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J werth , verdiente es , daß disk Opposition, ihre schuß?!- _ “lende Umhatigkeit verlaffend , die Abwesenheit vieler M11- glieder Parlamentarisch benuste, um damit hervorzukketk"? In der gestrigen Sißung bemiihte man sich, em Unter-Nmende- ment des Hrn. B. Déleffert als ein Korrektiv darzustelien. Da aber das Amendement keine Wirksamkeit haben kann , so schexnt uns auch das Heilmittel überflüssig zu seyn- Dqs em- zige der Kammer würdige Heilmittel gegen den Mtßbrauck) mit den Kategoriecn ist, se alle zu verwerfen.“ «- Der Temps findet, daß die Kammer, indem _fie das Mos- bourgsche Amendement angenommen, ihrer ".'lb11e1g1111g ge: gen die Erblichkeit treu geblieben set) uyd dabei haupt- sächlich die Söhne der Pairs habe auSschUeßen wollen. _- Dec National meint, das Ministerium werde durch die An- nahme des z))kosbourgscheu Amendements und die Verwerfung des Déleffertschcn Unter-Nmendements die Ueberzeugung gewon- nen haben, das; ihm die Majorität entgangen set). -- Der Cour- rier frangais ist ungehalten iiber die Pairs:Kamn1er, weil sie das Gesey iiber die in den hundert Tagen verliehenen Grade und Orden nur mit einer Majorität von fünf Stimmen ange: nommen hat.
Mit dem Beginn des nächsten Jahres wird die Präfektur des Scj11e:Departements eine Statifiik Frankreichs herausgeben, welche auéfkihrlfche Angaben über die Bevölkerung des ganzen Landes und der Hauptstadt nach den diesjährigen Zählungen, über die Zahl der Municipal-Wähler, über die Rekrutirung, die Verbrechen, die Consumtion und andere statistische Gegenstände enthalten wird.
Der Banden: Chef Sortant ist am 12ten d. M. gefangen nach Angers eingebracht worden.
Das Journal „1a Révolution“ ift gefiern nach einer Unter- brechung von 12 Tagen wieder erschienen.
Aus Toulon wird unterm 10te11 d. M. emeldet: „Täglich kommen ein oder mehrere Schiffe von der RJede in den Hafen, um abzutakeln; nur das L111ienschiff „Marengo“ und die Fre- gatte „Iphigénic“ bleiben ausgerüftet und vollständig bemannt auf der Rhede; 1600Matrose11 find beurlaubt worden, und eben so sollen 1800 MannxSee:So|daten entlassen werden. Auch im Arsenal und 111 dem Bureau-Yersonal der Marine sollen bedeu- tende Redaktionen und Entlassungen stattfinden, um das Budget des See-Minifteriums nicht zu überschreiten.
Der Ko111111a11da11t der Korvette „Jsss“ hat über den Sturm, der in der Mitte des August Westindien heimgesucht !).-:, dem Befehlsyaber dcr Franzößscden Station bei den Llntillen ei11e11Berichtcr11attet, worin eö1mte1'91ndere1nhe1'ßt: „DieBerichte über das Unwetter, welches die Stadt Bridgetown und ganz Barba- do-os heimgesucht hat, snd noch hinter der Wahrheit zurückgeblieben. Die Zadl der Todten wird auf 4-5000, die der Verwundeten auf 13-18,000 abgescbäsc. Alle Kirchen sind mit Verwunde- ten iiberfällt, da die HoSpjtaler für die Aufnahme derselben nicht hinreicbwn. Die 1200 Mann starke Garnison hat 41 an Tod- te11, 250 .11-1 Verwundeten. Biete Häuser sind ganz umgcworfen, andere an den Dackzern beschädigt worden; 25 Schiffe von ver- sch1cde11er Größe wurden an das Ufer ;;.eworfen. Lille Pflan- zungen sind vernichtet: ein allgemeiner Brand scheint die ganze Begeratwn zerstort zu haben; statt der Bäume sieht man nur 11.161) cmjge der Zweige beraubte Stämme. Dieser Orkan, der a711 11. 2019qu um 2-1, Uhr Morgens begann und bks Naos- 111111158 um 5 Uhr dauerte, war von einem Erdbeben begleitet.“
Großbritanien und Irland.
kondom, 16. Okt. Der König hat an den Marquis von Lsndonderxv einen eigenhändigcn Brief eschrieben, in welchem «' 13111 Bedauern Über die empörende Éewaltthat zu erkennen 91:11, welche der Marquis dieser Tage erfahren hat. „Eine MK: Theilnahme“, heißt es im Atlas, „muß diejenigen, die den F:evel gegen den Marquis verübten , überzeugen, daß ihr ?aneymen ihnen nicht bloß, als Engländern, zur Schande ge- reiche,. sondern daß sie dadurch auch einen Beweis von Undank- k-arkkn gegen die ErlauchtcPersou gegeben, die sich an die Spitze desck BoLkes gestellt, um den großen Zweck der Reform zu er- rxi 1211.“
Se. Majestät haben dem Herrn Frederic William Herschel TAS Rétterwfirde ertheilt.
Von der denkwürdigen Sißung des Oberhauses, in der die ReMm-Bill verworfen worden, bringen unsere Zeitungen immer chi) einige nachträglickoe Details. So wird erzählt, daß na- 111111121111 die Schluß:Rede des Grafen Grey, und besonders das Ende derselben, einen mächtigen Eindruck auf die Versammlung, und zwar auch auf die Mitglieder der Opposttion, gemacht habe. De;- Herzog v. Wellington habe, als der Graf erklärt, das; er 1118 niemals auf ungebührliche Weise bemüht hätte, ins Amt zu kommen, feine Uebereinftinmmng damit durch das Rufen von „13611, hört! zu erkennen gegeben. Als der Redner von der Glück: selizkcit sprach, deren er sich sonst im Schoße seiner Familie er- srxm, erregte das Zittern seiner Stimme und die Erinnerung an 11111111 kiirzüch verstorbenen Enkel (den Sohn des Lord Dur: [mm) das Mitacfiihl der Zuhörer, und die Gemahlin nebst den Töchtérn des Grafen, die auf der Gallerie saßen, sah man 111 Thré111e11 gsbadet. Als der Graf seine Rede gcendigt OME- brach) das Haus mit Uebergehung _aller seiner iibli- (dcn Förmlichkeicen in einen ganz ungewöhmichen Beifall aus; Viexe schlugen in die Hände, und das Stampfen mit den Füßsn war so allgemein, das; selbst von den Qypofitions- bänkcn eine Staubwolke sich erhob. Lady Fersen, eine be- kannte der Nefor111 feindlich gefinnte Dame, die während der Verhandlungen über die Bill keine Sitzung des Oberhqusts ver: 111111111 hatte, befand sich am letzten Abende, da sje keinen besse- ren Play finden konnte, mit der Masse von Zeitungö:Sch11eU: schreibern in einer und derselben Loge. „Wiewohl eine Tory und eine Anti-Resornüstin“, bemerkte 1111 Lord, „scheint die Lady doch der Freiheit der Presse nichr feindlich gesinnt zu ferm.“ -_. Der Oberbefehlshaber des Heeres, Lord Hill, hat, dem Ver- nehmen nach, auf die ihm gewordene Andeutung einer hohen Person, gar nicht mitgestinnnt; er würde sonst, eben so wie Lord Howe, gegen die Bill votirt haben. -- Viele Mitglieder, sowohl des Oder: als des Unterhauses, sind in Folge der vielen ange- 1111111111111, Nächte langen, Sitzungen erkrankt. Es würde unbe- greéflich seyn, wie es namentlich der Sprecher des Unterhauses, der beständig auf seinem Platze ift, aushält, wenn man nicht wüßte, daß die höchste Mäßigkeit in seiner übrigen Lebensweise ihn zu solchen Anfirenzungen geschickt macht.
