mkr gegen öeutschnationale Widerstände in das- Landwirtschafts- ministerium berufen Worden. (Hört, hört! linkS.) Und Wenn Herr Warmbold nicht in meiner Amtszeit|mit der, not!) Ansicht der Deutschnationalen, notjvendigen Gründlichkeit und Sachlichkeit seine ganzen Kräfte in den Dienst der Landwirtschaft stellen konnte, so trägt mit dazu bei die Haltung, die die Deutschnationale Partei damals eingenommen hat. (Sehr richtig! links.) Sie hätte nur das Gesetz über die SelbstVerWaltung der Domänen, das gerade seinen Urheber in Herrn Warmbold hat, nicht abzulehnen brauchen, dann hätte Herr Warmbold damals schon zu meiner Zeit Gelegen- heit gehabt, seine ganze Sachlichkeit und Gründlichkeit auf dem Gebiete der Landwirtschaft zu zeigen. (Sehr gut! links.) Aber, meine Herren, gerade die Ausführungen des Herrn deutschnationalen Redners und noch mehr die AUZführungen' in der deutschnationalen Presse gegen den Herrn Minister Dr. Wendorff zeigen ja, daß die Anxgriffe, die seinerzeit gegen mich als Landwirtschaftsminister gerichtet Wurden und die dahin gingen“; ich sei nicht Fachmann, ich Verstände davon nichts, ich hätte keinen Sinn für die Laktd- Wirtschaft, sich nicht so sehr gegen den Nichtfachmann und n1|cht gegen meine angebliche Nichtsachverständigkeit, sondern gegen meme Parteizugehör'vgkeit richten. Denn Herr Wendorff ist Fachmann; das Werden Sie nicht bestreiten können. (Zurufc rechts.) Nein, nicht theoretisch, Herr Abgeordneter Graef, sondern auch praktixch: er hat sich zWeifellos sehr viel niehr in der praktischen La'nth'rt- schaft betätigt als Sie, Herr Abgeordneter Gxacf. "(HerterkettJ Jedenfalls Werden Sie mir das nicht auch abstretten kontxen. Und gleichwohl Wird heute bereits nicht nur hier, sonYern vtel mehr noch in der deutschnationalen Presse ganz der gletche Ton gegén Herrn Wendorff angeschlagen, wie er seinerzeit üblich Wgr, als|tch noch das LandwirtschaftsMinisterium führte. (Zuruf rechdts.) Das ist ein Beweis, meine Herren, daß nicht mehr oder sven1ger_F.ach- kenntnis, sondern die Varteizugehörigkeit der betreffenden Mmrster da maßgebend ist. (Zurufe rechts.)
Meine Herren, ich komme jetzt mit Wenigen Worten auf die vom Herrn Abgeoxdneten Winckler ungeschnittene"Beaméenfr'age. Ich hätte eigentlich angenommen, daß meine Erklczrung m déeseéc Beziehung klar War, so klar, daß man cigentkch dazu_kern-cs Weiteren Kommentars bedarf. In bezug auf die AUZführungen, die ich Über das Verhalten der Beamten im Amte gemacht habe, bestehen ja auch wohl kéine ZWLif-el, und ich darf anjéehmetz, daß auch die Herren von der Deukschnatbonalen Partei nnr darm zn- stimmen; jedenfaüs "hat ihr erster Redn-er an dieser Fassung keitren Anstoß gen-ommen, Er Wünschte lediglich einige „Klar- stellungen in bezug auf meine Llué-fü'hruwg-ew, die das Verhalten der Beamten außerhalb ihres Amtes betrafen. Meine Damen und Herren, ich glaube, auch diése, ingesondere Wenn man sie mit meinen AusführungLn über das Verhalten der Beamten im Amte zusammenhält, Waren durchaus klar, so klar Wie sie nach Lage der Sachc sein können. Es heißt nämlich:
„Auch außerhalb des Amtes muß sie .» d. h. die Beamtenschaft _
unbeschadet der durch die Reichsverfassung gewährleisteken
Freiheit ihrer politischen Msinungéäußerung bei ihrem Ver-
halten stets der besonderen Pflichten eingedenk sein, die ihr
gegenüber dem Staate und der Regierung obliegen.“ | Meine Damen und Herren„ Wie die Beamten das im einzelnen ausführen, ist Sach? d-eS Taktes und läßt sich auch nur im konkreten Falle beantWort-en, darüber [affen fiel) im einzelnen eingehende AnnWisungen nicht gcbem (“Unruhe rechts.) Das War früher so und Mrd auch in Zukunft so sein. Es ist selbstberständ- lick), daß keinem Beamten verwchrt ist, außerhalb des Amtes seine politische Auffassung zu vertreten, zu vertreten in der Weise, Wie es eigentl-ick) unter gcsitteten Menschen üblich sein soÜ. Aller- dings meine ich - um nur diesen einen Fal! anzuführen -: Wenn 82? vorkommt, daß ein Beamter hier und da außerhalb seines Amtes, in politischen Versammlungen oder sonst irgendWo, z, B. am Stammtiféc'), sich in wüsten Beschimpfungen gegen die Re- giernng, die Regierungsorgane oder die Verfassung sich ergeht, dann steht das nicht im Einklang mit den Pflichten, die er als Beamter hat. (Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Eine entschiedene sachliche Vertret-ung seiner Ansichten, vieUeicHt auch seiner mowarchistischen Ansichten Wird nicht verWel)rt; das fä11t nicht unter diese Bestimmung. Das gewährleistet jetzt im Gegen- say zu früher die freie republikanische Verfassung dem Beamten.
