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' Besorgniß, wie es heißt, daß die Bekanntwerdung der hiesigen
daß die Krankheit nicht fo fchlimm sey, sondern vielmehr einen politischen Grund habe. Man glaubt, er sey der Staatsgeschäfie überdrüssig, weil er bei seiner Rückkehr in Columbien nur ei- nen Schauplaß der Anarchie vorfand. Marquez sucht allen Verkehr zwischen Bogota und Carthagena zu verhindern, aus
Lage der Dinge nicht dort eine “Revolution herbeiführe.__
Inlaäd.
Berlin, 8. Dez. Zn Nr. 325 dieser Zeitung ist unter der Rubrik: „Inland“ nach SchWeizer Blättern die Nachricht mitgetheilt worden, daß Se. Königl. Hoheit der Prinz August am 12. November auf seiner Reise nach Italien über Neuchatel in Bern angekommen sey. Es wird uns indessen jeszt nachträg- lich von dort gemeldet, daß Se. Königl. Hoheit Neuchatel gar - nicht berührt haben, sondern über Schaffhausen, Zürch, Aarau, Soloth'urn, Bern und Freiburg nach Lausanne gereist fitxd, und von dort Ihre Reise über den Simplon fortgesetzt haben. Daß der Prinz am 20sken in Mailand eingetroffen und am 25|cn von dort wieder abgereist ist, haben wir gestern unter der Ru- brik: „Italien“ berichtet.
- In einem auf außerordentlichem Wege hier ein egange- nen Privat-Schreiben aus Achen vom 4. Dezbr., 2 bends 7; Uhr, heißt es: „Man hört hier seit einer Stunde eine sehr lebhafte Kanonade in der Richtung von Antwerpen ber.“
-- Aus Stettin wird unterm 7. d. M. gemeldet: „In Swinemünde sind bei einem Wasserstande von 1.9-“21-*T Fuß im verflossenen Monat 26 beladene und 11 geballastete Schiffe eingegangen. Darunter befanden sich nur 4einer fremden Flagge (Dänen), die übrigen waren Preußen. Den Swinemünder Hafen verließen 4/1 beladene Seeschiffe, einschließlich 25 Preußi- scher und6 geballasieter Schiffe. __ Zn Stettin deklarirten zum Löschen 3“?- beladene Secschiffe, von welchen 10 aus Rußland, 8 aus England, 4 aus Holland und 2 aus Frankreich kamen, und 3/1 beladene Schiffe gingen aus, und zwar unter diesen 19 nach ausländischen Handelspiäßcn. Unter den seewärts einge; gangenen Waaren zeichneten sich aus: 11,538 Cent. Asche und Pottasche, 5334 Cent. Farbeholz, 6134 Tonnen He- ring, 6151 Cent. Oel, 10,289 Cent. Syrup, 9778 Cent. Talg und 7195 Cent. Wein. Die Ausfuhr-Artikel bestanden größtentheils in Holz und zwar in 12,790 Kubik; Fuß eichen Schiffsbauholz, 391 Ring Stabholz und 730St11ck Bal- ken. An Getreide wurden seewärts nur 6305 Scheffel Roggen und 661 ScheffelHülsenfrüchte ausgeführt. -- Zn Swinemünde war schon am 26sien v. M. der Strom mit Treibeis bedeckt und am 28|en stellte sich das Eis so, daß es der Stadt gegen- über beinahe überhielt und daß die Passage nach der Insel Wol- lin unterbrochen ward. Vier Schiffe, Welche daselbst am 28sten, 29sten und 30|en v. M. ankamen, wurden durch Eineise nach dem Osternoth-Hafen in Sicherheit gebracht. Nach späteren Berichten von dort vom UM d. M. ist in Folge des gelinderen Wetters und des Steigens des sehr gesunken gewesenen Wassers die Eisdecke im Hafen gebrochen und mit eingehendem Strom ins Treiben gebracht, so daß die Wiederherstellung der freien Communication mit der See an jenem Tage vermuthet wurde. - Zn Stettin war am 27sien v. M. bei 7 Grad Kälte die Oder fest mit Eis belegt, aber auch hier ist der Strom in Folge des eingetretenen gelindercn Wetters wieder frei.
Mehrere Zeitungsblätter haben des unglücklichen Todesfalles unseres Landsmannes, des sehr verdienten Naturforschers Fr. Sello, in einer Weise erwähnt, die es als wahrscheinlich hin- stellt, daß er in einem Anfalle von Lebens-Ueberdruß seinen Tod im Rio Docs gesucht habe. Indem wir uns vorbehalten, in diesen Blättern eine ausführlichere Nachricht, wie gewiß seine Freunde und Verehrek sie erwarten, von seinem Leben und zu frühzeitigem Ende_ zu liefern, beeilen wir uns, vorläufig jenem ganz grandiosen Gerüchte zu widersprechen. Sello hatte sich in der letzten Zeit die große Aufgabe gestellt, einen Quer-Durch- schnitt von der Brasilianischen Küste durch die größte Erhebung des Landes bis zu den Anden hin zu bereisen, und so die in „Brafilien gemachten Entdeckungen mit den im Spanischen Ame- rika, und namentlich von Alexander von Humboldt aufgestellten wichtigen Beobachtungen, zu verbinden. Daß es ihm nicht möglich war, die Mittel _zu diesem gewiß für die Wissenschaft bedeutenden Zwecke zu orangen, stimmte ihn oft sehr trübe; allein er war so weit davon entfernt, seinen Tod zu suchen, daß er noch in seinem lekzten, kurz vor demselben geschriebenen Briefe mit vielem Interesse über das Nivellement des _Rio Doce spricht, welches er sich bei seiner unermüdeten Thätigkeit zur einstweili- gen Aufgabe gestellt hatte. Auch fand man unsern der Stelle, wo er zum Baden in den Fluß gegangen war, seine gewöhn- lichen Instrumente zum Beobachten aufgestellt. . * „
131211111131" 136x813. Um] 8. VLFLWbLl" 1832.
1380 Quzwärtigß Börsen.
111118181631". 3. ])0201111161'. R181161'1. 771111. 81:11. 39. 5F1 “119. (10. 732. [(ZDF-3111. 144. ZZ- 14111. 961. 111188. (7. WF ZZZ. 11-1.F7. 1831) ---. 0051913801. ZZ 311311. 29,1. 57? 110. 4.8.1.
