Preußisckzer Landtag. Haus der Abgeordneten.
43. Sitzung vom 10. März 1898.
Ueber den ersten Theil der Sißung ist schon bcrtchtet worden.
Nach endgültiger Annahme des G saßenxwurfs, betreffend die Bewilligung von Staathittcln zur Bxscttxgung der durch die H0chWffer des Sommers 1897 herbcrqefuhrten BesckZädiZ ?,UUJM- folgt die dritte Bcrathung der Novelle zum An- tedelungsxxeseß für West rxußcy und Posen,
In der Gcneraldiskustion prtchx ftch _
Abg- Im Walle ( (“my), wie bter kurz wiederholt sei, m Kdnfequenz ker früheren altung des chtrums gegen dieses Gesetz “ZW“ Es sei verfaffunngidrig und durchbreche das Budgetrecht, ,es M"? ein Aeternat ein, da es die Vejwendung des Fynds der Em- wirknng des Landkageö entzisbe. Da eine VerfassunßSanderung vor-
kegk, beanjrage er eine abermalige Absttmmung nacb agen.
Ab . ])k. e- . „ LandwirthsÖUfÉZ-Minister
„ bat [1er die VérxeegktßtaneirLZrUFtZ'tisZkrüber di? Verschiebun KLS GrundbeßYes zu Unguthön dss Deutschtbums verwrocben I M anf diese tatistik aesvannt. DjeKatholiken sind bei dcr Ansiedelung nnz in dem Verhältni vo" 1:6 berücksichtigt worden. I!) der Diözese Kulm befindet Lach eine ganze Anzahl deutscbcr Getstltchen, sodaß die Kommisfion dort sek): wobl national gesinnte katholxxcbe Deutsche ansiedeln könnte. Auch der Erzbischof hat stab bereit erklärt- kk"? anügcndc Zahl von Geistlicben für die Anfiedelungen bkköu' ssben- Dcr Finanz-Minister bat fich bereit erklärt, dahin zu wirken, daß Katholiken bei dcr Anfiskeiung mehr berßckfichtkgt werden. offentlich wird dagegen aus dem Hause kein deerspkucb erbobln. m Jahre 1886 hat auch der nationalliberale Abg. von Benda sicb gsaen ein Aeternat erklärt. Ich würde die Zurückwßisang der Vor- la € an die Budgetkommisfion beantragen, wenn Herr Jm Walle ni t die nochmali e Abstimmung wegen der stfqffungsbedexkkn beantragX hätte. enn wir gegen das Gase stimmen. sl) muffen wir dagegen protestieren, daß uns deutsche Gesknnung abgsprocben Wird-
Vize»- räfident des Staats-Ministeriums, Finaaninister ])1'. von iquel:
Meine Härten! Ich bedaure, daß ich die beiden Herren Vor- rednxc von MfM Was aus, weil die Herren ja genötbigt find, "“ck kom zu sprechen, vieUeicbt nicbt voust'ändig verstanden habe. Ick könnte miei) daher in der Widerlegung in dem einen oder anderen PUK" irren, wofür ich von vor:;berekn um Entschuldigung bitte.
Hört Im Walle, glaubcicb, bat darzulegen versucht, daß das GMI vcrs'affungswidrig ski mit Rückficht auf die Verkümmerung der Gleich- berechtigung dcr Preußen. Auf diese Frage gehe ich nicht weiter ein, ss ist längst entschieden. Sie ist bei der Beratbung des ersten Geseßcs ausführlich erörtert. Landtag und Regierung haben verneint, daß in dem bktlsffkndßn Geseß eine Vcrfassungsänderung liegt. Dies vorliegende;GLseß ist nichts weiter als die Fortführung dieses na'ch der Entstbkidung des Landtages und der Regierung verfassungsmäßig bestehenden Geskßes. Es kann also diese Frage nach meine:; Meinung gegknwärtig überhaupt garnicht mehr aufgeworfen werden. Wir haben es mit einem pcrfaffunthäßigen Zustand zu thun, denn darüber, was verfaffungßmäßig ist, haben Landtag und Regierung zu entscheidem Diese Entscheidung ist gejroffen, wir brauchen also auf die Frage, *die damals zur Erledigung gekommen ist, gegemrärtig überhaupt nichx mehr zurückzukommkn.
