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Qualität
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mittel
Gezablter Preis für 1 Doppelxentner
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gut Verkaufte Menge
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D op prize 1 PKW unberklarknej;
Goslar . . . . . . . . 13,50 Duderstadt . . . . , _ Lüneburg 12,75 Fulda . . 14,00 Wesel . . . 14,00 München. . 13,40 Straubing . 12,00 Regensburg . _. Meißen . .. lauen i. V. . . . . . . 12,70 aupbeim . . . . . 12,60 Ravensburg. . . . . . . 14,30 Ulm . . . . . . . . . 14,20 Offenburg . . . . . . __ Altenburg . . . . . . . . . 13,00 Breslau. . . . . . . . . . 11,50
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17. Tils'ct. . . . . . 10,40 Lyck 11.25
Elbing . . . . . . '. 11,20 Yoisdam. . . . . . . 14,00 randenburg «'H. . .- Fürstrnwalde,1§pree . . . . _. Frankfurt a. O. . . . . . . . . 12,40 reifenbagen . . . . . . . - Stargard i. Pomm. . . . _ Schivelbein . . . . . . . . . . 10,80 Neustetiin . . . . . . . . . . , 11,20 Kolberg . . . . . . . 10,00 Köslin . . . . . . . . . . 11,00 Schlawe . o t o . . . - _ Sjvlp . . . . . . . . . . 11,20 Lauenburg i. P. . . . . 11,20 Krotoschin . . . . . . . . . . 11,00 Namslau . . . . , . . . 10,90 Oblau . . . . . . . . . . . 11,80 Brieg. . . . . . . . . . . 11,00 Sagan . . . . . 13,430 Polkwiß . . - Bunzlau. . 10,00 Goldberg! . . . . . . . 11,50 Hoyerswerda . . . . . . . . . 12,50 Leobschütz . . . . . , . . . . 10,40 Neiffe. . . . . . . . . 11,20 alberfiadt . . 13,30 ilenburg . 13,50 Erfurt . . . . . . . . . 13,00 Kiel . . . . . . 13,20
[Goslar . . 12,50 ', Duderstadt . 12,67 , Lüneburg . . . . . 12,25 ., Fulda. . . . . . . . . . . . . 13,00 1 Kleve. . . . . . . . . . . 13 50 1 Wesel. . . . . . . . . 1400 *, . MÜUTU- ' o . t o * * - 13,10 1 „ Stra ing . . . . . . . . . . 14,09 ! „ Regensburg . . . . . . . . . . . 12,37 , „ Meißcn . . . . . . . . . 12,50
„ Plauen i. V. . . . . . . . . . . 12,00
„ Baußrn . . . . . . . . -- „ Urach - 1
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1 1 o a o . o ! o 0 - - . "_" i' Laupheim . . . . . . . . . 12,60 ', Ravensburg. . . . . . . . 13,57 *: Ulm...........13,00K Offenburg . . . . . . . . . . . -
Roßkck o '. v o o o o . . s - ""“" ;
Braunschweig . . . . . . . . . . 13,20 Altenburg . . . . . . . . . . 12,20 !
9. Breslau . 11,20
Preußischer Landtag.
Haus der Abgeordneten. - 27. Sißung vom 17. Februar 1900, 11 Uhr,; __:
Auf der Tagesordnung 4,1651 die erste Bcraihung des Geießentwurfs, betreffend die Erweiterung dcsStaats- eisenbahnneßes und die Betheiligunq des Staats an dem Bau einer _Eisenbahn von Treuenbrießen nach Neustadt a. Dos1esowic von Kleinbahnen.
Minister der öffentlichen Arbeiten von Thielen:
Meine Herren! Die Sekundärbabnborlage bedarf wobl im all- gemeinen wrniger der empfehlenden einleiienden Worte seitens der Regierung als di: meisten anderen Vorlagen. die dem Landtag unter- breitet worden. Die freundliche Aufnabmr, w61ch6 diese Vorlage bisher im Landtag immer gefunden hat, läßt fiz ibren Weg wobl allein finden. Die Regierung pflegt daher auch 1116111 nur die über- große Anzahl Von Freiern, die sich der Vorlage 013 0561611 anbieten, etwas abzuwinken und sie auf eine bessere Zukunft zu v6rtrösien.
Meine Herren, die diesjährige Vorlage uni6rsch6idei 114) von ihren Vorgängerinnen indeß in manchen Beziehunzen so wsssntlicb, daß es mir doch angezeigt erscheint, einige erläuternde Bemerkungen der allgemeinen Debatte vorausschick6m
Die so vielfach in der Vergangenheit erörterte Frage, ob und wann sie kommen wird, ist tbatsäcblick) gelöst. Die Gründe, die ich im “vorigen Jahre für die Verzögerung der Vorlage angegeben babe, kann 115 aucb beute nur beftätigen. Eine Reihe von denjmigen Linien, die bestimmt waren, in die vorjäbrige Vorlage mit einbezogen zu Werden, ergaben bei den schließlich6n Verhandlungen, namentlich in Bezug auf die Linienführung ganz erhebliche Schwierigkeiten; si6 werden zum tbeil auch noch bei der dieSjäbrigen Vorlage in die Erscheinungtreten. W die Staatsregierung sicb schlüsfig gemacht hatte über die Ent- stbeidung der Differenzen, war die ohnehin fo belastete Session soweit vorgeschritten, daß es nicht mehr räiblich erschien. die Vorlage noch einzubringen.
