1833 / 178 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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Italien,

Ein Schreiben aus Perugia vom 3. Juni (in der Vero- neser Zeitung) meldet folgendes Nähere über einen dasigen (bereits kur erwähnten) Vorfall: „Am 8ten Mai schickce die Polizei an erhaltene An eige, daß in einem dortigen Hause revolutionnairo Plane und apiere aufbeWabrt werden, einen Un- tersuchungs-Richter mit einem Notar und Karabinieren ab; allein kaum hatten fich diese der Schriften bemächtigt, als mehrere Hunderte bärtiger, mit Stiletten und Pistolen bewaffneter Re- “oolutions-Männer herbei eilten, dem Notar die Papiere weg- nahmen und sie in Stücke rissen, einige Karabiniere prügelten, und den [Te anführrnden Unteroffizier tödtlicl) verwundeten. Der Untersuchungs-Richter, GrafFanelli, konnte sei) nur durch einen Sprung zum Fenster hinab retten. Die Truppen Waren cmßcr aUer Bereitschaft, weil man sie vorher nicht in Kenntnis; geseßt harte, weshalb die Unordnung nicht gehindert wurde. Es wurde hierauf von Rom ein anderes Truypen-Corps nach Peru- gia nebst einem Kommandirenden mit der ausgedehntesien Voli- macht abgeschickt; der erstere Befehlshaber warde zurückberufen, und die Polizei suspendirt. Jener ließ einen Theil seinerTrup- pm in die Stadt rücken, die übrigen kampirten 1111111101116 der- selben; als man aber sah, daß Alles ruhig tvar, zrg 1:1" mit der ganzen übrigen Mannschaft in die Stadt, während die alte Gar- nison zum andern Thore hinaus marschirtc. Er sekzte die mili- tacrische Behörde wieder ein und handelte mit Nachdruck. Er ließ mehrere Individuen selbst aus den ersten Familien arreti- ren, und sogleich nach Rom oder Civita-Castellana abführen. Viele entflohen aus Perugia, doch wurden mehrere derselben, worunter ein gewisser Guardabassf, an den Orten, wohin sie sich begeben hatten, und zWar Leßterer zu Ankona, verhaftc't, und anderswohin abgeführt. Diese entschlossenen Maßregeln machten die BÖSgefinnten ganz muthlos, und beruhigten die friedlichen Bürger, welche dadurch vor den Anqriffen der über.- määodtigezx und unverbesserlichen Faction in Sicherheit gestellt wur en.

Inland.

Berlin, 27. Juni. Die Stadt Prausnitz (4 Meilen von Breölau) hat in der Nacht vom 20|en zum 211ien d. ein hartes Schicksal betroffen. Gegen 1 Uhr Morgens entstand in einem am Markte belegenen Hause Feuer, welches so schnell um sich griff, daß in kurzer Zeit 59 Häuser, nebst vielen Ställen, Schuypen und der obern Hälfte des katholischen Kirchthurms, in Flammen _qeseßt wurden. An Rettung War nicht zu denken, da die Einwohner in tiefem Schlafe lagen. Gegen 190 Familien haben mit ihrem Obdache alle ihre Habseligkeiten verloren, und nur mit Mühe das nackte Leben gerettet. Erst spät am Mor- gen konnte dem furchtbaren Elemente Einhalt gethan werden. Der dortige Stadtrichter Fröhlich, der sofort an die Spitze einer Kommission getreten ist, hat fich zur Empfanqnahme und zweck- mßlßäigen Vertheilung milder Gaben für die Verunglückten bereit er rt.

Auf Requifition der Kaiserl. Russischen Gesandtschafc am hiesigen ofe, wird die nachstehende Bekanntmachung der im Wolhynichen Gouvernement niedergeseßten Liquidations-Kom; misfion hiermit ur öffentlichen Kenntniß gebracht:

Die auf llerhöchsken Befehl in dem Wolhynischen Gou- vernement zur Liquidation der auf den, den Aufrührern konfis- cirten Gütern haftenden Schulden, niedergeseße Liquidations-Kom; mission macht hiermit Folgendes öffentlich bekannt.

.1. Daß in Folge Verordnung des Kiewschen Kriegs-, Po- dolischen und Wolhynischen General-Gouverneurs, die konfiscir- ten Güter des Fürsten Adam Czartoryski, des Grafen Waclaw Nzequki und des Bafilianer-Klosters zu Owruc hinfähro nicht mehr der Verfügung dieser Liquidations-Kommis ton unterworfen sind, weil die Berechnung der Schulden dieser Güter in andern Gouvernements vorgenommen wird; nämlich die der beiden Er- stern in der Podolischen, und die des Basiianer-Klosters zu Owrucz, in derKiewschen Gouvernemcnts-Liquidations-Kommisfion.

