1832 / 179 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

“3385-11- „. '

._.-..-

.4- „*.; „„.-K *“

' ";ka“.-.*.-_-x«

*" ***.

Heer: und 6ten 93 Individuen in den Reihen der Insstrgenten

getödtet und 291 verwundet worden, worunter sich einige neu-

gierige Zuschauer befinden. Die Gesammtzahl der auf beiden Seiten Getödteten belief sch hiernach auf 166, die der Verwun- deten auf 635. .

Der Courrier franxais erinnert daran, daß Buonaparte nach dem Ausbruche der Verschwörung der Höllenmaschinx die- selbe Maßregel getroffen habe, welche die Regfér-ung heme gegen die ihr verdächtigen Männer aller Parteien ano'l'dnx. _ Das Journal du Commerce meint, die Reactionszejt von 1815 sey im Vergleich zu den ungeseßlichen Maßregeln des jelzigen Ministeriums nur eine Geringfügigkeit zu nennen.

Der in Nantes erscheinende „Ami de, la Charte“ und nach ihm mehrere hiesige Blätter hatten unlängst gemeldet, daß Hr. von Saine-Aignan sein Amt als Präfékt des Departements der Niederen Loire mit dem 20|en d. M. niederlegen werde. .Der miniüske ielle Nouvelliste erklärt heute diese Nachricht fürxun- gegr n et.

Die Königliche medizinische Akademie hat kürzlich dem Han.- dels-Miniscer ihren amtlichen Bericht über die im Jahre 1830 in Frankreich stattgehabten Schußpocken-Zmpfungen eingereicht; derselbe isi in diesem Augenblicke noch unter der Presse, Vor.- läufig meldet der Monéteur, daß die Ereignisse von 1830 und die darauf gesolgten politischen Konjunkturen die Fortschritte des Cinémpfens gehemmt hätten, Weshalb der Handels-Minisker jetzt an die Präfekten eén Rundschreiben erlassen habe, um diesen hochwéchtigen Gegenstand ihrer besonderen Aufmerksamkeit zu empfehlen. Zugleich giebt _das amtliche Blatt die Liste der- jenigen Aerzte, die fich im Jahre 1830 um die Verbreitung der Schukzpocken-Zmpfung am meisten verdient gemacht und die demzufolge den im Jahre 1823 au6geseßten Preis von 1500 Fr., so wie die 4 goldenen und 100 filbernen Medaillen , erhal-

ten haben. Det" Preis ist zwischen dem Regiments-Arzt De; *

morey in Guevrey (Goldhügel) und dem Doktor Labeöque in Agen (Lot und Garonne) getheilt werden. Unter den übrigen 104 Aerzten gehören nur 3 dem Seine-Departement an.

Großbritanien und Irland.

Parlaments-Verhandlungen. Unterhaus. Siz- zung vom 18. Juni. (Nachtrag) Auf den Antrag des Hrn. Stanley, daß fich das Haus in einen Ausschuß über die Irlän- dische Reform-Bill verwandeln möge, erhob sich Hr. O'Con- nell und trug darauf an, daß der Wahl-Census für Zbland auf 5 Pfd festgestellt werden möchte. Zur Unterstüßung dteses Antrages äußerte er sich im Wesentlichen folgendermaßen: ,

„Ich) bekenne, daß ick) wenig Hoffnyng _für den Erfqlg memes Vorschlages habe. Diese Befürchtung tsi exne der traurmen WU“- kungen der Verachtung, mit welxher man heer zu Lande 'auf die An- gelegenhcétcn Irlands blickt. Dre er|e_ange, welche_ bet dteser Ge- chenheét znr Entschexdmx_ kommen max:, xst dee, ob dte Wähxerschaft für Irlankx so zahlretch eZ, abs fie es belle seyn muß. Dres war ebenfalls dre erste Frage, die m Bezug au dtx Eng_!:sche Ne orm- Bt'll erörtert würde,. In England hat man dee Baus der W hlcr- schaft ungemcén anchedehnt, und man hat recht ethan. Wte sixht aber der Fall mit «yrlandx' Außer 6 Grafs a ten „hat mcht eme 601) Wähler. Es giebt 6 Grafschaften 01 Fr and,„dee mcht mehr als 300 Wähler: jede haben, wenn das Wahlrxcht, wee es die vorbe- qcndc Bcll besitmmt, auf die 10-Pfund-Fretsaffen beschränkt wxrd. Kn 7 anderen Grafschaften beläuft fich dre Zahl der Wähler mcht

“*

_bbher als auf 400, und in 5 anderen Grafschaften beträgt dieselbe

Uéclxk ganz 590- Die Zahl der: Grafschaftstähler wird außerdem dadurch beschränkt, daß diejemgen ausgeschlossen werden, welche Et- acnthum in den Rur stecken, die in den Grafschaften ltcgcn, bc- ü'tzen. Nach der höck) en Berechnung beläuft sech dxe Zahl sämmt- licher W:?) und-Wähler auf 19,000; utxd das soll dre Wähler (haft ciner Bev, kerung von 8 Mtlltoncn Etmbohner seyn? Das ollen die Vortheile seyn, wclche Irland von emer Whtg-Rxgterung zu crxvartcn bat? Irland hat tmmer mehr unter den Wbt 5 als ux:- m- den Tories gelitten. .Wenn es der „Zweck der Englcschen Bell 117, die Wählerschaft zu vergrößern, so :|, es dagegen augenschem- lich der der Irländéschcn, dtcselbe zu verrm ern. Gegenwäyttg :| cm Mann, _der ein Eigenthum zu dem erfor erltchxn Betrag m den Städten besitzt, kraft dtescs Etgcntbumes berechttgt, tt_t der Graf- schaft zu stimmen, während er_ zu glet_chcr Zett, wenn er m der Stadt wohnt, befugt M, in derselben 1x vottren. ;Der Gebrauch_so11 mm abgeschafft werden , txnd kern. tnwohner ctner Stadt, dex tn sich selbst eine Grafschaftxft,“ soll m Zukunft das „doppelte Stenxmyccht behalten. Es mag vrcllcccbt recht seyn, dexx Emwohncrn derjenegen “Städte, welche in sch selbst Grafschaften und, das doppelte Votum zu nehmen; warum aber sollxn andere Städte peffelben beraubt wer: den? Man sagt uns, daß dtcs gesYehe, um ch Engländer und Fr- länder in Bezug auf das Wahlre__ t guf glctchen Fuß zu üellcn. Décscs Argumente:“; bedient man nch emmer, wenn, es darauf an- kömmt, die Zahl der Wähxer u yerréngern, aber nee zu dxm etzt- gegcngeseytctx Zweck“. Mer „Zchemt es, daß alle Partetcn dte- ch Hauses rich _m der Abszcht begegnen, das leän'o-sche Vylk von allem wirkltcl)en_2[ntl)etl xm dex“ Repräsentanyn auszuschlte- ßen. Décs zeigt slch deutlrck) mcht allxm bet Allem, was Tie Regierung xricht gethan , so_ndem axtch bet Hem, wasse gethan hat. So hat ste z. B. der Umv'ersxtät tn Dubltn, wo keen ccnztger _Zé'atholék mitßimmcn kann„ zwe: Ncpxä'sentanten gegeben, obgletck) qerade in diesem Falle pte gegenwärtcge Vextretun „vollkommen .')énreichcnd ist. WaZ-„heeßt das anders, als „emen rc cgtbsen Unter- schr'cd machen und du: katholeschc Frage wwder hervorrufen, ab; ob die Bill. vom Jahre 1529 ga_r „nccbt „vorhanden wäre? Es tft vollkommen wahr, was schon etmgc Mtxgltedcr behaupxct haben, daß die Wahlberccksxgung von 10 Pfd. m Irland, so vtel hccßcn wüx'de, als 2.) Pfd. tn Englany. Man kgnn bet der so großen Beschränkung des Wahlrecbtes M Irlcxnd kexncn anderen Zweck ha: ben, als zu verhindcbn, daß dee Katholtken eme “zu große„Macht er- langen, und dies hctßt mtt anderen Worten , dte katholesche Frage wieder erwecken, * welcbe „längst begraben seyn sollte. Wynn das sehr ehrenwertbe 'Mttglted _Jegem'zber glqnbt, dczß dzcse Bill für Irland schlreßltcb seyn wer , so trrt er stel); ste werb ntcht allein nicht schließltct) seyn, soxtdern_ Has Land„mzch mcht fur: exne Stunde zufrieden stellen. Dae Mantßer bcfrcedtgen kerne ecnzxge Partei im Lande; ma_n verwctgcrt „den Katholiken jedes Zugeüändmß, weil sie Katholiken smd, und_ cntzrebt den ProtestantenKetwas, wer! sie Protestanten snd._ Aufßtesc W'exse cntfrcntdxn 17; „ck alle Par- 1eéen und schmähen ehren etgcncn Etnfluß., Es :| fem guter Grupd "vorhanden, Irland dte 5 Pfd. Qualtffcatton zu„vxrwe,tger_n. Dee- stlbe wird immer nur 90,000 Wähxer auf 8 Mtlltonen Etnwohner