Meine Huren, die Zwisckoenzeit isi indeffen nicbt ungenüßt ge- blieben, sie ist verwendet worden, um die Vorlage noch genauer durch- xuarbeiten und zu ergänzen durch die Projekte, die inzwischen spruchreif geworden sind. Das leistete ist in sehr erheblichem Maße geschehen. .Die dieSjäbrige Vorlage ist eine außerordentlich umfangreiäpe; sie er-
H
14,00
13,00 14,00 14,00 13,40 12,52
12,70 13,60 14,30 14,60
13,00 12,00
10,70 11,25 11,60 14,00
12,40
10,80 11,20 10,40 11,00
11,20 11,20 11,00 10,90 11,60 11,20 13,00
1000 1150 1300 1060 1120 1360 1350 1325 1320 1350 1300 1250 1300 1350 1410 1440 1413 1398 1300 1260
13,20 13,57 13,40
13,20 12,20
11,30
Bemerkungen. Die verkauiie Menge wird auf 66116 Toppelzrninrr 111 Ein liegender Strick) (-) in dcn Spaltrn für Preise" bat die Bcdeuiung,
id drr Verkiruisw
fordert lionen bestimmt sind zur Erweiterung 698 14111. Meine H::rrn, das ist ein Bxapensum für je zwei Jahre. Meine Hzrren, 0116) im Jatzreffe einer raicb der sebr angrfchyoilenen Nzsikrediir aus d Sekundärbabnen ist es durchaus nicht zu beklagen, einem Jahre eingrtreten ist. Hause nicht unini6reffani sein, eine möglichst knap Das Normaljabr,
aktion wenigstens in d faff6nd6 Staatsbabnb6trieb in di6 Ecschzimng trat. 1880 bis 1898 sind 9815 11111 und dafür ein Baukredit Von 900 937 000.45 bewilligt worden. Die Summen, die in den einzelnen n berviilizt warden, 103115611 naturgemäß sebr erbrblich von ein- ber zu ein6r Vergleichung kaum dienen, da 6kanni ist, daß bis in die Jahre 1893/94 in den ndärbabnrn, übrr die Erwxiterung und 36 auch die 1w6iten Gleise, die V&- bnböfe
Jabre 61:1;1nd6r ab; sie können a den Herren j: b Gcseßrniwürfsn über die Szku ,; d6s Staatsbabnrwy [ und der Umbau der großen Ba Z6iipunkt ab aber das Sekundär- Es ist
Ergänzun m65rung d6r thriebsmitte mit einbegriffen wxren, von diesem 5051106160 von al] dabrr eine Vergleichung mit den 1
Meine H6rr6n, es sieben nun aus Schluffe 568 ballen 1128 noch nicht haben in Angriff (; aussetzung6n des (Heseße doch nach Erfüllung die arbeiten noch im Gange waren. daß es für die Bauverwalt ist, wenn sie durch die Paus Aufarbeitung dieser Ba auch darauf hinweisen, an und für fich weder erwünscht noch auch möglich der für die Eisenbahnbautbäiigkeit gegebrn ift, umschloff6ner; er wird bestimmt von dem ausreichenden dreier großer unentbehrlicher Faktoren: Technikern, Arbeitern und
1380 , 13780 . 14,80 14,80 12,50 . 13,00 13,50 14,50
10.70 11,10 11,10 11.50 11,75 11,75 12,25 12,25 12,00 12,00
13,00 13,60 13,20 13,20 12,40 12,40
12,00 12,00 12,20 12,40 11,20 11,20 11,60 11,60 11,60 11,60 12,00 12,00 10,80 11,20 11,60 12,00
10,89 10,80 11 20 11,40 11,50 11,50 11,60 11,60 11,20 11,20 11,40 11,40 11,40 11,40 11,90 11,90 11,80 11,80 12,10 12,10 11,40 11,60 11,80 12,00
_- _-
11770 11,70 12,00 12,00 13,00 13,50 13,50 14,00 10,80 11,00 11,20 11,40
13,60 14,00 14,00 14,40 14,00 14,00 14,50 14,50 13,75 14,00 14,00 14,50 13,50 13,50 14,00 14,00 13,60 14,50 14,60 15,50
13,00 13,3
12,50 13,20 13,20 13,60 13,50 13,50 14,25 14,25 13,75 13,75 14,00 14,00 14,50 14,50 15,00 15,60 14,50 » 15,60 15,80 * 17,00 14,64 ; 15,61 16,11 17,59 14,52 15,05 15,59 * 16,13 13,10 13,40 13,50 14,20 13,00 , 13,00 14,00 14,00
13,20 * 14.00 13,40 ., 13,60 13,77 '- 13,77 13,90 13,90 13,60 13,80 14,20 15,85 * 15,85 *; - 11,80 _ 12,10 12,50 13,60 : 13,60 14,00 13,20 . 13,20 „ 14,00 11,40 “* 11,60 11,90 12,10
erib auf volle Mark abgerundet mitge
daß der betr6ff6n16
Noch: G e 1." st 6.
14,10 15,00 15,10 17,00 15,50 15.50 13,00 14,00 15,00 15,00 16,00 16,00 14,50 14,50 15,00 15,00
13,04 13,52 14,44 15,20 15,38 15,38 - - 14.00 15,00 14,70 14,70 , 13,80 14,00 14,20 14,40 14,76 14,7 6 15,03 15,03 14,80 15,20 15,40 15,80
6 bis
ukredite bekommt.