1"1-“11111)111'_::. ()'. "(!“/„811111012 _ 0681. 5-3 11161. 83. 4121111711. 13111111 -/10110111064. UUJZ. 131110. 944. ])1'81185. 145111. 81:11. 96-2. 911111. 1082: 1)i;11. 66,7.
Meteorologische Beobachtung. _ _ Morgens Nachmitt. ' Abends I Nach einmaliger 8Uhr. 211111“. 1 1011111“. BWbachtng.
1832 7: Dezbr,
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“Luftdruck. 13395 :““Par.34(1,2 .."“*1_1.*.r.131.1.-..““11.11.131111nocmnc 5,2 " N.
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. . . „ _ ' Königliche Schau_sp1ele. » _
Sonnkag, 9. Dez. Im Opernhauxe: Nurtnahal, li1rische_s Drama in :? Abtheilungen, mit Ballets; Musik von Spontim. (Die Dlles. Theresd ,und Fanny Elxler werden hierin tanzen.)_ _
Jm Schauspielhause: Der Knopf _am _Flausrock, Lusripiel in 2 Abtheilungen. Hierauf: Der Zeitgeist, Poffcnspiel 4114 Abtheilungen. _ _
In Potsdam: Der Ertvartete, Drama 111 1 Akt. Hierauf, zum erstenmalc: Garrick in Bristol, Lustipiel m 4 Acheilungen und in Versen, von “Dcinhardstein. _ _
MittWoch, 12. Dez. Jm Opérnhdusc: Die Hochzcttdcs Figaro, Oper in 2 Abtheilungcn; Munk _von Mozart. (O_Jcad. Pirscher: die Gräfin. Die Dlles. Therese und Fanny Elster werden hierin tanzen.) _
Jm Schauspielhause: 1)0111' 10. 110151111111: (11111111; (11: _1)118. [')1161111: 1) 1111 18111150 (10: ]1'111310 (10 1111158111180, 6011101110 011 1 3010, [1:11' ijÜl'Ü. 2) 11:1 111011111318 1'891'6881111111011 (10: 1111 (16 [111-187 »"UUÜOU111L 011 Z 30195, 11:11 1111'. 93111 110 bock,
Königstädtisches Theater.
Sonntag, 9. Dez. Zum ersicnmale: Das Liebes-Protokoll, Lystspiel in 3 Akten, von Bauernfeld. Hierauf : Die Ochsex11 menuett, Singspiel in 1 Akt, von Hoffmann; Musik nach Haydn s Compositionen arrangirt vom Kapellmeister von Seyfried.
Montag, 10. Dez. Zum erstenmalc wiederholt: Tancred, heroische Oper in 2 Akten; Musik von Rossini. Vorher: Ewige Liebe, Lustspiel in 1 Akt, von Bauernfeld.
Dienstag, 11. Dez. Das Abenteuer in der Neujahanacht, Lustspiel in 3 Akten. Hierauf: Das Fest der Handwerker", Vau- deville in 1 Akt.
Neueiie Nachrichten.
Paris, :.). Dez. Der König gab gestern ein großes Di- ner, zu dem unter andern auoh 111ck)1'crc Oppositions-»))kitgliedcr', wie z. B. Herr Odildn-Barrot und der Marsckwll Clauzcl, gc- laden waren.
In der gestrigen Sißung der Deputirten-Kamtner kamen die übrigen Amendemcnts zu dem 9ten Paragraphen des Adreß-Entwurfes an die Reihe. Der Graf von Mosbourg trug darauf an, in diesen Paragraphen folgende „Worte einfließen zu lassen: _ „Den gewaltsamen und gleichzeitigen Angriffen gcgen dic bc;- fiehende Ordnung hat Ihre Regierung, Sire, zwar eine durchdie bestehenden Gesetze gebilligtc Energie cntgcgcngeücllt; abcr die (959: richtshdfe dürfen unter kcinsriei Bedingung dcn Bürgern die Bürgschaften entziehen, auf 1Vi1(1)k sie ein Recht hadcn. E11). Maj. haben diesem (Grundsatze anf cine glänzende Weise geduldigt, sobald Sie den Frrthum dcs Miniüeriums crkanntcn.“
Herr Ganneron trat zur Bekämpfung dicses Amende- ments auf, und erklärte, daß er sein Möglichstes thnn Wolle, die Kammer“ zu erleuchten, - eiae Acußerung, die cinigcs Gc- lächter erregte, da er Besitzer einer Lichtfabrik ist. Er vertheidigtc hierauf dcn Belagerungs-Zustand 11110 entwarf ein Bild von der Unordnung, die an den Tagen des 5. und 6. Juni in der Hauptstadt geherrscht habe; wre das“ Eigentbum des“ Bürgers geplündert, die Läden eibrocyen und 11ieh1'cre*).1?agazine verwüstet worden scycn; zuletzt stimmte er für die unverämdcrtc ?[nnahme des 9tcn Paragraphen. Herr von Ludre erinnerte daran, daß Herr von Polignac und wine Kollegen f111' eine ähnliche Mas:- regel wie die nach danuni Unruhen verfügte, dcs .Hochdci'raths für schuldig befunden 1vo1'dc11 semcn.
daß der Cassationskwf im Jahre 1834 über die Krichgcricbte ein Urtheil gefällt habe, daß; mit demjenigen von 1617) in völ1i- gem Widerspruch stehe. Cr bemerkte, wie jenes Erkenntnis?
