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Stk" sven?! ncht *ei' A en “rei art ck, kie- eh »die; “Decks- und Ma/scbinendienstes Wa e m'Wacbe. Die abJelöste Wache darf nur in dringenden Fällen zu Scbiffsd ensten verwendet' werden* Zedocbist, wenn Wache um Wache gegangen wird, der S ifmeann verpflichtet, während der Freiwache sein Zeug und die von ibm benußien Schiffsräumlicbkciten zu reinigen und in Ordnung zu halten. Auch isi auf Dampfschiffen die abge- lösie Maschinenwache verpflichtet, noch das nach der Ab- !öfung erforderliche Ascbbieven zu besorgen.
Unter welchen Umständen die Mannschaft in mehr als zWei Wachen zu geben hat, bestimmt der Bundesrats).
§ 36. * Anf Seefischereifabrzeuge finden die Vorschriften der §§ 33 bis 35 keine Anwendung.
§ 37.
Bei Sriaefabr, besonders bei drobendc-m Schiffbrucbk, sowik bei Gewalt und Angriff gegen Schiff oder Ladung hat der Schiffsmazm alle befohlen? Hiiie zur Erhaltung boi: Schiff und Ladurag unweigerlich zu lkisti'n und daif obne Einwilligung dcs Schiffers, solange diessr selbst an Bord bleibt, das Schiff niht verlassen.
Er bleibt Verbunden, bLi Schiffbruch für Rittuna der Pcrsdnen und ihrer Sachen, sowie für Sicherstellung der Schiffsibeiie, der Gerätbschaiten und der Ladung, den Anordnnnaen drs Schiffers gemäß, nach besten Kräfte'n zu sorgen und bei der Bergung gegexn Foribezug dsr Heuer und dsr Verpflegung Hilfe zu leisten.
§ 38.
Der Schiffsmann ist, aua) WEnn der Hradrvertrag in- folae einss Viriusiss dcs Sibiffés bemidigi iii (§ 64), verpflichtet, auf Verlangin bci drr Vriklarung mitzuwirken und seine Aussage cidlicb zu bestärksn.
Dieser Vkrvflichtung bat er grae'n Zahlung dereiwa crivachsi-nden Versäumniß-, Ré'isk- und Verpflkgungskosten, deren Höhe im Streitfalle die Verklarungsbsbörde, im Auslande der Konsul festzuseßen hai, nachzukommen.
§ 39.
Stellt sich nach Antiiii der Reise heraus, daß der Schiffs- mann zu dem Dienste, zu welchem er sicb berbéucxrt bai, untauglich ist, so ist der Schiffkr bringt. drn Sch ffsmann, nicht aber den Schiffsoffizikr, im Range Hérabzuxeizen und seine Hkner ver- bältnißmäßig zu verringsrn.
Macht der Schiffer von die'ssr Befugniß Gebrauch, so hat kr die geiroffrne Abordnung, sobald ibunlicb, in das Schiffstagsbucb einzuiragen, di? Eintragnng dem Schiffsmanne Vorzulesen und in dem Tagebucbe zu vermsrken, daß und wann diks ge- schehen iii. Vor dé! Eröffnung und Einlrammg tritt die Verringerung der HLULT nicht in Wirksamksii.
Dem Schiffsmann ist auf Virlangen eine vom Schiffer unterzeicbnste Abschrift dekr Eintragung auszuhändigkn.
Gegen die gktrofsens Anordnung kann *OLTJ Schiffs- mann die Entscheidung di-s Si-emannsamis anrufen, Welches zuerst angrgangen werden kann. Erst nach Ent- scheidung drs Ssemannsamis, falls aber ein solchks nicht angerufen ist, bei der Abmusterung, diirfen Eintragungen über den Sach56rbali in das Seefahrtsbueh, und zwar nur durch das Sedmannsamt, borgenommen werden.
§ 40,
Di? Häuer ist in Erméangeiung Eitler andxrw-Zitigen Abri?“ born Ciipunkte der Anmusikrunß an 311 zubikn. Eins Abreds, dxß die euer von einem späteren Zeitpunkt an zu zahlen sei, ist
nichtig, wenn die im § 30 Abs. 1 vorgeschriebene Angabe unterblieben ist. § 41.
Die Heuer bat ddr Schiffsmann, sofern keine andi'ré Ver- einbarung betroffen ist, erst nach Beendigung der Reise oder des Dienstverhäbniffes zu beanspruchen.
Dsr Schiffsmann kann jedoch in einem Hafen, in welchem das Schiff ganz oder zum größeren Tbc-il knilöscbt wird, die Auszablung der Hälfte dsr bis dahin brrdienten H:“119r (§ 75) verlangen, sofern bereits drei Monate seit der Anmusterunß vrifloffckn find. In gleicher Wise ist der SÖÜffÉ-ff'kini! bii Abiaui ie wiiiprx'r drei N?xmaic Pack) der früheren Auszubibxg ;vicdx-rxm die Auszahlung dsr Hälfte der seit der [LKW A:.iszablndg vkrdiiiien Heucr zu fordern bkrichiigi.
§ 42.
Die Auszubiung dcs dcm Schiffsminne bsi der Be- cndigung des Diensibcrbältpifsi-s znsieiwnden «x)euergut- babens inuß an ibn persönlich ilild, soweit nicht im Auslande die bortiqsn Eeseße cine' anderd Bexbördc bcsiimmen, vor dem abmusternden Seemannsamt oder durch dessen Vermittelung geschkben und don diesem in dsr, Abmui'ierunnge'rbandliiiig bc'scbi'inigt Werden. Bci Verbindernng drs Schiffsmanns ist mit deasen Zu- stimmung die Uriszablung an ein Familiex-mitglied zulässig. In einer Wirtbschaft darf die' Abszahlung nicht borgenommen Werden.
V0]! der Mitwirkring des Sikinannsaints darf ab- gesehen werden, wcnn sic Obm- Vc'rzögerung; dcr Rkise nieht berbkigéfübrt werden kann.
Das Séemannsami isi verpflicbtet, bci der Ab- musierung, die dem Schifssmann auszuzahlende Henkr auf dessen Antrag ganz oder theilweise in Empfang zu nebmen und unter Abzug der entsix-bc'ndcn Korsten 11ach Angabe des Schiffsmannn an auswärts wobncnde An- «börigk desselben Odkr an Sparkassen oder sonstige
erwabrungsstellen zu übermitteln. § 43
InWieiVLit vor dem 'Untritte der Reis:? Vorschußzablungen auf die Heuer zu leisten ode'zr Handg-ldyr zu 35:41)an sind, bestimmt in Er- man..ksung einkr Vereibbarumx d:"! Ortsgcbrarh dcs anrns, in wslcbem dcr Schiff6mann angemxstkri wick.
§ 44.
