und geheime Ausgaben nur 1200 Fr. verwendet habe, obgleich ihm ein unbeschränkter Kredit bewilligt gewesen sey.
Statt des mit Tode abgegangenan Herrn Meynier ist der Malrr Blondes, Mitglied des Instituts, zum Professor der Ma- lrrei an der hiesigen Akademie der schönen Künste ernannt Wordeii.
Der verantwortliche Geschäftsführer der Tribune, Herr Bas- c-„ms, wurde gestern von dem hiesigen Assisenhofe wegen Belei- diwung der Person des Königs in conimnuniam zu zweijähriger (**;.7fäii.3nißstrafe und 4000 Fr. Geldbuße und von dem Zuchtpo- iizri-Gericht wegen Diffamation eines gewissen Chaltas, eines ehemaiigen Agenten des Herzogs Karl von Braunschweig, zu 25 Fr. Geldstrafe und einer Entschädigunsg von 200 Fr. verurtheilt,
"Morgen wird vor dem hiesigen ? sfisenhofe der Prozeß don 19 IJTitgliedern des Vereins der Volksfreunde, welche der Theil.- nahme an einem unerlaubten Verein angeklagt sind, verhandelt werden; unter ihnen befinden fich die Herren Bonnias, Cavaignac, RaSpail, Trelat, Camus u. a. m.
s))?ehrrre in den Aufstand der Vendée verwickelte Semina- risren “sind aus dem Lazareth von Bourbon-Vendée, wohin sie wegen Krankheit gebracht worden waren, entfiohen.
Durch eine in Bordeaux am 9ten d. M. eingegangene te- thraphische Depesche hat der Kommandant der vor der Cita- drile von Blayr liegenden Korvette „Capri'cieuse“, Capitain Le- bi..nc, den Befehl erhalten, sogleich nach Paris u kommen.
Die zum Geschwader des Contre-Admirals illencuve gehö- riqe Fregatte „Resolue“ ist am 11ten d. B?. in Cherbourg ein- _qclüllfi'n, um die Havarieen, die sie während des Kreuzens ei"- lrtcen, auszubejsern.
Großbritanien und Irland.
London, 14. Dez. Vorgestern speisten der Herzog von Sussex (vor seiner Rückchr nach London), die Prinzessin Au- guste, der Prinz Georg und die Fürsten von Lieven und Galißin nebst ihren Gemahlinnen bei Ihren Majestäten.
Ein Tory-Blatc enthält folgende Betrachtungen: „Was isi arts unserem Blokade-Geschwader geworden? hört man über- all fragen, und Niemand weiß etwas Anderes darauf zu ant- worten, als daß, den Rachrichten aus Deal zufolge, noch immer mehrere Englische und Französische Schiffe dort vor Anker lie- gen. Aber wir möchten andererseits fragen: Was hat unsere Flotte ausgerichtet? Und wodurch werden die Minister im (“.?-rande seyn, die ungeheuren Kosten der Ausrüstung zu recht- frrcigrn, die, wie es scheint, keinen anderen Zweck hatte, als einige Tage vor der Mündung der Schelde und vor dem Texel zu paradiren und dann bei der gegenwärti- gen Jahreszeit in den Dünen liegen zu bleiben? _Sie werden, fürchten wir, vorbereitet seyn müssen, die Nothwendig- k-"il dieser Ausgaben zu beweisen. Nun ist es aber einleuchtend, d:.ß, wenn diese Flotte ursprünglich zur Uebergabe der Antwer- penrr Cieadelie mitwirken sollte, es sehr unklug war, solche Schiffe dazu zn nehmen, die wegen ihres schweren Gewichts niemals hätten die Schelde hinaufsegeln können; und es würde dies eine Unkenntniß beweisen,die wir selbst den unfähigsken Beamten unseres DNarine-Amts nicht zutrauen wollen. Was also tvar der Zweck dies er Sendung der Flotte nach der Schelde-Mündung ? Wollte man den König von Holland bloß einschüchtern und einen Schein-An- griff machen, den man in der Wirklichkeitniemals unternommen haben würde? Glaubte die Admiralität, daß die mit der Schifffahrt so Vertrauten und mit den Sandbänken an ihren Küsten und in ihrrn Strömen so wohl bekannten Holländer sich durch die De- monskraiion einer solchen Flotte würden täuschen lassen? Und konnte man sick) nicht vielmehr denken, daß sie einen so unnüßcn .*;rraft-Aufwand belachen und verspotten würden? Dies thaten isl“ König von Holland und sein Volk in der That, und be- ti“.':chleten diese Demonstration als eine Rodomontade von Seiten dr."; Englischen"IJTinistcriums. Aber war wirklich kein andererGrund zur Ausküskimg der Flotte vorhanden ? Und ist kein anderer Zweck da, wsshalb man sie bei diescrIahreszeic in den Dünen liegen läßt ? Giebt fich nirgends ein Mißtrauen gegen unseren neuen Verbündeten zu erkennen? Und erwartet man nicht Schiffe einer andern Na; tion in der Meerenge? Soüte keine dieser Vorausseßungen ge- gründet seyn, so erscheinen die Ausgaben für die Flotte, ihr Ver- lust an Ankern und Taucn während der stürmischen Winter- monate, und der sonst ihr ngefÜgte Schaden als eine nutzlose u::d unndthige Verschwwdung des öffentlichen Vermögens.“
Zn Eng lischen B lä ttern liest man nach|ehende Bemerkun- gen über den großen Mörser, dessen sich die Franzosen bei der Belage- rung der Antwerpener Citadclle bedienen wollen: „Es ist hohe Zeit, daß der General Chasse“: an seine Rettung denkt, wenn es wahr ist, was Über die furchtbaren Maschinen der Belagerer v.:rlautet. Nicht zufrieden damit, ihre Kanonen in Dreiecken abzufcuern, frohlocken diese trigonobolisiischen Feinde der Hol- länder jetzt über die Ankunft eines ungeheuren Mörsers, der in jeder Stunde 10 bis 12 Mal eine neunhundertpfündige Bombe nsbsr Pulver auf jede Bastion, Batterie und Barracke der Ci- mo-rlle abschießen soll. Die Bomben sind gegossen, die Platform ist gelegt, der Vorspann steht auf der gan- zen Straße entlang in Bereitschaft, und die nächste Poi? wird uns wahrscheinlich von dem ersten Abfeuern, dieses Mör- scrs Nachricht gebvn. Es liegt etwas den Englischen Begriffetz von redlichem Kampf Widrrstrebendes in dem Gedanken, daß die eine Kriegspartei durch eine neue und unerhörte Maschine c;:xrn mörderischen Vortheil über die andere erhalten soll; und di'scr Mörser muß seinrn Bcsißern die Macht verleihen, fürch_- trrliche Wunder zu thun, wenn es wahr ist, wie man sagt, daß er LTU ericht von 1005 Pfund tragen kann. Wenn iiicht fortwährend mit dem schwer|en Geschütz von der Cita- drllr aus auf denselben gefeuert wird, so muß er in kurzem alle Wcrke der Festung zertrümmern. Aber da es nur einer ist und man ihn also [uicht wird heraus- findew können, so unterliegt es keinem Zweifel, daß Chassé ].:iiie Brwirnuwg zu einem blutigen und gefährlichen Unterneh- m')" machen wird; und ohne Menschen, die es regieren, ist das _.