1831 / 281 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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ben, daß der Deputirten-Verein, der seine Versammlungen in der Rivoli:.Straße hält, ihn gerichtlich habe belangen wollen; aus welchen Gründen und um welches besonderen Artikels willen, wisse'er nicht. Auf den Bericht einer zu diesem Behufe ernann- ten Kdnxmission iiber die Folgen, welche ein solcher Schritt ya- bcn-kwurde, hade indeffen der genannte Verein sein Vorhaben auf- gege on.

Die hiesigen Zeitungen enthalten folgende Zusam- menstellung der Protokolje der Londoner Konferenz von Nr. 35. bis Nr. 41, ohne indeß eine Quelle anzugeben, welche die Vluiheuticität derselben verbürgeu könnte. „Am 3. Sept. ver: [angie die Konferenz von den beiden Parteien eine vorlänfige Antwort auf folgende drei Punkte: 1stens die Feststellung der LZ-ränzcn; 2tens die Angelegenheit Luxemburgs; Ztens die Thei- 1nx1g der Schuld. Nm 5. Sept. gaben die Holländischen Be- vollmächtigten ihre Erklärung ab, Welche ganz mit den Bestim- mungen des Protokolls" vom 20. Jan. iibereinstimmte. Die Belgischen Bevollmächtigten antworteten erst am 21. Sep- tember. Sie erklärten, daß ste sich ganz an die 18 Prä- liminar:2[rtikcl, welche später als das Protokoll vom 20. Januar frstgesiellt wären, zu halten gedächten. _ Das 35te Protokoll enthält die Entgegennahme der Vollmachten dcs Hcrrn van de Weyer. Das 36ste handelt von den Ange- !cgcnhcixrii Brixemburgs, und driickt den Wunsch aus, daß die Ge- sandten .Ocstcrreichs und Preußens sich in dieser Beziehung mit den BVUUWOTW des Deutschen Bundes Versehen möchten. Das Z7ße_entyält die Erklärungen der beiden Parteien, wodurch sie dem Waffenstillstand beitreten. Das 38fte hat zum Zweck, den Uebersci.)weimmmgen in der Umgegend Von Antwerpen Einhalt zu tdun und die Demolirung der während des Waffenstillstan- des durch die Belgier errichteten Batterieen zu veranlassen, Das 306.3 betrifft die Frage wegen der Feftungen und erklärt, daß die Französische Regierung keinen Theil an den Unterhandlun- gen d.:riibcr nehmen werde. Das 40fie betrifft den gegenseiti- gm] MitStausck) der Kriegögefangenen und die Ernennung vpn Konimiffaricn, um die Angelegenheiten wegen der Ueber- sriiwctmmmgen zu ordnen. Im 41stm wird die Zufriedenheit iibcr die Erklärung Frankreichs, das Belgische Gebiet von seinen Tritpvcn räumen lassen zu wollen, auögedriickt. Das 42ste vom 21. SW. betrifft das Großherzogthitm Luxemburg. Die Be- vollmäcdiigtcii Oesterreichs und Preußens beklagen sich, im Na- 111911 des Deutschen Buridrs, iiber das Betragen der Belgischen ReJierimg im Großherzogthum und erklären dieselbe dafur Ver- mitworxiich. Die Konferenz nimmt diese Erklärung Zu Protokoll und verfügt, dieselbe znr Kenntniß der Belgischen Regierung brin- gen xn 1.1.7971. Das 43sie nimmt die Antwort der Belgischen Bc- voiliiiäcHtigr-en auf das Protokoll vom 3. Sept. entgegen und er- klärt, den beiden Parteien gegenseitig ihre Antworten mittheilen zit wollen, indem sie die von ihnen dagegen zu machenden chcrkthen bis zum 26. verlangt. _ Von beiden Seiten ist man dieser Aufforderung nachgekommen, und das 44ße Proto- koll Vom 26. Sept. besagt, daß sich aus diesen Mittheilungen kciiie ?iiiijährrmg iiber irgend einen Punkt ergebe, und daß neue Explicatidiieu derselben Art nur dazu dienen wiirden, denZn- smn) dcr Fcindssiigkeit und des Unglücks anf unbestimmte Zeit zn vrriäirgern. Demzufolge wird die Konferenz selbst, aus den Viriwtcii, welche ihr seitdem zugegangen sind, die „Mittel schi)“- "pics„ eme Reiiicfdlge von Artikeln festzusetzen, welche zur Grund- lage ciiiéö dcsmitiven Traktats zwischen den beiden Parteien décxxcu kc-ixnen.“

Dec Handcis=Minisier hat 15 von Hagel, Brandschäden 117.1" P.CÖLTLWWLUMUMZLU heimgesuchtcn Departements Unterstüz- zriiigrxi ZU “dcm Gksammt-Betrage Von 70,300 Fr. bewilligt.

;"Txaé; Jonrnal des Drbats erklärt heute die von allen iiirséxxm Biättrrn gegebene und von dem geßrigen Messager des 136.1»!!er bxstarigtc Nachricht von der Beförderung des Obersten J-xisr-émmmci zum General-Major und Gouverneur der Tuilerieen fiir :!:-gegriindet.

T-chchkhten aus Parthenat) zufolge, unternwrfen sich in dem Deydrtcmkut der beiden Sevcrs täglich widerspänstige Militair- M'lickxtige, !V'ILÖL zu den Banden der Chormns gehört haben; WTM zéizz-xn sich jetzt nur noch in Trupps von Z bis 4 Mann.

Briridn ans Toulouse vom 27. Sept. zufolge, sind in Ville- Franki)? mid L:“moux wegen Erhebung der indirekten Steuern Un: rudrii QUIZLÖWÖLU.

Merizrcre Blätter melden: „Briefen aus Alexandrien zu: solar ist dir Cholera, Welche so große Berhccrimgen in Mekka NUKU'ÖÜYTU i)»?it, and!) in Coffciec und Suez ausgebrochen. Dcr Posada von Ylezyvten hatte Sanitätö-Maaßregclu getroffen, wclche «rer ersi nach dem Eindringen der Krankheit ganz zur Ausfiih- 1351119, 61171917. Die große von Mekka zuriickkchrendc Karawane mite auf die Nachricht, daß die Landenge von Suez durch einen S.1r*.i:.irs-Sorddii gesperrt set), einen anderen Weg einzeichlagen. Tw.“ Pasäm hat aber ein Corps Beduinen auSgesandt, um sie (._gis'ziidaitei: und nach der Quarantaine von Suez zurrickznbringeu. TM.“ sfX'MF-ÜW S'chxr[)eits:Maaßregeln waren in ?lcgvptsn getrof- “1747", (7:5;Finidi;eits:.§?ommissionen eingesetzt, Lazarech eingerichtet U. s. f.“

Großbritanien und Irland.

