1875 / 129 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 05 Jun 1875 18:00:01 GMT) scan diff

nd Adjut. beim 2. Feld-Art. Brig. Kommando, Hecht, Feuxrwerks- Lt. beim Art, Depot Marienberg, Lamm, FeucrwcrkS-Lt. bexm Art. „Depot Augsburg, Graf v. Rat1tba1di,„ Pr. Lt. vpn der_ Pulver- fabrik, Müller, Pr. Lt. nnd Adint. denn Fuß-Arttu. Bmg, Kom- mando, Meyerhofer, Sec. Lt. von der OuvrtorS-Cymp; zum“ 1, Yionier-Bataillvn: Windisch, Pr. Lt und lezut. bet der Pionier-

nspekt.; zum 1. Train-Bataillon: Frhr. v. Coster, Oberst-Lt. und Referent bei dcr Insp. der Art. und des Trams.

Abschiedöbewilligungen. Hm ßehonden „Heere. Durch Al1erhöckckste Vkrfügung. Den 17. Mai. Fröber, Pc. Lt. von der Feuerwerks-Comp. mit Pension und der Erlaubnis; zum Tragen der “Uniform ver- abschicdet.

Zu der Yescrve nnd Yandweür. Den 24. Mai. Pfaffenzeller, Res. Sec. Lt. des 1. Inf. RVMM, twegen eingetretener gänzlicher Disnstunbrauchdarkcit vec- abschiede .

Yichtamtliche5.

Oesterreich-Ungarn. (Uebersicht für Februgr- März.) Der von der Regicrnng eingebrachte Entwurf emer neuen Exekutionsordnung gelangte in der Sißung des Abge- ordnetenhauses vom 9. Februar zur Diskusfion. Nock) kxme Vorlage des Iustiz-Minifters 1)r. Glaser begegnete so zahlrerckjer und so heftiger Oppofition wie Liese erxntiotéoermg, welchZ von der Mehr a l der Juristen 653 an es en we er ganz un “Me? iä*§§n'" zeichnet wurde.

So kam es, daß der Antrag des Abgeordneten 131". Edl- bacl1er, das Geseß ohne Sp'szialdcbatte zu Vi'kWkaLU, und zur Uniarbeitung an den Ausschuß zurückzuweisen, von der über- wiegenden, aus allen Fraktionen zusammengeseßten Majorität unterftüßt und nach kurzer chaüe angenommen wurde.

Die Regiernngsvorlage, betreffend die Eröffnung eines Nach- tragskredits für 1875 für die zn errichtende Univerfität in Czer- nowiß, kam in derselben Sißung des Abgeordnetenßauses zur Vertheilung. In den dazu gehörigen Erläuterungen wird aus- geführt, daß, da die Univerfität mit Beginn des Studienjahres 1875/76 ins Leben treten so!!, für die Bedürfnisse derselben im lthen Quartale des Verwaltungsjahrcs 1875/76 vorzusorgen sei. Diese Vorsorge bleibt jedoch (mf zwei Fakultäten - die rechts: und staatswiffenschastliche und die philosophische - beschränkt, da die medizinische Fakultät vorerst nicht errichtet und der Aufwand für die theologische Fakultät von dem griechisch- orieUtalischen Religionsfonch übernommen wird. In der philo- sophifchen Fakultät bleibt die Eröffnung der mathematisch-natur-

wiffenschastlichen Abtheilung bis zu einem späteren Zeitpunkte'

verschoben.

In der Sitzung vom 23. März erledigte das «Herrenhaus den Rest seines Arbeitsprogramms, worauf der Minister-Präfi- dent offiziell die Vertagnng dcs Reichsrathes aussprach, sekbft- vcrständlick)'o[]11e noch einen bestimmten Termin für de:! Wieder- znsammcntritt desselben im Herbste zn bezeichnen. Die Aende- rUngen, welche das Abgeordnetenhaus an dem Geseßc Übsr den Verwaltungcsgerichtshof beschloffen hatte, wurden genehmigt, und hierauf den Gesexzen über die Erhöhung der Lizenzgebühr bei ausländischem Tabak, über, die Nr*:chtragskredite beim Budget, über die Eisenbahnlinie Elbogen-Neusattel, über die Maßregeln gegen die Pkmüoxera und über die Vorschüffe an die vom Bor- kenkäfer geschädigten Gemeinden des Vöhmerwaldcs, die ver- fassungsmäßige Zustimmung ertheilt. Dann wurde ohne jed- wedc Förn11ichkeit die Sesfidn vertagt.

War die erste Sesfion des direkt gewählten Reichsrathes der konfesfionellcn (Heseßgebung gewidmst, hatte dnrch diese der Staat die Grundlage für seine Beziehungen zur Kirche gewonnen, so hat die zweite Sesfion vorwiegend der Aufgabe gegolten, für die täglichen Bedürfnisse des Staates vorzusorgen, wenngleich die konstitutiwen Fragen nicht ganz außerhalb ch Bereiches seiner Thätigkeit geblieben find.

Durch die Schöpfung des VcrwaltungSgerichtshofes wurde für die Administration das geschaffen, was der Reichsrath für die Finanzverwaltung ist: ein wirksamer Kontrolapparat.

Dic Staatsschuldsn-Konirolkommisfion veröffentlicht in der „Wiener Zcitnng“ den Stand der sch1vebenden Staatsschuld vom 1. Februar d. J. Hiernach befanden fich im Umlaufe: 1x. Nach den von der privilegirten österreichischen Nationalbank geführten und überprüften Vormerkungen: Partial-Hypotl)ekar-Anmeisnn- gen, und zwar: &. auf KonventionSmünze lautend 12,150 Fl., das find in österreichischer Währung 12,757 Fl. 50 Kr.; 1). auf österreichischer Währung lautend 74,586,650 Fl., znsammen 74,599,407 Fl. 50 Kr. 13. An aus der Mitsperre der beiden Kontrolkommisfionen erfolgten StaatSnoten, und zwar: zn 1Jl. 75.590,372 Fl., zu 5 Fl. 112,079,395 Fl., zu 50 Fl. 149730650 Fl., zusammen 337,400,417 Fk. Im Ganzen 411,999,824 Fl. 50 Kr.

Es haben daher die Partial-HUpothekar-Anweisungen (Sa- linenscheine) um 7,881,700 Fl. zugenommen, die Staatsnoten um 7,881,777 Fl. abgenommen, und die gesammte sckxwebende Schuld hat fick) um 77 Fl. vermindert.

