1832 / 359 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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stellung mußte eine Stunde lang suspendirt werden.

Dem Temps zufolge, werden hier fortdauernd Unterhand- lungen wegrn e_mer neuen Zprocentigen Spanischen Anleihe ge- pfiogen. Die einzige Schwierigkeit, um die es sich noch handle, W der Betrag der Cortes-Bons, welche die Spanische Regierung an Zahlungs-Statt annehmen soll. _ Die Anleihe Dom Mi- gucis 117,02)“ dasselbr Blatt wissen will, definitiv abgeschlossen. Herr Achill vo_n Zounroy, der bereits bei der sogenanntrn Gueb- hardichen Anleihe den Unterhändler machte, soll auch diri'e An-

ieihe abgeschlossen und dabei 900,000 Fr. gewonnen haben.

Das Mémorial des" Pyrenéas meldet von der Spani- schcn Grünze, daß die Spanier ihren .aniräts-Kordon von den Höhen der Pyrenäen, die bereits mit Schnce bedeckt sind, tiefer hiriunter verlegx haben, doch dauern die Sanitäts-Maßregeln in ihrer ganzen Strenge fort; die Quarantaine in dem Läzarethe „"o" Zrun besteht noch immer für vierzehn Tage, und da dicse 2010th nur wenige Personen aufnehmen kann, so wird dadurch die Ruckehr der Spanijchen Flüchtlinge, welche im Vertrauen auf die Amnestie in ihr Vaterland zurückkehren, sehr verzögert. Ei- nige derselben haben nach ihrer Ankunft in ihren Wohnstßen bei

ihren früheren Mitbürgern keine gute Aufnahme gefunden. Großbritanien und Irland.

* , London, 21. Dez. Sc. Majestät erthcilten vorgestern in Brighton dcm Herzoge von Devonshire und dem Vice-Admiral

Sir R. Otway Audienzen.

Ihre Majesiäc die Königin hat in diesen Tagen dem be-

rühmten Maler Wilkie zu ihrem Portrait gesessen.

Am „Mtrn d. M. gab _der Graf Grey ein glänzendes Gast- nrahl, bci wclcherrruntrr Ynderen die Fürsten Talieyrand und Lievcn, dcr Preußriche Gejandte und Lord Durham gegenwär-

tig waren. x Dem Spectator zufolge, sollen der Herzog von Welling-

WU mrd Sir R. Perl aufgefordert worden seyn, als Patrioten

ihr persönliches Gefühl zu opfern, und unter der Greyschen Ad- mnisrracion, Ersterer die Stelle als Ober-Brfehlshaber der Ar- Uwe, und Sir R. Peel diejenige eines Secretairs der Kolonicen zn übernehmen, damit dem Wohle des Landes durch die Oppo- xicion ihrer “])artri nicht geschadet werde. Beide sollen dies aus- zxcixhlagrn und der Her og von Wellington hinzugefügt haben, dar;, wenn gleich cr [?ck dem gegenwärtigen Kabinettc nicht ;michlicsrn könne, er mit Vergnügen ein I)2itglied eines neuen srim würde.

Namik Pascha ist auf einer Spezial-Mission der Pforte, nebst Gefolge, hier eingetroffen und in Grillions Hotel abgetre- (rn. Seine Mission hat sowohl auf den Zustand von Aegypten, TLS aiif ein ichließliches Arrangement hinsichtlich Griechenlands xezriq. &

Vorgestern kam der Erzbischof von Canterbury von seinem

Landsitz zu Addington nach der Stadt und hatte im Schaß-Amte rim' Langer Unterredung mir dem Grafen Grey und dem Lord- Kanz U". . . „Hm: Bécc-Präfideneen der Handels-Kammer, Herrn Pou- l_ct Thomson, machte vorgestern in seiner Wohnung zu Somer- ietpmce eine Deputation von Manchester, von wclcher Stadt er drkannikkch zum Parlaments-Mitgiied erwählt werden, ihre AlifwartUUq.

* Die öffrntlichen Blätter fahren fort, die ferneren Ergebnisse der Wahlen in den verschiedenen Städten des Königreichs mit- zrtrhciien. , Die bemerkenswerthesten unter den leisten Wahlen sind die des Sir J. Graham im östlichen Theil von Cumber- land, *die des Herrn M. O'Connell zu Traser und des Herrn J. O thmrll zu Youghal in Irland, der Herren O'Connell und Rurhven in der Stadt Dublin, O'Connor Don in der Graf; rchafc Roscommon, O'Caliaghom und Shcil in der Grafschaft Tippcrard, Barrow in der Stadt Waterford, Shaw uud Lefroh von der Dubliner Universität und des Lord Ashley und der Her- ren Ponsonbd und Bankcs in Dorsetshire.

Nachdem in einer außerordentlichen Versammlung der Cor- poration von Norwich am vorigen Sonnabend einstimmig be.- irhlosscn worden war, dem Lord Stormonc und dem Sir James Scarlett, welche beide die Stadt Norwich im Parlamente vcr- trecen werden, das Ehrenbürgerrecht zu verleihen, wurde ihnen der gebräuchliche Eid abgenommen; zu gleicher Zcit beschloß man, daß Sir James Scarlett bei einem Gerichtshof des ')]?aydr- Amt:: vereidigt Werden sollte.

_Die Dubliner Zeitung enthält eine Proklamation, wo- drirch der westliche Bezirk der Grafschaft Cork als im Aufruhr- Zuyiandc brfindlich erklärt und eine außerordentliche Polizei da- iclbsr eingeirht wird.

Aus Deal wird vom gestrigen Tage gemeldet: „Die Fran- zösische Fregatie „O)?eipomrne“, Capitain Rabaudy, Welche an den „Kristen von Holland gekreuzt hat, ist hier angelangt, und es licqen nun folgende Schiffe hier vor Anker: dcr Vice-Admi- ral Sir Prtitencv Malcolm auf dem „Donegal“, dann der „Revcngr“, „Talavera“, „Spartiate“, „Southampton“,„Stag“, „Casror“, „Rover“, „Der“ und „Emerald“; der Französische Concre-Admiral auf drr „Shrcne“, dann der „Suffren“, die „Mcdca“, „I)Telpomene“, „Ariane“, „Crcole“ und „Bayon- mise.“