291113011, 2. Oktober. Ihre Majestätcn begaben sich am voriqcn “Dr-mierfiagc von Windsor nacb dcr Militair-Schule von S.:,F.kyiwrx't, wo der_Köiiig die dortigen Kadetten irisvizirte und *Ihre M.:]."stären, narbdem sie den militairisch Evoiutiorien der 1711152911 Lcrike zngcschen hatten, ein vom GöllvekULk veranstalte: tcH .D.*;riii1rr einnahmen. Vorgestern Nachmittais traf die Groß: 11277721 Hciriis von Rußland nebst Erfolge im Sciylossr von Wind- idr .11 einem Besuche bei Ihren Majcfiätcn ein. Der Fiirft und d..: F.irstin Lirvm Waren aus die an sie ergangene Einladung c?;c:*..-*.*.§,5 aus London angekommen. ve7;1.ir:2)iich einige Tage bei Ihren Majestätcn verweilen.

Das Oberhaus besteht dermalen aus 2.3 Herzogen (mit Eid: sdhlmß dcr vier Prinzen von Gebliit)“, 26 Marquis, 129Grafci1, 25 Videowiis, 1.13 Baronen, 16 repräsentirendcn Pairs von Swottland, 28 dergleichen von'Irland, 26 Englischen Erzbischö- 71.1 imd Bischöfen und 4 repräsentirenden Bischöfen von Jr- 1.md, zxisaiiimen also aus 420 Mitgliedern. Bringt man hier- VN] die', Zahl der minorennen, unter Kuratel sichernden und auf Reisen in entfernten Ländern befindlichen in Abzug, so bleiben ctwa :io-Ql) 404), die entweder persönlich oder durch Vollmachten fiir die Rcform:Bil[ stimmen können. Unter diesen 400 befinden sjch um.:emein viel bejahrte Männer; die Meisten sind Über 50 und selir viele iiber 65 Jahre ait“. Die Reform-Bill aber zählt Den giößrrkn Theil ihrer Freunde unter den jüngeren Pairs.

Zu der vielgelesenen Flugschrift: „Was werden die Lords ihkln?“ ist eine Fortsetzung oder ein zweiter Theil erschienen. Man will an der Darfixilungsart und an der kräftigen gedie- genen Sprache dcn Lord-Kanzler Brongham als Verfasser dieser Schrift erkeqnen, in dsr man unter Anderem aucb emen „Ver- gl-zi-F) der Zeit Karls ]. mit der jeßigen Zeit“ _findet. Wenn

Ihre Kaiserl. Hoheit wird

1538

Lord Brougham wirklich der Verfasser dieser Schrift iß- so giebt“

folgende Stelle derselben Aufschluß über das, 'was die Miniftrr thun werdcn: „Wahrscheinlich werden die Minister, sobqid die Bill von den Lords verworfen worden, das Parlament fur die kürzeßmögliche Zeit, die das Gesetz erfordert, um eine Billfdem anderen Hause von neuem vorlegen zu konnen, prorogirex/n und in der Zwischenzeit so viele Pairs ernennen lassen. als rio- thig seyn werden, um der Reform auch im Oberhause emen gun- siigen Erfolg zu sichern.“ '

Es heißt im Publikum, daß in unseremKabmekte von neuen Pairs-Ernennungrn stark die Rede set), das; Lord Brougham da- fiir sich erklärt habe, diese Maaßregel sofort eintreten zu laffep, während Graf Grey xrst die Entscheidung des Oberhauses m Bezu auf die zweite Lesung der Reform-Bill abwarten wolle.

Her Courier widerspricht dem allqemein verbreiteten Ge- rücht, daß die Truppen, die jetzt bei Cork zusammengezogen wer- den, von dem Geschwader dcs Admiral Codrington aufgenommen und nach Lissabon gebracht werden sollen. Dem genannten Blatte zufolge, sind die bei Cork vereinigten 4 bis 5 Regimenter nach dem PkittclländisOM Meere und nach Westindien bestimmt, wo

sie andere Regimenter ablösen sollen.

