1898 / 59 p. 8 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 09 Mar 1898 18:00:01 GMT) scan diff

Alg. Hanssen (Däne) bemerkt, daß in Nordschleswi ähnliche Scbulzustände herrschten, wie sie die Po en in- Bexug auf ofen und Westpreußen geschildert hätten. Man babe dänischen Lehrern dix Konzession versaf weil sie dänischen Vereinen angebdrien. Dabu eböre der dänJs e Lese- und Schreibunterricbt garnicht zu den nterrichtöqegensiänden der pre11ßische_n Schulen» Der Minister möge in dieser Frage eine feste Steüung einnehmen.

Minister der geistlichen 2c. Angelegenheiten ])r. Bosse:

Ia, meine Herren, auf diese bestimmte Frage des Herrn Ab- geordneten bin ich ibm, glaube ich, eine Antwort schuldig." Wir find im allgemeinen mit dem Gang, den die Bekämpfung der dänischen Agitation in Nordschleßwig genommen bat, sehr zufrieden. Das Votum der sch1eswig-bolsteinifchen Synode ist für uns ein erfreuliches Zeichen, daß in den weitesten Kreisen, auch in solcbcn, die früher zweifelhaft gewesen sind, mehr und mehr das Vertrauen ge- wachsen ist- daß die Svkackdenpolitik der Regierung in Nordschleswig richtig ist.

Es ist wahr, daß wir den dänischen Privatunterrickxt dort in Nordschleswig im Ganzen und Großen bekämpfen. Das thun wir deshalb, weil dieser Privatunterricht in der dänischen Sprache noch wesentlich das Gepräge trägt einer Maßnahme der dortigen politischen, dcutschfeindlichen dänischen Agitajion. (Sehr richtig! tech1s.)

Ick) kann daher die Frage des Herrn Abgeordnejcn (nicht generell _dabin beantworten, daß wir jeden dänischen Sprachunterricht verbieten werden, auch nicht, daß wir den dänischen Sprachunterricht in Zukunft zulassen werdkn, sondern ich kann nur sagen, wir werden in jedem einzelnen Falle es kavon abhängig machen, ob wir die Ueberzeugung gewinnen, daß es sich hier um eine Maßnahme dänischer und deutsch- feindlicher Ngijation handelt. Wo das der Fal! ist, werden wir den dänischen Sprachunterricht nicht zulassen, weil er in der That ein Ge- biet_berübrt, das auch in die Aufgabe unserer Vo1ksschu1e gehört.

Abg. Hansen-Oldenbur (fr. kons) schließt sich diesen Aus- führungen an. Es müffe end ich Friede in Nordfcbleéwig einziehen, und die Dänm müßten einsehen, daß sie mit ihren Agitationen ihren eigenen Landslcuten schaden. Wenn die Herren Johannsen und Ge- nvffen von Landsleutxn sprächen, so hätten sie wohl die Nationaldänen im Auge, deren Beifuß fie fänden und für die sie sprächen, obwohl

e hier im Abgeordnetenhause iäßcn und den Eid auf die preußische crfaffung geleistet. hätten. Die Regierung müffe auf die dortige Verbeszung em wach1ames Auge richten.

Abg. Fuchs (Zentr.): Der Abg. von Evnern bat die beweislose

Behauptung aufgestaut, daß ich sozialdemokratiscbe Reden gehalten babe.

at er je eine Rede von mir in einer Volksversammlung gehört?

itiers bat er sie nicht. Ich fordere ihn auf, ssine ebrenrübrige Be- hauptung zu belegen oder künftig solche Auzapfungen zu unterlassen. Wir sind iüx die Rechte und Pftichten der Arbeiter so gut wie für die der Arbeitgeber eingetreten, und das werden wir auch ferner thun. Herr won Eynern hält die Redemvtoristeu für gefährlich, und doch hat er nie einen gesehen. Ueber die Tbäii keit der Jesuiten haben fich Landrätbe sehr günstig anklgesproclxn; e hätten die Staatsautorität gestärkt und für die Mäßigkeit gewirkt. Eine exceptionelle Behandlung verlangen wir. nicht, sondern nur die Gleichberecbtigung, wie sie uns durch ein Körngßwort verbürgt ist. Tausende von Ordensbrüdctn essen noch das Brot der Verbannung; sie sind dazu Verurtbeilt ohjqe Recht und Richter1prucb. Wer bebauvjet denn noch, daß der Erzbischof von Köln Stroh geflochten habe? Behauptet wurde nur, daß er in den Listen als Strohficchter aufgeführt Worden ist. Wahr ist aber, daß der Erzbischof in Geseüsckyaft Von Verbrechern spaiieren geaangen ist, daß ein Mörder ibm bei der beili en Messe gedient hat. Für die be- sonnene Art des Abg. Von Pleiten erg, mit der er die konfessionelle Frage erörtert hat, bin ich ihm dankbar. Möge dieser Tor: im Evangelischen Wunde die Re el werden!