14700 15700
15750 15,50
15,75 15,7 5
H a f e :. 14,50 14,50
13,60 13,60 12,00 12,10
11,40 11,40 11,40 11,80
13,30 13,30 12,30 12,30 12,30 12.30
11,80 11,80
3 13,33 13,67
13,40 14,00 13,80 14.00
Preis nicht vorgekommen ist, ein
611 derartigen Au§ga56n frei geblieben ist. rüberen Jahren nicht wvbl möglich. den Bewilligungen bis zum Jahres 1898 noch aus 246 879 000 344; bierin sind ent- 28000 „16, die solche Bahnen betreffen, welche überhaupt enommen werden können, weil die Vor- jeßt noch nicht erfüllt worden sind oder ser Vorbedingungen die ausführlichen Vor- Sie sehen daraus, meine Hrrren, ung an und für sich durchaus erwünscht 6 eines Jabres einmal mehr Luft in der Andererseits muß ich aber daß eine beliebige Erhöhung der Bautbäiigkeit ist. Der Rahmen, fest
21 30 97 100
80 55
10 50 66 208 407
8 1 405
einen Kostrnbetrag von 115? Millionen, von denen'91F Mil- des Staatsbabnneßes um denfalls über
6r6n Aufarbritung en Bewilligung6n 5011 daß eine Pause von M61n6 Hzrren, es wird dem 505611 wenn ich über 51616 Restkredite bier '.: gefaßt: Uebersicht gebe. von 96111 bei a116n diesen Statistiken auIzugeben iii, ist das J1br 188), das Jahr, *in dem die große erftaatlirhungs- 6r Hauptfach: durchgefübrt wurde und der um- Vom Jahre
ist ein ziemlich Vorhandensein
15,50 15,60
13,'40 18,00 13,98 13,79 15,38 15,77
13,86 13,91 14,76 14,41 15,02 15,10 15,75 15,75
.cc-jo
10,89 10,70
11,60 11,80 14,21 14,00
13,60 13,60
12,20 12,10 11,20 10,80
"41:3- »»
11,19 11,18. 10,80 11,00 11,40 11,75 11,46 11,50 11,20 11,20 11,40 11.40 11,80 11,80
13,17 13,13 12,30 12,40
11,87 11,67
1-1-*1-*1-*1-1-1-* „09971313915- »»»»MM»
„..,.- 53.0- »»
11,50 11,25
276 13,14 13,50 402 13,40 13,40
1 313 13,50 14,00 1 380 13,80 13,90
28 836 15,15 14,75 1 251 15.64 15,43 817 14,90 14,73
p-öd-U-ö 1-1-11-“1- .099 9915!“- WWW WWW»
138 13,82 13,43 675 13.50 13,30 905 13,65 13,27 2872 13,81 13,56 5 582 13,72 13,64 127 15,85 16,00 , 17 236 12,27 12,38 .
1-*p-*1-*1-* ,“... 9999©99.- »»»»WW»
t eilt. Priirkt (.) in den 681611 sechs Spalten, daß entsprechender Ber
. . . !
Der Dur. scbnittßpreis' wird aus den unabgerundeten Zabxr; ?Yxei. 6
Geld. Alle diese drei Faktoren lassen sich, ohne auf der anderen Seite doch große Unxuträglicbkeiten hervorzurufen, nicht forcieren.
Meine H6rr6n, ich darf jetzt wobl auf die einzelnen (Gruppen innerhalb der Vorlage eingeben. Sie unterscheidet sich von den Misten ihrer Vorgänger dadurch, daß .zum ersten Male wieder in erheblichem Umfange Hauptbahnen in ihr enthalten sind. (Abg. von (Fynern: Höri, hört!) Die Regierung schlägt aneu vor, 160 11111 Hauptbahnen zu bauen, die etwa ein Drittel der in Anspruch gk- nommenen Baukr6dite erfordern würden. Von diesen Hauptbahnen b6findet sich eine in Oberschlesien, zwei in Westfalen und die übrigen in Hrffen-Naffau und in der Rheinprovinz. An erster Steile- was die Verkebr55_6deutung anlangt, ist wohl die Haupt- 51511 Osterfeld-Öamm' zu nennen. Sie ist dazu bestimmt, der gewaltig nach Norden vordringenden Bergbautbätigkeit einen Abiubrweg zu eröffnen. Sie ist fern; dazu bestimmt, das innere Koblenrcvier theilweise zu entlasten, theilweise Von dem darth“ gebenden Verkehr zu entlasten. Sie ist, wie auch schon im rorißen Jahre von mir bervorgeboben, und Wenn ich nicht irre, auch VW Haufe anerkannt worden isi, eine dringende Verkehrs- und Betriebs“ notbwendigkeii. Sie kann nichtaufgrschoben werden, 05116 die schwelkm Schä:igung6n nach beid6n Richtungen berVorzubringen.
Meine Herren, über das Verhältniß der Linie Hamm-OsiEkfeÜ zu dem zu erbaucnden Rhein-Elb6-K0nal wiil ich hier nicht 1111841?“- die Debatten im Laufe der Session werden hierzu ja noch reichlk Gelegenheit geben. (Höri! bört! rechts. Bram)! im Zentrum.)
Eine Babu, di6 in ihrem Zwecke dieser Linie .Hamm--Osterikld durchaus parailel steht, ist die Linie von Gleiwiß nach (Emanuelséßkll und Anionienbütt6. Héer dringt der Bergbau nach Süden vor. "" es ist nothwendig, diesem Vordringen mit den Eisenbahnlinien 1" folgen. Auch bezüglich dieser Linie kann ich nur dasselbe wiederhole"- was 13; bezüglich der Linie Hamm-Osterfeld angeführt babe; fix ist ebenso eine dringende, nicht aufzuschiebende Verkehrs- und Betriebs“ nothwendigkeit. (Sebr wabr !)