vom Jahre 1824 sich nur auf solche Individncn bezogen habe, die zu einem Truppen-Corps gehört hätten; im Uebi'igcn
habe Frankreich sick) damals unter der Herrschaft der Grund- sätze der Restauration befunden, während es sich jetzt unter der Herrschaft der Charte von 18.30 befinde. Das Ministerium suche sich damit auszureden, daß die Krichgcrichte permanent wären und mithin nicht als Ausnahme-“xribimälc betrachtet wer- den könnten. Er tvolle dies zwar nicht in Abrede stellen, in,- dessen sei es deshalb nicht minder Wahr, daß ste bloß für die Militairs beständen; wenn auch die Mitglieder derselben ehren- Werthe Männer wären, so sei das gemeine Recht ihnen doch völlig fremd; ihr Verfahren gründe sich lediglich auf das Mili- tair-(Geseßbuck) und sei so rasch, das;, als bei der Einführung der Prevotal-Gerichtsl)öfe der Rechtsga11g dieser letztern noch für zu langsam befunden wvrden, man zu den Kricgs-Gerichcen seine Zuflucht genommen habe. „Lassen Sie uns daher“, so schloß dcr Redner, „jene handgreifliche Verleßung der Charte laut und aufdas Bestimmtesie mißbilligen.“ Zn demselben Sinne äußerte sich nochmals Herr Odilon-Barrot. Es handle sich ja nicht, meinte er, von einer Vcrseßung der vorigen Minister" in den Anklagestand; die Opposition verlange bloß, daß man durch einen offenen Tadel den Bürgern eine neue Bürgwhaft für ihre per,- sönliche Freiheit gebe. -- Als es hierauf zur Abstimmung kam, Wurde nichts desto weniger das Atncndemcnt des Herrn von Mosbourg mit großer Stimmenmehrheit verwvrfen. Nicht besser erging es einem dritten Antrags des Herrn Teske, der im Wesentlichen mit dem des" Herrn von Mosburg überein- stimmte; dei'selb-i wurde gleichfalls verworfen. „Die Ge-
schicl)te“, rief hier Herr Miirilhou, „wird einst eine Berathschla- gung brandmarken, wodurch das Urtheil des Cassationsbofescon-
111111]. 17011115- 111111 (;(31(1-00'U!'§-Z811L1. ())-MN. 6011.12) |/;/.|/)'xx'c- „[G-MFT 77,7]“716/1168Ü1. 81.-d“1:1111111-§«11. 4 91 901, (11018112. ])as. (10. 4 97F - ])1'. 1511*.§1.11111. 18. 5 “* 102; 051.111". ])1'111111111'. 4 983; _- 1'1' 1511141. „4111. 22. 5 -*- 102; 1'0111111. 9131111111“. 4 104 »- 111. 121.11. (11.1. 311. 4 83; 83.1 1(111'.-u.1*11:11111,110. 4 104 7- 1'1'11111 8011118001]. “- 49; 49 5011105150118 (111. 4 104Z 103:- 1(111*111. 011141111). 4 BTE -- 111181.().(1.1(.-11.N. »- 55 _» 001111111118011 (10. 4 8ij -- 7-„-§c]1.11.1(.-u.1Ä. - "* „15 13011 51.“1(11.-()1111Z. 4 111 90-1, _ ](1'111ix81d. (111. 4 90.1 -- 11011; 7011111. [)111(. -- 18T -- [**-111111Zm' (11). 4,1» 921; -- W608 110. “- 113- "“ [):-112. 1111, 111 111. -- 33,1. -- 1'1'1601'1611511'01'. . _- 1231 13; 1711811112 9131111111". 4 95 - 1)18('.0k11.0 ..... “- 3; 4; 14811/54101“, Wocb§0]-S0ur§. b'x-“kNCeZcF. 1115191111111) ............. 250 171. [(um ** 14-3; “ (1110 ............. 250 11711]; ZUK. 15-2“. 142“:- 311111111" .............. 300 . xu 1'2 ; “- “ „111.1 5 „. ............. 300 1111: ?. 1111. 151; 151.5, [01111011 ............... 1 1181. 3 1111. 6 28T- 6 28; 11118 . . .. ............. 300 191". 2 1111. 81 -- sing i.. 20 ck11 ......... -. . 1:30 1:1. 2 1111. .“ 10.71; ÜugxburZ .............. 150 11. 2 1111. 103,3; 103,1- ]xkköknh ............... 11,0 skb]. ?- 1111. 99112" '"" 116111211; ............... 100 "1'111. 8 “];-Ja 103 -- sßankfurt 3. 111. UE ........ 150 11. ?. 1111. 103; 103; [)*-1211111111“; ............. 100 11111. 3 170611. 30.1- *- Waracbau ............. 600 ba]. lum -- | --
demnirt wird.“ Ein viertes Amendement, das Herr Prunelle,
Hort" Nico d, Gcncral-Ad- : vokat beim Cassationshdse, trat zur Widerlegung des Kriegs- 1
JNini ers auf in so Mic diescr Tages uvdr _cäußcrt hatte, . _ _ __ | , z (3 * _ariff Herr Garnier-Pagwxi zu scmer Vcrthcidigu
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' wähntcs Amendimcnt znrüiizunchmen. Am folgendch
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' gen den Belagexrungs-Zuftand eingenommen, daß er indessen
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Maire von Lyon, darauf entwickelte, gad diesem Anlaß, „„ Politik des Herrn Casimir “)).-Frier zurückzukommxn: „Aw Périer“, äußerie e_r, „am 24 Nov. v. Z. die .Ereignj Lyon erfuhr, ließ er mich zu sich rufen u_11d erklärte das; die Regiekung entschlofsosnsey7 alles Mögliche zu kbU1 der Empörung c-in-C'nde zu machcn, u11d_daß su; zu diesen. hufe kein Opfer scheuen würde. „„Reich Ste_nack) L.„ fügte er hian, „„sprechem Sie mit Zhrcti Mitbuxgern, 19“ holen Sie ihnen meine Worte, handeln Sie tm Emverskän
mit dem Präfekten, abe? vexfügen Sie nicht die Verseßmx
“* " "18:12“.
Gelegenheit der »))2a1*schal1“mir äußerte, daß er de_n Belager Zustand niemals anordnen würde, indem eine'idlcsw Ma den Feinden der RegicrUng und namentlich den_Ruhesrörernx westUchen Dcparkkme-nrs» eiue große morali1che Kraft ver: könnte. (Bewegung auf der Ministerbank und in den Es Zick) gesiche offen, daß*ich damals eine gewiffe Vorliebe s.; Bilagerungs-Zustand hatte, indem die Stadt sich in offener pöruktg befand, aber„ici) wiederhole es: Der OITitiiskcr e mir auf das Besiimmrcsre, das; er zu dicser außerordenx: Maßregcl die Hand nicht bieten könne.“ Herr Soult 1 nicht umhin, auf diese Eckiärnng, in dcr gewissermaßen Herausforderung für ihn lag, zu antworten. Er bemir nach, wie er nicht leugnen könne, daß er damals entschied
Amtliche Nachrichten: Krowik des Tages,.