Abg. von (*Tynern (nl. : Der Abg. Fuchs bat die Richtigkeit meiner Behauptungen über den sozialdemokratischen Charakter seiner Reden beute selbst bestätigt. Aber ich nehme meine Paraüele zurück. Kein Sozialdemokrat würde sub so ausdrücken, wie es heute Herr Fuchs FSM"! bat. Er hat die Sozialdemokratcn übertrumpft.

A g. Dr. Porsch: Ich will es der General-Synode nicht ver- argen, das; 2 gegen die Cncyklika deg Papiies Widerspruch erhoben hat. Die rotestantcn nehmen bei der geschicht11chen Darstellung katholisckper Dinge doch auch kein Blatt vor den Mund, ohne daß der Kultus-Minister dagegen eingeschritten ist. Die Existenz des Evange- lischen Bundes wird mit den Kaibolikentagen und einer Begrußungs- rede in Mainz begründet. Von Glaubknsunterscbieben war dort nicht die Rede; es fiel nur der nicht ganz korrekte Ausdruck: Katholisch ist Trumpf. Dagegen sprkcht man im Evangelischen Bunde, von Papißmus und Jesuitißmus im Zysammknhang mit der katholischen Kirche. Ich erinnere nur an die Aeußerungen in Krefeld. Herr von Klettenberg möge seinen Einfluß anwenden, daxpii künftigbm solche

eußerungen unterbleiben. Was den Erzbischof Melchers betrifft, so hat" ein Mitglied unserer Partei irr1bümlich im_ Reiéystage ge- sagt, der Erzbischof sei mit Strobfleckyten beschäftigt worden, das hat hier der Justiz - Minister dahin richtig gesteüt, daß er als erobfleckyter in den Listen geführt worden sei. habe aber in unserer Preffe nicht gefunden, daß jene falsche Bebauytung wiederholt worden ist. Einzelne Behauptungen des Ministers sind allerdings bsstritten oder richtig gesteüt worden. Dgrin läge nur eine Agitation, wenn man in unxrchtiger Weise dte Maffxn aufreizte. Eine Kritik der ministerieüen_Yeußerungeri darf doch nte- mand verwehrt werken. Für die Jmparitat gegen die Evgngelischen erwarte ich den BLWSis. Ob in der Akademie in Munster das katholische Elemekit bevorzugt werde, weiß ich nicht; diese Akademie hat aber stiftungßmäßig einen katholischen Charakter, und darum kann sie nicht zum Vergleich herangezogen werden. Max] muß uns , doch axxch Zahlen Vorführen. Die Meinung der „Kandidaten, da ihnen katho1ische Bewerber vor ezo en werden, beweist garnickots. Wir ver- 1angen nur, daß die katßoli (be Kirche in Preußen in ihrer Eigenart bestehen bleiiot, wie es bis 1870 gewesen ist, ohne daß es dem Staat zum Schaden gereicht bat. , '

Abg. Johanns en bestreitet, daß nux dte_ dänxjckyen Agitaioren an der Unzufriedenheit mit den SchulVerhaltni11en m Nprdjchleswig Schuld seien. Wenn das 'der Fal] wäre, „brauchte der _Mtni'ster' ja nur den Grund der Unzufriedenheit zu beseitigen, um die 521 11011011 lahm zu legen. Er, Redner, sei fich einer solchen Macht n er die Bevölkexung nicht bewußt, um fie durch Agitation aufregen zu können. Die Bevölkerung selbst sei mit den Verbältn'xffen unzufrixden. Seine Landsleute seien die Nordschleöwiger, aber im staatsreckytbchen Sinn sei er preußischer Staatsbürger, als solcher stße er bier im

