1833 / 342 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

* «M*:WMC'É

her nicht die ganze Strecke dex sonst bebauten Landes über- schwemmt werden, un? so vcrjpricht das nächste Jahr keine reiche Acrndte. Auch war der Pascha, um allem künftigen Man- gel vorzubeugen, vorsichtig genug, bis jetzt kein Getraide vo_n der letzten Aerndte zu verkaufen.“ Seit zehn Tagen“ haben wxx hier häufige Gewitter und fast ununterbrochenen Regen , was: bei den kothigen ungepflasterten Straßen höchst unangrnehm i_st; Überhaupt ist seit einigen Jahren der Regen sel_b| m Cahira nichts Seltenes mehr. Der verfiossene Sommer hingegen brachte den Bewohnern Aegyptens eine ungewö nlick) brennende Hiße. * Der Vater Enfantin ist vor einigen agen mit einein Theile seiner Saint-Simonisiischen Apostel von hier niich Cahirq abge- reist, nachdem einige Tage früher Pkehmed ?lii ml) von [):Zr da- hin begeben hatte, um daselbst den Winter zuzubrinqen._ Enfan- tin hat während seines hiefigen Aufenthalts nur einmal dic_ Stadt, das Zeughaus und mehrere Kriegsschiffe besticht, und ist s_or_1sr immer, um fich nicht der Neugierde des Voikes als“ SUMUUUU darzubieten, auf dem ?atidelssMffe, das ihn von Triest hierher- geßraiht, im Hafen ge lieben, wo er jedoch einige Besuche an- na in.

Mexiko.

Mexiko, 10. Oktober. Die hiesigen Zeitungen ent- halten folgende offizielle Berichte über die letzten Kriegs-Er- eignisse: _

1) Bericht des Gouverneurs des Freistaats Guana- xuato, Manuel Baranda, an den Staats-Se-

cretair. . „Erlauchte|er Scüor! Ich habe so eben eine außerordentliche

Depesche von S_r. Excellenz denz Präü'dent_cn der Republik erhalten, _ und aus den Mittheilungen, die er an mich zu ri_chten beliebt bat, ; crsehc ich positiv, daß es Sr. Exceüenz dem) räsidenten, nachdrm : er seine Operationen gegen die Pronunciados n der Haupiüadx die:- ; ses “Staats begonnen, gestern gelungen rü, fie aus den vortbeclhas- ; wählt worden.

ten ositionen zu vertreiben, welche se in den Bergwerken von x

Mar [ inne bqtten_, und die sie als ihre Hauvt-Verthcidtgung bc- trach§ctcn. Dre feindlichen Streitkräfte , wxlchc auf _dtcscm Punkte Landen, zogen sci) über die Stadt hinaus zurück, unH_ eine Abtheilung dcr Armee wurde nach Valenciana Lcsandt, um ne zu verfolgen. Nachdem dieselbe auf einem Punkt, „as Fort_ von Gerona genannt, cinen Angra? gegxn die auf den Höhen poüirtetx Rechen gemacht hatte, _ndthigtc ne dieselben zum Rückzuge. 'Ote_Armc_c_ ich!; ihre Operationen fort, nahm dée bczcichncten Pynktc tn Bentz, dix den Schlüffcl_zur „Hauptstadt bilden, und sah nc!) mm in “den »Und gesetzt, dtrsclbe aufxallen Seiten zu beherrschen, dre Bclygcrxcix ih- rrr vorzüglichsicn Vcrtheidigungsmittcl zu bcrauben und ihnen iclrü

dcn Rückzug abzuschneiden, wenn sie: ctwa daran deukcn sollten; so ,

dafiir: Folge d_effen und der von Sr. Excclicnz dem Präsixrnten getroffenen Maßregeln, in sehr kurzer Zeit der voliständigsie Sieg“ zu _crwartcn rü. Duran's Kavalierie sioh aus der Stadt nach der Sierra zu, und derjenige _Thril derselben, der nicht zersprengt worde_n_ war, langte heute rnit dem Br*fehlshabcr in der Stadt Doxores zyidaigo an und nahm dann, wic icli ;o cbcn erfahren habe, ihren Wei? in der Richtung vx-r; San Luiz de la Paz. Ick) kann Ew;Exce _enz nichts" Detailiirxcs üdcr dicse Ereignisse berichten, weil tc1)_wei_tcr kcine Mittheilungen empfangen babe; dcffenungeaäxtct beeiite ick)

Vicc-Präfi'dcnt der Republik die Gcnugtbuung haben möge, die von der Sache der F3dc.'ation errungenen Voribrilc zu erfahren. Jeb wünsche Sr. Ercclxenz zu diesen Vortheilen Glück, _und bitte ihn, s.. ch Ew. Exccllenz- dcn Ausdrnck meiner aufrichtigen Ack)- tung und misgczeicimcxcn Ehrcxbictung zu genehmigen. Gott und Freiheit! San Mi url dc Alten, 15. Oktober.“

2) Bericht des ' 'räiidentcn und Ober-Bcfcblsbabcrs deaniide-s-Armcc, ?intonioLopez chnntaitm an dcnKrt'egs-* undMa:*ine:9.'cinii1er. _

„Erlmiciiiciicr Ecüor! Am Morgcti des 2th d. Mxiimrfclyrtc ich „Mit der Kavallerie und einer JiifantcricBrigade von Mino iiach der Cncvas-Pmmagr, wo der ??isvcllcn-Anfübrcr Duran mit seiner sämimiicvcu Kaimiicx'ic unnd. J:!) kam noch gxrade ziir reci;ien_3cat dort an, um zu scizcn, wie er dic Flucht crgren, um mi) unicr dcm Schuh seiner Trnnschccn in dem Paffc von Marti] i'lUfMÜi'ukU- Am 4ten rückte ici) mit der von mir befrhli irn Armee chen__9ckiarfil vor, wo sm) dic Rcbxlien, ron smrkcn Befe igungcn unicrüiiizt, cqnccxi. Wirt hattcn,_ Um 11 Uhr Morgens“ begann ich meme Ovsrattynekx; es gelang nm“_-_mcinc ZL-aiitericcn den iyrigen gegenüber zu crrechien und sie zucrn von dem G'e'rro de los Timiultosz extdizäi aber aus allen ihren Positionen bci Marsl zu vertreibxii;__mycß "von der Dnni'rlcht dcrNacht und anhaltendem ?,)cx'acn begiinstigt. firmi- tcten sic sich nach Guanaxuato, und besetztm Dic Wsrkc/ WrU'Üe nc “Uf den ÖW?" von San Miguel und dei Cuarto und m Mellado/ Valencémm und (“knitaTkkt-“iö errichtet hatten. Am nächsten )).-Torgen um 5 uw“ fing ich i:;cinc Operationen wieder an, und es gciang

