1832 / 319 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

» * **, * , . __, ';,K *. 49; . * o- „*r-(„ * „'„ --- * . * *.?ü4ZQ-oxxsz- :.z-chzuzmxx-«H4 „;_x x_„x“s«_ ;.; , -. ckck „„ „,v, - *-»- "“

**;«WcrNr-UWW.*«ziMÖ-YÉZÉÉÉ.'K* '

Ein Fischcr-Fahrzrug ist geßern aus der See hier angekommen,

Gerne. dessen ').)?aiinickzaft aussagt, daß drei Tage lang ein furchtbares

daß akk Einzah * „Inhaber, hat imd wird "den Kredit der Nation und der ' Tan glaubt allgemein, daß beim

ruch der Feindseligkeiten der König das ziveice Auf; *

derfieiivili en Anlei e meinten Einige,

HM war sehr begehrt, und w-rrdxu etwas höhere Preise in baarem elde ges ehen, daß man wenigstens denjenigen,

bewilli' t. ein zahlte für 129pfünd. wcißbiinten Polnischen WeiZ'e'ii 312 F ., für 1285130pf§md. dito 300.303 Fl., für 127p'fäud." bun“-

erregt hgt; da man sich trotz aYer Anstalten und Gerüchte, von

rden Execution haben. Nach“ der Einnahme AntWerpens kann deiien man sich so laiig'e umgeben fand, nicht bereden.konnte,

im) kein Streitpunkt zwischen Belgien und Holland erheben,

o

";;-„Ä; 4

- .?

.I

. ::]

, '_- -_ „TM.

“?,?xxrzZ-xxy-„x. .;:ézxzxxéxx

„.,.-„.. ..ck-.

-,* «_ . -“-»7 „x;- 44' : *.*

0er nicht leichter als ]"th zu schlichten wäre. Es wird davon «vhängcn, wie König Wilhelm handelt, ob er auch nur einen der ihmidurch den Traktat-gesichercen Vortheile wird aufgrben dürfen. “Jedenfalls macht es uns große Freude, dem Publikum zwversichern, „daß seit zwei Jahren nicht so geringe Aussicht zu cinem Europäischen Kriege und nicht'so wenige Gefahr gewexen iyi, daß der Kampf - wenn, es zum Kampfe kommt» fich ü er die Niederlande hinaus erstrecken wird. "Das Vorrücken von Preußischen. Truppen an den Rhein und die Gerüchte von feind- lichen „Bewegungen Rußlands“ snd bloße Erdics)tungen axis den lebhafter": Phgntaffeen Fratizöstschrr Republikaner im oder in Jusammenwirku'ng".nxit unsern'Coyskrvativen.“. -

Der Graf- von Guilford hat nachstehendes Schreiben an

den-Secretair der zur“Untersuchung des Kirchen-Eigenchumcs«

niedergrseßten Kommission erkaffen: .

_ „S_trLJck) habe Ihnrn Den EmpfanL drs'-Schrei3ens anzrzzri: gen, das Me in 0ihrer EiZenschaft-als Secrewtr der Komxnisnon, wende zur Unte'riuchunq er Einnahmen der Kirche“ niedergcsrrt' wordew-ist, an mich-Zerichtct (When. I habx persbalech keine Erw,

wendung grgeWie Yerdffentli un„.n_1ci eki kirchlichen Privat:Ei-

qrnthumes «- welches von "dem revo ut-ontmtren Theil 'der Presse iin-

mäßig, übertrieben wordeii -'zi,1„ machrn; wohl aber macht mzme Niickiicizt für öffentliche“Freidwtchlch; durcb Untersuchung des Bcrragcsrmd der Bescijaffenheit dcs Etgcnthumxs der Individuen auf eine Besorgntß erregende Weise angetastet wird, Einwendirn en

dagegen. Wenn ein Eigenthuzu, welches vondem ursprünglr cn“ Besiizer freiwilli unter der einzigen Brdingun eines besondern Dien-

Ärs, untsr dem orwande, daß cht Leiv Dien m_ehr damik verbünden ' irt), Zum Ei entbmn der Krone oder dcszublikirms gemqcht wer-

den k nnte, ,o würden allr Freisaffen:Briix-ix,nqcn eben so _abhängtg

und unsicher seyn. Dies isi aber weder tn diefe ilnoY itxirgend ei-

nem andern Lande dem Rechre gem?.„„Wenn ie edmgimg er-

fülli' worden iii, so ha_t weder der dmg noch sonst Jemand das

Reihe, das Eigentbum in Anspruch zu nehmen, oder auf irgendeine

Weise damit zu schaitrn. Ich trete auch dem Grundsatze bei", daß

das Parlamcnr zurücknehmen kann, was das Parlament bewiliigt

hat; aber das KirchencEigentbum ist vom Parlamente nichi-bewcatqt,

sondern nur bestätigt unddnrch dqs Gesetz für unverleyltch erklärt

worden.“ Da ich nun in dieser Bezirbun fürchien muß, eiiien Prä-

ccdcnz-Fall oder einen Gebrauch feyyusie en, so kann ich nicht daß-

ein wilu'gem meinen Rechten äwas zu ver rbm,a_uSgenornrttcn wenn

ich von gesetzlich konstiturrten Bebördcn§,eschl diéserhalb empfange.

Wm" eine solche Kommission durch das Parlament Jieder e- » o

scyt würde, ein Ercigniß, da; ich nicht für wahrsciseinlich ha.!tc, te ichanatürlici) meine bürgerliche Freiheit dcm andks-Gcseße unter: werfen. Aber freiwiüig anerkennen, daß das Etgentlum der Kirche öffentliches Eigentbum fit), und_ daher zur Yerfü _ tig “des Parit- iiims siche, würde, meiner Anncht nach, eine Ziäxr-Verlehu'ng fern. Eine Antwort auf die mir vorgelegten_ rz! e würde, eine “Zustimmung zu jenem unhalcvarxn Grundsarzx m ich chlicßen. Ick bitte, „den Kommissaricn zi; vernchern, daß ich „nicht durch Partei: qrtst oder durch die Abneigung , mrtne recuirmiren Angelegenheitrn z:: verdffentlicßen, sondern durch die RÜchÜcht qu? öffentliche Free- brit und durch ein Gefühi meiner P icht Feiertet werde; da ich Überzeugt hin, daß, wcnnrmmal das, igcnt eum der Kirche als ein öffentlich, s anerkannt wird, wrlches ick), :ckngth auf al_te Statuten und im Fir allgemeine Kcnntncß der Be ei ung, bcßreite, es bald nufhdr waexrdc, ihr zu gehören. Ick hai? bx'e)Eh(rchuilsÉor?d gc . , . " .