Alle Zablunden an Scbiffsleute müsscn nach Wahl der- selbe», VorschußzablUi-«en jedoch nach Wahl des Schiffyrs, cnthder in baar oder miitels einer auf irn Rheder auszesieuien Anw-zisung deleisiet werdkn. Die Zabibarkkii der Anweisungen darf bei Vorschuiizablungen au die Bedingung geknüpft Wkkdkk', daß der Schiffsmanii sich bei der Abfahrt des Schiffes an Bord befindet. Im Übrigen muß die Anweisung unbedingt und aufSicht
gefiellt sein. 45
§ „.
Vor Antritt der Reis: isi ein Abrrcbnunßsbucb &nzulegen, in welchemdirverdientc «Hsuer nnd der verdienteUeberftunden- lobn in regelmäßigen Zeitabschnitten zuxberecbnkn, sowie alia auf diE Heuer geleistztkn Vorschdfz- und Ab1chlagszablungrn nnd die etwa gegebenen Hmdgeldcr, bei Zahlung in fremder Währung auch drr zu Grunde geiegte Kurs, cinzuiragen smd. In dem Abrechnungsbuch ist von dem Schiffsmann über drn Empfang Yder Z1blung zu q'iittieien. Die Zahl der geleisteten Ueber-
unden, sowie der danach verdiente Uebersiundenlobn ist
nach jedesmaligem Verlassen _eines Hafens in dem Ab- rechnungsbuch zu vermerken; !odann ist disier Vermerk dem Schiifsmann zur Anerkennung vorzulegen. Ver- weigert er die Anerkennung, so ist auch "dies im Ab- rechnungsbu c„iuvermerkcn.
Ferner it jcdcm Schiffimann, der LJ vrrlangt, noch ein be- sonderes Heuerbucb zu übergeben und darin ebenfalls die bcrdiente Heuer, der verdiente Uebersiundenlobn, sowie jed€ auf die
- Heuer des anabers geleistete Zihlung einzuiragen. Vor der Ab-
musierung ist dein Schiffsmann in diesem Heusrbuch sein Gesammtguihaben zu berechnen.
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* Wenn“ die Zabl der MannsIast des Decks-_ und Maschinen- dienstes sich während“ der Reife beimindert, so' muß der Srbiffér diese Mannschaft ergänzen, soweit die Umstände es er- fordern und gestatten. Solange eine Ergänzung nicht erfolgt, sind die während der Fahrt ersparten Heuer- gelder unter diejenigen Scbiffslcutedssfelben Diensizweigs, Welchen dadurch eine Mehrarbi'it erwachsen ist, nach Verhältniß dieser und der Heuc-r zu vertbeilen. Ein An- spruch auf die Vertheilung findet jedock) nicht statt, wenn die Ver- minderung der Mannschaft durcb Cutweicbuug herbeigeführt ist und die Sachén des eniwichenen Schiffmanns nicht an Bord zurück- gebiiibsn sind. 47
§ .
Jn alien Fäkien, in iveichen ein Sibiff mehr als zwei Jahre auswärts vkrweilt, tritt für den seit zWei Jabrkn im Dixnst befindlicbi'n Srbifismann eine Erhöhung destuer eiii, WLW! diese nach Zeit bedungén ist.
Diese Ctböbunq wird,. wie folgt, bestimmt:
1) der Schiff:"jumie iriit init Biginn des dritten Jabres in dit? in der Music-rrolle bestimmte oder aus dsrsilben als Darabickynitisbstiag sir!) ergebknde Heuc'r er Lcichtmaix'osen und mit Beginn des vieris-i Jahres in die in dcr Musikr- rolie bkstimmte Heuer der Volimaxrossn ein; der Leichtmatrose erhält mit Bsainn des dritten Jahres dib in de:“ MusterroUe bkstimmie Heuer der VoÜmairosen und mit Bigixm des virrtin Jahres ein Fünficl dcrirlben mrhr an Henrik; für die übrige Schiffsmmmscbasi steigt die'. in dsr Musicr- rolle angegrbkne HML!" mit Begmw des dritten Jabies um kin Fünftc'l und mit B:“ginn bes dix'rirn Jabrrs um kik! sernkrcs Fünftel ibrks uriprün;.lichen Bktkags.
In den FäÜen dLs Abs. 2 Nr. 1, 2 tritt der Schiffdmann mit der Erhöhung der Heuer zuglsicb in dix. Lnti'precbende Rangklajse ein.
§ 48,
Die aus den Dienst- und Hrnerberträgrn bkriübrknien Forderrmgkn des Schiffers und der zur Schiffsmannschaft gebörigc-i Perionen, Wklck)? auf einem nach den §§ 862, 863 dds Handklsxxesétzbucbs ais Verschollkn aniusebkndsn SÖiffe fich befunden [)KbLU, werden iäliig mit Ablauf drr Liersckyivürnhiitsfriii. Das Dchstdsrbäitniß gilt foiaiin einen balbßn Monat nach dem Tage für bri'ndct, bis zn welchem die leßie Nachricht über das Schiff reicht. "
DTX Betrag der Forderungen ist dem Seemannsamie bes Oeimaibs- baféns zu übergeben, welchis die Ausbändigung an die Empfangs- berichiigten zu vermitieln hat. 49
§
Dem Schiffsmanne g(bübri Befbstigung für R-rbnun-x. drs Schiffes von dem Zeitpunkte dis Dienstanixiits cm bis ziir Bccndigung des Dienstberbälfnisses, Er darf dix? Verabr€ichten Sprisen UUO Gsiränke nur zu siincm cigcnen Brdaife bcrwrndeu und niibis davon beräußern, vsrgeudin oder sonst bei Skike bringin. Anstatt dsr Be- köi'éigxing kann auf Grund besonderer Abrede: eine ent- sprechende Geldentschädigung gewährt werdkn.
§ 50.
Die Schiffsmaxinsckyaft bai an Bord des Schiff€s Anspruch auf Einen ibicr Zahl und dsr Größ? dss Schiffss €!!ssD147Ölei'n, nur für sie und ibre Sachen brsiimn-xten wohlberwabrtin und gknügend zu iüftknd-n LogiSranm.
Kann dim S*biffsmann i::folge Eines Unfalls oder aus andersr- Grbnicn zeitwsilig ein U(ltkkkNmnéil auf dim Schiffe- nicht qswährt wsrden, so ist ibm ein anderweitig€s angemsssencs Unisrkommen zu
verschaffcn. I' 51.
Dir dem Schiffsmanne für den Tag mindestcns zu bxrabreichenden Speisen und Getriuke (§ 49) brsjimmrn sich, soweit nicht ein Anderes vereinbart ist, nach dem örtlichsn Rechte dss Hkimaibs- bafe-ns. De'r Erlaß iiäberkr B.ftiinmungen steht den LandrsregierUnJEn im Verordnungswsge zu.
Ueber Größe und Einrichtung des Logisraums (§ 50) und über die mindksicns mitzunkbménden Heilmiti-xl bc- schließt der Bundesrats).