Am 6. März veröffentkichtc das „Reichsgeseßblatt“ cine Eisenbahn-Konzesfion. Diesekbe da1irt vom 3. November 1874 und betrifft die Eisenbahn Leobersdorf - St. Pölten sammt Nebenlinie". Das daran bezügliche Garantiegesexz wurde am 16. Mai 1874 erlassen. Eine an demselben Tage erschienene Kundmachung des Gesammt-Ministerinms konstatirt, daß der ReichSrath den Kaiserlichen Verordnungen über die SusPenfion und Wiederherstellung der Bankakte die verfaffungSMäßige Zu- stimmung ertheilt habe. _

Im ungarischen Abgeordnetenhause knüpften fich an dre Budgetdebatte lebhafte Diskussionen, in denen Sennyex), Lonyay und TiSza ihre Programmreden hielXen und ihre Anfiehten über die ungarische Finanzlage zur Kenntniß des Haulxes und des Landes brachten. Durch die am 1. Februar ge altene Rede Koloman Tisza's wurde eine Minister- und Parteikrifis hervor- gerufen, welche erst am 28. Februar durch Konstituirung eines neuen Ministeriums beendet wurde. Dem Konseils-Präfidentcn Freiherrn von Wenckheim gelang es, nach vielen fehlgeschlagenen Versuchen ein Kabinet zu bilden.

Der Neubildung des Ministeriums folgte die Fufion der Parteien auf dem Fuße. Am 1. März sprach der Vorsißende im Deakklub den Beschluß aus, die alte Deakpartei höre nach achtjährigem Beßande auf, zu existiren, fuswnire sich mit dem linken Centrum und werde die neue Regierung unterstüßen. Die Parteigänger TiSza's erklärten ebenfaUS in einer Konferenz, daß fie das neue Kabinet zu unterstüßen gewillt seien. Beide Parteien konstituirten fich am folgenden Tage als Regierungs- anhänger.

WfbeftiiüMkngéü'Uß unckjkkikhmdar'M"

Die dem Reichtstage vorgelegten Schlußrechnungen für das Jahr 1873 bringen interessante Ziffern über den Upterfckzted zwischen Voranschlag und Erfolg. Danach betrugen tm Ordr- narium die Einnahmen 187,7 Millionen, die AuSgakzen 211,7 Millionen, das Defizit sonacl) 24 Millionen gegerx prakimmtxte 4,5 Millionen; im Extraordinarium waren die Emnahwexx m- clufive AnlehenS-Operationen, Kaffenreste u. dgl. 69,7 Mxllxonen gegen präliminirte 27 Millionen, die Ausgaben 51,5 Mtlltonen gegen veranschlagte 63,5 MilXionen. Die veranschlagten außex- ordentkichen AUSgaben smd zwar gexittger, dagegen das Defiztt im _Ordinarium bedeutend höher als der Voranschlag, und m den außerordentlichen Einnahmen zeigt steh, daß der Haushaxt nur durch Anlehen und den Verbrauch von Staatsvermögdn'gefuhrt werden konnte. Von den direkten Steuern smd 6,5 Mtl110nen, von den Grundentlastungsbeiträgen 2,5 Millionen nicht emgegangen und verm'ehren die Rubrik der Steuerrückstände, wdlc'he fick) demnach für diese 2 Einnahmekategorien von 27,2 Mxlltonew auf 36,2 MiÜionen in einem Jahre steigerte; die Rückst'arzde bet.- den G6- bühren vermehrten fick) von 16 auf 20 Mtlltonen, und dre Schlußbilanz über das StaatSvermögen pro Ende 1873 zexogt folgende Zahlen: Aktiven: Unbefvegliches Vermögen 437,9 Mtl- lionen, Produkte und Materialien 74,6 Millionen, Forderungen 54 Millionen, Rückstände 135,8 MiUionen, Baargeld und Pa- piere 31,7 Millionen, zusammen 734 MilLionen gegen 69121311- lionen im Vorjahre; Pasfiven: Staatsschulden 476,7 Mtlltonen, Rückstände 70,2 Millionen, zusammen 546,9 M1l11onen gchn 480,5 Millionen im Vorjahre. Die Staatsjchulden [)astben ßck) m diesem Jahre von 421,9 MilTionen auf oben angefuhrtx 476,7 MiÜionen, die Forderungen des Staates von 37,4 Mtlltonen

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Dieselben Erscheinungen treten nun auch in der_Finanz- vkrwaltung pro 1874„ insoweit fich diese aus den vorlregxnden Daten über die Einnahmen und Aus-gaben des ungartsckzen Staates beurtheilen läßt, zu Tage. Nack) diesen _leßteren be- trugen die Gesammt-Einnahmen 134,2 MiÜionen, dte Gesammt- AUSgaben 188 Millionen, so daß zur Bedeckung 53,8 Millionen aus Anlehensgeldern entnommen werden mußten. Das Budget pro 1874 präliminirte ursprünglich ein Defizit von 32,6 Millionen, welches fick) jedoch dadurch auf 41,6 Millionen e'rhöhte, dgß nachträglich noch im Budgetgeseße selbst em Nbftmck) bei den Einnahmen mit 9 MiUionen Vorgenommen wurde, unter der Motivirung der „außerordentlichen Verhält- nisse“, welche die Tl)atsächlichen Eingänge verringern dürften. Der frühere Jinanz-Minister Ghyvzx] stand im vorigen Mai, als er fick] zum Abschluss des 764 Millioncn-Anlehens die Voll- macht ertheilen ließ, auf dem Standpunkte, daß diese Ziffer des Defizits nicht überschritten werden dürfe. Nun aber beträgt der Abgang 53,8 Millionen, und der Minderertrag der Einnahmen wird offiziel] mit 11,3 Millionen angegeben, obwohl er unter Berückfichtigung der Budgstanjäße noch etwas höher erscheint.

Im 4. Quartale gaben hauptsächlich die indirekten Stenern, das Tabaksgefäü, die Staatszgütcr und Forsten niedrigere Erträge, wohingegen das Salz: und Lottogefäll günstigere Ergebnisse gegen die gleiche Periode des Vorjahres lieferten.

Das Anfang Februar zur AUSgabe gelangte 4. Stück des Mikitär-Vcrordmmgsblattes enthält die vom Kaiser genehmigten Bestimmungen und die Dienstvorschrift für den neu geschaffenen und mit dem 1. November 1875 zur Eröffnung gelaUgenden militärärztliohen Cours, sowie die Instruktion für das Milixär- Sanitäts-Comité. Dieser militärärztliche Cunts umfaßt anähr- [ich einen Zeitranm von 6 Monaten. Es werden zu demsclden auch jene Aerzte aus dem Civilstande zugelaffen, welche fick] später um eine im militärärzjlickxen Offizier-Corps vakant werdende Stelle bewerben wollen. Der Cours hat die Nufgalxe, dic Aerzte für den militärc'irztlickzen Sanitätsdicnst im Friedcn wie im Kriege besonders vorzubcreiten. - Die in demselben VcrordnnngHblatt veröffentlichte Instruktion für das Militär- SanitäteZ=Comit6 enthält alle Bestimnmngen über die Zusammen: [8131me Und den Wirkungskreis des Comitéss, wclches als wiffcn- schaftlich technisches HülfSUrgan des Rcick)§-Kriegs:Mix1isterimns zu fxmgiren hat.

