1875 / 258 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 03 Nov 1875 18:00:01 GMT) scan diff

daucrnSe „7311111 1111111 don 1113111 [111.15 kommen, 1011176111111; dnrch S1*1.s:;11ä1igk»ix g€schaffen mkxden könne. ka entgsgxn ist 1111!“- f:?» lich dchwtet worden, daß die Leibämter von der ärmereßn und ärmsten Klasse deer Bevölkerung benußt würden, dieseK1asse_üchsexbst nicht zu helfen vermöge, imd viele Einwohner, WWW nicht offentliche Lrihämter beständcn, in einen wirklichen Notbstand_ verse t wxrdxu würden. Wir halten diese B*bauptung aber_ fur na 1 rjchtcg und die eitvaige Gefahr, welcbe de:-:1_ Publikum daraus er- wachsen kann, daß es mit feinem m Rede stehenden 'Ve- dürfnisse an die Konkurrenz von Privatuntei'nebmern gew_1efen wird, durck; eine vollständige gesetzlich; Regelu'ag des Pfand- Leibegewerbcs und nament11ch auch des RuckkaufSwrsenS abw_en_dbar. Bei den Verhandlungen mit der D rektion d_6_r Köntgbcbeiz Leihainter haben wir zu ermixtcln 1131111031, wech»: 1111171111 der Bcvdlksrimg 1511 den öffkutlikdrn Lyihämtern vorzugsivc-Ue qulednx 3,11,cntnchmen pftkgen. Es konnte darüber Sich-crcs ak-er,n1cht_ in_(F11111111nJ gr- bracht wrrden, wsil statistische Erhebunaxn m die1er_ 1311110111 bisher Nicht stattgefunden haben und sich auch 111 kurzxr 3211 nicht Herstenen lassen, Selbst eine genaue Durchficht der Bucher kqun nicht zum Ziel führen, da 1. B. bei den, Handwerkern 1111) nicht 111111111 ergiebt, ob dieselben selbstständig arbe1ten, odcr Gcsellrn, (331151111611 11. s. w. sind. Richix'g ist aÜerdinas, daß die große Mchng! der Darle- hen nur in kleineren Summen besteht; dabei 111111 indejz' ins Gewicht, daß unter den Pfändexn fick) vicxle Ggsnitandc befinden, Welche von der ärmsten Bevölkerung n_ur_ 1111111 1111619111111 werden können, wie Uhren, (Hold- und Silber1a_chen, quzwaaWU und der- leichen. Wichtiger erscheint uns dieT11ai1ach9,-dajz 11011 dan 86113611)- amtcrn géradc dasjknige, welches in eiueeremgcr wob1baxbenden Ge- gend liegt und auf das die Stadttheile Hyaudauer Zi-vicr, „Rxssrn- thaier und OranieUburger Vorstadt 111111 Wrdding 11:11 da» (»)rjund- 111111111111 [xingcwicicn sind, am 1119111411611 161111 1 111111). 1.111 dmtte Lrihamt in dir Linienstraße Nr. 98 und (Fim 1111111132 “111 74 hat von seinem B.-1rie1*sk-.1pita1 nur 9273 Td'r. Zinsen 111 11111171 1101111111, während das B*triebskaditai der beiden (4111761811 Leihäu1_ter in der Faser- strafzcund in 1111 Klosterstraßr so hoch gcgrisx-zn 1111111111 11111131 *, d 11; .111 1111111 14,285 T[)1r imd 11,740 Thlr. zu 31111611 WALK. J:! 11111 117112311- hä1tn€fz 116521“; bis von den eanslnen L:"idä1n111'11vercinntxn 31-161! zu einander, so das; das Lc-bnmt in der Zä:;rrilr.1ß.», das 111 “1117111 drr Wohlbqlwüdstn Stadttvrilé 2311111115 séén Griéoäfts_1rk.1i 1*--1"1131, _1111 Jahre 1874 einen Ueberscbuf; 111111 3714 Tizlrn. abliemn 11111111» wal)- reud dns Lkiimmt in der Liniknktrutzr 1:1 Folge d-r » 1111141-11 Be- nuxzimg ein DkfiZit 111111 3354 Tvlrxi 81311119. Es bcd.11_t 11111,“- 1161011- dercn 910chWLisxß, daß 11116 1111111111113? Aufstcllnnq 111111011, 1911 viele Darlehen v011 dkn hirsigcn Pf.1iid1€i1)ern_und Ruckkäiifcrn «_:1Squxben Wrrdrn, nicbt 1116111141 111 Bei der 91013111 11111161 111» 11111111eivrn uud I)iückkauksgrjikäften _ dsr jzdxns'a'ils 111 dicse-rHinsi 111 911)? voll- ständig? Woheiunqöanzcigcrzädn demi 1461111f_ 1111111 **15- 1; 11111 .;rdßer Sécberk-eit angenommen 1111111611, daß die Zahl diesz-r L'1m111n 11110 dcr Betrag d11s11b1n sal): gro); i1t und [“Wer-cr 111.11111111741111 1104111111) ükéc'r den Vetwg 1611111161111, 111111111211 dic Leihämnr 1111 1111111111 911 währen. Jm Jahre 1873 v.t1'ugen die von den dreiLs [11 11:1 aus- geliekzencn Summsn durchschn111 111 exwa 759,0;0 Twix, 1:11 bere

1874 gegén 900000 Thlr., 11110" _1-111 0111111 Tb=1111 1110 „1191131 d'r Br*- völkerung, was wir als 11111 111111311 1101111111 11111111. Wi- 1 111 61131 15 l)01,_ 1111) 1101-- .1 dmiclben, RÄckkausSJAcké-äkté . _ Vxxmutbuuq, 1.11: (1211?

die 81011th vorhanden sind, sondxrn an Pfaxdleibrr mxd und wir haben (Pcmd zu dr _ chfonrn v0"3ugsweitc der 171111151111 11nd_ ä1m11en_ Vvd1fcr111igs- klasse (1151011131111. Wir dürfcn 11111i 1111111 T1).1t'._1(11€ 1071013611, daß für fie die öff ntlicben Lcibämtcr krinc'gweqs ein 19 1111107- Be- kürfnit'; sind, 1116 Off bebaiipnt wird. Wir U1111'113ffk11 Z"“ 11116 die- jeniq-n 1121116161 Gründe gcgcn die 11eZ*-_-1na111110 dcr 8511111111“:- durch die Smd: 2,11 wrrdcrbdlsn, 11111166 1111- 161111 in 11111161 241111116 vom 6. Iiii vorigen 371111165 der Sxad vex'osWen-V-1111111111160] 111 1,1 1116111 111111611, fi? sind 111111 1111118 noch für 111113 1110133616111“. Nnrxcinrn Punkt WOÜSU wir noch 111111111111, wril dis Dey1it.it-011 1er “:tadx- vrtordnéten-V1111111111111ng auf dküséWCT; Wkrtk) gelegt 1111 075 i11 dies der Fiimiiyunkx, die Frage“, ob die Leihämter dsr K1171.111une Opfer 111156111"an wü1den.“ «-

Nach Einer (in ihren Hauptziffcrn mitgrtlyrilten) "1411111110111; er- klärt Magistrat ('s nixbt für 10101100111111111, dai; rn.- L ivain'cr obne

Berlin, 3. Ndvsmbei' 1875.

Der zu Eivren dcs Hrn, ;))-0151120 [)1. “111111 nell 1656310156116 Commers ehemaliger Schüler drs lyiesigen Friedrichs- Wrrdcrsckyen (551111ina1'i1111is findet .:.111 Sonnaba-nd, den 6. No- 131111111“ (r., 211111168 Uhr, in 5301111110113 H„olon, Pdtsdamkr- straße 9, 111111, 11111111111111211 11 21111171"? 11110 kai L ladrveck 11. (Co., Unter den Linken 27, 111 191 M11t1e1111).11Buchhandlung, Z(bldfz- frcikpit 7, und 111 der Plaßuschen Buck ha-Ölxxiig. F1anzöfischcstxaszr 331). zu erhalten.

