittschriften gewidmet. Zu einer weitläuftigen Deb gaben die Gesuche vieler Osßziere Anlaß, welche sich über von Seiten des; Kriegs-Minisicrs verfügte willkürliche Ent sung beklagten. Sie beriefen 011“; auf die Dienste, die sie in

seit den Scptcmber-Tagen geleistet, und denen sie es zu verdé beau scheint wieder an das Ruder zu kommen, was ein Sieg

1515

fiir das. gemäßigte Prinzip set)" wiirde, Einverleibung ganzer Französischer Regimenter in die

iebt dic elgischc

Dagegen

Armee zu dem seltsamen Gerüchte Anlaß, das;, an die Stelle des „Hrn. von Broukére, ein Ausschuß, der aus lauter Franzosen be: ]tcht, die Leitung unseres Kriegs-Minisieriums ubernehmen wiirde. -- Es soll 19in ein neueres Protokoll angekonmicn seyn, das in Bezitg aus die _Thciiung der Holländischen Schuld nene Vor- schläge macht, ]edoch von unserer Regierung förmlich abgelehnt

worden seyn soli.

Oesterreich.

Wien, 27. Sept.

Gestern Vormittag hat auf der soge-

nannrcn Schindlz vor der Mariayiilfcr Linie ein großes Exercier: Manover, zu welchem fiinf Grenadien, vier FiisilirwBataillmW und„acht Eskadrons Kavallerie, nebsi einer Kavallerie: und zwei Spfundiaeanß:Battcricen, unter Kommando des Herrn Feld: marschall-Lieutcuants Freiherrn von Bakonyi, ausgeriickt waren, stattgefunden. - Die Truppen maren in drei Treffen auchsicilt: 1111 crsien Treffen die vier Füsilier: Bataillons nnter deni Kom: inando „des Herrn General: Majors Prinicn Gufiav von Wasa; 1111 zweiten Treffen die fiinf Grenadier-Bataiilons unter Kom: mgndo der Herren Brigadicre von Wöbcr und von Rcsib; im dritten Treffen dic vier Divisionen von Nosiiz Chevauxlcgcrs un: trr Kommando des „Hrn. General-Majors v. Böhm. -- Säumni- 11che nach dem Plane dcs Manövers vorgezeichnete Bcwcgrm: gen der„vrrschiedcne11 Waffen- Gattungen wurden mit der größ- ten Praciiion ausgefiihrt. _- Sc. Mai. der Kaiser, ?lilcrbocbsi: welche, von Ihrer Mai. der Kaiserin begleitet, Schönbrunn um 10 Uhr Morgens verlassen hatten, JJ. MM. der König und die Komg-n von Ungarn, Se. K. .). Hoheit dcr Erzherzog Franz Karl nebsi Sr. dnrchlauchtigsien Gemahlin, der Frau Erzherzo: gin Sophie, „11in die iibrigen Erzbcrzogc KK. HH„ verherrlicbtcn dicsrs inilitairjsche Schauspiel, das von dem schönsten Wetter begunsiigt wurde, mit Ihrer Gegenwart. - Eine unermeßlécbr Menge voanuschaucrn war nach dem Manövcrplaye geströmt und ließ beim Anblick: des geliebten Herrschers uud Seiner er- 1auch1cn Familie, die Luft von Jubeigcscbrci erscliallcii. Nach beendrgtenrMandvcr dcfilirtcn die Truppen in ?lbtbciirmgen vor dci1 Mlerbochßen und Höchsten Herrsckmften, welche sich sodann ivtedcr nacb Schönbrunn zuriickbegaben,

_qur in Folge der laiidcsvätrriichci1Fiirsorge Sr. Kaiscriicbcii Majcsiat chriindetc (irßthin bereits erwähnte) Privat “- Verein zur Bcschgftigtmg brodloscr Arbeiter hat im Nicdcr:Ocsicrrcicl)i- schen RegierUiigs-„Gcbände am 26. d. M. seine erste Zusammen: tretung unter dem Borsis des K. K. Wirklichen geheimen Raths nnd Oberhof: und Landjägcrmcifiers Grafen von Hoyos gehal- trn. - Unter den ersten Konstituemcn des Vereins waren bei dieser Sitzung auch So. Durchlaucht dcr Haus:, Hof: und Staats- Kauzirr Fiirst vou Metternich und Se. Crcciirnz der Staats: und .Kon'fcrcnz:Mi11ifier Graf von Kolowrat gegenwärtig.

Bon vorgestern bis gestern Mittags sind hier (51 Personen an der Cholera erkrankt, 30 genesen und 30 gestorben. /

Italien.