Meine Damen und Herren, die Ausführungen des Herrn Ab- geordneten Winckler über ObsrscMsien treffen ja nicht meine Rede, sondern sie Waren in der Hauptsache gegen die Reichs- regierung gerichtet. Ich muß aber, Weil ich, wie ich gestern aus- führte, es im Interesse Preußéns Wie des RUTHEZ liegend erachte, daß ein gutes VerhäUm's zwischen Preußen und dem Reiche be- steht, von dieser Stelle aus den- entschiedensten Einspruch dagegen einlegen, daß die Tätigkeit des Herrn Reichskanzlers in dieser Weije berabgsscßt Wird. (Lebhafte Zustimmung im Zentrum und links.) Meine Herren, ich will ganz dahingesteÜt sein lassen, Was zu der ungün-stigen Entscheidung über Oberschlesien geführt hat. (Zuruf rechts: Rathenau!) Sie sagen: Rathenau. -- Ich will nicht im breiteren ausspinnen, ob nicht Ausführungen, wie sie in einem Arkikel cines prominenten Abgeordneten der Deutschnationalen Volkspartei vorgekommen sind, und die in politisch beWegter Zeit von der „Waffenkammer Deutschlands“ reden, ob derartige Unvorsichtigkeiten nicht Wesentlich zu einer ungünstigen Entschoßdung über Oberschlesien bßigetragen haben. (SeHr richtig! links.) Jul) wil] and-kre Ae1t߀run-gen, die in dieser kritischen Zeit in der ganz rechtsstchenden Presse veröffentlicht Worden sind, nicht Weiter erroähnen. Ich bin aber der Auf- fassung, daß diese Aeußeruwgen nicht dazu beigetragen haben, die Reichsregieruwg in ihrem zkveifellos vorhandenen Bestreben, die Entscheidung übst Oberschlesien für uns günstig zu gestalten, zu unterstüßen. Aber ick) muß auf das eine hintveisen: es ist ein ganz unhaltbarer Vorfvurf, Wenn hier krüärt Wird - der Herr Abgeordnete Oeser hat das schon mit Recht und mit aÜer Schärfe zurückgeWiesen -, der Reichskanzler sei an der Entscheidung über Wersehlesien schuldig. Ich sehe ganz davon ab, daß durch eine solchcz Beschuldigung gegen den ersten Beamten des Reiches ge- wissxcmaßen alle die Lenke, die in der unerhörtesten Weise gegen uses gearbeitet haben, wie z. B. Kotfanty, bis zu einem gewissen Grade exkulpiert wérden. (Unruhe rechts.) Ich Weise darauf hin, daß dex ganze VorWurf dadurch hinfällig Mrd, daß über das Schicksa[ Oberschkesiens in dEr Tat im Oktober 1918 entschieden Ivorden War. (Schr. Wahr! link?» -* Zuruf rechts.) --' “Die Doku- „menxe liegen vor- “.: Daß die deutjxhe „Heexysxeiwng sjxh bewußt
War,“daßödie-Fwnt'nicht mehr zu halten war'(Unruhe rechtS), und sie Hals über Kopf den Waffensti-llstand wünschte,;ist ihnen ja so bekannt, daß ich die Dokumenxe nieht vorzulegen brauche..“ Jedenfalls steht fest, daß die oberste Heeresleitung damals von der Reichsregierung darauf hingekvies-en Wurde, daß das Ab- schließen des Waffenstiklstandes Hals über Kopf eventuel! auch den Verlust der östlichen Landesteile mit sich bringen könnte, und aus die Frage,“ ob gleichWohl der Waffenstillstand abgeschlossen Werden solXte, habenHindenburg und Ludendoxff zurücktelegra- phiert: Es ist abzuschließen. (Sehr richtig!" links.) Meine Herren, tatsächlich ist"» damals schon Oberschlesien, und zwar ganz Oberschlesien, aufgegeben Worden, und tatsächlich suchte die Zivil- regierung schließlich aus dem Zusammenbruch zu retten, was noch zu retten War, und es ist gelungen, das Verhängnis noch ein ganz Wenig milder zu gestalten, als es nach den damaligen An- Weisungen die Herren der obexsten Heeresleitung geschaffen haben. (Sehr richtig! links..) So liegen die Dinge. *
Wenn Herr Abg. Wincklér gegenüber „den Bestfebungen der Entente, uns immer Weiter herunterzudrücken, meinte, selbst Woh!- woklende Leute aus dem Auslande hätten uns geraten: widersteht dock) Wenigstens einmal - meincx Herren, Wir haben einmal Wider: standen. (Sehr gut! links.) Es gab eine deutsche Reichsregierung, die einmal Widerstand, die ein stolzes Wort in London aussprach. Diejenigen, die es aussprachen » tck) will hier nichts gegen sie sagen -, sie glaubten, in der Situafion ihre Pflicht gegenüber dem Lande zu tun, sie wurden mit Jubel in. Berlin begrüßt. Für dieses einmal angesprochene Wort fühlen heute noch die rheinischen Städte die militärischen Sanktionen (Unruhe rechts), fühlen heute noch ,die rheinischen Wirtschaftskreise, die monatelang unter den Wirtschaftlichen Sanktionen schirm: gelitten Haben, die Folgen dieses einmaligen „Nein,". Schließlich Wurde dieses „Ncin“ später, um die Sawkt'wnen nicht noch schlimmer zu gestalten, durch ein „Ja“ ersetzt. Sie sehen: aus dem, Was ich Ihnen nur kurz skizziert habe, ergibt fick) die Situation, in der Zbir uns befinden.
Daraus rechtfertigt sich auch meine“ Aeußerrsng, die ich in dem Artikel getan habe, den Herr Abg. Winckler anzug, daß wir nicht GeWalt gegen GeWalt soßen können. Wenn „wir das täten, wären wir von Dornhercin verloren. Wer nicht gew'ohnt ist, nach dem Gefühl zu handeln, sondern Wer nüchtern die Tatsachen ansieht, wie sie vor uns liégen, der muß mir doch zustimmen, Wenn ich sage, Wir würden geradezu eine komische Figur heute in der Welt machen, wenn Wir versuchen jonten, Gejvalt gegen Geivalt zu setzen. (Sehr richtig! links.)
Meine Herren, wir sind -- ich lasse dahingestellt, Wie es dazu gekommen ist --, ich fasse lediglich als nüchtern denkender Politiker die Tatsachen ins Auge.. Die Tatsache ist, Wir sind wehrlos und können eben nur noch mit der Kraft unserer Idee gegen die Bedrücker bon auswärts kämpfen. Wer das nicht erxennt, der sieht eben die Tatsachen nicht, Wie sie sind. Das kann Wohl der eine oder andere Politiker aus parteipolitischcn Gründen tim, aber-kein verantWortliÖer Politiker"; _ er stehe, an Welcher Stelle er auch stehe. (Sehr richtig! links.) Ich meine, Wer so ruhig urid nüchtern die Tatsachen sieht, und danach seine Politik einstellt, der handelt nach meiner Auffassung -' pieseicht nicht näch|JHrer "Auffassung -- national, dev handekt aber zkveifellos
nach-derAuffassung akser politisch Unvorcingenommenen durchaus
im nationalen Interesse unsercks am Boden liegenden Vaterlandes, (Sehr richtig! [inks.) Der Nationalismus in Ihren Kreisen und
in den extremen RechtZkreisen gibt uns keinen Ausweg aus dieser -
furchtbaren Situation, in der Wir uns befinden. Derjenige, der die Tatsächen ruhig sieht, wie sie sind, auß versucht, in dieser Situation Wenigstens noch das Beste für uüser Volk und Land herauszuholen, der handelt im wahren Sinne national. DeHWegen habe ich auch in dem Artike[ geschrieben: nicht der deutsche Nationalismus kann den fremden Nationalismus bekämpfen, sondern Wir müssen eben das gksunde nationale Emvfindcn an* die Stelle dieses überHißten Nationalismus soßen. Wenn Herr
Nbg Winckler meinte, die Idee, von der ich sprach, hätte schon
vor dem Kriege Versagt, meine Herren, so möchte ich hier das eine aussprechen: ich wünschte, die Idee, die ich vertreten und
' auch in dem Artikel vertreten habe und auch heute vertrete, hätte
vor 1914 nicht nur bei uns, sondern in der ganzen Welt mehr Geltung gehabt, das furchtbare Unglück, das über Deutschland, über die ganze Welt gekommen ist. wäre uns erspart gebliebon. (Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten. - Zuruf rechts: Er- zählen Sie das den Franzosen!) Ick erzähle es allen, die es hören WoUen, (Lachen rechts.) Jeb begreife es, daß Sie es nicht Hören Wollen. Darin sind Sie ebenso Unbelehrbar Wie die“ Nationasistcn, die auf der anderen Seite in diesen Tönen reden. Ich halte die Hoffnung aufrecht, daß die Idee der Menschlichkeit, die Idee der Versöhnung „der Völker und der Hochhaltung der nationalen Eigenheit jedes Volkes leßten Endos doch noch siegen Wird und daß insbesondere die Völker aus dem furchtbaren Blut- bad, durch das sie gegangen sind, aus dem furchtbaren Unglück, das über die Welt gekommen ist, das eine lernen Werden: Nie wieder darf es dahin kommen!_ (Lebkzaftcr Beifall bei dczn Soz.)
