Davon die Folgen ebenso tragen, wie ich die Folgen meiner Handlungen während meines gamen Lebens zu tragen versianden babe. _
Abg. Dr. Stevban beantragt, _die Vorlage mit Rucksicht auf die Erklärungen des RegierungskomMffars an die Budgetkommisfion zurückzuverweisen.
Nachdem die Abgg. Graf zu Limburg-Stirum und Dr. Sattler dagegen Wrderspruch erhoben, wir_d die Dis- kussion geschlossen und das Gesetz gegen dte Sttmmen des Zentrums, der Polen und der Frxrfinnigcn definitiv ange- nommen. Der Antrag Jm Walle wrrd abgelehnt; der Antrag “Stephan erledigt srck) von selbst.
Darauf wird die zzveite Berathung des Staats- baushalks-Etaxs _fur 1898/99 im Etat des Mini- steriums der gerstlzchen, Unterrichts- und Medi- zinal-Angeleqenhettxn fortgeseßt, und zwar in der gestern abgebrochenen Debatte uber das Kapitel der Prüfunqs- kommissionen. ' '
Abg. Dr. Friedberg (ul.): Ich bin mit den Erklärun en des Minsterial-Direktors über das Lehrerinnen-Examen einverstandetß. Diese Trage ist ein Theil dxr FrauenfraFe überhaupt. Die Gegenüber-
ellung: .Gelehrsmnkett, nicbt Bidung“ kann ich indessen nicht als zutreffend anerkennen, denn der Ausdruck „Bildung" ist ein ganz .verschwommener Begriff. Nur bei der nötbiqen wi enschaftltcben Kenntnis; kann fich jemand auch die vädagogische
ä igket-t erwerben. Djs Parole muß daher sein: .Wiffen" und
önnen „. Das methodische wiffenscbaftlicbe Erkennen darfnicbtzurück- treten bmter dem Strcxben, fich eine mög1ichst aUgemeine Bildung an- zuxignen. Es mag ja sein, das; einzelne Kandidatinnén nicht den aetstigen und körvexltcben Anforderungen genügen können, aber wenn sie dteselben Anspruchs erheben wie die Männer, dann müssen sie auch denselben Anforderungen genügen. Durch eine Herabminderuvg der Anforderungen an die Lehrerinnen dürfen wir nicht einen Ansturm auf dieses Amt veranlassen, sondern aße Bewerber um dasselbc müffeu dazu voÜkommen qualifiziert sein.
Abg. Dguzen b „erg (Zentr.): Wenn fich die Verwaltung Jahre lang ge en bre Einfuhrun des Oberlehrerinnen-Examens Yesträubt bat, fo st zy bedauern, da? fie das nicht für immer abgelehnt, son- dern schließl1ch nachgegeben bat. Schon die erste Prüfung weist doch das Maß der wiffenschaftlichen Kenntnisse nach; bei der Schul- vorsteberinnen-Prüfung ist immer etwas Eitelkeit mil im Spiele. Ich bitte, diese zweite Prüfung nicht länger bestehen zu [affen und eine neue Yrüfungßorbnung aufzusteÜen. Die zweite Prüfungistebenso unnötbig wle verderbltckp wirkend.
Abg. Wxtekamp (fr. VMM): Ich bin mit den Ausführungen des_ Abg. Fetedberg einverstanden. Die Entwickelung des höheren Madchenschulwesens bat die Notbwendigkeit der zweiten Prüfung er- geben, die erste allein genügt nicht mehr. In die erste Klasse mMen auch Lehrerinnen kommen, das ist aber nur möglich, wenn ihre us- bildung erwätert wird. Dazu müssen wir an fie aUerdingö dieselben Anforderungen stellen, wie an die Lehrer. Aber Es müßte nicbt erst in der Oberlehrerinnen-Prüfung eine Scheidung der einzelnen Fächer vor- genommen werden; schon beim Lehrerinnen-Examen müßte zwischen Haupji-d und Nebenfächern unterschieden werden, um Usberarbeitung zu verme en.