Se- Hoheit der Herzog Albrecht von Mecklenburg- ..wcrin ist von hier nach LudwigSlusc abgereist.
Abgereisk: Der General-Major, „bevollmächtigte IITinisier am Königl. Sardinischcn Hofe, “(zu Waldburg-Truchseß, nach Turin.
dcn äußersten Nothsall von der Regierung dazu ermächtigtge sei), und die' Maßregcl zuletzt auch verfügt haben würde, w, sie als nothwendig erkannt hätte. Hr. Z 0 i y verlas mehrereS aus den Reden, die der Marschall in dir vorigen Session gehalt in denon er sich stets auf das Bcskinnnteske gegen jedwede nabme-ONaßreqel mit dem Bemerken ausgesprochen hatte,1a Regierung sich zu einer solchen niemals entschließen W111 Herr J. Lefebvre, Deputirtcr von Paris, behauptetc,oaß 5. und 6. Juni die ganze Hauptstadt, tyit einziger Aus der Aufrührer selbs, die Verseizung derselben in Belage. Zustand verlangt habe; hätten die Cmpdrcr gesiegt,ßw unfehlbar die' Republik proklamirt worden seyn. Die Regie habe sich sonacl) in der Norhwendigkeit befunden, zn der. ten Maßregcl ihre Zuflucht zu nehmen. General Zacque not gab einige Aufschlüsse über die Begebeni)citcn,1' bei dem Lcichenbcgängniffe dcs Genorals Lamarque tragen haben; er bewies, daß nicht das Militair, Ausrührer zuerst gefeuert hätten, und ie wie am *))?orgen des 6. Juni die National-Garde selbi die Vcrseßung der Hauytscadt in den Belagerungs-Z angetragen habe. Das Amendcment des Herrn Prunelle. darauf verworfen. Herr" Tho-uvcnel trug jetzt scherz Weise da1*aufan, in dem betreffenden Paragraphen zu sage König habe verfassungsmäßigex Weise den “211191111 gen die bcsiehcnde Ordnung die ga11z_e Energie der Geseßeeni gestellt. Der Präfidcnt fragte „Herrn ThoUdencl, ob 15 mit diesem )[111cndcmcnc Erknsr ski). „Ganz gewiß,“ einn dicser, „da die »Majoriiät die "332117311530 billigt, 1111111111111“ nicht auch den “O)?utk) haben zi: sagen, daß sie solche für sungStnäßig halte?“ Der Antrag des Herrn Thouvenel durch die vorläiisige Frage beseitigt, und der 9tePa1'agr Adresse ohne irgend eine Aenderung mit großex. menmehrhcic angenommen. Herr Zoly wollte zwischcn den Ron und Wien Paragraphen dcn nachße_ Saß eingeschaltet wissen: _ _ _
„Die Kammer hat den gcgen mehrere tl)1“rk_Mttg11cdcr (B - Garnicr-Pagös, Cabct und Lnboissl'kW't') gcrtcdtctc'n Veriokgu nicht lcichgültiq zusehen können. Wenn dicse Vkrfdlgnngcn einma? durch dic einfaclzften Anzcicbctt dcr StraffäUrqieit 1111 warm, mus: man da nicht i:: ihmn eincn 1wrücchte11Ang1iffa Stimmcnfrcihcit und auf die Unvcrlcizliclscit der National:“ scntatiox-x, dic cher öffentlicheBürgsclmfrcn als persönlich Vo sind, crdlick“cn.i'** _
Herr Zolivet widcrscszte fick) dicwm Antrags und verschiedene Akrcnsiücke, wie z. „B. ein Schrcibcn „Karls den Herzog von Fikz-Zamcs, drci Sibreiben der Herzog" Bc1'1'1) und eines des Grafen Bourmont, um dcp Bc führen, dax"; die Regierung vollkommen befugt, ja daß Pflicht gcnwscn sci), gcgen Hirrn Beri'vcr cin geri- Verfahrcn einzuleiten. Da er sic!) im Laufe seiner auch Anschuldig11ngen geqcn Personen erlaubte, die in Augenblicke noch im Gefängnisse filzen, mithin ihr 111111111 cribarten, so wurde er von der linken Seite mehrmals“ auf [)cftigsre unterbrochen. „Sie machen aus uns ein Rcoo/u Tribmml!“ rief eine Stimme, und Herr Laffittc M1 daß 1111111 dcm Scandale durck) die Tagesordnung sofokkein macbc. Hiergexxzcn widersetzte sick) abcr Herr Bcrrver und trug darauf an, das; die Debatte fortgesetzt werde. “ dem also Herr Zolivot scinc Rede zu Ende gebracht ba
Zeitungs- Nachrichten. Auöland.
Rußland.
Ot. Petersburg, 2. Dez. Dcr Chan bei der kleinen rd'e der Kirgis *Kaiffakcn, Dschanger von Bukejew, ist für unermüdliche Sorgfalt, womit er der ihm anvertrauten Ver- liung eincs Theils jener Horde vorgestanden und für ihr Be- gearbeitet hat, zum Ritter des St. Atmen-Ordcns ,tster sse mit der Kaiserkrone ernannt worden.
Unsere Blätter enthalten ausführliche Berichte über die nun- rerfolgte völlige Niederlage der seit fünf Jahren rebellischen den „Stämme der Kaukasischen Bergvölker. Der Haupt-An- rer derselben, Schack) Kasi Mullak), hat bei dcr Vertheidi- gseines lcizten Zufiuchtsortcs, des unzugänglichen Engpasscs Zimry, das Leben eingebüßt.
Man schreibt aus“ Orcnburg, daß daselbst am 18. (30) ober eine reiche Karawane von 1905 Kamelen mir Waaren Buchara und Chiva angekommen ist, in welcher sich 41 ufleute aus Buchara, 138 aus Chiva, 7 Afghanen und 23 [ger befinden, die nach OJTekka Wallfahrten. Unter den [eiz- n ist auch der zweite Sohn des Chans von Kokam, Salim; ssan-Scharuchanow. - Unmittelbar hinter der „Karawane ka- eine Menge Kirgisen gezogen, die gegen 500 Schafe Her- rieben. In diesen Tagen wird auch eine ansehnliche Kara- c;, auSgerüstet, um nach Gegenden des mittleren Asiens ab- e en.