§ 52. '
TU Schiffer isi berechiigt, bsi unßßwbbnlich [ab»,xxr T.:ucr der Reise“, oder wegen eiiiiieireteder Unfälle Line Kürzung der Riiiidnen oder eins Aend-rimg binsickpilicb dsr Wabl drr Spkisrn und Giränkr sintrrirn M lassen.
Er? bat im Sciziffsiagrbucb-Z zu bemerken, wand, aus w-Jiiix-Sm Grunde und ii: :::-(icht Weise eine Kürzung odcr Acndrrmig Lin- xxrtreicn is?.
Wéiin dies vkrsäumt ist. oder Mini die Vom Scbiffsr gstroffcncn Yinordnunqkn sicb als ungerrchtfch*3iigt orm" kilkck) icin VUsUbuldii berbéigefübri Ziivciskn, so gxbübrt dim SckhiffSinami sink dan Cfliliilii'u Embsbrnngrn ,cnispri'cbkndk Verßüiiinii. Ut'ber dieskn Anwi'nck) «'ni- sch€iiet unikr Vorbehalt iés RLÖTLWWÖ das Szcmannsami, bor !,)LlQeém abgkmusiert wird.
§ 53
Wynn cin Schiffsdfsizi€r odcr :;icbt wrnigir als ir.i Sciaiffslkuie bsi cinem Sismannsamis Bescbwerde darüber erbebcn, das; das Schiff, für w81ches sik angt-musirit sind, nicht ssetüchtig ist, oder daf; di.“ Vor- rätbe, welcbe das Schiff für den Bsdarf der Mannschaft an Speisen und Gétränkkn mit sich führt, iingknbgriid (“'der Umddibcn sind, so bat das Seemannsamt mit 11101": liabiier Beschleunigung Lille Untsrsuchung des Schiffks oder der Vorrätbe zu dkraniasscn, und das Er.49btiiß in das Schiffstagebucb kinzuiragen. Ami) hat das Ssemannsamt, falls die Beschwerde fiä) als begründet rrweisi, für die“ gi'e-igneie Ab- hilfe Sorge zu iragcn. ,
Kommt der Schiffer den zu dirscm Bkbufe gekiroffeiien Anordnungen nicht nach, so kann jeder Schiffsoffizier und jeder Schiifsmann seine Entlafsnng init der 1ür dkn Fall das Z' 69 Nr.1borgescbenen Wirkung (§ 71) fordern.
§ 54. Falls der SchiffSinaxm nach Aziixiti des Dienstes erkrankt oder eine Verlesung erleidet, io Trägt der Rheder die Kosten der
Virpflegung und Hiilung. Diese Verpflichiixng erstrcckt sich: 1) wenn der Schiffsmann wegen der Kranfbeii oder Ver- letzung dis RTM? nicbt aniiiit, bis zum Ablauf bon drei Monaten seit di'r Erkrankung odrr Verlcßung; 2) wenn kr die Rkise angetreten hat, „ a. bis zum Ablauf von drci Monaten nach dem Verlassen des Schiffes in einem europäischen Hafen, mit Ausschluß eines Hakas der Türkei, des Schwarzen und des Azowschrn Mecrks;
. bis zum Ablauf von sechs Monaten nach dem Vsrlassen des Schiffes in einem außereuropäi- schen Haim: oder in einem Hafen der Türkei, des Schwarzen odcsr Azowsckzen Meeres.
Die Verpflegung und Heilung k-k'lnll durcb Aufnabme des Schiffsmapns in eine KrankcnaniiIlt gewährt wcidew.
Wenn der wegen zkranibi-ir oder Vsrleßung im Aus- lande geblicbsne Schiifsmann mit Genehmigung des be- handelnden Arztes „nach einem deutscben Hafsn befördert und dort in eine Krankenanstalt aufgenommen wird, so erstreckt sich die Verpflichtung des Rheders auch im Falle 21) des Abf.1 längstens bis zum Ablauf von drei Monaten seit der Aufnahme in die Krankenanstalt.
Der Schifxsmann, welcher sich der Heilbehandlung grgen den Willen. des Aritks entzieht, Verwirkt vom Tage der Entziehung an dsn Anspruch auf kostenfreie Ver- pflegung und Heilung. Jm AUÖlaiide kann die i-Yin- willigung des Arztes durch die Genehmigung des See- mannsamis ersetzt werden.
Dem Schiffsmanne ebübri, falls er t'.icht mit dem S iffe nach dem Hafen der Ausriéijge (§1Z) zurückkehrt, freie Zurückbe örderung
(§§' 73, 74) *nacb-zdiese'm Hafen oder nach Wahl des S i ' entsprechende, im Streitfalle vom SeemannSamte Foffrekxu'fjké- feftzuseßeude, Vergütung *-i?*:“':;-,:=;ex*...»“- Ü § 55- ab EMW“, Liegt der Hafen der Ausreisx außerhalb des Reich?“ gxbiets, so kann der in einem deutschen Hafen Skbeuert' Schiffsmann in den Fällen des § 54 Abs. 5, des § 61Tbs,§
.*,4 *.
und der §§ 64, 66, 67, 74 die Rückbeförderung auch nach
dem Hafen, an welchm er qebeuert ist, verlangen. J übrigen kann vereinbart werden, daßfür die dem Schiffgm mann in den vorbezeichneixn Fällen zustehenden Rück: befördermigsansprüäpk an Stelle desHafens der Ailßreise Ein anderer Hafen, insbesondere derjknige, an welchem die Heuerung oder diE Anmustcrung stattgefunden hat treten soll. “
Uni'erläßi es der Rheder oder sein Vertreter, dem Anspruchs des Sckyiffsmanns auf freie Zurückbcfördcrung innerhalb einer vom Scrmannsamte gestellten Frist zu genügen, oder befindert sicb ddr Rheder odxr sein Vßrtreser wagxn Abwessnbkii nicht in dsr Lage!, entsprechendé Vor- kehrungen zu trefien, so kann das Seemannsamt, sofexn dadurch dem Rbkder keine höhere Kosten (*rwaibsan, auf Antragdis Schiffsmanns anordnen, daß an die Sialle des geieylicb oder vsrtraqsmäßig besiimmxen Nüci- birfbrdsrungsbczfsns ein anderer, Vom Seamannsamte zu b€z8ichnrnder Hafen tritt.
§ 55 Dis HML]: bkziéht ddr Erkrankte odkr verießte Schiffsmann: 1) wenn sr di-z R/ise i1icht antriit, bis zur Einstellung des Disnstks; 2) Wenn er dir Réifc anastreten hat, bis zu dem Tax)», a': wylcbsm er das Schiff drrläßt.
Für dix DUREX" des Aufenthalts in Liner Kranirn. ansiali gebübrt dsm Schiffsmann keine Heuer. Hat er aber Angsbörigr. dcren Unterhalt er bisher aus 16i;.8m HLllEkVSkDiLnsté bksiritien bat, so ist Ein Viertel der Heuer zu zahlen. Die Zahlung kann unmittelbar an die Eingkbörigen «Irfolgen.