Die dritte große Hauptbahn ;; eniger groß durch ihre ALIEN“ nung als durch ihre Bedeutung un . uch durch ihre Kosten ““ iii kombinierte Babu Mombackj-KofTe -Bischofsbeim. Diess "' d hauptsächlich erbaut aus strategischen ücksichten. Inwiefern die tegiscben Rücksichten diese Bahn notb endig machen, wird ja der Vertreter des Herrn Kriegs-Mi stets den Herren näher klar machen. In 6 6n wir Preu
t Strategen, daß, wenn wir die Karte aus vergegenwärtigen, wir
„1, Bedeutung dieser Linie für unsere militärischen Inteteffen sofort
akennkn- Der vorzugsweisen strategischen Bedeutung der Babu ent- spricht es durcbaUS, daß das Reich sich an den Kosten derselben mit einem sebr erheblichen Beitrag, mit 60 0/9, beibeiligt. (Hört! hört!) Öleset Prozentsatz ist der, der, wie dem hohen Hause aus ver chieden6n ngzngen bekannt ifi, in ähnlichen Fällen stets gewäbr worden
Außerdem findet bei dirser Babu - "oder bei diesen Bahnen eigentlich “- eine Vertheilung der Kosten zwischen Heffen und Preußen ßati- Diese Bahnen baben, wie gesagt, vorzugsweise straterisches Zutereffe; sie haben aber auch nichtunerbebliches, von Jahr zu Jahr ja unbedingtwacbsendes Verkehrsiniereff 6. Um das zu beweisen,brauche ich nur darauf aufmerksam zu machen, daß der Rhein und der Main neu überbrückt werden, daß die neue Ueberbrückung des Rheins es möglich macht, das bestehende, nicbt wobl abzuändernde Defilé bei Mainz ab- zusrbwäcbkn- daß die Mainüberbrückung und der Zusammenschluß der Linie Kostbeim-Vischofsbeim die [este Lücke ausfällt, die den Zu- sammenschluß unserer Linien auf dem rechten Rheinufer ausg6sch1offen bak- Hier wird eine durchgehende Linie von der hessischen Ludwigs- habn ab und alledem, was in dem großen Knotenpunkt Bischofsheim zusammenkommt, mit der Rheinlinie vrrmittelt, ohne daß die Ver- kebrc über Frankfurt geführt zu werden brauchen. Es ift'das ein febr wesxnilicber Vortheil, den wir durch diese neue Linie für das allgemeine Verkehrsintereffe gewinnen.
Meine Herren, die kleine Hauptbabn Vünde-Herford brauche ich hier nicht weiter zu motivieren und in ihrer Bedeutung zu erklären." Dagegen möchte ich noch besonders anführen die Linie Gaualgesbeim- Münsirr (1. Stein, die in noi?) böberem Grade als die vorher ge- nannten Linien ein strategisches Jntereffe vertreten soll, das strategische Interesse einer zweiten Aufmarschlinie neben der Rhein-Nabebabn; denn die Linie findet in der Pfalz ihre Fortsetzung von Münster 4 Stein bis in die Gegend von Saarbrücken, Zweibrücken, Neun- kirchen. Drmentsprecbend wird vorausgeseyt, daß das Reich NB mit 80% an den Kosten beibeiligi.
Was nun die neuen Bahnen betrifft, so ifi ihre Außwabl unter den vielfachen Projekten und den der Regierung unterbreiteten Wünschen, wie in den Vorjahren, erfolgt mit Rücksicht auf die Dringlichkeit der Verkehrsintereffen, mit Rücksicht darauf, daß in erster Linie der Landwirtbschaft neue Absavwege eröffnet werden sollen und mit Rücksicht darauf, daß es zweckmäßig schien, diejenigen Linien zuerst auSzubauen, welche geeignet sind, den Anschluß von lebensfähigen Kleinbabnen hervorzurufen. Meine Hzrren, selbstredend kann auch in diesem Jahre nur ein Theil der vorliegenden-Wünscb6 Vefriediguns finden, die an und für sich ja auch zum großen Tbeil ihre Berechtigung haben. Aber aus dem, was ich vorhin über die Möglichkeit, die Bautbätigkeit zu erweitern, gesagt babe, geht ja 115011 hervor, daß die SiaatSregierung sicb in der Beziehung eine Beschränkung unbedingt auferlegen muß.
Die Entwickelung des preußischen Staatseisenbabnneyes ist bisher eine sehr gleichmäßige gewesen in Bezug auf die Vertheilung auf die einzelnen Provinzen. Auch in der Beziehung möchte ich mit ge- statten, dem hohen Hause einige Ziffern vorzulegen.
Cs widerstrebt mir zwar an und für sich, eine Scheidung zwischrn dem Osten und Westen vorzunehmen. Ich halte aae diese Gegen- übersteüungen an sich nicht für berechtigt. Es kann nur in jedem einz61n6n Fall ein Urtbeil darüber gewonnen werd6n, o5 eine Linie dringend nothwendig und baubrrecbtigt ist. (Sehr richtig!) Ob sie im Osten oder Westen lirgt, ist meines Erachtens eine zweite Frage, die nicht entscheidend einwirken kann. (Sebr richtig !) Da aber 5161- facb dock) im Lande und namentlich in der Preffe Beunrubigung darüber herrscht, der eine Theil der Monarchie käme gegenüber dem anderen 11: kurz, so ist es vielleicht doch nicht ganz unnüß und j6denfa11s iniereffant, darüber amtliche Auskunft zu erhalten. Ich rechne zum Osten: Ost- und Westpr6uß6n, Posen, Pommern, Schlesien und Brandenburg, zum Westen: Sachsen, Hannover, Schieswig-Holstein, Westfalen, Rheinprovinz und Heffen-Naffau. Gegen diese Vertheilung wird an und für sich kaum irgend etwas eingewendet werden können. Da findet sich denn, daß wir am 1. April 1899 im Ganzrn in Betrieb batten 28 878 11111 in Preußen. Ich bemerke, das stimmt ja nicbt mit der übrigen Statistik, weil die hessischen Bahnen hier nicht darin sind urid die sonstigen Bahnen, die wir außrrbalb Preußens 56r- walten. Dabon fallen 14 579 auf den Ox'ten mit 51% und 14 299 auf den Westen mit 49 0/9. Vertbeilt man diese auf den Quadratkilometer und auf 10 000 Einwohner, sr) kommt Folgrndes heraus: der Ost6n hat auf 100 (111111 7,22 11111 Eisenbahnen, der Westen 9,82 14111; auf 10 (00 Einwobner 501 d6r Osten 8,90 und der Westen 8,55.