n Wege bringen. Man hat mn“ frukzer gesagt, daß, wxnn :ck auf

mendemcnts solcher Art besiehen wurdc, dte,ganze„Btll verlorext gehen könne. Mag fie verlorexr gchext. Ickx ztehe; emen Nachthctl eéner Beleidigunéx _vpr, unde dtese Bell, tn threm jetztgen Zustande, ist eine grobe Be etdtgung fur Irland.“

Herr Stanley trat zur Bekämpfung des Antrages auf und ]agte: . -

„Ich wtll weder, noch habe fck ein ReYt dazu,. nach den Be- weggrunyen des gelehrten Metgltedes für, erry zu fragen. Ick zweifle "tchk- daß ck,!!! sehr daran gelegen :|, .die Sache der Reform zu befördern und em utes Vernehmen mit den erändrschen Pro- testanten herzusixllen;„ hört utxd Gelächtxr) ickqzwetße ntcht, daß es sein Wunsch ts, "d“ „fremxdltchüen Gesmnungen ztbtschenEngland und Irland hxrvorzubrmgen und zu unxerhalten. nnd.doch , wenn die:; seine Absichten,! snd,„gab es kyobl me emen Mann, dessen öffent- lécbcs Betxagen scene Prtvat-Wun che fo auffallend Lügen strafte. „Will er mtr etwa sagen, daß “' M t der Mann sey, der, bevor er

