1900 / 51 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 26 Feb 1900 18:00:01 GMT) scan diff

«»«Mxöxxw-MW-ch*wch .,.-... «.....- ...-..:» ».... ... ...*. .. ...-.=.

*? -' Y ?. .___ .Z] 'i

“7: LUF'?“ - *“ “.

«„...-„_ «:..... „“x“-;;».

»- » , * “'N'-**DE- _ «“,"-»., *MQZNquo-«x-c ,*;.„«*1.ch.9ny ' , .

..,-. . .'..-.-« “"..-«.“». 4.» „».-.=» . F

-*» „...-» .*.- -..,„ .,.-«„».

*-

-.

., „„. .,.. ae" „* .;

....Z- . .“

,.-*»„... „,.-.,-„ .»-

'“ “„MS-“»»x-“ :ck..." ..WNW . . «.,-.; „., , _

Verkehrs-Auskaltm.

Laut Telegramm aus Oberhausen (NWZ at die zweite en lische Post über Vlissingen vom 20. ebruar den Anscblu an Zug 8 Köln-Hannover wegen Ne ls an der englischen Küste mcht erreicht und geht auf Zug 3.

Fiensburg, 24. Februar. (W. T. V.) Nack amtlicher YetYa?) fiÖiijxlle Strecken in Jütland wieder fahrbar. (Vergl. r. . .

Bremen, 24. Februar. (W. T. B.) Norddeutscher Lloyd. Dampfer .Aachen', n. d. La Plata best., 23. Febr. Prawle Point paisisrt. ,KariSruHe', v. Oft-Afixn kommend, 24. Febr. v'. Genua n. Bremen abgeg. „Bayern“ 24. Febr. v. Yokohama über Shanghai n. Bremen abge . .Trave', v. New York n. Genua, 23. Febr. die Azoren pW." . 11er“ 23. Febr., v. Bremen kommend, in New York angek. . ra“ 23. Febr. 13. Neapel a. New York abgegangen.

- 25. Februar. (W. T. B.) Dampfer ,Trier“, v. Brasilien kommend, 23. ebr. in Madeira. .Heimburq“, 11. Brasilien beit„ 23. Febr. in ernambuco, .Prim-Regent Luitpold“, 11. Australien best., 23. Febr. in Aden angek. „Schönburg' 23. Febr. v. Santos abgegangen.

Hamburg, 24. Februar. (W. T. R.) Hamburg-Amkrika- Linie. Dampfer ,Columbia“, v. New York über Neapel n. Genua, 23. Febr. v. Gibraltar abgeg. ,Patricia', v. New York n. Haniburg, 23. Febr. Cuxhaven. ,Boßnia', v.H.1mburg n. Bofwn u. Baltimore 23. ebr. Dover, ,Tkutonia', v.Hamburg 11. New Orleans 23.Febr. Dove"? paifi-rt. ,Affycix' 23. Febr. v. Baltimore 11. Hamburg abgea. ,Boßnia' 23. Febr. in Baltimore angek. „Westfalia“ 23. Febr. v. Shanghai n. Hongkong ab;;ez. _.Savoia' 23. Febr. in Yokohama an;".ek. .Valefia', v. St. Thomas 11. Hamburg, 23. Febr. Dover pakfiZti.

Theater rind Musik.

Deutsches Theater.

Max Halbe's Drama in v'lIk Aufzügen ,Das tausend- jährige Reich“ ist. nachdem ez unlängst bereits in "Nünch-n zur Erstaufführung geLangt war, am Sonnabend auch _bier _ecsimxlix in Scsne gegangen. Der Dichkec macht darin drn Beciush. das tragische Schickial eines Mannes aus dem Volke zu entwickeln, welchxr an einkm unseligén Hang zur Mystik, an seiner aus Aber- glauben, Jrribum und Wiha zuiammenzeseßten Üeberzeugung zu chndz g-„bk, eines jener falichen Propheten, wie sie namentlitb in Zeitkn, wo aaßxrqewöbnlicb: Naturereignisse, Krieg und Aufruhr die klt bewegen. keinx seltene Erixbsinung sind. ©“:- verkünden aus dx: Bibel. namentlich aas der Offenbarung Si. Jo- hannis, wslcbe sie in ihrem Sinne auslegen, die bevorstehende Wieder- kehr des Reiches Gottes auf Erden und fi1den zumeifi ein_e S:!)aar gläubiger "Anhänger, die ihnen treu bleibt. bis die Nichtigkeit d_er Wxiésagung an den Txa kommi. (Fin solcher Mann ist Drewrs, Schmiedemxister zu Marienwalde, welcher in den Winqa des Jahre! 1848 die Anzeichen dez nabendcn Gotteszericbtz erblickt. Umkoiisi redrt ihm der Octßgeistlicbe ins G::viffen, von seinem Aberglauben abzustebm und die naiven Grmütßer des Doris mit feiner Jcrlebrk zu verschonen, umsonst droht ihm sein Guis- und Brotberr mit Eni- lassung, er blsibt entsébloff-n bei seinsm Vorhaben, Haus und Hof, Weib und Kind zu verlaffsn, sich mit seinen Anhängern auf- zumachen und gen Osten, von wo die Erszüun kommen _foll. dem Heil entgegenjuzikben. Dieser Enricbl-a treibt ieine brave Frau, die ive ießies bereits birxgegeben bat. um die Fxmilie am Leben zu erbalien, und wxlcbe Drewss ungerechterweise Verdäcbkigt bat, i'on mit drm Gutsbenn kexrogen zu haben, in den Tod. Diss erregt schon Mißstimmung in srincr (:I-„meinde, und da alsbald auch ein scbw-xres G-wxrte'c sich zuiammxnzxedt, welches nicht allein den lanrrsebnteu Nzgen bcmit anitatt der verkündxxen anbalteraden Dürre, sondern sogar durch sineii Blitzschlag just die Schmiede in Brand stockt, so erscbsint der falsche Provbet vollends duxcb ein Gotieöurtbeil aerichtet unix vxrwocfen. Von Allen verlaffxn such und

udet er schließlich den Tod im Wasser, an der Stelle, wo sein Wxi'o cb ertränkt batte. Dieker an sicb feffelnde Sioff iii dem Dichter unter den Händen zerronncn. Im Mittelpunkt aUec Scenrn steht zwar der Schmied, abér das J_ni€reff2 ay ibm erlabmt bald, weil sein Charakter immer nur von derielben Seite beleuchtet gezeigt wird-und

