Salzburger Prämien-Anleihe. Schwarzburg-Sonders- !; a u s 8 ns ch e Kammer-Anleihe 118 1860 und Staats-Un181heäs 1864 (Rückständige). Schwedische fundirte Staats-Anlezhe 118 1872. Schwyzer Kantons - Anleihe (]S 1862/63. Türkt che_3proz. Eisenbahn-Prämien- Anleihe. Ungarische 5 proz. O11b9hn- Prioritäts-Obligationen. Ungarisches 5 proz. StaatH-E1sen- bahn-Unlehen. Vereinigungs-Gesellschaft fur Stemkohlen- bau im Wurm - Revier, Partial-Obligationen. Warschauer Pfandbriefe. Windischgraeß 20 F1."- Loose. Zusgmmen- stellung abhanden gekommener Preußqcher Weühpaptere. _
Die Allgemeine Verloosungs - Tabelle erschcmt wöchentlich einmal und i| zum ?lbonmmentöpreis von 1 Mark 50 Ps. (15 Sgr.) vierteljährlich durch alle Poßanßaltey, scx. wk- durck; Carl Heymanns Verlag, Berlin, 8. N., Kömggrayer- straße 109, und alle Buchhandlungen zu beziehen, für _Berlm auch bei der Expedition, Wilhelmstraße 32. Preis pro exnzelm Nummer 25 Pf. (21/2 Sgr.)
Yiohtamksiehes.
Deutsches Reich. Preußen. Berlin, 11. Dezember. S8. Majeßät der Kais er und König mußten Sich der Heiserkeit wegen heute schonen, nahmen indeffen die regelmäßigen Vorträge entgegen.
_ S8. Majestät der König von Sachsen und Se. Königliche Hoheit der Prinz Georg von Sachs8n brachten dcn gestrigen Abend, nach Ihrer Rückkehr von Hubertusstock, bei den Kaiserlichen Majestäten zu, woselbst heute ein großes Diner zu Ehren der Hohen Gäste stat1fi11det.
_ Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit der Kronprinz kehrte gestern um 81 Uhr Abends von der Jagd in Hubertusftock hierher zurück.
Um 5 Uhr nahm Ihre Majesjät die Kaiserin-Königin bei Ihrer Kaiserlickzen und Königlichen Hoheit der Kronprinzesfin das Diner.
_ Diegeftrige Hofjagd 111 der Schorfhaide mardurch das Unwohlsein Sr. Majestät des Kaiser:“: und Königs, das, wenn auch g1ück11ch8rweise an und für fick] nur leicht, so doch der argen „Kälte wegen den Allerhöchstcn Iagdherrn nöthigte, sehon Vormittags von Hubertusftock nach Berlin zurückzukehren, empfindlich getrübt, während die Jagd selbft froh Frost und Schneegestöber außerordentlich glücklich verlief.
Um 9 Uhr Vormittags brach S8. Kaiserliche und Kö- nigliche Hoheit der Kronprinz mit der schon Abends zuvor auf Hubertusswck eingetroffenen Iagdgesellsckyaft, und zwar mit des Königs von Sachsen Majestät, Ihren Königlichen Hoheiten dem Großherzoge von Mecklenburg-Schwerin, den Prin- zen Georg von Sachsen, Friedrich Cark von Preußen und ?luguß von Württemberg, sowie dem Hofmarsckzall Grafen Perponcher und den persönlich8n Adjutanten dcr fürstlichen Gäste zum ersten Triebe, einem Lappjagen auf Rothwild in dem sogenannten Raupenfraß der Oberförsterei Groß-Schönebeck auf. Der Oberst- Iägermezister Fürst von Pleß leitete die Jagd“ unter Mitwirkung des Hof-Jägermeisters Freiherrn von Heinße und des Forßmrißers Hildebrandt, welcher den durch eine Jußverleßung behinderten Ober-Forßmeister v.Maffow vertreten mußte, persönlich. Um 10 Uhr konnte das Treiben beginnen, 1111d wenige Minuten darauf be- wiesen die zahlreichen Schüsse, daß es gut besehx sei. Ueber 200 Stück Rothwild mit mehreren Hirschen ware'n im Triebe. Um 1111 Uhr ward das Jagen abgebrochen und zum Dejeuner im Iagdzelte gefahren.
Hier waren soeben auch die Berliner Herren, und zwar die General - Adjutanten Graf von der (60113 und Graf von Brandenburg, der Vize-Ober-Staümeifter von Rauch, der Vize- Ob8k-Iäg8rmeistcr von Meyerinck, die Obersten und Flügel-Adju- 111111811 Jürß Radziwill, Graf Lehndorff und von Winterfeld, sowie die persönlichen Adjutanten des Kronprinzen und des Prinzen Friedrich Carl, Major von Liebenau und Rittmeister von Bo1ck8, eingetroffen, während der Fürst zu Hohenlohe- Langenburg und der Minister des Innern Graf zu Eulcnburg, Ersterer Krankheits halber, Letzterer wegen Familientraucr nicht er- schicn8n waren.
Nach eingenommenem Déjeuner begab steh die Jagd- geseUschaft zu Fuß nach dem nicht weit entlegknen Haupt- jagen auf Roth- und Dammwild, in dem sogenannten langen Gehege der Oberförsterei Pechteich, Die Aller- höchsten und Höchsten Herrschaften wurden auf Kanzeln, die übrige Jagdgescllschast hinter Schirmen, Ersjcre gegen Rehe, Leßtere gegen Tücher gestellt11nd Beide sehr bald durch dichtes Schneegexxöber vor dcm Aeugen des Wildes geborgen.
Eine anderthalbstündige allseitige Kanonade war die Ant- woxt auf das Anblasen des Jagens und ergab eine Gesammt- sm'ckc von 63 geweihten Hirschen, darunter 8111 Vierzehn-Ender, und mehrere Zwölfer, einigen achtzig Stück Rothwild, acht Schauflern und einigrn funfzig Stück Dammwild.
Der Strecke im Walde folgte das Diner im Jagdschloss 111111 die Heimfahrt hierher.
_ Der Bundesrath trat heute zu einer Si§u11gzu- sammen.
_ Im weiteren Verlaufe der gestrigen Sißung des Dcutjckxcn Reich91agss führte in der Diskusfion über den
Etat für das, Reichsland Elsaß-Lothringen 1876 (S. Nr. 270, 272, 273 d. Bl.) der Bundeskommissar, Direktor im ReichSkanzler-Amt, Wirkl. Geheimer Ober-Regie- rungs-Rath Herzog, die Gründe an, welche gegen die Auf- hebung des §. 10 des OrganisationSgeseHes in Elsaß-Lothringen sprächen. Nachdem noch der Aba. Grumbrecht fick) über die Art und Weise des Abg. Windthorst, mit allgemeinen Phrasen zu polemifiren, mißbiUigend aUSgesprochen hatte, wurde die Dis- kussion geschlossen und Tit. 21 (DiSpofitionsfonds des Ober- Präfidenten) gegen die Stimme des Centrums, des Abg. Sonne- mann und der clsaß-lothringischen Abgeordneten genehmigt.