_ _ London, 30. Sept. So wie sich die verhängniß- volle Woche der Entscheidung iiber die Reform : Bill im Ober- hause naht, wächst auch der Antheil, welchen eine solche Bcge-7 denheit im Herzen eines jeden Britten erregen muß, selbst bet denen, die da glauben, die Bill werde Wenig oder Ulchts an dcin wirklichen Zustand der Vertretung verändern, sch aber dock) die Gefahr nicht verhehlen können, womit das dadurch anerkannte Prinzip: man müsse jedenfalls thun, was die Stimme des Bol- kes verlange, die 11ächste Zukunft bedroht. D1e Bittsclwften an das Oberhaus scheinen sogar zahlreicher werden zu wollen„ als die an das Unterhaus gelangten; auf jeden Fall sind bei den meisten die Unterschriften zahlreicher (die der Stadt Edinburg z. B. trug deren iiber 36,000), Selbst im Oberhaus kann man sich, bei aller Miihe, den gehörigen Anstand zu be- haupten, der allgemeinen Bewegung nicht erwehrrn, rind so oft eine Bittschrift iiber die Reform eingereicht Wird, beeilen sicb mshrcre Lords, besonders von der „Gxegrnpar- tei, ihre Gefinnnngen auSzusprcchen. Das Merkwurdigne da: bei ift, daß ein Jeder (außer etwa der alte Lord Eldon, dcr aber auch die wahre Personxfication des StabilitätßOrinzipö ist) ßéy mit dem größten Ernste beeifert, die Benennung eines ?lnt1:Rr: formers von sich abzulehnen; nur wollen sie die von den Mm:- stern vorgeschlagene Reform nicht. Besonders scheint es keine Frage mehr, ob das Schottische Wahlsyßem umgestaltet werden müsse, indem die Schotten die Sache noch weit ernsthafter an- zusehen scheinen, als Engländer und Jrländer, und sich nicht Mehr wollen bereden lassen, daß sie den Wohlstand, den sie seit der Vereinigung mit England erlangt, gerade dem Umstand zu verdanken haben, daß der Vertreter von Edinburg z. B. um“ von 33 Personen erwählt wird, und es sich wirklich zugrtxa- gen hat, das; in einer Grafschaft der Sheriff der einzige Wat): ler war. Aber auch England ist man bereit, bedeutende Modi: ficationen zu gewähren, und die einflußreirdsim Tories scixmei- cbeln sich sogar, das; sie nach der „Verwerfung der Bits und der Bildung eines neum Ministeriums die talentvoilüen Mitglieder des jeßigen würden beibehalrrn können, vor Allen den Lord-Kaiiz: ler Brougham, unter der Bedingung, daß es diesem erlaubr seyn solle, die Bill durchzuführen, die er im Anfange drs vori: gen Jahres, noch unter der Wellingtonschen Verwaltung, ins Unterhaus zu bringen beabsichtigte. Es versteht sich von selbst, daß diese Bill bei weitem nicht so umfassend ist, als die jctzige, da der Urheber zu jener Zeit, wo die Tories, unter einem kräf- tigen Haupte stehend, noch das Staatsruder fiihrten, nicht er- warten durfte, mehr zu thun, als den schreiendsrrn Mißbräuclxn abhelfen zu diirfen. Demnach scheint es nicht, daß er selbst dem verfaliensien Flecken die Vertretung ganz und gar zu nehmen wünschte, indem es sich vorzüglich nur darum handelte, den größ- ten noch unvertrctenen Städten Repräsrntamen zu gehen _ auf jeden Fall war es ihm nicht eiugrfallen, das Vordriltniß in der gegenseitigen Anzahl der Englischen, Schottischen und Irland;“- schen Repräsentanten zu stören. So viel indessen hat die De.- mokratie schon gewonnen, daß inan ihr 1th dicse geringe Reform, der man sich unter des Herzogs von Wellington Ber: waltung mit allen Kräften aufs heftigste Widcrieytc, und die man vielleicht verworfen haben wiirde, cht mit Freuden gewädrcn und mit wenig Widerspruch noch Manches dazu bewilligen wiirde _ so wahr ist es, daß, wer recht viel zu fordern wagt, dock) meisten- theils etwas erlangt, Aber es bleibt noch sehr die Frage, ob es den Tories so gut werden, und ob das Oberhaus nicht am Ende doch die Bill mit geringen Modificationen annehmen wird. Die Parteien scheinen so genau getheilc, daß die Eiitscheidung einzig auf dicB1schöfe ankommen diirfte _ und werden es diese wagen, die Vortheile der Kirche gefährdend, sich als die politischen Gkgner dekMehrheit der Nation [)inzusiellen, und durch ihre Stimmen derselben eine große Veränderung in der Vcrsaffung versagen hclfeu, welche sie nun einmal fiir eine Verbcffcrtmg an- zusehen entschlossen ift? _ Bekamitlick) sind fiir die zwei Resor- mers, die von der Stadt Dublin durch Geld und Regierungs- Einfluß gewählt und deswegen vom Parlaments verworfen wor- den sind, zwei ?lnti:Reformrrs erwählt wvrden. Ader auch gegen diese Erwählung sind Klagen erhoben, cine U11tcrsuchmig isi angestellt worden, und es hat beinahe den Anschein, als wenn die Vlnti:Reforn1ers durch keine reincre Mittel erwählt word-xn, als die Reformers, und daß folglich in Dublin die Mehrheitdcr Stimmen immer erkauft rverdcn muß. Wie viel gicb: es da nicht zu reformiren! Fiir die GrafschasrDorset hat sick) mm auch in der Person des Lord Ashley ein 9l111i:Rcformrr als Kandidat grfunden, so das; die Gesinnmig der dortigen Wähler aiif cine théitige Probe gesetzt wird. Natürlich ist man von allen Seiten auf den AUSgang der Wahl gespannt. _ Hier in London findct eben die Lord:Mat)ors:Wabl statt. Dicscs Amt hat eigrntlicb nichts mit der Politik zu thun; aber der Ehrgeiz bedient sich zu- iveilen der Politik als WerkzeUg, und so geschieht es eben cht. Der diesjährige Lord-Mavor nämlich, welcher bei seinem ?lmts- antritt durch seinen berüchtigten Brief an den Herzog von Wel: lington, wodurch der König abgehalten wurde, die Sradt zu be- suchen, so unpopulair gewesen, seitdem aber durch den bezeugten Eifer fiir Reform das Wohlwollen der Bürgerschaft im höchsten Grade gewonnen hat, benutzt dieses, um sich im Namen der Po- litik zum zweitenmale wählen zu lassen. Zwar nennt sich der an- dere Kandidat auch einen Reforn1:Fceund, aber man glaubt ihm nicht, und die Gegner der Reform untersiiißen ihn. Also wird auch hier wieder der Ansang als eine Aeußerung der öffentli- chen Meinung über die Reéorm-Bill angesehen werden miiffen. _ Gestern brachte der Marquis von Londonderry die Frage vor das Parlament, dercn eigentlicher Inhalt dahin gina, ob König Leopold durch die-Aufnalyme von 400 anzöx'ischen Offizieren in sein Heer zu der Eigensohaft eines Französischen Prafekicn hct-

absieige und der Französischen Eroberungs-Sucht eine Thiire öff.. welche alle Mächte und besonders England verschließen sollte Der Herzog von Wellington sprach in demselben Sinne, und d' Minister, so weit aus dem Dunkel ihrer Reden sich etwas a. nehmen läßt, sind selbst nicht damit zufrieden. Sie meim, aber, Leopold thue hierin nicht mehr, als die meisten unabhä gigen Fürsten von je gethan und noch thun, wenn sie ihre Tru pen fremden Offizieren anvertrauen. Merkwürdig war bei dies Debatte, daß der Herzog von Wellingfon dem vom Marqu sehr unhöflich berührten Prinzen Talleyrand eine warme Lobre. hielt. Ein erneuerter Streit zwischen dem Marquis und L., Brongham fiihrte zu einem förmlichenFriedens-Scdluß, des J„ halts, daß Einer den Anderen in Ruhe lassen solle, und d. Haus wurde als Zeuge der Ratification dieses Abkommens au erufen. _ Hier hat in neuester Zeit die Strenge der friiher z. crhiitung der Einschleppung der Cholera ergriffenen Maaß. geln, wie solchcs zu erwarten stand, gar sehr abgenommen. B“ Ansicht, daß die Krankheit nur in sehr geringem imd sehrh dingtkm Grade ansieckcnd ser), gewinnt immer mehr Terraj Von der Ansicht aus, das; sie dauytiäci;lick epidetriisch:miasinat scher Natur set), täuscht mau sick) auch tveiter nicht dariiber, 1. ihr durch Quaraiitaine:9111stalten keine Gränzen gesetzt werd können, vrrhcl)lt es sich aber vollends nicht, daß der an sich .' mer nur sehr problematische Vortheil s-renZer Quaranxainc-Maa regeln in durchaus keinem Vrrl)äittiaffe zu dem sehr _qewiff. Nachtheile des gehemmten oder aus.; Ullr erschwerten Berkel).

siehe. Niederlande.-

Aus dem Haag, 4. Okt. Die Session der Getier.“ Staaten wird am Sonnachd den 15ten d. M. geschloffen w den. Die durch das Grundgesetz bestimmte Zeit für die Eri" nung der neuen Session tritt schod zwei Tage nachher ein.