seine Neben eine Wiederbolung vst Gesagten bis zum Ueberdruß dar- stellen. Zudem versieht man nicht„ recht den Konfiickt dieses Mannes mit dem form und dem Gutsberrn, man ist eher geneigt, das Ganze für einen patbol ischen Fall zu halten, soda es fast verftimmeud wirkt. das; ernstli mit eistlicben und weltli Waffen gegen einen Unglücklitben gekä ft w 5, der nach Fug und Recht ins Irrenhaus gehörte. Der ges cklick: Hintergrund des Sturm (1er 1848 ist nur skizzenbaft angedeutet und bietet lediglich An ju einigen geurebaft gehaltenen Nebenscenen; die erwähnte Gewitterscene erschemt als rein äußerlich wirkender Tbeateceffekt. - Die Darstellung war sehr tüchtig. Herr Relaxx bemühte sich, aus der Gesialt des «mir“ eine Cbarakterfiudie zu maehen; es gelang ihm aber iiur zu Anfang damit eine tiefer gehende Wirkung zu erzielen, später kamvfte er ver- gebens gegrn die Fxbler des Werks an. In dyn anderen größeren Rollen zeichneten sich die Damen Lehmann und Sanogo. dikHerren Sauer, von Winterstein, Fischer, Engrll und Reinhardt aus. Die übrigen zahlreichen Mitwirkenden ergänzten das vollendete Zusammen- sviel. Spärlicber Beifall tief den Diibter einige Male vor die

Rampe.

Jm Königlichen Opernhaus: gebt morgen Nicolai's omiscbe Oper ,Die lusiiqen Weiber von Windsor“ in fol endet: Besetzung in Seen:: Fallstaff: Herr Stammer; Herr (usb: rr Bachmann; Herr Reich: Herr Mödlinaer; Fenton: ommer; Junker Spärlich: Herr Lieban; Dr. Cajus: Herr Berger;

Frau Flath: Frau Herzog; Frau Reich: Frau Goetze; Jungfer Anna: räulein Weiß.

Jm Königlichen Schauspielhause findet morgen auf Aller- höchsten Befehl die erste Aufführung von .Der Eisenzabn'. historischem Schausviel in 5 Aufzügen von Josef Lauff, statt. Das Werk ist vom Ober-Regiffeur Stube in Scene geseßt, die dekorative Einrichtung hat der Obsr-Jnipektor Brandt besorgt. Die neuen Dekorationen des erst-*n, dritten und fünften Aufzugs find vom Königlichen Theater- maler Qaaglio, die des zweiten und vierten Auf-ugs vorn Hof-Tbeatet- maler .Kauvkv in Wicn angeführt. Die neusn Kostüme sind nach de:) _?lttigaben und Zeichnunsen des Töeater-Kostümiers Heil an- gerer lq .

Im Deutschen Theater gelangt in Abänderung des Spkel- plans morgen, Dixnsiag, .Die veriunkene Glocke" zur Aufführung, am Mittwoch .Der Probekandidat“, am Doanersiag „Hedda Gabler“, (kxmdxxretitag, Sonnabend und nächsten Sonntag Abend „Der Probe- an da '.

Im Schiller-Tbeater finden di: nächiien Wiedsrbolungen der „Jungfrau von Orleans“ am Sonntag, den 11. März, Nach- mittags, und von „Wilhelm Teil“ am Sonntag, den 18. März, Nachmittags, statt. Bisletbesiellungrn werdan von morgm an ent- gégengenommen. _

Fräulain Francescbina Prevosti wird in ihrem Konzert in der Sing-Akademie, am 4. März, zum ersten Male eine Gruppe von Liedern in deutscher Sprache fingen.

In dem schon erwähnten Konzert, welcbes die „Berliner"

Liedertafel“ am Aschermittwoch im KHniglicben Opzrnbaufe xu Dreßden im Verein mit der Königlichen iächfiscben Hoisaprlle ver- anstaltet, werden an Cööcen mit Orchester ein ,Weibelied' won Ernst von Schuch, xrner „Wo ist Gott" von Reinhold Becker, „Auf die bei Thermopyiae Gefallenen" von Max Bruch und der ,Pilgerchor' aus der Oper ,Taunbäuser' von Richard _Wxgner zum Vortrag kommen. Außsrdxm hat dir „Berliner Lisdettaiel“ einigr ihrer besten 9. 694476113- Czöra, mit denen fi? im vori,;en Jahre in Jxalien so glänzende (Fc- foige erzielt:“, in das Proßramm aufgenommen. Die Leitung liegt in den Händen des CSormei-tkrs Adolf Zander und des Gsneral-Mufik- direktors Ernst von Schuch.

Bei dem am Mittwoch, Mittags 12 Uhr. in der Marien- Kirche sxanfindeuden Dr_gelvortrage kes Musikdirektor; Otto Dienel werden Frau Rola Wilke,_ Fräulein Luise Behrends, Herr Hans Sasse, der Violinist Herr Hans Buffenius und Herr Ernst Bctbke mitwirken. Zur Aufführung gelangen hauptsächlich Bacb'séoe Kompofitionen. Der Eintritt ist frei.

Manuigfaltiges. *

Berlin, den 26. Februar 1900.

__Die Köaiglichx Eisenbahnbeiriebö-Jnsvektion 6 theilt mii: Einige ?_lcbsrn des Zu es 168 entgleiften heute bei dcr Einfahrt in Siaito_n Dalldor? (Kremmener Bahn) infolge uazeitigen Um- fieUe-is einer Weichs. Menschen sind nicht verletzt. Der Verfsbr

wird durch Umsieigen aufrecht erkalien. Die Störungen dürften x.

, etwa zwei Stunden beseitigt sein.

Im Oberlicbtsaal der Philharmonie findet am Mittwoch Abends sk Uhr, der siebente der von der „Freien Vrreinigmxg' 'ür Flottenvorttäge' veranfialieten wiffenslbaftlkben Vorträge “Lait. Prof err. Alfred Kirchboff aus lle wird über das Thema spr : ,Das Meer und die Macht eUung zur See im Leben der Völker.“

Yar DirektorLoren aus Halle a. S. bält morsen im „Verein zur ördecung der unit“ einen Vortrag über „Moderne Regie“. Sämmtlicbe Berliner Bübnenkiinftlet haben zu diesem Vortrage, der Abends Uhr im Festsaal des Vereins junger Kauf- leute (Beutbfiraße 19 stattfindet, freien Eintritt. Karim sind bei ann Lazarus _(Friedrichsir e 66 und in der Geschäftssieue des ereins (Klopstockmaße 21) er ältli .