Der Marquis von Anglesea, der, um iiber die Reform-Bill abénlßjmtnen, hierher gekommen war, ist nach Dublin zurück-
1 e rt.
g 521111 vorigen Mittwoch hielten die Actionnaire des Tun- nels unter der Themse in der London-Tavern eine Versmmn- lung, bei der Herr G. H. Wollaßon den Vorsiß fiihrte. Aus dem bei dieser Gelegenheit erstatteten Berichte geht hervor, daß 119.11 248.000 Pfd. Sterl. nothwendig sind, um jenes große Un-
wenn er einmal loben kann; 111111
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ternehmen 1111 139111118211. Nachdem ds:- Vorchlag gemacht wor» den war, sich Wegen eines Geld-Borfchuffes an die K01111111ffa: rien für öffentliche Bauten zu wenden, wurde der Beschluß ge: faßt, es der DiScretion der Direktoren zu überlassen, ob und wie viel sie an Geld-Borschiiffen verlangen Wollen, ,]edoch zugleich zu erklären , daß kein anderes Unterpfand, als der Bau, so weit er bereits vorgeriickt 1'1'1, gestellt werden soll, und das; in keinem Falle die ?lctionnaire, die ihren Nutheil eingezahlx haben, zu ferneren Geldleistungen verpflichtet 11ny 11111111. Nach den in der Versammlung gegebenen ?lufschliiffcn scheint begründete Hoff: nung vorhanden zu seyn, das großartige Unternehtnen Vollendet zu sehen.
Niederlande. '
Aus dem Haag, 18. Okt. Sc. Maj. haben den Baron van Tqu, Gouverneur der Provinz; Nord:Hannd, zum Com- mandeur des Ordens vom Y'kiedertärwiscben Löwen er_na1111t. Die Herren Dedel und Clifford, Mitglieder der zweiten Kannner der Generalstaaten, sind zu Rittern deffelbcn Ordens ernannt Worden.
Der Russische Gesandte 11111 hécsigen „Hofe, Hr. v. Gourieff, ist, wie Holländische Blätter berichten, von seinem Monarchen zuriickberufen worden und wird bald einen Nachfolger erhalten. -- Dcr Sardinis'cbe Geschäftsträgcr, "raf v. Rossi, hat seinen 111 der Nähe der hiesigen Residenz gelegeum Landsis verlassen und sein gewöhnliches Hotel in dor Skadt wieder bezogen.
In einem unserer Häfen befindet sich 1th 1111 von Spe111a gekommenes Griechisches Fahrchg, das im nächsten Frühjahr nach St. Pytersburg abgehen wird, und an dessen Bord sjch zwci Sphiuxe von rothem und weißem Granit, jede ungefähr ZZ- Ellen Niederländisches Maaß lang, 2 Ellen breit und Z-Z Ellen hoch, befinden, die, wie es heißt, vo111Jsis:Te111pcl zu Theben herrüh- ren und für Se. Maj. den Kaiser von Rnßland bestimmt sind.
Amsterdam, 18. Okt. 9111 unserer heutigen Börse hat neuerdings eine Steigerung 111 den Fonds stattgefunden, und zwar hauptsächlich in Folge von ?lnkanföMlnfträgen, die aus London ei1111ega11ge11 waren. Man wollte dort 111111111, daß die Belgischen Angelegenheitm geordnet setzen, und daß die darauf Bezug habenden Aktcnftücke dm Höfsn von Holland und Bel- gien zur Ratification zugesandt worden. Man 11a11nte sogar den Tag, nämlich den Iten Novunbcr, an welchem der Friede unterzeichnet seyn müsse.
Brüssel, 17. Okt. Der General Grundlcr ist heute Mor- gen von hier nach Diest abgereist. “ “Lins dem Lager bei Dieft Werden 6---- 7000 Mann nach dem Kenwenéaude 111arschiren.
Der General Nielldu 111 91111111 naci) Bxiiffcl berufen wor: den und hat 011), nach einer 1111111111111digr11 Konferenz mit dem Kriegs:Mé11ister, wieder auf seinen Posten begeben.
Die hiesigen Blätter geken den Bestand der bei Dieft gelagerten Truppen folgendernmßcn cm: „ 1 fte Division. Wauthier, Gkncral; Ober11:Léeutc11ant von Nieuport, Chef des Generalstabes. 1172 B1igade: Obcrst „Struck, Commandsnr; Hardt), Ober1't:Licure11ant; bestevt aus 5300 WWW. 211 Brégadu: General Malherbe, Comnmndcur: Kenor, Obcxst; Wackx, Oberst- Lieutenant; besteht aus 4300931111111. Zte Division. Gene- ral Goethals, Co111111andcnr cn chf; Obe1séHam111esse, Chef des Generalstabes. 11“te Brigade: General Vandeubrock, Comman- deur; Delahave und Boucher, Obersten; dasteht (11115 4000212111111. 2te Brigade: Oberst Nypels , Co1111111111deur; ['Olivier, Obexst;
_ besteht aus 5700 Mann. Man 111111131 die ?lctillerie und die F1:
die Jäger zu Pferde und die Laneicrö auf 1600 Mann, was die ganze dort versanunclte Macht auf 22,100 Mann stellen würde. - *Die Ucb11115e11 und die Manöver im Lager bei Dieft finden täglich 11111111 der Leitung des General Goetbals statt.“
Es ifi die Rede davon, die Höhen bei Briiffel zu vsrsckmn- zen, 11111 die Stadt vor einem Ueberfall zu sichern und die B1: sorgniß vor einem Bombardement zu entfernen.
