1921 / 200 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 27 Aug 1921 18:00:01 GMT) scan diff

Im Namen der Reichsregierung hat der Neichs- kanzler Dr. Wirth der Witwe des Ermordeten nachstehendes Telegramm gesandt:

„Auf die Kunde von dem Figen Meurbekmord, der an Ihrem Gatten verübt wurde, edenkt ie Neichéregierun§ ebrepd des ehe- maligen Kollegen. Ini rem Namen spreche ich J nen die aufrichüge Teilnahme an dem schweren und grausamen Verlust aus, den Ste erlitten haben, und gebe zu leich dem tiefen Abscheu Ausdruck, den die Mordtat in ganz Deuts land erwecken muß,“

erner hat der Reichskanzler Dr. Wirth persönlich an ie Filme ein Telegramm gerichtet, das nach „W. T. B.“

folgenden Wortlaut hat: „Erfahre soeben in tiefstem Schmerz den geivalisamen Tod

„Verkra sirene und Nichtzumuibarkeii der Leistung. on Dr. jur. Hans Karl Nipperdev, Privat- dozenten der Rechie an der Umderfiiät Jena. 47 Seiten. Verlag von J._Bensbeimer, Mannheim. Preis 5 .“. - In der Kriegözeit und wett mehr noch in den na redoiutionären Tagen hat die Frage ein? weittragende Bedeutung er an 1, ob der Schuldner, der einen längere Zeit laufenden Vertra mit ?esibesiimmier Gegenleistung gricblosien bat, den Vertrag erfü en, rnuß, Wenn die Bewirlung der Leistung nur unter größten Schwierigkeiten und Opfern, die normalerweise nicht zu bringen ewesen waren, erfolgen kann, ob uneingesckzränkt und ohne Auöna me der starre Saß „paare; aum; asryanäa“ gilt, oder ob der Schuldner unter gewissen Umständen von seiner Leisiun s- pTitcht befreit wird oder sie etwa nur ge en entf re ende Erhöhung er 6 e_genleisiung zu erfüllen braucht. ablrei e rieile des Reichs- , gericbts und der Jnsianzgericbte haben zu dieser Fra e Ihres'Herrn (Hemab1s- Zu dem grausam harten Schzcksalsschlaiß Stellung genommen, und das jurix'tisébe Schrifttum der leßien Zeßt, der Sie und Ihre Familie in dem WTQÖWLUUUJSWÜPTIM st besonders in den führenden Zeitscbr sten, bietet ein Bild des lebhaften M?uche,1mord an Ihrem Gatten betroffen bat, „unterbreite ies anUt Meinungskampies. Der Verfasser vorliegender Söhrift hat es unter- meme mnigsie Teilnahme.. Gott mög; Ihnen Hie Kraft eben, diesn nommen, im usammenbang das berauözuarbeiten, was für die schweren SWW, zu überwmden, der MWM RbéWkUchp- em Dien Beantwortung er Frage grundsäßli und wichtig ist. Im ersien der Allgemeinheit unermüdlrä) JCWdeÜW Leben ein 1äbes Ende Leitl ?erdSMIiFchgtibt nthkHTTeoYetis Le,sCt5rund1§ ung der n§ch2i§gldich reiteie.“ em re en en umu er 61 an 6 er m es B. G.=B. findet“ m zweiten Teil beanthZt er die Frage nach dem d 922171 d;!n [Abgeordneten Diez“ Oppenau, telegraphierie inneren Grunde der Nichtzumutbarkeit und nach ihren drausseyungen er MHS an er. ,

im[ konkreten Fial], und eiim leßtenkTeil wird die Frage behandelt, das YZFifeeigFthJcrkxieZYXrtherYUPFLFTYWYYTÜZJLYSFFYW wecbes die erungen ner im onkreten Fal] bestehenden Niéht tief erschüttert. Daß nicht ach) Sie ein Opfer Yes M ordbubm

wurden, dazu beglückwünscbe ich Sie und wünsche baldige Genesung.“ Der Präsident des Reichstags Löbe hat, wie die

&an mtb Vouswkrtfthaft; Arbeitssireitigkeiten.

Aus Kaitow ik wird dem „W. T. B.“ telegrapbierk- daß bei den Betrtebßratswablen auf der Gleiwißer Grube die deut_schen Gewerkschaften alle 13 Sitze erhalten haben, wahrexid fie früher nur 7 Si e hatten, und die Polen 6. Bei der staatlichen Grub? in nurow hatten die Deutschen bisher ar keinen Stß, bet der Neuwahl haben die deutschen freien ewerkscbaften von 13 Sitzen 8 erhalten. Bei der F e r d i n cz n d s g r u b e bei Kaitowiß batten die Deutschen früher 2 von 11 Sitzen, die Neuwahlen baben ihnen 5 Sitze gebracht, den Polen nur 6 statt fruher 9; Diese Ergebnisse sind umso bedeutungs- voiier, als em nicht unbetrachtlicber Teil der deutschen Arbeiterschaft noch nicht zur Arbeit auf den Gruben bat zurückkehren können.

Bezirke des Säéhsiscb-Thürin is en Weber- verYndes sind, wie dem „W. T. B.“ augs Ébreiz gemeldet wird, sowohl die Tarife der Arbeiter als auch der An- gestellten duréb die Arbeitnehmer ekündigi worden. Die Yorderunßzen der Weber betragen eine rböbung von 3 .“ fiir die

iunde is zu 20 Jabren und 3,50 .“ für die Arbeiter iiber

20 Jahre. Die Angesieuien verlangen ein Monats ebalt als

FXdletrzukage und einen Zuschlag von 50 vH zu den tehenden a ern.