an 8. Er stebe noc!) aaf dem Boden des Artike s 17 des Prager x_iedens. , (Rufe bei dyn Nationanbe-ralen: Ist ja aufgehoben !) lkse Aufbsbung können wir nicht anerkennen. Weder er, noch sLin Frkund Hanssen habe jemals den Eid auf die preußische Verfassung vezleßt. WMA“! ibm außerhalb des Hauses diese Veleidigun gesagt wurde, wurde er sie ganz anders zurücktvéif-In. Der Kultus- kinister

müsse die Verbältni 6 be , b ' ' ' ' manifierenden Beamstsen YZF. a ck MM auf die BLUME der 5er

Minister der geistlichen 2c. Angelegenheiten ])r. Bosse:

, Meine Herren! Nu: zwsi Worte. Widerlegt hat uns dsr Herr Vorredner mcht- Jcb bin auch garnicht wiUcns, séine diplomatisckyen und völkerrechtlichen Deduktionen über aufgehobene Artikel zu wider- lsgen (Heiterksit); ich glaube nicht, daß es dessen bedarf. Ick) habe nur dxs Bedürfniß, einen Ausspruch von ihm hier richtig ju stellen.

Er hat bestritten, daß die Agifation in Nordschleswig auf der

Seite läge, die ich vorhin bezeichnet habe. Meine Herrén, daß es mit dieser Agitation nicht so ganz leicht zu ;ckan ist, das können Sie daraus ersehen, daß der nordsihleswigfche Schulverein

recht eigentlich ein Verein der Agitation ist, wie der Herr Abgeordnete wobl zugeben wird, da er in seinem Aufrufe von 1893 als die Auf- gabe in NordschleSwig bezeichnet, „alles zu thun, um die Mutter- sprache und den dänischen Geist bei den Kindern und der Jugend zu schüßen und zu pftegen, damit fie einst als ein wohlaufgeklärtes und kräftig dänisches Geschlecht (hört! hört!) das gegenwärtige er- seßen sollen".

Nun, meineHerren, das genügt, um die Agitation zu kennzeichnen. Wenn nun der Herr Abgeordnete gesagt bat, ich foUe mich nicht auf die Berichte der Germanisatoren verlassen, die alle Dinge in

Nordschleswig durch die Brille des FanajiScmxs sehen, so muß ich

diese Aeußerung und diese Warnung ablehnen. Denn, msine Herren,

diese Germanisatoren sind nichts Anderes als treue deutsche und preußische

Beamte, die dort auf vorgeschobenen Posten stehen (Bravo!),

in einer gefährdeten Gegend, und denen es wahrhaftig nicht leicht

wird, gegenüber diesen dänisckoen Ngitalionen ihre Pfliéht zu thun.

Daß sie ihre Pflicht thun, daß sie die Augen aufmachen, daß fie uns

aufklären über die Gefahren, die dort dem Deutschlbum droben, dafür

smd wir ihnen Dank schuldig, und dafür wird ihnen das Vaterland

noch einmal danken. (Lebhafter Beifall.)

Abg. Dr. Friedberg: Jm Reichstage hat der Abg. Lieber, der größte Diplomat dcs ensrums, selbst kas Märckyen von dem Tirol)- flechtenden Erzbischof kelchers erzählt. Es ist auch schon die Be- hauptung richtig gestellt, de_iß der Erzbischof mit Verbrechern habe zu- sammexi spazieren gehen mussen. Die Kirche *muß fich dem Staat unterordnen. t dem Zentrum werden wir uns aUudings darüber nicht Verständigen können. *

Abg. Dr. Porsch: Heu; Lieber hat von jener Anselegenbeit ge- sprochen, bcvor der Justii-Mmister fie aufnärte. Die Beamten, die jeßt berichten, daß der Erzbischof allein spazieren geführt worden sei, sind doch vor 20 Jahren wobl noch nicht dort aeWesen, und es sind eben Gegenßehauptun en darüber aufgetaucht. D1e katholische Kirche in ihrer Eigenart mu vom Staat respektiert werden, naiürlich lobt fie, innerhalb des Staats, aber die Staatögeseße müssen ihre Eigenart respektieren. Der Staat darf von der Kirche niemals etwas verlangen, onon er sich sagen muß, daß die Kirche es nich! gewähren kann.