8. Daß nach erfolgter Conßrmation des Ober-Befehlshabers der 1sten Armee, General-Feldmarschaiis Fürsten von der Osten, Jacken, das unbewegliche Vermögen, Kapitalicn ec. der nachste- henden Personen, welche an dem Aufruhr in dem Wolhynischen Gouvernement thätigen Antheil genommen haben (wenn solches Vermögen vorzufinden seyn sollte), zu konfisciren ist, und zwar: in dem KoWaler Kreise: das Vermögen des Johann So- bieszczanSLi, des Wilhelm Brzosiowsn', dcs Alexander Rybick'i, und des Onufrius Solisrrowski; im Alt-Konsiantinower Kreise: das Vermögen der Ludwig, Vinccnz und Berthold Wercinski; im Lurker Kreise: das Vermögen des Nikolaus Grodecki, des Mathias Godlewsü, des Hubert Olszanowski und des Waclaw Orzeszko; im Owruczer Kreise: das Vermögen der Nikolaus und Leontii Grochoiski, des Basilianer Mönches Modest Didkowski, des Waclaw Druzyiowski und Hwidone Chodorowicj; im Nowograd-Wolhynischen Kreise: das Vermögen der Napoleon und Roman, Söhne des Christoph Miaikowski; im ptomirer Kreise: das Vermögen des 391 dann Lepin und oseph Sewruck; und im Krzemienießer Kreise: das Vermögen des Kajetan Zaiaczkowskt.

Demzufolge Werden:

1) A e Kreditoren der obengenannten Personen hiermit auf- gefordert, ohne den Ablauf der Termine zur Befriedigung ihrer resp. Forderungen abzuwarten, sofort ihre Ansprüche bei diesen erwähnten Kommissionen einzureichen, und zwar die;

jenigen, welche in Rußland und dem Königreiche Polen wohnen, innerhalb 6 Monaten, diejenigen aber , Welche

sich im AUSiande befinden, spätestens binnen 12 Monaten, ge- rechnet von dem Tage des Erscheinens der ersten gedrurkten Pu- blication in einer der öffentlichen Zeitungen beider Russischer auptstädte, in einer der Warschauer Zeitungen oder dem Lit- : „mischen Courier an. Wobei noch bemerkt wird, daß nur die- jenigen unbestrittenen und nicht dnrch Pfa11drecht gesicherten Schuld-Dokumente in die allgemeine Schuldcnmasse, als zur B1friedigung geeignet, aufgenommen werden können, welche bis zum Anfange des Aufruhrs in Rußland aUSgefertigt worden find; diejenigen aber, Welche im Königreiche Polen oder im Aus- äande kontrahirt wurden, werden gänzlich abgewiesen werden.

2) Haben sowth Prevat-Personen, ais Kirchen, Klöster, Lehm und Wohlehätegkeits-Anskalten, so wie die Kollegien alige- meiner Fürsorge, ihre Anforderungen an solches Vermögen in- nerhalb 6 Monaten ebendaselbsk anzumelden,

3) Die Schuldner der gedachten Personen, „deren Zahlungs- Verbindlichkeit bereits eingetreten ist, haben sofort die schuldige Zahlung zu leisten, die Uebrigen aber binnen dem festgeseßten Termin von 6 Monaten ihre Schuld-Verpfiichtung bei gedachten

Kommissionen anzuzeigen. 4) Alle diejenigen, welche von obenerwähnten Personen be-

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736 wegliches Vermögen, Kapitalien oder was immer für Dokumente oder sonst denselben ugehörige Kredit-Binete und Obligationen in Händen haben, so en solche sämmtlich in dem Zeitraum von 6 Monaten ebenfalls bei diesen Kommisfionen einreichen, und denselben zugleich von allen auf dergleichen Gütern, zu Gunsten der früheren Ei enthümer, haftenden Gerechtsamen Anzeige machen.

5) Die ouvernemencs-Conftscations-Kommisfionen, die Kameralhöfe und übrigen Behörden und Obrigkeiten haben im gleichen Zeitraums von 6 Monaten diesen Kommissionen zu be,- richten: von all?" ihnen bekandt-ge-wordenen Schulden der frü- heren Besßer dieser konfiscérten Güter, von den von ihnen er- wirkten Zahlungen und noch zu erhebenden Geldern, so wie von deren Forderungen an verschiedene Privat-Personen und Behör- den, deren betveglichem und unbeweglichem Vermögen, ihnen zu,- gehörigen Kredit-Biüets und Obligarionrn, 1111d 111311 idrcn ctwa,- nigen' Nußungs-Recwen auf Kron- oder Prtvat-Gütern.

6) Die Gerichts-Behörden soUen ungesäumt von allen bei ihnen wegen _Scbuld-Forderungen an die genannten Personrn an- hängigen Prozessen Anzeige machrn, so wie von den angemelde- ten Forderungen derselben an Privat-Personcn oder Behörden, mit Bemerkung des wahrs111einiichen Beinufs und der Doku- mente, aus Welchen sie beruhen.

7) Diejenigen, welche den obengrnanntcn Verpfiickztungen nicht nachkommen, setzen sich allen den Folgen und drr V::rant- wortung aus, welche durch die allgemeinen Gessize des Reiches für die zum Publications-Termin untkriaffene Anmeldung der Schuld-Forderungen an zahlungsunfähige, nicht zum Handels- skande gehörige Personen, _ so wie gleichmäßig für Verhcimli- chung denselben zustehendcr Gcidzahiungen, Vermögen, Kapitalien und Dokumente, festgeseszt sind.

Meteorologische BeoQade» Morgens Nachmitt. ; Abends “* 91111711 einmaliger 11 Uhr. 2 Uhr. 1 1.11 Uhr. J Beobachtung.

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, Königliche Schauspiele.

Freitag, 28. Juni. Im Opsrnhduse: Dée Zaubsrflöte, große Oper in 2 Abtheilungen, Mußk von Mozart. (Herr NTantt'Us wird als Tamino wieder auftretsn.)