nac!) dcm „“C-69510: D'ö .“,inmpscx- befand sicl) disse Pofi1ion in unse:“er (chnlt; !) Oxüzécx'c, Hz;; (ßicsncin-x, Waffen und Miiiirtwn der Nehls- len fixicn dabei m "nsch Hänöc. Dic Ucdrigen biicvrn emwcdcr todt anf ?cm Pim; o'kcr l'ékflsk'" sik!) durch eilige FTUÜÜ- ALF Du-

weil zzioz-c Dr_irxtion in_ seinen ??Zkeiizen stattgefundwi i)mtc,_scitd_k_m er es gewagt, nel) vor Eiiao zu zctgen. Ich habe gehört, daz: rr mi)

umb Isixara Occhi"?! w:!i, nm tik!) mit dem Vcrräthcr Cannixzq 4:1 _ vcrcixtigru: i(li "ixxitc cs“ davcr für angemesscn, das; die oberste Rx- ** gékx'lM»; cin Mittel angeben möchte, um ih!) an der_Erreiiinmg die: ; ses Ziels zit vcx'hinrcx'n. (;ck-17;th befand er "ck it'- Rmhor (? ÖMIN/ ;

5 odxr !; Meilen von bicr. Own“ Zweifel wird er Trnicnixch; Weg

mhmen, der ihn ai:f5 sämcliüc aus den Ebcncn von Aran dé'ingt .

mid es ihm möglich maci-t, seinen Marja) uncl) Tchuacan formt;-

setzen. Ick; bin nun im Bcgrizf, auf den anderen Punkten Arina -

zu_verfo_lgcn, und_da dic Jixsantxrir und" Artilieric dci is,:n bicivi, 10 werde i(b ULÜU aviaxxcu,

der Nation und gcgen die Gcsch zurückgcbracbt. JU) füge die

Antwort, die ich ihm darauf crtheilte, damit Sie das Ganze Sr. Ex- mieux, dcm Merräffdcntrn mittheilcn und ihm zugiaick) xx: r*cn Vortocilcn (Hilf-ck wünschen können, welche die Viiixöcs-Traxvrxn „iert ?kknngeu habkn, obne daß wir unsererseits eincn gröchrcxi Vcr- lim kalten, als" daß uns“ 2 (Firi'nadierc getddtct und 3 Füitlxcxc rer- wuxidet Witch. Gott und Freiheit! Im Hauptquartier x=: Va, lenciana, 8. Oktober, 1“! Uhr Morgenz_//

Jnlaiid.

Berlin, 8. „Dezember. In der gestrigen Sitzung der gro- HrarSisMn Gesellschaft legte Herr Major v. Oesfeld eme Kart; des“ großen Deutschen Zoll-Verhandes, v. Hoff's en- mej's :*.x-„rn ThM't'kkgkns , Smith's Seekarten u. s_ s, vor? _err *))küxol' VV" Blrsson sprach über ein beim Bingerlocy gefrm- denes "3.7?1121111101111), und über die Veränderung des Wasserspie- qcli: ix“.- Kr-“iiscc bei Rüdersdorf. Herr Professor Zeune sprach "übst" dcn ci's'ien Unterricht in dcr Erdkunde, mit Rücksicht auf „; .*,rxn. Herr M. Minding las über den Einfi'uz“; des Lichtes

auf *:cn Ör;*.anismus in verschicdcnen Breiten, Wozu Herr 1.113.

„Juxéus .“ néx-„z.“ Brin rkungen ['Wer den Einfluß drs Lichtrs auf «("b"-arma uno Ctri'bcfalle bcéfüzßte. Herr ])r. Schmiß, als

mtc!) abcr, Ew. Excellenz dies mitzutheilen, damit Se. Excellcnz der _ übereimkimmrnden Yiltgthitme

' vom Kreuze von

' schen Lebens und des evangelischen Segi*“:is'dai'yicllcc.

dj_s tch_ _i'i'e gcscizsagrn _- LMO zum pfiichtmäßizjcn Gehorsam gegen di:“ lexztttmc Regxrrung Z

1404 Gast, las über die Ableitung Deutscher Ort; und Völker-Namen. Herr Mädler sprach über diebevorsiehende gänzliche Mond- finsterm'ß am IMM dieses OJÜonats , und legte eine darauf be- zügliche Zeichnung vor. Herr Professor Ritter übergab der Gesellschaft Quetelet's neueste Schrift: Zlalistiquo (les tribu- naux (in |:] ]ko|gique, so wie auch Herr wirklicher Geheimer-

Ober- Reg. * Rath H o ff 111 a n n und Herr Direktor K l 15 d e n '

der Gesellschaft ihre neussten Arbeiten überreichten.

- Zur Berichtigung und Ergänzung der aus Prag vom 25. November in der Nutrimer 339 der Scaats-Zeitung mitge- theilten Nachricht von einer, auf Veranlassung des 'Ürsken von Windischgkäz eingeleiteten Untersuchung über die chuld oder UnschUld dcs ['N'ÜÖMkM Herzogs“ von Friedland, glauben wir auf die so eben (Potsdam, bei Riegel) erschienene Biogra- phie Wallenstein's, von Fr. Förster, verweisen zu müssen. Der Verfasser, welcher Zutritt zu dem Archiv des geheimen Kriegs-Raths in Wien erhielt, und dem bei mehr; maliger Anwesenheit in Böhmen aus den dortigen Landes- Archiven die wichtigsten Urkunden mitgetheilt wurden, bringt so viele, bisher unbekannte, Thatsachen ur Aufklärung diescr finsteren Geschichte bei, daß, seinem DaÉÜrhalten nach, nicht nur die Akten als geschlossen betrachtet werden dürfen, sondern auch die Unschuld Wallenstein's außer Zweifel gestellt ist. Der Verf. ist davon mit solcher Gewißheit überzeugt, daß er am Schlusse seiner Vorrede sagt: „Die Blutflecken an der Wand des Mordzimmers zu Eger mag man von Zeit zu Zeit wieder auffrischen, um die Nachfrage neugieriger Kurgäste HTL befriedi- gen; die Flecken , womit die Geschichte den Namen .- "allenstein seit zweihundert Jahron entehrre, sind für immer getilgt.“