„2le. Hausen-Oldenburg wxist darauf hin, daß die dänische Bevolkerung NordschleSwigs sich immer noch auf den Artikel 17 des Prager Friedens berufe und damit agiiiere, obwohl dieser Wjifel duxch einen besonderen StaatLVerjrag zwischen Preußen und Oester- reich aufgehoben worden ei.

Abg. Jür gensen nl.) b€bauptet, daß Herr Johannsen die Un- wabrbeit gesagt habe, indem er die dänische A'itation bestriijen. (Präsident von Kröcber macht den Redner daran aufmerksam, da der Vorwurf der Unwahrheit unparlamentarisck) sei.) Redner weik an einzelnen Beispielen nach, daß eine nationaldänische Agitation be- stehe, an der fich die Herren Johannsen und Hanssen beLhcili-gten und dxäytaths idie LoSreißung Nordschleswigs vom preußischen Staax ge- r e e.

Abg. Johannsen bestreitef die Richtigkeit der einzelnen Ve- richte, auf welche sich Herr Jürgensen berufen bat.

Abg. Sföcker (1). k. P.) erwidert dem Abg. Porscb, daß das Urtbxtl des Papstes über die Reformation nicht dadurch beffk'r werde, daß es sich auf frühere Zeiten beziehe. Der Papst „sei eine von 200 Millionen Katholiken anerkannte Autorität, und seine Woxke würden„g[äubig hingenommen. Das Wort des Papstes könne man nicht Mit einer Aeußerung eines beliebigen Geistlichen vkrglkichen, da müßte man schon Worte eines kvangeliscben Königs zum Vergleich heranziehen, und ein solch2r babe fick) niemass ähnlich über die katho- liche Kirche geäußert. Béi solchen Angriffxn sei ein konfesfioneaer Friede nicht möglich.

Damit schließt die Diskussion. _ . ,

Das thglt des Ministers und das Kapitel „Mmrsterium“ warden bewrlltgt.

Gegen 33/4 Uhr wird die weitere Beraihung auf Mittwoch 11 Uhr vertagt.

Handel und Getverbe.

Heute Vormittag 11 Uhr fand im Reichsbankgebäude die ordentliche Generalversammlung der Reichsbank- anthei1Seigner statt. Es waren nach Maßgabe des Statuts 17) 2103 Stimmen vertreten. Den Vorsiß führte in Behinderung des Reichskanz1ers der Präsident des Reichsbank-Direktoriums, Wirkliche Geheime Rall) ])r. Kock). Dieser gab ejne kurze Uebersicht der Entwickelung des lesion Geschäftsjahrs im Anschluß an den gedruckLen Bericht, erklärte die Dividende, gedachte mit ehrenden Wortsn der verstorbenen Mit [ieder bezw. Stellvertreter von Mitgliedern des Zentral-Auss uffes und schritt sodann zur Vornahme der Er änzung-Zwahlcn. Zu Mitgliedern des Zentral-Ausschuffes“ wur en die .Herren Ge- heimen Kommerzien-Räihe von Hansemann und von Men- delssohmBartholdy, Stadtrath Kaempf und Kaufmann Ad. Woermann (Hamburg) wiedergewählt und an Stelle des verstorbenen Herrn “Geheimen Kommerzien-Naths, Gcneral:Konsuls Schwabach Herr Kommerzien-Rath Engelbert Hardt neugewählt, zu Sterertretern an Stelle der vxrstor-

enen Herren Rieß und Genera[:Konsul WiUigm Schonlayk die Herren ])1'. Paul Schwabach und Kommerz1en=9kath Fraß riedxänder, sowie an Stelle des errn KommerztenMathS' . Hardt der Banquier Herr James ardt) neugewählt.

