1833 / 246 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Thu, 05 Sep 1833 18:00:01 GMT) scan diff

in das Auslmd. Dies zwingt die Bank natürlich , ihre No-' tcn-Ausgaben zu vermindern. Die Landbanken vermehren uriter solchen Verhältnissen ihre Noten-Ausgabe; aber es dauert nicht lange, so zwingen die Operationrn der'Bank von England sie zur Beschränknng, was natürlicherwmse gryße Bestür ung, große Schwankungen zur Folge hat;, unter solchen Ums ndrn Mrdcn die Landbanken um baare Zahlungbeskürmst: diess zie- hen auf die Bank von England, und da dies zu eiiier Zeit ge- schieht„ wo sie nur wenig Geld hat„ so würde sie„ wre im „Jahr 1825, in die größte Verlegenheit „kommen.“ Smd dage- gun die “Noten der Bank von Englqnd em gxseßliches Zghluygs- métrcl, außer bei ihr selbsi-und ihren Filta-len, so ist eurer Schwierigkeit der Art vöklig abgeholfen. Die nächsie Klauicl verfügt, daß Wechsel-Briefe, die nicht länger als drei Monqte laufe", den Wuchergeseßen nicht unierivorfen seyn sollen. Dies iki in jrdem Falle eine roße Erleichterung für _den Handels- T'I-N'kchr. Die folgende lausel schreibt vor, daß der Becrag drs (Rides und .der Sicherheiten, so wie ,der ausgegebegen Noten in einem gewissen Grade veröffentitck)t_-werde., «sch habe nie einsehen können, auf wjelchsWerse dies, wre man behauptet hat, der Bank Nachtheii bringen solle. Ick habe es srcts als eine der schlimmsten Serien unseres Banszysiems briracbtcr, “daß Niemand sich über dte Masse der umlaufendsn Myron der Bank von England zu unterrichten, vermochte. Die Folge davon war, das; alle Personen, die sich in, große Un- ternehmungen einließen, im_Finsern tappien. Bei der Bani" von Frankreich herrscht dieie Oenentlichkett längs, ohne da]; es ihr je den mindesten Rachtheil brachte. Selbst die Bank von England ist nicht der Meinung, daß dre nqck) INaßgabe dcr Viki bewirkte Veröffentlichung ihr Schaden bringen würde. _ Maxi habe vorgeworfen, daß die S_umme von 120,000 Ipfd. Si. jährlich, welche der Bank von England für ihre Mühe- waltung in Betreff der Staatsschuld abgezogen werden soll, zu gering isry. Allerdings hätte man die Bank zwingen könnin. sie;) einen bedeukendern Abzug gefallen zu lasen, allein dies set) in Betrachr der Dienste, WALL)? die Bank dem Staate lrisce, nicbi räthlicl) gewesen. Dirie Dtenskr wä'ren sehr groß, und er ( Ripon) fordere darum Ihre Herrlichkeiten auf, dem V-sx'ti'aiic mit der Bank ihre Genehmigungfo erthrilcn. _ Der Herzog von Wellington sagic, daß dteBan'k in man- cber Hinsicht hart behandelt worden 11:1). - Der jährlichsAbzug ron 120,000 Pfd.“ scheine ihm zu groß. Sein ngpt-meand scx) jedoch gegen die Klausel gerichtrr, weiche; die Noten der Bank von England zum gesetzlichen Zahlu11gSm11tcl erhebt. Die Wirkuna davon werde eine Entwertbung dcr Banknoten seyn, und er “sehe durchaus nicht ein, was die Direktoren der Bank bewogen haben kann', dieser „Klausel ihre Zustimmung zu geben. Er srxii'iberzcngt,„ daß man dieje Cncwcrthgng-beiter fühlen Tchi'di'. Cine fernere Folge werde mm, daß die Landbanken für ihre eigenen Noten nur „Noten der Bank vor) England, Gold selbst aber nur gegen eme Zahlung_ von 5. bis 10 Pro- ccntcn gcbe11_würden. Das GWH, da]; es keine Diskontin- Banken in London und im Umkrrise von 65 Meilen geben sdlle, sey seit 160 Jahren als "ein 1olchcs betrachtet worden; 1th habe man auf einmal die Entdeckung gemacht, da]; es gar kein (55:49:15, und es erlaubt sei), Banken der “Art, zu errichten. _ T*cr »)“?arqnis v. Lansdojvne sagte, dax; die Klausel, wclche “di:“ Noten der Bank von England zum gesetzlichen Zahiuaigs- miiccl erhebt, nach seiner und der Meinung der Ban-Direkto- ren, die von dem edlen Herzog geschildrrten gefährlichen Fdigen nicbt haben werde. So lange Jeder wine Noten nach Belieben in Gold ixmsekzen kan'n, so lange ist „der th111aufdes Papier-rldc-s U1101“fähi'[i(i), um's) gehe die Bill nicht weiter, gls da,; te die WWE aus der mißlichen Lage zicht“, erst bei panischen Handels- schreci'cn ibren Gioldbcdarf ermitxeln zu können , und“ dann dekn fremden Wrcbsel-Cours gegen Cnglgnd stellen zu müssen. Die E-ic131'2'l)-.*i1 drr Geld-Circnlarion hänge nicht von der Motigo Geidrsz sondern von dem Verhältniß jcnerzum chren Rexel)- tbttm di's.8?.'d11igreicl)es ab, denn es lasse- sic!)- cm “_z'all denken, wo Gch im Urberslusse vorhandewund die Circulation doch un- sicher isi. Was Übrigens die Klaujxl wegen der Depdficen-Ban- ken in und Um London „betreffe, w könne er dem edlen'Her- zoq versichern, das; es nichr die Absicht der *))?misrer gewesen sei), das Gesetz zu ändern. Die Regierung habe dabei lediglich nach dem Gutachter: dcr Rccl)_tsgdlchrten der Krone gehandelt. _ Lord anford sagte, da[; dwRechtsgclehrten *einmijfbiq wären, daß unter den bestehenden Eemzdn keine Ban,- ken itrLonddn und 6.3 Meilen im Umkreiw errichtet werden könnten. „Der Redner suchte dies aus den Parlaments-Aktcn

