1876 / 19 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 22 Jan 1876 18:00:01 GMT) scan diff

_ Im weiteren Verlaufe der gestrigen Sitzung des Deutschen Reichstages erklärte der Abg. Dr. Reicheniperger (Crefeld) die Ansicht seines Vorredners, des Abg. Baer (Offen- burg), Nicht tbeilen zu können, daß, wenn man die Strafverfol- gung bci leichieren Körperverleßungen dcm Ermessen der Staats- anwaltschast überlasse, damit ein Versioß gegen das Legalitäts- prinzip geschehe; er sei für die Annahme des Antrages Herz. Der Abg. Dr. Lasker führte aus, dasz in der Kom- miifionsfaffring einfach im Nachsaße genommm sei, was der Vordersaiz zugestebt, es erscheine also die vom Abg. Herz bean- tragte Streichung Wilkommen gerechtfertigt, da die Frage des Legalitätsprinzips bei der Strafprozeßordnung zum Austrage zu bringen sei.

Der Referent Abg. Dr. v. Schwarze hielt es im Gegentheil für crforderiick), bis zum Erlaß der Strafprozeßordnung im Straigeichnck) diejenigen Vorschriften zu geben, weiche die Handhabung des Strafgeseßcs ermöglichen sollen. Die Fassung des Koxnmisfionsvorschlages möge redaktionell mangeihast sein, fie wiirde fick] aber bis zur dritten Berathung verbessern lassen; der Gedanke sei jedenfaUs ein fruchibarer und richtiger.

Das AmendemeniHcrz wurde hierauf 111111) einmaliger zwei- felhafter Abstimmung unter Zählung der Stimmen mit 142 gegen 103 Stimmen angenommen. Auch das Amendemetit Becker wurde für den Fall der Annahme der Regierungsvorlage genehmigt. Leßtere gsiangte jedoch nicht zur Abstimmung, da der Kommisfionsvorsckzlag mit dem Antrag:: Herz genehmigt wurde.

Die Nächstfolgenden §§. 240 und 241 (Nöthigung, Bedro- hung) wurden unverändert nach den Vorschlägen der Regierungs- vorlage, welcbs fick) von dem heutigen Strafgeseß durch den Weg- fall des bisber zur Bestrafung erforderlichen Strafantrages unterscheidet, obne Diskussion angenommen.

§. 247 bkstimmt in der bisherigen Fassung des Straf- gcselzbucbs:

„WSL? einen Diebstahl oder eine Unterschlagung gegen Angehörige, Vormünder, Erzieher odcr io1che Personen, in deren Lohn odér Kost er sich befindet, begeht, ist nur auf Antrag zu verfolgen.“

Die RegiernngSvorlage beabsichtigt, die Worte „oder solche Personen, in deren Lohn oder Kost er fick) befindet“ wegfallen zu lassen.

Dagegen hat die Kommission folgende Faffung vorgeschlagen:

„Wsr einen Diebstahl oder eineiinterschlagung gegen Angehörige, Vormünder oder Erzieher besebt, oder Wer einer Person, zu der er im LebriiygsWrbältnisse steht, oder in deren bäuSlicbcr Gemeimchaft er ais (Hcfinde sich befindet, Sachen vdnuubedeutendem Wertbestieblf oder untcrscblägt, ist 11111“ auf Antrag zu Verfolgen. .Die Zurücknahme des Antrages ist zulässig.“

Außerdem beantragte die Kommission, die weitere Bestim- mung des Paragraphen, wonach ein Diebstahl unter Ehegatten strasos ist, durch den Zusaß zu beschränken: „während das eheliche Zusammenlcben foridauert.“ .

Der Referent 1)1'. 11. Schwarze hob hervor, daß sehr viele Klagen 11er die: bisherige Behandlung des Ha11sdiebstah1s nur darin ihren Grund hätten, das; dis Gerickgte die Worte „oder solche Personen, in deren Lohn oder Kost er fick) befindet“, sehr verschieden iuierpretirten. Die Kommission glanbe deshalb d11rch eine klare Bestimmnng dieses Vsrhältniffes dem praktischxn Be- dürfnisse zu entsprechen. Wenn 111111 allerdings der Ausdruck

„Sachen von unbechtendem Werthe“ etwas unbestimmt Tei,'so glaube er dock), daß dies in der Praxis nicht zu Unz111rag11ch-

keiten führen werde. Der Abg. Thilo wünschte zwar statt des unbestimmten AUsdrucks „von unbedeutendem Werihe“ lieber die Llufstellnng einer festen Grenze, 11191112 aber dock; dem Vorschlag der Kommission, da er den praktischen Bedürfnissen 8111113191119, 1391- stimmen. Den ZnsaH im zweiten Aiiiiea dagegen; „währrnd das ebclichc 311111mme111cbcn da11ert“hielt er nicht für zwxckmäßig. So lange die Ehe nicht geschieden sei, habe der StaatkemeBefngmß, das eheliche Verhältniß irgendwie zu kcmtroliren odor in dasselbe einzugréifen. Der Abg. Westermeyer sprach fick; von seinem Standpunkte ais Gcist1ichcr ebenfalls entschieden für die Strcicizung dcs Zuiaßes „während des ehelichen Zusammenlebens“ aUs, da dadurch eine anßerordentliche Erschwerung der Sübncversuche zwischen getrennten Ehegatten Herbeigefiibrt werde. Durch Kluf- nahme des betreffcnden Paffus werde die Hoffnung aufWicder- versöhnung in weite Ferne gerückt, und dock; halte gerade cine wiederversbhntc Ehe fester, ais eine nie getrennte. Abg. Stenglein hielt es andererseits für durchaus Nothwendig, daß getrennt lebende Ehegatten in ihrem Eigentbums- rechte gegen einander geschützt Werden. Die Fälle, in_denen [Üderiici]: Ehemänner ihrer ordentlichen Frau ihre Habstbgkxitcn wegnähmen, seien gar nicht selten. Ein solches öffentliches Aergerniß dürfe nicht ßraflos bleiben. Der Abg. Dr. Reichen- spcrger (Ersfeld) vermißte den NachMis eines Bsdiirfniffcs, Lehrlinge, Dienstboten und ähnliche Personen im Falle eines Vergehens gegen das Eigenthiim milder zu behandelii als Andere. Die Sicherheit in den Hausbaldingen werde dadurch erheblich beeinträchtigt. Dcr Ausdr11ck „von 1111bed811tendem Wcrthr“ sei so dchnbar, daß der StaaTSanwalt und der Richter bei der Beurtheilung des einzelnen Fach gar keinen Anhalt habe. Er beantrage deshalb die Wicderixrsteiiung der Regierungsvor- lage resp. die Streichung der Worte „oderwer einer Person“ bis „stiehlt odcr unterschlägt“ in der Fassung der Kommission. In Bezng an die Diebstähle unter Eheleuten stimme er dem 21111611- demeni des Abg. Thilo bci, weil außer den bereits angegebenen Gründen der Ausdruck „eheliches ZUsammenlcbcn“ zu vicicn Kontroversen Anlaß geben werde. Abg. 131. Tbiel wies darauf hin, daß das frühere persönliche Verhältniß zwischen Disnstberrscbast und Gesinde namentlich an dem Lande fast voklßändig geschwunden und also eine mildere Behandlnng 131111 Vergehen gegen das Eigenihum von Seiten der Disnstboicn durck] Nichts gerechtfertigt sei. Er beantrage deshalb, in der Fassung der Kommission die Worte: „()de in deren hänslicber Gemeinschaft er als Gcfi'ide fick) befi11d11“ zu streichen. Dcr Abg. 111“.Lasker hielt die Aenderimgen der Kom- mission fiir wesentliche Verbeffcrungen der ngikrungsvoriage. Allerdings sei der Ausdruck „11011 unbedeutendem Werthe“ etwas dch11bar, man könne aber die Benrtheilung desselben 01,112 Bedenksn dem Richter übcrlaffen, insbesondere weil jener Aus- druck bereits an einer anderen Stelle im Strafgesex, gebrancbt sei. Der Abg. v. Sancken-Tarpntsck72n bestritt auf Grimd eiiier dreißigjährigen praktischen Erfahrung die auf rein theoretischer Kcmiiniß der ländlichen Verhältnisse bernhende Vebanptnnq des Abg. Thiel, daß das Verhältniß zwischen der Herrschaft und dem Gcsmde erheblich gelockert sei. Und selbst wenn dies der Fall wäre“, würde man zu einer Befestigung dieses Verhältnisses viel mehr bkitragen durch die Annahme der KommissionSvor- sch1ägk, als durch das Nmendement des 21bg.1)r.T1)iel. Der Abg. 01.13. Schulte erklärte fichgleichfa11sfür die KommiifionSWrsckzläge, da die Regierung die von ihr vorgcsckylagkne Abändernng der bisherigen Bestimmnng des Strafgeseßbuches durch Nichts mo-