DLM VerwaTiungéketickyt der Reichsbank für das Jahr 1897 sind folgende Mittheilungen entnommen: Der GesammFumfah der Reichsbank betrugxim Jahre 1897 142110610900 „14. d. t. gsgen das Vorjahr mik 131499 193 300 „M mehr 10 611 417 600 944 Der Bank- zinsfuß berechtiet sich im Durchschnitt des Jahres 1897 auf 3,8069/9 für Wechsel und auf4,556 bezw. 4,806 0/. fürLombardearleben. Dtestfzxß- Ermäßigung bei der Belkibung von SchuldvkrichreibunHen des Reich und der Bundesstaaten ist vom 1. Juli ab in Weg all, gekommen. An Baxknoten sind durchschnittlich 1 085 704 000 «jk im. Umlauf und mit 80,27 0/0 durch Metall gedeckt gewesen. Im _Gtroverkehr hat der Umsaß einschließlich der Ein- und Au63ablungkn fur Rechnung des Reichs und der Bundesstaaten rund 119 057 MtPonen betragen. Am Jahressckyluß beliefen sich die Guthaben der Gtro-Kundcn Tuf rund 332105000 „44. _An ZablungSan-oeisungen wurden 6799 Stuck übkr 122 631 361,16 „44 ertbeilt. Wechsel wurden gekauft oder zur Einziehung übernommen 4268 291 Stück über 7 681 135 706,02 „% Darunter befanden s1ch 358 890 Plaßwechfsl übs'r 926 126 389,18 „zz., welche für Rechnung der Giro-Kunden kostxnfreiemgezno en worden find. Von den angekauften Weck,)séln bc-trugen 385 478 STU je 100.35. und Mniger. Von 5211 Ende Deskmber 1897 im Bkstanke Verbliebeueu inländix'cßkxi Wechseln wurden fäUigi: binnen 15 Tagen 321 106 200 „49, binnsn 16 bis 30 Tagen 134 574 900 „44, binnen 31 bis 60 Tag;»n 194 089 400 „je; und binnen 61 bis 90 Tagen 116669800 „44, zusammen 766 440 300 „44 An Lombard- Darlehen wurden eribeilt 1 552 955 720 „44 ,und 101185611 am Schluß des Jahres 1897 ausgeliebcii ' 172 669 070 „“, Dic Wechsel- und Lombard-Anlage bat durchschnittltcb 75.5 087 00-9 „75 betxagen. Die Grundstücke hakten am Ende des Jahres 1897 81111711 Buckpwertb won 33452700 „54. Offene Depoxs waren Ende 1897 265 618 Stück im Nennwerih Von 2768641753 „44 in 3778 ver- schiedenen Effektengattungen nikdxrgelegr Von den erWabrten

Werthpapieren wurden im Laufe des Jahres 106905511480 ckck

in en und Gewinn-Antbeile für die Depgnenten ein ezogen und ver- Yecbxtet. Ter Gasammtgewinn bat fur das abr 1897 be- tragen 32 699 101,94 .“ Davon gechn ab: ]) dix Verwaltyngs. kosten mit 10 258 519,15 „44, 2) die AUOgabe fur _Anfertigimg von Banknoten yon 410105 „ckck, 3) die vertrangtäßtge ZahlUng an den preußischen Staat von 1865730 «FC, 4) fur zu zahlende Notensteuer nacb § 9, 10 des Bankgeseßes 767 915,89 „44, zusammen 13 302 270,04 „44 Es bleibt daher ein Remgewmn von 19 396 831,90 „ck Davon erhalten: die Antheilsetgner 3x 0/0 yon 120 000000 „FZ, 4200000 „44, und von de'm Ueberreste _von 1519683190 „46 die Rsicbskaffe 9897 623,93 „44, die Anjbeilsetgner 5299 207,97 „;ck, zu." sammen wie oben 15 196 831,90 .“ Dem Genom!) der AntheilSeianer von 5299 207,97 .“ treten hinzu die am Schlusse des JaHres 1896 unwertbeilt geblieb'e'nan 6.562,91 „14, das sind zusammkn 5305 770,88 „46, wovon auf xßdet) Anthctlsxhem 5er Reichsbank als Rest-Dividende 132,60 „44, mithin auf sammtliche 40 000 Antbkile 5 304 000 „(€ entfalTen'und de'r Rest von 1770i88„« der späteren Berechnung vorbehaltencbletbt. Hrexnacb erhalten 1) e Au- tbeilSeigncr für das Jahr 1897 auf jeden Antheil von 3000-44 zu der bereits empfangenen Dividende von 105 „44 „noch 13260 „ji Yest- Divkdende, zusammen mithin 237,60 „kö, was einen Ertrag von7,9.,0/g darsteüt.

li Wa en esiellung für Kohlen und Koks

g ?; der JKU r und in Oberschlesien. An der Ruhr find am 8. d. M. gestellt 13 541, nicht recht- zxitig gesteüt keine Wagen.