Staatseisenbabnen im Betriebe find in beiden Hälft6n genau gleich: 13 138 und 13 271 (*bört! bört!)
Es kommt bier auf die 100 (111111 611005 111651 im Westen (6,57 im Osten, 9,11 im Westen) und auf 10000 Einwohner 8,2 im Osten und 7,9 im Westen. Davon sind Haupibabnen im Osten 45,5 0/0, im Westen 54,5 0/0, Nebenbabnrn im Often 58 0/0, im W6sten 42 0/0. Meine .Herren, ich gebe keine Erklärung dazu , dazu wird sich 5161111151 im Laufe ?rbErörierung noch Grl6grnbeit finden. Ich 9656 nur die nackten
0 [en.
Seit 1880, also seit der Zeit, wo der Staat der alleinige Disponent ist über die Eisenbabnrn, sind an neuen Siaatsbabnen ge- baut im Osten 5358 11111, 59 0/0, im Westen 3718 11111, 419/0- Es smd dafür veraUSgabt im Osten 435Z Millionen, im W6st6n 3651Millionen. Hiervon entfailen auf 100 011111 2,65 im Osten und 2,54 im Westen, -- also seit d6m reinen Staatsbabnsystem 6in6 durch- aus gleichmäßige Vertheilung selbst auf die Grundfläche; auf die 10000 Einwohner im Osten 3,27, im W6strn 2,23. Die b6utige Vorlage enthält für den Osten 314 14111 und für den Westen 317 11111, _ also auch hier eine na56zu völlig übereinstimmrnde Vrr- tbeilung auf die beiden Staatsbälften.
Meine Herren, der dritte Theil der Vorlage ersucht um einen Kredit von 4 Millionen zur Unterstüßung einer Privatnebenbabn von Treuenbriktzen nach Neustadt a. D. Meine Herren, die Geschichte k)ikstr Privatnebenbabn wiki ich nicht wiederholen ; fi- isi im vorigen Jahre sowohl in der Kommission, wie im hohen Hause sebr eingehend er- örtert worden. Die Regierung löst ein Versprechen ein, welches sie damals dem Lande gegenüber gegeben bat, "diese private Nebenbahn zu Unterstützen in Gemeinschaft mit der Provinz. Die Einlösung dieses Vetsprecbens besteht in dem Rachsuchen eines Kredits von 4 Millionen; mit disser Unterstüßung wird der Bau einer 126 11111 langen Bahn "1591115 sein.
Endlich enthält die Vorlage den Betrag von 20 Millionen, den die Regierung bei Ihnen als Kredit für die Unterstützung der Klein- babnen nachsucht. Auch hier wäre es virUeicbt nüßlicb, wenn ich Ihnen“ ganz kurzeZiffern gäbe.
Es sind bis Ende 1899 als Unterstützung für Kleinbabnen 23 250 000 ..ck bewilligt , sie vertbeilen sich auf die einjelneu Provinzen naturgemäß sehr verschieden. Einzelne Provinzen find sehr rasch vorgrzangen _ i(b erwähne z. B. Pommern -, einzelne sind jahrelang zurück- geblieben - ick) erwähne als Beispiel Westpreußen _, in Aussicht gestellt sind noch 14 458000 „48 Die geforderten 20 Millionen sollen nun dazu dienen, theilweise die bereits in Aussicht gesieUten Unter-
stützungen bewilligen, theilweise Unterstützungen an neue Unter- nehmen geben zu können. .
Meine Herren, ich babe veranlaßt, daß4eine sebr ausführliche, in alle interessante Einzelheiten eingehende Darlegung der Entwickelung des Kleinbabnwesens in Preußen _ der Entwickelung nach dem Zweck, den die Kleinbabnen verfolgten, nach den Spurweiten, nach den Provinzen -- überhaupt nach jeder Richtung bin iniereffant, in der Zeitschrift für Kleinbabnen, die in meinem Ministerium herausgegeben wird, an die Spitze gestellt wird. Ich empfehle allen denjenigen Herren, die fich für diese, für die Entwickelung nicht bloß unseres Verkkbrswesens, jondern, wie ich meine, aller unserer kulturellen Zustände so hoch- wichtigen Fragen interessieren, das Studium dieser Zusammen- stellungen und Ausführungen. Es wird sich daraus ergeben, daß der Staat auch bier durchaus mit gleichem Maße gemeffen hat und sich in jrder Beziehung der- Aufgabe bewußt gewesen ist, überall da, wo das Bedürfniß als ein dringendes hervorgetreten ist und in den nächftbetbeiligien Kreisen eine Unierstüßung gefunden, auch mit seiner Hilfe nicht gekargt hat. Meine Hrrren, das wird auch in Zukunft geschehen; das wird geschrbea bezüglich der Klrinbabnen, b6züglich der Nebenbahnen, bezüglich des gesammten Verkehröwrseas, und ich hoffe, daß das 5056 Haus in der Beziehung nach jeder Richtung hin zu Waffer und zu Lande in Zukunft di: Staatsregierung untersiüßen wird. (Bravo!)