. einen S1 in déeem an e hatte und seit er denselben hat, und besonderstzseét dießctziz? Yerwaltung im Amte L|, kein Mittel un- versucht elassen hat, bei anscheéncnder Unterßußung des Gesetz'es, die Leiden chaften in der Brust seiner Landsleute aufzuregen; der, wah- rend er séch das Ansehen gab, Versöhnung zu pred: en, Alles aufbox, um die Uneinigkeit rege zu erhalten; der, xvähren er vor?]gb, hte Negierun zu unterstützen, keine Gelegenhett vorübergehen teß, 1x- des* cinze nc Mitglied der Verwaltung met Schmahungen anzugrec-_ fen, die ihnen zwar nicht zur Schande ?ereeckxten, wohl aber dem, der sie ausüieß, und der auf den Chara ter emes Gentleman An- spruch machen wollte. (Beifall; Hr. O'Connelbunterbrtcht den Red- ner.) Das ehrcnr'vcrthe Mitglied für Kerry xst „überaus empffnd- lich, wenn seinen Reden das geringste Hindcrmß tn, den„Weg gelxgt wird; es dürfte daher schicklicl) für dasselbe „seyn, mech mcht aux3 eme so unpaffcnde Weésé zu unterbrechen. Bet jedem Anderenek nnxe man es für beleidigend halten; _doch er macht auf das glauokltcye Vorrecht Anspruch, weder Belcidtgungcn xmpfangenyock) zufugxn_zu können. (Beifall und Gelckchter.) So lebhafttch auch ofttn,derOppojttton ewescn scynmag/ so habe éch'es doch nie versucht, den Pr:yat-Char_akter Zlndercr zu verunglimpfcn. Ick würde mich schämen,wenntch selbs? m der äußersten Hitze der Debatte gesagt hätte, daß ergend Jemand„ der unter einem Volke lebe, sich nicht darum kümmere, ob es m deeser „Welt vor Hunger umkomme oder in jener verdammt, sey. Wenz: ich mich solcher Worte in der 33in der Debatte bcdeeent hätte, jo, würde ich die erste Gelegenheit ergretfe„n, dzeselben zuruckzunehmen oder mich zu entschuldigen. Wenn tch ne geschrtebxn hätte, so würde ich mich für ermedrégt halten. Wenn ech deeselbcn aber ruhig und mit Ueberlegung hätte drucken lassen,“ so müßt; :ck dar- auf efaßt seyn, vor dem ganzen Lande als uberfuhrter LtbeUtü gc- bran markt zu werden. (Beifall.) Man gedenke nur der_Spracyc, der fick) das ehrenwerthe Mitglied für Kerry fortwährend tn Bezug auf mich bedient hat. Bei seinem zweiten Versöhnungxs-„Vcrsuchen hat er mich niemals einen Engländer genannt, sondern nur tmmer pen, seiner und der Meinung seiner Zuhörer nach, beschimpfenden Berna- men: der Sachse, gegeben; dies ist nubein Beispiel von dem Wunsche des ehrenwerthen'Métglsedes, dt'e Partetey mit einander auszusöhtxen. Was den Antrag des" chrenwcrthen Mttgltedcs für Kerry bctrefft, so beschränke ich mich für jetzt ganz cmfach darauf,“ mtch Hemselben zu wédcrseßen. Der ehrenwerthc Herr legt selbst so wcntg Werth darauf, daß er seine Rede mit einem fqlscben Antrag geschlossen hat. (Herb O“Connell hatte am Schlusse scenes Vorxrages anz Versehen gesagt, daß er darauf antrage, dcn 40-Schéllst-Fretsaffen das Wahlrecht zu verleihen, üatt seinen, eigentlichen ntrag , dcn Cen- sus auf 5 Pfund herabzuseßen, zu wxederholen) der gber eben so gut auf seine Rede paßte, als seme etgentlicbe Motton. Ick kann schließlich nicht umhin, das Betragen dcr Schottéschen,91ettgltcdcr dem des gelehrten Herrn “gegenüberzuskellen. Wenn sich Jemand über Ungerechtigkeit beklagen könnte, so ist es Schottland; was ha- ben aber die Schottischen Mitglieder ?ethan? Sie sagten, daß ste zu mehr bcrechtigt wären, dennoch aber ée Bill annehmen und ste gls eine Wohlthat anerkennen wollten. Aber das ebrcnwerthe Mrtglch sagt: Ihr habt uns etwas, aber nicht Alles egebey/ m_td ehe dcxs nicht geschieht, soll kein Friede in Irland eyn; tch well Euch an énrer//Maßregel hemmen und Euch jedes Hinderntß m den Weg c en. g Herr Hume bestritt die Meinung, daß das gelehrte Mit- glied für „Kerry es sich angelegcn seyn lasse, die Regierung zu be- schisnpfen und Irland in beständiger Aufregung zu erhalten. Der Zeitpunkt sey gekommen, wo alle geseßléche Mittel erschöpft wä- ren; das Vo1k müsse ]“th zusammenhalten und durch physische Gewalt einen thörichten Widerstand zu bezwingen suchen, Die Furcht vor der physischen Gewalt habe den Ka- tholiken ihre Rechte geficherr, und nie wären roße Rechte erlangt worden, wenn nicht das Volk sein kéßvergnügen kund gegeben und seine Kkäfte ge eigt hätte. Er be aupte, daß Irland nicht hinxeichend repräéentirt sey und im erhält- niß zu seiner Bevölkerung eine zu geringe Wählerschaft habe. Wenn die Reform in Irland eben so ausgedehnt wäre, wie die in England, so würde sich Niemand mehr beklagen und alle Aufregung ein Ende haben. Er unterstüße daher den Antrag des ehrenwerthen Mitgliedes für Kerry. _ Sir Rob. Peel sagte, daß ihm das, was das ehrenwerthe Mitglied für Middlesex von der physischen Gewalt gesagt habe, zwar nicht unerwartet komme, denn diese Ansichten des ebrenwerthen Mitgliedes segen nicht neu, daß er aber doch nicht umhinkönne, seinen ticken Unwillen über die Tyrannei auszudrücken, die man in Bezug auf die Regierung ausüben wolle. Das ehrenwerthe Mitglied habe die Kühnheic gehabt, es auszusprechen, daß man die Be,- rathungen des Parlaments unter déeKontroUe der phystschen Genmlk zu stellen gesonnen sey; wenn solche Lehrsäße geltend gemacht würden, so Habe es mit jeder Regierung ein Ende. Wenn man jeth die phy ische Gewalt zu Gunsten der Wahlberechtigung von 5 Pfund aufrufe, so werde man dies binnen kurzem wiederho- len, um den Census auf 2 Pfund herab uselzen und endlich ein allgemeines Stimmrecht eintreten zu la-T'en Er rache denen, welche von der physischen Gewalt sprächen, doch auf andere Länder zu blicken, um zu sehen, welche Siege dieselbe jetzt feiere, und welche Wunder sie in Be ug auf die persönliche Freiheit und auf die Freiheit der Presse Hervorgebracht habe. „Die phy- sische Gewalt“, s o schloß der Redner, „welche das ehrenwerthe Mit- glied fÜrIJTiddlesex in Anwendung gebracht zu sehen wünscht, ist der- jenigen ähnlich, die heute (am 18. Jurij), am Jahrestage des Nuh- mcs von Waterloo, den Herzog von Wellington, den Vollbrénger je- ner ruhmvollen Thaten, den Befreier von Europa, zu beleidigen sucht.“ (Lebhafter Beifall). _Hr. Crampton [as dem Hause eine Stelle aus einer Rede vor, Welche Herr O'Connell am 2-1. März 1831 gehalten, und worin er gesagt hatte, daß er mit der 10 Pfd. Qualification vollkommen einverstanden sey, und daß dieselbe nicht niedxiger seyn dürfe. Er wünsche, fügte er hinzu, von dem ehrenwerthen Mitgliede für „Kerry zu erfah- ren, ob er in dieser BeziehuTF falsch berichtet sey? _ Herr O'Connell: „Durchaus falsx“ _ So könne er, fuhr der Redner fort, nur bemerken, daß die Aeußerungen des gelehrten Mitgliedes nicht allein von allen Zeitungen, sondern auch von allen Mitgliedern, die damals den Vortrag mit angehört hätten, mißverskanden worden wären. Er hoffe, daß das ehrenwerthe und gelehrte Mitglied es erklären würde, warum er seine Ansichten so gänzlich geändert habe, warum er anfäng- lich dem 10 Pfund-Census seinen uneingeschränkten Beifall ertheilr habe und ihn ]“er auf 5 Pfund herabgeseßt wissen wolle. Möge das ehrenwerthe Mitglied diese ruhmvolle Inkonsequenz“, wie es dieselbe vielleicht nennen würde, erklären, wenn es könne. _Herr. O'Connell sagte, daß das ehrenwerthe und gelehrte Mitglied als ein vonommen falscher Zeuge gegen

ihn aufgetreten sey. (Ordnung, Ordnung.) C'r könne durch einen ,

Eid erhärten, daß er fich der Worte, die man ihm in den Mund lege, niemals bedient habe. Er könne aus den Briefen, die er nach Irland geschrieben, und die gedruckt worden wären, bewei- sen, daß die gegen ihn vorgebrachte Beschuldigung eine gänzliche Verläugnung der Wahrheit wäre.. (Ordnung, Ordnung.) Der Spre cher machte Hrn. O'Connell darauf aufmerksam, daß er fich unparlamentarischer Ausdrücke bediene. Herr O'Connell: „Z| Falschheit ein unparlamentaréscher Ausdruek ? “_ Der S p rech e r: Alles ist unparlamentarisch, was irgend ein Mitglied dieses Hau- ses persönlich beleidigt.“ _ Rach eini'gem heftigen Hin; und Herreden zwischen Herrn O'Connell, dem Sprecher und Herrn Crampton,

erklärte Ersterer endlich , daß es nicht seine Absicht gewes,n ein Mitglied des Hauses persönlich zu beleidigen. x Hunt sagte, daß man ihn verhöhnt und ausgelacht hab er behauptet, daß die Reform-Bills für England, Scho

samkeit beschuldigt hätten, daß die Zrländésche Reform-Bju Täuschung sey. Er werde den Antrag unterstützen, tveil dem allgemeinen Stimmrecht, dessen Vertbeidiger «( Hunt) sey,-etwas mehr nähere. .Bei der Abstimmung „_ ( wie bereits gestern gemeldet) der Antrag des Herrn O'C mit 177 Stimmen gegen 44 verworfen.