» Der Herr Regierungs-Rath Schmidt H Stettin ist von der Königl. Dänischen Gesellschaft für ordische Alter- thumskunde in Kopenhagen zu ihrem ordentlichen Mitglieds ge-

-- Aus Züllichau meldet man unterm 2ten d. M.: „Der 10. November, dieser für die ganze evangelische Christenheit so bedeutungsvolle Tag, wurde für die Stadt und die Kirchen- Gemeinde Zi'illichau noch außerdem dum) die Einweihung der erneuten Kirche und“ der neuen Orgel ein Tag seltener Feier. Am Pfing 'feste 1827 Wurde die dreihnndertßährige Zubclfeier der durch ' ecrus Grimm an eben diesern Feste 15-27 in „Zül- lici)au eingeführten Kirchen-Verbesserung begangen. Auf Ver- anlassung derselben hatten des Königs Majestät zu der würdigen Ausstattung der, dnrch ihren unzweckmäßigcn inneren Ausbau ganz entstellten, schönen alten Pfarrkirche daselbst - der ersten in der Mark Brandenburg , wo die glorreiche Kirchen-Verbesse- rung Luther's Eingang gefunden harte - ein Gnaden-Gcschenk von 15,000 Rthlrn. huldreichtk zu bewilligen gcruht. Dadurch, wie durch einen Zuschuß aus der „Kirch- und aus der Stadt-Kassr, war es möglich geworden, zu erreichen, was seit einigen WTM- sclycn-Altern erstrebt war, nämlich die, seiner rrhabenen Bestim- mung entsprechende Umwandlung des ganzen Innern und Aeu- ßern der Kirche und des Thurmes zu einem, in allen Theilen Nach einem ZZjäw-igcn Bau, während dessen die Gemeinde nur drei Monate lang diese

' Stätte" ihrer gemeinsamen Goccrsvrrehrung zu vrrlassen genö- - ti)igct gewesen, hat der Thurm jeszc eine bedeutende Erhö-

hung, eine vcrhältnißmäßige Gestalt und eine neue Uhr

T_er-halten, das Innere der "Kirche eine leichte, einfache und ? freundliche,

jeden Eintretenden anspreäxnde, regelmäßige Ciurc'chtmig, und, dem verjüngten leicht emporsrrebrnden Altars mit seinem so "MJ, erhatrenen Gemälde _ der Abnahme Christi

_ «ernhard Rode * gegenüber, eine neue Or- gel. Diese bewährt dura) i(vre schöne “Form, durch die Gedie- genheit und Sauberkeit aller ihrer Theile, und durch die Be- stimmtheit, Reinheit und .Zölarlxic aller i!;rer Töne ihren Er- bauer, Den Orgelbauer S. L. Hartig ans Breslau, als den

Spender seines chcns, uuseren gnädigcn König und Herrn,

-vcrsammelto sich die Gemeinde am 10. November, dem 350jäh-

_ Oper in 3

„Die schwache Skizze dieses belebten Festes“, sagt die lauer eitung in ihrem desfallfi en Berichte, „[ nicht s ließen, ohne auf den vie fachen Segen _ ten, der solchen und ähnlichen Instituxen, je mehr" verbreiten,. folgen wird. So geleitet, 1o beschirmt, w- kann der Erfolg nicht fehlen, Die Anregung nem regern .Volks-Leben ist gegeben, ein Anfang macht und Ehre sey Denen, die ihn machten. Dcr La findet in den ihm zu Theil werdenden Preisen einen Sp Erziehung besserer Rayen - dies ist etwas. Aber w' noch ist es, daß “er steht, wie die höheren Stäiide sichmzt Wohle beschäftigen, wie sie Theil nehmen an icinem wie sie sich mit ihm im gemeinsamen Streben für dasB Vaterlandes gern vereinigen, wie endlich selbst die Hö... nicht verschmähen, an die Spilze eines Vereins zu tree Belohnung für die Mühen des Landes zum alleinigen hat, indem er sich von aller Konkurrenz ausschließt.“

Die „Breslauer Zeitung vom 6ten d. M“ aus Berlin, daß die vom 4ten Dez. „datirte Staats-Zej ;Zten Abends 9".- Uhr, angeblich wegen Untauglichkeit der Presse, hier noch nicht auf der Post abgeliefert gewesen- daß demnach die Schnellpost ohne dieselbe habe abgehen Es hat zwar seine Richtigkeit, daß an dem edachten' für den Schlesischen Cours bestimmten Staats-Zeitungs; hier liegen geblieben sind; der Grund dieser Unregel liegt indessen darin, daß das Zeitungs-Packer um 7 ; Uhr durch Unkunde des Boten in einem unrechcen Expeditio mer auf der Post abgegeben worden war.

Meteorologische Beobachtung.

1833. ! Morgens [Nachmitt. AhendsT Nach ein 6. Dezvr. 6 Uhr. Lahr. 10 Uhr. | .Beobach

LU ftdruck . . 1334.7 3"'Par. 332,1 a“"Par.[328, 8 quar. Queilnn'irme; Luftwärme '+ 3/4 . R- + 5/5 " R- + 5-9 0 R' “Flußivörn Thaupunkt + 0,- R+ 3,7 " R. + 3,4 * .* * " * Dunsxsättg. 78 pCt. 84 uCt. 88 pCt. Wetter . . . . trübe. regnig. regmg. Wind ..... W. SW. SW. Wolkenzug ] - W. *-

? odcmviirÜ *Uußdiéirsi. *

NZek-ers-„i-„u [

Königliche Schau1'piele_.

Montag, 9. Dez. Jm Schauspielhause: Isidoru Trauerspiel in, 5 Abtheilungen, von E. Raupach. _

Zn Potsdam: Die Reise nach der Stadt, Lustipi Abtheilungen, von A. W. Jffland. _

Dienstag, 10. Dez. Jm Oprrnhause: Auf 25 Die Stumme von Porcici, große Oper in 5 Abtheilun Ballet; '))?Ufik von Aubcr, (Herr Wild, K. K. Hos- sänger aus Wien: Masaniello, als Gastrolle.)

