Spanien hebt die Times vorzüglich die Stelle hervor, wo die Regentin verspricht, die Spariische Mongrchie in ihrer ]eßigen Geßarc aufrecht zu erhalten, keine gefährliche Neuerungen zu ge- starten und ihren Nachkommeti das Steyrer an Macht unge- schmälerc zu überliefern.l ngtt sey geniemt, sagt die genannte Zeitima, daß die Königin keine constitutiotinelle Veränderungen aestartén und keine Kontrolle über dee Königlichen Prärogativen einführen lassen wolle, und man ersehe daraus, daß Herr Zea Bemmidez seine Grundsäße, die er schon als Gesandter m Lon- don an den Tag geleqt, nicht geändert habe,
Die hiesigen Zeitungen theilen einen Brief von dem die Expedition zur ?lufsuchung dcs Capitain Roß befehligenden Capitain Back mit, den lekzren, der von demselben hier einge- qatmcn ist; er ist aus Norway-House im Iack-Fluß vom 19.Z1.mi dJ. datirr, und der Briefsteller meldet darin, daß er im Begriff sey, die nöthigen Anstalten zum Ueberwintern zu treffen, daß er aber schwerlich für die drei Jahre seiner Reise mit den zu seiner Verfügung stehenden 7000 Pfund ausreichen Werde, und es sehr wün"cl)enstverth wäre, wenn man in Eng- land wenigstens noch 100 Pfund zur Deckung der Expeditions- Kosten aufbringen könnte.
Den letzten Nachrichten aus New-York zufolge, sind die k„521171119,zStreitigkeitcn zwischendicsem Staate und Nervaersev e.:dlicl) altf freundschaftlichem Wege ausgeglichen worden.
Aas Tanipico hat man Nachrichten bis zum 10. August; der General Valencia hatte unterm 25. Juli eine Depesche an “den *))?erikanischen Kriegs-OJTinister abgefertigt, Worin er über rmr fünfstündige Schlacht Bericht erstattet, in der die Insur- zxmren unter General Palacios eine gänzliche Niederlage erlit- 741; Und 300 Gefangene mit Waffen und allem Zubehör ein- !»?siten. Der General Don Vincente Filasala war dem Tode
liNlM. Im Staate Neu-Leon hatte der Oberst Cortena einen -
vollständigen Sieg Über die dortigen Empörer davongetragen, s.- das; diese ihre Sache aufgaben und fich der Mexikanischen Regierung anschlossen.
-- _ London, 15. Okt. Aus den Fabrik; Gegenden er- halten wir fortwährend die erfreuliche Nachricht, daß alle Ge- werbe in nützlicher Thätigkeit begriffen, und alle Arbeiter , mit Linlänglickyem Lohne, beschäftigt sind. Auch in der Handelswelt
rrrsclzt viel Leben, obgleich man Über Geldmangel klagt. Hier,- Wer darf man sich aber nicht wundern, weil, bei einer erneuer- ten Thätigkeit, wie man sie in diesem Augenblicke in allen Han- dels; und Gewerbs-Fäclxrn sieht, nothwendig alle Geld-Vorräthr in Anwendung gekommen seyn müssen; so daß auch nicht mehr so viel Luft vorhanden seyn kann, Gelder in Staats-Papieren zu verstecken, und diese daher auch notHchdig im Preise fallen mußten. Dabei ist die ?lcrndte im Durchschnitt so gut auSge- fallen, daß wir, im Laufe des Jahres, wohl wenig auSwärtigcs Getraide bedürfen werden. Alles dieses erhält das Volk zufrie- den und ruhig; und es läßt sich sogar hoffen, daß bei “dieser all- gemeinen politischen Ruhe die hiesigen .Anci-Steuer-Unionistcn es nicht mit ihrem Widerstande an's Aeußerste treiben werden; besonders da der Status des eben abgelaufenen Finanz- Zal)i'es es um so wahrscheinlicher macht, daß die Regierung in der nächsten Session die direkten Steuern wird vermindern kön- nen. Auch in Irland steht es günstiger aus, obgleich noch immer hier und da blutige Kämpfe Über die Erhebung des Zehn- ten vorfallcn. Aber O'Connell verhält fick) ruhig, und 'mit ihm der katholische Pöbel; und auf der anderen Seite nähern sich die Ultra-Protestanten der Regierung , obgleich dieselbe dem Grundsatze nicht entsagt hat, alle Klassen und Sekten, ohne Unterschied, die Wohlthat und -- wo „es nöthig "seyn sollte - die Strenge des Gesetzes empfinden zu lassen. Alles dieses ist im höchsten Grade erfreulich; und wird hoffentlich von der Re; qierung nicht vernachlässigt werden, um in' Ruhe diejenigen Verbesserungen vorzunehmen, * Über deren Nothwendigkeit fast alle Parteien einverstanden sind. Za, ein merkwürdiger Be- weis ven dcr Gleichgültigkeit gegen die Politik nach der allzu großen Theilnahme, welche man vor so kurZer Zeit noch an der Ration bemerkt, ist der Umstand, daß die . ommissarien, welche seit einigen Monaten mit der Uebersicht der Wahlstimmrn be- schäftigt, fast überall, in den Städten, wie auf dem Lande, eine bedeutende Verminderung der Stimmfähigen gefunden haben, die sich durch ihre eigene Nachläßigkeit die vom Gesetz verlang- ten Vcrpfiichtungen zu erfüllen, für dieses Jahr des Rechtes, wofür Alle so eifrig gestritten hatten, selbst beraubt hatten!!! Da die Haupt-Verpfiichtung in der Entrichtung gewisser Steuern zu einer gewissen Zeit besteht, so mögen Wohl manche aus Un- vermögen ihr Recht eingebüßt haben; aber bei der Mehrheit kann dies unmöglich der Fall gewesen seyn, da auf keinen Fall Jemand viel länger mit der Bezahlung zögern dürfte, o ne aus- gepfändec zu werden, und solche OJDassen, (oft mehr als auscnd in Einem Wahl-Bezirk) gewiß nie in Einem Jahre diese trau- riqe Heimsuchung zu erleiden habet). - Ein solcher Zu- sränd der Dinge ist auch den Arbeiten der mannigfaltikzen Kommissionen giinstig, welche in diejem Augenblicke in alen Gegenden mit Untersuchungen beschäftOiFt sind, um das Parla- meiit in seiner nächsten Session mit ?_aterialien für die bevor- stehenden Reformen in den Kirchen-Cinküyften, den Armen- Steuern, den Städte-Corporationen, dcm Llccise-Wesen, dem öffentlichen Unterricht u. s. w. zu versehen. .Der Widerstand,