_ Unferhaus. Sihung vom 20.Juni. (Naeh Auf die Bemerkung, die Herr Stanley machte,- Wie .. send es von dem vorigen Redner (Sir R. Peel) gewes,n in einem Augenblicke, wo fich alle Parteien zu einer so Adresse vereinigen wollten, um Sr. Majestät ihre Anbän keit und ihr Bedauern über das letzte Attentat zu erkenn" geben, dergleéchen bittere Anmerkungen über Politik und ._ rung zu machen, entgegnete Sir Robert Peel, er bab: gesagt und wiederhole es, daß solche ..C'ret'gm'sse, wie der auf Se. Majestät und der auf den „Herzog v. Wellington, jenigen Männern zur Warnung dienen sollten, die einer Sprache bedienten, welche bei dem unwissenden

'des Volkes den schlimmsten, von ihnen- gar nicht b

tigten, Erfolg hätten. So habe das ehrenwerthe ] für Middlesex (Herr Hume) einmal gesagt, der Tag der sey gekommen. Sey es nun wohl ein .Wunder, wenn, „. der Vertreter der Metropolitan-(Grafschaft auf diese Wei" die phyfische Gewalt des Volkes appellirte, ein Unqu Mensch fich einbilde, er habe ebenfalls ein Recht, die per erlittenen Unbélden durch phyfische Gewalt zu rächen? Hume erwiederte, es sey eben so unzart, aks illiberal, die den König und den Herzog v. Wc_[lington gerichteten )( die er von Grund der Seele vcrabscheue, mit Worten,.- vor langer Zeit gebraucht, und über deren falsche Ausl.... sich schon einmal erklärt habe, in Verbindung zu b Niemand werde ihm vorWer-fen können, daß er jemals. same Maßregeln gutgeheißen oder dazu aufgefordert Sir Ch. Wetherell meinte, die von seinem sehr ehren. Freunde vernommenen Bemerkungen scyen ganz am rechte und zu passender Zeit gemacht worden. Nicht eine .. Frage habe er berührt, sondern bloß vor der Lehre gewarm, physische Selbsthülfe erlaubt wäre. Der sehr ehrenwenh, cretaic (Hr. Stanley) sey ein ganz trefflicher Debatten. denn ganz so, wie es die Kunst der Sophisten vorschreibe, er seinem Gegner (Sir R. Peel) Dinge in den Mund . an die er nicht gedacht habe. Auf diese Weise sey es" sehr“ fich selber Beifall zu verschaffen und den Gegner lächerlich machen. Sir Fr. Burdect sagte: „Es ist gewiß ung. u beklagen, daß sch in England Leute finden ließen, die [nfall auf die Person des Herzogs von Wellington sich geska dessen Ruhm und Ruf Volks-Eigenthum sind, und dessenN unsere Kindeskinder noch bis zur spätesten Generation nicht. Dankbarkeit werden nennen können. (Lauter Beifall.) Wie trübend ist daher der Gedanke, daß es jelzt, so kurzeZejr den gloryeichen Tbaten und ausgezeichneten Diensten jenes ßen Mannes, niedrige Menschen giebt, die so pöbelhafeve ren können, daß man sie in der That nur mir ihrekxgem* Naturen zu entschuldigen vermag. (Lauter Belfall.) Was. Elenden betrifft, der Se. Majestät anficl, so meine ich, daß, .. er nicht ein vollkommen wahnwéßigcr Mensch ist, er doch sichere' seltsame Weise überspanntesanéviduum sevnmuß. SeineMis kann dem Lande nichtzur Schande gereichen, da jedes Land dasu haben .kann, einen jolchen Menschen zur Welt zu bringen. nicht bloß gegen die erwähnten Angriffe protestirc ich, so auch noch gegen andere, die ich fast noch abscheulicherne möchte, und die einen unbeschreiblichen Widertvillen bei [ hochherzigen Engländer erregen müssen; fck meine nämlich niedrigen abscheulichen Angriffe gegen eine erhabenePe deren Geschlecht allein, wenn nicht schon ihre gesellscha- Stellung, einen Schuß dagegen gewähren mußte (Lauter fall), die Angriffe auf eine Erlauchte Dame, Welche max. Schande füt' alle Engländer, auf eine Weise zu beleidigenw von der ich in der That nicht weiß, Wohin sie am führen soll. Bei dem uns [eßt vorliegcüden Antrag- ich übrigens die Besorgniß nicht unterdrücken, daß 01! Augen des Volkes sowohlals in denen der auswärtigenM das Ansehen haben dürfte, als legten wir auf diesesEre' eine bedeutende Wichtigkeit, während es doch nur vermögk ner Beziehung zur höchsten Stelle des Staates wichtigfür ist.“ _ Herr Croker erklärte, daß er die Rede des eh; then Baronets mit großem Vergnügen angehört habe. tig sey der Elende, der den Angriff gegen Sc. Maj.- wahnwißig oder doch mindestens von einer fixen Idee 51-1“, Leider gebe es jedoch noch viele 'ähnliche Wahl!!" im Lande. Vor einiger Zeit sey Se. Majestät auf 5 Wege von London nach Windsor in Brentfm'd vom insultért worden, so daß der König sich veranlaßt gesshkn' den Weg, den sein Großvater, sein Vater und seinO immer zu nehmen gewohnt gewesen , jekzt mit cinemma1- ändern. Was sonst habe aber daran Schuld, als die hk **. Aufregung, und wer sonst, als die Minister, habe dieW tung, fie zu beseitigen? In einem Londoner“, Theater!", sogar so weit gegangen, den König und die Königin W. nische Darstellungen _ und nichts mache einen größer?" druck, als diese _ verhaßt zu machen. Ein ärgeresP ' als die Komödien-Zettel zu diesen Darstellungen, 9“? vielleicht nicht auf der ganzen Erde. Lord Z. Rus?“ " dem vorigen Redner bci, indem er bemerkte, dak; !"der

frage stel) nur, wie déeselbcn zu unterdrücken seven.