nacbzuweiscm, und erklärt, daß er es nicht für rärhlich halte, die .icchtc dcr Untrrthancn durch die Iicci)csgelehli;ten der Krone zu entscheiden, wir dies in dem gegenwärtigen Jail geschehen sey.» ' OJTan möge dcr . es auf den Ausspruch der Gerichte ankommen zu, lassen; wenn die Meinung der Rechtsgclchrten der Krone die richtige sey, _würde dann jrdcs Bemühen der Bank, die_ Errichtung der erwähnten Banken zn vrrhindcry, „vergeblich seyn. Wie immer das (351717315 spreche , 'N? in jedem Fall das geiviß, das;“ seit 150 Jahren die Prgxcs der Bank von Enßland gus- schließr11dr Privilegicti de_r Lirt gestartet habe. Allerdings habe die Bank zur Klamrl ihre Zystimmung gegeben; aber warum? weil sie dem Wilxcn der Regierung“ und des Parlamen- tes nich widerstehen kann. Schließlich trug der Redner darauf an, daß, bevor das Haus sich in eiiien Ausschuß vcrwandle, das Gutacbrrn der (12) Richter von England eingeholt werde, ob Unter drr Wirkung der bestehenden Gesetze Banken der „angege- benen Arc in London und in einem Umkreise von 65 Mitten cr- richtet werden dürfen; _ Der Lordkxanzlerfsagie, da[; es für alle Interessen des Königreiches, für die Stätngkeit der Gewerbe und des 'Iicirrbamrs von gebieteriscber Nothwendigkeic sei, daß in dem umlaufenden Geldmcdium keine Schwankungewmehr stattfinden, und daß von der_n Parlament nichts,_ was 11? dez- hjn führen könnte, gutgehcißen werde. (Hört, hört.) Wie man sagen könne, daß die in Frage stehende cMgßregei zur Ent- werthunq führen werde, begreife er durchaus nicht; im WFM theil könne man eher behaupten," daß.- m Folge:»derselben der o- ten der „Bank von England sogar ein Aufgeld; bekommen wür- *-den. Man habe behaUptec, da]; die Bank von England von der .ieqicrung hart behaydelt worden sex; und habe den roßen Nulzexiqcpricsen, den sie dem Lande 1“ a e; man „dür e aber ,niché vergessen , daß _die Bank'für die ienskc, die sie dem Lande leistete, Cncschädtgung erhielt, Und'daß der Vortheil nicht bloß auf einer S 't? “war. „(Hört, hört.) Vom I. 1797, wo man der Bank a 3 Liebe einige „Gewalt anthat, und em Ge- heimer Rathsbefehl ihr verbot/_ thre Noten in Gold zu bezah- len, _ ein Ding, Wogegen se “ck so stkäUbte, daß der (Geheime Rathsbefehl nicht hinreichts-,Und es durchaus eines Parlainents- Beschlusses bedurfte, um sie, troß ihrer ungemeinen Abneigung, zu zwingen, die Bam'zahlungen einzußellext, _ von 1797, sage erz “bis 1819 zahlte sie ihre Nokon nicht m Gold, und so groß.

' Repräsentanten Oesterreichs, Rußlands und Preußens, und die * Letzteren mit Lord Palmerston und dem Fürsten Tallcyrand.

Bank von England freigeben, in diesem Betreff “„ Dechrnchmen nach ist man in diesen beiläufigen Zusammenkünf-

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waren die Voitheilk, die der Bank aus.. der. ihr, MFÜHMM Ge-

walt erwachsen, daß ihr Widerwillen allmälig abna m und end-

lich ganz verschwand. ( Gelächter.) Es sey Thatsache , daß in

dieser Zeit die Bank-Actien bis 280 stiegen.. Dies beweise, daß

der Vertrag der Bank seit 30 Jahren für .sie kein sehr beschwer-

licher gewese'n sey. (Hört, hört!) Der edle und gelehrte Lord

(Wynford) habe gesagt, die Bank habe keinen Widerstand leisten

können. Gar wohl habe sie Widerstand geleisiet, und wäre, _

er sage das, um Ihre Herrlichkeiten Über die1en Punkt zu ent-

täuschen, _ sicherlich auf demselben beharrt, wenn sie nicht ge,-

glaubt hätte, im Ganzen einen sehr vortbeilhaften Handel abzu-

schließen. (Hört, hört !) Weder die Bank, noch das Publikum

komme zu kur , und er sey überzeugt, daß die Bank-Direktoren

ein unermeßli )es Gelächteranstimmen würden, wenn ihnen Ie-

mand sagte, daß sie überlistct worden wären. Der Redner bc-

wies ierauf klar aus den Gesetzen, daß_die Bank von England

kein rivilegium in Bezug auf Depojiten-Banken bexiße. _

Lord „Bexlei bemerkte, daß bisher die „Bank von Eng-

land und das Publikum gerade das Gegentheil geglaubt habe.

Der Betveis sey, daß selbst zur Zeit der größten Speculations-

wurf) es Niemanden einfiel, eine Depositenbank in London zu

errichten. Kaum 48 Stunden aber nach Bekanntmachung des

Gutachtens der Rechts-Gelehrten der Krone habe sich sogleich eine

Gesellschaft dazu mit einem Fond von 10,000,000 Pfd. Sc. ge-

bildet. _ Der Vorschlag des Lords Wynford wurde verworfen

und das Haus vertvandelte sich in einen Ausschuß. _ Die zwei ersten Klauseln wurden mit bloßen Verbal-Amendements ange- nommen. _ Als die dritte Klausel gelesen wurde, schlug Lord Wynford vor, sie ganz auszulassrn, und dafür eine andere ein- zuschalten, welche der Bank von England alle und nämlich die ausschließenden Privilegien, welche ihr in dem 39. und" 40. Re- gierungsjahr Georgs 11!„ und im 7. Georgs "7. ertheilt wur- den. Die““Klausel sey in ihrer bisherigen Gestalt eine Wortbru-

clzigkeic gegen die Bank, und er sehe durchaus nicht ein, warum

die Minister nicht die Entscheidung der 12 Richter abwarten wollten, sie müßten denn zum Voraus überzeugt seyn, daß sie

ungünstig ausfallen würde. _ Der Lord-Kanzlcr bemerkce, daß ja die Bank, die am Bescen wisse, was ihren Znt_eres'scn förderlich oder feindlich soy, ihre Zustimmung zu dieser Klau1e1 (die Errichtung der Depofitrnbankcn zu London betreffend) gegeben habe. _ Der Herzog v. Wellington und der Graf von _Wick- low unterstützten das ?[mcndement, weil es diesem Hama, be-