_ Im Schauspielhause: ..])0111' 111 (316111113 (105 1-8111'é8911111- 110112 (111 1118511'2 1'1'3111;:11§:“ 1) [1118 [1088101] 1031811111108. v'auc],eY1lle en 1 31:10. 2) 1-3 10111131: 110: 11111110111:11'1111111111. 611111161119, 81] 1 ante st (311 111058, (111 111651110. 111111113315, 11-11-1111". 71:11. 3) 113 811001101: 1'6111'650111n1111n (10; «1110115110 111111110 1:1 „lockiÉe 1'ulbnf,dpiéccz (:0111i([ua 1311 1 0010.

onna en , 29. Juni. Im Schauspiel aufs: Die feind- lichen „Brüder, Possenspirl in 8 Abtheilungen, h111311 C'. RaUpdcy. Hierauf: Wohnungen zu vermiexhcn, komisches Gennäide 1:15 Rahmen, von L. Angel:).

. Son-ntag. 30. Juni. 3111 Opernbause: Die Schweizer-Fa- tmiie, Smgsprel in .; Abtheilungen, Musik von Weigl. (Mad. Schechner-Waqgen: Emmeline, als Gastrolle.) Hierauf: Der Geburtstag, Dwertissement 1'11 1 Akt, 11011 Hoguet.

Die zu den Gark-Darsiclluugen der *))?ad. S3chrchner-Waa- gen eingegangenen Meldungen Um Billrtc? sind berücks1chtigt worden, und können dieselben im Biller-Verkaufs-Bureau in Empfang genommen werden.

In Charlottenburg: Die Zerstreuten, Lustspiel in 1 Akt, von Koßebue. Hierauf: Die Schleichändler, Poffenspiel in 4 Ab; theiiungen, von E. RaUpaci).

Königstädtisches Theater. Freitag, 28. „Juni. Scenisch-mußkaiische Abend-Unterhai-

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, fie ihr Komplott aufgcgcbcn zu 111711211.

tung in 2 Abtheilungen. Erste Abtheilung: Ouvereuk, Scenen aus der Oper: „der Freischü “, von C. M, ., Zweite Ab1heilung: Doppel-Quartett für vier Violin'en Violen und zwei Violoncells, von L. Spohr. (1) 111011) auf: Der Müller und sein Kind, Parodie mit Gesang'jn ten, von C. Meisl; Mufik vom Kapellmeister Gläser.

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Allgemeine

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reuf'isrde Staats=Zeitung.

Neueste Nachrichten,

Berlin,- Sonnabend den 2917“! Juni

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Paris, 21. Juni. Der Moniteur enthält s Bericht aus Algier: „Die mit den Arabischen qu angeknüpsten Verbindunßcn führcn zu den befriedigendß suitatcn und werden Kc!) 111111111.“ t:;ch ausdehnen Und 61 wenn diese stk)en werden, daß wir Algier behalten Wollen, ihrem Glauben gemäß unterwrrfrn sie sich dem, Wasß; verhindern köxmen. Aus mehrcren Thatsachen erhellt , Gesinnung der Arabischen Stämmc gegen uns“ sich sehég hat. In dem drei Stunden ianaen Bezirke zwiftizen Vorposten bei Algier und dem Moore, wo die Euro;)» kommrn sicher sind, brifen uns die diesc (Br.;rnd [11va erabcr bei Unßerdri'IFckungZT'on Diebstählen wa ande...“ :;

en, indem sie ewa nete eéter sceljen. Südweélici k" ' : - ' lic.?) von uxseren kl'zVorposk-m, in ci:1em .Bczirke'vox; Y Z ? l c U n g s N a ck [' i ck t e "' drci Stun on, nnen ein eine Europäer si er

Stämmen Bcn-Grelil, BeZi-Mussa und (Mc'fZielMcxukFtkuk A U s l a n d' FLHM,D?iLAunbssci)Ost “SBeäwcise ihres Taxertraurns 111411“ F l' a " k l' ? 1 ck

en. . e „ra i _en emme in der !“ slick) von 211111: „xis, 2,1. Rum“. Dcr König hat 111: die rin efin nen EHM? sl"? fklsdlkck) UW “nehmen an drn feindlichen U Mariana 111711 Brafiiirn, Schwester dfcs jungetéKaHsesrs, ben „der 1cnserts Koleos) woyncndrn Gcbcrgs-Kabailen den Herzog Karl August Chx'istian von J)?ecklenburg Thrti. Auch die Emwohner von Bitda und Koleai) ztkgens je Mauer cmézeiegt.

einiger Zeit sehr friedlich. Dix: Einwohner von Bug“ 59597131, daß 'die Kammern am 2631911 d. M. geschlossen den ansY 11111) emcr Frdnzösnchen Besadung 97011111 „,.-111,1", ob durch den König in Person, oder durch eine IWM M OWWYWM'M WW?" soll: Selbst d“ LMM! Köniqlicbe Verordnung, ist noch ungewiß, doch ist das ben sich durch ihre Scheikhs 12-111: uns. 111 Verbindung 91111 edas“Wak)rschcinlkchek'?- da in den 1915"er Tagen 119010150 911110199 GLÜUUUNIM ITI?" uns MMZ- Z" der Provinz irre die Hauptstadt bereiis verlassen Haben.