Wirkliche: Gebeimer Obex-Regiermtgs-Ratb ]). Dr.Schneider: Wir haben zwischen den vollstandig und den unvollständig organisierten höheren Mädchenschulen zu unterscheidenx Wir haben einmal die Schulen mit neunjährigem Kursus und 7 Klassen, und dann die große Menge von Schulen in kleineren Städten, für die ein so großer Apparat nicht erforderlich, ist. Mit diesen leßteren Schulen haben die Schulvorstehermnen zu thun, und die "Damen haben nichts weiter zu than in der zweiten Prüfung, als ihre Fähigkeit nachzuweisen, eine solche Schule zu leiten. Die zweite Prüfung hat sich eben als nothwendig herausgestellt; die Lehrerinnen verlangten selbst„ die Fähigkeit zu Vorsteherinnen nachweisen zu können. Persönltch bin ich ein Gegner aüer Prüfungen, nicht weil" ich an mir ober meinen Kindern schlechte Erfahrungen ermacht batte, sondern mejk e_ine Prüfung, die fich immer im engen
ahmen bewegt, nicht xin r_tchtiger Maßstab für die Kexnjniffe ist. Als Viidunq kann ich die Fahigkeit bezeickxnen, selbst winenschastlich zu arbeiten.
Abg. Schall (was.): Man will die Lehrerinnen in den oberen Klassen den akademisch gebildeten Lehrern _völlig gleichsteUen und hat deshalb die zkveite Prüfung eingeführt. Es ist aber berkebrt, Lehrerinnen, die das Oberlehrerinnen-Examen 1113171 bestanden haben, nicht zu den oberen Klassen zuzulassen. ,Die zwe'tte Prüfung 18 überflüssig, fie ist nur eine Sache des Ebrgeues. Wu: wollen gebildete, aber keine e- lebrten Töchter. In Mädchenschulen kommt es nicht auf die intellektue e, Zondern auf die Herzensbildung an, wir woüen keine emanzipierten Frauen
oben. Die Madchensmüssen für den Beruf als Gattinnen und Mütter erzogen werden. Gewtß müssen auch die Frauen zum medizinischen Be- rufe zu elaffen, aber njcht auf dem üblichen akademischen Wege dazu vorbere tet werden. Dre Frauen klagen sebr viel über Ueberbürdung durcb Dinge, die fie, nachher garnicht verwenden können. Durch das angestren te akademtsxbe Studium leidet die körperliche Entwickelung, wir mü en die Madchen gesund erhalten. Das Oberlehrerinnen- Examen und das Handarbeits-Cxamen soUte den Lehrerinnen wknigstens nicht zu schwer gemacht werden; auch beim Tarnlebrerinnen-Examen Werden viele übetfiüsfige tbeoretische Kenntnisse verlangt. Bei 1olcben Anforderuogen an die wtffenscbaftlicben Kenntniffe werden die Leb- rerinnen fich bemühen, aus 132,11 Schülerinnen Pbilologinnen zu machen. Wir wollen keine emanzrpierten Blausttümpfe, sondem tüch- tige Frauen_ und Mütter nach dem Vorbikde unserer unvergsßlicben Königin Lutse, an die; uns der heutige Tag erinnert; auch unsere egeiFTktigte Herrschern: ist als Gattin und Mutter ein Ideal edler
e 1 et .,