sprach fich mit Unwillen über die Angriffe aus, denen Maj. die Königin in einigen öffentlicher: Blättern aU worden wäre. Was das erwähnte Theaterstück betrxffs- stehe er, daß er davon zum ersken Male jetzt höre; 0“? ' würde es sich sofort zur Pflicht machen, mit dem Gss'ßdt schreiten, um dem Unwesen einer solchen der Haupksxei Schande gereichenden Bühne ein Ende zu machen. „( kl- Hcrr Hunt sagte, man wolle. auch diesmal ?“ “i Diebe hängen, die großen aber, wie. zum Beisptel dteöi Welche fast täglich die gröbsten Angriffe gegen d?" K "] die Königin enthalten habe, laufen lassen. C'!“ [We. schustig, den Her og von Wellington so auf der-Stlaßssoöuß folgen, wie es ge chehen wäre; daran aber sey Ntemzmd n die Times Schuld, welche fortwährend die abjcchlkchske

gegen den Her og enthalten habe. ' man jetzt den ßen eigentlich verbrochen hätten. Sir C'. Sugde"

es sey nur der allergemeinste Pöbel gewesen, der de"

und Irland dem Volke nichts weniger als genügen wa und nun sagten dieselben Personen, welche ihn der Ung

„. us dem Haag, 23.311111".

ein'ige schändliche Libelle im Publikum verbreitet wurde“ ck

ck rij Charles von

Lächerléch1bärecs ZRH?) snd [einen Publicationen Schuld gabe, Mayersd

ffen habe, während véeke achtbare Gentlemén .ären und

Sr. Gnaden den thätégsten Beisl so daß der_ Herzog_eégentlich im Triumphe u „, Ehrenbczetgungen m seinem Hause angelangt sey.

“x_„_

herbeisekom-

and geleistet nd unter den

(Nach

Debatte wurde die Adresse an den König verlesen und

aufe genehmigt.)

o„don, 22. Juni. Alle nöthige Vorbereitungen zur Auf-

. des Parlaments werden bereits getroffen; doch wird dieses

wohl nicht vor Oktober oder November eintreten kön-

die Regierung hat Grund, chen.

sch sehr günstige Wahlen zu

in Courier aus St. Petersburg soll dem Fürsten Liewen -t. Andreas-Ordcn und dem Grafen Matuschewicsch den St.

oer-Newski-Orden überbracht haben.

.eneral Graf v. Woronzow, Vorgänger des Fürsten Liewen em Botschaftsposten am htefigen Hofs, ist, 88 Jahre alt, r Graf v. Scarborougbx 76“ Jahre alt, hier gestorben.

us Dover wird untcrm 21ften d. gemeldet:

rand kam heute um halb 12 Uhr mit einer

„Der Fürst

n zahlreichen *

chi,“ an und stieg in „Wright? Hötel ab. Die Véswunteß

ille. mit ihrer Tochter kam zu gleécher Zeit an.

ein begierig, Den Fübsrcn zu sehen, und die meisten der . von Rang, 1vclche m der Stadt wohnen, hatten sich vor

.ötel versammelt.

Die vor dem Hause ausgestellte Ehren-

belebce dicse Scene dadurchnoch mehr, daß das IITUsikchor n mehrere Lieblingsstßcke ausführte. _ Als der Fürst sich [31 Uhr nach_ dcm Cit1schiffungs-P[aße begab, fand er wieder eine Ehrenwache unter dem Befehl des Obersten aufgestellt, und als er das Ufer verließ , feuerte die Gar-

die Anzahl Kanonenschüs'e ab, 'ter und seinem hohen Range gcbübrten.“

die seinem diplomatischen

eber den Invaliden Denis Collins“, der den Stein nach znjge geworfen hat, erfährt man noch, daß er, seiner An- ufolge, an dem Tage seines Verbrechens für einen Shil- den er am Morgen erbettelt, Bier getrunken habe. Er

igens von London gekommen und hatte in W zugebracht.

einer Hütte

Es wurden bereits mehrere Zeugen ver-

ndvercidigt, worunter Lord Fißclarence, der den Kiesel-

.rzciqte, dessen Ecken geschärft waren.

Die' Magistrats-

en fertigten ex'nen Befehl aus, wonach der Gefangene in erker zu Readmg abgeführt wurde, um nächsten Dienstag

*-

. Session zu Workingham in Buckinghamjhire wieder vor-

t zu werden.

Ueber den Charakter seines Verbrechens isk

och nicht einig, doch nzird er wohl dcs Hochverraths be- gc werden, da es nach reinen eigenen Aeußerungen keinem [unterliegt, daß er sich einer tödtlicheren Waffe würde haben, wenn er fich eine solche hätte verschaffen können. rKönig ist seitdem gestem wieder in Ascot gewesen und

m lautesten Enthusiasmus begrüßt worden. ; MW

Zeitungen aus Jamaika bis zum 4.

Mai einge.-

. Die gesckzgebende Vcrsannnlung ist vom 28. April bis

9. Mai prorogirt worden. [cher der Gouverneur die Sißungen schloß: crren dcs Rathes, Herr Sprecher und

mmlung! Ich schätze m'xck) glkuklécl), Sie von

Nachstehendes ist die Rede,

crrcn ber cn Arbccten

csston bcfrcrcn zu. können, déc, dyrck) dic Nothwcndigkcét

aßt, zu ctncr ungcxtgnctcn Jahm-chct zusammenbcrufen wor-

M, .und, 1vc„lck)cTnch durch dre [ck_ztc unglückliche Rebellion

öhybcb m, dre Lange gezogen hat. - « Ich habe der Stcmpel:

meme Zuütmnmng verweigert, weil „dtcse Bill gewisse: Vcr-

ngen cmcr so „Jroßcn Abgabe untcrwrrft, wie es gewiß nicbt .!

bjicht war.

a die Akte, welchc jetzt in Kraft ist, erst am

.? des Jahres, ck_lt'scl)t, sy hoffe ich nicht, daß die Bcrwcégc- refer Bxll mct trgcnd ctncr wesentlichen J-nkonvcnicnz ver- seyn wrrd. __ „Herr Sprecher und Herren der Ver: lung! Ich erkenne anf dasxDankbarstc dic Bewilligungen,

Sic gewährt haben.

Die für die Unterhaltung der Armee

gten Smnmcn scheinen der Regierung Sr. Majcüät genü-

*,

und wcrdctYsécb „als näßléckv (M' die Kolonéß bewähren. _ uke Ihnen für dtc nnemgcschränktc Aufmerkmmkcit, welche

11 öffentlichen Geschäften gewidmet haben.