Preise der Plätze: Ein Platz in den Bogen der er ges 1 Rthlr. 10 Sgr. _

Im Schauspielhauie: 1) [.:] 761134231108 itnkicnuo, »“illa en 2 30188, [)m' Zcribe. 2) ].u 86001|118 1'r|-1'é§e (113: d'art (le [mzxer 888 äeltes, 741110024118 nouméau eu

Königstädtisches Theater. Nkonta , 9. Dez. Des Adlers orsk, romanciÉ),

Zirkon, von K. v. Holtei; .?usik vom Kap (Dlle. Hähnel: Rose.)

Franz Gläser. A B C, Posse in 2 Akten.

Dienstag, 10. Dez:

; Graf Schelle, Posse in 3 Akten, von L. Angeli).

Nkeistcr in seiner Kumi. Dankbar gegin (»Von und gegen den -

rigen Geburtstage Luthers, unter Lob und Preis des Höchsten,

um die erneute Kirche Und die ncueOrgel cin uweihen. Nach Ab- fing-„ing des Liedes: „Allein Gott in der Odi?

' sei) Eds“, traten ;

die drei Geixilichen vor den Altar, wo der Diakonns Karsken ; _ ; „Untere Korrespondenz aus Bayonne bringt uns nichts

die Liturgie und das Weiizgcbet hielt. Hierauf sana der ver,-

eince Chor des Königlichen Pädaxxogiiims und dsr ExriiOrs'cijxilr, -_

melircrctk Gesang „- Freunde, kiki?" Psalm von Berner. Dann wurde das : „Lobe dyn .Hcrrn den mächtigen“ von der Wemcindr angrskiiNIUk, im.!) dess-n .Be- endigung der Königliche S-Upe-xmtrndenc uno Obri'-*2.**s-.1m'r We-

, gener über 1." Kön. 8, 28-K50 dic Kirchweih-Prcdigr !wisii, in

ran diesen Axcsgmrg DWZ Kamrf-g' sax), zog er mic seÖxj-xr ganzen Ka- welcher er, 1147-41) eincm gcschickciichrn Rückblick“ in dir Bé'i'zxäiik

rallrrm ck11, x:.“ "(i! damals mif nici;t mchr 51-3 500 Mann bclérf, ;

genheit der Kirche, die Helle, Einfachheit und FreiindTi»„-rcét derselben als Sinnbild der evangelischen Lehre, dxs [Yangon- ;“n rem Nachmittags;Gx-ttcsdicnscc wirs" der Ai“chi-D;«§0r!ts Mar- quard, nach Wiederhoiung drs obichi Psalms von Bcr- ncr und nach Absmgung des Liedes: „Man loivt dick) in der Stiiie“, in seiner, der Qrch-Wcihc ansischlicßlici) gewidmeten Predigt über i.OJTosr 28, 17“; auf die Orgel als eine wärdige Zierde der Kirch, als ein ivcsentlichcs Förderungs-:O)?“- tri drr Andacht und als rm sprchendcs Sinnbild des christlichen Gemeindr-chens hin.“

Sidon im versioi'scncn Sonnner hatte der Fürst von Carolath-Brutlwi Durcbl. dri “*.*-“cn Schlesischen Landleuten die

=!“ d' ,' ***- “**-' “"a ' is' * “j'- Abscirém eincs' Bricfes bei, der mir um 121er Naciirs von Tem BUMM ""*s UM" BUMM "" d'? B*UNÜMI V?! PWV»- Jndioidugm- welches ficl) „Prliiisciier Chefßer Provinz (Buanaxqatoj/ ._ und PW: eUt dcs Ayuntamaento nennt, ixvcriandt wurde, uns die ,

zucht, der sich der in Breslau bestehenden GcsrllscHafr anschließen und ]äi)t'lich rm Wettrennen von LÜUdpsWdcn, verbunden mit einer 'Thierscizau, veranstalten sollte, in Anregung gebracht. Das crsie Fest dieser Art fand am 4ren r. M. in Carolatk) stati“, nachdem die größeren Gaisbesißer der vier Kreix: Freismdt, Grünberg- Glogau und Sprotcau, so wie noch dreier anOerrn sie;) zu_ demselben verbunden und der Herr Liind-Stallxnrißrr von Knsbelsdorff die Leitung drs Ganzen !*lbkl'lWlLMU'U hatte. Die Preise bestanden in drei und vierzehn Schaupreiscn

ver Probe-Rennen der Fürstlichen Förster eröffnete das Fasc. Darauf traten 5 Wcttrenner aus den Landpferden in die Linie, von denen das eine die Bahn in 4 Minuten 15 Sekunden zurücklegte, und damit den Preis gewann. Diesem ersten Rennen folgten noch 6 andere, theils midVollblut-Pferden, theils mit selbst gezoge- nen Pferden der Landleute. Die ersre Reihe nahmen die Zuchtpferde des Fürstlichen »Mar- stalles ein,. die jedoch von der Preisbewerbung ausgeschlossen waren. Hierauf kamen die selbst gezo enen Pferde, Fällen und Rinder der Gutsbefißer und Landleute. achdem die Preise vertheilt worden, fand ein Festmahl statt, dem ein glänzender Ball folgte.

Junker der Leitung Des Musik-Direkwxs Köchlyj- Und m,. - ter Mitwirkung

. . , . “" sein scheint. nur, das Fort ron («crorm mic Sturm zu nehmen. Emo Stunde * 7

.- _.. .. „-___-*.... «".--“-„„-

ansehnlichen ann- Z _ __ von 50 Rihir. abwärts. Der? Herr Fürst zu Qarolaci) hatte die Rennbahn mit geschmackvoll 7. Near». [jr. 6017191. 91. 70.“ iin «aar,. ("sz-; „],-«viii- ver ierten Tribunen, die wohl an 400 Zuschaucr [".-«ssen koxmcen, : '

Zehen lassen. Die'Bahn war 804 Rheinl. Ruthcn lang. Cin

Neueste NachriÉJ-Frm Paris, 2. Dez. Der König hat durch eine Ver vom 2211er; v. M. den Abbé Bolivier zum Bischof von [- an die Stelle des verstorbenen Herrn Qarron ernannt. Das heutige „Journal de Paris enthält F*'

iiber die Operationen _des Generals Sarsß'cld in den B *Px'oviiizrn, wo die Autorität der Königin wiedcrhcrge Eine beträchtliche Anzahl von Insurgencen fiel) fortwährend auf das dieffeitige Gebiet; man heiner ihnen viele Mönche. Das Gerücht von der Nicdcrlaze surgcnten, die sich bei ONorella, im Königreich Valencia, melt hatten, hat fick) nicht bestätigt; doch melden Br* P-crpignan vom 2.3. November, daß man im Beziriffs anzugreifen, und daß man an ihrer sofortigen Auseinam gung nicht zweifle. Die nach Frankreici) entfiohcncn dcr Karlisicn kommen nach und nach in Bordeaux an.“