Nack) einer von „.W- T. B.“ übermittelten Havaßmesdung aus Str a sibburg ist es den Ansirengungen der räfekiur und den Siadibe örden gelungen, den Gas- und lektrizitäts- arbe iterausftand zu beenden. Die Arbeit so te heute Der Ausstand der M etall-

weisen, so können wir docb dsn bkoßxn Ausiauscb vox: N o isn n i cbt fortse 13 en., Es ist Wesentlich, daß sm_endgültiger unmittelbarer Fortscbriit zu einer Grundchge gemacyt wrrd, auf der die Unicrbandlangen in nützlicher Wrise wrtgrseßt werden können. Ihr Brief scbcini 1131de keinen 191.170“. Fortschritt zit_zeigen. '

Dic Crwägungrn, WM 6 die Haiiung der brtirschen Regierung bei jeder Verbandiung [ws immrn niiiffen, „sind tn den " früheren Brissen dargeiegi worden. WEnn SLL bereit sind zu prufen, wie weit diese Erwägungen mit den von Ihnen vertretenen. Ansprüchen zu VLreinbaren sind, werde ich mich freuen, mrt Ihnen und Ihren Kollegen zusammenzuircffen.

In der gestrigen SchlußsiHung dex. DFÜ. Eirealxn in Dublin wurde de Valera wieder “um Prastderrt'en _der irischen Republik gewählt. Nu das ganze Mixnsterium wurde wiedergewählt. Der Vorsch ag, eme Arileihe von zwanzig Miklionen Dollar in Amerika und von emer halben Miiiion Pfund Sterling in Irland aufzunehmen, wurde an- genommen.

Ans Dublin wird berichtet, daß drr Vizekönig von Irland nach London bernien worden ist.

Finnland.

In einer vom Minister des Aeußern Holsti an den' Sow'etkommisiar fiir äußero Angelegenheiten Ts ch1ischerin

Uebersicht über die Finanzgebarung des Reichs. ck s *"

* Vom Vom

11. August 1. April

Ministerium für Wissenschaft, Kunst unqulkaildung.

Der Abteilun Hvorsteher am Botanischen Institut und Garten der Univerität in „Kiel Proieffor Dr. Schroeder ist 192] bis 11321ij zum ordentlichen Professor m der philosophischen Fakultät der- 20 August 2021110110 selben Universität, _ . “1921 192.

der bisherige Privatdozent Dr. Pi [ er in Graz ist zum ordentlichen Professor in der philosophis en Fakultät der Uni- Tausend Mark versität in Greifswald,

der ordeniliche Professor Dr. Wal el in Dresden ist zum ordentlichen Professor in der philosophiichen Fakultät der Uni- versität in Bonn, '

der frühere ordentliche Professor an der Universität in Siraßburg,_©ei)eizner Medi inalrat Dr. Uhlenhuth ist “um „Honorarprofessor m der me izinischen Fakultät der Univer mit in NZarburgßundd nil'ck) P fff _ d [)'l s H'sck)

er anerore ie roeor m er proopi en Fakultät derUUniverfiiät BareHlau Dr. Obst zum'außerordent- Mk ?YYTÖWFUYUÉYXYWYM ""th ZYLUFYZYY an der »echnischen HOMÖUW m Hcinnover SYuZenzinsen Fiir die schrvebende Scßuld .

Der ordentliche Professor Dr. Wolff in Bonn ist in S uldenzinfen fur die fundierte Schuld ' .“ gleicher Eigsnsckmst in die juristische Fakultät der Universität in Berlin verseßt worden.

' Einnahme. AU emeine inanzverwaltung: teuern, öUe, Abgaben, Gebühren 949 897 (darunter Reichsnotopfer) ...... - Schwebende Schuld. . . . . . . . . . . 1800 070 FundierieSchuld............ 371

Summe der Einnahme . 2 750 338 A u Sg a b e.

16 707 094

(4 319135

30 914 78 41 866

47 663 743

34 061 165 7 594 479

41 655 644

2 691 296 114 886 ck 515 448

3 321 630

zumutbarkeit find. Richtlinien für den Abschluß von Lieferun s-

Betriebsverwaktungen. vertr ägen, unter Berü cbtigung der neuesten Rechtspre ung

Bekanntmachung.

Dem MSLAST Mar Eisemann, geboren am 19. No- ??Mbsr 1691 in Bankrback) in Meiningen, wohnhaft in rank- iu ri (1. M.. Larige Straße Nr. 39, wird hierdurch der andes mii Gegenstanden des täglichen Bedarfs wieder g €1ia iter. .

Franifitri 0. M., den 6. August 1921,

DL:“ Poiizeipräfidcni. C 1) 1:12 r.

Nichtamtliches.

Deutsches Reich.

Zwiicbexi den Ministern Rathenau und Loucheur haben gsstern in Wieradsn die angekündigter: Verhandlungen 200011917. EI fanden, wie „W. T. B.“ meldet, zwei mehr- siii:=.(:i;_i0 Sißmrgen siaii, und zwar wurden am Vormittag aii- MixikiLLE Fragdn behandrli, am Nachmittag wurde absaßweiie dxr Tori" dor. Hauriabiommeäs iiber Sachleistungen durch- goirirmcixrii. Eitrige Puniie bleiben der heutigen Erörterung 0011750011911. Wälxrcnddeffen vereinigten fick) dis beiderseitigen Iiskcrkiiirn, nm die Nebcnabkommcn über Restitutionßfragen zu .der-31011. DieieBLiyrrchungM werden Heute forigeseßt. Zwischen 0009120211“er ioUcn “wei weitere Besprechungen siaii'nden, die ":““.0“) an die 11063) zu klärenden „Punkt? des anpi- 051017101000 Und auf die Einzelberatung der Nebenabkommen ersrrc-Fen wsrden. - » ., .

_Tie gLslklge Veröffenilich0ng iiber die Vereinbarungen Zwiicbxn der 91§ich§regierung und den Vertretern dsr Svißenorgamsaxtonen der Beamten, Angestellten Und Arbeiter eiithalt einen Irrtum. Zi er 8 der an- ZOTYQMMLULU Bedingungen lautet richtig, wie fo gt:

* Fiir dis Bramten, die Vor dem 1.August 1921 aus dem Arbeiter- :“tand 111 das Beamtenverbältnis übernommen worden smd, findet eine 9111701511000 der gusZiffer 1 sick) ergebenden Erhöhung des Tsuerungs- 511511000 cmi die Auggleichz'ulage nicht statt. Ferner Werden dom ]. 110511111 1921 ab auf die Aquleichzula ? nicbt angereabnei: 0.) (5150101110911 der Bezüge infolge Versetzung es Beamten in eine böbrrs Orisklaffe, ,b) Erböbungen der Bezüge infolge Ver- irYan dcs diensiltcben Wohnsitzes in eine Höhere Orts- 710719, 0) Erhöhungen, der Bezüge infoi e Anwackyiens der KMDUZÜN; Dagegen wird angerechnet: 6) Ergböbung des Grund- 00130115 bet Aufrückung m eine höhere Diensialierssiufe und bei Be- izördrrung,“ 9) Erböbnng des Ortszuschlags Wegen des Uebertriits in 81118 biidrre Ortszuscbiaasgruppe, f) die durch die Regelung zu 2 11115 3 brwiiiie Erbbbxrng dsr Diätenfäye, Z') Erhöhung des TencrnnsiszniMags, soweit fie auf die unter 0, 9 und f genannter: (Zrböbnnchn des Grundgehalis, Ortszuschlags und Diätensaßes zurück- sziibrcn sind.