Abg. Dr. Enneccerus (nl,): Wer lebts, mus; boch über den- jenigen sieben, denen er lebtt. Wollen Sie das nicht, so bringen Sie die Bildung herunter. Das erste Examen wird mit 18, 19 Jahren abZeleßt; bon wiffenfchafflicher Qualifikation kann bei diesem Altér ni t die Rede sein. Das Vorsteherinnen-Examen aber ist wesentlich praktischkr Natur. Will man die Lehrerinnen auch in den oberen Klaffen der höheren Töchterschulen unterrichten lasen, so muß man auch das dritte, wisseyschaftliche Oberlehrerinnkn-Examen gelten lassen. Dieses Cxamerx emwrnbt allerdings dem Oberlehrer-Examen; die An- forderungen, dle mgn da stell), find aber keineswegs zu hochgespannt. Die berer sollen mcbt verdrangt werden, vor allem nicht durch unter- wertbÄF LFKLJF?" ick) (Z t ) H
' g. r. r en 17. : err Ennecckrus Nelli die Frauen auf dtxselbe Stufe" wie die Märxner; die Frauen erheben dieselben Anspruchs, also mussen ste auch dteselbe Vorbildung nachweisen. Das ist aber gerade ber Fehler: die Frauen soUen nicbt dieselben Ansprüche erheben; Ungletcharnges kann man nicht gleicbstellen. Schon jetzt werden an dke Lehrerinnen sehr hohe Anforderungen gestellt; sie stehen in_ibrem Waffen immer Hoch bimmelboch über déi! Schülerinnen. Dre Scblzlen soÜen boch ntcht gelehrte Damen erziehen, sondern die
Kxnder fur das praktische Lebxn vorbilden. Geschieht das nicht so :ck?ng drbeiffYsfZch-Zlicdkchß ämtch r,!ctbtdentFöFZeren Klaffen der Gymnäfien 11 em er e! ' . ;?
die XYZverliMd AuYildung der4YX-Zchen F„„wud (,s kommt “"ck auf
21201? _as e_xus uxn :* in die Berat un d gabebeurOdtePUnstIeY 1ttä)teni eintritt, stellt h g er Aus-
. r. or en r. e_nen Vertagun Fantra , i ' aber au Ersuchen des _bg. Vr. Böttinger (ul.!)zzurück,J de: Ltr 9??? kurze Anfrage stellen'wtlz. Dzese Anfraae bezieht fich auf“ die An- fteuung bon Extraordtna1_ten fur die Geschichte der Medizin an der Mehrzahl der Univerfitaten. Das Personal für diese Lehrstühle Werde fich_schon fmden, wenn man rnit der Errichtung dieser Lehr- stühle allmählich vorgehe. _
Ministerial-Direktor Dr.Altbon: Einstwexlenjfeblt es noch an
der genügenden Zabl geeigneter L_ebckrafse; für Berlin tft hinreickoend gcsorgf, und wir werden auä) an die anderen Universitäten denken.
Bei den medizinischen Prüfungen wird auf die Geschichte der Medizin ein besonderer Nachdruck gelegt. .
Nunmehr verjagt der Präfident mit „Zustimmung des Hauses um 41/4 Uhr die weitere Beralhung bw Freitag 11 Uhr.
Literatur.
Von der neuen, woblfeixen Außgabe 1er „Geschichte der Revolutionszeit (1789-1800)“ von Heinrich von, Sybel (Stujtgart, J. G. Cotta'sche Buchhandlung, Nachfolger) liegt 1€ßt der zw e ite B an d voUanet vor. Er schildert den St11rzde3franxi§fischen Köniatbums und den Feldzug in der Chamvaßne bis zum _Ruckzuge der Verbündsten aus Frankreich. In _der 13. Lieferung begtnnt als- kann mit der Beschreibung des franzöfikcb-engliscben Kriegks der_dritte Band. Die Außgabe wird im Ganzen 60 Liefcrungen zur:; Preije von je 40 H umfassen.