“.rößte Wcschüß so wenig furchtbar, als ein Terzerol. Man wird freilich sagen, der Mörser sey nur ein größeres Stück von (..rselben 05acrung, womit Chajsé jeßc so viek Fran osen tödtet, «L.:: er nur immer kann; und vielleicht m'öchte uäs emaud das halbe Dutzend glühender Kugeln entgkgenstellen, die Chassé- wie es hiißt, vor 2 Jahren auf Antwerpen warf; aber keiner Wort- ke'i.1stc[ei wird es gelingen, einen Zwerg und einen Nießn gleich z.: machen, und was die glühenden Kugeln brYisfx, soverhalten [..“-“** h.:mderc deiu'elben zu einer dieser Bonüen nur wie das Knistern dcr HHUUÖM aus dem Schornstein eines Dampfboots zu dem .Ver- 111711 seines Kessels. Man denke sich die Explosion von beinahe WU“ halben Towns Schießpulver, und man wird den Vergleich n:.iw für übertrieben halten; 500 Pfund davon, und zwar in s..., [**,-r Lust- rcichen hin, „das Thor iner Stadt nieder uschmettern “.ind die festeske Mancr in einer C' fernung von meh als 20 El- sen zu zertrümmern. Wenn Chasse“: einen eben solchen
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Mörser diesem einen gegenüberstellte, so würde aus keinem von beiden auch nur eine einzige Bombe ab,-
efeuert werden; denn derselbe Grundsaß achtung6werther
orficht, der kriegführende Nationen verhindert, einander die Brunnen zu vergiften, würde die Französischen und Holländischen Generale abhalten, ihre Soldaten muthwillig dem gewissen Untergange auszusetzen. Der nächste Zweck des Krieges ist, zu erproben, welche Partei die stärkere ist; und das Völkerrecht ge- startet die Anwendung gewisser Mittel zur Entscheidung dieser
Frage. Man feuert gegen einander aus leichtem und schwerem GeschÜß; man greift sich mit Lanze oder Bajonett an; man schlägt sich mit dem Säbel nieder; man legt Minen und Gegen; minen an; aber das Geschüß u vergiften, würde das Völkerrecht nicht erlauben; und eben dieées Recht wird auch erklären, daß es eine unerhörte und gräßliche Barbarei ist, ein gan- zes Puivermagazin mie einemmal auf den Feind abzu- feuern. Wer hätte von Perkin's Damyfgeschüß gehört, wel- M.? eine Platte geschmiedeten Eisens wie ein Stück Pap- pe durchschnitt, und wäre nicht vor dem Gedanken zurückge- schaudert, cin QUarré von Tapferen wie mit einer Spriße nie- dergeschmettert zu sehen? Hätte Archimedes seine Maschincn den belagernden Römern in die Hände gegeben, wer würde nicht die Erfindung sammt dem Erfinder verwünschen? Und wer fühlt nicht, selbst wenn er sie auf Seiten der patriotischen Syrakusaner anwenden sieht, ein unwillkürliches Mitleid mit den von Entselzen ergriffenen Veteranen, die, wie vom Donner ge; troffen und zermalmt, dem unvermeidlichen Tode überliefert werden ? So gewaltig ist der Abscheu vor unnatürlichen Mord-Znsirumen- ten. Noch ist es ein so ziemlich gleicherKampf, noch bekriegen sich die Armeen vor Antwerpen offen und redlich, noch ist es Zeit, dem Marschall Gérard zuzurufen, daß er ablasse von seinem schreck- lichen Vorhaben. Schon war das ängstliche Gefühl, Welches dieser Streit erregte, fast halb vorüber; jeßc aber sind wir von gleichen Empfindungen erfüllt, wie einst die Israeliten, als ,Da- vid hinabzog, um mit dem Philister zu kämpfen, dessen Speer einem Webebaum glich; aber der Knabe erschlug ihn mit einem Kieselstein.“
Bisher sind nur einige Gewaltthätigkeiten ziemlich ernstli- cher Art bei den Wahlen zu beklagen, Vorigen Dienstag ver- sammelte sich ein Pöbelhaufe vor der Horns-Tavern, wo die Wahl-Comité des Herrn Hawes, der für Lambeth ernannr wor- den ist, versammelt war. Das Volk stieß heftige Drohungen aus, und als Herr Hawes selbst herauskam, wurde er angefallen, man warf Steine und Koth nach ihm und riß ihn rrleßt zu Boden. Sein Leben War gefährdet, als die Polizei ßinzukam und ihn rettete. Es wurden einige Verhaftungen vorgenommen, aber dies gab zu neuem Tumnlce Anlaß. Einer der Gefangenen wurde befreit und die Polizei schr übel zugerichtet. Zu Stam- ford war vorgestern ein solcher Tumult, daß die Husaren u Hiilfe gerufen werden mußten. Auf zwei Personen wurde o- gar mit Feuergewehr geschossen und eine gefährlich verwundet. Zu Wolverhampton warden zwei Wahi-Kandidaten durch Stein- würfe bedeutend verlelzt, Zu Hull Wurde der ministerielle Kan- didat, Herr Hill, wiedergeworfen und gröblich mißhandelt. Diese Unfälle smd jedoch Ausnahmen von dem allgemein als ru ig be- zeichneten Hergang der Wahlen. Was man besonders ewun- dert, ist die „Nüchternheit“ der großen Majorität der Wahler _ daß die Masse derselben dem gemäßigten Prinzipe zugethan isk, ergiebt sch aus den Wahlen selbst.
Niederlande.