Nun aber der zweite Punkt, den namentlich Hark Stcpban jeßt noch erörtert hat. Diese ganzen Ausführungen beruhen allerdings auf cinerx weitgehenden Verkennung der Natur di'S Etats- :echts und' der betreffenden Bestimmungen des Artikels 99, welche alle Einnahmen und Ausgaben jährlich auf den Etat zu bringen vor- schreiben. Meine Herren, diejenigen, welche unsern Etat kennen, müssen wir doch zugeben - das hat früher einmal der Abg. Gneist beraußgerechnet -, daß mindestens vier Fünftel auer Einnahmen und Außgabcn, die in unserm Etat steben, dauernder Natur sind. Die Vorschrift der Verfassung, daß aüe Einnahmen und Außgaben auf den
Etat gebracht werden . soüen für ein Jahr, und daß dann die Gesammtbeik dsr Einnahmen und Außgabcn zusammen- gerccbnet und zum Abschluß legalifiert wird durch das
EtatMeseß, hat mit der Frage, ob diese Einnahmen, die für einIabr in ihrer Höhe normiert, bemeffen sind, dauernde Natur haben, eine dauernde Q-xelle haben oder nicht, nicht das Geringste zu thun-
, Das ist der Grundirx'thum, den ich in den Zeitungen Monate [MJ- bis zum Ucberdruß, gelesen habe bei Gelegxnhcit der Flotten- frags, Wo es immsr bikß: dauxrnd durch Geseß solche Aus. gaben zu bewiÜigen, ist eine V€schränkung des Etatsrecbts dcs ReKchx- tages. Nichts kann irrtbümlicbck sein ML das.
Wenn Sie etatßmäßige Stellen bewiUigen, so ermäch1igen Sie die StaaWkeaicrurg, diese statsmäszigsn Steüen zu beseßen, und zwar dauqrnd ZU besessen, so lange nichx eine Ukbereinstimmung zwischen StaatsrkgkkkUM und Landtag Vorhanden ist, welche diese etatsmäßigkn Stellen wieder besei1i5t.
MÜ"? Herren, alle Aukgaben und Einnahmen, die auf Gsseßen bcruben, ßUd dauexndcr Natur: bei uns in Preußen z. B. die ge- stammten Steuern; fie werden nur jedes Jahr in der Jahresböbe berecbztet. M*“ Sie. find nicht in der Lage, die Steuern verweigern 3" können. Alle Außgaben, die durch Geseße erw7chsem sind dauernder Natur: Sie find ebenso gut verpflichtet zu ?:???le wie die Staatsregierung vetpf1ichtet ist, fie auf den Eta't
en. Also dikse Grundidee, daß alle Einnahmen und Ausgaben nur ür ein'Iabr rschtsgültig da seien ohne die Zustimmung des Land- Wes, [st gänzlich irrig. Die Zufammensteüuug muß allerdings für em Jahr Jeschsben aus wirtbscbaftlichen und Bilanzgründen. Aber
7: diese" GesammtauSgaben stccken neben wi-klich nur auf einen ein- jährigen Termin bewilligten ebenso gut andere Außgabcn und Ein- nahmen, die dauernder Natur find. . .