_ In der Sammlung „Meyer's Reisebücher“ (Berlin und Wien," Bibliographisches Institut) erschien der Band „Türkei, Rumanien, Serbien, ulgarien" soeben in fünfter Auflage. (Pr. geb. 7 «M) Derselbe ist ganz neu bearbeitct und wesentlich ver- mehrt, besonders durch eine ausführlichere Beschreibung der unterkn kO_onaustaaten, bie fich der abendländischen Kultur immer mehr zu nabern bestrebt'find und auch seitens der Touristenwelt eine größere Beachtung verdtenen, als ihnen bisher zu Weil gewo1b7n ist. Neu ist die Schildernngder Route durcb Siebenbürgennach Bukarest : eine Folgeder Verlegung der Ortent-E preß-Verbindung von RustscbukuVarna nach Bukarest-Constanßa. etner find in die neue Auflage auf enommen: die neue anatolischc Bahnstxecke Eßkk-SÖIbir-Konia in lein-Afien und die neuen Bahnlinien in Makedonien: Salonik-Dedxagvatscb und Salonik-Monastir. Meyxr's .Tüxkei' ist noch immer das einzige deutsche Handbuch femer Art und von allen denen, die weniger studieren und 1-3se_n, aber desto mehr schaue*n wollen. mit Rth geschäßk. Dkk jahrlich wachsenden Zahl 1olcher Touristsn, die zu ihrem Vergnüaen nacb dem Orient rcisen und nur mit den in der Nähe der Eisenbabnroute gelegenen Hauptsebenswürdigkeiten bekannt ßemacbt sein woüen, bietet das BUÖ eine zuver1äsfige Füh- rung. Das für eine Orientxeike ganz besonders wichtige Einleitungs- Kapitel belebrt fie kurz und 1chnell über die unumgänglich nothwendigen Vorkenntnisse und extbeilt ihnen auch noch mannigfacbx andere nützliche Ratbscbläge. Das tetche'kaxtoarapbiscbe Maferial, welches6Kar17n owie 26 Stadtpläne und Gruadtiffe umfaßt, wird noch durch ein großes ano- rama von Konstantinopel (aufgenommen vom GaTata-Tburm) Der-
'in:
Julius RaussniNVerlagvou Simen- rotb und Troschel, Berlin; Preis 1 .“), dre _Scbriften -Gericht, Gerichtsberr, Vertbeidigung“, Vorschlage zumßnthxrs de: MilijärstrafgkrickÜSQrdnung von Profefftzr Dr. Oetker m Wyrzburg (Verlag bon Dunckér u.Humblo_r, Lsztg; Preis 80 ck31, .Krttische Bctrachtuyqen zur Milttar-O_trafprozesz-Vorlage' von Professor Dr. Far. Von Marc? (Bezltn, R von Decker's Verchg) und ,Das bavcrtsch obxrste Milita_rgertch1“, ein Gutaäytcnuberdie Flage: ,Bkgründcj die Sonderrechtssteaung BaysrrdexffenYnjprx-ck, auf ein eigxneI obexskes Gericht 11-11 deutsäyen MrlgtarstraWrYeßP bon kemselbsn Verfasser (Verlag von E. S. ,Mtttlxr x_x. Sohn, Bkrlin; Preis 50 Y), sowie Heft 3 der .Soztalen Stret!“_ragen': .Der Schuß der Baubandwerker - Betrachtungen uber bie Geseßentwürfs zur Stckxkrung der Bauforderungßn“ von Hsinrtch
b a r k e it * von Rechk§anwa1t
F reef e, Fabrikbssißkr (Verlag von Wilhelm Möllér, Berlin; Preis 65 „z). „ _ - Die bekannte Halbmcnafsfchrtff .Die Gesellschaft ,
herausgegeben von M. G. Covrad und L_. Iacobowski (Verla? von Hermann Haacke, Leipzég) hat das Heft 17 des laufenden (14. Jahrganges als „Faschingsuummch Etschemkn lassen. ,YUZ der _Fulke humoristiséyer, satirisckyßr, tragikonitscher und phantastrcher Bklttäße
und dxu fesselnden Inhalt des Heftes béldexx, fälLt vornbhmlicb die Reichhaltigkeij der Lyrik auf, welcher dsr als Lertxr der Redaktton neu eingetretene Ludwig Jacobowski offenbar eine besondere Sorgfalt zu thek! werden läßt. Außer eigencn formfchönenDichtungen hat er so1chen vonOSear Linke, Martin Greif, FranzDiederich, Pa_ul Römer und Anderen Auf- nahme gewäbrj. Einige närrische Einfalle Paul Schkerbartzs, det überhaubt in seinem ganzen Schrifttbum den Schalk hervorzu- kebren liebt, Haben bier einsn aeeignetpn Play gefunden. Aufsäße aus dem Kunstleben Berlins und Wiens schlikßen die Nummyr anregend ab. - Der Abonnementspreis der Zeitscbtift bsträgt pro Quartal (6 Isle. 121329 im Umfange von 4 bis 5 Bogen, nebst drei Posträts uartal) 4 «xs, der Einzelpreis des Hefts 75 45.