Das Königl. Schiff „Pike“ ist in viertchalb Tagen von Porro hier angekommen und bringt also Nachrichten bis zum ];")tcn d. M. mit, die jedoch nichts von Bedeutung enthalten. Am [Iten war das Bombardement von Seiten der Batterieen Dom *))?iauels sehr heftig gewesen, hatte mehrere Häuser zer- y'xhx-r [md einige Bürger gctödtct. Dom Pedro läßt die Ladun- qen der Schiffe, welche ihm Lebensmittel zuführen, noch immer «; der Nähe von St. Joao da Foz landen; außer dem Dampf- ddoc „die Stadt Cdinburg“ hatten noch 4 andere Schiffe eine "„lkcnge von Vorrärhen dort ans Land gesetzt und die Blokade dadm'cl) in chiffcr Hinsicht unwirksam gemacht. Es hieß, man [Ude auf dem nördlichen Ufer des Duero eine Batterie errichtet, Miche dic Battericen Dom Miguels beherrschen sollte. Uebri- yrm; bedauertcn es die Kaufleute in Porto sehr, daß man keine Maßregei irgend einer Art ergriff, um fie in den Stand zu sckzen, durch jedes Packetboot mit ihren zahlreichen Bekannten und Freunden in England zu kommuniziren; und diesen Letzte- rcn verursacht es ebenfalls große Besorgniß, daß so oft Packet- ?x-ötc von Porto ankommen, ohne einen einzigen Brief von dort .x-xii*iihr*ingcn.

„Von der Insel Mauritius wird gemeldet, daß der Gou-

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v-xrncur drrseihcn am .). September eine Proclamatio-n erlassen

(? . haben am 7. d. M. Abends im dortigen „homer unruhige Auftritte stattgefunden. Es wurde das Stück „LWL; i.!mnxonx (18 Zérmeer" aufgeführt; als" die Göttin der ,Z'l'clßelk, rnit einer rothen Muße, auf der Bühne erschien, wur- den ihr rmrqr Blumenkränze mit einem Zettel zugeworfen, wel; cher: rin Theil der Zußchauer vorgelesen haben onte. Der Po- lizct-Éotmmssafr widerjeßte sich diesem Begehren und die Vor-

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dige Verhafts-Zeit erlassen. Niederlande.

tung abgenöthigt hätten.“

nien find nach der Hauptstadt zurückgekehrt.

trnzri urthcilrn, dictäglich in dieHoipitälcr gebracht werden, mr'iffcn die Belagcrrr durch das Feuer der Citadelle hartmitgenommen wer-

den. Fast jeden Augenblick werdcn vor unseren “Lingen Verwundete in das hiesige Feld-Hospital getragen oder gefahren; und doch werden, wie es heißt, die am 1'chwersken Verwundeten naeh der Stadt gebrachr. Jah glaube sonach, daß der ONarschal] Gérard der Zahl der in seinen amtlichen Berichten angegebenen Vrrlu- sten an Verwundeten getrost noch zwei Nullen beifügrn kann. Damit Sie selbst urtheilcn mögen, wie groß dcr Verlust auf Srite der Franzosen seyn dürfte, will ich Ihnen bloß bemerken, da[; fie seit einigen Tagen sich genöthigc gesehen haben, Belgi- sche Kanoniere bei ihren Stücken anzustellen, was sie sicher nicht gethan haben würden, wenn se noch eine hinreichende An- zahl Französischer Arcillerisicn besäßen; denn nichts gleicht der Ver- achtung, die sie gegen unirre (die Belgischen) Tr'uppcn an den Tag legen, während sie der tapfcrn Bcsahung dcr Citadelle alle Gc- rcchtigkcit widerfahren lassen. „Nichts“, so hörte ich vor kur- zem cinen Französischcn Offizier vom Genie äußern, „nichts kann verständiger, durchdachtcr und geschickter ausgeführt werden, als die Vcrthcidig_ung drr Citadcllc; denn Gcr-cral Chaffé- Weiß mit wenig IJkannjchanUdic er zur Zeit wirksam sehn läßt, sci; nen Feind abzumatcén und iim Abbruch zu thun, während er zu eincm Ausfall stets frische?

Damit Sie diese Acußrrung um so besser zu versichrn im Scaiide sind, mache ich Ihnen bcmerklich, daß General Chrisi]? _ wie hier wenigsrens allgemein beharipcec wird _ nicht mchr als den fünftch Theil der Besatzung die gewöhnlichen Verthei- digunqs-Arbeiten ausführen läßt. Wenn ich nicht fürchtete, daß Sie Zweifel in meine Worte schien, odcr meme Aeuswrnngen ftir Schmeicheleien hielten, so könnte ich Ihnen eine Menge Züge von Muth, Standhaftigkeit, Entsch[osscnhei: und ?in- hänglichkeit an König und Vaterland _ die selbst bei den Franzosen von Munde zu Munde gehen _ von Ihren Lands- leuten erzählen. Eine Anekdote kann ich jedoch nicht umhin, „Ih,- nen mitzuchcilen. Cin Hrrr, der einem der Holländischen Kriegs- gefangenen ein Glas Bier anbot und dabei zu ihm sagte: „das habt Ihr gewiß seit langer Zeit nicht so gut gehabt“ _ erhirit zur Antwort: „In der Citadelle gedrach es uns an nichts; und gcießt auch, ich hätte dort trübcs Wasser trinken müssen, so würde es mir besser geschmeckt haben, als hier der trefflichste Wein; denn danmls war ich noch ein freier Mann und konnte mein Vaterland vcrtheidigen helfen, wogegen ich jetzt gefangen und außer Stande bin, ihm 11 dienen.“ _ Da, dem Verneh- men nach, der Holländische General die nach der Stadtseite zu befindlichen Battericcn dcr Citadelle wieder vollzählig gemacht hat, so fürchten viele Bewohner Antwerpcns, daß es dennoch zulrßt zu einem Bombardement kommen werde, und schicken sich demgemäß zur Flucht an.“

ruppcn bei der Hand hat.“ _

Mit Bezug auf die Belagerung der Citadclic äußerte das

Arnskerdamsche Handclsblad: „Die Bclagcrer hatrrn sich geschmeichelt, daß rs hinreichend sehn würde, sich um die Festung zu lagern UUd diejcldc zur Uebrrgabe aufzufordern; sie haben ]cdoch wahrichcinlich hierbei übersehen, daß schon die Ehre allein uns verbot, jene Veste auf die erste Aufforderung der Gewalt des Französischen Herres zu überliefern. Mannhafc wird die Ehre don Alt-Nicdcrland durch die Verthcidigung von Antivcr- pcn_s Qitadelle behauptet. Getreu erfüllt der greife Chasse? die Zusage, die er dem Marsihall Gérard gethan, da)“; er die Festung nirht räumen würde, so lange seine Vcrthcidi- gungSmittel nicht erschöpft sehen. Und wenn diese *))?itiel endlich erschöpft sern wcrden _ was dann? Was ist damit für uns verloren, was für Belgien gewonnen? Es wäre eine über; triebcne Einseitigkeit, den Blick stets nur auf die Citadelle gerich- tet zu halten, als" läge in der Erhaltung dieser Veste die Rettung oder im Verluste derselben der vollständige Untergang von Nieder- land. Nein! Mit der Antwerpener Citadclle verlieren wir war viel, sehr viel, aber wir haben darum nicht Alles verloren! ins bleiben noch zahlreiche Vertheidigungsmittrl und der Feind hat eigentlich noch gar nichts gewonnen, wenn er endlich ]ctrcn Platz durch seine Uebermacht uns encrissen haben wird. Nie- mand wird uns auch aksdann zwingen können, einen Trak- tat zu unterzeichnen, der mit den theucrsten Interessen unseres Vaterlandes in Widerspruch ist.“