Zu eiiiem Privat-Schrcibcn aus“ Bavonn: vom hcißc es: „Das Einwandern der Spanischen Flücht! nicht in dein *))?aße, als man solches erwartete, forxz Dies läßt sich nur so erklären, daß die ,Jnsm'gcnten-Chefs-' manmöchcr sie in das Innere von Frankreich abführen. D' die sich am stärksten kompromitcirc fühlen, ziehrn es daher roi", Navarra zu wenden. Ein Posibeamccr, Naturns Tho gestern aus Bilbao hier eingetroffen ist, fazit aus, daß schon kein Mann zurVerrheidigung dieser Stadt mehr do sey, und daß an diesem Tage Abends die dasigc Junta d C'xPresscn ein Schreiben Merinos erhalten hatte, nach de sicht die verschiedenen Mitgliederderselbendic-Stadtverlass Derselbe Beamte erzählt, daß die Trupprn der Kö!" L;")iicn um 10 Uhr Morgens“, „1000 Mann stark, Éii Bil, gerückt wären. Viele der Insurgenken “sind in ihre, zurückgekehrt; die meisten jedoch haben sich in die 055"? fiüäxtet. Diejenigen, die sich nach Narxrra gewrndci Ja rechnet man auf 7“ bis 8000 93Min. *TOTcrino Mild“ dcr Giegcnd von Burgos.“ _

--- Heute schloß Hproc. Rente pr. cmnzvt. 10.). Zi,). 171-- 703. 81). .;proc. ;)?“. (:ck-xxx]? 75. 343. iii; l'-.:i]'. 75. 55-

Zproc. do. 36-2. Zproc. Bili-

* * **.“ta Oiftetr. ._.ptri. _).e_

;")proc. Span. perp. 62,2. ;")proc. Röm. ZIK. Frankfurt a. M., 5. Dez.

*? 95,7» 4proc. HF,. 4717. prroc. 511“. Br. sproch'2

Hierauf begann die Thierschau.

Bank-Actien 1469. 1467. Part.-Obl. 1.343. 1334. 100 Fl. 2007. G. „Zoll. 5proc. Obi. v. 13.32 92 Polti. L. 614. 611. reuß. Prätn.-Sch. 51,7. 554-- Span. Rente 584. 574. Zproc. do. perp. 378. 3777.

Rcdacteur Oaktsé. *

Gedruckt bei A. W. H“

t. Petersburg,. 30. Nov.

„Berlin, Dienstag den [(UM Dezember

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reußisckze Staats=Zeitu11g.

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Amtliche Nachrichten. Kronik' des Tages.

e.»)Kajestät der Köth haben den Mitgliedern der Haupt; nung der Sxaals-“SCHUWL'U, dcm Geheimen Obcr-chir- Rath v0U_GC])Ük§e und dem chcnialigen Ober-Bürgcr- Deeß, W wie auch dem Superintendenten Marcus

ezum Rothen Adler-Orden dritter Klasse zu verleihen

e. Majestät der König haben den Schußehrein Sachse iih- Herrmann in Sandrrsdorßund Chrenkönig in erg, im Regierungs-Bezirk Merixeburg, das Allgemeine eiche", so wie dem Musketier Szlotowski des 5tcn ci'ie-chimenrs, dic Rettu'ngs-OJDedaille mit dem Bande cihen geruht.

bgereisr: Der Kaisrrl. Russische Wirkliche Geheime nd Kammerherr, außerordentliche Gesandte und bevoll- te Minister am hiesigen „Hofe, vo " Ribeaup ierre, nacl) lust. -

:UCUUgs-NachckichcU1 TY u s l a n d.

R u ß [ a n d. Am %iken d. M, haben a]. der Kaiscr den von Sr. ONajestäc dem Könige von nland mit einer außerordentlicyen Mission an den hiesi- of gesandtcn Fürsten _Suzzo in einer Privat-Audicnz gen. *er General-Major Bibikoff 1]. hat von Sr. *))kazesrät don nnen-Orden erster Klasse mit den Insignien der Kaiserli- ronc erhalten. nsere Zeitun g en publiciren nachstehenden, an Se. Ma- en Kaner erstatteten, Bericht des Ministers der Volks- rung in Bezug auf die zu errichtende Sr. Wladimir- sität zu Kiew. Das Original dieses Berichtes ist von * - * jeskät 'mit de'n Worten: „Dem; sei; also." „('-71.) November 1833“ eigenhändig unterzeichnet. m' Kaiserlichen Majestät hat es gefallen, Allerhöchü onen, daß das aus K*rcmcncy nach Kiew versetzte_Wol- Lyceum erweitert, seine Mittel zur höheren Bildung *»cnd vermehrt und_ daffelbe in seiner neuen Gestalt iversität des heiligen Wladimir benannt werden folie. tu ich mich mit Prfifung drr Hülfsqueacn, atis w_clchm die haltung dcrsclvcn c1“ford_erltci_)7n_Si_1mmen gciclidpxt i_vcrdm /sorgsältig beschäftigt habe., vtn_ici) so glücklich, die hicr e_Zusammenstellnng alleruntexthäntgst unterlegen zu _kdniien: dil des Wolhyniscben, Podolrschen und zum Thcll_dks Kiew- ouvcrncmcnts„veranstaltete zu ver_1“_chicdencn Zeixen, vom 1804 an, zum Bcüen dez Wolbynuchen Gymnaiiums und demselben fcstgcsciztcn Einrichtungen bedeutende Darbrin- ,und äußerte dabei den Wunsch, das; _dtcses Gymnasium, Wesen, dem Unterrichte und seiner _Btldungssphäre naci), ößere Ausdehnung vor anderen ähnlichen Anstalten e_rhal- chte. Nach dieser Grundlage Wurden dcm Wolhymschen asium im “Jahre [80.3 Allergnädegü _besondere Statu- rliehen. In der Folge fand die Regierung, erwägend, s Wolhynischc und__Podoliscl)e Gouvernement, bei ihrer ung von der Universität Wilna, einer höheren Le_hr-Ansialt eu,esbil1ig, das Wolhynii'cvc Gymnasium m em höheres zu verwandeln, indem gleiüizrtttg be_foh_len wurde, neue m_ für diese Anstalt abzufaffen, und die [ür daffelbee noch liche Summe, als Beihülfe zu den Onrbrmgnngcn fur das nische Gymnasium, auf den sogenannten Exiica1ttons:Fonds eu; allein diese Anordnung wurde, aus verschiedcncn Grfinden, iii nicht in gehörige Erfüllung gebracht. Unterdeß bcütmmtc el-des Kiewschen (xöouverncments im Jahre mix. i'm beson- n_1ebr ais 430,00“ Rubel veiragendes Kapital zum Unterhalt * tgep Gymnasiums" und einiger erissämlen. In Erwägung efflicken Strebens, ward es“ nützlich crachtct,_ dem Wunsche orporatioxi entsprechend, den Lehr-Cursus tm Ktewscbrn Gym Ku erweitern und daffelbe höher zu stellen, als andere An-