vor die zwölf Richter ihre Meinung Über einen streitigrn Rechts-

punkt abgegeben haben, nicht gezicme, den Diktator m Rechts,- Angelegenheiten zu spielen. _ Graf Grey „brhauptete, daß es der Gebrauch des Parlaments sry, in seiner Eigenschaft als ge- selzgebcndrr Körper zu entscheidet) , welche AUSlegung eines 059- sckzes die richtige sey. Die Klauirl thue weitrrnrchts, als daß sie das aufhellt“, was sonst ein Gegenstand des Zweifels geblieben wäre. Was übrigens die Bchauytung betrifft, daß sie einen Treubruch enthalte, so sey es, um eine solche Beschuldigung zu entkräften, hinreichend , daß Lord Althorp die Unterhandlungcn mit der Bank geführt habe. („Hört, hört!) Der Charakter des edlen Lords stehe zu hoch, und sey zu sehr von allen Par- teien anerkannt, als daß bei Verhandlungen, wobei er bcthciligt sei), von Hinterlisr irgend die Rede seyn könnte. (Lrbhafter Bei- fall.) Da man der Bank _den Genuß ihrer bisherigen ausschlie- ßenden Privilegien auch für die Zukunft lassen wollte, war die Frage, worin diese Privilegien eigentlich beständen. C'in Zweifel habe fich über deren Umfang erhoben, und das Parlament würde aufgefordert, für die Zukunft jeder irrigen Auslegung vorzubeugen. (Hört, hört,“) Uebrigens stand es der Bank frei, die,.K'lausel anzunehmen oder sich yon dem Handel loszusagen. Die Bank zog das Erste vor, und hat daher 1th kein Recht, zu klagen. (Hört!) Warten, bis die zwölf Richter ihr Gutgchten abgegeben hätten, hieße, die Bill für die gegenwärtige Session fallen lassen; wenn daher das Amendement dcs edlen und gelehrten _Lords (Wynford) durchginge, würde er_(Grey) *sich gezwungrn jehcn, anzutragcn, daß die Bill im Ansichusse erst nach sechs Monaicn weiter berathen werde. _ Das Amendement wurde (wie bereits, gemeldet) mit 29 gegen 11 Stimmen verworfen, worauf die Bill , ohne fernere Erörterung, mit allen ihren Klauseln unver- ändert durch den Ausschuß ging.

London, 27. August. In der OJTorning-Postliesi man: „Seit mehreren Tagen hat sich diexKonfcrenz nicht versammelt; aber die Holländischen und Belgischen Bevollmächtigten haben mit den Parteien, auf deren Uncerjiüßung sie “beiderseits am meisten bauen, Über die Rechtsgültigkeit ihrer v_er1chicdencn For- derungen und Ansprüche unterhandclt. Die Crstcren mit den

ten mit der Schelde-Frage etwas vorgerückr, und die kontrahi- renden Theile sollen hinsichtlich des Zolls bis auf wenige Cents mit einander einig geworden seyn. Das Lootsen-Gcld aber, so wie der Ort, wo der Zoll erhoben werden soll , und andere Einzeln,- heiten sind noch immer nicht festgestellt; jedoch sind diese Punkte auch von untergeordneter Wichtigkeit. Die Frage, welche die meisten Verlegenheiten bereitet, ist die wegen der Schuld, und diese ist in ihrem wesentlichsten Theil noch um nichts gr'fördert.“

Ueber die Anordnung eines Embargo in Lissabon, wovon Lloyd's Agent daselbst unterm 12ten d., als von einem Gerücht, berichtet hqtte, verlautet seitdem nichts weiter; auch nichts von der Meldung in einem Privat-Schreiben vom [Iren, daß Elvas sich für die Königin erklärt habe.

Das leßte Blatt des Couriers enthält ein vdn Bord des Dampfschiffe; „African“ datirtcs Privat-Schreiben vom 24sten d. M., worin es unter Anderem heißt: „Aus Porto, wo wir auf einige Stunden aus Land gingen, harte General Saldanha früh Morgens am 18ten d. M. einen Ausfall in der Richtung nach Valjonga gemacht. Er fand das Bourmontsche Corps ganz unvorbereitet; das Gemeszel wai' bedeutend, und eine große Menge Gefangene und Bagage fiel in die Hände des Siegers; der Rest wurde in die Flucht geschlagen und 5 bis 6 (Engl.) Meilen weit von der Kavallerie verfolgt. In der folgenden Nacht zogen sich sämmtliche Migueliftische Truypen in und bei Villanova 10 bis 12 Meilen zurück, und am 20|en d. M. stand kein Feind in gedachter Entfernung von Porto. Am 19tcn d. M. liefen schon die meisten Kauffahrtei-Schiffe 'in den Duero ein, und am nächsten Tage der Rest. Täglich nahm die Anzahl der nach Porto kommenden Deserteurs zu, und am 20|en d. M. sah- Schreiber dieses 85 Mann und mehrere Offiziere innerhalb zweier Stunden im Haupt- quartier eintreffen. Am Abend des 20|en d. M. sollte ein Corps »von 3000 Mann Infanterie nebst 400 Kaval- leristen zur Verfolgung des_ Bourmontschen Corps ausge- "andt werden, um dasselbe wo möglich zu zer prengen und die

Anstalten, einen Theil seiner Truppen mit möglichster Schu keit nach Lissabon zu senden, und noch an dem Nachmittage, wir uns einschifften, sollten 500 Mann mit einem Dampfschiffe zwci Schooners, dahin abgeggn“ en „seyn. Das Landvolk sie mit Vorräthen aller Art na? orto. Gestern begegneten ?wei sehr großen Britischen . riegsschiffen, die wir für die, edonia“ und den „Revenge“ hielten, mit Truppen für Liss am Bord, welche die Britische Regierung der Regierung Do Maria's angeboten hat.“ _ Der Courier macht hierzu gende Anmerkung: „Wir vermuthen, daß der Briefsieller ,s» Bezug auf die „Caledonia“ und. den „Revenge“ in Jrr befindet,“ *

Niederlande.