J|nzwchchen xst von den Unabhängigen und Kom; muntsten folgender Antrag eingegangen:
„Die Zusammsystßung der StaatZrLgierung widerspricht den Jntexessen des Wexktatrgcn Volkes und stellt den Versuch dar, dic Arbetterxlase daruher zu täuschen. ivo ibre wirklicben Gegner sxßen, dre ckan Wtderstand gegen die Wirtscézcxstlickyc Verolendung urxd gegen die erstarkende politische Reaktion brechen und die Ab- wglzung der Steuerlasten Von den Kri'egssrsmldigcn auf die not- lexdcnden Klassen erreichen jroUen. Der Landtag versagt daher dem Staatsministerium das Vertrauen.“
Das HMS Heschließt, daß bei der ziveiten Redner- garmtur nur xe eme halbe Stunde geredet werden _soU.
|Nbg. Schulz-qukolln (Komm.) kritisiert die altunq der Sozxaldemokratie. Wahreykx Herr Krüger Von der o ialdemo- kratte gesth hat, das Mmrsterium Sbegerjpald sei unkruclztbar, hat Her? raun „Wertyolole LLL tungen dieses Ministeriums entdeckt. Derzeßtge Handelsmrmster err Siering Hat beim Antritt der Regxemxng StegerWald gesagt: „Der lei|seste Versuch mn te den NachWeLs _brm en, daß -_die Soztakdemo roten und die eutsche Volkspartet ni )t vor _enxen Wagen u spannen sind.“ Heute sqlxenyir, daßnHexr Ste_rmg dte Dexthlx Volkspartei liebt. EZ gtbt ja auch kaultcl)e_L1|ebe, das Wurde allerdings durchaus _der Haltun der Re )tssyztaltsten entsprechen, (Redner erwält Wegen dieser euyerung emen- Oxkxnungxrum Die Rechtssozial-öemo- kratie hat o etWaZ wie poltttsches Dirnentum geXei-gt. Erst auf Bringen der Arbextcr mußte das Wort „Klassenampf“ in das Görlißer _Pxogramm aufgenon'tmen Werden. Klassenkampf ist den Rechtssoztaltsten etwas verhgßtes. Sie denken gar nicht den Kampf_ nach" rechts zu "fuhren.. Herr Hergt hat auf dem Parteitag m Munchen crkxart», daß bei der großen rechten
Politik der Deutsckxmtionalen _ _ _ _| Üvativen, hat alLerdings mitxdcxzu bergetragcn, daß das Abntm
Koalition selbstverständlicb Hie|Deut|1che Voxkspartei dabei-xe;U muß. So Wie-die Rechtssothltsten -stch entlvrckeln utxd die 33523€ bis zur Deutschen Volkspartuex gusqßdehnt haben, rvtrd es W| lange dauern, daß- ste inbruxtsttg lc Herresn “von der Deutsch. natronalen Volkspartxi umschlmgen. Dazm ist _d21:_(53rundsc,ßdes Herrn Braun „Verscxhnuw? „der Klassen_ verWtrkxtchx. Die RU ierun hat in ihxer Er lgrung Wem Grynpsaßlulés WMQ &tatt Ter Sozialisieru , dre die "Re ts ozxaltsden Rüber als Glan punkt herausgeste t habxn, Wtrd_ nq dem T'ßerlctt1gen.de deuts en Induxtrie eine reme Kapttgltjurung des. Reiches durchge ührt Werden. _r_r Stermg hat der _ sprechung der Erklärung. des mxstertums Stegechtld beklagx daß das Wort' „Soziabsrexxxng" keme Aufnahme Pfunden [W- Y der Erklärun des Mtntsterxums Braun tft von dem Worté
zialisierung 11th das allermmdete zu m|erk_e1_1. »te Sozial- demokraten meinen Wobx, halß _das ort SOZlallstemxng Und Nock] vielmehr die Tat der Sozta rsterung nu_nme r e_ndguxtxg a ' [M Werden kann. „err Braun sollte Zventger nattynaltstrsche önk anschlagen und ich erinnern, d_aß m berschxesten das deUkschc und das polnische Proletariax 11; dex schandl1chsten Weise aus- gebeutet Worden ist. (Sehr |r1cht1gk lmks.) Trotz alledem nichts als nationalistische Alb-ernhßztey aus dem _Munde W RMS: sozialisten. Von Amnestißfur d_te reboqutonaren Arbmter haben Wir von Herrn Braun l_e1der nlchts gchort_. Es kann gar kcine Rede davon ein, daß dxe preu 1sche (“FURL das Rexbt hat, die Mörder “des inisterprästdenten atx; ?estzu alten, 92mm [O| ck Dominicus in der schändlichsteq Werse das "Asylrecot nichstréi; (Vizepräsident Dr. v. Kries erterlt dem Abg. Schulz emen Minn Ordnungsruf.) Als dex Abg. Schulé] dgvon sprzcht, daß der WTO- präsident seinen Ausfuhrungen an_cheme1zd ntcht folge unde: einen Diener bitten werde, [hm em Glas Wasser quplen, «.. tönen von den bürgerlichen „Pax'xeten. sturnxxschc SMUßkUso. Während der Vize räsidenxt bemuht rst,“ s1ch GelYor zu versä)aff9„| gelen die leßten We do?. Redners un-ter sturmtsckzen Schluß. ruxen der Mehrheit vektoren.