Der Albiotrenthält Folgendes: „Die Minister haben sich nun,“ wie man sagt, entschlossen, sslbsk einc Kirchen-Rxfdrm-Bill einzubringen. Sie haben des crefflichen Erzbischofs von Canter- bury Vermittelung zurückgewiesen; obgleichdie xur Un-tersuchung der Kirchen-Einnahmen niedergese te Königl. Kommission Sr. Herrlichkeit und dem Bischof von ondon ihr Entstehen verdankt,. welche beide den aufrichtigen Wunsch hegten, einige Veränderun- gen herbeizuführen, die gemäßigten und vernünftigen“ Leuten ge- nüqen könnten. Wir unsererseits haben imrner ge weifelt, ob das Niedersrßen einer solchen Kommission eine- ge ehiiche und constitutionneiie Ausübung der Königl. Prärogative sey, und wir fürchten, sie wird ferneren Eingriffen in die_Rechte und Privi- ieqien der Geistlichkeit die Thür öffnen. .Wir sind weit davon entfernt, die Geistlichkeit aufzufordern, die ihr gestellten Fragen

nicht zu beantworten; aber wir rathen ihr, auf der Huth zU" z

seyn. Wenn nun aber zugegeben wird, daß die Kommission, acseszlick) oder nicht, die Zustimmung des Erzbischofs-erhalten hai, warum, fragen wir, wird Sr. errlichkeit_ nicht gestattet, den eiqenen Plan vorlegen zu dürfen: 'Die'Geisilichkeit würde ganz qéwiß höchst bereitwillig Sr. Herrlichkeit vernünftige Vorschläge 'u Veränderungen und Verbesserungen uncersiühenx Aber nein! ZOies würde mit den Ansichten gewisser Perionen nicht überein- stimmen, welche fest entschlossen sind, unsere Kirche zu beräuben und zu plündern.“ . _ . __ Das Linienschiff„Revenge“ ist von Lissabon xu Spithead angelangt. Im Tajo befand sich noch die „Caledonia“, um ders Leben und Eiaenthum Britischer Uneerthanen u _besxhühen. Die Liisaboner Behörden hatten die qenügendsten ufichluffe über den Tod von Lord William Ruffel's Bedienien ercheilt, der sein Leden in Folge seiner eigenen Jnsolenz verloren"!)aete. Der „Revengc“ draieb't sich ebenfalls zur Schelde-Expedition. Die Kriegs-Sloop „Nimrod“ bringt Lord Edward Russell mit Depeschen nach “" abon. Ms „In dem Briefe eines Portugie ischen Offiziers in dem Heere der Donna Maria, vom 28. O tober, heißt es: „Unsere Unzernehmung nach Aveirr, unter deni Brfehl drs Capitains Rose, mit dem 12ten Jäger-Regimcenr, „ck mcht gelungen. lx,)ie T*.)xzquesqun waren durch eine IndiScretion in unserem Marine- DrHartemenk von unserer Bewegung und deren Zwrrs unterrich; irt worden. -- General Siubbs, welcher der constitUtionnellen Sache von jeher mit dem treuesten Eifer gedient hat, und zu Porto besonderer Liebe und Achtung genießt, hat Befehl erhalten, -0 uns zu kommen; man vermuthet, daß_ er den Oberbefehl rider Jie Armee erhalten werde, da von einer spräiellen Botschafrnach Ma- drid geredet wird, welche dem GeneralVi a-Flor übrrtragen werden 1011. General Stubbs ist durch den Einfluß und 'die Fürbitten des Marquis von Palmella wieder 3?Zrbrigeriifen ivordrn. Zu dem Engli'chen Bataillon sind 200 » rann frischer Truppen, und zu demeßr-anzdfischen 30 Polen ge oßen. linsere Trizypen haben den besten Muth, und wir Fi en viele xunge OMziere, welche meinen, Dom Pedro müsse *oreo verlassrn und geradrsweges auf Lissabon ziehen. Sartorius hqi a_usgebe_ssert, und ist wie- der fertig, in See u gehen- Wir smd mu Befestigung und Verstärkung des Ka, illi da Foz beschäftigt.“ ' In Glasgow haben sich 600,1iinge Leute für den Dienst Dom Pedro's anwerben lassen. Von Portsmouth ift eiiie gn- sehnliche Abtheilung Reiterei vorgestern nach Porto abgesegelt. Die Britischen Rekruten werden sämaiitkich unter dem Befehle

von Sir John Doyle sichen.

_.“ .- London, 9. Nov. “Fan ZJnn sichdlexchkt denken!; ** ' s-Erklärung igen “o and um an er ann ma TF FifsFlIgeZehmuns HSÜUUÉK? Schi ; und die Blokade der Hoüändischen Kasi doch nicht nennen) eine geringé Sensation

Wetteifer ..