tivirt babe. Bezüglich der Bestrafung des Diebstahls unter Ehegatten stimme er aus den bercits angegebenen Gründen dem Amendement des Abg. Thilo bei.

Nachdem der Referent Abg. ])r. 1). Schwarze die von dem Abg. 1)1“. Lasker gegebenen Erlänterungen zur Interpretation der Kommisfionövorsohläge durchiveg bestätigt und die lebteren nochmals zur Annahme empfohlen hatte, wurden die Amend?- ments der Abgg. 131. Thiel und Reichensperger (Ersfeld) abgelehnt, dagegen der Antrag des Abg. Thilo auf Streichung der Worte „während das eheliche Zusammenleben dauerk“ angenommen, und mit dieser Modifikation sodann der ganze §. 247 nach den Vorschlägen der Kommisfion genehmigt.

Um 4 Uhr vertagte fich das Haus.

_ Der Deutsche Reichstag feßte in seiner heutigen (35,) Sißung die Beratbung der der 1111. Kommission überwiese- nen Paragraphen der Strafgeseiznovelle (s. Nr. 12 13. B1.) weiter fort, und genehmigte ohne wese1111iche Debatts die §§, 263 (Vorspiegelung fulscher Thatsachen), 292 (Unerlaubte Jagd) und 296 (Unberechtigtes Fischen), (leßtcrcn nach Streichung des zwei- ten AbsaHys) in der von der Kommission vorgeschlagenen Fas- s1111g. Beim Schluß des Blattes ging das Haus zur Berathimg des §. 303 (Vorsäßliche Beschädigung fremder Sachen) über.

_ In der Sixznng der Reichstags-Kommission zur Vorberathung der Entwürfe eines Gerichtsver- fassungs-Geseßcs, einer Strafprozeß-Ordnnrxg und einer Civilprozeß -Ord1111ng nebft Einführungs- geseßen wurde 1111119. d. M. der neunte Titel „Staatsanwalt- schaft“ berathen. Die §§. 114_117 wurden nicht beanstandet. Bei §. 118, welcher den Saß enthält, daß die Beamten der Staatsanwaltschaft den dienstlichen Anweisungen ihrer Vorgeseßtcn nachzukommen haben, entspann fick; eine längere Debatte über die Frage, ob und inwieweit der Staatsanwalt auch in der mündlichen Verhandlung bei Siebung seiner Anträge an die Anweisungen seiner Vorgeseßten gebunden sei. Darüber herrschte keine Meinungsverschiedenheit, daß er bei Prüfung der Beweisfrage durch Jnßruktionen nicht gebunden werden könne; die Differenz bezog sick] Hauptsächlich darauf, ob er auch eine von der Ansicht seiner Vorgeseßtm abweichende recht- [iche Ansicht bei den nach dem Schlusse der Beweis- aufnahme zu steilendcn Anirägen vertreten könne oder nicht. In dem ersteren Sinne entschied sich die Kommission durch Annahme eines Antrages der Abgeordneten Reichenspsrger und Miquel. §. 119 erlitt keitqen Widerspruch. §. 120 führte zn einer eingehenden Erörternng über einen Antrag des Abg. Lasker, wonach nach dem Vorbilde der in Hannover und O1- denburg bestehenden Einrichtungen das Amt der StaatSanwälte durch Richter mittelst widerruflichen Auftrags versehen werden soll. Dieser Antrag gelangte mit einigen von den Abgg. v. Forcade und Struckmann beantragten Modifikationen in fol- gender Gestalt zur Annahme: §. 120 Abs. 1. Der Ober-Reick)s- anwalt, die Reickzsanwälte und die Obcr-Staat-Zanwälte find nicht richterliche Beamte. §. 12111. Das Amt der StaatSanwälte wird durch Richter, Welche mindestens zweiIahre Mitglieder eines Gerichts gewesen find, auf GkUUd cines danemiden, aber jeder Zeit widerruflichen Auftrags ausgeübt. Denselben wird für die Dauer dieser Amtsführung eine besondyrs BesoldungSzulage Neben ihrem richterlichen Gehalte gewährt. _ Wird der Auftrag zurückgenommen, so müssen fie fick) bei ihrem Rücktritt in die richterliche Stellang eine mit Vcrkürzkng ihres richterlichen Ge- „alts nickyt verbundene Verseßung an ein anderes Gericht desselben Ober-Landesgerichisbezirks gefalTen lassen. _ Eine voriibkrgcbcnde Vortrctmig eines verhindkrten Staatsanwalts 1111111 von dem Vorstand: eines Gerichts einem Richter übertragen werden. F“. 1211). Zar Annahme eines danernden Auftrags find die iichier nicht verpflichtet. Die erfolgte Annahme kann nicht zurückgkzogen werden; jcdock) kann der Richter nach drei Jahren seinen Rücktritt in eine richterliche SteUUng verlangen. _ Während der Richter das Amt eines StaatSanwalts versieht, steht er anf dem Besoldungs- etat der Richter. Er kann richtcrliche Geschäfte nicht wahr- nehmen. Verscßmigeii gegen seinen Willen diirfen, wenn fic nicht das Ergebnis; eines Disziplinawerfahrens smd, nicht zu einer Schmäierung seincs richterlichen Gehalts führen.“ Schließ- licl) gelangte §. 122 mit einem vom Nbg. Siruckmann bean- 1ragte11 Zusaße zur Annahme, daß eine Dicnstauffickzt über die Richter der Staatsanwaltsckwst nicht übertragen werden dürfe. _ Es find gegenwärtig nur noch vier Paragraphen des Gerichtsberfaffungsgcseßes rückständig.