welchen die Corporation von Leicester dcn Königlichen Kommissazx
rien zu leisten filr gut gefunden, ist “* trotz allcr'Aquelzungen einiger Journale, Welche (vergessend, wee gefährlich, cjdnders heut zu Tage, alle dergleichen Versuche für das ganze Regie- runxzs-Prinzip sind) nur ihre politischen Gegner damit in die Enge treiben möchten -- nicht von anderen befolgt worden. Die Konimiffaricn haben ihrerseits weislicl) die Bestrafung dicser Widerseßlichkcit dem Parlamente überlassen, und fahren fort, iHre Untersiiißung aus anderen Quellen so vollständig zu machen, als sie nur immer können. -- Aus dem Bericht Über eim' neulich statt gefundene Versammlung der Obligatior-en-Be- - filzer der Griechischen Anleihen erhellt, daß die Regentschaft des Königs Otto, obgleich sie die Aktiva der Griechischen Revolution Übernommen, mit der Passiva nichts zu thun haben mag. Es sind freilich mit jenen Anleihen große Schurkereien vorgegangen, Und das Wenigste davon ist wohl zum Vortheile Griechenlands ver- wendet worden, Weßwegen auch eine höchst strenge Untersuchung dies er Forderungen ganz an tbl'erfStelle gewesen wäre. Aber das gänzliche Vonsichwe'isen derselben wwd hier sehr gemißbilli t, und es scheint, als ob unsereURegierUng sich um eine für die läubiger billigere Entscheidung“verwenden wollte; freilich nicht, wie diese es in ihrem Ungestüm verlgngkn- dLZrcl) Waffengewalt. - Von Por- tugal haben wir die BestänIUng voti der Abdankung Bour- moncs, Clouets und emderer Fl'an?_ösisck)en Offiziere erhalten; fonst aber war Alles _beim Alten geb ieben. Dom Pedro hatte es- immer noch nicht gewagt, die O enswe zu ergreifen, und mußte es sich efallen lasset), stmk" BRUDER ortwährend im Bxfxß einer Lijsavonner orstadt nur dem Schlosse Axuda zu sehen, welches
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die Migitelisken Wesk-Lkssabon nennen, und wodurch sie, ohne eine Unwahrheirzu sagen, im Stande snd, alle ihre Verord- nungen von der Hauptstadt aus zu datiren. „Von Peniche aus hatten die Pedroisken einige Eroberungen gemacht; dagegen waren sie, in den Algarben und Alemtejo Höchst bedrängt, und zu Porto (freilich mit der Mündung des ;[usses in ihrem Be- sitze) fast gänzlich auf ihre Linien beschränkt. Aller Augen sind indessen jetzt weniger auf Portugal, als auf S anten gerichtet, wo zivar, nach dem eben bekannt gewordenen Nanifest der Kö"- nigin, nicht mekr von einem ganz nenen Regierungs-Sy- steme die Rede ein kann, aber doch der eigentliche Kampf der Legitimität ausgefocl)ten werden muß, von dessen Ent- scheidung auch wohl das endliche Schicksal des Portugiesischen Kampfes abhängt. Nachrichten aus Portugal zufolge, war Don Carlos eben mit unserem Admiral in Unterhandlungen wegen seiner Ucberfahrt nach Italien begriffen, als er die Nachricht von dem Tode seines Bruders erhielt “und sogleich nach Spanien abgegangen seyn soll. Ob er aber wirklich dort eingetroffen, hat man noch nicht vernommen; wie man auch nicht weiß, was eigentlich aus Bourmont und seinen Gefährten geworden, und was überhaupt im Innern von Portugal und Spanien vorgeht.
Niederlande,
Aus dem Haag, 17.0kt. Se. Königl. Hoheit der Prinz von Oranien ist gestern Nachmittags in der hiesigcn-Residenz angekommen.
Belgien.
Brüssel, 17. Oktober. Der König hat dem Bürgermeister
von Brüssel, als Präsidenten des Comité's zur Unterstützung politischer Flüchtlinge, eine Summe von 1000 Gulden zustellen (aßen,s welche sogleich in die Kasse des genannten Comué's ge; a lt ind. z Der Courrier du Nord meldet: „Der Marschal1 Gé- rard, welcher den König und die Königin der Belgier in Va- lenciennes erwartete, ist in der Nacht vom Freitag zum Sonn- abend eiligst nach Paris abgereist. Es scheint, daß dies in Folge eines sehr dringenden Befehls von Seiten des Kriegs- Ministeriums geschah. Der Gcneral-Intendant, Herr de la Neuville, folgte dem Marschall einige Stunden später.“
Gestern ist ein Belgischer Kabinets-Courier mit Depeschen des Ministers der auswärtigen Angelegenheiten nach London ab. gegangen.
Deutschland.
München, 17. Oktober. Se. Kaiserl. Königl. Hoheit der Erzherzog Franz Karl von Oesterreich ist vorgestern zu Bieder- stein eingetroffen.