Zu Ende des Monats März gelangte der 2. Theil des nenen Exercixxchlsmcnts für die K. K. Fnßtruppcn zur Aus- gabe. Derselbe enthält die fornwllen Bestimmungen für die Verwendung eines Bataiklons, eines Regiments und größcrcr Körper, sowie Grundsäye für die Durchführung eines Gefechts; ein Anhang giebt die Vorschriften für die Leistung der Ehren- bezcugnngen eines Bataillons und Regimentes und für das Verhalten bei Paraden. Das Reglement zeichnet fick) nebst Rück- sichtnahme auf die neuesten KriegSersahrunch durch streng logische Gliederuna des Stoffes, große Einfachheit und präzise ?lnsdrucksjvcise aus. Jenes Kapitel, welches die Verwendung eines Bataillons behandelt, ist in 4 Abschnitte gctheilt, nämlich ]) Aufstellang und Führung, 2) Formationsändernngcn, 3) Bewegungen und 4) Anwendung des Feuers. Für das Regi: ment ist dieselbe Gliederung mit Weglaffung des 4. Punktes eingehalten, während für disJührung größerer Körper in Würdi- gung der nothwendigen Selbständigkeit der betreffenden Kom- mandanten nur wenige aljgemcine Hauptgrundsäyc und formelle Bestimmungen angegeben find.

Am 27. Februar Wurde der Prozeß 0/8. Ofenhcim mit der Frei- sprechung desselben beendet, Es würde zu Mitführen, auf Details dieses Monstreprozeffcs einzugehen und [einen inneren Zusammen- hang mit der Entwickekung Oesterreichs in politischer und wirthschaft- licher Beziehung nachzuweisen; es sei daher nur erwähnt, daß in Folge der im Lanfe der Verhandlungen zu Tage getretenen Ucbelständc in der Verwaltung der österreichischen Eisenbahnen, leßtere einer umfassenden Reorganisation unterworfen werden wird,

Hinfichtlich der am 25. Februar im HandelS-Ministerium abgehaltenen Konferenz von Vertretern der cis: und transleitha- nischen Bahnvcrwaltungen ist zu konstatiren, daß dieselben so- wohl aus äußeren als inneren Gründen fich nicht besonders ge- neigt fühlten, die vom Ministerium proponirten neuen statisti- schen Formularien ohne Weiteres zu acceptiren. Durch die Einführung einer auf neuen Prinzipien beruhenden Eisenbahn- statiftik glauben dic Bahnverwaltungen fich große Kosten auf- zuladen und haben fick] daher den Eröffnungen des Vorfisendcn gegenüber indifferent verhalten. Die proponirten Tabellen find den bei den prenßischen Bahnen üblichen Formularen nachge- bildet. Vorläufig wurde ein Comité, bestehend aus cis- und translcithanischen Regierun Svertretern und Delegirten der grö- ßeren Bahnen bestellt, wel es mit der schließlichen AuSarbeitung dcr event. zu adoptirenden geänderten Formulare beauftragt ist.

Die österreichisch=ungarischen Bahnvertvaltungen haben be- schlossen, die Umrechnung der Tarife in folgender Weise durch- zufühxen: 1) Als theoretische Grundlag: für die Berechnung der Einheitssäye wird der Myriameter angenommen, in den Tarifen erscheint jedoch der Kilometer als Distanzeinheit. 2) An- gefangene Kilometer werden auf volle abgerundet. 3) Annahme von 100 Kilogrammen (Doppel-Centner) als Einheithewicht.

4) Die Tarifsäße werden in Kreuzern unter Anführung von 2 Dezimalsteaen per Myriameter und unter Abrundung der zweiten Dezimale auf die nächst höhere durch 5 theilbar kalku- lirt. 5) Die Minimalgebühren werden in ihrer dermaligen Höhe unabhängig von der Distanz und dem Gewichte beibehalten. 6) Als Minimalgewichte werden bestimmt: für Frachten 25 Kilos, Gepäck 10 Kilos, Eilgut 5 Kilos. Die Abrundung des Gewichts wird von 5 zu 5 Kilos bei Frachten und Eilgut, und von 10 zu 10 Kilos bei Gepäck vorgenommen.

ZWisckyen sämmtlichen Bahnverwaltungen Oesterreich-Un- garns und Deutschlands mit Elsaß-Lothringen ist nach mehr- jährigen Bemühungen der betheiligten Verwaltungen ein Wagen- kartekl zu Stande gekommen, wonach die auf Kartellbahnen übergehenden Wagen der genannten Verwaltungen in einer Weise garantirt smd, daß selbst bei eventueUer Beschlagnahme durch Gerichtsbehörden die betreffende Bahn für die' saifirten Wagen der Eigenthumsbahn gegenüber in Haftung bletbt. DZe- ses Kartell gewinnt um so größere Bedentung, als bekanntlrch aus Anlaß des Einlösungsstreites der Prioritäten-Eoupons die Waggons mehrerer österreichischer Gesellschaften mit Befckglag belcgf wurden. . '

Das 2. Heft der „Statistischen Monatsschrift“ thetlt mxt, daß mit Schluß des Jahres 1874 in Oesterreich 274 Sparkassen bestanden, d. i. um 15 mehr als Ende 1873; im Jahre 1872 betrug die Zunahme 23, im Jahre 1871 19 und im Ic_xhre 1870 18. Gleichzeitig wird der Einlagestand von 22 östxrretchi- schen-Sparkaffen im Jahre 1874 veröffentlicht, welche, cmer an alle Sparkassen gerichteten Aufforderung der statistischen Kon- trolkommisfion Folge lcistend, die diesbezüglichen Daten der [6153-