Frankreich.
Paris, 2. Dez. Gestern Abend ertheilte der König dem 111. Württxmbergischen Gesandten eine Privat-Audienz und --te Nachmittags eine Spazierfahrt nach Neuillv.
Der König ertheilce vor einigen Tagen dem Doktor Clot- y, Direktor der medizinischen Schule in Abuzabel, und dem cder Leitung der Studien der hier befindlichen jungen Aegyp- beaujtragten Professor Jomard, eine Privat-Audicnz.
Der Stadt-Raxi) von Straßburg hat den Antrag des dor- en Maire, dem Könige wegen der glücklich bestandenen Ge; reine Glückwunsch ; Adresse zu überreichen, mit 21 gegen 6 immm verworfen.
Fofgendes“ ist der (gestern vorbehaltene) AuSzug aus Cem mage, Womit Herr Odilon-Barrot in der vorgestrigcn (zung der Deputirten-Kammer die Rede des Conseils-Präsi- ten beantwortete:
„MH,! Wenn in der Zeit, die eine Session von der andern nt, die Regierung den Auftrag hat, für die öffentliche Ruhe, UUd lkhclt zu wachen, so darf sie. dies doch nur mit den geschlichen -1eln thun,_und wenn die gcbieterischc Nothwcndigk'eit sic zwmgt, - das gemeine Recht httmuszugchcn, so muß sie" dann freimüthig 8161111, dtcs zu gesichcn und den Rcvräscntantcn des Landes x_iausccnandersehcn, wodurch sie gezwungen worden, das GSW uherschrcttext; alsdann könnte die Kammer, immer abcr die Hii- kindes chxhes aufrecHt crhaltend, dcn Ministern cine Indcnmi- S-Biu erthcilct). Als" der (Beucral Jackson in Nord-Ann'rika (ick) Muies Beispiel wegen der Aehnlichkeit der Umstände", eine Stadt, WKBeyauvtung das Si1)ichsai seines Vaterlandes abhing, zu 1111“: idiseubatte, ücllte_cr, duch die Umstände dazu gezwungen, alle Ein- l'Uerersclvcn auxserhalb des Gesetzes. Die (Herichtsvchdrden dcr adiwtderseßxcn sicl) dem Willen des“ General Jackson; er aicjitctc rmcbt auf_1hrc (RegenVorstellungen und rrttctc sein Vaterland; [d aber de_e Ordnung wiederhergcÜcUt war, .sicUte cr sic!) als t!"gcner bei drm :)ii'cUter; er ward vckurrheilr, weil er das (Be: ubertreteti hatte, aber das Volk kröffnctc einc Subscription zur ahlung seiner (5„5cldsi1*afcn und heute dcklcidct dcrsclbc General “ÜL Würdc__in seinem Vaterlande. deln, we__nn ix_c das Unglück“ gehabt, das Gesetz zu vei'lctßcn, und erdenitcki d1e_Aci)tung ihrcr Richter erwerben. Wax» soll 1111 von einem '9)1tk!111cr1111n sagen , dad" vier Dcpartemcnts und die vtsiadt des Landes außcrhaszd des Gesches stellt und sein Vcr- kndnrcb nichts als "durch legiölarive Zweifel und Spiizß'ndig' M rxchtferttgen kann. meine Ocr-
(3-
Wort, worauf Herr «30111 es f1'1r angemessen hielt, 1?
die Berathmm fortgcscßt Werden. -
Da die Herren Lcmpcreur, Laverdaws, von Rcinai ' cheqaw-„e-Lousignv und Finot ibr Dcpnrirtcn-Atnt nici. hachn, so sind die Wahl-Kollcqicn zu Dixie (Iura),*»._ (Kanal), Altkirci) (Oder-Rhcin), Livxon (Vendée) und (?)9111103 auf den “2711111 d. *))2. z11sa1111nenbc1'11fc11 11101111. an 151-131“ Stolle andsi'c Dcpniirtc zu wählen.
Der chcmaligc Belgische Kriegs-Minisrcr, Herr von
. .* - . Besoren Sie ni t ck“WHM.-'1e§.c",*0:f,l.lkhx11znl e'lxgktrlxoffcsté . R ck “das; M mein vor dcm Ggasationshofechgébaltcnes Plak *„LU ;.M-«UM ez lk as “mr St!» "ck kk Wiederholen werde. Als die Charte von 1830 verathcn
am 25121'11 11. M. d1irch Bawonne gvkdmmen. .
Dcr Königliche Gerichxsbof beschäftigte fick) 9171911111 ter „Jnßanz mit dem PWZLÜL, den die Familie Rohan den Herzog von Aumale in „51513111; auf das Testamentdä j'tot'betu'n Herzoasqwdn Bombs" angestellt hat, .Herr1 quin, der in erster Instanz für den Kläger plaidin hattr. ans. Nack) cinigev Bemerkungen des jungen Herrn DU (5511110211 des Ösrzoqs von Aumale und des Hérrn Lava dic Frau von Feuchcrcs, wnrde das zuchtpolizcilichc E11“! demznfolge das _Tcsramcnt fiir gültig erklärt wird, bcstaklik
Dcr C't'zbiiäwf von Paris hat öffentliche Gebete (11 net, um dem Allmächtigen für das Aufhören dcr Chölera 11cm Kirchspiengel zu danken.