Abg. H e r o l d (Zenit): Es War nichi|unsere Ahstcbt noch ein, mal in die Debatte einzugreifen, n|ur dte unerborxen Y_ngriffQ jvolche der Abg. Winckler, der Vorstßendx der Dquclmatwnalc Fraktion, ?. en den Reichskanzler Dr. Wn'tl) gexechtet hat, gebe mir Veron a sung, als ReichstaJSabgeordneter etmge chrte daran “u erividern. Der Abg. Winckler erhebt pen Vorrvurf, dax; durch d' * olitik des Reichskanzlers Oberschlesten verloren Wangen jez (Lebhafte Pfui-Rufe„ im Zentrum.) (“?ck qlaube„_ Ls _t1t em Vcr- brecben am Volke und am ganzen_Lan7Oe, venn [)xer em Abgeord nctsr dem Ersten Beamten des RLtchs den Boqurf machx, daße dic Veranlassung ßcw-esen sei, da Oberschl9stcn verlyren gtng. TZ olksparter, der frulzcrsn Konsc:
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mungIthälfnis in*Oberschlcsicn _nicbt noc!) bxjriedmynder (1qu ohne diese Politik wäre vielxeicht tn Oberschlenen dJS Votum U: timmig zugunsten .Dcutsch-[ands ausgefallen- |W1r haben d1||c1 Löslitik immer bekämpft,;di'e. es zur Folge ehabt hat, daß 11 39 vH. der Bevölkerung fur Polen aysgespro )en Ogden und nu komnicn Sie daher und Wollen dcn R|91cl)§kanz[e_r|dafur verantWorr [ich machen. Aber nicht nur die fruhere Poxtttk von der rechte. Seite, auch ihre jetzige Stellungnahme hat dte Anscßauungende Entc-utc in bkzug anf L'bersch'lcsien schr stgxk_bc_einflus t. («Wut im Zentrum und links.) Gerade der|Retchkgnzler r. erxb hq vom Ersten Au“ enblick seiner Tätigkctt ax) 1e1ne__ganze_Pol|1tzk m_x Riicksicht“ auf Hberscleien eipgkstellt; seme Ersuklungspovtjkfu die er sick) mit aller "raff emscßtß, h_atte _nur den Zjvcck, Ibex schlesien uns zu erhalten. Wenn das MM 111 _vo_1_1__em Umfange qe lungen ist, so liegt das gewiß nicht an dem _Retcbsfanzlch; aber_ da ist gewiß", Wenn- die Politik“ der DeuYschnatwnalxn Volsspartcz bc folgt Worden wäre, dann Wäre vielletcht ganz ck»-b€_rsck)lestet_1§]xolc zugesprocljcn Warden. ' (Große Unruh? xßck)ts,.lebl)arte Zustgxnzpnn tm übrige11,.10use.) Man soll doch Wtrkltch nicht pon Vattmtxsmu und .dergkei ')en' *sprcc'hon, Wenn m-an_ den ersten_ Vertreter de deu'tsckzen; „Volks füx'dicsen AuSgan, x,dx„s*;Schuld, bemrtßt und mch
„dcr E1ltc-11fe„p.nd ihr allein die ' ééanthrtung dafür 311schrcib
Dcr Abg. Wincklex bat Wcitor sein Je danern darüber auI“espwchcn,_|daß der _Rexckßkanzscr Dr. Wirt den Kampf gegen Hayern gefuhrt lmt. Ist es_ mcht gcxcxdyda Verdienst des jetzigen R2icha§kanzlcrs, daß er emenutwllxtaydxax An:“; [*sich auf diesem Gsbretc _geschaffen hcxt? (Gelacbter ckck»; Es cbeint wirklich, als Wennxdtc Teutsckmattonqle Yolksxxartctfu ihre Agitation gegen die Reicksrchcxung _ncuerdmgs um Makers verlegen ist und nun zu solchen Htlfsmrttelxz gretft. Sxe*könn1 solc[)c Angriffe gegen den Rerchékanzler dock) chrcn Paxtcxftezmkxe tm Rciclzstage überlassen. Solche Behauptungen hat am Mjth dio er Partei im Reichstage noch_mck)t_ anzusprechen chath 1r|c| dicée dort dock) etxvas besser orienttcrt smd. an chomm|t MWM den Eindruck, als Wenn dieHerrez) besorgen, daß [F)LL_|2|[11H01M1_ chaft im Lande kleiner Werden" koynte,_ so da ste dcs;1egen n_n *Jlrgumcnten offerieren miiséen, dxc nnfdejz- atsachen drrektv» Widerspruch [stoßen. Aber e[bst*Jl)r_c Anhcmger mx Vatexllqn Werden sovie Einsicht haben, daß ste den Htchr anygesprq 7211? Worten keinen Glauben schenken werdet) und «xHre A;]tthxoäx] dieser Beziehung keinen Erfolg haben jvrrd. (Lebhafter Betsa 1 Zentrum.). _ |. , . | N Abg."Möbuch“(U. 'Soz.):*Das neue Kabmctt sollPderk o des Preußisscn Stcxatss seine Begründung, Oerdknkxxz. „ms dLr? man auck) für das Reich geltxnd _machcn, und so|1v1rd “Wld'em die Arbeiterklasse auf einen ,alxnlxck)e_n Vorgang 1nx_Rc1ck7e||v| näcbst gcsaßt mach-cn müssen. _SY1t-_1s)ren_1 ersten Sundenf|c|1 (|| 4. August 1914 sind die Rechts;ozmltst_en zmmcr xrerter na;)|_x*||-| gerückt und die Erlösung'vom kapttaststtsckxn Elen|d sls, Arbeiterschaft in immer ncbelhafte're Fßrne|versck)jpxnden; ||) Weimar bat die Deutsche Volksparter d1*e_ Rexck,§Ver,a:-* abqelebnt. sie bkkennt sich zum.- Monaxchthus, u1(x:d|_|||lex alledem fallen die RekHtI-sqzialtstkn auf_ dte _plnmPe dlß . falle linein! Sie scbkinen src!) allen Ernstes emznbtldcn, (!
Wenn es so gkkommsn ist.
„den Kapitalriesen Stinnes. der anch Minister anfkaukt, MPU,
können. Wir die e modernsten Mehrsxeitssozialisten xnnß aux) "|Z neuer chctlisch:s Maßstab gefunden Wexden; es smd FUF?" Handlanger von Stinnes. Das „Pros; tartat perlanßt xm) .“?th keit und Einigung, und gerade m|d1escr|Zett ""endlsbeZ-HJ s(OaUé-"ammers, in “dieser Zeit raptder E11|k111e|rtuna d|er Yen“ kraft kommt xman dem arbeitendkn Vo[k_ ,m1t emersokMFx hM Kompromißx'olitik! Not tut uns em. allgemcmcs Mea; programm der Arbeiters-Öast gegen d1e Junker und _a ,
Stinnes: die Rechtssozialisten aber gehxn tats'“'-chlich Mik SW"
. e en die Arbeiterscl t. Auf die „Taten“ di,.eser REIM". FanHt man gespannt )sYn, Herr Braun empz'rehlt beutelüJxl Volitik der Stetigkeit; es ist ja lqnge h_er, daß „ex auf dYtetik'kk' Xlxjacl s-einer ijtci stand. Rubi e1ne|Pol1t1k der MM“ brauch3n wir, sondern eine neue Red_olutton. |- Und sjxinge wird ja scix-on dcr-Hunger das Proletarmt auf dxe Straßez *
. - . -- N|! MW- eilmann (Soz.): Die Deutschn-gtwnalen begklm || iHr Mißtr'TLtuenZvotum damit,- daß ein Soztaldemokrat F|" )| Spiße des neuen Kabinetts c[Hebt und perkoechseln Wußte Mcdér einmal das nationale „ nteressemrt de_m Parxen|||||| Tas Skßicksal ObersÜlesien-s ist keine;?!veg? eme natwnaJtrie Frage. Jede»? Volk hat einen berechtxgtez) Selbsterhaltu-Y- all der jedem anern Volke seine Rechte laßt, der ab|er kde _ | Obers-Mesißn als Konkkqnenz _ verlangt,“ daß a1xch M Die neu Rechte dort ncht mit Füßen Mtreteygirerden _durfen. uf W große Koalition batte nickt also metxre Partexqenossen abmfd'i“ Seite. Viele lxätken der aktcnKoalitwn den VorszaM'kerwjsé jederzeit ewtl. Hilke Von links oder von rechts l:atte_ ILM“ können. Was der Abm. Lbuck) über eine neue NekolqMäae'd bat, siebY mit dem Programm, der “11".„Soz. x_mRox 7§1rbei | Widerspruck). Wo War denn die eittmuttge thn her Freiheit“ klasse in den „6 Monaten der Aera S_„tegerival-y? De „LMM | hat am 9. November sehr elegisch daruber geler-tarttkelk.