_ NackiAbfchiuß der viertägigen Verhandlungen zwischen der Newbßregierung und der „Verhandlungskomrnisston der Beamten UndnArbeiter baden die m Betracht kommenden Verbände ihre zuiiandrgen Korpersckzaften nach Berlin berufen. Die Tagungen mussen, laut „W. T. B;“, bis Dienstag, den 30. August, Abends 6 Uhr, beendet sem, weil die neuen Be üge mit größter Beickzlsumgung „zur Auszahiu1ig kommen so en. Die Ver- baxidlringcskommisston bLk si einmütig bereit erklärt, den Mitgliedern ihrer Verbande dw Vereinbarungen zur Annahme zu empfehlen,

Voir zuständiger Sieüe wird dem „W. T. B.“ mitgeteilt: Ueber, die gegenwarii en Lohnforderungen der erg- arbe1ier haben im eichsarbeitsministerium am 26. August getrennte „Besprechrzngen mit Vertretern der Arbeitnehmer- und Arbeiigeberverbande stattgefunden, in deren Verlauf die Arbctthbervertreter folgende Erklärung ab aden:

, „Diebesiebenden Teuerungsverbältniffe la en in alien Bergbau- bsztrkcn eme Gehalts- und Lohnerhöhung als angemessen «Weinen, deren_Durchiübrung und Höhe von den wirtschaftlichen Verhältnissen der xinzeinen BerLbauzwetge und Reviere abbän ig sein muß. Die Arbeiigebericbait it bereit, in den einzelnen Bezirßen sofort in Lohr:- * verbandiungen einzutreten. Zu der Frage, ob die Verständigung

arrßsrdmn durcb sofori u beginnende zentrale Verhandlungen gefördert wurden kann, wrrden dte rbeitßeber baldigsiSteUung nehmen, die Arbeit- aeber des Koblextbergbaues ge egeniiich der unmittelbar bevorstehenden Sißung des Retchkoblenverbandes am 30. August.“

Dieses vorläufige Er ebnis der Verhandlun en bedeutet eiiie Ynnäbemn der Stanßpunkte beider Teile, eine Ver- standtgung erhoßfen läßt.

Der Hauptvorstand des . dertticher „Kriegsb'eschädi ten un Kriegshinter- blißbenen in Berlin LW. 8 übergab dem Reichsarbeits- mzmster Brauns eme Eingabe, in der eine foxortige Er- 5991171919“ T_euerun szulage und eine beson ere Wirt- schafts ilfe fur die K egsopfer gefordert wird.

Der Gxscbäfisfübrer des Verbandes gab- nach Mitteilung des „„ , T. B. der Befürchtung Ausdruck, daß die zurzeit schon große Notlage der Krie Soyfer zum Herbst bis ins Unerträgliche gesiei ert werde. Der Ver and fand Verständnis beim Reichöarbeiißminiter, xeicher der Meinung Ausdrucksgoab, daß versucht rverden müsse, der Tynerung unter den Kriegsbefchadigien und Kriegsbinierbliebenen durch 1*€ib)idrre_§).7igßnabnt€ii enigrqcnzutrdwn. ZUM Beginn der nächsten WOM wil 61118 gemcinsame BLsPWÖLMJ der FiriegSopferorganisationen rnit dem ReichsarbeitSminisierium stattfinden.

entralverbanbes

Reiäys-Txosi- und Telegraphenberwaliung: Ablie erun . ........ 615 573 ReichSeisenbaanerTvaltung: ZusÖuß 44 525 - - 1 Ablieferung . . Summe der AuSgabe . Die schwebende Schuld betrug an dis- kontierten Schaßanwetsungen am 10. August 1921 195 443 900 Es traten hinzu . 20 429 584 Es ...... ab - 111221213. mithin zu . M ergibt . 197 243 970

571048 _ 1 6007 855

47 663 499

2 750 582

Danzig.

Der Senat hat in seiner gestrier Sisßung beschlossen, gegen die Enischeidung des Ober ommiiars dss Völker- bundes vom 15. ugust 1921 in der Eisenbahnfrage qemäß Artikel 39 der Danzig-poknischen Konvention einen Appell a'n den Rat des Völkerbundes zu richten, nachdem die in den leizien Tagen geführten Verhandlungen nicht zu einem befriedigenden Ergebnis gefii rt haben. Die Berufun Danzigs wird fich nach „W. T. B. in der Haupt- sache richgten

1. gigen die Entscheidung, nach der der Freien Stadt Danzig lediglich die Straßenbahnen und die- Schmalspurbahnen in ihrem Gebiet zugewiesen Werden.

