1832 / 204 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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' Lemwt habe; vielmehr erschien er selb

' nannt zu Werden vermag! --

.winbo “[ nur anz einzelne; _Cholerafälle gezeigt

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und derRealfchute', wo er söwohr *in-den gew-shnuéhen Schuh;

gegepständev , als auch im-Französschen und Englischen den „vor- trefflichften Unterrichkertheilte. , _

Stelle eines Professors am Fr edricl)-Wclhelms-Gym11afium, wie auch eines Le rers dér Deutschxn Sprache,. dxr Geogra- phie und Gesche“ te 'beé- der Königlichen Medizinisch ; ckz- ryrg'ischen* Pepénjérx. Seine Klarheit im Vortka e, sein unver- drossener 'Eifer- und*seine freundliche SanftmutZ machten ihn seinen höxern eben so nützlich -als werth und angenehm, „und selten 17311“; ein-Lehrer von einer gemischten Jugend so allgemei- nen Dank und allgemeine Zuneigung eingeerutet. (

Sem auögezeichnetes Verdien|.in dieser bis zum Jahre 1804 so,glücklich forfgeseßten Thätigkeit “blieb ab'er auch höheren Ortes nicht unbemerktnoch unbelohnr: -Man schä te seine'Kennt- nisse und Lehrgaben, mehr abér noch die schönen tttlichen Eigen- schaften,_welche ihn dabei beseelten , den“ re'inen Antrieb und Ei,- er, die Gewissenhaftigkeit, den „Fleiß, den ficherens und feinen „akt in Behandlung der Geschäfte und Menschen, den hellen

Vekstand und die feste Ausdauer, welche er in kleinen wie in

größeren Dingen bewies. Er_ wurde deshalb kn die_ Ober-Behörde des gesam ten Unterrichtswejens berufen und in dem. damaligen Königl. OFer-Konssiprium und Ober-Schulquegium zuerst als Assessor, dann im nämlichen Jahre schon als ObZr-Kvpststoréal- Rath angestellt. Hier begann eine neue, ihm höchst erwünschte und unter *seinen Händen“ überall fruchtbare Geschäfts-Thätigkeit,

. in welcher er sein übri es Leben hindurch getreu verblieben,i|. .

Die Unfälle des ahres 1806 erschütterten ihn-sehr, stärk- ten aber ugleich seinen Muth in treuer Anhänglichkeic an Kö- nig und aterland zu stets erneuter Hoffnung und zu jedeser- höhten “Anstrengung und Héngebung. Bei" Gelegenheit der neuen Organisationder S_taats-Behörden, und da in Folge der- Cel'ben anch“ das seichcrége Ober-Konfistorium aufgelöst wurde, exhielt er im Iahre1809 eine neue “Stellung“in der“ geistlichen und Schul-Kommésfion. der König!. Regierung zu Potsdam. _ '

Im Jahre 1816 trat er in das neu errichtete Konfistoréum der Provinz „Brandenburg über, bei welchem er seitdem verblieb.

Im Iänüax des focgenden“ Jahres geruhten Se. Majestät der

König, ihm unter ehrenvoller Anerkennung seiner vielfachen Ver- dienste den rothen Adlerorden dritter Klasse zu verleihen. Im Jahre 1826. erhielt er- die Auszeichnung , zum wirklichen Ober- Konfisrorialräth ernannt zu werden. * - -

Unmöglich wäre es, hier die Mannigfaltigkeit, den Umfang und die Schwéerigkeit der Geschäfte und Arbeiten aufzuzählen, die ihm in (Zieser Stellung theils von Amts wegen oblagen, tyeils durch das Vertrauen seiner Mitbürger zugewendet wurden, t )cils

“durch freiwilliges Anbieten seines geprüften Rathes und seiner thätégen Hülfe fich anhäuften.

Eéni e der gemeinnüßigen An,- stalten, - wir nennen hier vor a en die 'L-uisensciftung , das Friedrichsstift und die' Erwerbschulxn, - welchen er Métvorste- her und *Theilnehmer war, haben in öffentlichen Blättern bereits. ausgesprochen, was fie ihm verdanken, wie sie ihn vermissen, und von wie vielen Seiten noch könnten “ähnliche „Bekenntnisse ge- schehen, wenn überall der Gedgnke und das Gefühl *koglcéch die

beredren Worte fände! .

Obgleich Während,seines ganzen Lebens vorzugsweise durch

die nächsten“ Pflichtarbeiten und in praktischen Vevhältniffen stets und'stark beschäftigt, Wußte der trefftiche Mann doch einige Muße auch zu literarischen Arbeiten zu benutzen, er [)“ätte als Schrift- steller, wäre ihm vergönnt gewesen, eigene größere Compositione'n u liefern, unstreitig sehr bedeutend werden können, und seine ßchreibart gehörr'auch jeßt zu den mußerhaftesten im Deutschen; allein er hatte auch hier zunächst den praktischcn'Zweck der Ver- bréétung von'Kenntnissen und der Erleichterung des Unterrichts im Auge. So entstanden, außer einer schon in vielen Auflagen wiederholten Chreftomathie zum Ueberseßcn aus dem Deutschen“ ins Französische, einer mit Anmerkungen versehenen sehr schäkz- baren Aus abe des 71cm- ot'Wnkx-eixelcl und einer ähnlichen des Macbeth, msbesondere die trefflichen ?andbückxr der Französischen und Englischen Literatur,-und Spra e, die er in Gemeinschaft mit seinem Freunde Zdelcr-bearbeitet und herausgegeben, und

orin die gedrängten, aber alleszRothwendige und Chavakteristi- ;),che glücklich zusammenfaffenden Lebensbeschreibungen der Auro,- ren in solchem gegebxnen Rahmen nicht selxen wahre Meister,- stücke geworden smd. . ,

