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Wechselscttigen Verdienste der erwähnten Männer in jener Periode etwas genauer zu bezeichnen, wobei mich noch obrncin dcr_chanke leitet, das:, wenn ??, mir gelingen so_lltc, einige von dem Biographen aus'gcsvroMcnc Ilnnäxrcn zu berichtigen, t:!) dadurch auch_ zugleich dem hochgeachtctcn (,chscdiciztschrciber von Preußen vollständigerc Materialien geben würde. „
Es ist meiner Meinung nach eine sehr schwiertgrAquabc, über cinen solchen Charakter, wic de_n von Scharnhorü, ein kurz abspre- (bkndfs Urtheil zu fällen, es dürfte ,ivcnigücnz dazu txefCYNMschM- krnnmiii, sehr umfaffcndcs kriegerischer. Wiser: und eine genaue Brianntschaft mit allen damaligen Verhältnissen nothwendig seyn.
Weit entfernt bin ich daher, auch diese Aufgabe hier lösen zu oncn; mein Vorsaß ift es" tmr, „:.-e der schönen Schilderung, wcl- che der Versorbcne (Jeneral Clauscwiß von dem Leben und Chargi- ter Scharnhorüö uns bereits in dcr hiüoriscl) politisct)aneitsc1)rift gab, einige Bciträgc zu liefern.
Der Herr Verfasser liefert sodann in Bezug auf den Cha- rakter des Generals von Scharnhorst in den unmittelbar hier- auf folgenden Stellen nachstehenden Beitrag: ..
Durch meine früheren amtlichen Steüungen ist mir dgs Gluck zu Theil geworden, den größten Theil der Männer, die nch m 1e- ne:* Zeit auszeichneten, mcht allein persönlich, sondern auxv-durch Gesäyäfts-Vcrhältniffe näher kennen zu lernen. Es iind mar m die- s-cm Kreise wobl berühmte Männer begegnet, die in einzelnen na» n".riichen Anlagen oder chiqen des“, r.'[ernten WiffcysScharnhorü überlegen seyn konnten, Viele habe ich gefunden, dle in der (Habe den Werth iyrcr gcisti cn Mittel oder ihrer amtlichen Stellung äu- ßerlich gcltcnd zu ma en, ihm offenbar vorsiandcn, aber dagegen habe ich in diesem Kreise Keinem begegnet„ deffenWorte und Hand:- lungen, so wie bei Scharnhorst, immer nur .die Ergcbmffc cines vorhergegangenen ruhigen Denkens waren; Keinem, der sql) und seine Neußerun en so zu beherrschcn verstand; Keinem, der einer so großen pcrsön ichen Rrsgnatton, sei) es zur Beförderxmg _der von ihm gcpficgten Staats-chckc pdcr auch nur bereitwelligcr Anerkennung fremden „Vrrdirnßes, fäbtg kzewesen wärx, und endlich Keinem, der bei anscheinend wrechen, sclbi vernachläsngtcn Formen, einen so uncrschütterliä) festen Willen in sciner Brust trug.
Dirscs bescheidene Auftreten im Krirgrrklcidc, dieses Nacbgcden gegen fremde Meinungen, wcnn „ihrn dcr Gegenstand'imerhevitck) oder bloß in einem Streit um die außcre Form zu ltcgcn schien, tänschte daher auch das Urtherl dci“ Züchtigcn Beobachter, die das Erscheinen cines roßrn Mannes nurnnmer durcb KnaU-Effckte de_- glcitct Wähnrn; rfrigc, lcidcnschaftUchc Menschen ix_abrn dal_)_cr, Wie es mir vorkdmmt, auch immer Scimrnhorsi unrmittgxausgrfaßt. Von dem Jahre 1808 bis zu dem Fahre_1812 habe ich um geringen durch Rcisen crzcugtrn Ausnahmen in einer täglichen, immer enger werdenden Ilmtö-Vcrbmdung mit Scharnhorst gestanden und dabei gefunden, daß cr “m Gcschäxtcn sci) niemals" writer, als es gerade sür den Augenblick nothwendig war, auxspracki; von cine111srgcnan_n- ten sich gcdi'n lasen, von_ ecncm EnthüUcn aucr seiner Piänc, dte- scm Schwelqcn in dcr Zii'runft, welches schon mehr als einmal de: - rüvmtcnMänncrnsclxädltci)1vard;_war nicmais eme Spur, yzid, dies geschah zu einer cht, _wo_cr bei den damaligen Verhältmncn mit vollem Vertrauen dir wnßttgsicn Gegenstände mir übergad, wo er wir täglich Beweise frcundscimfthchcn Wohlwollcns ertdctlte, niet licdcnswürdkcr Offenheit über Prwat:Vcrhältniffe und wiffensamst- liche Gegen ändc sprach. „Es war dies eine Eigenthümlicdkcit von Scharnhorst, die. wie cs*_m:r schrittx, dcnn doch etwas für seine nicbt gewöhnliche Besonnenheit un_d gerücgc Kraft sprechen möcdt-s. Wenn jemand, den er. auch sonst in anderm Verhältnissen achtctc, etwas - za heftig auf die Enthülxyng seiner fiir den Staat gefaßten Pläne drang- so konnte .de; gcwcß WU- daß tbn„der General durch, nichts bedeutende odcr emmsvige Antworter: in eine ganz andere Richtung lritctc und im Dunklen ließ. Een vertraulia)cr_Briefwechsrl des Gcncrnls, den ich aus der Zeit seiner Reisen als em sclxdncs-Andcn- ken bcsiye, giebt mir mehr als, einmal dgs Recht., die obige An- . sicht auszusprechcn. Diese V__orstc„bt hatte sich so nur Scharnhorsi's , Charakter verwebt, daß crnc vielleicht sggar zuweilen übertreiben . konnte, aber immcr icitete ck11 die edle Absicht dabei: der Sache sce- . nes Kdnigs dnrch kerngmzrcttg gcgcdcnes Verirauxn Schaden zuzu- fügrn, der Regierung tn jcnrr wechjclndcn Zett mcht dte Hande zu * binden, indem er ihr die Frcthmt erhaltcn wollte, jeder Zcit nach den Verhältnissen dcs Augenblick:; zu handeln. ,
Der Herr Verfasser, indem er in dem Vorstehenden eme sichere Gruidlage zur allgemeinen Beurtheilung des Generals von Scharnhorst gewährtxu haben glaubt, versucht sodann im Ver- laufe seiner Schrift hnliche Materialien zur Beurtheilung des militairischen Standpunkts Scharnhor0's und seines Bcnchmcns im Jahre 1813 vorzulegen, worin ihm zu folgen jedoch der Raum diesrs Blattes nicht gestattet. * '
Dagegen dürfte die Mittbrilung der letzten Gejic" dieser Schrift gewiß al_1en Lescrn dicser Zricung willkonumn mm. ..