2. gegen die Ueberwkisung der Verwaiiung, der Ueberwachung undtdes Betriebes der «Hafenanschlußbabnsn an die polnische: Ver- wa ung,

P [Z. RdW die Zaidsisung des Eisenbahndirektionögebäudes an 0 en un

4. e en die uieilun der Verwaliun der Ei'enba 71 au t-

WuksiätJetI an PolYi. g g ' H H p

Gestern nachmittag fanden in Danzig vier große Protest- verfammlungen gegen den Rand der Danziger Eisenbaubnen statt. 11 011211 Versammlungen, die von ins- gxsami uber 20000 ' ersonen besucht waren, wurde ein- stimmig etxie Entschließung angenommen, in der es unter anderem heißt: '

Die Entsclyeidung deSOberkommiffars, der die Veeriung ai1er VoUsvurbahnen 'der polnischen Eisenbahnverwaltung überträgt, be- deutet eine gröbitche erleßun des Artikeis104 des riedensvertrags und. der Danztg-polmschen 'onvention vom 9. ovember 1920 sowie eine schwere Vexgewalitgung der veriaffttngsmäßigen Rechte, der iiaiionalen Selbstandigkeit und der wirtsckxaitLicben Interessen des Frstsiaats. Es, ist unmöglich und wider] richt völlig der Danzig- polmscbexi Kondeniton, daß auch nur ein eil der Freisiaatbabncn der "polnxicben Berwgliung uniersieiit werde, denn dic Kondention ewabrleisiet die Bexbebaliung der im Eisenbalmdiensie befindlichen ,eamierz, Angestellten und Arbeiter und sieUt ibre Wohl erworbenen Rechte sicher. Yom Senat der Freien Stadt Danzig errvarten wir, dgß nur aizf diefer Grund1age die Jnikressen der Danziger Be- völ'kerung mri aÜem Nachdruck und mit allen zu Gebote stehendsn Mitleid gewahrt werden. 'Nur durch Erfüüung dieser Forderungen wxzd en; ifriedliches Nebenemanderlebeu der beiden Nationen zu er- rei en en.

Großbriiannien und Irland.

Die Antwort, _die de Valera im Namen der Sinn- ieiner au„f das Angebot der britischen Regierung uberretchie, ist vorgestern nachiiiag in einer Kabinettstßung, unter dem Vorfiß von Lloyd, sorge, erörtert worden. etern trat das Kcibtxiett nochmals usammen, um siZ iiber [eine Ariiwotrt [Flutssig zrti dnachbenitis (H1 deiii von Lloyd eordge unter- zei ne en n war er r en e ierun an e Valar hei 1 es laut „W. T. B.“: g g a

Die britische Regierung ist über Jbren Brief vom 24. AuZusi .iie'f eniiäu schi. Unsere Vorschläge gingkn weit über a e erberigen bingus und wurden von der ganzen zivilisierten Welt (116 liberal gxbilitgt. Selbst in Kieisen, die Mitgefühl mit den" weitesigebenden trischen Ansprüchen zeigten, werden unsere Vor- scblgge als das Aeußersie, betrachtet, was das Reick) vernünftigerweise anbieten oder Irland _btlligerweise fordern kann. Ihr Brief zeigt keine Anerkennung „dieser Taisacde und weitere Verhandlungen mussen nußlos sein, bevor mÉt ein end iiltiger ortsc'hritt ziir Annahme einer Grundigge gemacht ist. Die ntivort ebt dann die Ausdehnuwg der “Ju esiaiidmsie hervor, durch die Irland inner- 5015 seiner etgenenKü ien m jedsr Hinsicht in seiner nationalen Tatigkeit, seinen nationalen Aeußerungen und seiner nationalen Eni- wicklng er sein wurde. Unsere Vorschläge geben sogar noch weiter, denn 18 orderti Irland auf, seinen [ah als Mitglied in der großen Guse schaft irerer Nationen etyzune men, die durch das Band der Untertanenpflubt gegen den König vereinigt sind.

Die Antwort bekämpft sodann das Nr ument, da die Be- zießungen zwischen Irland urid GroßbritannieZ im Prinzßip den Be- zie ungen Hollands und Bei tens zu Deutschland vergleichbar seien, ., und betont daß de Valera nspriicbe vorbringe, die die berühmtesten irischen Fübrer ausdrücklich nicht anerkannt bärten. Die britische Regie- rung bot Irland mehr an, als O'Connel] forderte, und wir eben uns nur der unbedingten ForderungcYegenüber, daß wir rland a s auswärtige Ma tanerkennensollen. ine dauernde ersöhnung Jr- !an z undGro britanniens kann ohneAnerkennung ihrer p_bysis en und Historischen gegenseitigen Abbängtgkeii nicht erre cht werden dieeine voÜftändige p01itiche uiid wirtschaftlicbe Trennimg undurchiübrbar macht. Wir wunschen nicht, den "Abschluß zu Uberstiirzen, müssen aber H(?Wor- 1:01:00, daß eme VerlangermF der gegrnwäriigcn Vcrbältnissr griiibr- lich ist. In verschiedener iciytung ,ist Eine Aktionim (5,5011 ?, dir der langerer Dauer schließlich zur Beendigung des Waffensii stands

«.-

stibren mu . Dies würde tatsächlich beklagenswert sein. Wenn wir

von iHren 5131613011 erhoben. verstordexicii„Zentranxrzabgcordneten Trimborn und Burlage;

gesan ien Note wird darauf hingewiesen,tdaß die russische Delegation in dem paritätischen Komitee dre Behandlung der ostkarelischen Frage im Sciwße des Kormtees abgelehnt habe, was im * »idersprnck) mit dem " Unter Hinweis auf den Vertragsbruch,“ Uirzdesondere bezuglich der Autonomie Ostkareliens, wo die WtUkur der Bolschewrsten eine dem Vertrage entsprechende Selbstverwaltun? unmoglich mache, verlangt die Note die Behandlung der kare ticYen Frage im Zusammenhang mit den anderen dix. Dnrchfu run? des ZriedenIvertraas betreffenden Fragerz, gemaß den von ruf ischer' ©8118 bei der Unterzeichnung des FriedenHvertragS abgegebenen- Versicherungen.

Griechenland.

Nach einer HavasmeldunF cms Smyrna meldet der amtliche griechische HeereS erichr vom 23. August: .

Unssre Armcc hat nach langen Märschen an beiden Yiern des Sakaria und die große Salziviiste enilcm mit den Hauptkraixen des Xeindys iidlick) dcs Ghökö, (31116111 östii )en Nebenfluß des Sakaria; Zählung genommen.

SWbien.