Auf den Burgbergc bei Hamburg 1111011111 31. Okto- bcrdi-GriindsteinlranM 311191115111 01 .1-Denk1na! statt,1md zwar mußte drr „1111 de! NordosUei e 1*efiudlich* Pivilwn, von dsm man eine ent:,1"1chmde "2111911111 i.: ric frti1111 «11- 011019 bis B111u11111=weig 11.11, 11111 60 Fuß 11111611 Tenkmalc Pais 11111111. 11111 3 Uhr gab ('in Bö1lerschuß 1.16 Zcicbcn 511111 Begmn kor Feier. Dl? Harzburger 2411111111111? im Paradcanzuge bl es den (51701111: „21111111 (33611 in der Höd' sci EW“, 1191an 131, 531111116 die 2111111111111; 115 Tages feierte. Direklor Caßcndik brachte 1116111111 HCÖS unf ren Kaiser, dyn Herzog 1011 Braunschwsig und den FükstLU Bismarck 111113, in w1-ji11c dic Anw1senren freudig einstimmxxn, und die duch Wöller- sck-Üsße 1111115111 wurden. Major v. A1111-10ri 1111.16 dn“ Urkundc, MM)? 116311 den [1111119111 Münxen 111 («111611 VlcckWebäiter g-tban 11111116, der dann 1111 dafür reier.--i;t-n Maß 1111111 d1'111 Grundstein fand Tann wurde dcr Stein 1112111911011-11 und untir den 111111113111 H11111117e.fch!ä,„1n festgemacht, worauf di» 21.101.1115116 mit dem Blajrn dc-x. Cydmls: „*)iun danket 21116 151011“ die 'JeL-„r TECUÖUL.

Usher den Brand und die (531111011011 dsr „Magenta“ im Hafen pon Toulon wird kericbtct: Da; Erwlut-on-g-schwader Hane 12inn1lednpggkabct „(:e-„ade bekndkgt, Am 26. und 27. hatte es, von 1111 8306111111111 Insln konnn-n», auf 1111111 See nianövrirt und 5011111111111 N.“:cvmittag auf der 21117216 von Toulon Ankkr ge- wo1fen. Um ;“- Uhr lag die „Magenta“ auf ihrem 2111111111080 und lö1ch1e die Frust. Beim Zapfenstreich am 21111119 mcldets die Runde nicbis Bisondetcs; der Nachtdienst ging in gswobnter Wise von Statten, Um 1 Uhr Moquns bemxrkten die Poiten des

w-ÉÉ-endi'cks Brand «11 dem Riuche, dEr durch die Luken drang. gs Furt war in den zahlreichen Segel- und Tauwerks- kojen entstanden, die reibts uu-1 |inks an den WcUenschacht stoßen und sich bintcn an die Pnlyerkammer anlrhnen. Die Usacbe (“LS Feuers ist durchaus noch unaufgeflärt. Bsim ersten Aüarmsiqnal wu-de in d1r Batterie Generalmarsch gefchkagen; die Mann'éoaétcn ipxangen aus ihren Hängematt-n und tratcn auf ihre Gc*ech19posten; die Pumpen der „Magenta' wurden sofort in Be- wegung 1111-51. Zugleich meldete der Admiral den Panzerschiffen ch Geschwaders Und 11 m Hakenmeister den Brand. Wenige Minuten spä'ec kam von allen Seiten Hülfe herbei; der Haienmcistersandted e pößten Vöte und die stärkstenDampipumwen. Unglücklichcrweife batte indeß das Feuer, ganährt durch die Brennstoffe, solche Fortschritts gemacht, daß es 1111111511111) war. es zulökchen. Der Admiral gab nun Befehl, die Pulverkammer nnter Wassrr zu seven, aber die Hitze hatte bereits in die Schossen der Pulverkammer viele Spaiteu gerissen, und das durch die Krahne bineiugelassene Wasser lief wieder in den Raum. Cine Explosion stand also bevor. DieKammer ließ sich nicht mehr unter Wasser sehen, und ebenso War es unmöglich, die Kisten loNuschrauven und den enormen Pulvervorratb zu durch- nässen. Man mußte demnach daran denksn, das Schiff zu ver- lassen, ,und der Admiral befahl die Räumung. Alle Böte

auch ; Die JLJM 1)1'. Strdusbcrg wegen einer Wechselsckzuld durchgeführte

sei, fooécl st-vt f-st, ein 9 Oßxr Tvcl dc-j-nig-R Pessmm, 1111“ WM)? '

511 10.-nden, .

1 Vorschlage des Aufficvtsrathrs, je zWei Aktien zu einer zusammxnzu-

Zuschß auf; M Stadtkasse wücden 11111an können, wcnn sic in die . scßlichen Schuß verlangt, die andere aber den béIberigeuZustand bei-

siädfisckye Verwaltung übergingen; er stellt den Stadtverordneän _an- bcim, von seém'm Bc1chluß und den denselbcn motivirenden Gründen Kenntnis; zu nehmen, 1:ach wslcben er nicht in 13-31 Lag: ist, die von der Deputation event. verlangte sachliche Vorlage Weg:“.n Uebernahme der öffentlichen Leihämter in die städtische Verwaltung zu machen.

_ Vom Berliner Pfandbrief-Jnstitut „sind bis Ende Oktober cr. 22653800 „X( 4-1 pro entige und 6,653,700 .“ 5pro- zrntége, zusammen 29,307,00 «M Zfandbriefe auégegeben. Es sind zugestehen, aber noch nicht abgehoben 4,490,700 .“, in der Feststellung begriffen 9 Darlehnöaesuche auf Grundstücke, zum Feuerversicherungs- wertbe von 513275 „16, im Laufe des Monats Oktober cr._angemel- det 8 Grundstücke mit einem Feuerverficheruugswerthe von 853,850.“

_ In den biesiqenkBureaus des Dr. Strousberg haben vor- gsstern und gestern Versammlungen der Gläubiger desselben stattgefuxidcn, die ohne wrsentliches Rrsultat verlaufen find.. In der gestriaeu Versammlung zeichneten sich 111 einer außgelegtenLtste ca. 50 Gläubiger eéu mit einem Gnihabeu _ der Angabe der „N.Z.“ nacb _ von ca. 4 MiÜionen Mark.