Beim Etat der Justizverwaltung wurden nach einer ein- leitenden Bemerkung des Referenten Buhl die Kkagen des Abg. Winterer über die zu hohen Gehälter der Justizbeamten im Reichskande von den Abgg. 131". v. Schulte und v. Cum; als unbe- gründet zurückgewiesen, während der Abg. Dr. Reichensperger (Crefeld) dem Abg. Wintern: zußimmte.
Die betreffenden AuSgabetitel Wurden mit der nachstehenden Resolution genehmigt: . „Deu Reichßkauzler xu ersuchen, die gxseßlich8n Bestimmungen, m_ deren Gemäßheit die Friedensxichter neben ihren Gehältern Ge- buhreu beziehen, nach der Richtung einer weiteren Erwägung unter- werfen zu wollen, ob es nicht tbuulich sei, den eigenen Gebühren- be1ug der Friedensrichter aufzuheben und die fraglichen Gebühren defimtiv_ zur Landeskasse zu vereinnahmen, auch darüber demnächst dem Ruchötage eine Mittheilung zu machen.“
Bei dem Kapitel: „Handengerichte' plädirte Abg. Win- terer für die Aufrechierhaltung dieser Institution, welche ihm dureh den bekannten Beschluß der Reichs-Iustizkommission be- droht erscheint. - ' ' -
Für den Titel 4 dieses Kapitels: „Unterßüßungen an ein- geborene Iuftiz-Aspiranten“, 5000 «16, schlug die Kommijfion folgendeBezeichnung vor: ,Unterftüßung von LandeSangehörigen, welche fich dem Justizdienste widmen..“
Der Abg. Winterer verlangte die Streichung der Position, da (111 Rechtskundidaten in Elsaß-Lothringen niemals Mangel gewesen, und Abg- Windthorft fürchtete von einer solchen Sub- vention einen nachtheiligen Einfluß auf die für das richterliche Amt nothwendige Charakterunabhängégkeit.
Diesen Rednern stimmte Abg. Dr. Rsichensperger (Crefeld) bei, während der Bundeskammiffar, Dirsktor im Reichskanzler- Amt Herzog, der “Abg. Graf Bethush:Huc und der Refer8nt Abg. Buhl für die Bewilligung plädirtcn, welche das Haus auch gewährte; deSgleichen Wurden die übrigen Titel dieses Ka- pitels bewilligt. ,
Beim Etat der Verwaltung des In:“.em unterzog nach einem einleitenden Vortrage des Referenten Nieper der Abg. Winterer besonders die Kreis-Direktionen, den Grundstein der gegenwärtigen VerwaltungSorganisation, einer sehr mißgünstigen Kritik, welche der Abg. Simonis ebenfalls an den Straf- und Befferunganstalten übte.
Zu Kap. 32: Unterhaltung der Kriegergrabftäiten 9650 «W, wozu im Extraordinarium noch 16,000 «11: tr8t8n, lag ein An- trag des Abg. Krygér (Hadersleben) vor: 1) daß sämmtliche der Bevölkerung von E1saß-Lothringen alljährlich ermachsend8n AuSgabopoften zur Unterhaltung der Grabstätten für die ge- fa118n811 deutschen Krieger ein für 111113111111 aus dem Hanshasts- Etat von E1saß-Lothring8n gestrichen Werden; 2) daß fortan auf Kosten des Staates keine Grabstätten gefallener Krieger errichtet werden dürfen; 3) daß nur solche Grabstätten gefallener Krieger auf elsaß - lothringischem Boden errichtet werden dürfen, für deren Errichtung und Unterhaltung das Volk durch freiwillige Gaben die 11ötl)igen Summen zusammengebracht hat, dessen Aßlehnung der Referent Abg. Néeper Namens der Kommisfion empfi8h11. Abg. Duncker gab zu, daß 17181) über Gefühle rechten ließe, und wenn steh die E1saß=Lothringer durch diese Auggabe wirklich 13811th fühlten, so wäre er dafür, die Pofition des Ordinariums abzusetzen, bei der außerordentlichen AUSJabe aber eine Resolution anzunehmen, in der der Reichskanzler aufgefordert wird, eine Abänderung der Bestimmungen des Geseßcs vom 2. Februar 1872 in dem Sinne herbeizuführen, daß die Koßen dks Ankaufs von Kriegergrab- stätten vom Reiche übernommen Werden.
Der Antrag Kruger wurde gegen die alleinige Stimme des Antragstcllers abgelehnt, die Posttion des Ordinarinms mit der“ knappen, durch AUSzählung festzustellenden Majorität von 111 gegen 103 Stimmen (Centrum, Fortsckzrittspartei, Elsässer und Polen) genexmigt, deHgleich8n die 16,000 (15 extraordinärcr Auggabe. Die Resolution Duncker wurde ebenfalls angenommen.
Die sämmtlichen übrigen Titel des Etats wurden anstands-
ebenso wie die des Etats für Handel und Gewerbe, für Wasser- und für Wegebau wurden anstandslos bewilligt. Beim Schlusse des Blattes stand der Etat der allgemeinen Finanzverwaltung zyr Baert ung und hajte der Abg. Simonis das Wort.' -
** _ Von Seiten des Auswärtigen Amts ist in dtesen Tagen eine Sammlung der deutschen Auslieferungs= verträge heraUSJegeben worden, welche einen korrekten Abdruck der vom Deutschen Reiche, vom früheren Norddeutschen Bunde, von Preußen und von Elsaß-Lothringen mit auswärtigen Staaten über die Auslieferung flüchtiger Verbrecher abge- schlossenen, zur Zeit noch in Kraft bestehenden Verträge und der dazu ergangenen Ausführungsbesiimmungen enthält. Vor- angeschickt ist eine einleitende Ueberficht, welche die von den ein- zelnen deutschen Bundesstaaten abgeschlossenen, noch gültigen Verträge gleicher Art erwähnt und angiebt, wo die amtliche Publikation derselben erfolgt ist. Die Sammlung ift im Verlage der Geheimen Ober-Hofbuckgdruckerei (R. von Decker) erschienen.
_ Ueber den Schiffbruch des Bremer Dampfer „Deutsch- land“ ist dem Angroärtigm Amt eine Reihe von Mitthei- lungen zugegangen, welche die anderweitigen Nachrichten im Wesentlickzen bestätigen. Unmittelbar nachdem der Un- glücksfal] hier bekannt g81vorden, war der Kaiserliche Bot- schafter in London beauftragt, den Verunglückten Hülfe und Unterftüßnng zu Theil Werden zu lassen, und zu gleichem Zwecke der Kaiserlickge General-Konsul in London mit Wei- sung versehen. Von Beiden liegen nunmehr Berichte vor. Danach smd gerettet von den Paffagicren 48 Männer und 15 Frauen und Kinder, von der Mannschaft 86. Einige der Geretteten find noch krank, zwei wünschten, nach Deutschland zurückzukehren; die Uebrigen, theils amerikanische Bürger, theils Auskoanderer, werden nach Netv-York befördert,
Die amtliche Todtenschau ist bis zum 14. d. M. ausgeseßt, weil die Geschworenen sick) noch vergewiffem_„ wollen, ob die coastguarä rasch genug zur Hand war. „'.