Die hiesige politische Zeitung enthält Folgendes in Be; Zug auf das Denkmal zur Erinnerung an die in Rußland ge-
liebenen Bayern, dessen Enthüllung morgen stattfinden soll: „Nach den segreichen Treffen vom 16., “17. und 18. August 1812, gelangte zuerst aus dem Hauptquartiers Polozk, datirt vom 9. September 1812, durch den nunmehrigen Feldmarschall Fürsten von Wrede der Wunsch des Bayerischen Heeres an den König, dem bei Polozk gefallenen General, Grafen von Deroi, so wie "den übrigen in den bisherigen Feldzügen geblie- benen tapferen Bayern ein Denkmal in der Hauptstadt des Reiches sehen zu dürfen. Am 11, Oktober genehmigten der Allerhöchstselige König Nkaximilian diesen Wunsch, aber noch ehe diese Allerhöchste Entschließung das Heer, oder vielmehr dessen Rest auch nur erreichen konnte, hatte das grause Schick- sal schon denselben ergriffen, die Hauptstadt Vkoskau war ver- brannt, das Französische Hauptheer in vollem Rückmarsche nicht nur, sondern in voller Auflösung begriffen, und das auf eine kleine Zahl geschmol ene, aber noch in kriegerischer Ordnung er- haltene Bayerische „Heer deckte den Rückzug des Völkcr-Bedrän- gers, der seinem Schicksale entfliehen zu können glaubte. Doch auch dieser kleine Rest war größtenthcils dem Tode geweiht, der unter allen Gestalten denselben verfolgte. So kam es, daß die Beiträge, welche die im Felde stehende Bayerische Armee zu lei- sten Übereingekommen war, nicht geleistet werden konnten, weil diejenigen, welche das Andenken der Gefallenen ehren wollten, selbst nur im Andenken übrig blieben. Nur bei zwei Regimen- tern waren baare Beiträge in den Kassen hinterlegt worden, näm- lich 1080 Fl. 50 Kreuzer bei dem Wien, 969 Fl. 44 Kreu- zer bei dem 8ten Linien - Infanterie - Regimente; 330 Fl. hatte die Wittwe des selbst in den glorreichen Tagen von Po- lozk gebliebenen General ; Majors von Siebein beigetragen. Es schien daher der schöne und ruhmwürdige Wunsch eines tapfern, nur durch fürchterliche Natur-Ereignisse gefallenen Heeres mit demselben erstorben zu seyn, da weder die haare Summe von 2.280 Fl., noch die Kräfte der Wenigen Uebriggeblicbenen, mei- stens selbst an Wunden oder andern aus dem unerhörten Feld; zugt mitgebrachten Leiden Kämpfenden hinreichen konnten, die Kosten eines der Sache und der Bayerischen Hauptstadt ange- messenen und würdigen Monumentes zu bestreiten; doch es trat Bayerns König Ludwig, der schon als“ Kronprinz einen Beitrag zur Ausführung versprochen hatte, die hohe Idee eines Denk; males für den_ Rusfijchen Feldzug ergreifend, dazwischen, und entschied am 23. Mai 1828: „ Ein eherner Obelisk solle als Denkmal errichtet, das ONetall von in früheren Kriegen erober- te'n Kanonen, mit Vorbehalt des Staats-Eigenchums, enommen werden.“ Alle Kosten Übernahm der hochhcrzige .??önig auf seine Kabinets-Kasse, und überließ es den Gebern, der oben erwähnten haaren Summe einen andern Zweck zu bestim- men, mit dem Beisakzc, angenehm werde es ihm seyn, wenn die Geber jene Summe dem MilitairUnterstützungs- Fonds als ein verzinslich anzulegendes Kapital überlassen woll- ten. Die Geber entsprachen der AllerLöclU'ten Absicht, und so wurden 1330 Fl., rnit Einschluß der Gabe der Generalin von Siebein, dem Offiziers. und 1000 Fl. dem Unteroffiziers-Unter- *skülzungs-Fondß zugewandt, 52 Fl. 3-1 Kr. aber dem 8ten'und 10ten Jnfanceree-Reäximence zur eigenen Verwendung zurückge- geben. Das Meta , zu 450 Centner am Gewichte, aus er- oberten Kanonen bestehend, wurde im feierlichen Zuge in die Erzgießerei abgeführt, das noch mangelnde gleichfalls aus der Königl. .Kcibincts-Kasse angeschafft, und so entßand nach von Klenze's Cntwurfe unter Stiegclmayr's Leitung, mit einem Kosten-Aufwaiide von ungefähr 50,000 Fl., das Denkmal, das auf dem Karolinen-Plaize im Durchschnitt zweier, nach Bayeri- schen Siegen benannteiz.Straßen, der Brienner und der Barer, errichtet, stets erinnern mag an Bayer. Tapferkeit, unerschütterliche Treue und Anhänglichkeit, und an die große Lehre, daß jede menschliche Macht, die ihre Grän en überschreitet, durch höhere Macht Zerstörtwird. DerObelisk, mit 'inreclmun des6Fuß hohenUnter- aues vori Marmor und des 10 Fuß hoFen Sockels, mißt 100 Fuß Bayer. in der Höhe. Auf dem Sockel snd fol de?) „Jönige selbst verfaßte Inschriften an “den vier, gc ra t_:
ende, von eiten an-
1) Den 30,000 Bayern, Tod fanden; 2) Errichtet von Ludwi
welche im Russkschen Krieg,
l., König von Bayern; 3), Vollender am 18. H e__ ber 1833; 4) Auch sie starben für d e Befreiung des Vaterlandes...
Stuttgart, 19. Okt. In der gestrigen S Kammer der Abgeordneten berichtete der Kang A uten rietl), im Namen der Kommission für Gegenijznd inneren Verwaltung über die abweichenden Beschlüffe der Kammer zu dem Zgsaß-(Heseh-Entwurfe zum Bürgerrecht, seß. Die Kommission rietl) der Kammer, nachzugeben, u mit den Seitens der Standesherren ausgesprochenen zu vereinigen, damit noch vor eintretender Vertagung dj, thate'n des neuen Gesetzes in's Leben treten könnten. “ beschlossen, diesen Bericht, nachdem er gedruckt worden, zu then. - Die Tagesordnung führte zur Fortsetzung der chung über indirekte Steuern, welche sich in dieser - Zorykehmlich auf die C'tats-Säfze der Wii'thscl)afts-Abgq.„,
re te. ' *
Frankfurt a. M., 19. Okt. Das Journal delt fort meldet: „ Gestern fand in unseren Mauern ein nacioyales Fest statt, denn der Zweck desselben war, dj,.- zu feiern, durch welche die Stadt Frankfurt "eine freie; durch welche wir eine unabhängige Nation wurden. auf seinem Posten, und trotz ,des schlechten Wetters-b man von Seiten aller Mitglieder der Miliz die größte" lichkeit, und ihre Haltung war ausgezeichnet. Als die „ um Mittag vor dem Rachause vorbei defilirten, hörten tv“ als einen Fremder), der rdnung und selbst dem milit Glanz, wodurch sich unsere Bürger-Schaaren auszeichnet ßes Lob spenden. Mögen sich immer die Frankfurter ihrer stitutionen und ihrer Freiheiten rühmen, dadurch werden Freunden der in großen Monarchieen geltenden Grundszs, mißfallen, Diese erinnern sich noch zu lebhaft dcrE' welche einst zwischen den großen Königreichen und den Freistaaten herrschte; fie wissen zu gut, daß unter dem der größten Mächte, die jemals die Welt mit ihrem 05 füllten, Länder und Städte, wie Holland, die ck..., mehrere Deutsche Städte, des glücklichsten und ruhigst,“ fich erfreuten und den Wissenschaften, dcn Gewerben .. civilisirenden Handel ein herrliches Asyl darboten. , wir zunwilen für Absolutiskcxi gelten, wir fassen unsere in folgenden Wahlspruch zuiammen, der uns die gan in slch zu schließen scheint: Kraft und Gewalt den g“. narchiecn , und im Schatten ihres Schutzes allmälige. lung der OJTiinicipal-Freiheiten, der Gerechtsame von und Gemeinden, der "persönlichen Unabhängigkeit für alle? und Individuen. Es giebt keine Freiheit, kein Ortsre* wir nicht eben so bereitwillig unterstützen würden, w aus allen Kräften gegen den revolutionnairen Geist pfen, der die Regierungen selbst angreift, und der, in ihre Grundlage zu unter raben sucht, gern jene großen zipien der Ordnung ersch ttern möchte, auf denen der ga* sellichaftliche Zustand beruht. Cs frage sich Frankfurt, es seine Freiheiten hat; Und wir wollen hinzu fügen, * bereit sind, alle diejenigen zu unterstützen, die aus d Quellen herfließen. Von oben und nicht von unten h es die gesellschaftlichen Verbesserungen nehmen. Wir we
iberalen nur vor daß sie diese Wahrheit verkennen, fie Umsturz und Revolution an die Stelle der Fortschri- die in iYer natürlichen Entwickelung, unserer Mein ' für alle edürfnisse der Menschheit “wohl ausreichen kör-
'..,_ Oesterreich.