Zwangs-Versteigerungen.

Beim König 1chen Amtsxzericbt 11 Berlin stanizcn die nacbbezeicbncten Grundstücke zur Versteigerung: Grundstuck _ zu StegliÉ, an der Potsdamerstraße belegen, der Frau Maursrme-Fter Agnes (beidler, geb. Draifke, zu Berlin gehörig; Flache 46 8; für das Meistgebot von 40050 „44 wurde der Kaufmann Wilhelm Gumperß du Charlottenburg, Augsburgerstraße 60, Ersteher. Grundstück zu Friedenau, eingetragen zu Deutsch - Wilmersd orf, an der Niedstraße belegen, dem Zimmermeister Carl Stefan und dem Bauunternehmer Paul Golnik gehörig; Fläche 9,35 3; für das _Meift- gebot von 116 300 „46 wurde 'der Tiich1ermeister Wilhelm Richter zu Berlin, Schönleinstraße 18, Ecsjeber. _ Grynizstnck zu Schöneberg, Sedanstraße 46, dem Geheimen Obex-Fmanz-Ratb a. D. Hugo Nicolay zu Berlin gehörig; Flaaye 5,81 a; Nu ungswertb 7290 „M' für das Meistgebot von 105900 „46 War 2 der Rentier Car Türpe zu Schöneberg, Golßsiraße 48, zur eit in Beriin, Gneisenaustraße 45, Ersteher. _ Grundsiuck zu roß-Licbterfelde, Dürsrsiraße 47, dem Dkqechslermetstcr Karl Finkendey, ebendaselbst Wohnhaft, gehörig; Flache 17,75 a; Nußunqswektb 3420 „44; für das Me'tstgebot von 45 050 „44 wurde Frau Johanna Baniecki zu Stegltß, Lindénstraße 32, Ersteherin. - Grundstück zu Groß-Lichterfelde, Margarethenstraße 8, Year Zimmermeister Johannes Schmidt zu Berlin geb'örig; Flache 8,31 o.; Nußungßwerth 2100 „44; für das Meiitgebot von 5000 34 1131115: Fräulein Auguste Caro zu Berlin, Genthinerstraße 13, V1 a K., Ersieberin. - Grundstück zu Lichten- berg, Parzeüe 60 belegen, dem Schläcbiermsister Wilhelm Preuß zu Friedrichsberg gehörig; Fläche 4,80 3; Nußungswertb 1345 516; für das Meistgebot von 500 „44 wurde der Guts- bkfißer Wilhelm Lehne zu Lichtenberg, Dorfstraße 34, Ersteher. - Grundstück zu Lichtenberg, an der Mainzerstkaße ,bklegen, “dem Maurermeister Hermann Hofimann zu Berlin, Wxiden-

weg 42, gehörig; Fläche 3,44 o.; für das Meistgebot von 57 850 „xi wurde der Kaufmann Johann Koch zu Berlin, Liebigstraße 22, Ersteher. Grundstück zu Lichten- berg, an der Mainzexstraße bc'lcgen, dem Maurermeißer H. Hoff- mann gehörig; Fläche 3,25 a; für das Meistgebot von 57 900 „16 wurde der Kaufmann Johann Koch zu Berlin, Liebigstraße 22, Ersteher. -- Eingestellt wurde das Verfahren der Zwangsver- steigerung der nachbezeichneten Grandsxücke: zu Schildow, Dorf- straße 93 belegen, dem Milchpaébter August Ehrhardt zu Schildow gehörig. (Grundßück zu Séhöneherg, Kyffhäusnstraße 18, dem Kaufmann Otto Tiedeke gehörig. - Aufgehoben wurde das Verfahren der Zwangsvetsteigetung 'der zu Rosenthal, an der Schönbaujer Greim. bezw. Avorn-Aüee be- legcncn, dem Gärtner Friedrich Louis Max Engel xu Nordend- Rosenthal gehörigen Grundstücke.