Die Namen der Verunglückten, 20 Mann 11811 der Besatzung und 40 Passagiere, haben wegen Verlustes der Schiffspapiere und da eine Jdentifizirung der Leichen durch die bei der Kürze der Fahrt ungenügendeVekanntschaft erschwert ist, noch nicht ge: nau festgestellt werden können. Sobald dies geschehen und Nähercs über die Strandung des Schiffes bekannt geworden ift, werden weitere Mittheilungen an dieser StelTe folgen.
_ Vom 24. bis 30. November 18751)at die Preußische Bank an Gold angekauft: in Münzen für 4,426,713 «FH, in Barren für 1,311,153 „46; vorher seit dem 18. September 1875 in Münzen für 3921-1630 „16. in Barren für 17,644,850 „4x; zusammen in Münzen für 43,641,343 „ &, in Barren für 18,956,003 «FQ
_ In den deutschen Münzftätten ffnd bis zum 4. D8zember 1875 g8prägt: an Goldmünzen: *957,417,920 «FL Doppelkronen, 293028000 „% Kronen; hiervon auf Privat- rechnung: 66,612,710 845; an Silbermünzen: 23,743,765 „45 5: arkstücke, 102,869,780 «46 L-Markftücke, 7,533,632 „16 50-
185 118181111131, worauf fixh das Haus um 4-1 Uhr bis Sonnabend 11 Uhr vertagte. ;?
_ In der heutigen (25.) Sitzung des Deutschen Reichsxei
tages, welcher am Tische des Bundesrathes der Präfident dcs R8ichskan1l8r-Amts Staat-Z-Minister 131“. D81htück, der Bundes- bevollmächtigte Wirkliche Geheime Rath 11011 Möller, und der Direktor im Reichskanzler-Amte, Wirkliche Geheime Ober- Regierungö-Rath Herzog, mit andern Kommissarien beiwohnten, wurde die Weite Berathung des Entwurfs eines Gesehes, be- treffend die Feststellung des Landeshaushalts-Etats von Elsaß-Lothringen für das Jahr 1876, auf Gr1111d des mündlich8n Bcrichtes der )(]. Kommisfion fortgeseßt, und zwar mit der Beratlmng des Etats der geistlichen Ange: legenheiten, dessen Titel sämmtlich andstandslos genehmigt wurden. Beim Etat des Unterrichts verwahrte s1ch bei dcr Pofition „Uni- verfität Straßburg“, nach einem einleitenden Vortrage des Referenten Nieper, der Abg. Westermayer gegen die Angrifst des Abg. Oncken. in erster Lesung, als sei er ein Feind dcr freien Wissenschaft. Der Abg. Oncken erwiderte, daß, tver sich einer fremden ?lutoritätunbedingt unter- wirft, die freie Wissenschaft nicht fördern könn8. Der Abg. Windthorst wies die Angriffe des Abg. Oncken zurück, wollte aber eine solche Debatte im Interesse des Friedens nicht fort: 1813811. Die Pofition wurde bewilligt.
Zu Kap. 42 „Niederes Unterrichtswesen“ beklagte fick) Nbg. WiUterer 11er die widerrechtlichen Eingriffe des Staates in das Erziehungsrecht der Eltern durch den.Zt111111g, mit welchem man die Kinder zu dem Besuche der Staatsschulsn nöthige, und unter- zog einzelne Maßregeln der Regierung auf dem Gebiete der Schulverwaltung einer sehr mißgünstigen Kritik. Der 2le. Duncker entgegnete, daß er auf die einzelnen Beschwerden des Vorredners nicht eingehen könne, doch Müsst er sagen, die Abgeordneten des Reichslandes führten nicht einen Kampf gcgen die Unicrdrückung, sondern für die Herrschaft. Als Referent für das Unterrichts- wesen in der Kommisfion müsse er nach den Verhand- lungen des LandeSausschuffes behaupten, daß fick) der Vorredner und seine Partei in dieser Beziehung nicht in Einklang mit der reichsländischen Bevölkerung befänden. Uebrigens sei er und feine politischen Freunde für vollßändiqe Unterrichtsfreiheit. Ihm trat der Abg. 131, Reichen- sperger (Ersfeld) entgegen, indem die von dem Abg. Duncker vertretenen Anfichten über die Berechtigung der Staatsschule die Staatsomnipotenz verkündigten, daß man vielmehr der Familie dies Recht einräumen müßte, für eigene Kosten ihre Kinder in die Schule zu schicken. welche ihrer religiösen Ueberzeugung entspricht. Die Pofition wurde bewilligt. Bei der Pofition: ,Unterstüßung an Gemeinden, welche kein Schulgeld erheben, 8000 81-6“, behandelte der Abg. Simonis wiederum das Thema über den gemeinschaftlichen Unterricht bei- der Gesch1echter in den Volksschulen, gegen we1chen er energisch protestirte. Die Pofition wurde bewilligt. Bei der Pofition: „Unterstüßung von Mittelschulen und Erhaltung von deutschen Schulen im franzöfischen Sprachgebiet 12,000 846“, legte der Abg. Oncken dar, daß, wenn die Regierung dem Wunsche einer Partei des Landesausschuffes von E11aß-Lothringen auf Wiedereinführung des zwang6weisen Unterrichts in der frau- zöfischen Sprache nachgeben würde, fie das Syßem des zweiten franzöfischen Kaiserreichs auf Auswttung der deutschen Sprache fortseßen würde, eine Anschauung, welche von dem Referenten Abg. Nieper auf das richtige Maß zurückgeführt wurde. Die Pofition wurde bewilligt. Bei den Einmaligen Außgaben befürwortete der Abg. Duncker einen Neubau der Univerfität Straßburg, um die verschiedenen Fakultäten, welche jeßt in vier verschiedenen Lo- kalen fich befinden, im Intereffe der Lehrenden und Lernenden
:iäZjschxtigßücke, 19.687,350 „11; 60 «3 W-menigstücke; an
r18d1a111WÜUzM: 11.692,121 «15 70 H 10-Pfen11igftücke, 6,261,010 nricl) R') -:Z 5-Pfennigftücke; an Kupfermünzen: 4,514,691 „16
“42“ ge; 2-Pfennigftücke; 2,417,411 «FH 31 ,:Z 1-Pfennigßü1ke. GesamwtaUSprägunq: Qn Goldmünzen: 1,250,445,920 «46; an Sikbermünzen: 153834527 „46 60 „xz; an Nickelmünzcn: 17,953,132 «45 55 «5; an Kupfermünzen: 6,932,102 7/15 73 H.