Die Ailgemeine Zeitung meldet Ra e end * Wiet) „vom, 12.“,Okt,ober: „Seit der Abreise chYaYlo' ll. Prag smd4hter viele! [unge Karlisten, die dem Herzog .“... deaux zu 1einer Maxorennirät Glüek wünschen wollen, an men, imter andern Herr Walsh, Sprecher der reisenden „2 schen ]8u11o !*"a-xznce, der den Ehren-Degen mit derZ ?(knlrc? .eu-nt. gms und die goldenen Sporen dem jungenHe uberretcht hat. -- Die Herzogin von Berry ist mit ihrem mahl, dem Grafen Luchesi Palli in Laibach angekommen, ihr früheres Vorhaben, die Königl. Französische Familie Prczg zu begleiten, aufgegeben haben, und wieder nach ? zuruckkehrcn wollen. Man er ählt von Mademoiselle, S*“ des Herzogs von Bordeaux, sZhr rührende Dinge; sie h-- unbemittelten jungen Leuten, die zur Begrüßung ihres“ der:; nach Prag gekommen waren, zur Bestreitung der“ Kosteri mehrere Tausend Franken zustellen lassen , unda sorgmß, da]; dieses nicht hinreichcn möchte, ein ihr Halsband von Perlen anbieten lassen, das jedoch nichta men wurde. Dee meisten jungen Karlisren haben Rückreise nach Frankreich angetreten. Die in Ober- statchabenden militairischen Uebungen sollen die Aufmer aller kundigen Militairs erregen, da dabei das neue Exerc glement des Grafen Radetzky, das mit vielem Glückim von Brünn erprobt ward, auch angewendet werden soll. glgxilit, daß, nach Prüfung durch eine eigens aufgestellt: mrision, jenes Reglement bei der ganzen Kaiserlichen ?( geführt, und das seither bestandene abgeschafft werden Die Truppen-Bewegungen werden durch die Radeßky'sclt thode sehr erleiclztert und abgekürzt, so daß dadurch der" kunst eine förmliche Umwatidlung bevorstehen könnte. Dkk Latour, K. K. FeldmarschaÜ-Lieutenant und Direktor det :| auf einer Inspections-Reise durch Tyrol und Italien be
Italien.
Rom, 9. Okt. Das Diario di Roma meldet? Häupter Ylgonchmen, Nipissmger und Irokesen, dreier“ «. tämme in Kanada, die durch den Eifer dcr Missionar“ xßranzöfiichen Setmnars St. Sulpice das Le'cht der evang. Wahrheit „erkanrit haben, übersandten bereits im vorigen' als ein Zeichen ihrer Verehrung für das Haupt der “kathi. Kirche, eine Stola und ein paar nach ihrem Geschmacks tete Schuhe, en zur Zeit die beiden in ihk?r nopal-Sprache abgefaßtcn Schreiben mitgetheilt, womit, Wilden die fur Se. Heiligkeit “bestimmten Geschenke beg] DM? Befehle Sr. Heiligkeit gemäß, sind die beiden B"?" ein immerwährendes Andenken an die Sorgfalt der Kirch die entferntesten Nationen der Erde, in der" Bibliothek d?“- ttkans titrdergele t worden. Auch wurden den Absendern große Kisten, vo von mannizbzfachen Gegenständen religiöscr rimg, als Grgengeschenk' ü ersandt. *- (Das Diario hierauf das Schreiben des Superiors von Montreal mit- die dankbaren Gefü le ge childert werden, mit welchen slm
den die ihnen von' eili k it ck * * enk?“ nommenhabew) . 9 ? bclsandten Gepe!)
Di? Notizie del Giorno enthalten eine ausfüb
t ck Unzufriedenen.
„„ des fteudt en Mpfavges,iden, derPapß im Castel FF: begix-der dortithy Bevölkerung lgefunden “hat. 'Thorwaldsm hat, wie dieselbe Ze tung berichtet„ der be-
ten Basilica dix.S. Giorgio in.-Velabro, um die er sich be- ' vielfach verdient gemacht, neuerdings mehrere PlattenBild- * ,Marmors geschenkt, 'um daraus diexTische der beiden Sei- ,Alräre zu bilden, welche bisher von-“Ziegelsteinen errichtet
en. Türkei.