“TerMeix-kgessnvzr Wde'“ “waW-d-„nW-woéth-WM-

[agen zu Anfang des Jahres 1874 rund 155 Millionen Gulden, zu Ende des Jahres 1874 171,8 Millionen Gukden, so daß fich bei diesen 22 Sparkassen im Ganzen eine Vermehrung der Ein- lagsn im Betrage von 16 MiUi-men Gulden ergiebt. Deu berquexn großten Antheil an allen diesen Posten hat die Erst? Osterrei- chische Sparkasse in Wien; daselbst betrugen die Einlagen zu Beginn dcs Iahrcs120,2 MiUionen und wuchsen MF 133-3 Millionen bis zum Ende des Jahres, [0 daß eine Stetgernng von 13,1 MiÜionen resultirt. Nnr 4 von den 22 Sparkassen schließen mit einem Rückgange der EiUlagen im Gesammt- betrage von 275.040 Fl. Wenn auch aus alledem an? das Endergebniß sämmtlickyer Anstalten kein Rücksckxluß gezogen wer- dsn kann, so glanbt die „Statistische Monatsschrift“ dock), daß der Gesammt-Einlagestand jedenfaUs keinen Rückgang erfahren Haben dürfte. Von den 1874 eröffneten Sparkassen entfallen 5 auf Nicder- Oesterreich, 3 auf Steiermark, 3 auf Mähren, 2 auf Böhmen und 1 auf Ober - Oesterreich. Im Laufe des Ianuar1875 wurden 6 neue Sparkassen eröffnet; cmßerdem find bisher 4 genehmigt und 5 befinden fick) in der GrüUdung,

Nack) den Aufzeichnungen der „Häuser: und Realitätenzeitung“ über den Verkehr in Häusern, Bangründen, sowic in aufgenom- mcm'n, bezichungSweisc anf Häuser in Wien grundbücherlich vor- gemerkten Kapitalien wurden im Jahre 1874 in Wien 319 Häuser um 38,9 MiUioncn Gulden und 383 Baustellen um 16,9 9110601101 Gulden vcrkanst; dcr Roalitätcnvcrkehr dss Jahres 1874 zsigt daher ein Umsaßkapital von 55,R Millionen JW. gegen 114,5 MiÜioncn Fl. im Jahre 1873. Darlehen wur: den im Jahre 1874 anf 522 Häujer 24 Millionen J'l. grund: bücherlicl] vorgemerkt, im Jahre 1873 dagegen wnrden auf 250 Häuser 28,4 Millionen Fl. einverleibt. _

Im Januar d. J. wnrden 25 Häuser um 2,05 Millionen Fl. Und 39 Banstchcn um 2,51 MiÜidnen Fl, verkauft, demnach wurde ein Kapital von 4,5 MiUionen Gnldcn Umgeseßt. Im selben Monat wnrden 55 Saßposten im Betrags von 6,“ MiUionen Gulden, welche auf Wiener Häuscr vorgemerkt waren, gelöscht. Im [exzten Quartale Waren genau 1000 Wohnungen unvermiethet.

Im Jahre 1873 erschienen, wie die „Statistisckxc Monats- schrift“ mitthcilt, in Oesterreich 866 periodische Druckschriften (um 31 mehr als im Vorjahre); darunter befanden fick) 413 Fachblättcr (47,7 pCt. der Gesammtzahl), 267 politische Blät- ter (30,5 pCt.), 143 bolletristische (16,5 pCt.) und 43 Anzeige- blätter (5 pCt.). Nack) den einzelnen KronländcrU vcrthcilt, er- scheint Niedrröstcrrcick) absolnt Und relativ om reichsten, die Bu- kowina am schwächsten mit Zeitungen versehen. Nicdcrösterreick) zählte 370 Blätter, wovon allerdings 355 oder 41 pCt. der Gesammtzabl Wien zuficlen, dic Bukowina eine einzige, amtliche Zeitung. Mit der BcvölkerungSziffcr verglichen, entfiel eine Druckschrift in Niederösterreich auf 5559 BewohUer, im Küsten- lande auf 9758 Bewohner; in vorletzter Reihe steht Galizien, wo erst auf 99,024 Bewohner cine Zcitnng kommt, und in leßter Reihe die Bnkowina, wo für 532543 Einwohner, wie gesagt, 11111“ ein Blatt erscheint. Ebenso vielsprachig wie die Bevölkerung ist auch die Presse. Unter den 866 Zcitungen waren 590 in deutscher, 184 in slawischer, 61 in italienisckxr, 5 in franzöfischcr, 2 in englischer, 2 in griechischer, 1 in ungarischer und 9 in hebräischer Sprache (oder doch mit hebräischen Lettern). “Wie erfichtlich, ist die deutsche Sprache absolut überwiegend; aber auch relativ ergiebt fich dies Resnltat. Es entsaÜcn näm- lich auf die Deutschen (35,8 pCt. der Gesammtbcvölkerung) von der Tachpreffc 67,7 pCt., auf die Slaven (56,7 pCt. der Be- völkerung) 22,;, pCt., auf die Italiener (2,9 pCt.) 7,3 pCt. und auf die übrigen Nationalitäten (4,5, pCt. der Bevölkerung) 2,7pCt. der Tagespresse. Wie auf allen Gebieten, so trat die „Krifis“ auch auf dem Gcbicte dcr publizistischen Produktion ver- heerend auf. Während die Verminderung der Zeitungen in der Periode 1867-1872 durchschnittlich 17 pCt. der jeweilig er- schienenen Blätter betrug, stieg fie im Jahre 1873 auf mehr als 18 pCt. Aber auch die Zahl der neu entstandenen Blätter war in keinem Jahre seit 1867 geringer als 1873; von den 152 im Jahre 1873 neu entstandenen Blättern waren 102 oder 67 pCt. noch vor Mitte Mai gegründet und 65 - nebst 140 an Jahren älteren Blättern - dor Ablauf des Jahres eingegangen. Was endlich das Alter der in das Jahr 1874 eingetretenen Blätter betrifft, so stammten 406 oder 46,9 pCt. der Gesammtzahl aus dem Triennium 1871-73, 342 oder 39,5 pCt. aus dem Dezennium 1861-70, 67 oder 7,7 pCt. aus dem Dezennium 1851-60, 30 oder 3,5 pCt. aus dem Dezennium 1841-50, und 21 oder 2,4 pCt. aus älterer Zeit. Das älteste Blatt ist die „Wiener Zeitung“, welche am 8. August 1703 im Hause „zum rothen Igel“ unter dem Titel „Wiener Diarium“ zum ersten Male erschien.

Die internationale Telegraphen-Konferenz

in St. Petersburg.