_ Aus dem Haag, 30. August. Nicht nur der B van Zuylen, sondern auch alle übrigen noch hier anwes Minister sind vorgestern nach dem Loo abgereist, um dort e“ Kabincts-Rathe beizuwohnen, der in Folge der aus London gegangenen Depeschen gehalten werden sollte. Die in Lo am 25sten d. stattgefundene Versammlung der Konferenz h,. viel man vernimmt, zu keinem Resultate geführt und die glieder sind auseinander gegangen, ohne den Tag für die Zusammenkunft anzuberaumen. Unser Kabinet wird nun darüber berathen, ob bei dem Deutschen Bundescage eine *, stellung in „Bezug auf Luxemburg zu machen sey oder n“ Die Antwort wird durch ein in „Helvoetsluis bereit liege Dampfboot nach London gesandt werden. Das Gerücht einer baldigen Rückkehr unseres Bevollmächtigten in Lon Baron Versrolk, scheint bis jrßt nocl) voreilig zu seyn.

Se. Königl. Hoheit der Prinz Feldmarschall ist aus Loo nach dem Hauptquartier zurückgekehrt.

B e l g i e n.

_Brüssel, 30. Aug. Zu der gestrigen Sißung der präientanten- Kammer wurden die .Berathungcn über Budget des Finanz-Minisrers fortgeseizt.

Der Baron Nechin, Präfekt des» Französischen Nord; partements, ist zum Offizier des Leopold-Ordens ernannt wi

Der Politique meldet, daß die Schifffahrt auf der ** noch immer durch Zollsrätten gehemmt werde. .

Schiveden und Norwegen.

_Stockholm, 27. August. Se. Maj. gaben Donnerüag großes O)?ittagcknak)l auf Rosendal, wozu auch der Kaiseri. " sgche Gesandte, so wie der Chef der Russischen Chronom Expedition, General Schubert, geladen waren.

_ Dre S_taats-Zeitung vom 21sten d. M. meldet am da[; Herr E. A. KanßowBefebl erhalten, sich nach Lissabo begeben, um seinen Posten als Königl. Schwedischer und * wegisther Geschäftsträger bei der Regierung „Ihrer Maj. Königin Donna Maria und als General-Konsul in Lissabon dcr anzutreten.

Wie das Daglig Allebanda meldet, hat der Hof- ler darauf angetragen, den Herausgeber eines Snpplemen diesem Blatte vom 15ten d. M. wegen eines darin enthalt nachtheiligen Urtheils Über die Französische Regierung (d Partei dagegen Nya Argus hier beständig ergreift) zur ge“ lichen Verantwortung „zu ziehen. _

C'in Privat-Schreiben aus St. Petersburg vom 7tcn d. ' meldet, daß die Cholera aufs Neue im Innern Rußlauds * gebrochen sey. In den Gouvernements Saratow, Wo und Orel- hatte ste fich gezeigt, mit größerer Heftigkeit aba so-nderheic in_ Kurs!.

Dänemark.

' Koprnhagen, 27. August. Am Donnerskag Nachmi- rst- [)ter die Westindische Korvette „Diana“, geführt vom C tam Faisen, Commandeur vom Danebrog, angekommen.

Am Sonnabend legte das Königliche Dampfschiff „Ki auf- die Rhede aus und vorgestern ist es mir ZZ. „KK. Prinz Ferdinand, Prinzessin Karoline, so wie den Prinzessin von Gluiksburg nach Louisenlund-abgegangen.

Am niimlichen Tage find die beiden Russischen Kade Fregatten ]Üdlich abgesegelt.

Unterm 16cen August ist I. F. de Conink als Königs“ Belgischer Konsul in Helsingör anerkannt und C. Prob Besorgung der Preuß. Konsulat-Gcschäfte daselbst bis w angenommen worden.

Am 2.3sten isi eine von Aarhuus abgegangene Smack Vici) vor Norsminde versunken. Eine Planie im Schiffe gesprengt und hätte der Schiffer nicht die Geistesgegcnwart habt, es angenblicklich aufs Land zu- selzen, so wäre das Un unvermeidlich auf offener See geschehen. .Das Bedauerns theste dabei ist, daß von 38 Ochsen 33 ertrunken sind.

Deutschland.

Kassel, 30. August. In der vor e ri en Si um Stände ; Versammlung verlas Herrg YLinpermßanZ Bericht des Ausschusses über die in der vertraulichen Si vdm 31sten v. M. geschehene Proposition der Staats-Reqicr die von Seiten der Stände eingeleitete Anklage des Mikiisc Voi'eiandxs, Geheimen Raths Has s cnpflug betreffend. drm Bericht wurde uerst angeführt, daß der genannte Mi rial-Vorsiand, dur ) Verweigerung der Genehmigung für wählte Staatsdiener und Einmischung in die Prüfung der gitimationcii und in die Präsidenten - Wahl, die Eröffnung Stände-Vrrsamnilyng von 1832 aus fünf Wochen verz habe, sd daß nach Ilbiauf der sechs MonaTe, dcn §. 83 der“- fassungs-Urkunde zuwider, (eine Stände ,- Versammlung vo den gewxsen sey. Darauf ]ey Seitens des ständischen Ausf ses die Erhebung der Anklage gegen den erwähnten Miniyi Borkiand erfoth, Mit dem Antrags auf Entfernung desselben Amir. Das „ber, ; Appellations- Gericht habe die Anklage geeignet zur “Einleitung einer Untersuchung erklärt, sie bego upd bereits ihrem Schlusse nahe gebracht. Run hätten die. Zuster den gegenwärtigen Ständen in geheimer Silzung e- Iintrag machixn lassen, welcher nach Form und Worten bezt, eme aurhentrstbe Erläuterun der Verfassungs-Urkunde herb führen, was zugleich eine ufforderung zur Aufhebung del",

Die Minister seyen nämlich der Meinung, daß die Beskim gen der Verfassungs-Urkunde, wegen deren Verletzung An

schiedener Auslegung fähig wären, Anklage aber nur staithaft

wegen der Ucbertrecung solcher Verfassungs-Bestunmun

deren Sinn allerseits anerkannt sey. _ Gegen diese An

die Stände-Versammluq'g Oesch

andleu-te vor Plünderungen zu schülzen. Da eneral Saldanha

' nunmehv-in-Porco- nichts“ weiterzu- befürchten hat, so “traf er '“

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,. jeden zu sehen.