Meine Herren, das ist nicht bloß beim Ordinarmm der Fall, sondern auch beim Extraordinarium. Wenn Sie uns eine'Anleibe bewiüjgcn _. und es laufen jxßt gegen 500 Miüionen Anleihen,“, so“Werden sogar die jährlichen Beträge, welche aus den Anletben fiüsfig gemacht Werden, nicht einmal in den "Etat aufgenommen. Darüker kann man ja streiten, ob das zweckmaßig wäre;; aber daß das verfassungowidrig ist, daß solche cin- fur aUemal bewilltgten großen Summen nicbt ratenweise jedes Jahr durch den Etat laufen, das ist hier im Landtag: noch nie behauptet worden,
Was jbun wk: aber hier? Die betreffenden Einnahmen laufen hier wirklich durch den Etat; wir haben fie ja stets in den Etat ein- ßeftellt. Also, wenn Sie sagen: das ist verfaffungswidrig, weil wir hier durch ein Geses dauernde Anagaben bewilligen oder dauernde Einnahmen zur Dispofition stellen, diese aber nicht durch den Etat
"Was damals für 20 Jahre bestimmt wurde,
laufen, so trifft das hier garnicht zu, denn bier laufen diese dauernden Einnahmen durch den Etat; sie werden aber auch wieder verausgabt. Daß sie aber zu einem bestxmmten chcke auch wieder veraußgabt werden müssen, beruht auf Gesetz, ebenso wie auf Geseß beruht, daß wir die Richtergebälter bezaHlen müffen.
MeinkHerren, bei dem Exéraordinarium Haben wir ja für längere Bewiüigungen dreierlei Mstbodcn. Haben wir ein bestimmtes, ein- heitliches Unternehmen, woklen wir sagen ein Gebäude, so bewiÜiqen Sie die erste Rate, nachdem Sie den Plan des gesammten Gebäudes bewiÜigt haben, nachdem Landtag und Regierung einig sind: wir wollen ein Gebäude bcrsteÜen, welches so und so viel kosten kann und so und so beschaffen ist. Dann bewilligt der Landtag für ein Jahr nur eine Rate, und diese Rate ist bemessen nach dem Jahresbedarf- Tbatsächlick; können Sie aber die zweite Rate auch nickt ablehnen; sonsi würden Sie eine Ruine schaffen. Tbatfäcblicb, sage ich, und das Gcgentbeil ist um!) nie vorgekommen. Wenn Sie zweitens eine Anleihe bewilligen für ein großes Unternehmen, dann können Sie gar'nicht einwirken auf die jährlichen Liquidationsbeträge der Anletbe; diese laufen bei uns garnicht durch den Etat. Bei jeder Eisenbahn, für welche Sie die Anleihe bewilligen, überlassen Sie es der Staats. regierung, welch: Beträge nach Maßgabe des fortschreitenden Bedarfs der Bauten verwendet werden soüsn.
Dann giebt es nun die dritte Methode, - und das ist diejenige Methode, die dkm bewilligenden Körper am günstigsten ist, und eingeschlagen ist bei der gegenwärtigen Flotten. vorlage, wo durch Gesetz der Plan festgestegt wird, 'der also nicht muhr' gkändert wxrden kann in emer „bestrmmten Zelt, durch Uebereinstimmung von Reicbstag biek: und Regterkng das Unterkebmen durchzuführen, aber die Art und Wekse der AUSfubrung, die Hohe der Raten, die in den einzelnen Etats etngkftellt werden, w€lche Schiffe zuerst und welche später gebaut werden sollen, wie vtel man innerha'lb der gegebenen Frist auf das einzelne Jahr bringer) wiÜ, doch der Mit- wirkung des Reichstages vorbehalten blk-kbk- lecse Methode, wenn man überhaupt fich verständigt hat über e'in einbettlickyes Unter'nchmen, ist diejenige, welche der jährlickzcn Cmvzitkung des Yetckpstages noch den größten Spielraum laßt. Wurde der Retchstag eine Anleihe bewiaigt haben gleich den Gcsakaostsn der berzustegendsn Flotte, so würde die Einwirkung des Reichkages eine viel geringere sein; das “liegt ganz klar auf der Hand. Ick glaube daher, die An- träge, die sich darauf ftüßen, hier eine Verfaffungsänderung anzu- nehmen und nach 21 Tagen noch einmal abzustimmen, wird das hohe Haus ganz unbedenklich ohve irgend eißen juristischen Zweifel ablebnan können, und ich beantrage das uamens der Regierung.