Unsere Zeitungen enthalten jrht einen Bericht über d Besuch, den die Prinzen Von Oranien und Friedrich in Gemei. schaft mit Sr. K. H. dem Prinzen ?ilbrecht von Preußen. dek- Citadelle von Antwerpen ab_;cstc:ttet haben. Sie waren d. selbst am 29. Sept. Von einem Damysboote an das Land g. ßiegen, harten die Besayrmg in Ylngenschriu genommen undda anfdicForrificationenimd boriivensostcnBlockdänscrdrsiMigt. Bei General Cdaffé; grrukten sie daranf ein Dejcrmer einzunehmen,b welchem sich auch sämmtliche Stabs:Offiziere dcr Citadclle b fanden, und unter dem wicdcrdoitcii laitten Jukel sämmtlicb B9s.115itngs;Tritppm, dercn ?iusdanrr in stren-zer Pf13cht:Erfii' lung Jdre „K. Hoheiten a.:eri'annren, reisten die Prinzen wird ab. Mittags machte der Gmirral El).iffé: den Truppen dm eiiien Tages:Befedl bekannt, das; sowohl der Fcidmarsclckall,a deer Gcneral:Odcrsi, seine ganz driviidcrc anriedenl)eit mit d- trefflxchen Haltmig, dcm gtitcii Geiste, der »).ikmms,ucbt und de.. “))Zkitlxe, den die Besatzung imm-xr bewiesen, an den Tag gelr baren. * Se. K. H. der Prinz 911brccickt von Preußen, dcffen Ge bttrtE-L ag heute im Kreise der K'ö-zigl.Fam-1ie gefeiert wird,i bereits gestern wieder hier angxkoinmcm. Heute werden auchd Prinzen von Oranien urid Fricd'.ic1) ztiriich erwartet.

Ma“! medct aus Herzogcnbuict), das; die Beurlanite unseres Heeres am 8.711 0. dci driiiikkden zllrllck erwartet werde Uiid das; unsere Trnpicn sick) erw.»; medr konzrntxmn. lich die chigen militairiscben Opcratiowen der Belgier wird jrtzt w niZer als sonst bei im;- bkkmim; es scheint, daß dieselben

Liitt chsche11 und im Keiiipcnia de an der Seite der“ DemerVex

fck.mziiiigen anfiverfcn, 11:10 daß man streng auf dae Gehcinih tung diescr Overationen sieht.

Brussel, 3. Okt. I" der _aei'trigcn Sitzung drr Nepia“ fcntanten:Ke1mmer kau: der GeskH:Ei1rwmrf, durch welche «1119 Einwohner zm“ ÄllSlikfkkUng der in ihccn Händen beßndlich „Kriegswaffen vcrpflxchtet tvrrdcn, zur Bcratdlmg. Herr Joni Versagte drm Ti).il drs Entwnrics se-ixc Brstinmnmg, welch die Regierung erm..cktigt, 101169 Waffcn, von denen die Bess keine *.)leizeige gcmackic haben, gravaitsam in Beschlag zu nehme Eine solche Beschlagnahme sst) kllkchsiils incmistitiitionncll. Eve so sci) die Bestimmung, dar. kein «Handrl niit Waffm ohne “- laubns; des '))kinist-rs staxtfiiidyn dnrse, wodurch man die B fißer zu zwingen hoffe, il):€i1 Borratd der ch-crrmg abzutreten ganz den B.rpfl.chtungexi znwidcr, die' jcde Regierung gegeii de Gewerbfleis; habe. Die Herrru Fallon und Seron sprackze sich ebenfalls gegen den C'i1tlv112f aus. Heck Raike machte dagegen demerklick), daß dieses Geses keinesweg die Constitution, welchc eine Confiscation verbiete, ve letze; denn die Beschlaqnadme solle mir dann statifinde wenn die Waffen nicht dcklarirt, also Verl)ein1[ic[)t wiirden. „M wirft“, fuhr der Minister fort, „dieser Maaßregel vor, daß * dem Handel Hindernisse in den 2699 lege. Jeder Handeltreibeu ist aber immer eben so geneigt, an die Regierung zu verkaufen ais an jeden Privmmann, und in dem gegenwärtigen Augenbli ist es Pfl cht, die Industrie zum Nilson des Staates anzuwei den. Wenn Sie befürchten, daß die Minister diese Maaßreg Mißbrauchs" Werden, so miiffen Sie dies eben so gut von de anderen Befitxz'niffcn, welche Sie ihnen anvertraut haben, b fürchten. Man fiircbtet die Haussuckirmaen; aber diese könn nur einen einzigen Zweck haben, namlich die Waffen. M1“ bräucbe darf man in dieser Brziehrmg nicht besorgen; de die Ausübung der Gewalt ist umer den gegenwärtige Umständen mehr eine Last, als ein Vergnügen. Obglei die Stimmung der kauthcr in Belgien die Furcht nich zuläßt, daß man Ick) der Waffen gegen den Staat bedien wxrde, so könnten ficli dock) Pkrsomen finden, welche strafbareW sickitcu haben, und Wenize konnen großes Unheil anrichten.“ Herr Fleussu bemerkte, daß das Gcseß noch Nebenabsichten ! haben scheine. Es 1611112 bei den fremden Mächten den Gia bm rrregen, daß Bclgicii von einem Bürgerkriege bedroht werde dies set) indes; nichr der Fall. Es bestehe in ganz Belgien n'“ eine Meinung, nämlich fia) den Feinden der Industrie zu wide sclzcn. Wolle man es Verhindern, daß die Waffen nicht in Ausland gingen, so solle man lieber die Ausfuhr verbieten. Hk Ledeau widersprach der Behauptung, daß das Ministerium N benabsichten habe, und erklärte dieselbe als mit der Ansicht, da man nicht an Parteien im Lande glaube, im Widerspruch ß? hend. Er gestand zu, daß die Opposition es aufrichtig meint aber sie ginge zu weit. Wenn Belgien im Kriege unglücklich wäre so wrirde man sehen, daß die Waffen einer freiheitinörderisckxk Partei in die Hände fallen würden. Der 1sie und Re Artik wurden hierauf mit einigen Vlmendentcuts angenommen. DM diese Amendements wnrde genauer befiimmt, was unter Krieg Waffen zu verstehen sen, nämiick) Geivchrc und Pistolen vom Feld Kaliber und Kavallerie:Säbrl, und festgesetzt, daß die Hauss chungen mir nach So:.neu-Aufgang und vor Sonnen-Unterga" ßattfinden diirften.