In einem (von der Allgem. Zcitunq mit ct eilten

Privat-Bricfe aus N capcl heißt es: „Da ich [)*cute dixz fxrmiici)? Bcfiyiiahme der neuen vulkanischen Insel bei Sizilien durch die Engiaiidcr zu meiden habe, so muß ich noch ein paar Worte von einem Berichte sagen, der die erste von den Engländern anqr: stellte Untersuchung derselben enthält, .Er ist vom Capitai-i Swin- burne, Sloop „Rapid“, unterm 22. Juli an den BicoMidmi: ral Hotbgm gerichtet, und es geht daraus hervor, daß Siviiibnrne sich in einem Boote am 18. Juli dem Vulkan bis auf 20 Yards (00 Fuß) genähert hatte, wo er endlich in 50 bis 60 Fuß Tiefe Grund fand. Er bemerkte, daß ein Theil des Kraters 10 bis 12 Yards lang ganz wagerccbt mit der Oberfläche des Meeres lag, und daß man an dieser Stelle am besten in den Krater sehen konnte, welcher mit einem schlammigen in großer Bewegung be: ßndlicben Wasser angesiiilt zu seyn schien, aus welchem Steine und Asche in die Höhe gcsch1cudert wurdcn. Damals konnten also die Engländer noch nicht zur Besitzuahmc gelangen, ob ße gleich schon daran dcukcn mochten, ja Wahrscheinlich Capitain Swinburne sich vorzüglich deshalb der Insel so scbrgcnäbert batte. Aber kaum war vierzehn Tage nachher die Bctretnng der Insel möglich geworden, als diese Besisnahme am 2. Aug. durch den Capitain Senhonse vom Linienschiff „St. Vincent“ wirklich volizo: gcnwurdc,ivoriibcr die Zeitung von Malta aus dem Berichte an den Vicc-Admiral Folgendes aiifiiyrt: „CapitainScnhousc bésuchtc den

neuen Vulkan auf dem Kutter „Hind“.

Der Ausbruch war uoch in

voller Thätigkeit, daher hatte der Krater so zugenommen, das; er an den höchsten Stellen 200 Fuß tiber den Meeresspiegel bervorragtc. Die Insel hat jetzt 13; Migiicn im Umfange und isi kreiösörniig. Am 2. Auq. stieg C. Senhouse auf der neuen Insel aus Land und fand sie so solide und kompakt, das; er der Meinung ist, sie

werde eine permanente Insel bilden.

Er pflanzte daher die Eng-

lische Unions-Fiaggc auf derselben auf und gab ihr den Namen

Grahams-Jnsel.“

Nack) audcren Berichten wäre diese Bcsißnah:

me noki) feierlicher gcivcscn. Das Admiralschiff und eine Fregatte sollen in einiger Entfernung stationirt gewesen, vor der Besisnabme cin förmliches Protokoll aufgenommen worden und nach Auf: pfianzung der Flagge von jenen Schiffen eine Saive von 120 Schüs-

sen erfolgt seyn. Das Publikum hat

diese Thatsache erst spät er:

fahren, da sie, wie leicht crkläriici), nicht öffentlich bekannt ge: worden. Der Vorfall hat nämlich hier eine unangenehme Sen: sation gemacht, und wohl niibt mit Unrecht, da die neue Insel in der Mitte zwischen Sicilien nnd der dazu gehörigen Insel Pantellaria und ungefähr gerade in solcher Entfernung (25 Mi: glicn) vom Lande liegt, als angeblich zu einer willkürlichen Bc: sh:(x'rgreifung erforderlich isi. Es wäre“ möglich, daß man da; gegen Einwendungen machte. Die lcytcn Nachrichten von der jcsigcn Insel (Jraham reichen bis Ende Angufis. Der Ausbruch hatte gänzlich aufgehört, und man gab ibrcu Umfang damals auf 4 Miglicn (eine Deutsche Meile) an.“ 7

Cholerm

In der Residcnzßadt Berlin waren

rrkr. gen. gest. Bcfi.

bis zum 2. Oktober Mittags 939 218 605 116

hinzugekommen bis zum 3. Oktober Mittags 44 3

M

Bis zum 3. Oktober Mittags Summa 083 221 630 132 Hierunter aus dem weiteren Verwaltungs:

Bezirk von Berlin bis zum 28. Sept. . 17 3 13 1

In obißer Zahl Militair . . . . . . . . O

er-Barnimscher „Kreis.

. . 11) 2 8 In der Stadt Wriesen

sind erkrankt genesen gesorben Bestand

bis zum 30. September 91 Darunter Militair 30

25 49 14 3 20 7

25 1:12

Regierungs:Bczirk Stettin."

Kreis Greiffcnhagen. 9111130.Scpt, hat fich die Cho-

lera in Sinzlow uud Pakuicct gezeigt. RegierungssBezirk Köslin.