Die Eröffnung der Konferenz erfolgte, wie der Russische Regie- rungs-Anzeiger“ mitjbeilt, am 20. Mai, 1. Juni. is 2 Uhr Nach- mittags hatten sich im Saale dss Ministériums der innexen Ange- legenheiten die Delegirten der einzelnen Regierungen und die Bevoll-

mächtigtxn der Telegraphencompagnien versamm [k. ' ' der Regterungen nahmen in folgender Ordnung (Snack) DdxjenTZlellektyee? dex französischen Namen der von ihnen vertretenen Länder) um den Txsck) Plaß: Deutschland: Dr. Stephan, Genera[-Direktor der sten und TelegranM; Scheffler, Regieruans-Rath, und Gumbart, Brunner von Watteanx detKT-Zklelr von (HranHZLZZFZJHUZYZFZ ._ L: : gientVincb nt, ' . MW., PO“) und Telezraphen-Verwaltung: D ä:1 erZYsrpkextFxxxFEÉseelne- graphen-DirekkorZ A ? g T) P t Lt) : Betts-Bey, General-Jnspektor derÉisen- bahnen und Soltman-Effendt, Telegraphen-Jngenienr; Spanien:

0 Yirektor der bayerischen Telegraphen;

Ministerium zu Wien re

Cxuzada-Viüamil, General-Direktor der Posten und

Lucas Mariano de'TornoH, Abtheilungs-Direktor in T1 - Corps: Frankretch: Atl[)aud,_General-Jnspekior derl TZlTFTWZF und Duc0té, Chef des Partfer Telegraphcndienstes; ,

britannien: Alan Chambre und H, C

coran, griechifcher Gesandtschafts-Sekrctär in

Italien: d'Amico, General-Direkior der Telegraphen; Japan: . Norwegen: Nielsen, Tele-

Nrederlande: Starmg, Télegraphen-Di- rektor; Portugal: Do Rego, General - Direktor dsr Tele- Sradhsn; SÖWLden: Nordlandcr, General-Tsclegraphen-Dircktor' _ ' chMi eri ? «*7' :

genossensÖaft m Berlin, nnd Frey, T€[kgrthen-DirektlJW;schthklÉ/eé: Dthxaky-Effendr, Ober-Veamter der Telegraphen-Vsrwaltung. Von den Telegraphen-Compagnien waren bei Eröffnung

der Konferenz nur pier Vertreter zugegen: Julius Despecher von der Brazilian Submgrtne Co., Black Sea Co., Eastern Telegraph Co * nnd Anglo American Co,; (5). G. Erickscn von der Great Northerri ; CO. und Black Sea Co.; „S_Mnson von der Great Nortbsrn Co- ,“; x), „x:,gxgxy,W, der,.MxUngtm WW. “MWWGGUMU . . . , lréktor des in Bern in- stallxrten mternattoncxlen Sckretarmts der Telegraphen-Verwaltunqen Cakebox. der Skkretar desselben Sekretariats St. Martial und der Geschäftsfllkxkkk. dcs, Tylegraplwn-Departaments Salnwnowicz. Zu- folK-e Allerbockmter Bestnnmung wurde die Konferenz durcb dcn Mi-

Jtfikawa, Gesandtschafts - Sekretär; graphen - Dtrektor;

Schweiz: Hammer, Gesckzäststräger der

Dcn Sekretariatstäsch nahmen ein: der

Mister des Innern mit fotgender Rede Eröffnet:

„Meine Herren! Unter aÜm Pflichten, welche einer Rc ierun bci Zertvaltung der öffentlichen Angelegenheiten obliegkn, gigcbt eZ

keine angenehmcre, als die Fortschritte des Geistes

schaft zu fördern und zur Ausführung zu bringen - jene Fortschritte, Und nimmt nicht

auf Welche unsere Zeit mit so viel Recht stolz ist.

untor dieskn Foxtschritten detz bemerkenswertlxesten Platz, fowvbl [amcr scharffinrxtgen Erfindung als auch seiner Staunsn erregcnden Anwsndung nack), [ener cin, WMW gegenwärtég znr VU“- anlassung gdxyorden is_tZ für die Regierungen - [[ck zu verdinigen und gkgepskl'ktgé Verpflichtungen zu übcrnkbmen; für die Völker - bxsser x_mt emandér dckannk _z_u Werden und fick) Näher zu kommen; fUr Prtvatpersonen -. um tl)re Geschäfte zu führen und von ciner Halbku-zel der Erde mit der andern in deankenaustausck) zu treten;

und überhaupt für 21118 und Jedcn - die unsern

windlick) ge_wxsenkn bLideu „Hindernisse - Raum und Zeit - fast als nicht extsttrend zg betrachten. Diese Worte, meine Hkrrcn, Wer- den J[)„nen_ zur GMUJE darthun, wie sehr ich das Werk bocdsckyäßy, dzm Ste sick) gewidmet Haden. Deshalb habe ich nicht zu bcfürcbtcn, daß Sie (11) mo_mer Yusxtcbtigkcit zwcifcln Werden, Wenn ick) Ihnen sage,] dqß 16) nach glucklgtb schäße, nach dcm Wilien Sr. Majestäf des .KaUerI dazu auIeUchn zu schen, Sie bsgrüßcn und Namens

„Fi er, R ' des Post-DcpartemeULS; Oberst Robinson usnad ManMZ-YWI

Champain, Delegérte für Britisch-Jndien; Griechenland: Mar-

keit eröffnen zu dürfen.

1865 in Paris, fortgeführt

Telegraphen, und

Groß-

St. Petkrsburg

entwickeln, mit Hülfe

zu thun Übrig bleibt.

und dor Wissen-

und "wichtigsten

Vätérn unüber-

gendén Worten:

Sr. Majestät die erste Ihrer Sißungeu voii nußbringender Thätig-

, 1" )(" ' Das Werk der tnternaktizxääklzen Telegravhen-Konferenz, begonnen und erweitert 1868 und 1871 in Wien und

ersten Anfangen an, auf (ermdlage der Zeit und des Versuchs zu

_ , . von mternationalen Versammlungen, welche von Zex_t_zu Zelt m „den verschiedenen Hauptstädten abgehalten wur- den, _Wte 'v1cl „Erletchterungen Wurden bereits geschaffen, wie viel Schwrertgketten uberwundcn, wie viel Mißverständnisse beseitigt, unter Anwendung jene? fruchtbringenden Prinzips bei einem Werke, wie das Ihre, wo 1ede Vexbcsscrung zu neuen Bedürfnissen führt und Wobkt, was auch [(bon Unmer geschehen sein mag, stets noch etwas

Indem ich nunmehr Namens Sr. Majestät des Kaisers die

„Als wir in Rom dafür stimmtcn, die nächste Koufsrenz in St. Pétersburg abzuhalten, waren wir uns Alle dessen bewußt, daß die

uns persönlich

warten verstan „den Saal.

fiihxt, nahm [xdentenfiß ein.

aüerdings noch

zuvcrleihen.