Nachrichten aus Flandern zufolge, führen die dafigeni Bauern sehr viele Klagen darüber, daß sie von den Franzosen häufig gezwungen werden, bei der Belagerung der Citadclle Dienste zu leisten; mit der Neutralität der Belgier wird es

harre, worin er bekannt machre, daß, in Folge des Ablebens von

Überhaupt nicht schr genau genommen, und diese müssen bei !

te, als dem Feind Schaden zu thun und ihn zu denn- Qnen zu siarken Verlust an Mrnsrhen mit fich fuhren und man verzichtete darauf. Dre Holländisch gesinnten werden, Wenn sie es wagen, behaupten, daß die Fran- mee einen Sturm versucht habe„ und daß derselhe cn ")'de sky; es würde aber nur eine Abgeschmackthert vielen anderen seyn. *) _ Dem BataülonI-Chcf des Paulin, is in; der Nacht durck) eine „Bombe das Barta zer- Die Wunde ist jedoch nicht so gefährlich, als kinnte, und dicser würdige Offizier wrrd rasch wccdcrhergc- _ Der General St. Cnr-Nugnrs, Chef des General- war während der „anzcn Darter des Versuches chen dcn nd an Ort und Ste e gegenwartig. Er wurde_ auf rohem durch das Plaßen einer Bombe aii , Durch sein Epaulctte wurdr der Schuh rund er hat nur eine zicmlich iiarke Kontuüon crhaitcn. kommandirt dcr Grncral Natavel dic Tran_ché-e. Der .Der- Drlcans und Nemours sind gegrn 1 Uhr“ tn Bcrchrm an: ; sie haben sich zu dem *))?arscjmll brgrbcn. und den Gc- H“ «c. (Yvr-Nugucs bcsncht; um 2 Uhr sind sie,“ wieder nach “act adqcreéü. _ Dcr Eandrons-Chcf LafontainezeAdmm-tt heute Morgen nach Antwerpen zit_m Komge gc- Das 15T? Linirn- Regiment vrrläßt morgen das erchem, um sich nach scinrn Kantonnirungcn _m der Um_- von Ocurne und Borgerhont zu drachen; xxs ichcmt, dax: att durch eine Brigade drr Rcscrvr-Dioiitonx dnrch das Regiment adgciöi“! werden Wird, welches [U cmrnr 1chan- ivouac auf dem feuchtrn Tcrram bci Welrock'Lecgd _ suck ist gegen Mittag in dcr (chend „dcr Limette «,t. Lau: Die .Hoüändrr lichen von der linken rBastion Toledo und von drm .Haldmonde eine wahre :! auf die Franzosrn regnen, wcichr dcniclden Die Franzosen, welchc als Ttrarllcan auf der Tranch-Ke mtfgcstcllt waren, antwortctcn thurn “'. aber sie waren den Haubihkngcln. dcn Granaten und 51116111 'von Steinen qusgrsctzt, dcr ;rrmitch dcdcutendc Vcrwustun: richtete. _ Dre Mincurs hadrn in dcr vcrgangcxrcn „Nandi xlittcn; 11 derselben wurden in wcmgxr als drr: Mtrmten Dic Urbrcgrn sciztcn chre AWUti'U „init dc. nswürdtgcr Kaltblkttigkrit fort.. Was“ man aiich, m Akut- csagt haben mag. es ist gcwrß, daß M"","W nechrBrc: ßt, und es ist zu vermniehcn, daß drr (Hemrair des (Ziör- Und der Artillerie, wclche sur ansgezrichnct tn chrc1n__,xach hach, :,u handein, _wrc nr“, «€ ,und es ist sehr klug ron i'l)ngn,'daß sic dicsrhirnydc allen Neugierigen mittheilcn, dic iich ms Haupxquartier dran“: „Xn der vergangenen Nacht nnd i'“ Mann Verwundet, und Dirs darf nicht Wunder nehmen. gct'l'cW't- * D man bedenkt, daf; dic Franzdiischr Arnica cht drn mörderischen Dic Angrrtscndcn smd aux mrhrc: be Pisolcnschnßivcite vort dcn Belagerten t, und man begreift, daß das Frucr yon dctdrn Scirrn-mör- er als jemals seyn muß. _ ?_Ocr Kömg kam heute Um .; Uhr chem cm, trat bci dcm Marxchall (Bérard ab, und kehrte cine dedarauf nach Antwerpen zurück.“, _ , . Man hat heute, wie die Emgncidation meldet, die Lir- gs-Koncrakte für die Französiichrn Crupprn ernruert; ck_J ist b“ iden Unternehmer:: die Bedingung zirfirllr worden, daß iir " enselben Preisen die Fl'adzöß'iichcn TL'UPprn mit Lebensmit- versorgen müssen, welche etwa noch eintreffen könnten.

Brüssel, 21. Dez.

John Justin Cooper, Richxers am Ober-AppeüiatioWhofe, bis auf weiteren Befehl Sr. Majestät, Herr EdWard Remond forc- fahren werde, die Pflichten eines General-Prokvrarors und Hr. Nicholas Gustav Bestel die eines Beifißers des obersten (55e- rtchtshofcs aUSzuüben. Zur Feier des Geburtstages Sr. Ma- jestät hatte der Gouverneur 11 Gefangenen ihre: noch rückkiäm

vielen Gelegenheiten die Han ten machen.

Die Geldsummlungen zum Besten der der Familien der Getödtrten in der Antwer bereits zu

dianger ihrer Französischen Till io

Verwundeten ' pener Citadeue xtemlich ansehnlichen Summen angewachsen.

Aus einem Privat-Schreiben aus Brüssel geht daß die dort Wohnhaften Holländer und andere Gier" unter sich eine Subscription zu Grinsen der Holländi Gefangenen aus der Antiderprner Citadrllr diese Weise nicht weniger als. 5500 Fl."z welche den Grfangencn bei ihrer Ankum bezahlt werden sollen. überhaupt Sorge tragen, da theidigern an nichts gebricht, was ihnen die Gefange erleichtern im Standi- seyn kann.