endes ,ist, der Times ufolge, der wesentliche Inhalt „JojlsFen Rußland und der * forte abxxeschldssenen und vom “uli datirten Traktats„der aus einer Einleitung, sechs Art:- und einem Schlußsaß besteht und von dem Seraskier Ach- -- Pascha von Seiten der Pforte und „von dem Grafen Or- und Herrn von Burenieff yon Seiten Rußlands tinter- „,x ist. Durch den 1sten Artikel wrrd erklärt, daß zwischen kontrahirenden Parteien, sowohl zu Lande als zur See, „- Friede, Freundschaft und Alliatzz herrschen soll, und daß; “,“ Allianz die gegenseitige Vertheidigung gegen alle Angriffe, welcher Art sie auch seyn „mögen, Lum Ziveck-hat, indem beide Theile versprechen, it) allen ? ngelcgenheiten, welche *Ruhe gefährden könnten, einander zu unterstützen, sichkm Filled gegenseitigen Schulz angedeihen zulassen, um-diese b? zu sichern, und einander Überall den nm*k]amsten Beistand leisten- Der 2te Artikel bestätmt alle frühere Traktate, näm- den von Adrianopel vom 2. Dezember 1839, den am 14. 111831sz St. Petersburg unterzeichneten und „die Ueber. unit hinsichtlich Griechenlands, die am 9. Juli 1832 zu stant'mopel abgeschlossen wurde. Der Zu Artikel besagt, da in Gemäßheit der als Grundlage des Traktors festge- ten Prin ipicn und in Betracht dieser gegenseitigen Verthei; ng Rußßand die Unabhängigkeit und das unversehrce „Be- en desOsmanischen Reichs aufrecht zu erhalten wünscht, Se. erl. Maj. sich verpflichtet, der hohen Pforte jedwede Hülfsmacht Lande und zur See, um welche die „Türkei nachzysuchen ge- igt werden möchte, zu bewilligen, und wenn ein 1olcher Fall 'äte, so solle Se. Hoheit über die Zahl der Land; und See,- "open, deren die Pforte benöthigc ]eyn mdchte, entscheiden. 4te Artikel bestimmt, daß diejenige von den beiden Mäch- welcbe um solcheUntersthng bei der andern naehsucht, nur den Unterhalt dieser Hülfstruppen zu sorgen haben soll. Der Artikel gestattet, daß, obgleich die beiden kontrahireriden ch1t gesonnen seyen, lange Zeit nach den Grundsätzen dieses ttats zu handeln, doch, wenn eintretende Umstände. etwa- ?lbänderungen in den darin enthaltenen Stipulateo- erheischen sollten, dergleichen nach Verlauf von acht ren, vom Tage der Ratifizirung an gerechnet, vorge- .men werden können; sollten jedoch die Verhältnisse in der ischenzeit eine Revision fordern, so wollen beide Theile vor- darüber unterhandeln. Der 6te Artikel besagt, daß die Na; irungcn binnen zwei Monaten oder, wo möglich, noch frilher Konstantinopel ausgewechselt werden sollen. Im Schlußsah *.t es, daß dieser Offensiv; und Defcnsw-Traktat vdn den *erseitigen Bevollmächtigten abgeschlossen worden, die mit r' nöthigen Vollmacht dazu versehen gewesen und kraft der- en das besagte Dokument unterzeichnet und mcc unter- elt Käcten. Darauf folgt noch ein ergänzender Artikel n,alts: „Die hohe Pforte wird in Gemäßheit der ezeichneten Grundsätze nöthigenfalls die-Dardanellen schlie- , das heißt, sie wird keinem fremden Schiffe, unter welchem imd es auch seyn möchte, 'das Einlaufen in dieselben ge- 11. Gegenwärtiger, besonderer Artikel soll so angesehen wer- , als ob er Wort für Wort in dem besagten Offensiv- und ensw-Allianz-Traktat aufgenommen und begriffen wäre, und eben so beobachtet und gehalten werden.“
Der Französische Admiral Hugon am 17th d. W?. auf der Fregatte „Zp_l)igenie“ ier MIZ“ men. Das Französische Fahrzeug „die Stadt ?arserlle “ seitdem abgesegelt, und zwar, dem Vernehmen nach, nach
os. „ , , eZßir erwarten hier nächstens Herrn Schinas, ehemaligen Uverneur von Attika, der von der Griechischen Regierung * General-Konsul in Smyrna ernannt worden ist.
Bei der Truypen-Musterung, die der Großherr in St. tefano gehalten, haben fich mehr als_ 20,000 “Mann unter den „affen befunden. Das Lager wurde jogleicl) aufgelöst, nachdem - Sultan abgereist war, der sich von hier nach Brussa und * Dardanellen; Schlössern verfügte, um die neuen Befestigungs- beiten it be: ti en.
szZou'rYa? de Smyrna liest man: „Aus Kgnea d unterm 12ten d. M. geschrieben, daß I)iclxnied Ali aizi “n b, diese Insel verlassen habe. Bald-nach reiner _Abreiie "ten ich die mit der Aegyptischen Regierung _unzufrcedenen this en Kandioten zusammen, die dem Municipal-Ratl) ihre gen vortragen und erklärten, daß sie nur emerkRegierung Gen wollten, von der sie, wie sie behaupteten, auf eme schmacl); lle Weise behandelt und zur niedrigsten Sklaverei verurthrclt rden seven. Da sich der Seraskier des Vice «Königs, .'ustapha * Pascha, nicht in Kandien befand, „so hielt
der Municipal ; Rath nicht fur befuZt, emen ent,- eidenden Schritt zu thun; er beschränkte sich darauf, .alle erredungsmittel anzuwenden, um die Gemächer zu beruhigen
d den Auflauf zu zerstreuen. Alle seine Atnsrrengun en waren "“ck fruchtlos. Der größere Theil der Turkcschen mwdhner '*'-e stillschweigend gemeinschaftliche _Sacho met den Griechi- M, und es scheint in der That,'day Mehmed Ali entweder in System ändern , oder der Regierung von Kreta wu'd _ent- gen müssen. Allgemein giebt man zu, daß die Aegyptische „'Sierung bisher nichts als schöne Versprechimgen „getßan, von
en fie jedoch gar nichts gehalten und daß sie die Lasten der bm [)Einwohner mit unersättlicher Geldgier stets noch ver-
“ rt abe.“
„Aus Nauplia“, sagt das Journal de Smyrne, „be- ' 11 wir Nachrichten bis zum 15. September, wonach es scheint, ob Griechenland auf dem „Wege der Verhefferungen nicht [o “schkäte, als es Anfangs gehofft worden ist. _Die Mehrheit
EinWohner ist für die neue Ordnung der Dinge sehr gün- ngskimmc, aber getäuschter Ehrgeiz vermehrt täglich die Zahl Der Dolmetscher der Regetitschaft, Secre- ik Frascilis, ist für ewige Zeiten aus den Griechischen Scaa- n verbannt worden, weil es sich ergeben hat,_ daß er der Ur- ber eines Komplottes sey, wonach der Regentichaft dre GeWalt enommen und diese, dem Namen nach , dem noch Minderjähri- en Könige Übertragen, so wie auch der Graf Armansperg, dem amen nach, zum Premier-Minister ernannt werden sollte. Es rWbt wohl kaum hinzugefügt zu werden, daß der Graf Ar-
Smyrna, 22. Sept.