_ Das General-Postamt richtet auch in diesem Jahre (111 das Publikum in dessen eigenem Interesse das Ersuchen, mit der Einlieferung der Weihnachtssendungen bald zu beginnen, die Packete ha1tbar zu verpacken, genau und deutlich zu adressiren und, zur Beschleunigung des Be- triebes, zn frankiren.
_ Im weiteren Verlaufe der gestrigen Sihung der außerordc11t11chen Generalsynode nahm die Versamm- lung Alinea 1 und 3 des §. 29 nach dem Wortlautc der Re- gierungHvorlage, Alinea 2 und 4 mit den Amendements des Synodalen 1311. Gierke an.
Letzterer begründete alsdann sein, dem §. 29 als Alinea 1'. neu anzufügcndes Amendement:
„Aenderungen der Kirch8nverfaff11ng in Bezug auf 11831118111an- schung 8882 Bcfugmsse dar Gemeinde Organe oder der Synoden kön- 11811 nur mit 811181: Mehrheit yon zwci Dritteln der abgegsbencu Sbm- 111811 beschlossen werden.“
Eine derartige Bestimmung finde fich, nack] Lluficht des R8dn81s, in allen übrigen nichtkirchlichen Verfassungen, sei 86, daß fie Staatchsen oder Vereine regeln. Und die kirchliche Verfassung bedürfe dieser Bestimmung um so mehr, als gerade fie möglichst seltenen Veränderungen unterzogen werden solle.
Der Synodale 1)r. Wachler (Breslau) sprach fich jn ent- gegengeseßtem Sinne aus, und hielt den vom Amragsteller ge- forderten Schuß für die Kirchenverfaffung nicht für ein wes811t- 1181385 Bedürfniß, sondern sogar schädlich für die Kirche. Die RegierungSvorlage genüge hierbei vollständig.
In ähnlichem Sinne sprach fich der Präsident des Evan- gelischen Ober-Kirchenraths 131“. Herrmann aus. Eine Ablch- nung des Antrages empfehle fich, da die zu schaffenden oder geschaffenen Institutionen noch zu neu seien, das; trotz des besten 2531118115 fich doch Mängel in der Verfassung finden, deren Be- seitigung man nicht erschweren dürfe.
Der Schluß der Diskusfion wurde angenommen, Amendement aber in der Abstimmung verworfen.
2119 neu anzufügendes Alinea 6 brachte 131. Gierke noch folgendes Amendement ein:
„Eine Verfassungsänderuug, 111818118 die in dieser Ordmwg (§. 6 Nr. 3 111111 §.8) dcr lanrcskirchlichün Gescßgebung gezogenen Grenzen zum Nackytheil der Provinzialsynodm oder der Gemeindk-Organe cr- weitern soll, bedarf überdies der Zustimmung der Mehrheit der Provinzialsynvden. Eine Einschränkung oder Beseitigun der 1111 Yrovinzialsynoren Westfalens u1_1d der Rheinprovinz 1'11 „. 9 8181er «rdnung emgcräumten Befugniße kann nur mit ausdrücklicher Zu- stimmung diefer Synoden erfolgen.“
Der Synodale Klapp (Vandsburg) sprach gegen den An- trag; der Synodale 1)r. Gierke (Breslau) motivirte denselben damit, daß er eine Beruhigung der Gemeinden sein werde. Hier sei die Zußimmung der Provinzialshnoden an ihrem recht_en Plaße. Man habe gesagt, dieselben fördern den ParTikularrs- mus, derselbe sei aber hier vollkommen berechtigt.
Von formeller Seite beleuchtete der Synodale 13r. Nieden (Cablenz) den Antra , deffen Ablehnung er empfahl. Nachdem fick) no der Präsident Dr. Herrmann und der Synodale Krummacher (Brandenburg) gegen den Antrag er- klärt, wurde derselbe von der Synode verworfen.
Der . 30 lautet:
das
in einem „Lokale zu vereinigen. Die betreffenden Positionen,
Der “ynodalvorftand sorgt für die Aufzeichnung, Redaktion und Beclaubigung der Sisungsprotokoae. Bei der Aufzetchnung kann er
von Mikgliekerü her Syyode unterstfxßt werderx, welche sich auf Ein- Zaduna des Vorstandes dtesem Geschafte unterztehe'n. .
Ein Amendlement des Synodalen Schmew1nd(Elberfeld) Wollte ßait „Synodalvorßand“ 11an Wort „Präfidium“ gesetzt haben. Die Synode vernzarf seinen Antrag und nahm den Paragraphen nach der Regterungsvorlage an.
Die Versammlung beschloß nun, in die Berathung der ; . 19 und 20, welche die Wahl des Synodalvorßandes und „des Synodalrathes betreffen, einzutreten.
Der §. 19 lautet:
Die Generalsynode wählk ihren Vorstayd auf _eine Synodal- periode von sechs Jabren. Dcrsclhe trxtt 1811011) erst auß-Jr Funk- "tion nachdem der neue Vmstand gebtwct 111 Q 26). , __
“Der Synodalvorstand 138118111 aus 81mm VorfißMdén (_Praws), aus einem Ste'lloertrctxr 1181111181) (Vize-Präs8s) und „aus funf _Bci- sxßctn (Assefsrrep). _Jur dle 238111888 werden 1(„T1815113111c11111e17 gewahlt, welchk bei Verhtydernng der ersteren ZZ den Y_orstand ber11fcn_1vecden.,
Scheiden 1781 111151 vsrsamm-elter «19111118 18180111 der Prasxs 1115 Fein SteÜvertreter aus, 10 Wahlen diE Beifißer unter fick) 1118 1.118 Restzeit einen Vorfißenden. "
Hierzu sind folgende Anfrage geßellt:
]) vom Synodalen Graf v. Krassow:
Jm Absaß 2: . _ , _
]) die Zahl der Bétfißxx von funf a11f_ 11811811 zu erhohen; 2) zu dem Worte „258111138111“ d'en Z111a15 h1nzu38111g8n:
„unter denen wm1gstens dre1 G81stl1che 58111 1111111811“;
2) vom Synodalen Schniewind (Elberfeld):
Die Gcnxralsynode WOÜL beschließen:
Das Ylinea 1 des §. 19 dahin abzuänkern:
„Die G8n8ralsynode wählt bei ihrem Beginne für 118 Dauer 111181 Verhandlungen 8111811 Präfidentm, einen Vixeöpräfidentcn und vier Schriftführer; am Schlusse ihrer V8117andlungen wählt sio den Synodalvoxstand M eine Synodalvcriode von 6 J..1hre_11. Leß- 18rer tritt erst außer Juaknon, nachdkm der neue Vorstand 98- büdet ist.“ (26.)