Auch Holländische Blätter melden jekzt, nehmen nach der Contre-Admiral de Man dcr Scheldc-Flotte ernannt worden seh; der Ca jrdoch den Befehl über die „Curpdicc“ behalten

Zn Helvoetscluis sind am 19ten d. zwei Holländi fahrtcischiffe eingelaufen, die nicht allein von keinem Geschwadcr belästigt, sondern auch no Kriegsschiffe konvowirt worden sehn sollen. eines dieser Schiffe 1500 G zahlen müssen.

eröffnet Und usammengebrachr ha " ft in Valenciennes cnschenfreunde wer ß es den tapferen Vaterlands-

Aus dem Haag, 21. Dez. Auf die (im [ehren Blatte der Staats-Zcikung enthaitene) Mittheilung unsers P?inisters des Auswärtigen hat der Präsident der zweiten Kammer der Generalstaaten, Herr Callot d'Escury, geantwortet, daß er iw Namen der Versammlung dem Minister seinen Dank bezeuge sur die höchst wichtigen von ihm gemachten J)?ittl)rildtrgen, und ihn zugleich ersuche, auch Sr. Majestät den Ausdruck ihrer Er- krnnrlichkeic zu Füßen zu legen. Demnächst fügte der Präsident ndch hinzu, „daß Se. Majestät besonders in Augenblicken, wo dre Hatrdlungen für sich sprächen, der Ueberzcugung seyn könn- ten, daß, wenn die immer ruhrlosen Franzosen fich fortwährend als dirächten Nachkommen jener Gallier zeigten, welche die ganze Welt heanruhigten, die unter der Regierung des Königs lrhendcn Völker sich dagegen anch immer zu erinnern wissen warden, daß sie die Nachkommen der alten Batavrr und Frirsrn schen, die, als ein Bollwerk für Freiheit und Vaterland dagcs'can- den und hierdurch selbst Roms mächtigen Alleinherrschern Ach-

Diesr edlen »)? Tranchée nack) Bc

alter verwundet.

zun) Brfehls pitain Lucas

ch von einern Englis Es hrißtjedoch,.* .f? uldcn KonvohirungsxGelder z

B e l g i e n. ckzterlicl) gcwesrn.

oniteur enthält die n te und das vierzehn

Die drei Söhne Sr. Königl. Hoheit des Prinzen von Ora; Brüssel, 20. Dez.

stehenden Bulletins (das dreizehn dcr Belagerungs-Armre: Ü. „Anchr Trotz des sckilechtcn Wetters un den Nächten vom Wien und 17ten ist Vattericcn fertig geworden, und rtrcn, welche die Seiten der B irn, sehr weit vorgerückt, _ Bartrrtrenomuß glriihzcitig geschehen„ um den Zweck bestimmt imd, zu erreichrn. Limette St. Laurent und drm Haldmondr dcr Bastionen i und ."; rrrichtct imd armirt worden; gungen isi es der Artillerie gclrxngen/ dir Armirung in dch vom [MLU zum 17ten zu vcrvolisiändigcn, u dcn Stand zu schrn, ihr Feuer am 1 neu. _ Ons Logement in dcr Lum'rre Sr. Laurent i und ihre Verbindung mit der dritten Parallrlr auf der Contre-Garde crrichtrtc Batterie ist arm Fruer zu bcginnrn.

voanrfgcschoffc

Zyx Holländisckxcn Blättern wird aus dem Französi- schen „Hauptquartier Berchem vom 17. Dezember berichtet: „Das feuchte und kalte Wetter hat abermals sehr nachthi'iligc Folgen für die Belagcrer herbeigeführt, und wir haben bereits viele derselben, dir bei dieser Witterung erkrankt sind, in das Hospital bringen ichen. Auch scheint es, das; sie keine große Fortschritte in den Belagerungs-Arbeiten machen. Die zweite Parallele isi, wie ich höre, noch nicht vollendet, und so geht es denn mit der C'rrichiung dcr Breschc-Batterieen nicht so schnell, wie der Marschall Gérard geglaubt hat. Obgleich wir täglich den Donner dcs Geschüixrs hören, so hält es doch schwer, über die Ereignisse auf dem Kricgs-Schauplaße etwas Zuverlässiges in Erfahrung zu bringen; inzwischen, nach der Zahl dcherwnndc-

pen„ drn 18. Dez. Mittag d dcs anhaltenden Regen,- man doch mit Errichtun , „. mtr Anlcgung der .„ anronen Nr. 1 und 3 bkskkskßen “Orc Armirung diescr verschied

Eine neue Batterie ist „zwischenz

nur nach unrrhdrtcn Arik vortreffliche nd die Barker's 7tcn Morgens ,;r „z “ihr 10 qetddtet worden.

irt und bcreii,j der Belagerung bc __ Dic chc- Arbcitcn Werden kräftig fort unkten nur eine im scizt, und man hat nch in dem dedcckkrtt Wege des Halbmondes' gcscizt. _ Nic mit dem großen Mörser in der Ebene von J, scharf am 17th d_. angesiclltrn Versuche haben die zufriedenüeli: sien Rcsnltatc geliefert. Keine Bombe ist in der Luft zcrvlaizt; aUcn wurde sehr richtig gezielt, und die Entfernungen, in denen nicdcrkfrlrn, warrn_ drn Ladungen angcmcscn. ' schlugen sie sehr tief in die Kraft widcrsiehrn können.

_ Beim Nicderfa Erde, und kein Gewölbe wird: Das; die Bomben bei den Versuche Lüttich plaiztcn, hatte nur in dem Jerfahrcn seinen («rund,d man sich brdicnt hatte, um die Leere dcr Kammer auszufüllen. Dieser Mdrscr, vollständig mit Munition versehen, kann augcnili [ich in Batterie gegcn die Citadrllk gcstcllt werden.“ Antwcrvrn, den 12). Dcr. Mfitaqi Alle Bresche: und Contrr-Battericm iind vollendet, undi dcn in dcr künftigen Nacht vollsiändig armirt ivrrdrn. Morgr T'achanbrucl) werden sie im Stande ser,“:t, ihr Frurr zu rrdffnen,e so drr Mörser von 1000 Pfund, dcffrn ncur Versuchcdrxr Dienüc nnd die große Wirkung, die man von ihm crwarrnkani frsigcstcllr haben. _ Man hat dir Arbeitcn zum Hinadsiciqcrhi * (hravrn der linken Seite der Bastion Nr. 2 fortgcseht, Died» Arbeiten sind mit Kraft brtricdrn worden, und man hat vrrsciiui Waffcnplähe für die Truppen der anantrric ck1“t'chtct. „Die auf Contrr-Gardr errichtete Batrcrrr hat die Abda'mnmng zrrsiört,wc» da:? Waser der (Gräben drr Citadclie von dem des Plahcsm dic Sappe iii bis zu dieser Oiddämmuiig gelangt. _ Derbede Weg des Fyaldmondrs iii auf dcr linken Seite gänzlich qckrörr, Zirchlagcrrr sind in dem brdrck'Ékcnchg dcrseldcn gcsci'nd'cizit. ;),? * -c a ertrn. m der vergangenen acit cinen Sturm auf icin a - . . . . - mondgdcfi'rrciitcnd, haben daselbst gutc Wacht gehaltrn und e'mh- ihr„ läßrntcht mehr zwetfeln, dai; dae Bresch_c- Und Con- tigrs Muskciranrurr cntwickrlt. _ Da drr Tag und die *Michi*» Bremsen ihr Feuer begonnen haben, und daß die „Batte- 1xtrn nicht sehr rrgnigt waren, so sind die *Lchc-Arbcatcn und Arbeiten «m den Battericcn mit großer Thätigkeit fortgesetzt wori- Jn einem aus Berchem vom ,i8tcn d. M. datirten' Befehl giebt der Marschall Gérard folgende Nachrichten die Division Sebastiani:

„“Die Division des linken Schrlchfers, welche mirBr chung der Deiche und der Paffagc auf der Sckieldr dcanftkagxi hat zu vcrschicdcnenmalen die Angriffe und die Landungs-Vcrllz chFJoUä11DÖschM Geschwader; zurückgewiesen. stich Wetter:: und der Hindernisse auf dem Terrain dch-oideru unter dem Feuer des Fcindrs hat die Arrilnric jener Division,? der Infanterie unterstützt, ,die Forts ansgcdcffcrt, )Bcikkkl'tkMikkl _ , . te't, und jenes Ufrr in etnen achtunqgrbictcndrn Vertherdtguns "ordentlich mühicltgen, unter den „Befehlen des Generals gie und des Obersten Bouteillrr ausgeführten Arbeit, ist die W-BartrrU in der vergangenen “Nacht armirt worden; die ksÉiricrtgcn Verbindungen und das nahe Feuer des Feindes '“ diese Operation sehr gefährlich gemacht; aber sie ist been- imd morgen früh wird das Feuer beginnen.“ DieBepräsentanten«Kammer hat in ihrer gestrigen "W die Berachung iiber das Einnahme-Budgct geschlossen, die Abstimmung darüber auf morgen fescgcscht.

_YntWerpen, isi unmöglich, Hindernissen z entgegenstehen. deögenosse der C rde ganz aufWricht,

andelt. Man denke si

Dcr hemige Moniteur giebt das stehende funfzehnte Builrtin dcr Bclagerungs-Armrc: „Antwerpen, dcn “.).-'). Dez. 2 Uhr Raclmtittags.

ie Armirung dcr Bresche: mid Sonrrc-ck2)'«z_ttcxtern iiihciitr gen definitiv vervollständigt, words". nnd ite WD drrcer, ihr r zu brgiimen, sobald der Befehl darm erthcilt wrrd. _ Dcr ndyfündége Mörser mitß auch hmm“ früh in Batterie aufgrsieilt Dcr unterirdische Weg, der dazu bestimmt ist, den Urder» iwer dcn Graben dcr Bastion Nr. 2 vorzubereiten, ist sehr erückt, und im Begriff, dir Contrcescarvc an der Ödhr rs zu crrrichcn. versehen, um ein anhaltendes chtrr brgitmct: in können, so- dicBreschc-Battrricm auf dir linke “Seite drr Bastion Nr. ;) ßen werden, von der fir nur .',-1 Métrcs .Brcitr drs (hradeiis ' des bedeckten Weges) entfernt sind.“

Dasselbe Blatt meldet um 9 Uhr Abends: „Das hef- Schießen, welches man hier (Brüssel) seit 5 Uhr Nachmit-

ier ersten Und zweiten Parallele diesen Angriff durch vcr- 'tes Feuer auf die anderen Werke und auf das Innere der belle uncerstüßen.“

Aus Berchem vom 20. Dez. 10 Uhr Morgens meldet der niteu'r: „Der gegen den Halbmond gerichtete Angriff hat Aufmerksamkeit des Feindes auf fich gezogen, und in dcr eugung, neuen Anstrengungen nicht widerstehen zu kön; at er dieses Werk fast gänzlich d*'8armir't und geräumt; da dasselbe für uns nur von einer sehr untergeordneten Wich- ic ist, jo hat man, wie es scheint, den Vorsatz, sich desselben mächtigen, verschoben. _ Endlich, nach einer zehnstündich,

Trotz des ungu

Die Division Achard, welchc das “linke",iisxer, Echrlde nnd _die Holländische Flotte beobachtet, hat ihrcrictts 111 weniger glückliche Rcsnliatc erlangt. , __ Schanie hat nach cinxr lebhaften Kanonade das „Hollandhchx schwader gezwungen, nch zurückzuzirl)cux _ die linke Seite cincr Fregatte eingedrungen, haben dicielve 1th gi'sskékk und mehr als 30 Mann ( dariinni hat 4 Verwundete und 1

Der Politique meldet aus Bcrchrm vom 10cm Airis „Das Gerücht von einer beabsichtigten Bcwcgung rot) S““ des Prinzen von Oranien, um die Citadrlle zu entielzen- durchaus ungegründet. _ Die vergangene Nacht ist dhneW'g rede die nn'ihseligsce grwcsen, welche die Soldaten 1ert-Bk9 der Belagerung zu ertragen gehabt haben. Das :")MCRUM hatte den Dienst in der Tranchée, und es war wirklich kl",

licher Anblick, die Soldaten heutr friih nach ihren Kantor"L Offiziere und Soldaten waren 1 brdcck'c, und doch