Konferenz jene Fürsorge rühmten Begründers Z

Wir da11ken,von Herzen und hoffen,

unsere Arbett zu gedeihlicber Entwickelung weiter zu führen,

der Vorstellung bei Sr. Majestät dem

zu können wir w'ss 5 du? (ZMF)? jFFféhlelthlUSDmck geben ' xenaer,a e. 'aeäni aw '

, und sprecb'en daher die Bitte aus, uns die n efend Ust,

' .Es war „unser Wunsch, Katser gewurdtgt zu werden,

' HierauF Wandte [1 d Armco _mtt folgenden Worten: „Mik besonderer Genu

er mit jedem der

jenigen Landes, in dessen Hau

d.“

Hierauf trat der Minjsxer an die Delegirten heran, und nachdem selben etmge Worte gewechselt hatte, verließ er

Dem eingeführten Brauch gemäß, Wonach der Direktor des- ptstadt die Konferenz tagt, lden Vorstß Ludcrs nunmehr den Prä-

Geheimratk) K. “K

Den Weiten Sessel auf dem Präfidial-Kafbeder na m Geleim- raZ[)_A. L. Engelhardt ein, kautirter vom Ministerxixm der2aus- jvarttFn YWFLJLUHUTM.

er or ßende begrüßte die zum gro en Tl eil aus einen ct - Jenossen bestehend? Versamwlung mit Farmen), freuanÖaftTchén ?Zorten und verbrßttete sich uber die Wichtigkeit der bevorstehenden Llufggbe fur Verwufachupg der bestehenden Konvention und für Fort- cnchckxlung der mternaanalen Abmachungen zu jener Vollkommen- he1t, WW fiex den prakttschegt Bedürfnissen entspricht, damit Einige entferytere Htaateq und dt? bedeutenderen Telegraphen-Compagnien dsr Konthwn beitreten könnten. Unter HinWeis auf die für jetzt

ferne Hoffnung, daß das Telegraphenueß der ganzen

Welt emem einzigen und AUM gemeinsamen (Hefe unterwvr en ein Wtrd, detonte dex Vorsitzende die der Konferenz 13obliegende j;])ftischt, durch 1616 Tl)at1gkett zur Entwtckelung des Telegraphenverbandes bei- zutragen und der schon jeßt angebreiteten Familie neue Glieder ein-

Na_ch Bekanntmachuug dss Programms für den tn A s- tag erklartc der Präfident die Sißung für Iéschlossen_ Öse rbett

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ndetzßwüprtY, dxveche seit [den Tagen des be- . rer an a m gewo nter W '

entgegengehracht ward, „was dem Fortschritt und der AufklärYT] YFZ: Wrr sind tref gerubrt durch den freudiaen Empfang, der uns durch

Rom, geht jetzt nicht etwa einer Been" n _- ' ' Dinge haben kein Ende, - wsohl aber *- YTIt FUJI? VeTZLYF Ew. ExceÜenz Namens der russischen Regierung bereit

kommnung zu, die ich sein Kriterium, seine Wesen eit und - grmzdlage nenne. Jbre frühere Thätigkeit hat dies LZerk &ck&!xe- berettet; der Versuch - dieser zu Allem, was praktisch, nützlich und von Dauex sem „soll, unerläßliche Probirstein - that das Uebrige. Zw Sympatlme, Mit welcher die Regierungen, als deren Vertreter (er [)ter erfchtenen find, den Vorschlag der Kaiserlichen Regierung aysgenonxmen habey, berechtigt mich zu der Hoffnung, daß dieser vorerten Konfercxnz dre große Ehre zufallen wird, endgültig in Gestalt emes genauen mternafwnalenStatuts diejenigen Regeln für den Welt- Telegrapheuvkrkdhr festzusteÜen, die von ihnen in den früheren Kon- feretzzxn _vorberettet und. deren Antvendbarkeit und Dringlichkeit durch zehnxzalwtge' Erprobung m der Praxis dargethan rvorden smd.

Bx: dtessm Anlaß gestattcti Sie mir, meine Herren, den gerech- ten TklbUt der Hochachtung jenen erleuchteten Personen darzubringen,

et worden ist; . das uns anvertraute Werk durch

Möglichkeit zu bieten, um vor Sr. Kaiserli en 0 eit dem ro f“ = folger aussprechen zu können. ck H b G ßursten Thron

.Der von uns gewä

lt ' ' ' unsere Achtung undZ [) e Prasident hat sich schon sert langer Zett

' [m_eigung erworben. Wir können uns nur reuen daß wn: unter [elner Lettung arbeiten werden.“ f ,

ck der Herr Minister an den Comendatore

gthuung übernehme ich den ehrenvollen

* Auftrag, Sr. Kaierli en o eit e "

deren Werse BorauIficht es verstanden hat. Jbl Werk Von seinen vo_n Ihnen NameTls F?r KLnYerenx ZSXFZJYFY ZZZKYOYZÉY erteln. Se. Hohelt hat bereits den Wunsch außgesprochen Sie

meme Herren, zn'sehen und am nächsten * ,

1 Uhr, m Zarsko1§ Ssely, Seiner Sommer-Refidenz, zu empfangen.

„Jbre Rede giebt mtr Veranxassung, vor Ihnen auszusprechen daß Rußlandm Ihrer Anwesenhert hier einen Beweis der neuen An: cbauung erblcckt, welche_ nach vielen Verirrungen und Vorurtheilen [Licht mlxxmelzx zu é;)efrercnU-Ö beginnt, sowohl w er "a _au Wa eme egenwart und 'ukunt be ' .

?Zgrußt m ZZZnetxzchuxxbine dHsFrren Z f trifft Rußland iukexnationale Telegrapben-Konferenz in St etersbur " " auung, we 8" 1“ U er_ a elbe Bahn bricht und _welche *es als * ““'-M*": WMSWMMWEM, | KhruuF-“OWNYMMJDTYÖZX IZZ- .NET)-UWWMW-WU-WQ-MW- es. &ck&-64st vaeMM-to-M" “***-*" *“ und [xtemen Plgß dekarektor der Reichstelegraphsn Überlassen, dem Gcbetmrakl) Luders, welchem Sie ohne ZWLifel die Ehre einräumen WWI- Ihrer] chsammlungen zu präfidiren. Aber ich fühle, daß mw «thzn wre wernem Vaterlande gegenüber nock) eine Pfticht zu crfuÜen delg „11161131, der ick) mich um so wckniger zu entziehen ver- mag, als [ck 11)r eme groß? Bedcutnng bsilege. Ich kann es nicht untsUasscn, dcr lebhaften und aufrichtigen Theilnahme AuSdruck zu vexleckW, Unt Welcher das rusfische Volk ihren Arbeiten beständig mexolgt 111 und guck) gegenwärtig in [Liner Hauptstadt die Konferenz Willkommen [)stßt, Welche dazu berufen ist, in der Geschichte des Weltxlegraphcnwefßns durcl)_ i[)re Thätigkeit Epoche zu machen.