_ In der heutigen (5.) Plenarfitznng des Hauses der Abgeordiieten, welcher am Ministeriischc die Staats-Minister 111. Achenbach, 111. Falk und 131“. Friedenthal beiwohnten, theilte der Abg. Vernards mit, daß er ziim Forstmeistcr mit dem Range eincs Regierungs-Ratbs ohne (Hösbaltserhbhnng er- nannt worden sei. Mit der Frogs 11er die Fortdauer des Mandats des Abg. Vernards wird die Geschäftsordn1111gs- kommission fich beschäftigen. Der Präsident vcrbffe1111ichte sodann die Namen der Kommissarien für die 17 Etatsgruppcn, welche die zweite Berathung des Budgets vorbereiten folien, Und das R€s111111tder Wahlen und der Konstiiuirung dcr Fachkom- missionen:

]. Für die Geschäiisordnmig2 die Abgg. Wachler (Vors.), 1). Tenzin (Stellv.), Eignowski, Hancke (Sch1*iftf.).

1]. Für Pciitionen; 1)1“. Gncist, 1)r. Petri, v. Behr, v. Goldfus, Lehfcldt.

111. Zur Prüfimg des Staatshanshalts=Etais: v. Benda, 1)1. Virchow, 1). Grote, Schröder (Königsberg), O1“. Seelig, Tiedemann.

117, Zur Prüfung der allgemeinen Rechnungen: 131. Vir- chow, 111". Hammaclger, Or. Dohrn, Strecker.

1', Für das Instizwesen: Loeivenftein, Droese, Wittrock, DUlheuer,

&']. Für das Gemcindewesen: Delius, Runge, Wagner (Stargard), Gajewski.

1711. Fiir das 11111errichtSwesem 131, Techow, 1)r. Panr, 111. Wanchs, 1)1“. Lindemann.

7111. Für die Agrarvcrhältniffe: Sckzellwiß, Frhr. v. Schor- lemer-Alst, Albrecht, Henze.

Auf der TageSordnung stand die Verlosung der Inter- pellation des Abg. Dr. Virchow und Genossen, betreffend die Publikation der General:Synodalordnung. Dieselbe lautet:

„Nach Erklärungen des Herrn Kultus-Ministers schien die Ab- ficbt zu bestehen, den aus den Beschlüssen der Generaisynode hervor- gegangenen Entwurf einer Geueral-Synodalordnuna ohne Mitwirkung der Landesvertretung mit der Sanktion Sr. Ma'estät des Königs als landeskircbliches (911913311 publiziren. In der bronrode ist aner- kannt, daß eine Reihe von Bestimmungen der landeSgeseßliÖen Sanktirn bedarf, und daß eine hierauf bezügliche Vorlage dem Land- tage zugehen solle.

Uni:: dissen Umsiändcn richien die Untsrzei-Fyncten an die König-

licbe StaaisWMrung die Anfrage:

Bestebt die Absicht, bei vsrsammxliem Landtage die General-Synodal-

ordnung als [Kudeskircblicbcs Gese'v zu publizirer; und einseitig die-

jsnigsn Punkte 31: bézeirbnen, für diren FcststeÜung die Mitwirkung

1113 Landtages 1115 Udekklick) zu er1chten sei?“

Nachdrm der StaaM-Minister 1)r. Faik fich zur sofortigerr

Beantwortung dcr Iriierpeildtion bereit erklärt hatte, motivirte der Iutérpeilcmt seine Anfrage, obwohl ihr Hauptzweck durch die gestern erfolgte landeskirrhlick)? Publikation der Synodalordnung durcb AUcrböcHfte Verordnnng aufgehoben sei. Selbst die so pubiizirte Synodalordmmg habe P1111kte, 1112111111 die geseßmäßige Mit- wirkung du's Landtages erforderten und welche selbst 111111) nach der Publikation in der Geseysammlmig mit landesherrlicher Sank- tion abgelehnt werden könnten. Durch einen solchen eventuellen Vorgang wiirde die AUerböckzfte Autorität nicht gestärkt. Auch könne der Landtag fick) nicht die Bcichränkung gefallen lassen, daß die Regiernng einssiiig die 5131111116 fefisteilen solle, Über welche der La11dtag mitzusprechen habe. Auel) die Kompetenz, des Monarchen, la11deskirch1iche Geseße als Träger b-és Kirchw- regimebts zu 6111111211, das Beßeuer11ngsrecht der Synoden _ seien Fragen von höchster staatsrechtliäier Bedeutung, welche bei dieser Gelegenheit zum endlichen Austrage gebracht wsrdsn müßten. Der StaatS-Minifter 1)1*. Falk ent- gegnete, daß gerade die Riicksicht auf die Interpsliantcn zu dem gerügten Vorgehen geführt habe, damit sie mit voller Kenntnis; des Thatbestandes in die Behandlung der InterpeUation eintre- ten könnten. Die Regierung beabfichtige keineSWegs eine neue ki1'ch1ick)e Legisiaiion neben der weltlichm zu stabiliren, sondern fie werde baldigst einen Gesechtwurf über diesen Gegenstand einbringen, wobei der Landtag seine Ansicht durck) Beschlüsse wie bei jedem anderen Geseß geltend machen könne. Das diesmalige Vorgehen sei dem vom Hause als korrekt und einzig korrekt anrrkannten Vorgehen im Jahre 1873 analog und durch die Li'ufbebung des Art 15 der Verfassung diescr Ana- logie nickzt entzogen worden. Das landesherrliche Kirchenregiment sei historisch begriindet u11dfak1isch da, Nach hätten die friiheren Publikationen von landesherr1ichen Geseßen ohne vorherige xaßdesgeseßliche Sanktion nicbt zu prakiischcn Inkonvenienzen ge- ü rt. Der Abg. Dr. Virchow erkannte die heutigen Ausfüh- rungen des Ministers als korrekt an und verzichtete auf die weitere Besprechung seiner Interpellation. Die nächste Sißung wird nach dem Schluss der heutigen Reickzstagssosfion anbo- raumt werden.