Ist '.cr Schiffsmann bei dcr Veribeidiguna des Sckpiffrs zu Sabadeix (:e'kommcn, so bat er auf link: angemessen?, erfordsrlicbin. falls vdn dcm Richicr zu bestimmsndc Belohnung Anspruch.
§57.
Auf k-c-n Sabiffsmann, wslch€r die Krankheit odrr Verleßung durch eine" unkrlaubti' Handlung sicb zugezdgkn Vd?! den Dienst widyr- r8cht1ich dsrldjsen bat, findén di? §§ 54 bis 56 kcinx; An- wxndxmg.
§ 58.
Yiuß dir Schiffsmann wegen Erkrankung oder Ver- le'izung am Lande zurückgelassen werden, so hat, soweiider Schifisxxiann nicbt cin andsres bestimmt." der Schiffxr die Sarbe'n uxid das Hrnergutbabkn drs Sébiffsmanns bebufs Fürsorge für deren Aufbewahrung dem am Orte der
urückiassring befindlicher: Seemannsamte zu übst- liciern. xiiiit Genehmigunsx dieses SeemannSamts kann die Urbsriicfarang a.". ein? anderc greignetc Stelld, ins. besondcrc an die Vcrwaliun.) dds Krankenhauses, in Wclchxs dsr Schiffsmann qufxxknommen ist, erfolgen. Das Gleiche giii, wcnn sich “am Orte ddr Zurücklassunx. kein Seemannsamt befindxt. Zn diesrm Falle bat der Sebiffer dem Sermannsami, in dessen Bezirke die Zurücklassung erfoi-it, bon drm Sackybßrbalt Anzeixw zn machen.
DerScdiffer bat beiUeberlicferungderSachen eine von ibm und einem Swiffsoffizier, in Ermangelung eines solchen bon einkm Schiffsmanne, zu unierschreibende Auf- zeichnung der Sachen und des Betrags des Heuergutbabens beizufügen und Ein zwrites Exemplar der Aufzeichnung untcr Vermerk der Aiifbewabrungssisllc dem Schiffsmannc zu übdrgsben.
Bdi Erkrankung oder Vcrleßung dss Schiffers bai dessen Stellvertreter nach den Vorschriften der Absäße ], 2 zu berfabrcn,
§ 59.
Stirbt dé'r Schiffsmmm nacb Antritt drs Dienstes, so hat drr Rbc-dxr die ("T; z.:xn T-xbaxixxzc bsrdisixxd Deux (§ 75) zu zubicm Und dix: Bx'siaitungskosien zu trage'n.
Wird dsr Schiffsmaim bri “Liditbi'idixnzz xks Schisis gdiödict, so bat dc: Rbrdsr übc'rdies (inc migeuussrur, erforderlicbknfaiis don dk.?! Rériyi.-r zu be'siiiiimknde B lobnmig zn cnikixbtan.
§ 60.
D:)!“ QUf drm Schiffe wäl)rc;1d dchriss Siiiirciknde Tod OSI Schiffers oder eincs Sobiffsmanns ist «e*mäß §§ 61 bis 64 des Gesetz,??? Übkk dic Bsiirkmidun.) d-ys Pkt- 10. enfiaiides und di? (Zbesckzliesiung vom 6. Februar 1875 (?Ke'icbd-Gi'srxibi. S. 23) bsi Vsrim'idking der im § 68 :ra- selbft angkdkobten Strafe zu beurkunden.
SOWAS dxr Nachlaß ('ini's dctksiorbcncn Schiffsmanns fich an Bord dkficidék, bat dir Schiff:? für die Aufzeichnung und sorgfältige Anfbewabrung sowic «rfordulickyrnfails 'für den Berlins" ?i's Macb- laffks im Wkge der Birsieigerung Sorge zu tragen. Die Auf- zeichnung ist unisr Zuiibung von zwci Schiffsoffizisrkn VDSt a::dxrcn glaubbasten Psridnen vorznncbmcn.
Dic? Nachlas3g€gsnsiänbch selbst, der ctwaige Erlös aus de'nf-siben sowic das etwaige! Hruergutbabkn sind nebst der crwäbnien Auf- zeichnung Pild dem ",iiacbweis. über dcn Todesfall r*emj-énirz'en See- mannsiimtc, bci dim es zuerst“ gesibeben kann oder mit dessen Genehmigung dem SeeinanUSamte dcs ' nsreise- oder BLS Heimatbsbaféns zu übkrgeben.
Für den Nachlaß des während der Reise verstorbsnen Schiffers hat der Steuermann nach Maßgabe der Vor- schriften “dcr Abs. 2, 3 Sorge zu tragen.
§ 61.
Dcr für Lins Reise «cbyuerts Schiffsmann isi Verpflicbtet, während dsr ganzen Reise, Linsch1i€ßlich eiwaigrr Zwischenreisen, bis zur Biendigung der Rückrkise im Dienste zu verblsiben, wenn in dkäl Heueivrrtrage nicht Ein Anderes béstimmi ist.
Untsr Rückreise im Sinne des Abs. 1 isi die Reise nach dem Hafen zu Verstehen, don w€1chcm das Schiff seine Ausreise angeiiiten
at. Wenn jkdoch das Schiff bon Einem nicbt europäischen Hafen (§ 77) kommt und sizine Ausraise bon Einem deutschen Hafen an- getreten bat, so gilt auch jedé Reise nach einem Hafen Gros;- britanniens, des Kanals, der Nordier, des Kattegats, des Sandes oder der Ostsee, als Rückreise, falls die Reise“ xbert- sächlicb in dem betreffe'nden Haien endet, und dies der Schiffsmannsckpaft spätestens alsbald nach der Ankunft dom Schiffkr erklärt wird.
Endet die Rückreise nicht in dem Hafen der *Urißreise, so bat dEr Schiffsmann Anspruch auf freie Zmückbeförderung (§§ 73, 74) nacb diesem Hafen oder nach Wabl des Schiffers auf eine ent- sprechende, im Streitfalle oom Seemannsamte Vorläufig fesizuseßende Vsrgüiung; außerdem gsbübrt ibm neben der verdienten Heuer die Heuer für die Dauer der Zurück- beförderung-(§ 68).
§ 62.
Der-für eine bestimmte Zeit gebeuerte Schiffsmann ist, sofern keine andere Vereinbarung getroffen ist, ver- Yxliétet, bis zum Ablaufe dieser Zeit im Dienste zu der-
e en. *
Läuft die Dienstzeit während einer Reise ab, so kann in Ermangelung einer anderen Vereinbarung der Schiffs“ mann ieine Entlassung erst im nächsten Hafen, welchan das Schiff zum Löschen oder Laden anläuft, Verlangen. Isi es nach Bescheinigung des Seemannsamis oder in Ermanse“ lung_ eines solchen drr örtlichen Behörde dem Schiffek nicht möglich, in dem Hafen einen Ersaßmann anzubeuern,
' einem deutschen Hafen asheuert, so muß
o is! der Stbiffswann verpflichtet, gegen eine Erbö un ,der Heuer um ein Viertel, den Dienst bis zu einem HYfen? in Welchem ddr Ersaß möglich ist, längstens aber noch drei Monate hindurch fortzuseßen. Ist der S iffSenann in „ uf sein Ver- langen das Diknfiverbaltniß unter dLn bisherigen Be. dingungen bis zur Rückk-zbr nach einem deutschen Hafen,
!iingsteacs aber noch drki Monate hindurch, forigeseßt,
werden.