daß, man es würde wirklich rum Kriege kommen lassen. Es ist zu "allen Zeiten schwer, die (Gesinnungen einer Nation “äber irgend eine bestimmte Handlung ihrer Regierung zu entdecken, und über *diese haben fich noch so wenige Stimmen vernehmen laisrn, daß es sehr voreilig sein würde, ]"th schon bestimmen zu wollen, war“; die Britische ation davon denkt. Die Kaufleute,. welche ihren Handel dadurch gestörr sehen,“ohne noch dumb- den Krieg selbs? anderweitigen Vortheil ziehen zu kömxrn,- erklären sich in; zwischen lau: genug gegen das Unternehmen gegen Holland", und nennen. es gewaltthätig,. ungerecht *und anri-Britisch, was “auch die Tories in ihren Reden, wie in ihren Zoek- tungén thun. Die Nation im Ganxen scheint zwar ie Sache für- „jetzt noch mit gleichgültigen Angen'anéusehen; zzge ['i-ch abox der Krieg in die Länge, so daß cr--ncue ?uflagen nörhiq machen sZUcc,_odr,r brächte er in irgend 'ein.LeHensdrdürf; .niß Theurrung, ohne das; inzwischen etwas vorgesallrn wäre, was 'die Leidenschaften'für denselben aufregen könnte, 10 würde er," und rnit ihm die Minister, die ihn Mgrfangxn, iw hdrhsiev Grade unbeliebt werden. den Kriegaisr, geht schon “aus dem gemessenen Ton der liberalen ' Journale hervor, wann von Hannd die' Rede ist, denn sie ver,- meiden es", so viel nur immer tiiögkick), die Volksthümlichkeic der *Hojländer aufzureizen, um nicht der- Sache eine Wendung_zu geben, weiche, itide'in fir den'Krieg in die Länge zöge, den „Hol- ländern d'ie.S0mpa_thic .der'Engländer selbsx sichri'n diirfte. Zn- zwischrn heit iarza-hier die Hoffnung noch nicht aufgegeben, daß dieser unglü'ck iche *Stikit bald und vielleicht ohne Blutvergießen beigelegt-werdenwird. » BeiunSim Innern hat sich wenig ereignet, was für das Auskand Interesse hätte. Die Freisprechung des Mayorl oon Bristol ist bereits“ bekannt. Die ganze Sache hat zwar wenig Aufsehen gemacht; doch haben «sich aus der Unter- iuchung Thatsachen ergeben, welche die Regierung und*'das Par; lamcnt anspornen müssen, so schnell als "möglich allen größeren Städten im-Landr PolizcizAm'ialten zu geben, wie wir sie jetzt in London haben, wenn auch mit einigen Modifieatioben, welche diese selbß bedürfen. Wer die Akten jenes Prozeiscs aufmerk- am liest, und sieht, wie die' große Stadt Bristol in so kritischen ugcnblicken wie damals, dem'Zufali überlassen war, iver ferner „bedenkt, daß ck in ganz England und Schottland zu allen Zeiten eben so beschaffen ist, außer_in London, wo es Bis vor “2 Jahren nicht anders stqnd, drr'kann nicht umhin, die Rechtlichkait unse- rer? Pöbels zu bewundern, der vob R ichxhümern umgeben, urid oft'in_„bitterem Mangel schmachten ich so enthaltscun zeigt, daß nur in“ Zeiten großrr politischer ewegungen hier und da seine Wildheit !Wbricht, und [ich in Rarxb und Brand äußert. In Irland hat so eben ein Coroner-Gericht eincn Friedenörich- ter und mehrere Polizeidienr'r, von dek1en bei» einem Aufiaufe chi Personen erschossen wurden, des Mordes angeklagt. Zwar werd'én sie höchst währsrhcinlicix von. dem höheren Gerichtshof freigesprochen Werden (wenißiicns ist dies- das gewöhnliche Re,- sultat von solchen Prozessen in Irland); aber die Begebenheit zeigt dort), daß uns'cre Bedtnten“ großer Veratit'ivortlirhkeit aus- geseht find. Auch scheint“es, _daß es der Regierung 'durch ihr entschlofsenes Benehmen, das Cigenthixmsrecbt der Kirche zu be- haupten, beinahe gelungen _sey, das Land“ in diesem Punkte zu beruhigen. Es ist bereiks eine gute Anzahl angesehener Leute, welche an geseßwidrigen Versammlungen Theil gmomwcn hat- ten, schuldig erkannt, und zu drei- bis sechSmonarlicher Gefäng- nißsirafe verurxheilt worden. O'Connell selbst rirth, als Ver- theidiger Mehrerer, sich für schuldig zu erkennen, was dann ver,- muthen läßt, daß dieser unruhige Kopf die Ucbermachr des Ge- seZes erkannt hat. Desto eifriger aber arbeitet er daran, den Wunsch nach der Auflösung der Union, oder was dasselbe meint, die Wiederherstellung des Zrländischen Parlaments volks- thünilich zu machen, und die Wähler zu bereden, Keinem ihre Stiinme zu geben, der sich nicht dazu verpflichte, kein Ministr- rium unrersküßrn zu wollen, welches nicht in diese Auflösung willige. Auch scheint es, allen Anzeichen nach„ daß die Neigung u dieser Aenderung, selbst unter den Proteoiantrn, sich aus,- breite, so daß wahrscheinlich eine bedeutende Mehrheit der Zr- [ändischen Deputircen sogenannte W-iderrufcr (!":i.'[)(k;1[('k'5) seyn Werden. Da nun weder das jexzige, noch ir end ein anderes Mi- nisterium einem rihnlichen Vorschlage Gehd geben darf, so steht zu erwarten, daß ein solcher Haufe beständiger Widersacher, welcher immer bereit ist, jede aufkeimende Partei, wenn sie nur der Regierung entgegen ist, zu verstärken, diesem, wie jedem nachfolger- den,Miniskerium höchst beschwerlich fallen wird. Ja, hat sich einmal ein solcher Phalanx im Unterhause gebijdct (an den sich unstreitig auch mehrere Englische Mitglieder anschließen werden), so bleibt der Gegenstand. eine immer offene Frage, weiche im Fortgangx der Zeit, wie die über die Emancipation der Katholi- ken und der Pailamcnts-Reform, immer an Stärke gewinnt, und am Ende durchgeht. So ist nun auch die Frage über Kirchen.- Reform ihrer Entscheidung nahe: Flugschriften iiber die Umtau- schun des Zehnten gcgen eigentbümliche Ländcreien, gleichere Vert eilung des“ Einkommens der Pfarrer, so wie der Bishöfe u. dgl. überschwemmen das Land, und zwar meistentheils von Geistlichen selbst geschrieben, sogar von Bi1chöfen; Versammlun- qen von Geistlichen und Binschriften an ihi'r Vorgesetzten um Abstellung notorischer Mißbräuche, Gesellschaften fiir die Ver- besserung drs Kirchenwesens u. s._w. smd an de_r-Tagesordniing, so daß das nächste Parlament fich auf eine enticheidende Weixe damit beschäftigen muß. - Graf Grey hat an die Stelle des eben verstorbenen Ober-Richters, Lord Tenterden, Sir T. Den- man erhoben, so daß jetzt die beiden Advokaten der Königin Ka- roline, Brougham und Denman, die höchsten Richter-Aemtcr im Reiche bekleiden. _- Zu Cork hat sich unter den angesehensten Edelleuten und Gutsbefißern ein Verein zu Gunsten nützlicher Reformen, aber zur Aufrechthaltung des" Vereins zwischen bei- den Ländertx, gebildet.

' Niederlande.

Aus dein Haag, 10. Nov. In de zweiten Kammer der General ; Staaten haben viele chatten über die Mit- tel "und Wege, wie den außerordentlichen Bedürfnissen abzuhelfen, stattgefunden. Die Ansichten waren darüber sehr" ver1chieden; Einige wollten einer Auflage den Vor ug vor einer neuen An- leihe geben, um die Schuld nicht so seér zu vrrgrdßern; Tindere „stimmten dagegen für ein Anlehen, falis es in einem kleineren Umfange statthaben solle. Viele gaben noch zu bedenken, ob es unter den jetzigen ungünstigen Umständen rathsam seyn möchte, an Ablösung oder Konverfirung der Schuld zu denken, und ob es nicht besser sey, dieselbe noch aufkuschieben, bis fie leichter bewerkstelligt werden könne. Man chlu *sogar vor, das 1 pCt. zur Einziehung der Certifikate fi r die leiz_te Anleihe noch nicht zurückzugeben, und so 420,000 Fl. in Kasse zu behalten, wofür man sonst das Land mit xieuen Lasten

überladen müßte. «- In Bezug auf den Vorschlag hinsichtlich

Daß-das Volidermalen nicht für!

che baares Geld gäben, größere Vortheile gewähren miißle denim, welche Papiere einlieferten; daß die Certifikate qué men und nicht in 010060 ausgestellt werden müßten, Uma triebener Gewinnsucht zu-xrvehrrn; daß der Termin zum-u zeichzien auf'einen Monat auszudehnen sei), und kleine A von 40 oder 50 Fl. ausgegeben werden müßren, damit auch geringere Stand Theil nehmen könne.