„ Es“ dürfte iicl) nun wohl“, heißt es ].";- 55') dersclvcn- „fur jeden aufmchsamen Leier dcr Standpunkt gefunden baden, von dcm „ aus man Scharnhorsi'o «mgcbliäie Weigerungcn gcgen die Errichtung ; dcr IüprrußischenLandwrhr dcurt'yciien muß; von drm crurn Zla- acnvlickc an begrüßte cr dcn Entschluß der Ostvrcußiscven Stande . bis eine schnc Bürgschaft fiir den glücklichen Iliasgang des zu_ de1 ; qimicnden Kampfes, und spraxi) amilick) wtr Vertraulich (dafür kann ; icli mic!) vcrbktrgkn) nur „met dcr hdclztixn Achtung von allen dcn : Männern, djc dicse varrioUsM Handlung ms L*ch'n riefen; avrr 411- ; lerdings legte ihm sein." Strllimg so wie scénc K“rtcg5-_-_i“icn_ntmß diz“ ; Pßicht auß Allys", was er in rcnrm PlanrMangelbastcs sand, ern J auszuglcicdcn,_ i_hn met dem (:Ugeiiieix1e'n K_"l'legs. Entwurfc m eine ; bcffere Uebereinutmmung zu bringen. Das: dies eine Menge Hina - und Ökkschkiiben nothwcndxg mncdtc, daß Scharnhorn, der doch mcht ; die einzige Öbcrchbdrde tm Staatc _war, virle M..?syrachcn hal- ten, ma'n-cixc :-)Tächnc1)t,en nehmen, “entnatidcnc Zwrefrl lösen mußte, und daß dabei viel Zett verloren ging,. dre cmcn eifrigen „Patrioten, . der aber nicht Ach dies" kannte, zuweäcnl ungeduldig machen konnte, 10 wohl sebr n-itürlicv. Mir Ui .*.Uerdinqs_ nicht
bekannt, was ch.“ Graf Ludwig zu Dohna in cincr solchen Stimmung geschrieben habxn mag, aber wcnn cs auchszehn- mal mehr wärc, wie es die Blongbtk S,. ;.“. andeutet. immer könnten es doch nur einzelne Emoündungcn, mcht voUfiäydrge Bc- urtbeilungen unserer damaligen voxitii'c11611_Lagc sci)t_1,wovei ici) denn doch noch hinzufk-gcn muß, das: !(0 in jener P-ET'WDCZ den General täglich, den GrafenOohna wcniqsietis s(hl' häußg- beide oft zusam: men gesehen habe, ab-r mich auch nccixtxder i'lcmüxn Andcutiixig cr- innern kann, die auf vorhergegangenc Kämpft) (wn es die Biogra- vbie S. “.I-* sagt) zwiscken diesen beiden trefflichen Menschen schlic- i;?" ließ. Wenn wir Scharnhorst mtr vogcm Rechte als den Mit- telvunkt amchen muffcn, von dem durch eme Reihe von Jahren der Gedanke an emen National-Widcrsiand crhaltcn,fortda,uernd belebt und mit einer seltenen Besonnenheit vorbereitet wurde, so war ck_cs auch, der die crüc Frucht xencr von ihm gels. ten Keime_ den hochberzr cn, an den usern des PrcLels gefaßten EUTJÖlUß- mxt der edlen mgebung, die sein ganzes eeben bethchnctc, zur vollendeten Reife förderte. Der ausgezeichnete Mutb-„ en allr Theile der reußisciien Macht unter den Anger: ihres Köntg's exttivtck'elxcnx man e hinzitgetrcten_c,_vorher nicht zu berccbncttde guxtsitgc Ereignisse, haben den ertb,cedigungs- Krieg, auf dencmqn bei dem Ausbruche der Feindseligkeiten cfaßt seyn mußte, gluckltcb beseitigt unxevcn so an xre L men.- und axtd* :yes:-Bataillone im glorreichen StegLSFuge bis zum kubnstcn Ztele geführt, ohne daß deswegen dcn ymschtigen Vorschlägen des 'Ge- mrals auch nur_dcr kleinste Theil, „ihres Werthesxntzo ez: wurde. Wenige beabsichtigte Landes;Vcrtheedtgungcn, die die Ge chtci)te auf- czeécbnet hat/ jmd auf LMM! so dUkchYachten Alles umfassenden [an,“ als der von „Scharnhorst war, hegrundet, und wenn man hier- zu noch seine vorsichtige, „den damaligen Verthltntffen atxgemeffeye eschickte Art der Vorbereitung rechnet, so Wird man mcht allem
. *.*-“11141911111- 011 1 11010.