Jm Hörsaal der ._Urania“ spricht morgen Herr Dr G Naß über .die Glasfabrikation'; am Schlusse dieses Vortrags wird ein Gl bläser einige interessante Glasformen praktisch zur Ausführung bringe **.d im Anschluß an diesen Vortrag findet am kommenden Sonata "&: Exkursion nach der Glashütte von Bork und Kersten fiait.

Liegniv. Jm bissigen Regierungsbxeir! wendet man sich mehr und mehr der Nußbarmarhung derGElektrizität für tecßniscbe, Verkehrs- und BeleucbiungUwecksxu. So steht die Stadt Bunzlau in Unterbandlungen mit den Elekirijiiätsrverken in Leivzig und Plagwiß wegen Errichtung einerZentrale für Beleuchtung und Kraftübertragung für die Stadt Bunzlau und Umßegend. Die Vorarbeiten daxu sind im Herbst v. I. durch Jngrnieure der Firma ausgeführt _worden. Auf auSreicbende Vetheiligung soll nt r-cbnen sein. Weiter vorgeichrittén ist ein ähnliches Unternehmen in Naumbura am Queis. Das dort von der irma Körting in KötkinßUokf bsi Hannoper erbaute Elekiri- zitätswet sol] am 1. Juli d. J. betriebsiähiq sein. Von dsr Siadt ist das Werk auf 30 Jahre derg-ftalt konzßifioniert, daß ihm dis Ge- nußung aller städiiscben Straßen und Plätze zur Anlegung von Leitungen nebst Zubxbör z::st:_bt und es jedxrzeit Verpflichet ist, "gegen bestimmte Zahlung iowobl an die Gsmsinde wie an Private elektrischen Strom zu Brlexicbtuxgk- Und Kraitübertraiungs- zwscken sowie sonstigen elektro'rsckoniichen und clkitrocbemifclpeu ' wecken abzugeben. Die Nachbaxgemeinke Ullchdorf ist anges [offen. Zum Bsiriebe soll die in der Mühle zu Naumburg vorhandene Waffkrkraft dienen, wozu Wei Turbinxn vo: je 50 Pferdekrästen an- aelegt und zwei Dynamomascbmen ausgestellt sind. Die Stadt hat fi das Recht gewahrt, dic AUlage jedrrxsit zum Buchwertb zu über- ne men. Die Anlagekostsn sind auf 200000 „ji veranschlagt.

__

Paris, 26. Februar. (W. T. B.) In einer Oel- und Alkohol-NiedsrlaJe in St. Ouen iur Seine brach gkftern ein großer Brand aus. ATS nach mehrstünöigcr Arbeit der Brand schon gedämpft zn sexn schicn, erfolgte Abends 6 Uhr noch eine Exvlosion von throleum oker Sviritus. Dsr Brand dauerte die ganze Nacht bindur ; jedoch war die (Gefahr cinerweiteren Yusyebnung schon Abends 8 Uhr beseitigt. Die Zahl dcr Verixßten beträgt nacb amt- licher Feststeliung 130, davon sind vier schwxr kLkscßt. Die Behörden treffen Maßnahmen zur Unieriiüßung und Unierßringung der obdachlos gewordenzn 80 amiiien. Üweihundert Arbciter sind infolge dss Brandes obne rbeii, der aterialschadeu ift sebr bedeutend. In St. Ouen geht das Gerüwt, daß Vcandstifiung vorliege.

(Fortießung des Amtlichen und Nichtamtlichen in der E:sien, Zweiten und Dritten Beilage.)

Wetterberich Vom 26. Februar 1900, 8 Uhr Morgens.

Bar. auf 0 Gr. u. d. Meeressp.

red. in Millim

Celsius : 4 9 R.

Stationen. Wind. ? Wetter.

F-

i i ! i 1

Temperatur

ind o

"MMB". . Aberdeen . . 763 O bedeckt Cbristiansund 764 bedeckt

759 N 5

1

O 2

Kopenhagen. 762 NNW ?Nebel 2

wolkig

Stockholm . 761 N Zedkckt Haparanda . 772 NO bald bed. Cork Queens- town . . . 75] MO 6Regen Cherbourg . 750 OSO 3 wolfii; Helder. . . . 757 ONO Nebel Sylt . . . . 761 ONO 1Nebel 'amburg . . 760 ONO Nebel winemünde 762 Nebel Neufabrwaffer 762 _2_ heiter 2

»GWW WTO-SW'“) 5

2 1 1 Memel . . . 761 h_alb bkd. Baris . . . . 755 Regen iünsier Wifi". 757 1 brite: Karlßruhe . . 758 * 4 halb bed. WieSbaden. . 759 2 woltenws München . . 761 Zwolkcxiios Chemnitz . . 761 Z wolkenlos Berlin . . . 762 1wolkig Wixn . . . . 766 ] wolkig Breslau . . . _ “764 _ 3 beiter Nina . . . . 764 O 3 bald bed. Triest . . . . | 767 fiel] woifenios

Uebersicht der Witterung.

Cin tiefcs bacometriicbes Minimum, von der Biécxvasee kommend, iit vorm Kanal erschienen und beeinfiußt das Wetter über Frankreich und den Britischen Inseln. Hochdruckaebiete lagern über Nord- und OstEuropa. In Deutschland ist das Wetter ruhig, mild, im Nordwesten neblig, im übrigen beitrr, obne meßbare Mieders läge. Im boden Norden hat der Frost sebr __er eblicb ab- gxi'ommen. Deutsche Seewatte.

Theater.

Königliche Schauspiele. Diensmg: Overn- baus. 55. Vorsiellung._ Die lustigen Weiber von Windsor. _KomtsÖ-pbantastische Oper in Z-Akten von Otto Nicolai. Text von Moientbal, nacb

p-s (PC) SWMOWNMVO “WWW

x_-

Wiüiam Shakespeare's alexicbnamigem Lustspiele. Tan; von Emil Graeb. Anfang 721 Uhr. Scbausviklbaus. 58. Vorstellung. Auf Aller- böcbstcn Befehl: Zum ersten Male: Der Eisen- zahn. Hisioriscbrs Schauspiel in 5 Aufzügen von Joief Lauff. In Scrne geießt vom Ober-Regiffenr Max (Grabs. Dekorative: Einrichtung vom Ober- Inspektor Brandt. (Suianna: Frau Margarethe Weiser-Damm, vom Heerli-Öen Hof-Tbcaier in Meiningen, als Gast.) Anmng U Uhr.

Miiiwocb: Opsrnbaus. 56. Vorstellung. Carmen. Oper in 4 Akten von (Georges Bixet. Text von enry Meilbac uud Lukovic Halévv, nach einer “kovelle des Prosper Mörimée. Anfang 711 Uhr.