_ Der DicZziplinarhof für 11ichtrichterliche Be- amte trat heute im Gebäude des Kamuwrgerickzts zu einer Sißung zusammen.

_ In den deutschen Münzstätten find bis zum 15. Januar 1876 gxprägi: an Goldmünzen: 982,105,100 sib Doppelkronen, 304,129,160 „46 Kronen; hiervon anf Privat- recbmmg: 89,887,345 114; an Silbermünzen: 25,915,620 „16 5-Markstücke, 110522854 «FH 1-Markftücke, 12,727,977 «14 50- Pfennigstücke, 20,373,212 „16 20 Y 20-Pfennigftücke; an Nickelmünzen: 13,089,743 «46 90 ,I 10-Pfennigstücke, 7,408,523 „16 45 H 5-Pfennigstiicke; an Kupfermünzen: 4,697,721 «M 30 H 2-Pfonnigstiicke; 2520031114 37 „(Z 1-Pfennigstücke. Gesammiauspriigung: an Goldmünzen: 1,286,234-,260 „15; an Siibermünzeu: 169539663 «14 20 «5; an Nickelmünzen: 20,498,267 “W 35 J; an Kupfermünzen: 7,217,752 «16 67 ,;Z.

_ Das Anlagekapital der Staatseisenbahnen belief fick) Ende 1874 M 1,016,021,082 «M; dasselbe ergiebt nach dem Etat pro 1876 54,694,211 („161 oder 5,3; 945. Ueberschuß. _ Die Zinsgarantie, welche dcr Staat für Eisenbahnen über- nommen bat, erstreckt fick) zur Zeit 1111f479,435,940 116 Im Besiß des Staats befinden sick) 2,789,400 116. Oberschlefische, 6,384,600 41-6 Stargard-Posencr, 9,000,000 „14 Berlin-Hamburger und 5700 117; KdtimbZ-Schwilochsee, zusammen 18,179,700 41-6, Eiienbahnakticn.

_ Für das Jahr 1875 waren zur Klassensteuer in Preußen veranlagt 4,850,791 Personen mit einem Steuerbetrag v01144,495,262.1(:, und zwar für de 1. Stufe (420-660 „16 Ein- kommen): 2,41(;,271 Personen mit 7,248,813 „16, für die 2. Stufe (660-900 1171): 1,167,829 Personen mit 7,006,974 114, für die 3. Sthe (900-1050114): 419,990 Personen mit 5039880 «46, für die 4.S111fe (1050-4200 1111): 203073 Personen mit 3,046095 «46, für die 5. Stufe;(1200_1350«16): 151,126 Per- sonen mit 2,720,268 «16, für die 6. Stufe (1350-1500 146): 126,434 Personen mit 3,034,416 „15, für die 7. Stufe (1500_1650 1111): 78,781 Personen mit 2,363,430 «46, für die 8. Stufe (1650_1800 „161: 80,418 Personen mit 2895048116, für di? 9. Stnfe (1800-2100 „!(-_): 57,255 Personen mit 2,404,710 117», für die 10. Stufe (2100-2400-16): 64,499 Per- sonen mit 3095952 1112, für die 11, Stufe (2400-2700 146): 40,717 Personen mit 2,443,020 „46, fiir die 12. Stufe (2700-3000 1171): 44,398 Personen mit 3,196,656 „11

Zur klassifizirten Einkommensteuer Waren für das Jahr 1875 veranlagt150,496 Personen (darunter 9781 Per- sonen, die im Vorjahre zur Klaffensteuer veranlagt waren) mit eiiiem Steuerbetrag von 301618260111 (darunter an Einkommen- steuer von im Vorjahre zur Klaffensteuer Veranlagten: 987,804 116.1; 11. 21. waren zur 1. Stufe (Steuersaß: 90 116) veranlagt 43,873 Personen, zur 10. Stnfe (3241-16): 2847 Per- sonen, zur 25. Stufe (2520 116): 108 Personen, zur 50. Stufe: 1 Person mit 39,600116 znr 87. (lebten) Stiife: 1 Person mit 106,200 (16.

_ Der Semiiiarpriester L. zu S. batte, ohne die durch das Geseß vom“ 11. Mai 1873 vorgeschriebene Qualifikation zu bcfißen, in der dortigen katholischen Kircbe den Nachmittags- gottesdienst und das Hochamt abgebalten und wurde auf Grund des §. 2 de:?) (diciexzes vom 21. Mai 1874 wegen reehts- widriger Vornahme geistlicher Amtshandlungen angeklagt und in zweiter Instanz vom Kriminalsenat des Appellationsgericbts zu 21. vernrtheiii. Die vom Angeklagten dagegen eingelegte Nichtigkeitsbesck)wcrdc, in der er betonte, daß die Hand- lungen, wegen deren Vornahme er bestraft worden, 1111111 Amtshandlungen seien, sondern nur geistliche Juukiionen, deren Vordahme das Gcseß nicht mit Strafe bedrohe, wurde vom Ober-Tribunal durch Erkenntnis; vorn 6.311- miar d. I. z11rückgewiesen. „Ter Angeklagte“, führt das Er- kenntnis; aus, „ist der ZUwiderhandlung wider den §. 2 des Geseßes vom 21. Mai 1874 wegen Abhaltung des Nachmittags- gottesdienstes und des Hochamts für schuldig erklärt worden. Der Nachmittagsgottesdienft aber fowohl, wie das Hochamt ge- hören, wie 11ach allgemeinen kirckzenrechtlichen Grundsäßcn nicht bezweifelt werden kann und in der Rechtsprechung des Ober- Tribunals vöUig feststeht, zu den geistlichen Amtshandlungen

im Sinne der Maigesehe und dürfen daher von einem Geist-

lichen, we1cher den Vorschxiften der §§. 1-3 dés Geseßes vom FerdMZi 1873 nicht Genüge geleistet hat, nicht vorgenommen en .

, ' _ §. 257 des Reichs-Sirafgeseßbuckws bxstimmt, das; Der- ]entge, welcher "nach Begehung eines Verbrechens oder Ver- gebens dem Thater oder Theilnehmer wissentlich Beistand letft_et_,'um denselben der Bestrafung zu entziehen, wegen Begunftlgung mit Geldstrafe oder Gefängnis; zn bestrafen ist. Zum Tbcitbestande dieser Strafbestimmung geniigt es, nach einem Erkennxmß des Ober-Tribunals vom 5. Januar d. I., daß der Thater durch seinen Beistand bkzweckthat, cinen Verbrccher2c. der Bestrafung zu entziehen, dagegen ist nichi erforderli11), daß dieser Zweck erreicht, am wenigßen, daß die Verurtheilung oder Strafvollstreckung definitiv unmöglich geworden sei.