„das Mrd gcnugen, meme Herren Bevollmächtigten, um Sie auf dkxjx Empfang hinzuweisen, welcher Ihrer in diesem Lande wartet. LYahrc-„nd Jhrss Aufeythaltes bwr Werden Sie freilich Weder jene Izemnugmtgen dex gryxzen Welt findyn, wie sic Paris bietet, noch die ku11stlcrrschcn Retchthumer Roms, noch endlich das anheimelnde, an- genehme Leben Wiens;_ statt dessen aber finden Sie einige des Stu- diums Werthe Gegensxande, auck) Werdcn Sie einige tröstlich Ueber- zeugungen ngznncn tonnen, unter andern die, das; die von Sr. Ma- ]estat _dem thser so laut betonten friedliebenden Gefühle zu gleicher Zert ern Gefubl des ganzen Volkes find.“

Ads dle Rede dcs Ministers anthete dcr Dirkktor der italieni- sck76n “weleqraphcn, Comendatore d'Amico, Vorsißknder der im Jahre 1872 zu Rom abgehaltenen Tklegraphen-Konfcrenz, mit fol-

Donnerstag, Nachmittags

as Rußland Vergangen-

BevoÜmächtigfen, die neue An-

B J u *, r rare mr „*.*en Deutfckzen Reichs- u. Kgl. Preuß. Sta.1W-Anzeigcr, das Central-HandelSregister und das ZJVskblatt nim mt an: die Iuserateu-Eppeditiou

Oeffentlicher Anzeigev.

, stakbxjsfs um! UnteralzquZ-Zaabtzn,

5. lnäusbrjdlls Ltublesmsnbs, kabrjkéy unc!

Inserate nehmen an: die autorifirte A:;noncen-Cxpeditiou von Rudolf Muffe in Berlin, Breslau, Chemniß,

de:“: thsüjeu Keiäxs-aneigery ::nd Königlich prenßisüxen HtaatS-Txnzeigerzz Berlin. 8. N. Mlhelm-Straßx Nr. 82.

1 2. Zubbasbarwnezv, YufZ'sborS, Notlaäungsn u, (161'J1.

. U(zrkäufs, K'SrpaabkunZSU, Zubmjßkxiousu «ca.

3 4. 70r100§u11§, 4m0rbi83b€0m Jin§sa111uug

'" * H.;“szxxks“'B“.;..chtxxxxz.z, Submissionen :c. [4234] Ostprcuß jidbahn.

.'Z- “:*-"" TF, "

Dic Licfcrung von 9,000,000 Kilogr. MasÖixtkn- koblcn für Lokomotivfeucrung soll im Weg? öffent- licher Submiffion vorgeben jvcrdc'n, „Offerten Hier- auf smd vortofrci und versikgclt mit dcr Aufschrift „Submission auf Lieferung von Stcknkoljlen“ bis zu dem auf (11, ]). 12200)

Dienstag, den 22. Juni er., , _ Vormittags 11 Uhr, m umcrem Centralbureau, Schleuscnstraße 4, an- stehenden Termin cinzurcichcn, in Welchem dieselben m Gegenwart der etwa persönlich Erschienene" Sub- mittenten eröffnet Wcrdcn.

Djs Lieferungsbedingnngcn können gegen 5 Sgr. Koptalien von genanntem Bureau bezogen werden.

Königsberg, den 31, Mai 1875.

Die Direktion.

[427 4] Bekanntmachung. „D!? Arbeiten und Lieferungen zur Herstellung emos Cilgutschuvpens auf Bahnhof Hanau, Vcran' [cl)lagd zu 14,376 .“. 58 „58, sollen im Wege der offentltxben Submisfion vergeben Werden. Termin hterzu 1st auf _ den 21. Juni d. J., Vormittags 11 Uhr, m dem Bureau ch Unterzaichnsten anberaumt. ,Rcflekttrcnde woÜen ihre Submisfionv-Lfferten mrt der Aufschrift: „Submission auf Ausfiihrung der Arbei- ten und Lieferung zur Herstellung eines Eil utschuppeus auf Bahnhof Hanau“ . bis zur erminsstunde kilULiÖM, später eingehende Offerten bleiben unberücksichtigt. „Kostenansckylag, Bedingungen und Zeichnungen konnen daselbst eingesehen, auch gegen Erstattung der Koptalgebühren Von da bezogen Werden. Hanau, den 1. Juni 1875. Der Eisenbahnbau- nnd Betriebs-Inspektor. Schmitt.

[4260]

Es sollen im Sudmisfionswegc 76 Paar Pack- tUschen beschafft Werden. Dre Lieferungs-Bedin- sungen find im diesseitigen Bureau einzusehen, oder gegen Erstattung der Ko ialien zu beziehen. Ter! tmn zur Eröffnung der O erten:

Montan. den 14. Juni er., Vormittags 111 Uhr.

Münster, den 4. Juni 1875.

Königliches Train-Depot 7. Armee-Corps.

11, 8. w, 701] 611011010116!) ])apjsrsn,

[4219] Bekanntnmckjung. Dic Ansfühmng der Schmicdearbeitcn zum Neu-

!“ [*au dcs Kreisgerichts-(kaängnisses in (Taff?! soll im

W806 dcr'öffentlickwn Submission vcrgebcn wsrden. _ Dae Licferunch- Mp. Ausführungsbkdingungcn, 101016 dcr AnscMagssxtrakt und die Zeichnungen

| lisgsn _täglick) im Bauburmu, Untcrc Königsstr.Nr. 58, zur Cmsrcbt ans, Wosclbst auch Absck)rift der Be-

dingyngcn und dss Extrakts gcgen Erstattnng dcr Kodelien bezogen jvcrdkn kann. Ossettcn mit der Aufschrift: „Ausführung der Sclnniedearbeiten fiir den Bau des Kreisgerichts=Gefängnisses in Cassel“, find Vérsiegclt nnd portofrci bis spätestens den 21. Juni er., Vormittags ]] Uljl', auf dem Bau- bureau, Uptcrc Königsstraße Nx. 58, cinzttreichcn, zu chMr Zcit dre Eköffnung derjclben stattfindet. Camel, dcn ]. Jm-i 1875.

Der Königliche Kreisbmnncister. (gcz) Röhnisck).

[3901 ]

Franksurt-Vcbmcr Encnbnlxn.

Dic __Eiudeckunn von circa 2500 Qu.-Meter Dachflalhe mit Schiefer zu dem Neubau Links ccntral0n_LokomotivsckUprI auf Bahnhof Fulda soll in östentlichxr Submisfiqn Vérgcdkn wvrdcn.

Bedingungen und Kostcnamchlag können im Bureau des Unterzeicdnctcn eingcjshcn, auch gegen Erstattung der Kopialicn von da dczogcn jvcrdcn. Offerten find bis zum Submisfionstermin Freitag, den 18. Juni er., Vormittags 11 Uhr, anhcr einzu- reichen.

Fulda, den 25 Mai 1875.