_(Fortseh'ung in der Zweiten Béilqge.)
zum Deutschen Reichs
ZU:. 267.
(Forksekung aus der Erstén Beilage) " I „'I
er es darmxf ankommen lassen, daß sich ein neues bär er- [ichas Kahmett StegerWald-Tominicus' bildete? Noch ute Hat“ .Hcrr Wmcklßrodem verflossenen Kabinett StegerWald blutige TMM?“ nachgewcmt.| Im neuen Ministerium hat unsere katwn wswgstens emigen Einfluß. Der Streit darüber wird i:? der Arbmterbechung eincn sch1veren Schaden nicht anrichten, WLW, wc Tonart Lctd die Oberhand behält; schlimmer stände es, Wenn die Tonart Obuck) obsiegte. Nach der Zurücknahme odcr 11nannchmbarn1ach11wg des Angebot?; des Reichsverbandes der Industxxe werden wir die Forderung der Erfassung der Sa Yvette mit NULL Kraft zu erkämpfen uns bemühen. Hermann Wev- Frnnkxn iyt Erst dUrcb dcn Moskauer Krassin mit Stinn-Es Und scénßm Gcnm-asdiertN bcéannt gctvorden (große Heitsrkeit), aber nienm'sk; wird meine Partei so intim mit Herrn Stinnes ver- kc[)xcn.,_ wie die rUssische föderative SoWjetre ublik. (Grqße .Fciterkcik.) Wäßkend bei den Kommunisten alle uqenblicke exrze Ww Bartek entsWht, haben wir den gesunden Grunßsaß, daß dre Mindcrheit fiel) der Mehrheit Fügt. Hätte! Ihr (zu dcnUKom- mnnisten) immer diesen Grund aß aufrecht erva!ten, so Warcxs néckxt ZU der Zekspsittcrung der Arbeiterschaxt ekommen. (Großßr Lärm 'kMks.) Wir, Werden die Regierungs oa ition ehrl'icb unter- jxiißen. Nicht Liebe zur Deutschen Vo[kspartei, nicbt Fxczxde an der Macht dcs Herrn Stinnes hat un-s-zu dieseyKogltxxoU gc- tricbsn, sondcxn [9diglich der Wunsch, die Arbcit-Zrklafw mcbé ganz aus der Macht der prkeußi-sthen Regwrupq ver.- drängt zu sehen. Wir wunschen,_ daß dxe Re- chxung stark sei, ittsbesondere jvunsckxey tmr _ d1_es vom Kukkué-minister. (Abg. S' ulz-Neukölln: Sy eme Gememhctt! Heiterkßit.) Wir Haben uns ie Koalition mcht nach unserem Geschmack aussuchenkönnen, aber das alte Sßxakespeaxxnzoryhat réchk2 Die Not schafft sonderbare Sclüaégesxxxon; _(«kuxmxsckxc Heiterkeü.) Damit will ich nicht ja en,|da dre Mxmster Schlus- gcssllcn sind, "andern, daß es die I ot tft, Welche dtcses Kabxnett gubildet hat. nel) die Rciäzsregicrung, du: von de|n [_Lnabh-an tgen untkrstüßt wird, wird nicht die Nöte des Volkezs Mit emem S xgge beseitt 211 können. Nach dem Prinzip des kletnxrcn Ucbcls gexallk uns ieses Kabinett besser als das Kabtnett_ StegßrWald- Dominicus. Dio Einheitsfront wird von|a[le_n_Scxten gewrdext, dieser Gedanke sch€int aber feincsm-„gs enxhexthck) zu sem. Dxe Kommunistsn Wollen die internationale Em ettsfronß gege|n dtc Verräter der Arbeiterintereffen, Ab . Winckler ordext dre _natronale Einheitsstont, durch die sofort Mi ionen yon _olksgenoßen ds_tvozt ausgeschlosson Werden. Dte Einheitsfront“dcr|M1tt§lpartetetz 117112 sxc Vlbg. Oeser proklamiert hat, scheint nm; dre großere Mogltchkett zu sein. ABer nicht unter allen Umstande|n Wollen dxe Upab- hängigen ekivas von der Ein eitsfront mit de_n Kommumsten Wissen. Bei der Feier des 9. ovember_ hahen ste eme Gcm-m- schuft' mit ihnen abgelehnt, We'xl „sie _nnt_dtesen LLUÜLL,.sch.s?chU Erfahrungen gemacht haben, htpstchtlxcl) ck11in Vundmsxahtgfext. Jn lichten Augenblicken geben ste 'zu, da _dte Kouzmumsxen dre besten Brüder auch nicht sind. Dre Polttrk der Ernhett_m der Mitte ist möglich, Wenn sie au dem Boden der Demokraxte stßht. Die Theorie, daß man mit arlamentsmehxhxzten aÜem nxcht regieren kann, kommt lediglich der lomnxzxmstmhen Stagnatton zu ute, den Räteschwärmern, _den Anhangern der .katatur. Heßfferich bat Jagt: Das d_eut1che Volk mu „lernen, m Ehren unkcrzugehen. ir Wollen _ntcht, daß das deut|che Volk unxßxgeho, sondern verkörpern den erLen des_ demokrakschen lebenswhtgen Deutschlands. (Beifall bei den Soztaldemokratetx.) „ .