Ueber 100 Kanonen werden aus der Lütticher Stiick:(*'»)'ie1“zerei nach Namur abgehen.
Der Politique widerspricht den Gerüchten von einem 111 der Nähe von Gent vorgefallemn Gefechte 1wische11 den Belgr- schen Bürgergarden und den Holländern und von der Mobil: machung des 21111 und Iten Aufgebotcs. E;." erklärt diese Ge- rüchte für durchaus falsch, abgeschmacht und adsichtlich darauf berechnet, Unruhen im Volke zu verbreiten.
-- -« Brüssel, 17. Okt. Die Regierung hat mit 11111" richtigem Takte das Raike111scl1e ProscripcionS-Grseß, das gegen Fremde und alle diejenigen gerichtet war, die 111 einer der Polizei vcrdächtigenBerbi11dung mit dem Auslande stehen, zurfickgcnonw men; die sämmtlichen Journale des Landes, 1111t911151111h111e etwa des charakterlose11 „Belge“, hatten sich eben so wie der verßändige Theil des Publikmns gegen jenes terrorißische Gesey, das der Legislatur des Natéo11al:."onve11ts würdig gewesen wäre, artsge: sprochen, und das Ministerimn, das schon bei der Uederryickumg des Entwurfes nicht recht ernst zu dessen Vertheidigung «mfxrat, hat sich dadurch veranlaßt gesehen, das Gesclz 111111211 111 der De: liberation darüber, und nachdem die Kammer eénige Y111611de- 111ents dazu genmckpt, zurückzunehmen; das war 111111des1911s ein Schritt in verständigem Sinne gethan. Es thut einem Be: richterstattcr, der 111 dxr Regel nur von Mißgriffm 311 1311111): im hat, die rings um ihn gemaäxt wcrden, ordentlich wodj, kommt leicht durcß bc: ständigen Tadel in den Verdacht der Parteilichkeit, und ich habe 1111111 oft 1111111 1111011 gefragt, ob ich 11icht bei meiner „Vorliebe für das edle, 111 der Geschichte der Europäifckyen Reli: 5110115: und Geißeöfreiheit beri1h111te, Haus Oranien, viele Dinge hier wider Willen nur auf ihrer dunkeln Seite betrachte? Das Urtheil unbefangener Franzosen, die jene D211tscheVorlicbe nicht mir mir theilen, die aber, eben so wie ich, Gclegenhejx haben, das Treiben hier und im Lande zu beovc-xhten, [zur 11111 jedoch von 111e111er Unparteilichkeit das befke Zeugniß gegeben. Es ge- schieht oft, daß die guten Brüffeier, die in jedem Franzosen ei: nen Juli-Heldrn sehen und jeden Juli-Hrlden fiir einen Bc- wundercr ihres Septembexs halten, mit großer Verwunderung hören, wie Manche von den zahlreich hier anwesenden Französischen Offizieren sich öffentlich darüber äußern, daß es doch der Belgischen Revolution an jedem festen Boden fehle, indem hier keine Ver- lesung der Charte, kein Versuch, um ein Jahrhundert zuriickzu: schreiten, und überhaupt kein fühlbarer Druck stattgefunden habe; daß im Gcgcntheil der Schritt um ein Jahrhundert zuriick erst nach der Revolution geschehen set), das; statt des Lichtes der Bil- dung, den die von der Niederländischen Regierung gepfiegten Universitäten und Schulen nach allen Richtungen hin verbrcitet hätten, die Finsternis; der Unwissenheit ihr altes Feld wieder ge: wonnen habe, und daß die Blüthe der Industrie von dem Sturms verweht worden, den Pfaffen nnd Demagogen hcraufbcschworen Hätten. Als kiirzlich einige auf eimm Kaffeehause versammelte _ranzösische Offiziere über die Widersprüche, die sie vier gefundrn, sick) 11icht genug vyrwnndcrn konnten, trat Ei-
genieure auf 1200,
11er“ von 11111211 11111 der fcksließlichon Exklär-uug baztoiseh,
„17.111111 -- 13'851 1111 1181111111, 1211110111111! (11 9388110181119 51-1101'11111'." und damit waren die Uebrigen zusriedengeß, aß bei aller dieser Erkenntniß die Franzosen doch ---- und zw nicht bloß der gemeine Hause und die Abenteurer - voller 1 fer für die Belgische Sache und fiir jeden von Holland beßx' tenen Zoll Landes jenseits der Maas oder der Schelde find„b den ganz einfachen egoistischen Grund, sick) in den Vertheidjg, dieser Sache - ohne Rücksicht darauf, ,ob sie gut oder sch11 set) -- eine Vorhut gegen das übrige C'uropa erhalten zu 11 len. Die Belgische Regierung zählt Fra11zösssche111 Boden, jedoch nur wenige Meilen von hier, 1 tonirte Armee des Marschalls Gérard, das; sie, so wenig sie 111 auf die mit großer Anstrengung hergestellten eigenen Verxhej gungskräfte sich verlassen kann , doch ruhig dem bald 11 der bevorstehenden Ablauf des Waffenstillstandes entgegensn' und jedes friedliche Arrangement, das ihr nachkhejlig 111111, von sich weist. General Goblet, der vor einigen Tag aus London zurückgekehrt 117, wo er bei den Verhandlungen ., dieffeitigcr Kommissarius mitgewirkt hat, Versichert seinen Frea, den, daß die Sachen noch eben so zweifelhaft ständen, 1v1e1 der letzten Verlängerung des Waffenstillstandes, und das; es 11 so leicht noch zum Kriege als zum Frieden kommen könne. ist auch kaum abzusehen, wie die beiden Extrenw, Holland 1 Belgien, mit ihren gegenseitigen Forderungen sich nahem sou wenn nicbt endlich ein Kompromiß dadurch herbeigeführt wj daß beide Theile, durch das fortwährende Provésormm nnd kostspieligen Kriegsriistungcn ermüdet, ein größeres Opfer, ., sie bisher zugestehen wollten, nicht scheuen. Daß indeffen B gixu, bei dem zerrissenen Zustande seiner 111xglcjckartigen Provi zen und bei der traurigen Lage seiner Finanzen, der N11 Wendigkeit, ein solches Opfer zu bringen, näher isi, als ' für König und Natio11al-Ruh111 begeisterte Holland, glaubs bereits