bcyser'cstcx) unscHeLageebenfalléZ FOscgroßenvon delnGeneral ce Gazérte de France, die seit der Zuli-Revolution m1chcls uber dt"? femdiicßrn Stamme davongetragenen V., leanssckw F&milie unausgesch mit großer Bitterkeit anqc- Werdrn nothwendig die Unterwerfung der bcnachbartenu hac, e111h1'1it __ merkwürdig genug „_ heute einen Aus"- hrrbriführen, de-nen andere folded werden. Der Schuß. s einer im Jahre 11-324 er'schz«:engn Gxschjchte des .Her- (Yeneral Derkmtchels einer :.;roßen Anzahl von Fraueq on Montpenficr, vrrüorbenen xfjngeren Bruders des Kd- Kmdern, aus dLn Stamme der Garabas gewßhrce, udwjg Philipp, um zu dem Schlusse zu gelangen, daß che nach _dem 4707611 von Kaddur : Drkxßv dx? - ahrhaftc Verbindung des Hauses Oklemzs mit der Sache WSPGUMMUÖ “"NRW-_ w:rd__auf NMI HW" volution unmöglich sey. In diesem Auszuge wird erzählt, KMW LMM (1:11ßersi JUUÜKIM CZUNYÉÉ MIZÖM- * xHerzog von Montpenfier und sein Bruder, der Herzog [rm dékss" läßt .s1ch_hoffe1_1, das; M SMW M aujolais,11ach mehrjähriger Gefangenschaft in Marseille 51111 Atzerx K_ch freutvtlltg „un1crcrHcrrschast unterwerfe hidesKonventsnaci) Nord-Amerikadrportirtwurden,1vohin [us ck?" BMW?" des E"“raleek erhellt, daß ““ck räitcsterinsAusland entfiohenerBruder (dcrjeizigeK-Znig) Lage M Bona ]?ka sch vorrhetihast 111; mehrere be 11 dringenden Raik) seiner Mutter folgte. Der Lcdxere Stämmr Haben bei Verfolgung einiger entfer11tcrcn,' damals folqcndes Schreiben an sejneJNutter: „Wenn Räubereien gegen' uns erlaubt, unsere Truppxn untersiüst. rheuere Muster diese Zgjwn erhält wird ihr Befek)! "be-

Z" der geskrtgcn SWW.“ de" Pairs-Kammer b' und ich werde brreitslauf dem WL 9 nach Amerika seyn Ferr Devaisnes Über das E*miitirun s-Gcw w'“ ' - *“ ' * -“ ' g ' '“ ' Y _ „F 9 ] „1 471 ill mich 11601 1111111 Schukml nicht beklagen, denn1ch suhle n'eucrdmgswon der Dcputrrtrn-Kammer verändert worden, sehr, daß es noch schrecklicher seyn könnte, Ja ich Wyrde Zug auf die AnnYime des,)lselbenz sammt den A(andemenu ichx einmal für unglücklich halten, wenn ick), mit meinen

WM?! UY- "'" UM 4?" QMM (Sek, 44995 Z"?“ 111 wisder vsreint, von ihnen erfahre, daß „unsere theuere mehr zum Zoitrage gekommen war) starkere „3911101111111 er sich so wohl befindet, wie fie es seyn kann und wenn ich de" von Herrn, von Schone" “UTMIMIMM EÉÉMN einmai meinem Vaceriande einen Diensi erweise und u "W“" Wiedereinführung der Ehejchrtdung _ab_, und Wm“ Ruhe, also auch zu seinem Glücks, etwas beirraqe. És Tier??;rwezßßxnnLJdeÜ-ZZHP Df,“ Kommasnon, äußerieer kein Opfer, das mir für das Vaterlcmd zu groß érschicne .! [1 gr d E ewajen.).1f11g »er untersucht, "b d“ ] cinganzesLebenlangwirdeskeinesgebemdqsichnichtbercitwii-

rx 1 ung er hcsche1du11§ 1:an sittlichen Zustande der dringenmöchte.“_ „Dies sind“, fürtdieGazettel)in1,u„,so [chaftenispreche; dteMajoricatdeerwlbrnhadc11chabxrhicrv1 , reine und tiefe Gefühle der RuHend, daß es umüöqlici) uberzx'Ugen-können. Dc-xMtForitat-sry zwar der Meinung,. im reifen Alter nicht wieder 7,11 finden. Gewiß würde es “1190414st Ehescherduyg M IWÉWFÜÜL einführen köW' atridxéschcn Verfasser obiaen Schreibens nicht schWerer mrmals 611 einer .biojzen “chrnxeittgcn Einwiijigung dc- vom TW"? z" 021961! "als “ck dama's freiwillig aus leute. Die, JNaxornar thre!e 1110170111 dicse ?lnsicht_nin azu verdanncn“ , * * slkhkakx? 1o1111txder KMW“? Y")?- ÜM bkkl'kffWPM 0511115114“. gestrige Artiéei des Journal des Débats über die Auf- “) WPIMÖÉLWÉH ZU WYY-“k'W "“ Der _?NUFW'M“ : der Drputirten-Kmnmer bildet heute den Haupt-GCgcn- 131111111, hiex_11ack).'t„_kdas AUIIFÜS,“BWIU fur 1334 cm- der Polemik dcr Keitunacn. Das Rournal“ de Paris Jek*2.1M-1,e KJÜ'U'Y'W, 3"l 391111111131 ?LNWU'PcManm " , daß 1111er Artikel nur die Privat-Anfichc der Redacteure 99,1 -'“**f"é]te “9 “'*'MMU'Ö'U M) ""T M' .:tnendemc ournai dcs DaÉ-bats keinesrveges' aber die Pläne des Mi- DMWIS erwähnten EWÜMÄUWI““.G'M'ZÉ; '“ "Md"? ums aussprcch; jeées Blatt “habe gestern selbst sick) in die- lich JUISNTZWMM dW? das GMB 1“le IMI zulcrt m" czichimq durch die Aeußcrunq verwahrt, das es dem Mi- gen 4- _ ""*"?" "kk?- . , „. , .. Um nur einen Rach crthcilen Wolle. _ Der Ra-