Aus dem Haag, 16. Dez. In der vorgestrigen Sißung der zweiten Kammer der Generalstaaten wurde die Dis- kusiion Über den Geseßes-Entwurf hinfichtlich der Aufrufung dcs Landsiurms eröffnet. Herr Luyben erklärte sich gegen densel- ben, weil der darauf bezügliche Königl. Beschluß vom Lsst'en v. M. mit der Bestimmung des Gesetzes vom 11. April 1827, daß die Ausrufung des“ Landsii-«rms unter Mitwirkung der Kam- mern geschehen, und diese, falls sie nicht versammelt wären, zu diesem Zweck außerordentlick) zusammenberufen werden müßten, im Widersprmh siehe. C'r sowohl, wie Jedermann, verlange eine kräftige Vertheidigung des Vaterlandes, doch diese müßte in Uebereinstimmung mit dem Grundgesetz seyn. Herr Don- ker Curtius hielt es für nothwendig, einen Wall gegen die Uebermacht zu errichten: man müsse sich nicht allein zur Ver- thridigung, sondern auch zum Angriff rüsten. Auch der Tapfern, welche die Citadelle von Antwerpen vertheidigen und ailf der Schclde kämpfen, gedachte er mit ehrenden Worten, und sagte, Wenn man sich auch vor der Uebermacht beugen müsse, so wc.de doch das Vaterland die Früchte dieser tapfern Verthcidigung ernten, welche den Feind lehren würde, was er zu erwarten habe, wenn er unsere Gränzen oder Festungen angreifen sollte. Er stimmte daher für den Geseh-C'ntwurf. Auch die Herren de Bordes und Frets sprachen sich in gleichem Sinne aus, und Letzterer meinte, die Citadelle von Antwerpen sey das Bollwerk unserer Gränzen und der Landsturm von der höchsten Wichtig- keit, um unseren Tapscrn zu zeigen, daß auch noch hinter ih,- rem Rückcn Männer zu ihrer Unterstützung ständen. Herr Fokkema erklärte, er sey anfänglich willens geWesen, für den Entwurf zu stimmen, doch da er einen der Dcputirten der Pro- vinz Holland (Herrn Donker Curtius) habe sagen hören, daß die Entwickelung von Streitkräften nicht allein zur Verthcidi- ung des vaterländischen Grundgebiet s, “sondern auch zu einem ngriffe dienen dürfte, so sey er genxthigt, dem seine Beisiim- mung versagen zu müssen, weil ein solches Verfahren nicht allein kein Heil, sondern nur Ungli'irk zur Folge haben könnte. Herr Luza c hielt sich als Mitglied für die Provinz Holland verpfiichtet, zu erklären, daß diese Provinz keinen andern Krieg wolle, als zur Aufrechthaltung unserer Unabhängigkeit und unseres guten Namens, und daß es ihm angenehm sey, durch diese Erklärung einige „Beruhigung ertheilen zu können. Hr. Donker Curtius sagte hierauf, daß der leizce Redner seine Meinung vollkommen verstanden habe. Nachdem sit) noch die Herren van Alphen und van Nes für den Geieß-C'ntivurf erklärt, nahm der Minister des In- nern für denselben das Wort und sagte unter Anderem, daß die Folgen der gegenwärtigen Politik nicht vorherzusehen wären und daher der momentane Zustand sehr unsicher sey; man habe demnach zu dem Gesehe über die Schuttereien seine Zufiucht Fnommen und alle Schutters aufgeboten. Die Meinung der egierung sey gewesen, Alles gegen eine eiwanige wcsentliche Ge; fahr vorzubereiten, doch so lange sie nicht wirklich da sey, keinen Gebrauch davon zu machen. Bei der Abstimmung wurde der Geseß-Entwurf mit 48 gegen 3 Stimmen angenommen. Das Journal de la Hawe meldet aus Sas-de-Gand (Seeländisch Flandern), daß 8 Belgische Soldaten, mit Ein- quartierungs-Billetten versehen, sich bei Zelzarte auf dem Hol- ländischen Gebiet eingefunden hätten. Auf die gegen diese Ver- lesung des Gebiets gemachte Vorstellung habe der Belgische Anführer geantwortet, daß er in Gemäßheit der Befehle der
oberen Militair-Behörde handele, daß es möglich sev, daß die-
ses Gebiet später den Holländern gehöre, daß aber mini, die Belgier so lange daselbst bleiben würden, bis wir den ' tat vom 15. November ausgeführt hätten.
Eben dieses Blatt berichtet: „Man schreibt aus Fort Bath, daß unser Geschwader auf der Scheu,; 13ten d. “M. einen bedeutenden Vortheil davon etragen Das trefflich gerichtete Feuer unserer Bombardier-anhrzeug, die Batterieen des Forts Kruisschans (Kreuzschanze) um S.. gen gebracht, während sieben von unseren Kanonier öton ['n' Durchstich bei Lillo, gesegelt smd, um den Feind daran zu dern, daß er sich der Batterie „Friederich“ bemächtige.“
Das Handelsblad giebt in einem Schreiben vom B des „Curagao“ bei Lillo vom 13ten d. Wk. folgenden Be über die Ereignisse auf der Scheide seit dem 10ten d.
Arbeiten an der Kreuzschanze anzulegen, weshal
daran zu verhindern. vrtte „Komet“ ihre Batierieen gegen die erwähnten Arbeiten eröffnen und wurde dabei.,von den Kanonierböten unterstüßx. durch gelang es, diejenigen Häuser und Scheunen, Welche' Feinde zur Deckung dienten , niederzuschießen. gens befand sich die Fregatte „ Eurydice“ vor der Kreuzscha während der ContrexAdmiral die Korvette „Komet“ nach „' Doel absandte. Um 12 Uhr brachte das Dampfboot „TUM die Korvette „Proserpina“ auf diese Stelle, von welcher
vorher das Feuer der „ Eurydice“ eröffnet worden . das von einer beinahe unsichtbaren, des Nachts errj' Haubißen : Batterie des Feindes beantwortet wurde. „ Fregatte mußte für einen Moment ihr Feuer einst.- da der „Curagao“ mit der Korvette wischen der Ko.. und der Batterie durchpasfirte. Der ontre-Admiral b; daß die „Proserpina“ vor und der „Curagao“ hinter ihm Anker gehen solle, was sofort geschah und worauf ein hes Feuer eröffnet wurde. Dieses war jedoch nicht im Stande,
Deich, hinter welchem das feindliche Geschütz errichtet war, zu zerschießen, daß die Batterie bloßgestellt wurde. Die „
1erpina“ that noch den meisten Ruhen, indem einige ihrerJ ben in die Batterie fielen und das feindliche Feuer gegenz. .; merklich verminderten. Inzwischen war dieses hauptsächxw, zwar mit großer Genauigkeit Legen das Contre-Admiraf-S..- gerichtet, das dadurch einige yavarie erlitt und drei Tow
vier Verwundete verlor, unter welchen Ersteren sich leider Contre-Admiral selbst befand. Kurz bevor ihn die verhängn volle Kugel traf, sagte er noch: „„Wenn ich mit meiner“. gacte auf diesem Plaße von Nutzen seyn kann, so will ich .. untergehen, als meinen Posten verlassen.““ Gegen 4 Uhr„
die feindliche Batterie ganz um Schweigen gebracht und w die „Eurydice“ von dem „ uragao“ ins Schlepptau geno . und nach ihrem früheren Atikerplaße geführt.“
Aus dem Feldlager bei Tilburg wird unterm131en geschrieben: „Der junge Erbprinz von Oranien ist gegenwi hier in aktivem Dienst. Bekannt ist, daß derselbe bereits einem Jahre den Wunsch danach aussprach und damals Könige zum Ordonnanz-Offizier ernannt wurde; jest abtrikt auf sein dringendes Ansuchen beim Generalstabe der Armee gestellt. Seine militairische Haltung und sein ganzes *. men lassen mit Recht erwarten, daß er durch seine Leisiu das erfüllen werde, was er mit so kühner Zuversicht dem .' terlande verspricht.“
„Bei unserem Heere bieten sich in jedem Corps Hundew .. Freiwilligen an, die nach der Antwerpener Citadelle eilen» len, um die dasige Besaßung zu verstärken. Nur mit i.. [affen fie fich zufriedenstellen, da ihnen ihr Gesuch von i Chefs, die vorläufig keine Instructionen dazu haben, nat abgeschlagen werden muß.