Die Haarlemsche Courant berichtetnus dem Haag Zier: d.: „Gestern Nacht kam ein Courier/xaus- St: P burg Hier durch, der, wie man sagt, die ?liitwort des Kaj auf den Entschluß Englands mid Frankreixhs zu Zir'angs-Ma geln naxh Londoi! überbringt. Der Inhalt der Dryeschem che er mit sich führt, und- welcher, den umkä'ufenden Gera zufolge, nich; nachtheilig für die Sache Niederlands lauret, gesterw hier in einem Kgöinets-Rathe erwoßrn worden seyn? _- Meinung, daß durch zeitige Ausgleichung ail fein . Handlungen, die den allge'nwinen Krieg zum Aus uche brj könnten, noch zuvorges'ommcn werden könnte, findet n Vielen Eingang, und man sicht noch immcr'den von Pr- vdrgcschlagenen Traktars-Enrwurf als ein dazu geeignetes tel an.“

_ Aus Dordrecht vom 9. wird' gemeldet, daß, soowte Absenden von Mund- und Kriegsvorräthennach der Cic-.

ron Antwerpen unausgescßt fortdaure, so auch die Berichte

dorther über den physischen und moralischen Zustand der- saßung aufs befriedigendske lauten. - Ein Brief, an Bord eines beim Fort Bath stationirten nonenbootes am 5. Nov. geschrieben, enthält unter Anderem gendes: „Ich muß Euch auch Einiges iiber die Scheide, d'“ großen Zankapfel zwischen den Mächten meldenri'mdglici), daß bessere Berichte bekommen könnt, aber gewiß keine wahrerez *? erwarten nun hier vor der Mündung dieses Flusseé. die,ve . Anglo-Gallische Flotte, von der ich jedoch kait1m glaube, das" s, den Kopf gegen einen Strom wird cinrennen Wollen, nZ'o ir'" der Fußbreit beßritten werden soll, und wo sie doch nicht ,' als bis zum Fort Bath durchdringen kann,_ wo die Thermoßyx der Scheide sind. Vor diesem liegt Sr. Mci'jestät Liniini. de Zecuw,“ nebst einigen Kanonenböien, und diese Steil ist von Natur so stark, daß schon eine. gewaltige Macht. gehört, um sich die Durchfahrt zu erzwingen; um so mehr soll es den Engländern Mühe kosten, da unsere Marine mi sen Herren noch eine Rechnung abzumachen hat, und-wjr auf die Gelegenheit harren, um dem Admiral Malcolm zu weisen, was eine Niederländische Marine ist und vermag. ner befinden sich die Forts Lillo und Liefkrnshoek, Jedes" in Gibraltar umgeschaffen, und die Citadelle selbst ist nur wie Pulvermine zu vergleichen. Ganz bdmbenfesi, mit Stärken Mörsrrn besetzt, und durchaus unterminirt, soll es den Fra sen nicht so leicht fallen, wie sie sagen, die Festung zu bei) und versuchen sie es, so wird man von Anmerprn sagenkön „„Hier stand einst eine prächtige (Stadt.““o '

-- Der Englische Courier theilt folgendes Selm“ aus dem Haag vom 6. November mit: „Ihrem Wim gemäß, schreibe ich Ihnen diesen Brief, um Sie von deri der Dinge in diesem Lande zu unterrichten, wie sie, allem „Anfih nach, fich gestaltet, und von der Ansicht, dieich mir durch eigene*. obachtung und durch die aus verschiedenen. Qiiellen einger.“. Kunde gebildet habe. Es herrsci): hicrunterallenKlassen eineau ordentliche Ruhe und zu gleicher Zeit eine Entschlossen wie man sie in Betracht der kritischen Lage, in der-sich ox Land befindet, und der herannahenden, aller Wahrschein/i-hk nach bewaffneten, Entscheidung kaum erWarten sollte. Zckpha bei Hoch und Niedrig umhergefcagt und kann die Antivir welche ich überall erhielt, im Aligemeinen auf Folgendes zux führen: „„Wir kennen die Gefahr, der wir entgegengehen; *“ Vaterland hat sich früher schon in ähnlichen Lagen befunden, durch Gottes Güte, Guiist und Schuß wurden wir gerettet; -' jelzc wieder seßen wir unser Vertrauen auf seine Allmacht .“ Weisheit, die uns retten und gegen unsere Feinde und ihre sen Absichten schtiizcn wird; wir bauen ganz auf unseren ech schaffenen, gewissenhaften und besonnenen du und seine tüchtigen Minister; denn thöricht wäre es uns, wenn wir ihre Handlungen bckrirteln wollten, da wir nen unser volikommenes Verr'rauen und unseren Beifall s" ken. Der König und seine Mipister müssen, vrrmdgc ihrer fahrung und Kenntniß, besser wissen, welches Verfahren hier klügste ist; ihre Interessen smd die unsrigen und die unsi' auch die ihrigen.““ Ich kann Ihnen vrrfichern, es ist Parteigeifk verschwunden, und als einen Beweis davon will nur anführen, daß das einzige Oppositionsblatt, welches in sem Lande existirte, der „Standart“, zu erscheinen aufgehöri weil seine Abonnenten es im Stich ließen. Und doch wu ein mit großem Talent geschriebenes Blatt.- Ich könnte Zh viel Über diese Sache er ählen, aber das Vorstehende isl Wesentliche in Bezug au die allgemeine Gesinnung und kungsart. Die in England unterhaltene Meinung, daß Blokade die Holländischen Kaufleute einschüchtern werde, daß sie durch ihre Furcht wiirden bewogen werdcn, auf die ländischc Regierung einzuwirken, diese ?cinung, wenn se lick) unter ihnen gehegt wird, ist ein großer Jrrthuni. “* Kaufleute haben den Maßregeln der Regierung einstimmig ren Beifall zu erkennen gegeben und werden iir durch allei zu Gebot stehende Mittel unterstüßen, theils persönlich, * mit Gold; und nicht etwa, wie man jenseits des“ Kanals'glaubt- eigennüßigen kaufmännischen Interessen, sondern in wahrhaftpa tischerAbsicht und aus Liebe zu ihrem Vaterlande. Der besteB * von dieser. Gesinnung ist, daß man die reichen Kauflux Amsterdam, Rotterdam und anderen Städiéb ihren Söhpen freiwillige'n Dienst in der Armee als gemeine Soldaten gest“ ja sie noch da u aufmuntern sieht, und die alten Kaufleute [' ihrerseits des ?Nachts' mehrere Stunden hindurch auf den S“: wachen findet;-ich habe dies hier vor: ausxxrzeichneken Echt und verabschiedeten mehr als sechzigjährigen Oberoffizierm sehen. Ein anderer Irrthum isi der, daß man wähnt, es we sehr an Geld fehlen und nicht so viel herbei geschafft w" können, um die außerordentlichen Kriegskojien zu decken. ?“ Sie versichert, daß die Generalskaatcn eimnüthig fiir die ' Anleihe stimmen und daß alle Einzelne augenblicklich ' für unterzeichnen und sie schnell zusammenbringen w?" Vielleicht möchten sich in der zweiten Kammer ein U.

es nicht gehässig erschritten würde, zumal da es wohl möglich daß auch sie im dringenden Augenblick ihre besseren Gk sprechen „sassen. An Geld ist hier Ueberfiuß und das D* o sieht auf 3 pCt. Das kluge, erechte und weise Benehmen hiesigen Regierung, wenn es ck darum handelt, die Zins!“