_ZumStrousbergsckzen Konkursetbeiltdas„Prag;?!bend- blatt“ 1101112 d. M. Folgen:*eö mit: Am 9. dM, findet biereine Glau'biger- vorbesvrcchung statt, um sick) bezüglich der Wahl der Funktionare in dcr StrombergsÉxsn Konkursangelegenbeit zu einigen. Weqen der außerorchtliMn Auödshnung der Geschäftsverbindungcu des „Kridatars wird der Antrag gesteUt. 311111Konkursmassaverwalter und einen Sub- stituten ?,u [*LJLÜM. Von einem der hiesigen Gläubiger wurde heute durch 131, Moritz Lichtenstcrn dec Rxxurs gegen die Koykurßeröffnung überreicht. Der Rekurs sucht sich daraus zu stützen, daß lediglich dem Pro- k:1ristrnKittl der“; ])r. Strousberg in Berliudas Mandak zur Konkurseröff- nung 1111111109111 worden sei, dieseré'xdocb von dxrselben Umgang geuommezr 1111112, da dée Gläubiger in Vrr in fich zu eixem AußgLeiche herbe:- ließen. Unter den Wechielgläubigern StroUSOergs erscheinen der Mowoldstädter Svarverein mit einer Forderung von 24,000 Fl. durcb Pfändung von 40 Waggons, das Haus Schenker u. Comp. in Wiep wcgen einer Forderung von 1800 F1. durcb P'fändung und Tranzfexp run,“, von 25 erggons, die Maschinenfabrtk Wachau in Lutttck) mit eiurr Forderung von 111,000 Fl. durch_Pfan1“1mg des Mar- sjalles, da? Fabrikbaus FiUén in Karolinenthal unt einer Fordsrnng von 70,000 F1. durch Pfändung, des Schloß- mobilars in Zbirov vonständig gedeckt. Ob dem Werke Mirefcbau 11111 auf dir Gattin des Kridakars eine Post_ von 45,900 Fl._ficher- 91111111 Datch SUV'rintabulation Wurden b1ervon der Mireqchauer K11k11611g11verkschakt 20,000 F1. in ypothek gesteÜt. Das Haus Jul. Rxckxtx-r deckte ßch mit einer W: selfordernng von 8000 F1; dgrch (F“xsquirung von C' senbahnppsten Auch andere Weclmelglaubiger suchicn 1111) in 111211011161 Wei1e thunlichst vor Verlusten ficberzzistellen. - Wie wir feiner erfahren, hat die Wiezier Bodenkrcdttaustalt 11119113 einer HypotkzekN-forderung von 3 Miäionen Gulden 1111111) “2111611 Vrrirrtcr “])1', Maschke in Wim um die . Sequestration dec Zbirover Hrnscbxften angesucht. Da jedoch einein Tatbular- gläukigcr w:“g-én einer Forderung von 460 F1. gle1ch1akls die Se- qu-xstration bereits frübrr 1011111111 worden,_ hat 111111 das K. K. Han- 1014313111111 behufs Wahl des Sequesters eme Tagfahrt anberaumt.

»ersonalexskntion ist noch nichtbehoben, derfclbe befindet fi_ch, neueren kaÖrichtc-n zufolge, in Moskau nock) in Sck)111dbaf1., ©211er wyrde i'! Zbirov dor Massenvrrwxlter 01. Tragy durch den Prokuristen Hrn. Henrichs eiugsführt.

_ Die Gsneralversammlung der Hagen - (Hr_ünthaler Eisenwerke 'decbargirte die Versammlung und bkschloxz nach dem

11015. _ Dem (Heschäftsberick-té zufolge belief fich der Umsatz in dem Bstri-böjahr 1874/75 auf 1,007,991 «.; gegen das Vorjahr e_rgubF 1111) eine Abnahme dLS Umschlages von 958,828 „16 Nach 21111111111- 1111ng auf Maschinen, GebäuliÖkeiten 2a. 2a. von 37,899 „16 ergiebt die Bilanz einen Vrrlust von 94,989 „66

_ Die am chien Donnerstag in Pforzbeim in der Angelegen- [)(-it der Bestimmung des Fei_ngehalxes dcr Goldjvaarxn abgehaltene Versammlun g degxr Fabrikxnign ivqr sehr zahlreich besucht, konnte sich aber nicht auf emen Bechluß 8111191711. ES stehen sich zwei Parteien gegcnüber, von denen die eine fur das kaufende

Publikmn, sowie für das reelle Fabrikat in irgend einer Weise ge-

des (35111111vaders und des Hafens bildeten vor, dem Buge der „Magenta“ Linon grcßén Bogen, Wahrend dre Hakenschlepper das ganze (He1ch1vader. wrlches von der Explosion gefahrlsicl) bedroht war, auf dir ("11113616 bede vrackzten. _ Ueber den Bugsvriet und dir Sckdwingbäume ließ fick) die Manmchaft in größter Ordnung bet dunkler Nacht, bei dem Scheine der Flammen und unter der drohen- Dkn Gefahr der EleOfiLU in die Böre. „Um 3 Uhr 25 211111111th «folgte eine furchtbare Explosion, daun em dumpfes Aufwaüen des Wxsserö und die „Magenta' versank. Ihre Rienelung ragt 013611 gus dem Wasser hervor Die Panzerplatten, dir 16 24 Cm.-Gejchuße Und einen Theil der Ausrüstung wird „man vieÜeicht reifen. _

Auf Grund eines Sonnabend fruk) abgkhalteucn Yppeüs mtrd offiziell erklärt, das; von der Mannschaft Niemand getodtet koorden ist odcr yxrmisxt Wird. Dcr Hkrstclluagöwerth der „Maqenßa“ soll sich auf circa 10 Millionen belaufen, doch sollte das „:Schiff nach fünfzehnjährigein Dienste eben ausrangirt werdrn._ Es 1!t_d1es der zweixe Fal] cines Schiffsbrandes in der fran_zofi1che_n Marine. Vor dreißig Jahren verbrannt? der „Trocadero“ tm Hasen v n _Toulon, und künf Jahr.“ später fand auf dem .Valmy' auf der Hohe 111.111 Qurssent (ink Erdlosion statt. _

Toulon selbst 13.11 unter dem Schlage der Explosion schmex ge- litten. Um 3 Uhr 35 Minuten 911111th _ schreibt die _,Scntmelle du Midi“ _ hörte man einen furchtdaren Knall. Die Flammen hatten die Pulverkaiumcr erreicht, und em Regen voiiFsucr, 1501058- sckwsscn, von TkÜRmekn aller Art fiel auf den Thexl dss Mouriklon- Viertels nieder, wrlxker zwisihen der Rhede und der Grosse Tour gcisgen 1171. Der große Platz d§s Polygons war _ mit verkoblten Holzßücken, vrrbrannten ngieren nnd Kleiderseßen übersäet; wir sahen dort sogar etueu UUJCHUéke-n Pxnzer- nagel, der von der Hi 6 gekrümmt war und 1051) glußte. Eine Panzerplatte war bis an den Bouleyard de [11 911111012, zwtschezi dem Aiirnalthor und dék Sreartillerie-Kajerne gesbleudcrt, und Wenigstens 50 Csutimeter tief in das Pflaster eingekeilk !yorden; guch sollen Stück- kugelu in der Gegend der Polygons niedergesßllen' sern;'Jn Folge der Explofion war die Stadt mit einem Schlage in d1e tiefste Danxelbeit gehüllt; nicht eine Gasflamme blieb brennen. Im Hafen find m den Gewölben, dc-n Cafés und Privatwohnunxfxn alle pregxl und Fenster zertrümmert worden, die Auslagen der Laden stehen 1281 unter _dem Schutze von Schildwachen. Der HandelShafen und das Msourillon Haben besonders gelitten, Fenster und Thüreu wurden dort zertnzmmert, , ;nsterläden auf die Straße geschleudert. Vor 4 Uhr war dre ganzx Stadt und die Vorstädte auf den Beinen, und von den_Q-1ais genoß die Menge, lief ergriffen, das schwecklich schöye Schauspixl des Bran- des. In diesem Augenblicke (4 Uhr Morgenö) ist von dem ganzen großen Schiffe nur noch ein Stumpf des Jockmastes sichtbar.

Die „Magenta“, welche im Jahre 1861 aus den Werften von Brest hervorging, war aus Holz erbaut, ihre größte Länge betrug 92, die größte Breite 17,5, der mittlere Tiefgang 7,9Meter, das Deplacxment 6985 Tonnen. Die Panzerung hatte eine Dicke vdn 12 Centimeter auf 66 Centimeter Holzunterlage, war_also nicht stärker, als boek der „Gloire". Die Maschinen hatten nommell_ 900 Pferdekcaft, die bei der Probefahrt erreichte größte Geschwindt keit bei 55 Umdrehungen in der Minute und 4000 indizirten Pferde kästen War 12,9 Kndten. Die Geschüße, deren Zahl bei der ersten Attsrüftung 52 betrug fuhrte die „Magenta“ in zwei gedeckten Batterien und auf der Éxbauze, fie war also ein wirkliches Linienschiff. Der Bus war zum Zweck des Rammens vorspringend konstruirt. Eipe entschixdene S wäcbung der Defcnsivstätke dieses Schiffes im Vergleich mit thren vo gepanzer- ten Vorgängern bestand darin, daß die Panzerung m Anbetracht des

worden.