Die Franzöüsckxe Lißmdemrc wdhwr 91.1701: d-n th hält die Auf-ösunq der Kammer für einen von Handel? l_md der öffentiichn „211171111711, „1311111 T_hicrs_- Kznsqc selbst gcfaßéen Plan. „*Rn einem Fähre“, äußert Stk"? dedrrstorbtxnxn AUMA“ ""t 17. "m"“ “*** Sm Blair unter anderen könnte ck antimonärchische Gesin- thrrm »));tizlicde; win Ncbcnhuhlcr, .Hdrr C. Nodicc,

6 Srimmen, dir rébrézxcn :? Sti111111911 zrrsplittrrten sick)-

D-kr Schwedisch? Gesarxdtx, Graf 13011 Löjrcuhjelm. srern von hier abgrrcisx, um 7711,» 111111“ Londou nach [S- zu brachen.

Durch einen Courier smd 11111“ 9210111113071 «1116 ' bis zum 121en d. IK. 111111113111111911. Dcr Infant Don der sich zu Dom 9321111111 bcgcbcn hattr, 11111 vpn ihm zu 11csckn1en, befand sick) auf dem Rückwexxe nach L s'sabon," auf dem für ihn in Bereatz'äyast gcsrlztrn Schiffe naé rinschfffzn woljte. Köniz; Ferdinand 1711. war Tagespß seiner Gemahlin auf dem Prado crschic11cn uwd von dd mit lauern: Jubel empfangcn worden. JKad'rid bot inJo vielen für die Feierlichkeit des 20. Juni Tore angekommen“ dcn msd Truppen einen höchst belebten Arablick dar.

Die Banmwouen-Spinncr dcr héefigrn Vorstadt Sk- ceau hatten 1111) seit einigen Tagen vcraöredet, cineÉk dcs Arbritswbncs von ihren »))Teistcrn zu crzwmgcn. V0 1111111111 sie, etwa hundrrt an der Zahl, 13-111" einer der 25“ verpammcit, um die qceiqnctcn I)iitt-ei' zar Erreichung ik)“,s (“es 112! [301311111111 Die Polizcä, w-:lch.; davor 0211115000" (wire 91111131: ihrer Agrntrn dahingxsandt. Da i;?drss?" O“ sten diejsc Arbciter gcj'tczn sxciwiiiig in ihre M*.i'kikäkkk", gekehrt und wieder an 12111“ Arbei: ::;cgangcn smd- M*

Amtliche Nachrichx'en. Kronik des Tages.

bgekeist: Se. Excellenz der inscrl. Russische General- ant UNd Ckwf der 2ten leichten Kavallerie-Djvjswn, von ring, nach Küstrin. *

' und eiae Auflösdng würde dann viclleicht Wenig Aussicht 111111711? Mmorität gewähren, Um disscr Gefahr vorzu- 11 Will man schon 19131 es wagen, sich den Wcchsclfällen allgemeimen Deputimen:Wahl zn unterwerfen. Die Wäk) dnoc11gut; man wird außerdem noch aus sur zu wirken indem man sie bei der Vertheilung der für du'- öffentli- 'cauten bcwiUiqten 100 JJQillionen zu begümstigcn sucht. hofft", cine crgebenc Maturität zu exhalten und dann absc- _an vicky Jahre: Herr zu seyn. Man stellt also die Gc- !, nock) 91:1 Jahr zu leben, gegrn die Möglichkeit, noch “hre 1111111111: zu [eben, aufs" Spiel, eine Bercci)11u:-1g, wel- kaLMUÉ) auch Herr v. Viildle machte. Wir smd Übrrzeugt, W"111111 des 15. Mai durch die Auflösung dchammet' weder um noch verlieren wird, und daß, wenn dasselbe nicht durch ydcrxduxnh außcrpa1*ia111entc11'ischen Widerstand gestürzt die Wdhlcy scibsi in einem Jahre nach der Contrc-Revo- ,eben so 911120211 111111 würden, wie die «'ohlcn vom Jahr'»: d(éxQerConsittutionnel meint, das Ministerium 912-1131? .kéa1n11101'_ auflösen, Weil es" vora1ts'1“ek)e, daß es nder nachsten Session vdr derselben nicht mehr Werde hal- exe"; er hdffc, das Ministerium Werde vor der neuen ps "(OCH ch1ger bestehen und sich also verrechnen. _ Der w 9 audi. dte„21cht11ng vor dcn parlamentarischcn Grund,- erde das. Menniermm zur Auflösung der Kammer bewe- u ejn Mimstcrn fanqe ihre ungewisse Stellung an beschwer- erlaxerden, und sie wollten 1111nmehr Gewißheit dar- ob ZLF".- ob Frankreich docc'rmair oder revoiutionnair glied es??)aupt «JT: irtngTld “eme 1Partei Trine Majori- «*: , - „, 1 ; - 1-« er ,? en 1 ' , ' 9515“) ??xß'okch (10699717.?3'KUW“)«Ocstxm'r'xka? 172,11“! '“ YmNh'IM und [Malin Sck1ritftegtunc1§1en M?xalléMö 210122: 1514." 1512. “Gar"cépOc-zzl'. 136 1%"& ÖoZse 1" 1' emerddeennn ?“"?auch M Wgegengewßteste" M“"m'ge" b“- 193_ G. [[ 1- “bl . _,2 “.?-**“11'4. Polm di «79 WMW" is? 1%“ der_UngctVißheit, auf welcher 59: B Ho . aproc. O . v. 183. 89... «z. .. n- e öffentlich- Meinung sey, müde. Es ist Zeit, diesem ;., r. "Heundd farbloien Zustande ein Ende zu machen, er hat nur “FMM". Das Land mdge also durch die Wahl seiner ksein WMW sagen, was es will und nicht will, wen M Freund und wen es für seinen Feind hält.“ _