„jm Nothfaii kann noch

Stimmen dagegen erkkären, die ich nennen könnte; "T r

Nationalschuld regelmäßig zu bezahlen, selbst an dir Bckgés

„u g anfreeht erhalten. „riss

oder die Reserve-Schuttercien zusammenberufen und da,- noch 40,000 Mann mehr unter den Waffen haben wird. sind mit Offizieren, Train und 'Waffen versehen, eine ztveite Reserve von

er Zahl zu aktivem, Dienst aufgeboten werden. Die ander können sich nicht davon überzeugen, daß die „n'en c*Englischen Marine - Offiziere ses mira der ange- n Blokadeo ernstlich meinen. Als Grund gehirn sie aß, „abgesehen von der durch die Wiiiiersürme zu desrehcnden die" Sache ganz unm'klz sei). Es würde zu viel Zeit;,

' r, . a * . . h, in einem Briefe ihre verschiedenen Gründe auseinander-

,n,'wesha_lh. sie die Biokade für umrülz halten,“ ader ich ver,- , Ihnen, daß die Gründe “für,“, mrcb üb'er' rugend waren. anderer Pankt, der dem Holländischen Kro! mann höchlich| it, ist das Uripklitiscde der von Ihrer Regiergng so „verfolgten Maßregeln, da sie doch mit den wahren Ham,- Jntercffen Ihrer eigenen Ba'umwollen- und Garn-Fabri- in' Lancashire, Jbrer Tuch- Fahriken in Yorkshire.“ und, Eisen-Bergwi'erke in Walrs so gänzlich im Wideripruch indem dieses Land fÜr seinen eigenen Verbrauch zur Ausfuhr in“ seine Kolonieen jährlich für viele iionen -Gulden .sochrr' Waarcn aus England beziehe. „allen diesen.?irtikeln versehen fick) die Belgier „brkannrlich , aus Gent, Verpiers und" Lüttich.. Wa§ die möglichcn FÜUL en„militairischcn Operationen betrifft, io sind dies Dinge, denen ich durch'aus nicht§i verstehe." 0 viel man aber dar- „sprechen hdrt, scheinen ]rhr verschiedene Ansichten in dieier schr'vauwaltem. Unter Andérem meint man, daß bei dem 11 Schuß von den Französischen Baxterieen di: Citadelle nach „geschicktem förmlichcm und energiichem Protest-aufgegkben und Sie Garnison sich zurückziehen wird (?); Ander; ben, man werde sie bis aufs äußerste vertheidigetx, da sich |arke und auserleicne Garnison v'ono7-8000 “Mann, niit then uiid Lebens“mitt_eln reichlich versehen, darin befindet, die "meisten ihrer Werke bombenfest sind. .Bei- kinem pf läuft die Stadt Antwerpen Gefahr,_ zerstört zu werden, nders wenn die Citadech von der Stadtoeice angegriffen wird. 'Laüd ist an mehreren Steklen schon unter Wasser geießt, die Ueberschwemmungen werden bald noch weiter ausgr- werden. Was die Schclde-Schifffckhrt anbelangt, so können Holländer sie pro 191-190"; in einem einzigen Tage absper- wenn sie an einem Pankl, ufo. nur für ein einzexnes Sibiff

i

„' Durchfahrt Raum ist, einige alte mit Steinen beballastete

ahrteischiffe in _den Grmid senken. Man ist hier allgemein Lnficht, -daß Belgier: 1th unter Frankreichs Kontrolle steht "bleiben wird, was für äußere Formen man äuch aufstellen , und hier'aus, glaube ich, entspringt die eigentliche Schwie- it einer Aysgleichung; denn anzunehmen, daß fie'wirkiich der Feststellung des Betrags" der von den die'Schelde be- enden Schiffen zu entrichtenden Zölle odor Tonnengel- entspringe, hieße denn doch, wie Sie selbst einsehen en, "einen seht: geringfügigen Grund voraussetzen. Daß Zoll entrichtet werden muß, wird gls ein Holland gebüh; es Recht anerkannt, und es kommt nur“ auf ,den' „Betrag (bett, an. Die "Belgischen Schiffr, welche„ nach Antwerpen , sollxcn, nach Lord Palmerstoti"s Vorschlag, den Man hier Schema nennt, 1 Gulden ode'r 20'Pence Sterling für die als Zoll entrichtxn, ihre Ladimg möchXe bestehen, worin viii. In dem von Preußen ausgegangenen Entwurf in -- auf die Schelde-Schifffa[)rt war der zu entrichtende Zoll- agleer gelassen, und die Holländische Regierung füllte ihn, ich höre, mit ariderthalb Eulden' oder“2 Schill. 6 Pre. für apswärrs und eben so viel für siromabwärts aus„ welches Schilling für die Tonne ausmachen würde; die Belgier -gen 1 Schilling 8 Pence vor, der Unterschied betrüge 3 Schilling 4 Pence. Man „hat berechnet, daß die derung der Holländer nur halb so viel beträgt, als drr er in BezuZ genommene Mainzer Tarif feststellen Zwürde. dies wohl ein Gegenstand, der, wie es scheint, der Anlaß zu m Europäischen Kriege werden und Tausende von Christen- n als Opfer erheischen kann? Wohl mag man Schmach aus- n über die selbstsüchtigen Staatsmänner, die sch auf solche ne und Folgen einlassen können, nachdem fie den alten Trak- von Münster gebrochen haben, eine That, deren bloße Br- tigung Ihr. Herr Pitt im Jahre 1794 schon als hinrei- im Grund zu einem Kriege gegen Frankreich erklärte. Nack) ; rift. Es heißt hier allgemein, der Köni von Holland habe kissen, keine flindlichc Maßregeln gegen * ritisches Eigenthum iesem Wide zu ergrsifen und keine Kaperbriese zu erthcilen; obgleich Englands Vermbrrn gegen Holland von allen sri; ilien treuen Freunden in diesem Lande heftig getadelt wird, nbi nian doch der besagten Entschließung vollen Beifall “- Zeichen von wahrer Größe Und christlicher Gesinnung, und Belveis, daß noch eine freundliche Erinnerung an die alten ndnisse übrig ist, welche seit Elisabeths Regierung Jahrhun- ling zivischen England und Holland bestanden. Gott gebe, Eintracht und Freundschaft noch einmal hergeftellc Werde, daß der jekzige unnatürliche und zerrüttete Zustand der aks-Llnqelegcnheiten endlich aufhörc. Auf der gestrigen Am- awer Börse blieb die ZZproc. Anleihe auf 40; stehen.“ "* Amsterdam, 10. Nor. Ungeachtet der verneinendrn rx umerer Regierung aufdie Aufforderung von En land und kifktcb ziir Uebergabe dcr Caravelle von Antwerpen, aden sich ,die Preise der Holländischen „sowohl als“ der fremden Staats- ,re ziemlich gut erhaltrn. Viele Spekulanten bleiben des Da: aliens, daß Holland keinen so ungerechten Krieg wird zu bc: !: haben. Andere stützen ihre“ Meinung“ auf das dieffcitige gute kund den einmüthigcn Sinn von Fürst und Volk, um nördi: ,'s das Aeußerste zu;“ Verthcidigung anzuwenden, und dies maq „, d“,'Grund der hier herrscyend'en Ruhe und der allgemeincii natiyn seyn, was auch 'naturlici) Einßuß auf die Fönds hat. Jürkgkderse war es indcffrn etwas aauer in Folge einiger rabantische Rechnung grscheyenen Verkäufe. Der Gouver- W! Antwerpen hai eme Prorlamation an die Einwohner die»- l'ttadt erlassen, um ihncir'anzukündi cn, daß die Feindseligkeiten ZZ“ d. ihren Anfeing „nchmrn wür en und die uriicimildige iischurch Hollgnd vielletcht__ niclit gfcscho'nt werden, wurde. Laut “kbeadm Nachrichten. vom htm d. ti“! die kombimrte Floite von imm nachedenDnncn, abgeschli; wre es heißt, met ierticher Flint»? fur die Englisäien Givinrnack) der Scheide _und fiir Gets 'schen nach dem Helder, bet Texel. Auch zirkulcrtekhrrr "Zucht „vom Marsch: Preußischer Truppen nach der Granit- * weck jedoch nicht _angcgeve_n würde. Nach Geld iii kürzltck) „„We wu gewölznltcb gewesen, weiches den Zins-Cours von 'a ? onen auf 3, Wk. und von inbungcn auf ZZ- 5- 4 PM- i ehtht' * OU“ Handel am grürtgen Getreide-Marxt war ist" v cbhaft, mdcffcn ging Pölntsxber Weizen xu dcn jungstcn te on derHand, aucb rother Weizen blieb pretshaltend, dock) | wenig Frage. Maxi forderte für Roggen die vorigen / es fanden sich aber keine Abnehmxr; eben so war es mit