Meine Herren, was die Frage wegen der Stellung der deutschen katholisckzen Geistlichen in den Anfiedelungen betrifft, so babe ich mich schon früher darübér ausgesprochen. Ick bin immer der Meinunß _ und die Staatsregisrung theilt diese Auffassung -, daß die Konfessionalität nur untcr dem Gefiäytspunkt in Betracht kommm kann, ob dsr ('igknflicbe Zweck der Anfiedelungen: dsn déutscben Bauernstand zu kräftigen und zu vermehren, auf die eine oder andere Weise am bssten errsicht wird. Darum ist es auch richtig - ich habe es schon angedeutet », daß katholische Anfiedelungcn zweckmäßig und nach meiner Meinung auch gegenüber dem Hauptzwkck der Ansiedelungstbätigkcit völlig unbedenklich sind, wo
fie dcn Stüßpunkt finden an deutschen älkeren katholischen Gemeindxn. Ich glaube, soxkbe sind mehrfach vorhanden, namentlich in Westpreußen, und auch neuerdings sind drei Anträge der Anfiedclungskommission bei mir durchgelaufen,
nach welchen ste solche Güter mit katholischen Ansiedlern zu beseßen beabfichkigk, und zwar selbst in der Provinz Posen; die An- fiedelungskommksfion führt hierbei auch an: es sei in diejém Falle eine genügende feste Anlehnung vorhandsn.
Meine Herren, bei dieser Frage kann aber -- das werden Sie mir zugeben - doch nicht allein in Betracht kommen, ob der betreffende Geistliche die deutsche Sprache zu handhaben weiß. (Abg. Dr. Sattler: sebr rjcbtfg!) Ist er doppelfprachig, aber ein entschiedener Pole, so liegt doch eine erhebliche G-xfabr vor, während, wenn von Nationalität deutsche katholische Geistliche einer solchen Pfarrei vorstehen, dißse Gefahr nach meiner Meinung ebenso gut megfällt wie in den Fällen, wo ein deutscher evangelischer Geist- 1ich3r in Betracht kommt
Die Praxis wird beweiéen, daß dies SjaaTSrkgierung in Beziehung auf die konfesfionelle Frage Wo durchaus objsktiv stellt und nicht ent. fernt einx'cinseitigé Begünstigung, gewiffermaßen cine protestantische, vöüig unzulässige Propagandx beabsichtigt wird.
Just'xz-Minister S ch ö n | e d t:
Msine Herrzn! Als Vertreter des Juskkz-Ministkriufns Will ich mir erlauben, dem ersten Tbeü der Ausführungsn des Herrn Finanz- Ministers noch ein paar Worte hinzuzufügen-
Der Herr Finanz-Minister hat bereits hxrvorgcboben, daß die Anfechtung der VkrfaffungSMäßixzke-it des VNÜSJLFÖEZU Gesexes unter dem (Gcstkhtspunkt, daß damit die verfßffqué'maßsg geWabrleistete Gleichheit aUer Preußen verleßt werde, ]chon tbre Erledigung finde in der Existenz des Geseßes von 1886, 'weches ja gleichfans nicht in den Formen einer Vexfaffungßanderung Verabschiedet worden ist. Damals hat weder dieses hohe Haus noch ker zweite Faktor des Landtages es für nothwendig gehalten, die Form einer Vcrfaffungsändcrung beobachten zu laffesn; und es ist damit für diesen Gesichtspunkt gewissermaßen rss jnäjaMa geschaffen.