Abg. Baecker-Berlin (DNN): In das "VcrHaltnzs dex. Zentrumspartei zum Reichskanzler Dr. 43th mochten tmr ups nécht einmischn. Wir Weisen aber darauf hin,| |da auch nn ReickWtag ein Zentrnmsabgeordnchr egen Dr; Wtrt „gesttmmk hat, so ganz einhellig scheint also dre : etmzng nt t zu som. Nun Hat Ab . Herold dem Abg. Winckler gcqe__nuber he auptct, er Habe die S ,uld an dem Verlust Oberschke1tens Zucht. der „Eptente, sondern dem Reichskanzlxr znge1choben. Das ',Ü emoyvokhtg un.- zukäxsige Unterstellung, die bet den pgrlamontart chen Exfahrungen des «[bg. Herold ganz unberständlich tft; _Das ort Wuxkkthat nur der Betätigung der chts en Poltttk gcgoltcrx, dte m ketyer Weise den schmcjhlichen Rechts rucl) her Entente tn Obersckyxsten gerecht gekooxch ist. Diese beiden- Dzn e mußte Ab . Hexal?) _auI- einanderhakken können. (Sehr ruhttg. re_chts.) uck) mester- präsident Braun hat den Nerchskanzler erts) gegen sere Bor- würfe in Schuß genommen. Nack) unsexer Ueberzeugw (; Hat (1er- dings Dr. Wirth nicht eine solitik geYrteben, die xms bersäxlesten «Halten konnte. Abg. Hoiamann Yorks den naqun en deu JF" Gedanken hochhalten; DMU sind tmr unsuaüe _etnt _dxn deut n Gedanken Woksen wir aÜe pflegen, abex fur_ dre _p tttsche Darts)- seßung ndtionaler Notdvendtgkcitcn genugt kues nt ?- ondern vm: müssen auch den Willen eines Volkes zu Abnwhr _ ab en und dqs vermissen Wir bei der Politik|der_Soztaldeokrat . Denken Ste an die ungarische Natwn, dte| eme Erletchterunz; der schlperxn Friedenßbcdingungen erkangt hatte. Dte Waffedxs Rechts ist m don Letzten ohren immer in verxogenqr Undrehyn gegen uns Wundt Wor cn. Seit Versailws eine Niederlage XU der andern. JSON richtig! rechts.) Gegenüber der Darstex'l „dex? Heym :])“éinisterprästdenten ükmr den Zusammenbxch) mochje 1ch_ das eme betonen: Vergessen Sie nicht die Revolutton. .Der-„Retchskan er Wirth hat ewiß den Willen gehabt, Obxrschlesten zu reizen! (: ?" WH er da te, War XÜUsion. Wu: Wunschen, da tmrkltäso tn soschcn Dingen wi? Öbcrsäyleien einmcx! Taten zu? thxn smd. Heute haben Wir ein séarkcs ationalgefuhl sehr vjelmottger als FQ. Eins Versöhnung der Völker kann_1)ur kommen, Wenn mag!. in Dcut'Öland Wieder eine affive Pokxtrk macht und Weng nm 1th selbxt nicht zu passjven Kadatver machen.| (717 dex Erklarupg der Re iernnq bezüglich" der Beamten besteht em deerxprßck). Vts- mc-“caX Zak gesagt: Reder Beamte Hatodas vosle Recht, st| geae_n die Poxitik seiner Regierung zq erksaxen. (Lache_n [L.ttks.| Wir chrden darauf (:ck)th xviÉQSie dre Besttmmungen nx dte_ Tat um- Zetzsn und Wenn Sie versuchen xoollten, Beamte_1n thre ver- assungSmäßigen Rcchten zu schmglexn Werden Wu: zum uße der Beamten zur Stelic sei'n. *(Hohmscßx Rufe und Lachen lipks.) Jm NoYaUe Werden die preyßtschen Gexrchte der Regierung zetgen- Wo die * renzen der Verfassun sind. Dze GeWalt- und AuZnabnze- Jesche müssen aufgehoben wex en. Meme Freunde bedauecht a „ "Wii , daß die Art, wie diese=-Koal_itwn zustande gekommxxx tft ): d die ??rt. Wie die Regierung Fs em ausgespxochenxs 'Mtntstert1tnt|__ „Braun aussieht, es uns nicht _ icht.macken Mrd, mtt der T_Deuxfchewx Volkspartei künftig die guten'Beztehunaen zu_pflegen Wie Usher.-
Dem ne L dwir cba tSminister mü an Wir unser Mi trauen ** UM UU „ * f s ";«Rede, die der Prinz. Max von Baden spät | „ auf Veranlassung der
"Uss r 11. Wir können auch nicht m dem Minister _term cincx Yckzmann sehen. Wir glauben_ni_cht. daß dW Industry: unß das Handinerk Vertrauen zu Herrn S ermg h_aben werkxen. Neben Yen parteipolitischen Qualitäten *sind fachltche. _sackxstÖL Etgen- Waffen als Nebensache berücksichngt Wordetx. Dte vtelen Krtsßn, hie der Preußische Staat hatte, hat er yur uberwunden, Wenn stck) m ißm die Kräfte zusammenfanden, du: auf derse_lben Grundlage _Der nationalen Ueberzeugung standen. Ohne eme Zusammxn- ?assung der nationalen Kräfte Werden Wrr axzs hem Elend _mcht herauskommen. (Stiirmischer Beifall rechts, „hohmsche Rufe lmks.)
Ministerprässdent“ B ra un : Meine Damen und Herren!
Einige Aquührungen des Herrn Vorredners zWingen mich zu|
““Miss-n Worten der Entgegnung. Solveit er Angexegenheiten der.
ZWeite Beilage
Berlin, Montag, den 14. November
einzelnen Reffortminister berührt hat, Werden diese Herren bei der Beratung ihres Etats oder vielleicht schon früher Gelegenheit nehmen, ihre Auffassung dem hohen Hause mitzuteilen. Ich will nur auf Wenige Aquühmngen eingehen, die sich auf meine- gestrigen und heutigen Darlegungen bezogen.
Der Herr Abgeordnete Baecker meinte, ich hätte„in meinen heutigen Ausführungen, die ja nur zur AHWehr des von Herrn Abgeordneten Herold zutreffend charaktsrifierten Angriffs dss Herrn Abgeordneten Winckler auf den Reichskanzler dienten, ver- gessen, daß die RewoluFion den Zusammenbruch im November 19V. (mSgeköst oder Wesentlich dazu beigetragen hätte. (Schr richtig! bei der Deutschnationalen Voxkspartei.) -- Herr Abgeordnctcr Boecker, das paßt zWar in- dos Lexikon dor deutschnationalcn Agi- tation hinein, aber es steht mit der historiscHM Wahrbcik nicht im Einklang. (Widerspruch bei dcr DeutsÖnationalen Volkspartei,) *- Wartcn Sie ab! -- Die Revolution brach am 9. November aus, als eben aÜes zusammenbrack). (Zuruf bei der Deutschnat'm- nalen Volkspartei: Ju Kiek am 5. Noyexmbßr!) -- In Kiel einige „