en inner'n Werth eines so1chen Planes auf kriegswiffensclmftlichem Standpuerte bewundern muffen, sondern auch wohl zu der Ansicht
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362“;
kommen, daß Scharnhorst einer der großartigsten, treucüen Diener seines Kökkéks war, der für die Wicderhcrüellutig des Preußischen Staates un die Befreiung DcunchiandZ so viel als nur irgend einer gewirkt hat. Viele Mcnschcm dic vrt dem eeinfachencin1_'pt*m1)s--- loscn Auftreten des Generals ihn schurli z_u ubersehen Ylauptqn- würden, wenn sie es“ versucht hätten„ so wie er, iiur xm ) ketfltck) durcbdackiten Plänen zu handeln, [o wre er. thrc Lridctimmßtcn und Worte zu vrhrrrschrn, so wie er,“!tck) und jedes persönliche ;;ntrrrffe dem allgemeiner: Besten unbedingt imtcrzuprdncn; nur zu bald würden sie bei einem solchen Versuch nnd vrt ernster Scbstbcolxacki- tung inne geworden seyn, wic vccl [idem von thmn is an sittli- cher und also auch geistiger Kraft srhitc, um, sich die1c111scltrticn Manne glcicliskcüen in können. Es wäre gcwtß ganz id:dcrmcinc auch schon im Eingangc angcsprocdrnc Yumi» wenn man in dcr- ser, der Wahrheit und dcm_Axtdr_nken Schc1rnl)o_rsi's vorgebrachten Huldigung mcht zugleich die tnntgskr Achtnxig für, Alles das, was damals in Preußrn geschah, finden folltc; peclc mer tlwurc „Bande rufen mich dazu auf, nur scheint es, daßxene hocherzzgcngyand= lungen n'cd noch aus einem schöneren Standpunkte jur die Ge- schichte aufzeichnen ließen. . . _ . _ .. __ Wenn Männer, durch großr Erctgticffc urid p_atrtottsclzr (Hinn- nungen fortgcrissen, in cinem thurn bis dahin fremden Kreis) DLs Lebens eingreifen„ so liegt wohl “ihr größeres Verdtetisi m tdrrr Aufopferung und der dadurch, brwrcfenxn Kraft, mcht m dcn For:- men, die sie zur Darstellung ihrer Grunnuygxn wählten. Formen bringen dann nur ihren Erfindern _cuien wrr_klccbcrr Ruhm, wcnn sie aus einer genauen wiscnschasxltMn Kenntnis: „ nach rciflicbcm Erwägcn aller Verhaltntffr. alZZ Urne Kunstgedtlde hervorgegangen sind, wir z. B. die vorhin qryciitldrrtrn Detaicdc-
' ments dcr Freiwilligen; wo dies nicht der Feil] ist, bleibt selbst eine
gute Wahl doch nur immer ein zufällig glücklicher Einfall. _ Dagegen sieht desto hdder und bewnndecrnchdrthcr de_r verewigte Miniücr Graf Dohna da,. wenn man berucksichtigt, daß er scMi'kk
Schicksal desselben unentschieden war, indem er in diescm Verhält-
Z nis; zur Vrrthridiqunq dcs cntfcrntcn Monarciicn und srincr Krone -
aufricf, setzte er ébrn"so seine Person als das Erbe seincr- Abzirn ; - aufs Spiel; cr entwickelte hicr die Größe cines Helden, und mn . Beispiel verdient von den Vätern aller kommcndcn GesWlecbrcr J ck vor Allxm darauf brdacht seyn, die .Foidnicct“. zu heben, , . wieder in den blühenden Zuüandzudcrxrkzrn, dcssrnfirsichchc .“ erfreuen gehabt hätten. Der Finde-Minisicr klaxcke 11. was" die Stände und alle Bewohner von Preußen mit wahrhaftpa.» Z 1chWWU§37 AUsIWL- dt? MW Nl M'F-itél'll'10 ?icUc. Man
trioti“ciier chriücrun (1115001101; auch ihnen drobrtrn alle Wräx ; _ _ „ , _ _ , „ ' ' “ g s * ' man Wieder daraus an, die 210.1»? von einem jolcycn Zl..
F ermäßigrn.
fortdauernd ihren Söbnrn gezeigt zu werden, damit solcbc hohe,-
“ durcb kein Persönliches Juterrffr erzeugte TU_qu immer ein Gc-
gcnstand aUgrmciner Ngcdrifrrnng blcidr. 2 ' ' _ Even so schön 01“ diescr Standpunkt fm: die Zeichnung dcncn,
selfä'lle des Kricgcs und beim Mißiingrn gänzlicbr ,[waüöruxig idrer Have; zwci vorhcrgcgangrne K"rccgrsviimdcrungen und zwei daraus
cntüandcne “Seuchen, hatten wohl den Umfang und die Kraft ibrcs _
Wohlstandes, abcr txiciitF i_drrr Trruc gcmindcri, nnd dicser innrre Reichtbum txx.»chtc n'." fäkZlg/_"1111611111116?JWMU Entbehrungcn dees neue und bedeutende Opfer ihrcm Könige daix'zntlmm.
Wäre ich ein drgütcrrrr Mann, der die Talente verdirnüvoller ;
c *- ** . ' &' '. “ ,' 1 * ** * nutr [117 ( Mott iattc ni merien . . „ Kunstler angcncnin [.lohn.n kd . . M f ) ) , HM" Deleffert wurde daraus vckxvorßcn un.) MIM?" M
Denkmal zur Erinnerung an jene glorrrichc Zcit anfertigen layirn.
Auf dem Altar des Vaterlandes" dic BÜÜE drs Königs, vor dcm Al- ; „ , “__ , ' und 1.51? «aß in etwas trxodtnzirr "'N-Irn. atiaexéoxn'rcn-
tar Scharnhorst und Dohna, indem Beide sicb, die „Hände rcichcn.
Es würde dadurch nixiir aiicin ihr Wirfcti ö.". einein Zweck, ahr : : Freundschaft» und vcrwandltcchLcdcnIvcrhälimß bezeichnet, sondern ':
auch der (Heist jcncr glorreichen Tage dargcscht, in dcncn alle * ; . . ' * Kober mcht "“M“-von dcn Antillen und (»Man-.*. ,
Stände und Landesthcilc, obne Buch und RTCÜUUUI zu halten„ ein-
müthiq zu dem großen Zweck wirkten, xcder srtne „Kräfte al:; em . Scherflctn dcr Wittwe zum Throne brachte, um es m dcm Wieder: , = aufblühen des Vaterlandes freudig untcrgchcn zu schen. Möge dee: ; ser schöne Geist rin fortdauerndcs Erdthcil nnscrerGaucn blcidrn.“ _
“Meteorologische Beobachtung. 1833. ck Morgens |Nachmitt. Abends T Nach einmaliger 2-;.März. , 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung.
* Luftdruck . . 337,4 „"Mr.-337,4 S*“Par 337,9 5“"*Par.1Q"c"Wr"" “"'““ " R'
3/5 0 R. Unfiwärme 2,5 o R.
*)
Luftwärme + 0,7 0 R. + 7,5 " N. + Thaupunkt _ 2-1 “ N. Dunstsättg. 74 pCt. 54 pCt. 70 pCt. "Wetter. .. . heiter. hritcr. hi'tkt'k. Wind ..... O. NO. , NO
Wolkenzu-x » "-
.'“,usdünsi. 11,0 7 1 „Rh 'N'-*drrsaxtxp. 0,
aclbl. ?lbrndscb. und kl. Hoi um dcn Mond.
Jusyyärtige ]301'8011. „0111511-1'11410. "I"). „01107.
Rit-iU-rl. *EUR]. 801111111 4.3,"z. HZ (14) U.;. „*NEU-«131710 8.1.1.0! 1,225- [(max-[3111 '.).4'1'7. 68 1111-;. 111155. (x'. 1.323) 974,77. (!.1531) B**I. [,k-“1135. 1'1'5511111'11- 1110114111- 04. ()4'511-1'1'. --*-. ZF 59.111.421 .',-J M;.