friiher näher entwickelt zu haben. In welchem terwiixfigen Verhältnis; unsere Regierung sich 1th zu der F1 zösischcn, ihrer 111äcbtigen Beschützerin, besmdet, geht unter ?] derem daraus hervor, daß der Franzöfiscbe Feldherr unsereB Hörden nicht wie die einer befreundeten Macht, sondern wie su alterue ansi-xht und, statt der höflichen Gesuche, förmliche 1. fehle an sie erläßt. So hat man dieser Tage hier ein Schrei des Marsckzalls Gérard an den Eivil:Go11ver11eur unserer P: vinz (Süd-Brabant) gelesen, 111 wclchem der Letztere angewj sezx wird, ungesäumt die nötl)ige11 FeW-Magazine von Schla. vieh, Mehl 11. s. w. auf der Straße von Manbeuge 1 her in Gemappe und Wavre, und zwar vom 2417211 d.1 ab -- also zur Zeit der Beendigung des Waffenstillß des -- bereit zu halten. Eine Teiegraphen: L.;1ie ist 1 hier nach dem Französischen Hauptquartier? angelegt word 11111 dasselbe von den Bewegungen der Holländischen 5211111111" fort in Kenntniß segen 111 können. Dec Hsrzog von Q. loans wird, heißt es, heute in Brtiffel erwartet, wenn er 111- keccits bier eingetroffen ist, 1111d rmrd wahrscheinlich mit 1 Könige Leopold zur Inspézirung des Bclgisthen Lagers 11achD1 abgehen. Die Umgebungen des Königs änßkrn 1111) sehr gehei mißvoll iiber die militairisckoenOperationen, we1chc dieb den Fürsten mit einander oerabredcn 1110111111. Der Ba1o111. ret) geht ebenfalls nach Biest, um dort die chi1nents:91er11 die aus Frankreich erwartet werden, in unstre Armee einzuran ren. Alle unsere Feld: Lazarethe werden nunmehr anf Framo schen Fuß eingerichtet.
Dänemark.
Kopenhagen, Königl. Reskript vom 14. Okt. ist die aLlerhöckpste Verordn vom 19. Juni d. I., die zu treffenden Maaßregeln gegen Verbreitung der Cholera betreffend, bedeutend modißcirt, 1111 dem strengen inneren Sperrungssyßem an dem Orte oder 1111 Distrikte, wo die Cholera sich auf verschiedenen Stellen 111 den gemachten Erfahrungen gemäß, als unzweckmäßig' und Verkehr mehr als nöthig belästigend, entsagt worden ist. 11
ist der (IssandheitSzuftand sortwähxend gut.
P o 1 c n.
Warschau, 18. Okt. Se. Majestät der Kaéser und 11ig haben Herrn Linton Rostworowské zum Präsidenten der ': jewodschafts-Kou1111ission von Lublin zu ernennen gcruht.
In der hiesigen Allg emeincn Z e 111111 g liest man Folgen „Da die durch die Unternehmungen dcr Ylufrührer eme * lang gestörte öffentliche Ruhe und Sicherhyit durch die 1111 zeichneten Thaten der Armee Sr. Majestät des Kaisers 1 Königs glücklixberweise wiederhergcstellt ist und ein jeder “ wohner dieses Landes von nun an wieder die Früchte des '. dens genießen und seh des Schutzes der Regierung des gnä sten Monarchen erfreuen kann, so beschloß Se. Durcylaucht Obex:Befehlshaber Feld111arschall Paskewitscv Fürst von „1 schau Graf von Eriwan, erfüllt von Dankbarkeit gegen Gott der Heerschaaren für den ihm gewährten Beistand Vollbri1'1gung des ihm übertraßenen Werkes, in 05111 1111111 mit der Armee, die in eam so heiligen S mit Ruhm und bklde11111ütb1'gcr Aufopferung kämpfte, * Schöpfer ein öffentliches Dankgebet darzndringku. -- -- * wurde denn unter den Mattern Warschaus auf demselben Pl wo ein glänzender Sieg den hartnäckigen Kampf entschied, * gesiern, am „10. Oktober, in Gegenwart der Infanterie- Kavalleri«Regimenter, so wie der Artillerie und Leibgarde, che die-Garnison von Warschau bi1de11, ferner der Zten Gre dier:Diviston und der RegierungS-Behördeu, von der Geist11ch des Griechischen Ritus ein feierliches *]711 ])1111111 gesungen, * rend der Donner aus 100 Geschützen diese Ceremonie verkündi ----- Nach Beendigung des Gottesdienstes defilirten die Truv unter persönlicher Anführung Sr. Kaiserlichen Hoheit des G fii'csten Michael vor Sr. Durchlaucht dem Fürsten Feld schall, indem 111 ihren Feldherrn, unter dem sie so viel R erfocbten haben, mit freudigen Zuruftmgen begrüßten. - zahlreichen Zuschauer, welche sich bei dieser Feierléchkeit eingefu" hatten, konnten nicht genug ihr Erstaunen iiber die Ordn und Mustervastigkcit der Märsche und Manöver, so wie i die Sauberkeit und Vortrefflicbkeit der Uniformen, iiber Disciplin der Soldaten und iiber den trefflichen Zustand Trains und der Pferde zu erkennen geben. Nach dem Urt aller Kenner schien es eher, als vb diese Armee aus behaglk' Quartieren zur Musterung zusannnengekommen wäre, als sie von einem unter Kälte und Beschwerden bestandenen F zuge zurückkehrt.“ ,
Gestern hielt Sc. Durchlaucht der FeldmarschallPaskew in Begleitung Sr.'Kaiserl. Hoheit des Großfürsten Michael Musterung iiber die beiden zu dem Kaiserl. Garde-Corps S renden Jäger-Ncgimenter ab, die sodann aus hiefiger Res aufbrachen, um nach Rußland zurückzukehren.
Die Kaiserlichen Garden, welche seit dem Augenblick",
so sicher auf die zwar .-
15. Okt. (Altonaer Merkur.) Durck
eiche11 Aeußcrungen , r1v1eder11 gerudt haben,
mnahme 11811 Warschau, mit kurzer Unterbrechung, hier garni-
nirten und sich durch militairische Disciplin und musterhaf- , Verhalten, auszeichneten, sind heute Nachmittags aufge- roche"- um 111 den Gouver11ements Grodno und Wilna Win- „quartiere zu bezuhen; au 1111er Stelle werden die unter dem
ommando des Fürsten SchachoffSkoi stehenden Grenadier-Regj: ,
enter die Besatzung von Warschau bilden.