. „_ Zur Behebung laut gewordener Zweifel hat der Finanz- Minister durcb Cirkularreskript vom 9. d. M. bestimmt, daß die weiblichen Stiicke dds Roth- und Dammwildes vom 1. Januar bis 15. Oktbber des auf ihre Geburt f01genden Jahres als Schmaltbrerd anzusyrechen resp. zu verrechnen find. Dasselbe grit vom Rehwckdc bezüglich des Ansprechens als Schma11ehe. Hiernach ist vom laufenden Jahre ab zu verfahren.

Königsberg, 20. Januar. Der Provinziallandtag beschloß m Sachen des Chausseebaues in seinen lebten Stßungen nach 1angerer Diskussion die Aufnahme einer Anleihe, ohne mdeß bestimmte Beschlüffe Über die Modalitäten derselben zu fassen.

.Bayernx .München, 20. Januar. Die Frau Her zdgtn ng1m111an hat, nach dem heutigen Morgenbulletiii, d1e_ Nacht 111 ununterbrochenem Schlafe zugebracht, und ist ein weitßrer Kraftcverfall seit gestern nicht zu bemerken. Nack) dym bruiigen Abendbulietin ist der Zustand der Frau Herzogin be- friedigend. Wie 'die „Allg. Ztg.“ außerdem vernimmt, schöpfen die Aerzte neuerdings einige Hoffnung auf Wiedergenesnng der hdhen Kraniexi. _ Irn Befinden des Generals v. Brodeiser zeigt sick) _ermge Besserung, so daß man die Hoffnung auf WLFETÜLMLÜUUJ des hochbejahrien Offiziers noch uicht ganz auf:- gie .

H„xffen. Darmstadt, 19. Januar. (Karlsr. Ztg.) In der Rodelshetmer Affaire ist die Anklage 111111] auf den Kaplan Landvogt in Offenbach ausgedehnt und er sowohl, wie ])1'. Haffn'er'un'd ])1'. Raich zu Mainz find a11f den 28. 1). vor das Polizeigericht in Homburg unter der Beschuldigung zitirt worden, oh1ie_ vorschriftSmäßige Anzeige in Rödelsheim 1111 Steile des susPendtrien Pfarrers Hungari gepredigt :c. zu haben. 311 Monsheim (Rheinhessen) smd mehrere hervorragende Mitglieder der Landessynode eingetroffen, 11111, wenn mög- lich, den beabficbtigten Maffenaustritt dortiger Protestanten aus der evangelischen Kirche zu verhindern, zu dem fie in Folge,der_ Veschliisse der Synode eiiisckiloffen smd, wie be- kanntlich 'em gleicher Schritt aus gleicher Ursache von iiber 100 proieftantisckzen Männern neulich in Riiffelsbeim erfolgt ist.

MecklenburgZSchWerin. Rostock, 21. Januar. In Bezug a11f den Aritkel des Professors 131. T1). Mommsen in Berlm, 1m Jandiarhxfte dxr „Preußischen Jahrbücher“, in wel- che111 dersedlbd Mittheilt, d1e philosophische Fakuliät der Universitat zucRostock habe im Jahre 1873 den Doktor- titel auf Grunduemer Abhandlung ertheilx, die später als Plagiat erkannt set, veroffentlicht die Fakultät nachstehende beiden Be- kanntmachnngen:

Nachdxnz die untyrzxicbncie Fakultät die (stißbéit Eihaiikii bat, daß d1c bei 1br zum ZWCck der Promotion von dem Hrn. Wiihelm ng11“) zu Berlin eingereichte Abhandlung: „Abriß dsr römisiben 11111) chr11111chen Zeitrkcbnung, 215611111 1873“, ihren Ha1111ibx1't1111dtbcilc11 nacb fremdes Cmsntbum 111 (vcrgl. „Börsenblatf für den dsutskben Buchhandel“, (1. (1. 29. Dczkmber 1875, Nr. 301 ]). 4786), erklärt sie dw von 11); 11.11. 8. Juli 1873 vrklzogena Promriidn dcs Hrn.;Dabis selbstberstandlick) für 111111 und nichtig.

Rostock, de11_ 18. Jgnuar 1876.

Die philosopyiixbe F1k1111ät der U11i1)€1'fität Rostock. 1)1“. Graf 3111 Lippk, . _ _ _ d. Z. Dekan.

D1e Erfahrung, daß die bisherigen Pwmoiirns-Bcstitnnnmgen dex untcrzeicbnexsn Fakultät derselben keinen 1111xrciche11den Sch1113 vor Tauschung gewabrt 111111111, bat fie zu 121111 2311151111"; veranlaßt, die n"a_c_1) F. 3, ihrer Promotidns-Vssjimmungcn in gewisicn Fällen zu- lanige Dispßnsatidn vom 111ündlichen Examen fortan nicht 111811r cin- treten zu lasien.

Rostock, den. 18. Jgnuar 1876.

Die pbiioiopbiicbe Fakultät der Universität Rostock. [)r. Graf ZUr Lippe, d. Z. Dekan.

Sacksen=Weimar-Eifeuach. Weimar, 20.J11111111r. Der Landtag wird nach der ,Magdeb. Ztg.“ schon (1111 9. Fe- bruar zu einer anßerordentlichen Sesfion, die etwa drei Wooden daucrn wird, zusammentretsn. _ Gestern war der Medizinal: Rath [)1'. Matthes aus Eisenach hierher berufen, um dem Groß- herzog über die Frankenheimer TyphuÉHepidemie Vortrag zu erstatten. Die Zahl der Kranken hat zwar zugenommen, doch find neue Todesfäile nicht vorgekommen; die eingerichteten Lazarethe bewähren sich.