Seine äußeren Lebensverbindungen Waren sehr einfach. Er arte das Glüok, seinen wackeren Vater“, der in dem Sohne so chöne Hoffnungen erfüllt sah, bis“ zudem Lebensalter "* 82

Jahren bei fich .zu pflegen. *Verheirathet war er nie. Mit einer

einzigen Schwester, die ihn eben so heiß liebte, als fie ihn" ein; .

sichtig zu würdigen verstand , lebte er in edlem häUSlichen Ver, hältnisse glücklich vereint. "

Einem reichen Kreise bewährter Freuude“ brachte er stets um veränderte Innigkeit und Treue „zu; auch die Beziehungen der allgemeineren Geselligkeit belebten und erhöhten, Kc!) in seinem

, . Umgangs; die wohlwollende Heiterkeit seines Gemüths, sein an-

genehmer Sinn und reich ausgestatteter Verstand äußerten s1ch

. in den feinsten und gebildetsteü Formen, und sein ganzes Be-

nehmen und Gespxäch stelsten einen Mann dar, dessen auch die höchsten Klassen der Gesellschaft fich hätten rühmen dürfen. Seine Güte und Sanftmuth,.welche do'ch dem Ernst und der Festigkeit, deren das Recht oder die Wahrheit bedarf, niemals Eintrag tha- ten, blieben sch auf höheren und niederen Stufen vollkommen gleich. Diese “Eigenschaften waren bei ihm durchaus Tugenden, keiner Schwäche entspringend, noch solche erzeugend, mitdem 'xrfr'euenden Anschein auch das wohlchaende Wesen verbindend. Von ihm kann die seltene-Berficherung gelten„ daß er Während seiner ganzen Lauf- bahn niemals wissentlich emen Mitmenschen gekränkt, ihm aus Abficht oder Leichtsmwgeschadet, ihn ge aßt, verkleinert oder ge; Gegnern wohlmeinend, ehül lich und zu jedem Guten freudig. . , .

n den Herzen derer, dje ihn gekannt und geliebt, die mit ihm gearbeitet, die durch ihn ewonnen häbew, wird er unver- geßlich fortleben, „wie in dem irken selber, sas von ihm aus- gegangen, und dessen Segen noch bestehen wird, wenn auch der theure. Name" dabei nicht, mehr im Einzelnen überHll deuZich ge-

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. _ * ., '- . Cholera. - NM) Inhalt einer Bekanntmachung der Königl. Regierung

" „Breslau "“*"“16-“3140 find in dieser Stadt einige Fälle der Z(üatischen Cholera vorgekommen. * --

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- Die KöUkSl- SächßschefImmediat-“Kommisffon wegen der Ma regeln'gessn“ die U Kusche Cholera macht unterm 18. Juli im resdener Anzeiger bekannt*, daß . nach neneren zuverlässigen Nachrichten in Tepliß seit- dem 13ten d; sch «Leßmals einige, 11 en.

. us S' wertnvom 19- Juli meldet die dasige Zei- tung: „Nach einer Bekqnntmachung derCroßherzogl. Landes-

m Jahre 1798 empfing er*di.e'

istorisches Trquerspiel in 5 Abtheilungen," von E.

“812.- ,-

Regierung vom 12. Juli wegen geschärfter Gränxaufsicht» aus Zesund eitspolizeilicher Rückscht “dürfen alle Reisende 2c., welche ber d e We Lqränze Mecklenburgs kommen, nur auf “bestimmtxn Straßen ins _and pasfiren, und“ zwar nur dann,' wennse vor-

ehalten haben. Als Orte, welche ,als inficirt u -behandeln nid, werden einstweilen bezeichnet; Hamburg, ltona, Zhe- xhoe, das* Amt „Steinburg, Stadt und Herrschaft Pmne-

und „jeder Ort,“-„We,lcher näher “als" eine Meile um die benannten Orte, liegt. Reisende in Schnellposten, Extraposten und. Fahrpoßen, welche von dort ins Preußische reisen wyllen, werden; so langesx in Preußen aufgenommen Werden, zu.»;

so_ lange ein Ort in Mecklenburg *von der „Cholera ergriffßn sxyxix wird, hat der Magistrat hierselbsk nach Berathtzng und metlltz gung des BÜrger-Au'sschusses beschlossen, etmge Schußmaßre-

punkten der Stadt eintreten“ zu" lassen. *Auch ist'däs Militair-La-

* ihrem Eintrittexins Land 5 Tage an cholérafreien Ortén fich auf-g

berg, Wilster, Glückstadt, Lauenburg, Lübeck und Lüneburg„ .

Durchreise mit einigen Beschränkungen zugelassen. Sobald und '

geln gegen _das Eindringen“ der Cholera an dengee'égneten Außen.- .

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zaret einstweilen Zu „einer héerheé etwa nöthig werdenden

qu- nstalt ein er gegen in *dem etwanigen Ausbruche der

tair-Lazareth als Armen-Krankenhaus gänzli

chtet worden.“ Dix-Milétair-Kranken

tadt-Arbeétshause "untergebracht, so daß „b Cholera in, hiefiger' Stadt das zm" DiSp

d_er Stadt steht. Die innere Einrichtung diÉe-s Armen- tals ist schon im„v_orig'en Jahre getroffen woryen.“

Zn Paeraren

. bis zum 7. Juli . . hinzugekommen am ,8. -._ . - am 9. ; .-

* am 10. ; . .