Der Synodale Schniewind begründete sein Amendement damit, daß die Mitglieder der Synode sah krft im Layfe'der Sesfion kennen lernen müssen, ehe fie 311 811181: so w1cht1g8n Wahl, wie der des Synodalvorftandes, schrettcn. " '
Gegen diesen Antrag sprach der Shnydale Zockler (Gr81fs- Wald), da auf kirchlichem Gebi8t8 so Wemg als möglich Wahl- agitationen ins Leben zu rufen 181811. '
Von dem Synodalen 131. Techow (Berlm) war zum Schniemindschen Antrage das U11te1am811118m8nt gesteUt, “hinter dem Wort „Schriftführer“ zu scßen: „S18 111111811 das 5111113811- präfidium“. - „ .
Der SYnodale v. d. Golß (Bonn) erklarte „fich zunachst gegen das Amendement v. Kraffow,"das den koUegmlischen Vor- ßand zu stark mache, und sprach fur das 21111811118th Schme- wind. In Bezug auf die Kontinuität der Synoden 811113181118 fick), daß die Mitglieder des Synodalvyrftahdes die gebornen Mitglieder der nächsten (Heneralshnode sem mussen.
Nachdem der Sh11oda1e Hegkl (Berlm) an SteÜe des er- krankten Grafen von Kraffow dessen Antrag begründet und für den Antrag Schniewind fich aquesprochen, ck_klärte der Präszdent des Evangelischen Ober-Kirchenrathes, br. Herrmann, 111113 ck nicht in der Lage sei, den Antrag Kraffow annehmen 511101111811. Die Erhöhung der Zahl der Mitglieder 1611118. nur nachthe111g sein und gefahrbringend WerYen. Ebem'owenxg, konne er her Beßimmung beipfiichten, gemaß we1cher etn-annum dW.“ g81 - lichen Mitglieder im Synodal-Vorstande feßJCsLYT , 111815811 so 8. Was das Amendement Schniewind betreffe, so seren d18 11 ge- führten Gründe gegen die sofortige Wahl des Synodalvorstandes zutreffend, und das Kirchenregiment habe _des-halb g8g8n den Antrag keine Einwendung zu machen. " 2383119081] 1181 118111 S1)- nodalen v. d. Golß (Bonn) erwahnten Kontmmtat der Synode sei zu erwidern, daß 11813811, den 8rwäh11811 auch ernannte Mitglieder existircn, und 885 set anzunehmen, daß die Männer, die durch ein allseitiges Vertrauen 111 den Synodal- vorstand berufen wären, auch von Neuem gewählt 1118rd811. (*I-1118 absolute Sicherheit gebe fre:1ich nUr d8r_ ahsgesprockJMJCS-Ytz, daß diese fünf Mitglieder geborene Mttglteder der nachsten Generalsqnode sein sollen.
Der Synodake 131. Techow (Berlin) fand in dem Antrag S:!)niewind eine wesentliche Verbefferung der Regierungsvorlage.
An der weiteren Debatte b8th8iligte11 fich 1 och d18 Sh11oda1811 v. d. Goltz (Bonn), 11. Kleist-Reyow, Roggcr „(Potsdam), 131. Erdmaim (Breslau) und der Unter-Staatssekretar Sydow.
Ein vorliegender Antrag auf Schluß ward 11111 großer Mehrheik angenommen. . .
Bei der erfolgenden Abstimmung wurde Almea 1 11111 den Amendemcnts Techow und S1Iiew111d angenommen. In 211111811 2 wurden die Worte Präses, Vizepräses und Asstfforen gcxtrrchcn; das Amendement v. Kraffow wurde 118r1vorfen,_u11d 11118“ 5311111811 alsdann angenommen. Ylinea 3 fand 811811111116 81118 111181- wiegende Majorität.
Der §. 20 der Vorlage lautet: _ , '
Dic Wcr-eralsynode wävlk ferner 11111 _d1e Synodzipexwde 13811 sechs Jahren üedzchn Mitglieder, 113811118 3111c1m1118n m11___18111_ Brrx stande den Synodalratl) 111111811. Vm 17811 GLYKTJUCU MUUM ]; kkN den PTLVULZSU Prcußcn, Braxdcnburg 11111) _»11111811, 1,6 „511121 8811 YTLVLUZW Pommern, Scblesiz'r) und der 311181111118111113Z18 811183 8811
:cvinzen Posen und Westfalen angclyorsu. _D1_8 sunkmrn- des Zvnodalxaüzs ("111181 mit der Eröffnung der nx1ch118n 8118n111ch8n 81181111 11 . 25 .
Fü|c*yd?xcß(]?itglie)der des Synodalraths wkrd811 (Hrsaßmänyer gewählt, wekche bei Verhinderung dsr erstcrcn zur Funk118n 1181111811 werken. .
Hierzu liegen eine Reihe Amendements vor von 11811 Syno- dalen von Kleist-Reßow, Schniewind (Elberfeld), Boretms (Halle), Wunderlick) (Breslau) und Krummacher_(Braydenburg).
Es entstand eine längere Debatte uberßte Verthetlung der Stimmen an die Provinzen, an der fich dre Synopalen Wun- derlich (Breslau), von Kleist-Rehow, Hegel (Bcrlm), 911811811 (Coblenz), Rögge (Potsdam), 1). d. R81 (Obernfelde), chrettus (HAUS), Erdmann (Breslau), Fabri (ermen), der Prgfident ])k- Herrmann und Ober-Konfiftorial-Rgth Hermes verhängten; fl Die Versammlung nahm schließltch den Paragraph m o ender un an:
,gDie ZYralJvuode wählt am Schlusse 'der, Synode auf 1118 Synodalperiodé von sechs Jahren achtzeyZ Maglteder, weird; zu- ammen mit dem_Synodalvorstande den Synodaquth btldeu. Von den Gewählten müssen je drei den Provinzen P1'811138114 Bran- d'UÖng und Sachsen, je zwei den Provnzzeu Pom1nern,„8chlenen, Mfalen und der Rheinprovinz und 811186 der Provtnz 31381831 ansehöreu. Die Funktion des Synodalrathes endet mtt der wn- UWg der nächsten ordentlichen Geueralsynode (§. 25). _
Für die Mitglieder des Synodalraths werden Ersaßmanner ge- Iäblt. Welche bei Verhindemng der ersteren zur Funktion berufen
erden.
Falls eine Schließung der Synodalversammlung (§_. 21) erfolgt, bevor der Synodalvorstand und der Synodalrath gxwablt sind, so JFF: der bisherige Synodalvorstaud und der b1sh8nge Synodalrmh
e e eu.
Darauf wurde die Sihung geschlossen.
_ Die heutige (15.) Sitzung der außerordentlichen Ge- neralshnode wurde um 12 Uhr 30 Minuten Hurch den Vor- fißendsn, Grafen zu Stolberg-Werntgerode mtt geschäftlichen Mittheilungen eröffnet. „ .
Auf der TageSQrdnung stand dW Spezmldisknsfion über §§.31_37 der RegierungMorlage, Welche den Synodalvorstand und Sqnodalrath beireffen.
Der §. 31 lautet: __ .