Zn Amsterdam ist ein Verein zusammengetreten, um *,.“ träge zur Bildung eines Fonds zu sammeln, aus welchewi- tapferen Vertheidigern der Citadelle von Antwerpen, so wiede Holländischen Triippen in den übrigen Forts und der Man schaft auf der Flotte Erquickung gereicht und insofern diezusm mengebrachten Summen es zulassen wcrden , den Wittwen Waisen der Gebliebenen Unterstützungen gewährt werden s.“- An der Spitze des Vereins steht der Bürgermeister von A] dam, Herr van de Poll.
_ Die Elberfelder Allgemeine Zeitung Nachstehendes einem Schreiben aus Amsterdam, vom 14. », „Nie wird der Eindruck in mir erldschen, den der 2, DJ", der gemeine Buß; und Betrag, auf mich gemacht hat, on? -, Morgens an Waren alle Straßen mit Menschen und Wagen deckt; in allen Richtungen strömte die Bevölkerung der Sta nach den Kirchen; Blinde und Lahme ließen sich hinfahren, ner wollte zurückbleiben. In der alten lutherischen KiWk-w rin ich mich mit den Meinigen befand, rechnet man 0 Zahl der Anwesenden auf 6005 Menschen, Wo ein HOW discher Prediger, ein kräftiger Redner mit einer sono ' Stimme, den Dienst verrichtete. Er sprach mit Würde Kraft, fand aber auch bei seinen Zuhörern eine Vorberei und Empfänglichkeit für den Eingang seiner Worte, bclohnend für ihn war. Sein Gebet für Vaterland und.“ und für unsere muthigcn Streiter war sehr schön, „da, "" sagte: „erhebe ihre Herzen und stärke ihren Arm M1 für die gerechte Sache, und da, wo sie als Opfer fallen." nimm sie auf vom blutigen Boden, und nimm sie zu „Dein Reich der Unvergänglichkeit und der Freude!“ „SQ gefähr war der Sinn, allein die Worte drangen tief ein. ' manche Eltern, Brüder, Schwestern und Anvcrwandte von gezogenen jungen Leuten waren gegenwärtig, und „Zeder daß auch ihn das Loos treffen könne, über kurz emen GM ten beweinen zu müssen. _ Es war ein Tag der Wekh'ri, das ganze Volk, und wurde von demselben mit wahren r chen Gefühlen gefeiert; und da, wo sie sich so allgemein, so .' äußern, da kann ja auch die göttliche Hülfe nicht „von ihm sen. Gehen Sie nach Beigien und Frankreich; wre feiert da die Gott und seiner Religion geWeihten Tage!“
*- _ Amsterdam, 14. Dez. .Die Citade'lle WZu werpen, ]“th der Punkt, auf den das gan : gebildete “ den Blick gerichtet hält, wird freilich einer ebermachk/ „';: Frankreich herzustelien vermag und auch wirklich hergeste „ mit der Länge der Zeit nicht widerstehen können; ck" te Vertheidigung wird aber eben so, wie der zehntägige a . von 1831, das moralische Ansehen Hollands vermehren. idii Chasse? und „seine Helden-Garnison auf Tod und Leben verthe Werden, haben wir Alle erwartet. Der-sZimmel verleihe ck"?" es * und Kraft, besonders jekzt, da Not und Gefahr, WZ" . Anschein hat, immer größer werden. An Muth und .
Gelegenheit zum Kampfe wird von ihnen freudig “Ji aus*"
wo hundert Mann gefordert werden, da stehen Sl“
„Abends am 10ten bemerkte man, daß die Fran osen anfin. sofort , Kanonierböte in den Durchstich bei Lillo gesandt wurden, me.: Z Am 11ten Vormittags begatrn die n
Am 12ten ].
, , xwerden.
fehlt es unsern Truppen in der Citadelle SMW "'-ckden, ** *
„|ck dem Tode zu Weihen. Die Besatzung der Citadelle “aus 5000 Mann, die sich, in der edelsten Hingebung, znige und drm Varerlande opfern wollen. Die mei n xeitviklige, dte_ auf ihr ausdrückliches Verlangen zur er- in die Citadelle aufgenommen worden snd. _ Der jenes desertirten Artillerie-LFeutenantxJ, eines Menschen, , man vernimmt, von jeher ein Taugenichts geniesen, isk m'der Geschichte unsers Volkes gebrandmarkt. Er hat sei- znjg, sein Vaterland verrciehen; sein eigenes Gewissen ih“ einst richten! _ Bei dem letzten von der Citadelle e- m Ausfall find mehrere hundert Holländische Matroéxen ficht gewesen, die sich rot,tenweise in die Laufgräben auf anzosen gestürzt, und mit.- ihren krummen Messern Alles, um vorkam, niedergestrißen haben. _ Die Franzosen ihre Verwundeten und Kranken schon bis nach Tournay. .:.-schert, daß der Verl'ask der Französischen Armee, den eitungen auf eine in der That lächerliche Weise gering Todcen, Verwumdeten und Kranken 6000 Mann „ Auch die Holländer haben große Verluste gehabt, aber „m Blute der Gefallenen steigen neue Helden empor, denn . die Ehre und die Rixttung des Vaterlandes!