l

unser Schreiben vom Iten d. M.

ten 200 Fl., für 124.127vfünd. bunten Köningergi-r 265.280 [„ (Zu“ 1'25pfünd. rorvrxr 248 Fr.,“ für 128vfi'uxd. Demmin'er 260 [„ sur 12ck§pfünd„Mä_rkischen 255 Fl., für, 116vn'nid. “getrookneten Rog- ézen berKleinigkritcn 180 Fl., für eine Partie 110pfi'md. Preußi- chxn_dito ifi ein Gebot von 16.5 Fl. abegewiesen, für»_94pfünd. Friesische Witztergrrsic 122. Fl., für 101pfund. feine Dämscbx 12.) &i, für ZZpde. glien feinen Hafer „118.Fl., für H-lpfünd. O|frie=« sischen 105 l., fur 77vsünd. Holsiemschen 98 Fl., für 74pfünd. "alten und neuen Futterhafer 94 Fl., für-70pfüiid. 90 Fl.

Belgien.

. Brüssel, 10. Nov. Der hiesige Moniteur enthält heute die Aitzeige von dem in den Häfen Englands und Frank- reichs«auf olländische Schiffe gelegten Embargo]

' Das O-«emorial sagl in Bezug auf die von mehreren Blättern verbreitete Nachricht, daß der General.Chassc'* dem „Ober, Buzex habe sagen lassen, er würde beim ersten Erscheinen der; anzdsischen Fahüe die Stadt bombardiren: „Dieses G8- ri'icbt schien iins ivirizrig genug, um genauesErkmidigungr-n ein- ZUziehrn, und wir haben die Ueberzeugung erlar'igt, daß dem Oberst Buzm keine Mittheilung der Art zugegangen ist.“ _ Der hiesige Courrier meldet, daß einem beim- General»- skabe eingegangenen Berichc zufolge, von SFÜW Hollands eine große (Menge Emissarien mit Tauben nach mehreren Srädtefi drs NordsDeparcements gesandt worden wären; "diirch dirsys Mittel würde_man in Holland und in der Citadellr von 'Aut- Werpen den Einmarsch der Französischen Armee, eiiie Stünde, nachdem derselbe erfolgt sey, erfahren. - ., -* Gestern Mittag trafen hier, unter Begleitung einer Abth'ci- lugg Artillerie, mehrere Wagen mit Geld von Antwerpen'ein: Aus Valencien nes schreibcman vom Zten d. M.: „Gestern Morgen um 4 Uhr traf beim Marschall Gérard ein vom-Kdnig abgesandter außerordrnilicher Courier ein. ES“ ist jrszc ayßer

Armee die Belgische Gränze auf allen Punkien übchchreiten, und sich unter den Mauern von Antwerpen vereinigen wird. Heute oder morgen wird das hier stehende anenieur-Corps gegen die Citadelle der hiesigen Stadt das Manöver dei" Eröffnun der Laufgräben ausführen. MitUnrecht haben verschiedene our- naie gemeldet, daß Abtheilmigen Französischer Tqupen das nach Antwerpen bestimmte Belagerungs-Maieriäl begleitet hätten. Die deshalb eingezogenen genauen Erkundigungen setzen- uns in den Stand, versichern zu können, daß kein Fran dßscher Soldat vor dem Einrücken der Armee einzeln in jenem ande agiren wird.“

Antwerpen, 9. Nov. Heute ist hier folgende Proclas tnation_ von Seiten des Magistrats erschienen:

„Mitbürger! Ihr kennt die von Frankreich und Englgnd aii» geordneten Maßregeln, um Belgien zum Bes!) des Gebietes zu verhelfen, dai ihrn der Traktat vom 15. November 1831 anweiß. » Die Benachrichti ring des“ Herrn Obersten, ersten Plaß=Komman-c dantrn, „vom gei regen Tage„ übereinstimmend mit der Depesche, welche Wir von dem Herrn Minister des Innern, als Antwort-auf _ erhalten haben, hat Euch auch damit h_ekannt gemacht, daß, wenn die gegen den „Holländischen Han- del gerichteten Maßregeln 00) als unwirksam erweisen, die Citadelle yoxi Aittwerpen hdchsiwahrscbeinlich einer der Hauptpunkte der Feind- irrigkeiten werden wrrd; daß aber der Angriff aiif eine Weise kom- binirt werden soll, um unseren Gegnern jeden Vorwand Lu nehmen, eine friedliche Bcvblkerung den Drangfalen dcs Krie es auszusetzen. * Da indeffeii dicse Sorgfalt der Regieren: nicht voll! ändig uber die Folgrn beruhigcniamt, welcbe ein Angri auf die Citadelle für die Stadt nach_iich ztrheii könnte, _so haben wir in dem Umfange unsr- rcr Befugnisse dicirnrgrn Vorsichts-Maßregeln ergriffen, welche ein mögliches Ungii'rrk nothwendig machen dürfte. _- Die früher era nannte Kommission zum Ldsciicir drs Fcucrs in anßerordctitlichen Fäilen ist wieder in, polls Thätigkeit gesetzt, und beschäftigt sich rrfrrg met dem Zweck ihrer Zusaxzimcnücüung. Alles, was die Ein- wobn_erschaft im Ganzen interesiirt, ist Gegenstand unserer Sorgfalt geweicn; Jh): wcrdrr ohne Zweifel Eurericits die besonderen Mas;- rcgeln ergreiscn- welche die Lage jedes Einzelnen erheischt; und von Eurer Mitwirkunq initscr: wir, wenn dic (Befahr sicb zeigt, die Wirksamkeit der von uns" angeordneter: Maßregeln er.- warten. “_ Fnderxxewtr Eur!) iurVorsicht auffordern„ wünschen wir tndeffcn keine Bciiurzung zu verbreiten; die Unwirksamkeit des" ersten gegen Hoaandangrwcndeten Zwangs-Mittcls isi nocli nicht gewiß. -- Bereiten wrr uns daher auf die möglichen Ereignisse vor, ohne es indes? zu unierlassen, den Grad ihrer Wahrsciieinlichkcit zu be- rrcbneii. Vorsicht und Ruhe muß bei dieser Gelegenheit unser Wahnpruch seyn! Eure Behörden werden sich demselben getreu zeigen. -- Auf dem Stadt-Öause, am 8. Nov. 13:52.