":imldllkL- “25. 01017. *
0021011! 5x; 01.1. 01.77, 43 111). 52:1. 11..n|§-.1t'1s«-|1 1223. 111128. 131134], 100Z. 110.25. 1101]. (r. 1.52“); «*.*.77. 11.1. (". 1831)». 1'1'01158.1'1'5111114-0- Z:“!xoim,“ 104€. [)010. 11.3. "“"-7"?
11719". ".'-I.. 03512.
ZF )]01.513Z. 4x; 1141. 84), 13 .10. "2.2.7“; [111050211 [51.1.9012]. [';-rk.-
()Z:]. 1410. 53:11:k-/1(*1;1*1112L51.
Königliche SckzaF-ipieir. , ' Donnrrsmg, 42.8. März. „Jm SNaiUpirlh-xujs: Kriwr Frie- drich kl., Drittsr Thxil, odrr: Friedrichs Tod, historiyche Tra;
' gödie in 5 Abrhcilungen, von E. RaUpach.
Frcitag, 211. März. Irn Opernhause: “))?irandolina, Lusi- spiel in .; Abthcilungen, von C. Blum. Hieraus: Die dem Amazone, FELtß-“Büllet in 3 Abtheilnngen, von Ph. Taleidvi.
J:!i Schauspielhausc: 1) 11011137. 011; ]„t? 117101170" 301550. 2) l.;: (1001113550. 01 ]«r [);-50. 0011161110 011 '.5 710105" (“| an ["'-1.413, p:)!" 1111“. ]Zskj'mu].
Sonnabend, 30. März., Zn! Opernhause; Der Kaufmann von Venedig, Schauspiel in 5 Abthciiungen, von Shakesspcare. (Hr. Portl), vom SradnThcater zu Leipzig: Shylock, als erste Gastrolle.)
Jm Schauspielhause: Französlsche Vorstellung.
“Sonntaa, 31. März. Jm Opernhause: Alcidor, Zander- Oper in 3 Abtheilungen, mit Ballets; Musik von Spontini.
Zu dieser Oper bleiben die bereits gelösten und mit „Sonn; tag“ bezeichneten Opernhaus-Billcts gültig.
Jm Schauspielhause: Clavigo, Trauerspiel in 5 Abtheilun- gen, von Göthe. (Hr. Portl): Carlos.) Hierauf: Der gerade Weg ist der beste, Lustspiel in 1 Akt, von .Koßebue. (Hr. Porth: Elias Krumm, als Gastrolle.) -
Königstädtisches Theater.
Donnerstag, 28. März. Der Pirat, Oper in 2 Akten, nach dem Italiäniichen, Musik von Bellini.
Freitag, 29. März. Der Dachdecker, komisches Gemälde in 5 Rahmen, von L. Angew. Hierauf: Das Abenteuer in der Neujahrsnacht, Lustspiel in 3 Akten. Zum Beschluß: Der Ecken- steher Ranke im Verhör, komische Scene.
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Neueste Nachrichten.
Paris, 21. März. Der König hielt gestern gegen Mit- tag einen einstündigen Minister-Rath. Der Marschall Gérard
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dcs Facbch €
Entschluß zum Aufgebot ciner Landwchr in jcncm Angrnblick aus» ; zu [“R“
sprach, in dem zwei feindliche Herre im Lande standen und das .'
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Obere Dunst? bildctm -
hatte sodann eine Audienz bei Sr. Majestät, und 529!" Höchsidicselben auf einer Spaziersahrc nach Neuilly.
Die Pairs-Kammer ließ sick) gestern durch Herrn gustin Périei' dcn KommisfioUS-Bericht über den Geseß; wurf wegen der Forrerhebung der Steuern bis zum 1. u J. abstatten. Auf den Antrag des Präsidenten beschloß die sammlung, sich, in Betrachc der Dringlichkeit dcs Grgenska unverzüglich mit demselben zu beschäftigen, Worauf, na Annahme der einzrlnen Artikel, der aanze Gesrkz-Entwnr 119 Stimmen gegen 1 durchging. In derselben SiZUng, nur eine Stunde damrte, wurden vier Kommissionen znr fung der übrigen, “Tages zuvor eingebrachten GeseßWnß ernannt.
In der Deputirreüx Kammer wurden gestern 0, rathungen über das Geseß Wegen der „Besteuerung des 3 fortgescßt. Herr Piscatori nahm die ganze Sorgfaltd gierung für den Bau drr Runkelrübe in Anspruch. Herr laroche bemerktr, daß die Favricacion des Runkelrüben-Z sch seit einiger Zeit in Frankreich bedeutend gehoben habe für die ackrrbaucrcibende Klasse von großer Wickhkégkeii sex„ halb man bei der Besteuerung zwisäxen dem aus" den Kol kommenden Zucker und drm Rimkciri'ibcn-Zuck“cr ein ge Gleichgewicht zu beobachten suchen müsse. OITehrcre ander, ner äußerten sich in demselben Sinne, und hielten sonach Tages zuvor von Herrn Nou! gemachten Antrag, din Z01 dem ans dcn Koloniccn kommenden Zucker um 15 pCt. zu ßigen,f1'1runzuläsfig. Der Marquis v. Marmier erkjäcegs daß, falls dieser Vorschlag angenommen werden sollte, „ genötbigt sehen würde, seine Runkclrüveix-Zucker-Fabrik ein Jener Antrag warde darauf auch verWorfen_ kam die Reihe an ein Amcndement szxNkkk) B. Deless Welcher dcn gedachten Zoll auf 371 pCt. fex'kgexcizt Wissen .. Herr Salvertc widersetzte sic1; demxelden. Herr Man war drr D.?einun'g, das;, WM in drm vorliegenden Fal!- anercsse des *))?mterland-es mit dem der Kolonieen koilidire, er:?ere aufgeopfere Mrdrn m:“:sse. Dcr (“ZTIUO äußerte er,
stets die Besteuerung der LuxxxS-“Zsriik1 VO1'1011-JS, und ]cßk
.Diese ?irußerunq fck.» («Waffen Widrrspru. chsuxnmlung, Und man rief von !!]CW'BT'CTL_G§1T-In: der sei) kein Luxus:?lrtikel. Herr HUMÜUU 1417103, in?.om
' Kammrr brichwor, an dem ihr vdrzz.l'.]?r:x (Zöxxixz-Enxix'Uix?
zu ändern, um“- mindrstctis mi: cinrr :)?«*_nc:Uxi.-*. so “"'“;ka ten, bis das Budget (16101111sz Wordcn 191). Dcr ?.mraz
stehende, von der Kommisxirn xxcmirraznr T.".i'if, nachm der
1; Zucker der F1R1UFÖsésckU Kolknicen (für [00 Kiloarnmwm, xvon drr “chl Bo,;rvon. .