9111116. d. langte der Commandeur der Russischen Grena- me, Fürst Schach0ff5k01, hier an, und am 17ten kehrte der taatSratv Péwnizki von Thorn hierher zurück.
Die Generale Lewandowski und Fürst Schachoffskoi reisten xßern wieder von hier ab, der Erstere nach Brzcsc-Litewski und ,x Zestere nach Praseczno; der Graf Johann Lubienski hat sich ach Guzow begeben.
Der Konnnandant der Hauptstadt, General-Major Penche- zewski- hat folgende Bekanntmachung erlaff-e'n: „Da Von den 11) Offizieren der Pol111schen Armee, welche sich znr Abreise von tatschau gemejdet haben, die Einen, obgleich fie die erforderli- cn Billers empfangen, noch immer in der Stadt verweilen, dic mderen sogar nock) nicht einmal um solche Billers eingekonnnen nd, so benachrichtige ich diese Herren Offiziere, daß sie den in jcserHii1sicht ergangenen Befehl unverzüglich zu erfÜll-xn haben,
.' jdrigenfalls sie es sich selbst zuschreiben müssen, wenn strengere
Naaßregeln gegen fie ergriffen wchrde11.“
Dieser Tage ist im héesigen Buchhandel ein für die niedri- eren Volksklaffen mit Bewélligung der Behörden bearbeitetes olksbuch untrr dem Titel: „Erzählungen aus der heiligen christ, eine 211161111111! aus den historisckyen Büchern des aiten estaments“, erschienen.
Die verschjedcneu Landes-Fabrikeu fangen jetzt an, Von euem aufzuleben. Doch fehlt es noch immer an manchen Ar: ikeln. So klagt man unter Anderem darüber, daß in den hie-
gen Waarenlagern keine gesponnene Baumwolle zu erhalten ist .
Heute ist hier zum erstenmale 1'11 dicsem Herbst Frost ein: etreten.
Aus der Gegend von Brzesc-thewski sind bedeutende Ge- rcjde:Tra11Sporte hier eingegangen.
Auf den letzten Warstvauer Märkten zahlße man fiir den ;orzezRoggen 23-25 Fl., Wci1en .;4-36 Fl., Erbsen 20 «22 [„ Gerste 24-25 Fl., Hafer 14« 15 Fl., Kartoffeln 6 “F1.
D e u t s ch 1 a 11 d.
Leipzig, 20. Okt. DIe hiesige Zeitung enthält fol: ende amtliche Misthrxlung &us Dreßdcn vom 17. d.: „ Es 11.11 ck das Gerücht v-rbreitct, als ob die vor einigen Tagcn er: olgte Aösendnng zweier Stücke (?Zcscbiiv an die Eld:SpcrrLZnie ej Strehla duni) Exccffe, welche dort stangefundem, veranlaßt vordem set). Dies ist* jedoch keimcswegeö dcr Fall, vielmehr har ie Absendung jenes Geschuses keinkn anderen (51111111, ais den, 11 Yvernnaaßregeln für de11F.1ll, daß ein Sch1ff bei hohem 1111111 und 110111111Segél den Durchgang versuchen sollte und va den (1111 dem Wachtschéff und 1111 den Uscru 0111101011111 J'a- 1111teriepofie11 daran ncht 11e111111dcrt WOWEU k0111111', 11111 5211011- 1111 Nakhdrucke zu unterstüsen. Cxcsffc sind 311. Zsjt nicht vor- efall-xn und auch 1111111 zu erwarten, daher 111113 Gerücht in je- -' er Beziehtmg grundlos.“
Q e ß e r r e i ck. Wien, 18. Okt. Der Deputatéon der Nieder:Oesterreichi:
111111 Landstände, d1e fich vorgestern 111111) dcm Kaissrl. 8111111109111?
chönbrunn begeben l)-.1t, 11111 üblicher Weise die Strucr:Postu- ate ftir das Vcrwaltuugs-Jahr 18.32 111 Empfung zu nehmen, stdas Glück zu Theil geworden, von Sr. M.1esir.t dem Kaiser ersönlicl) empfangen zu werdpn. Dcr Néedcr:Oc-jéerretäzische *a11d111arsch110 Graf von (Hoss; 11111 déssc Gslcgcnheét ergréffen, 1111 111 einer gehaltvollen Rede die Verficbcrnng der unwandcl- aten Treue und Eé'gebenbejt dcr NiedewOexierreichischen Land: ände an den Stufen des Vlllerhdäzfien Thronek- niederzulegen nd 11111 die Fortdauer drr stets bewiesenen ZUädigcn Gesinnun: enSr, *))kajestäc fiir dieseProvinz zu bixrcn. - Von den 111110: mit welchen Se. Majeßät diese Rede zu theilt der Oesterrei-„Hische Beobach- cr Folgendes mit: „Ick empfange mit Bergnüz-„en die 2151111: che, Miche die treuen Nicder-Oestcrreicdischen Sxändk in emem 1"1r Mein växerlicbes Herz höchst betrltbenden Verhanniffc 1111 Nich richten; daß diese Wünsche aufriéorjg sind, davon bin Ich -"derze11g1. Meine treuen Stande wissen, mit welcher Liebe Ich “deine Völker umfaffe, und wie tief M10) demnach alle Emden effen, welche auf denselben lasten. Die allwaltende „Vorsehung ird hoffentlich auch dieSmal ihre sch1iss11de Hand von guten, kommen, ihren Pflichten treu ekgcbcnen Bö1kern néchk ad: enden.“
Lemberg, 10? Okt. Um einerseits die Stände der Pro: 1111 Galizien durch das Erscheinen aus dem Landtage 1111111er Cholera:Gefahr attszuscßeu, und damit andererseixs jedem 111111111: chen11euerlichen Ausbruche dieser Krankheit durch eine großere Versammlung in dieser Hauptstadt vorgebeugt 1vcrde,habcn Sc. „Kaiserl. Majestät umcxm 21111 d. Allcrgnädigst 311 [1911111111 ge- Uht, daß bei der 1110511011111 noch nicht ganz unterdriickxen Cho: Um die Abhaltung des diesjährigen Landcases untsrblei'vcm soll.