(gez.) Dcr Bkichrmrisicr, Gerard Legrelle Auf Befehl: er Secretair, WcllenF.“

. Das hiesige Journal begleitet obige Bekanntmachung Mit folgenden Betrachtungen: „Die Möglichkeit des Bombarde- ments der Stadt Antwerpen ist gegeywärtig der Mittelpunkt aller Besorgnissr. Nach zwei Jahren des Elendes und der Unruhe wohne [eßt der Schrecken unter unseren Dächern, und man befürchtet eine große Katastrophe. Wir können uns in- dessen immer noch nicht von dem Glauben trennen, daß die Befürchtungen übertrieben sind; wir hoffen noch, daß die Kata- kirophe nicht stattfinden Werde. Schon gestern haben wir aus cigener Bewegrmg drm (Grrüchtcxvon dem angeblichen Schreiben des Generals Qbassé an den Oberst Buzen widersprochen; ein ministeriellcs Blatt bestätig: uniere BihaUptung (vergl. Brüssel). Wir wiederholen es; das Feld drr Hoffnungen ist noch größer, als das der Brsorgniß; indessen räumen wir ein, daß Klugheit und Vorsicht die Proclamarion des Piagistrares nothwendig machten.“

, Im Phgre liest man nachstehende augenscheinlich zur Ermu- tbigung der Einwohner geschriebene „Bemerkungen: „Wir haben seit einigen Tagen die Ankunft vieler Fahrzeuge bei der Citadelle angezeigt; aber gestern erst haben wir die Bemerkung gemacht, daß; diese Fahrzeuge bei der Ankunft gar nicht tief im Wasser gehen, während bei der Abfahrt der umgekehrte Fall eintritt, woraus zu schließen ist, daß sie leer gnkommen und beladen ab- gehen. Einige Personen, welche dieie Bemerkung ebenfalls ge- macht haben, sind der Meinung, daß die Citadelle gegen den 15ten d. TN. geräumt werden wird, und glauben, diese Vermuthung durch die lebhafte Verbindung zwischen Holland und der Cita- delle bestätigt zu finden. Auch an der heutigen Börse glaubte

- -Rez1ierUnqxz - Céicrf J,],r'i'-.“-Ü -.

Zweifel, daß am 15cm d. M. und vielleicht noch früher die'Nord- -

Wetter auf- dem Meere gewesen sey, und man kein Kriegsftbiff gesehen habe. -

Auf ein Hdlländiiches Schiri“ im Hafen von Dünkirchen isi" Embargo gelegt worden.

* P o l e n. Warschau, 11. Nov. Die hiesige Allgemeine'Zci- tung meldet: „Zim 400 d- Mxverkündete Se. Durchl._ der Fürst Statthalter den in den Sälen des Schlosses versammelten Behörden", die ihre Glückwünsche zu der Geburt Sr. Kaiserl.

„Hoheit dcs Grdßfi'ksirn .Micixael Nikolajewitsch darbrachtetk', ei- mm innen Brwris von der Huld unseres gnädigrn Monarchen.

Dem Matiifrji vom 1. Now. [W] Yusolge, waren a-lle“di-jrni- gen WU dr?“ ::[]§xx*.ii€*iik*é!i Yiii!1cklk* ausars-rßivsKn urid sollten vor (***,-Zeriri): grffrxic 1000171. *!*-2,0347 «71; 7, :Zert. WIL cinen agdrrrn ."x' K:.“iki. ?CWiUi'iVT'.*.“-ail'k!“i Riichstage zu Zakkorziixn 1,1112) . Tir“ «r.: diinnen i.;id pticrr Anderrm iM “Proxxcirr.aixk:: dir I;.rrr erlassen b::x,trn, wd'riii se die- Heide, zii.“ Zi'iir'kx»:c'.-.rr *I? SE?!" Ki"iiil."s1 eririr ihrsn rcckxcm ßigrn Ndnariiv'n &ixi'i.)..*.i'x:xr.1. “€**" r. '".).)?*.*ix,'rrririirden“ dcn Wrg, den Ihnen 171 dirs'rxii Fri; die x)'e'rr:htc.»_z!ari.!“ “."-[dsf vorzeiéytdrte, und indem (*.;ie lirdcr d;:n “)(-NMH Zrßrcrz väterlichen HerzeNs Wg- tFnz aexilNcen Sir. -,1'„[*:_27«.rs'e Personen von Wer w::iteicn Ver- aniwoi'tlichkeii zn dcr'rrirn. Vici": Mitglirdrr [enes RCÜÜWMJSSF denen diese neue Gnade kund'grthari wurde, erneuerten ihre lau- ten Lobprrisungen und ihre innigen Gebete fiir das Wok)! des Monarchen, "dessen Milde und dessen Tugenden eine unerschüt- terliche Biirgsckyaft für das Glück der Völker sind", welche M Vorsehung seinem Scepter unterwarf.“ *

In diesen Tagen starb hier in einem Alter von nahe an 100 Jahren der Kammerherr Niewiescinski, der als solcher am

"Hofe- des Königs Scaniölaus Au ust angestellt war.

Im bissigen Israelitischen HoIpital befindet sich eine 105 Jahr" alt? Frau, die noch bei v'dllkömnzener Geistesgcgenwarc ist und sich deutlickx ihrer Erlebnisse von beinah? hundert Jahren her erinnert. " '

Dir. Vie“ «Krankheiten, welche an vielen Orten des König- reichs Poleii Jerr'schten, fangen 1th an, nachzulasseri.

Auf den [rßten Warschauer Märkten' xa lte man für den Korzrz Roggen 13»14-;-Fl., Weizen 21-2 („ Gerste 9-12 Fl. und Hafer (;;-ck77;- Fl.

.* _Deutschla-nd.

München, 9. Nov. Se. Majestät der Köni Otto von Griechenland find gaskern nach Tegernsee zu einem esuche bei J. M. der verwitkwetxn' Königin abgereist.