_ Heute schloß 111111». R11.“ 1,1.. «1111107... 114 10:92 101. L;“) Zvrc-c. 1.11". 1311111111. 78. 10. 017 130111“. 78123 H NW:). 111". 011111111. 91. 50. 1111 ()()!jl'. 91. 70- 59799

pekkp- 79. Zprdc. do. 47,“. 5proc. Bc!» Ari. 931“-

Rcdacteur (.'-111111.

Gedruckt bei 21- W- O““

Mögléckksr Wrisc Fortschritte in den Wahl-Kollcgien gemacht -

Dcr Courrier francais bemerkt: srl: gar nicht, daß die Wahlen günstig für s1e ausfall?" wü1dcn; Dies ist aber die Ueber eugung eiries jeden Ministeriums, das eine Kammer auflöst. er Graf von Villdlc, dcr gewiß eben so gescheut, als die Männer des 11. Oktober war, meinte seiner Sache qanz gewiß zu seyn, als er die Kammer von 1827 auf- luöske. Wir wollen nicht behaupten, daß das jcßige Ministerium sick) eben so verrechnen würde, wie er; es giebt aber nichts Getvagtcres, als die Berechnungen, die man auf dergleichen Wahrscheinlichkeiten ;qründet. Was heute wahr seyn mag, kann in drei Monaten, ja vielleicht schon in acht Ta- gen nicht?- mehr gelten. Was uns betrifft, so glauben wir, daß, wir auch die Wahlen ausfallen, Frankreich nichts von ihnen zu besorgen Haben wird, denn wir zweifeln, daß es den Wählern gelingen möchte, eine Kammer zusan1mrnzuscellen, die dem Willen der Reqierung nord blinder ergeben wäre, als die 11131517.“ _ Das Journal du Commerce hält die Auflö- 1ung für nothwendig. „Wenn“, so sagt dasselbe, „politische Kör- perschaften mic solcher Eile den von der Verfassung ihnen ange- wiesenen Posten verlassen, wenn se, statt die Rechte und Freiheiten des Landes zu hüten, dieselben der Regierung Preis geben, um nur schneiler fertig zu werden, so kann man kaum noch an die Fortdauer eines aus solchen Grundlagen ruhenden Repräsentativ-Syx'tems glauben. Wir sind daher mit dem Journal des Débats der Meinung daß die Aufeömng dcr Kam- mer nothwendig ist,“ _ Der Courrier de l'Europe sagt, „Vor kaum véerzehn Tagen ließ das Ministerium im Moniteur erklären, die Gerüchte von einer baldigen Auflösung der Depu- tirten-Kammer seyen ungegründet. Was ist denn seitdem so Wick)- tigcs geschehen? Vor vierzehn Tagen War das ganze Budget noch nicht bewilligt; man durfte also die treffsichen Deputirten in ihrem edlen und muthigen Unternehmen, das Vormözzen des“ Landes in die Hände der Minister zu legen, nicht stören. Heute hingegen ist Alles frrcig; zwei Milliarden smd bewilligt, das Werk ist vollbracht, die Deputirten smd auf dem Wege nach den Provinzen; das Ministerium kann also über seinen Auflö- sungs-Plan ein Wort verlauten lassen. Die Vermuthunqen über die Gründe zu dieser Maßregci sind sehr vcr'schécden. Will die richtige Mitte fich vielleicht von dieser übergroßrn Zuvorkom- mcnheit und Unterwürfigkeit der jeßigen Kammer brfreien? Allerdings wird die Ergebenheit, wenn sic gewisse Gränzen überschreitet, lästig. Oder hofft das Ministerium etwa gar noch, geschmeidigere und untcrwürfigere Depueirte zu bekommen? Bei einer Pon'tik, welche, wir die 19131116, nur Komödie spielt, läßt sci) hierüber nichts bestimmen. Jedenfalls wird die “Auflösung der Kammer dem Lande Gelegenheit geben, seine Ansicht über die jekzége cntehrende innere Politik laut auszusprechen. Welches Schauspiel geben wir uns selbst; die Revolution, welche uns Freiheit und eine wohlfet'ie Regierung verschaffen sollte, legt einem Theile der Franzosen den Belager'ungs;Zustand auf, erschießt sic, kerkere sie ein, verdoppelt die Aufiagrn, verschlingt den Staats- scha13 und den Sparpfennig der “2.11'111en, vergröß1rt das Deficit, und führt uns dem Bankerott enigsgen, vervielfältigt die Poli- zci-Behörden, stellt die Bastillen wieder her _ und man läßt sie gewähren, man wird ihr sogar, wenn es sedn muß, Dank- Adresscn vorircn. Das ZoUrnal des Débats hofft, die neue Kammer werde das seit drei Jahren Geschehene billigen, und man kann dies in der That erwarten, wenn man die öffentliche Apathie und die Schlaffhcit der Gesinnung betrachtet. Wir unseren Theils werden zu den Royaiésken sprechen und werden es mit Offenheit thun. Wenn noch irgendwo Patriotismus vorhanden ist, so muß er bei derjenigsn Partei zu finden seyn, welche die alren Traditionen des Mathes und der Ehre in ihrer Brust bewahrt.“