Meine Herren, ich glaube aber, derse1be Saß gilt auch be- züglich der jest angefochjenen Aufhebung des § 8 des Anfißde-
[ungggeseyes von 1886. Denn was will die Nr. 2 des neuen GeseYes? Sie will die Frifibestimmung, die bezüglich des Rückfließens der Einnahmen der Anfiedelungskommission
in den Anfiedelungsfonds 1886 auf 20 Jabra bestimmt war, aufhebkn, eine solche zeitliche Grenze beseitigen. Meine Hsrrcn, wem: der Art. 99 der Verfaffungeurkunde einer derartigen Bestimmung Entgegengestandcn hätte, dann würde er ebcnso stbon aaf den §8 des Anfisdelangögcssyes von 1886 Anwendung haben finden müssxn. (Sehr richtig! rechts.) soll 'k t 0 ne ei bestimmt werden. Das ist nicht ein Mac], sonderr11 écdig?ich Zn YFZ desen, was früher als verfaffuanäßig angenommen ist.
Der innere Grund dieser Aenderung ergiebt sich aus der Begrün-
dung dieses Geseßes. WEnn man bei Einbrin gung des Geke es von 1886 davon auSgeaangen ist, das; innerhalb eines Zeitraumeßvon 20
“„sjüßt. Herr Gerlich bat w5der die
Jahren die Zwecke desselben im wesentlichen erreicht sein würden, daß alsdann eine gewisse Ruhe eintreten könne, so haben die inzwischen gemachten Erfahrungen ßezeigt, daß diese Erwartung der Berechtigung entbehrt, und daß, wenn die Zwecke des Geseßes erreicht werden soUen, iu abssbbarer Zeit nicht davon die Rede sein kann, dasselbe außer Wirksamkeit zu setzen. Eine solche theilweise Außerwirksamkeétseyung würde aber darin zu findén sein, daß vom Jahre 1907 ab die Einnahmen nicht wieder in den Fonds zurückfließen sollen. Damit die Verwendung des nunmehr verstärkten Fonds, solange als die gkseYJebenden Faktoren es für nothwendig erachten werden, diese Zweck: auf dem beschritteneu Wkge weiter zu vexfolgen, obne Beschränkung erfolgcn könne - auch * mit dem verstärkten Fonds -, deshalb ist diese Aenderung des Geseßeö vorgeschlagen. Eine Verfassungsänderung kann hierin nach meiner Ueber- zeugung ebensowenig erkannt Werden wie in der früheren Vkstimmuna. Die verfaffungémäßigen Rechte des Landtages finden ihre volle Wab- rung in den Bestimmungen des § 11 des Gescßes von 1886, der ja in Kraft bleibt, da der neue Entwurf ihn garnicht berührt, und nach welchem über d'ie ganze Verwaltung, über die Einnahmen und Aus- gaben alljährlich Rechnung zu le-Zen ist. Damit ist dem Landtage voll- kommen Gelegenheit geboten, auch bezüglich der Verwendung der Rückeinnabmen die Interessen der VolkSvertretung in vollem Maße zu wahren. Also gxaube ich, daß von einkr Verfaffungsverlesuua oder einer Verfaffungsänderung, die in dieskm Gesetz liegen soll, nach keiner Richtung die Rede sein kann.
Geheimer Ober-Regierungs-Ratb Sachs: Die versprochene Statistik ist von den Landrätben aufgestellt worden; fie ergikbt, daß die Zahl der deutschen Großgrundbefiyer in den Regierungsbezirken Mülikklwekdek- Posen und Bromberg gestiegsn, aber der volnische
kleine Grundbestß in al1en vier in Frage kommenden Regierungs- bkzirken in weit schnellstem Wachsen begriffen ist, was im höchsten Grade bedenklich ist. _
Abg. Jaeckel (sr. Volksw.): Daß mein Standpunkt in der ProvinWosen Unwillen erregt bat, muß ich hinnehmen; icb babe meine iche Ueherzeugung ausgesvrocben und nur gesagt, daß der
. K. T.-Verein nicht die Jutereffxn aUer Deutschen vertritt. Dieser Verein stürzt fich auf aUes Polnische wie auf ein tojbes Tu . Yersönlicb babe ich niemand vom . K. T.-thein angegriffen. De
eschäftsyoelt in Posen bat die Ab lebt gehabt, eInen Antt- . K. T-
ekein zu gründen, ich babß sie aber bekämpft, um die ( e ensäße nicht noch mehr zu vecscha-f€n Mein Streben gilt dem rieden in?) Fade, und dafür babe ich die Zustimmung von Versammlungen er (: en.