Land- und Forstwirthséhaft. Weixeneinfubr Marseilles.
Nacb den Wochenüberficbten des ,Sémapbore“ betrug die Weizen- einfubr MarseiUes auf dem Seewege:
vollständigt. - Cine vortreffliche Ergänzung zu dem Führer bildet der in demselben Verlage und ebensaUs in neuer (zweifer) Auflage erschienene „Türkische Sprachführer" (von W. Heintze, Direktor dxr Kaiserlich ottomanischen Bank in Smyrna; Pc, geb. 5-48). Das kleine Taschenbuch ist in dieser neuen Ausgabe gänzlich _umgearbeitet und stark vermehrt. Däe Anordnung ist dieselbe vraktikcbe, wie Kn den anderen Mcyer'schen Sprachfübrern;_ uamenilich smd die An- merkungen, die mit den Sitten und Gebrauckzen des Landes und seiner Bewohner so bequem im Moment der BLURQUKI bekannt machen, sehr dankenSwertb.
- Unter dem Titel .Samariterbuch für Jedermann“ ersebikn in 7. verbesserter Auflage bei O11o Salle 111 Berlin eine von dem pxaktifcben Arzt in Braunschwexg Dr. 11186. W. Eydam berausgrgsbenc, aÜgemein verständliche Anleitung zur ersten Hilfe- leistung bei Unolücksfäüen. Vorangeschickt ist eine Schilderunéx des Baues dks mcntchlicben Körpers. Dann folgt der eigentliche pra tische Theil, enthaltend Beschreibungen der Verbandmittel, der Verbände und der am häufigsten vorkommenden Unglücksfäüe (Blutungen, Er- frierungkn, Ekstickungen, Ertrinken, Hitzsckxlag, Knochenbrüche, Ohn- macht, Quetschungen, Verbrennungen, Vergiftungen, Verstauchungen u. s. w,) mit entsprechender Untsrweisung für ihre „erste Behandlung. Der Inhalt isF überfickptlicb gruppiert und ermöglicht in Notbfällen Line schnelle Auffindung des Gssuchten. Zahlreiche Abbildungen dienen zu anschaulicher Erläuterung.