_ am 11. ' - . “.

am LZ. - * . .

am 13. ; ; .

am 14» 1 . .

_ *Preise der vier Haupt-Getreide-Arten _ „in den für die Preußische Monarchie bedeutendsten Mgrktstädten im Monat Juni 1832, nach einem moyatliche - , ' ' Durchschnit:e in "Preußischxn Silbergroschen und.“ Scheffeln angegeben. _

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Ueberbaüpt . . . 1,

Nämen der Städte; *Wxizen ' Roggen Gerne Hafex Namen ,der Städßx | Weézen Roggéz Gé'rste H ÜKönigéberg' ......... 727"s 401; 307": 211.1? Magdeburg .' ...... * .- . 661.72. 537»;- 45715- Memel .......... * . "70 * 3879-2 3, 21 .“, .Sxendak .. ........ 717“..- 547“-T 457“? Tilfic ........ *. .- . . 60 377“; 263, * 17777 ] Halbersta'xat ........ _. 62-122 5677T 4677; * Insterburg ....... _. . .. 65* 35 , 25 15 Nordhauxen ........ 6712 51-3717 547“; 3 _Raskenburg ......... 60:1, 337,3; 25,2 23.2; Erfurc- ........... 64,4, 58 „16.-67

-, Yeédenburg ......... ?8 i!; ZZZ; “)J 3115 FaUeu. ........... 013172“ ZH 7513 1.112

anzig '. . . . .' ...... 57"5 - “. * orga ....... *. , . .

Elbin ..... . . .. ' ' . J)“!Jjn er ........ '„ 811 6972 52 Konéßg ...... ..... 90 60 50 « 40 WZindTn ........... 7/1 627“; 45 Graudenz- . . . ' ...... 77."- 461'. 40 “29-12- Paderborn . . . . ; ..... 76:1 60 487“. ;; Thorn. - - - - - - - - - -_ - 67195 » “W."? 427“ 29-1“; Dortmund . . . . : . , . . »89“ 76 53 4 Posen - ' ------ * - - - * 6412" 4592 3915- "L_ "!*2" Köln ............ 96-“« “74“5 *61 9-- Bromberg . ; ------- 70 2 511€.- 431". HH:“; Elberfeld ; . . . . . . .“ . . 1111" 8.3“2 7-3" FÜÜMLN. ---------- * 63112 5"“s'-.* ' 4011 UM“? Düsseldorf ........ !. 987“? 7411 657“; RaWiksth ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' 621,0 4835" 4014)" 801,75 Krefeld ........... 931.5 7773 66 Kempen ........... „___ Wesel . . . .“ ...... , 92717 “73712 57742 Berlin . . . ..... ". . . 717“, , 55,5. 16.-'., ZZ: FFW ............ FZH,- Y 5272. , Brandenburg ., ..... . . 61 “L,- 48-32 . ',». ' en ............ 1 *Z- _ 5" 7“ Fotrlxes . . .O. .O. . . . .' . ;;) . 55?! ZK" ZZZ; (Ylexnedy . . . . . . . . . :. 113?1 Z? ' 60 2 ran urt a. . . . . . . 7; ., , 17"; 7,- ............ . 7“; 3-2.

andsber a. d. W ..... 75 55 43 26,"2 Saarbrücé ......... 12518 1017“- 82 *- Stettin *g. ."- ..... .-. . . 78 55,2; 413“2 .307'2 Kyeuznack) . . . .. ..... 100777 81.12; 67T“; Stralsund ..... '. . '. . . 71.2, 51“ “4513 LZ KStYmern .......... 97 ; ???:.- LFZ? Kolberg ........... 817“, 5-11!2 ).!2 ,L, . o enz ........... 7, ms„ 72 Stolpe . .......... 77,7, 467',- 40,1, “26.1;- Welzxar ........... 88 75 59 ““ ........... 44.1. 4.1,“- 242- _ ..

YMMD .' ......... * 68 58 2 4749: 30:7;; DUT'ch)schmtks-Pretse . Glogau . . . . . . . 50,“2 521? 41,5, 267',. der 10 Preußischen Städte 70,97 41-73 327“? Liegnih . . , ........ 50,9, 49, 37,77 237“. - 4 Posct1schen Städte 641“; 497". 4171. Görliß ........... 65 50,42 40.2,- 2.“*-,*' x 9 Brandenb. u. Pom-

.sirschberg . . „„ ..... . 61 511 38 211' , mersch_en Städte. . - 755.2.- 5412 4213

Échwetdniß. , ....... 49,3. 41,7, 34,1, 21.7, ; 10 Schleßschen Städte 539.- 4574; 36.52 Glas:. ............ 4597 38 31 “207“; - 7 Sächsnchcn Städte 6479, 547“: _ 45321 Neiße ............ 417-7 - 33,9. 29 „22 22.5.- - 4 Westfäl. Städte . ., 80 66:1; 4977 Leobschüß . . . .' ...... „1xe“ 32.42 27„-',- 1713; - 14 Rheinischer: Städte 997",- 801"- 6473

. Meteorologische Beobachtung, , 1832 [Morgens Nachmitt. Abends | Nach emmal1ger 21. Juli.- 6 Uhr. 1 :'„Uhr. ' 10 Uhr. Bcobacl)tung.__

ZuftdeCk '- - 334,1“,Par. 334,3“,Pnn 331,4," Par. Quellwärme "7,6“ N.

d -) l' . o 5 . TYÉ'XFW: YFZ . ZZ: - 1537.» Y: Y,“?o ZT: ...-,...... 11/9 ' K- Dunüsättg. 85 YCk. 68 pCt. 85 “pCt. Bodenäsärme 10,6 «)?. "TLZicIrYL: YZF YZF? EZY; »xusvaystung 562. Wolkenxug. -- 1 | _ Niederschlag 513.