In der heutigen Sitzung der Repräsentanten-Kam

mer wurde die Berathung über obigen GeseH-Eutwurf fortgesestx

rner legte Herr von M eulenaere zwei andere Entwürfe vor;

eine den Eid der Konsuln, der andere die konsularischen Rechte

xe end. ffDer KSW ist beUkk ,Morgen UM 6 Uhr abgereist, um das er bei Diest zu „besichtigen, "Iklkhks jkßk Nicht weniger als ,000 Mann enthalt. Der Konig wird heute Abend in Lö- n Nachtlager halten und morgen nach Brüssel zurückkehren. Das Echo de la Frontidre enthält Folgendes ans Va- ciennes unterm 1. Okt.: „In diesem Augenblick befindet sich bewaffneter Französischer Soldat mehr auf Belgischem Bo- ; wir fühlen gurl) die Gegenwirkimg, denn alle Dörfer und ädte an der Granze sind mit Truppen angefiillt, Die Dr: „zs.:hen Husaren, welche Belgien zuletzt Verließen, sind gestern Maubeuge angekommen, wo das große Hauptquartier vorläix: bleiben wird. 'Der Marschall und seine Offiziere haben sich ohnungen gemrethet. Der General Tiburtius Sebaftiani hat auptquartier seitdem 26. Sept. in VlveSnes; er selbst bc- det sich seit deim Em ange der Nachricht von dem Fal! vou arschan in Paris. _ an hat es ganz aufgegeben, die Trup: ein Lager beziehen zu lassen; sie Werden wenigstens bis zum , oder 11. Okt. auf der Gränze in Kantoimiruvgen bleiben.“ Der hiesigx Courrier sagt dagegen, daß am 26. Sept. fehle von Paris abgegangen seven, um die Vorbereitungen zu schiedenen Lagerw'welche an der Gräiize aufgeschlagen wcrden en, zu beschleunigen. Es wären zu dem Ende viele Xiige- urs von Valenciennes abgegangen. Die Bildung einer FremdeinLegion isi aufgeschoben worden, je Verordnung, weilche' die Organisation der;"ribcn verfügt, lag Könige schon seit einigen Tagen vor; ader er soll Anstand men, dieselbe zu unterzeichnen, weil er auf fciedlichere Nach- ten von London rechnet. Der Emancivation zufolge, wäre die Stadt Antwerpen BelagerungS-Zuäand verseßt worden. Diese Maaßregel solle der Furcht vor Volks:Bewegungen beim Annähern des 10. t. ihren Grund„haben. Die Ingenieurs sollen Befehl erhal- haben, alle Hauser in der Stadt, welche gegen die Citadrile liegen, zu taxiren, um sich derseiben im Fall eines ?lngriffs Vertheidigimg zu bedienen. _ Das Joixrnal du Com- ice d'A i1vers meldet, daß die Hollandisckzc Armee um 18 .taillone und mehrere Feld:Vatterieei1 vermehrt worden set). Lüttich, 4. Okt. Der FinampMimster hat die Domai- :Forsten in Flandern zur Verfügung des Kriegs:Ministers "telit, um das nöthige Holz zur Verpallisadiruiig der Fesiun-zen n Ostende, der Citadelle von Gent u. s. w. _m fällen. Es werden auf mehreren Punkten des Königreiches telcgra- ische Linien errichtec werden, UM die Mittheilungen zu erlciQx . Die erste Liuie soll von Antwerpen aiif Tournay geden. Mehr ais 2000 Arbeiter sind in dirscnrYii-Zenblick dei dcn efeftigungswerken der Stadt Lier beschäftigt.

Polen.,

Warschau, 5. Okt. Der zum Plaß:Kommanda11tcn dcr uvtßadt ernannte General Penwerzewskt, dcr Gmeral-M..jor szyn, der Gencrai-Major Omilianko, der Genrral:Proviant: mmissionair der Kaiserl. Russisciixn Armee, Skrebiikt, nixd drr Mellau Graf Josep!» Krafinski, Hofmeister Sr. Kaiserl. Komigl. ajesié'it, snd dieser Tage hier angekommrii.

Seit einigen Tagen waren hier verschiedene Nachr'chtcn hin- iiich des Farsi?" Adam Czartoryski iin Uinlaitf; es [)ikß, cr

;. in Krakau wenige Tage nach seiner Ankunft daselbßdlöslich 'iorben; nacb Anderen soll er sich nach Simiawa bcgebcn km:

1; welches von diesen Gerüchten Glauben verdient, isi schwer bki'ktheilcki, da man keine Hohere Kunde dariiber hat.

Die Gerüchte, sagt die Allgemeine Zeitung, als bare den Straßcn von Krakau ein Kampf stattgefunden, waren gegründet.

Briefe aus dem Krakauisckirn berichten, das: man, wegen

außerordentlachen Uebcrschiv9miiiungen in Schießen, anck) t ein starkes Ausneten der Weichsel dcfiircbte.

Man glaubt hier, das; die Communication mit Gailizien in sen Tagen wieder hergestellt seyn ivxrd. Schon sind wieder hrere Wa'scbauer Kaufleute ins Artsiand gereist, um d.]scLbst aaren aus*zukaufen.

Vorgestern hieß es in hiesiger Stadt, daß der Professor achim Lelewel festgenommen worden set), als er sich eben uber Preußische Gränxe begeben wollte.

Das Blatt unter dem Titel „Warschauer Korrespondent“ seit einigen Tagen wieder erschienen.

Die Arbeiten an der Schleifung der Vrfefiigungswerke von arschau werden ununterbrochen fortgescst und sind schon be: tend vorgerückt.

In yiefiger Gegend erfreut man sich jest des heitersicn etters; des Mittags erreicht die Wärme zuweilen eine Hohe

20 Grad.

Die Kolonial-Waaren, das Getreide und fast alle Lebrns: tel find sehr im Preise gesunken; das Pfund Rindfleisch wird ter Anderem mit 10 Gr. (1 Sgr. 8 Pf.) bezahlt.