Abg. ])1'. Sattler (nl,): Unsere Unterhaltungen haben nach den Debatten von 1886 etwas Epigonenbaftez. Ich darf mich also
kurz fassen. Die politisché Stellung dCß Herrn Jaeckel babes früher schon gewürdigt; ec wil] im Jntcreffe des Friedens nichts ür die Deutschen thun, darauf komm?" seins Ausfü Da ist
run en hinaus.
mir der offene Kampf lieber. Dsr H.-K.-T.-Vcrein iZ eifrig bemüht, au die Interessen der Gevchäftswxlt jn den Städten zu vertretxn. «Hzrr Gerli bat fich in seiner Lebhaftxakett etwas im Außdruck vergriffsn. Er meinte, paß, wenn mqn die Güter purzelliere und kleine Bauern schaffe, diese kleine Naarxn sCLLkl. Dagegen muß ich protestieren. Er hat nur sagen onen, daß, wo ParzLUiOrunaen vorkommen, es wünschenswert ist, daß auch größexe Gürr geschaffen werden. Herr von Benda ha 1886 nur gesagt, die VcrfaffungsfragL müsse ernstlich errvogen werdkn. Nachdkm dies in der Jommisfion gescbxben war, bai Hexr Enneccerus angesprocben, daß dlLsL Büdenken vollkommen zerstreut ssien. JZ selbst war schon 1888 der Msinung. daß man überhaupt keine ? bineJsYrciben soße, um ein dauerndxs stk für das Deutsch! zu! 1 e'n.
Abg. von Putjkamer-Flautb (konf.): Für einen Agitator babe ich Herrn Jaeckel Uicht ge altc-n. Er bat fich aber der polnischen Interessen angenommen. Sein Mißtrauen gegen den H.-_K.-T.-Vereiu entspringt nur daraus, das; dessen Mit lieder nieht [Frexstnnige find. Herr von Staub ist dem Verein nicht be getretkn, wxi er an der Spive der Landschaft ste t, der auch olen angebörm. Den Charakter des Herrn Jaeckel hat niemand angegri en. Eine Verfaffungsänderung liegt nach unserer Auffassung nicht vox. Feindliche Absichten gegen die Katholiken wird das Zentrum nach seiner Haltung im Reichstage schwerlich bei dcvr Regierung voraussxßen. Wenn Katholiken bis jeßt in Posen nicht tn größerer Anzakl angesiedelt sind, so liegt dies nur daran, daß nicbt genugend najionalgcfinnte deutsche Geistliche von den kirchlichen Behörden berejkgesteüt worden sind.