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* . 81. [)e-t-eraburÉ, 14. .]nli. * *[[.-1111111173 3 1111-11. ZZZ. 8111191411111“! 366 [(ok]. 63 inscriptionou 1132“ 1 :. 1 . ,

77111'8-211311, 18. „11111. kknnäbriese 851-86. 111153. 11381511. 1804. , «. 111 137 4- 11 7157iMU1Z'FUUi 1. 71 71 5 et. . 0. . 2' « 0.44 . 0038 211 100 . 17 . [):-11.651.122'7Z. ' * '“ ' 7 -'.

«Königliche Schauspiele.

“, Montag, 23. Juli. Im O ernhause. Mit Allerhöchster Genehmigung, "zum Benefiz der önégléchen Sängerin Fräulein v. Schäßel: Dxr Barbier von Sevilla, Oper in 2 Abtheilungen;- Musik von Rojffnt.

Leßtes Auftreten des Fräuleins v. Schäßel als Rosine.)

11 dieser Vorstellung sind nur noch Billers zu den Logen des dritten Ranges 1“- 15 S r., dem Parterre & 20 Sgr.11nd Amp étheater 31 10 Sgr. zu aben. ,

ie Zreien Entrexn undAbonyements find zu dieser Vor- stellung o ne Ausnahme nicht gültig_._ ' '

Im Schauspielhausf: Christinens Liebe und Entsagung, Drama in 2 Abtheilungen. „Hierauf: Der Spiegel des Tausend- schön, Burleske in 1- Akt.. , '

Dienstag, 24.3110. ;Jm Schauspielhause: König Enzio, * Raupach. (Hr. G eämclalr,)vom Hof-Theater zu Karlsruhe:- König Enzio, als leßte

a ro e; . :- , . .

Mittwoch, *25. Juli.- Im Schaufpielhause. Zum" ersten- mal-: Vater Dominiquy-oder: Sauer ist süß, Drama in 1 Auf- zug,*aus dem Fran ösjschen, von C. Lebrün. Hierauf, zum er-

Q

!kenm'ale: Der Muakua von Augsburg komantésches Lustspiel in 3 Abtheilupgen, von-Bauernfecoxx . , ..

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Königskäd-cisches Theater.

Montag , 23. Juli

stetenbäcker Zweckerl's Leben, Thaten uxtd

Posse mit Gesang in 3 Akten; “Mus Dienstag, 24. Juli. Akten; Musik von- Boyeldieu.

N e u e | e 'N a Paris, 16. Juli.

Zum erstenmale wiederßolt:

Höllenfa rt Fa k vom Mufik-Diréktor

Die weiße Dame, komische O (Olle. Grünbaum: An

Der diesseitige Gesandte in H

Hr. Martin, hatte gestern Feine Abschteds-Audienz beim

Der Kaiserl. Oesterreichische B ist seit einigen Tagen krätsklich.

otschafter, Graf von“

In einem Privatschreiben aus Nantes vom 18

- es: „Alle hier eingehende Berichte stünmen dahin über“

die Chouanerie fich in den westliciÖenProvinFen aufs ne

und daß bereits an verschiedenen

Unfug aller Art verübt worden sey.

rten von ewaffneten Die [egitémistische

scheint neue Geldsummen zusammengebracht zu haben,

zunächsc daäu verwenden will, die und Hande

. Verbindungen ahzus und Verkehr zu hemmen.

Viele militai

junge Leute entziehen sich der Conscription und lassen hohen Sold von den Karlisten anwerben.“

In mehreren chneénden des Departements des den 'Unterschrifcen zu einer Bittschrift an die Kammer melt, worin man die Verselzung des Ministeriums in

stand verlangen will.

Die Professoren des Collé'ge fran ais „wählten ge

des mi't Tode abgegangeneü Herrn-

bel Remusat H

niSlas Julien zum Professor der morgenländischen Spk dieser Anstalt; derselbe hat fich in der k?elehrten Welt

durch eine Lateinische Uebersetzung des C

inefischen P

.Meng-Tseu und durch eine Frau öst'sche Uebertra ung Chinesischen Bühnenstücke-bekannzt gemacht, wovgon vor_

die "erste Lieferung erschienen ist. Die "Cholera hat in Folge der

anhaltenöen Lise

überhänd genommen, daß von vorgestern auf gx e'rnl

sonen daran gestorben sind. , Die Europäische Bevölkerung

von Algier bestand al"

Zuni aus 4.140 Personen und hatte in diesem Monate

zugenommen. * * . - eure schloß 5proc. Rente 97. 55. proc. [)l'. 00111111. 67. 30. 0

6a coup. 79. 40. WM. Span. Rente perp_. 544:- 5177,»

Anl. 754. . . Frankfurt a. M., 19. Juli. 86-1; 4p,roc. 761. 76,4...