Die „Tanrßpost“ melder cm:". Belgrad: Jm Sandschak ist es zu blutigen Kämpfen zwischen christlichen Bauern Und Mohammedanern "gekommen. In einer" Gemeinde wurde eine Abteilung Gendarmerie und Bauern,- die eine Heiduck'enbaiide verfolgten, von den mohammedmiischen Einwohnern zweier Dörfer umzingelt. Bei dem hierauf f01genden Kampfe: wurden 95 mohammedanische Bauern ge- tötet und 7 verwundet. Die Regierung hat Umfassende Vor- februngen zur WiederHersteUUng der Ordnung getroffen, Gegen die Heiducken Und die sie unterstüßenden Bewohner einiger" moharnmedanischcr Dörfer wird mit aller Strenge vorgegangen werden. Einige Heiduckenbandcxi Haben sich in die herzeßo- mimischen Berge geflüchtet. Zu ihrer Vertreibung werden e- sondere Strafabteiltmgen gebildet.

Amerika.

Die am 23. d. M. von dem japanischen Minister de_s Auswärtigen dem amerikanischen Geschäftsé träger in Tokio überreichte Noie spricht in herzlichen Worien die Annahme drr Einladung des Präsidenten Yardmg ur Konferenz über die Abrüstung und den

ernen sten aus. 11 der Note heißt es weiter:

Der Friede und die oblfabrt der Welt seien lange Gegen- stand treurr Sorge für die japanische Regierung und das japanische Volk geWesen. Dic japaniskhs Regisrung habe herziiciys Sympathie mit dem in der Note des Präsidenten enthaltenen Saße von der er- drückenden Last und der Bedrohung, die dic: modernen Rüstungen für die Zivilisation darstellen. Keineriei Anstrengungrn könnten zu groß isin, um jene Bedrohung zu vermindern. Di: japaniscbe Regierung habe die größtcn Bémiibungen auigcwwdet, um einen dauernden Wieden im Stiilc'n Ozean ficberzirsisllen. Deshalb sri es ihr höchster

unsck),„auf der Konferenz 81110 Verständigung zu erzielen, um ein Fr allemal in diesen Gebieten den Frieden auf einer dauernden rundiage zu sichern.

Nach oiner Havasmeldung (LUS Panama bat die N egierung von Panama sich geweigert, den Schiedsspruch des Richters White, durch den der Konflikt mit Co tarica beendei werden sollte, anznnehmen. Die Streitkrä te von Costartca, unierstiißi durch eine Abieiknnxé ameri anischer Marinesoldaten, haben das strittige Gebiet esth. Die Re- Fierung von Panama sagt in einer Erklärung, sie beuge sich er Gewalt, fahre aber fort, gegen die getroffenen Maßnahmen Einspruch zu erheben. Sie werde ihre Beamten und Ver- treter aus den belreffeiiden Gebieten zurückziehen, behalte sich aber 0116 Rechte für die Ziikunft vor.

Asien.

, Nach den leisten Hayasmrldungen aus Kieinaren bai die Schlacht zwischen Gordium und Milialits ik, die (mf einer Front von 40 Kilometern stattfand, mit einer Niederlage der Griechen geendet. Nachrichten aus Nikomedia zufolge sind an der Brusi'afront die Städte Biledjik Und Jenikeuy von den turkischen Truppen beseßt worden.

Parlamentarische Nackjrickxten.

Anläßlich der Ermordung des Reichsia Ski abgeordneierr Erzberger hielt der Präsident des Nei S* tags Lobe bet der gestrigen Besprechung der Partei iihrer nach Mitteilung der „Deutschen Allg. Ztg.“ folgende An prache: „_

„Wir 1165911 alle unter dem ersYiitiernden Eindruck der Nachrkchk vbn dem grausigen „Morde an dcm .ieickpstagsabgeordneten Erzberger- diz? uns soeben errercht. Mir febien Worte, das Verbre en zu kenn- zetcbnen. An dem poittiscben Ursprung ist kaum ein Zwe fel möZLiÖ,

aber ich werde den Eindruck nicht los, die Reboiverkugeln, die un eren Kollegen Erzbergerntedersireckten Ruhe und den Frieden unseres Landes getroffen. rechenbare Folgen für unser unglückliches Volk und Vaterland hüben- Jn diesem Kreise beschränke ich mich Ermordeten unsrre tiefste Teilnahme: auszuspreckyen.

haben nicht nur ihn, sie haben die Sie werden unbe-

darauf, den Parteifreunden des

Währsnd dieser Worte hatten sich sämtliche Anwesende?! Es folgte ein Nachruf auf die,

Weh hx;- 999; hi

HMM MGM ,.jéldes Cnigegenkymmen „zu ,be- „1

*riedensverirag stehe.

wiederaufgenommen werden. arbeiter geht weiter.

DerAussia nd der polnisäpenEisenbabnarbeiier isi emer von „W. .“ wiedergegebenen Havaßmeldun _aus W a r s (1) (: rz zuf olge„b (: e n d e 1. Es wurde über die wirtschaßtluhen Ansprüche eme Verstandigung mit der Regierung erzielt.

Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs- maszregeln.

Der Deuticke Verein für öf entlich: Gesund- HeitSKflege hält am 11„ 12. und 3. September d. J. in Nürn erg seine auptversammlung ab. Auf der Tageßordnung sieht als einziger eratungs e enstand die „Deutickße Jugendnot“. Der Stoff wird_ nach drei e chispunkien bin behandelt: 3.) die körperliFen Schaden und ihre Heilung, b) die seelischen Schäden und ihre He ung, o) die Zukunft unserer Nasse.

“_“

Der 42. ordentliche Deutsche Aerztetag soll am 16. und

17. September d. J. in KarlSruhe i. V. abgehalten werden. ur VerbandlunZ kommen: die praktische Ausbildun zum Arzte, das

arzilicbe Unterst un swesen, Bericht der Kommißsion über Ver- chmelzung von eui?chem Aerztevereinsbund und Leipziger Verband, er Arzt im Entwurf zum neuen Sirafgeseßbch) und zum Geis über

den Rechthang in Siraisachen, die hygienische Volksaufklarung. Wahrscheinlich wird am ersten Verhandlun stage auch noch der Ent- wurf einer gese lichen Regelung der Ka enarztfrage zur Beratung gestellt werden k nnen.