Nachdem seit dem 15. September die Cholera in dem Dorfe Schluscbow wieder aufgehört bat, ist dieser Regierungs-Bczirk von der Cholera ganz frei. _

Regierungs:Bezirk Gumbinnen.

Kreis Lyck. In der Stadt Lyck sind vom 12. bis 22. Sept. 13.3 Personen erkrankt, 58 gestorben. Zn Mroscn ist die Cholera am 18. Sept. ausgebrochen.

Jm Kreise Tilsit ist dieselbe iiur noch in der Stadt Til: st 1, es sind daselbsi aber bis zum 27. September 152 Personen erkrankt, 03 gestorben, 43 genesen.

Im ganzen Regierungs:Bezirk sind bis zum 17. Scytcmbcr Ubkkballpt 1057 Personen erkrankt, 305 genesen, 020 geiiorbcii, 72 noch krank.

. An der ?lsiatiscbm Cholera sind vom Tage des Ausbrucbs bis ZUM 3217111 Tage ihrer Dauer Von 1000 Einwohnern gxßmbrii; in Lemberg . 30 Personen, genauer 38-„z“

= Riga. . . 26 : - 253,5-

- “Miran . . L;.)- : : 21,7 7 -. Posen . . [()Z- : : 1()„7 .* «Petersburg 10;- : . 10,4, , Königsberg 8;- - : Z,», - Elbing . . 8 : - 7,« : Danzig . . 1; : : (;,-„ : Stettin . . 4 ; : 4,7 : Bxklin - . 2x : '*' ;.)/41

/

"Wissenschaftliche Nachrichten.

Bci der hohen Wichtigkeit und dem aligcmcincn Intrrcffe: des m den narbbcimnntcii, neuerdings crsrbicnciicii, Druckschrift ten bebandciten (bcgcnsiandcs, glauben wir die folgende, in den iirursiru Heften dcr „Jabrbiirbcr fiir ivisskiisäias'kliäic Kritik“ cnibaltrnc, trefflicbe chcnsion den Lcscrn der Staats: Zeitung vollständig mittycilcn zu müssen:

1. Ueber die Oßmdtscbe Cholera, nach vielen eigenen Beobachtun- gcn,und Letcl)cn:Oeffnungcn von James Anncslci). Nach der zweiten Aus i_ive von_12520. aus dem Englischcn überscizt von 01: Gusiav tmiy. ,iziititioycr 18:51. LU |. 220 8. .*.

1]. Ueber) dtex Choicra-Krankhmt. Ein Scndscbrcibcn F. Cl). von Lchr s. H'bnrgsbcrq 1831. 60 8. (c. Dcffelbcn Zusätze zu seiner Schrift uvcr dtebenlcrmKrankhctt. Ebendasclbsl 4.3 H'. ».

111.Bcobachtuugcn uber die cprdcmischc Cholera von 1)1'. R. “?

W. P- Rcmcr._ Breslau 1531. xl. 12.3 d'. 8. "

„Wenn das politische Lrbcn'dcr Natiouxn in einem Zustande un- ruhrger Entwicklung oder Zcrrutiyng begriffen ist und auf der (lil. deren Seite dtc Natur,_ leicbmm m Uebereinstiimnung mit dcr Ge- schichte, aucb das_leibltM Dascyn mit außerordentlichn Ucbcln bc droht, sy daß in jeder Bcztrhung Zwretracht und Jrrsal, Angü und Notl)_ nch verbinden mzd m der großen Aufregung fast nur noci1 Parteien und Widerspruch zu unterscheiden sind: dann ist es :*in undankbare§ und meistens auch vergeblicher: Geschäft, dic rubiqs' Stmzme fur d__re Wahrheit zii erheben und untcrwciscnd odcr bc- srhwicksigend nei) ctncm Streits zu _nahcn, in weicbcm dic Gcrccb- _ttgkcit rbcu so schwer zu ubcn, als die Bescixcidcnhcir zu bcwabrrn est. Scizox: gits dtcscm (Hrundc möchte es mihsamcr seyn, das Urtbcil _nbcr cine Seuche, „die auch zu dcn schweren Problemen „diescr Zett gehört,_ „mit_ aller Ergcbung der Zu- kunft anhctmzusicllen, wcnn nicbt em Jeder verpflichtet wärs, m Sachcn_ des Berufes dhne Rücksicht auf Zcit und Umsiändc nacb bcsicm Wtffz'n cm Zeugnis; qbzulegen, sobald ein solches aus'drück'lici) gefordert iptrd und dazu d1c Noth immer dringender anzumahncii scheint. In so Fern es nun htcr auf die Bcurtbcilung dcs Gegen. standes selbst vxclnixbr als der Bücher ankommt, isi dic Aiiswabi der letzterer: glcechgulttg: die ach angefiihrten wurden aus der gro ßxn Mengc „nur deshalb hervochzogcn, weil die Verfasser dcrsclbmc die Krankheit in verschiedenen ändern, nämlich in Oiiindicn, Ruß land und Polen, selbst beobachtet und eine größere Unbcfmiqcnbcit “„" de_n Tag geeicgt haben, als es bisher bei den meisten übrigen «chrtftsiclicrn uber die Cholera dcr Fr!!! gewesen iii.