Z.Zproc. 44-1, Actien 1368. 1367. Part.-Obl. 12-21. 1221.

pr. *compt, 97.50- 11 (:o-„n'. 67. 35. 511791"

Oesterr. 5proc. M 1proc. 194. M- Loose zu

** nschaftliche

P r eußi

Allgemeine

fck? S t'aats-TZ eit'ung. . ' * _

"'"-W

„Amcl,iche Nachrichken. Kronik des Tages.

er bisherige Hofgerichts-Rcferendarius Scißenschmédt

m Zustiz-Kommissaréus im Zußizamts-Bczirkc Belccke, mit isung seines Wohnorts m der im Departement des Hof- ts zu Arnsberg belegenen Stadt Belecke und mit Beile- der Prozeß-Praxis bet den Zustizämcern Mülheim und en ynd dem Patrimonialgerichte Mclrich, bestellt. worden.

bgeréift: Der Fürst Italinsky GrafKonsk-antink arow-Rimnicky, nach Moskau.

,ZeitungZ-Nacbrichten.

A u s [ a n d.- F r a n k r e i ck. Paris, 16. Juni. Der König arbeitete gestern in St. 1) mit den *Ministern des Handels und der Instiz. Zwei Lyoner Bürger smd hier angx'kommen, um den König ie RLorganisirung der dortigen National-Garde zu bitten; ben bereits eine Audienz beim Könige gehabt. _ieOpposicionsblärcar enthalten jekzt die von der Regierung öffentlich bekannt gemachten Jnstructionen, welche der Kriegs- t'jker nach der Aufhebung des Belagerungs'zuskandcs in der peftadt an die kommandirenden Divistons-Gcnemle 'der west- Departements erlassen hat, und woraus hervorgeht, daß der Belagerungszustand nur in Bezug auf die Gerichtsbar- aufgehobcn und alle Prozesse mit den Akten den Civél-Ge- n übergeben werden sollen, daß hingegen in allen Übrigen chungen, und namentlich in administrativer und polizeilicher, Belagerungszusrand'fox'tdauern solk. Während die Oppositions-Blättcr, wie steh erwarten ließ, das 2:2ste Protokoll des' Deutschen Bundesrags höchst Betrachtungen anstellen, liest man in “ock jsceriellen France nouvelle Folgendes: „Das Dent;

Bundestags: Protokoll hat der Französischen Presse de.»

zu viekfachen Becrachkungen Anlaß gegeben. Die ositéons-Blätter wollen in diesem Akte, dem wichtig- , der von der Diplomatie seit langer Zeit ausgegangen die unheilvollsten und gefährlichsten Anzeichen und zu- eine Bestätigung ihrer Lieblings-Prophe eiungen finden; Weinen Krieg um Prinzipien, der Deutéchland durchzie- ,1jber den Rhein kommen und unsere Revolution zur Ver- ortung ziehenwürdc. Man durfte auf eine solche Betrach- gsweise'gefaßt seyn; wenn die geringste Truppcnbewegung der Oder oderxan der Donau nls eine feindliche Demonstra- „dargestellt wird, was mußte nicht über ein für ganz Deutsch- so wichtiges Ereignis? gesagt werden? Der Staathrund egen betrachtet den auf der Bühne der auswärtigen Politik onnenen großen Akt nicht aus dem Gesichtspunkte eines ver- ten Schreckens, oder des Wunsches nach Unruhen, oder ebr- iger Hoffnungen; man 'muß 'die Sache ruhig erwägen, wie Männern ziemt, welche die Gefahr nicht fürchten würden, n sie vorhanden wä'rc, die dieselbe aber nicht vorausseßcn en, wo sie nicht besteht. Suchen wir bei dieser Sache auf, t, was der Wunsch der Parteien, sondern was das Zntéreffe Ration ist. “Auf den Antrag Ocstexreichs und Preußens abreden sämmtliche zum Deutschen Bunde gehörende Mächte, diekonskituérendeAkcc ihrer Vereinigung gestützt, Maßregeln, um 'gegenseitig gegen die Wirkungen des Geistes dcr t'cvolutionnairen opaganda, gegen die Anarchie dcr Pmse und den OJZißbmuch Oeffentlichkeit, gegen die Verweigerung der Steuern dureh Repräsentanten : Kammern, kur gegen alle aufrührerische rsuche zu fichern. Was erheiscbt Jierbei das Interesse Frank- s- und welchen politischen Einfluß können die Beschlüsse des ndestages auf unsere innere Verwaltung und Unsere äußeren khßlmisse haben? Frankreich hat seit der Zuli-Rcvolution seine lmk„für sci) und betrxibt-seinc inneren Angelegenheiten so, es dieselben versteht, ohne einen Blick nach..1ußen hin zu fen und jemand Anderes zu Rathe zu ziehen, als seine eige- Intereffen. Keine Feindseligkeiten gegen das Ausland, keine tervention in die Angelegenheiten anderer Nationen, aber auch edir'ekte oder indirekte Einmixchung irgend eines Anderen in “U"sl'tgen. Das will Frankreich, und das wird es aufrecht zu ten wissen. Aufdiascs System qesküßr, hates keine Fortpfianzung er Institutionen nach außen hin unternommen, wie es die un,- Sm Apostel unserer Prinzipien verlangten, wird aber auch eben dar- ine Propaganda von der anderen Seite zusehen. Da Frankreich chlosse'n ist, die gegenseitige Unabhängigkeit zu achten, so kann chtcksal anderer Völker ihm zwar Sympathie cinfiößen, es kann darüber" nicht seine eigenen Interessen aufgeben. fremden Mächte wissen durch offizielle Aktenstücke und diplomatische Mittheilungen, so wie durch die „Beob- ng des öffentlichen Geistes, daß die Französische Po; keinen anderen Anspruch macht, als Herrin bei fich selbst eyn, fie wissen, daß dieses System durch die ihm zu