Der Baumeister. Lünzncr.

Verloosung, Amortisation, Zinözahlung u. s. w. von öffentlichen Papieren.

[4261] Bekanntmachung.

Ju Gcmäßhcit dcr §§. 6, 10 und 14 des Allc'r- höchsten ?)rivilcgii vom 20. Juli 1874 wwgen Aus- gabe an den Inhaber lautender Obligationen biefigcr Stadt im Betrage von 150000026 Reichs- währung wird hierdurch bekannt gemacht, daß die Einlösung der Zinscoupons zu den vorstehend bc- eichn„eten Obligationen, sowie die Rückzahlung der 5 etrage von aUSgeloostcn Obligationen m_tßer hiesi er Gemeindekasse der Disconto-chell- cha t zu Berlin und dem A. Schaaffbausenscheu ankverein zu (55111 übertra en wvrden ist. Barmen, den 31. Mai 1 75.

Der Ober-JBYgermeifter.

(;r05811anäc'1. 6_ 781-86111668116 Zskannbmaobuygsw 7, 11jr6rarj§abs „&nxejxsn, 8. ?bsaksr-Qnssjßso, ] ln (lor ZSL'JSU- 9, KamüjSU-UacbrjebWu, (

bsilags, P

Cöln, DreSden, Dortmund, Frankfurta.M.,Hal1e a.S., Hamburg, Leipzig, München, Nürnberg, Prag, Straß- burg i. E., Skuttgart, Wien, Zürich und deren Agenten, sxwie alle übrigen größeren Anuoueeu-Bureans.

** Preußisché Céntral-Üdenkrcdjt-

[ck87] Aktiengesellsckxaft. Depot-Geschäft.

Als Depots wcrden angenommen haare Einlagen ynd Cffcktcn,

D:? ba_arcn Einnlagcn find cnttvedcr Unverzins- 11cl_), ]edcrzkit rnckzahlbar, so das) darüber mit, 1911t CMG“; vrrfügt Werdcn kann, oder verzins "[ich und gegen Kündigung rückzahlbar.

Fm] Dspofitcngelder, deren Rückzahlung mit Kün- d1gung [*ednngsn wird, erhält der Konto-Jnha- dcr his auf Weiteres:

bet bedungcner Ztägiger Kündigung 2% [)t0 _ 311110,

bct bedungoncr 1monatjichcr Kündigung 3 % [)r0 :11110.

Dcyonirte Effekten wchcn zn jcdcrxcitigcr Ver- sagung gehalten; die Depotscheine Werden auf den Nmncn dcs Deponentcn auögestellt.

Die Prospekte können an der Gesellschaftskaffe,

Werden. Berlin, den 22. Mai 1875. _ Die Direktion. 1). Phtlrpsborn, Bossart. Herrmann.

[3804] Vckanntmaöhunq.

Dic 11610) §.„ 6 dcs Privilcgiums vom 18. Juni 1869 Vorgeschriebene AuSloosung der am 2. Januar 1876 cinzulösendcn

Schuldbxxschreibuugen der Korporation der

Koningerger Kanfmannsäxaft Wtrd am , Mittwoch.,den 16. Juni c., Nackyn. 5 Uhr, m xmscrm Stßnngszimmor in der neuen Börse - Ausan Von der Ostseite - erfolgen und ist dem Publikum der Zutritt gestattet.

Königsberg, 19. Mai 1875.

Borstehcramt der Kaufmannschaft.

“* .- Stargnrd-Pmcncr Encubnhu. Dic auf Grund des Allerhöchsten Privilcgiums vom 27. Dezember 1852 cmittirtcn Stargard- Poscnex Eisenbahu-Obligationeu Kirk „4. 801", 1. Nr. 118.13 100 Thlr. (mit Couponsbogkn) und [art, 13. Her. 11. Nr. 5065 ck 50 Thlr. (ohne Cou- ponsbogen) smd angedltch dem Eigenthümer_ent- Wendet worden. „Dte, zcitigen Inhaber der1elben Werden aufgefordert, dtcsc Obligationen (resp. Cou- ponsbogcn) emzureuben oder ihre etwaigen Rechte darm) geltend zu machen. [4569] _Dre Aufforderzmg erfolgt dreimal in ZMschcn- rauxnen von Mr Monaten. Sollten innerhalb welxr Monate „nach _der letzten Aufforderung die 'blxgattonen n1cht emgeliefert oder Rechte daran ntcht geltend gemacht Werden, so wird gcmäs; §, 6

Der B'eiged'rdncte

Groß.

dcs ohen bezeichneten Privilegiums die gerichtliche Morttfikation der Obligationen beantragt und die

Unter den Linden 34, in Empfang genommen

„__ „.__x_____„2 _

Aysfertigßung neuer Dokumente in Stelle der morti- ficrrten fur den Eigenthümer bewirkt. Breslau den„29. Septcmber 1874, Koni liche Direktion der Ober chlesifcheu Eisenbahn.

]

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Industrielle Etablissements, Fabriken ; und Großhandel.

[4121] Villard-J-abrik

von .]. W811 [111581],

Berlin, Beutbstr. 2 u. 3. ' ' Breslau, DreSden. Pram1irt in Moskau, Wien, Cassel, Wittenberg und Posen. Größte Austl von Billards aller Arten, sowie stets gut assortirtes Lager sämmtlichec Billard-Utenstlicn.

Prämjirt aus

allen Ausstellungen.

Ko & Bein's Meta - und Glas- Buckjftaben-Fabrik, Kut, Wap en- u. edaillcng eßerei, emeichlt fie!) Mr An- ferttgung von etall- u. GlaSbuchstaben zu Geschäftsfirmen,

Bezeichnung von Eisenbahnstatio- „. nen, öffentlichen Ge-

bäudcn 2c. Stra-

ßenschilder, HaUSnummerfchilder, Wappen für of- lieferanten, Medaillen sämmtlicher Wet- u. Provinzial-Ausstellungen. [4122]

Koch & Vein, Berlin (ck., Brüderstraße 29.

Verschiedene Bekanntmachungen.

[4288] Vekanutmachrmg.

Die hiesige meite Magistrats-Bureau-Asfi- st_enten- (Regi trator-)_ Stelle mit 1350 ;,st und brs zu 2100 „;ck aufstergendem Gehalt soll vom 1. August cr. ab heseßt werden.

Qnalifizirte ctvi[versorgungsberec'htigte Militär- Auwärter werden aufgefordert, fich aleald und spätestens binnen 3 Monaten unter Einreichung

ihrer Zeugnisse bei uns schriftlich zu melden. 5- monatlicbe Probedienstleistung wird vorbehaltecnS.ech

Brieg, den 3. Juni 1875. ' (13. 62/6)

Der Magistrat. J

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