Schiff tober um 6

Lubebalten wünscbk, während dam Eimelaen es unbenommen bleib oll, seine Waareu zu stempeln odsr stempeln zu lassen. In 14 Tagen wird der Gegenstand abermals zur Besprechung komme»

Verkehrs-Anskalten.

Auf der Jndo-Earopäischen Telegrapbenlinie -w- ' ' den im Monat Oktober 11. J. befördert: &. aus London, dem übrigen En land und Am-rika ua Fersen und Indien 1309 Stück, 11. aus

e_mdou, dem übrigen England und Amerika 1164 Stück, 0. vom eur paischen Kontinent _ kexkl. Ru land _ nacb Persien und Judi 104 Stück, (1. aus Persien und tincnt _ e_xkl. Rußland _ 160 Stück, im Ganzen 2737 Stück, * _ Dre Eijenbahn ;wisrben Finnentropp und Rothemühle ist a - ' _der Strrcke Attendorn-Okpe am 1. November 1) J.

an gebühreupflichtigeu Devesn.

ersten und Indien na udien nach dem europäischen Ko '

Eröff..

, __ Die schnellste Reise von England nach Indien hq rndixchen Blättern zufolge, neulich die „City of Dampfer, der früher zur FlottiÜe der Junnan-Linie gehörte, ab. jetzt Eigenthym der Sun Shipping Compaxy ist, gemacht. D ver1ie GraveIend am 15. September und kam (“[A 10. Q

Baltimore“,

br Nachmittags in Bombay_an, legte also die Vista..

in der kurzen Zeit von 24 Tagen und 8 Stunden zurück. 'l'elegrapbigebe Witterunaßbericbte.

F ',: 011. ck

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Wurde.

Hr. Geor und der

Berlin:

großen Gswicbts, welches der Rumpf wegen der doppelten Batterie-

8100115111111511. .|336,91

1181181611113 „(343,6 (3111151151126 1161116531111 U61810Jf018 kstsraburg [ 8106111101111 „341,51 8kuä62111'i5 0:56 , . . . k'1611611011811 U615111Zör . . 1405111111 . . U611161 . . [711371551178 , KöanstrJ .“ 08021§ . . 911611115 , . . T1616r 119.1, (3651111. . . 7715611111. . 9711116116812. 811111111 . . ÉTÜUÖUZOU- 339,0! _- ,.338,9, _ „338,2; _

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V0rdertheil und

Das franzöfi1che Mittelniecrgeschwadec, Ober-Befeblshaber dor Admiral Roze ist, hat in diesem Jahre (; Juli) bereits den ,Foxfait“ verloren. zum letzten Male mit dem Geschwader in See gegangen Und so;- nächstens durch den nach einem ncUen und fortgefchrittcnenn Sys1 gebauten ,Richclieu“ erseßt werden,

Wie aus Toulouse ' _ grapbirx wird, steigt das Wasser der Garonne nicht mehr, und - die Befürchtungen abermaiiger Ueberschwemmungen geschivunden.

finde? Freitag den ein Orgel-Coucert von Hrn. Otto Dienel statt, 111 welch Frau Prof. Schulzeu- 11. Asien, Frl. Hohenschild, Hr. Jul. Stur

[Henschel, der Königliche Kammermusikus Hr. W. Me e ist r.G-111rein den Concertgeber bei der Ausfüh ' eines sehr iutere anten Programms unterstützen werden.

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höhe zu tragen hatte, auf den mittleren Theil des Schiffes bescbrä Die Enden blieben ganz ungepanzert, und so vortbeilh: diese Erleichterung auch in vielen Beziehungm sein mochte, so ich fie doch die große Gefahr in sich, daß das gänzlich ungedeckte hölze in Brand geschossen werden konnt _

.Hintertheil

dessen aegcnwärtiz

Uebrigens war die „Magen:

vom 2. Novrmber, Vormittags, 1

In dem in Nr. 256 d. Bl. vom 1, November abgcdruckten " richt über die letzte Sißung des Vereins für die Gesckxchte Berlins :; den Vortrag des Architekten Prüfer ist zu berichtigen, daß zur nicht nur 28 Todtentänze, sondern deren 52 bekannt find.

Theater.

Morgen_(D=*nners1-1g) feiert der Königliche Ballztmeifter P: Taglioni 1ein fünfzigjäbrigcs Künstlerjubilä_um. Q Jubilar Wurde imJnhrc 1808 zu Wien geboren und ijt der S1 des berühmten italienischen BaÜetmeiiécrs Philipp Tagiioni, als Valletdirigent am Hoftheater zu Stockholm, Cassel (unter KS.“ Jerome), Warschau LC„ und namentlich auch durch eine Rekhe fcb komponirfer Vallete zu großem Ansehrn gexangte. sowohl 'das Talent wie den xuroväischcn Ruf des Vaters geerbt. I Königlichen Opernhau1e findet zur c"e_iei' des Tages ein P: pourri aus seinen bedeutendsten choreograp111chen _Schöprngen [ta an dessen Ausführung sick) diebervorrageudsten Kräfte des Könizli- Ballets betheiligen werden.

_ Ein neues Lustspiel von Otto _ Girndt, staben“, soll in der zweiten Hälfte diexcs Monats im „Zalln: Theater zur Auffübtung gelangen. der Ge chichte des ersten preußischen Königs entlehnt. Sonna end findet in demselben Theaker *.*-ine Bcncfiz-Vorsteliu für den Regisseur 20jährige Wirksam eit an dieser Bühne bexyilliqt ist. Laas e wird in derselben in drei kleinen Stücken: m Vorzim

r. Excellenz' _ „Eine _ _ mitwirken. In leßterem Ln tjpiel. werden auch die Gattin Haas e und Hr. Helmerding (als Stiefelpuher Hahnensporn) auftreten.

Der Sohn 1-

„Drei B1:

Der Stoff dieses Lustspiels Am nächs

rn. Keller stuft, welcbe demselben für sc- r. Friedri

artie Piquet“ _ „Die Hochzeitßrei

Zur UaterstüYmg armer Kinder des Erziehungshagses Zo

Abends präxise 6 Uhr, in der Marienkir-

Redqctzur: F. Prebm. Verlag der Expeditioti (Kessel). Druck W. Elin Drei Beilagen (einschließlich Börsen-Beilage).

Janx 1161166111, “B

' 111111 Dcutftbrn Mic!;s-Anz

M 258.

Neith-Itags = Angelegenheiten.