' runde liegende Mäßigung und Gerechtigkeit des Beistandes

Nation gewiß gnd dadurch unüberwindlich stark ist;,ein An,- von ihrer Serre würde also grundlos seyn. Würden wir

ngegen unserer Politik ungetreu und griffen durch eine Pro,-

gqnda, .mexche'die offenbgrste und entschiedensre Feindseligkeit FÖWÜrde, m die auswärttgen Angelegenheiten ein, so würden ie Mächte sofort den Krieg erklären und war das Rechtder Re-

177, 175; HVÜ- 5proc. Ohl. „. 1832 804. B. „Poln- Loose w alie dazu haben. Weichen aber wir von un erem Systeme nicht ab,

Nedacteur John. ' Mifredäcteur Cottel- *- . “***-__-

Gédruckt .bei“ A. W. O

erden auch dieSouvéraine nicht daran denken, _unsere innere Ruhe

stören; hätte unsere Regierun auch nicht die bestimmtesken

- ersicherungen hierüber erhalten, o würde die ficherste Garantie

er diese seyn, daß es im Interesse der fremden te lie t “Weich nicht anzugreifen. In _policischer-s-Beziehunxczh iver'dgn;

WQYUYZM'FWÜMM 73?“- kk“ '- - - : e - . .Do)? .

K!“:k! M"“? » "311 LMIYMQB!" "„: IQW- . ( :'Ijl'g-“QI'I'L' *“WWL'l'ÜxI- _; “_ '“

- ParlamentsxVerhandlungen.

Berl'in,_

also durch die Ereignisse in Deutschland die Unterpfänder des Friedens zwischen Frankreich und Europa nicht geschwächt.“

Unter der Ueberschrift: ,;Nächste Folgen der Rcform-Bill fÜv Frankreich und England“, enthält der Messager des C [)ambres einen Aufsaß, worin es unter Anderem heißt: „.Das Englische Volk begehrte eine Parlanients-Reform; es hat fie er- langt. Nur wenige Schriftsteller haben aber bisher die wahr- scheinlichen Folgen der neuen Bill ins Auge gefaßt. Welches“ werden diese Folgen seyn? Das Unterhaus, das aus dieser neuen Ordnung der Dinge hervorgehen wird, wird voller Haß gegen die Aristokratie seyn und“ gewaltsam die Privilegien derselben vernichten: um gleichsam die verkorene Zeit wieder einzuholen, wird es möglichst rasch seinen Auftrag zu erfüllen suchen, und wenn daher nicht aus seinem Schooße ein kräftiger Mann her- vorgeht, fähig, den Handlungen des Parlaments den Sremyel der Einheit und Mäßigung aufzudrücken, so wird das Haus der Gemeinen Maßregeln improvistren,“ die es dem Interesse der Englischen Nation" für'angemessen hält, die aber kein anderes Resultat haben werden, als daß sie dem Lande eine Revolutions- Krise bereiten, deren Ausgang nicht abzusehen ist.,“

Am verfiossenen MittWoch fand das Leichenbegängniß des Herrn Saint-Martin, Mitgliedes der Akademie der Wisenschaf- ten, statt; viele einheimische und fremde Gelehrte wohnten dem- selben bei. Herr Sylvestre. de Sacy hielt als Präsident der Akademie am Grabe eine Standrcde.

.Die Bildsäule des General Joubert soll am 22th d. M. in seiner Vaterstadt Pont-de-Vaux (im Departement des Ain) aufgerichtet Werden. ,

Der Redacteur des Echo“ fra_nc_:ais soll wegen eines in seinem Blatt? vom, 6. Juni enthaltenen Artikels, worin die Iustéz-Be- hörde eine Aufrei ung zum Umsturze der bestehenden Regierung cxblickt hat, vor Éerichc'geskellt werden.

Gestern fkk hier die erste Nummer des neuen Sonntags- blattes: ,.lo [mn 56!!!" erschienen.

2st Algier schreibt man vom ?cen d._N?.: „Die in den Händen des (Generals Savary'konzentrirte militairische und ad- ministrative Getvalt wird ihn jetzt endlich in den Stand setzen, den von ihm längs? entworfenen Colonisaeionsplan, dem dringen- den Wunsche der héefigen Europäischen Bevölkerung gemäß, zu verwirklichen. Die Sache ist vorbereitet, der Platz für drei zu crbauende Dörfer ist bereits gewählt; dieselben werden auf den Hauptstrgßen gegründet und durch verschanzte Läger geschützt werden. Auf den neu gebauten Straßen sollen in Zwischenräu- men von einer halben Stunde ehemalige Militairs als Aufseher mit dem Auftrage angefiedelx WELPEN, für die Sicherheit und Erhaltung der Weg? zu wachen. Hinter den verschanzten _Lä- gern und Blockhäusern, wclche jekt gebaut werden, können 50,000 Kolonisten slch anfiedeln.“

Großbritanien u11d Irland.