eser Art; u welchem Ende nach demselben im Jahre 18-11 *

eangcün tung, nebst besonderen Rcchte_n_, bewilligt wurdc. Publictrung dcs aligemeinen Reglements für die Gymnastxn, hke1828, geruhten Ew. Kaiserliche Majestät, tema) dem im Wenommenen allgemeinen Lchr-Syüeme, _es fur gut zu bc»- daß diese Anstalten über die ihnen angewiesene Sphäre der keit nicht hinaus grhen und in ihrem Zwecke le:- an de_n vorbereitenden Unterricht der Ju cnd für deren Ent- : auf die Universitäten beschränkt bleiben ?ollten. Demnach Ykscßt, daß auch das Ktewschc Gymnasium: nach der allge-

chul-Ordnung für Ansialten dieser Art einzurichten sci); _-

rWunsch des Adels) in Kiez» eine höhere Lchr-Anstalt zu bc- blieb auf einige Zeit m_ierfulix- - Gegenwärtig, da es _Ew. ät Zefallen hat, aiif dte Stisiqng einer Universität in Kiew es ugenmerk zu richten, ynd dadurch dem fühlbaren Man-

Mitteln zur höheren Bildung der Jugend im Kiewsckien, nischen und Podolischen Gouvernement abzuhelfen, iii nichts - und “den Vortheilen der dyrtigen Einwohner angemeffener, fsolche Weise, dem allgemeinen Wunsche des tt_dem erwähm ouvernexnents gehörenden Adels entsprechend, oe von demsel- : Erweiterung und Erhöhung des Wolhymscben und Kiew- l)'Mmüums dar ebrachten Orfer zur Bestreitung der Koßen ivekfftät des heilden Wladimir ankuwenden. - _Aus diesem " Wage ick), Ewr. K. Maj. AUerh chße (Jenebnugung nach- m, zur Erhaltung der edachten Universiteit alle diexenigen Mellen verwenden zu dür en , de_rcn iich bis jetzt das Wolhy-

yceum zu erfreuen hatte; dahin gehören sowohl die zu ver- nen Zeiten zum Brücn desselben gemachten Privat-Dotatio- d B“"äge/ als auch die Summen aus dcm_al1gemeinen '*'txs=Fonds- dxti Staats-Einkünftm und den Domamen. Ueber- “1 icht das Ktcwsche Gymnafiuni, nach dcn_1 unterm 8. De-

828 AUerhdchß bestätigten Reglement, seine Umgeüaltung

die dazu aus dem Reichsschaß bestimmten Summen erhalten

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bat, rrbitte ich für diese Universität alle Einkünfte aus dcm im

Jahre 18-45 von dem Adel dcs Kacwsäxen Gouvernements für das-

dßnge Gymnasium dakgcbkaclßrn, iet)! vernichrtcn Kapitale, mii xtnziger Ausnahme der alljährlich auf Erhaltung der Krciöscbulcn tk) Maxbnowka und Radoinucsl zu _vcrwcndendcn Summe und der rtr_1maltgen Ausgabe für die__crstc Etnrichtung ciner adligen Pension bei dcm erwähntcp (Hyninajmm._ -- Was die :*:ufführung dcr Ge:- bäude für die Universität des heil. Wladimir betrifft, so werden auf

_ . diesen Gegenstand, untcr Allerböcbürr,Genc mj un Ew. Kai crl. ow, Ephorus der Diöces Neustadt-Brandenburg, die , ' h g g s

Majestät, für's Erste folgende" Summen zu verwenden seyn; .:) das von__d_e1n_ verstorbcncn wirklichen Staatsrath Dcmidow für eine Uni- v_crntat in Kiew vermachte Kapital von (;(-,in):- Rubeln, welches 1th be? zii 200,000 Nudeln angcwaxlisrn iii; !*“) die aus der Kommission der gctsiltc!)cn Schul?" fürUeverl-iffung dcr (Eicbäude dcs Wolhyniscvcn Li)- crumöm chnicnrh eingegangenen 200,000Rubcl, und ::) die von dem Ka- vttcl_ drr Kaiserlichen und Königlichen Orden, zur Errichtung des Institutes für Rechts:Gelehrsamkeit, welches nun in den Umfang der gcnannxen Universität aufgenommcn wird, empfangenen "130,00" Rubel; glc_ic1)crgcüalt werdcn die, alljährlich aus dem Kapitel an dieses Justitia, auf de_n Grund des" Allcrhdnzst bestätigten Beschlus- ses dcs Vilntürk-Comtkö vom 9. Mm diesez 1833 Jahres, zu zah- lenden_ 12,900 Rubel fortan_ in den Grfammt-Brtrag der allgemei- nen Einnahmen der UniversitÉt drs heiligen Wladimir übergehen. _- Indeiy ich die Allcrhdchüe Einwilligung Eurer Kaiserl. Majestät in axle diese Vorschläge allcrumcrthämgst erbitte, habe ici) das Glück, hterbce zugletch dcn Entwurf des besonderen ukases an den dirigi- ren_dcn Senat über: dre HauthGcffcwsyunktc bei der Stiftung der Universität des heiligen Wladimir, Eurer Kaiserl. Majestät Aller- höchsien Anordnung gemäß, su unterlegen“

_ In Gemäßheic eines Allcrhdchscen Ukases vom 20tken d. M. iollen die Posten auf der Straße von Micau Über Polangen nach Preußen größtentheils aufgehoben und nur einige Statio- ncii, zum Behuf der „Beförderung der Reisenden und der Kor- rcipondenzim „InnertiKurlands und nach anderen Gouverne- ments beibehalten werden. Die Poststraße von Miran nach

- Libau und von da nach Memel erhält folgende „Direction: von

Miran über Dohlen, Beckhof und Fraucnburg nacl) Sihrun- den; von dort über Hasenpott nach Liban und dann überRuizan nnd Polangcn nacl) Memel.