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gen den OJTinisterial-Vorstand gestellten Anklage in sich sch"-

erhoben worden, namentlich die des §. 102., zweifelhaft und

erklärte sch nun der Bericht des Ausschusses ausführlich“, d

100 und 102 der Verfadfun s-Urkunbe zu finden sey. Die

mmer ging sofort zur Disku fion über diesen Gegenstand über. rr Theiß ll. bezeichnete es als unpassend, daß die Erläute- * durch eine Behörde'v-erlangc werde , von welcher ein Mitglied .er Anklage |ehe;„auch dte Proposition sey unzeitig, selbst wenn die ieffenden Stellen tn der Verfaffungs-Urkunde in _der ThatDunkel-

n darböten. Der Minister des Auswärtigen érklärte, die

nister setzten keineswegs voraus, daß die Beschlußnahme über en Ge ensiand auf eme schon anhängige Rechtssache oder auf n des albigen Spruch des Ober-Appellations-Gericht seyn soll.

falle hiermit also auch die Be iehung auf Zeic-Unangemessen- hinweg, und müsse selbr be er igt werden, daß es keinem ister gleichgültig seyn önne , Fragen, welche täglich seine iche Wirksamkeit und Verantwortlichkeit erfassen könnten,

Jedoch sey die Staats-Régierung einer éßung der Beschlu nahme auch nicht entgegen. _ Nach eren Aeußerungen verschiedener Abgeordneten, unter denenHr. eff er vorschlug, die Proposition vor der Hand abzulehnen,be- ieder Landtags-Commissair: die Stände-Versammlung enicht wohl das Eingehen auf einesolchePropofition der Staats- ierung ablehnen; die Stände-Versammlung sey von Natur

treuesce Rathgeberin und StüZe der Regierung; sie könne

Verständigung über wichtige ragen nicht von sich weisen, sie sonsi zu erkennen gäbe, daß Staats-Regierung und „&.-Versammlung nicht neben und miteinanderbesiehen könn- was ihr sicherlich nicht in den Sinn kommen werde; er un,- jze daher den Antrag, die Proposition an den Ausschuß zu,-

uweisen_ und mit den Ministern oder der Landtags-Kommis- sich dieierhalb zu berathen.

' , „Dcr Vice-Präsident erin- - hierauf an die Ungünsktgkeit des Zeitpunkts, jeth eine rein

tive, unbefangene Erörterung der in Anregung gebrachten assungs-Fragen herbeizuführen, wo eben jener Fragen we-

eine Anklage vor dem obersicn Gerichtshofe anhän ig sey. Urtheil gebühre nach der Verfassung dem Ober- ppella- -Gerichte, als Gerichtshofe. Diesem müßten die Stände ntscheidung jener Fragen überlassen, und auch aus diesen Fahren halte er die Proposition der Staacs-Regierung nicht geeignet, um unter den gegenwärtigen Umständen darauf ehen. _ Bei der darauf erfolgenden Abstimnäung wurde rAntrag des Vice ; Präsidenten, die Proposition vor der dabzulehnen, mit 24 Stimmen angenommen. Herr '.aumbarl)" ][]. nahm nunmehr den früher geäußerten Vor- -g bis Präsidenten, das Ober-Appellations-Gericht um baldi- Ausspruch über das Materielle der Anklage zu ersuchen, wie.- ..f. Herr Scheffer hielt dies nicht für angemessen, weil ieUngbhängigkeic des Gerichtes zu beeinträchtigen scheinen e. Herr Schwarzenberg bestritt dies. Der Antrag e endlich durch Abstimmun d'erworfen. Dagegen schlug Suchier ein einfaches achsuchen um Beschleunigung Spruches vor, welchem die Kammer beitrat.

Dresden, 31. August. In der Sikzung der ersten Kam- vom 2/1sien d. wurde über einen Antrag des Pfarrers Gehe, angen der Singvögel zu verhindern, Bericht erstattet. .Die mer beschloß, bei der Menge und Wichtigkeit des in ur t-hung Vorliegendcn, diesen Gegenstand nicht auf die ages- ng zu bringen, sondern sofort darüber zu entscheiden. Sie “te fiel) sodann einstimmig dafiir, den Antrag auf sich beru- ZU lassen. _ Die heutige Tagesordnung führte zur Schluß- -thung Über das Gesekz wegen des Verfahrens in Admini- v-Zusrizsachen. Dasselbe wurde mit 28 Stimmen ange- mw. _

n der Sitzung der ersten Kammer vom 27sken d. kam bericht Über die Landgestüt-Ansialten Zur Berathung. Mitglied v. Ziegler bezeichnete es als [) chst bedenklich, tende Summen auf diesen Gegenstand zu verwenden, weil ;Zin Sachsen wegen Mangels an großen Angern und Wie- ich'nicht zur Pferdezucht eigne, die Entnehmung der Re-

aus dem Lande aber sehr große Kosten verursachen würde. erAnsicht widersprachen andere Mitglieder. Der Amts-

ann v. „Beust dagegen äußerte, man solle lieber die be: den Summen, welche man für das Bestehen der Landbe-

“gs-Ansialcen ausgcbc, auf Ankauf von Remonte verwenden, dadurch das »))?ilitair-Budget vermindern. Die Kammer ce sich endlich dahin, die Beschlußnahme über die für die- eéghenstand zu bestimmenden Geldmittel sich bis zum Budget - alten.

tuttgart, 31. August. Nachdem die Kammer der ordneten die Berathung des Etats des Departements swärtigcn Angelegenheiten gestern zuerst in geheimer Siz- fortgeschzt hatte, wurden um 10 Uhr die Galleriecn wieder et, und die Brrathung über den erwähnten Etat mit der ilung „Lehenrath in öffentlicher Sitzung auf enommen. beantragten Etatssälze über diese Rubrik, so waeüber die den, das Archiv und den Dispositions-Fonds betreffend, n sämmtlicl) angenommen. arlsruhe, 30. August. In der vorgeftrigcn Sißung weiten Kammer erstattete der Abgeordnete Seltsam t über den Antrag des Abgeordneten Trefurr, die Mit- [t der Stände bei Verwaltung der Stiftungen betreffend. ommission beantragte, die Kammer möge eine Adresse an roÜberzog beschließen, in deren Folge künfti mit dem neu jedes Landtags von den beiden leßten Ja!?ren Ueber,- über den Stand der Stiftungs-Fonds zur Prüfung mit- tWerden sollten. _ Dcr Ta esordnung gemäß, wurde so- zur Diskussion über den Gesgelz-Entwurf, die Rechts-Ver- e der Schupfieheanerren gegen ihre Lehenleute be- d, geschritten. armsiadt, 29. August. (Frankfurter Journal.) ist dem am 21sken d. M. nach Berlin abgereisten Prä- n der Großherzogl. Ober-Finan Kammer, Herrn v. Kopp, roßherzogl. Ober-Finanz-Rath iersack“ dahin nachge olgt. be ist zum Großher ogl. Bevollmächtigten bei der om- ernannt, welche in olge der ab eschlossenen Zoll-Vereini- Verträge zusammentritt, um f r den Gesammt-Verein meinschaftliche Zoll-Geseß , die Znskructionen :e. u ent- ' und die Organisation der Zoll-Vertvaltung des ereins ereitcn. _ Die Wahl dieses Commissairs ßndet allge- Btliigung, indem derselbe bei früheren ähnlichen Ver- ngen zu München ( wegen Ausführung des Handels-Ver- vom 27. Mai 1829) und zu Kassel, wesentlich zu deren M Erfolgen beigetragen haben soll.