“Jm Namen Sr.

tpwrogérc écl) jetzr die" Versammlung bis" zum 2917er: Mai,

dieselbe demnach hierdurch vrorogért.“

ée folgenden Beschlüjse wurden von Herrn Guy vorge- ." und am 27. April von der Versammlung“genehmigt; ehen fich auf die Deputation, Welche im Begriff ist, sich ' gland ejnzuschiffen, und lauten folgendermaßen:

'daß die Kommission, welcbe ernannt worden

ist, sich nach

zu beqeben, um unsere Beschwerden zu den Füßen des

nieder ulegen, Sr. Majcüät Méniüer

die verderblichen

dxr Po Zttk vorstcllctx soll, welcbe kürzlich in Bezug auf meen bcxolgt worden 117; _ Haß die besagte Kommission an- * wcrden soll, alle Mtttel, dte tbr zweckmäßig scheinen, an- n, txm „bctden ParlamentsUHäusern die ndthige Aufklärung wrxklrchrn Zußand unserer Sklaven zu errheilen; _ und F0) em Allgenwrycn, du_rch alle m_,threr Gewalt stehende . dem 11müchgreesen derxcnegcmAnjtcbten in Großbritanien *t-en soll, wel_che an d_er Rcbcllxon unserer Sklaven Schuld en und uns 1elbst glctck) gefährltcb und vcrdcrblich sind.“

er durch die Sklaven

bei dem [eßten Aufstande angerich-

-aden beläuft sich, nach ziemlich genauer Abschä un , au 28 Pfd. Sterl. (circa 8,936,396 Preuß. Thale?) g f *r Globe meldet von den Azoren, es sey dort eine 'efischb Fregatte von 20 Kanonen, die am 13. Mai vom cc Ausklartrung nach Rio-Zaneiro abgescgelc wäre, ange-

* und habe sich für Donna Maria erklärt.

Niederlande.

Se. „K. H. dek Prinz von

. wird heute [)ka aus dem Hauptquartiers erwartet, um abtnetst'athe betzuwohnen, nach dessen Beendigung, Se. wxe man vermmmt, wieder zum Heere zurückkehrenwird.

„Journal de la Have liest man: „Jedermann erin- ' noch der skandalösen Debatten, wechze die Belgische * ton, Hrn. v. Brouch-re an der Spiße, bet“ Gelegénheit

ntan erhob, dessen_ späteres Betragen die Regierung so 1 znen rechtfertigte, dee es im Interesse der öffentlichen Ord- B r nöthtg gehalten hatte, ihn aus dem Lande zu schicken.

--o die Belgische Revolurion vollendet c' wo die o 9- Freunde der Freiheit ihren Zweck errekzcöt, d. l). LH'ZW tejlen erlangt'haben, was geschieht nun? Zwei Franzo- „m den Zunt-Tagen verwundet wvrden sind, kommen von

tn Brüssel ohne die Gränze

1";-

zUl'Ükk- _ Man

P?itglicber dcr Gencralskaaten, mkett aufbxeten werden,

PWM"? an, und die Polizei bringt _ „. glaubt vielleicht, Bronckare und seine Freunde, dje vor- von neuem um der Belgischen Nation zu

ihre

, daß die Constitution verletzt und die persönliche Frei-

*.

t Füßen getreten worden

stumm geworden, nicht eine einzige

- und kaum schreibt ein einziges Belgisches

sev ? Gott bewg

re! Deese

er Repräsentanten-Kammer zu Gunsten “jener Fremden Journal eie

Man war

nig?

aus*:

- .*«q-w-«w *M-“WWMWX “_“ “.? . -“ .. . . ...,-sx“. '. , __

19 '

Zeiten zu ihren Gunsten, so ruft der Mo „„Als ob die Gesetze der Poli ei und der

n éteu r B e [g e Sicherheit nicht

sowohl auf einheimische als" auf andere ürger Anwendung fänden; als ob wir, bei Einführung der pers önléchen Freiheit,

saß der Sicherheit in administrativer ten ?“ “_ Wir smd ganz mit dem M o ni teu r

den ; aber wir müss en ihm ins Gedächtniß zurückrufe

ru,".g des Königs Wilhelm in der Sache Fontan's

führte, und daß die jeßigen Patrone des

auf jeden Grund-

Hinscht Verzichc geleistet hap- B e l g e einverstan-

n, daß die Regie-

dieselbe Sprache Moniteur Belge

dessenungeachcet zu jener Zeit den Versuch"machten, das Volk ge: gen die Regierung aufzureizen, weil dieselbe von einem Rechte Gebrauch machte, dessen Ausübung fie selbst jetzt zu vertheédégen gezWUngen smd. _ So ist es fast mit allen angeblichen Beschwer- den„ welche der beklagenswerthen Belgischen Revolte zum Vor; wand gedient haben.“

Brüssel, 22. Juni, der Repräsentanten-Ka

ge nachstehenden Bericht: _ „Der Minister

tigen Angelegenheitenb

Ueber dqs gestrige geheime Comité mmer gtebt das ORemorial „Bel-

der auswär-

estieg die Rednerbühne und erklärte,

daß er keine offizielle Mittheilung der Protokolle Nr. 64 und 65

erhalten

habe, daß er aber der Versammlung

zwei Aktenstücke

mittheilen würde, die so zu sagen die Grundlage derselben bil- deten, und in Folge welcher die Protokolle abgefaßt worden wä- ren. _ Die erste dieser Roten bildet den Anhang 8. zum 65ten

Protokolle", und die zweite ist

zrm'i

die Antwort der Kon

Noten des General Goblet. _ Der Minister sagte, daß, nachdem er von der Rede des Holländischen Finanz-Ministers, worin derselbe fich zu der Aufnahme der leßten Vorschläge der Folländéschen Regierung von Seiten der KonferenzGlÜck wünscht,

enntnéß erhalten, er gewünscht habe, die wörtliche Antwort der

Konferenz auf jene Vorschläge kennen zu lernen , gelungen sey, sch auf indirektem „Wege eine Abschrift zu ver.- schaffen, für deren Authentizität er sich übrigens verbürgen könne.

Folgendes ist im Wese

datirten Note:

„Die Konferenz erklärt, daß se

15. N

ov. Verpflichtungen

und daß es ihm

ntlichen der Inhalt dieser vom 11. Juni

1th durch d(n Traktat voxn ge cn Bclgten und setnen Souveram

übernommen habe; daßse m )tsthun und sich auf keine Unterhand-

lung cinlaffcn könne, dre jenen Verpflichtungen zuwiderléefe. durch _den Traktat vom 15. No nen kemxr Erörteryng mehr an ser Beztehung Yetnc Unterhandlungcn

Die

v. definitiv festgesetzten Punkte kbn- tcrworfen werben und daher in dte- stattfinden.