Frankfurt a. M., 5. Dez. Ocsierr. 5proc. MetaÜ 83,5x. /1pi*oc. 72.2. 72-;-. :?;proc. 421. 1p1'oc. 183.251. Action 1297. 199-1. Part.-Obl. 124.3. Loose zu 111115111 Holl. 5p1'oc. Obl. v. 18.32 75. B1. Poln. Loose 541. 5.1;-
der Artikel 14 der *r 111111“, Welcher der vVllxxtchctzde Gcwali, nicht aber die Bcfuqmß, alle bcüchcndcn 1.1 z_u uvcrircten 11111) seinen Willen an dich Stille zu setzen, jb_öntge vc_rlrehcn, und als Sie sich mit den;, die 111d1V1dUel1c dk," betreuenden erttkcl der Charte beschäftigten, _sagtcn Ste kucklici), kein Burger dürfe jemals“ seinen natürltcbcn Rick)- Mkzogen werden.“ __Der Redner erklärte es nun für_ungc- "1. daß die Ovvotttton dic Ausnahine:Maßregc1n, die sie, starts angewendet, tadcle, für die Westlichen Departements verlangt habe; wenistens sey er für sein Theil überzkugk/
akk Bilagerungs-Zmand im Westen nichts zur Wiederhei- "3 der Ruhe betgetxagen habe; niemals habe er behauptet, daß, fk_frur_§,par1s ix_ngcsc lick), füx dcn Westen gcsctzlicl» set), und wenn _ „dle Y_endee au erordentltcbc Mqßregeln vorgeschlagen habe, so diese die Beförder_mtg des öffentltcl)cn_Untcrrici)ts, die Anlegung mßxdstraßen, kurz dic Wohlthaten der Civilisation gewesen. „Wir elb 113171“ Herr Varrot sort, „dem L_andc h_xtkke zu verkünden,ob für __ eetne Verfassung vorhanden ist, M welcher seine Rechte verbürgt e/rswer o_b unser Grund-Vertrag durch das Belieben eines Mi; w' vermchtet wevden _kann und o_b i_msere Charte nur ein Pa- M, der weder die Preß-Freihcit. noch die Jury, noch die
(11th Vcrfaffung durch einen andern
Rcdactcur C ottel.
Gedruckt bei A. W. Hav
So müffcn Staats111ä111161 ,
Willkür die Thür vei'sxlyloß, wurde zjvar *
' Maßregel anwendbar sen.
4.
pxrs'onlicdc Freiheit mehr bcschüßt. Dcr Belagerungs-Zmiaud ift nicht für das “FMO sclvst bestimmt;“cr hat immer mit" die vciagerten Städkc betroffen und es“ wuxdc dabei genau bestimint, di:; zu 11111; (11er Entfernung von der Stadt,“ den Gräben und Wäch dieic „ Sollen „drei Worte eines Mininch hit) michen, um die (_Hcscygcbung zu suspendiren und rim' “Stadt, em D.“p111“tcn1cnt', ja das ganze Land des Schnich der Gesche zu berau-
. „1111.97, «"-* '-. *3 *“ »“-*a'tcn außerordentliche Gesandte _ & &oll det Eixzcnimn cmis Minifiir die qroßtcn Bmgick) s
der Freiheit mit Füßen treten_ können? In allen früheren Verfas- sungen, wee in de.“ jetzigen, iind cntgcgengxscizte Prinzipien aufge- 1I_cllt. Man hat die Entscheidungen einiger Königlichcn (31e- 1'1cbtddöse deixi Urtbcile des Caffationslwfcs cntgegengciiclit; las- scn_ nc!) abxi bloße J-nsiructions : Erfrnntniffc mit einem Ur:- _tt)e1l_c vcrglcxchcn, das in Folge kontradiktorisciier Debatten und tn Gegenwart des General Prokurators gefällt worden 1117“ Jil) neyme daher keinen Amiand, mit voller Ueberzeu unq zu er: klären, dasz_d1c Verfasung des Landes einen schweren «'toß erlitteit i„1_at. Es ttt bcklagcnswerth, daß, nachdem kaum zwei "Fahre fett ("mer Revoluiion vcrfioffcn sind, die den Zwech hatte, die verletzten (Bescye zu KÜCHEN, nachdem unscrchrfaffimg kaum zwei Jahre be- steht und nachdem noch in der vorigen Session die feierlicdücn Bir- sprecbungen dcr (Heseizlichk'eit gcmgcht worden, wir zu unserem Leid»- wesen schon eine Maßregel zu bekämpfen haben, durch welche Bür- ger, Schriftsiclier, Devutirtc, kurz, Männer aus allen Ständen ih- ren natürlichen Ricvtcrn antzogen und vor Militair-Kommesfioncp gestellt worden_ find, --_ cine Mqßrcgel, die für dic_ganze Zett ihrer Dauer die Kuro, dic Preßfreehcit und die Sicherhett der Bür: ger suspendirte. Wenn derVerfassung ein solcher Schlag versevtwor- den isi- so genügt es nicht, daß die Gerichte die Conffitution für ver- letzt e1*klärc1t; diejenigen, welche qeschworen haben, die Verfaffunq zu vertdkidigcn, dic Oevuiirten, sind, wenn das Gesetz ohne recht- f1'1'tkgcnde Umstände Übertrcten worden, vervfiicbtct, eine Anklage- Akte adzixfaffen; geschah die Verletzung unter Umsic'indcn, welche dcm Ministerium einige Entschuldigung gewähren, und ward die- sclde nicbt über den Aus'sdrucl) des (Heriäxtshofes hinaus verlängert, so isi __cö e_rklärlcib, Wenn die Dcputirien nicbt förmlich anklagcn, aber ne iind _dcffxnimgcacbtet dcm Lande eine glänzende Genug- tlmung sc1)11ldxq;_ Uc müffcn laut c*.*k“lärcn, daß sie die Ucbcrtretnn dcr (_Hcsxtzc unsibilligm; ieder Mittelweg würde ihrer Loyalität un Aufrichtigkeit i_inwürdtg scon. Wii" müffen offen mdcln odcr lodcn. Man bcruft 1111) auf die schwierigen Vyrhältniffe, in denen die von__dcn Parteien bedrohte Regierung iici) befunden; ihre wal)- re Kraft hat diese oder in der Achtung vor der Vcrfaffung zu suchen. Smd nicht zu allen Zeiten die gcwalrsamsicn und ungcrccbtcsicn Maßregeln durch die Umstände entschuldigt wor- dyn?" Ami) Dgntou rechtfertigte die RevolutionI-Tribunale auf diese Wctse. Niemals hat es an Entschuldigunqs-Gründcn für Ge; walttbaicn qcmangelt. Wen1x_dieMini11er das Gesetz verletzt haben, so mögen alle Gutgesmntcn nch beruhigen; die Ungesetzlicdkeitdieser Maßrcgclu ift noch immei «zuf das Haupt dcr Ersicrn zurückgefaüen und an dem Tage, w_o dte1c_genöthigt waren, ihr Benehmen vor dem Volke zu rechtfertigen, smd sie der Last der Anklage unterlegen. Wir glaubten, das Mtnisic'x'ium werde, die Lehren der Vergangen- heit brnuize'nd, auf dcr gesetzlichen Bahn verharren. Wir haben uns
gx-täusct)t: doc!) isi noch nichts verloren; versuckicn wir c; die Rc- “
gierung 1111 dcm Abhange, an wcklchcm sic sich befindet, aufzuhalten und bczcigcn wir der Verfassung die schuldige Achtung, während die Minister décsclbc so arg verictzt haben.“ Unter großem Bcifall von dir äußersten rechten und linken Scite verließ Herr Odilon-Barrot die Rcdncrbühnc. '
Das Geseß-BUUetin enthält in sciner neuesten Nummer eine Königl. Verordnung, wodurch dem Kriegs ; Minister für dieses Jahr' ein außerordentlicher Kredit von 24,830,000 Fr. für die im Budget nicht berechneten AUSgabcn bewilligt wird; diese Auszmbcn betreffi'n die Dämpfung der Unruhen im We- sten, im Süden und in Paris, die Sanitäts-Maßrcgeln gegen die Cholera bei den Truppen, die OccUpation von Ankona, die Expedition nach Bonn, den Aufruf des Kontingents für 1831 und die “Mobilmachung dcr Nord-Armee. Der Sold und die Unisyhaltungs«Kosten der Truppen haben sich durch alle diese Umstände 11111 21,829,500 Fr". vermehrt.