Oberhaus. Siz- zung vom 16. Juli. Der Marquis von Londonderry zeigte an, daß er am nächsten Tage einige Fragen hinsichtlich des von den drei Mächten unterzeichneten Protokolles, wodurch der Prinz Otto von Bayern auf den Thron von Griechenland erhoben und für diesen zugleich eine bedeutende Garantie festgestellt werde, den Ministern vorlegen wolle. Falls, sagte er, der leßte Punkt zusammen mit" dem Umstand erwogen werde, daß die Minister dem Rusfischen Reiche eine so bedeutende Summe (bei dcr Hol- !ändischen Anleihe-Sache) bewilligt hätten, und zwar zu einer Zeit, wo die Britischen Finanzen so heruntergekommen 1cyen, so dürfte es wohl hohe Zeit seyn, die Minister über diesen Gegen: stand ernstlich zu befragen. Da Lord Goderich bemerkte, daß der Graf Grey morgen waszxscheinlich nicht im Oberhause werde seyn können, so setzte der V-arquis v. Londonderry den dar,- „guf folgenden Tag (Mittwoch, den 18. Juli), als denjenigen fcsk, an welchem er seine Fkagen vorbringen wolle. -- Unter aus. Sißung vom 16. Juli. Lord _Al- thorp trug au _die TageixOrdnung, nämlich auf einen Aus- schuß des ganzen Hauses zur Erwägung der Russsch-Holländi- schen Anleihe-Sache, an. Herr Baring trat mit dem Amen- dcmenc auf, dem Könige cine unterthänige Adresse zu überrei- chen, in der Se. Maj. ersucht werden, die Papiere, welche auf den am 19. Mai 1815 wischen Großbritanien, Rußland und den Niederlanden abges )lossenen Vertrag Bezug haben, dem Hause vor'legen zu lassen. Das Haus, sagte HerrBaring, habe in dieser Angelegenheit war bereits zWeimal abgestimmt, doch j-cdesmal nur mit einer Fleinen Majorttät zu Gunsten der Mi- nister; und zwar sey die leßxe OJZajoricät nur durch die Dro- hung der Minister, daß fie restgniren würden, herbeigeführt wor- den. Durch Mittel, wie diese, sollten aber so umfassende Fra,- gen nicht entschieden werden können. Er wolle daher dem edlen Lord (Althorp) Gelegenheit geben, diese Majorétäten und sich selbst, der die letzte- Zahlung an Rußland geleistet ha- be, 11 rechtfertigen. Es würde eine Verabsäumung ihrer Pfich gegen ihre Konstituenten seyn, Wenn die Mitglieder so mir nichts dir nichts 5; Millionen Pfund zu einer Zahlung bewilligen- wollten, zu welcher England nicht mehr ver- pfiichtet “sey. Der General-Anwalt habe zwar geurtheilt, daß das Land diese Verpflichtung immer noch habe; Holland aber, das doch in der Erfüllung seiner finan iellen Verbindlichkeiten immer sehr pünktlich und streng sey, ha e unter ganz ähnlichen Umständen erklärt, daß es nicht. mehr dazu verpflichtet wäre.

' So [MY ihm die Beweise vom Gegentheil nicht vorlägen, müsse er"

also in ezug auf England dasselbe annehmen. Was die Behauy- tung angehe, daß der früher mitRußland abgeschlosseneVertrag bloß den Zweck gehabt habe, die Niederlande gegen die Jnvaslonen Franks reichs sicher zu stellen, und daß die Trennung Belgiens von Hol- land nur eben unter der Voraussetzung einer solchen feindlichen Invasion für möglich gehalten worden, so müsse er fich auch hiervon erst überzeugen, denn aus den Worten des Traktates selbst gehe so etWas durchaus nicht hervor. We'nn enva Eng-

land beiden le ten Unterhandlungen u Rußland gesa't habe: „Wllligjk Du n die Trennung m “den Ländern, Zo wem

* * 1832.

ich mich dadurch um sy mehr-fär verbunden halten, die Zahlung fortzuseßen“, so habe“"dies mit der dem Haun jezz: vorliegenden Frage gar nichts" zu schaffen; denn dieses habe bloß zu erwägen, inwiefern die Minister früher zur Zahlung berechtigt gewesen sey'en; Hr. Robinson unterstüßte den Antrag, indem xr die me- ster tadelte, daß fie diesen Gegenstand zu etner Parter- sache gemacht und mit ihrer Resignation gedroht hätten. F r. Hume erklärte, daß er gegen das Amendement des Hrn- aring stimmen wolle,. und zwar aus folgenden Grßnden: „Sollte“, sagte er , „das Amendement durchgehen und dre AH- dankung der Minister nach fich ziehen, so würden diejenigen, „die das Amendement vorhracht'en und vertheidigten, durchaus mehr im Stande seyn, zu erweisen, daß fie selbst an Rußland das Geld verweigert hätten; ja es geht aus der Beschaffenheit des Gegen-Antrages nicht im allergeringsten hervor, ob nicht die Tories, sobald sie ins Amt kommen, die Zahlung ebenfalls lei- skenwerden. Sie haben sich dazu eine Hinterthüre ausgelassen, durch die sie unbezweifelt Werden zu entschlüpfen wissen. (Lauter Beifall.) Am vorigen Donnerstag hat die Oppofition, die der Antrag gefunden, unstreitig keinen anderen Zweck gehabt, als die Whigs aus dem Amte zu treihen und die Tories dagegen hin- einzubringen, Ich bin anfangs entschlossen gewesen, gegxn die Minister zu stimmen; bald habe ich jedoch das ganze Sptel durchschaut und mich, da ich mich nicht dazu eZergeben wollte, das Werkzeug zu einem solchen Triumphe der ories zu seyn, auf die andere Seite begeben. Ich habe die Whigs unterstützt, wiewohl ich glaube, daß sie dieSmal Unrecht haben. (Beifall und Gelächter.) Ick wünsche nicht, daß das Land ihrer