Belgien.
.rassel, 15. Dez. Der Moniteur enthält das nachste- zehnte Bülletin der BelagerungsxArmee: * „ „Antwerpen, 14. Dez. 1011hr. „,x. erforderlichen Vor bereitungen zur Erbauung dreier Minen- und einer Fähre über den Graben konnten erst gc§en„4 Uhr g Das Feuer der Bciagerten war bis ahm sehr genährt; fie warfen auf die Arbeiter zur Rechten und rauf die xrnnette Granaten und Bomber, iind unterhielten ein sehr echwehrfeuer. _ Nachdem die Mineurs sich zurückgezogen *“ [jeß sich um 4 Ubi! ein doppelter, aber nur chwacher Knall bin?"- Cini : thiten darauf fand „eme üärkcre Explosion ein kleines Öcpot von Granaten war in die Luft gesprun cn; geute wurden verwu'ndrt. .Bei Untersuchung des Orts and daß die Brücke zum dritten Thctlr unter Waser gcseßrwar, Ende derselben bexmerkte mern em Stück der etngesturzten „- Obglei das Krachen nicht sehr bedeutend geweFen, so „ck die Erschutterutrg außerordentlich„ heftig; das Wa er des ens dran in den mrt der linken Seite der Lunette parallel den bede ten Weg, rind überschwemmte denselben. Es wurden “ck Arbeiter in Tbätizzkeit gesetzt; em bedeutender Transbort Faschinen und Erdsäck'en wurde herangcbracht, und in_ 3 Vier- „ven war eine solide_ sand 4 Métres breite Brücke zwischen der „„Mann und der ctrtgcstürzicn Mauer hergestellt; Man schoß immer aus der Lunetie; eme Compggme Volttgeurs wurde Sturmlaufen kommandtrt; zwei Abwertungen Grenadecre, rede ann ßark, erhielren den Befehl, über die Tranchzée zu sprin- W die Lunette links und rechts zii umgehen, bei der Kebie mmenxutreffen, und von dort emzudrtch, während dre Voit:- iie Bresche erklettern sonten. _ iesc Anordnungen smd [ich ausgeführt worden, indessen kamen die Voittgeurs dcn adieren zuvor, Wellhe einen längeren und efäbrlicheren Weg .]Ulk en hatten. Kirinewchr wurde abgcxcuert; einige Hol- rtie en unter dem Bajonct, die ubrigen wurden zu Gefangenen cbt. _ Unmittelbar reach der Besetzung der Lunettc durch ranzb- Truppen machten fich dieSapcyrsatidteSchuhwehrcn, wc chcvor Blendwerk an den hervorsvkmgenpen Winkel der Lunxtte_er- et wurden. Die Truioven, weiche die Limette besetzen, sind jetzt . , Eine noch eladixye Haubivc fand sch in der Lunette; e_i- Minuten nach er Cnnnahme wyrde dicses Geschütz gegen die clic abgefeuert. _ Folgepdes und demnach die Resiiltate der wen dieser Nacht ge.gxn die Luncttc St. Laurent: Pqutikable che in der Limette; „eme daucrhaftr Brücke, welche nicht ge- »... werden braucht; Festsetzung m der Limette; „Schuhwehr ßMdms vor dem Blendwerk. und Schuhwehr bet der Kehle. aieTruvpen haben b_ee diesen efährlichcn Arbeiten und bei dem riss die rbjte Energie entwi xlr; der General-Licutenant Haro keinen ugenblick aurgebdri, dtejclbrn tn Person u leiten, und .at seine geschickten Operationen von dem glückl chsirn Erfolge int gesehen. _ Mttta s. Während der Operation ge en Lunettc St. Laurent ha en die anderen Belagerungs- r- en keinen Augenbltxk sitllgeftanden; dre parallelen und dem im: Weg der Bastion Nr. 2 ziemlich nahe gelegenen (Hein : dwiirend der Nacht fort eseizt worden, und_man bat d'arm de *)“ r der Batterie vor ereitet, _welche in die linke Seite jetixr Érescbe schießen son. Zwei andere Batterieen werden in
*,an
ftiZen Nacht rrrichtet werdxn, um die rechte Seite der Ba- Nr. und die linke dcr Baüton Nr.„ 3 zu beschießen. _ Asie ereBatterieen werden nach und nach tn dee dritte Parallele ge- ewerden, um Breschx zu schießcn und dar Feuer, welches noch den Seiten der Bastionen unterhalten wird, zum Schweigen irmgen. _ Sobald die Lunctte St. Laurent eingenommen war,
man einen Laufgraben eröffnet, der von der dritten Parallele cbt und bis zu der Kehle der Lunctie selbsi reicht; um Mittag d man nch in demselben gedeckt, und seine doppelte Verbin- mit den Arbeiten der Belagerer war gesichert. “
Der Politique giebt folgende Nachrichten aus Berchem .- l/iten d. M. Abends: „Seit heute Morgen befinden wir iim Besitz der Lunette St. Laurent. Es ist dies ein wichti-
* - Ereignis; es ist ein Stüßpunkt für den Angriff, es belebt
Mm!) der Belagerer und entmuthigt die Belagerten. _ Als ÜFe bis zu dem Graben der Lunette geführt worden tvar, drei Mittel ?ur Bemächtigung derselben dar: die
ung durch die Ke)le, Bresche durch die Artillerie schießen, keine Mine an der Lunette selbst anlegen zu lassen. Das ere wiirde viel Menschen, das zweite viel Zeit gekostet haben. ekalHaxo entschied sich daher für den dritten Plan, der mit glücklichsten Kühnheit ausgeführt wurde, Am 10ten war „' dem Blendtverk nahe bei dem Graben eine Fähre erbaut. rend der Nacht setzten 1.1 Arbeiter des Genies, von einem , r geführt, über den Graben der Lunette, hielten sich dicht der auer des Forts an der linken Seite bei dem hervor- -enden Winkel, und dort wurden fünf Stunden lang alle [ichen Mittel, Welche die Kunst darbietec, angewandt, ohne anderer; Resultat, als die s,"ortschaffung zweier Mauersteine rzubrmgen. _ Die Schwierigkeiten waren so groß, daß am folgenden Tage berieth, ob man nicht auf die ge- e, Wenn auch längere Anwendung der Artillerie zur . ung der Bresche zurückkommen sollte. Der Gene- Haxo blieb bei seinem Plane und am 11ten Abends ' 6 Uhr schien die Arbeiter des Genies von Neuem Über
raben, immer ohne Wissen der Garnison der Festung,
Feurr überdies „den Graben, 'der nur von einem Werk Stadt beherrscht wird, nicht erreichen konnte. _ Das Feuer elagerer gegen die Citadclle War zudem in diesem Augen- iußerordentlich lebhaft, um die Aufmerksamkeit abzulenken; erbrannte 'in der Nacht vom 10ten 77,000 (!) Patronen. Mehrstündi en hartnäckigen Arbeit unter Anwendung von n Md lattermmen gelang es endlich, die Bedeckung Nauersteinen und eine dicke Schjche Kalk zu zer,-
„.*-&.. Ri 7; - „ .„ ".“-.,7, .. „,“-„mix „. . „. ..