2 Die erste Abhandlung btidct den ausxxczeichnetcn Theil cines großeren Werkes (d'erlrxliuz 01 1116 111051 111137002111, 1115011585111 |n- tiin. |»)- .|. 1111110510); [Öst. ".?-, [5101101]. 1401111011 1829. 8)- durch dessen _Ucbcrfetzung den Deut („hren Acrzten cin_anqcuehmerDi1-nsi geschehen rst. Dcr Verfasser hat funf iind zwanzig Jahre in Osiindicn qi'lcbt und während der größten Heftigkeit dcr Epidemie die medizinisclxxn Angelcgenbcttcit bei dcr YZsayung vom Fort St. George und im Genrral-Hosyttqi dcr Praudcntschaft Madras grlcitct. Er zcéqi sich in der Schrift als Engländxr von der besien Art, cinfacl) unk- nnsvrycbslos, aufrichtt und bcsinnnxt, den Sinn durchaus auf das“ Praktische gerichtet, _ckarfbltckend uberdics und voll von gesundem Mrnsclxenvcrftand, Die cmzelncwErscheinungen faßt er mit großer Klarheit aur, vermag abcr de_n Netcbtbum seiner Beobachtungen nicbt untcr die Herrschaft allgemeiner Idcxn zu_bringcn, daher öfters _qr- trcnnt und in zu viele Fächer; gcthctlt__wtrd, was nothwendig xxx., sammen_ ?Zbdrt. _Srinc Erklärungen und sparsam angebracht und weder tec nnnig noci) originell; dee sichtbaren Symptome, der Lci. .ctxcnbxfund und die Heilmittei smd ihm die Hauptsacbcn, in drm bundtg gcschrtebcncn Krankheits: und ScetionIgeschichtcn bewährt sich jene Metsicrschqft, die nur geübten Beobachtern rigen isi. Unter d_cr großext Mehrheit Oßmdtschcr Acrzrc, welche die Cholera fiir einc einfache Epidemie erklären und tbr dic ,ansicckende Ei cnsclmft unbc. dingt absprechen, behauptet Atineslct) euren vorzüglichn Platz

"In dem Vcrftzsser der zweiten Schrift und der dahin gehörigen Zusaizc erkennen wer einen acht und ücbzctkgjährigcn Veteran, wckrbcr, dem Treiben der Parteien längs entrü t, in schlichter Weise und obiie Umschweife dic Bemerkungen mitthcilt, zu welchen ihm die Evtdcnxtc in Moskaii Veranlassung gab. In den Zusätzen besonders giebt nch seine Meinung gm klarsten kund, und es iii nicht ohne Bedeutung, das; ein so bcruhmter Anatom sich nur geringen Nutzen von dcn Leicheudffnungcn der an der Cholera Verstorbenen verspricht, m diese, Untersuchung fast für _übcrfiüsffg erklärt. Die Scucsw scheint thin m Yütthcn, wie in jedem anderen Lande, aus dem In samxnenwirkcn nderrscher und tcllurischcr Ursachen zu cntsichcn, über, all uri) von selbst erzeugen, zuweilen aber auch ansteckend werden zu können, obgleich cs iioch sehr die Frage sel), ob man iir in den Fällen, wo ein Kontagtum vorausgesetzt wurde, nicht vielmehr einer cpidcmischcit Einwirkung, als einer wirklichen Ansteckung zuschreibcn musse; Bet den Blattern, bei der Ruhr und dem Scharlachseber soil die Gefahr der Ansteckung noch größer als bei der Cholera say» Dee Räucherung vpn Wanken und der lange Aufenthalt von Men- schen in Quarautamen ist nicht allein für nixnüv, fondcrn auch für hochst „schädlich erklärt, weil die FolYin diescr Maaßrcgcln noch scbrcckltcher als die Seuche sind. Der ißbraucb dcr Arzneien wird wie billßg scharf gctadclt und insbesondere die Nachahmung der Eng; lisch-O indischen Methode gänzlich verworfen.

Die dritte Schrift ist ein wohl geschriebener Bericht, *in welcher der zur Bcobachtun dcr Cholera nach Warschau geschickte Verfasser von deimenigen Rc enscbaft giebt, was er während seines Aufent, balrcs in dieser Hauptstadt theils selbst gesehen, theils von Anderen erfahren hat. Der Erzähler isi zu versiändi , um dieKrankbeit nacb,

den von ihm gesammelten Bcobachtungen chlechthin für eine Kon-

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