Berlin, 3. November. In der geßrigen Sißung des Deutschen Reichsiages gab 016 erste und zweite Berathung des Geseßen twurfes, " betreffend die Abänderung des H. 4 des Geseßes uber das Postmesen des Deutschen

e1ches vom „28. OkZober 1871, mehreren Abgeordneten Yerarilaffung, eme Erlexchterung der Eisenbahnen in ihrem Ver- Zaltnißl(2,1311st152113111sikt zu FEfUC-ZWZM' Der Bundesbexoümäckxigte,

enera = o 116 or 1. tep an , ent e nete ierau na 11 Abg. Grumbrecht: g g h f ck em

_Meme Herren! Ich kann nicht umhin mit dern Bekenntniß zu beginnen, daß dte Wendung, welche die heutige Veralbuna erhalten, der CharFkter, den ficgngenoxnmen hat, mich überrascht. Es handelt slcb mr: e_m Gesetz. lediglich sormc-Uer Natur, ein Gesetz, dessen Uv- sicht emzm und a1161n dahin geht, bestehendes chht zu kodifiziren, 11111 Der Herr Kdmnxissartus dies vorhin ausgeführt hat, ein Geseß, dzss-xn Notbrvrndigkeit __ und das möchte ich mir erlauben in Be- ztevunq auf d1e Ausfuhrungen des Abg Hrn. v. Venda hier gleich 111 den Vorderarynd zu stellen _ einfach deshalb zu Tage liegt, Weil das “bestebe-n'de Recht'tmt Emde dieses Jahres, mit Ablauf der acht- ]äbrtgen PZUODL, exlischt upd wir uns dann gegenüber dem Nichts befindxn, _ und gletchwobl ist materiell in die Beratbuug eingetreten, sind die wesen111chenGrundla§1en dieses bestehenden Rechts, seine Sub- stixnz selber. hier zum_ Gegen rande der Diskussion gemacht wo1den. Dieses R-“cht b_1ldet emen- w1chtigen V;“stsxudrheil des Befißstandes des Deutschen R:“LckWs, es ist mit dem HobeitSrecht der Post selbst nach dem . “Yass: 116665501111111 56q1111-ur 5111111] 1111116111816, a_uf das Reich ubergeganqcn, UUÖ es hat so zu sagen den Charakter 51131208 djestßt 11ledsßvazbhixrlidertxßhrLgen G21110diums der Postverwaltung, 1 en 61 is i)re ur ie e'ammtivo 1a rt äu'er' ' - ttgenÄZwrlrkelbmäyt erfÉUen skiann. ' hf h V " Mcd

_es a nun 11“ ten cl) die Angriffe er:,en diesen BLK tand? Hatkdte Postverwaltung envq dieses Rechtgmißbraucht? “1.11th hat es nicht gejagt. Oder_bat die Postverwaltung vielleicht in dem er- laubten (8111101111) diejeZ Rechts mit Riicksichtslosigkeit ve-fahren? Auch da? ist nicht angefubrt worden. Hat 1113 endlich die Leistungen mch161qu1, dl? man berechtigt War von ihr zu erwarten, indem man fie wobluberlegter Weise mit einem solchen Rscht aus- stqttete? Mari bxt es nicht behauptet, und ich glaube, man Wird es auch nicht behaupten, wenigstens möchte die Beweisfüh- rung sebr schwer werden. Wd lier,t also der Grund? Ich glaube, meranerreU, 11111 hab n“ Urjacbx, den geehrten Herrn 21191]. Richter und Stumm da11kbar_ dafurzu sem, daß fie uns darüber die Augen geoffnet hqben. E11_1st 111 der That nichts we1ter als die gegenwär- tige fi_nan;ieÜ_e Bedrangnix; der Pritvat-Cisenbal)uen, vo» welcher aus sich die Angriffe gsxzen dlejcs alte und wohlerworbene Rscht Kästen. Durch 111111116 UmZandß dteCisenb-ahnen in diese Lage gcrathen find, das auszufuhryn, ist hier nicht dsr Ort und ist aucb nicht meines Amtx's: m-(tg ste_eine Folge sein des allgemeinen Systems, auf dem sick) uberhaupt die E11tw1ch11ung_ unseres Eisenbabrewesens aufgebaut hat, - „em System, d.:s'ja viele Verehrer zählt _; oder mag sie in Verbmduna stehen mit der gegenwärtigen bedrängten Lage Von Handel'und Verkehr; oder_end1ich hervorgerufen sein durch Maßre-

“111, dre 1116 Eisenbalmen 1111111 ergriffen haben und die in den Er- o1gcnviel1€1cht111ckt so ausZsschlageu sind, wie fie es vocauégcseßthabm 11103111 _ 11116 gejagt,;ö grixort die nahere Ausführung nicbt bierhsr, doch 5,21“:th ist, das; die Privatbahnen sich :n finanzieller Bedrängnis; de“ nnch. 111117- nun vxxÜsicht bei dieser (H legenheit wiedrr _ um ein an d1e11-r O_t-ke beruhmt geworxenes Bild zu gebrauchen _ das große Reich11aß011q§zadrt werden 1011. Ja, meine Herren, 111) iaube, dgß, so 1au„e 171"? machtzge Hand an_dem Krahn des Reichsfa es ist, die 1hn_gcge1111_art:g halt, aus dir1em 121111111"; und für diesen weck an dem1elb1-11n1cb1 gedreht werden, und nicbxsberauslaufm wird. Ist 15 nicht an 1111) ein vocbjt'merkwüviges Schauspiel, daß die E:ssn- bqbnrn 11:11 die Post,»)et 211111111110, die berufen sind, ganz ähnliche Wichtig? Zwecke gemeinsam zu 1111111111, und für di? Wobifaert und Gefittung UL VNkes dmx!) Kräftigung des Verfrbrßlebens Hand in Hand und Schulter an Schulter _bcizutragen, das; zwei so1che Anstal- te_n bklk vor L_brem Forum gewiscrmaßen einen petitorischen Prozeß fuhren! Es itt dlks auch so eine dsr eigenthümlichen Folgen des be-

kannten_ grmi1chten SystMs. _ 'Die Klagen, die vorhin, hier widerhallt 11.111111, sind mir ubrmrns nicht neu. „21:8 dle erste Kunde von der Vorlag: des_ Geseßes „11115 Land ging, erschiene11 ZextungSartikrl Über Zsitungs- artikc|,*d1eedie _ojt z:1m„ngen!tandc von Angriffen machten, vor ugsweife m_B atterix, _die sich mit Gewerbe-, Likrien- imd Privat- *senbal)nwe1erz besrbaktigen, d.? von vornebenin gegen 'die Postver- 111111111111; Partei nahmen, ohn? nähere Untersuchung, meist au? die e1_n1eitigen Y_ngqben dec Privatbahnen hin, und nicht selten untcr An- fuhrungéunrixkxnger Tbatjachen und Aufstc11ung schiefer Behauptun- gen,. Die_P111vcrwal_!u11g hat es 0911071111101, auf irgend einen dieser 2111161wa zum Theil leider auch Eingang in das chati des Deut- schen EUenbahnvexems' gefunden haben, auck) nur ein Wort zu erwi- xexn; fie hat es fur r1chtigcr_grhalten, den Zeitpunkt abzuwatten, wo 1br Anlaß gsgeben rvc-rdgn wurde, vor dem höchsten und unverfälsch- teftexi Organ der“ offentlichen Meinung, vor dieser hohen Vaisginmsung, ("11ka _ und, fiel ihre Sache zu kührrn, und ick) glaube, daß dic1rr_ Zritvunkt, wenn auch heute in einer mir unerwartet gewesenen 21131116, drtinocv ixßt gekommen ist. Die Reichs- Yostverrvgltuxig hat 11116 ,Zuruckhaltung beovachten können in dcm 5 1115111311011 ihres Futon Rechtes, in dem festen Vertrauen, das; der- artige Sondrrmteresexr, wic fie_por1)in bldßlegen zu müssen mir durch die Ungunjt der Position gescha'ssenwar, in die Beschlüsse dicser l)ol)en Versammlung nimmermehr emdringen werden, sondern daß dieselbe die Wohlfahrt des Ganzen jeder Ze:t fest im Auge behalten wird. , J [Urach yon dem guien Recht der 3z.'*1)s?verw»11111ng, und 111111 nnch bemuhrn, dlk's nachzuweisen. Wenn es sich bloß um ein Reiht bandclxg, 1v61ches m d6n auxxenblicklia) geschriebenen Geicßen steht, so nzurde ich das in diexem FaÜ nicht so hochanscblagen; geschriebene Geseße können geändert Werden und sind oft genug „än- dert worden irt Jolgx derRascblebigkeit unterer Zeit. Das 5"th gber, Welches 1a) m_etne, ist de_r Natur der Sache anhängend und innewohneno. Der Dr. Abg. R1chter hat sehr richtig an die Ent- stehungsgeschvchts des Poxtrechts gegenüber dm Eisenbahnen an cknüpft; es scheint mir abex, er hgt ungeachtet seiner sonstigen schar en Logik kabet doch n1cht_die richxigeg JoLgemngen gezogen. Das Verhältniß war folgendcs: 101111111 die Staateg erkannt hatten, daß sie unbedingt Zucht mir zur Forderung der Geyehäfte der Regierung, sondem auch im Interesse der_ Regterten se'lber _ damals machte man noch diesen Unterschted __emer aügemetnen Verkehr;:anstalt bedürftig seien, _ es bestand fxuber auch ein gemifcbtes System ikaostwesen, indeß war es im _ ersten Jahrhunderte beseitigt und ein Staatsinstitut au die Stelie' der Pripatanstalten getreten _ legten sie dieser Ansxalt die Verpf11chtung auf, für den esammten da- uialigetx Verkehr zu sorgen, 1). i. die Perkonenbeförd-erung, dre Biiefbeförderung, _das Zeitungswefen, dic Güterbeförderung und den Geldverkehr. Diese Verpflichtung erstrcckke s1ch gleich eitig darauf, it) dem gxsammten Gebiete der Staaten und nicht Hlos a_uf dea einträgljichen Routen Anstalten zu diesem Verkehr einzu- richten. Damii_ dte solchergestalt vereinigte Staatsanstalt dZesen sebr umfassenden Pfln'hten gyrecht wkrdcn konnte, wurde es als unbedingt nothwendig auerkaynt, und war es auch durch die Natur der VU- bältuiffe augenscheinlich geboten, sie mit einem gewissen Besißthum