.Dienste in der großen Reform-Sache sobald verlustig gehe. Die

Frage dreht stch nicht sowohl um die Rusüsch-Holländische An- leihe, als um das größere Verdienst der Whigs oder der Tories"; und hier bin ich auch nicht im allergeringsten Zweifel über das, was ich 11 thun habe. Kämen die Tories wieder ins Amt, so würden te bald Mittel finden, die Reform zu annulléren, wiewohl die Bill bereits durchgegangen ist; und darum bin ich wohl gerecht- fertigt, wenn ich sogar gegen meine Ueber eugung stimme. (Bei- fall) Ick fordere das ehrenw. Mitglied für hedford (Hrn.?Baréng) auf, auf sein Ehrenwort zu erklären , daß er, wenn das Amen- dement durchgeht, s1ch dann jeder Zahlung an Rußland ein für allemal widerseßen werde, Es ist demnach mein Wille, die Mi- nister, fie mögen nun Recht oder Unrecht haben, in dieser Sache zu unterftükzen. (Großes Gelächter und “Beifall.) Ia, Recht oder Unrecht; denn ich bin überzeugt, daß ich dem allgemei- nen Interesse des Landes dadurch am besten diene , wenn ich dazu beitrage, daß sie im Amte bleiben und das Land keiner Gefahr einer Veränderung aukgeseht wird. - Herr Sheik sagte, _daß der Traktat von 1815 _auf den von 1814 gegründet sey. England habe fich verpflichtet, eine gewisse Summe an Rußland zuÉahlen, so lange Holland und Belgien vet'einigt blieben; eine rennung habe indessen stattgefunden. Stände es dem „Jause nun nicht frei, auf den Grund dieser Trennung einzuge en? Brüssel sey dem von Paris gegebenen Beispiele gefolgt, eine Trennung (19. 1:11:10 habe stattgefunden. Frankreich sey auf dem Punkt gewesen, jn Belgien cin urücken, Rußland habe seine Armeen marschiren lassen wo en, um es zu verhindern. Ein allgemeiner Krieg in Europa wäre die Folge davon gewesen. England habe fich eingemischt, dem Kriege sey vorgebeugt und „Belgien zu einem unabhängigen Lande, als eine Schußmauer gegen Frankreich, “errichtet und ein Monarch auf den neuen Thron geseßt worden, der mit dem Eng- lischen Königshause verwandt und ein Adoptiv : Englän- der sey. Vertrage es fich nun unter solchen Umständen wohl mit der Ehre und Rechtlichkeit "des“ Landes, Rußland die fernere Zahlung der Anleihe zu verweigern? So sehr man auch gegen Rußlands anderweitige Politik eingenommen sey, so könne man doch daraus keinen Vorwand nehmen, um einge- gangene Verbindlichkeiten unerfüllt zu lassen. Es sey aller- di'ngs eine bedeutende Summe, aber -die Ehre Englands sey unschäßbar, und es wäre besser,“ Alles mit Ehre zu verlieren, als- irgend etwas ohne dieselbe gewinnen. -- Lord Althorp bemerkte, er könne nur wiederholen, daß das Land, dem Geiste des Vertrages vom I. 1816 zufolge, das Geld an Rußland schuldig sey. Das Haus habe die Frage be- reits zwei Mal entschieden, und es sev ihm nicht begreiflich, daß Jemand, der am vorigen Donnerstage in der Majorität gestimmt, heute mit an. Baring stimmen könne. Denn es könne dem Hause durchaus kein Aktenskück vorgelegt werden, wodurch die Angelegenheit auf irgend eine Weise deutlicher, als sie bereits sey, zu machen wäre. England sey Partei bei der Trennung Belgiens von Holland und könne fich jelzt unmöglich umkehren und sagen: „Wir find von unserer Verbindlichkeit durch ein Ereigniß frei,- gesprochen, zu dessen Herbeiführung wir selbst beigetragen ha,- ben.“ Der heutige- Antrag bezwecke nichts Andere:; als der frühere, nämlich einen Tadel der OITinister; er hoffe daher, daß das Haus ihn ebenfalls so verwerfen werde, wie es de'n früheren Antrag verworfen habe. _ Lord Palmerston sagte, daß cht nicht die Rede davon seyn könne, ob die Regierung ein Recht gehabt habe, die Zahlungen im Monat Januar zu lei- sten. Diese Frage sey bereits vom Hause erledigt ivor- den; es handele fich jeßt nur darum, ob England ver,- pflichtet sey, die Schuld an Rußland nocleernerhin zu bezahlen, und er behaUpte, daß die auf der Tafel„leegenden Papiere , un- abhängig von allen anderen Gründen, dte Gerechtigkeit der For- derungen Rußlands darthäten. Der Redner setzte im Verlauf seines Vortrages aus einander, daß, wenn es früher im Interesse Englands gelegen habe, Holland mit Belgien ver- bunden zu sehen, es 1th durch die olitische Umgestaltung der Dinge wßnscheyswerth se_y, daß elgien ein unabhän- giges Königretch btlde; Rußland habe " in beiden Fällen mit Aufrichtigkeet gehandelt, und man müsse daher seine Ver,- pfiichtungen gegen ums Land erfüllen. Sir Robert Peel wtderseKce fich den Anwägen der Regierung in einem ausführ- lichen orwage (auf den wir zurüokkommcn werde? Essand

demnääxst dn Abstimmung [katr- Und es ergaben 1“- 1

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