Schauspielhaus. 59. Vorstellung. Jugend von cute. Eine deuiscbe Komödie in 5 Aufzügen von tw Ernß. Anfang 7k Übe.

Neues Jöniglichxs Opern-Tbcater. Donnerstag, den 1. Marz: Mit Genkkzmiguna Seiner Excellenz des Herrn Generaleutendanten Grafen von Hoch- berg: Vorsteliunz Zum wobllbätiqcn Zweck, unter üiigér Mtxwirkung der Königliiben Sängerinnen Jräizlein Destinn_ und Frau Lieban-waia, ker Köntalisocn_Scbauipielerinncn Frau Anya SÖramm und Frailcm Sperr, der Frau Sommeistotff-Geßncr vom Deutschen Theater, pes Könizlirben Sängers Herrn Knüvier, der Köxngiicbxn S ausvieler Herren Pollmer unh erßer, vez Köniali en Hof-Cellisten Herrn Hsinrtch (Grünf-sid, des Kökllq11chen Konzert- mnstch Herrn Dessau und des Herrn Reinhold Wkübof. - Mufikaliscbc und deklamatoriscbe Vor- trage und zum ersten Male _das Lustspiel „Im Elternhaus“, aus dem Ungariichxn des W. Karczag. Yuiqngsx _Ubr. - Yer Billet-Verkaui findet taglich tm Königlichen Ochauspielbause am Tage!- kancnichalter stati.

Draisine; Theater. Dienstag: Die der-

sunkene Glocke. Anfang 74 Uhr. Mittwoäv: Der Probekaudidat. Do::nerUag: Hedda Gabler.

Letliner Theater. Dienstag: Die Herren

Söhne. Mittwoch2 Harold. Donnerstag: Libussa.

Ickiürt-Thcater. (Wailner-Tbeater.) Diens- iag, Abends 8 Ubi: Der Probepfeil. Lußsviel in 4 Akten von Oskar Blumenthal.

Mittwveh, Abends 8 „Uhr: Fröschweiler. Donrerstag, Absnds 8 Uhr: Der Probepfeil.

Thenior dks Weßrns. (Opernbau6-)Diens-

lag: _Der Värcnhäuter.

Mittwoch: Der Zigeunerbaron.

Donnerstag: Der Zigeunerbaron. Freitag __(24. Freitags - Abonnements - Vorsicllung): Der Barenhäuter.

Wening-Theatrr. Dienstag: Der Athlet. Miitwocb': Als ich wiederum . . . Donnerstag: Jm weißcn Röß'l.

Neue; Theater. Stbiffbauerdamm 4a. Diens- tag: Zum 25.Ykale: Nackte Kunst. Schwank in 3 Wien von Georq stisls. Anfang 7x Uhr.

Mittwoch: Rackte Kunst.

Residenz Thenior. Direktion : SigmundLauten- burg. Dienstag: Die Dame von Maxim. (1.5 (181116 (16 61182 Uaxim.) Schwank in 3 Akten von Georges Fsykeau. Ueberseyt und bearbeitet von Benno Jacobion. In Scene geseßt von Sigmund Laute_nburg. Anfang Uhr.

Mitiwocb und folgende Tage: Die Dame von Maxim.

Sonntaa._ Nachmichtazs 3 Tibr: Bei bis über die Hälfte ecmaß:gtm Preisen: Ter Schlafwagen- Controleur.

Thalia - Theater. Dresdxnerstraße 72/73. Dj_enstag: Im Himmelhof. Große Ausfiaitungs- von: mit Gesang und Taxis in 3 Akten von Jean Treu _und Alfred Schönfeld. Musik von Max Schmid:. Anfang 7k Uhr.

Mittwoch und folgende Tagx: Jm Himmelbof.

Konzerte.

Philharmonie. Dixnstag, Anfang 7 Uhr: Populäres Kon ert mit dem Philharmonischen Orchester (J. ebicek) don Gugdue Ysaye.

Baal Bethkein. Dienstag, Anfang 7x Uhr: Klavier-Abend von Therese Slottko.

Arrhiteiitenhaus. Dienstag, Anfang 8 Uhr: Mufik-Soirée (Volkslieder und Kuplets) von Anna Petterffou-Norrie (Gesang).

Zirkus Schumann. Im eleganten, renovierten Zirkus Renz, Karlstraße. Dienstag, Abxnds präzise Uhr: Große außerordentliche Gala-Vor- stellung. 10 dexbssten Nummern des Repertoires. DirektorAlb.Ochumannmi2seinsnunerreicht dastehenden Oriainal-Dteffuren Zum Schluß: um 25. Male: Doctor Faust. Romantisäo-p an- tasiiicbe Handlung in 3 Abtheilungen vom Hof- Balletmeiiter Au 9. Siem s. 1. Akt: Ju: Studier- zimmer des Doktor Faust. Im Reiche der Liebe. 2. Akt: Ein Schüheufeft im 16. Jahr- hundert. 3. Akt: Die Herzogin von Parma. Der He evsabbath auf dem Vlockkberge. Faust's ölleusahrt.

-...

Familien: Nachrichten.

Verlobt: Paula Freiin von Tauchnitz mit rn. Hauptmann Kurt von Holleben (Bärenklau e- Dreßden). - ' xl. Lina Buchmann mit Hrn. (GenÉtE-Affx or und Leut. d. R. Hermann Geißenberg (Neiße).

Vere elitbt: Hr. Leut. Adolf Frhr. von Dungern mit Frl. Else Mooren„(Düffrldorf).

Geboren: Zwei Töchter: Hrn. orträtmaler Emil Müller (Breglau). - Ein obn: Hrn. Rittmeister a D. Detlev Honig (Berlin). - Eine Tochter: Hrn. Reichßgericbtsratb 131". A. Hagens (Leipzig). - Hrn. Geora von Per- band! (Pomedien) - Hrn. von Dazur (Tscbaebawe).

Gefiorben: Hr. Polizei-Präsident a. D. Han Frhr. von Uelar-Gleichen (Görli ]. - Hr. Bau- ratb a. D. Albert Warsow ( erlin). - Hk- Oberst a. I.). try Max von Johnston (Görlitz)- - „Kreisv ysikus und SaniiätSratb 1)r.Guftav Udet (Breslau). - Verw. Fr. Catharina von Tbeuen, geb. Hoffstadt (Breslau). - Verw. Fr- Yillklrziiue von Bonin-Lupow, geb. Ely of Ely

er in .

Verantwortlicher Redakteur: Direktor Siemenrotk) in Berlin.

Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin.

Druck der Norddeutschm Buchdruckerei und Verlags- Anstalt, Berlin ZW., Wilhelmstraße Nr. 32.

Zwölf Beilagen

(einschließlich Börsen-Beilage). (417)

Erste Beilage

* zumDeutsthen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

Berlin, Montag, den 26. Februar

1900.

NL? 51. * Ymtliches.

Königreich Preußen.

Bedingungen, welche bei der Vergebung von Arheiten und Liefe- rungen im Bereiche der Allgemeinen Bauverwal- tung, der StaatSeisenbahn: und Bcrgvermaltung zur Anwendung kommen. [. § 1. Persönliche Tüchtigkeit und Leistungsfxäbigkeit der Bewerber.

Bei der Vergebung von Arbeiten oder Lieferungen h_at niemand Aukficbt, ais Unternehmer angenommen _zu werden, der nicht für die tüchtiJE. pünktliche und vollständige Ausxiibrung derselbxn - auch in 1echnischer Hinsicht -- die erforderliche Sicherheit bietkt.

§2. _ Einsicht und Bezug der Verdingunaßanschlage ic.

Verdingungsansckylägr, Zsichnungen, B:_dingungen ::. smd an d.:n in der Ausscbrkibung bezeichneten Sxeiien einzusehen und werden auf Ersuchen gegen Erstattung der Selbstkosten verabfolgt.

§ 3. Form und Inhalt der Angebote.

Die Angebote find unter Benuizung der etwa Vorgeschrixbsnen-

mulare von drn Bewerbern untxrichrieben, mit dar in drr An?- tiFFrreibung geforderten Ueberschrift verieben, VZTÜHJSU und frankiert 13:8 zu Um arsacikgeßertien T__e__rmin It?;reichcn.

eneoemuenc-aaen: _

éidie a?:ödrücklicbe Erklärurzg, daß der Bewerber 111) dxn Be- dingungen, Welche der Außichréibung zu Grande gelegt find, untsr-

t; __ _ _ wirf 1). die Angabe der geforderien Preiie _riach_Rei_ch3wabrung, und zwar sowohl die Anaabe der Preise iür_die Cmbettrn, als a_uch _dSL' Gesammiforderung; stimmt die GLsammtsNdLrung mit 5611 Einbsits- preisen nicht überein, so soiien die [syterm maßgebknd sém;

(ck. die genaue Bézeicbr-ung und Aorsffe dss BswerberSZ

ä. seitens gemeinschaftlich bikixnder Yxrsqnen die EckiarunJ, daii

? für das Angebot solidariich Vekbmkllck) m:ch€rx, und di: Be-

zeichnung ein(s zur Gsfcbäftsiübrung uni) zur _Empizngnabxi); ds_r Zahlungen Bevoümäcbtiqten; leßichs Ersorwermß gilt QUch sur die Angebote von Geseüichaiten; _ _ _ _

S. nähere Ancabcn über die Bkzriäonzing der etwa mri €mgcrexck;t-_'n Proben. Die Prob-xn selbst müsien svsr-iaüs wr drm Bteiungxisrmm eingesandt und derart bezricbm-t ixin, daß fick) obne WCÜST'ZS Crk-Znnkn läßt, zu welchem Angebot si: geboren; _ _

k. die eiwa Vorgesckyriebensn Anxabkn uber dre BLZUJÖUUcÜ-In von Fakrikaten. _ _ _ _ _

Angeboie, welcbe dtkskn Voricbriften mcht_cntiprechen_, inSILionxere solcbé, welch? bis zu der feiigeiksien_Tsrmmstunde bei der Béborke nicbt cinacgangnn find, Mlch bezuglich_des GLYniiandestn dcr Ausschrcibung ielbsi abweich oixsr da? (Zébyt an Sonkerbedingrman knüpfen, haben keine Aussicht auf BSTUck11ch_UJUUJ. _ _ _

Es soklen indeffsn iolcbc Angebote_nicht arzégxiäoic-nrn icm, l'i welchen der Bewerber 81k1ärt, sich nur wabrkny Liner k_ilkz?kén al:“) drr in dsr Ausschreibung angegcbwen Zuicblangrist an sém AIJLÖOT 9?- bunden baitcn zu woilan. __

§ . Wirkung des Anaeizwis. _

Die Vewcrbsr blsiben von dym Eiziiccsisn de(Z Angsbots ker _dxr ausschreibendkn Beööcde biz zum Ablauf der _fsstgkiéiztenZuscbiagéircit bezw. dsr von ihnen bkzeicbnktkn kürzeren Frist 3 leyiec A:!ay) an i re Gebote ebunden. _ b Die Beßwxrber unietwerfen sich mir Abgahe _des _Angébois m Bezug auf aÜe für fie daraus knist-xb-xnren Verhindltckpfsitxy KUG» richisbarkeit des OW, an wslckyxm die_ QUIschkechN106 Becordr _ihxen st hat, und woselbsi auch fie aufEriordern Domrztl nebmcn munen.

-

§ 5. _ Zulassung zum Eröffnuagsiermm. Den waerbern und deren Beyollmäckiiigtexi steht der Zairiii zu dem Eröffnungstermin frei. Eine Veröffentlicbang der abgegsbrncn Geboie ist nicht gestattet.

§ 6. Ertbeilung des Zuschlags.

Dkk Zusckslag wird Von dem auéichreibendcn_Beam_t§-n oder von der auöscbretbenden Behörde oder von einer dieser uoergeorixneten Behörde entweder im Eröffnungstermin zu dem Von dem gewahltxn Unternehmer mit zu voUzilbknd-xn Pcotokoü oder durch beioxdete schriftliche Mittheilung ettbeilt. _

Lkizt-tenfalis ist dersrlbe mit bindender Kraft erioigt, wenn rie Benachrichtigung hiervon innerhalb d_cr Zu1chlag§ixtst ais Dcp;s:he yder Brief dem Telegrapbeu- od-r Postamt zur Beiörderung an die in dem Angebot bezeichnete Adresse übsrgebcnworqu ist.

Trifft die Benachrichtiqunz tres rcchizeittger_Abiendung _erit nach demjenigen Zeitpunkt bei dem Empfänger ein, i_ur welcbsn _dieier bei ordnungsmäßiger Beförderung den Einsam; ein_e_s TMIMZJ, abge- sendeten Briefes erwaiten darf, so ist der Empsang cm [e_m_ An- ökbvt nicht mehr ebunden, falls er obxxe VerzUÖYach _drm verivateten EZntreFexi der Zu,chlagserklärung von [einem ucktritr Nachricht ge- ge en a .