„welcher “der *?Oecretair „Frascilis ,so viele Aufschlüsse gege-
“71.209
ben hat, daß “der Regierung alle Schuldigen bekannt find. Der General„-Kataczi,-“Gesandter Sr. Majestär_des.,Kaisei-s von Rußland in „Griechenland, ist in dieser Eigenschaft dem König Otto und-derRegeneschaft vorgestellt worden, welche ihn mit hoher Aus eichnung und Achtung empfingen.“
Aus:! yra wird unterm 18. September geschrieben, daß sich die Einwohner von Tino- nur mit Widerstreben der neuen Griechischen Regierung unterwerfen, und daß sie auf Anstiften einiger äuptlinge kürzlich mehrere ungeseizliche Handlungen sicb erlaubt aben. Man Zweifelt isdoch nicht, daß die Regentschaft die nöthigen strengen Oiaßregelti ergreifen werde, um ihrer bis- her nur allzunachsichtigen Autorität Achtung zw verschaffen.
Inland.
Berlin, 22. Oktober, Se. K. H. der Kronprinz ist am 18ten d. M. Nachmittags um “2;- Uhr im erwünschtestcn Wohl. seyn in Elberfeld eingetroffen. *
- Der Erzbischof von Köln, (Graf preget und Canstein, traf am 17ten d. M., Düsseldorf ein und Köln fort.
» Der Konsistorial-Rath Hartmann, Pfarrer der evangeli- schen Gemeinde zu Düsseldorf, bcaing am 17tcn d. M. seine sechzigjährige Ajtits-Jubclfeier. In der Frühe des Tages erschie- nen vor dem Pfarrhause die Lehrer der Gemeinde mit der Schul- jugend. Nach Absingung des Liedes: „Run danket alle Gott!“ übergaben festlich geschmückte Mädchen ihrem Pfarrer und Re- ligions-Lebrer als ndenkcn eincn zierlich gearbeiteten Ruhesessel. Später begrüßten ihn das Presbyterium und eine Deputation der Gemeinde und überreichten dem Jubilar einen Ehreti-Pokal. Namens der Stadt, deren Bejvohner, ohne Unterschied des Glaubens, dem in ihrer P?itte seit neun und funfzig Jahren im Segen wirkenden Diener Gottes mit inniger Verehrung zuge- than smd, brachte der Obrr-Bürgermeisrrr von Fuchsius den herz- lichsten Glückwunsch dar. VonSeiten dcsProvinzial-Konsistoriums in Koblenz Übergab der Konsistorial-Ratb von Oven dem Jubel- Greise, mit einem verbindlichen Glückwünscsmngs-Schreiben, die ihm von Sr. Majestät dem Könige Allergnädigst verliehene Schleife zum Rothen Adler-Orden dritter-Kl'asse, mit welchem die Königliche uld ihn schon bei seiner funfzigjährigen Jubel- Feier dekorirt arte. Aus denselben Händen empfing er ein Gratulations-Schrcibcn der Regierung zn Düsseldorf, so wie ein Fest-Gedicht, begleitet von einem Paar silberner Leuchter, welche die Kreis-Synode Düsseldorf durch die anwesenden Mo- deratoren übergeben ließ, während die Kreis-Synode Elberfeld in .einem herzlichen Schreiben ihre Theilnahme an dem frohen Ereignisse des Tages ausdrückte, Angenehm überrascht wurde der verdienstvolle Jubilar'unter Anderem noch durch das Ehren- Diplom einesDoktors der Theologie, wclche Würde ihm die theologi- sche Fakultät der Königl. Rhein-Univerfität verliehen, und ihm dieses Diplom mit einem höchst erfreulichen Schreiben durch den Kon- sistorialxRatl) Budde *einhändigen ließ. Mittags versannneltcn sich die Mitglieder verschiedener Behörden, die vorerwähnten Deputationen, die Pfarrer der katholischen Stadt-Gemeinden, der 89jährige Jubilar und Präses der Geistlichkeit an der katholi- schen Hof-Kirche, Dienhard, ferner ein großer Theil der Fami- lienväter der Gemeinde, so wie viele andere Einwohner der Stadt zu einem Feftmahle, bei welchem der Jubilar in freudiger Be-
zum Drienbcrg von Münster kommend, in seßte am folgenden Tage die Reise nach
rektor des Corps, An der Tafel von 170 Couverts brachte missartus zuerst den Toast für Se.
schloß.
heren und
YFU in den Sälen des Kadetten-Corps beendigte das schöne „ e . .
Weissenfels, Freiburg, fast Überall bcendigt. fallen, als man es Anfangs .ieglaubt hatte; freilich ist der Zahl"- gang mtr :trittelmäßla [Md die weit. hinter den .Hozéyxumgew :),-.rürkgebliebcn, die von den Wein-
.?Teiskerung den ersten Toast auf das Wohl Sr. *))?axeität des Tömxsxs ausbrachte. Erst war am Asende endete die Feier des age .
»- Aus Posen meldet man unterm 16ten d. ON,: „Dcr gestrige Tag war für die Bürger Poscns ein Tag hoher Freude. Bei Eröffnung des diesjährigen Königsschießens hatte der Stadt,- verordneten-Vorstcher, Kaufmann Senftleben, das Glück gehabt, für Se. Königl. Hoheit den Kronvrinen den besten Schuß zu thun, Höchstwelcher, nach diesfälligrr ??tizeige, die Würde eines hiesigen Schüßen-Königs anzunehmen die Gnade hatte. Zur Feier des Geburtstages Sr. Königl. Hoheit war nun gestern im hiesigen Schießhause ein großes Festmahl veranstaltet, bci wel- chem die Versammlung ganz unerwartet durch die Hrrumrcichung eines, Tages zuvor hier eingetroffenen großen silbernen Pokals mit der Inschrift: „Friedrich Wilhelm, Kronprinz von Preu- ßen, der Schützengilde in Posen“, begleitet von einem qnädigen Kabinetö-Schreibcn Seiner Königlichen Hoheit in Deutscher und Polnischer Sprache, auf das Angenehmste Übcrrascht wurde. Unbeschreiblich war der Jubel, als der Kaufmann Scnftleben darauf zuerst aus diesem Pokale auf das Wohl Sr. Königl. Hoheit des Kronprinzen trank. Die fÜl' den Schützen,- Kdniq aUSgeseßte Prämie, welche Se. Königl. Hoheit dem Herrn Scnftleben zur Disposition überlassen hatte, ist von diesem zu gemeinnütziqen, wohlthätigen Zwecken Übcrwicsen worden. Zahlx reiche Freudenschüsse verkündigtcn den Einwohnern Polens das schöne Fest, und Tausende von Zuschauern versammelten sich bei einbrechender Dunkelheit vor dem hellerlcuchteten Schießhause.