Einem Allerhöchsk bestätigten Gutachten des Rciclzsraths zu,- folge, wird das den Gutöbefißern verliehene Recht, lasterlwfre und lüdrrliche Leute von ihren Gütern zu entfernen, mm» auf die Besißer von Fabrik-Gütcrn ausgedehnt.

Zn Irkulzk fing, den leizten Nachrichten zufolge, die Wii- terung wieder an urrägiuher für den Gerraidewuchs zu wer- ehl schon bedeutend im *preise“ gefallen :| und man auf eine ergiebige Aerndte rechnet.

Frankreich.

Paris, 2. De. Gestern Abend ertheilte der König dem, General,»)Natthieu umas eine Prtvat-Audienz.

Herr Cousin hatte vorgestern, begleitet von dem Handels; Minister, eine Audienz beim Könige. Es ist dir rich davon, daß Ersterm eine neue 'IITisfion nach Deutschland anvertraut werden würde.

Der im Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten an- gestellte Marquis von Bassano ist, wie die hiesigen Blätter melden, neuerdings nach Konstantinopel gesandt worden; er soll sich-von Marseille dahin einschiffen. Herr von Bassano iibcrbringt, wie man sagt, dem Admiral Roussin Depeschen von der höchsten Wichtigkeit in Betreff der neuen Schwierigkeiten, welche sich wéschen dem Sultan und dem Pascha von Aegypten erhoben a en.

In der Revue des deux Mondes liesr man: „Die mi- nisteriellen Zntrigucn, welche seit einigen Tagen schlummertcn, sind im Begriff, mit erneuter Kraft zu erwachen. Von dem Entlassungs-Gesuchc des Marschalls Soult ist allerdings nicht mehr die Rede; Herr Humann hat sich bereit erklärt, zu den von den Kammern zu vcrlangenden Zuschüssen die Augen zuzu- drücken, und arbeitet eifrigsk daran, für 18.35 ein neues “Nor- mal-Budget anzufertigen, welches dem von 18.54 sehr ähnlich sehen wird. Herr Thiers, von seiner Reise nach der Normandie zurückgekehrt, wo er mit unglaublicher Leichtigkeit Versprechungen gemacht hat, die er unmöglich erfüllen kann, beschäftigt sich jetzt nur mit Schauspielen und Gemälden. Herr Guizot und der Herzog von Broglie leben friedlich in dem Kreise ihrer Vertrau- ten, und legen sich mit Thätigkeit auf ein einziges, aber wichti- ges Gcschäft: ihre [ungen Freunde gut zu verheirathen. Es ist wohl lächerlich, aber doch wahr, das; dies mehrere Tage lang die. Beschäftigung zweier unserer Minister wm“. Da wir kcineNeui ; keiten verfcrtigcn, so ist es nicht unsere Schuld, wenn wir keine wick?- tigcren mitzutheilen haben. Herr von Argouc allein wachte inmitten seiner schlummernden Kollegen, und das Resultat der Departemen- tal-Wahlen erschien ihm so zufriedenjicllend, daß er von nichts Anderm sprach, als nun dem "*.*-«.;;th dcm Karlismus und dem Repu- blikanismus ein Ende zu machen, und alle Opposikionen mit ei- nem Schlage zu vernichten. Dcr kriegerische SchWung des Herrn von Argout hat sich bald den andern P?icglicdcrn dcs Kabinettes mit ctheilt, und unter dem einstimmigen Zuruf un- serer kühnen Okinisicr ist in einer ihrer letzten Sitzungen der Feldzug für die nächste Session entworfen worden; jene Sißung glich mehr einem Kriegs-Rathr, als einem Scaacs-Rathe.“

Zu einem Schreiben aus Bordeaux vom 470. Nov. heißt es: „Die Diligencen von Bayonne haben gestern Abend keine Flüchtlinge mitgebracht. In Folge des schnel1en OITarsclxs der Truppen Sarsfield"s und Caftaüon's, welche so mandvrircn, daß sie den Znsurgenten den Rückzug abschneiden, indem sie sich

wischen dieselben und die Gränze stellen, scheint es. daß die Zu- ?urgenten keinen anderen Entschluß fassen können, als sich nach Navarra zu flüchten. Nach den letzten Nachrichten sind Alava und Guipuzcoa-jejzt unter die Autorität der Königin urückge- kehrk. Der Hauptort der Znsurreccion, Bilbao, ist be etzt, und wenn es noch Aufrührcr in jenen Provinzen giebt, so wird man sie in den Gebirgen suchen müssen.“ -

Der Herzog von Granada ist unter der Begleitung eines Stadt-Sergeanten von Bayonne in Bordeaux eingetroffen.

Die Sonntags-Börse bei Tortoni war gestern noch mit

"1838.

zahlreichen Vciiäirs'rn !*csci. T'ii';T„, welchc *,;*i'z“;-.'“:'"r-.*i'1„ wie man versichert„ für Nc-k*:r'.117g ca:,«z d.. eisen. „'*'Y-äiis-xr dcirrrkiiciliat wurden, Und die („“*klit'wcl) :*,iik cin ii Ja!: von “.i- Ccmt. 7,21. “»IT-76119 brachten. *))?keii f1'0.(;t*: kick . rv jener :“Oanqiiict, [***-„'r brkmtmrlicv im Monat Ok.“;obcr !: :)cn ;iicürc-iokxti Courier: niewr ais 750,000 Fr. Rente gexaust hcitrr, sicli mit rixicm ?)?nizcn von wenigen Prozenten begnügen, nnd die Pariser Börse wieder einige Monate lang ihrem Schicksal t'ibcriaff-xn Wollte? Diese INeimmg, Welche geeignet wäre, einen nachthriligcn 'Einskns; aiif die Course auszuüben, sand wenig Glavbcn; man schrieb ziem- lich allgemein den vorgestrigen Verkauf der Nothwendichic zii, worin sich jener Banquier befinde, Kapitalicn anzuschaffen, Um verschiedene neue Anleihen kontrahircn zu können.