Nachricht an di-jenigen Bewerber, welche den Zuschlag nicht er- balten, wird nur dann ertbeilt, wenn dieselben bet CtnkklchU118_déI Angebots unter Beifügung des erforderlichen Frankaturkeiragö cinen desiaUfigen Wunsch zu erkennen gegeben haben. Prohcn wcrden_ n_ur d3""1urückgegeben, wenn dies in dem Anzebytschreiben_auöxruälrrb verlangt wird, und erfolgt alsdann di:". Rückikndung auf Kosten des betreffenden Bewerbers. Cine Rückgabe findet im FaÜ der Annahme des Angebots nicht statt; ebenso kann im Fall der Ablehnung ch- elben die Rückgabe insoweit nicht verlangt werden, als die Proben Lk den_ Prüfungen verbraucht find. _

Eingereichte Entwürfe werden auf Verlangen zuruckgegeben.

Den Empfang des Zuschlagbscbreibens bat ker Unternehmer um- aebend schriftlich zu bestätigen.

Vertragßabscbluß._ _

Der Bewerber, welcher den Zuschlag erbalx, ist vctpfitchtet, auf Ekforvtkrn über den durch die Ertoeilung des Zuschlags zu stande ge- kowmenen Vertrag eine schriftliche Urkunde zu vollziehen. _

, Sofern die Unterschrift des Bewerbers der Behörde nicht bekannt 177, bleibt vorbehalten, eine Beglaubigung derselben xu verlangqn. _

Die der Ausfchreibung zu Grunde liegenden VerdinJUWSanickolage, Z€lchnungen ::., welcbe bkreito dutch das Angebot aner axmt sind, hat der Bewerber bei Abschluß des Vertrages mit zu unterzeichnen.

§ 8, Kaulionöstellung. U Inneibxlb 14 Tagen nach der Ertbeilun des Zuschlags hat der

"ternehmer die vorgeschriebene Kaution zu be teilen, widrigenfalis die

Behörde befugt ist, von dem Vkrtrage zurückzutreten und Schaden- ersaß zu beanspruchen.

§ 9. Kosten der Ausschreibun 9. Zu den durch die Ausschreibung selbst entstehenden Koßen hat der Unternehmer nicht keizutragen. -

ll.

Allgémeine Vertragsbedinaunaen für die Ausführung der Bauten.“) § 1. Gegenstand des Vertrags.

Den Gegenstand des Unternehmens bildet die Hersteliung resp. Ausführung der im Vrrtrage bezeichneten Bauwexke ren). der Arbeiten und Lieferungen. Im einzelnen bestimmt fich Art und Umfang der dem Unternehmer obliegenden Leistungen nach den Verdingungs- anschlägen, den zugehörigen Zeichnungen und sonstigen als zum Ver- trage gehörig bezeichnet€n Unterlagen. Die in den Verdingungs- anfchlägen angsnommenen Vordersäße unterliegen jedoch denjsnigen näbrren FeststeUungen, w3lche - obne wesentlich? Aenderung dsr dem Vertrags zu Grunde Jelegten Bauentwürfe _ bei der Ausführung der bétkkffkndkn Bauwerke sich ergeben.

Abänderungen der Bauentwürse anzuordnen, bleibt der bauleitenden Behörde Vorbehalten. Leistungen, Mlche in den Bauentwürfen nicht Vcrgxseben find, könyen dem Unikrnebmer nur mit seiner Zustimmung übertrag-Zn werden. § 2

Berechnung der Vergütung.

Die dem Uniernekxmec zukommxnde Vergütung wird nach den wirklichen. instungen bezw. Lieferungen unter Zugrundelegung der ver- tragsmäßiakn Cinßeiispxeise bkrkchnei-

Dic Vkrgütung der Taglohnéarbeiten erfolgt nach den vertrags- mäßig VereinbarteU Lobusäßen.

Ausschluß einer besonderen Vergütung für Neben- leistungen, Vorhalten Von Werkzeug und Gerätben, Rüstungen Ic.

Insoweét in 17211 V3rbinaung§anichläqckn für Nkbenleistungen sowie für das Vorbalién Von Wérkzeug und Gkrätbkn, Rüstungm und für Herstéiixtng und Erbaitung von Zufuhrwaxen nicht besondere Preis- ansäse Vorgsieben find, umiaff-xn die vereinbarten Preise und Tage- lobniätze z::glcicb dis Vérgüxung für die zur planmäßigkn Hkriteiiung des Bauwarkz rein für dis Erfüilnng dss Vsrtrags gebörsnden Nsbsnxeisxungsn akl-r Art, ingesox-rerk auch für die Heransckyaffung der zu ken BaUarbZiten Erforderlichkn Maierialisn (1115 den auf dsr BaustIÜe bkfindlichkn Lagérviäßsn nacb dsr V?xivsndungsstslik am BIST, iowie die Emiscbädizung für Vorhaltung an WIkaeUs, G;?- rai en 22.

Auch die Gefisilung der zu dkn Absixckangkn, Höhenmsffanxyn imd Abnabmkvzrmessungen OxforderliOM ArbsitZkräfts und (Hkräib'r [ikgt d€m Uniernsbmsr 08, ohne daß ksmielben eine besondere Eni- ichä3iguna bisriür gewäbri wiid, jedoch wird dix]? (Hsiiriiung Für die Höhenmeffanxn bei den Wxfférbauten nicbt wérlanzt.

§ 3. Mkbrleistungen gegen dcr“. Veritas.

OÖ:? auxdrückliche schrifilich2 Anordnung odér Gxnsbmigung des b.“!!![ZiTé'kikCn Bxamtcn darf Ur Uxitkrnébmer ieinsxlei Vom Vkrtrag ain'eicbe-itde oder im Verdingungsanschlag nicbt vorgesehene Arbeiten 92er L:cf€1ung€n aUSÉÜÖren.

Dieskm Vérboi ziwider einseitig von dem Unternsbmsr bewirkte L'LÜMZLN ist d:: baixiritendk Beamtc (bsiiso wir die battleitendk Be- DLZ? bkfiizt, auf dkffkn kaabr ' 5 Kosten wieder beiriiigsn zu laiizn; aiich k):t der Umtkmrbmzr Nix; nur kcinsrlxi Vzrgütigung für israxiixe Urkkitsn und Liersrungrn zu bsansvrucbsn, ionkrrn muß auch für (111911 Sabadkn anfkommxn, welch-Ir etwa durch diese Aßweichingen vom V::trxg, fü: dis Staatskaffe enistanken iit.

Mixidxricistungen gegsn den Vrrirag.