bK. Freiherr vonkZedlxß und Neukirch (fr. kons.) führt aus, da es verfaffungsmayig, ganz gleich sei, ob die Einnahmen des tTonys andauern oder auf Zett wieder zufließen soUen. Jm Reichstage abe bxi der Flottcnvorlage das Z'nnum Bedenken nicht erhoben. Al_uf dle- Erhaxtuna des bestehendxn deutschen Bauernstandes solle dxe Realerung tbr Axgenmerk ebenw ricky'en, wie (mf die Schaffung neuerAUHLns'XTJ-kéeelutnxgenkP [ “7 “ 9- „ o U), o L): „ck sek)?- mich Veranla t, dic An ki e Abg. Gkklkkh auf 131€ voxniscbe Partei und die vFlniscbk NEUF QF aller Enjskblédxlxbélt zUUZckZUMlsTn- Herr Gerlich hat unser Volk in WZUYZLÜFWWHBZJ 'sÖ ?YKÜkU-ddaß er seine Woctezurücknimmt. 7 U , o w": er ' ** „ „ zu tragen haben. je Fol en fsmer Handlungsw,ife
, Abg. Dr. Stevban wiU den inwei ' - dxe Beamtengcbälter nicht H s des Fmanz MELANI dre 'UUJLZOYÉYZ Haltung des Zrntrums in dsr Flottknfrage betreffe, so lu-gc Ha em otum der antrumsfraktion noch aarnicht vor. Für ewigs Zem-n babe auch err Enneccerus den Fonds nicbt bewküiaßn w_oUezx. Dte von dem,5 egiekungsv-krtrejer “(*gebenc Stalistik sei so dxxrftrg, daß dar.1us basitmmte Schlüffe n§cht gkzoaen werden könnten. Zur dtc Deutschen handle; es fich nur um cin? Diffxrenz von 3937 ha. o_r dem Erlaß des Gejcßes babe der Großgrundbesitz ku Posen iu raptdcr Wmse abgenommen, und so ski anzunehmen, daß erst diefes Gcseß diesx Entwtckelung gehemmt babe. „Gebelmcr Ober-Reaierungs-Ratb Sachs: Der Zuwachs des polnischen Befißc-s um 3937 119, bezieht fich auf ein Einziges Jahr. ist der polnische
Durch h_ie Parlelicrung größerer polnischer Güter BaueMstand ebeÉfallsl estäkrkt Folkd)?“ Ick . g. von zar ins i( oe: babe Herrn Garli ' belei'digen wo!]en _ er k'ann,mich nicht beleidigen. Erst in der GURTE Gertsztsverbandlung bm 1ch dabintsr gekommkn, wcr eigentlich die Beletdigyngen gegen uns geschleudertÉqu auf ?ie die Regierung xt, enz die 65 WM? xs b 1
noch seinen Inhalt. Ob der Brief in der GTÜchWVSchLUUFLL§I§Z lesexx wordsn rst oder mcbt, ist Nebsnsache; mir ist w-crthvoll, daß er inedeOLHZÜÜXTÜ gekommßndjst. Feine Untenedung mit mit bat
rr er! nt genau wsete-Ien. ' “ - Fb: uns beleidigt, und ich !) b gg Ich habe ihm Magi“ er
a 6 dabei auf einen Lit"! 5 ': - wiesen und gefragt, ob er das wirklich gßsagt hab? *? (?ZFFUY:
ja, das habe ich gesagk, aber es soUte diskret bleib . ' o 5 ;- lcumdungen (Glocke dss Pcäfidcnten) -- ich sprsch-énja ZZLYTLÜTZ
i . - . _ iki; thlZser(rYxkäkFedF3von Kröcber. Ich sage 13 garmchtsl) _ wexde
Abg. Gexlich (fc. kons.): Von der Czarlinski. daß er mich nicht babs beleidi e w [1 ' dankend Akt. Ich habe ihn auch nicht beleidigkexrnnwckÜnéWDXszxe d;?
Briefe etwas stand, wa; manchem vielleicht nich: !)
bierber duß er aber durch die Indiskrezjon . aßte, Lebst! nicbt ' - * - ,. e s 4 , OMRON“ gekomme" *" und daß gewiüs LUFT dxeBs-ZQYMUYI:
zu ihrem Rayen ausgcbeutet babkn, babe ich als Vcrrat b" '
und djeseß Woxt wude ich auch beute nicht xurücknebmex. MYR? Vor ken Polen nn Ganzen eme große Zockpchtung babc, bkdarf nicht der Verfikbßrun? Ich habe persönliche reunde unter den Polen ebab! und schaye 12 hoch wegen ihrer guten Eigenschaften. rr YK bat Zesagt: wenn ich den Vorwuxf nicht zurücknehme, o werde die olgcn xu tragen haben; nun ich nehme nichts müc! und werde
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Erklärung des Abg. von