Mehrere Schriftsteller der klassisckzen Schule, Unter ihnen die Herren Soumet, Parccval, Grandmaison, Gniraud, Lebrun, Viennet, Arnault, Lemercier, Belmontet, Deöchamps, Briffauit und Raynouard haben ein Schreiben an den Handels-Minisicr gerichtet, Worin fie ihn bitten, das gänzlichr Abtrcten der De- moiselle Duchesnois vom Theatre frang-ats zu verhindern.

Die Gazette de France giebt heute auf sechzehn Spal; ten ausführliwe, von dem Herzogs von FifzxZawes im Namen des Marquis von Dreux-Br-Tzé dem P1'äs1dcntc11 dcs Minister- Raths mitgetheilte Nokizen räder dic »))?ordthatcn, Grausamkei- ten, Bemuhungen und WillkührliMcitcn, weichc in den westli- chen Departements, auf dcn-sn der Belagerungs-Zaftand Über ein Jahr gelastct hat, bdganZ-xn worden smd.

Dcr Redacteur drs republikanischen Qiattrs ..!11 ("11-11-1191 (11: 1:1 0105131115", welcher der Aufreizung zu Haß und Verach- tung gegen die Regierung angeklagt war, ist von dem Assisen- hofe zu Meß freigesprochen worden.

Großbritanien und Irland.

London, 21. „Juni. Der Admiral Sir George Cockburn ist am 11. April in Jamaika angekommen, 11111 das Kommando über die Flotte auf 181111" Station zu übernehmen.

Es geht das Gerücht, daß Sir Peter Laurie zum Baroncc erhoben worden soy. _

Zu den vivien wohifcilrn Publicationen, mit denen England in der neuesten Zcit übersehwemmt wird, hat sich 111111 eine neue unter dem Titel Penny-Chrisr gesellt, dessen Tendenz mehrere Blätter als höchst vcrwerfiich schildern, und demnach die Behör- den auffordern,- ein wachsames Auge auf dieses neue alle Sonn- tage erscheinende Journal zu haben.

Der Globe meldet: „Ein Privat-Schreich aus Kanada schildert den Zustand jener Kolonie als höchst kritisch. Zwei starke Parteien kämpfen daselbst um die Ober-Herrschaf1, und die Anti-Britische scheint gerade jekzt im“ Vortheil zu seyn. Die Bevölkerung ist friedfertig und zufrieden, aber ungebildet und zu fügsam in den Händen von Leuten, welche Alles, was Bri- tisch ist, von Grund der Seele hassen, und die durch alle P?ittel das Auflösen der Kanadischen in eine Britische Bevölkerung, welches durch die immer zunehmende Masse Englischer Am,;- Wanderer unvermeidlich scheint, zu verhindern suchen. „Dre

„Die Regierung zwei; ,Führer dies'“r1-_'*Z“-.qt'1“-xi

1.111,11 Zug-x-ü-x'mzdyissc 1111251 111,13;- ,„xz.,.1z„dg»„ ::.1 11171111151t11chc choc

winnen. 11.7 (*.-11,*.1.-.;:..„n * durch ihr? “Maßre-

durck) er011, 111.3)“ Öl't1*-'ch'-kk*-*Z5148577 ??“. -- 52“ Sein. Die Caziiänder 1111111118 131711110911 sch, ck“*" („111-

fiuß zu vcrmrdrcn, und did?» h1-1'1'7111ngsvoll “auf die Entsckdel- dung des Königs und 11-11 -_P1*1,*i1111-'11c*;, Zn Montre-al ist der Zustand der Dinge nicht bcffer 57711,- Wu111ch, die beiden Pxo: vinzcn zu vereinigen, giebt 111) allgrmem zu erkennrn. ;;?th würde am Ende das „Beste Und 1100116111192; Liyztge Pstitkl seyn, den brstrhenden Uebeln abzuheifc'n, 131191116) dte Form imd die Ausvehnung des Landes der 2011111131111“ jenes Planes 1chr ernstliche Schwierigkeiten entgegedseßt. Dichts kann schiimmer seyn, als das Hierhersrnden alter penswnitkter Soldaten, ohne eine gehörige Ziuswahl unter denselben zu treffen“. Nicht fünf von hundert solcher Leuxe haben fich angesiedelt, und selbst diese kommen nicht fort. Der größte Theil der ihnen gezablkcn 50 oder 60,000 Pfd. Sterk. ist ärger ais Weggeworfen; denn er ist verschlemmt und verpraßt worden. Viele sind an der _Cho- [era gestorben, die meisten aber fallen [)1'11flos ihren Famrlien, oder den Wohlthätigkrits-Anstaiten zur Last. Aus diesem Grunde find die User von Nord-Amerika mic halb sterbenden und nack- ten Bettlern besäet, welche gegen das Ungemach eines KMa- dischen Winters anzukämpfen haben. Die angesehenen Q::n- wohner sind im höchsten Grade wohlthätig; aber es ist nicht möglich, für eine so große Anzahl von Personen zu sorgen, von denen einige unfähig, Andere ungeneigt fi1_1d, fich selbst zu helfen. Wir freuen uns, zu vernehmen, daß seit dem Monat Februar der Auswanderung pensionirtrr Soldaten Einhalt ge- than wird. Es ist möglich, daß eine regelmäßige OJkilitair-Coio- nisation unter militairischcr Kontrolle, wie Rußland ste k11rzl1ch in der Nähe des Schwarzen Meeres angelegt hat, an eimgen Orten gelingen könnte, aber bei dem gegenwärtigen Zustand dsr Dinge halten wir es nicht für zweckmäßig, ein solches Experimrnc zu versuchrn,welch1s, um es gehörig in Ausführung zu drm- gen, mit bedeutenden Kosten verbunden seyn würde.“