sein, daß

Exfte Beälage

pon Rechten auszustatten, deren Ausübung ilr eben die ErfüÜun 1111er Pfsichten ermöglxchte. „Das ist so absolist wahr und so naturg- uotbwendig“ daß in sgmmtbchen Staaten, nicht einen einzigen ausge- ndmmem 112, Post unt derglcichen Rechten umgeben worden ist, da- 11111 sie oben 181“: 31111118 erfüücn kann, die für das Ganze wiederum von der aÜrrdrtngendstey Wichtigkeit find.

Es _wurden_also die Poßregaiörechte eingeführt, fie gehen mit- uxker wetter, mrtunxer sind ne enger begrenzt; in den Staaten, die eme Fahryost und eine Sachenbcförderung nicht kennen. ist das leßtere der Fal]; 111 de:) anderexi gehen sie weiter und sie halten ungefähr die Mttte be: uns 111 Degtjchl'and. Dxese Rechte haben die Postverwal- 1ungen, s_o laygexsie 1111 2101311111118 dés Verkehrs waren, so lange tbn_en a11_ein die Verpflichtung oblag, in alien Landeötheilen für einen gleichmgß-gen Betrieb zu sorgen, aukgeübt. Nun kam das Jahr 1838 fur Deutschland. Der Hr. Abg. Richter hat der Stellung cr- wahnt, 1116 der Verstorbene„General-Pdstmsister von Nagler "einer Zeit eingenommen hat. Es ist heute ja lxicht, zu [)?daUkal, da der Chsf der Postverwaltung fick) damals geg-n die Eise-nbabnen erklärt 11th dem cmzelnyn Menschen wird man es gewiß nicbt verargen konnen, wenn,er.cmer neuen Erfindung gegenüwr, zumal sich an solche Eafindungen a m der That oft Abenteurer hoffen, seine eigenen An- sichten 12:11. enn etwas zu bedaurrn ist, so würde es vielle-Zcht das damals der General-Postmcistcr so viel Einfluß und Marbt gehabt hat, 11111 zu „verhindern, das; M nicht von vorn- herein mit aUcrEncrgre zu cmem Staatsbabnsystem übergegangen sind, Im Uebrrgen „rtebsn die „Verdienste des General-Postcneisttxrs v. Nagler auf postaltfchem Gebiete so hoch, das; ich es mir jederzeit zxzr Ehxe rechne_n werde, sem Nachfolger zu sein, und auf diesem Ge- biete mit 1hm m eine Linie gestcÜt zu Werden!

Also mxg kam dasz Jahr 1838. Die Post hatte das Recht, Per: fonen und Sachen mzt ihren TranSportmitteln zu bestimmten An- xunfts- und Abgangszeitcn zu lxefordern; die Eisenbahnen begehrten in 111111 Konzesstonsu sehr xrheblicYe R1chte und erhielten außerdem ein saknsches Monopol. D1_e Ausuvung des Dienstes der Eisenbahnen 111.11 nur m_ogllcb, Wenn die Postverwaltung auf die ihr ;ustrthen Rscbte oerzt-chtete. Der, Standpunkt der Post war eib: fehreinfacher: sie konnte dies 1311116 Wrttcres „thun, wm. die Eis-c'nbahnen für den gxsamuzten _Vcrkehr auch m den maögelhaft kultivérten Pro- v1u1en haZten wxgrn wollen. Dafür hab1n fie sich aber bestens be- daiikt; die PostverwaZtung sollte die Verpflichtung behalten, den Dienst agf _den sch1v1er1genR9_utcn zu versehen, ihr wurden die besten u_11d e1ntrag11chsten Course zzvrjchen Berlin, Leipzig, Magdeburg, Strk- tin, 19meng und am karn0bgenounnen, und fie sollte nach wie vor 1111: Me Verkehrsbedurfnisje in Osjpxcußen, Pommern, Posen, Schlesien auf allen jrnen Linien sorgen, für die der Zuschuß eben aus dem Ueberschuß der guten Linirn béstritten word'n war. 3111116111) kam 1111 aUgemeine und sehr berechtigte Drän- gen nach b1111_g2n P01101aße11;,daß die ErfüÜung aller dieser Au- foxderuxtgeu 1131 nicht mdglich War, liegt auf der Hand. Ste 1111111011116 dies nur zu_le1sten, Wenn ihr für das, was sieaufgab, eme Exitsckyadigung zu _Thetl wurde. Nchts tvar natürlicher als die Entschqdignng durcl)_§ckiejrnigen tragen zu lassrn, denen die großen Vor1hxilr der Konzejjtcnen zn Theil gewordan waren, um welche fie fie srcl)_bcworben hatten,. Es „erhellt hieraus a1"o ganz klar, daß es s1ch1ketne§wegö um ein Privilegium der 3 oft [)xndelt, sondern einfach 11111 ('in Recht„ Welchxs sic ermorden hat 1111110 01161050, eine, E1111chadtgung_ für die Abtretung des Post- _rcgals an die Cmsnbahnen; diexe Kompensation bilden Eben die m Rede standen 8111101111811, _ und das ist die Entsteßung der ganzen ©1616. EZ 111 dieser Hauptpunkt, die ganze Grundlage des iyal)r_cn R13chtsverhaltnissez in alien Zeitungen und *Denkschriften, dix fu_r dte E11e11dgbr=verwaltungen geschrieben find. 11615 und voll- 11a11d19,1ch1v111_111cht annehmen geflissentbch, verschwiegen worden, Wenigstens s_o mcit sie_mir zu GLÜCbt gekommcn find. Es handelt siÖb also einfach um eiiie Entschädigung für ein abgetretenes Recht. Man hat gef.1_g_t, und ich glaube, es war der verehrte Hr. Abg. Dr. Elben, _d_er amnyrtr, daß die Postverwaltung ja nachher den Post- zwang sur Packxte und Gelder selber noch Weiter er!eichtert und ihn dann ganz a11ge1chafft hat. Ja, meine Hcrrrn, wcnn hieraus jene Folgerun-„zcn 116309111 werden, die der Herr Abgeordnete darlegte, o ist das einfach eine Umkexbtung. Die PostverWaltung hätte den Poss zw.1ng g_ar 111chrguf 1:1 Mund ermäßigen und ihn dann noch 0161 weniger ganz absebgffcn koan-kn, 10 en 11 zur Zeit, als sie die's that, nicht bereiks dicse unentgeltlich?" Letftungrn der Brlmen bestanden hätten und dir Post