mirte Schützengilde nebst den Stadt-Behdrden und den übrigen Schüßen-Wätgliedern mit Faekeln und Musik zuerst vor die Wok).- nung des Herrn Ober-Präsidentrn und von dort nach dem schön erleuchteten Nathhause, wo unter donnerndem Jubel, Freuden- schüssen und Trompeten-Geschmcttcr von dem *))?agistrats-Dirigeu- ten Sr. Maj. dem Könige cin Lebehocl) gebracht und darauf die Fackeln auf einen Haufen geworfen und verbrannt wurden.“ -- Die Bürgerschaft der Stadt Kulm feierte am 9ten_ d. M. die Einführung der Städte-Ordnung vom 19. November 1808, zugleich mit der Einsetzung des neu erwählten Bürger- meisters Lauterbach. Das Geläute aller Glocken und das Ab- feuern der Kanonen bezeichnete am frühen Morgen den Anfang des Festes. Um 9 Uhr versammelten sich die Bürger der Stadt und sämmtliche Behörden auf dein Rathhause, auf welchem der Regierungs-Kommissarius, Freiherr von Metternich, den bis; herigen Bürgermeister Helmhnber mir dem Ausdrucke der An.- erkennung seiner geleisteten Dienste entließ, den neuen „Bürger- meister installirre und die Einführung der Städte-Ordmzng proklamirte, indem er auf die Wohlthaten derselben aufmerkiam machte und die künftigen Vertreter der Bürgersäxaft aufforderte, dem in sie geseizecn Vertrauen durch treues Wirken im Geiste. der [andesväterlichcn Absichten Sr. Majestät des Kdniqé zu UU- sprechen. In einem langen Zuge begaben sich demnachst alle Versammelten nach der evangeliiclzen Kirche, in welcher der neu erwählte Bürgermeister und die evangelischen Mitzzlieder des Magistrats den Eid der Treue leisteten. Nach bcendcgtem „Got. tesdienste begab fick) der Zug nach der katholischen Pfarrkirche, in welcher die katholischen Mitglieder des Magistrats vereidigt wurden. Es fand sodann auf dem Rathhause noch die Verloo-
.“"U'U'Z, eben so wie jeder andere Mann voii Auszeichnung, “ser Intrigue ganz fremd geblieben ist, m Bezug auf
sung der Pläße der neuen Magistrats-Mitglieder statt, worauf sich die Bürger und Behörden der Stadt zu einem Festmahle
in dem Saale des Kadetten-Torps versammelten, den der Di- Major von Woyna, dazu eingeräumt hatte. der Regierungs - Kom- . _ Majestät den König aus, dem sich das Volks-Lied, von der Versammlung gesungen, cm- th folgten noch zwei andere auf das Wohl des fkk)! des neu gewählten Bürgermeisters. Ein glänzender
_ In der Gegend von Naumburg, so wie in der von Laucha u. a. ist die Wein-Aerndte
Dieselbe ist im Ganzen reichlicher auöqrx Qualität des producirten Weins
brrg»:«Bes1tzerxi 1.11?s'xaixné';;).-„ni d. I- ache t wurden. Damals waren die ?lUs-äcr-tcr („ ix-Öx. 5.11“ Manic: &„Ualität und Quan- tität dir .')Iiedrrlu'dx' ?*cO , “..“,.)r.1-..11,-.s 1797!) 0017er: durfte. Alzel' die andaltcndr, it-.1!Zk“-.!.t.' a')" *;tcxxr-rt.) in dem Monaten Juli, “August imd Srvtembx-r ivmdcrré 3.15 m dieser Zeit nothwendiqe Gedei- hen des Wcmximls; die ;rr-szr .?cuchciakeir ließ die Traitben dick anschwellet'c Uni.- dc'r hält!:gr Wind maklxre sie durchsichtig. Dar- aits trat eine verderbltlwe Fämlnqx'. ein und die guten Tage im Oktober vermochten tilllls, die N-111)tl)rile der früheren INonate- wreder zu ersetzen. Eine bemerkenswertbe Erscheimmg des dies- jährigen Ertrages ist, daß in manchen Weinbergen die minder günstigen Laaen süßere Trauben prodmirr haderi, als die vor- züglichcn Lagen, weil die Trauben hier weniger von der Fäulniß gelitten. Die gewöhnlichen Weinbergs-Vergnügungen haben in- deß, durch die gute Witterung in der ersten Hälfte des Oktobers begünstigt, überall stattgefunden, wie denn Überhaupt die Wein- lesen in jenen Gegenden einen äußerst heitern Charakter an sich traaen.
In der Nacht vom Zösten zum 27sten v. *. 2. wurde die Ge- meinde Gillenbeuren in der Bürgermeisterei Lutzerath (Kreis Cochem, Reg.-Bez. „Koblenz) von einer Feuersbrunst heimgesucht, welche in kur er Zeit mehr als die Hälfte des ganzen Dorfes in Asche legte. . ur der größten Anstrengung gelang es, die Kirche und einen Theil des Dorfesckzu erhalten. Von 27 Wohnhäu- sern sind 14, mit dem S )ulgebäude, sammt eben so vielen Scheunen, Stallungen und Nebengebäuden ganz niedergebrannt, die 13 andern sind sämmtlicl) mehr oder weniger beschädigt; 18 Schafe, 23 Schweine, alle Früchte der diesjährigen Aerndte mit circa 900 *))?altern Korn und Hafer, alle Nahrungsmittel, Fut- ter-Vorräthe, ?lcker-Geräthschaften und Kleidungsstücke find zu Gr:.mde gegangen, und 71 Personen haben ihre ganze Habe ver oren.
Literarische Nachrichcen.