- Deutsche Iuriften-Zeitung, beraußgeaeben von Pro- feffor 1)r. Laband, ReiÖSJerichts-Ratb a. D. ])r Stenglein und Rech16anwalt Or. Staub. 111. Jahrgmxg, Heft 1-6. Berlixz, Verlag von Okto Liebmann. Preis vierteljabrlicl) 3,50 „16- - Dre ersten sechs Haste des Jahrgangs 1898 find vornehmlich der Erörte- rung der zahlreichen, dem Reichstage bezw. dem preußijcben Landtage zur Beratbung vorliegenden wichtigen Gesetzentwürfe akwidmet. So verbreiten fich Professor Dr. Wack), Kammergericht»Senatö-Präsädent a.D. Neffel, Ober-Lanbesgeriehtö-Rakb (192118 und Amtßgerichts-Ratb Zastrow über die Novelle zur 311) lvrozeßoxdnung, Larxdgexichts- Rath Neukamp insbesondere über die Zivilprozeß -5_)koye11e m tbrem Verhältniß zu den am 1. Januar 1900 anbarzgtgen rozeffen, Professor Jacobi über „Passwe Vereine in der Zimlprozeß- oveüe', Ober-Amtstichter Burlage Übkk die Reform ber Vefcbrankunaen der Sackopfänduns, Rechtßanwalt RauSniY über du §§ 136 und 274 dxr Zivilprozeßordnung. Landrichter Vol mac handelt uber den Voxtchnm der Zivilprozeß-NoNlle,Landrichter Delius, und Rccbtkanwalt Leo_uber das Mahnverfahren in der Novelle, zur Zjviwryzeßordnung, Gerichts- Assessor 1)r. Hirsckofeld über die Klage vor Faüigkeit des Axspruch's, Reich9gerichts-Ratb Sievers und Rechxsanwalt Staub uber die Sckpadensbafmng wegen provisorischer VoUstrxckung, RechtSanYalt Rosenberg über das Armenrccbt, Angencbts - Rath Milser- s-taebi über die Entwickelung des deutschen Enjmundiaungsverfabrxns, Professor Dr. von Schulte über die Frage, ob die Fordergrzg emer konfesfioneüen Eidesformel berechtigt ist, Rechtsanwalt Hemtß über die Beratbuna der Novelle zur Zivilprozeßordnuyg in der Komuxisfion des Berliner Anwaltvereins. Prossffor 1)r. Wach außect fich über die Zu- ständigkeit des RLicbsgerichts, Reichsgeriäxts-Raxb Pejersen'und ReckUS- anwalx Lots über die Ent1as1ung dcs Re1ch§gerrch1s und 'die Erhöhung der Revifionssumme. Handelskammer-Syndtfgs Dx. Riese'nfeld über den Entwurf des Geseßes, betreffend die fretwißtse Gertchtsbarkext, ObereLandeßgerichts-Pcäfibent Eccius über dw Vorschriften_ m Betreff der Beuxkundung nach dem Entwurf des Gesxßss uber die freiwiüige Gerichjsbarkeit, Profeffor Eck und Landqertcbts-RZTH Meisel über die gerichtliche oder notarielle Form der Rechtögeschaste (Art. 141 dés Einführungßgeseßes zum Bürgerlichen Gesetzbuch), Rechts- anwalt Weißler über das notarielle Testament. Professor Seuffxrf und Direktor des Deuxfchen Kreditorenvérbandes Gottschalk handeln uber djs Novelle zur Konkurßordnung, ReichsgerichtE-Ratb a. D. Stenglcm
übkr dcn Militärstrafprozeßentwuxf, Profeffqt Arndt über das Budgetrecht und die Marinevorlage, Prwaidozcnt Zastrow über das materieüe Recht im preußischen Gxsefzenxwurs, be- treffend die Diszipkinarverbältnifie der Prtvatdozenten an den Landeb-Unibers'ttäten. Professor Endemann _ erörtert den Einfluß dss Bürgerlichen GexetzbucHS auf di? landeßreäpf- lichen Lottexieberbote, Reckvtsanwalt Fränkel die Frage, ob
die Mietb-, Pacht- und Dienstverträge obne Rücks1cht auf die ver- tragsmäßig festgessßte Geltungsdauer derselben am 1. Januar 1900, dem Tage des Inkrafttretens des Vüraetliäpcn Gessßbucbs, vonjsdem Betbciligten gekündigt werden können, Professor von StenÉel die Strafrechtspffcxgg über die Eingeborenen in den beutschxn ckUß' gebieten, Poltzct-Affe or Simeon die Reform der Sjrawrozeßord-
. genannten Geseßkntwürfe enthalten Heft 7 der
nung in Frankreich, taats-Minister Hercfurtb den Zeitpunkt der Neuwahl des Reichstages und, bes preußijckpen Abgeordnetenhauses, Mit „dex Nopeüx zur melvrozeßordnuna, mit den (Entwürfen einer Milztarsttqssertcthordnung und ihrer Ncbengeseße, sowie mit _de'n Entwurfen eme? Reickosgeseßes, bejréffend die Sicheeung der Bau- xorderungen,_ und emes preußijchen AuLfübrungSgeseyes befassen fich ferner Aufsaße vox1 von Harder-MananLm, Beling-Breslau und des FZÉTM-YEYMÉ “twelcbe im ersten Heft des 10. Bandes (1898) Berlin) veröffentlicht s;rjl?.rat:1rb1e1ttes (Karl Heymann's Verlag, Eingehendere wissenschaftliche BetrachtunZZn Züber einige der Berliner Anwaltvereins: „Der Entwu et-Hffentlichungen des über die Angelegenheiten der freirnfxilkixxeex? Géxe-iscehY?