Krakau, 1. Okt, Der General-Lientenant RiidiZer [)at seslbsi gestern folgende Bekanntmachung erlaffcn: „Meiner ksl'tgung vom 28. September zufolge, solltm sich die Offiziere, tervssiziokre und Gemeine von der Polnischen Armee melde", it sie nach der Stadt Kielcc oder über die Gränze gescbickt den können; da ich jedoch sehe, das; nor!) cin bedeutendexr eil derselben sick) nicht zur Einregiftrirung gestellt hat, so muß zum zWeitenmale wiederholen, daß alle diejenigen Ofßzicre " Soldaten niederen Ranges von der Polnischen Armee, wel- der ersten Aufforderung nachgekommen sind, sich gemeldet en und schon eingetragen sind, Ich morgen um 4 Uhr Nach: ttags nochmals stellen müssen, um maxi) Kieicc abgefertigt zu den; diejenigen aber, welche sich noch nicht gestellt, hach sick K_falls morgen um 10 Uhr friih bei dem von mir dazu ei(bneten Chef meines Stabes, Oberst Stich, zu melden; wi- senfalls sollen Militair-Kommandos und Polizei-Bebördrn Auftrag erhalten, sie zu verhaften und in Gewahrsam zu gen. Die HauSwirthe, wenn sie unter irgend einem Bor: s01che Leute bei sich beherbergen und der höheren Vsiwrde ts davon melden sollten, unterziehen sick) strenger Brrant- rtl"Thkeit. Eben so muß ich daran erinnern, daß auf Befehl -Durchlaucht des Fürsten von Warschau, Feldmarschalls Gra- Paskewitsch “oon Eriwan, alle Beamte und Osfixiantcn jedes 'Uges aus dem Königreich Polen, wclche ßch gegenwartig in akau selbst oder in dessen Gebiet aufhalten, morgen um 3 Udr “chmittags sick; in dem Bureau der Kaiser]. Russischen Ge- Mschaft in Krakau zu melden haben.“

*- Der Oesterreichische Beobachter meldet (in Ueberein- "Zlmg mit den von uns bereits gegebenen Nachrichten) das nrucken Russischer Truppen auf das Krakanische Gebiet in so!- der Weise: „Nachrichten aus Krakau zufolge, ist eine Abthei-

L Kaiserl. Russischer Truppen vom Corps des Generals Ni“:-

“1 539 diger am 27. Sept. auf das Gebiet dieses rei antes und i die Stadt selbst eingerückt, nachdem sich die vox? dexl Avant-Gard? dieses'Cor-ps, unter Kommando des (Zeneral:Lieutenants Kras- sowski, bis aii die Gränz? desselben verfolgtrn Insurgenten be- waffnxt auf dieses Gebiet geworfen und solchergestalt die Neu- tralitat desselben verletzt hatten.“

_ Dasselbe Blatt meldet: „Nachrichten vvn der Gallizi- schen Granze zufolge, waren an den Tagen des 21, 25. und 26. Septembers“ die Von den Kaiserl. Rirssiftl)en Truppen zer- sprcngtxn, m großter Verwirrung sick) flüchtenden Ueberresie des Rozyzkischen Corps, an verschiedenen Punkten, bei Niepolomice, Dtvykt)„,OSWXeczt)i1, Podgorze :c, auf das Kaisers. Oeßerreichische Gediet ubergetrctrn und hatten daselbst die Waffen niedergelegt. Bei der bei OStvieczyn iibcrgegangenen T'nppe, ans einiFen [)un: dert Genieiiidn, mit einer bedeutenden Zahl-von Stabs: nnd andxren Osmiereii, besichend, befanden sich auch die Grnxrale Ro- ?szistxnd, Kaminski. Diese Abtheilung führte 6 Kanonen

1 .

Deutschland.

„_ München, 3. Okt. Se. Majestät der Köikiß bksucbtcn gener" Abends mit Ihrer Mai. der Königin, Sr. Königl. Hoh. deiii Kronpririzen und den iibrigen Mit.;liedcrn der König!. Fa: nnlie, ?lllerhochst und Hörbfiwelclx Tagks ziivor glcickisalls von Berchteögaden hicr anzzekommcu waren, das Königl. Hoftheater zum ersicnmale wieder und wurden von dem gedranxzr Vollen Hause Blk unbeschreiblichem Entdusmsimis uriter dem Schalle der ;Uompeten imd P.;nken bciväikrmmt.

. Stuttgart, 4. Okt. Das 1and1virtk)sckaftliche Fest ist auch in “diesem Jahre wiedrr 9111 28. Sept. in Kamrsiadt auf ge: wodnte Weise feirrlick) brgangen worden.

, Braunschweig, 8. Okto-Zer. Nachdem am 30sien 1). M. die Vrrsammlrmzz der Braunschweigischm Landstände von Sr. Durchlaucht dem regierrnden Herzog in Pöksok' eroffnet worden war, wurde _am äten d. Sr. Durchlaucht die laudständische Adresse arts dic Erönriungs:Rcde diirch die Präsdemen drr beiden Sec- tidnei), Schatz-Rath do:: Plcssrn imd ONagiy'iratß-Direktor Bode, fklkéklikk) überreicht. Nack, Inhalt derselben smd die Landstände dein don Sr. Durchlaucht ausgesprochenrn Wunsche, die Ge: [)eirnhaltung ihrer Verhandlnngcn sofort anfzuhrbcn, _ durch ge- meinschcrftiichen Brscklnß beider Sektionen 11achgckonmxcw

Laeipzig, 7. Okt. Die hiesige Zeitung enthält folgende

„amtiickye Mittheilrmg“ a'ls Dresden vom 57911 d.: „Under- kcimbar sind die Nachxhrilr, welcbe fiir den Verkehr und den Handel aus den in drr! vrrsäiiedenen Skaaten chen die Asiati- sche Cholera ergriffenen Maaßregeln besonders? riickslchriick) drr Waaren xntsieben. Sie werden um so drückender, als nicht in allen gleiche Grundsätze _qelreii und der Kaufmann und Fabri: kant sonact) gar nicht weiß, was er zu beobachten und zu erwar- ten ha). Jn_ manchrn Staaten scheinen sie aus iibrrgroßer Be- sOkJJUK .cc-ii.;trstrcng zu seyn, oder wohl gar in dcr Ausfiihrung aus Mißverytandniß iioch VrrsWä ft zu werdeii. Dic JnnnediatMrm- Mission misch Vaterlandes [',-„rt sich daher mit den Regierungen derjenigen Brtndes:chZt.ratr11, mit denen Sackisen harrytsacblict) verkehrt, in Vcrnrbnmng grscizt, um wo möglich ..ieia'iförmige Grrmdsäße zu VllÜb“;sd('-1, und dabei mchxeie E.!cichterrmgcn vor: geschiagcn. Nock) ßnd die ?irjtwortcn Nisbt dllngäUgig eingegan- gen. Doch haben die von hier anszcgmigmen Vorschläge dereits bei einigen Rrgicrmigeri Beifall gefunden,“

Oeßerreiéy.

Wien, „1. Oil. Jkre Majcfiätrn der Kaisrr und die Kai- serin, ?llicrlwcdstwrlckw sicb, sanm'it drr Drirciilaiichtigsten Fa- milie, im rrwiinsckitcürn Wodissyxi bcßmdcn, sind gestern Nack)- mstrags abermals von Säyöiibrmm nach Wien Lefahrcn, um die dasrlbst im Zuge brgriffencn Arbeiten zu bcs1cliti,;c11. _ Die Durcblaucdtigstrn Exzdcrzogc dcsiickieii die Stadt beinahe täglxch.