Italien,
Modena, 4. Okt. Der Herzog hat unkerm 9111031111 Da: 111111 1111 neues A11mestie:Edikt erlaffcn, wodurch allen, „d1e mehr aus bösem und verdorbenem Herzen, sondern aus 13:11111111111 und on Anderen verleitet“, 1111 der Insurrecrion Theil genommen ha- ben, Verzeihung gewährt wird, wenn sie 11111 vertra11e11511oll an den Herzog wenden. Jedoch soll ihnen diese Vl11111eft1e kxme An- sprüche auf Wiedererlangung ihrer früheren ?lemter, T1tcl 1111d PMsionen geben. Die Hanpt-Anßifter und leeilneymec der In- surrection blciben dagegen, nach wis vor, der ganzen Strenge der Ekseve unterworfen.
Parma, :'1. Okt. Ihre * LMise hat durch ein vom 29. v. M. dat'irtes Dekret bcst1111111t, das; alle gegen die Theilnehmer an der Jnsurrection eit1gelx1tete Prozeffe als aufgeloben betrachtet, und daß alle anz d1esem Grunde verhaftete Zpersonen in Freiheit Zeselzt werden sdllen. Bessleichm sollen keine neue Prozesse gegen etwanige Thenneh- mer an jenem'Aufftande eingeleitet, noch die lrßteren dcöwegen verhaftet werden. Die Regentin behält sich, hierbei die 9111111911111; von DiSciplinarsirafen vor. Die wegen politischer Vexgehen 1n Uméksuchung befindlichen Personen dürfen, wenn s1e 1111 Lande anwesend sind, ohne besondere Erlaubnis; Ihrer Maj. weder„1m ??)nde bleiben, noch, wenn sie abwesend smd, in dasselbe zuruck- e ren.
Spanien.
Pariser Blätter melden aus Mgdrid vom 6. Ok1br.: „In dem Augenblicke,. wo man fich so vrel 11111 dyn angeb11ch1n
Majestät die Erzherzogin Marie"
AHYZ kriegerischen Plänen des Spanischen Regieruu hc F ti 1 1111 folgende Angaben über die Stärke der Armee g11ichstcholxnéz „“Zu-tler- esse; ,d1_e verschiedenen Corps der Garde sind 16,486 Mann und d1e L1men:Truppen 52,480 Mann stark; hierzu kommen 42 Regi- 111enter Provi11zial:Milizen, die einen Bestand von 80,000 Mann b1lden; von den Lehrsten ist indessen gegenwärtig nur ein Theil 1111te1 den Waffen. Die Corps der royalisiischen Freiwilligen kön- nen 1111 Falle eines Krikges auf 120,000 Mann gebracht werden. Zyx“ Mob1lmachung dieser sämmtlichen Truppen ist aber viel Geld 111Zeh1g, 'und an diesem fehlt es der Regierung. Die Geistlichkeit durfte, mdeffen, wenn die Tendenz des Krieges ihren Interessen entsprxcht, bereit seyn, die Regierung durch ein Geschenk von 36 1119 40 Miilizxnen Realen zu uuterßüßen. - Die heutige Hof- zemmg enthalt mehrere von der Gesundheits-Kommisfion getrof- JWT)" Maaßregeln, 11111 die Einschleppung der Cholera zu ver: m ern.“
Portugal.
Paxiser Blätter berichten aus Lissabon vom 1. Okt.: „Dgs Nmnensfeft Dom Miguels ist hier mit großem Pomp gefe1ert worden; 111 dem Palaste von Quelnz fand große Gala und andkuß statt. Die Ausbefferu11gs:Arbeitcn an den Forts und Batteneen an der Mündung nnd dcnUfern des Tajo werdeunock) im- mer von Dom Miguel äußerst thätig betrieben. - Der Meucbelmör- der„we-lcber den Befehlshaber der Framößscben Korvette „ Eglé“, qu1ta111Rafft), auf dem Quai von Sodré am hellen Tage um- 811119-11 Wollte, hat endlick seine Strafe erhalten: er ist zu zehn: ]adrtqer Deportation nach den Afrikanischen Kolonieen verurthxilt. In Folge dieser den Rcclamatéonen des Französischen Konsulatö gewährten Genugthuung hat die Korvette „Eglé“ die drohende Stellung, die sie dem Quai von Sodré gegeniiber eingenom- men hatte, verlassen.“
Türkei.
' Die Schlesische Zeitung giebt folgende Privat-Nach- rrcbtcn aus Belgrad 13012: 9. Oktober: „Aus zuverlässiger Quelle haben wir endlich Berichte erhalten, Welche den schnellen Rück- zug dcs Groß:Wefirs nach BitoZlia, so wie den Grund der Sage, das; dx'e BoSnischcn Truppen von weiterem Vordringen p1otzlicl) abgestanden und Unterwerfungs:Anträge an den Groß- Wefir abgeschickt haben, aufklareu. Wie schon bekannt, hatten d1e Bosniaken bei Koskowa dem Groß:Wcfir eine derbe Schlappe beigebracht und ihn zum Rückzug nach Macedonien dadurch ge- zwungen. Auf diesem traf dxr Groß-Wesir den Befehl des Sul- tems, unverzüglich 15,000Ma1111 umb Konstantinopel zuriickzu- sch1cken, 11111 die vor: so scyr gefähxdete Ruhe zu sichern" 11-19 zu exhaltcn. Diess111 gehorchcnd, sah er sich vollends außer Stande, gcgen die. BoSniaken, deren Kräfte er nun schon kennen ge'1er11t 11.1111, ekwas zu unternehmen und dieselben von weiterem Bvrdringen abzuhalten; und in so miß- 11cher Lage nahm er 121111 aniucdt zu Unterhandlungcn, wozu die BoSniakcn zwar 211211111116 die Hand boten, aber solche Be: dingungen 171111911, wie man sie 1111: von einem fiegenden Feinde erw.“:rten konnxx. - So „1. B. fordern sie einen Betrag von 3000 B811t11111(1,500,()01_)Master) als Ersatz der Kriegskosten, Fo1tbc1'ta11d des 1115111111111 351111115 (1110 in Bosnien, Amnestie fiir Mustapha Pascha von Skntari te., 11191cke sämmtliche Forderun- gen der GroßWefir, naclsdem er, sie herabzusiinnnen, Niles ver- s11cht hatte, unter 2391111191111 de“; Großherrlickoen Ratification an- zu11ch111m sii: gm fand, 1111 1111: ihren Marsch ins Innere des Reiches, Wodurch di? Unzufriedenheit in Macedonien 11110 Albanien von neuem Nahrung erhalten hätte, abzuhal- ten. - Die Bokm'aken stehen gegenwärtig bei PeSrein an der Gränze Maccdoniens bereit, um, wernn der 11111 dem Gros;- Wesir getroffene Vergleich d:“e Genehmigung der Pforte nicht erhalte, nach Macsdonien eiuzufalicn, während ein abgesondertes Corps zum Ersas Mustapha Paschas von Skatari se1'111-1 Marsch dahm rühren wm'dc. Man zweifelt indessen nicht, daß du Pforte die Handlungen dxö Groß-W-srs gut heißen und ihre Pläne, alle Provinzen schnell zu org.1:«.1*ice11, vor der Hand verschieden und so eine neue bevorstshende „Krisis znöe'rmeidcn suchen wird.“
Inland.