Durch die Entscheidung der Fakultat ist der Doktor Sam. son der Aclcere an die Stelle des Herrn Dupuwrrcn mit der Aufsicht übrr die chirurgische Klinik des hiesigen großcn Kran- kenhauses beauftragt ivorden.

Man schreibt aus Lyon vom 24. November: „Lange ha- ben die republikanischen Zeitschriften, auch unser Procurscur, versichert, die ?[rbciter-Affociationen in Paris, Lwon und jeizc auch in der Schweiz, hätten durchaus keine politische Farbe, son- dern wären lediglich Folge des allgemeinen Mißbrhagcns in der Industrie, und einer mangelhaften Gcwerbs-Geseßgebung; _die Leute dächten durchaus an nichts Anderes, als an eine ganz bil; lige Erhöhung ihres geringen Erwerbs, damit dieser nur in ei- niges Verhältniß komme mit dem Gewinnste der Meister. Nun aber ist es auf Einmal klar geworden, daß diese Affociationen politisch sind, und von der Gesellschafc dcr *))?cnschenrechte aus- gehen. Solches erklärt in einem ihrer neuern Blätter ganz offen die Tribune, indem sie fich ein „den patriotischen Vereinen und den Arbeitern gewidmetes Blatt“ nennt, und des Sonntags eine eigene Nummer für die Arbeiter auszugeben verspricht, um sie mir Nati) und That zu unterstüßen. Um obigen Ehrentitel bei den Herren Arbeitern zu verdienen, beginnt sie damit, die Nr- vember-Unruhcn [831 in Lyon mic_ Begeisterung zu besprechen, und zu versichern, daß der schönc chanke, aus dem sie entstan- den, fich schon über ganz Frankreich und Belgien verbreitet habe; von da geht sie auf ihr ();-11115540 eiezli-min Über, (Ulf dic. Nothwendigkeit, das monarchische Prinzip zu zerstören, und HOM hierin wesentlich von den Arbeitern in Paris, den Provinzen und dem Auslande unterstützt zii werden.“

In Aix erschien vor einigen Tagen ein gewnser „Jams im Theater mit einer rothen Nküße auf dem Kopfe. Dcr Polizei- Kommis'arius, drr ihn aufforderre, diesen KopfpuH abzulegen, ward von ihm auf eine unverschämte Weise beschimpft. Emme Augenblicke später befand sich Zalus, ungeachtet des lebhaftcsrén Widerstandes, in den Händen der Gendarmerie. Die aus 18 Y))?ann bestehende Eskorte, weiche ihn ins Gefängnis; abführen jollte, wurde auf dem Wege dorthin von einem Haufen von ungefähr 60 Republikanern mit einem Hagel von Sreinwiirch angegriffen. Zwei Gendarmen und der anwesende Polizei , B::- a_mce wurden verwundet: zu gleicher Zeit hörte man den Knall eines Feuergcwchrs. Zwei Offiziere, dir in diesem Augenblicke an der Spilze von 25 Mann hinzukamrn, wurden ebenfalls mit Steinwürfcn empfangen. Die Truppen griffen hierauf nm Nachdruck dic Aufrührcr an, und [aaccn sic 'in die Flucht; mei)- rere derselben wurdcn verwundet und verhafch, unter ihnen zwoi encfiohene Sträflingr.

Die Zahl der zu den Galeeren vcrurthetltcn Vcrbrcchr Hat so zuZenomtnen, daß die Absendung derselben tmch dcn Va.»,nos, welche sonst itnMci' erst am !. April stattfindet, diesesmal schon Ende Dezember vor sich gehen soll. '

Großbritanien und Irland.

London, 3. Dezember. Se. “Majestät der Kömg erchctl, ten vorigen Donnerstag dem Hannoverschen Qics-mdtsclmfcs-Sc: cretair Herrn Lichtenberg und gestern dcm Lord,.Kanzlcr Audienz. Die Königin ist- wieder ganz wohl und macht tägliche ?[Usfiüäc in die Umgegend von Brighton. " _ Am Sonnabend stattete Graf Grey dem Russischen Bor.- 1chafter, Fürsten Lieven, in Ashburnham-House cinen Bciiiä) ab.

In dicken Tagen hatten sich hier Gerüchte von eincm an- geblichen_ OITinißer-Wechsel verbreitet; Graf Gren, hicß ES, wrrde sich Zurückziehen, und Graf Durham sey vom Könige m_tt dcr Pidung des neuen Kabincts beauftragt. Dcr Colt.- ricr verticherc _aber, daß auch nicht das geringste Wahre an diesem Gerücht ici).

Lord Alrhorp ist am Sonnabend von hier abgereist, um Herrn Spring Rice auf desen Landsitz in der Nähe von Herr. ford u besuchen. '

Zn Hatficld-House wird, dem Vernehmen nach, noch im Lauf_dieser Woche eine Zusammenkunft der angesehensten Tories stattfinden. Man scheint den Hcrzog von Glocesrer, den Herwq voii Wellington, den Grafen von Roßlyn und Sir Roß. Peek] dajelbsc zu erwarten.

Dem GlobeÉufolge, wurden bereits Anstalten qccroiscti, um sowohl durch orlegung von Dokittncntcn als dnrch parla- mentarische Stimmen-Mchrheit der Frage wegen '.)[foichng dcr legislativen Union zwischen Großbritanien uéid Zrlmw, sobald sie in dcr nächsccn ParlamcncS-Session zur Sprache gcdl'acls-t würde, gehörig zu begegnen.

_ Herr James Brougham, Parlaments-Mitgiied für .*;i'ondal, liegtJ Brougbam-Hall gefährlich krank danicdcr.

* cr Courier versichert jelzt als ganz l'sikkmmk- daf; “YM" Babington Macaulay, Parlaments-Mitglied für Loch und Secrecair der Ostindischen Kontrolle, sick) nächstens tmc!) Oxim- dien begeben werde, indem er das sehr einträgliche Amt eines vierten oder ministeriellcn Mitgliedes dcs Conseils für die B0"; galisci)e Präsidentschaft angenommen habe. Dieses Amt wurde erst_durch die in der leßten Parlaments-Session durchgegangene O|mdische Bill gegründet. Es soll damit ein jährliches Cin,- kommen von beinahe 10,000 Pfuiid verbunden seyn. Für den Posien, welchen Herr Macaulay 1th im Ministerium bekleidet,

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