- In der letzten Versammlung des_ Deutschen Vereins für den beuß des gewerblichen Eig'entbums [next Herr Dr. Richard Wirth aus Frankfurt a. M. emen Vortrag uber die Handhabung ker Vorvrüfung der zum Patent angemeldeten Er- findungen durch das Patenjamt und seine Wirkungen. _Wegkn vor- gerückter Stunde wurde beschlosskn, die Diskussion Über diejes Thema bei der nächsten Zusamwenkunft fortzuseßen, die _morZen, Donnerstag, den 10. März, Abends 8 Uhr, im Saale des Kaiserlichen Patentamts stattfinden wird. Gäste find willkommxn. '

- Der AufsÖtSraLb der Chemischen Fabrik auf Aktieg (vorm. E. Schering) hat in feiner gestrigen Stsung die Divi- dende für das leiste (Geschäfjsjabr atzf 769/31 festgeseßt; für 1896 wurde ein GTWitm von 110/. vchhetlt. Die G2nera1v5rfammlung findet am 26. März statt.

In der gestrigen (.HeneralyérsammlunJ1 der Vereinigten Baußner Papierfabriken fanden die_vom _uffich1§ratb und dem Vorstande gemachten Vorschläge, laut welchen die Dividende für das Betriebsjahr 1897 mit 100/43 bemessm wurde, Genehmigung. Die Dividende kann vom 10. März 5. I., ab erhoben wsrden.

- Die Einnahmen der Marienburg-Mlawkaer Eisen- bahn betrugen im Monat Februar 1898 nach vorläufiger Jefi- stellung 138 000 „zz. gkgen 151000 „44 nach Voc1aufiger Feststellung im Februar 1897, mithin weniger 13 000 „ck

- Der Aufsicthratl) der Halleschen Maschinenfabrik und Ejisengicßerei bat beschlosfkn, der Genecalversgmmlung, die..;auf den 26. April einberufen wird, die Vertheilung Sinkt Dividende Don 35 % vorzuschlagen; für das Vorjahr betrug der vkrtßsilte kainn 35 0/o. . _

-- Die diesjährigen WollmarkTe ini Königreich Sachsen FWF stxxtt: in Kamen: am 16. Juni, in Leipzig am 17.1511)

. un.

- Dem Geschäftsbericht der Oldenburger Versicherungs- Gesellschaft für das Jahr_1897 sind folgende Miktbeüungen ent- nommen: Die Verßckoerungsjumme ist in der Feusrversickpermxg LM! 643 810 089 .“ auf 663 801230 „54 gestiegén, wäbrknd dis Pramien- einnahme 915 411 „41; gegen 919167 «14 im Vorjahr betrug. JU del Glasversicherun find infolge von Aufhebung ungünitiget Per- sicherungen die ersTcheruansumme von 3 619 601.44 auf3392 66334 und die Pramicneinnahme von 77 192 „ck auf 65 480 “„ckck zuruck- gegangen. Für Rückversicherung sind von der Prämieneinnavme 253 235 „16 (1896 262 627 „M) abgegeben. Die Ueberträge aus den Pramisn für eigens RSÖUUUJ haben sich von 908 961 „41 auf 911830 „fi erhöht. An Zinsen wurden 3561 „44 mehr vereinnahmt als im Vorjahr. Die Feuer; und Glas- schaden bqben für eigene Rechnung 350 646 „44 (1896 301267 34) gekoiiet, dre G€schäfksunkosten haben 248 452 „14 (1896 243 819 .“) bciragßn. Von dsm Reingewinn von 237 145 „14 erhalten nach 'dem Gese01cha1185echrag die Rücklage für 556 Grundvermögen (Kczpttal- Reservesqnds 20 “/o, der Direktor 50/4, ker stellv-Zrtretende Direkwk 11%, die samtén-Unterstüßungskaffe 110/41, in Sumrna 65 215 „16 Der Gknera1versamm1un§ wird vorgeichlagön: 3. als Gcwmnantlxetl der Aktionäre 144 000 „ja zu bestimyxen, das find 24 9/0 des [)(-ch em- gezublten Grunddermögens oder 72 „16 für jeke Aktie; 1)„ der Nucklass für unvorbergesebene Flik]: 27 930 „44 zu überweisen.91ach Genebtmgukxg des RechnunaSabsÖLU ks durch die GensralWrsamu-tlung werdcn 1169-01? Reservan der (Heseüschaft wie folgt steüxn: Kapijal-Uxesßvk 660 819 „46, Reserve für unvorhergesehene FäUe 453 725 „FC, Pramien- Reserve 911 830 „46 _

(Schluß in der ZWLiten Beilags.)

..- L.“ LOU-YO'DQ*