511011 der Insil “Bourdon. .. . _
Roher MM“ ivon dcn Anrrchi und (Imam , , - Won dcr Insel BMWOU ...... . . Rafffnirter ivon dcn AnttYZn und (55.0.2101. . . . _
2) Fremder“ leékcl:__xsxlk 10.1 erldxiraminc) «ms Fran,:d1116)cn C-chxxn .ms Jnd-écn 111115 andern außcrrxrroramrdrn Grgcnßsxx auf fl'i'nlDUYUSÜUÜLZl '“ 1- .- anf F;“.mxbji].1_vcn Ccdxxxn an;?
NÜRNBERG?“ ?de „ aus* andert). a.:rcrcurovatycdcn Gegendrn . M*" t'“'chéed “ “('.U'Z _dcn Enr;*rror_x_. . . . . . . . „1.- “' “ auf fremden Scdimcn 10
* Einrm thsalz-Yli'tiicl dcr „1431072100110 zdfokg-J, dsr clriäzsa
nchmigt wurde, *011 vom 1. Jimi 18.31 ab der Zoll vom,- weißen Zucker aus dci'Z:71.lBriixbo:1, dcn ?lnciilm undG
* ? um 10 Fr. für die 100 Kiéogx'axmnr erhöht werdcn. - . Handcls-I);iniscer untrtdracl) hirr mis WciiiZc Anqe
die Debatte, um der Kammer din ;:arroiebcnden, auc; eim". zigrn ?ii'tik-cl bestehenden Oörs.*[3-Ent:v:1i“f vrrzulrgcn:
"„Da-.* City.;anss- und Angaxigs-Zöllc Now. Getreide, wéi
durci) das Gesetz vom ].“). Apis“! 18.32fcstgcs-.1;,twrrdrn,
auä) ferner bis zum 1. Juii 1.8.3.1 in Kraft bleidcti.“ Die obige Brrathung w::rdr darauf sdi'tßcseßt und der Artikcs, welchcr von der Sreuc1*-V9r.-,kxtiqur1g bei dir »]: ausfübx'u-m dcs cingcfük)rten rohen Zuckors, in dsr For. raffinirrcm Zucker, Kandis-Zuch 11th ZLickCl'-(Zck1'pr nach einer Wenig crbrblikhrn Debatte achnommrn. Lim; den T.“.qe soilte dic Bi"1'ch11)'.ik?z? forkge'eézr werden.
Der General Sebastian“; 01 qrskrrti in (“er Harptk'xa getroffen; sein Aufenthalt in Jamon hci: scinr Gesundheit iich tvicderhcrgezkeüt.
Herr Sappey, dei“ sicb tvogc-i srinrr Befördern Staatsdiensre einer neuen Wohl unm'ivcrfcn mu?".te, iscvc Wahl-KTollrgium zu Voiron (Dep-U'Tement dcr Js-krc) wi wählt wordcp. _
Die Berathschlagung des" Ajfisenbofrs in der Angels des National und des Cdarivmi zog 00) gestern bis 5211 wo der grfaßte Beschluß cndlich "ren Advokaten der An, diaten milgethkilt wurde, Die Vorlesu;-g desselben dam volle [)albe Stunde. Die HerauSgever des Chariva des National, Herren Cuchet und Paulin, smd * da der (Gerichtshof in dcn inkriminirtxn Artikeln Bxättrr eincn ungetrrucn imd abschtlich cntstcUtcn - der Verhandlungen in dem BcrqeroWsMn Prozeffe erka in (3011111111001311! zu eintnonatlichcr Haft und einer G von 5000 Fr, (0. h. zu dem Minimum der Gchnxmiß- dem Maximum der Grldstrafr) vcrurthcilt, und überdies ersteren auf 1 Jahr und dem letzteren auf 2 Jahre u worden, Über die Sißungcn des Assisenhofes zu berichten- wollen gegen dieses Urthcil appcllireti.
Das Linienschiff „ le Suvrrbe“ ist am 13101 von
nach Bona achsrgelt, Wohin es 500 Mann Erqänzungs- pen bringt. Der „Marengo“ soll 5»01.0 Mann nach bringen. _- chte schloß 5proc. Rente pl“. (7011.91. 101. cour. 1141. 50. Zpt'oc. [pr. "011101. 78. 1.0. iin ("„ourl 5proc. Reap. m'. 6011191, 90. 80. [in «()-u'. 90. 90- Span. perp. 70Z. Zvroc. 44?
Frankfurt a. M., 24. März. Oesterr. 5proc.Mck' 4proc. 8337. Bank-Actien1470. Part.-Obl. 1351. G- zu 100 Fl. 1883. Poln. Loose 58T. Br.
Redacteur (.'-MWF.
Gedruckt bei A W. H“
, St. Petersburg tranSportirt.
Allgemeine
., Preußiscde Staats=Zcitung.
„._.-.___.-.
Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages,
.er bisherige Ober;Landesgerichts-Referendgrius Joseph SeiZYlbauer ist zum Iustiz-Kommissarius bei den 'Ge-
, u
,zRuß, Heidekrag und Kaukehnen, dem Gerichts-Amte
ichswalde und dem Patrimonial-Gericht der Grafschaft
„burg, mit Anweisung keines Wohnsißes in Ragnit, bestellt
".
*. „gekommen: Der General-Major und Commandeur ten KavaUerie-Brigade, von Zastrow, von Glogau.
Zeiturigs-Nachrichten.
Auöland.
Rußland.
t. Petersburg, 20. März. Se. Majestät der Kaiser dem General-Major Pokrowski, Stadt-Kommandanten zu 1, den St. Stanislaus-Orden 10er Klasse verliehen.
er Senator Geheime Rath Graf Tiefenhausen ist Jm enten und der bisherige Senior von St. Petersburg, r. reh, zurn Vice-Präfidenten des evangelisch-lutherischen Ge- confistoriums ernannt, und der Direktor des Departements 'entlichen Unterrichts, Zasykoff, ist auf sein Ansuchen, ge- nter Gesundheit halber, in den Ruhestand versehc worden.