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Die politische Abtrennung der Freien Stadt Dan ig vom Deutschen Reiche hat dazu geführt, daß im Auslande Vers iedeniiiZ die falsche Anschauung entstanden isi, da in Danzig aucb bezügli des bewährten früheren deuischen Seu enscbußes Veränderungen gegenüber der Zeit vor der Abtrennung eingetreten seien. Demgegen- über muß ausdrücklicb festgestelit werden, daß die de n tscbe Seuchenschußgeseß ebung in Danzig im leichen Um- fange wie früher in Kra t ist und daß deshalb an nicht die geringste Veranlaffun Lu irgendwelchen Seuchenschußmaßuabmen Danzig gegenüber vorl eg

Der Berlin Sie Tidende' wird aus Heifingfors iesegrapbiert: Das russische Ge undbeiiskomitee hat einen Beruht über die Aus- breitung der Cholet a in Rußland in der Zeit vom 1. Januar bis 10, August 0. J. Veröffentli t. Danach smd in dem enannien Zeitraum 78 011 Cbolerafäiie ekannt eworden. Am 1 limmsten wütet die Epidemie in Saratow, Ufa, Akirachan und Zarizyn.

*“ ,

Kunst und Wiffensäxaft.

In der 8. Sißung der diesjährigen Tagung der Fuser- nationalen astronomischen Gesellschaft in otsdam syracb der Professor Dr. Leip el-Upfala über die Besiimmung der M0 en der Sterne dur ibre Verteilung in den Sternhaufen, 5?er) essor Wiecher spra * über die Gravitationstbeorie, Professor

o l l - Utrecht erklärte ein von ihm konsiruiertes Mikropbotomeier; seine Aquübquen wurden durch den Professor Orn stein - Utrecht ergänzt. Vor 9 init der wissenscipafiltcben Vorträge hatte die Ge- seUschaft ihren bis ertgen Vorstand wiedergewablt.

___"

Das Scbkoßmuseum wird am Donnerstag, dem 1. Sep- tember, dem allgemeinen Besuch geöffnet und ist weiterhin täglich von 9bis 8 Uhr zugänglich, wobei Von Tag zu Tag wechselnd je eine Hälfte des Museums gezei twird; Am „Sonntag, Montag. Mittwoch Und Freiiag ist das Oberge cboß unt 37 Raumen geöffnet ; am Dienstag, Donnerstag und Sonnabend das Erdgescdoß und der 1. Stock mit 33 Räumen. Mittwoch it der Eintritt frei; am Sonntag beträgt das Einirittögeld 1 “, ontag 5_“, an den anderen Tagen 2 .“. Durch die jeweils geschlossenen Raume finden Führungen „statt, zu denen Zusaßkarten _zu 1 .“ aus:;egeben werdm- - , ' "

“Literatur. “' '

Die privaieu Re(bte und Interessen im Friedensvertrag, Von Dr. Hermann Jsav, Rxcbts- anwalt beim Kammergericht und Privatdozenten an der Tecbmicben §0chichule Cbarlottenburg. Zweite Auiia e. )(17111 und 256 Serien.

,erlin, Verlag von Franz Vahlen. eh. 40 .“. -- Nach em- 1eitenden Ausfuhrungen über den Geltungsbereich des Versailler Vertrags, über seine Auslegung, iiber die Stellung der deutschen ReichSangeb-Zrigen im internationalen Rechte und über die rechtliche Steaun der AngebörixZen der alliierten Mächte in Deutschland schi dert diese, Schur die allgemeinen Grundsäize, die fiir die Bebaudlun der privaten Rechte undJntere en Clien, die Grundsätze des Versai er Vertrags, die allgemein die e- Zandlung deutschen Vermögens jeder Art im Auslande und der Ver- mögenSre te der aliiierten Staatsan ehörigen 111 Deutschland regeln, dann die esonderen Grundsähe, die ür die Be andlung verschiedener Arten von Vermö enßrecbien: des gewerbli en Ei eniums, der literarischen und kün ilerifchen Urbeberre te, der schuldre tltcben Ver- bältni e, der Beteiligungen und Unierne mungen aufgestellt sind, die Vérplfl chtungen zur Bekämpfun des unlauterewWettbewerbs, die NEIL ung des Rechtssckyußes, die- irkung der Gebietsabtretiingen auf ki? Priwaien Rechte und Interessen, um Schiuß die Rechte [:ck Neu- iralen. Seit dem Erlebeinen der e ien Aufiage Hat der VersaiUer Vertrag, der für das deutsche Staats- und Wirt1chaftsleben von unab- iebbarer Bedeutung ist in Deutschland eine große Zahl von Gesetzen, Verordnungen und Beiannimacbungen kur Folge gehabt diZ_ibrer- eiis - mehr noch als der Vertrag selbt - eme lebbaiie «atigkeit er Gerichte und sonstigen Instanzen und eine eigeneLiteratur hervor- skkaen „haben. Dazu kommen die entsprecbepden Gesese und Ver- ordnungen in den früher feindlicben Staaten, die war an Zahl, nicht aber an Bedeutung für unser Wirtscbaiisleben „inter den deutschen Zurücksieben. Die Vorliegende Neubearbeitung, die eine erstaunlicbe

?berrscbun der Geie gebun und der zerstreuten Literatur verrat, „. ietet ansehe nend lücken s a es, was 1: die AuSlegung des Ver-

a?! Vertrags w. unseren- Gunsten. in ge kommen kann.-

des Reichsgerichts für die aufmännisckpe Pra is dargestellt von Dr. jur. Sieberg. 93 Seiten,. Industriever ag Spaetb u. Linde, Berlin. Kart, 9 .“. -- Wenn irgendwo, so kommt es beim Ab- schluß von Lieferungßberträgen darauf an, Fehler zu vermeiden und kommenden Gefahren vorzubeugen. Die Ueberlastnng der Gerichte mit Lieferungsprozessen zeigt am deutlichsten die Wichtigkeit dieses roblems für den täglichen Handelsverkebr. In der Schrift von

ieberg werden unter einge ender Berücksichtigung der neuesten Neäytsprecbung des Reichßgericbts Richtlinien für den Abséhiuß von Lieferungsverträgen aufgefieut, deren Beachtung dem Fabrikanten und Kaufmann von roßem Nutzen sein wird. Anmerkun en zur Dar- sieUung unterrickßien darüber, wo die einschlägigen Entf eidungZ-n des

Reich9gerichts ausführlich wiedergegeben sind.