' Einem_Anir_ag des Abg. von Quast (kons.) entsprechend wrrd zygletch uber Punkt 2 der TageSordnung diskutiert: Nachweisungen der,aus dem Fonds zur Förderung dcs Baues von Kleinbahnen bis zum Schluß des Jahres 1899 bewilligten, _der aus demselben Fonds bis zum Schluß des Jahres 1899 m Ausficht gestellten Staatsbeihilfen, sowie der Rückeinnahme aus Staatsbeibilfen fur Kleinbahnen bis zum Schluß des Etathahres 1898/99.
Abg. von Eynern (nl.):_Der Minister bat die Verspätete Ein- bringung der leage zu erklaren versucht. Man ist im Lande der Ansréot. daß die Regierrzng den Bau der Sekundärbabnen so lange habe fisiteren w13116n, bis der Kanal bewiüigt sei, und daß sie eine Strafe 5056 verbangxen wollen. Wenn dies wabr wärr, so wäre eine solche Politik aufs tteffie zu beklagen, denn der Ausbau der Sekundär- bczbnen ist ein dringendes Bedürfniß; es ist zu bedauern, daß damit n1cht schon im vorigen Jahre vorgegan 611 ist. Die Vorlage e1str6cki fich nicht auf das fehlende Jahr zuglei , sondern nur auf ein Jahr, Ich will mich kurz faffen, da im Ganzen 43 Redner eingeschrieben sind. Eine Freude an der Vorlage kann der Finanz-Ninist6r haben. Er kann den Kanalg6gnerr1 sagen: eines eurer Hauptbedenken isi beseitigt, Um) 165 habe 70 lelionen Mark gespart. Die Gemeinden und Kreise werden durch 517.16 Vorlage sehr stark belastet; die Nebenbahnen find für sie ebenso 15115110wa der Bau der Hauptbabnen. Die Industrie in den großrn Stadien ist in dieser Beziehung viel besser daran, als die Industrie auf dem platten Landr. Die drn Gemeinyen aufedrlegten Beiträge solltrn in der Kommixfion einfach gestrichen UM 611.
Abg. Gamp (fr. kons.): Der Finanzminister bat beklagt, daß die überschuldeten Gem-crndm und Kreise sich infolge des Baues von Kleinbabnen weiter mit Anlriben belastet baben. Ick bedauere diese A6ußerung. Es giebt ein Mittel, die Kreise und (Gemeind6n xu ent- lasten: der Staat muß größere Mittel bérgeben. Wäre 68 111421 möglich, den Kreisen imd Gemeind6n darch Ausgabe von Kommunal- Obliqationen zu Hilse 111 kommen, die durch Anleihen der Kreise gedeckt werden“.) Es 11311116 ihnen dadurch ein wxsenilich günsti,;6r6r Kurs 51115611 werden. Die ,National-Zritunq' hat bis in die neueste 3611 den Standpunkk vertrelen, daß die Regiermm nicht 6561 mit der S6111nrärbabnvorlage_ komme, als bis die Kanalvorlage 56- willigt s61._ Ich hoffe, dax; die Reßierung sich 5011 10165611 Grfichts- 5111111611 561 “MM Vorlagen nicht 1611611 läßt. Die Mytbe, daß der MM begünstigt wordkn ist grqer-üb6r dem Westrn, wird durch 61616 Vorlage zerstört. Die Kleinbabnen haben nicht 0536 den Druck der Regi6rung 61116 zu kleine Spurwejie gewählt, dadurch wird die Lrisiungßsäbwüit d6r Kleinbabnen sebr Verringert. Die W:“,16n können dann 11117131 auf die Voübabn 1156016561], Ich bitte den Minister dringend, daraus binzuwirken, daß nur normalipurtg6 Kleinbxbnen gebaut werden. Dre Mebrk0st6n sind nicht bereuiend. Dis doppelte (3156511110 von Erprditionsgebübrrn in Fällen, in d6n6n keine Umladung statt- finkex und normalspurige _Babnen 56nußt w6rdcn, ifi niht JL- rrchtsrriiqt. Was die Bzitrage der G6meinden 56triff1, so ist es eine große 1111511110160, 116 großen Städte frei zu 1011611. Berlin wird dadurch brroorraqrnd begünstigt, namentlich durch den Mittelland- Kanal.'Vi61[6ichtnimrrit Herr von Cynern 57110118 V6ranlaffung, geg6n dwsen Kanal zu stimmen. Endlich mörbte ich den Minifier an eine von uns gefaßte Resolution erinnern, daß beim Bau 11011 Klein- 53511611 möglichst inländisches Maierial benuyt w61d6. Wi: sieht es damit? Das; in der Vorlage nicht (1116 Wünsch: bcrückfiQiigi werden 1011111217, ist ielbsiverstandliib. Dje Bahn von Flatow und 361111161- 5010 soUte nach der mecklenburgijchrn Grenze weiter geführt werden.