* Frankfurt a. M. 31. Augusi. Die Sehwankungen in Uksen der Oeßerreichs en und Holländischen Effekten waren [te der l_ehten Augu -Woche nicht unbedeutend.

Bis de- bie! , „. . ai s b e rt und- end 5 qu sch 5proe Meta que es b BWÉÜÉ

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- ationettslex. Diese Konjunktur. war. indessen ni k von a e Fenway: folgenden Tage erlitten sämmtliche, den?, Berke??? „qu nächst .unterworfene Fopds einen Rüokfall; es fanden |ark_e Ver- käufe (fakt, wobei fick) die _Preise siebten, wie folgt: 5proc. Metalli- qnes 954, 4proc. 864, Artnr: 1478, Integrale 48;, 5proc. Holländi- sche 914. Das plößxcche Weichen der Holländischen Effekteii zu Londoti war wohl dte wirksamße Ursache der hier eingetretenen Flauhett; viele Spekulantxn bekanxen Furcht und suchten ihre am nahen Ubrechnungs-Termm zu beziehenden Papiere noch in Zeiten ldszuschiagen, Am 30. Au usi', wo dann die Liquidation vor ckck

rng hinderten die von Am erdam Fekommenen ünsiigeren Börsen-

er chterm weiteres Fallen; es ze gte, sch wie er einige Kauflust und die Course ézogen an. Die Ausgleichungen gingen im Ganzen, Ungeachtet der m Laufe des Monats eingetretciien starken Varia- tionen, obne Schwierigkeit vorüber. Stücke blieben nicht übrig. Man konnte fur „den Zinsgenuß Metalliques und Xntearnlc pr. Ul- timo Sxptember m Prolongation unterbringen. Die Resultate der Liquidation waren mdesen diesmal den Spekulanten aufs Fallen qutifitg: 5proc. Metalltques erfuhren „vom 1. bis 30. August ein Weichen von 11 pCt., 4proc. Metallequcs von 1; pCt., Bank- Actren von 33 Fl. das Stiick; 2Zpr9c. Integrale gingen von 491€“- ayf 491, 5proc. HoüändrschsObngationen von 93; auf 9214; die 42proc. SyndikaW-„Obligattonen drückten sich um 2 pCt., und die 5 und Zprox. Spanischen Fonds standen am Schluß des Monats etwa ;? pCt. niedriger, als am Anfange desselben; auch fielen die Preußischen Prämwn-Seheine von 52?? auf511,_- Jm We'chsel- Geschäft „ergab sick) nichts Neues; Amsterdam, Bremen, London und Le pztg waren etwas gefragt, alle übrigen Devisen blieben eber ausgebotekn, Diskonto-Papter war zu 3; .=. 33, pCt zu plaéiren. _ Orc heutige Börse (31. Angus!) war sehr bewc 1; es herrschte pa- nischer Schrecken. Dre Amsterdamer Po brachte Nachricht: die Konferenz zx London sey aufgelösi, Herr von Dedel nach dem Haag zuruck. In Folge der von London, Amsterdam und Paris gekommenen snke_nden Notirungen erlitten auch hier sämmtliche courante ynds einen starken Rückfall. Es traten viele Verkäufer auf und te Nehmcr waren selten. So_ konnte man zuletzt 5proc. Metalltques zu 94:7, 4proc. zu 8511, Actten zu 1464 und “?ntegrale zu 474,7 haben.

Oesterreich.

Prag, 1. September. Auch in den le tver o enen Ta en fiihren Ihre „Majesiäten der Kaiser und di? KaFesin fort, gdie hiesigen gemetnm'inigen und milden Anstalten zu besuchen. Am 20|ienpv. M. führten die aus 10 Bataillonen und 2 sechspfün- digen Jußbatterieen bestehenden Brigaden Sahlhauscn und d'Aspre unxerMDem „Kommando des Feldnmrschall-Lieutenants Fürsten WindijckWräZ sm faktisches Manöver aus, welchem der Kaiser und die Kanerm nebst den Übrigen Höchsten Herrschaften beizu- wohnen gaeruhten. Nachmittags beehrtcn J. M. dic Kaiserin das Ursulrner-Klosier mit einem abermaligen Besuche. Abends war bei Hofsein Kinderball veranstaltet, zu welchem alle hier gnwesenden Kinder des hohen Adels von 6 bis 16 Jahren nebst ihren Aeltern-und Großältern eingeladen waren.

Se. Majestät der König von Sachsen haben gestern Mor- gen .diese Hauptstadt verlassen.

Schweiz.