Henke “Morakné; druck) 121 dem 11.1ka bci Wien gelegenen Dorfe Penzing FTU?!"- aris. Se. Majrstät der Kaiser Verfiigte sicb soaleicb von Sclidnkriiim axis zu Fuße dakiiii, trat mitten unter die Von 0.1[1'11 Scitrn znr „Hiilfe [)erbcigycilten Löscku-ndcn imd Verließ r1icht eher den Orr, als bis es dem Eifer dcr Hiilfe: !kisicnden, die durch die Vliiwcsxnvrit dcs Monarchen zn verdop- Psxter Thätigkeit bricht wnrdexi, gclunch tvar, dcm Bramde doll: ständig Einhalt zu 161311.

Der bisherige Vicc:P'-xäsi-:-e11t des Hof:.Kciegö-Raths, Ge: ncral der Kavallrric, Frrid-er von Mohr, ist zum Chef der Mili- tair:Section im SkaatE-Raihe crxmimt worden.

Folgendes ist der Stand der Cholera hierselbst in den letzten “3 Tagen: erkrankt genesen gestorben

Vom 30. Sept. bis 1. „Okt. Mittags 65 32 37 - 1.0kt. = 2. : : 53 13 28 = 2. = : 3. : = 56 40 28 Seit ArtSbruck) dcr Srnchc bis gestern“ Mittag siiid iiberhaixvx 1534 Individuen erkrankt, „150 genesen, 637 gestorben, und 438 befinden sir!) noch in ärztlixkier Pflege.

Nach den nettesten Nachrichten aus Ofen sind seit drm Yus- bruck) der Cholera (13. JW!) bis „„zum 27. Sept. in 2518 Ort: schaften iiberhaupt 265,00" JJWiViÖULU davon befallen worden, 10.4657 genasen, 12.5244 siarrc-i, UUÖ 40,009 sind noch in ärzt- licher Behandlung.

Zn Lemberg hat die Cdoich, iiach eincr D;.iicr von 18 Wochen, numnrbr gam aiiéchrt; es waren iibcrhaupt 501.3 Individuen erkrankt, 2.302 genes“?! imd 2621 gei'iortxcn. Die größte Stärke 211111le die KMUWLÜ in der 6ten Woche, in der 907 Personen drwon befallen wurden.

Italien.

Rom, 17. Sevtbr. (Ans Pariser Blättern.) „Der Graf von Sainke-Auiair? gab grficrn ein Fcsi, welchem die Kardinäle und die' dvd? Präiamr nicht beiwodntcn, weil sich das (thiicht verbreitet hart:, dsr Französisciw Botschafter hade dasselbe zu Ehren dcr Bolognrsiiclicn Deputirtcn deransialtet: diese waren indessen schon am Morgen Von hier .«xbgcreist, Herr ». St.:?lulairc [)at dic scböiic B-lia, wcl-bc drr Fiirft Von Sd": ta:Croce friiher VU“ dcn TOWN] ROME besaß, angekauft, was wo.] dem Papstiichen Hofe "llt großrm Wohlg-Ifalleu aufgenommen worden isi. _ Sr. ijlizkkik hat, eine alis dkxi Kardinälm Pacca, Macchi, Ma:co:t):Cat.1l.*-.n, Girestinimii und dem Schatze- maisier Mattri bestrdrndc Koxxriniision ernannt, um den im gänz- lichen Verfall besindiéchcn Finanzen auf,;uhcifen, und dieselbe zu dem Ende niit großcn Vollmachrcn bekleidet. Fol: gendes find die erfien Maaßreqcln dc.“ Konmrissiou: „Nile Überflüssige religiöse Körpersä-aften soilen aufgehoben und deren Einkünfte zum öffsnxlicben Schade geschlagen werden. Dieses Schicksal [Fat bereits di-c Olivetaucr Möiirde und das Nonnenkloster des Campo Mario getroffen. Die Kardinäle sol- lr-n im nächsten Jahre kein Gehalt und die Prälaten nur die Hälftk desselben beißt)?» Dir Haiwtcr der hiesigen Fürstlichen Häuser werdc-n freiwillig "ccm Betrag ihrer Grundsteuer verdop-

peln, und der Römische Adel wird zu den Kosten für die Rekru- tirung imd Besoldung der Armee beitragen. -Der Fiskus hofft auf diese Weise eine Mehr-Ernnahme von 2 Millionen Skadi zu bekommen. .Wenn die Weltgeiftlichkeit und die reichen Kapi- tel„diescm Impulse folgen, so wird die Leere, welche in dem Papstlichen Schatze durch die Jnsurrection der Legationen ent- La/iideir ist, bald ausgefüllt seyn, ohne daß eine Anleihe nöthig are.

Spanien.

*- _'Madrid, 22. September. Durch ein hier erschie- nenes Komgl, Dekret vom 18ten d. M. ist die Handelssteichr dcs Haie'ns von Cadix dkfiiiitiv aufgehoben ivorden; dirscr Be: schluß wrrd aber, der Bestimmung des Dekrets vom 21. Februar 1829 zllfoige, durch welches Cadiz: für einen Freihafen erklärt wurde,-erit nach Ablauf eines Jahres, also mit dem 18. Se-ptbr, 1832, in Kraft treten. Der Wohisiand dieser brdeutenxsten Hari; deisßadt Spaniens erhält dadnrch den empfindlichste-n Stoxx, wahrend das benachbarte eifersüchtige Gibraitcrr nen aufkjridyri Wird. _ In dem Diario von Cadix wird von der dortxdrn rial): terlichen Behorde ein auf fliichtigem Fuß bcßiidliü-eYKaffey: wirth vorge-laden, um ßck) von dem gegen ihn obwaltexidkn Bsr: dacht zu reinigen, _die im Mant März d. I. an dem Gouver: neuxr don Cadix, General Hierro t) Olirec, bcgaiiqene Mordthar VLkUbt zu habe», Ein als Mitschnlkéger des Käffeewirths vcr- hafteter Unterofnzier der dortigen Poxizei scheint 911176 gryiaxidcn zu haben. _ Se. Dnrcblancht, der Herzog Karl von Braunschwria, hat am 14teir d. M. die htcsigs Hatiptsiadt verirrffrn und déi! Weg nach Sud:Frankreich eingeschlagen.,

T ii 1: k e i.