Znüand vcrscizt. “Dic Artillcrie der Kli Drei (Jratmccn nnd

dcrwnndet. Dir «Diritron' odtrn, dcr Didinon Ack“

19. Dez. „Jm hiesigen Journal liest man: sich einen Begriff von der- Schwierigkeiten u machrn, welche sich den Belagerungs-Ar; Das schlechte Wetter ist dcr mächtigste Der atihaltende Regen, welchcr hat die Tranch-Len in wahre Kloaken ck) mm die Schwierigkeit, in dirsem "(€ von Y Fuß Tiefe und cinntliO fast ganz ohne Grund, ndigcs Gehhüß fortzubewegen, und dies unter einem „Ha,- M HaybitzkUgeln, Granaten, kleinen Kugeln und Stcinén, dition iehr nahe und fast ohne ?irtfhören geschossen wird. die Zlusdguer und der eiserne Wille, welche die Arbeiten UUÖ ausfahren, Werden Über diese Hindernisse siegen, die aber den Fall dicser Wälle, welche Muth dcr Belagerten doppelt ver.- ULE Tage verzögrrn kdnnrn. So . Broschc- und Contre-Batterirrn che gleichzeitig scricrn Werden, damit der Er,- . _ Man iprickyt davon, den großen Lütti- Batterie aufzustellen; wir zweifeln noch immer

rard hat dem hiesigen Militair-Hospital , um den Französichen Verwundeten jede

zien zurückkehren zu sehen. Schmuß von Kopf bis zu den Füße: , , » man kein Murren, keine Klage. Das Wetter :| !“?" schlimmerer Feind für uns, als die Garnison der Citadcllc- "K* die Geschichte bietet wenig Brispicle von Belagrrungensdäk- sich eine Armee mit so viel Geduld dem Willen der TYAN" unterworfen, und mit so viel Muth dic Strenge dchak)re ertragen hätte. Unsere Breschr,Batterieen find nock) l11chk arm und es wäre unm'ikz, daß dies geschähe, bevor nicht der mond zum Schweigen gebracht ist. Die Vorbereitunhcn- dieses Werk mit Sturm zu nehmen, werden fortchßk- Der Moniteur enthält folgenden Bericht arts B vom 19ten 4 Uhr Nachmittags:

„Seit gestern Abcnd hat das Feuer nicht auf immer sehr lebhaft gewesen. bcfiändiq. _ Gegen 1 Uhr Morgens" hatte man iilfs'vforte einen (Braben-Ucbergang „. ; Platzes anztxakctsM/Mu

und Menschen kosten,

„"die JahreSzeit und de biegt wierden, nur um eit '*n w r unver üglich dic nernsZdrcn, wel. ent eidend ist Mörser in der

Ber Marschall G4?

Das Gewehrfellkl' lU'slMWs “Fr. zustellen lassen

Halbmond der man schickte sl. ) an, diesen Theil_ dr Absicht, den Feind herauszufordern, mdcm man fur ciner! kk"? der gcfäbrlichsicn Stcllungcn besetzte; aber ck sch?!"

cinsah, daß eine Operation, wclche jedcnfalls kein andere

'/T*ék“"oltt“ . - . . ':aÉ-kejtä, „,.-,;YM-„dkl ubri- diesen Vorfall ebrnkakls berichtet “1. ritrtici)'-,- att

"M!", als ein Orangiriiicsxes sondern ein ganz ministe-

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cm Wege

Alle Watterircn sind mit Mimi:

Erleichterung zu versch tragen kann.

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affe-n, die zu ihrem Wohlbefinden bei-

Antwerpen, 20." Dez. Das hiesige Journal sagt:

„Wir haben keine neue Thatsachen zu berichten, da wir den kühnen Arbeiten des Genies und der Artiuerie nicht vorgreifen wollen. Ueber den Angriff auf den Halbmond erzählt man sich Folgendes: Das Hinabsieigen in den Graben war glücklich bewerk- stelligt; die Arbeiten waren verborgen und sehr Weit vorgescho- ben; es blieben nur noch einige Mdtres auszufüllen, als der Feind die Arbeiter entdeckte, und sein Feuer auf diesen Punkt richtete. Eine große Anzahl Mineurs wurden verwundet. Der General glaubte den Angriff einstellen zu müssen, troiz der Bit- ten der Grenadiere, wclche bereit waren, zu stürmen. _ Das Feuer isi von beiden Seiten anhaltend, und das der Belagerer beschäftigt die Belagerten fortwährend, damit die Arbeiter Operationen fortseßen können, von denen man ein großes und baldiges Resultat erwar- rct. _ Einige Journale wundern sich über die lange Dauer einer Bciagrrung, dercn Schwierigkeiten sie nicht vorhergeschen ha- ben, weil sie dieselben nicht kannten. Diere- Schwierigkeiten find ungehrucr cincr Festung gegenüber, welche ein MeisterWerk mi- litairischer Baukunst ist. Die größten Hinderniffc abcr legt die Jahreszeit in den qu, und es ist ewig u bedauern„- daß die Unentschiossonheit der Diplomatie dicse K*xpedition, wenn fie doch einmal stattfinden sollte, um einen Monat rerschoöen hat. Wir erfahren Übrigens mic Bestimmtheit, daß die Bresche-Bat- tcrieen morgen ihr Feuer beginnen werden.“

Die Zahl der Kugeln, welche in die Stadt fallen, nimmt

so sehr zu, daß man Verdacht schöpfte, Chaffr“: möge wohl hin und wieder nach dieser Seite [: feuern. Man hat fich aber Überzeugt, daß es immer nur .*ranzöfische Wurfgeschosse sind, und vermuthrt, daß _das weiche Terrain unter dem Geschükz nach- giebt, wodurch die Kugeln eine andere Richtung nehmen.

»Man unterhält sixj) viel von einer außerordentliche" Explo-

sion, welche man gestern Abend gegen 7 Uhr hörte; die Einen behaupten, daß ein Pulvrrwagen in der Citadclle in die Luft qrffogen sei), während Andere wissen wollen, daß Chaffé eine vor dem Halbmonde angelegte Mine habe sprengen lassen.

_ _ Antwerpen, 20. Dezember. Der Angriff auf den Halbmond der Bastion Toledo in dcr vorgestrigen Nacht hat den Franzosen gegen 500 Mann an Todten und Verwundeten ge- kostet; ein neuer Angriff, der zur vergangenen Nacht verkündet war, hat nicht stattgefunden, angeblich, weil der BOslß dcs Wer- krs, das von den Holländern desarmirt worden, von gar keiner Wichtigkeit fÜr die Franzosen seh. Bei diescr Behauptung, der Übrigens das anhaltende Feuer aus dem Halbmonde theilweise entgegensteht, sieht man nur nicht recht ein, warum überhaupt ein Versuch gemacht worden ist, sich dieses Werkes zu bemächtigen. Es“ ist auch gar nicht unwahrscheinlich, daß die Franzosen das Ojcriicht, als ob fie auf die Einnahme des Halbmondes verzichte;

' ten, absichtlich verbreiten lassen, um die Hölländer sicher zu ma-

chen. _ Die AUSdaUEr der Französischen TkUppM bei den durch das Wetter so überaus schwierig gemachten Belagerungs-Arbei- ten iii Wahrhaft bewundernswürdig, und macht dem Geiste der fark aus lauter jungen Lenken bestehenden Armee alle Ehre. _ Man behauptet, die Bresche-Battericcn würden morgen ihr Feuer eröffnen; wir sind indessen schon zu oft mit dieser Anzeige ge- täuscht worden, als daß man ihr auch dicsrStnal unbedingten GZlauden schenken könnte. Feuern jedoch morgen diese Batterieen UOch nicht, so dürfte man dies als“ eine Bestätigung des Gerüch- te:"; ansehen, daß dieselben von dem Holländischen Geschüß wie- der dcmontirt sehen, wie dies unbczweifclt schon einigemale der Fail gewesen ist. _ Die Holländer in Nord-Brabant smd heute bis" an die äußerste Gränze vorgerückt, haben solche aber noch nicht überschrittcn.