Der Zweck dev Reise, die dci' Graf Ofalia in einigen Ta- gcn nach Madrid antreten wird, ist, wie die Gazette verfi- clvert, nicht die Uebernahme eincs Portefeuilles, sondern der Wunsch, sich pcrsönlick) von dcm Stande der Dinge in seinem Vaterlande zu unterrichten, zu welchem Behufe ihm von seiner Regierung ein Urlaub bewilligt worden ist; sein ganzer hiesiger Hausstand besteht auf demselben Fuße fort, aucb begleitet den Gkafen seine Tochter nicht. Herr Zea, Bruder des "Ministers dicses Namens, wird interimistiscl) den Geschäften der Gcsandt; schaft vorsehen.
Aus Blanc schreibt man unterm 25 Nov.: „Die Herzo-
gin von Berry besimdet sick) vollkommen wohl in ihrem Gefäng- 11113; der Kommandant der Ciradclle beobachtet die größte Scho.- nung gegen sie; in ihren Zimmern, bei “Tische und bei ihren Spaziergängen im Garten wird sie stets mit ihren Unglücks- gcfäbrtcn allein gelassen: die Gendarmen folgen ihr nur, wenn sie auf den „Wällen umherziehen will. Der hiesige Pfarrer ist vom Pi'ästdcntcn dcs “).)kinisti'r-Rathes zum Almosenicr der Cita- dolle ernannt und hat zugleich die Befugniß erhalten, zu jcdcr Smndc in die Citadclle einzutreten und dieselbe zuverlasscn. Ein in Bordeanr [chender Anwrikaner hat der Herzogin eincn kostbaren grünen Papagei übersandt; die Zulassung dicses schönen Voaels ft.“:det abe1'_ Schwiekigkciten; fretlich liegt in seiner Farbe ctivas anfrührcriiches; auch soll er sehr gut sprechen und man wird ihn vorher wahrscheinlich ein !ircnges Verhör bestehen laffen; hoffentlich ist er aber disk1-ct und wird die freundlichen Worte, die ihn vielleicht gelehrt worden sind, für dic]enige aufbewahren, welcher sie gelten.“ _ Dcr Oberst Foy ist von Blaye, WSL“! er einen Auftraa _1)atte, hierher zurückgekehrt. Vor zwei agen ist ein andere"? Adjutant des Kriegs-Minijiers, Obers! Guyot, nach „Blade ab; gegangen.
Der Baron Hyde de Ncuville hat an die Rcdaction des Courrier de l'Europe ein Schreiben gerichtet, worin er s1ch dar- über beschwert, daß sein Brief an die Herzogin von Berry ihm vom Marschall Soult mit dem Bemerken zurückgesandt worden sei), die Regierung habe alle Verbindungen mit der Herzogin verboten und sein Schreiben könne also nicht an dieselbe gelangen.
Gestern früh fand zwischen Herrn Bardot de la Tresoriére
. , . , o 6“ _ Stadt in den Belageriings-Z-Zustand; die Regierung Würde “ 343- B e r [ i n M o n k a e ten e e m b e r mals darein wiüigcn.““ (“Se:ffatioy.) Als gleich darauf der .- . / g H n 10 D z prinz und der Kt'icgs-JNinisker "ck) "“QUÜM begehrt) 1 ,...-' * ** * * “; '''' “.?" '?““*'“*'"'*7“““"" ***-:*7-2' *...; , * 11“ "» ck "* «MJ M*?EWWW .. hatte ich zuvor noch eine Unterredung mtc ihnen, bei „ -._-.;_:::„::-*“-.-4.. __ ' “_ ., c „ _ . _:_ . ___“ __ ___; __ “(":-:?"IÜYZU
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'Die cmi: 1111911111; «**.11 "11.11.11 ch?-1)rift, beiieelt: „M*a: dame, 'Name-:*, “LK“11.1,-x, “„S-“11157“, *o11 541711111, wurdc gcstcrn von
der Polizei 1!"- 2'1111711115; 1511011171121:
Dcr DCPUTMC 11,111) (Eiern '.1..-L1:*111“1z11(111t Scmclc hat ein Kommando bei dem Rcscrdc-Ldéds 1111 der J."!Taas erhalten.
Die Polke", 11101610 auf dci“ 5,1151 “3111 bereits vor mehreren Monaten qomxrder waren, haben jetzt Erlaubniß erhalccn, sci) nach_) den Depots ihrer Landsleute in Pup und Boniges zu hege en.