Tage früher! - Aber am 28. September 19.18 richteke der Ober: j bcfchkshabcr Genera[feldmarscha[l von Hindenburg an die Reichs- rsgierung jenes bekannte Telegramm, in dem dargelegt Wird, daß die Kraft der Front zu Ende sei, daß binnen 48 Stunden Waffew stisstand geschlossen Werden müsse, (Hört, hört! link?») Da War won Rewokution noch keine Rede, und in dem Telegramm ist auch “' keine Rede von dem Dolckzstoß von hinten, den Sie später erfunden haben, und dergleichen Dingen mehr. (Zuruf bei der Deutsch? nationalen Volkspartei: Ach) keine Rede von Unteriverf'ang unter feindliche Bedingungen!) -- Von dieser UnterWerfnng ist sogar dio: Rede geWesen. Ich wiU Ihnen das an Hand des Telegramms nachWeisen. In dem Tcsegraütm Wurde verlangN daß sofovt eine neue Regierung gebildet werde, und ztvar eine mehr liberale Regierung als vorher; denn man hatte nicht das Vertrauen, das; die alte Regierung in dcr schmoren Situation etWas Befferes für unser Land Herausholen Würde. Destgen verlangten gerade die Herren von der Obersten Heercsleitung sofort eine andcre Regie- rung. Diesem Wunsche Wurde stattgegeben. Der neue Reichs- kanzler Max von Baden sah, in wächcr ungünxtégon Situation cr sich durch dieses Telegramm befand, durch diéscs offene Ein- geständnis der Obersten Heereslcitung, daß die Kraft des deutZÖoU Heeres zu Ende wäre. (Widsrspruch bei dsr Deutschnatkonalen Vojkspartei.) Er fWgtc bei der Obersten Hecreßleitung an, ob tatsächlich so schnckl cin WaffMstUstandSaugebot hinausgshen so!]te. Darauf telegraphierje Hindenburg am 3. Oktober zurück, die Oberste HeereSleitung bleibe auf ihrer am Sonntag, den 28. Scy- iember gestc-„Uten Forderung der sofoxtigen HerauSgabe dos Friedensange'bots an unsere Feinde bestoßen. Infolge des „“Zu-: ' sagnmenbruchs dcr macedonischon Fwnt, der. dadurch noüvendig '“ chordcnen Schwächung der Westrescrven und infolge der Unmög- lichkeit, die in den Schlachten der letzten Tage eingetretenen sehr | erhcblichen Verluste zu erseizen, bestehe nack) menschlichem Ermessen keine Aussicht mehr, dem Feinde den Frieden aufzuzwingcn. (Zn- ruf bei der Deutschnationaken Volkspartei: Yufzuzwwgen!) -- Das Telegramm ist noch nicht zu Ende. -- .Der Gegner seinerseits führs ständig nem: frische Reserven in die Schlacht. (Hört, hört! links.) Noch stehe das deutsche Heer festgefügt und Wehre sieg- reich alle Angriffe ab. (Hört, hört! bei der Deutsckznationnwn Voskspartei.) “ Wo isi der Dolchstich von Hinten? Warten Sie ab! -- Die Lage verschärfe sich aber täglick) und könne die Obarste Heeresleitung zu schWcr iégéndcn Entschlüssen JWingen. (Hört, hört! links.) Unter dieß n Umständen sei es geboten, den Kampf abzubrechen (Hört, hör :! linkS), um dem deutschen Volke und seinen Verbündeten 'ußlose Opfer zu ersparen. (“Hört, hört! links.) Jeder versämztte Tag koste: Tausenden von Soldaten das- Leben. (Sehr richti '! bei der Deutschnationalen Volkspartei.) Daraufhin ist zurückte|1 egxaphéert morden, die Dinge lägen so, daß der Friede für uns|»; vernichtend Werde, wenn wir nichl: noch Wenigstens 14 Tage «„Zeit gewinnen. Darauf hat die Oberste Heeresleitung telegrayhiert: Gleichviel wie es kommt, es muß ab- geschlossen Werden! -"||(Hört, hört! links. -- Widerspruck) und Zu- rufe bei der Deutschnéxtionalen Volkspartei: Den Wortlaut vor- lesen! Weikerscsen!) Ick) bitte Sie, Sie haben doch das Material in der Presse gelesen; iam Sie doch nicht so, als ob es „Ihnen nicht bskannt Wäre. Dtkse Telegramme sind doch veröffentlicht koorden. (Zurufc bei der": Doutschnationalen Volkspartei: Ihre DarsteUung ist vollkommen" irreführend!) _„. Meine Darstellung ist., irreführend? Ich habe den Wortkaui des Teicgramms vorgelesen“); an??“- dem Hervorgcht, daß a, 28. September 1918 unsere Kraft" zu Ende War, daß es nichts anderes mehr gab, als WaffenstilT-Z stand und Friedensangebot. (Zurufe bci der“Deutscknaiionalen Volkspartei.) - Sie sagen: Leibe Revokution zu machen. Nein, meine Herren, die Revolution ck 1: di: zWangsläufige Folge des totalen Zusammenbruchs. (Sehr ?oahr! bei den Sozialdemokraten. - Lebhafter Widerspruch bei der DYLtschnat'wnalen Volkspartei,) -- Ihr Redner hat am Vormittag ““mit Recht hervorgehoben, daß der VarlamentariSmus durch - dérartige fortgeseßte Unter- brechungen der Redner nicht gerade gehoben Würde; aber die Extreme von links und rechts scheinenUziemlich konform zu gehen. Ick habe Ihren Redner ruhig angehörtßmd kann wohl verlangen, daß man auch mich ruhig anhört. '
Es ist ganz irreführend, wenn der Abgeordnete Boecker die
Obersten Heeresleitungim Reichstage geha xen hat, um Wenigstens eianigermaßen d'en Anschein aufrechtzuerhaltejt, als ob es noch nicht voxlständig mit MS zu Ende sei, als Bewxis dafür hinzustelsen veksucht hat, daß wir noch nicht fertig Ware'n. Da ist die „Pos“, IHK Parteiorgan, seinerzeit sehr viel ehrlicbejß gewesen, die "damals sch15eb, Wenn jeßx die Oberste Heeresleixpng behaupte,“ das TelZgramm Vom -28. September sei ein Jprtum geWesen: Run, dqxén ist*kein Irrtum so verhängniSVoll„f"" das deutsche Vater- akd gewesen als dieser Irrtum. (Zu „ bei der Deutschnatio- nalen Volkspartei: Das war ein falscher "Zungensckzlag der „Post“!)
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anzeiger und Preußischen Sta atsanzeiger
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"- Sic Tagen, das ist ein falsche): Zungensrß'sag; jedemfakls ist es Tatsache.