Als sklbständigek, von dem Synodalvraws 818181181811 KgUegium haf der Vorstand Der Generawynode dcn folgenden Wirkungskreis:
[ 1) Er erledigt die ihm 11811 der Kixchcnregiernng gemachtkn Vor- a 811.
g 2) Er 118111118111 über die 111 sc'sner cégenen Mitte 518118111811 An- träge auf Beseitigung von Mängeln, 111811118 1181 der Ausführung 881“ Kirck8ngesxßy 1815811181111. Besch1üsse Dcr 1815181211 Art gehen, 18113111 11111811 1111 VnwÜtnngMeae entsprechen werden kann, als Anträge (111 8811 Cv 1198111111811 Orcr-KirÖenrath. Vc-1.111gt 11118 Ausführung 1811 W813 der (Heßßgsbung, so kann Dcr Sanal-Vorstand Lnwakr 118 Beichryjtnng 1181511811 1381 der Kixcbenregierung beantragvn, oder 1811111 8111811 Gsxetz811twurf behufs seiner Einrünguxg in 1181“ G8n8ralsynode ÜUÖÜTÖSÜZU 1§„ 5).
3) C1 118111111 1118 1111111 vérsa1111n8118 GMernlsynode. WZUU *.*111- ordnungen, 113118118 "gelmäßig dcr b€1ck11?ß'ndkn Mitwirkung der G8- U8ra11y1888 111811118n, 111811811 ihrér 1111111118111'81111811181'1 111111) kirchen- rehimcntlicben C:!aß provisorisch gétroffsn Werden 1011811. Solchs Er- lasse 151111811 nur ergeh811, wenn d8r ZvadalmUstavd 181138111 die Un- aufschicblichkcix 1111811811111, „118 (11111) 11111111 Inhalte zustimmt, 111111 mit a11sdrück11'81'Erwähnung dieser 1811181 *)]111wirk1-111g. Sie find der nächstenG118ra11y11818 xur Pxüfuug und “Hnnehmigung vorzu18gcn UND, mern 818 18151818 11811119? wird, (111181: W.Nksamkeit 311 1813811.
4) C1: bereik8t die nächste Ver1'11111111l1111g 881“ (H8n8r1111y11888, sc)- W8if 111111 kiéö (111118131, vor, inévcsondsr8 1111.11) Prüfung d81“ Legitima- 111321511 und FeststsÜung des der GeneraUyUode abzustatUnden BcrickMS
. 26). G 5) ZU 27-359 (1117 die v81*ang8n.111gen8 Vrrsammwnq 81181191 81 die zur 211111111be1111 11718! Besch1üffe crforrerlicben (Hsfc1151118 und sorgt für 8811 DrUck und die V8r1118111111g der_SynoIa1protrkcll8.
6) Er 118111131181 die Wenexal-Synokanmc 1§. 35).
2381111111131 r8r Synodalvorstapd, 18er or sia) in Ang818g8n118118n der untcr Nr. 2 11118 3 bczeicbnetcn N11 1ch111sfig macht, eine 981118111- schch1fssiché B8r11111111g mit dem Eva1151111ch811 OVcr-Kirchenkath, so hal dcr léxztere' 81118 1818118 311 verar-stalt1-11.
«Hierzu liegt vom Synodalen 131“. Schrad81'(Kö11igsberg) folgender NbänderungSantrag vor:
Die GMcralfynvrc' 1110118 Msck'likßknf
1") in §„ 31 3118 1 1118 2118118: „11811 18111 SynoDalprästs ge- 181181813“ zu kö1ch8n; _
2) 111 §. .'“21 Nr. 2 11.111 7:81“ WOM? (Zx-iic Z):_ „111511138 [*.-1 dsr 21116711131111191 881 31113181113718158 11811181111-1811“ 311 1815511: „1181 Ter ki1ch11chen Göseygeduns 111-.d VerWlmng [)?!Vlkxtkkkén";
3) im 5". 31 aks Nr. 7 außnnchmen: _
„Er hat die Iavrcchhnunaen, 111818118 dor Genekalwnode und 11111 Zyüodalrath 17811 88111 EvawgcliWen Oher-Kir1118nra1h z11r_ Entlastung 8813111851811 find 1§§ 10 UND 36,1, 811111 Vorprüfung zu 111118111811811 und “818 darabcr 8111981181111115118 VcOandlnng DLM 8111111- 91111ch811 Lbsr-K'irckwmath zur K8nntn1ß113111118 111111 8111111 11111 11111 211811'11111111811 dcr Gxncxalivukkc 111111 “88111Sh11811111111118 1211311158118".
Die Synodalen 1), KleißReHow und Hegel (Ber1in) 1181111- tragen Nr. 1 11 streichen und diese Nummer bei DEU Wer den Synodalkath handelnden Paragraphen wird8r aufznfuhré; Nr. 2 aber eine Faffung zu geben, welche 111111111 geht„"den “(51311011811- vorstand zu 8518111515811 gesck1äftsfüh1'c11den Komm11fi0n zu machen und 111818 der diesom Körper Durch die Vorlagezngedaüxtkn Junk- 11011811 Dem Synodalrath zu übertragen. .
Nachdem 1118 Synodalcn v. Kleist-Reßoy 111111 H8§1811hr811 Antrag in 1ä11gercr Rede begründet, ergriff deim Schw]; OLS 231111186 der Synodale Frhr. v. d. Golf;- (Bonn) das W011.
_ Dae.“- Gestß über 1118 Vermögenswerwalnmg 111 den ka- tholischxzn Kirch811gemci11dx11 130111 20. 311111 d. I. 18131 1111§. 19 voraus, daß die Kirchenvorstände fiéc) im 23817158 8111885 21 1111611813815 befinden. Demgemäß 1111d auf (5111111 des §. 130 Absatz 1 des Gesehcs 11111 der Minister. dcr 9180111113811 28. Ynge18g8uh8118n bestimmt, daß__für jcd_811 _:KLTCUFUVNUÜUÖ 8111 A;;tsficg81 mit f0113811d8r 3111851111 zu 5811111111811 111: „__
„Kirck18nvorfta11d dcr kathol1sch8n anrrgcmemde (M1111011H- Pfarrgemeinde, Jilialgcmcinde, K11p8118ng81118111d8 28.) zu . . . . , Kreis ...... “
_ Ter Courierzug 4 der Königlichen 531111111111 traf 1381118 11111 9 Uhr 35 Minuten, also mit 3St11111811 11111) 15 Minuten V8rspätn11q, hier 8111. (531711115: T18 S1rcch8 511111813811 Maricnbnrg 111111 SimonSdorf 11111118 Tilkck) d811 das811111 11813811 geb1iebenen Zug 317 gcjpérrt.