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Theater und Musik.

Sikillertbeater Charlottenburg.

Die Neueinsiudierung von Ibsens „N ora“ mit der das SÖiÜeribeater am Donnerstag die neue Spielzeit eröfineie, batte noch etwas sommerlicben Charakter. Es wurde zu lusispielmäßig espielt, und das tiefere Wesen des Schauspiels kam den Zuschauern ni treebs um Bewußtsein. Das lag zum großen Teil an der Besetzung der

ollen des Ehepaars Helmer mit Gertrud Seüe und Alfred Braun. Die erstgenannte. aus amburg kommende Schauspielerin bewies zivar, da sie das Tecbni che ihrer Kunst beherrscht, aber sie zerlegie ihre No 2 in Ein elbeiien, die zu keinem eschsoffenen Bilde zu- sammenwucbsen. an verfehlt war Alfred rauns Auffaffung des Helmers der unter szcxinen änden zu einem lächerlichen Pedanten wurde; icin Wunder also, da die Zuscbauer in ihm eine komische Figur erblickten. Hier hätte der Spielleiter Franz Bonns bei den Proben verbe ernd eingreifen müssen. Eine feinere Zeichnung wies nur Robert ßmanns Dr. Rank auf. p.

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- Overnbaus e gebt morgen, Sonntag, „Der Rosen- kaval er“, mit den Damen eckmann- Bettendori, Arndi-Ober, Escher - Vespermann, von cheele - MMU“, er - Weixxert und den .Herren Stock Habich, Henke, H eber, Lucke,

h:!ipp, Krasa und Puch bese t, in Szene. Dirigent ist r. Friß Stiedrv. Anfang U r. -- Am .Carmen“, mit den Damen Branzell, von Catopol-Batteux, Knepel, Gußzalewicz und den Herren Hurt, Stock, „Habich, Lücke und enke, beseßt, Jegeben. Dirigent ist der Generaimusikdirektor Leo lech. Anfang FUhr.

Im SÖaufpiekbause wird morgen „Torquato Tasso“ in bekannter Veseßun? (Anfang 7 Uhr) aufoübri. -- Für Mon tag ?näh„Die Journa isicn“ in bekannter eseßung angesekt. Anfang

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Mannigfaltiges.

Bei der ReichSregierung ist gestern ZZßokgendes Telegramm des Amtsgerichts Oberkirch ( aden) ein- gelaufen:

,Reicbsfinanzminisiet a. D. Erzberger wu„rde lauttelepboniscberMe-ldungdesHosiamtsGrtes- bach heute früh auf dem Wege zur lexauderschanze beiGriesbacb. AmtOberkircb, Baden, erschossen. Der Täter ist bis jetzt unbekannt.“

Vom badischen Staatsministerium wird laut „WTV.“ das Attentat bestätigt. Danackz ist der Abgeordnete, Erzberger aus dem Wege zur Alexan erscha e voii zwei Buri en, die bm offenbar aufgelauert hatten un sich ihmnm den eg stellten, ange allen. und durch 12 „Kopfschuss getotet worden. Der Abgeor nete Diez-Nadolfszell", der den Abgeordneten Erzberger be leitete wurde durch Schuffe art der

and verwundet. Au na Mitteilung des badischen taatsministeriums find die Täter noch nicht ermittelt worden.

Zu dem Attentat wird dem „W. T. B.“ ergänzend go-

melde :

Gestern vormittag 11 Ubr waren die Reicbsia Sabgeordn'eien Erzberger und Dr. Die auf einem Spaziergang 110 dem Kxnebis begriffen. Die beiden erren wurden dort vor) zwei gut ßekleideien jungen Leuten überholt, die bald darauf an einer Wegke re rvteder vor ihnen standen. Ohne ein Wort zu sagen, feuerten die jungen Leute aus kürzester Entßfernung auf Erzberger und Dr. Diez eme roße Anzahl S üffe 0. Dr. Diez wurde an der Schulter,» ?ro en und san zu Boden. Er berger suchte Schuß in einer ung, wurde aber von den ördern verfolgt und durch emen Kopf cbuß getötet. nSgesamt sind 12 Schüsse aiif ibxr abgefeuert worden. Von den T tern, die mit groÉer Kaltbxütigkert zu Werke gingen und sich kur vorher mit einem traßenwarter unterhielien, lie en genaue Bes reibungen vor, doch konnten sie bis jest mcht fes genommen Werden.

Wie-die Preffeabieilun? der badischen Regierung mitteilt, hat fick) die Staatsanwa tschafi alsbald an die Stelle der Mordtat ge en den Abgeordneten Erzderger begeben. Um affende Maßna men Zur Aufklärung des Mordes und zur Ber 01 un der Täter sin eingeleitet. ,Der Generalstadts- anwa t i7t von Karlsmbe aus im Kraftwagen mit Kriminal- polizei an den Tatort abgereist.

Der Reichhpräsident hat an die Frau des er- mordeten Reichswinisters a. D. Erzberger laut „W. T. B.“ folgendes Beileidstelegramm geri tei:

„Tief erschüttert durch die Nachricht von dern Verbrq en, dem Jbr Gatte zum Opfer fiel, spreche i Ihnen meme herzlt 6 Teil- nahme aus. Möge Sie das Bewu isein trösten, da in lebba ter Entrüstung über die abscbeuli e Bluttat weite Kreise deuts

Montag wird-

,DeutYche AÜg. Ztg.“ erfährt, an die Witwe des Ermordetm folgen es Beileidsielegramm gesandt:

„Tief erschüttert von dem furchtbaren Sch1age, der Sie und Ihre Familie durch die Ermordun Ihres Gatten getroffen hat, spreche ich Ihnen im Namen des Reichstags berzlickpe Teilnahme aus. Der ailaemeine Abscheu gegen das grausige Verbrechen, den alle wenscblich Fühlenden empfinden, kann das tiefe Leid nur weni lindern, das über Sie bereingebrocben isi. Möge die allgemeine Teil? "ab?“. Sie wenißstens Vor dem Zusammenbrechen unter dem schwemi Schickjaisscblage ewahren!“

Im Verbandsbquse des Deutschen Gärtner- verbandes, Luisenstraße 38, findet morgen und am Monta , Vormittags 11 bis Abends 8 Uhr, eine Blum ens cba 1: statt, d e an zahlreichen Beispielen zeiLen wird, wie Blumenschmuck mit ein- fachen Mitteln berzusiellen is . Daneben werden Blumen. Pflanzen, Obst und Gemüse in Musterexemplaren, mit richtigen Namen ver-

sehen, gezeigt werden.