' Zürich, 28. August. Am 25sren d. M. waren die Depu- tationen von den m-eisien Kanconal-Vcrcinen hier versammelt. Diese hatten beschlossen, daß eine Deputation aus allen, in der Versammiung repräsentirten Kantonal-Vcreinen der 3" oben Tag- saßung' eme Adresse Überbringen solle, und _diese [dresse an sämmtlicixe .große Rärhe als Petition einzugeben, mir dem An- suchen„ die Gesaiidten- auf der Tagsatzung für Niederseßung eincr Kommusion zu mskrurren, welche ein Gutachten über die Adresse abfassen solle, _ In dieser Adresse werden ungefähr folgende Wünsche vorgetragens 1) Die Mitglieder der Sarner Konferenz fur ttximer als unfähig zur Bekleidung eidgenösfischer Stellen und Ehren zu erklären, und in dem Falle, daß solche dadurch fich beschwert errichten sollten , fie bor ein eidgenosfisches Gcriöht zu Fellen; 2) die ?knführer des Corps, wclche KÜßnacbc und die YaUßLandschaft nbcrfallen hätten, gleichfalls vor ein eidgenös- smhes Gericht zu stellen und sie zu bestrafen; 3) die Stadt Basel tn Betreff der Frage über den Ersalz der wegen des gestörten Landfriedcxis verursachten Kriegs-Kostrn verantwort- 1tch zu machen, da seit drei Jahren die Friedensstörungen m der Eidgenos'etischaft von ihr ausgingcn; das Volk der Ur- Kant_one dagegen tn-dicsem Betreff zit verschonen, da dasselbe, abgexehen von den ichuldigen Häuptlinqen, durch sein neueres Benehmen gezeigt habe , daß es dem Sarner Bund fremd ge- blieben [ep. 4) Die eidgenössische Truppenzahl in der Stadt Basel nicht e,!)er'um eiiien Mann zu vermindern, bis fie diese Schitld an die eidgenösyische Kriegs-Kaffc abgetragen habe; eben so die Stadt Basel anzuhalten, der Landschaft allen Schaden zu vrrgütcn, den ste durch die städtische Widersekzlichkcitgegen die Voll- zieheung der Tagsaßungs-Beschlüffc und durch die dadurch herbei- gesuhrte Nothwendigkeit eines immerwährenden Kriegs-Zuscandcs erlitten hat. 5) Das jeßige Kommissariat im Kanton Basel aiifzuhcben und an dessen Stelle einen Mann zu wählen, der emiehe, daß seine Aufgabe nicht sey, die Landschaft zu drücken, sondern die Wirren in der Stadt zu beseitigen und die Tagsaz- zuings-Bfeschlüsse zu vollziehen. 6) Die Landschaft Basel aller EinquartierUpgs-Last u enthoben.. Sodann wird eine militairi- sche Occupation des Kantons Neuchatel verlangt, wenn derselbe Ulcht dcr Tagsatzung sich unterwerfen wolle. Auch wird in der Adresse noch ,geforderc, daß die Stadt Basel für den schleunigen Aufbau_der tri Pratteln verbrannten Wohnungen sammt Zuge- Zör u. ]. w. binnen einer sehr kurzen Zeitfrisk, etwa binnen acht

agen, eine httxläxngliche Summe, auf künftige Berechnung hin, an das etdgenöifiicsw Kommissariat zu erlegen habe.

Der erste Gesaydte von Basel, Herr Bürgermeister Burck- hardt, äiFerte sich in der 29sren Silzung der Tagsa ung im Wesentlc )en also: „„Die H. Tagsatzung hat durch iFren .Be- schluß vom 12. August einen Stand aufgefordert, steh in der- selben wieder vertreter) zu lassen; er leistet der Aufforderung Folge, indem er die hier erscheinenden Gesandten beauftragt hat. _ Der Stand Basel ist eine Zeitlang von dieser h. Versamm- lung entfert geblieben; es war dies eine Folge seiner Ansicht über das Verfahren, das die Mehrheit der eidgenössischen Stände hinsichtlich seiner und eines seiner Mitstände bei deren inneren Zerwürfnijsen beobachtet hatte. _ Ein Zusammentreffen von Er- eignissen hat auf ihn und „andere Mitstände den Schein werfen können, als ob mit jenem Wegbleiben noch andere weitergehende Absichten verbunden gewesen wären. Der heutige Augenblick möchte nicht der geei nete seyn, um hierin die Reinheit unserer Handlungs- weise ins Li, )t zu selzen. Die Zeit wird darüber, wie über so Vie- les, die Wahrheitbriugen. Uebrigens hat der Gesandte, der jekzt spricht, in seiner vorigen Stellung schon an mehrfachen öf- fentlichen Erklärungen Über diese Reinheit unserer Handlungs- weise Theil genommen; er muß es darauf ankommen lassen, ob es ihm oder andernmit ihm dabei, gestandenen Männern" in frü- Zern Verhßltnissen elungen ist, sich bei Mit (jedem dieser ho-

en' Versammlung. o viel Achtung als rechtli e Männerzu er-

werben", um icht für ihr Wokt-Glauben zu finden. In'der'eben

- F

'der; Umgegend dieses Beispiel nachgeahmt.