iga, 21. März. Vorgestern erhielten der hiesige Gou- ents-Prokurator und die hohen Behörden die ersten Exem- des Rasüschen 60111118 juris, in je 15 Bänden, auf offi- Wege übersandt, damit dieselben sch bis zum Jahre 1835, s Geseßduch in Kraft tritt, gehörig darin instruiren können. us Reval wird unterm 13. März gemeldet: „ Am Zten . ist der hiesige Landtag geschlossen worden. -- Die hiesige bedeckte sich in den lehren Tagen des Februars mit Eis;
“' März wurden die ersten Fahrten übers Eis unternommen. oahin waren 6 Schiffe hier angekommen, sämmtlich mit
achten aus Messina. Die Ladungen zweier dieser Schiffe; ..00 Kisten bestehend, wurden rnit einem Kosten-Aufwand
“ ,600 Rubel durch Russische Fahrwerke auf dem Landwege
Die übrigen Schiffe wollen usgehen des Eises abwarten und dann nach St. Peters- segeln. -- Am Nen d. M. ab das Offizicr-Corps der in [ überwinternden Flotten; btheilitng dem Vice-Admiral , der auf seiner InspectionsReise mehrere Tage hier ver- , ein glänzendes Festmahl.“ “ius ;Jißthauen wird gegenwärtig eine große Menge Flachs nge ü rt. in der Gegend von Zakobstadt ist die Influenza auch dem Landvolk ausgebrochen; fast in allen Hütten findet Kranke, und auch Todesfälle kommen hier und da vor. ie Fküsse haben jetzt hier wieder seit der strengen Kälte 5 Grad am 13ten d. M. eine dicke EiSdecke; die Land- aber smd doch nur für Waqen fahrbar, weil es bei aller an Schnee mangelte.
Polen.
Warschau, 24.März. Die hiesigen Zeitungen ent- eine Bekanntmachung des Landschaftlichcn Kredit-Vereins, Welche die, bei Ausgabe der Pfandbrief-Coupons für die en sieben Jahre „von 1833 bis 1840 zu befolgenden Vor; en, zur öffentlichen Kenntniß gebracht werden.
“us Wilna wird gemeldet, daß der dortige Kriegs-Gou-
ur, Fürst Dolgorukoff, der ngeich das Amt eines Gene-
ouverneurs von Grodno und ialystock bekleidet, am 18. d.
t. Petersburg Wieder daselbst eingetroffen ist. '
Frankreich.
arts, 21. März. Der Graf Sebastiani hatte gestern Privat-Audienz beim Könige und wohnte bereits der ge.- Sißung der Deputirten-Kammer wieder bei; er nahm * Siß im Centrum. ie Ga erte de France will wissen, in einem der [es- 'knister- onseils habe man sich mit der Frage über die Ge- nhaltung ver ?erzogin von Berry beschäftigt, indessen kei; '*'schluß in die er Angelegenheit gefaßt. er Minister der auswärtigen Angelegenheiten hatte gestern ,en Botschaftern von Oesterreich und England Konferenzen die Türkischen Angelegenheiten. Heute machte der Königl. ßksche Gesandte dem Minister einen Besuch. le Bureaus der Deputirten-Kammer beschäftigten sich n mit zwei- Propofitionen des Herrn Harlé: d. I.; in der trug dieser .Deputirte aus eine Besteuerung der in das BUK) eingetragenen Renten-Jnhaber mit «,'-ck pCt. ihres n-Kapitals an, wogegen ihnen das Wahlrecht und die barkeit bewiuigt Werden sollten. Die zweite Proposition 'die Konvertirung der in baarem Golde oder in Immobi- estelltenCautionen in Staats-Renten. Beide Anträge
n indessen einstimmig verworfen.
in dem Urtheile, wodurch der hiesige Assisenhof qeskern
Tl)eilnak)me der Geschworenen die Redacteure des Natio- nd des Charivari wegen un etreuen Berichts “der Verhand- n in dem Bergeron*schen “Zrozesse zu einmonatlicher Haft 5000 Fr. Geldstrafe kondemnirte, heißt es in Be ug auf es Blatt: „In Betracht, daß der Artikel des ational 14- „d- M. ein wirklicher Bericht über einen Theil der Sit- ksk, indem Zeugen-Aussagenx Anträge des General-Prokura- Arußerungen der Angeklagten und Fragen des Präsidenten mjtSetheilt werden, -- Elemente, die einen wirklichen Be-
agnit, den Zustiz-Aemtern Schreitlaugkm zu Ab;
Berlin, Freitag den 29ßen März
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ri t konstituiren; in Betracht, daß der inkriminirte Artikel Ent- ste ungen enthält und für den Gerichtshof, dessen Prä denten, so wie für den G'eneral-Prokurator beleidigend ist; in eeracht endlich, daß der inkriminirte Bericht um so gefährlicher ist, als er während der Verhandlungen erschien und auf die Geschworex nen emen ungünstigen Einfluß ausgeübt haben könnte, -- so verureheilt der Gerichtshof u. s. m“.
.Der National äußert fich über obiges Urtheil in folgender Weise: „Das Urtheil ward gestern in der Deputirten-Kammer gegen das Ende der Sißung bekannt, wo Herr Persil es mit- theilte und dafür von seiyen Kollegen aus den Centris Glück- wünsche, vom Marschall Soult_aber einen freundschaftlichen Händedruck empfing. Die neue contre-revolutionnaire“Partei würde in der That einen großen Sieg gegen ihre Feindin, die periodische Presse, davongetragenhaben, wenn ein ohne die Theil- nahme der Geschwornen gefälltes Urtheil gültig wäre. Der Cas- sationshof wird uns aber gegen diese Willkür schuhen, wie er es gegrn die des Belagerungs-Zusiandes gethan, und wir können 1 schon 1th unsern Lesern versichern, daß keine Macht der Welt 1 uns verbieten soll, ihnen auch fernerhin Berichte über die Ver- ; handlungen vor den Tribunalen und Asfisenhdfcn mit utheilen, - so oft uns dieselben als interessant erscheinen. Man cheint in Zukunft „den Zeitungen das Recht bestreiten zu wollen, sich mit politischen Prozessen Z)? beschäftigen und sich für die Ange- klagten zu interessiren. an klagt uns an, durch eine kritische Beleuchtung des Prozesse:! einen nachtheiligen Einfluß auf die Verhandlungen_ auSgeübt und vielleicht zur Freispiechung der Angeklagien betZen-agen zu haben. Man wollte durchaus eine Verurtheiluyg aben, Und“ da man Benoit und Bergeron das Komplott mcht beweisen konnte, so hielt man slch anden Na- tional und das Charivari, die über das Komplott spotteten und dadurch vielleicht dazu beigetragen haben, dasselbe auch bei den Geschwornen in Verachtung u bringen. Das Publikum weiß noch mcht, wie mit diese erachtung der Geschwornen gegan- grn ist; sie sprach _einskimmiq und ohn; Diskussion nach we- niger denn acht Minuten das Nichtschuldig aus, und der Prä- sident mußte, als er die Klingel in dem Berathungs-Zimmer der Geschwornen so schnell ertönen hörte, dieselben ersuchen, ihre Be- rathungdus Rücksicht auf die Anklage wenigstens zum Schein noch einige Zeit 1: verlängern.“ -- Die Tribune erklärt, auch sie werde fortfa ren, über die Prozeß-Verhandlungen zu be- richten,“ und wenn man sie damit verhindern wolle, die Patrio- ten zu Hülfe rufen, welche se ge en eine solche Verletzung der Charte verthetdigen würden. -- . er Temps erinnert daran, daß vor zehn Jahren ein ähnliches Urtheil gegen die Redaceeure des Coystctucionnel, des Courrier, des Journal du Commerce und des Pilote, wegen ihres Berichts über den Prozeß der Unter- Officiere Bories, Raoult, Pommier und Goubin (welche wegen eines Komplotts gegen den Staat zum Tode verurtheilt wurden) gefällt, aber von dem Caffations-Hofe annullirt wurde. Auch der Courrier frqnqais und der Constitutionnel sprechen sich über_das Urthcil sehr mißbilligend aus. Die ministeriellen Blätter 1chweigen darüber ganz.