Wenn nun angésichts diescr Taksacéxu der Abgeordnete Baecker meint, es käme k-grauf an, nici): nur don deutschen Ge- daxtken zu Haben, sondern man müßte iHn propagieren, man mußte den Willen “Haben, ifm dUrc'quJeßen, man müßte der: WZillcn haben, auch Mchrstanö zu leisten, «* dcn WMW in allen Eyren. ch) gohöre nichk zu dcn Leuten, Die den WTklen nichl eins ganz CTÜEÖÜÖQ Bcchtung im Leben des einzelnen, auch im Leben der Völkcr zuschreiben. Aber Wenn ich einßn Willen haöe und ihn durchsclzsn will, dann frage ich erst, ob ich die Miike“! [)'abe, ihn durch3nchow Wenn mir die Mittal fehlen, “dann isf es Um ganz unsinniges Unternclymcn, eineU WilleU durchseßen Zu Wollen, zu dessen “Durchscßung mir jcdcrsei Mittc[ fehlt. Tex;- WEgen Würdß cs irreführend stin und unserm Volke nichts mäßen, Wenn wjr éhm dekn Willx-“xc suggeriertkn, Widcrstand zu scésten, und ihm nicht die Mittel geben könnten, diesen Widerstand mit
| Erfolg durchzusetzen. Das Bcispéck der Türkcf und Ungarn:? kann
Für uns nicht in Frage kommen. Diese Länder haben eine ganz qßdcrc geograpßische, wirtscixaftlich nnd sonstige Lage. Wii? k?nnen Ws nicht wic 'der "Türke Hinlegen, mit türkischcm Pflvgma dte Beine über Krkuz schlagen, die Pfeife rauchen und aHWartcn, Was kommt. *.Wir sind auch nicht Wie Ungarn ein vornehmlicb agrarisches Land, das die Lebcnßméttcl, die es braucht, Fm seinem eigenen Lande erzeugen kann, was die Hauptsachx- für die Auf- therhaltung des Volkes ist, und chhalö vom Außlande unab- (xangig "rst. Deswegen sage ich, ein !oscßcr Vcrglcicb hinkf; eZ kommt die soziale, die 19irtschafkliche, die geographisch Lag? n;“ Frage. Der Wiüe zum Widerstand in allen Ehran, er !ookznlviek- leicht bei uns allen, bei jedem, ich glaube, jeder Partei de? Hausss, .géhk Widkr den Strich, ruhig hinzunehme-„n, wa5' dort über uns verhängt wird. Aber e*s cht in soLchen Dingen, wie ich am Vormittag schon sagte, nicht nach dém Gefühl, sondern Hier umi der nüchterne und ruhégc Verstand sprec'fxen. (Zurufe links und rechts.) AU dée Dinge, die der Herr Abg. Boecker in der Presse, in Versammlungen und hier im Hause vorgetragen hat, bringen uns an?- der prekären Situation, in die unsere Feinde uns vor- scßt Haben, nicht herans. Wir hoffen, daß die Zeit kommt, wo unsére Situakion mit der Kräftiggng unserer Wirtschaft sic!) stärkt. und wo wkr schließlich zu einer Revision der Verträge kommen Werden, die Zcßt auf Uns lasten. “„O-unh starke Worte erzielen wér das aber nic'hé, sondern nur durch eine kühl abwägende, die Tat»- “Zachsn nicht außer acht [assctrd-Z, ruhige Und vernünftige Vokitik'. Wenn Héxt'c von Iklnsionzpositik gesprochen worden ist, so glaube
| fck), daß «[ie mshr auf Jhrcr Seite liegt al? auf der Seite, wo man
ruhig m€t Den Tatsachen rechnet. échßoftc annfe rccHt-Z xmd links.)
Nun noch e'mige Works zu der Beamténfrage. Der Herr Abg. Boecker meinte, die Erklärung in meiner Rede über die Aufgaben und die Pfiéchkcn der Beamten sei so gefaßt, daß man mit jedem Wort eigenklic't) eincn Beamten an dem Gakgvy bringen könnte. Msine Damen und Herren, ic!) glaube, der Herr Aög. Baecker [cbt doch noch gar zu sehr in der Gedanksnkvelt der Vor- xcvolutionäreu Zeét. 'Schr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Da brachte man es allerdings selbst bei eincx den Beamten noch viel mehr: entgegenkommendsn Fassung von AnWeisungen und Instruktionen gleichkool)! in der Praxis feréig, ichn Beamten an
Gakgen zu bringen, der sich politisc'f) unliebsam machte. Wenn :'eßk Herr Abg. Boecker mit Emphase ausruft, die Deutschnatio- “UaXe Volkspartei würde zum Schulze der Beamten zur Sten: sein, söxkonstatiere ich mit Vergnügen diesen FortscHritt. Früher Waren Si'exnécht zur Stelle, wenn ein Beamter Wegen Betätigung sozial- dLUWk akischer oder steifinniger Gesinnung gar «- Während des [turkampfs »- aucl) Wegen Zen mIgcfinnung insane diszipünert und gemaßreg-elt Wurde. ( hr richtig! bei den'. Sozic-[dem traten.) Wenn Sie jeßt bei a Herechtigtcn Disziplé- nierungen, _die nac!) meiner Auffassung nach, den jeßigen Vcr- fassungsver'ßästniffen unmöglich sind, für den Schutz der Beamten eintreten MWM, so ist das ein Fortschritt, “den ich nur mit Freude.:zß, grüßen kann., (Bravo!)
Msg. _Dt. Le i dig * Nur?) meine Frexxde Betrachfe1t die Eretgmess vom Novemb 18 als ungemein * merzvoll und „als den Interassen des den ' Kollek; widersprcchend. Heute ab::
ilk es, der Not des Tags?» Begegnen und zu dem ernsten Ver- uch zu schreiten, aus der Notlage, in die uns die Vorganqenlwit YU [Wien Jahre brachi“ hat, zu retten, was zu retten ist*. Wir jeben heute und smd überzeugt, daß der StaatZWagen im Reichs“ und in Preußen mii immc'r Wsenderer Eils: dcm Ab kund eut- gegenroüt, De_r KurYdes Dollarß ist Heute 298: die ntfchc70ung uber Obexschleßen drtzckf auf unsere WiYa'öc-st, unsere Poliiir, Unser natwnales Empxinden in TÖWerst-er -* eise. Der Ausverkauf MutschlandZ eigt uns, daß unsere Wirts aft sich dem Ende zu- netgt. Da ba en Wir von der Deutschen ' olkspartei uns gesagt,
".es Wäre geradezu !andcsverräterisch, wenn wi: nicht versuchten,
“mitzuhekfen, eum _qusqdi-efex Not herauszukommen, auch wenn wir Kur er|n Wemg xmthelzeq koxmen. Geiviß ist das Zusammenwirkev byn vter Partxxew, dte m thren Pro rammen in unendlich vielen P nkten auSemandezr eben, kein Zu ammenarbeiten in einheit- lt n Iheen: aber r habe. aus den interfraktionellen Verband- lungext dte Ueberzeügun mxtgenommen und deZHalb auch meine“! Zraktxon den Nax zur _eterktguna gegeben, das; bei affen vie! artejen der ehrliche Welle vorhanden tft, in fachlicher Arbeit den Versuch zu machen aus der Not und über die Rat des To 25 him- weßzuko mxn." Wer uns dabei helfen Wia, it uns will mmm. „Ie e_P „riet hglt dabei an ihren Zielen fest, ie Deutsche Volks- qutet dapkt mcht daran, pon ihrem Programm auch nur ei- 1telchen_*_ (113fo _eben. (Hört, hört! rechts„3*--.-Auch die Soialq denxokratte"; g1bt tcherkick) von ihrem Vrokktramm nichts auf. . it- bxsttmmend? bei der gan 11 Aktion ist u ser Glaube gejveseq, daß dre geradezu übermen chlich drückende" Not in den nächsten quaten dazu führen muß, nach dem Vokbiédcxreu'cns auch im Retche dFe g eicbonKoalition zu bilden. Wir m" cy i-e haben, st; rst dre emzt Moglichkeit, dre Schwikrigkeiten zu _izöcrxvmdcn, dre uns die näch en Monate bringen Werdvn. Selbstverstandlxch e|rkvarten wlér vk?" ei m Yxnxpsterium, in dem Fuck) WYNÉtreten smd, da a e , ra (: i ewertet Wer ew. u | Un er W schaLtSleben ät in kritifcbex Hage. ck73; es ieboc' gesehetx, Wem; Yon qc! t Mxmstern 'funf 1X1: Volkspartee «horten (Herterkettz; aber es tft,“ n
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