§ 63.
Nach beeiidigtkr Rrise kami D-kr Sibiffsmann seine Entlassmig nicht früher „Verlangen, als bis di:? Ladumi gklöscbt, das Skiff ge- reinigt und im Hifrn odsr an cinsm andersn Oric festwmachr, auch die ?twa Erfordirlichi' Verflxrmig abgrlkqi ist.
§ 64.
Der Hixuerbert-rig kiidri, wenn dus Schiff dixick) cinen ZUfNU dem
Rbcder Vöill'ikil gibi“, irisbksondrre 1] w-xknn Ls derunglbckt; 2) wenn es als rSPÜWthUk-säbißi dier iibaraiiiiunwürdig
kondemnirt (§ 479 des H.:iidkls,:«'seßbuchs) und in d€m “
[ißtchn Faiie Obi]? "“B.-7511.) öffénjlick) dcrkaufi wird;
3) ivLim es gsraubt wird;
4) w'iizx esaufgsbracbt odcr Uii-,)L[)ü[k“cli und fiir guir Prise ÉLTHJZ wird. i) 7 [d )!
Der S. i Immun & asdim Knipruäb auf frcic drück)?- fördcrung (FZ 73, 74) nach dst .;)an der Ails'kk'iskk OZÖW nach Wahl des Schiffsrs Kiityprrckyendt', im Strkkiiiaile Vom Sre- mannsamie borlaiifig festzussxzcnde Vergütung; außkrdem aebübrt ibm neben ddr VeriSntEil Henk): dis *Hklikk fiir dis Dauer dsr Zuriickbsförderung (§ 68). *
* ' * § 65.
Dir Scitfsxr karin di'n S-Fyiffsmami dor Ablauf ddr Diknstzeit EntTUULUL „ „_
1) WWW di? Rene nsch :;ickyi atigciriten isi, wknn dcr Schiffsmciim zr: déxx: Dixixsir, zu w-x-lcbrm LT sick) dribeuert but, untaux»,lich ist;
2) wenn dir Scbxffsmaiin éiiiks grob?" Diensibergkbcns, ins-
besMdi'rr Wka'lelTi'tl Ungi-borsams, fort.;csryidr Wider- ivcbsiiqkeit;wikdrrbolier Tru11k*'i1béit im Dirnsts, oder dsr Schmuggrici sicb sibiiidig macht; Wenn dsr Oxiffsmanit des WSXJWLUEF dss Diibsiabls, Vc:- m:.„s, der Uniriuc, Ukitét'iihlilYUl-Y, *H'blerki ddkr Fälschung, Oder keiii'r ncich dym Sirdfgisöizbnws mit Zucbtbaus [ckL- drobicn Handlum) sich icbuldig' macht;
_ wem] dir Schiffsmann mii ciner iypbiliiisibrn Krankbsii brbasisi isi, ddxr wen-“i sr dureh eine uneriaubté Hindiung cim? Krankheit oder ViricßiiW sicb zuziebt, irxi-Ibe ibn arbéitsmifäbig macht;
WM]! die RCÜsL, für Wiki)»: “der Srbiffsmann gsbkmri War, we'grn Krieg, Embargo ode'r Biyckabr, WSJ?" Eis- biaidcrniiics _0drr Bescizädigiiiig dis Schiffss, Marit Links Lliisibbr- ('de Eiiiiribrbkrbois ddkr Wkgkn Eines (;iidiri'ii, Schiff odrr LÜÖUUZ bririffeyiden Zufaiis nichx (m- grxcctzrz ("dsr iorigsicßt !?)?an kann. _ Dcr Schi1s€r muß die (Enliassung, s;).“aid dcrrii Grund, Jobald ks ::iscbcbrii l'un, ?::ni Schiffsmnnnk, mitibiileii imd in den FäÜEki drs Ab). 1 N:". 2 bis 4 1:1 das Schiffsxagchck) ein- iragsy. “ § 66
Dan ScZisssmamtc qrbübri in dmx 5251193: bis F“ 65 Nr. 1 bis 4 nicht niebr als bis Vlidlkkits Heusr :I" "75). Erfolg)“: jcdocb im Falle der Nr. 4 die Entlassung wegen cincr [iwbilitiscben Krankheit, fo bestimmen sick) dis Ansprückyk das Schiffs- manns naeh den Vorschriftsn der » 54 bis 56. In den Fälirn der Nr. 5 sicben ihm, Wenn die Entlassung nach An- tritt der Rkise' crfolgi, bis im Z' 64 Abs. 2 bczcicbrieten Ansprüche zu.
Z“ 67.
Dr: für Link R:“ise gkbrueric»: Sibiffsmimi, 1V€lch€r aus andcrrn
als aus den im § 65 Urwäbnicn Gründs-i ddr Ylblaaf dcs Hkucr-
dertrags knilaffkn wird, crbält ais (??-1isckäkig1mg die Hensr fiir *
einen Monat unser Anrrckynung dcr etwa empfang-knen Hand- und Borse»...s;gcldc:x
Ist die Enilasjnxg L'kst "arb “Iii“.ixiii dsr Rkise crfdlgt, so bat er **
auszdrdkm Anspruch (12.77 Mi? Z.;iiikib.*z“"brd€rung (§§ 73, 74) nach dem Hafen dsr A*.iskkisk oder back) Wahl des Schifférs auf Ellie «Utspricbrnx-i“, it;; manxisamie vorläufig * ixziii-yym'dd Vergüibng. Auch er- bält Ek außsr dcr im Abs. ? bc-rgsscbcnen und der Verdienten HSUET (§ 75) die H-xuer für di? nacb § 68 zu berechnende voraussickztiich Dauxi“ i-xixxxr befbcdcrungßbaf-xxr. .
5 65,
“ZAroiifiillS bon dcm Scc-k
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Tiicise nach de'm Rück-'
Isi dsr Rücichb.?_“c'runqsbafkn “kill dkiiisii)€r, sx) wird '
in Fäilrn vdizrilixidr Eiixixisiixizx nacb Antriit drr Reise “
Z§ 67 Abs. 2) ***bqu E!:liiiikliliiix bar dLm Skhiffsmanne ür die Rückrc-iii' J:)bübrenden Ysurr die'. Dauer der Räise unte'r Zuarundcaygnng don Dambfi„Hifisbefbrdrrunzx, wie folgt, errchnci: i“;€iEx!ii.iss1iii,;: zii: x. in Liném Hafen der Nordsee oder “065 englischen Kanals. dcr Ostsee oder dcran dicse iingrc'nxsnirwGewässkr 1/2Mdna't, b. in einem sonstizrn ciirdpiiiicben Hafen (5 77) . . . . . . . . . . . . 1 „ c“. in einem außkrcarwpäisckicn Hafen, mit Nusiiabmr der 117112: (1 genanntci: 11/2 „ 11. in einem Hafen des Großen Ozeans oder Australiens . . . . . . . . .2 „,
Muß die Rückbr-fördkriixig Fanz oder tbliiwcisc mittels Segelschiiio staiifixxds-x, so ist für die mittels "Segelicbiffs zurückzulegenre Strmke das Doppslte der Dauer der Dampf)chiffsbefördérung zu rechnen.