Die Allgemeine Zeitung meidet in eim'm ScHrribe-n airs Kon'siaiztinopel vom 10. Sept. die (von uns bkkkiks er- wahnte) Hinrichtuiig mchrerer der bei der Testen Feuersbrunst als Brandstifter ergriffenen Individué-n. „Es wareii (heißt es wei- ter) Soldaten von der rcgulairen Miliz, und man hat Anwi- gxir, daß unter diesem Corps eine förmliche Bexsckiwörungxzu dreier" Zwecke besichx. Dies ist um so iv.chrschciniickier, ais der Großderr durch Vcrxxiinderung des Soidcs dieser Triippen idre Unzufricdcndcit (rst neuerlich wieder 1“tri-_.:.ertc. Der S!,iltan l).--,t nun eine Verordnung erlaffcn, kraft Welcher alle Häuser die aanze Nacht iiber gedffuct bleiben und Von den Einwohnern ab*ocü.§c1..d bei Laternen:Beleuchtung bewacht ivrrdm miiffsxi. DisseÜlm: stande, so wie das Umsichgreifen der Pest, murder: das" U:]zzxiick der gewerbtreibmden Kiaffe hier Von'iändig, indem „Sa:.dr! u...) Gewerbe dadurch gamz ins Stocken geratdcn sind. Die Cdolrka ist beinahe ganz verschwrmden. _ Ain Z(jstcn v. M. ist der C'.*--.3: lische Botschafter, Sir Nobert Gordon, an Bord drr Fraud» „Aktäon“ von hier nach Malta abgeschlt. _ “21:15 52110?an verniinmt man, daß Jzzed Pascha die Belagcrrmq dcr Cxiad-lle von Skutari mit Nachdruck betreibt; man hofft dsreri nah.“: Uebergabe.“

_ Nach einem in demselben Blatts k1]t[7.:[fk'11211 Schreibeii„aus Venedig Vom 20. Sept. ist die (xessdxn e:: wähnte) uber Ragusa dadin gkkommene Meidling mis Skumri vom 21. Aug. (ider die Vorsalie im dieser Stadt durch iirmk: dings direkt aus Sknrari eingrgangcne zuverlasside N.*.ci*r.chtcii vom 15. Sept. formlicd widerlegt wvrden. Diesen zufolge)" !ft Jzzed Mehrined Pascha wirllici) im Brsise diescr Stadt, 11..ä.*-dem er einige Aufstände mit leirrtcr Milde unterdrückt harre. Er hat bereits Belaqerimg6grschirs gkgkn die Citadclle a11f4crsi...ix: und erwicdcrt das Feuer aus derselben mit großem Näcbdri'ci Die Wälle haben sowohl hierdurch, als noch mehr durch die Er; plosion eines Pulver:§))kag.1xins, welcbe am 25. Aug. durcb (méi: Blisstrals vc-ruri.,ckt wvrde, sedr gelirien, nnd die aus 800“ Mann brsiebrnde Brsaßung zcist (aus dem U"stairde, (Ns; dxg gimstigsen Gelegenheiten zn vortdeiiiyaften Vinsfätikn bisvcr ;m: mer unbenußt blieben, zu scixließkn) so wenig EnthusFaSknk's fiir die Sache Mustapha Paswa's, daß eine RettunF fiir iim im: noch in einem etwanigcn Entsatz der Citadelle diirch die sicgciid heratmabIende-n Bosiiier zu hoffen ift.

_ neinem von der Schlesischen eitun m"t et ei Schreiben aus Triest Vom 24. Sept.?)erßc es? „YZichhalkkF Briefe aus Alexandricn iu Aegypten mm 25. August erhaltm welche die Verdemmgcn der Cholera in diesem qanzen Neicdé mit den qwlisten Farben schildern. Ju *.)llrxandrieä srxbsi tvkrtdrr sie beispiellos. Die angesehensten Einwohner haben sich, da auf dem Frstlmxde kein Ort von dieser Seuche frre“ ist, auf im 5.5..er liegende Schiffe gi'flllkhkkk, fiir die aus diesem Grunde ungeyrure Srimmen als MietdöWrciS bezahlt werden. _ Nucl) der Vice: König war diesem Beispiele gefolgt, mußtrjedoch, da die Seuche auf seinem Schiffe auöbrach und in wenigen Stunden iiber 20 Personen dahinraffxe, wieder aus Land gehen. Von der: Türkischer: Flotte melden diese Briefe nichts.“

Brasilien.

, Die Englischen Zeitungen enthalten einige Dktails iiber die in Rio Janeiro auögebroclsnrn (in Nr. 274 bereits gemeldeten) Unruhen, aus dene" wir Nachstehendes entmhmen: „Die Deputirtcn:Kammrr erklärte sicb beim Ansvruck) der U11: ruhen fur permanent, und der Senat versatmnelte sich im Kai: serlichen Palast, wo die Regcntscdast, die Minister und der Staatö-Ratl) ebenfalls jdre S1H1Ud3811 hirltrn. Um 51ldr2713d, (15. Jitli) Versanixiiclxe sich die Deputirten:Kaiimier imd .crieth sich bei Verschioffcnkn THÜ»! bis [M! 10 Uhr des anderen Mor; dens, worauf foigcnde Prociamation erlaffcn tvitrdr: „Bra: siliancr! Eim- Repräsentanten, besorgt, das Vaterland zu retten, und Euren National:(Jrsjiinuiirxeii vextraumd, kmdcn ihre Sisungyn fiir pcrmmmit erklärt, bis die Rahe vollkoiiimcn wieder hergestelkr ist. _ Sie habkn den Senat atifxicfrrdert, sich an dem vaffcndiixn Orte zu versammeln, damit die (Zerirral: Borsmimilnng dx. zwccfiiiäßigfien Maaßcoaeln erdreifen kann, um das Wohl drs B.Nixrs ;.it sirbern. _ Bmßiianis-chc .-23iirc,3er! Mr könnt S.:.xd aii." dxxi Eifer und die Eodrgic drr GcmeraPer sx'iikiiil'llx'N “.'-[";“itxsfé'ii; *.)ri'cixii.:t EUCH daher um MW“. Urid “Wr Brassiwaixéckis (2551534124;- ixii..rrmt Erik.) einander wic äcbtc *Pa: triotem; «ubxct di.) Geicls-c, untersiiist die Constitution. wclcdc- durch Öl? S-«chr-.j:»..:.1c drs „Volkes genehmigt worden isi, imd Euer Vaterland Wird gerrttet werdcn. _ Brasilien fiir iimiirr! Die Constitution fiir immer! Lange lebe tmser imi-er Kai.. ser!““ _ Die chentschaft erließ eine in glcichem SUM ab: gefaßtc Proclamation.

Inland.

„Berlin, 9, Ok“. Ans Ack) “311 Wii! .".tm d. schreibt die dasiqe Z e l t un g,: „Emo hohe Eriimrrnng kiixipft sich an den gestrigen Täg. Es war die Fahreöfcirr von dem Einmarsdße des 26. Jriiaiéierie:

und des 10.HusarriiMrg:“mciits. Eine glanzknde :,ablreicbc Bcr: sammlung hatte sm.) Zli cinerMittagswfcl im NueUenssthen Ho-