„ Bei der Redaction des Courrier frangais sind gestern 2032 Fr., bei der des National 903 Fr., bei der des Journal du Com- merce 440 Fr. für die Laffittesche Subscription eingegangen. Die erste von „dem Journal de Rouen bekannt gemachte Liste beläuft sich auf 2949 Fr. Auch der Ami de la Charte und der Auxiliaire breton haben Subscriptionen eröffnet.
Der Courrier de l'Europe wird durch die Laffittesche Subscription zu folgenden Betrachtungen veranlaßt: „Die zu Gunsten des Herrn Laffitte eröffnete Subscription ist nach un- serer Ansicht eine ernste Lehre für den Revolutions-Geisi. Die Vorsehqng wacht über die Erhaltung der großen gesellschaftlichen Prinzipien und straft mit unerbittlicher Gerechtigkeit diejenigen, welche jene Prinzipien am meisten erschüttert haben. Herr Laf- ßtte ruinirt! das Hotel, in welchem die Revolution begann, öffentlich versteigert! Auch für den Ungläubigsten muß hierin ein Fingerzeig des Schicksals liegen , den diejenigen nicht ver- gessen dürfen, welche sich unbesonnen in Volks ; Bewegun- gen stürzen. Ob “ diese Subscription, bei dem Verhältnisse dessen, den sie betrifft„ zu einer hohen Person überhaupt schick- lich ist, wollen wir mcht untersuchen; was wir aber aus allen Kräften zurückweisen, ist die von einem Blatts angestellte Ver- gleichung der von Laffitte geleisteten Dienste mit denen, Welche dem Herzoge von Richelieu seiner Zeit eine National-Belohnung erwaröen. Din Herzog von Richelieu, den Minister, der das Französische Gebiet auf dem Achener Kongress von den frem- den Heeren bxfreite, mit dem Haupt-Urheber der Zuli-Re- volution vergleichen, ist eine Ungerechtigkeit gegen das An- denken an einen großen Mann und eine Ueberschäßung des Herrn Laffitte, der in dem verdienten Rufe eines rechtschaffenen Mannes steht, sch aber als einen unfähigen Staatsmann bekundet hat. Als dem Herzoge v. Richelieu eine National-Belohnung votirc wurde, dotirte dieser die milden An- stalten in Byrdeaux mit dieser Schenkung, gegenwärtig aber wird eme Rational-Belohnung eröffnet, um Herrn Laffiete sem Hotel zurückzukaufen.“ »» Der Courrier franc." ais sagt über dieselbe Angelegenheit: „_C'in Ereigniß, welches die Börse aus ihrem Schlummer erweckt hat, ist die Laffittesche Subscription; alle ququiers, Kaufleute und Finanzmänner, welches auch ihre poltt0chen Ansichten seyn mögen, zollen diesem wahrhaft nationalen Unternehmen ihren Beifall und wollen zu dem Ankau-fe des Hotels beitragen, weiches der Unglückliche nie ohne Trost verließ.“
Der General Guilleminot steht im Begriff, nach Straßburg abzureisen, um eine Arbeit über die Regulirung unserer östlichen Gränze zu beendigen, die bereits vor der Iuli-Revolution von Ine; Kommission, deren Präsident der Genera! war, begonnen
ur e.
.Der General Voirol ist zum zweiten Commandeur und General-Znspektor der Truypen in Algier ernannt.
Die kademie der moralischen und politis en Wissenschaf-
ten, welche noch fünf freie Akademiker und Ünf auswärtige
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Mitglieder zu ernennen hat, hat dafür zWei Kommissionen er-
nannt welche über die v “d jiatxen/ sollen. erschie enen Kandidaten Bericht er-
Der hiesige YsssenLof verurtheilte vorgestern einen gewissen Margot wegen seiner T eilnahme an dem Aufstande vom 4. und 5. „Juni zu funf ehnxähriger Eisenstrafe.
Der Assisetz of von Orleans hat den der Theilnahme an dem Aufstand: tn der Vendée angeklagten Herrn v. Lasoriniére und dreizehn andere in dieselbe Angelegenheit verwickelte Perso- nen freigesprochen, und neun andere unter polizeiliche Aufstcht YFM ein einziger Chouan wurde zu mehrjähriger Haft ver-
: .
Die Tribune hatte im vorigen Monate emeldet eim e.- wisser Flätre, einer der Insurgenten, die sich Im 5. Juni v.gJ. im Kloster Saint-Mery vertheidigten, sey von einem Meuchel- mörder mit fünf Messerstichen verwundet worden und dennoch habe die Behörde letzteren sofort frei gelassen. In einem an- dern Artikel hatte dasselbe Blatt berichtet, ein Polizei-Agent habe steh in die Wohnung des Deputirten Laboisfiére eingeschlichen. Der Polizei-PräfektjGiSquet und der Polizei-Commijsair Bla- vier hatten zur Berichtigung dieser beiden Fakta wei Schreiben an die Redaction gesandt, welche jedoch deren ufnahme ver- weigerte und deshalb vor dem hiesigen Zuchtpolizei-Gerichte be- langt wurde. Lehrens fällte nun gestern in dieser Sache folgen- des Urt eil: „It? Betracht, daß das Schreiben des Polizei- (Zommi air Blavier an den Geschäftsführer der Tribune, Lionne, ärgerliche Beschuldigungen gegen dritte Personen enr- hält, weshalb, die Ayfnahme dieses Schreibens den Redacteur der Gefahr einer gerichtlichen Belangung ausgese thätte, spricht das Gericht Herrn Lionne frei und fällt dasselbe Lrtheil in Br- zsg .au'f die verweigerte Aufnahme des Schreiben:! des Herrn * olizei-Präst'kten, weil dieser sich darin nicht auf eine Berichti- gung der Thatsachen beschränkt, sondern die ganze Erzählung für lügenhaft in allen ihren Theilen erklärt hatte, der Geschäfts- führer eines Blattes aber nicht verpflichtet seyn kann, eine Be- leidigung gegen sich selbß aufzunehmen.“
Großbritanie-n und Irland.