Lauenburg. RaLeburg, 1,3.T85811111817. T-x-r Landtag erledigte 111 zwcitägigcr SiHUng 13611 RM dcr Tag8S0kd111111g vom 25. 11. MW. Der von der RS_(ÜLUMJ 1101'J212g16 (5381815: 811118ka, betreffend 211ifh8111111g der ZWLZWÜHWU, “*r-urdc 1111-31- 118111 Prinzip, 18131818 dnrch 81118 Kirchcnxte'ner zu «1815811, 11111 12 KLZLU 2 Stimmen 1111981811111. Tahmgcgct) nahm 1118 2381111111111- lung dcn 11011 der Kommisfion 0U§g€11k061121L11 E111w11_1*f 111111111811 gegen eine Stimme 111 erster 1381111181 1111. 911111) dLUULWLU 11381- dcn die Pwklamations: 11111) TrauungSgebuhrcn, 11311318 518 Gebühren für 21118118 auf 11811 L1111d8c318mm1111alfo11ds 1111113110111- men. FaUs 11116 11011) nicht 1111113 fcs1g81181118 “BUDZLT 101813881 818- stattet, wird in der „1111811811 Lssung LTU'GÜU'Ü'LS auch 118311811181] der Taufgsdühren bLstWUffLU 113818811. Hmfichtltck) dxr Gebhhren- pflicht für Beichte, Konfirmanon und Bcerdtgyngen verble1bt es wie bisher. _ Tie Wegeordnung „wurhe 811dgult1g angenommen und dadurch 81118 Angelegenheit, Dic 1811 „20 Jahren 1113111811: und viele Arbeit verursacht hat, zum g(uckltckJen _Abschluß gebracht, _ Ebenso wurde das Gesetz, betreffend dle Verwaltung der Domanial-Anleihe, angmommen.
Bayern. München, 8. Dezember. . Das crzhis'clßf- liche Ordinariat München hat bezugltch dßer Ctotlehe eine Instruktion an (1118 Dekanate 11111) Psarrauner crlaffen. Gleiche Instruktionen werden vora119fich11ch 111111) 11011 den andern Ordinariaten ch Landes erlaffen werden, 1111 818s8r_G8g811sta11d auf der 18151811 Konferenz der bayerischen Btsch018 111 E1ch]f1att zur Berathunq gelangt sein 1811. __ Dcr Ius11_z-M1111s18r l)r, v. Fäußle ist gestern aus Berlm h18rher z11ruchgekehrt; der Rückkehr des Staats-Ministers des Aeußem v. Pfrehs 1111181" wird erst gegen Ende kommender Woche entgegengesehen. _ Nachdem Abg. Rentner Jacob aus der Kammer §u6getrcten :| und die im Wahlbezirke Kaiserslautern. gemahlteq Ersoy- männer auf den Eintritt in die Kammer verztchten, hat m dtesem Bezirk alsbald die Wahl eines neuen Abgeordneten stattzufinden.
Baden. Karlöruhe, 8.Dezember. Auf Unordnung des Ministeriums müffen die in der Yreisacher Bußgurtel-Ange- legenheit kompromittirten _zwet baruzherz1gen Schweßern gb- berufen werden und dürfen uberhmxpt tm Großherzogthum mcht mehr zur Verwendung kommen, we11_dieselben ohne Yuordnung des Arztes der Kranken an beidext Handey und an emem Fuße Schröpfköpfe geseßt haben u„ wahrend dte vom Arzte verordne-
ten Arzneim der Kranken nicht gegeben wurden. Prävendar
Hund hat seine Klage gegen die Vetheiägte und 11811 Bezirksarzt ürth in derselben Geschichte zurückgenommen, „geleitet von der Rückfickzt auf seine Seelsorgerftekle und der Abficht, weitere Ver- wicklungen" und daraus entstehende Feinkscha518n abzuschneiden.“
Heffen. Darmstadt, 9. Dezember, Nachdem dieLandes- sqnode die Scala derPfarr-Besoldungsflassen nach der Zahl der Dienstjahre angenommen hatte, berietb 118 138111 die Frage, ob denn das Vorrücken in die höheren Klassen rein nach der Anciennctät stattfinden s0118. Um 11186, je 111181) Der Per- sönlichkeit und 1111811 in Frage k0m11181113811 V8rhä1111111en und Rückfickztcn etwas bedenk1iche Prinzip r8g111ir8n zu 1131111811, muß das Kirchenr8gim8nt eine diskretionäre Gewalt 111113811, und 1111118 85 zu diesem „3111881 11011 der fünften Gehalt?:flaffe an als Vedmgung 11811811 tadellosem Verhalten und gewissenhafter Dienftführung „auch die 1181881131718 Tüchtigkeit“ 111111 die Schwi8rigkeit dés 21111188“: 1116 maßgeb-md aufgeste111. Diese Bestimmungen, namentlich „1118 bewährte Tüchtigkeit“, erregten großes Bedenken 1111181 11811 Geist- 11111811, 111111 hat fich die Synode nur nach eingehender Berathung und mit 2151511111111; v1818r Anträge dafür 8n1schiede11,“ daß bis zur 1111111811 Gehaltsüaffe (3200 816.) die Anciennetät zureiche, dann aber das Vorrücksn dureh die Anficht des erweiterten Ob8r:K011fistoriums („3111181811 des S1z11oda1-21u-Z1'ckx1ff88) 118dir1gt sein sol].
Anhalt. Dessau, 9. Dez8mber. In der 118111111811 PlenarfiYUng 88-5 Landtags reférirte der YOJ.FMU1€ (wer 8111811 G81'8he111111urf, die Ergänzung der Vrandkaffeznordmmx vom 2. Jeßruar 1867 [Wr. EH 1111118811 fick; darum, dUß statt der Vereidigtcn Baug8werkeZmeift€r 1181 eintretenden Vakm-Yen 1111111118111“ (mch a11d8r8181b1'1ä11dig8 Bauhandwerer 1111181“. 138111111811 Bedingumg811 zur AbschäyUng von Bauten befugt sein 1011811. (531118 dieser Bedingungen in dcr Regierungszvorlage lautet: Falls dieselben Über eine genügende wi1'18nsch11fx1ich)8 Vorbild1111g 17111) aUSzuweisen vermögen, Da 81118 solche doch nur auf 111-11181111- schcn und überhaupt höheren Lehranstaxten 8131811 1118111811 1511118, 118111 3187818111 den Antrag, dafür „thcoretische Vorbildumg“ zu seßen. Dcr [andcsh8r1115he Kommissar erklärt8, Haß die Staats- chierung mit dieser 2181158111119 8111versta11d8n s81, und der G8- 18138111111117f nmrde darm mit der 110111 Awg. Franke 1181111xr11g18n Modifikation augexwmmen.