Lüttich, 20. Dez. .Der Politique meldet aus Ant- werpen vom 10tcn d.: „,Die Franzosen haben in dcr vergan- ;.";rnen Nacht versucht, den Halbmond, dcr sch zwischen den Ba- iiioncn Toledo und Paciotto und hinter der Limette St. Lau- rrnc befindet, mit Sturm zu nehmen. Unter einem sehr leb- haften Gcwehrfeurr der Holländer hatten fie schon angefangen, eine Brücke von Faschinen Über den Graben zu werfen, als das Knrtätschenfcuer der Citadclle sie zum Rückzugs ndthigte; sie versuchten den Angriff mchrercmale, aber immer ohne Erfolg. .Das Feuer der Holländer hat in diesem Gefecht etwa 55 Mann katxipfunfähig gemacht. Man giebt an, daß dieser Angriff mehr 3an Zweck. hatte, wichtigere Oprrationcn zu maskiren, als den Halbmond einzunehmen; wie dem auch sehn möge, so hofft man, daß die Franzosen sich in der künftigen Nacht im Bosh des Werkes befinden werdcn. _ .Die Fahne, wel- che auf der Citadelle wehr, ist durch eine Kugel herab- geschosscn worden. Sie wurde gleich darauf durch eine andere von geringerm Umfange erscht. _ Das Feuer ist heute sehr lebhaft gewesen, von der Citadelle aus schießt man fast immer mit Wallfiinten. _ Mehrere Bomben smd gestern mit- ten in der Stadt grplaßr; eine fiel in der Gegend der Place Verte nieder und tödcete drei Personen. _ Die Holländische Flotte, Welche in der Gegend von Lillo liegt, hat gestern einige Kationcnschüffe mit der?. Französischen Batteriecn gcw-xchsclc.“

Der ?[ticiVer*pcner' Korrcspondent “dcs hiesigen Journals sagt, daß die Franzosen nur dcshalb von der Einnahme des Halbmondcs abgestandcn wären, weil sie die Unmöglichkeit ein- gesehen hätten, siih vor Tagcs-Anbruch in demselben festzusetzen; Übrigens sch cs 1vahrschcinlich, daß er morgen über die Einnah- me des Halbmondes berichten werde. .

Lüttich, 21. Dez. Das hiesige Journal enthält fol- gende: Schreiben aus dem Franzdiischen Hauptquartier vom :(). Dez. „5 Uhr Nachmittags; „Ick hoffte, Sie heute von den Details der Einnahme des Halbmondcs unterhalten zu können; da aber die Holländer unsere Anstalten zur Bemächtigung dcsselx ben entdeckten, so hadcn sie das Werk größtentheils geräumt; uns würde der Brsiiz dcssrlbcn von krinem wesentlichen Ruhen scon, umd so scheint man den Plan, fich desselben zu bemcistcrn, auf- gegeben zu habrn. Dcr Marschall Gérard hat den Truypen ein Schreiben des Präsidenten des Conseils vorlxscti lassen„ wor- in derselbe anzeigt, das; Brfchl crthcilr worden sch, dir bei der Belagerung verwundeten Soldaten, wenn dieselben die durch das Gesch vorgeschriebene Bedingung erfüllen, d. h. wenn sie eine dem Verlust eines Gliedes glaubkommrnde Verwundung aufzu- weisen haben, in das Königl. vaalidenhaus aufzunehmen.“

Die Industrie meldet aus Antwerpen vom *.)iisten d.: „In den Belagerungs-Operationen hat fich seit gestern nichts" verändert. ,Die Citadclle entwickelt einen immer wachsenden Wi- derstand gegen die immer kräftigeren Angriffe der Belagerer. Ueber die Operationen der vergangenen Nacht [ind vcrschiedene Gerüchte im Umlauf. Gestern Abend zwischen 6 und 7 Uhr war das Schießen so heftig, daß die Stadt von einem Erdbeben heimgesucht schien; Thürcn und Fenster erzitterten, und in einigen Vierteln der Stadt sprangen

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die Scheiben. Man sagt hier, daß in jenem Augenblick der General Chassé eine Mine bei springen laisen, welche dem Feinde großen Schaden zugefügt Ich kann Ihnen in dieser Beziehung nichts Positives sen in den beiden leizten ann geschätzt. _ Die Be- friedenskellend. vorgestern der

dem Halbmonde

melden. _ Der Verlust der Fra Nächten wird auf mehr als 500 richte von der Schelde her scheinen nicht sehr Man erzählt fich hier, daß die Holländer fi Kreuzschanxe und des Forts Perle bemächtigt hätten; man fügt hinzu, daß der Holländische Admiral seine Gelangung zum „Kom- mando durch eine glänzende Waffenthat habe bezeichnen wollen, und daß ihm dies vollkommen gelungen sey.“

Schiveden und Norwegen.

Stockholm, 1.3. Dez,. Vorgestern warde wieder “ein Pro- tokoll in der Hdchvcrraeh-z Sache dem Publikum uiitgetheilt, trei- ches die Zrngnissr drr, ";)-.rwkdli r*?e'wrrriirs (:“Lrasen von Schme- '“7,"- mri-M (“Fax“:drrskdld UW des ]. "Ocm (57- ;if'rn €,*«i»1vrrirs - r-.*.:'.;7 zufäil-„n Ersrräche er- ;": *.*-9.4 Rciciik'txxxyr und dri), Prén- .17»*:rid(r vri';„x!!;».,ren und beide:- als dir, mit eiriandcr drr Erstere

rin, drr (Gräfin A'*-kc:-* LicUtrnants Freiherr: harte der Frrxhrrr w:o ähl', daß r'; in Ä'Mr '.7