Die einzi cn

Punkte, welcbe emer Unterhandlung fähig find, sind die vorbeha te-

nxn _Artékel; dies.; Unterhandlungen müssen dtzrch ctnüemmungezwückxn Holland und Belgeen

u , Traktatxs muß „in Dre Konferenz schlteßt damtt,

dcr

gebracht werden.

ganze rige Tbctl des

gegenseitige Ueber- geführt werden;

Ausführun dem König?

von Holland vorzuskellcn, wie sehr er die Lage der Holländischen Ngtton durch neue Zögertxngen exschweren wurde das;, wenn Honand mcht bts zu emem nahe bevorstehenden Termin

von den neuen Erleichterungen,

; ße fügt hinzu,

welche ihm offen gelassen seyen,

Gebxauch gemacht hätte, fie es nicht veyhindern könne, daß daraus dxe ubelsten Folgen für Holland hervorgengen. Unter diesen würde

st

ck in erster Linie beändcn, daß man Belgien die rücküctndé en

thlungen der Schuxd vom 1. Jan. 1832 an erließe, _ eine r- lctchterung, welchc dre KoxFerenz für btlleg hielte, weil die Zöge- a

rungen des Königs von Ho sachten, tndem es

zu erhalten.“

Nachdem der Minister die er die Antwort der Kon Goblet überreichten Roten folgen. _

nd Belgien unnütze Ausgaben. verur- gezwungen sey, ferne Armee auf dem Krtegsfuße

ses Aktenstück verlesen hatte, ließ ferenz auf“ die beiden vom General Die Konferenz bestrei-

cet in ihrer Anxwort den Sinn nicht, den die Belgische Regie- rung der_Ratiflcation Rußlands gegeben hat, Gegenthetl den Belgischen Bevollmächtigten wissen, daß fie enk-

scheidende Schritte

bei dem Könige von

sondern läßt im

Holland gethan hat,

um zu bewirken: 1) daß die Räumung des Belgischen Gebie- tes _zu_ejncr festgeseßten Zeit erfolgt sey; 2) daß Frechen auf der Schelde sowohl als auf der Maas hergestellt

werde; theile freundschaftliche U diejenigen Artikel zu mod Ausführung darbieten.

die vollständige

und endlich 3) daß nach der Räumung der Gebiets- nterhandlungen stattfinden sollen, um ifiziren, welche Schwieri keiten in der _ Am Schlusse seines ' ortrages be;

merkte der P?inister, daß ,das 66ste Protokoll ausschließlich der Angelegenheit des Herrn Thorn gewidmet sei,); daß die Kon- ferenz, nachdem sie darin ihr Bedauern über die Vergeblichkeit

ihrer drückt habe, slch direkt an den Deutschen dieser

Bemühungen zur Freilassung des

errn Thorn ausge.- und wende, damit

den Kommandanten der Festung Luxemburg mit den nö-

thigen Vollmachten zur Freilassung des Herrn

Die Bevollmächtigten Oesterreichs und Preußens haben-es" über;- Konferenz dem Deutschen Bundesta e

nommen, diese Note der Diese Mittheilungen haben einen se r

zugehen zu lassen. _

Thorn versehe.

günstigen Eindrmk auf die Versammlung hervorgebracht. Ein

Mitglied fragte den Minister, Konferenz dem Könige von Holland Werpens geseßt habe.

es sey der 20ste Juli.“

Das, was man für die Protokolle Nr. 67

ob er den Termin kenne, den die für die.Räumung Ant- Der Minister antwortete, daß er glaubt,

und 68 genom- _

men hat, sind nur Anhänge zum 6617en Protokoll.

sch i e d ene Blätter erschienen.

ihrem Bkatte, daß der Minister des Innern ihr der Kammer-Verhandlungen vorenthalten habe, leeren Spalten rechtfertigen müsse, die der alte Moniteur enthält.

Der diese

neue Moniteur

(in einer anderen Offi in Verhandlungen z

Blattes neu organisirt Werden würde.

Die Polnischen

Flüchtlinge Niemojowski

Von dem Belgischen Moniteur sind heute zw“ ver. Die bisherige Redactéon erklärt in

die Mittheilung

welches die fünf

gedruckt) theilt

mit und Zeigt an, daß die Redaction des

und Biernazké

find vor exnigen Tagen von hier nach London abgegangen, um | be: der auf den 26|en d. im Unterhause angekündigten

daselb Debarxe über die Polnische Sache anwesend zu seyn.

ben hter in Fran ösischer Sprache eine kleine Schrift lassen, die fie na

theilen. Neuerdings sind übrigens mehrere ehemals Polnische

London mitgenommen, um

Sie ha- drucken fie dort zu ver,-

Offiziexe in die Belgéschen Regimenter eingetreten.

Von gestern auf heute hat fich in Brüs s ek kein neuer Cho-

lerafall ereignet. _ Zn Genc ist die Cholera im Abnehmen. Am 17ten erkrankten daselbst 84 Personen, am 18ten 75, am 19ten 44, am 20sten 38.

„München, 22. Juni. völltg zuverläsfige Nachricht

Deutschland,

(Nürnberger Korresp.) Als kann gemeldet werden, daß Se.

Durchlaucht der Feldmarschall Fürst v. Wrede die allerhöchste Beskcmmurzg erhalten. hat, sich nach dem Rheinkreise in der Ei- genschaft emes Hof-Qommissairs _ d.“ h. eines außerordentlichen

Civil-

nigl.

un„d_Militaér-Commijsairs der Regierung ONmtsteréalrathe v. Zenetté zu begeben.

"- Mit dem Kö; .Der Fürst soll

mit den auszzedehntesten Voélmachten zur Herstellung der Ruhe

und Geseßléchkeit in jenem Kreise verse

nächsten Tagen zur Abreise anschicken.

en werden, und sich in den

ferenz auf

, det

Augsburg, 23. Zum“.

(diesen Briefen zufolge) noch , Gendarmen an der verschlossenen Vordertk) r pochten ; sie fanden, als

ik)

nen endlich geöffnet Ward,

Schwelle der Hinterthür den

tel des Gefiüchteten. regeln der Behörden zu haben, obgleich übe

Mehrere

nach Privat-Bréefen die (b Verhaftung des ])1'. Wirth zu

Die Allgemeine Zeitung mekx

ereéts auf anderem Wege bekannte) . Homburg. ])1'. Große flüchtete sich durch eine

interthür, während die

das Bett noch warm, und auf der in der Eile Nirgends scheint die die geringsten Hindernisse in den Weg gelegt rallAufrufe an die Bewohner, fich zu bewaff- nen, ersol ten„was auch in ganzen Distrikten gesch ememden hatten gegen die jüngste Erklärung des Kömgl.

urückgelassenen Man- evölkerung den Maß-

Gesammt-Ministeriums Protestationcn eingelegt, die im heftig-

sten Ton abgefaßr find. des „Kantons Dürkheim, aber nur mit Hinweglassu

Redaction erklärt, nicht eine Die Neustadter Protestation zuvor weggenommen worden Way, cirkulirt lithographirr und wurde überall hin verbreitet.

Rheinbayerschen Anzeigers,

fails" unter den Verhafteten.

(heißt es in der All richten über ben bereits erlassen seyn. General-Commissair in den Brannschweig, 26. Zum“. Vorgestern früh zog die hiefige BürZergarde mit klingendem Spiel und in voller Uniform vor hor hinaus, um die Verlesung ihres neuerlich erlassenen Auf dem Excrzierplakze in deren JNitte die aus gergarde selbst gewählten Vorleser hervortraten. Es Aufmerksamkeit während des mehr als der nur zuweilen durch Zeichen des f: Hört.“ unterbrochen wurde. Bataillon ein lautes: Hoch dem Her- des'en beständige Wiederholung am

das Reglements im Au angexangt, bildete d der Bär herrschte die gespannteske halbskéndigen Vortrages, Beifalls oder durch den Nu Schlusse wurde von jedem

Jog Wilhelm! ausgebracht,

esten bekundete,

Als die wichtigsten meine Verpflichtung am Dienste in der dem_Bürgereide Festvehung

in Thätigkeit treten soll.