“Anhalt. Dessau, 20. Januar. Die Prinzessinnen Friedrich und Hilda find von einem mehrmonatiichen Be- suche bei der Prinzessin Wilhelm von Schaumburg-Lippe in Nachod gestern hier wieder eingetroffen. _ Aus dem bereits gestern erwähnien Berichte der Budgetkommission er- geben fick) noch_f1)1gende Thatsachen: Das Land bcsißt ein großes_ Domamalvermögen, dessen Erträge indeß einer wesenilrchen Steigerung nicht mehr fähig sein dürften. (46 Domänen mit Über 1,1 Mill. Mark, durchschnittlich pr., Hektar 80 111: Ertrag; bedeutende Einzelpachtäcker und Wiesenflächen; an Forsten fast 22,000 Hektar mit durch- schn1ttlich 201411 pr. Hektar Ertrag.) Die Staatsschuld ist nur noch gering, ihre Tilgung in einem verhältnißmäßig kurzen Zeitraume gesichert, ohne daß es besonderer Anstrengung bedarf. (Die Staatsschuld, die 1869 abzüglich der Aktiva 13,290,430 „M betrug, beläuft fick) jeßt auf nur 1,466,948 «15., so daß in ungefähr (; Jahren die Verminderung beinahe 12 Millionen betragen hat.) Endlich wird die in fortwährendem Wachsen begriffene Steuerkraft des Landes, gegeniiber andern Ländern, in sehr mäßiger Weise in Anspruch genommen. _ Nach der ,Cöth. 3.“ werden in diesem Jahre die Kommunal- und Kreisfteuern in den Städten, und namentlich in den Kreissiädten das 23- bis 3fache der Staatssteuern erfordern,

Oesterreich - Ungarn. Wien, 21. Januar. Wie dem „Pefter Lloyd“ aus Wien geschrieben wird, sol] die Veriagung des Reichsrathes mit dem 20. Februar 1). I. zu gewär- Ugen sein.

_ Der Eisenbabnausscl) 1111 des Abgeordnetsnbanses hat deix Antrag des Referenien, betreffend den auf Staatskosten auszUiUbrenden Bau der DonaU-Uferbahn 111111 Nußdorf bis z1-1r StadelaUer Brücke mit 611113!) Abzweigung 11011 Nnßdorf zur Ver- bindUng mit der Fraiiz-Iosefbahn, gsnehmigt.

PM, 20. Januar. Jm Nbgeordnctenbanse fand hcut die „Berathung der Régicr1111gsv01'1age Wegen Einlösung von 20 bis 22 Millionen Schußbdnds ans drr zweitdn Hälfte des ReNtcnanlehens stati. Heiß) und Simonyi sprachsn da: gegen; [syterer steUte den Beschlnßantrag a11f21b1611111111g der Porla'gs; Bujcmovics bieTt den Gesetzentwnrf gleichfalls für ube1f111i11g, erklärte jedoch, ibn ur11chr der Bedingung anzuneh- 111611, daß der Miiiiftec angewiesen bleibe, iiber die mesrfion eine désondsre Vorlage zu machen. Wabrmann kann zwar diese “Fmanzoperaiion nicht als eine Konvkrfion betrachten; nach- dkm aber schon im RöntenanleibeZesoß ausgcsprocbrn worden sei, das; 1111?» drm Anichen cin T*“.zeil der Sckgaßbonds eincxelbst wcrderr soil, naszm er die Vorlage an. Hierauf ergriff der Finanz = Minister Szell für die Vorlage das Wort.

. Nach dem Finanz : Minister vertbcidigte dcr Präfidcnt des J'MÜUZÜUSsckZUffCS Zsedeiiyi dieKonverfioiisvdrlage, 11wra11f diesslbe vorn ganzen Hause, die änßersie Linke- ausgenommmi, im §1111131?- memen angenommen wurde. In dsr Spezialdebatte wurdcn Mehrere oppositionelle chndcnwnts 111111] eingehender Polemik Seitens des Jinanz=Miiiisters verworfen nnd die Vorlage gänz: 1111) unverändert vdiiri. Hierauf wurde dis Spezialdebaiic 11er die„Vcrwa111mgsausschiiffe fortgesetzt. Pata Herics trat für die Stadte „ein, als Fbrderiimcn Höherer Kultur und bbbercn Sinnrs s11r Freiheit. Ter RefereiitG-Uiliior eatgeanete mit dem Hidweise auf die Haupttendenz der Vorlage, dic G111chariigkeit der Vcr- waltUng im ganzen Lande herzustellen.

' Niederlande. 17. Januar. Im Beginne dcr beuiiqen S1Hu11gderE-rste11 Kammer der Gcneralstaaten1n1c1,te derKownirn- Minister Minheilmig von teiegraphisch)e11 Meldungen aUs Nt- chi11,we1che Über die dortigen Ereignisse vom 1. bis 13. Ia1111ar Nackzsiehendcs berichten: Die Kamponqs Garni uiid "Lampadang wurden, da fie das Vivbnnk der inederlandischen Truppen zu Vakcnbaden beschossen, einge- aixhcrt. Die Kommnnikation mit Oleh-lsk) wnrde gefichert. Tr'e ßark befestigte SteUnng Vital - Lamtermin, von dem Feinde infolge derhManövcr der nisderiändifchen Kolonnen verlassen, wurde besexzt. Dic Befestignng von Vakenbaden Wblkde iorigeseßt und eine Schiffbriiche 111191“ die Lagune bci Sinangrr hergesteUt. Es wurde eine Rekognoszirung nach dZn [)( Mukim hin aUsgeführt, wo man aaf ein sehr un- gunstiges Terrain stieß und eine Expeddibn 111111) Lamienqa und Sgboyg unternommen. Bei der Moschee Lamicngn 1191 c1_11f feindlicher Seite Panglima Mud111a1amtetu; die Nieder- landcr batten zwei «Zerwundete; fie bxseßten Sabong. Tie U]. Mukim find jth ganz in ihrem Vrfiße. T11ku Lcmparei bcgab fick) nach Kiuang, 11111 die Häuptlinge der117, Miikim anfznrufen. Dcr Hänptling 11011 Lampager kam in das Bi: 11011111 der Niederländer, um fick) zu unterwerfen. Am 1]. Januar wurde eine Rckognoszirung 111111) Lampager unternowmen, mit der Beoblkeruna; B2sprech1mq gehalten und eme Besaßung zurückgelasscti; die' Bevölkcrnng von Lampager bat 11111 die Hülfe? der Niederländer gcgcn Tiikn Nania und Tuku Tjihiklamuga. 21111 13.I111111ar batte ewe Y_Ykiwgnoscirumg 111111) L11m11:adak statt, 311 dem Zwecke, die 1331111ptlinge der 117 Mnkim zu 9111111111h111211. Der Geist der agi- renden Truppscn blieb vorzüglich. Der Ges1111dbciisz11sta11dUnter den Triwpcn ist gunstig, außer bei ÖM Madnrascbcn Bariffan. Dcr allgemeine GcsUirdbLitszustand in 211111111 war bcfricdigend.