stattgehabten Berathung ist die Persönlichkeit ziveier Mitglieder unserer Gesandtschaft berührt worden. Es ist nicht an uns, un- sern großen Nach über seine Wahl zu rechtfertigen, und so eben hai die Hohe Tagsaßung das Recht unseres Standes zu völlig freier Wahl selbst anerkannt; aber wenn nun hin und wieder aygedeutet tvird, es wäre zu wünschen gewesen, dieselben hätten sich der Ernennung entzogen, so glaubten sie hingegen, es sey gerade in so schwierigen Zeiten Pflicht, den Auftrag ihrerBehörde nicht ab- zxilehnen. Ich crscheine hier im Narnen meines Standes,'über den seit «xahren, imd besonders noch in der letzten Zeit, hartes Unglück ergangen tsc. Giotc bar es so gefügt; dem Unabwendbaren ha- ben wer uns zu untrrwci-frn. „In Ihren Händen liegt es, das- ]cllze zu niitdcrn. "D'irncbe «“ist-xp“; (Frinncrimgen werden Sie ge- wrx; _dazu lei'niöUCsi. 211-111 ii **;1'1' “.*-(rc und Weise, wie Sie uns [WWW [)achg' [isst 11-311) (';-„7 WNWO fiir Mis, Um Vertrauen zn hegen; SW L'e'k'llstsb 111% m'. “(*!“iamen dcs; Bundes-Vertragcs, det) alici) wir cbrrn imd [: "(.-rn. (Bern foirxcn wir Ihrem Ruf. DW§V61i111d11ch11fkWird dai rr 111112) sicb angelegen seyn lassen, die Anstande, dW irgend in' dci“ Form ibrxs Erscheinens gefunden werdsn möcbicti, uncl) bsyicr Mögiirbkeic zu beruhigen. Wenn “also ihr chditktv in der alti'ibiicixen Form abqefaßt ist und nicht der früheren uber Basel ergangenen Beschlüffe, sondrrn nur des Beschlttses vom 12, August erwähnt, so geschah dies darum, weil dieser Einberufungs-Beicbluß unsern großen Rath im mindesten nicht alszordert, _stcl) iibcr jene früheren „Beschlüffe zu erklären, imd weil der große Rath um so weniger glauben konnte, daß ]ekzc- eiiie Erklärung_ über dieselben von ihm erwartet werde, da ja die Hohe Tagdalzung gerade je!;«t mit einer nochmaligen yrueji Regultrung der Basclschen Angelegenheiten beschäftigt isl", m_Folge welcher bald im Allgemeinen eine Erkläruäq des großen Rathes erfolgen muß, Wenn er darüber Mittheilun'g erhalten haben wird. _Der Gesandtschaft aber kann es nicht zu:- siehen, Erklärungen über Fragen Namens ihres Standes ab- zugeben, über welche ihr großer Rath sie nicht instruiren konnte; sie bittet, diese ihre Stellung zu beachten. Indessen kann sie erklaren, das; in der bei ihrem .Kreditiv gebrauchten Herkömmli- chen Form keinerlei Absicht _licgt, bestrittenc Ansprüche geltend zu machen, und da[; aus dicper Form keinerlei Konsequenz hin- nchtlicl), der ihr zukommenden Stimme gezogen und iiberhaupt keinei*lei_Rec1)t aus der Zulassung dieses Kreditivs hergeleitet werden joll. Hauptsächlich ist aber eine bestimmte Erklärung Über das Zurücktreten unseres Standes von der Sarner Konfe- renz gewünscht worden. Hierüber kann die Gesandtschaft voll- kommen entjprechen: der große Rath hat sie in Befolgung dcs Tagsakzizngs-Brschluffcs vom 12. August abgeordnet, er hat also durch diese Abjendung und durch die Anerkennung des Beschlus- res dom 12. Angus? auf die Sarner Verbindung völlig Verzicht geleistet. _ "Vermitcelsr dieser *Aeußerungqn ist sie nun zur Leistung des Eides bereit. Hierauf entstand ein allgemeines Stillschweigen, und das Präsidium wollte eben zur Verxidmxg schreiten, als Bern das Wort nahm und die Gemndtsthast von Basel einlud , unumwunden und ohne irgend einen Vorbehalr zu erklären: 1) daß ste Na- mens ihrcsStandcs erkläre, aus der Sarner Konferenz zu tre- xen; 2) da]; sie die früheren den Kanton Basel betreffenden Be- ]chlüsse dcr Tagialzung gls vollgültig ancrkenne und sich denselx ben unterziehc. Basel jagt, der Grund und die Absicht der frü- heren Acußerung 1ey nur gewesen, .sich nicht Über Gegenstände zu erklärrn, über die sich auszuwrecswn der große Rath von Ba- ]el gar nicht xingeladen, somit auch nicht in die Lage versetzt worden sey, solche zum besonderen Gegenstande von Instructio- nen u erheben; durch die Abordnung einer Gesandtschaft an die Tag aßung glaube der Stand Basel dcm Tagsakzungs-Beschluß vom August Genüge geleistet zu haben. Ueber weitere Gegen- signde könne man sich ohne vorhergegangcnc Unterredung mit seinen Kollegen nicht einlassen.

_ Die Rhein- und Main-Zeitung enthält folgende Angaben über die Krieg:?maxbt der Schweiz: „Die eidgenössi- schen Kontingente belaufen sich auf 66,332 *))?ann; und da jeder Kantor) mehr liefert, als den für ihn festgesetzten Theil, so kann man ste „wohl „guf 72,000 *))?iliz-IJTänner angeben, wovon, die äl- testen (die Ofßziere und Unterofsi irre ausgenommen) nicht viel mehr als dreißig Jahre haben. * icscr Zahl muß man noch die gedungenen Truppen beifügen, die im Auslande dienen, und die, im Falle eines Krieges, alle in ihr Vaterland zurückkommen sol- len. Außer den eidgenössischen Kontingenten besitzt die Schweiz die Kanton-Reserven, deren Zahl nicht bestimmt ist, die man aber auf 6 Mann von 100 bringen kann; was wohl, das Kon,- tingent nicht mitgerechncr, 120/100 Mann von weniger als 45 Jahren ausmacht, die beinahe alle schon unter den Kdntinqentrn gestanden und wie in den Armeen ausgerüstet und orqänistrt sind. Darauf folgen die Männer, die ihre Dienstzeit *in den Reserven zu Ende gebracht haben, wovon aber die meisten „15 bis 60 Jahre alt sind, und bereit wären, für ihre Familien und ihr EigentlUun zu kämpfen. Also besißt die Schweiz an eidge- nösfischen Kontingcntcn ............... 79000 M.

An gedungcnen Truppen, die im Falle eines Krieges in ihr Vaterland zurückkommen sollen . . 10,000 _ An eidgenössscbcn organisirtcn Kanton-Rc-

]erven .......................... 120,000 __ Encktivzahl 202,000 M.“

Portugal.

Die Madrider Hof-Zritung meldet aus Yelvcs vom 12. August; „DieCholera ist noch immer hier, aber in seln“ mii- dem Grade, da in den leßtcn drei Tagen nur 24 Erkrankunqs- Fälle vorgekommen sind, In dieser Provinz ist man mit Oréxax nisirung eines Corps beschäftigt, desen HaUptquarticr in Effre- moz errichtet ist; es wird aus den zerstreuten Derascbcments und einigen in Alemtejo und Beira stehenden Kolonnen gébildct; auch die auf Urlaub zu Hause befindlichen und durch ein Dekret Dom Migue]? unter die Fahnen gerufenen *))?annschaften sollen die- sem Corps einverleibt werden. Ein Bataillon ronalisiischcr Freiwilligen in Alemtejo, das sich aufgelöst hatte, hat sich wieder gesammelt, denn die in ihre Wohnsich zurückkehrendcn Freiwilli- gen wurden so übel aufgenommen und ihre Feigheit und ihr Mangel an Disciplin ihnen _sogar von den FraUen und Kindern dergestalt vorgeworfen, daß sie sich genöthigt sahen, zu ihren ,Fah- "M zurückzykehrcn. Der kum Befehlshaber der vom .Her- oge von Cadaval gesammeten Truppen ernannte Graf von Ulmer soll in Obidos angekommen seyn und die ange- messensien Ansialten getroffen haben, Um bald die Offen- sW? zu ergretfcii. In Setubal, das von den Truppen der anna 'Maria verlassen worden, haben die Einwohner bei dem Erscheinen eines royalisiischen Detaschements die Fahne Dom Migueks wieder aufgepfianzc und- die übrigen Gemeinden Unsere Guerillas rücken in *Algarbien vor und erringen bedeutende Vortheil Über

den Feind. Der öffentliche Geist““ ist hier trefflich für die natio-

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