Berlin, 23. kaoder. Folgendes isi der Inhalt der von den, zur VerzheidigunZ der rechtmäßigen Regierung, bewaffneten Bürgern von Nruämrel uud Balangin an Seine Majestät den König votirten Adreffe, dexcn Mittheilung wir uns vorbehalten batten: , „Sire! Am 12. Septunber 1831 erfuhren die Einwohner des Fiirstenthums durch emen Aufruf des “Staats: Raths, daß cén „Komplott entdeckt worden, dcff-en Zweck es 111), sich mit be- waffneter Hand in Bess dcs Schlosscs und der Stadt Neu- chatel zu soßen und die L-a11des-Jnstitutjone11 umzustiirzen. -- Ems allgenwine Bestürzung 11111311 dieser Nachricht, und als am 131211 Morgcns das VsrbrW-m vollfnhrt und das von hinrei- chenden Vertheidigunxstnjt1-111 entblößte Schloß von Neuchatel in die Hände der “2111111111121 gcfaUen war, stiegen der allgemeine Schmerz und Unwille ans.“; H11ck11'11'. Schon 111 der Nacht vom 121611 auf den 1,31e11 11.111111, 11111 Gkncymigung des Staats- Marys, dée Vorsrsßcr dcr Bnrgcrsckmfc zu "Balangin 11111 getreuen Mitbürger aufgefordert, vcrxint die Waffen zur B„erthn- digung der gsseymäsxigen Regierung 111 ergreifen; bereits wahrend dex“- 131111 waren viele bewaffnete Bürger 111111 Val de Ruz und von den Bergen 1111111 2311111113111 heradgekommen; am 141en end: lick) erging ein neuer 211111111 der B11rgerschaft, und d1e große Mehrzahl der ('*51111e111de11, d§1e dem Banner derselben folgen, xr- hob sick) für die Sache der .Neue und der O1d111111g. Nun rexh- ten die Truppen von Balangin sich untcr die Besehlshaber, Zvel: We Ew. Königl. Majestät Staatö-Rath ihnen anwies. St1111/d- l1ch wuchs ihre ZKM, und, auf ihren RufsKeélteu getreue, Bur- ger aus allen Theilen dcs L1111dcs,_sich 11111 1111101 zu„v'ere1mgen. So standen sc bereit, die 7211121111? dcr ge1eymaß1gx11 Re- gierung zu vollziehen, und, 111 Erw11rt11119 des erdgenos: senschaftlichen Ej11schre1tc11ö dcr Schwcxzertmzen „Tagsatzung, durften sie die Hoffnung hegen , durcb d1e Fe1t1'gke111hrer Hal- tung den Rebellen zu imponircn 1111d„so d1e Foxtschmte der Re- volution zu hemmen. Zwei Ko1111111ffa11m )ener hohen Ber: sa111111l1111gen, welche von 1hr1111t dem Qluftraggabgeordnet wor- den waren, im Namen der C1dgcnossenschaft d1e Ruhe und die gesetzliche Ordnung wieder [)xrzixstcllen, 1111d be1 uns angelangt. Sie haben vernommen, mie d1e znValang111 versammxlten Trup- pen die Gefühle unverdriichlichcr Tretze, von de11euP-d1-eselb1n ge- gen die Person und die gerechte Regtxrttng EW;, Kd111g1. Maje- ftät beseelt sind, so wie die a111r1cht1gste Anhanglwbkett Uegcn die Schweizerische Eidgenossenschaf't, nut dxr sje'vonEty.Ko111gl. Majestät verbunden worden sind, 'm unzwe1deut1ger Wnse WM: 1" vroche11 haben. Scit2 Tagen sind d1e Trqppen der benachbgrten Kan: tonein unsere Gränzen eingeruckt, um d1e Sendung der e1dgenoffen-
'
schaftlichen Ko111111iffa11'c11 511 unterstützen; sie umzmgeln das Schloß
von Neuchatel, das die Rebellen noch besese hauen; pep von Valangm erwarten“ aber mit Ergebung und xen den Befehl , dahm zu schreiten, wo ihre Gegenwart und' *;z' :hre Arme von Nasen seyn können, oder den Augenblick, wo ' dte Niederlage der bewaffneten Revolution ihnen geftatten wird, zu ihrem heimathlichen Heerd zurückzukehren ").“
ihrer Mitbürger, ihre L_ide und Ewr. Majestät Wohlthaten gleichmäßig vergeffend- geschä1t1g sind, fich der Herrschaft ihres cYestkkzmäßigkn Fürsten, ihres VFM“, zu entziehen. ß *
willen uber solchen Undank, ermüdet von den Belästigungen ei: nes Volkes, das Sie mit Gnadenbexeugungen überhäuft haben, endlich das Band, welches das Fürstenthum mit AllerhöwstDe- nenselben vereint, lösen und'uns dem Schicksal, das thörichte u,11d treulose thhschläge uns gern bereiten möchten, überlassen konnten; -- 1111: Gut und Blut der beschwornen Treue ergeben, fiehen d1e Unterzeichner Ew. Königlichen Majesiät demüthigsk an, sich aqf sie zu stützen bis an das Ende land d1e„Souverainetät zu behalten, ;er hßgxz1ndete und das Glück ihrer Kinder zu beschirmen bcru: en 1 .