*- Paiis, 2. Dez. Nach den chatten zu urtheilen, die bis jetzt in dcr Wahl-Kammcr stattgefunden haben, scheint es, daß die Mehrzahl der Deputirten nici): gesonnen ist, sich irgend einem bestimmten Systeme anzuschließen. Daher die Ver; wirrung, die sich bei den Berathungen über die Adresse ge eigt har. Entschieden von einander getrennt sind zwar die 1inke Seite und das linke Centrum; dieses lckztere aber zerfällt in so viele verschiedene Nüancen, daß das Ministerium gewiß nich: unbedingt auf dasselbe rechnen kann. „Dagegen hat aber die gestrige Sikzung bewiesen, daß auch die Mitglieder der linken Seite keineswegcs unter sich einig sind. Das Amendement des Herrn Zolv über die gegen mehrere Dcputirte angeordneten ge,- richtlichen Verfolgungen hat diesen Zwiespalt recht grell her- vortreten lassen. Ms Herr Zollivet (übrigens ein Unterzeichner des 6011151113-16111111) bchaupicte, daß das Ministerium: wohl dar; an gethan habe, eine Untersuchung gcgen Herrn Beri'der einzu- leiten, sprach er in dem Sinne dci" wesrlichcn Departements, in so fern es diesen allerdings darum zu t1)un seyn muß, endlich wieder einer dauernden Ruhe zu genießen. Dagegen verstieß er völlig. gegen die parlamentarischen Gebräuche, indem er unum- wunden zu verstehen gab, daß Herr Cabot den Umsturz der Charte, Herr Berrwcr aber die Rückkehr der voriqcn Dynastie im Schilde führe. Auch 111'dtcstirtc die ganze linke Seite auf das lcbhafteske gegen diese Aeußcrungcn des Herren Zollivcr. Es War natür- lich, daß die angegriffenen Dcputirtcn zu ihrer Vertheidigung auftraten; wenn indessen die Kammer ein solches gegenseitiges Befehdungs-Sysrem einrcißcn läßt, so ist es unvermeidlich, daß die Berathungen durch Persönlichkeiten verdrängt, und daß die Deputirten, anstatt sich einander zu nähern, mit je- dem Tage feindseligcr werden. Sehr geschickt gewä lt War das Amendemcnt des Herrn Thouvcncl, welcher der ammer die ErklärUUg entlocken wollte, das; die Minister, als se die Hauptstadt in den Bclagerunqs-ZUstand vcrscßr, verfa ssungs- mäßig gehandelt hätten. Unmöglici) konnte die ministerielle Partei diesem Antragc bcistimmen; es blieb ihr also nur Übrig, denselben durch die vorläitfige Frage beseitigen zu lassen, wodurch fie siiilschweigend zu erkennen gab, das; sie das Betragen des Ministeriums bci jener Maßrcgcl doch nicht für so ganz vor- wurfsfrei halte. Unter diesen Umständen muß man 25 aller- dings bedauern, daß die IKajoritäc es nicht einmal gewagt hat, diejenigen Amendcmcnts anzunehmen, wodurch, gcsiükzt auf den Ausspruch dcs Caffationshofcs, bwß angedeutet werden sollte, daß die Minister sch im Jrrthumc befunden hätten. »» ("zm Pu- blikum cirkulit't seit einigen Tagen ein Schreiben des Ér-Mini- sich, Herrn Guernon dc Ranvillc, Über den Belagerungs-Zu- stand und die Expedition nach Antwerpen, worin beide Maßre- geln auf das heftigste getadelt werden. Es läßt sich erwarten, daß dieses Schreiben binnen Kurzem in einem der hiesigen legi- timiüischen Journale erscheinen wird. *
Großbritanien und Irland.
London, 4. Dez. Gestern Nachmittag kam der König zur Stadt und hielt einen Kabinets-Ratk), in Welchem er die Pro- clamaeion unterzeichnete, wodurch das jetzige Parlament, welches bis zum 11. „Dezember prot'ogirr win“, aufgelöst und für den 29. Januar ein neues Parlamcnt zusammenbcrufcn wird. In einer zwcitcn Königl. Proclamarion werden alle Pairs von Schottland aufgefordert, sich am 14. 3111111111" in Holwrood u versammeln, um die 16 Schottischen Pairs zu wählen, wel e während des nächsten Parlaments im Oberhausc Silz. und Stim- me haben sollen, wobei zu gleicher Zcit dcn Edinburqcr *))Taqi- strats-Personcn ancmpfohlen wird, dafi'n' zu sorgen, däß cs wäh- rend jener Wahl nicht zu Unruhen und Gewaltthätigkciccn kom- me. Die Wahl chxhichc durch offene Absiimmunq; die Stim- men-Mchrhcit cnts)eidct, und die abwesenden Pairs 111111111111 durch Voll11mcht, mit welchcr sie andsrc anwesende Pairs gericht- lich zu beauftragen habsn.
Durch einen (Vchcémcrathst-Fxhl vom gcsriqc11Tm1etrird verfügt, daß 1ci' B;fcickl vom (2. NW., _______Ü____-_____ (F'111111'1'c11511 Unterthancn verboten iii, f:"!t' 11157 in 511cdc11ck11dischc .*);77'1'11 cim, zulaufen und 111111) denselben ausz11ilai'iicn,sich 1111171an dic Ost- und Wesiindüschcn, Afrikanischen U11d Amicrikaniscbcn Bciimttiqcn des Königs dcr Nicdcrlamdc cryii'cxi'cn soli, foridci'n das; es a111'11 Englischen Schiffen erlaubt ist, 11.111) dcn wordenanntcn Nieder, ländischen Kolonieen nach wic 11111“ aus:,uklarit'cn.
Ein zweiter (ck5e[)cimc1'ati)s„.Das-si)! von dcmsclbcn Datum verordnet, daß alle in Beschlag qc11o111111cnc Schiffe untcr Nie- derländischer Flagge, welche Ladunqcn an Bord haben, die leicht verderben können, soglcich freigelaffcn werden und die Err laubniß erhalten sollen, ihre Reise ungehindert fortzUseizen.
Dic Times erwähnt eines in London in Umlauf qewc'cnen Gerüchts, nach welchem Lord Grow schon vor länger als 1.1 Ta- gen an dcn König von Holland geschrieben und crklät't haben soll, daß, wenn er in die Rämmmg dcr Citadelle von Ammer- pcn cinwillige, eine neue UnterhandlunJ angeknüpft tverdcn könne, bei der ihm sicher, da die Britische Regierung so sehr die Erhal- tung des Friedens wünsche, alle seine Fordcrubgcn in Betreff der Scheldefahrt und der inneren Communication zugestanden wer- den würden; der „König habe aber diesen Brief nicht allein um
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