sie eine ungefähr 30 Fuß tiefe Aushöhlung in Gestalt eines “s' zu Stande gebracht, in deren obern Theil die drei Oefen der, Mine angelegt wurden. Gestern Abend füllte man jeden dieser Oefen mit 500 Kilogr“. Pulver an und die Nacht wurde dazu verwendet, um die Aushöhlung mit einer bedeutenden Anzahl Erdsärken zu schließen. Man hatte berechnet, daß durch die Wirkung der Explosion ein Theil des Grabens gefüllt werden würde; in einen andern '.Theil desselben wurden im Vor- aus Faschienen geworfen, um unmittelbar nach dem Sprin- gen der Mine den Uebergang zu erleichtern. _ Man weiß jetzt, daß gestern Abend gegen 9 Uhr der die Limette kommandirende Offizier Verdacht schöpfte und den General Chasse“ davon in Kenntniß sehte, der ihm antworten ließ, daß er sich wohl im Jrrthum befände. _ Die Weiteren Details der Einnahme find bekannt. Der Bataillons-Chef Borelii und drr Lieutenant Duverges an der Spike von 40 Mann ßürmren die Bresche und stellten fich hinter derselben in Reihe und Glied auf; dort stießen sie auf ungefähr „100 Holländer, welche, nach; dem einige Bajonettftöße gewechselt worden waren, fich erga- ben. Der Offiier, welcher sie kommandirte, trat vor und übergab seinen . egen dem Generaistabs-Osfizier Richezanse mit folgenden Worten: „Machen Sie mit mir, was Sie wollen, aber verschonen Sie die Leute.“ Es versteht sich von selbst, daß den Gefangenen kein Leid geschah. _ Alle Anstrengungen der Belagerer werden je tgegcn die Bastion Toledo und nament- lich gegen die linke eite derselben gerichtet seyn.
Der König befindet sich noch in Brüssel, und wird erst Montag nach Antwerpen abgehen.
_ _ Antwerpen, 15. Dezember, Abends 9 Uhr. Die letzte Nacht ist ohne ein erhebliches Ereigniß vorüber gegangen; man hat während derselben, so wie auch heute und bis jetzt, von beiden Seiten kanonirr, bombardirt u. s. w., aber ohne er- Was besonderes auszurichten. Gestern laubte man, die Fran- zosen würden sich in der Lunette St. aurent nicht festseßen, was sie in'swischen doch gethan haben. Heute haben sie zur Linken die es Forts gearbeitet, und glaubt man, daß sie beschäf- tigt sind, daselbst Batterieen aufzuwerfen, um von da aus“ die Citadelle in Bresche schießen zu können. Chassé ist aber sehr beschäftigt, sie daran zu verhindern. _ Von der Scheide sind keine wichtige Nachrichten eingelaufen, man glaubt indessen, daß sich bald wichtige Ereignisse zutragen dürften, und zwar wird diese Meinung besonders dadurch bestärkt, daß, wie man ver- ntmmt, de Man, der ein sehr talentvoller See-Offizier ist- zum Commandeur der Holländischen Flotte ernannt worden. _ An der Börse zu Amsterdam sollen große Wetten gemacht seyn, daß die Flotte in wenigen Tagen vor Antwerpen erscheinen würde. _ Aus deer Holländischen Blättern weiß man hier, daß der Ton- tre-Admiral Lewe van Adnard am 12cm d. bei einem Gefecht auf der Scheide durch eine Granate getddtet worden. _ Gene- rai_Chassé soll einige Zeit vor der Belagerung gesagt haben: „31 le ZiÖSE : lieu, j'apprenäräi au 01aré6|131 (?érarc], 00m- me-jt 0" peril une :*.rméo sn äétail." -- Die Schelde ist nuwmehr (10 facto für Antwerpen gesperrt, da nach Aus- sage eines Steuermanncs, der von Vliesfingen gekommen, die dortigen Behörden ein Englisches und ein Hannöversches Fahr- zeug, beide für diesen Hasen bestimmt, mit der Bedeutung zu- rückgewiesen haben, daß ste Befehl hätten,.kein Schiff, unter xvßicher Flagge es auch sey, nach oder von Antwerpen durchzu- a en.
Lüttich, 16. Dez. Das hiesige Journal enthält nach- ftehendes Schreiben aus dem Französischen Hauptquartier vom 15ten d. M.: „Gestern habe ich Ihnen einige Details über die Einnahme der Lunette St. Laurent mitgetheilt; aber ich habe'Zhnen nichts vom 18ten Regiments gesagt, welches 1100 Arbeiter gestellt hatte; dieses Regiment ist es auch, welches die neue Tranchée, die von dem hervorspringenden Winkel der La- nette ausgeht, be onnen hat, und bei Ausführung dieser Arbei- te_n wurde der ieutenant Masch getödtet. Zwei Grenadier- Compagnieen haben gestern die Arbeiten fortgesetzt, und die Tranchcew, die eine bis zum Glacis der Bastion Toledo, die andere bis zu der Paliisade des bedeckten Weges, welcher von der Lunette nach der Citadelle führt, vorgeschoben. Die Arbeit ist unter dem anhaltenden Gewehr-Feuer der Citadelle fortge- seßt worden. _ In der vergangener: Nacht hat man eine Barterie in der Contre-Garde rechts vor dem Fort Tontrbello errichtei; heute arbeitet man an der Errichtung einer Bresche- Batterie von 6 Vierundzwanzigpfündern, welche in dem bedeck- teii Wege der Bastion Toledo aufgeführt werden soll. Der Of- f;?tck, welcher mit Errichtung der Bresche-Batterieen beauftragt : „versichert, daß dieselben in 36 Stunden ihr Feuer würden beginnen können. _ Schon hat sich das Benehmen einiger un- serer Soldaten eine besondere Erwähnung in den Tagesbefehlen des Marschalls erworben. Folgender Zug eines Grenadiers des 18ten Regiments, dessen Namen ich leider nicht weiß, mag hier vorläufig eine Stelle finden, bis ihm eine amtliche ehrenvolle Erwähnung zu Theil wird. Gestern Nachterhieltdiescr Grenadicr den Postet] zur Bewachung der Bastion Toledo; er mußte sich ohne Waffen und T1chacko mitdem Banck) aufden Wall der Tranchée legen. Troß der zahlreichen Wurfgeschosse, welche d'er Feind auf uns schleuderte, blieb der Grenadier einen Theil der Nacht in dieser Lage, ohne
ten in London, und der Hof-Chef des Prinzen Friedrich, Kam- merherr Moltke, an die Stelle des jcßigen Staatsininisrers Krabbe :Um Gesandten in Stockholm ernannt; siatt des Hrn. v. Molt e ist Graf Ahlefeld, der Adjutant des Prinzen, dessen Hofmarschall geworden.