Erfolgt in den Fällen & und i) das Abs. 1 die'. Rück- besörderung unter ausschließlicher Beiiuxzun drr Eisen- bubu, so wird die Dauer der Reise nicht in An?a gebracht.
Die Dauer der Rückreise' wird nach Madabs des Vorsiebcnden, bci Rückbefördcrung narb Einem außer- deutscben Hafen unter angemqssknsr BerücksiMigung der
äß: zu a bis (1, im Streitiailc Vom Seemannsamte vorläufig festgeseyt.
„ ' ' § 69
Der Schiffsmann kann feirte Entliissixng fordarn:
]) Wenn fich der SchiffLr cinsr ichweren Verleizimg seitier Pflichte'n gegkn den Schiffsmcinn, insbssdndsre durch Miß- bandlung oder durch Duldang soichkr jriteiis anderer Personen der Schiffsbcsalznug, du1ch grundiosc: Vor- mtbaltudg von Sprisa und Trank odcr diirch Verab- rsichiix; berdorbsnen Prowiants, schuldig macbi; weiin d.:s Schiff die Flagge w.*chseit; , ,
Wenn nach Beendigung der Ausreise cms „Zwischdiireise beschlosién, oder wenn eine Zwischenrcise bcendtgi isi, sofern sei:“ dem Diknsianiritte zwei ddrr drci Jabrc', 12 nachdem das Schiff in einem europaischen (§ 77) oder in einem nicht europäiscben afen sich brfindei, verstossen sind;_ ,
wenn das (biff nach einem Hafen biélitlmmt ist, gegen dessen Herkünfte schon zur Zart der An- musterung laut vorher criolgter a_milicher_"Ve- kauntmachung dcr zuständigrn dcutichcn Bcborde wegen Pest-, Cbolera- oder Gelbfiebrrgcfabr die sesundbeitSpolizeilickpe Kontrolc angeordnet war, sofern nicht der Schiffsmann sich in Krnniniß des Bestimmungsbafens bat anmustern lasjen.
** , ** .
Der Wechsel des Rbeders oder S i e s i bt "deni S i Smanne kein Recht, die Entlassung zu fordern. ck ff r g e ck F
- § 70.
In dem Folie des § 69 Nr. 3 kann die Entlassung nicht ge- fordert wcrden: .
1) wenn der Schiffsmann fiir eine längere als die daselbst an- gegebezie Zeit sich verbi-next hat. Die Verbeuerung auf unbestimmte Zeit odsr mit dir allgemeinem Bestimmung, diß nach Brendigung ixer Ausrt-ise? der Disnst für aiie R-Slskki, w21chc noch bc'schlossen wkrdea xnöchtrn, fortziiseßen sei, Wird als Veiheukrmg auf wick)? Zeit nichi angesehen;
2) sobald die Nückreiss aiigcordnet ist. .
§ 71.
Ick"er Schiffsrnann hat in bin Fäiien des §69 Nr. 1, 2 diese1ben ersvkuche, we'lcbe für den Fall des „H 67 bsstimmt sind; in den Fallkn des § 69 Nr. 3, 4 gebübrt ihrn nicht mehr, als die ver- diente HLULT (I' 75). F
' 7“).
„ Jm Auslande darf der Schiffsmann, weichkr skinc Entlassung fordert, auszxr in dem Falle SMW Flaixzienwkcbvels, nicbt obne G8- nebmigung einés Srrmannszmis (§ 115) dcn DiLUst deklassen.
§ 73.
, Ist "nach ÖM Bcsiimmungen diesi'ö GCsWCs Lit: Anspruch auf fr.;iiz eruckbyiörderung bkgiülldkt, io umfaßt (*r auch deri Unirrbalt wabreZd der Reise sowie dix freiL Beförderung drr Sachen drs Schiffsmcinnns. Im Streitfall entscheidet über die Art dsr Zuriickaf-Zrdkruna Vorläufig das abmusiernde Seemannsamt.
„ _ §74.
Dxm “Unypruch auf frei? Zurbékbeförderung wird genügt, wenn drm Schiffsmanne, welcher arbeitsiäbig ist, mit Genehmigung des Skcmannsamis ('in sciner friibrrdn Stellung enisprecbénder und diirch angemrssrne Heuer zu vergütender Disnst auf iinem deutschen Kauffabrtei- schlffe iiacbgkwixsen wird, wrlcbe's nach dem Rückbefördrrun gsbafen odkr ememsdemselben nabe belegencn Hifen geht; im letzteren Fkalle gxbubrt dym LZebiffsmann Eine entsprechende Ver- gutuuci fur 7,18 wxiiere fre'is Zurückbeförderung (§ 73) bis zu dem zUcrsi ?)Szeichnr'tsn Haisn.
Ist drr Schiffstnann kein Deuiicher, so wird ein Schiff seiner
* Nationalität eiiiem deutschrn Schlff€ gleichgeacbiet.
& " § 75. „In den Fallen der §§ 41, 48, 56, 59, 64, 66, 67, 71 wird di? Verdienir Heusr, sof-xrn die Hkuer nicbt zeitweise, sondern in Bausch
' und ngrn iür die ganz? Reist. bedungrn ist, mit Rücksicbi auf den
voiien Heriex-"betrag nacb Vrcbältnif; der g€l€isi€ten Dienst? sowie des etwa, zuruckxiclkgien TbLilcs der Reise bestimmt. Zur Ermittelung dEr in dern » 67. 68 Erwähnteanuer für Einzelne Monate wird die diirchschmtiiicoc Dausr der RLM? einscblikßiich drr Ladungs- und Ldkrbungszeit unter Bsrücksichtigung der Beschaffenheit dis Schiffes in Ansatz gxsliracht und dumm!; die HkUSk für die einzdlnrn Monate be- rechnkt. Bei Bsrrckznung der «Heuer für einzelne Tage wird der MUM! zu 30 Tagxn gerechnet. „ _ §76.
Dkk dW; Schiffsmann als Lohn zugestandsnc Antheil an der Fracht oder um (Oswinne wird als Henir im Sinne dieses Gcseßcs nichr a:;gskeben.
H 77
_ " J:; drii Fälliéxi d(x„» 61 68, 69 sind die nichi Liiropäischen Pafkn des'Uiiittellffa-ndis en imb des Schwarzrn Meeres dcn dbropaischrn HSM" gikicis'ziistslle'n.