Blsibsn die auSgkfübrksn Arbeixen chr Likikrunzen zufolge drr won dcr bauleitsndcn Bkbörde oke: dcn baulciténken Bsamten ge- troffcnen Anorrmmgen unter der im Verkraqe iéftverdung-Jnen Mknge zurück, so hat dsr Unternehmer AnsUruch aui dsn Ersaß dss ibm na!!)- weixiicb bisraus Entstandenen w11k11ch3n Schadens.

NÖlÖigénfaÜs entscbciket bicrübrr dus Schiedégaxicht 19).

§ 5. Beginn, Fortführung und Vollendung dc'r Arbeiten Ic. Konventionalstrafe.

_ _ Der Boginn, die FOrtiübrung uni: Voklendung der Arbeiten und lesLkUnJen h_ibxn nacb den in den besonderen Bkdingungen festgeseßten Frisi-xn zu Cx'olgm.

Ist Übkr kön Bsginn der Arbciisn 2x. in den besonderen Be- ditZgungkn cine Vereinbarung nicht enthalten, so hat der Unternehmer sratxstsns 14 Tags nach schriftlicher Aufforderung seitens dks bau- leitrnksn Bcamien mit den Arbeitcn oder Lieférungen zu beginnen.

Die Llrkeit od-Zr Lirferung muß im Verhältniß zu den bedungenen VOÜx'nxunaxfriitsn fortgeséßt angsmcffkn gefördert WSkdén.

DT»: 3321 ker zu verwendenden Arbeitékcäfte und Gerätbe, sowie die Vwrräibr an Materialisn müffen aiiczeit den übernommenen Lcistungén entivrecbrn. '

_ Eine im Vertrage bédungene KonVSntionalstrafe gilt nicht für er- lanm, wenn die verspätete Vertragseriüllung ganz oke: theilweise obne Vorbedalr angenommen wordcn ist.

Eine tagstiss zu kexchnende Kondeniionalstrafe für Verspätete Ausiübrwng von Bauarbeiten bleibt für die in die Zeit einer Ver- zögxrunz fxllkndsn Sonntag: und allgemkinen Feiertage außer Ansaß.

§ 6. Hinderungen der Bauausführung.

Glanbt der Unternebmsr Lich in der ordnungömäßigen Fort- führung der übernommenen Ar eiten durch Anordnungen der bau- leiixridcn Bsbörde oder des bxulriienden Beamten oder durch das nicht gehörige Fortschreiten der Arbeiten anderer Unternehmer bebinderi, so hat er bei dem bauleitsndcn Vkamten oder der bauleitenden Behörde bierVon sofort Anzéiße zu erstatten.

Anderenfalls wechn schon weHen dcr unterlafisnen Anzeige keinerlei auf die bstreffenden, angeblich bndernden Umstände begründete An- sprüche 9er Einwkndangen zugelassen.

Nach Beseitigung derartiger Hinderungen sind die Arbeiten obne weitcre Auffordkrung urgksäumt wieder aufzunehmen.

Der baulcitenden Behörde bleibt Vorbehalten, faÜs die bezüglicben Bescbwkrkcn des Unternehmers für begründet zu erachten sind, eine an;;emeffene V-rlängerung der im Vertrage festgeseßten Vollendung?- fristen - längstens bis zur Dauer der betreffenden Arbeitsbinderung - zu bewilligen. _ _

Für die bei Eintritt ciner Unterbrechung der Bauausführung bereits angefübrten initunßen erhält der Unternebmxr die den ver-

“) Anmerkung. Durch Erlaß des Herrn Ministers der öffent- lichen Arbeiten vom "26. Oktober 1888 sind bezüglich der Ausführung von Leistungen und Lieferungen für die Kö1igiicb preußische Staats- eisenbdbn-Verwaltung besondere „Allgemeine Vertragkbedingungen' festgestküt worden.

tragßmäßig bedungrnen Preisen entsprechende Vergütung. Ist für verschiedenwertbige Leistungen_ ein nach dem Durchschnitt bemeffener Einh-itMrei-l verrinbatt, so ist unter Berückfiäytigung des höheren oder Heringereu Wertbs der außgeiübrtkn Leistungen gegenüber den noch rückständigen ein Von dem vrrabredeten Durchschnittsvreis entsprechend abweichender nkuer Einheitspreis für das Geleistete besonders zu er- mittsln und darnach die zu gewährende ergütung zu berechnkn.

Außerdem kann der Unternehmer im Fal] einer Unterbrechung oder gänzsichen Abstandnabme von der Bauauéiübrupg den Ersaß des ihm nacbweißiicb enlsiandensn wirklichen Schadens beanspruchen, wenn die die Fortiéyung dcs Baues bindernden Umstände entwéder von der bauleitenden Behörde oder deren Organen verschuldet sind oder - insoweit zufäUiZe', Von dem Willen der Behörde unabhängige Um- stände in Frage stehen - sich auf seiten der bauleitenden Behörde zugetragen haben.

Eine Entschädigung für entgangenen Gewinn kann in keinem Falle beansprucht wccdkn.

In gleicbsr Weise isi der _Untsrnebmer zum Subadcnézsrsaß ver- pfiichtet, wxnn die beireffenden, die Fortführung dcs BUMI bindernden Umstände Von ihm kcrxchuldet sind oder auf seiner Skike sich zu- getra en babkn.

Ist die Untkrbrxckßuug durcb Naturereixniffe bsrbsigefübrt wvrden, so kann_dsr Unternkbmer einen Schadenßsrsaß nicht beanspruchen.

Aus die gegen den Uniérnehmkr 921181113 5: mackyxnken Schadens- ersatzwideruaqen kommen die etwa eingxzosenxn Oder vsrwirkten Konvemionaistrafew in Anrkchnung. Ist die Schaksnßxzxsaiskorderung nisdriger als die Konvsntionalftrafs, io kowmt mir die [Wirte zur Einziehung.

- Jn Ermangkluna gütlicher Ciniauna entscheid€t üßkr dis bezüg- licbkn AnsprüN kas Zchikksxzeriäot 19).

Daiiett dis Untrrvrkcbnng dsr Bauausführung länger (ils 6 Mo- nate, so steht is?."er drr b&dkn sttragévartsien der Rücktritt vom Vertrage frri. Die RücktrittserklärUIg muß ichrikt1ich unk: svätrstens 14 Tage nach Ablauf j€n€r 6 Monais kkm andxrkn Tbkil zugeiieüt werdsn; andxrnialls bleibt - Unbeichxdkt der inxwis-chsn etwa er- wachsenkn Ansprüche auf S:!)adenssrias odsr KOIVLUTiOUÜistkafe -- dkr VLriraa mii dsr “1713733sz in Kraft, Hax"; die in dxmselben aus- bedyngyné VollendungsiÜst um die Dauxr der Banniiisrbrechung ver- längert wird.