Sämmtliche Prediger der Hauptstadt, den Stiftspropsk Clausen und den als Philosophen und Hotnilcrikcr gleich ausgr- zeichneten Konfessionarius Münster "an der Spikze, habrn durch den Bischof ein Gesuch um Revision unseres Kirchenriximls an den König eingegeben.
Deutschland.
Darmstadt, 16. Dez. .Die Adresse der ersten Kammer, Welche Sr. Königl Hoheit dem Großherzog als An:.rort anf Vie Thron-Rede vorgestern dtirér ririr Deputatiow .*.bri'zxx-bcn wrridr, isk fast Überein-yiir-imriérrxi )und-6.5.7“. xml der N',“ zwrirrw K*..“-2:'.11:.*r. Der Schwi? d.:!*i'ei;*.r-*i “.in er ' /“'Iie T*i7J,-,'“.ix-J.2)iff:“.1?"“.rxr *.“)i'd- nung wird di"! H.::K'I'rk ')*-.r'.*r," (*.?"2!,.ci)c EZi“*'.-.i*.r1:*i.* f.“... 'Die Schifffahrt aui" (“rw “'“-„“Air! .ai- *"Jc-ckar ..“.xt'» dr" «.“.ré“; (%ck-„71 Flüssen drirch|i*dri./,.“q.- ;;iirrr „;;-Nr:: dir xrö'wxrri-Z V.::x_=.'w*.*:_i11.*;.*21 erleichterii E!.éixéz-x ***?J-ortbr 5 Wurden. 71-727“; Ha!.dc. F..)...“iUZ cr wachsen, dafi tw.,r ciwigc La. .“ OLM Zr,*ji.**.__**-..é'.'ciiir „iii'. “*.-'. .*.(i-rwr Preußen zugeirctxn 31117); '. 2179. es 173...» iritr zi: ir*i'.*-'.1'*.“i'-r!*., drci; recht bald sämmilnhe Buriirxi-Staairr diirch einc?! z...).xirieix'amrn Zollverband verbundrn wiirden, [Md c Öi'ki P.'rdxsiccn 1.02!) Fabrikacen der rinzrinrn Länder cm ..iri'wérrrr w:o- s:*.*x.*=.-.*.- Markt eröffnet würde, da nur die größte '.“Z'ccihcii Md da»; “)B-“51- fallen aller Belästigungen den Haiidei dciebrn mid ilwi darm, hast und gründlich gestalten kann. Die Vorschiägr, Work.: “5371“. Königl. Hoheit an uns gelangen zu lassen qcritwst: xrrr-"w'n, xxx.“. den wir mit dem Eifer und. der Sorzifalr prüx'cw, «.):-x'; M Sorge für das allgemeine Wohl eihcischr. 03.17.12.» *;i..*;":*“.-..l:--x:7 an der Verfassung, so wie strenge Brachruwg ir-r!*“rrx7.».*x&...-;.. und bestehender Rechte Ein einer wird rms dabri [.*ixcn, [.::-:. uns die Gelegenheit verschaffzen, Ew. Königi. „Hoch ?" r.'wci: sen, daß wir nur das Beste des Landes wollen, Und “?iil..*:xhb.i»iip denselben mit der Treue ergeben sind, Welche sie;) ganz (“...*srtidsl's den Ständen des Großherzogthums grziemt. Sirachmézri; Ew. Königl. Hoheit die Versicherung dicser chrfm'chwwr-iixxcn Gc- snnungen :c.“
Se. Königl. Hoheit der Großherzog antwortrtrw drr Dr- putation: „Es ist mir angenehm, Sie zu schrn, und “.“.1. cm- pfange mit vielem Vergnügen die Adresse der crscm .K-"xmmcr. Die Versicherungen, Welche sie giebt, und dir chsiwwwngcn, die darin ausgedrückt sind, entsprechen dem giitcn (577 []», dcn die Kammer bei jeder Gelegenheit an den Tag gelrzit i:.cit, “".: freue mich, dies auch bei dieser Gelegenheit anerkennen ;„rt können. Ich Werde stets auf die Kammer zählen und ihr gern Bcwcise meines Wohlwollens geben.“
In der sechsten Sihunq der zweit.?n Kammcr drr Land- stände wurden nachstehende Anträge vorgelegt: 1) Elif (Www),- steUun der Beedpfiichtigcn in den standes: und 00.l:I-.§-rtchrsx herrli en Bezirken mir den vormals Brcdpiiichxizzcn in den Dr- manial-Landcn, von dem Abgeordneten Gridnmim;_ 2) .ws Cr,- lassung eines Gesetzes wegen Ablösung der liiäMftIkali'ÖC'i (.*-örixm- gefällt, von demselben; 3) auf Erlassung rings Gcixich «.es-„cn das Kollektiren und Hauskren mic LotterirDooicn, vrai dem Ab- eordneten E. E. Hoffmann; 4) auf Rewision rar Crxiiitkn dcr
andeQUniversität Gießen, von demselben; 5) we....» ““I-«WUCH- rung der Uncer-Gerichte in den Proviner Scar? !![111'5] imd Ober-Hessen, von dem Abgeordneten Hardi»; 6) aus “21! ..“.Udcr'iing der Bestimmungen des Art. 46 der karittdk;O;“i)1111ng, von demselben.
München, 15. Dez. Der Baweriscbr BrodaOter meldet: Sicherm Vernehmen nach, ist drr Präsidcw. dcr» Köniql. AppellationsxGerichts im Regenkrcise, Frcihcrr v. S-Mcrr, zu..: Justi xMinisker ernannt.