Frankfurk a. M., 26. August. (W. T. B.) Die gestrige Stadtberordnetenversammlung bewilligte 50000 .“ für die Notleidendenin Rußland.

Stettin, 26. August. (W. T. B.) Die beiden der Reederei Kunstmann-Stettin gehörigen D a m p f e r . S v i on ia (4500 t.") und I n d u si r i a (3500 0), die im vorigen Jahre seitens der deutschen Regierung enteignet Waren, um an die Entente auögeliefert zu werden, sind von der Entente frei :; egeben und der Reederei Kunstmann wieder zugestellt worden.

Bad Ems, 26. August. (W. T B.) Der in der Kasxe des Ein- und Ausfubramts veruntreute Betrag ft bisher auf vier Millionen Mark fesigxsiellt worden. Einer der Haupttäter Namens Mellin, der seit einigen Wycben in Urlaub isi, sol] wb in Frankreich aufhalten. Die Nachricht, daß das Kassenbuch gefun en worden sei, bestätigt sich nicht. (Vgl. Nr. 198 d. Bl.)-

München, 27.Augufi. (W. T. B.) Fiir gesiern abend batten die freien Gewerkschaften und die sozialistischer! Betriebßräte unter der Parole: .Gegefn den ver- brecherischen Preiswucherund diepatstVe Resistenz der bayerischen Regierung“ in mehrere Lokale Massen- v e r s a m m l u n g e n zusammenberufen , die einen sehr stark“ Besuch aufwiesen. Es wurde eine Entf chließ ung gefaßt, m der ziim Ausdruck gebracht wird, daß die „Veteranen _ der Arbeit, die Kriegswitwen und -waisen sowie die Hinierbliebenen dem Untergang entgegengeben , Wenn dem ioawüttgen Verlangen der Landwirtschaft nicbt entge engearbeitet werde“. Dem Verlangen der Landwirtschaft na Weltmarktpreisen wird die Forderung nach Weltmarktlöbnen enigegengesteÜt und neben den

ärgerlichen Parteien im Reichstag die Regrerung_Kahr-Wußlbofer- Pöbner an der erneuten Teuerung als Mitschuldtge bezeichnet, die „011€ Verbrcchen am konsumierenden Volk iioch fördere rind untev- siüße“. Die Entschließung spricht schließlich der bayerischen Rs- ierung das s ärfsie Mißtrauen aus und gelobt, nicht eher zu'raiien, Zis den „gere ten Forderungen“ Rxchnurzk; Yetragen ser. Die Ver- sammlungswiter erwahnten darauf di? Tsi'ne mer, ruhig nach Hause zu gehen. Darauf formierten fich die Terlnebmer zu e i n z e 1 11 en Gruppen und marschierten von den Lokalen ab_. Fünf- bis sechstausend Mann zogen, Tafeln tra end, xoblend und die MarseiÜaiie fingend, ur Stadt. Der Zug ewegie Hi?) durck das „Tbai“ gegen den arie n laß , der dicht mit enicben an efülit und von der Neuhauser iraße durcb em Panzerauto_ ab- geperrt War. Polizeiwebr undScbußmannschaft trxeben die Leute auseinander, wobei mehrere Personerx verleht wurden. Aus der Menge ßel ein Schuß, der i_edoY „niemand ver- leßie. Es gelang schließlich, die, Meng; m dre Zitrnsiraßen zu drängen, die sei; jedoch hierauf wieder bet der Domkreibett sxmxmeLte und zum Bahnhof zo . Hier wurde sie von der Landespolizxi zer- streut. Ein bedauerlierr Vorfal] ereignete fichsum 1071 Uhr in der Nähe der Lukaskirche. Dort gab em unbekannter Zivilist sech Revolverscbüsse ab, die einen Man,]! töteten und einen schwer verleßtcn. Der Tatar isi entkommen. Nach einem a m t l i ck) en B er „cbt über die gestrigen Kundgebun en, wird die Gesamtzahl der Beteiligten aui" Mindestens 50000 es äßt. Die Veriammlungen nahmen emen ruhigen Verlauf. Dem be?0nnenen Verhalten der Polizei ist es zu danken daß es nirgends zu einem ernsteren Zusammenstoß kam, obwohl ÄngebHrige der Sicherheitspolizei mehrfa beschimpft und sy ar tatitch angegriffen wurden. Der Führer des republikanischen Rei sbundes, der ebe- malige Soldatenrat Schmaiix, mußte wegen fortgesevtek Aufreizungen gegen die Polizer v-erbaf et Werden.

Budapestj 26. August. (W. T. B.) Der gewesene Minister-

präsident Dr. A exander Wekerle ist heute abend im W. von 73 Jahrengestorben. * *

London,26.Augusi, (W.T.B.) Ein youLondon naB Brüssel fliegendes Posiflugzeug tft vier Meilen v Calais entfernt in lammeu aufgegangen. Di: der Opfer ist noch nicbt kannt.

Yaris, 26. August. (W. T. B.) Na einer HaUaSmekduno aus antes veranstalteten dort gestern ung äbr 1500 arbeits- lose Arbeiter und Arbeiterinne'n einen Umou , dem fie die Ytemationale fangen und Arbeit verlangten. S e ent- sandten eine bordnungÖkum Präfekten. Der Präekt veo- ipracb, ibr Gesuch an den inisier des Innern und den rbeits- minister weiterzuleiten. Eine äbnliYe Kundgebung von etwa 500 Arbeitswsen fand in St. Nasa re statt.

atis. 27. Augu (W. T. B. „Excva Te 0:5? 0:15:- WH WM....“ : *)“ .:::-95“ “.Mi: enera 2, em ran an S en : o Teixvn Stadtzerfiörtbabag “*“ «.-

Volkes an Ihrer Trauer au ' tigen Anteil nehmen.“