;-

l.

Güte der Arbeitsleistungsn und dsr Materialien.

Dis Arbeitéixistangkn müffén dxn bestsn Regsln der T5chnik und kon besondersn BsstimmunZen drs Verkinznngzxnichiazs und des Vkrtr-ags enxivrkchn.

B:"i de.? Arbkiten kürien nur tüchtig: und gxübte Axbeiter be- schäktizt werdén,

Arbkitsiclxstungxn,w:1ch: iér baiiieitznék V-Iamis isn gkdacbten BLdinzxmgsn nicht Exitsvr5ch2nd findxt, smd io§ort imd unix: Ausschluß der Anrufang 817ku SÖZMWSKMJ zn bSsKiti..-kn und dUkÖ untadrl- basta ZU ErisH-n. Für bisrbsi rntitkbenkc Vzrluiic an Materialien bat dsr U:“.Térk-EÖMZT rie Staatskaffx schadlos zii k&ktcn.

Ark-eiter, welche k€1ch drm Urtbkil DSZ [*aUlsiisnd-sn “2463111th un- iüÖtig sixd, Miiffen auf Vkriang-In SUUIffSn und durck) tüchxige erseßt wsrkén.

Maieriaiirn, wsich? dkm Anschiags b.::zw. dyn besonkkren Be- dinßupgrn od€r TK:“. dcm 57 CitkäßL zii (HrUnds gelkgien Proben nicbt entsprkcben, i'm!) aui Anordmung des baulezitsndsn Bzamyn innerhalb einer von ihm zu beiiimu'cnden Frist von dsr BÜUftZUS zu entfernen.

Bsbufs Uebcrwaxbuxig dsr Ausführung dxr Arbeitsn stsbt dem baitlxiié'nrcn Bsarmxn vksr ken vou kxmixlbcn za branitxagcnden Per- son(n-jxderzcit während der Arbeitssiunkcn dsr Zitritt zu dknAcbkits- 11158611 und WSkkstäÜM iksi, in wrichrn zu drm Uni.“:nkbinkn gxbörige Arbxitsn angsirriigt werden.

„I 8. Erfüllung dsr drm Untécncbmer Handwcrkern und

Axbsitern ;;c-zenüöex obliegenden Vsrbinklicbkeiten.

Dér Unisrn-bMT bat dsr banlritsnDSn Bxbörke und dem bau- leiisndcn Beamtsn übZr (“is mit Handwkrkrrn und Arbkitsrn in Betrsff der Aassübxurg (“er Arisxt zsschloffsn-sn V2rtiäge j-Id:*rze:t auf Er- forkcrn Aquarst zu cribkilsn.

Sollte das angxchfféne Fortschrkitsn dcr Arbeitkn dadurch in Frage geitslit WSWS", das; der Unternebmer Haiidwrrkern oder Acksitern gsgcnübsr die VkrpAickytungcn aus Dem Arbsitxvertrage nicht oder nicht rüiiktiicb criülit, so blkibt ker bauleitknkkn Bkbörde das Rscbt vorbrbairsn, die Von dsm Untstnybmsr «“eschulretrn Beixägs für kxffen Rechnung unmiitsibar an rie Berechtigtxu zu xablsn. Der Untkrncbmer hat Die [KUZU crforderiicbcn Untkrlaxrn, Lobnlisien ic. der kaulsitknden Lieböric bezw. dsm bxulcitendcn Beamtkn zur Ver- fügung zu stsilen.

F" 9. Entziehung der Arbeit :.:.

Die bc-Uicitcnke Bkbörds ist bringt, rem Untsxncbmer Tie Arbeitkn und Liefsrunsxn ganz oder ihcilwxiie zu entziebcn und den noch_nicht Volienketén Theil auf seine Kosisn auI!übren zu lassen oder selbst für seine Rechnung anszufübren, wknn

:x. seine Leistungen untücbtig sind, oder _

1). die Arbeiten nach Maßgabe der verlaufenen Zsit nicht genügend geförrert sind, okkr

0. der Unternabmer dkn von dexr baulcixenkcn Behörde gemäß F 8 aeiroffenen A:;ordnungcn nicht nachkommt.

Vor der Cnizicbung der Arbeiten ic. ist dsr Upternebmsr zur Beseitigung der vorliegkndsn Mängel brzw. ziir Besolgxng der gé- jroffe'nen Anordnungen unter Bewilligung einst angemeiienen Frist aufzufordern,

Von de'r vcriügien AtbxitSenizieburix; wird dem Unternehmer durch eingeschriebenen Brief Erénnung gemacht. __

Auf die Berechnung der für die auszxfübrten Leistungen dem Unternehmer zustehenden Vsrgütuna und den Unziang der erpflicb- tung kesselben zum Schzdcnersatz finden die Bestimmungen im § 6 gleichmäßige Anwendunß.

Nach beendeter Arbeit oder Lieferung wird dem Unterrxbmer eine Abrechnung über die für ihn sich ergebende Forderung und Schuld mitgetheilt. _ _

Abschlagsiablunqcn können im Folie der Arbcttsxritnebung dem Unternebmkr nur innkrbalb deßjenigen Betrags gewahrt werden, weicher als sicheres Guthaben deSielben uaier B2rücks1chtigung der entstandenen Gegenansprüche ermittelt ist,

Ueber die infolac rer Arbeitßextziebung etwa zu erhebenden ver- mögenßrechtlicben Ansprüche entscheidet in Ermangelung gütlicher Einigung das S2i€dögericht 19).

§ 10. Ordnungsvorschriftcn.

Der Unternehmer oder dessen Vertreter muß sich zufolge Auf- forderung des bauleitenden Beamten auf der Baustelle einfinden, so oft nach tem Ermeiien des leßteren die zutreffenden kauiicben An- orknungsn cin_münd_itch33 Benehmen auf der Baustelle erforderlich machen. Die sammtiichsn auf dem Bau beschäftigten Bevollmächtigten, (.J.-hilfen Und Arbertsr des Unternehmers sind bezüglich der Bau- ausmbrung und der Auf.cchterbalsung der Ordnung auf dem Bauplaß den Anordnungxn des bauleitenden Beamten bezw. dessen Stellvertreters unterworfen. Im Fall des Ungehorsams kann ihre sofortige Ent- fernung von der Baustelle Verlangt weiden.