Veigien. Brüssel, 193111111111“. Die Abgcbrdneten: kammer hat gestern ihre skit Wcib11achtcn 111iterbrdchcnen Ar: beiten wieder aufgenommc-n. Did chicrung bra111te eincn GL- scxientwurf, betreffcnd das Waffcmtragen, sin. _ Der durck) den Finanz - Minisicr 111 21bwcsc1ch2i1 dcs Justi;- Mmifters vorgelegte E111w11rf 1111111 111111) der „Ind. bcige“ wis folgt: „Art. 1, Jeder, der ohne geseßmiißigen ('*5r1111d oder 011112 gescßmäßigü ?intorisaiidn 1'111 Befiße eincr Krirgswaffc be- trdffen wird, soÜ mit einer Geldbuße“ von 26 bis 200 Franks bcuraft ivcrden. Wenn der Sch11ldige bci 81111111 2111f11111f bLLWffLU wird, kann er außerdem mit Gefii11g11iß 11011 8 Tagen bis 311 3 Monaten bkstraft werdcn. In beiden Fäilen wird die Waffe mit Beschlag belegt und konfiszirt. Art. 2. Die in diesem Söcsctze vorgesehenen Vergeben werdcn 111111) 2111. 85 des Strafgescß- b11ch-:s bestraft. 21rt.3. Ein Kbniglicbcs Dekret wird die Beamten bezeichnen, welcbe 3111“ Linssteilung der 111 Art. 1 cr- wäbntcn Erlanbnißscbeine bringt sein sollen.“ _ Rack] einigen weiteren Zwischenfäilen begann die Kammer die Bcrathmig dcs Budgeis des MinisteriUms dcs I:;nern.

. Großbritannien und Irland. L011d011, 20. J11111111r. Die Königin hat den (9911111111 Lord Napier 111311 Magdala z11m Gouvernenr 11011 Gibraltar «111111111. Skit 1870 bc- iléidcte Lord Napidr dcn Posten eines Obcrbcfcblsbabcrs drr 111dis11)c11 Armee. _ Lord LUtton, dcr 1112112 Vizckbnig 11011 Indien, traf gssiern 11011 Lissabon kommend, i11 Lbiidbir cin. _, ,Die neueste Kap=Post Übsrmiiicit dem Taxi der Trpcsck]: dcs britischen Ministers fiir die Kolonien, Lord Carnarbon, wclchs die Konferenz iiber die projektirtc Konföderiition der Kolonien und Staaten Südafrikas in London 1111- znhalten cmpfieblt. Der Minister bemerkt 11. 21.:

Der 2811115111 citiss 111113811 Verfahrens crnKi-Zs iicb (_:_ls schr groß, als die (?inzkiixitc-n dcr cnnadijcb-xn Kdn- wdkration geregelt wurden, und im Hinblick auf die 1191111911111- licben Verhältnisse, untxr 1relc11111 wir 10131 (111 ein (1111111111511110111111111 [)erantxeien, wird es nicht in Frage 111111111 Mrdcn, daf; vicie chifel und Piißversiändnissc aus dym Weg? gérämiitwerdsn riiiftcn, 1111111163 möglich gcmachtwird, vie1c*_1,111nkte, 11“".“111d alssik 111111111111, 111111111 und s111n111arisch zu erledtgen . . . Cs 1111111111 1111131 bcsrrgi zu 1110111111. daf; irgcnd cine Kolonie oder ein Stani, dsr sui) 1111 dm 1111111111113011 1111176111111, 1;*edcr durch die Bsscblüsse, „311 denon dic Majoritaf gelangen dürft»; noch selbst durch die Handlungon odcr Stin'n111bg11ben ilirer chrä- scntanten gcbundkn sein wird. Ylbcr ich bin nicbi 1711110 Hoffmirg, das; eine solche Basis einer a119e111einc11 11111911111k1mft crzixit werden wird, wclcbc die versckyikdsncn Leziislaiyren Üdcrzeugen dürfte, das; W 101110171 ?_eboien wic wünschenswchb in, unter Bedingungen sich zu kon- ode11rcn, die nicht sehr 11011 rcnjcnigcn abweichen, 111111118 die Pro- rinzen adoptirten, die nunmcbr das große Dominion Canada bilden.“

_ Ein amtliches Dokument giebt die 311111 der Deseriio- nen 11011 der Königlichen Marine im Jahre 1874/75 auf 1178 an. Es wurden nur 282 Deserteure wieder eingefangen.

Frankreich. Paris, 21. Januar. Dem „Ionrnalofficicl“ zufolge ist der am 15. d. Mis. er10schene italicnisch-franzb- sischeHaUde1svcrtrag bis zum 1.I11[i verlängertworden. _ Aus Nantes wird gcmcldet, daß der von der 9111111111111- versammiung zum Senator ernannte Hr. Ernst des Larocbctte am 19. Abends am Schlage gestorben ist. Die durch diesen Todesfall in dem neuen Senate eingetretene Lücke wird entweder

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dieser selbst oder vielleicht 111111) die Naiionalveriammbmg durch

Wahl a11-Z511fü116n hach. Dis Fra e i"1 in dem S 1; 1 nicht vorgesrben, (; ? VMM?

„Spanien. „Madrid, 21.I111111ar. (W. TK. 23.) Bei den gestrtgxn Depdiirtenwahlen find bier regis1'1mgsfre1111d1icbe Deputirte „gewahlt wordkn; die Republikaner konnten nur die Wahl zwcicr ihrer Kandidatsn dur-cbssch. Castolar ift nirgends gewählt worden.

Türkei. Ans Ragusa, 228111111117 meidst „W. T. B.“: Nach hier CZTULJÜNJMCN N11chricht€11 aus fiidsiaviscber Quelis haben in drr Zeit vom 18. d. bis zum gestriden Tage auf der Straße 1111171) Trebinie auhaltendx“ Kämpfs 1111111181111- den, Welche nacb drr VersicherUng don Augenzougsn 511 1111- gunsten der Türken und mit großcUVeriusten dersslben gce11digt baben s13111711. Die Straßs 11011 Ragusa nacb Trcbinje befindet 11c1] a11ge11b1ich11ch in der Gawalt der Jniargcntmi. * *