Her Hof-Banquier, Freiherr v. C'ichihal, ist in An.:rlrgrn, heiten des Griechischen Anlehens nach P.“.ris ab.:crcisr. Dericibe erhielt vorher das Ritterkreuz des Civii-Vcrdirnsi-Ordrws. Dcr Banquier v. Ruedorffer in München ist nach 6517iccixcniawd abge- gangen; es heißt, er sey ebenfalls mit Regierungs-'Iliiscrägrn versehen.
Unsere Hof-Bühne hat in dem gestern erfolgten TNC drs ausgezeichneten Komikers Spißeder einen großen Variax": erlic- ten. Dieser vortreffliche Schauspieler war er;? seit rimqkn Mo- naten mit seiner Gattin, geb. Vio, vop dcn1Kö:1i-.iji.“1dt.*r Thcaxcr in Berlin in das hiesige Engagement übergetreten, crk":*a!“.ktci1bcr schon nachAzweimaligem Auftreten, und ci'lag cwkxich i:: Drin kraftvoilen lter von 36 Jahren. Einen noch grichrw .Bei-.Udi befürchtet man in dem sehr wahrscheinlichen Hm...:ridcn drs trefflichen, in ganz Deutschland bekannter: .Ki'iniiicrs W. Urban, der an einem Nervenfieber danieder liegt. C'ßlair isr diirä) “Lil- ter und überstandene Krankheit ebenfalls qrzwmnwrn, sic!“. auf ci; nen sehr kleinen Kreis zu beschränken,-s_o daß unser Swanipicl ziemlich herabzukommcn scheint. Man iprichc davon, da!"; dcr Direktor Kästner von Leipzig als Vorstand an-das hicsrzc Thra- ter berufen werden soll.
Leipzig, 16. Dez. Am 4. Dczrmbrr wurdc Professor Krug von der Universität Leipzig zum Abgeordneten fiir dcn bc: vorstehenden Landtag in Dresden erwählt. In Nr. !)!) dcs „Vaterlandes“ giebt er eine Darlegung der pr-[iriichn (%:-www-
sprechrn oder eine-andcre Bewegung machen zu dürfen, als die Signale, welche er mit der Hand nach der Seite der Tranchée zu ausführte. Als ihn sein Offizier "ablösen wollte, lehnte er es ab, und erbot fich, diesen mühseligen Posten die ganze Nacht durch inne zu behalten. Dergleichen Handlungen geben einen Begriff von dem Muth unserer Soldaten. _ In dem Berche- mer Feldlazareth smd vom [Zion um 14ten 30 Verwundete an; gekommen, Die Tranché-e wird heute von dem General Rul- li'ore kommandirt werden; die Reserve-Compagnieen mehrerer Regimenter haben den Dienst in derselben. Das Feuer unse- rer Batterieen und der Citadelle ist seit gestern nicht so lebhaft, als an den früheren Tagen. _ 6 Uhr Abends. Das Wetter wird die Aufstellung der Bresche-Baiterieen etwas verzögern; es regnet in Strömen.“
Schweden und Norwegen.
Stockholm, 11. Dez. Vorgestern Vormittags wurden die Bevollmächtigten der hiesigen Bank zusammenberufen, um ihnen ein Königliches Schreiben vom 5ten d. TN. mitzuthcilen, worin angeordnet wird, daß zur Regulirung des immer mehr weichenden Bankzettel-Courses, so wie des Silberwerthes in Folge der Münz-Bestimmungen vom 1|en März 1830, die Reichsstände im nächsten Jahre, an dem von Sr. Majestät
,- nun war der Zweck erreicht. Eini e Au enblicke “„war „eine Aushöhlung zu Stande geb'Sacht, Zn wel; die Miprurs Plaß nahmen., Dies;- kühnen Männer „ bauf diere Weise den ganzen Tag vom 12cm zum 13ten em Gemäuer der Lunette. Während dieser Zeit hatten
noch näher zu bestimmenden Tage, zusammentreten sollen.
D ä n e m a r !. Kopenhagen, 15. Dez. Baron Adolph v. Blome, ein
Neffe unsers Gesandten in Rußland, ist zum Dänischen Gesand-
säße, die ihm als Leitsiern seiner [andständischrn Tb."1i€_«*.k.ir dir. nen sollen, und die er auf folgende sechs Punkte *.*.1.r1.'*ck?'x'.',.[..-x; 1) Ein vernünftiges Volks; und Staatslcbcn dnrch :wbx.i:cj-oi-: Entwickelung aller von Gott dem Nkcnsihcn L*?!"klkbi'lxi'i; .Ri'.*“.i'l.; Also 2) kein DeSpotismus, sondern ein srcii's .“Bl'll'Q'i'iZUUU, Wi'll ohne dieses kein vernünftiges Voiks- und Staatslrbxxx ....x„-.x..--, ist; 3) keine Anarchie, sondern geiclzliche Ordiinwzi, 22.211 :1.:.- ..... dieser ein freies Bürgerthum stattfinden kann; .,; kriwr Nrw.»- lution,“ weder von oben noch von unica, srwdcrn «([-19...» :““.x... formen, weil ohne diese auch die gsscHlW. OWM"; !*.:qu [».-zj.» hen kann; 5) keine Republik, weder rinr aristokrazwch ::..-';. ......- demokratische, sondern eine svnkratisch I)?otmrch!;éc, wi.“ wr dt.." neue Verfassung geheiligt hat, Weil diesc [.'-Jer [)i'iikamrtt 'I“..-;';..-„„; den Zugang verstattet; und endlich (i,. icin [[it]-«is...:m wo.“..- rechts noch links,. sondern Mäßigung in .*.llcn DI::«M, ...-.... «...... diese auch die beste Verfassung keine nacjiiwiirizx .I....» &..-„».... Würde. R0" nisi "1000.1'niu (]Urunt.
Eutin, 12. Dez. . Die muthmaßlichrw R;"..rrk.“*“.“1Z2r:r b.". den Unruhen am Iren d. werden ]clzt nail) Und tmciv _.7.-.“.-:..*. .. eingezogen und zum Theil tinter n1t'liié1rischcr(Far...“ ““.““ hier eingebracht. Unsere Regierung bedient "ck Z'] WM “IMU. der Landreiter und der Däniichen Dragomr, wxiiizc w.:„. ...»... nicht wieder verlassen haben.
'- "- Frankfurt, 16. Dez. Dic Variationen in dcs: R“"..- rungcn dcr Staatö-Effektcn waren im Laufe der [risfa'sj 232...» r.". deutend; cs ergabsch dabei neuerdings cin n.1-1th-:x“t.*r 2114.41 .;».xw... Die 5vroc. Metalltqucs gin en von 83; auf «;.. .trwc. „Von 7 *; .:...
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