In der verffossenen Nacht starb dér General der Infanterie, Karl Graf „von Beckers, in Folge wiederholxer Schla iAnfäUe. Däs feierliche Leichenbegängniß wird *Sonntgg Na mittags 4 Ubr'gebaltcn Werden." '

' Die Würzburger Zeitung berichtet: „Man vernimmt aus sehr 'ztwgrlästigrn Quellen, daß Herr Gcneral-Major von - Heidegger *,“e'incr Thci-lnahme an der Regentschaft von Griechen-

i land enthoben worden sey, und zwar in Fokge einer Mittheilung

des Griec'hisckwn National-Kongreffes, *so "wie der rwcl) hier be- findlichen Grixchischen Deputation, wclche beide im Namen ihrer Nation auf das "bcstimmteske gegrn_Herrn von Heidegger sich erklärt haben sollen. .Der Letztere „wird daßer auch nicht in einer andern Eigenschaft den Zug nach Griechenland mitmachen, son- dem _in Bayern zurückbleiben". -- Die Unpäßlichkeit Sr. Maj. des Königs ist noch nicht beseitigt.“ , Die '))?t'inchencr politische Zeitung sagt: „Das Jour- nal dcs Dé-dats und nach ihm mehrere Deutsche Zeitungen haben das Schreiben Sr. Majestät des'Königs von Bayern an den Griechischen Senat, datirt vom 22. Juli d. I., gegeben. .Diese Mittheilung scheint aus einer Griechisihen Ueberseßung dcs Originais, wclche irahkscheinlich wieder ins" Französische aber; cragen wurdc, entstanden u seyn, und ist mit dem Originale selbst nicht xrécicdlautrnd. *Lir smd ermächtigt, jenes Schreiben genau, wie es erlassen worden, hier mitzutheilen. (Nun folgt das Schreiben in Französischer Sprache, nach wörtlicher Ueber- setzung lautend“): '

„Der König an den Senat von Griechxnland.“

„Mi'iixc FJcrrcn Mitglieder des “Senats von Griechenland! Fri) habe mir qrmi dciondcrrm Vergnügen dic Adrrüe erhalten, durch wclche Sir Mir unxerm 13. Avril d. F. die Gefühle Ihres Volkes nusdrinéicn in "Iictrcff der Erhebung Meines schr theuei'n und viel- _qclécbtcn So!;nrs, dcr; Prinzen Otto von Bayern, auf den Thron dcs Wiidkkaöifli'bliii'ln Vaterlandes der Miltiades und Pereklcs. Fri) lege Utiikidiiél'kn Wirth auf diese allgemeine Stimme einer durch lange Kridcn Oder, ihre Wahren Jnterrffen belehrten Nation, und gzrn rrkcnnr Ic!) 01 dieser Mir durch Idi" Organ kund grwordenrn Ciimmc Dru Wellen des Allmächtigen, der in reiner Barmberzi keit beschloß, dcn Leixcn *.“in Zici zu seizcn/ unter deren (Hewiazt (Hrir cn- land11irdcrgedrr;rktl«1q. Sie werden "“ck rndlici) erfüllen, die Beiirlkmie dcr Borierung, nnd cin Prim Meines Blutes ist es, der von idr drm. fensclirini,1:1;1rrdéchlker derwiedergedornenHellasdie Tage des" Frie- densiind dr; (Blixckrzzurückzuführen. Irdpreisednfür den Himme mtr lencn. Bald wird *Ihr neuer Souverain Jhren Wünschrn entsvre- (ich. Scincr :ck:“n'r':xtt(r in Griechenland wird die der Personen vor- (Ulsgllyi'n, “c-ic (*.-.d 170011?- um während seiner Miiidci'jäl)rigkcit dert Rr'gcxarim'«ifR-NUH zu bilden. Ech sind, gliiai Mcinrm €“d])!1i'_- von dcnsriorn (“icßxblxn wir Jil) durchdrungen für das Wohl Fdrrs Vater. landes". Uiiixii'i'i'il Sic dieselben mit Ihrem Bertraucn und Jhrcxr Einsiii't-n. €*» ivrrdrii Sie die gxücklicben Resultate sidcrn, die dercn Ersclicénimg in Ihrer Mitte hervcifüdrem soll, und die das mwerändcrl-xjw Zirl dcrxverrinixicn Bcürcdungen aller guten 05.73. ger semi miiffrn. Urdriqenö bitte “Fiji (Rott, dafi er Sn“, Herrin Senatorrn, m scinexx heiligen und würdigen EWU!) nehme. 0)in- bcn im Badr Brizci'rnx-u, nm 22. Juli 177352.

(„Unterzy Ludwig. ((Herren-.ws.) Freiherr von Giic.“

Die Allgemeine Zeitung enthält nachstehende, von drr Donau datertx Betrachtimqen: „Grircknnland hat nun seinen König, hat sein lanzie vergeblich gesuchtes Centrum, um wi'l- chrs dir in cimotisiiicr Unordnung bewegten Elemente sich sam- meln, sich ordnen können. Dieses C'rrigniß isi" von großcr Wiclirixikric für EUrop-i, es ist von größerer fiir Griechenland selbst; ob von scgcnsvdller oder unhriibringendcr? wird sich erst

man an die Räumung der Citadelle um 15ten d. M. Indessen fand diese Anstcht doch auch einige ngläubige, die den Umstand mit den beladenen Fahr engen dahin zu erklären suchten, daß aus der Citadelle Alles orcgcsibafft würde, was zur Vertheidi- gung nicht unumgänglich nothwendig sey, oder dieselbe gar

aus der Weise zcigrn, in welcher die auf den fremden Boden gepsimnztr Rraicrung sich mit demselben einigen kann. « Als im Jalzrr 1752“? Cripodistt'ias in Griechenland erschien, wurde er als drr Bringer dssHe'ixs empfangen. Er verstand seine und seines Lauch Lage niiiit. Bci'ficxc die neue Rrgirrung (was wir aber in Bcrrachr ihrer Zasammenscßnng keineswegcs besorgen) in seine Fehler,

hinderr.“

Als Beweis, da]“; die Besorgniß in hiesiger Stadt doch nicht so übertrieben _qroß iron könne, führen einige Blätter an, daß das Theater seit kurzer Zeit immer sehr zahlreich besucht sey. --- Pie Begierde, Neues zu erfahren, und sich gegenseitig auszu- iprechen, dürfte indessen dazu Vieles beitragen.

glaubte auch sie die Schwächen und Erbrechen des ait arwordr- nen Europa's auf dieses Brachland pfianzen zu müssen, so würde sie es vollends zu Grunde richten, oder von ihm ausgeworfen werden, wie fremdartiger Stoff. -- Griechenland ist ein reicher,. im gliirklicwicn Kiima gelegener Boden, der bequem zwei und

Gestern war hier schönes Wetter bei Süd-Süd-Osi-Wind.

cin haldinal die Bevölkerung nähren kann, die er dermalen trägt-