m der Zeit vom 4. bis zum 10. Februar . 102 925 62, davon aus Rußland . . . . . . . 57 375 . in der Zeik vom 11. bis zum 17. Februar . 140 495 „ davon aus Rußlavd . . . . . . . 53 650 , in der Zeit Vom 18. binum 24. Februar . 77 675 „ davon aus Rußland . . . . . . . _. . . 67 300 , in der 3211 vom 26. Februar bis zum 3. Marz . 146 100 „ davon aus Rußland . . . 113 900
„In den Docks und Entrepojß v'on'Marf'eiU'e “befanden s1ch a'm-
2. März.?19750 ä7..
Wasbingjon, 10. März. (W. T. V;) Der Monats. bericht des Ackerbau-Depariements schaßt die Wetzenmenge, welcbe fich am 1. d. M. noch in den Händen der Farmer befand auf 22,9 9/o der gesammten EMU des Vorjahres, d. b. auf 121 Miaionen Busbels, den Mais, ker fich am 1. März in den Händen der Farmer befand, auf 41,1% der Ernte des Vorjahres oder 783 Miüionen Busbels. Die Menge des zum Vsrkauf be- stimmten Mais stellt 86,8 0/0 der Gesammtcrnte dar. Die Hafer- vorrätbe der Farmer belaufen fick) auf 38,9 0/0 der Emte des Jahres 1897, d. h. auf 272 Millionen Busbels.
Handel und Gewerbe.
Tägliche WaZTLn estellung für Kohlen und Koks an der ußr und in Oberschlesiea. An der Ruhr sind am 10. d. M. gestellt 13 721, nicht ruh!- zeiüg gesteklt keine Wagen. . In Obexschles ien find am 10. d. M. gestellt 4907, nich? recht- zeitig gestellt keine Wagen.