Parlaments:Verhandlungen. Oberhaus. Siz- Kung vom 19. März. (Nachtrag.) Die (gestern vorbe- altenen) Bemerkungen des Erzbischofs von Dublin über das Unterrichts-Svftem in Irland lauteten Zim Wesentlichen folgen- dermaßsxen:ß ?
„ M ein Unterrichts-Plan für Irland entwor n worden egen den man nicht Einwendungen gemacht hat. Einigfte Personct; aden es getadeit, daß man vrotcsianttsche und katholische Kinder
gctrcmzt unterrichten onte,„Andere_fanden den emeinschaftléchen Unterricht uknzweckmäßtg; meiner Meinung nach i aber das Aner- unziyeckmäßxäsic, Kinder gar mcht zu „unterrichten. Das Syüem der Regierung : fast ganz dem ngchgebtldct, das man früher in den Armext-Schulen befolgte; erst tm vergangenen cvahre isi es in Jr- land in Anwendung gebracht worden, und man nnn daher über die Wirkung desselben noch ktm richtiges nrtheil fällen. Wenn man je 1 von den Resultate:: des Systems spricht, so kommt es m r gerade so vor, als wenn cm Kind, das Saamen aus* gesäet hat, alle Tage den Boden aufwüblt, um zu sehen, ob aer wä |. Wenn ein Kind das ihm, so kann man daruber in „en; thut e_s aber cm vernünftiger Mensch, so m_uß man vcrmuthrn, daß er das Wachsen der Pfianze verhindern wrll. (Hirt, hört,!) Msn hgt Euren_Herrlichkcitcn gesagt, daß die protesianüsxhcn Kinder die Hchulxn mcht besuchten; aber man hat vergxsscn, hmzuzungxn, daß dte_s eme Folge der Einschüchterung und Verfolgung von wettrn drrcr rü, we che dem neuen Svtiexn éntgex gen sind. Eure Hekrltchkrtken würden fich wundern, wcnn Sie alle die Kunstgriffe kennten, die man anwendet, um die protestantischen Kinder vom Schulbesuch abzghalten. Man hat sch zwar hier im Hause schon emer ziemlich heftigen Sprache bedient; tie ist aber ar nixbt mit der zu vergleichen, welche man in Irland angewendet at. Dir Anhsnger des „neuen Systems werden in jenem Lande des anti- vroteüqnteschcn Getüeö-„des Unglaubens, des Atheismus, der Ver:
rätbcrei und der Livoüan aygeklagt. Eine vrotcsiantiscbe Gemeinde wurde veranlaßt, ehre sz'dxger zg verstoßen, weil sie es wagten, den Plan der Regierung zit btlltgen; ne wurden nicht allein ihres Lebens- Unterbaltes beraubt, xondcrn auch auf bffentlicher Straße insultirt. Dcr edle Graf hat Ihnen gcsaqx, daß das neue Syüem den Protestan- ten aufgezwim en worden sei) ; dies rü aber nicht der Fall. Das Einzige, was der Unterr chts-Rntb gethan hai, bestand darin, daß er den Schulen, welche nach dem neuen Plan eingerichtet wurden, eineGeld-Unterüüzr zungzutichcrte. Manthatdem ganzanandegesagt,daß die rotestan- ten in Irland der Btbel beraubt würden. Der Unterri ts-Ratb bar allerdings" N_cemanden_gezwungen und wird auch Niemanden zwingen, die heilige Schritt _zu lesen. Der Mangel icdcs Zwangcs und ]dek Verfolgung in, meiner_Mcinung nach, der eiqenthümliche Gen? des Protestantismus. jedenfalls" iü_es* das Wesen des Christen- Yxmß Der Unterrachtö»Plan seht fen, daf; jrder protestantische O,chuler eim: Stunde des“ Tages“ dem Lesen der heiligen Schrift wedmen muß; 11110 außerdem können vroreüantisckie Geistliche drei-
mal wöchentlich m der Sch_ulen kommen, um die“ Kinder in ihren
Glaubens-bercu zu ix_nterrtcl)text- Wenn dicse Geistlichen glauben, daß der chcl) der Schulen ste bcfieckt, so sollten sie wenigstens
einräumen, „d_aß vgs Unrecht auf ihrer Seite ist. Wenn die Avo-
stel so gewxnrnbast ,dcn Besuch der Synagogen vermieden hät-
txn- so, warden. war wahxfchcmlech nichts von dem Evan c:
lium thsen. Dre abscheulichsien und ungcgründetüen Gerü te
find uber dxn Jrlätxdischcn Unterrichts » Rath verbreitet wor-
den, und mcht all_em in Irland, sondern auch in England
hgt man Alles ciurgcboten, um die öffentliche Meinung über
diesen Gegcixstand irre zu leiten." Jede Art von Falschheit und Ent-
0ellung - eme Taktik„ welche nch wenig mit dem Geiß des Shri“
sicnthums pcrtrxkqt -- 1.11 aur eboten worden. um die Kommiffarien
sowohl, als das Unterrichts": ystem selbst zu verleumden. Diejeni-
Zen, welche das System begütxriigen und unterstützen, sind aux die chonungslose|c „Werse “UFRnffM wyrden, und zwar von so chen Leuten„ „wclche, indem sie öder die so enanntc Berüümmelung der heiligen Schrift beklagen„ eme der wintigücn Vprschristen der- selben: „„Was Du nicht WtUÜ- das Dir die Andern thun, das thue ihnen auch nicht““, ganz ver essen. (Hört, hört!) Von allen Versammlun en, wel e man geha ten hat, um iich dem neuen Un- terrtchts-Sy cm zu w dcrseßen, wurden diejenigen sorgfältig ausge- schlyffen, von denen maxi wußte, daß sie günsii für den Gegenßand geüimmt waren. Isi dies eine passende und bi ige Art, die 15an
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