„Die Untersuchun Verschwörung schr

Die

tigkeit vor; schon sind zwei den insgeheim geschmiedeten

die Reihe der darauf erfolgte seyn, denn abermals ver leiher Freitag als Mit der Rechte,

Buchdrucker Rost,

geben werden und die Verhafts-Bcfeh , Feldmarschall Wrede geht mrt einem Rheinbreis.“

szuge zu vernehmen. as" Corps zwei Kreise,

Punkte des Reglements erschienen: Einwohner zur Theilnahme _ die Einführung eines mit zu verbindenden Bürgergardisten-Eides, _ die gelmäßigen Ausrückens der ge- edenen Zeiten des Jahres, _ Ruhestörungen, bei denen die Anwen- zwcckmäßig erscheint, die Bürgcrgarde

aller städtischen Bürgergarde,

eines mehrmaligen re sammten Bürgergarde zu verschi die Bestimmung, daß bei dUüg des P?ilétait's nicht

eiter mit an

Eine derselben, von den Bewohnern bringt die neueste Speyerer Zeitung, ng mehrerer Stellen, um sich, wie die 1“ neuen Beschlagnahme auszusekzen. , wegen deren das Blatt den Tag

Der Redacteur und Verleger des befindet sich gleich- „Auch Schüler, Savoye und Geib gemeinen Zeitung weiter) sollen den Ge- le gegen diesel-

daß es hier gewiß keine [cere Form war. _ die allge-

hiesége (Deutsche National-) Zeitung meldet: g gegen die Theilnehmcr an der entdeckten geskrengter unausgeseßter Thätig- Monate seit der ersten Kunde von Plänen verstossen, und noch scheint n Verhaftungen nicht zu Ende zu nehmen wir, daß der hiefige Pferdever- schuldiger eingezogen, auch der Kandidat Augustin Schäfer aus Gandersheim, als der Ver-

fasser eines überaus boshaften, gegen die Regierung gerichteten

und offen in der N einiger Zeit gefundenen, jedoch unter falschem Namen geschriebe- estge Gefängniß abgeliefert worden.

Der Abgeordnete von Hall, Ober- Wangen, hat (wie ein hiesiges ren ständischen Ausschuß unterm g der abwesenden Mitglie- usschujses gestellt, damit der" volle Ausschuß

nen Briefes, in das hi

Tribunalrath Hufnagel c'n Ell Blatt meldet) an den enge auf Einberufun

2.

der des ständischen

Stuttgart, 22. Juni.

Juni den Antra

ähe von Göttingen auf der Heerstraße vor

sTch über ein Konzessionsrecht dcr Staats-Regierung zur Heraus".- gabe politischer Zeitungen, wie es gegenwärtig gegen den Hoch- wächter geltend gemacht werde, welches mir der durch den §. 28 der Verfassungs-Urkunde gegebenen vollen Preßfreihcit unvereinbar sey, berathe, da die Erörterun

Wichtigkeit sich für den vollen" Auftrag des ständischen Ausf geordneten-Kammer,

antwortet,

dicses Gegenstandes vermdge seiner usschuß eigne. chusscs der Vice-Präsident der Ab- v. Cotta, unterm 13. „Juni ablehnend ge; da der Ausschuß die Anficht des Antragstellers nicht

Es hat jedoch aus

richtig und in den von der" Regierung getroffenen Verfügungen

keinen Grund Uebrigens erke

zu alsbaldigen ONaßnahmen des Ausschuffes finde. nne der Ausschuß den allerdings bedauerlichen Zu-

stand der Gesetzgebung über die Presse an, welche weder gegen

Willkür, noch gegen DJ Er werde der künftigen besserung dieser Gesetzgeb lich der befinden werde,

?ißbrauch genügenden Schulz crtheilc. Ständeversammlung Anträge auf Ver- ung vorlegen, unter denen sac!) nament- daß die Redaction odcr Herausgabe einer

politischen Zeitung Keinem versagt werden könne, der sich nicht durch Vergehungen gegen die Gesetze unwürdig gemacht habe

Oesterreich.

Wien, 18. Zum“. (Allgemeine Triest vom 14ten d. melden, herzogén Marie Louise, Her o

?)indert war,

Wechselfieber bis dahin ver

hierher zum „Be

die beabsichtigte Reise

suck) Ihres Durchlauchtigsten Sohnes" anzutre-

ten; die Abreise von dort war deshalb auf heute den 18. Juni

verschoben worden.

Die Krankheit des Herzogs von Rcichsradr

nimmt eine immer besorglichere Wendung; die neben hcfciqcn Fieber-Anfällen zusehends Überhandnehmende Schtbächc macbr beinahe jede Hoffnung auf Erhaltung seines Lebens schwinden.

Italien.

der Ereignisse in Ankon dinal-Staatssecretairs a die Convention vom 16. April ür vcrlc baldigen Abzug der Französischen Truppen aus Sie stülzt ihre Forderung eine daß es der Franzöfischcn Regierung en Rechten zu unterstützen, ß die bloße Anwesenheit Fr Ankona schon hinreiche, um jene Rechte u beeinträchtigen. täten des“ Papstes haben Ankona geräumt einem einzigen Polizei-Commissair überlavscn. regel vermieden werden können, so würde die gesinnten,welche, nach der

d.

klärt und den als Ankona verlangt. Voraussehung, sey, fie in ihr Erfahrung, da

in

fährden und z

Wesen seyn. Die Gut

Rom, 14. Juni.

Die Päpslicl)e_Rc_qierung hat in “Folge a vom Zten b. durch eine Note dcs Kat"- n den Frau östschcn Botschafter“ vom 6th kzt und aufgehoben er:-

gierung, die bei weitem größereZahl der Einwohnet'ausmachen, sind

d“er Rache und Willkür

ben und haben auchvon den Fr

diese, um stch nicht den Vor

zuziehen, sich, ohne durch keiner Polizeimaßregel verstehen. _ puppen stehen vor der Stadt und halten dtejelbe 0100110111 blo-

?“

von M

die

ördern und Unruheüiftem preisgege- anzosen keinenSchubzucxßyat'tcn, da wurf unberechtigter Cfmmychung zu-

Re icrun aufgeforderx zu seyn, 9 Viel“? Bataillone Päpstlicbcr

ehen seyn soll.

Am

Zeitung.)- Briefe aus daß Ihre Majestät dre Frau C'r'z- gin von_ Parma, durch ein leichtes

rscits auf die Ernst damit andererseits auf die. anzösischer Trapper: fortwährend zu ge- Die Karabiniere und Autorik ; die ganze "Stadt ist Hätte diesc Maß- s zuträglich“ ge- Versicherung derch

-------