en Gustav Zci'chi": ' iebenswürdxqe Pr.1:_;,rrr «.,-sri» freundet, aber v.;r*,"rhirkkcemer «uur. _mrr.*x-;'*,'.i wären; sey lebhaft, und murrrr, gerryrn, det“ k-"ixorirr hingcgrn still und verschlossen, so daß der 'Frrcherr dm,".r-ré- gcschlrffcn habe, daß Prinz Gustav von nwiarrckxolischem (“örm-„it'r. '.värr. der Freihrrr hinzugefügt: wer da (riaubr, daß Prin;j Grüsch einige Pläne hege, nach Sctxwedcn zurückzukommen, der kenne die klchtigen Vcrhältniffe nicht. der Freiherr dem Grafen zugleich ein Vor: Auch der Gräfin von Ankarkrona ein solches Por- gleich geäußert, daß der Prinz “utter, drr vormaligen Königin, be.- kommen, um es dem Freiherrn als ein Souvenir von ihr zu Der Freiherr von Düben behauptete aber, daß er nie irgend Jemandem gesagt habe, auf welche Weise er dieses Das Fräulein Sandecskdld und der Frei- herr Posse hatten gar keine Aufklärungen in dieser Sache mit- Der Fiskal forderte hierauf den Freiherrn von Dü- u erklären, Wann und wie er dieses Portrait erhalten? err erwiederte, „daß er, als _Sammler, ,die Portraits der gesammten Gustavischcn Familie beiäße, und da[; er das er- wähnte Portrait entweder zum Geschenk bekommen, oder gekauft habe;erkdnnefichaberjelzt,nach so langer Zeit, nicht erinnern, wann und an welchem Orte es in seine Hände gekommen; von dem Prin- zen Gustav wäre dasselbe aber kein Geschenk, denn mit diesem Lefz- tern habe er seit 18l0 keine andere Gemeinschaft gehabt, als in dem Augenblicke, wo er ihm in Wien begegnet sry.“ Freiherr gestand, daß das Portrait noch in seinem Besse sey, ohne jedoch anzugeben, wo er es verwahrt habe. gericht dem Freiherrn hierauf gebot, zu erklären, wo er das Portrait und wie er dasselbe erhalten habe, erwiederte der Frei- herr: „er könne keine andere Aufklärung geben, als die bereits mitgetheilte; er habe es als ehrlicher Mann bekommen, könne aber den Ort nicht bestimmt angeben, wo es 1th verwahrt werde; in Schweden sey es nicht, oder Greifswald, Wo er verschiedene Sachen zurückgelassen, und vieneicht in leßterer Stadt bei dem Polizei-Direktor, Prdfessor Schwarz; er mache sich aber, als P?imn von Ehre, anheiichig, wenn er aus dem Gefängnisse loEgegeben werde, das Portrait herbeizuschaffen und es dem Hofgerichce zu überliefern.“

Deutschland.

* Weimar, 22. Dez, Na_ch erfolgter höchster Genehmigung Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs wird der Landtag seine Sitzungen vom Lösien d. M. bis zum 6. Januar k. Z. ausseßen.

Se. Hoheit der „Kurprinz-Mitregent ist heute von Wilhelmshöhe zurück in das hiesige Residenz-Palais am FriedrichSplakz gezogen.

Es ist nun von dem Ministerium des Innern eine Auffor- derung an diejenigen Wahl-Kollegien, in Welchen Justiz;Beamxc zu Abgeordneten erkoren worden Waren, ergangen, zu neuen Wahlen zu schreiten, indem das Iustiz-Ministerium gedachten Beamten, in Berückfichtigung des Interesses des öffentlichen Dienstes und der überhäuften Geschäfte bei den Gerichten, die Erlaubnis; zum Eintritt in die künftige Stände-Versammlung In diesem Falle befinden sich die bei- den Ober-AppeUationsgerick)ts-Räthe Pfeiffer und v. Baumbach, und die Ober-Gerichts-Räthe Werchtnüller, Dcdolf, Schellenberg und Cnyrim.

Von Seiten unseres Ministeriums des Innern ist nachste- hende Bekanntmachung erlassen worden: „Die Asiatische Brech- ruhr, Welche zu Anfang des Monats Oktober d. J. in der Re- ftadt Kassel ausbrach und fich von hier nur über einige er der nahen Umgegend verbreitete, während sämmtliche übrigen Theile Kurhessens verschont blieben, hatte schon gegen die Mitte des Novembers in dern *))?agße nachgelassen, daß nur noch einzelne Erkrankungsfälle 1poradi1ch vorkamen. derselben ereignete sich in Kassel am 18cen und in der Umgegend am 25. November, und am isten d. M. wurde der lehre Cho- lerakranke als genesen aus der ärztlichen Behandlung entlassen. Das unterzeichnete Ministerium sieht fick) demnach veranlaßt, die amtliche Versicherung zu crthrilen, daß ganz Kurhessen von der Asiatischen Brcchruhr völlig frei ist. Kassel, am 18. K*urfüryilici) Hessschcs Ministerium des Innern.

Hierbri hätte

andern Geie- genheit hatte trait des Prinzen gezeigt. hatte der Freiherr vor mehreren Jahren trait gezeigt, und dabei dieses Portrait von seiner

Überlassen. Portrait bekommen. zutheilcn.

Der Frei

Als das" Hof-

möglicherweise in Roftok

Kassel, 20. Dez.

definitiv verweigert habe.

Der [chte

Dez. 1832. _ (gez) Hasienpflug-“

O)2ünchcn, 10. Dez. Der JJTinisier des Innern, Fürsé von Oettingen-Walleriicin, ist von einer dreiwöchemxichcn Rund- reise am Sonnabend den 17ten d. I).“. wieder in München cim getroffen- Dcr'Fr'n'st hat sich vorzüqlich m Ansback), Ni'irndrrg, Würzburq/ Bamberg, Batrruth, Regensburg und Passau vcr- weilt. Der Zweck dieser Rciie war, dem Vernehmen nach, das höhere VerWaltung-sMYcrsonal persönlich kennen *zu lernen, Und sowohl Über die Vcrhqltnisse urid Bedursmsse dcr Kreis-Ver- waltung, als üdorr dic öffentlicher: Atiüaltrn nnd Über die gcmchd, lichen und kommerziellen Interessen eiriigcr wichtigen Skäyxe sick) AUfschlkxsse an Ort und Stelle zu vcrichaxfcn,

Darmstad t, 18. Dez.

Die crße „Hälfte der heutiqen Sißung der zweiten Kammer füllte die Vorlesung der Prdto- folie von mehreren zunächst vorhergegangenen Sißnngen arcs, Der Präsident verlas hierauf mehrere Anträge, worunter der: des Abgeordneten Grafen Lehrbach, die Zulassung der „licheno- würdigeren Hälfte unseres Geschlechts“ zu dcn Öffentlichen Siz- ngen der „Kammer besonders bemerkt zu werden verdient. ntrag schien keinen ungünstigen Eindruck auf die Kammer z machen und wurde an den dritten Ausschuß zur Bkl'ickUckstair tung abgegeben. _ Auf die Anzeige des "dritten Ausschuffes, das“