Wir theilen aus der neuesten Lieferung der Jahrbücher für wissenschaftliche Kritik im Auszuge die Anzeige eines Buches mit, das in den letzten Wochetx in den gebildeteren Krei- sen der Hauptstadt viel gelesen und beiprocben worden ist:
Rahel. Ein Buck) des Andenkens für ihre Freunde. (Als Handsthrifc.) Berlin, 1833. gr. 8. 608 S. Mit dem Bildniß Nabels in Stahlstich. _ .
Unter den mancherlei Spiel-Arten absichtlicher Bücher-Erzeu- gung,. die an emem der Kritik ?edffneten Orte vorübergcführt und mit Gunst oder Ungunst gemmert zu werden pflegen, scheint es schon der Unterbrechung wegen einmal wohltbnenö und aufreßend
u seyn, em Buch der allgemeineren Kunde näher bringen zu ür- m, das, wie das genannte, vor aUcn die seltene Eigenschaft ciner ganz unabsichtltchen, mir aus voklßcr Lebenswirklichkeit hervorgegan- genen, und durchaus von gewöhnlichen literarischen Ansprüchen ent- fernten “Mittheilung ansch trägt. Dabei kann der Wunsch nicht utzterdruckt bleiben, d:esem merkwürdiger: Buche, dcffcn Inhalt wir hier zu einem gedrängten Charakterbilde aysziehen wollen, in eiiiem noch ausgebreiteteren Kreise, als dem es tick) zunächst hat ve- ftemmcn_mdgcn, einen so vielfältigen und tiefen Anklan zu erwek- ken, dqx; dadurcvdaz Bedürfnis; und mithin die Möglichkeit ent- stehe, die ganze reiche Nachlassenschgft eines der edelßen und aus ca zecchnetsten Menschengeisier, der mit dem Größten, was gesche en und geda_cht worden, m eincm innern (BedankenWerkebr gestanden. veröffentlicht und allgemeiner dargeboten 4a sehen.
_Utttcr det) bedeutenden Frauen der 4 rutschen war Rahel An.- tome Friederike Varnhagen von Ense, (qeborcn als NahelLevin im Jahre 1771 zu Berlin, gestorben am 7.März des Jahres 1.535, eine Sch1vester dcs geachtcten Schriftstellers Ludwig Robert,) die unbe- ruhmtcsie und am wenigsten „ckannte, aber zugleich die geistig be- xvegtesie i_md durcb metaphvfiiqM Höhe der Bildung alle Aitdcrn thr.5" Gsichleclss überragcxide Natur. Nicht schul: und facultäts- gelehrt, wre die Rodde; iiicht literarische, Herrschaft ausübcnd und kritische'MaclUsvrüche dikttrend, wie die Tochter des Götüngcr Michaelis während ihrer Perherratl)ung mit A. W. von Schlegel, dee eigentliche KriegSgdttin unqunscbürerin der damaligen so e- nanntcn romantischen Schule; nicht in vielfältigen äußeren We t-.
Von der jubelnden Menge begleitet, begab sich die schön unifor, ? . ' _ _, “ Sie war, lvetl ne eben nur ganz stck) selbst cntwi
erfahrungen gewiegt, wie Therese Huber; nicht durch sentimentales
. Blüthensthlagen Wkiblick)?!“ Grfüblc beglückt und bcglückend, wie 5 Fanny Tarnow, war
' _ Rahel, die-wir ein betrachtendes Genie nen- n_en möchten, emzt durch das tiefste und umfaffendüe Hrrvorbilden einer großen m_cnYJhleclwn Entwrckelung merkwürdi , 1a erhaben. _ „_ „ , _ „ eln wvllte, im ieltcnfien «mne. des Wortes eme Ortgmnl-Persönltchkcit, ein durch und durch primitives Gemüth, das, durch seine mächtige und unab- hängige Entfaltung übrr den gewöhnlichen LebenZ-Typus nächüer Umgebuxxgrn„hinauswachsend und darum oft in schmerzlichcn Kon- Jikten sm) seiner bewußt werdend, docl) zugleicF) in einem mannig- sack) bedeutenden Umgangc mit chi Größten und BMW der Zeit die ihr zu lebhaftemIdern-Verke'brVerqundcn waren, folgcreicixe Eindrücke hinterlassen, nach vielen „Seiten bil! Einfluß gewinnen und so mit Dem, was es sitll m_td kleklü nur in n'a) bcrrorgebracht, auch wie- der auf das Allgemeine frdernd zurückwirken mußte. Denn wer könnte die Emwcrkungen berechnen, die von solchen unauf- hörltcbcn anregenden und nngere tcn Naturen aus eben! 11 die Sclvübckxnntmffc großer und vic vollbringenderM nner geb rte es nachzuweisen und anzudeuten, was" sie oft bei ihren ctitfchcidentsiett Ausführungen, Umwandlungen und Gedanken der Bcrührun mit iitll hinlebenden Personen schulden, wclche durch ihr Schicksa nur in denHintergrund des Welt-Schanrlatzes gestellt. weder nach That noc!) Ruhm uch kl:hkb?ll,_eabkr die ganze Strömung ihrer Zeit in allen Pulsen gewaltig nutxaxhlcn, und oft in der naiv'en Weise ihres inneren Bewegcys utxdErgrtffenieyns. Neußerunqen von 17 misslie- ßen lasen, dic iihylltmsclwn Offenbarunqen über die ““Zeit q eichkom- men, die dcin met der Thatkraft Brgabten Wunderßar die “710 el erregen. So war Rahel ,und so hat sie in einem auch äu erl ck mehrfach _ausgebrcttcten (.Neues-„Verkehr, im Umganq besonders mit Gene), Friedrich Schlegel, Novalis, den beiden Hu'mbolö, ihrem Gatten, tn Bege nungen mat ; can PilUl-Tteck,Steffens,- Schleierm...1)er und
vielen an ern Bedenken en aus den verschiedenßen Lebens-Sph-Kren -- Wirkt, angeregt, „bestätigt, und durch tiefstes Eingehen und Ems,:- "?".ost. tzeue Keime gxpßeFt und auf ezogcn. „'In einen schönen Thell dreier Wirksamkeit lä t_ rms berckts das ihrem Andenken und Na_chlaß gewidmete'Bucb blicken, daß, aUßer einer voran chenden Skizze ihrer persönltchen Ekscheinung, die bewundernswert darge-
stellt ist, von ihr selbst an'Brie'fen avborküéschcn ch'ank n , ßtgcn aus ihrem Munde bewahrteö Aeußerungen einen nie gt:?thitetn
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