Abg. 5011 Arnim (kons.):_Jch bedauere, daß die Vorlage nicht in der vorigen SLision an das 0.1.1119 gekommen 111, und kann mich mit vielen Aeußerungen drs 215,1. von Cynern einverstanöem erklären, d6r sijo bcutc gam ankerö auöge'prochen 5.11 als früher. („5:61 5511611 in dieser Vorlage die Wünsche dieses Hauses mebr berücksichtigt wsr'cen können. D6r Kobl6ntrangport some mehr durch Eis6nbabnen als durch fünft- lich6 Wasserstraßen, und zwar durch Hauptbahnen bewältigt w6rken. Einen W„1der[1_)ruch 61565611 wir 9613611 die vorgeschlage'nen Haupt- kabnrn mcht, 1185610110616 111151 969611 die beiden strategischen Bahnen. Wir smd erfreut, daß das Reich einen Zuschuß zu leisten hat. Der Redner gebt dann auf die Nebeneiscnbabnen und die Betheiltgung dxs Staats an dem Bau einer Eisenbahn von Treuenbriesrn nach Neu- stadt 6111, blribt aber, da er der Journalistentribüne den Rücken zu- wrndet, lm einzelncn schwer verständlich. Cr beantragt schlirßlich die 11:5erweisung der Vorlage an die Budaetkommission, in der er Er- klarungen erwarie, wxrum Verschiedene Baatcn seit dem Jahre 1897 noch nicht auSge1übrt seien.
Minister der öffentlichen Arbeiten von Thielen:
Meine Herren! Bezüglick) dieser leßten Frage möchte ich doch 56- merken, daß meine Aeußerungen Vom Vorigen Jahre und meine heutigen Aeußerungen sich vollständig d6ck6n. Es sind auch nach der vorläufigen Festsetzung der Vorlage zwischen dem Herrn Finanz- Ministcr und mir bezüglich einzelner Linien noch Differenzen ent- standen, wesentlich aus den Jntereffentenkreisen heraus. Ich kann hierfür eine Reihe voaVeispielen anführen. Namentlich über die Linie, welcbe Posen verbinden soll durch das bisher noch nicht berührte Parallelogramm von Posen nach dem Nordosten, sind sebr erhebliche Differenzen aufgetaucht, die verschiedensten
Intereüenten sind beim Finanz-Minifter und mir gewesen, und wir
haben den Herren damals gesagt, es sollten die Verhältnisse näher aufgeklärt werden. Es sind dabei die Provinzialbebörden, die General- Kommisfionen, die Ober-Präfidenten, die Regierungen, die Ansiedelungs- kommission, - kurz und gut alle diejenigen Behörden, Eisenbahn- Direktionen u. s. w. gehört worden, die ein Urtbeil in dieser Richtung abzugeben haben. Es sind ferner noch Verhandlungen gepftogen worden wegen Fortsetzung der Babu von Rückers aus nach Narbod; es sind eine ganze Reihe von diesen Bahnen noch umstritten gewesen, sodaß bis in die leßie Zeit der Tagung des vorigen Jahres noch verbanbelt worden ist. Wir hätten ja einen Abschluß machen können und sagen können: das soll berücksichtigt werden und das nicht. Aber inzwischen war die Session so vorgeschritten, daß es im allgemeinen Interesse lag, sie binaUSzuschieben. Besonders babe ich damals mit aller Entschieden- heit zurückgewiesen, daß irgend ein anderes Motiv vvrliegt, namentlich nicht das Motiv -, was nicht bier aus dem Hause beraus angeführt wurde, aber als im Lande bestehend -, daß diejenigen Landestbeile, die nicht für den Kanal sicb erwärmen konnten, bestraft werden sollten mit der Zurückhaltung der Vorlage. Sie werden sich erinnern, daß ich dagegen aufs entschiedenfie Verwahrung im vorigen Jahre 6111" gelegt babe.
Meine Herren, was nun die vom Abg. von Arnim in Anregung gebrachte zweite Auflage der 1900- Vorlage anbetrifft, so bedaure ich doch, in der Beziehung ibm keine Aussicht eröffnen zu können. Er glaubt auch selbst wobl kaum, daß sie kommen wird, wir werden dazu garnicht in der Lage sein, denn wir haben zur Zeit keine reifen Pro- jekte, die wir vorl6gen könnten, und zweitens würde es auch nichts nüßen; denn ich babe Vorhin schon auSsefübrl, wir können nur ein gewiffes Maß von Bauarbeit leisten, und es liegt meines Erachtens absolut nicht im Interesse der Landestbeile, die im wesentlichen ibre Wirtbschaft auf den Landbau begründet haben, daß wir in forcierter Weise vorgeben. Ich meine, die ruhige und stetige Weiterarbeit ist in der Beziehung sehr viel mehr vorzuziehen als eine forcierte Arbeit, die gerade beim Eisenbahn- bau in erhöhtem Maße die Leute Von der Landwirtbsehaft abzieht. Ich meine daher, es ist zweckmäßiger gewesen, bei dieser an und für fich schon sehr reichlichen Vorlage, die, wie gesagt, ein Baupensum von mindestens zwei Jahren umfaßt, zu bleiben, im nächsten Jabre ist die Regierung dann hoffentlich in der Lage, wieder eine Reihe bon Wünschen erfüüen xu könnrn; das wird meinerseits durchaus ge- fördert werden.
_ Abg von _Quq'si: Normalspurige Kleinbabnen find sebr 6r- wunscht, gber nicbt uberall durchführbar. Die generellen Bestimmungen des Ministers über die AbsertigungSgebübr sind anerkennenswntb. Die Verwaltung so_[lie aber den Interessenten noch mehr entgegen. „kommen durch Ermaßigung dieser Gebühr. Einige Kleinbabnen sind im Laufe der Zeit Nebenbahnen geworden. (Es fragt sich nun, ob diese Bahnen den 0031 Stagt geleisteten Beitrag zurückzuzahlen haben. Jeb möchte den Mintsier bitten, dazu Steliung zu nehmen.