1111171 im Befiß der daraus 1111“ sie hervorgehenden Rechte und Erleich- te1'_11n§,1n geipexcn 11901111. Sie sahen also gerade an dic'sem Beispiel, dizß die Pojt tbre Stellung zu den Eiscnbabnxn im Interesse des Verkehrs und zur Crie1chtérung desselben vsrrmndet hat.

In de_n 111111111111 uber das ganze Vexhältxiiß drr Psstvetwaltung 311 den,Eisenbahnenchegeßnrt man häufig der Annahme, daß die Post eigentlich 2111661110116 auf den Cijenbahnen habe Diesen großen Jrrtbum darf 111) 'hier nicht miwiderlegt lassen, Ick) habe mir vorhin die Zahlen, so weit es mir möglich war, zusammengestellt, welche die er Post aus dem _Vahnbetricbe erivachsende Last darstcncn, die Be- zuse, die zum TU_éll dcn Eisenbahnen zufließen, und die Aufwendun- Y:":- dis andererseiis von der Post zu machen sind, um den 'chwierigen irnst auf de_n Eiienbahnen, zu dem die Post genöthigt ist, über- haupgguswfuhren.

Hic Werden aus dem Etat für das J1hr 1876 entnehmen, das; fur Bau uxid Untxrhgitung der fabrmden Posten auf den Cifeubahmn 111195181981 nnd zwetemhaiv MiÜionen Mark; ferner an Ver ütungen fur die Pa_ckete gegrn eindreiviertel Million Mark _ un dabei Walxext das etgmtlxumliche Verhältniß ob, das für Packete von einem 961111115111 Genz-cvt, ;, L_Z. über. 20 oder 40 Pfund, am linken Rhein- Uskr 1ogar ubßr 2 Pmnd, die YostVSrwaltung auch dann bezahlen muß. iyrnn sie in dein eigénen Postwagen befördert werde.; ja, damit ra-ocb nicht genug meme Herryn, die Post muß sogar dann, wenn sie einen Bandagen brauchk, wi-x dxes auf Verkehrsreicben Strecken fast jäglick) der FY] 1s_t, außer der Bezahlung pro Achse für die Wagen, auch noch fu_r die 131111321611 Packen“, die innerhalb deffrlben befördert werden, je11e betxondere Vrrgytung entrichten, so daß sie doppelt zahlt! ck 111111 mrr xrlauben, m Anfühcung der Zahlen fortzufahren. Au er ]eurn zwei em halb und ein drei Vierte1 Million figuriren noch zwei Mau onen Mark an Fabrgeldern für die Beamten, die den Dienst unterwegs verrichten. Dic- Gshälter dieser Beamten und Unter- bcamtcn bclanken fich auf sechs MZUionen jährlich. Früher, so lange die Lgndpoweq bestanden, ist ein Dienst durch Beamte unterwegs nicbt nöt_hig gewesen. In jenen Kosten treten dann um!; die Ausgabxn fzir H.1zung, Beleuchtung, Miethun der Lokale u_nd an Cxtraordmarten von etw.. drei Millionen, macht u?ummen jähr- llch fupfzehn Minivuen Mark. Ferner tritt hierzu Fu Kapital von 10 9111111011611 Mark, wekches auf die bereits bestehenden «.mbulanten Bureaus ver1vendct_1vird und ein sehr erheblicher Betrag für Er- richtung von Posthausern an deri Bahnen. lind hier bin ich an einem unkte angelangt, dem ich doch eine nähere Bemerkung wid- men m chte. Wie _kommt die PosivetWaltuug dazu, nach ganz öden Ge enden, welche die Eisenbahnen wegen des kür eften Weges oft auf- su. en, um ihre Konzetfionen zu vkrweriben mi ihrem ganzen Be- tnebsapvarat unentgeltlich nachrücken zu mässen, mit schweren „Kosten auf unchauffirten _Nebenruthen Posten anzulegen, welche den Bahnen dix Reisenden zufuhren und an Stellen, wo es ihr sonst nicht einfallen wmde, Postbäusxr oft mitten auf freiem Felde zu bauen und Dienst- wohnung“! für die Beamten herzustellen, während die Zoll- und Polizei-

lokale und in anderen St.:aten nach dem bestehenden Gesc e vielfa auch die Postlokale von den konzessionirtex Bahnen unentgtzeltlicb becks?

riger und 1111111111111) 5131011111611:Staats-Anzeéger.

woch, den 3. November

1875.

argeben Werden müssen? Es ist das eine an an erordentli eLat die der Postverwaltung damit auferlegt wikd.z ß ck s,

_Es handelt sich also im Ganzen um einen nachweisbaren Betrag von Uhrlich etkvg 15_16 Millionen Mark, die die PostverWaltung o_us Anlaß des (;,!senbahnpostdienstss aufzuwendcn 11:11 und von denen sie mie bestimmte Anzahl von MiÜionen Mark dixekt an die Eisenbahnverwaltungen für Packct- und für Beiwagen Ver- KUkUUJLU bezahlt. Wie man _dem gegenüber noch sagen kann, daß _dte, PosterWaZtung die Ei1enbabnen gratis bLUULS, ist mir voklsjandig nuermidzicb. Ja, wenn die Eisenbahnen diese Summe etrya nycb niit ubernehmen wollten, dann, aber auch erst dann, Wurde die Post den Vorwurf hinzunehmen haben, daß sie dic? Eisen- bahnen gratis bxnutze.

Weshalb_ eigentlich die Eisenbahnen überhaupt kcine Leistungen unentgrltlxch ubernehmen 1111111111, erscheint mir an silk) nicl)t 111111117111, da doch ein solches; B?chalxmk; bei vielen konzesfionirten Unterneh- mizngen besteht,_ die tn einer oder der andern Form dexartige Letstungen ausfgbreu müssen. Auch bei Staatövrrwaltumen hat man dieses Beijpi'el. _Jcb erinnere an die Gerichte, die viele

rozesse sporte1sre1 fuwren müssen, nicht [1106 für drn FiSkus, ondern auch in“ Urmexisachen. Ick) erinner.- ferner an die Postverwnmng selber, die durch die Portofreilxik für RcTchösaÖrn eme ganz,!)edcutende Last zu tragen hat, welche ich nach den 'eßégkn Vsrbältmffen und_nach d-r ja sehr glücklichrnAuSd-zbnung der 11111186- Kompetenz und ReichsvexWaltung auf etwa drei MiÜ-onen Mark ähr- Zicb veranschxage. urid dlL augenblicklich, wo die gro": Münzrexorm rm Gange Ut, ge1v_11; sek): viel me0r beträgt, Das f?ri'd Lasten, die von dxr Xdst ebenfalls unentgeltlich getragen wrden. Jch wünf 16, xagßldteL '!"tlsenbahlsjten"fibch daZan ein 2131111118! nähmen und sich nicht e 11 ex ungen rau en ie te ti veründe m, 11 ' 1 [1111823811 bestehen. , ck ck *g t sd Kd WO!