Nnßiand und Polen. St. PCU'L'ÖÖU 111, 211. J11111111r. „(111116 11111 DiLNiiikaJIZLii 11111d11111 iiblicber F1“i-,“1“1icl„11"1-11 1111d d1“111 111111011 911111911“ dcs (F11iick1111f111c11 «11111111111111dc11 1111111111"ii11)1“11(M“: 111111111“ 111111 der 21d11ii1'111111iis1111111“ 11115 die B1“ 1“ rdiq 111171 DTI PMWiiC-Üikillistlkö, (1501161111-21dj11111111011, 21d111i1n1l1§ 5111111111“. 111111. Ddr „Grids“ widmct doinselbcn 1111111“11d1“11 Zil- krdldg: 21111 3, J111111111' 11111 5 11111“ 911111130115 111“1'i1*1“-1'1“d 111111) 1111111111171'igc1' 1111d 1011119111" 511111111011 'der Vcrivéicr dcs 9111111111“ - 11.11111ist1-“1'i11111I, GCUQ'TU = Lidj11111111, 21d11111'111 Nikolai 5111111111010) Krabdd, 11111 dciicn “1111111111 1111111111115117 wicbtigon 7111“1'1'1'11d1“1'1111111“11 bsi ddr 37111“th 11111111111d d1“1* 11“1:11*11 1:1 Jabra 1111111111de siiid. N. 5111111116 111.11“ 111051111111118147111: 11111111 1111d 11111, 12 Jabw alt, 7111 da;; “1111111111“;.1111d1'1131icd1'**I, gegrnwiirrig M111'i111“s(1j11118 110111111111, «1115 111911110111 111“ 1832 111€: 5.1.111ds111p1111111 111111111011 111111d1“. Dios 111111“ dcr 1“1*st1“1111d 10131? 311111111, 1110111111 3111111111“ 1111111 fiir 2111§Zcic1111111111 0111111111 “1111. «1111111110 11.11 das *.)kecr 111611111 bcf11111111; 111111“ Sodiiimipiiqmc [11111111 11111" 19 211111111111“ 1111d 6T11111“; dicDic11s111'111i11111111 “dos 2111"- 1td1'b1“11-:11 111111" f11st1111115 dnrck) AdiililiisiMiiLPOsTi"11 1105111111111. Socbs Zabrc 1111111 Befördernng 311111 Offizier wnrde N. 1111111110 Adjutant bci dem (11111 W Handt-911111'i1ic-Si11115, Fürsten Menticbikdw, boi 111011111111 (*1' bis 3111" Mitko. dcs 25.111111; 1854 1101111011, 311 erkbcr Zsii cr z11111 FMM]KDjUikliiiLU 0111111111, dic Sicllmig ch Vizedirrktdrs 91111911, während 11“ 1111 Jabra 1855 Dii'kkidr dds Jmipdkiid115dcpi11'1c1111“1115 dcs Marinc-*.Ni111stcri11111s Windo. 21111 dicism Postcn 111111'd1“ 5.1. 5111111111“ 1856 111111 111111111- 21d11111'111 bci dsr SUM“ S1“. 1111111111111, 1111 2111111171858 311111 (3111111111-21dj11111111811 1111111111. JU 111“ Vc1'11111lt111111 dcs Marinc- Mtniitorianis 11111 der Vorsidrdwic 11111 10. April 1860. DM 1111'blic1*-1“:11'1121.511“1111111“1)11111“11wir 1'5311d111ik1“11, daf; 11111911" 11111131: Patizorfldkicin111111311111d 1111d 111111 1111011130111Matcrial z11“1*11111111*111'd1“, 111111„_11C[*1_1111'Ü„TKZ Voi'dionst dsr (151'1'111d111111 dr1'Lb111'11r11kfcbc11 G)111311111111_11br1k. _Jm Vorlanf 7011111“ 431111111101Dirbstzcii 111117111 N. 111111111“ 1119111111111?) Tbcil 1111I1'1“1'1“x1§c1'1'ix111111111. Z111 Jabrc 18373115 Lidjnimit “boi dem ("1111111111-9111110111111. 5191111111111111111 1111d 11“11t1x_ 1115-.TiiUiik'ZiQkT'OffiZiOk bci 19111 151111101111 1111611 9111111115 Sidrobriakdw, 11111111“ 5111111111“ bci dsr *T1'11ppc111111I- 1111171111111 11111 [1111111181111 11111" 1111d i11 d1“11 Sä1111111t1'11 11111 d1“11 Bcrxidöiicrn bci (5501011111110 11. 11. I. mit; im “3111111“ 18:19 bci dcr Tdiimitc 111111 Si11baich 1111111111111dirtc cr dic 2111111111111“ 71111- 11111“, 11111111 11111111“ Tbcil 1111 der 1:1191111111111011 (?rpcdiiidn dcs 051111111 P:“rdwikb gcgon (511111111 1111d erfüllte 1111110111111) 11111111'611d drs „111'111ikrirgcs 1111111" 1111d1“1'11 ,?11111111111111 dio 111111“; Stabs: (Weid 111“i dcr (?Ofädrc ch Vixe=21d111111115 S]"crcbrjakdw, 111111)- 1“1“11d dds B11111b.11'd1“111c11t§ 115'1111911111111 331111115 d111111 dic Türkcn. 21:11:01“ dcm Si. (“50111115-1131[1151111111 1111d dem St. 2111d1'1“115:Ö1*d1“11 11.101“ d1“1' V1“1*st111*1“1“111“ 1111101120191“ 1111111191“ „T1: _d1“11d1'1' 1714071101 11.11111011. F1“1'111“1' 31111111“ C1" 1119 beständichi *.Nitxilicd dcr bei dcr 2191151111111" 11111111“rs1111'1 111“sti“l)(“11d1“11 211111111“- fdi'icbrr-0501111101111 fiir 21111111d11dl11x11'1“ 1111d (811911111111111710 1111d 111111“ (111120111111111111d drs 1111121111111" 11r11*r1*1111iijcl)1“111111111111115. _ 21111; ,31111111'1“11t wird dcm „('-“5111115“ 1111111 15. “3111111111 11101111111111'1'1, dns; 1112161111111x11111 1111d11111x11“x11“11d Allos 11111111 ist. Bci dcr 111111111111111111111 d1“»:* “111111111 111011 ("1511181111-“11111j111' Zii1*1*1*11“111 1111f 1111111111 Widerständ. Tbcrst 211111111 “111141111“-Z11k'111111151'i 11111111“ 11111 dcm 2111111“ 111111 Andidjbxn 01111“ 5111“1111111115111'111111 11115, 111111111 cr d111'1“1* dic 21011'11111101' 111111 Si111'111111' 11:11 Fli1111“*111'111111's1“11 dc: I1'1'ißi1d111'd1“, V111'1111M'14111w griff dc11s1-ci11d 1111 1111d 111111111 dc11 W111) 111 dir 711111111. Tor Fcind 1111"; 11111 drm “131111315 50 Todd“ 11111111“. 21111 111111111181" Suite 111111'd1“ 111151111111 1“1*“1“11'1111d1“r. 01111111 (“"11d1“ 3111111111" bcabsbbtigt 1111111 11111“ RckognoIZirUM in di“) 531511111 1.1d11 Skrawichan 11115511111111'111. ' *

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_ Nr. 71786 ,Nmtßblatts der Dcntswon :1ieicbs-Post- u_nd Tclegrapben-Verwaltnng“ 11.11 idigc11ds1tanalt: Vcr- f11g1111gc11: VOM 14. Januar 1876. 3111111111119 dcr Tylegrapbcn- unterbcamten „511 dcn leidcrwsstn für die *1'1'111111111'1'11111tcn. WM: 12. Janngr 181,6. Beauifiibiibng der 311111111e1111111111'. Vom 12. Ja- nuar 1871). Le1junq des Postbeixich 11111 dsr Eiscababnstrccke Grau-

hdf-Lautentbal. Vom 13. Jannar 1876. Gcneraivcrfügung an