' § 78.
Dar Schiff€r darf einen Schiffsmann im Auslande nicht obne Gkncbmigung des Ssrxnannsamis zurücklassen. Wknn für den Falk der Zurucklaffung eiiie Hilfsbédüritigkkit des Schiffsmanns zU besorgen ist, so kann die Eribeilung d€r GLÜCkaJUUJ davon abhängig gemacht werdén, daß der Schiffer argen dcn Eintritt der Hilfsbkdürftigkrit für LMM Zritraum bis .I.“. drei Mondiczn SichrrsieÜung lliiikt.
Ist der Schiffsmann mit drr Zurücklasfung einber- sianchn und befindet sich kein stmannsamt am Plaße und laßt !lch aucb dis Génrbmignna eines anderen Sce- Ulatinßatiltstiié Verzbgsrung der Reise nicht einholen, so ist de'! Schiffér befugt, den Schiffsmann 1)an Ge?-
* "Cliiiligikssl ziirückzulassrn. DL: Rb-Idczr blcéibiin dixsem
Jaliä fiir dic aus einer Etwaigxn Hilfsbedürfiigkeir des Schiffsm-ariiis während dEr nächsten drxi Monate er- wacbienden Kostrn haftbar.
Die Bistimmunzxkn dss § 113 werddn biérdurch nicbi berübri.
Vierter Abschnitt. Disziplinar- V or s chri s" x (' 'i.
* §79.
D.)! Schiffsmann isi dsr Diszipiiiiardewalt, drr (:I-cbiffé junge d:“); vaterlicbcti ZUchÉ DEI Schifscrs vom Antriitxz des Dienstes bis zu desisn Bec-xndigung unterivorfsxn. ' Uebc-xrmäfiig-x und unänständigk Züchtigungen „sowie jede dix: Gesundheit dks Schiffsjungen gefährdende Be- bandluna sind bkrboien.
Dchlbifscr kann diSAusüb-ung dsr ibm zustebciidsn
“Disziplinargechili auf die Schiffsoffizikr€ überiragen.
§ 80.
Dcr“ SchiffSrnann ift brrbfiiibict, sich stets nüchtern zu halten und gegen Jedrrmann ein angemessenes und friedfertigks Betragen zu beobacbtxn. ' „
Dem Schiffer, den Schifisoffizieren und seinen sonstigin Vorgcsrßten bat er mit Achtung zu bege-gnen und ihren dienstlichen
. Béfkblkii unweigcriicb Folge zu leisten.
§ 81.
Ort Scipiffstiiaiin hat dem Schiffsr auf Verlanacn wabrbeits- gkmäß und vollstandig mitzuibeilkn, was ibm über dic den Schiffs- dirnst betreff-x-ndén Angelegenheiten bekannt ist. '
§ 82. „
DLT? Sibiffsmann daz! obne Exlaubniß des .Schiffers keine Güter an Bord bringen oder brmg-Zn laffe». Für Oi? gegen dieses Verbot beförd-jrten eizzc'ncn oder fremden (Güter muß er die böchste am Ab- ladungsorir zur Abladungszsit für solche Reisen und Güter bedungene Fracht erstatten, Unbeschadet der Vrrpflichtung zum Ersaß eines erw.:islicky böbércn Schadens.
Dsr Schiffer ist auch. befugt, solch? Güter über Bord zu werfen, wrnn ibr Verbleib an Bord Schiff oder Ladung oder die Gesundheit der an Bord befindlichen Personen ge- fä!)rd6n oder das Einschrsiten einer Behörde zur Folge haben kiinii. § 83
DibVorscbriiien des § 82 findxii auch Anwendung, wenn der S*ch:ffsmann obne Erlaubniß dcs Schiffers Waffen oder Munition, Branntwein oder (indir.? geistige thränke, odcr mehr an Taback und Tabackswaaren, ais er zu seinkm Gebrauch auf dsr beabsisbtigten Reise bedarf,_an Bord bringt odx-r bringen läßt.
Die gr.;rn dieses Verbot mttgenommenen G egcnstände verfallen Ökm Schiffe.
§ 84. Dar Schiffer hat die auf Grund der Vorschriften der §§ 82, 83 getroffenen Abordnungen, sobald es geschehen kann, in das Schiffstagebuch einzutragen.
§ 85. Wenn das Schiff in einem Hafen liegt, so ist der Schiffer befugt,
die Sachen dic Schiffsleute zur Verbüiung einer EntWeichung bis zur Abreise des Schlff€s in Verwahrung zu nehmen.
§ 86. Zur Aufrechterhaltuna der Ordnung und zurSicberung
. ddr Regeluxäßigkcit des Diensirs ist der Schiffer befugt,
die geeigneten Maßregeln zu ergreifen. „Geldbußen, Koki.»
schmälerung von mehr als dreitägigerDauer, Eiusverrun - und körperliche Züchtigung darf er jedoch, unbe ade
seines Rechtes zur väterlichen Zucbtgegenüber dem iffs- * jungen, zu diesem Zwecke weder als Strafe verhängen, noch als Zwangsmitiel anwenden.
Bei einer Widerseßlicbkeit oder bei bebarrlichem Ungehorsam 1x der Schiffer zur Anwendung aÜer Mittel befugt, _welche erforderli sind, mm seinen Befkblen Gehorsam zu verschaffen. Zu diesem Zwecke ist ihm auch die Anwendung bon körperlicher Ge- walt in dem durch die Umstände gebotenen Maße aestattet. Er darf ferner gegen di? Bitbsiligten die geeigneten Sicherungs- maßregkln ergreifen und sie nötbigrniaas während der Reise fesseln.
Jeder Schiffömann muß dem Schiffer auf Erfordern Beistand zur Aufrecbtkrbqiiung drr Ordnung sowie zur Abwendung oder Unter- drückung einer WidirseZJ-[icbkrit [risii-n. _
Jm Auslands kann der Schiffer in dringenden Fallen- die Kommandantcsn der ibm ziißänglichen Fabrxauge d-ér Kriegsmarine des Reichs um Beistand zur “Ziafreibierbaliung der Disziplin angehen.
„ § 87.
Dcr Schiffer bat jde i:: «Hkmäbbiit der Vorschriften des § 86 griroffesx Verfiigung mit Angabe der Vsranlaffung, sobakd es gesöbkbf'n kann, in das Schiffstdgebuck) einziitragrn.
Fünfter Abschnitt. Strafvorscbriiien.
§ 88.
Ein Schiffsmann. iv€lch:: nach Abschiuß dls Heuervertrags sicb verborgen bält, um sich drm Aniritte des Dienstes zu entziehen, wird mit Geldstrafe bis zu s€chzig Mark bestraft.
Wenn cin Schiffsmnnn, um sich der Fortsetzung des Dienstes xu enizieben, cniläuit oder sich vrrborgen hält, so tritt Geldstrafe bis zu dreihundert Mark od-zr Gsfäiignißsirafe bis zu drei Monaten ein.