. Abg. erold (Zenit): Ganz unbegründet ist das Bedenken nicht, dgß bisher der Ostenbor dem Westen im Bahnbau brgünstigt worden ist. Dir unentgeltliche Hergabe 5011 Grund und Boden bei Nebenbahnen ware doch nur dann gerechtfertigt, wenn die Babu fich nicbt rentiert.
Abg. Freiherr von 365118 und Neukirch (fr. kons.): Ueber die KanalvorlaYe und die verwätrie Einbringung dicser Vorlage will ich mich nicht ußern. Cs,freut mich, daß der Minister gesagt bat, daß die Waffetstraßenpolitik der Regierung biermii nichts zu thun bat. Meme Heimatb ist durch die Linie 0011 Rückrrs bis zur Landes- grenze berückßchtigt worden. Ich wünsche noch, daß beim Bau der Eisenbahn Treffurt-Eisenach dem Kreise Mühlhausen der Beitrag crlaffen wird. _ , _
Abg. von Hetmeurg (fon).) wünscht den Bau einer Eder- tbalbabn.
9159.55 11 H61l erman n(kons'.) möchte j6den Schein Vermieden seben, dczß einzelne Prodtnzen benacbtbetligt würden. Es werde sicb em- pseblen, das letzte Schlußstück der binterpommerschen Städtebabn im nächsten Fabre 111 A11g1iff 1,11 n65m611.
, _ 2159. _Seydel-_Hirsch56rg (nl,) befürwortet den Bau der 211116 erichberg-Labn-Löwrriberg im _Jntereffe dcr Landwirtb- 1chait iowobl wie, de_rEJndustrie der 511606 Hirschb6rg und Löw6n- 5610. An der Linie ieren w6r1550116 Kglkstein- und Sandst6inbrüch6 und bed61116nd6 Jndustrixqr, wie Papierfabriken, Holzschleif6r6i6n und Mühlen, interr'sfiert. Die16 Fabrxké'n 1111196115011 Jahr zu Jahr mehr zurhck, 10611 die,.Kosten der Zusubr d6r Rohmaxeriaiicn und 06: Absubr der Fabrikate zu 5065 seirn.__ Nach der zu erwart6nden Vor- 1396 zur Berbüiung der Hochwanergefabren in Schlrfien s0116 531 Mauer ein Sammelbexken von 50 "1111111011611 Knbifmrter Fassung 6165111211 werden und 5102381708110111111 di-irr Waff6rkräfte durch die
ndmtiie das Anlagekaprtal verzin16n. Dazu sei 056r 6111 biüiger Verkehrswra für An: und Abfuhr der Industrie erforderlirb.
__ Abg. Schmieding (ul.): Es giebt Fälle, in 5611611 di: Jnter- 6116111611 zur Hergabe 1103 (Grund und Bodrn 561011161th werden können. Du Staat sollte aber die Last nicht auf die schwäcbrrrn Schultern abwälzcn, wenn die Bahn rextabel ist. Für uns ist die Loosung nicbt: Eisenbabqen obne Kanalc, [01106111 (8116115051161; mit Kanäl6n. Herr Gump meint, der Ostrn batte 11icht mebr Crsrnbabnen 56- tommrn als d6r Westexi. Ick glaub6, eine solche Frage ist mäßig. Es kommt nickt daraur an, _wieviel Kilometer der Ost6n und Westen bekomm6n bat, fond6rn daraUs, 55 die Bahnen rentabr'l sind. Wenn Herr (5511115 11118 emrfi6bl1, LEJ?" die_Kanaldorlag6 zu 111111111611, so möchte ich _ibn btttrn,_ das B(txpirl 1111|6res leider zu früh vrrsicrbrnrn frei- k01116151115m K006§6n 6011 Scköiler nachzvabm6n, Nr in 611161 Broschüre 1165 schon vor 1.0 151611 für den Kanal auSJ6spr0ch611 bai und ibm den Namen K01161-K3nalg656n wbilté.
21.513.111. Wri56(ko_ny.) tritt für die in der VorlagWorgeschlazrne Linir Herford- Bünde 6111. _
Abg. Szmula (Zentr.), 1chw6r versiändliÖ, befürwortzt 61116 5611616 Verbindung des ober!chlesi!chcn Koblrngebi6ts 181! der öster- reichischen Grenze und fragt, ob bereits B0rar56116n mir diese Ver- bindung im (12.111,36 s6ien.
Unter-Staatssekretär Flrck 56rneint dirsc Frage.
Abg. Hackenberg (nl.) begrüßt die Linie 5011 Gaualgesixim nach Münster am Stein, die als strategische Bahn pr0j611i6rt sei, auch vom Volkswirtbsckxafilickden Standpunkte. Der Bahnhof Binger. brück werde dadurch enilasiet werden; anch Frankfurt a. M. und Mainz hätten einen Vortheil davon. Der Krruznach6r Bahnhof müsse endlich um- oder neugebaut werden. _ , „ '
- Abg. Macco (nl.) bitte_t_dc11 Minister, 561 seinen Babupwjrk16n unter Zuziebung yon Sachberstandigen genau zu untersucbrn, ob gewisse rentable Bahnen nicht gleich von vornherein als Vollbabnen gebaut werden könnten, namentlich, wo es fich um wrrtbscbaftiiche Aufschließang ländlicher Gegenden 5011516.
Die 511ng Oitbaus (ul.), Hobeisel (Z:n1r.), Hoyers- mann (ni.), aub (Zl.), Mies (Zentr), von Grabski1P016), Mischke (nl,), Yon Otrombeck (ZFUW) und Brauer (fr. tons.) tragen lokale Wunsche vor.
Um 4 Uhr wird die weitere Berathung aufDienstag, den 20. Februar, 11 Uhr, vertagt.