nach meh heit, der Rochen einem Alter von 67 Jahren, von welchen 44 dem Dienste d:: Staats und der Justiz gewidmet Waren. in seinen verschiedenen amtlichen Verhältnissen für.die Rechts: pflege und Geseßgebung, namentlich durch Ausarbeitung des Ent- wurfs zum Pommerschen Provinzial:Gesetzbuche, geleifiet vac, sichert ihm auf immer den Dank des Landes. '
burg vom 14te welcher in der Preußische Gränze Gemäßheit höherer Truppen auf verschiedenen Punkten um daselbst die vorschriftsmäßige 5tägige .?.Lc-ntumaz Während dieses Zei mit den nöthig-n L wurden, hat sich durchau zeigt. Abmarsch der gedachten Truppen Weichsel und Nogat, wc'che ihnen unter denselben Bedingungen, die für das früher
wurden, zum einstwei sind. -- Die Stärke des beträgt 20,000 Mann, worunter Oberbefehlshaber, Stabe der Polnis is die Stadt Elbing zum
299 Ctr. Mittelwoue zum
so daß ein großer Theil der Kauflustigen U11befried12t blieb. Die
Preise waren zwischen 50 und 60 Rthlr. fur den (. 1!-
Hinzugek. 1115 zum 23. Okt. Mittags 29 12 20 Bis zum 23. Okt. Mittags Summa 1737 465
ohne Cholera : Erkrankungen verstrichen war, 21. Okt. durch eine öffentliche Bekanntmachung fiir unverdächtig erklärt worden; auch ist die Einleitung getroffen, am 30ften d. M.
Schloß träumt, die Waffen nie ihrer HK
'. 72.1 die W Beharrlichi1:7.
„Bei dieser Lage der Dinge giebt es 1th nur ein Gefühl,
welches nicht nur die zur Bertheidigung der vaterländischen In: stitutionen bewaffneten getreuen Unterthanen Ew.Königl. Maje- stät, sondern auch diejenigen ihrer Brüder beseelt, die, ohne-in denselben Reihen zu stehen, ihre Ueberzeugung und Empfindun- theilen. Es ist das Bedürfm'ß, den ehrerbietigfien und feierlich- sien Außdruck ihrer Treue zum Throne Ewr. Majestät gelangen
lassen. Mit tiefem Schmerz sehen sie-
“ wle einige von revolutwnnairen Ideen
im geleitet,
Besorgt, da . Majestät, im Un-
nnd über ihr „Vater: welche das Glück ihrer Vä:
„I" tiefster Ehrfurcht beharren wir Ewr. Königlichen Majestät
aUenmterthänigft treu gehorsamße Untertbanen.
Valangin, dm 215. September 1831.“ (Folgen sammtliche Unterschriften.)
-- Se. Königl. Hoheit der Prinz Wilhelm (Sohn Sr. Ma-
jestät des Königer) hat bei Gelegenheit der glücklichen Entbindung Seiner Durchlauchttgsien Gemahlin dem hiefi meister nachstehendes Gnädigßes Schreiben mit einem Geschenk von 500 Rthlr. zu deren Vertheilung an bedüxftige hiesige Bür- ger zugehen laffen:
gen Ober-Bürger-
„Die Anhänglichkeit an das Königliche Haus, welches die Bewohner Berlins durch ihre Theilnahme an den die König: liche Familie betreffenden Ereigniffen zu allen Zeiten auf eine so erfreuliche Weise bewährt habén, macht es mir zu einer mxgenehmen Pflicht, Sie von der heute Vormittag erfolgten glucklichen Entbindung meiner Gemahlin von einem Prinzen mit dem Wunsche zu benachrichtigen, dieses frohe Ereigniß zur Kenntnis; des Magistrats und der Bürgerschaft gelangen zu lassen. Indem ich Sie zugleich ersuche, dic bejkommenden 500 Rthlr. durch die ?lrmen-Direction an bediixftige Berliner Bürger, welche ohne ihr Verschulden 111 dcm Bekriebe ihres Geschäfts zurückgekommen sind, vertheilen zu lassen, benuse ich gern diesen Anlaß, Sie meiner Achtung zu versichern. PotSdam, den 18te11 Okt. 1831.
An den Herrn Ober-Biirgermeistcr Biisching.
(gez. Wi“ .;elm, Prinz von Preußen.“ -- Aus Stettin wird gemeldet: Am 181en d. M. starb, rwöchentlichen Leiden , in Folge einer Unterleibs:.Krank- Königl. Oder:Lande§gerichts:Cdef:Präsidcnt, Ritter des Adler-Ordens, Herr Johann Friedrich don Hempel , in
Was der Verstorbene
-- Die Köni sberger Zeitung meldet aus Straß: n d. M.: „Der Ueberrest der Polnéchen Armee, Gegend des hiesigen O'teö Schuß suchend die betrat und die Waffen niederlegte, hatte 11! Anordnungen 1111111 dex Obhut PUNßischer Bivouacq-Pläye bezogen," abzuwarten. traums, in welchem die Polnischen Truppen ebenSmitteln und Lager:Bedii1fniffen versorgt s kein verdächtiger Krankheitsfall ge: Am 12ten, 13ten und 14ten d. M. erfolgte demnach der nach den Niederungen der
übergetretene Gielgudsche Corps festgesetzt ligen Aufenthaltsmte angewiesen worden hier übergetretenen Polnischen Heeres etwa 1500 Offiziere. Dem
General Rybinski, nebst den übrigen zum che11 Armee gehörigen Generalen und Offizieren, Ilufenthaltöorte angewiesen worden.“ --- Auf dem Herbst : Wollmarkt zu Spremberg wurden Verkauf gebracht und rasch abgesest,
tr. *
Cholera.
In der Residenzstadt Berlin waren erkr. genes. geftorb. Beftand
bis 111111 22.0kt.Mittags 1708 453 1065 190
187
1085 187 Hierunter sind vom Militair 22 8 10 4
In ihren Wohnungen werden behandelt 140 Personen, in
den Hoöpitälern 47 .
In der Stadt* Danzig sind leider nach einer Zwischenzeit
von “20 Tagen neue Erkrankungen an der Cholera vorgekommen. In einem 911111111 20. Okt. unter den 6 Personen erkrankt, scheinen die Ursache dieser. plötzlichen Erkrankungen gewesen zu seyn.
stehenden Hause am Legenthor brach sie am Giiedern derselben Familie aus, von welcher 3 bereits verstorben sind; grobe Diätfehler
In Heiligenbeii ist die Cholera am 15ten d. M. eben:
falls von neuem auSgebrochen.
In Pasewalk, Regierungs-Bezirk Stettin, ist sie am
19. Okt. zum Ausbruch gekommen.
10tägige Frist der Berdächtfgkeit
Nachdem in Posen die ist diese Stadt am
*) Daß diefe Rückkehr erfolJt ifi nachdem die Aufrübrer das ergekegt 1_1nd fich gleichmäßig nach math zurückbegeben hatten, 111 bereits gemeldet worden.