Ein Schiffsmann, welcher mit der Heuer entläuft oder sib ver- borgen hält, um sich dsm übcrnommsnen Diensté zu entziehen, wird mit der im I' 298 des Strafg-sssßbxichs angedrohten Gsfängnißstrafe bis zu einem Jahre bei-Zgi.
Jn dcn Fällext dcr Abs. 1, 2 tritt die Verfolgung nur auf Antrag des Sckpiisers oder des Rheders ein. Die Zurück- nahme des Antrags ist zulässig.
§ 89.
In den Fäilcn des § 88 Abs. 2, 3 vsrliert der Schiffsmann, Wenn er vor Abgang drs Schiffes WLdéJr zur Foriseßung des Dienstes freiwiliig zurückgekkbri, noch zwangsweise zurückgebrachi wird, denxAn- spruch auf die bis dahin Ukkdjénté' Heuer. Die quer und, sofern diese nicht ausreicht, auck) die Sachen des Schiffsmanns können von dem RHLÖSL zur Dickura seiner Schadensansprückpe aus dem Heuer- oder Diensiderirag in Anspruch genommen wirdrn; sowrit die Heuer hierzu nicht erfordkrlich ist, wird mii ihr nach Maßgabe des § 118 Verfahren. Dem Seemannsamte, bei welchem die Meldung Von der Entwixicbung erfolgt, isi, sobald es geschehen kann, Linx Aufstellung über den Bsirag dür SchadenSansvrücbe und des Heusrauibabcns rinzurrichrn, widrigenfalls die vorgedachte Befu-xzniß erlischt.
§ 90. “
H.“!t drr Schiffsmann sich dem Disnsts in einem der Fäiie des
§ 69 Nr. 1, 3, 4 obne Gsnybmigdng des Seemannsamis (§ 72) ent- zdgsn, so tritt G:“!dstrafe bis zum BSirag riner Monatsbeuer ein.
§ 91.
Mit Geldstrafe bis zum Betrag eincr Monatsbeuer wird ein Schiffsmgnn bestraft, welchr sich einer gröblicben Verletzung seiner Diensipflicbten schuldig macht.
Als Verletzimg der Dicnstpflicht in diesem Sinne wird ins- besondere angesebrn:
1) Nachlässiskéit im Warbtdiknsie;
2) Ungehorsam 96an den Dienstbefebl eines Vorgeseßten;
3) ungkbäbrlichs Bitragen JMS" Vorgeseßte, gegen andere M'iigliddrr der Schiffsmannschaft oder gegen Reisende;
4) Verlasssn dss Schiffes obne Eriaubniß oder Ausbleiben über die fksigcseßte ZR;
5) Wegbringsn (*ig-Jner oder fremder Sachen von Bord des Schiffs u:;d an Br*:d bringen ode": an Bord bringen lassen von Gbirrri odc'r sonstigoii Gegrnsiänden obne Erlaubniß;
6) l'iixanÜéhiiJiZ Zulassung iremdsr PZrsonén an Bord und Gestattung dcs Anleakns von Fahrzeugen an das Schiff;
7) Trunkxniwit im Scioiffsdixnste;
8) Vsrgmidxing, unbefuzts Vsräußerung oder bei Seite bringen WZ s.;iroviaxxi.
'GegxntSchiffsoffizidrs ka-m dis Sirais bis auf den Betrag einer zwrimonatltcbbn Heuer erböbt WITTEN.
, Die Verfolgu:ig_ triii nur auf Antrag des Schiffers oder eines Verlrßten em. D:.- Linirag kann bis zur AbmusiSrung ge- stellt Werdkn. Die Zurücknahme ist zulässig.
§ 92.
, In den Fällen der §§ 90, 91 wird, wenn di“: Hsuer nicbt zetiwiise bedungrn ist, dis Strafe aui Linen nach dem Ermessen ders Scemannssmts drr Monatsbeucr entsprechenden (Geldbetrag be- stimmt.
93
, § -
Dcr Schtffrr bai jede Vérleyung dir Disnsipflicht (§ 91), sobald
es geschehen kann, mri gbnauer Angabe des Sachverhalts in das Schiffs- tagebuih einzziirarxen und, wenn tbunlici), dem Schiffsmanne Von dem Inhalte der Eintragung unter ausdrücklicher Hinweisung auf die Straf- androbimg d.»,s § 91 Viittbkilnng zi machén. , Unterblsxbt dia Mittheilung,“ so sind die Gründe der Unterlaixung im Tagebucb cinzugcben. Isi 'le Eintragung versäumt, so tritt eine Licrfdiznng ein, soweit iilcht ein Verletzter darauf ange- tragen bai. .
§ 94.
Ein Schiffsmami, wslcber 'Tr'n wirdsrbolien Befehlen des S i'ers, eines Schiffsoffizizxrs oder eines anderen Vorgeseßten detibssixpul- digen Geborsaw verWeigert, wird mit Gefängnis; bis zu drei Monaten oder mit G:!djtrafc bis zu dreibundert Mark bestraft.
§ 95.
Wenn zwci odcr mcbrere zur Schiff8mannschaft gehörige ersonen dem Schiffer, einem Schiffsoffizier oder einem andere??! Vor- geseßten den schuldigen Gehorsam (mf Verabredung gemeinschaftlich verweigern, so tritt gegen“ jiden Belbeiligten Gsfängni sirafe bis zu einem Jabre ein. Der Rad:]sfübrer wird mit Gäfängn ' bis zu drei Jahren. bestraxt.
Sind mi dernde Umstänb? vorhanden, so kann auf Geldstrafe bis zu izzcbsbundert Mark erkannt werden. Dkk Rädelsfübrer wird in diesem Falle mit Gefängniß bis zu zwei Jahren bestraft.
_ § 96 .
_ Cin SchifisUiann, weläxxr zwri odrr webrire zur Schiffsmanschaft gebortgc' Personen zur Begehung einbr nacb den §§ 95, 99 strafbaren Handlung auffdrdkrt, isi gl§ich iem Anstifter zu bestrafen, wenn die Aufforderung die strafbare Handlung oder einen strafbaren Versuch dersylben zur Folge gsbabi hat.
Ist die Aufforderung obne Erfolg gkblieben, so tritt im Falle des § 95 Geldstrafe bis zu dreihundert Mark, im Falle des § 99 Geldstrafe bis zu sechshundert Mark oder Gefängnißsirafe bis zu einem Jahre ein. § 97
Ein Säziffsmaun, welcher es unternimmt, den Schiffer, einen Sckpifisoffizier oder «inen anderm Vorge eiiien durcb Gewalt odzr durcb Bedrohung mit Gewalt, 0er durch erwei eru a der Dimsit zur Vornahme oder zur Unterlassung einer diensili en Zizrricbtung m nötbigen, wird mit Gefangniß bis zu zwei Jahren bestraft. Sind mildernde Umstände vorhanden, so kann auf Geldstrafe bis zu sechs- hundert Mark erkannt werden.