Oesterreich-Ungarn. WWU, 9. D838n1118r. E85118rzog Karl Lwaia ist am 5. d. M. Morgen?) auf einer 918118 von Florsnz 111181) Wi8n 111 Triest 111111819111111811 und “hat das_clbft wegen 811186 1811131811 11111801111811181 im „110181118 111231118“ ?]11'2111- halt genommen. In dem Befinden Sr, KÜUCULTHCU 1111851011181- lichen Hoheit trat „7811011 (1111 18111811Tag8 81118 VENTURI, SM, und die „Triester 385111119“ vorn 7. d. meldet, der (9811111111181133111'1111111 des Erzherzogs habe fiel) an diescm Tage (1118r111111s 1385817811, Und 82"- 13111118 D81181118 schon in den nächsten Tagen 111 der Lcme sein, die Rückreise 111181) Wien (1111161611 311 1151111811.
“ _ Das Abgcordnetenhaus [1911111111 1118 Sp8zia1dcbatte (11181 da?: Badge? U11d nahm mehrere Titel, dar111118r 5811 Dis- pofitionIfonds, (111. _ _ ,
_ 10D858111118r. (W. TB.) Ter 2111151111111; 138?» 2111- geordnetsUhchses zur Vorbera1h1111g 1:86 StrafchHW 11811 mit 6 JLZLU 4 Stimmen 8811 Antrag 1188 9181818111811 11111 2111- 1chaff1111g dsr Todess1raf8 angenommen 1111d 1111) 11111' 111r B81: ÖSU011111YJ Drr TodeHstrafe 111 Standr8ch11§fa118n U118__z111ar _rnrt a11811 11891811 eine Stimme (11169811310111811. Dc-r Ju1t1z-M1111111r Gfascr hatt: (111-3 n18hrfach811 1331111111811 dio Beibehaltung der Todksstrafe befürworxét.
Pest. 9. Dezember, Jm 2111 11cord1181811hausc 181118 der Fi11a11z-Mi11istcr S3811 81111138 STLULrgLsLHLUUOUL'sL Wr, d18'd8m Finanzaussckjusse z11g81818s8n 1111115811. Hieraux wnrde 1318 .Der-«te Über 11811 Stcuergeßßentxvurf fortgesexxt. Sstozar M1181185 11811- 111811181'18 die Annahme des S1811818rh51]1111(1-5„c18181586, 1011111118 518 ungarische Sprache 11118111 _i_11 Ungarn „118111111181 11111) n1ch1111ax111a- rische 91111101111111111811 g6k112ch161 würden. BL11111111111 „1111111111 (3111111118, daß die Z-28118rcr1]131)1111g 11818116 1318 S1811crgr1111d1ag8 (1111188118 Und 118151111111 1118131 votirt 1118111811 1511118. 2111111! Németh 1111081712 Unabhänxxigkéik der Yrmce, dcs BUUkWLsMS 111111 deéz 331118111- 1011111118. Nm: 13111111 1VCWLUUJU1IU 118118 S18118111 811rage11ka1111cn und 111011811. 2111281) 811115711211 anderen R8d118r11 der T1*p;11"1111111_8r- griff der 31111111118r:Pr1"1fide11t Tisza das “WITT 111121 ck.1r111181111r18 111 scharfen Worten die 1111pa111.'111c_118 Halx1111g der Qppofitisn. Die Steuererhöhung sei 81118 [*11181'9 W8d13111, 111188 111181) die Krcmkheit sei schwcc. Man [11106 111111. 811181 “.*-1.1.181- 8rh5111111g 81118 LnxnssteUer vorg81ch1119811, 11118111 81118 L11x11e5118118r Wcrdc 1111r 81118 Verri11g811111g dcs 3113111111115 dcr Lsxu-ZarUkel 1111d 111ch181118 Erhöhung ch Einkommens „zur 7501118 11113811: (11118 L111'1191'1811er, die einträglick) wärs), würd8 81118 S181181 11111 dcn 11118151ric11811811 „51181111111qu des 1111garisch811 PUTWLULUTCS 1'8111. Nachdem 11081) Graf Fcrdinand Zichr) JLJM 11811 GSstTZLUTlVka gesprocth, wurde die Siszn-g geschloffkn.
_ Ter GCsLHLUUVka betreffe; Erh5111111g der Einkom; 111811118 11 er 11'1111'1', wic [*LWUS gemeldet, 111 dsr Gcncraldebatte nur 232 ILJOU ("17 ““S-1111131611 011138118111111-711. 03811811 den Entwurf stimmkcn 11111 der äußkrsten Linken dW- T1111011111111 dcr R8ch1811, dic» Kroaten, Sachsen und einige Mit,“.lwder Dcr 1111era1_e11 Pattex Zn d8r Zp83311ldcba118 ward der Gejeßemtwnrf 1111118111118811 Ze- nehmigt.
SchWei;. Bern, 10. Dez8mber. (W. T. B.) Nack) der von der B11nd8-Z118rsamm1ung vorgenomnwnen Wahl heftcht 8er Bundesrat!) “ür das nächste Jahr 11115 d811 18111)?1"1JL11_M11- gliedern: O1".WL[11(A111*§1(111), 131. Schenk (B8111),Sc1]81“cr(3ur1ch) 111111 dcn 11811 118111äh11811R11ch0n11.:(Waadt), 131. Heer (Glarus,), Anderwer11) (Thnrgau) Und Harnxxzcr (Solothurn). 131: W811; (Aaraau) ift z11m Bundes-Pra11d8n1811, U1'.HLL1T(G[ÜTUS) zum “Vize-Präsidcntcn und Sch1813 z11m Kanzler ge- wählt worden.
“Großbritannien und Irland. London. 9. De- zember. Ueber den Aufenthalt res Prinzen von Wales 111 Indien liegen heute folgende Nachrichten vor: _
.Der Prinz von Wales besuchte in Colom 119 aa! Cevlqn am 8. d. die Cocoßnußölfabtik der Herrku 8881111111111 & 128. 111-11 nahm 118 vex- schierencn Stadien der Jabrikatictz von 118111 Pslmxn dcr Pa1m11uffe [W zum Füücn des Oeles in Fassec 111 2111381111591» ©". 5181119111118 Hohen intekejfirte fick) sehr für das gesunde und fcoh11che _Lluswhey der T3- mil-Arbciter. Demnächst 111111151118 er die Corr FUN-Fbelkcn- wwte die Ausstellung von 1aadw1r1111chaftlichcu Prodlxklcn. Spater besuchte der Prinz Mr. Wssls Kaffeespeicher 111111 1111) ßch det_1_ ganz!: Prozes des Trocknens und die Vorberetxuns „des Kgnecs fur die Yerichiffung an. Diese Besuche _ nzvolvtrtcn _eme Fahrt von sieben Meilen, hauptsächlich durch v8r1ch1edenexThe118 des Em- geborenmviertels. Sämmtlicbe Straßen prangten 1m Fe1xesschm11ck und waren mit einer enthusiastischen Menschenglenge angtfullt. D1e Kinder der Ein eboreneu uud europä1scheu (Sonntag§ichulen waren versammelt und Hausen die “Hymne: 26-011 8188.7- tbs'l'nuos of 11711183“. Nachmittags 1m Betfsm emer ungehemmt
[ te der Prinz Zuschauermeuge eg zu dem neuen Wellenbrecher
den Grundstein