_ Nach dem Bericht der Preußischen Pfandbrief - Bank für das 35. Geschäftsjahr 1897 haben die verschiedenen Geichästs- zweige der Bank an Ausdehnung ewonnen. Die Emisfionsxiffer konnie um etwa 12 Millionen Mark erbö twerden und *die neuen Beleihungen betragen etwa 13 Miüionen Mark. Nach Maßgabe der General- versammlungsbeschlüffe vom 20. März 1897 fanb eine Erböbung des Aktienkapitals um 3 Miüionen auf 18 Mtüionkn Mark statt. Wegen nahezu beendeter Begehung der Zzo/o Pfandbriefe FULL. Emission veranstaltete die Bank gegen Ende dss Jahres eine neue Emission von 50 000 000„4é 34%, bis 1908 unkündbarer Pfandbrisfe. Der gesammte Hypothekenbsfiß ist bis auf 9000 „M durchweg zur ersten Sthe eingetragen. Jm Hypothekengescbäft wurden für etwa 11 Millionen Mark Beleihungen abgeschloffen. Dcr gasammte vaotbkkenbestand bat auf etwa 114 MiUionen gehoben. Der Wsrtl) dar bierfür_ Verpfändeten Grundstücke ist a-f xtwa "211 Millionen Mark geschaßt. Kommunal-Darlehne wutdu m Höhe von etwa 1150000 .“ und Kleinbabncn-Darlebne in Höhe von etwa 3200 000 „M abgeschlossen. Der Reingewinn betxäk 1,274 391 «M, welcher, wie folgt vertheilt wird. Nach Abzug des:? - 11chen Saldo-Vorjrages aus 1896 mit 133 731 .“, der für die V? rechnung der Tantiézmen und Reserven ausscheidet, entfallen auf die außerordentliche ReYrve 57 032 „z, Aufficbtöratb und Vorstand nebß Beamten erhalten an anti'men js: 68 439 „46 Zur Kavitals-Resetve fließt der aus der Kapitalger öbzmg bertübrende Gewinn mit 445 159.“ Von dem Nestbetrage des Remaewinns 1:1 Höhe von 1080 478 .“ gelangen 6x % Dividende mit 975 000 .“ zur Vertheiluns, während die verbleibenden 105 478 „Fk auf neue Rschnung vorgetragen werden. “- Gestern Vormittag wurde eine „Allgemeine Ausstellung von Neuheiten und Erfindungen“ im Meßpalaft, Alexandrinenstr. 110, eröffnst. Der Votfißende des Deutschen Export- Vcreins, Fabrikbefixer Moriß Rosenow, erläuterte iu emer kurzen Ansprache den ZWL der Ausstplluna, welche die Pfiege und Förderung, der deutschen Industrie zum Ziel habe. Der Termin Für die Ver- anstaltung sei gleichzeitig mir dem der Berliner Frühjahrs- mess e vom 10 bis 16. März gewählt, weil erfabcMJSgemäß die Meßbesucber allen industriellen Neub kiten reges Injeceffe entgegenbrächfen. Der Deutsche Export-Vsrein woüe du1ch diese Sonderaußsteüung de:: Urhebern von Exfindunaen und Neubxiten die Möglichkeit schaffen, bei Gelegenheit der Meffe ibre industmeüen Erzeugnisse einem großen Kreise von Interessenten des können. Der Katalog ker Aussteauvg weist 781 AuGsteUungSgegeu- stände auf, Welche von ejwa 650 Firmen gebracht find. ES wird beabficbügt, diese Veranstaltung reg mäßig zweimal 1117 Jahre in Verbindun wiederholen. Ein Emnittsgelb wird n1cht er oben, JnXereffenten ber Einirikf gegen kostenfreie Empfangnabme einer (Ein- jr'xjtekatte und des Katalogs, Welche im chtxal-Bureau_ das . Vereins verabreicht werden, gestaLtet. Am Sonntag bletbt dle M slellung geschlossen.
In der ordentlichen Generalbersammlung der Schlesisebu Voden-Kredif-Aktien-Bank in Breslau vom 10. März__w1u1i die vorgelegte Bilanz genehmigt, die Dividende auf 71% jurdU Jab: 1897 fest eseyt und der Verwaltung Entlastung ertbeilt, . aus dem Auffi töratb infolge Ablaufs der Amtsdauer ausschejdudü. Herren wurden wiedergewählt.
-- In der heutigen außerordentlichen Generalbersaznmluna U! Süddeutschen Bank in Mannheim wurde, wie dre „N. Bad- Ldsztg.“ meldet, die Erböbung des Aktienkapitals von 3 “f 6 Miklionen Mark einstimmig beschlyffen. .
(thluß in der Zweiten Beilage.)
(in Vers und Prosa), Wklck)? auf das Karnevalstreiben Bezug haben *
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In- und Auslandes borfübreu xu zur Ausstelluxls- ?
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