Die beiden Packeibötc, welche nach Jamaika und den A1!- tillcn abgehen sollen, werden noch bis zum 2.3|en warten, weil, wie man glaubt, die Minister gern unterdessen noch alle Schwre- rigkeiten hinsichtlich der den Weskindischen Eigenthümern zu ge- währenden Entschädigun beseitigen wollen, und da die Abgeord- neten der verschiedenen olonieen es sich aufs Eifrigsre angrlcgen seyn lassen, Alles an die Hand zu geben, was, ihrer Mem1mg nach, am besten xur Ergänzung der Details in dem Emancwaz tions-Plan des Herrn Stanien dienen kann, so glaubt man, da[; diese Einzelheiten noch vor dem 25sten vervollständigt uud der Regierung zur Billigung würden vorgelegt werden können, so daß die Packetbötc das ganze vorgeschlagene Arrangement tnttnrh; men und die hiesigen bei den Westindischen Interessen berheiltg- ten Kaufleute zugleich den dortigen Eigenthümcrn die Annahme des Plans könnten anempfehlen lassen.

Vorgestern wurde ein Mann, Namens Archibald Campbell, von“ einem Polizei-Beamtcn auf der Straße verhaftet. weil er durch Predigen eine Menge Menschen um sch her verjammeltr, und auf wiederholtes Anmahnen, seine Reden einzustellen und die Passage frei zu machen, keine Rücksicht nahm. Vor den Richter geführt, fragte ihn dieser: „Wer smd Sie?“- _ „Ich bin ein Gentleman.“_ „Nun, Sir, wenn Sie ein Gentleman find, so kann man Ihnen am wenigsten erlauben, durch Predi- gen die Straßen zu versperren. Sie können jeßt gehen, aber hüten Sie sich vor einem Rückfall.“

Das Thermometer fiel hier in der Nacht vom Freitag zum Sonnabend von 00 auf 48 Grad (Fahrenheit). Am Sonn- abend und Sonntag hatten viele Familien eingeheizr, wie im

Winter.

Niederlande.

Aus dem Haag, 22. Juni. Sc. Königl. Hoheit der Prinz Feldmarschall ist gestern Abends aus dem Hauptquartier in der hiesigen Refidenz eingetroffen.

Die in Middelburg befindlichen aus Frankreich zurückge- kehrten Kriegsgefangenen Werden zu Schiffe über Gorkum nach Arnheim gebracht.

Die bei dcr Sch11itcrei freiwiliig dienenden Offiziere und Unteroffiziere werden, wie man vornimmt, ausgedehnten Ur- laub zur Rückkehr in ihre Heimath erhalten können.

Aus den Forts Lillo und Liefkcnshock find hier 200 Beur-

laubte eingetroffen.

B e l g i e n.

Brüssel, 23 Juni. In der gestrigen Sikxznng der Re- präsentanten-Kammer wurde die allgemeine Berachung Über den AdreßEntwurf geschlossen. Einige in Bezuz; auf die einzelnen Paragraphen vorgelegten Amendements wurden zum Druck verordnet und die Berathung darüber auf Montag ver- schoben. Aus einer am Schlusse drr Sixzung stattgefundenen Unterredung ging hervor, daß kein .Handels-Traktat mit den Vereinigten Staaten von Rord-Amcrika abgeschlossen ist, son.- dern' nur eine der Einfuhr Belgischer Lcinc11:-Zeuge günstige Md- dification des Tarifs stattgefunden hat.

Der König wird fich am Montag nack) Antwerpen begeben, und über die im Lager bei Brassciwet unter dem Befehl des General Daine stehenden Truppen Musterung halten,

Das Journal d'Anvers meldet: „Gestern Nachmittag sahen wir die Englische Brigg „Migvie“, welche am *))?or-qeix ausgelaufen war, wieder in unsern Hafen zurückkehren. Am Bord des Schiffes befand fich der Commandcur dcr Belgischen Flotille, Herr van den Brocke, und ein Dußsnd Belgischer Ma- trosen. Dies sal) ciner Gefangennebmung ähnlich. Das Selt- samske War, daß der Englische Capirain und seine Mannschaft ihr Fahrzeug der Sorgfalt unserer Leute überlassen hatten. Man sagt, das Schiff sey angehalten Worden, weil es am Tage vor- her einen Deserteur unserer Flotte aufgenommen habe.“

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