Sodann mochte ich n_ocb auf das Beispiel des Auslandes auf- merksam'urachen. Jn sammtlichen Staaten, mit Ausnahme von 311361111, die ich nacher_ nennen werde, bestehen diese V0rrcchtc der PostverWaltung oder virlmehr diese Entschädixung der PostverrValtung in Form von unentgeltltch1n Leistungen der Bahnen seit langvr 3911.

Sie sind 11: den meisten Staaten umfassender, in einigen jchr viel weiter umfassende'r a[s_be1 unserer Postverwaltung, Gsrade in neuerer Zcit babsi) die (9112111613. und Ungarn dicse Verhältnisse neu gcregclk und man. 111 dabet wetter gegangen, als es hier je der Fall ist.

Zw'et S_taatcn, erwabtzte ich, bilden eine AuMabme. Es ist das Großb'rttanpten, und Amerika. Auf das Beispiel Englands hat fick), Kenn 111) nicht irre, Hr. 131. Elben berufen. In England liegt die Sache 19: die Gesc 43, die die Postverwaltung nötbigen, enorme Be- zahlgxgen an dre (.Uenbabnen zu leisten, sind unter V11hältnissen im englizchen Parlament_ zu Skande gekommen, von denen Wohl kein Yatriot ber uns wunschen erd, daß sie jemals in dieser hohen 'versaxnmlung Ylaß 111211811 möchten. Die Vkrtretung der Sonder: mtergsjen dEr E11enbahnen rst eine zu stalke, zu überwiegende gewxsen, und 1e131|fangt_ 1116111 erst an,_die Folgen davon Wahrzunehmen.

. Es ist t_r_11r [)in eben „xm 211163111; aus der Schrift des Professor Coda, bekrkssxnd dlL 111131111116Eijenbahndolitik, übxrgeben worden. Mit Crlaybniß des Herrn Prafidenten möchte ich eine kurze Stxae daraus mtttheilen. Es heißt da:

dix Post ist gesetzlich berechtigt, entweder auf dea ewö nli en Zuger: ihre Briefsäcfe mit oder ohne Begleitung . . . g h ck _ das_ist dxe S_teÜc, die H1. ])1'. Elben schon vorgelesen hat _

dann heißt es weiter:

Die Folge davon ist Einerseits, _das; diese Süße höher find a1s d111enigen, welchc von Privatprrxoncn entrichtet Werden, indem d1_e Bahnen davon auögehen, daß die Post sie unter allen 11m- st'andeii Yrsucht, urid bei Anrufung f1bied611chterlich1r Vermittrlnng d1e ,naturliche Netgurig immer dahin geht, „,für den schwächeren Théil', d. h. fnc die Eisenbahnen zu entscheiden. „Mau stkbk“, sagt chf. Cohn, „13811 Staatssäckel «115un211chöpflich an und billig? dem eutjprcchende P1etife zu“; Preise von solcher Höhe, daß die ;pystverwaltuyg fiel) _in manchen Fällen gradezu außer “Stande er- lart hat,“ dte, betrxnenden Verbindungen im Interesse des Brief- verkchrs einzurichten. Aydrerseits bat dis rein privatrechtliche Auf- fassung, des Verbaltmßes , zwi1chen Post und Eisenbahnen, o ivre der Manch einer kräftigen Handhabung der tqatltchen Auffichtßreckzte zuwege gebracht, daß jene instungen frlhst, gan; abgesehen von der dafür zu zahlenden Ver- gxitung auf die mcrnnichfacvste Weiseperkürztwerden. An die Post- zuge kverdcn, obgleich dafür,_1vie für Extrazüge zu zahlen ist, Per- sonenwagen, Lft 1n1ehr großer Zahl, angehängt; die gesetzlich vor- geschriebene E;"chnkalgkkit _der Beförderung wird nicht eingehalten; bei_ d_e_n gxwohnlichen Zuger: wird theils die Mitveförderung der Briefpacke udxrhaupl verwxigerf, unter dem Vorgehen, daß dieselben nickt rechtzeitig __d, 1). vier Wochen vorher _ angemeldet seien, thrils dle Auswecbielung a_uf den Zwischenstationen auSgescblosscn, weil fie zwar nach dem Sinne, jedoch nicht auch ausvrücklich nach dem Buchstaben des Geseßrs gestattet ist.

Meine Herxen! _Jedermayn, der in England geWescn ist, und da_s Interesxe oder die Verpfltchtung ebabt hat, fick) um diese Zn- sjaxide zu kummvern, weiß, daß der ostbctriebßdienst in England zwrfche11 d'en_großcr'en Orten zwar,fehr gut organisirt ist, das; er abker bc311g1'lxh rnit:_lerer pnd kleinerer Orte oft sshr viel zu wnnscben laßt“ daß „belsplclweife die FäÜe nicht selten fixd, daß die Briefe bis an das Ende der Linien durchgenoktm 11 werden, und an erstere rückwärls an die Zwischen- stattqnm gelangen. Auch besteht keineswegs eine täglich so ostmalige Verbmdting als hei uns. In dieser szichun lassen sich die engli- schen Zujtgmde xmt den unsrigen nicht verglei en. Ich möchte ferner darauf aukmerkyamyachen, daß England die gesammte Fahrpost nicht besitzt, und gerade dix Fabrpost der Postverwaltung sehr große Ausgaben v?xursaxbt. Wsnn wir e_s blos mit der Brisfpost zu thun hätten, was nzchtivunfchenßwertb sem ka„nn _ es gab aÜerdings eine Zeit wo man die Jahrpost abgeschafft Wissetz woÜte _, die damaligen Doktrinen siyd uberwmrden; w1r h1ben ein starkes Fabrpost-Jnstitut, welches für die Verkeb15wohlfahrt drs d'eutschxn Volkes von größtem Nutzen ist und u11_serm Postwesm, wie mir schemt, einen Vorrang vor dem der weft- lichen Otgaten versclzafft hat. Genug, wenn wir es nur mit der Briefpost zu thun warten, so wurde der Dienst bequemer, billiger und einträglicher Werden. Das ist der Fall von England. Die britische Staatskasse erzielt aus der Post e_men Ueherscbuß von 10 Millionen Thalern = 30 Millio- netz Mark, iverl sie die Fahrpost nicht mit u bestreiten hat, und weil die Tarife in England _fur mehrere wichtige bjekte erheblich größer sind, a]s bei uns. I erwahne nur das Zeitungkporto, das dort fünfmal jo viel betragt, als 111 eutschland, ferner die Rekommandationsgebühreu, welche das Doppelte bxtrageu. Sodann exiftirt noch eine große 2111- th von Landorten, die noch keine unentgeltliche Bestentmg besitzen,

te „Zustände hat man nicht beseitigen können, weil auf dem Posjarar em zu nroßeZ Opfer _durch die Zahlungen für die Eisen- baann lgstet. Ganz ahn1ich wie in levterer Veziebun liegen die Yrrhaltmsse iu Nordamertka. „Es ist mir heute noch urz vor der O1 ung_ der letzte Jahresbericht des nordamerikanischeu Gsneral- o meisters zugegangen. daqacb besteht ein Defi it von 6 Miuioncn . ollars, das Dx „zit des vorigen Jahres belief cb, wenn ich nicht trre, guj 7 Mi tonen Dollars, das des vorvorigen Jahres auf 5 „Mimoun Dan15, 17 _daß sich das ahreSdefi it immer zwrscheu 20 und 25 tatonea bewegt. ieses (Held gebt

im 'Wefentlicben in den Säckel der Privateisenbabneu be w. der thionäre. Wodurch deckt Amerika dreses Defizit? Dur seine